DRK Presseinformationen https://www.kvoberallgaeu.brk.de de DRK Wed, 20 Oct 2021 19:07:59 +0200 Wed, 20 Oct 2021 19:07:59 +0200 TYPO3 EXT:news news-567 Wed, 20 Oct 2021 12:00:00 +0200 Bloß keine Panik bei Kinderunfällen! https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/bloss-keine-panik-bei-kinderunfaellen.html BRK Oberallgäu gibt Tipps zur Vermeidung und zum richtigen Handeln Als Eltern möchte man, dass es dem Nachwuchs gut geht. Aber Missgeschicke und Unfälle sind bei den Kleinen nun mal schnell passiert. Zum Glück erweist sich vieles davon als halb so schlimm, doch manchmal kann es leider auch lebensbedrohlich werden. „Darum ist es wichtig und ein gutes Gefühl, als Mama, Papa, Oma, Opa, Babysitter oder andere Betreuungsperson zu wissen, wie man in einer Notfallsituation richtig reagiert“, sagt Frank Schönmetzler, der Leiter der Breitenausbildung beim BRK Oberallgäu. Er rät: „Setzen Sie sich in ruhigen Momenten mit geeigneten Erste-Hilfe-Maßnahmen auseinander oder, noch besser, nehmen Sie an einem der vielen Kurse zur Ersten Hilfe am Kind teil. Damit fühlt man sich im Notfall sicherer, kann die Handgriffe schneller abrufen und den Kindern tatsächlich schnell helfen.“

„Die häufigste Unfälle im Kindesalter sind Stürze mit mehr oder minder schweren Blessuren, Vergiftungen und Verätzungen, zum Beispiel mit unvorsichtig gelagerten Reinigungsmitteln, Verbrühungen und Verbrennungen an Herd und Ofen, Ersticken - zum Beispiel durch das Verschlucken von Kleinteilen oder zu großen, harten Speisestücken –, Verkehrsunfälle und Ertrinken; für Kleinkinder können schon 10 cm hohe Pfützen oder Planschbecken zur Todesfalle werden“, zählt Frank Schönmetzler auf.

„Jeder medizinische Notfall bei einem Kind ist für die Eltern oder anderen Begleitpersonen eine Extremsituation“, weiß er als Vater aus eigener Erfahrung. „Vor Angst, Schock und Verzweiflung fällt es ihnen oft schwer, schnell richtig zu handeln. Tatsächlich gelingt dies aber leichter, wenn man das entsprechende Erste-Hilfe-Wissen parat hat, also zum Beispiel, wann und wie die stabile Seitenlage und die Herz-Lungen-Wiederbelebung angewendet werden, wie man mit einfachen Mitteln Knochenbrüche ruhig stellt und stark blutende Wunden verbindet.“ All das wird in den Kursen zur Ersten Hilfe am Kind mit vielen praktischen Übungen vermittelt. „Zudem erfährt man Wichtiges zu verschiedenen Kinderkrankheiten. Damit Unfälle gar nicht erst passieren, werden außerdem besondere Gefahrenquellen für Kinder aufgezeigt, die man als Erwachsener ja oftmals gar nicht wahrnimmt sowie Tipps zur Vorbeugung gegeben.“

Sollte doch einmal etwas passiert sein, hat der Fachmann folgende Erste-Hilfe-Tipps:

  • Versuchen Sie ruhig zu bleiben, auch wenn´s schwerfällt. Das Kind muss das Gefühl haben, dass Sie als Erwachsener die Situation im Griff haben. Panik würde sich auf den kleinen Patienten übertragen und die Situation für alle erschweren.
  • Begeben Sie sich auf Augenhöhe, sprechen Sie das Kind ruhig an. Wenn das Kind Sie nicht kennt, stellen Sie sich vor, beruhigen Sie es und sagen Sie, dass Sie es nicht alleine lassen werden.
  • Durch den Blickkontakt bekommen Sie einen ersten Eindruck, ob das Kind klar, wach und gut ansprechbar oder eher benommen ist.
  • Indem Sie vorsichtig Körperkontakt herstellen, es zum Beispiel leicht mit der Hand am Arm berühren, merken Sie, ob die Körpertemperatur (zu) heiß oder kalt ist.
  • Fragen Sie das Kind, wie es ihm geht und was passiert ist. Bitten Sie es, selbst auf die schmerzende Stelle zu zeigen.
  • Versorgen Sie eventuelle Wunden und trösten Sie den kleinen Patienten. Halten Sie das Kind warm.
  • Sollte das Kind bewusstlos sein, aber atmen, legen Sie es in die stabile Seitenlage.
  • Rufen Sie den Rettungsdienst unter 112.
  • Ist keine Atmung und kein Herzschlag vorhanden, müssen Sie bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen.

Infos und Termine zu den Erste Hilfe-Kurse am Kind des BRK Oberallgäu finden Sie unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/leichte-sprache/kurse/erste-hilfe/rot-kreuz-kurs-erste-hilfe-am-kind.html

Foto: Credit: Falco Siewert, DRK

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news-566 Mon, 18 Oct 2021 12:00:00 +0200 Was tun, wenn Trinken Überwindung kostet? https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/was-tun-wenn-trinken-ueberwindung-kostet.html Melanie Engel vom BRK Haus der Senioren gibt hilfreiche Tipps Wenn es draußen heiß ist, ist es für die meisten von uns ein selbstverständliches Bedürfnis, viel zu trinken. Doch in Übergangszeiten wie jetzt, wenn die Außentemperaturen sinken, vergessen wir oft, dies beizubehalten. „Gerade ältere Menschen haben ein vermindertes Durstempfinden oder müssen sich regelrecht zum Trinken überwinden. Das ist problematisch, denn eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr kann innerhalb kurzer Zeit schwerwiegende gesundheitliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen. Darum ist es für Angehörige und Pflegende, sowohl im privaten als auch im stationären Bereich wichtig, ein besonderes Augenmerk auf ausreichende Trinkmengen der betreuten Personen zu legen“, sagt Melanie Engel, Leiterin des BRK Hauses der Senioren in Oberstdorf. Sie kennt die Problematik aus ihrem Arbeitsalltag und hat einige hilfreiche Ratschläge parat.

Der Grundbedarf an Flüssigkeit liegt bei ca. 30 ml je Kilogramm Körpergewicht. Das heißt, eine Person mit 60 kg Körpergewicht sollte mindestens 1,8 l Flüssigkeit pro Tag zu sich nehmen – bei Hitze, erhöhter Aktivität oder Erkrankungen wie Durchfall oder Fieber sogar noch mehr. Ein Teil wird über die Nahrung aufgenommen, der Rest muss durch Trinken zugeführt werden. Geschieht dies nicht, kann es bereits nach zwei Tagen zu gesundheitlichen Problemen kommen. Das Blut fließt langsamer, die Nährstoff- und Sauerstoffversorgung wird eingeschränkt. Mögliche Folgen sind Kopfschmerzen, Muskelkrämpfe, Müdigkeit, Schwindel, erhöhte Temperatur und Verstopfung, die Gefahr von Harnwegsinfektionen nimmt zu. Im schlimmsten Fall drohen Thrombosen, also Blutgerinnsel, oder Kreislaufversagen. „Zudem kann die Wirkung von Medikamenten durch zu wenig Flüssigkeit im Körper beeinträchtigt werden. Auch Unruhezustände, Vergesslichkeit und Verwirrtheit können durch Flüssigkeitsmangel begünstigt werden“, betont Melanie Engel.

„Bei älteren Menschen und bei Menschen mit Demenz vermindert sich das allgemeine Durstempfinden“, weiß sie. „Sie haben einfach weniger Durst und denken darum nicht daran, zu trinken oder müssen sich richtig dazu überwinden. Erschwerend kommt hinzu, dass viele ältere Menschen Angst vor zu viel Flüssigkeitszufuhr haben, da sie häufige Toilettengänge scheuen.“

Ihr Team im Haus der Senioren achte sehr auf das Trinkverhalten der Bewohnerinnen und Bewohner. „Natürlich will niemand gezwungen werden, etwas zu trinken. Da ist es besser, unaufdringlich aktiv zu werden.“ In ihrer Einrichtung stehen immer Getränke zur Verfügung. Hilfreich seien Rituale, wie beispielsweise eine festgelegte Anzahl gemeinsamer Trinkpausen während der Beschäftigungsangebote. „Beim alltäglichen Beisammensein ermuntern Rituale wie Anstoßen oder auch altbekannte Trinksprüche dazu, etwas zu sich zu nehmen. Auch bei Ausflügen oder dem Aufenthalt im Freien bieten wir stets Getränke an, da die Senioren nach Bewegung und an der frischen Luft häufig ein größeres Durstgefühl haben.“

Melanie Engel hat hilfreiche Tipps, die auch Zuhause zum Erfolg führen können: „Achten Sie darauf, die Lieblingstasse oder das Lieblingsglas zu verwenden und beziehen Sie Gewohnheiten mit ein: jemand, der sein Leben lang eher aus einer kleinen Tasse und einem Glas mit Stiel getrunken hat, wird Schwierigkeiten haben, plötzlich einen Plastikbecher zu benutzen. Farbige Becher, bei denen man den Inhalt nicht erkennen kann, führen ebenfalls häufig zu Ablehnung, weil nicht erkannt wird, was getrunken werden soll. Oft hilft es, das Lieblingsgetränk anzubieten - aber auch Variationen wie verschiedene Saftschorlen können Spaß machen und zum Trinken animieren. Natürlich ist es gesünder, hauptsächlich Wasser zu trinken, aber insgesamt ist es besser, auch mal etwas `Ungesundes´ zu trinken, als allgemein zu wenig Flüssigkeit zu sich zu nehmen“, sagt sie und rät: „Notieren Sie die Trinkmenge, um den Überblick zu behalten und nutzen Sie einfach jede Gelegenheit, Getränke anzubieten und das Trinken schmackhaft zu machen. Auch ein Stück Gurke, Melone oder anderes saftiges Obst und Gemüse zwischendurch oder ein Teller Brühe versorgen den Körper mit wertvoller Flüssigkeit.“

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news-565 Wed, 13 Oct 2021 12:00:00 +0200 Neue Azubis und „Bufdis“ beim BRK Oberallgäu https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/neue-azubis-und-bufdis-beim-brk-oberallgaeu.html Kreisverband bildet auch heuer wieder aus Das Bayerische Rote Kreuz im Kreisverband Oberallgäu bildet jedes Jahr junge Menschen in verschiedenen Berufen aus. Heuer konnte Kreisgeschäftsführer Alexander Schwägerl vier neue Auszubildende im Bereich des Rettungsdienstes willkommen heißen, sowie vier weitere junge Leute, die sich für den Bundesfreiwilligendienst beim BRK Oberallgäu entschieden haben.

Zwei junge Frauen und ein junger Mann haben in diesem Jahr ihre Berufsausbildung als Notfallsanitäter/in beim BRK angetreten - dies ist die höchste nicht-akademische medizinische Qualifikation im Rettungsdienst. Ihre anspruchsvolle dreijährige Ausbildung findet an den Rettungswachen des BRK in Kempten, Immenstadt und Oberstdorf statt. Ein weiterer Auszubildender hat die Laufbahn zum Technischen Rettungssanitäter an der Rettungswache Kempten begonnen. Auch er wird ein wichtiges Besatzungsmitglied auf allen bodengebundenen Rettungsmitteln sein. Als Technischer Rettungssanitäter (kurz: T-Rett) ist er Fahrer, unterstützt den Notfallsanitäter und Notarzt bei der Versorgung der Patienten und stellt die Ausstattung und Sicherheit der Geräte und Verbrauchsmaterialien des Rettungswagens sicher. Darüber hinaus begannen eine Neustarterin und drei Neustarter ihren Bundesfreiwilligendienst. Sie werden an den Rettungswachen Kempten, Immenstadt und Sonthofen tätig sein.

Alexander Schwägerl begrüßte die Neuzugänge persönlich. Er sagt: „Wir freuen uns sehr, die jungen Leute in unseren Reihen willkommen heißen zu dürfen und freuen uns darauf, ihnen in den kommenden Jahren das entsprechende Wissen zu vermitteln.“

Fotos: BRK KV Oberallgäu / Peter Fraas

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news-564 Mon, 11 Oct 2021 09:59:00 +0200 „Bitte unterstützen Sie uns, damit wir helfen können!“ https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/bitte-unterstuetzen-sie-uns-damit-wir-helfen-koennen.html Rotes Kreuz Oberallgäu sendet Haustür-WerberInnen aus Das BRK im Kreisverband Oberallgäu weist die Bevölkerung im südlichen Landkreis sowie im Kleinwalsertal darauf hin, dass in den kommenden Wochen Werberinnen und Werber im Auftrag des BRK von Tür zu Tür gehen werden, um Fördermitglieder zu gewinnen. „Bitte unterstützen Sie uns, damit wir helfen können“, so Alexander Schwägerl, Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu. „Zahlreiche Angebote, die das Rote Kreuz Oberallgäu für die Menschen in der Region bereithält, können nur durch die Unterstützung unserer Fördermitglieder finanziert und aufrecht erhalten werden. Dazu gehören beispielsweise die Aus- und Fortbildung im Ehrenamt, die Beschaffung von Einsatzkleidung, der Unterhalt der Tafelläden, die Arbeit beim Jugendrotkreuz, der Katastrophenschutz, die Finanzierung von Einsatzfahrzeugen und vieles mehr.“

„Die Fördermitgliedschaft bietet den BürgerInnen die Möglichkeit, die Ziele der Hilfsorganisation zu unterstützen, ohne selbst aktiv zu werden und wir freuen uns auf die Verstärkung in den kommenden Wochen. Neben der Suche nach neuen Mitgliedern werden auch bestehende Mitglieder gefragt, ob sie den bisherigen Förderbeitrag eventuell etwas anheben möchten“, erklärt Thomas Sprinkart, Leiter der Sozialarbeit beim BRK Oberallgäu. „Uns ist besonders wichtig, dass die Bevölkerung die Werberinnen und Werber eindeutig erkennen“, betont er. „Unser Werberteam trägt Rot-Kreuz-Kleidung und kann sich ausweisen. Die WerberInnen sammeln keine Geldspenden, sondern möchten den Menschen die Möglichkeit geben, sich durch eine Mitgliedschaft langfristig für eine gute Sache einzusetzen. Die Annahme von Schecks, Bargeld oder Sachspenden ist ihnen untersagt.“ Auch für den Datenschutz sei gesorgt, versichert er. „Die verschlüsselte Datenerfassung auf dem Tablet ist ein wesentlicher Sicherheitsaspekt. Persönliche Daten, inklusive der Bankverbindung, können nach der Eingabe nicht mehr eingesehen werden. Somit sind sensible Daten bestmöglich geschützt. Wir danken der Bevölkerung schon jetzt für die wohlwollende Aufnahme unseres Werberteams und danken Ihnen für Ihre Unterstützung!“

Ansprechpartnerin für Rückfragen ist Frau Birgit Schaller, Tel.: 0831/52292-95 oder E-Mail: schaller@kvoa.brk.de

Foto: Thomas Sprinkart

Die jungen Frauen und Männer des Fundraising-Dienstleisters Kober GmbH sind mehrere Wochen lang im Namen des Bayerischen Roten Kreuzes für den Kreisverband Oberallgäu unterwegs, um neue Mitglieder zu gewinnen.

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news-563 Wed, 06 Oct 2021 12:00:00 +0200 Neuer „Helfer vor Ort“-Dienst der BRK Bereitschaft Oberstaufen https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/neuer-helfer-vor-ort-dienst-der-brk-bereitschaft-oberstaufen.html Kurz nach Indienststellung schon der erste Einsatz Die BRK-Bereitschaft Oberstaufen verfügt seit Mitte September (17.09.2021) über einen eigenen „Helfer vor Ort“-Dienst (HvO). In ihm sind knapp 20 speziell ausgebildete ehrenamtliche Bereitschaftsmitglieder aktiv. Ihre Aufgabe ist es, bei Notfällen in der näheren Umgebung, bei denen sich die Anfahrt des regulären Rettungsdienstes oder Notarztes verzögert, die Zeit bis zu dessen Eintreffen zu überbrücken. Der erste Einsatz ließ nicht lange auf sich warten: Bereits einen Tag nach seiner Indienststellung wurde der HvO erstmals alarmiert.

„Der HvO ist ein Dienst, den die Bereitschaften des BRK an mehreren Standorten im Oberallgäu anbieten“, erläutert Matthias Straub, Kreisbereitschaftsleiter beim BRK Oberallgäu. „Bislang besteht er in Muthmannshofen, Balderschwang, Missen-Wilhams, Steibis, Wertach und Weitnau, also in entlegeneren Gegenden - und nun auch in Oberstaufen. Das Konzept ist, dass der HvO bei einem Zeitvorteil von der Integrierten Leitstelle alarmiert wird. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Betroffenen schnellstmöglich qualifizierte Hilfe erhalten. Schließlich können in einem Notfall bereits wenige Minuten über Leben und Tod entscheiden.“ Der HvO, der für die Patienten kostenlos ist, sei nicht als Konkurrenz zum Regelrettungsdienst oder zu der ebenfalls in Oberstaufen vorgehaltenen UG RD (Unterstützungsgruppe Rettungsdienst) zu sehen, sondern als absolut sinnvolle Ergänzung in der Rettungskette, betont er.

Dass die Marktgemeinde Oberstaufen und Bürgermeister Martin Beckel hinter dieser Idee stehen, freue ihn und seine Kollegen sehr, so Matthias Straub weiter. Ebenso wie die Tatsache, dass sich knapp 20 ehrenamtliche Bereitschaftsmitglieder zur Mitwirkung bereit erklärt hätten – vom Sanitäter über Fach-Sanitäter bis hin zum Notfallsanitäter, dem höchstmöglichen nichtärztlichen Ausbildungsgrad. „Das ist alles andere als selbstverständlich“, betont er. Schließlich müsse der Dienst an 7 Tagen die Woche rund um die Uhr im Zweischichtbetrieb, jeweils von 6 bis 18 Uhr und von 18 bis 6 Uhr, nach Möglichkeit vorgehalten werden. Die Mitwirkenden durchliefen ein eigens auf den HvO-Dienst zugeschnittenes Fortbildungsprogramm, bei dem sie sowohl im medizinischen als auch im einsatztaktischen Bereich sowie in der Anwendung des Digitalfunks geschult wurden.

Wie wichtig der neue Dienst in Oberstaufen ist, zeigte sich daran, dass der HvO schon wenige Stunden nach der offiziellen Einweihung gemeinsam mit der UG RD und dem Rettungshubschrauber Christoph 17 zu einem Notarzteinsatz in einem Ortsteil von Oberstaufen alarmiert wurde.

Derzeit werden die Einsätze auf einem Interimsfahrzeug der Bereitschaften im Oberallgäu absolviert. Dieses ist mit dem entsprechenden medizinischen Material bestückt (Rettungsrucksäcke, Defibrillator u.a.) und verfügt über Digitalfunk. „Sofern es uns gelingt, genügend Gelder zusammenzubekommen, würde die Bereitschaft Oberstaufen gerne Anfang 2022 ein eigenes gebrauchtes Feuerwehrfahrzeug in Dienst nehmen“, sagt Straub. „Hier würden wir uns natürlich über Unterstützung aus der Bevölkerung freuen.“

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news-562 Mon, 04 Oct 2021 14:00:00 +0200 Einsatzkräfte retten erkrankte Wanderer von Hütte https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/einsatzkraefte-retten-erkrankte-wanderer-mit-hubschraubern-von-huette.html Ein Teil einer Wandergruppe war auf einer Oberstdorfer Hütte erkrankt Etwa 50 Helfer unserer Oberallgäuer BRK-Bereitschaften sind am Donnerstag in Oberstdorf im Einsatz gewesen. Auf einer dortigen Hütte war ein Teil einer etwa 40-köpfigen Wandergruppe erkrankt.

Hubschrauber brachten die Betroffenen ins Langlauf-Stadion in Oberstdorf.  Die gesamte Wandergruppe kam wohlbehalten ins Tal, sodass unsere Helfer und Ärzte die Erkrankten ohne akute Gefahr behandeln und betreuen konnten.

Alle BRKler im Einsatz waren entweder geimpft oder genesen.

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news-561 Mon, 04 Oct 2021 12:00:00 +0200 „Rettungshundearbeit ist viel mehr als nur Vermisstensuche“ https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/rettungshundearbeit-ist-viel-mehr-als-nur-vermisstensuche.html Training der Rettungshundestaffel der BRK-Bereitschaften in Bodelsberg Auf dem Truppenübungsplatz der Bundeswehr in Bodelsberg (Oberallgäu) ging es vor wenigen Tagen im wahrsten Sinne des Wortes „tierisch“ zu. 35 Rettungshundeteams der BRK-Bereitschaften aus dem Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West hatten sich hier zu einem intensiven Trainingstag getroffen. Beteiligt waren die Kreisverbände Oberallgäu, Unterallgäu und Günzburg. „Im Vordergrund standen Gehorsamsübungen für die Tiere und das Suchen von vermissten Personen im Gelände“, so Prof. Dr. Christoph Tiebel, Kreisfachdienstleiter Rettungshundearbeit beim BRK Oberallgäu und Landesfachdienstleister Bayern. „Aber Rettungshundearbeit ist viel mehr als das“, betont er.

„Bei der Rettungshundearbeit kommt es nicht nur darauf an, dass die Tiere in der Lage sind, vermisste Personen aufzuspüren“, erklärt Prof. Dr. Tiebel. „Auch die Hundeführer selbst müssen gut für die Erstversorgung von gefundenen Patienten geschult sein.“ So trainierte Sonja Bingger, Hundeführerin, Notfallsanitäterin und Ausbilderin im Sanitätsdienst des BRK Oberallgäu mit den Teilnehmenden an einer Station anhand von Reanimationspuppen das professionelle Umgehen mit leblosen oder bewusstlosen Personen, den praktischem Umgang mit Sanitätsrucksäcken sowie die Assistenz des Rettungsdienstpersonals.

An einer weiteren Station wurde die Einsatzleitung geprobt. Denn auch Funktechnik und Orientierung im Gelände mit Hilfe moderner Ortungstechnik seien zentrale Fähigkeiten, die bei der Vermisstensuche beherrscht werden müssen, so Tiebel. Nicht zu unterschätzen sei auch die Arbeit der Fahrer, die die Suchhundeteams zu ihren Einsatzorten brächten. „Die Fahrzeuge der Hundestaffeln sind mit Blaulicht und Martinshorn ausgerüstet und die Fahrer:innen müssen sehr umsichtig fahren. Schließlich sollen die Hunde am Einsatzort hochprofessionelle Sucharbeit leisten und dürfen deswegen nicht durchgeschüttelt dort ankommen.“

Andreas Dempfle, der Staffelleiter aus dem Unterallgäu-Memmingen, lobte die freundschaftliche und professionelle Zusammenarbeit der verschiedenen Staffeln: „Wir trainieren immer wieder gemeinsam alle Facetten der Rettungshundearbeit, denn im Einsatz müssen wir ja auch sehr gut und effektiv zusammenarbeiten“. Als Organisator des Ausbildungstages in Bodelsberg zeigt sich Prof. Dr. Christoph Tiebel am Ende der Veranstaltung sehr zufrieden: „Obwohl wir in Bayern keine klaren rechtlichen Regellungen zur Vermisstensuche haben und uns immer wieder um unsere Anerkennung bemühen müssen, zeigt das immer noch großartige Engagement der Einsatzkräfte mit ihren Hunden, wie schlagkräftig unsere Rettungshundeteams sind. Wir haben ein sehr hohes Leistungsniveau. Darauf sind wir stolz.“

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news-560 Thu, 30 Sep 2021 11:08:00 +0200 Tafeln erfahren großen Zulauf https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/tafeln-erfahren-grossen-zulauf.html Viele Arbeitnehmer aus Gastronomie und Dienstleistungsgewerbe betroffen Am kommenden Samstag, dem Tag vor Erntedank, findet der alljährliche bundesweite Tag der Tafeln statt. Ziel des Aktionstages ist es, eine breite Öffentlichkeit auf die Lebensverhältnisse von Millionen Menschen aufmerksam zu machen, die von Armut bedroht sind oder in Armut leben. „Auch hier im Allgäu sind viele Menschen von Armut betroffen. Corona hat die Lage noch verschärft“, sagt Markus Wille, Tafelkoordinator beim BRK Oberallgäu. Dies bestätigt auch Resi Weiß, die zusammen mit ihrem Mann Karl seit 17 Jahren ehrenamtlich den Tafelladen des BRK in St. Mang leitet.

„Die Tafelläden, die das BRK Oberallgäu in Kempten betreibt, haben während Corona deutlich mehr Zulauf erhalten“, berichtet Markus Wille. Eine Entwicklung sei dabei auffallend gewesen: „Vor allem zu Beginn des Jahres 2021 kamen vermehrt neue Kunden aus den Bereichen Gastronomie und dem Dienstleistungsgewerbe zu uns. Damit meine ich beispielsweise Servicekräfte aus der Gastronomie, die in der Zeit der geschlossenen Wirtschaften kein Einkommen hatten und denen ja auch das ganze Trinkgeld gefehlt hat, ebenso wie Arbeitnehmer aus dem Bereich körpernaher Dienstleistungen, wie etwa Friseure. Deren Kurzarbeitergeld wurde vom ohnehin sehr niedrigen Grundgehalt berechnet.“ Unter den rund 100 neuen Kunden seien zudem einige ehemals Selbstständige, deren Gewerbe während der Pandemie „zum Ruhen verurteilt war“, wie Wille es ausdrückt. „Bei Vielen waren durch den langen Lockdown die persönlichen Ersparnisse irgendwann einfach zu Ende und das Geld für den Lebensmittelkauf wurde knapp, sodass ihr Weg zur Tafel führte.“

Resi Weiß, die den Tafelladen des BRK in St. Mang zusammen mit ihrem Ehemann leitet und gemeinsam mit rund 16 ehrenamtlichen Helfer:innen und enorm viel Herzblut betreibt, hat in „ihrem“ Laden vor allem einen Zuwachs an anderer Stelle bemerkt: „Zu uns kommen jetzt mehr junge Familien“, sagt die 82-Jährige. In vielen Fällen hätte einer oder hätten beide Partner durch Corona ihre Arbeit verloren und seien so mit der Zeit in finanzielle Schwierigkeiten geraten. „Die Hemmschwelle, zu uns zu kommen, ist oft sehr hoch. Sie wird erst genommen, wenn es gar nicht mehr geht“, sagt sie mitfühlend.

Dass Markus Wille und die Tafel-Mitarbeitenden mitunter viel über die Schicksale der Kunden wissen, liegt an den persönlichen Gesprächen, die sich häufig zwischen Regalen und Ladenkasse ergeben. „Das kommt aber erst mit der Zeit und auch nicht immer“, sagt Resi Weiß. „Vor allem anfangs sind die meisten eher zurückhaltend, denn oftmals ist auch viel Scham dabei – völlig zu Unrecht.“. Zugleich sei die Dankbarkeit der Menschen für die Möglichkeit, in der Tafel kostengünstig einzukaufen, sehr groß.

Dass der Nachschub an Lebensmitteln in den Tafelläden trotz Corona nie abgerissen sei, dafür ist Markus Wille dankbar. „Während der Krise wurden wir wirklich von sehr vielen Organisationen, Vereinen und von zahlreichen Privatpersonen mit Geld- und Sachspenden versorgt. So konnten wir die gesamte Zeit über für die bedürftigen Menschen da sein. Heute läuft alles wieder fast normal. Bis auf die üblichen Hygieneregeln ist der Besuch in den Tafel-Ausgabestellen wieder ganz regulär möglich.“

Wer in den Tafelläden einkaufen möchte, benötigt einen Berechtigungsausweis. Dieser wird direkt in den Läden mit Ausweisdokument und Einkommensnachweis beantragt.

Tafelläden des BRK Oberallgäu in Kempten:
Memminger Str. 114, Mo, Mi, Sa: 12-13.30 Uhr, Di: 15-16 Uhr
Magnusstr. 16, Mo-Fr 12-13.30 Uhr
und
Landwehrstraße 11 (Caritas), Di: 11-14 Uhr, Mi: 15-17 Uhr, Do: 12-14 Uhr

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news-559 Wed, 29 Sep 2021 11:08:00 +0200 Nette Menschen treffen, sortieren, verkaufen https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/nette-menschen-treffen-sortieren-verkaufen.html Kleiderläden des BRK Oberallgäu suchen Verstärkung Die Kleiderläden, die das BRK Oberallgäu in Kempten und Immenstadt betreibt, sind im Lauf der Jahre zu beliebten Second-Hand-Shops geworden, in denen jeder einkaufen darf, der möchte. Hier gibt es gut erhaltene Kleidung für Frau, Mann und Kind ebenso wie Spielzeug, Heimtextilien, Geschirr, zeitgemäße Bücher sowie CDs – und das alles zum günstigen Preis. Das Team um Leiterin Susanne Kultus besteht aus Ehrenamtlichen, die sich hier mit viel Freude engagieren. Nun werden dringend weitere ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht.

„Das Motto unserer beiden Kleiderläden lautet `Mode von Mensch zu Mensch – Gutes aus zweiter Hand´“, sagt Susanne Kultus. „Wir haben hier wirklich schöne, gut erhaltene Sachen, die man so teilweise gar nicht mehr zu kaufen bekommt. Ich persönlich finde das toll. Bei uns kann jeder für wenig Geld seinen individuellen Look finden.“ Sie selbst kaufe mittlerweile fast ihre gesamte Garderobe in den Kleiderläden. „Auch bei Kinderkleidung ist Second Hand eine gute und kostensparende Sache - schließlich wachsen die Kleinen ja oft schneller aus ihren Anziehsachen heraus, als man schauen kann.“ Darüber hinaus sage ihr das Konzept der Wiederverwertung bzw. Weiterverwendung sehr zu: „Wir arbeiten im Einklang mit dem Nachhaltigkeitsgedanken, der heute so wichtig ist.“

Die angebotenen Waren werden entweder persönlich in den Kleiderläden abgegeben oder – im Fall der Kleidung – in die Altkleidercontainern des BRK geworfen. Im Sortierlager in Kempten wird danach alles von den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gesichtet und durchsortiert, hübsch in den Läden präsentiert und dann verkauft. „Die Arbeit macht wirklich großen Spaß. Man hat viel Kontakt mit Menschen – und natürlich mit Mode -, und oft kommt man bei den Beratungsgesprächen mit den Kunden nett ins Plaudern. Es ist eine schöne und sehr sinnvolle Weise, seine Zeit zu verbringen“, findet sie.

Aktuell suchen Susanne Kultus und ihr nettes Team dringend weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer jeden Alters, die Lust haben, mitzuarbeiten. Vorkenntnisse sind nicht nötig. „Wir freuen uns, wenn sich viele melden!“, zeigt sie sich optimistisch. Interessentinnen und Interessenten können direkt in den Kleiderläden vorbeikommen oder telefonisch (0172-2756751) bzw. per Mail (kultus@kvoa.brk.de) mit Susanne Kultus Kontakt aufnehmen.

Ein wichtiges Anliegen möchte diese noch loswerden: „Leider bekommen wir über die Altkleidercontainer auch sehr viel verschmutzte oder kaputte Kleidungsstücke, die wir nur noch der Textilverwertung zuführen können. Darum unsere eindringliche Bitte: Bitte spenden Sie ausschließlich gut erhaltene und saubere Kleidungsstücke. Und bitte werfen Sie keinen Hausmüll in die Altkleidercontainer!“

Öffnungszeiten
Kleiderladen Kempten, Haubenschloßstr. 12
Di - Fr: 9 – 17 Uhr

Kleiderladen Immenstadt, Hirschstraße 6
Di - Fr: 10 - 17 Uhr
Sa: 10 - 13 Uhr

Weitere Informationen zu den Kleiderläden des BRK Oberallgäu gibt es auf https://www.kvoberallgaeu.brk.de

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news-558 Tue, 28 Sep 2021 11:08:00 +0200 Den Älteren öfter mal Gutes tun https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/den-aelteren-oefter-mal-gutes-tun.html BRK Oberallgäu hat Tipps zum „Tag der älteren Generation“ Was täten wir oftmals nur ohne unsere Eltern und Großeltern? Besonders während der Pandemie hat sich neben deren Verletzlichkeit auch ihre große Bedeutung für das Funktionieren unseres sozialen Gefüges deutlich gezeigt. Anlässlich des Tages der älteren Generation am 1. Oktober möchte das BRK Oberallgäu auf die wechselseitige Verantwortung zwischen Jung und Alt hinweisen. Auch die Hilfsorganisation selbst geht hier in die Pflicht.

Im Lauf der Corona-Pandemie hat sich die besondere Bedeutung der Eltern- und Großelterngeneration auf vielfache Weise gezeigt. Als Oma und Opa aufgrund der Kontaktbeschränkungen plötzlich nicht mehr für die Kinderbetreuung zur Verfügung standen, brach für viele berufstätige junge Eltern eine wichtige Säule zur Alltagsbewältigung weg. An anderer Stelle bereitete es beiden Seiten großen Kummer, als Familienbesuche und -treffen aufgrund der Ansteckungsgefahr über Monate nicht mehr möglich waren.

„Wir vom BRK Oberallgäu bemühen uns, immer für die Menschen da zu sein – so natürlich auch in Pandemiezeiten“, sagt Ulrike Finkenzeller von der Servicestelle Ehrenamt beim BRK Oberallgäu. So haben sich die Mitarbeitenden des BRK Haus der Senioren in Oberstdorf beispielsweise in Zeiten des Lockdowns noch intensiver als ohnehin schon um die Bewohnerinnen und Bewohner gekümmert, damit bei ihnen kein Gefühl von Vereinsamung aufkam. „Auch in `normalen´ Zeiten bieten wir Dienste und Programme an, die auf Menschen in der zweiten Lebensphase zugeschnitten sind. Dazu gehören Senioren-Gymnastik, Tanzen, Yoga und Computerkurse. Die Seniorengymnastik fand bis Ende August zweimal wöchentlich im Garten der Senioren-Anlage Höfelmayr Park in Kempten statt und wird seit September immer Montagnachmittag unter Berücksichtigung der Infektionsschutzregeln im Pfarrsaal St. Anton fortgeführt. Der Yoga-Kurs im BRK Haus in Sonthofen soll, sofern das Infektionsgeschehen es zulässt, im Oktober wieder starten.“ Wann es mit den kostenlosen PC-Kursen für Einsteiger im BRK Haus in Kempten wieder losgehen kann, sei aktuell noch unklar.

„Ein seit vielen Jahren beliebter Programmpunkt fiel leider der Corona-Pandemie zum Opfer: Der Senioren-Tanz, der 38 Jahre lang in Sonthofen stattgefunden hatte. Tanzen nur mit Abstand und ohne Berührung macht einfach wenig Sinn. Daher hat unsere liebe Dozentin Christine Miller ihr Angebot schweren Herzens eingestellt. Wir alle bedauern das sehr.“ Aber es müsse nicht immer ein offizieller Kurs oder eine Veranstaltung sein, meint Ulrike Finkenzeller. „Eltern, Großeltern oder andere liebgewonnenen Senioren hin und wieder gemütlich zum Kaffee auszuführen, sich auf ein ausgedehntes Gespräch mit ihnen einzulassen oder ab und an eine besondere gemeinsame Unternehmung schenken Freude und tun allen gut.“

Informationen zum Kursprogramm des BRK im Kreisverband Oberallgäu gibt es hier. www.kvoberallgaeu.brk.de/kurse/

Fotos: A. Zelck, DRK e.V.
Die beliebte Seniorengymnastik mit Hedy Rist (im Vordergrund)

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news-557 Tue, 28 Sep 2021 09:08:00 +0200 Blutspenden im Oktober https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/blutspenden-im-oktober.html Aktuelle Infos und Termine Dank des herausragenden Engagements der Spenderinnen und Spender ist es gelungen, den noch immer erhöhten Bedarf an Blutkonserven während des Sommers zu decken. Ebenso gebührt den ca. 12.500 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern aus den Kreisverbänden des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) ein großes Dankeschön für ihre tatkräftige Unterstützung auf allen Blutspende-Terminen.

Nur im gesellschaftlichen Schulterschluss kann es auch weiterhin gelingen, unsere Mitmenschen in den Krankenhäusern kontinuierlich mit Blutspenden zu versorgen.
 
Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der geringen Haltbarkeit der Präparate gilt es jetzt, den aktuell positiven Trend im Herbst fortzusetzen. Der Blutspendedienst des Bayerischen Kreuzes (BSD) bietet hierzu im Oktober mehr als 270 Termin-Möglichkeiten.

Die geplanten Blutspende-Termine für Oktober sind beigefügt und im Falle einer erforderlichen Online-Reservierung entsprechend gekennzeichnet.
 
Alle Termine sowie eventuelle Änderungen, aktuelle Maßnahmen und Informationen rund um das Thema Blutspende in Zeiten von Corona sind unter 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com tagesaktuell abrufbar. Facebook & Instagram: @blutspendebayern.
 
Es wird aufgrund der aktuellen Situation dringend empfohlen, kurz vor dem Blutspendetermin nochmals mittels genannter Möglichkeiten zu prüfen, ob und wann der Termin stattfindet.

Hintergrundinformationen über die Blutspende in Bayern:

Wer Blut spenden kann:
Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Mehrfachspender ist ein Alter von 72 Jahren (d.h. bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag). Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren und bei Erstspendern über 60 Jahren erfolgt die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen. Zur Blutspende mitzubringen ist unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein (jeweils das Original) und der Blutspendeausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis. Spendewillige mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen und Menschen mit direktem Kontakt zu Coronavirus(SARS-CoV-2)-Erkrankten werden nicht zur Spende zugelassen. Auf allen angebotenen Terminen besteht eine unumgängliche Maskenpflicht.

Darum ist Blutspenden beim BRK so wichtig:
Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt.

Der Blutspendedienst des BRK (BSD):
Der BSD wurde 1953 vom Bayerischen Roten Kreuz mit dem Auftrag gegründet, die Versorgung mit Blutprodukten in Bayern sicherzustellen. Er trägt die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Als modernes pharmazeutisches Unternehmen ist der BSD heute ein aktiver Partner im bayerischen Gesundheitswesen. Mit seinen ca. 670 engagierten Mitarbeitern sowie zusätzlich mehr als 230 freiberuflich tätigen Spendeärzten und ca. 12.500 ehrenamtlichen Helfern aus den 73 Kreisverbänden des BRK organisiert der BSD jährlich ungefähr 4.000 mobile und 1.100 stationäre Blutspendetermine.

Spenderservice:
Alle Blutspendetermine und weiterführende Informationen für Spender und an der Blutspende Interessierte, beispielsweise zum kostenlosen Gesundheitscheck, sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet abrufbar. Wir empfehlen unsere Blutspende-App für iOS und Android (www.spenderservice.net): Individuelle Spendeinfos, Terminerinnerungen und Blutspende-Forum.

Medienkontakt:
Für Rückfragen zu allen Pressemitteilungen sowie für weitere Informationen und Materialanfragen kontaktieren Sie unsere Pressestelle: Patric Nohe, p.nohe@blutspendedienst.com; Tel.: 089 / 5399 4014. Oder besuchen Sie die Presseseite auf unserer Website.


Mit freundlichen Grüßen

Patric Nohe
Presse & Unternehmenskommunikation
Blutspendedienst des BRK


Auf einen Blick sind hier die aktuellen Termine im KV Oberallgäu:

Freitag
01.10.2021
87463 Dietmannsried
Schulstr. 2
16:30 Uhr - 20:30 Uhr
Grund/Mittelschule
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/dietmannsried
Montag
04.10.2021
87435 Kempten
Haubenschloßstr.12
15:30 Uhr - 20:00 Uhr
BRK-Haus
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/kempten
Dienstag
05.10.2021
87435 Kempten
Haubenschloßstr.12
15:30 Uhr - 20:00 Uhr
BRK-Haus
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/kempten
Freitag
08.10.2021
87527 Sonthofen
Albert-Schweitzer-Str. 17
16:00 Uhr - 20:00 Uhr
Pfarrheim St. Christoph
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/sonthofen-pfarrheim
Donnerstag
21.10.2021
87474 Buchenberg
Schulstr. 9
16:00 Uhr - 20:00 Uhr
Grund- und Mittelschule/Eingang an der Bücherei
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/buchenberg
Dienstag
26.10.2021
87541 Bad Hindelang
Marktstr. 10
16:00 Uhr - 20:00 Uhr
Kath.Pfarrheim
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/bad-hindelang
Donnerstag
28.10.2021
87448 Waltenhofen
Plabennecstraße 9
16:30 Uhr - 20:00 Uhr
Mehrzweckhalle Waltenhofen
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/waltenhofen

 

 

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news-556 Mon, 27 Sep 2021 10:11:00 +0200 Corona verschärft Einsamkeit einer besonderen Zielgruppe https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/corona-verschaerft-einsamkeit-einer-besonderen-zielgruppe.html Wärmestube erweitert Angebot Die Wärmestube, die das BRK Oberallgäu in Kempten betreibt, bietet Menschen mit niedrigem Einkommen an 365 Tagen im Jahr frische Mahlzeiten zum kleinen Preis. Normalerweise kommen täglich 45 bis 60 Leute hierher - in erster Linie Geringverdiener oder Harz IV Empfänger, Rentner mit einer niedrigen Rente aber auch Nichtsesshafte und Obdachlose. Seit September ist die Wärmestube mit einer mobilen Essensausgabe an den Obdachlosenunterkünften an Sonn- und Feiertagen unterwegs, wie Einrichtungsleiterin Amelie Lang berichtet.

Die Wärmestube des BRK befindet sich in der Haubenschloßstraße 12, direkt beim Rettungszentrum. Sie ist ein gemütlicher Ort, an dem die Gäste täglich ein abwechslungsreiches Frühstück für 1 Euro sowie ein frisch gekochtes Mittagessen für 1,50 Euro bekommen. Amelie Lang und ihr Team aus haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern betreiben die Einrichtung liebevoll und engagiert. Besucher finden hier stets freundliche Gesichter, ein offenes Ohr und die Möglichkeit zum Austausch. „Wir sind eine Begegnungsstätte für ganz unterschiedliche Menschen mit einem breiten Spektrum an Sorgen und Nöten. Diese beziehen sich nicht nur auf die finanzielle Situation, sondern auch auf gesundheitliche, psychische und soziale Aspekte – Aspekte, die dazu führen, dass man nicht mehr den Normen unserer Leistungsgesellschaft entspricht. Dann ist es für die Betroffenen wichtig, eine gute und sichere Anlaufstelle zu haben“, betont Amelie Lang. Sie steht den Gästen auf Wunsch bei der Suche nach Lösungswegen zur Seite und vermittelt Kontakte zu Behörden oder anderen professionellen Helfern.

Corona habe die Lage merklich verschärft, sagt sie. „Unsere Gäste leiden unter ihrer ohnehin tendenziell hohen Einsamkeit“. Die Reduzierung der Sozialkontakte während des Lockdowns, in Zeiten von „Essen to go“, habe viele mürbe gemacht. Sorge bereite auch die derzeitige Entwicklung, dass zunehmend jüngere Menschen, teilweise erst Anfang 20, das Angebot der Übernachtungsstelle in Anspruch nehmen müssen. „Diese sogenannten `Systemsprenger´ sind aus mehreren und gravierenden Gründen in eine äußerst schwierige Lebenssituation geraten, an deren Ende sie zum Teil sogar obdachlos geworden sind. Der Weg da heraus ist sehr schwer und in diesem jungen Alter ganz besonders tragisch.“ Das zeige, wie früh ein Abstieg passieren könne. Mit einem Essensanhänger, den die Wärmestube dank der großzügigen Unterstützung des Lebensmitteldiscounters PENNY anschaffen konnte und der an Sonn- und Feiertagen im mobilen Einsatz an den drei Obdachlosenunterkünften in Kempten ist, werden die dortigen BewohnerInnen seit Anfang September noch besser an die Leistungen der Wärmestube angebunden.
„Wir möchten helfen und für die Menschen da sein, so gut es geht.“ Allerdings sind sie dabei auf Unterstützung von außen angewiesen“, so Amelie Lang. „Darum freuen wir uns sehr über Geld- oder größere Lebensmittelspenden und auch ganz besonders über ehrenamtliches Engagement. Wer Interesse hat, darf gerne ein unverbindliches Gespräch bei uns vereinbaren unter: 0176 344 169 72 (AB).“

Spendenkontodaten:
Online-Spende: https://www.kvoberallgaeu.brk.de/jetzt-spenden
Spendenkonto bei der Sparkasse Allgäu
IBAN: DE57 7335 0000 0310 4000 31
BIC: BYLADEM1ALG
 

Foto: Amelie Lang
„Das Foto von Martha, einem langjährigen Stammgast der Wärmestube, entstand einmal im Fasching und vermittelt einen Eindruck der Beziehung zu unseren Gästen“, so Einrichtungsleiterin Amelie Lang.

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news-555 Wed, 22 Sep 2021 11:00:00 +0200 Die Wärmestube macht mobil https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/die-waermestube-macht-mobil.html Food-Trailer der Wärmestube an Obdachlosenunterkünften im Einsatz Die Stadt Kempten und das BRK im Kreisverband Oberallgäu verfolgen gemeinsam das Ziel, die Not von wohnungslosen Menschen zu lindern oder zu beheben. Eine Anlaufstelle für sie ist die Wärmestube mit Übernachtungsstelle des BRK in der Haubenschloßstraße 12. Doch diese erreicht längst nicht alle Bedürftigen. Darum geht das Rote Kreuz jetzt neue Wege. Seit Anfang September ist der so genannte Food-Trailer im Einsatz. Mit ihm fahren Mitarbeitende der Wärmestube die Obdachlosenunterkünfte der Stadt Kempten an und verteilen dort warme, frisch gekochte Mittagsmahlzeiten zum Preis von 1,50 Euro an die Bewohner. Amelie Lang, die Leiterin der Wärmestube mit Übernachtungsstelle, berichtet, wie es dazu kam und wie der allererste Einsatz des Food-Trailers verlief.

„Der Food Trailer geht auf eine Aktion von Weihnachten 2020 zurück“, erläutert Amelie Lang. „Im Rahmen seiner Kampagne `Weihnachten für alle´ förderte PENNY verschiedene DRK-Obdachlosenprojekte. Auch die Wärmestube Kempten wurde unterstützt, damit ein neues Projekt entwickelt werden kann.“ Am ersten Septemberwochenende konnte der Food Trailer in Kempten Premiere feiern. Warum sie den mobilen Dienst für bitter nötig erachtet, erklärt Amelie Lang so: „Die Menschen in den Obdachlosenunterkünften gehören zu unserer Zielgruppe. Manche von ihnen kamen zuerst zu uns in die Übernachtungsstelle, ehe sie ordnungsrechtlich in eine Obdachlosenunterkunft eingewiesen wurden - diese sind sehr einfache, eigentlich nur für die temporäre Nutzung vorgesehene Behelfsunterkünfte und kein regulärer Wohnraum. Leider erreichen wir die Betroffenen mit unserem Angebot in der Haubenschloßstraße aber kaum.“ Für die meisten sei der Weg von den Unterkünften zu weit und im Fall der zahlreichen älteren und erkrankten Menschen auch zu beschwerlich. Mit dem öffentlichen Personennahverkehr zu kommen, sei ihnen zu teuer und selbst ein Shuttle, mit dem es das BRK schon versucht hatte, löste die Probleme nicht. „Zu diesen Problemen gehört auch unser Platzmangel. Auch wenn die Küche in der Wärmestube neu renoviert ist und problemlos mehr als 100 Essen bewältigen kann, so ist unser Gastraum doch eingeschränkt. Aufgrund der Corona-Beschränkungen können wir derzeit nur 30 Personen im Innenbetrieb zulassen, außerhalb der Pandemie sind es etwa 65. Das ist für die Zielgruppe zu wenig. So sind wir auf den Food-Trailer gekommen.“

Mit ihm fahren die Helfer derzeit sonntags die Reinhartserstraße 2 an, wo es dann von 12.30-13.15 Uhr Mittagessen gibt. „Das deckt die Unterkünfte in der Reinhartserstr. 2 und 10 sowie die beiden Unterkünfte in der Bleicherstraße ab“, so Amelie Lang. „Wenn sich unser Konzept bewährt, werden wir perspektivisch auch einen weiteren Halt an der Unterkunft am Schumacherring vornehmen.“

Gleich beim allerersten Versuch konnten bei schönstem Sonnenschein „fabelhafte 27 Essen“ ausgegeben werden, wie sie sagt. „Wir hatten nette Begegnungen mit den Menschen dort.“ Eine Dame habe sich beispielsweise gefreut: „Das ist echt so süß, dass ihr das für uns tut!“. Andere seien geradezu fassungslos gewesen: „Danke, danke, danke, ich kann es nicht fassen! Und ihr kommt ab jetzt JEDEN Sonntag?!?“ oder „1,50 Euro für Mittagessen und Zugaben?! Das kann doch gar nicht sein!“ Amelie Lang betont: „Eingeladen sind nicht nur Personen der Obdachlosenunterkünfte sondern auch bedürftige Bürgerinnen und Bürger aus den angrenzenden Stadtteilen.“

Mitmenschen aus Kempten und Umgebung, die sich vorstellen könnten, ehrenamtlich in der Wärmestube mitzuarbeiten, sind herzlich willkommen und können sich per Mail unter a.lang(at)kvoa.brk.de mit Amelie Lang in Verbindung setzen.

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news-554 Tue, 21 Sep 2021 14:00:00 +0200 Neue Wasserwachtstation am Rottachspeicher https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/neue-wasserwachtstation-am-rottachspeicher.html Sparkasse Allgäu unterstützt Neubau Die Wasserwacht Rottachtal ist in den Sommermonaten jedes Wochenende ehrenamtlich im Einsatz, um von den Wachstationen in Petersthal, Moosbach und am Schwarzenberger Weiher aus die Sicherheit der Badegäste am Rottachsee und Schwarzenberger Weiher zu sichern. Jetzt konnte sich die rührige Gruppe über eine großzügige Spende der Sparkasse Allgäu freuen.

Die Ortsgruppe der Wasserwacht Rottachtal besteht aus über 40 aktiven Mitgliedern sowie rund 35 Jugendmitgliedern. Bei Segel- und Surfbetrieb sowie bei Badewetter sind die Ehrenamtlichen von Mai bis Ende September an Wochenenden sowie Sonn- und Feiertagen vor Ort, um ein Auge auf die Badegäste und Wassersportler zu haben und im Notfall sofort Hilfe zu leisten. Neben diesem Wachdienst beteiligen sie sich mit einer Schnelleinsatzgruppe am Wasserrettungsdienst, dessen Einsatzgebiet von Kempten bis ins Ostallgäu reicht. Zudem engagieren sich die Mitglieder im Natur- und Gewässerschutz rund um den Rottachsee und Schwarzenberger Weiher.

Als nun ein neuer Wasserwachtstützpunkt in Moosbach notwendig wurde, unterstützte die Sparkasse Allgäu den Neubau mit einer großzügigen Spende in Höhe von 5.000 Euro. Alexander Schwägerl, Kreisgeschäftsführer des BRK im Kreisverband Oberallgäu: „Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung. Sie ist eine große Hilfe und ein wunderbares Zeichen der Wertschätzung für die wichtige - und keineswegs selbstverständliche - ehrenamtliche Arbeit unserer Wasserwacht-Mitglieder.“ Diese erledigten viele der Arbeiten selbst, mit tatkräftiger Unterstützung der Gemeinde Sulzberg.

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news-553 Mon, 20 Sep 2021 14:00:00 +0200 Humanitäre Hilfe stärken, sich den Problemen der Klimaerwärmung stellen https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/humanitaere-hilfe-staerken-sich-den-problemen-der-klimaerwaermung-stellen.html Knapp 80 Prozent der weltweiten Naturkatastrophen sind klimabedingt. Um den Betroffenen zu helfen, brauchen Hilfsorganisationen die Politik. 308 Naturkatastrophen weltweit, 77 Prozent davon klimabedingt - das ist die Bilanz vom Jahr 2019. Der BRK-Kreisverband Oberallgäu sowie das DRK (Deutsche Rote Kreuz) wollen betroffene Gemeinden auf der ganzen Welt besser vor Wetterextremen schützen. Um in betroffenen Gebieten besser helfen zu können, fordert der Verband anlässlich der baldigen Bundestagswahl die Unterstützung der Politik.

Unter anderem benötigen humanitäre Akteure wie das Rote Kreuz flexible Finanzierungen. Die Umstände vor Ort ändern sich jeweils ständig, entsprechend schnell müssen die Organisationen handeln können, um vorausschauend und lokal zu helfen. Es geht nicht an, dass ihnen schwerfällige Mechanismen Grenzen setzen.

Er reicht allerdings nicht, humanitäre Hilfe flexibel zu finanzieren. Die Organisationen brauchen zuverlässige Zahlungen, um kontinuierlich bei Betroffenen vor Ort zu sein. Nur so können sie Einheimischen beibringen, selbst auf Extremwettervorhersagen zu reagieren und sich entsprechend zu schützen.

Ferner ist in betroffenen Gebieten zu beobachten, dass besonders die Armen gefährdet sind. Sie sind den Folgen der Klimaerwärmung besonders heftig ausgesetzt. Ihnen kann nur das jeweilige Sozialsystem helfen. Wie Deutschland denn dort unterstützen kann? Indem die Regierung die Sozialsysteme stärkt, fordert der BRK-Kreisverband Oberallgäu.

Die Klimaerwärmung wird sich jedoch bekanntermaßen nicht nur lokal auswirken, sondern auch global. Beispielsweise wird es auf der ganzen Welt heißer werden – was mehr Menschen das Leben kosten wird. Um dem etwas entgegenzusetzen, braucht es Programme, die dieser Gefahr vorbeugen. Diese Projekte soll die Bundesregierung künftig vermehrt unterstützen, fordert der BRK Oberallgäu.

Ebenfalls eine globale Folge der Klimaerwärmung: Herkömmliche Landwirtschaft lohnt sich immer weniger, sodass immer mehr Menschen vom Land in Städte ziehen. Dort leben sie dann unter prekären Bedingungen und sind dadurch besonders anfällig für Katastrophen. Auch die Tiere und Pflanzen leiden unter dem Zuzug: Wachsen Städte ohne ein Konzept, nehmen sie Flora und Fauna ihre natürlichen Rückzugsorte. Kommt noch die Landwirtschaft am Stadtrand dazu, ist die Natur besonders gefährdet. Und auch der Mensch setzt sich einem Risiko aus, wenn er auf engem Raum mit Tieren lebt; Zoonosen verbreiten sich leichter. Wir Menschen müssen neben statt in der Natur leben, und zwar nachhaltig. Projekte mit diesem Ziel zu fördern, darauf muss sich die Politik künftig mehr konzentrieren.

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news-552 Tue, 14 Sep 2021 14:00:00 +0200 Wohlfahrt wieder vor Gewinn https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/wohlfahrt-wieder-vor-gewinn.html Die Regierung muss Programme speziell für Wohlfahrtverbände auflegen, fordert der BRK-Kreisverband Oberallgäu Wohlfahrtsarbeit ohne das Rote Kreuz – kaum vorstellbar: 1.600 Kitas und 1.200 Pflegeheime betreibt das Deutsche Rote Kreuz (DRK), ambulante DRK-Pflegedienste betreuen 45.000 Senioren und 11.500 Menschen mit Behinderung arbeiten in DRK-Werkstätten. In einigen Punkten ist die Wohlfahrt allerdings gegenüber den gewinnorientierten Trägern im Nachteil. Ziel der Bundesregierung muss deshalb sein, die Wohlfahrtspflege zu fördern und so die soziale Infrastruktur zu sichern. Das fordert der BRK-Kreisverband Oberallgäu im Zuge der anstehenden Bundestagswahlen.

Wohlfahrtsverbände bieten subsidiär Leistungen an und entlasten den Staat - sie sind gemeinnützig. Daraus resultieren steuerrechtliche Vorteile und Pflichten. Wohlfahrtsverbände dürfen etwa keinen Gewinn erzielen und sind dafür von der Umsatzsteuer befreit. Letzteres gilt jedoch genauso für gewinnorientierte Träger.

Das ist nur ein Beispiel dafür, dass die soziale Sicherung zunehmend marktförmig betrachtet wird. Dieser Trend gipfelte zuletzt darin, dass der Bund Programme auflegte, bei denen Gemeinnützige explizit ausgeschlossen waren. Zum Beispiel Digitalisierung/KMU/BMWI. Um für die Zukunft gewappnet zu sein, ist eine starke gemeinnützige Wohlfahrtspflege aber unverzichtbar. Daher muss die Regierung mithilfe von Programmen gemeinnützigen Trägern im Sozialgesetz Vorrang einräumen.

Woran es außerdem hapert, sind die digitalen Angebote für Rat- und Hilfesuchende. Das hat die Corona-Pandemie deutlich gezeigt. Einzeln hat sich bereits etwas getan, zum Beispiel bei Beratungsangeboten und im Datenaustausch. Ohne zusätzliche Ressourcen geht es jedoch nicht weiter.

Der BRK-Kreisverband Oberallgäu wünscht sich deshalb eigene Förderprogramme, die die digitalen Infrastrukturen gemeinnütziger Organisationen stärken. Außerdem soll die Regierung die bereits bestehenden Refinanzierungsmodelle anpassen. Langfristig sind die Kosten für digitale Angebote in den Regelsystemen (Sozialgesetzbücher) zu verankern.

Schließlich können Träger der Freien Wohlfahrtspflege aktuell keine neuen Ideen oder präventive Maßnahmen ausprobieren. Denn Angebote und Leistungen sind klar geregelt bis überreglementiert. Um das zu ändern, müssen neuartige Ansätze auch auf neue Weise refinanziert werden. Der BRK-Kreisverband plädiert also dafür, Innovationen auf Bundesebene zu fördern.

Dadurch könnte unter anderem das DRK neue Wege in der Finanzierung gehen und zum Beispiel Investoren Social Impact Bonds anbieten. Es sollen ausschließlich solche Projekte unterstützt werden, für die momentan keine Regelfinanzierung in Frage kommt. Grundsätzlich hält es der BRK-Kreisverband für wichtig, dass die Wohlfahrtspflege bei allen Vorhaben der sozialen Innovationsförderung mit einbezogen wird.

Fotos:
Der Bund soll innovative Projekte und die Digitalisierung in der Wohlfahrt fördern. Unser Bild entstand bei einer Studienreise einer DRK-Delegation im Reality Lab für Innovation und Digitalisierung in der Altenhilfe in der Pflegeeinrichtung Stureby Nursing Home in Stockholm.
Bild: Birgit Walsh, DRK

Ressourcen für mehr digitale Angebote und Dienstleistungen wünscht sich der BRK-Kreisverband Oberallgäu. Unser Bild zeigt ein Smartphone mit dem System Open Data Kit (ODK) zur digitalen Patientendokumentation.
Bild: Gero Breloer, DRK

DRK-Mitglieder bauen eine Richtfunkantenne bei der Hochwasserkatastrophe in Bad Neuenahr-Ahrweiler auf, um die digitale Infrastruktur eines Krankenhauses wiederherzustellen. Damit innovative Ansätze weiter gefördert werden, braucht es neue Refinanzierungsmodelle.
Bild: Cornelia Bachem, DRK

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news-551 Mon, 13 Sep 2021 14:00:00 +0200 Gespräche mit Senioren https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/gespraeche-mit-senioren.html So erlebten Bewohner im BRK-Haus der Senioren die Corona-Pandemie Was bedeutet Corona für eine der am meisten gefährdeten Personengruppen, die sehr betagten Senioren? Wir haben einige Bewohnerinnen im BRK-Haus der Senioren in Oberstdorf gefragt, wie sie die Situation in den letzten 18 Monaten wahrgenommen haben. Die Antworten strahlen einen erstaunlich positiven Grundtenor aus.

Für Senioren in Alten- und Pflegeeinrichtungen waren die Einschränkungen, die die Corona-Pandemie mit sich brachte, oft schwer zu ertragen. Besuche von den Lieben und das so wichtige gesellige Miteinander waren vor allem 2020 aus Infektionsschutzgründen über viele Monate nicht möglich. „Unsere Mitarbeitenden taten wirklich alles, um unseren Bewohnern Abwechslung, Geborgenheit und Nähe zu geben“, sagt Melanie Engel, die das Haus der Senioren leitet. „Aber den persönlichen Kontakt zur eigenen Familie und zu engen Freunden konnte das trotzdem nicht ersetzen“, bedauert sie.

Für Helga Werner, eine Bewohnerin der Seniorenanlage, stellt sich die Corona-Zeit an sich als „furchtbar“ dar, wie sie sagt. „Aber wir können nur warten und nicht gegen die Vorschriften sein.“ Das Schmerzlichste sei für sie in der Anfangszeit gewesen, „dass man nicht mehr rauskam, etwa um Kleinigkeiten zu kaufen. Aber ich bin froh, dass ich nicht krank war, dass ich zu Essen und ein Dach über dem Kopf habe und dass alle hier sehr nett sind“. Insofern sei sie „zufrieden“. Den Kontakt zu Familie und Freunden hielt die betagte Dame die ganze Lockdown-Zeiten über mit Briefen, Paketen, Bildern sowie per Telefon und Skype.

„Einschränkend, aber nicht bedrückend“, empfindet Dagmar Grünzner die Corona-Zeit. „Wir können froh sein, dass wir hier im Haus sind“, findet sie. Zwar fehlten auch ihr die Besuche ihrer Lieben sehr, aber darauf habe sie notgedrungen für eine gewisse Zeit verzichten können. Sie jedenfalls versuche stets, das Beste aus der Situation zu machen. „Alle bemühen sich auf Teufel komm raus, dass es uns gut geht“, zeigt sie sich dankbar „Das Engagement tut so gut.“ Von der Politik wünschen sich die Seniorinnen „mehr Einigkeit und einheitliches Handeln“. Einig sind sich die Befragten darin, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alles getan hätten, um den Bewohnerinnen und Bewohnern die Zeit leichter und so angenehm wie möglich zu machen. Sie wünschen dem Personal „mehr Anerkennung der geleisteten Arbeit, nicht nur als Applaus auf dem Balkon“, „zusätzliche Kollegen“, „eine bessere Bezahlung und natürlich Gesundheit“ – Aussagen, die Melanie Engel und ihre Mitarbeitenden freuen und rühren dürften. Sie selbst schließt sich dem an: „Auch wir wünschen uns von der Politik mehr Anerkennung für den Pflegeberuf sowie eine bedarfsgerechte Bereitstellung von Personal. In Hinblick auf die Corona Maßnahmen wäre eine umfassende und frühzeitige Information über Änderungen wünschenswert, um dann auch schneller reagieren zu können.“

Mittlerweile habe sich die Lage glücklicherweise ein wenig entspannt. „Aufgrund der Tatsache, dass die Bewohnerinnen und Bewohner, die dies wollten, inzwischen vollständig gegen Covid 19 geimpft sind, konnten auch im Haus der Senioren die strengen Regelungen bereits vor einiger Zeit gelockert werden“, sagt Melanie Engel. Das heißt, Angehörigenbesuche und vermehrt auch wohnbereichsübergreifende Gruppenangebote sind wieder möglich. „Da wir seit Beginn der Pandemie von größeren Ausbruchsgeschehen verschont geblieben sind, hoffen wir natürlich, dass wir weiterhin so `unbeschadet´ durch den kommenden Herbst und Winter kommen werden und dass sich die Lage um die 4. Welle nicht dramatisch verschlimmert. Wir setzen präventiv auf die Einhaltung der bereits seit Beginn der Pandemie bestehenden Hygienekonzepte – also Abstand, Hygiene, Lüften, FFP 2 Masken etc. Zudem können sich BewohnerInnen und auch MitarbeiterInnen, die es möchten, seit Ende August die 3. Impfung geben lassen. Dieses Angebot wird von den BewohnerInnen und MitarbeiterInnen auch angenommen.“

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news-550 Thu, 09 Sep 2021 11:10:00 +0200 „Man kann die Betroffenen doch nicht im Stich lassen!“ https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/echte-und-unechte-pilzvergiftungen-1.html Frank Schönmetzler vom BRK Oberallgäu über die menschliche und rechtliche Verpflichtung, Erste Hilfe zu leisten Am 12. September ist der internationale Tag der Ersten Hilfe. Nachdem seit März 2020 Corona-bedingt über viele Monate keine Kurse stattfinden konnten, möchte das BRK Oberallgäu anlässlich des Aktionstages in diesem Jahr besonders auf die Wichtigkeit schnell abrufbarer Erste Hilfe-Kenntnisse hinweisen. Gerade bei schweren Herz-Kreislauf-Problemen können die ersten 5 Minuten über Leben und Tod entscheiden.

Wichtig zu wissen: Um im Notfall zu helfen, muss man kein ausgebildeter Sanitäter sein. „Die meisten Menschen sind sehr unsicher, wenn sie zu einem medizinischen Notfall hinzukommen. Die Hemmungen, Erste Hilfe zu leisten und die Befürchtung, dabei etwas falsch zu machen, sind leider groß“, weiß Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu, aus seiner langjährigen beruflichen Erfahrung. „Nicht selten gibt es zwar zahlreiche Schaulustige, aber trotzdem niemanden, der hilft. Da verlässt sich wohl jeder darauf, dass ein anderer aktiv wird.“

Er betont: „Selbst wenn man nicht mehr das gesamte Wissen aus dem vielleicht lang zurückliegenden Erste-Hilfe-Kurs parat hat, ist es in aller Regel tausendmal besser, zu helfen so gut man eben kann, anstatt den Betroffenen in dieser Notsituation sich selbst zu überlassen. Man muss sich nur mal in die Lage des Verunglückten versetzen, dem einfach niemand helfen will – ein Albtraum! Ganz davon abgesehen ist unterlassene Hilfeleistung laut Gesetz strafbar. Es droht eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe.“

Die folgenden zentralen Maßnahmen kann so gut wie jeder durchführen:

1. Unfallstelle absichern
2. Notruf 112 wählen
3. Blutungen stillen
4. mit der betroffenen Person sprechen, beruhigen, bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes dableiben
5. bei Bewusstlosigkeit
   - stabile Seitenlage
   - eventuelle Fremdkörper aus dem Mund entfernen
   - ständig Atmung und Herzschlag kontrollieren (während Corona gilt: Atmung am besten mit Abstand, anhand des Heben und Senkens des Brustkorbs prüfen)
6. bei fehlender Atmung und Herzschlag: Herzdruckmassage durchführen bis Rettungsdienst eintrifft. 30 x schnelle Herzdruckmassage, 2 x Atemspende im Wechsel (während Corona gilt: bei haushaltsfremden Personen derzeit auf Mund-zu-Mund-Beatmung verzichten. Ausnahme: Familienmitglieder und Kleinkinder)

„Allein schon zu merken, dass jemand da ist, sich kümmert, hilft und beruhigt, ist für die oder den Betroffenen eine große Hilfe.“ Bei alledem sei es wichtig zu beachten, dass die eigene Sicherheit nicht gefährdet wird, zum Beispiel beim Absichern einer Unfallstelle sowie durch Mundschutz und Handschuhe.
Das eigene Erste-Hilfe-Wissen aufzufrischen bedeute wenig Aufwand, betont der Fachmann. „Die Kurse finden in aller Regel im Lauf von nur einem Tag statt, häufig samstags von 8.30 Uhr bis 17 Uhr.
Eine aktuelle Übersicht über alle Erste-Hilfe-Kurse des BRK Oberallgäu gibt es unter www.kvoberallgaeu.brk.de

Fotos: Jörg F. Müller, DRK

 

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news-549 Tue, 07 Sep 2021 11:10:00 +0200 Unterirdische Gänge und ein Geisterdorf https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/unterirdische-gaenge-und-ein-geisterdorf.html Rettungshunde des BRK Oberallgäu trainierten in Luxemburg Acht Hundeführer mit neun Suchhunden der Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu verbrachten jüngst eine Trainingswoche bei den Kollegen des luxemburgischen Roten Kreuzes. Die vielfältigen Übungsgelände umfassten unterirdisch in den Felsen gehauene Höhlen und Gänge aus dem 17. Jahrhundert (die sogenannten Kasematten), einen Truppenübungsplatz mit einem „Geisterdorf“, eine unterirdische Baustelle am Flughafen Lux, aufgelassene Wohnblocks sowie große Wälder.

„Die Übungsgelände wurden von den Luxemburgern hervorragend ausgesucht“, lobt Prof. Dr. Christoph Tiebel, der Arbeitskreisleiter Rettungshundearbeit des BRK Oberallgäu. „So fanden sowohl die Trümmer-, als auch die Flächensuchhunde sowie die Mantrailer-Teams beste Übungsbedingungen vor, die auch für die Hundeführer wirklich spannend waren. Trainiert wurde täglich von 8:00 Uhr bis gegen 18 Uhr.“

Hochqualitative Rettungshundearbeit könne nicht nur auf dem Hundeplatz in Bayern stattfinden, betont er. „So vielschichtig wie die Hunderassen und Hundetypen sind, muss auch die Ausbildung sein.“ Auch vor dem Hintergrund größerer Katastrophen sei es für die Teams des BRK wichtig, eine umfassende Ausbildung sowie Trainingsmöglichkeit „über den Tellerrand“ zu bekommen. Dies komme letztendlich den vermissten, hilflosen Personen zu Gute.

Normalerweise trainiert die Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu jedes Jahr im August eine Woche lang in der Zollhundeschule Neuendettelsau. „Auf dem großen Gelände des Zoll und der Bundespolizei werden sonst Diensthunde, z.B. Drogenhunde oder Schutzhunde, ausgebildet. Es ist ein großes, eingezäuntes Waldgebiet mit viele Bunkern aus den Kriegszeiten. In der Zollhundeschule kann man übernachten und gekocht wird immer in eigens mitgebrachten Kochzelten. Corona-bedingt stand uns das Gelände in diesem Jahr aber nicht zur Verfügung, weil die Diensthunde diesmal keine Sommerpause eingelegt und auch in der Urlaubszeit trainiert haben.“

Die Woche in Luxemburg sei eine exzellente Alternative gewesen. „Mit dabei waren Kollegen der BRK Rettungshundestaffel Fürth, der Pompiers de Paris und der Groupe cynotechnique de l'Ain. Der Austausch ist interessant: Während unsere BRK- Rettungshundestaffel aus dem Oberallgäu und die Rotkreuz-Kollegen aus Luxemburg schon seit über 10 Jahren gemeinsam trainieren und alles ehrenamtlich leisten, sind die Franzosen hauptamtliche Hundeführer der Pariser Feuerwehr. Diese wird vom Militär gestellt und die Hundeführer arbeiten in der Stadt Paris im Schichtdienst mit ihren Hunden. Parallel zur Rettungshundearbeit sind sie noch zuständig für die Tierrettung in Paris. Gerade bei speziellen Fragen in der Trümmersuche oder beim Mantrailing konnten wir wertvolle Hinweise und Tipps der ausländischen Staffeln aufnehmen.“ Eine Besonderheit der etwas anderen Art sei auch das „Sprachenwirrwar zwischen Deutsch, Luxemburgisch, Französisch, Englisch sowie Händen und Füßen“ gewesen, schmunzelt er und ergänzt: „Übrigens werden alle Aufwendungen für Hund, Tierarzt, Futter wie auch die Kosten für die Trainingswoche von unseren Ehrenamtlichen privat gezahlt. Dankbar sind wir für die finanzielle Unterstützung durch das BRK.“

Fotos: Tanja Schaber
Eine der Hundeführerinnen beim Ansetzen ihres Hundes zur Suche in einem Übungsdorf des Militärs. Er soll ein Gebäude absuchen.

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news-548 Mon, 06 Sep 2021 11:10:00 +0200 Dem Arbeitskräftemangel entgegentreten – aber mit einer ganzheitlichen Lösung https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/dem-arbeitskraeftemangel-entgegentreten-aber-mit-einer-ganzheitlichen-loesung.html BRK Oberallgäu fordert leichteren Einstieg in SAGE-Berufe für Jung und Alt Neben der Pflege fehlen auch anderen Bereichen der Wohlfahrtspflege Arbeitskräfte. Deshalb braucht es eine ressortübergreifende, ganzheitliche Lösung. Die Politik muss die Berufe attraktiver machen und den Einstieg erleichtern, fordert der BRK-Kreisverband Oberallgäu anlässlich der Bundestagswahlen.

Eine ganzheitliche Lösung verhindert außerdem, dass die Facharbeiter und -arbeiterinnen zu anderen Arbeitsfeldern innerhalb des Sektors abwandern. Konkret schlägt der BRK-Kreisverband Oberallgäu eine Offensive für die sozialen und gesundheitlichen Berufe (SAGE-Berufe) vor, wie sie bei MINT-Berufen bereits üblich sind. Insbesondere sollte eine Ausbildungs-, Weiterbildungs- und Qualifizierungsstrategie entwickelt werden.

Apropos Ausbildung: Die SAGE-Berufe müssen insbesondere für junge Menschen attraktiv werden. Dafür muss dem Nachwuchs verdeutlicht werden, welche Vielfalt und Karrieremöglichkeiten die Berufe bieten. Das gelingt am besten, wenn Allgäuer Arbeitgeber sich künftig in allen Absolventenklassen vorstellen dürfen. Der Fokus wird dabei auf die Bedürfnisse junger Menschen gelegt. Etwa auf die Qualifikationen für spätere Ausbildungswege oder der Möglichkeit von kürzeren und flexibleren Einsätzen sowie auf die bundesweiten Angebote.

Doch nicht nur der Einstieg für junge, sondern auch für ältere Menschen soll leichter werden. Bereits jetzt erprobt das DRK (Deutsche Rote Kreuz) mit sogenannten Orientierungskursen den Quereinstieg in soziale Berufe. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und die Bundesagentur für Arbeit können dabei folgendermaßen unterstützen:
Ausbildungs- und Umschulungskosten für SAGE-Berufe übernehmen

  • Das Programm „Jobstarter plus“ auf Einsatzfelder der Freien Wohlfahrtspflege ausweiten
  • Quereinstiegsmöglichkeiten gekoppelt an Nachqualifizierungsangebote ausbauen
  • Ausländische Qualifikationen vermehrt anerkennen und interessierte Ausländer bereits vorher integrieren


Fotos

Eine FSJlerin im Seniorenheim. Um mehr junge Menschen zu erreichen, sollten sich Arbeitgeber in allen Absolventenklassen vorstellen.
Bild: Jörg F. Müller, DRK

Der BRK-Kreisverband Oberallgäu fordert, dass eine Offensive für die sozialen und gesundheitlichen Berufe (SAGE-Berufe) einberufen wird, wie sie bei MINT-Berufen bereits üblich ist.
Bild: Brigitte Hiss, DRK

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news-546 Thu, 26 Aug 2021 11:10:00 +0200 Echte und „unechte“ Pilzvergiftungen https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/echte-und-unechte-pilzvergiftungen.html Falsche Lagerung und Zubereitung kann zu schweren Symptomen führen Die Pilzsucher sind wieder in Wald und Wiese unterwegs, in der Hoffnung auf Steinpilz und Pfifferling, Marone, Parasol und andere beliebte Speisepilze, die man hier im Allgäu finden kann (so man denn die Plätzchen kennt). Bleibt zu hoffen, dass die Sammler ihre Beute genau kennen und vor allem auch auf den fachgerechten Transport achten. Denn nicht nur Giftpilze, sondern auch essbare Schwammerl können zu einer Pilzvergiftung führen. Wann das so ist, woran man eine Pilzvergiftung erkennt und welche Erste-Hilfe-Maßnahmen dann wichtig sind, erklärt Prof. Dr. Georg Täger, Chefarzt des BRK Oberallgäu.

„Bei Pilzvergiftungen denkt man zunächst an Giftpilze, die versehentlich im Kochtopf gelandet sind. Das ist die eine Sache. Was viele nicht wissen ist, dass es auch nach dem Verzehr von eigentlich essbaren Pilzen zu einer `unechten´ Pilzvergiftung kommen kann, nämlich wenn diese verdorben sind“, klärt Prof. Dr. Täger auf. „Das kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn die Pilze in Plastiktüten oder Dosen gesammelt wurden – hierbei zersetzt sich das Pilzeiweiß schnell - oder zu lange gelagert wurden.“ Hinweise sind eine Dunkelfärbung oder eine schwammig-weiche oder schleimige Konsistenz. Auch die Zubereitungsart muss passen: viele Pilze darf man nicht roh verzehren. „Unechte“ Pilzvergiftungen könnten starke und lebensbedrohliche Magen- und Darmbeschwerden verursachen, so der Mediziner.„Bei Pilzvergiftungen denkt man zunächst an Giftpilze, die versehentlich im Kochtopf gelandet sind. Das ist die eine Sache. Was viele nicht wissen ist, dass es auch nach dem Verzehr von eigentlich essbaren Pilzen zu einer `unechten´ Pilzvergiftung kommen kann, nämlich wenn diese verdorben sind“, klärt Prof. Dr. Täger auf. „Das kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn die Pilze in Plastiktüten oder Dosen gesammelt wurden – hierbei zersetzt sich das Pilzeiweiß schnell - oder zu lange gelagert wurden.“ Hinweise sind eine Dunkelfärbung oder eine schwammig-weiche oder schleimige Konsistenz. Auch die Zubereitungsart muss passen: viele Pilze darf man nicht roh verzehren. „Unechte“ Pilzvergiftungen könnten starke und lebensbedrohliche Magen- und Darmbeschwerden verursachen, so der Mediziner.

Echte Pilzvergiftung
„Wenn in den ersten vier Stunden nach einer Pilzmahlzeit Übelkeit, Bauchkrämpfe, Durchfall und Erbrechen, Schweißausbrüche, Kopf- und Gliederschmerzen, Schwindel, Verwirrtheit, Unruhe oder Schläfrigkeit auftreten, deutet das auf eine echte Pilzvergiftung hin“, warnt er. „Höchste Alarmstufe herrscht, wenn sich solche Symptome erst nach bis zu 72 Stunden zeigen. Dann handelt es sich eventuell um eine schwere Vergiftung, bei der bereits Organschädigungen eingetreten sind und akute Lebensgefahr besteht“.


Was tun bei Pilzvergiftung?

  • beim Verdacht auf Pilzvergiftung sofort Rettungsdienst unter 112 anrufen
  • bestenfalls parallel sollte durch die Betroffenen oder die Ersthelfer der Kontakt zum Giftnotruf hergestellt werden, Tel.: 089-19240 (Giftnotruf München, Toxikologische Abteilung der II. Medizinischen Klinik rechts der Isar der Technischen Universität München, Ismaninger Str. 22, D-81675 München, Email: tox@lrz.tum.de, http://www.toxinfo.org/about/giz.html)
  • den Betroffenen nach der verzehrten Pilzart fragen, beruhigen, zudecken
  • wenn möglich, Reste der Pilzmahlzeit oder Erbrochenes in Behälter sammeln (dabei Hautkontakt mit der Substanz vermeiden, z.B. durch Schutzhandschuhe) und dem Rettungsdienst übergeben – die Reste geben wichtigen Aufschluss über die Art der Vergiftung
  • kein zusätzliches Erbrechen herbeiführen!
  • keine Milche, kein Kohlegranulat geben!
  • dem Betroffenen nichts zu trinken oder zu essen geben
  • ständig Bewusstsein, Atmung und Puls überprüfen
  • bei Bewusstlosigkeit und normaler Atmung: stabile Seitenlage zur Sicherung der Atemwege
  • bei Bewusstlosigkeit und fehlender normaler Atmung: Herz-Lungen-Wiederbelebung (30x Herzdruckmassage und 2x Atemspende im Wechsel)

„An eine Herzdruckmassage wagen sich viele Laien nicht heran, weiß Prof. Dr. Täger. „Tun Sie es bitte trotzdem. Nicht zu helfen, kann den Betroffenen das Leben kosten!“ Auffrischungskurse, wie sie das BRK in Kempten und dem Oberallgäu anbietet, vermitteln die nötige Sicherheit.

Hier eine Kurzanleitung:
Bei der Herzdruckmassage liegt der Betroffene flach auf dem Rücken, der Helfer kniet in Brusthöhe ihm zugewandt daneben. Der Helfer muss sich über den Betroffenen beugen und mit ausgestrecktem Arm mit dem Handballen das Brustbein senkrecht ca. 5-6 cm tief eindrücken, und zwar mehr als dreimal pro 2 Sekunden! Das klingt komplizierter als es ist, eine merkbare Hilfe ist das Lied „Ah, ha, ha, ha, stayin' alive, stayin' alive“ von den Bee Gees, es hat den perfekten Rhythmus für die Herzdruckmassage. Die Maßnahme muss bis zum Eintreffen des Rettungsdiensts fortgeführt werden, wenn möglich im Wechsel mit weiteren Helfern.

Zur Vorbeugung rät Prof. Dr. Täger: „Es sollte selbstverständlich sein, dass man keine Pilze isst, die man nicht einhundertprozentig sicher bestimmen kann. Im Zweifelsfall lieber stehen lassen oder einen Pilzsachverständigen zu Rate ziehen. Und bitte, verwenden Sie keine Plastiktüten und schon gar nicht geschlossene Kunststoffboxen zum Sammeln, sondern immer gut belüftete Körbe.“

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news-547 Wed, 25 Aug 2021 11:10:00 +0200 Damit das Blut nicht ausgeht https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/damit-das-blut-nicht-ausgeht.html Was das BRK Oberallgäu empfiehlt, um die Blutversorgung weiterhin sicherzustellen. Etwa 75 Prozent der Vollblutspenden gehen auf Blutspendedienste des Roten Kreuzes zurück. Der BRK-Kreisverband Oberallgäu hat die Bundestagswahlen zum Anlass genommen, einige Empfehlungen zu geben, damit die Menschen weiterhin auf diese lebensnotwendige Versorgung zählen können.

Um die Blutspendedienste am Laufen zu halten, braucht es Honorarärzte. Diese stehen allerdings immer seltener zur Verfügung. Ein Grund ist, dass die Deutsche Rentenversicherung Honorarärzte, die Blutspende-Termine übernehmen, als sozialversicherungspflichtig einstuft. Zudem engagieren sich immer mehr Honorärztinnen und -ärzte bei den Corona-Impfungen – und müssen keine Beiträge zahlen. Daher sollen die Honoraräzte von der Beitragspflicht befreit werden, fordert der BRK Kreisverband Oberallgäu. Egal, ob sie im Nebenberuf im Blutspendedienst oder in den Impfzentren tätig sind.

Doch nicht nur bei den Anreizen für Ärzte, sondern auch bei denen für Spender sieht das BRK Nachholbedarf. Denn die gewerblichen Blutentnahmedienste honorieren ihre Spender immer mehr. Allerdings zeigen Studien, dass etwa 40 Prozent der spendebereiten Menschen eine generell bezahlte Blutspende ablehnen. Sollten die materiellen Anreize weiterhin zunehmen, könnte sich das auch auf den Bereich der Vollblutspender auswirken. Um das zu verhindern, sollten den Aufwandsentschädigungen für Plasma- oder Thrombozytapherese-Spendern Grenzen gesetzt werden.

Indes sorgt eine unklare Regelung für Diskussionen mit den Finanzbehörden: Sind die labormedizinischen Leistungen der beim Blutspendedienst angestellten Fachärzte von der Umsatzsteuer ausgenommen? Falls nicht, würde das die Kosten für die Gesundheitsversorgung deutlich steigern. Sollten die Leistungen aber bereits von der Steuer ausgenommen sein, appelliert der BRK Kreisverband Oberallgäu daran, die Gesetze entsprechend zu präzisieren.

Fotos:
1. Damit das Blut nicht ausgeht Bild 1
Bildunterschrift: Der BRK-Kreisverband Oberallgäu beobachtet einige Entwicklungen bei Blutspenden mit Sorge.
Credit: Blutspendedienst des BRK

2. Damit das Blut nicht ausgeht Bild 2
Bildunterschrift: Damit sowohl Honorarärzte als auch Spender weiterhin gern zum Blutspenden kommen, muss sich etwas ändern, fordert der BRK-Kreisverband Oberallgäu.
Bild: Guido Rehme, Blutspendedienst des BRK

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news-543 Thu, 19 Aug 2021 11:10:00 +0200 Nach der Krise ist vor der Krise https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/nach-der-krise-ist-vor-der-krise.html BRK fordert besseren Schutz der Menschen vor zukünftigen Krisen Pandemie, Klimawandel und immer weniger Freiwillige – das Bayerische Rote Kreuz (BRK) kämpft mit immer mehr Herausforderungen. Anlässlich der anstehenden Bundestagswahlen fordert der BRK-Kreisverband Oberallgäu daher, dass die Menschen vor künftigen Krisen besser geschützt sind. Einige Vorschläge, wie das gelingt.

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind die vier Mobilen Medizinischen Versorgungseinheiten (MMVe) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Dauereinsatz. Eine MMVe besteht aus besonders geschützten Isolationsfahrzeugen, mit denen die Mitarbeiter Patienten transportieren, jeweils einem Behandlungszentrum auf Rädern und ist mit umfassendem Schutz- und Logistikmaterial ausgestattet. Wie der hohe Bedarf zeigt, sollte die Anzahl der Module von vier auf 20 aufgestockt werden.

Was die Pandemie zudem deutlich macht: Für die Pflege von Hilfsbedürftigen braucht es neue Konzepte. Das Rote Kreuz sammelte bereits bis zum Ende des Kalten Krieges gute Erfahrungen mit einer staatlich geförderten Kurzzeitausbildung. Würde man dieses Modell wieder aufnehmen, könnte man die Unterstützungskräfte unter anderem in der Seniorenpflege, in ambulanten
Diensten oder zur Hilfe von pflegenden Angehörigen einsetzen. Um zusätzlich Erste-Hilfe-Kenntnisse bereits im frühen Alter zu etablieren, sollten Kinder in Schulen und Kitas entsprechende Kurse bekommen.

Ein anderes Problem stellt für das BRK die Freistellung der Ehrenamtlichen von der Arbeit dar. Diese Möglichkeit besteht allerdings in vielen Bundesländern nur, wenn der Katastrophenfall ausgerufen wurde. Das sollte sich ändern, fordert der BRK-Kreisverband Oberallgäu. Denn nur dann können die Freiwilligen von verschieden Organisationen optimal zusammenarbeiten.

Schließlich braucht das DRK viel mehr Platz für Teilnehmer von Freiwilligendiensten (z.B. Freiwilliges Soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst). Denn um die Menschen richtig zu schützen, bedarf es mehr Zeit und Flexibilität als Ehrenamtliche – die berufstätig sind – leisten können. Zur Veranschaulichung: Allein das DRK benötigt jährlich ungefähr 5.000 Freiwillige.

Damit künftige Krisen besser bewältigt werden können, fordert der BRK-Kreisverband Oberallgäu unter anderem, dass Ehrenamtliche in ganz Deutschland auch ohne Katastrophenfall von der Arbeit freigestellt werden können. Unser Bild zeigt ein BRK-Quad im Hochwassergebiet.

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news-542 Mon, 16 Aug 2021 11:10:00 +0200 Eindrücke vom Einsatz im Hochwassergebiet https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/eindruecke-vom-einsatz-im-hochwassergebiet.html Eindrücke vom Einsatz im Hochwassergebiet In den westdeutschen Hochwassergebieten sind seit Wochen Tausende Helferinnen und Helfer im Einsatz, um die betroffenen Menschen zu unterstützen und bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Unter den Einsatzkräften waren auch mehrere Mitglieder der BRK Bereitschaften Oberallgäu. Sie berichten von ihren Eindrücken.

Julia Rebuck, die den Fachdienst Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) der BRK-Bereitschaften im Oberallgäu sowie den Arbeitskreis Krisenintervention leitet, war zusammen mit einer Kollegin und einem Kollegen aus dem Kriseninterventionsdienst vier Tage lang im Landkreis Ahrweiler im Einsatz. Eine Woche später reisten 15 ehrenamtliche Kräfte verschiedener Bereitschaften des BRK Oberallgäu als Teil des Hilfeleistungskontingents Schwaben ins Katastrophengebiet, darunter Sebastian Stadler von der BRK Bereitschaft Kempten. Er erzählt: „Als wir im Katastrophengebiet ankamen, waren schon fast zwei Wochen seit der Flutkatastrophe vergangen. Trotzdem waren die Zustände noch schlimm. Man kann sich kaum vorstellen, wie verheerend es anfangs dort ausgesehen haben muss. In unserem Einsatzgebiet waren viele Gebäude komplett zerstört, bei anderen war vom Keller bis zum 1. Obergeschoss alles unbewohnbar.“ Zigtausende Menschen hätten in den Fluten alles verloren: Haus, Auto, Papiere, Mobiliar, in besonders tragischen Fällen sogar Angehörige oder Freunde. „Einheimische und Helfer sind seit Wochen ununterbrochen dabei, die Schäden zu beseitigen, Schlamm und alles, was sich darin befindet, aus den Häusern zu schaufeln, marode Mauern herauszureißen. Die Trümmer werden auf riesigen provisorischen Halden außerhalb der Orte gelagert, von wo sie dann, wohin auch immer, abtransportiert werden.“ Was sofort auffalle, sei der Geruch nach Fäulnis, nassem Unrat und Diesel, der über allem liege und sich in Haaren und Kleidung einniste. „Der hat mich bis ins Allgäu zurück verfolgt.“

Julia Rebuck ergänzt: „Das Ausmaß der Vernichtung – nicht nur in räumlicher Hinsicht – hat mich erschüttert, zumal ich die Gegend sehr gut kenne und somit weiß, wie es vorher hier aussah. Die gesamte Infrastruktur ist zerstört: Straßen und Bahnlinien sind stark beschädigt, Brücken sind einfach weggebrochen oder unpassierbar. Die Strom- und Trinkwasserversorgung ist vielerorts noch ein Problem. Telefon und Mobilfunk funktionieren nach wie vor nur sehr eingeschränkt oder gar nicht.“ An eine Rückkehr zu einem normalen Leben sei momentan gar nicht zu denken. Da von dem Schlamm und Staub eine hohe Kontaminationsgefahr ausgeht, waren Julia Rebuck und ihre KollegInnen bei ihren jeweils acht- bis zwölfstündigen Einsätzen mit FFP-2-Masken mit Filter unterwegs. „Wir haben sehr viele Kurzentlastungsgespräche mit Betroffenen und auch mit Einsatzkräften geführt und dabei auch Menschen getroffen, die ihre Häuser nicht verlassen wollten, aus Angst vor Plünderung. So etwas gab es unfassbarer Weise tatsächlich“, bedauert sie. Für die Kriseninterventionskräfte sei es auffällig gewesen, „dass die Menschen fast alle noch im `Organisieren-Modus´ waren und noch nicht dazu gekommen sind, die Geschehnisse zu realisieren und zu verarbeiten.“ Die psychischen Folgen der Katastrophe werden zwar zeitverzögert, aber unweigerlich eintreten werden, vermutet die Fachfrau, etwa in Form von posttraumatischen Belastungsstörungen. „Dann wäre es wichtig, dass ausreichend psychologische und psychotherapeutische Hilfe greifbar ist.“

Trotz der Verheerung seien ihnen die Menschen sehr freundlich und überwiegend positiv begegnet, berichten Julia Rebuck und Sebastian Stadler einhellig. An vielen Gebäuden – oder dem, was davon übrig war – hingen selbstgeschriebene Schilder, auf denen den Helfenden gedankt wird. Deren schiere Masse sei beeindruckend, so Stadler. „Tausende Einsatzkräfte von Feuerwehren, Bundeswehr, Rotem Kreuz, THW und zahlreichen anderen Hilfsorganisationen aus ganz Deutschland sammeln sich im Lagezentrum am Nürburgring. Das Areal gleicht einer riesigen Zeltstadt mit einer kompletten Infrastruktur.“ Die Einsatzkräfte hätten vielerorts Ersatzstromerzeuger, mobile Toilettenhäuschen und Duschcontainer für die Bevölkerung aufgestellt. Auch von einer riesigen Feldküche für die Bevölkerung weiß er zu berichten. „Dort werden rund 1.000 Menschen pro Tag unentgeltlich mit Frühstück, Mittag- und Abendessen und auch mit Trinkwasser versorgt. Wir selbst hatten übrigens 24.000 Hühnereier dorthin gebracht, die ein Geflügelhof bei Altusried eigens für die Menschen im Katastrophengebiet zur Verfügung gestellt hatte.“ Auch die Zivilbevölkerung aus der Umgebung sei extrem hilfsbereit, betont Julia Rebuck. „Die Menschen aus den Nachbarorten, die von der Flut verschont geblieben sind, haben beispielsweise zivile Hilfsstellen eingerichtet, an denen Lebensmittel und Kleidung ausgegeben werden. Jeder, der irgendwie kann, packt irgendwo mit an. Den Zusammenhalt in der Bevölkerung und auch unter den Einsatzkräften zu erleben, war wirklich beeindruckend.“

Sie selbst habe aus dem Einsatz Ideen für Ihre ehrenamtliche Arbeit zuhause mitgenommen. „Ich würde gerne Spenden generieren, um für unseren Fachdienst Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) beim BRK Oberallgäu ein eigenes Dienstfahrzeug anschaffen zu können, mit Tisch für Besprechungen und Gespräche und Material. Dann könnten wir bei künftigen Großschadenslagen schneller effektiv arbeiten. Zudem schweben mir einige Aus- und Fortbildungen vor, die für unsere Teammitglieder sinnvoll wären, zum Beispiel Funkübungen oder die Vertiefung der Katastrophenschutzkenntnisse.“

Fotos:
Sebastian Stadler

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news-541 Mon, 09 Aug 2021 11:10:00 +0200 Endlich wieder Action im Jugendrotkreuz https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/endlich-wieder-action-im-jugendrotkreuz.html Viele Aktivitäten für die Mitglieder geplant Nach den endlos scheinenden Monaten, in denen aufgrund der Corona-Beschränkungen keine Gruppentreffen stattfinden durften, können sich die Kinder und Jugendlichen, die sich im Oberallgäu im Jugendrotkreuz engagieren, endlich wieder auf jede Menge Action freuen.

Die drei Leiterinnen der Jugendarbeit, Michaela Zwisler, Ramona Gorbach und Petra Dorn, haben zusammen mit den OrtsgruppenleiterInnen ein buntes Programm für die jungen Mitglieder im Alter von 6 bis 27 Jahren auf die Beine gestellt. Dieses wird zusätzlich zu den regelmäßigen örtlichen Gruppentreffen angeboten.

„Ein ganz zentraler Bestandteil der Jugendarbeit des Roten Kreuzes ist die Erste Hilfe“, betont Ramona Gorbach. „Diese wird bei uns altersgerecht und mit viel Spaß am Tun vermittelt. Als Highlight haben sich im Lauf der Jahre die Kreisspiele etabliert, bei denen die Kinder und Jugendlichen der Kreisverbände Oberallgäu und Lindau ihr Wissen freundschaftlich miteinander messen. Im letzten und diesem Jahr musste der Wettbewerb Corona-bedingt ausfallen. Als kleinen Ersatz ist nun für den Herbst ein Erste Hilfe-Parcours geplant, bei dem das praktische Wissen angewendet und untermauert werden kann.“ Sogar für 2022 ist schon ein Programmpunkt vorgesehen: Im Januar soll es wieder für ein Wochenende mit viel Spiel, Spaß und Freundschaft ins Jugendhaus Elias in Seifriedsberg bei Sonthofen gehen.

Als weiteres Highlight ist der Besuch bei der beliebten Kindersendung „1, 2 oder 3“ in München vorgesehen. Darüber hinaus sind für die jungen Mitglieder ein lustiger Tag im Bergbauernmuseum in Diepolz, ein Discoabend sowie ein Treffen mit den flauschigen Vierbeinern der Rettungshundestaffel des BRK geplant. Diejenigen, die auf sportliche Action stehen, dürften sich aufs Downhill-Rollern an der Weltcuphütte oder den Klettergarten freuen.

Neben bekannten Gesichtern freuen sich Michaela Zwisler, Ramona Gorbach und Petra Dorn auch immer über neue Mitglieder in den Jugendgruppen. Diese gibt es in Altusried, Wiggensbach, Kempten, Immenstadt, Oberstaufen und Sonthofen. „Alle Kinder und Jugendlichen, die sich für das, was wir tun interessieren und die gern mitmachen möchten, sind herzlich willkommen!“

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news-540 Fri, 06 Aug 2021 11:10:00 +0200 Die große Angst vor Stürzen im Alter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/die-grosse-angst-vor-stuerzen-im-alter.html BRK Haus der Senioren betreibt Vorsorge Viele ältere Menschen fürchten sich davor, zu stürzen und sich dabei womöglich schwere Verletzungen wie einen Oberschenkelhalsbruch zuzuziehen. Tatsächlich steigt die Sturzgefahr im Alter an. Statistisch gesehen stürzen etwa ein Drittel aller über 65-Jährigen und mehr als die Hälfte der über 90-Jährgen mindestens einmal pro Jahr. Im BRK Haus der Senioren in Oberstdorf setzt man darum auf Vorbeugung

„Es gibt mehrere Ursachen für die steigende Sturzgefahr“, erklärt Melanie Engel, Leiterin des BRK-Hauses der Senioren. „Dazu gehören beispielsweise plötzlicher Schwindel, Gleichgewichtsprobleme oder schwere Beine, Durchblutungs- und Gelenkprobleme, die die generelle Gangunsicherheit verstärken. Wer das Bein nicht gut anheben kann, für den können schon kleine Falten im Teppich oder Türschwellen zu gefährlichen Stolperfallen werden. Erschwerend kommt eine altersbedingte verminderte Reaktionsfähigkeit hinzu. Sie führt dazu, dass ein rechtzeitiges Abstützen oder Abfangen eines Sturzes oft nicht mehr möglich ist. Auch die Verschlechterung des Sehvermögens spielt eine Rolle, denn dadurch können viele Stolperfallen nicht rechtzeitig erkannt werden.“ Um es gar nicht erst zum Sturz kommen zu lassen, trainieren Melanie Engel und ihre Mitarbeitenden regelmäßig mit den Bewohnerinnen und Bewohnern.

Astrid Küchle, Leitung der sozialen Betreuung im Haus der Senioren beschreibt das „Training“ näher: „Unser Team bietet in allen vier Wohnbereichen dreimal wöchentlich Gymnastikstunden an, um so die Beweglichkeit und den Gleichgewichtssinn der Menschen zu verbessern und deren Muskulatur allgemein zu kräftigen. Auf dem Programm stehen altersgerechte Bewegungs-, Kräftigungs- und Dehnübungen, besonders für Arme und Beine. Beim speziellen Koordinationstraining wird das körperliche Reaktionsvermögen gesteigert. Durch gleichzeitige, koordinierte - eventuell auch gegenläufige - Bewegungen mit Armen und Beinen sind sie dann im Fall eines Stolperns kognitiv in der Lage, sich mit den Armen am Handlauf abzufangen und somit einen Sturz zu verhindern.“ Im Fokus stehe auch eine Verbesserung der Reaktionsgeschwindigkeit. „Diese trainieren wir zum Beispiel durch ein Spiel, bei dem eine Person ein Tuch auf dem Schoß hat und es schnell genug festhalten muss, bevor es weggezogen wird.“

Die Bewohnerinnen und Bewohner wüssten die Angebote sehr zu schätzen. „Neben der Ablenkung und dem Spaß an der Gemeinsamkeit merken viele, dass sie sich wieder fitter fühlen“, freuen sich Melanie Engel und Astrid Küchle. „Tatsächlich beobachten wir, dass vorhandene Ressourcen länger aufrechterhalten werden können und die Sturzrate sinkt.“ Senioren, die zuhause leben, empfehlen die Expertinnen, je nach individuellen Möglichkeiten, Seniorengymnastik, Schwimmgruppen, Yoga, Chi Gong und andere sanfte, seniorengerechte Bewegungsangebote zu nutzen.
Das BRK Oberallgäu bietet in Kempten in der Senioren-Anlage Höfelmayr Park jeden Dienstag und Mittwoch ab 16 Uhr Gymnastikstunden an. Bis Ende August finden diese im Garten statt.
Informationen zu den Gymnastikkursen gibt es unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/kurse/gesundheitskurse/gymnastik.html

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news-539 Thu, 05 Aug 2021 11:10:00 +0200 FSME und Borreliose durch Zeckenstich https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/fsme-und-borreliose-durch-zeckenstich.html Prof. Dr. Täger, Chefarzt des BRK Oberallgäu, klärt auf Dass Zecken schwere Krankheiten übertragen können, weiß mittlerweile jeder. Längst gehört das gesamte Allgäu zu den Risikogebieten, in denen die Gefahr, bei einem Zeckenstich mit Frühsommer-Meningoenzephalitis (kurz: FSME), einer virusbedingten akuten Entzündung der Hirnhäute oder auch des Gehirns und Rückenmarks, infiziert zu werden, besonders hoch ist. Trotzdem sind heute noch viele Menschen in der Region nicht gegen FSME geimpft. Noch häufiger sind Borreliose-Infektionen. Sie können zu schweren und mitunter dauerhaften gesundheitlichen Problemen führen. Prof. Dr. Georg Täger, Chefarzt beim BRK Oberallgäu, erklärt die Symptome beider Erkrankungen und gibt Tipps zur Vorbeugung und zum richtigen Entfernen von Zecken.


„Vorbeugung ist die beste Behandlung“
Zecken sind bereits ab Temperaturen von 8 Grad aktiv und bevorzugen mittelhohes bis hohes Gras sowie Gebüsch und Unterholz. Zur Vorbeugung gegen Zeckenbefall empfiehlt das BRK Oberallgäu, bei diesen Gegebenheiten unbedingt lange Hosen und geschlossene Kleidung zu tragen. Auch wenn es vielleicht nicht gut aussieht, ist es dennoch sinnvoll, die Hosenbeine in die Socken zu stecken oder über-knöchelhohe Schuhe tragen. Helle Kleidung erleichtert außerdem das Erkennen der winzigen Zecken bevor sie ihren Weg zum Körper finden. Im Kopfbereich bevorzugen diese besonders den Haaransatz, den Nacken und die Ohren.

FSME
„Eine FSME äußert sich in vielen Fällen durch geringe grippeähnliche Symptome wenige Tage nach dem Stich; häufig aber bemerken Patienten zunächst gar nichts. Heilt die Infektion nicht spontan aus, kommt es nach rund einer Woche ohne Beschwerden, dem sogenannten symptomfreien Intervall, zur eigentlichen Erkrankung“ erläutert Prof. Dr. Täger. „Diese Symptome reichen von leichteren Formen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen bis hin zu schweren Verläufen mit Nackensteifigkeit, Sprech-, Schluck- und Bewegungsstörungen, mitunter auch Krampfanfällen und Lähmungen“ so der erfahrene Mediziner weiter. „Das Schlimme an FSME ist, dass diese Erkrankung bis heute nicht behandelt werden kann. Nur die eingetretenen Symptome der Erkrankung können mit Hilfe von Medikamenten, Physiotherapie, Ergotherapie und auch Logopädie, beispielsweise bei Sprach- und Schluckstörungen, behandelt werden. Antibiotika sind bei dieser Infektion vollkommen wirkungslos“. Auch die Diagnosestellung ist nach Auskunft von Prof. Dr. Täger schwierig, zumal viele Patienten sich nicht an den Zeckenstich erinnern. „Mit Hilfe der Bestimmung der FSME-Antikörper im Blut oder im Nervenwasser aus dem Rückenmarkkanal kann das Vorliegen der Erkrankung festgestellt werden. Die Untersuchung der Parasiten selbst aber ist nicht sinnvoll.“

Mit Nachdruck betont Prof. Dr. Täger, das all dies nicht sein müsse, schließlich stehe seit Jahren eine äußerst bewährte Impfung gegen diese heimtückische Erkrankung zur Verfügung. „Diese Impfung ist schon bei Kindern ab 12 Monaten möglich und 99% der Geimpften können mit einem vollständigen Impfschutz rechnen. Natürlich habe ich selbst mich aufgrund meiner Aktivitäten in der Natur impfen lassen, ganz nach Empfehlung mit drei Impfungen, also der Erstimpfung sowie erneut nach 3 Monaten und nach 12 Monaten.“

Lyme-Borreliose
Zwar gibt es gegen die vielfach häufigere Lyme-Borreliose, die ebenfalls von Zecken übertragen wird, keine Impfung, dafür ist diese Erkrankung aber behandelbar. „Ganz wesentlich“, so Prof. Dr. Täger, „ist es, die Zecke nach einem Zeckenstich so schnell es geht zu entfernen. Denn je länger diese saugt, desto wahrscheinlicher ist die Übertragung der Bakterien, die die Borreliose auslösen.“ Nachdem es sich im Gegensatz zur FSME um eine bakterielle Infektion handelt, ist eine zielgerichtete und sehr wirksame Therapie mit Antibiotika möglich. Folgende Empfehlungen möchte Prof. Täger unbedingt geben.


Tipps zum Entfernen von Zecken:

  • Greifen Sie die Zecke beim Entfernen bestenfalls mit einer Zeckenzange, einem Zeckenlasso oder aber mit den Fingernägeln und ganz nah an der Haut. Quetschen Sie den Körper der Zecke möglichst nicht. Drehen und ziehen Sie die Zecke kontrolliert heraus.
  • Kein Benzin, Nagellackentferner oder Alkohol verwenden - sie erhöhen das Risiko der Übertragung von Krankheitserregern.
  • Bei einer schwer erreichbaren Stelle, eine zweite Person um Hilfe bei der Entfernung bitten.
  • Gegebenenfalls hilft auch der Hausarzt beim Entfernen der Zecke.
  • Nach dem Entfernen die Stichstelle desinfizieren.
  • Achten Sie in den nächsten Tagen darauf, ob sich um den Stich herum eine kokardenartige Rötung bildet und diese wandert. Diese sogenannte Wanderröte deutet auf eine Borrelieninfektion hin. Bei Rötung, Schwellung oder Schmerzen an der Einstichstelle: Arzt aufsuchen.
  • Auch wenn sich keine Wanderröte zeigt, geben viele Ärztinnen und Ärzte den Betroffenen nach einem Zeckenstich prophylaktisch für einige Tage Antibiotika. Hier lohnt es sich, mit Ihren Ärztinnen und Ärzten zu sprechen.


Die entfernte Zecke sollte übrigens nicht in der Toilette hinuntergespült werden - die Tiere sind extrem zäh und überleben lange im Wasser. Stattdessen lieber in ein zusammengefaltetes Stück Papier einschlagen und dann mit einem festen Gegenstand zerquetschen, ohne mit den Körperflüssigkeiten der Zecke in Kontakt zu kommen. Auch 40%iger Alkohol oder Sagrotan tötet die Blutsauger ab.

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news-538 Tue, 03 Aug 2021 11:10:00 +0200 Hilfe wird fortgesetzt https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/hilfe-wird-fortgesetzt.html Bisher über 1.500 Einsatzkräfte des BRK im Einsatz Seit 17. Juli 2021 ist das Bayerische Rote Kreuz mit einer Vielzahl an ehrenamtlichen Einsatzkräften in Rheinland-Pfalz im Einsatz. Das Land Rheinland-Pfalz hat mehrere Einheiten des bayerischen Katastrophenschutzes angefordert. Das BRK war bisher mit 1.500 Ehrenamtlichen in Rheinland-Pfalz im Einsatz.
 
Ein Betreuungskontingent mit rd. 70 ehrenamtlichen Einsatzkräften befindet sich aktuell in Bad-Neuenahr im Einsatz. Dort wird die Verpflegung von derzeit etwa 5.000 Helfer*innen und Anwohner*innen sichergestellt. Der dortige Verpflegungseinsatz durch den bayerischen Katastrophenschutz wird zum morgigen Mittwoch, den 04. August 2021, planmäßig auslaufen. Um auch weiterhin und trotz zerstörter Infrastrukturen die Verpflegung der Menschen sicherzustellen, hat das Deutsche Rote Kreuz im Rahmen der humanitären Hilfe ein „Verpflegungszentrum 10.000“ errichtet. Dieses ist in der Lage, 10.000 warme Mahlzeiten sowie 10.000 Lunchpakete täglich auszugeben. Dieses Zentrum wurde am vergangenen Wochenende unter anderem von Helfer*innen des DRK-Landesverbandes Hessen und des Bayerischen Roten Kreuzes in Grafschaft aufgebaut. Die Essensmahlzeiten werden an circa 15 Ausgabestellen im Landkreis Ahrweiler geliefert.
 
Das Bayerische Rote Kreuz wird ab Mittwoch, den 04. August 2021, unterstützt durch den DRK-Landesverband Hessen, die Koordination und Abschnittsleitung des „Verpflegungszentrums 10.000“ in Bad-Neuenahr übernehmen. Die Gesamtleitung des Einsatzes liegt im Führungs- und Lagezentrum des DRK-Generalsekretariats. Damit werden Einheiten des Katastrophenschutzes durch den Hilfseinsatz des Deutschen Roten Kreuzes abgelöst und eine längerfristige Infrastruktur zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung und der vielen Helfer*innen im Schadensgebiet aufgebaut.  
 
Weiterhin ist im Rahmen des bayerischen Katastrophenschutzes ein Transportkontingent mit 23 Fahrzeugen (überwiegend Krankentransport- und Rettungswagen) und 50 Einsatzkräften bis zum 28. August 2021 im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration, in Rheinland-Pfalz im Einsatz. Dieses Kontingent wurde um Betreuungs- und Verpflegungskomponenten  mit 15 Einsatzkräften zur Eigenversorgung der eingesetzten Kräfte ergänzt.
 
Darüber hinaus kommt das Bayerische Rote Kreuz mehreren Anforderungen des Führungs- und Lagezentrums des Deutschen Roten Kreuzes nach und stellt unter anderem 16 Kraftfahrer (seit 24.07.) und fünf All-Terrain-Vehicles (ATV) der Bergwacht-Bayern (seit 25.07.) zur Verfügung.
 
Das erste Hilfeleistungs-Kontingent wurde aus Unterfranken entsandt. Mittlerweile waren Einsatzkräfte aus dem gesamten Freistaat Bayern, teilweise auch mehrmals in Rheinland-Pfalz im Einsatz.

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news-537 Fri, 30 Jul 2021 11:10:00 +0200 BRK Oberallgäu erneut im Katastrophengebiet im Einsatz https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/brk-oberallgaeu-erneut-im-katastrophengebiet-im-einsatz.html BRK Bereitschaften sind Teil des Hilfeleistungskontingents Schwaben Dienstagabend (27.7.2021) sind 15 Einsatzkräfte verschiedener Bereitschaften des BRK Oberallgäu im Hochwassergebiet in Rheinland-Pfalz angekommen. „Unsere ehrenamtlichen Sanitäter, inklusive mir, waren von den Zuständen in unserem Einsatzgebiet im Landkreis Ahrweiler erschrocken“, sagt Sebastian Stadler von der BRK Bereitschaft Kempten.

„Nach fast zwei Wochen ist dort noch überall Müll zu sehen und es riecht nach nassem Unrat, Fäulnis und Diesel. Der Geruch ist unbeschreiblich und prägt sich in das Gedächtnis ein“, schildert Sebastian Stadler seine Eindrücke. „Viele Brücken sind zerstört, andere für schwere Fahrzeuge unpassierbar. Telefon, Mobilfunk und Internet sind vielerorts nach wie vor gestört.“

Die Rotkreuzler aus dem Oberallgäu sind als Teil des Hilfeleistungskontingents Schwaben ins Katastrophengebiet gefahren. Jenes hatte sich am Dienstag in den Morgenstunden mit dem Feuerwehrkontingent Schwaben von Vöhringen aus als langer Konvoi mit zahlreichen Fahrzeugen der Feuerwehren sowie des BRK und weiterer Hilfsorganisationen in Bewegung gesetzt und war nach 15 Stunden am Bereitstellungsraum am Nürburgring angekommen.

Aus den Reihen des BRK Oberallgäu ist die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) Verpflegung mit ihrer Feldküche dabei, außerdem der Gerätewagen Logistik, welcher Material und zwei Einsatz-Quads mitführt (alles von der BRK Bereitschaft Kempten) sowie ein Mannschaftstransportwagen der Bereitschaft Sonthofen. Zehn Einsatzkräfte stammen aus den Bereitschaften Kempten, die anderen aus Altusried-Dietmannsried, Sonthofen und Waltenhofen. Sie alle haben Erfahrung bei Betreuungseinsätzen.

„Unsere SEG Verpflegung hilft am Nürburgring bei der Verpflegung der ca. 3.000 Einsatzkräfte mit Frühstück, Mittag- und Abendessen. Die beiden Quads dienen zur Erkundung schwer zugänglicher Gebiete“, so Stadler. „Am Mittwoch waren wir mit einem Quad bei einem Funkmasten auf einem Berg in der Nähe des Dorfes Dernau im Einsatz. Dort wurde ein Notstromaggregat eingerichtet, das wir mit unserem Fahrzeug mit Diesel versorgten.“ Die Fahrer des zweiten Quads, die, wie ihre Kollegen auch über eine sanitätsdienstliche Ausbildung verfügen, machten sich ein Bild von der Lage in dem von den Fluten schwer getroffenen Dorf Altena. „Wir haben mehrere Fahrer mit spezieller Quad-Ausbildung mitgeschickt, damit die Fahrzeuge bei Bedarf durchgehend genutzt werden können.“

„Der Marschbefehl ging von der Regierung von Schwaben aus“, erklärt Matthias Straub, Kreisbereitschaftsleiter der BRK Bereitschaften im Kreisverband Oberallgäu. Er ist gemeinsam mit seinem Stellvertreter Sebastian Helff federführend mitverantwortlich für die schnelle und reibungslose Organisation der BRK-Beteiligung bei dem Hilfeleistungskontingent, wofür er in enger Absprache mit der Bezirksbereitschaftsleitung und den beteiligten Bereitschaftsleitungen steht. Auf die Schnelle so viele Freiwillige für den kurzfristig anberaumten, mehrtätigen Einsatz zusammenzutrommeln, sei glücklicher Weise kein Problem gewesen, freut er sich. „Unsere Mitglieder sind sehr engagiert und haben großteils auch sehr verständnisvolle Arbeitgeber, die sie in solchen Fällen unterstützen.“ Matthias Straub und sein Stellvertreter halten engen Kontakt zu den Kollegen im Einsatzgebiet. „Die KBL hier vor Ort ist 24 Stunden für sie erreichbar.“ Es ist geplant, dass der Einsatz nach regulär 72 Stunden am Freitag beendet ist.

Foto: Kai Kranich, DRK

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news-536 Thu, 29 Jul 2021 11:10:00 +0200 Freizeitsport mit Köpfchen https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/freizeitsport-mit-koepfchen.html Chefarzt des BRK Oberallgäu gibt Tipps, worauf man achten sollte Sport ist grundsätzlich gesund. „Bei sommerlich heißen Temperaturen sollte man aber auf einige Dinge achten, sonst schadet man dem Körper unter Umständen mehr, als dass man ihm Gutes tut“, mahnt Dr. med. Florian Hilger, stellvertretender Chefarzt des BRK Oberallgäu.

„Freizeitsportler sollten die Mittagshitze auf jeden Fall meiden“, betont der Mediziner. „Zum einen sind mittags die Ozonwerte am höchsten und belasten das Herz-Kreislauf-System sowie die Atmung. Zum anderen riskiert man, wenn man seinen Körper bei hohen Außentemperaturen zum Sport zwingt, eine gefährliche Überhitzung bis hin zum Hitzschlag. Dabei kommt es zu einem Wärmestau im Körper, der zu einem lebensbedrohlichen Kreislaufkollaps führen kann.“ Als Anzeichen eines Hitzschlags nennt er eine schnell ansteigende Körpertemperatur auf bis zu 40 Grad, trockene, heiße Haut, Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit, beschleunigten Pulsschlag, Krämpfe, Erbrechen, Verwirrtheit bis hin zu Halluzinationen und Bewusstlosigkeit. „In einem solchen Fall muss sofort der Rettungsdienst unter 112 alarmiert werden.“

Natürlich muss es zu diesem schlimmsten Fall gar nicht erst kommen. „Vernünftiges Training ist das A und O“, so Dr. Hilger. Er rät:

  • trainieren Sie entweder in den frühen Morgenstunden oder abends nach Sonnenuntergang, nie in der Mittagssonne!
  • tragen Sie Kleidung aus Funktionsfasern, die den Schweiß schnell nach außen ableitet und im Idealfall auch noch kühlt
  • schützen Sie Ihren Kopf und Nacken durch eine geeignete Kopfbedeckung, Ihre Augen durch eine gut sitzende Sonnenbrille mit UV-Schutz und Ihre Haut durch ein wasserfestes Produkt mit hohem Lichtschutzfaktor
  • trainieren Sie nicht in der prallen Sonne, sondern wählen Sie z.B. beim Joggen eine Strecke im Schatten
  • ein feuchter Lappen oder ein Handtuch im Nacken erfrischt und tut gut
  • trinken Sie ausreichend. Am besten Mineralwasser oder dünne Saftschorle (nicht eiskalt!)

„Grundsätzlich ist es wichtig, den Körper langsam an das Training zu gewöhnen und nicht gleich von Null auf 100 durchstarten zu wollen“, betont er. „Achten Sie darauf, dass Ihnen während des Sports nicht die Puste ausgeht. Nach Luft schnappen zu müssen, deutet auf eine ungute Überbelastung hin. Hören Sie auf Ihren Körper und dann viel Spaß bei der Bewegung an der frischen Luft!“ 

Auch im Hochsommer muss und soll man nicht auf seinen geliebte Sport verzichten. Wichtig ist jedoch, den Körper vor Überhitzung zu schützen, etwa durch Kopfbedeckung und Funktionskleidung sowie das Meiden der prallen Mittagssonne.

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news-535 Tue, 27 Jul 2021 11:10:00 +0200 Was tun bei Vergiftungen im Kleinkindalter? https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/was-tun-bei-vergiftungen-im-kleinkindalter.html BRK Oberallgäu gibt Tipps zum richtigen Handeln Wer mit Kleinkindern im Haushalt lebt, weiß: die Kleinen erkunden ihre Umgebung mit viel Freude, Neugier und ohne jedes Gefahrenbewusstsein. Je nach Alter wandert alles in den Mund, was nicht niet- und nagelfest ist. Genau das kann aber gefährlich werden, etwa, wenn es sich dabei um Medikamente, Putzmittel, Zigaretten oder Teile giftiger Pflanzen handelt. Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu gibt Tipps, wie man solche Gefahren vermeiden kann und welche Erste-Hilfe-Maßnahmen man im Notfall ergreifen sollte.

„Vergiftungen treten vor allem im Kleinkindalter recht häufig auf, denn in jedem Haushalt gibt es zahlreiche Stoffe, die beim Menschen Vergiftungserscheinungen auslösen können. Als Eltern muss man sich darum immer wieder daran erinnern, mögliche Vergiftungsquellen schon im Vorfeld zu entfernen. Gehen Sie einmal ganz bewusst mit Blick darauf durch die Wohnung“, rät Frank Schönmetzler, der beim Roten Kreuz im Oberallgäu den Bereich der Breitenausbildung verantwortet.

„In Küche, Toilette und Bad lauern solche Gefahren beispielsweise in Form von nicht sicher verstauten Putz- und Waschmitteln sowie Körperpflegeprodukten und Kosmetika jeder Art. Alles, was in greifbarer Höhe ist, sollte unbedingt entfernt und kindersicher gelagert werden, das gilt auch für Shampoo, Seife und Körperlotion am Badewannenrand. Selbst in Schränken sind diese Mittel nur dann gut untergebracht, wenn Kinder jene nicht öffnen oder die Mittel nicht erreichen können. Große Anziehungskraft besitzen übrigens auch bunte Spülmaschinen- oder Waschmaschinentabs, WC-Duftsteine in der Toilettenschüssel oder spannende Dinge aus der Handtasche oder dem Mülleimer“, weiß er aus Erfahrung. In den Wohn- und Büroräumen gehe vor allem von herumstehenden alkoholischen Getränken, herumliegenden Zigarettenschachteln, Textmarkern und Klebern, Pflanzendüngern oder auch von Duftölen gleichermaßen Reiz und Gefahr aus. Nicht zu vergessen seien auch die gern von Kinderhänden zerrupften Zimmer- Balkon- und Gartenpflanzen. „Im Zimmer sollte beispielsweise auf die stark giftige Dieffenbachia und Weihnachtsstern verzichtet werden.“ Sein Vorschlag: „Lohnend zur Vorbeugung ist in diesem Bereich die Anschaffung eines Nachschlagewerkes über giftige Pflanzen.“ Im Garten sollten Kinder von Gold- und Blauregen, der reizvollen Tollkirsche, Fingerhut, Eisenhut, Maiglöckchen, Seidelbast, Liguster, Eibe, Oleander, Lupine, Herbstzeitlose, Wiesen-Bärenklau, Narzisse und dergleichen ferngehalten werden. „Manche Substanzen führen schon durch Verschlucken geringer Mengen, andere durch die bloße Berührung oder Einatmen zu Vergiftungen bis hin zu Bewusstlosigkeit, Schock, Herz- Kreislauf- und Atemstillstand.“ Auch dauerhafte Hirn- und Nerven- sowie Leber- und Nierenschädigungen seien möglich. „Vermitteln Sie Kindern darum so früh wie möglich die Gefahren in Wohnung und Garten und bewahren Sie gefährliche Substanzen außerhalb deren Reichweite auf.“

Vergiftungssymptome
Oft wird Giftiges unbemerkt von den Eltern verschluckt. Die Vergiftung zeigt sich dann erst anhand bestimmter Symptome wie etwa

  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • Magen- oder Bauchschmerzen
  • Kopfschmerzen, Schwindel
  • Verwirrtheitszustände
  • beschleunigter oder verlangsamter Puls
  • ungewöhnlich blasse oder gerötete Haut
  • Bewusstseinstrübung bis hin zur Bewusstlosigkeit
  • Atemnot
  • Frieren, Zittern, Hitzegefühl, Schweißausbrüche



Erste Hilfe-Maßnahmen

  • keinesfalls eigenmächtig Erbrechen herbeiführen! Falls das Kind erbricht, sorgen Sie dafür, dass es sein Erbrochenes nicht einatmet.
  • Giftreste und/oder Erbrochenes sicherstellen
  • nicht eigenmächtig Milch oder andere Hausmittel verabreichen!

Rufen Sie stattdessen sofort den Rettungsdienst unter 112 und die zuständige Giftnotrufzentrale an. In Bayern: 089 – 19240. Halten Sie dabei, sofern möglich, die Packung der eingenommenen Substanz bereit und folgen Sie den Anweisungen Ihres Ansprechpartners! (dazu können je nach Einzelfall eventuell die Gabe eines Entschäumungsmittels oder von Aktivkohle gehören – sorgen Sie dafür, dass sich diese Mittel vorsorglich in der Hausapotheke befinden)

  • kontrollieren Sie Atmung und Puls
  • bei Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage
  • bei Atemstillstand: Beatmen
  • bei Herzkreislaufstillstand: Herzdruckmassage

In Kursen zur Ersten Hilfe am Kind vermittelt das BRK in Kempten und dem Oberallgäu wichtiges Wissen zum richtigen Umgang mit Kindernotfällen. Alle Termine gibt es unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/
 

Fotos: BRK KV Oberallgäu/ Frank Schönmetzler

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news-534 Thu, 22 Jul 2021 11:26:00 +0200 Zwischen Passstraßen und Teststation https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/zwischen-passstrassen-und-teststation.html Hoher Besuch beim Arbeitskreis Motorrad der BRK-Bereitschaften im Oberallgäu Die Fahrer der Motorradstreife der BRK-Bereitschaften im Oberallgäu leben ihr Ehrenamt mit Leib und Seele. Vom 1. Mai bis Ende September fahren sie jedes Wochenende bei Wind und Wetter von morgens bis abends auf den Straßen im Allgäu Patrouille, um Menschen in Notlagen schnellstmöglich zu helfen. Doch damit nicht genug. Die kleinste Einheit, die die Bereitschaften im BRK Oberallgäu unterhalten, betreibt zudem an einem Tag pro Woche die COVID-Schnelltestelle in Burgberg. Vor wenigen Tagen statteten der neu gewählte Vorstandsvorsitzende des BRK Oberallgäu, Edgar Rölz, sowie der Bürgermeister der Gemeinde Burgberg, André Eckardt, dem rührigen Team einen Besuch ab.

An der Burgberger Schnellteststelle in der Grüntenhalle können sich Einheimische und Urlauber auch ohne Termin jeden Montag und Freitag von 17.30 Uhr bis 19 Uhr auf das COVID-19-Virus testen lassen. Dass diese Möglichkeit besteht, ist nicht zuletzt auch den Mitgliedern der Motorradstreife („Arbeitskreis/Fachdienst Motorrad“) der BRK-Bereitschaften im Oberallgäu zu verdanken. Sie erklärten sich ohne zu zögern bereit, diese Aufgabe immer freitags zusätzlich zu ihrem Streifendienst zu übernehmen, um so die Kollegen in den örtlichen BRK-Bereitschaften zu unterstützen (den Dienst am Montag teilen sich die Ehrenamtlichen der BRK-Bereitschaften Sonthofen und Waltenhofen) und für die Bevölkerung da zu sein. Diese nutzt das Angebot gut. „Nach einem Rückgang in den letzten Wochen steigen die Testzahlen aktuell wieder an“, sagt der Leiter der Motorradstreife, Thomas Keck.

Gemäß dem biblischen Spruch „wer anderen hilft, dem wird geholfen“, stehen er und seine fünf aktiven Fahrerkollegen bei ihrer Aufgabe in der Schnellteststelle nicht allein da. „Wir werden von einigen ehemaligen Mitgliedern der Motorradstreife, die es ja schon seit fast 40 Jahren gibt, tatkräftig unterstützt“, freut sich Keck. Dass nun Burgbergs Bürgermeister André Eckardt und der neu gewählte 1. Vorstand des BRK Oberallgäu ihre Aufwartung gemacht haben, sei für ihn und seine Kollegen ein schönes Zeichen der Wertschätzung. „Das Interesse der Beiden an unserer Arbeit in der Motorradstreife und in der Schnellteststelle sowie die respektvollen und auch dankbaren Worte motivieren uns alle sehr.“ Der neue Vorstandsvorsitzende sei überrascht gewesen, „welch hochprofessionelle, zuverlässige und zeitaufwändige Arbeit die Fahrer die ganze Saison über in ihrer Freizeit zu leisten bereit sind – und das ohne Vergütung und trotz schwieriger Finanzierung“, führt er weiter aus. Letzteres ist darauf zurückzuführen, dass die rein ehrenamtlich getragene Motorradstreife zu 100 Prozent spendenfinanziert ist. „Wir sind auf Spenden angewiesen, um beispielsweise die Verschleißteile der Dienstmaschine, neue Reifen und so weiter anschaffen zu können. Bald wird wieder neue Schutzausrüstung fällig – da sind wir dann für alle Fahrer zusammen bei 5-6.000 Euro. Das ist manchmal nicht ganz einfach.“

Wer den Arbeitskreis Motorrad der BRK-Bereitschaften im Oberallgäu unterstützen möchte, kann dies mittels einer zweckgebundenen Spende tun. Dabei muss unbedingt als Spenden-Verwendungszweck `Motorradstreife BRK Oberallgäu´ angegeben sein. Bankverbindung: Sparkasse Allgäu, IBAN: DE44 7335 0000 0310 0002 37, BIC: BYLADEM1ALG oder Allgäuer Volksbank, IBAN: DE13 7339 0000 0000 3005 35, BIC: GENODEF1KEV.

Über den Fachdienst Motorrad (Motorradstreife):
Die Motorradstreife des BRK Oberallgäu (auch: „Arbeitskreis Motorrad“ oder „Fachdienst Motorrad“) ist ein rein ehrenamtlich getragener Dienst. Derzeit sind hier sechs Fahrer aktiv. Sie alle sind erfahrene, speziell ausgebildete Rettungssanitäter und Notfallsanitäter. Vom 1. Mai bis zum letzten Septemberwochenende patrouilliert je ein diensthabender Fahrer auf dem Dienstmotorrad „Resi“ von Freitagmittag bis Sonntagabend und an Feiertagen auf den Hauptreiserouten, Autobahnen, Schnellstraßen und Passstraßen im Ober-, Ost- und Westallgäu. Er fungiert bei vielfältigen Notlagen als spontaner und vielseitiger Helfer und ist überdies mit der Integrierten Leitstelle verbunden. Die Dienstzeiten betragen freitags acht Stunden, samstags und sonntags jeweils 12 Stunden, von 8 bis 20 Uhr. Zusätzlich zu den regulären Streifenzeiten absolviert die Motorradstreife Sanitätsdienste und rückt auch im Katastrophenfall aus.

Bildunterschrift:
Edgar Rölz (Vorstandsvorsitzender BRK Oberallgäu) mit den aktiven Fahrern Thomas, Thomas Keck (Leiter Motorradstreife), Sebastian, Christian, Christoph und Burgbergs Bürgermeister André Eckardt. Im Vordergrund: Dienstmotorad „Resi“ (nicht im Bild: Teammitglied Max).

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news-533 Wed, 21 Jul 2021 08:00:00 +0200 BRK Oberallgäu hilft im Hochwassergebiet https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/brk-oberallgaeu-hilft-im-hochwassergebiet.html Kriseninterventionsteam in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen im Einsatz Die Menschen in den am schwersten von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Gebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen brauchen dringend Unterstützung. Tausende Einsatzkräfte aus dem ganzen Bundesgebiet kümmern sich vor Ort um die Betroffenen. Mit dabei ist seit Dienstagnacht (20.7.2021) ein dreiköpfiges Team des Arbeitskreises Krisenintervention der BRK-Bereitschaften Oberallgäu. Julia Rebuck, die den Fachdienst Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) beim BRK Oberallgäu sowie den Arbeitskreis Krisenintervention leitet, berichtet vom Lagezentrum am Nürburgring.

„Wir wurden Montagnachmittag gegen 15 Uhr angefordert, um 19 Uhr waren wir mit unserem Mannschaftstransportwagen unterwegs, gegen 00.30 Uhr kamen wir am Nürburgring an“, beschreibt Julia Rebuck den schnellen Weg zu diesem Einsatz. Wenn sie von „wir“ spricht, meint die 27-Jährige ihren Kollegen Rudolf Rüppl - er ist ihr Stellvertreter in den Funktionen als Team- und Fachdienstleitung -, die Kriseninterventionshelferin Claudia Reißler und sich selbst.

„Wir haben gemeinsam mit Einsatzkräften aus Unterfranken eine SEG PSNV, also eine Schnelleinsatzgruppe für Psychosoziale Notfallversorgung gebildet, die von uns geführt wird“, erläutert die erfahrene Rettungsassistentin, die seit mehr als fünf Jahren ehrenamtlich im PSNV der BRK Bereitschaften Oberallgäu aktiv ist. Auch aus anderen Bundesländern seien Hunderte Einsatzkräfte der PSNV verschiedener Hilfsorganisationen sowie der Notfallseelsorge vor Ort und arbeiteten Hand in Hand. „Uns steht im Lagezentrum am Nürburgring sogar ein eigener PSNV Einsatzraum zur Verfügung, was eine Besonderheit ist.“ Daneben seien Tausende weitere Kräfte ununterbrochen im Einsatz, zahllose Rettungs- und Krankentransportwagen, Bundeswehrlastwagen und Feuerwehrfahrzeugen führen ein und aus.

Sobald ihr konkretes Einsatzgebiet feststand - die Gemeinde Harscheid im Landkreis Ahrweiler - brachen Julia Rebuck und ihre KollegInnen dorthin auf. „Unsere Aufgabe ist es, betroffene Menschen zu betreuen, die durch die Fluten ihr Hab und Gut und im schlimmsten Falle auch Angehörige verloren haben. Das heißt, wir hören ihnen zu und stabilisieren die Menschen, wir helfen ihnen dabei, ihre Handlungsfähigkeit wiederherzustellen und aktivieren, soweit möglich, ihr soziales Netz.“

Allein Letzteres sei allerdings angesichts der allgemeinen Lage im Hochwassergebiet eine Herausforderung. „Die Infrastruktur ist teilweise weggebrochen, die Kommunikation im Einsatzgeschehen ist immer noch sehr schwierig, da der Mobil- und Einsatzfunk teilweise nach wie vor gestört ist. Wir werden natürlich trotzdem unser Möglichstes für die Menschen tun.“ 72 Stunden wird der Einsatz der Oberallgäuer Einheit dauern, dann geht es zurück in die Heimat.

„Unterstützungs-Einsätze wie dieser werden im Hintergrund durch die Kreisbereitschaftsleitung des BRK organisiert, in diesem Fall ist dies die KBL Oberallgäu“, erklärt Kreisbereitschaftsleiter Matthias Straub. „Das nennt sich `rückwärtige Einsatzführung´.“ Er dankt dem Team vom Allgäu aus herzlich für die schnelle und unkomplizierte Einsatzübernahme. „Das ist spitze! Passt auf Euch auf, damit ihr alle wohlbehalten und gesund wieder zurückkommt.“

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news-532 Tue, 20 Jul 2021 08:00:00 +0200 Erste Hilfe bei Herzinfarkt https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/erste-hilfe-bei-herzinfarkt-1.html BRK Oberallgäu gibt Tipps, worauf es im Notfall ankommt Wie erkennt man einen Herzinfarkt und welche Erste-Hilfe-Maßnahmen sollte man im Fall der Fälle anwenden? Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu, weiß darüber bestens Bescheid. Was man als Laie wissen sollte, erklärt er hier.

„Ein Herzinfarkt macht sich manchmal durch sehr uneindeutige Symptome bemerkbar. Diese können bei Männern und Frauen ganz unterschiedlich ausfallen“, sagt er. „Ganz klassische Symptome sind starke Schmerzen, bis hin zum extremen, so genannten `Vernichtungsschmerz´, oder auch ein Brennen hinter dem Brustbein. Häufig strahlt der Schmerz in Arme, Oberbauch, Hals, Rücken, Kiefer oder die Schulterblätter aus. Typisch sind auch kalter Schweiß, eine blass-gräuliche Gesichtsfarbe, Übelkeit und Erbrechen, Atemnot und ein sehr starkes Enge- oder Einschnürungsgefühl im Brustkorb. Betroffene berichten von einem Gefühl, als würde ein Elefant auf der Brust stehen und von Todesangst.“

Bei Frauen zeige sich ein Herzinfarkt häufig uneindeutiger. „Der klassische Brustschmerz ist bei ihnen oft nicht so stark ausgeprägt. Stattdessen berichten sie eher von einem allgemeinen Druck- oder Engegefühl in der Brust, Rückenschmerzen oder Schmerzen im Oberbauch, manchmal auch gepaart mit Kurzatmigkeit, Schweißausbrüchen, Übelkeit und Erbrechen. Viele gehen tatsächlich zunächst von einer Magenverstimmung aus und holen darum erst sehr spät ärztliche Hilfe.“ Er rät: „Wer die oben genannten Symptome in einem noch nie erlebten Ausmaß erlebt oder die Schmerzen länger als 5 Minuten anhalten, sollte keinesfalls abwarten, sondern sofort den Notarzt unter 112 rufen. Je schneller medizinische Hilfe greift, desto besser sind die Chancen zu überleben und schwerwiegende Folgen zu verringern. Die Kollegen des Rettungsdienstes kommen lieber einmal umsonst als einmal zu spät!“

Auch bei häufiger auftretenden unspezifischen Symptomen wie allgemeinen Brustschmerzen, Schwindelgefühl, Atemnot und Abgeschlagenheit empfiehlt der Experte, sich auf jeden Fall medizinisch durchchecken zu lassen. „Es könnte sich um eine noch nicht entdeckte Herzerkrankung oder einen so genannten `stummen´ oder `stillen Herzinfarkt´ handeln.“

Erste Hilfe-Maßnahmen bei Herzinfarkt

Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt gelten folgende Erste-Hilfe-Maßnahmen:

  • sofort den Rettungsdienst unter 112 alarmieren
  • ununterbrochen Atmung und Bewusstsein der betroffenen Person prüfen
  • ist der Betroffene bei Bewusstsein, mit erhöhtem Oberkörper lagern, das entlastet das Herz
  • bei Kreislaufstillstand sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen (30x Herzdruckmassage, 2x Beatmung im Wechsel). Diese muss bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durchgeführt werden. Wenn möglich weitere Helfer hinzuziehen, mit denen man sich abwechseln kann
  • ruhig bleiben! Unruhe, Aufregung und Anstrengung sind beim Betroffenen unbedingt zu vermeiden
  • enge Kleidung des Betroffenen öffnen
  • bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes bei dem Patienten bleiben


Mythos „Husten als Selbsthilfe“

Auf What´s App kursiert ein Kettenbrief, in dem als Hilfe zur Selbsthilfe bei einem Herzinfarkt empfohlen wird, sich durch Husten zu helfen. Betroffene sollten demzufolge tief einatmen und dann aus der Tiefe der Lunge und verlängert husten. Dies solle alle zwei Sekunden ohne Unterbrechung wiederholt werden, bis Hilfe komme. Hierzu sagt Frank Schönmetzler: „Sicherlich ist es richtig, dass der Betroffene alles versuchen sollte, um nicht bewusstlos zu werden und weiterhin spontan zu atmen - aber die Anleitung im Kettenbrief ist medizinisch nicht belegt.“

Um effektiv helfen zu können, empfiehlt das BRK eine regelmäßige Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse. Alle Termine in Kempten und dem Allgäu gibt es unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/.

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news-531 Tue, 13 Jul 2021 08:00:00 +0200 Erste Hilfe bei Asthma-Anfall https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/erste-hilfe-bei-asthma-anfall.html Frank Schönmetzler vom BRK Oberallgäu gibt Tipps, wie man Betroffenen in Akutsituationen helfen kann Wer dabei ist, wenn ein Angehöriger oder eine fremde Person einen Asthmaanfall erleidet, gerät angesichts der schweren Atemnot des Betroffenen leicht in Panik. „Die nützt allerdings niemandem etwas“, sagt Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu. „Wer hingegen weiß, welche Erste-Hilfe-Maßnahmen in einem solchen Fall richtig sind, kann effektiv helfen.“

„Bei einem Asthmaanfall kommt es zu Atemnot durch eine Verkrampfung und gleichzeitige Verschleimung der tieferliegenden feinen Bronchialäste in der Lunge“, erklärt Frank Schönmetzler. „Den Patienten bereitet weniger das Einatmen als vielmehr das Ausatmen schwere Probleme. Sie ringen keuchend nach Luft.“ Als Ursachen für Bronchialasthma nennt der Fachmann allergische Reaktionen, psychische Einflüsse und wiederkehrende Infektionen der Luftwege.

„Erkennen kann man einen Asthmaanfall neben der offensichtlichen Atemnot und den pfeifenden Atemgeräuschen an einer Blaufärbung der Haut, besonders der Lippen und Fingernägel, einem beschleunigten Herzschlag, sichtbar gestauten Halsvenen und Unruhe, Angst bis hin zu Panik der Betroffenen. So ein Anfall kann leicht bedrohlich werden und zu Bewusstlosigkeit und schlimmstenfalls Atem- und/oder Kreislaufstillstand führen“, warnt er.

So kann man helfen
Frank Schönmetzler rät:

  • Rufen Sie umgehend den Rettungsdienst unter 112.
  • Bis zu dessen Eintreffen beruhigen Sie den Patienten. Vermeiden Sie zusätzliche Aufregung!
  • Falls vorhanden, sofort das ärztlich verordnete Asthmamittel einsetzen bzw. dabei helfen.
  • Lagern Sie die Person mit erhöhtem Oberkörper.
  • Hilfreich, um die Atmung zu stabilisieren ist auch der Kutschersitz. Dabei muss der Betroffene sich leicht vorgebeugt auf einen Stuhl o.Ä. setzen, dabei die Mitte der Unterarme auf den gespreizten Oberschenkeln abstützen. Die Hände dürfen dazwischen baumeln.
  • Auch die „Torwarthaltung“ kann Erleichterung bringen. Dabei stellt sich der Betroffene breitbeinig hin, geht leicht in die Knie und beugt den Oberkörper nach vorn.
  • Leiten Sie den Betroffenen ggf. zur sogenannten „Lippenbremse“ an. Dabei müssen die Lippen wie beim Pfeifen eine verkleinerte Mundöffnung bilden. Langsam hierdurch ausatmen und durch die Nase einatmen.

Das BRK bietet in Kempten und dem Allgäu regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse an. Nähere Infos unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/.
 

Foto: Fraas, BRK Oberallgäu
Frank Schönmetzler

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news-530 Thu, 08 Jul 2021 08:00:00 +0200 Von kleinen Lebensrettern und Nervenschonern https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/von-kleinen-lebensrettern-und-nervenschonern.html BRK Oberallgäu gibt Tipps rund um die Urlaubsfahrt mit dem Auto Auch im Freistaat stehen endlich die Sommerferien vor der Tür. Für viele Familien sieht die Reiseplanung erst einmal eine lange Autofahrt an den Ferienort vor. Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu, hat hilfreiche Tipps, wie Sie sicher und gut ans Ziel kommen.

Vor der Fahrt muss natürlich das Fahrzeug sorgfältig auf seinen einwandfreien Zustand überprüft werden. Ideal wäre ein (in manchen Autowerkstätten kostenloser) professioneller Check-up. Auf jeden Fall müssen aber Luftdruck, Ölstand und Reserverad geprüft sowie gegebenenfalls der Benzin-Ersatzkanister befüllt werden. Wichtig ist auch eine ausreichende Anzahl an Warnwesten für alle Fahrzeuginsassen – diese sollten bei einem Unfall oder eine Panne vor Verlassen des Fahrzeugs angelegt werden -, Warndreieck, Starthilfekabel sowie ein Verbandskasten, der auf aktuellstem Stand ist. Genau wie die Warnwesten und die Reiseapotheke sollte jener immer schnell greifbar im Innenraum aufbewahrt werden, beispielsweise auf dem sonnengeschützten Platz unter dem Fahrer- oder Beifahrersitz. Im Innenraum sind auch die „Nervenschoner“ für Eltern gut aufgehoben: Spiele, Kuscheltiere und Hörspiele für die mitreisenden Kinder.

Der kleine Lebensretter für unterwegs
Für den Verbandskasten - den kleinen Lebensretter für unterwegs - gelten verbindliche Vorgaben. Dieser muss in jedem PKW vorhanden sein. Der Inhalt muss der DIN Norm 13164 entsprechen (Liste siehe unten).*

Das sollte in die Reiseapotheke
Was die Reiseapotheke angeht, empfiehlt der Fachmann neben individuell wichtigen Medikamenten in ausreichender Menge auch Mittel gegen Schmerzen, Fieber und ggf. Reiseübelkeit, Wunddesinfektionsmittel, Mittel gegen Erkältungsbeschwerden (Husten, Schnupfen, Heiserkeit), Augentropfen für Reizungen verschiedener Ursache, Salbe oder Gel bei Verstauchungen, Prellungen, Insektenstichen und Sonnenbrand, Wundsalbe und Fieberthermometer.

So ist man auf den Stau vorbereitet
Für den unangenehmen, aber leider durchaus möglichen Fall, dass man trotz sorgfältiger Routenplanung in einen längeren Stau gerät, betont Frank Schönmetzler, wie wichtig es ist, unbedingt genügend Trinken, am besten Leitungswasser oder dünne Saftschorle, für alle Fahrzeuginsassen mitzuführen. Auch für ausreichend Proviant muss gesorgt sein. Hierbei ist leichte Kost die satt und nicht müde macht die beste Wahl, also belegte Vollkornbrote, Obst und Gemüse statt Fast Food und süße Snacks. Um die Batterie und die Benzinreserven zu schonen, muss im Stau meist irgendwann die Klimaanlage ausgeschaltet werden. Dann ist es wichtig, andere Hilfsmittel gegen eine gefährliche Überhitzung des Körpers (die bis hin zum lebensbedrohlichen Hitzschlag reichen kann) an Bord zu haben. Geeignet sind etwa Handventilatoren, Kühlpacks oder Fächer, sowie Regenschirme als Sonnenschutz.

Der frühe Vogel…
Als optimalen Reisebeginn empfiehlt er den frühen Morgen. „Zwischen 6 und 7 Uhr ist das Verkehrsaufkommen noch nicht so hoch und man bringt eine gute Strecke vor der Mittagshitze hinter sich. Alle zwei Stunden sollte man eine mindestens 30-minütige Pause einlegen und diese für Bewegung und einfache Gymnastikübungen wie Armkreisen, Füße ausschütteln und dergleichen nutzen.

Wissen allzeit abrufbar
Sinnvoll ist, regelmäßig seine Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen, rät der Experte abschließend. „Dann fühlt man sich im Ernstfall sicherer.“ Das BRK bietet in Kempten und dem Oberallgäu regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse an. Diese sind in aller Regel an nur einem Tag zu absolvieren. Alle Termine gibt es unter www.kvoberallgaeu.brk.de


Das muss der Verbandskasten enthalten

  • Heftpflaster DIN 13019, 5 m x 2,5 cm
  • 14-teiliges Pflasterset bestehend aus:
    -    4 Wundschnellverbände DIN 13019, 10 cm x 6 cm
    -    2 Fingerkuppenverbände
    -    2 Fingerverbände, 12 cm x 2 cm
    -    2 Pflasterstrips, 1,9 cm x 7,2 cm
    -    4 Pflasterstrips, 2,5 cm x 7,2 cm
  • 2 Hautreinigungstücher (nicht für offene Wunden)
  • 1 Verbandpäckchen DIN 13151, 6 cm x 8 cm
  • 2 Verbandpäckchen DIN 13151, 8 cm x 10 cm
  • 1 Verbandpäckchen DIN 13151, 10 cm x 12 cm
  • 1 Verbandtuch DIN 13152 (für Brandwunden), 40 cm x 60 cm
  • 1 Verbandtuch DIN 13152, 60 cm x 80 cm
  • 6 Wundkompressen, 10 cm x 10 cm
  • 2 Fixierbinden DIN 61634, 6 cm x 4 m
  • 3 Fixierbinden DIN 61634, 8 cm x 4 m
  • 2 Dreiecktücher DIN 13168
  • 1 Rettungsdecke, Mindestmaße 210 cm x 160 cm
  • 1 Schere DIN 58279
  • 4 Einmalhandschuhe DIN EN 455
  • 1 Erste-Hilfe-Broschüre
  • 1 Inhaltsverzeichnis


Fotocredit: Frank Schönmetzler

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news-529 Tue, 06 Jul 2021 08:00:00 +0200 Wenn der Insektenstich gefährlich wird https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/wenn-der-insektenstich-gefaehrlich-wird.html BRK erklärt richtiges Verhalten bei allergischen Reaktionen Sind Sie auch allergisch gegen Insektengift? Dann kennen Sie sicher das mulmige Gefühl, das umherschwirrende Wespen, Bienen oder auch Hummeln, Hornissen und Bremsen auslösen. Tatsächlich können Insektenstiche für Allergiker schwere Folgen haben, die bis hin zum Herz-Kreislauf-Stillstand reichen. Peter Fraas, Rettungsdienstleiter beim BRK Oberallgäu, gibt Betroffenen und deren Begleitern hilfreiche Tipps zum richtigen Verhalten.

„Allergische Reaktionen auf Insektenstiche zeigen sich in der Regel bereits nach Sekunden oder wenigen Minuten und können ganz unterschiedlich ausfallen. Leichte Schwellungen, Rötungen und Juckreiz oder Schmerzen sind normal. Wenn Stiche allerdings sehr stark und länger als 24 Stunden anschwellen oder Schwellungen im Nasen-Rachenraum auftreten, sollten die Alarmglocken schrillen. Dann sollte schnellstmöglich ein Allergietest beim Haus- oder Hautarzt veranlasst werden“, erklärt Peter Fraas. „Das Problem ist, dass allergische Reaktionen auf Insektenstiche, anders als zum Beispiel bei einer Pollenallergien, unberechenbar sind. Manchmal bleibt es bei einer Schwellung, aber die Beschwerden können auch plötzlich bis hin zu einem anaphylaktischen Schock führen.“

Als mögliche Hinweise auf den Beginn einer solchen schweren Reaktion nennt er plötzliche Kopfschmerzen, Juckreiz oder Brennen an den Handinnenflächen, Fußsohlen oder im Genitalbereich, metallischer Geschmack im Mund, Angstgefühle oder Verwirrtheit. „Ganz deutliche Zeichen eines allergischen oder anaphylaktischen Schocks sind plötzlicher Juckreiz oder Brennen im Rachenraum und an der Zunge, Schwellungen an Hals und Gesicht, Rötung der Haut oder Schleimhaut sowie Fließschnupfen, Heiserkeit und starke Atembeschwerden. Hinzu kommen oft Hitzewallungen, Schwäche, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen sowie Bauchkrämpfe und Durchfall.“

Schon beim ersten Verdacht muss sofort der Rettungsdienst unter 112 alarmiert werden, betont Fraas. Bis zu dessen Eintreffen rät er zu folgenden Erste Hilfe-Maßnahmen:

  • bei bekannter Allergie gilt: nach dem Stich sofort handeln
  • Notruf 112 verständigen
  • falls vorhanden, sofort Notfallset anwenden
  • bei Bienenstichen: Stachel, der in der Haut steckt, mit dem Fingernagel wegschnippen (ACHTUNG: Stachelblase nicht quetschen!)
  • bei Atmungsproblemen: sitzende Haltung
  • enge Kleidungsstücke, vor allem am Hals, lockern oder entfernen
  • bei Schocksymptomen (kalter Schweiß, Blässe, Schwindel): auf den Rücken legen, Beine hochlagern (bei gleichzeitiger Atemnot: stattdessen sitzen)
  • bei Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage
  • ständig Atmung und Herzschlag kontrollieren
  • bei fehlender Atmung und Herzschlag: Wiederbelebungsmaßnahmen durchführen (Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung im Wechsel 30 zu 2)

„Grundsätzlich ist es wichtig, über die eigene Allergie und die Allergieauslöser Bescheid zu wissen“, betont der Experte. „Wer ein Notfall-Set hat, sollte dies in der warmen Jahreszeit immer mitführen. Wichtig ist es, sich und Angehörige in Ruhe mit der Handhabung vor allem der Adrenal-Fertigspritze vertraut zu machen, denn im akuten Notfall kann jede Sekunde über Leben und Tod entscheiden.“

Wespen- oder Bienenstich im Mund
Bei einem Wespen- oder Bienenstich im Mund ist die Situation auch ohne Allergie lebensbedrohlich. „Als Reaktion auf das Insektengift können Schleimhäute und Zunge in Sekundenschnelle anschwellen. Die Atemwege können sich innerhalb kürzester Zeit verengen oder ganz verschließen - der Betroffene droht zu ersticken“, warnt Peter Fraas. „Rufen Sie darum sofort den Rettungsdienst unter 112 und kühlen sie den Hals des Betroffenen schnellstmöglich von außen und innen, etwa durch kalte Umschläge oder Kühlelemente und durch das Lutschen von Eiswürfeln oder Speiseeis. Das hemmt die Schwellung.“ Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sollte der Betroffene beruhigt werden.

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news-528 Thu, 01 Jul 2021 08:00:00 +0200 „Eine der größten Lebensmittelspenden, die wir je erhalten haben“ https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/eine-der-groessten-lebensmittelspenden-die-wir-je-erhalten-haben.html Junge Allgäuerinnen unterstützen die Wärmestube des BRK Viele kleine gute Taten ergeben am Schluss eine große Hilfe – das zeigte sich jüngst bei der „Aktion Kilo“ des katholischen Jugendprojekts „Looking good – inside & out“. 20 Mädchen aus dem Allgäu im Alter von 11-16 Jahren sammelten vor vier Supermärkten in Kempten und Umgebung insgesamt rund eine halbe Tonne Lebensmittel zugunsten der Wärmestube des BRK in Kempten. Dort war man von der tollen Aktion begeistert. „Das ist eine der größten Lebensmittelspenden, die wir je erhalten haben“, freute sich die Leiterin der Einrichtung, Amelie Lang.

Die engagierten Mädchen des Looking Good Teams Allgäu und ihre sechs Gruppenleiterinnen hatten am ersten Juniwochenende vor vier Supermärkten in der Region Stände aufgebaut. Sie ließen sich auch vom Regen die gute Laune und die Freude am Helfen nicht verderben. Die Mädchen baten die Einkaufenden, ein Kilo mehr an haltbaren Lebensmitteln zu kaufen und für Bedürftige zu spenden. Flyer und Banner erläuterten die Aktion.

Die Mühe hat sich gelohnt: am Ende waren rund 500 Kilogramm Lebensmittel zusammengekommen. „Das ist eine der größten Lebensmittelspenden, die wir je erhalten haben“, zeigte sich Amelie Lang gleichermaßen begeistert wie beeindruckt. „Damit habt Ihr unsere Küche für Monate unterstützt! Von solchen Spendenaktionen leben wir und ihr habt uns total unter die Arme gegriffen!“. Auch der Umstand, „so viele engagierte junge Menschen im Gastraum zu haben“, habe sie und ihr Team wirklich berührt. Die Leiterin der Wärmestube mit Übernachtungsstelle – beides befindet sich in der Kemptener Haubenschloßstraße - gab den jungen Helferinnen einen Einblick in den Alltag der Einrichtung. „Normalerweise kommen täglich 45 bis 60 Leute - in erster Linie Geringverdiener oder Harz IV Empfänger, Rentner mit einer niedrigen Rente, Nichtsesshafte und Obdachlose. Sie können hier eine frisch gekochte warme Mahlzeit für 1,50 Euro bekommen und gegebenenfalls in einem unserer Zimmer übernachten.“ Aktuell gibt es diesen Dienst Corona-bedingt nur zum Mitnehmen. „Seit etwa zwei Jahren geraten zunehmend junge Leute in Not, die Hilfe suchen“, so Amelie Lang. „Viele sind erst Anfang zwanzig, sogenannte `Systemsprenger´, die in eine so schwierige Situation hineingeraten sind, dass sie obdachlos geworden sind. Der Weg aus der Situation `Obdachlosigkeit´ ist allgemein sehr schwer – in diesem Alter ganz besonders tragisch.“

Für die Mädchen und jungen Frauen des Looking Good Teams waren die Erfahrungen bei der Aktion etwas Besonderes. Teilnehmerin Antonia meint: „Ich sehe oft Leute, denen ich helfen will, weiß aber nicht wie. Hier kann ich endlich mal Menschen helfen.“ Sonja, 15, gibt zu: „Es war zwar immer eine Überwindung, Leute anzusprechen, aber es ist cool, über sich hinauszuwachsen.“ Ein anderes Mädchen ergänzt: „Ein Mann hat uns einen ganzen Einkaufswagen gespendet und wir haben uns sehr gefreut.“ Die Helferinnen hätten nicht nur Lebensmittel, sondern auch „Leben in die Bude gebracht“, resümiert Amelie Lang. „Ihr habt unsere Vorratskammern, aber auch unsere Herzen mit Freude gefüllt!“

Info: “Looking good – inside and out“ ist ein Projekt des Regnum Christi, eines international tätigen Apostolatswerk der katholischen Kirche für Mädchen im Alter von 11-16 Jahren.

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news-527 Tue, 29 Jun 2021 08:00:00 +0200 Sicher grillen https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/sicher-grillen.html BRK gibt Tipps zur Ersten Hilfe bei Grillunfällen Beim Grillen kommt es immer wieder zu Unfällen. Mal sind es kleine Verbrennungen durch Funkenflug, mal großflächige schwere Verletzungen. Peter Fraas, Rettungsdienstleiter Bayerischen Roten Kreuz (BRK) Oberallgäu, gibt hilfreiche Tipps für den Notfall.

„Im Rettungsdienst haben wir jeden Sommer mit Fällen zu tun, bei denen sich Menschen beim Grillen schwer verletzt haben. Das passiert besonders häufig, wenn leichtsinnigerweise flüssige Brandbeschleuniger wie Benzin oder Spiritus in die heiße Glut gespritzt werden“, berichtet Peter Fraas. „Dabei kann es zu meterhohen Stichflammen kommen. Umstehende Personen werden dann vor allem an Oberkörper, Armen und Oberschenkeln verbrannt, bei Kindern ist häufig der Kopfbereich betroffen. Neben Brandverletzungen der Haut kann es durch das Einatmen der heißen Gase auch zu Verbrennungen der Atemwege kommen. Beides kann, je nach Schweregrad, lebensbedrohlich sein“, warnt er und rät dringend: „Verwenden Sie darum nur feste Grillanzünder oder geeignete Pasten. Zudem sollte der Grill auf einen festen Untergrund gestellt werden, sodass er nicht wackelt. Kinder und Haustiere sollten nicht in der Nähe des Grills herumtoben und immer im Auge behalten werden. Sicherheitshalber sollte immer ein mit Wasser gefüllter Eimer oder ein Feuerlöscher bereit stehen.“ Der Experte hält eine Reihe von wichtigen Verhaltensregeln bei Brandverletzungen parat.

Was tun bei Verbrennungen?

  • Menschen, deren Kleidung brennt, aufhalten. Kleidung sofort mit Wasser übergießen, mit einer Decke löschen oder auf dem Boden wälzen. ACHTUNG! Auf keinen Fall Decke mit synthetischen Materialien (z.B. Fleece) zum Löschen verwenden. Diese verschmelzen mit der Haut!
  • Heiße Stoffe, die unmittelbar auf die Haut gelangt sind, mit der Haut verklebte Kleidung oder in die Haut eingebrannte Materialien dürfen nicht entfernt werden. Dabei könnten Haut und Gewebe mitgerissen werden. Mit der Haut verklebte Kleidung darf lediglich vorsichtig umschnitten werden.
  • Verbrennungen im Gesicht mit feuchten Tüchern kühlen, dabei Atemwege freihalten.
  • Kleinflächige Verbrennungen (nicht größer als die Handfläche des Betroffenen) sofort zur Schmerzlinderung 10-15 Minuten lang mit fließendem, handwarmem Wasser kühlen. Kein zu kaltes Wasser oder Eis verwenden. => Gefahr von Unterkühlung und Erfrierungen!
  • Ist dem Verletzten kalt, sofort mit dem Kühlen aufhören!
  • Nach dem Kühlen die Wunde mit sterilem Tuch (Verband- bzw. Metallinetuch) leicht abdecken und evtl. den Arzt aufsuchen
  • Größere Brandwunden und Verbrennungen am Rumpf wegen der Gefahr von Unterkühlung und der daraus resultierenden Kreislaufbelastung nicht kühlen! Arzt aufsuchen oder Rettungsdienst 112 rufen.
  • Sind mehr als fünf Prozent der Körperoberfläche verbrannt, Rettungsdienst 112 rufen. Faustregel: Handinnenfläche des Betroffenen entspricht einem Prozent der Körperoberfläche.
  • Nach Versorgung der Wunde => Beine des Betroffenen hochlagern, bis Rettungsdienst kommt
  • Brandblasen nicht selbst öffnen, da dies das ungehinderte Eindringen von Keimen ermöglicht
  • Keine Hausmittel (Mehl o.Ä.) verwenden

Bei Kreislaufproblemen des Betroffenen Rettungsdienst 112 rufen

  • Betroffener ist bei Bewusstsein => beruhigen, Oberkörper hoch lagern
  • Bei Schocksymptomen (kalter Schweiß, Blässe, Schwindel) => auf den Rücken legen, Beine hochlagern
  • Bei Bewusstlosigkeit
    • stabile Seitenlage
    • eventuelle Fremdkörper aus dem Mund entfernen
    • ständig Atmung und Herzschlag kontrollieren. Bei fehlender Atmung und Herzschlag: Herzdruckmassage durchführen bis Rettungsdienst eintrifft.

Das BRK bietet in Kempten und dem Allgäu regelmäßig entsprechende Kurse an. Nähere Infos zu den Kursen finden Sie unter www.kvoberallgaeu.brk.de

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news-526 Mon, 28 Jun 2021 15:59:00 +0200 Blutspende-Kontinuität im Sommer essenziell https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/blutspende-kontinuitaet-im-sommer-essenziell.html Bedarf aus den Kliniken weiterhin hoch Ein Mix aus hohen Temperaturen und steigendem Blut-Bedarf der Kliniken, die bislang verschobene Eingriffe nun nachholen, stellt die Blutspende aktuell vor eine große Herausforderung.
 
Um die hohen Bedarfe vollumfänglich abdecken zu können, braucht es ganz besonders in den kommenden Wochen Spenderinnen und Spender, die trotz sommerlicher Temperaturen und einer Vielfalt an damit einhergehenden Freizeitmöglichkeiten weiterhin die lückenlose Versorgung mit überlebenswichtigen Blutpräparaten sicherstellen.
 
Aufgrund der geringen Haltbarkeit des gespendeten Blutes sind Patientinnen und Patienten während des gesamten Sommers und darüber hinaus auf ein kontinuierlich, stabiles Spendeaufkommen angewiesen.
 
Der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD) bietet im Juli auf mehr als 300 Terminen die Möglichkeit, einen ganz entscheidenden Teil zur Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems beizutragen.
 
Die geplanten Blutspende-Termine für Juli sind beigefügt und im Falle einer erforderlichen Online-Reservierung entsprechend gekennzeichnet.
 
Alle Termine sowie eventuelle Änderungen, aktuelle Maßnahmen und Informationen rund um das Thema Blutspende in Zeiten von Corona sind unter 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com tagesaktuell abrufbar. Facebook & Instagram: @blutspendebayern.
 
Es wird aufgrund der aktuellen Situation dringend empfohlen, kurz vor dem Blutspendetermin nochmals mittels genannter Möglichkeiten zu prüfen, ob und wann der Termin stattfindet.
 
 

Hintergrundinformationen über die Blutspende in Bayern:

Wer Blut spenden kann:
Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Mehrfachspender ist ein Alter von 72 Jahren (d.h. bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag). Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren und bei Erstspendern über 60 Jahren erfolgt die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen. Zur Blutspende mitzubringen ist unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein (jeweils das Original) und der Blutspendeausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis. Spendewillige mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen und Menschen mit direktem Kontakt zu Coronavirus (SARS-CoV-2)-Erkrankten werden nicht zur Spende zulassen. Auf allen angebotenen Terminen besteht eine unumgängliche Maskenpflicht.
 
Darum ist Blutspenden beim BRK so wichtig:
Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt.
 
Der Blutspendedienst des BRK (BSD):
Der BSD wurde 1953 vom Bayerischen Roten Kreuz mit dem Auftrag gegründet, die Versorgung mit Blutprodukten in Bayern sicherzustellen. Er trägt die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Als modernes pharmazeutisches Unternehmen ist der BSD heute ein aktiver Partner im bayerischen Gesundheitswesen. Mit seinen ca. 670 engagierten Mitarbeitern sowie zusätzlich mehr als 240 freiberuflich tätigen Untersuchungsärzten und rund 12.500 ehrenamtlichen Helfern aus den 73 Kreisverbänden des BRK organisiert der BSD jährlich ungefähr 4.400 mobile und 1.100 stationäre Blutspendetermine.
 
Spenderservice:
Alle Blutspendetermine und weiterführende Informationen für Spender und an der Blutspende Interessierte, beispielsweise zum kostenlosen Gesundheitscheck, sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet abrufbar. Wir empfehlen unsere Blutspende-App für iOS und Android (www.spenderservice.net): Individuelle Spendeinfos, Terminerinnerungen und Blutspende-Forum.
 
Medienkontakt:
Für Rückfragen zu allen Pressemitteilungen sowie für weitere Informationen und Materialanfragen kontaktieren Sie unsere Pressestelle: Patric Nohe, p.nohe@blutspendedienst.com; Tel.: 089 / 5399 4014. Oder besuchen Sie die Presseseite auf unserer Website.

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news-525 Wed, 23 Jun 2021 15:59:00 +0200 Langjährigstes Vorstandsmitglied des BRK Oberallgäu verabschiedet sich https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/langjaehrigstes-vorstandsmitglied-des-brk-oberallgaeu-verabschiedet-sich.html Dr. med. Andreas Baumgarten trat nicht mehr zur Wiederwahl an Zwanzig Jahre lang gehörte Dr. med. Andreas Baumgarten ehrenamtlich als Chefarzt dem Vorstand des Bayerischen Roten Kreuzes im Kreisverband Oberallgäu an. Damit war er das langjährigste Mitglied des Gremiums. Nun schied der 66-Jährige auf eigenen Wunsch aus seinem Amt aus - „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, wie er zugibt. Im BRK will er aber auf jeden Fall weiter aktiv bleiben.

Bei den turnusgemäßen Neuwahlen des Vorstandes des BRK Oberallgäu Anfang Juni 2021 trat Dr. med. Andreas Baumgarten nicht mehr an. Anlässlich dieses Abschieds wirft der Mediziner nun einen Blick zurück auf zwei Jahrzehnte im Dienste des Roten Kreuzes.

„Ich arbeitete damals, vor 20 Jahren, in der Klinik Sonthofen und war zudem im Notarztdienst“, erinnert sich der gebürtige Münchner, der im Allgäu zur Schule gegangen und seit 1987 wieder fest hier verwurzelt ist. „Dadurch hatte ich engen Kontakt zum Rettungsdienst des BRK. Nachdem die Kollegen darauf aufmerksam wurden, dass ich außerdem ehrenamtlich im Ärztlichen Kreisverband Oberallgäu und in der Landesärztekammer engagiert war, fragte man mich irgendwann, ob ich nicht auch Interesse an einer Vorstandstätigkeit beim BRK hätte.“ So kam es, dass der damals 46-Jährige zunächst als stellvertretender Chefarzt, später als Chefarzt in das Gremium gewählt wurde, das sich aus Fachleuten verschiedener Disziplinen zusammensetzt. (Neben den Vorsitzenden gehören dazu ein Justitiar, Schatzmeister, Chefarzt, die Vorsitzenden von Kreisbereitschaft, Kreiswasserwacht, Jugendrotkreuz - alle mit ihren jeweiligen Stellvertretungen - sowie Vertreter der Bergwacht.)
Die Kernaufgaben als Chefarzt des BRK fasst Baumgarten so zusammen: „Man steht für medizinische Fachfragen des Vorstandes und der Geschäftsführung zur Verfügung und bringt immer da die medizinische Kompetenz ein, wo sie für Entscheidungen beispielsweise im Rettungsdienst, in den Bereitschaften, der Wasser- und Bergwacht wichtig ist. Darüber hinaus ist man natürlich an allen grundsätzlichen Entscheidungsprozessen beteiligt.“ Ihm selbst sei es in seiner Tätigkeit stets ein zentrales Anliegen gewesen, gemeinsam mit seinen Mitstreitern Menschen in Notlagen zu helfen, „sei es durch den Rettungsdienst, durch die Wärmestube mit Übernachtungsstelle, die Seniorenbetreuung oder den Kriseninterventionsdienst, an dem sich das BRK beteiligt“.

Als sein persönliches Highlight der vergangenen zwei Dekaden nennt Andreas Baumgarten den Aufbau und schließlich Neubau des Allgäu Hospizes in Kempten, zu dessen Trägern das BRK Oberallgäu gehört. „Eine wohnortnahe, gute Palliativversorgung ist so wichtig. Ich freue mich, dass wir bei der Schaffung dieses wertvollen Angebotes im Allgäu mitwirken konnten.“

Generell habe er die „stets konstruktive und zukunftsorientierte“ Zusammenarbeit mit den Vorstandskolleginnen und -kollegen und der Geschäftsleitung sehr genossen. „Gemeinsam haben wir Schwierigkeiten und Probleme immer gut gemeistert“, sagt er und ergänzt: „Im Lauf der Jahre ist mir das BRK wirklich zu so etwas wie einer Heimat geworden. Mich beeindruckt die Kameradschaft und die Mitmenschlichkeit - diese Art von Nächstenliebe, die nicht schaut, wo jemand herkommt oder wer jemand ist, sondern wo es nur wichtig ist, ob jemand in Not ist und wie man ihm helfen oder Gutes tun kann.“

Über die Gründe für sein Ausscheiden aus dem Vorstand sagt Baumgarten: „Zwanzig Jahre sind eine sehr lange Zeit. Ich finde es wichtig, dass man nicht ewig an einem Posten klebt, sondern dass auch mal neue Leute mit neuen Ideen und Impulsen zum Zug kommen.“ Dem neu gewählten Vorstand mit seinen neuen, „interessante Persönlichkeiten“ wünsche er eine glückliche Hand und viel Erfolg. „Ich wünsche mir, dass es dem Roten Kreuz gelingt, mit seiner wichtigen, sinnvollen und qualitativ hochwertigen Arbeit auch weiterhin viele junge Menschen anzusprechen, die dort ebenfalls eine Art Heimat finden.“ Er selbst können nur jedem empfehlen, mitzumachen. Mitmachen will auch er selbst weiterhin. Aktuell ist Baumgarten als Impfarzt des BRK im Impfzentrum Kempten im Einsatz. Auch die gemeinsamen Vorträge mit Alfred Reichert, dem ebenfalls jüngst ausgeschiedenen 1. Vorstandsvorsitzenden, zum Thema Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung würde er gern weiterhin anbieten. „Was ich darüber hinaus noch machen könnte, das überlege ich mir gerade noch.“

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news-524 Fri, 18 Jun 2021 16:46:00 +0200 Zum Sommeranfang https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/zum-sommeranfang.html BRK Oberallgäu gibt Tipps zur Ersten Hilfe bei starkem Sonnenbrand Zugegeben, angesichts des anhaltend nasskalten Frühlings mag man es kaum glauben, aber am 21. Juni ist Sommeranfang. Für den Fall, dass das Wetter sich doch noch den allgemeinen Erwartungen an diese Jahreszeit anpassen sollte, hat Frank Schönmetzler vom BRK Oberallgäu Tipps zur Ersten Hilfe bei starkem Sonnenbrand.

„Ein Sonnenbrand ist eine Verbrennung ersten Grades“, stellt Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu, klar. „Zu erkennen ist er an der stark geröteten, schmerzenden und berührungsempfindlichen Haut. Das Problem ist, dass ein starker Sonnenbrand schwere Zellschäden mit sich bringt, die noch Jahre später zu Hautkrebs führen können.“ Als Erste Hilfe-Maßnahmen rät er: „Bringen Sie die Person in den Schatten. Kühlen Sie die gerötete Haut mit einem feuchten Tuch. Sollte ein größeres Hautareal verbrannt sein und womöglich Fieber und Schüttelfrost hinzukommen, wenden Sie sich an einen Arzt.“

Damit es gar nicht erst zu akuten Sonnenschäden oder der Gefahr späterer bösartiger Hauterkrankungen kommt, appelliert der Fachmann: „Bitte seien sich nicht nachlässig, sondern schützen Sie sich und vor allem empfindliche Kinderhaut mit geeigneter Kleidung und durch das regelmäßige Auftragen eines entsprechenden Sonnenschutzmittels. Setzen Sie Ihre Haut nicht der prallen Sonne aus. Eine Kopfbedeckung und ein T-Shirt sind beim Sonnenbaden ein Muss. Babys unter einem Jahr müssen auf jeden Fall im Schatten bleiben!“

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news-523 Thu, 17 Jun 2021 15:46:00 +0200 Kreiswasserwacht Oberallgäu rechnet mit herausfordernder Badesaison https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/kreiswasserwacht-oberallgaeu-rechnet-mit-herausfordernder-badesaison.html Vorsitzende äußert Sorgen und Bitten Die Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer der Wasserwacht im Oberallgäu sorgen unter anderem von den Wachstationen am Niedersonthofener See, am Rottachsee und am Großen Alpsee aus an den Wochenenden und Feiertagen für den Schutz und die Sicherheit der Badenden. Die bestens ausgebildeten Ehrenamtlichen sind zudem bis Mitte September in zahlreichen Freibädern aktiv. Birgit Ellmann, die Vorsitzende der Kreiswasserwacht Oberallgäu, rechnet mit einer herausfordernden Saison. Was ihr und ihren Teams besondere Sorgen bereitet, erklärt sie hier.

Die Wasserwacht sei in jedem Fall gut auf die zweite Saison unter Corona-Bedingungen vorbereitet, sagt Birgit Ellmann. „Wir haben bereits im Sommer 2020 Hygienekonzepte für den Wachdienst sowie für Rettungseinsätze für jeden Standort ausgearbeitet. Schutzkleidung und Desinfektionsmittel gehören mittlerweile zu unserer Standardausrüstung. Der Schutz und die Sicherheit jeder Einsatzkraft und jedes Patienten hat für uns seit jeher oberste Priorität“. Ein großes Problem und eine Gefahr sieht sie in der Schwimmfähigkeit vor allem jüngerer Kinder. „Die meisten Schwimmkurse mussten ab Mitte März 2020 abgebrochen werden und im vergangenen Winter waren aufgrund der Schließung aller Schwimmbäder überhaupt keine Kurse möglich. Auch das Schulschwimmen ist entfallen. Das bereit uns große Sorge, denn bereits vor Corona gab es eine große Zahl an Schulkindern, die nicht oder nur sehr unsicher schwimmen konnten.“ Dieses Problem sei nun deutlich verschärft worden, befürchtet sie und appelliert darum an alle Eltern: „Lassen Sie Ihre Kinder bitte niemals unbeaufsichtigt an Gewässern. Selbst bei vermeintlich niedrigen Wassertiefen können Kinder ertrinken, da sie es sehr oft nicht schaffen, selbst wieder auf die Beine und mit dem Kopf wieder über die Wasseroberfläche zu kommen.“

Auch an alle anderen Badegäste richtet sie im Namen ihrer Kolleginnen und Kollegen eine dringende Bitte: „Wie in jedem Jahr bitten wir alle Badefreunde, sich am Wasser nicht in Gefahr zu bringen. Bei großer Hitze und kühlen Wassertemperaturen, wie sie vor allem an Seen vorkommen, ist es wichtig, den Körper langsam an den Temperaturunterschied zu gewöhnen und sich nicht einfach ins Wasser zu stürzen, denn das kann massive Kreislaufprobleme hervorrufen. Überschätzen Sie außerdem Ihre Kräfte nicht und bitte achten Sie auf andere Badegäste und Wassersportler, also Segler, Surfer, Kiter, Stand-up-Paddler und dergleichen.“

Notwendige Rettungsaktionen seien oft anspruchsvoll und auch für die geübten Wasserretter nicht ohne Gefahr, betont sie. „Viele Unfälle können vermieden werden, wenn sich alle an die Baderegeln halten. Mit gegenseitiger Rücksicht können wir alle Spaß an unseren Gewässern haben und sicher und danach gesund wieder nach Hause gehen.“

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news-522 Wed, 16 Jun 2021 11:46:00 +0200 Wasser, Regenschirm und Erste Hilfe https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/wasser-regenschirm-und-erste-hilfe.html BRK Motorradstreife gibt zum Verkehrssicherheitstag gute Tipps Die Motorradstreife des BRK Oberallgäu patrouilliert bis Ende September jedes Wochenende auf den Allgäuer Straßen. Zu den Aufgaben der sechs erfahrenen, speziell ausgebildete Rettungs- und Notfallsanitäter auf ihrer Dienstmaschine gehört es dabei auch, Fahrzeuginsassen zu betreuen, die bei sommerlichen Temperaturen über mehrere Stunden auf der Autobahn im Stau stehen. Anlässlich des jährlichen Verkehrssicherheitstages am 19. Juni gibt Sebastian Frank, seit 10 Jahren aktiver Fahrer der Motorradstreife, hilfreiche Tipps, wie man sich auf derlei Unwägbarkeiten vorbereiten kann.

„Zur Verkehrssicherheit gehört in unseren Augen nicht nur, das Fahrzeug gründlich durchzuchecken, Warnwesten und Warndreieck, sowie Reserverad, Starthilfekabel und Verbandskasten an Bord zu haben“, sagt Sebastian Frank. „Auch ein Fahrsicherheitstraining, wie es beispielsweise in Kempten angeboten wird, hat noch niemandem geschadet. Dabei lernt man, souverän mit möglichen Ausnahmesituationen im Straßenverkehr umzugehen. Für die Mitglieder der Motorradstreife gehört dies alljährlich zur Vorbereitung auf die Saison.“

Vor dem Start in eine längere Autofahrt rät der Fachmann: „Wer regelmäßig Medikamente einnehmen muss, sollte diese greifbar in der Fahrerkabine bei sich haben. Ganz wichtig ist in jedem Fall der Hitzeschutz“, betont er. „Vor allem Säuglinge, Kleinkinder, ältere Menschen und Tiere müssen gut vor Überhitzung geschützt werden - darum auf leichte Kleidung und ausreichend Belüftung achten.“ Da im Stau oder bei einer Panne die Lüftung oder Klimaanlage im Fahrzeug oft nicht auf Dauer betrieben werden können, sollten Sonnenblenden, eventuell Handventilatoren und/oder Fächer im Auto parat liegen. Sie können für ein wenig Abkühlung und Schatten sorgen. Aus eigener, privater Erfahrung empfiehlt Sebastian Frank, unbedingt Regenschirme mitzuführen. „Ich hatte mit meiner Familie selbst einmal im Hochsommer eine Panne auf der Autobahn - mit zwei Kleinkindern auf dem Autorücksitz. Während wir in der Bruthitze hinter der Leitplanke auf den Pannendienst warten mussten, haben uns unsere Regenschirme guten Sonnenschutz geboten.“ Von größter Wichtigkeit sei es, gerade in unseren mittlerweile sehr heißen Sommern, immer genügend Trinkwasser mitzuführen. „Denn viel zu trinken ist die beste Vorbeugung gegen Hitzeerschöpfung oder den mitunter lebensbedrohlichen Hitzschlag.“ Als Anzeichen hierfür nennt er Kopfschmerzen, Schwindel, Schwächegefühl, Benommenheit, heiße und trockene Haut, ein anfangs gerötetes, später blasses Gesicht, Übelkeit, Erbrechen, deutlich erhöhte Körpertemperatur, fehlende Schweißproduktion und eine schnelle, flache Atmung. Sollte zum Beispiel im Stau der Verdacht auf einen Hitzschlag bestehen, muss umgehend der Rettungsdienst unter 112 alarmiert werden. „Genau in solchen Fällen können wir mit unserem wendigen Motorrad schnell zum Ort des Geschehens gelangen und Erste Hilfe leisten“, so Sebastian Frank.

Er bittet alle Verkehrsteilnehmer in ihrem eigenen Interesse, regelmäßig die eigenen Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen. „So können Sie nicht nur bei sich selbst alarmierende Symptome besser erkennen, sondern auch anderen Personen – zum Beispiel im Nachbarauto - gegebenenfalls helfen.“ Das BRK Oberallgäu bietet regelmäßig Kurse an, bei denen an nur einem Tag die wichtigsten Maßnahmen vermittelt werden. „Wer die Grundlagen abrufbar im Hinterkopf hat, traut sich viel eher, im Notfall aktiv zu werden und kann so mitunter sogar Leben retten.“

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news-521 Mon, 14 Jun 2021 09:00:00 +0200 Bundesweite Aktion zum Weltblutspendertag https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/bundesweite-aktion-zum-weltblutspendertag.html DRK/BRK Blutspendedienste starten #missingtype am 14. Juni Mit der bundesweit angelegten Kampagne #missingtype - erst wenn’s fehlt, fällt‘s auf, machen die Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) zum Weltblutspendertag am 14. Juni mit breiter Unterstützung auf die dringende Notwendigkeit von Blutspenden aufmerksam.
 
Um mehr Menschen für die Blutspende zu gewinnen, verzichten in der Woche ab dem 14. Juni viele Organisationen, Unternehmen und Personen des öffentlichen Lebens in ihren Social-Media Beiträgen auf die Buchstaben A, B und O - stellvertretend für die häufig benötigten Blutgruppen A, B und Null.

Neben vielen großen Partnern aus unterschiedlichsten Branchen schließen sich ebenfalls fünf bedeutende Sportlerinnen und Sportler an. In einem Videoclip (https://youtu.be/LqKQ2l7RfkI) machen Maria Höfl-Riesch, Alexandra Popp, David Alaba, Fabian Hambüchen und Mats Hummels für die gute Sache mobil.

Mats Hummels: „Blutspenden sind alternativlos. Ohne gespendetes Blut haben viele Menschen keine Überlebenschance. Mir persönlich ist es ein Anliegen, auf das Thema aufmerksam zu machen und gleichzeitig die beeindruckende Leistung derer zu würdigen, die Tag für Tag mit ihrem selbstlosen Einsatz anderen Menschen das Leben retten.“
 
Maria Höfl-Riesch: „Die Möglichkeit bei der Kampagne der DRK Blutspende mitmachen zu dürfen haben wir sofort ergriffen. Blutspende ist ein (oft überlebens-)wichtiges Thema, auf das man nicht genug aufmerksam machen kann.“
 
Alexandra Popp: „Für mich ist es eine Herzensangelegenheit, bei so einem Projekt mitzumachen. Da musste ich nach der Anfrage nicht lange nachdenken. Es kann so schnell gehen eine Blutspende zu benötigen. Wenn man dann aufgrund von Notstand an Blut kein Leben retten kann, ist es für mich etwas Vermeidbares. Es kann so einfach gehen, Leben zu retten und deswegen fordere ich alle auf: Gehen Sie Blut spenden und retten Leben.“
 
Der Weltblutspendertag gebührt den Spenderinnen und Spendern, die durch ihr unermüdliches und herausragendes Engagement auch in den sehr schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Nur durch das selbstlose Handeln in Form von Blutspenden, können die medizinischen Behandlungen von chronisch Kranken und Schwerstverletzten sichergestellt werden.
 
Die Versorgung muss unter allen Umständen weiter gewährleistet werden. Gerade jetzt vor dem Hintergrund weiterer Lockerungen der Pandemie-Maßnahmen sowie den anstehenden Sommerferien. Dies kann nur im gesellschaftlichen Schulterschluss gelingen. In einzelnen Bundesländern ist bereits ein deutlicher Spendenrückgang festzustellen.
 
Alle Informationen zur Kampagne sowie Bilder zum Download gibt es auf www.missingtype.de.
 
Alle Blutspendetermine sowie eventuelle Änderungen, aktuelle Maßnahmen und Informationen rund um das Thema Blutspende in Zeiten von Corona sind unter 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com tagesaktuell abrufbar. Facebook & Instagram: @blutspendebayern.
 
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Für Rückfragen zu allen Pressemitteilungen sowie für weitere Informationen und Materialanfragen kontaktieren Sie unsere Pressestelle: Patric Nohe, p.nohe(at)blutspendedienst.com; Tel.: 089 / 5399 4014. Oder besuchen Sie die Presseseite auf unserer Website
 

Hintergrundinformationen über die Blutspende

Wer Blut spenden kann
Blutspenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 72. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Mehrfachspender ist ein Alter von 72 Jahren (d.h. bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag). Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren und bei Erstspendern über 60 Jahren erfolgt die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen.  Zur Blutspende mitzubringen ist unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein (jeweils das Original) und der Blutspendeausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis. Spendewillige mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen und Menschen mit direktem Kontakt zu Coronavirus(SARS-CoV-2)-Erkrankten werden nicht zur Spende zugelassen. Auf allen angebotenen Terminen besteht eine unumgängliche Maskenpflicht.

Darum ist Blutspenden beim BRK so wichtig
Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt.

Der Blutspendedienst des BRK (BSD)
Mit seinen ca. 670 engagierten Mitarbeitern sowie zusätzlich mehr als 240 freiberuflich tätigen Untersuchungsärzten und rund 12.500 ehrenamtlichen Helfern aus den 73 Kreisverbänden des BRK organisiert der BSD jährlich ungefähr 4.400 mobile und 1.100 stationäre Blutspendetermine.

Spenderservice
Alle Blutspendetermine und weiterführende Informationen für Spender und an der Blutspende Interessierte, beispielsweise zum kostenlosen Gesundheitscheck, sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet abrufbar. Wir empfehlen unsere Blutspende-App für iOS und Android (www.spenderservice.net): Individuelle Spendeinfos, Terminerinnerungen und Blutspende-Forum.

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news-520 Thu, 10 Jun 2021 13:00:00 +0200 Blut spenden trotz Corona-Impfung? https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/blut-spenden-trotz-corona-impfung.html BRK Oberallgäu informiert über Blutspenden in Corona-Zeiten Am 14. Juni ist Weltblutspendetag. Ob man als Geimpfter zur Blutspende gehen darf und was man zum Blutspenden in Zeiten von Corona sonst noch wissen sollte, erklärt Stephanie Melder, Sachbearbeiterin Blutspendewesen des BRK Oberallgäu.

Blutpräparate, also Erythrozytenkonzentrate, Thrombozytenpräparate und Blutplasma, sind für sehr viele Kranke und Verletzte die einzige Überlebenschance. Denn bis heute gibt es keine künstliche Alternative für gespendetes Blut. Täglich werden allein in Bayern 2.000 Blutspenden benötigt. Da diese aber nur 42 Tage haltbar sind, ist es wichtig, dass kontinuierlich Blut gespendet wird – auch in Pandemie-Zeiten.

Stephanie Melder vom BRK Oberallgäu betont: „Blutspendetermine unterliegen generell äußerst strengen, hygienischen Regularien. Ganz grundsätzlich gilt: Nur wer fit und gesund ist, darf zur Blutspende kommen. Wer Infektionssymptome wie Halskratzen, Schüttelfrost, Husten, Kurzatmigkeit, Fieber oder dergleichen aufweist, wird nicht zur Spende zugelassen und sollte zu Hause bleiben.“ Im Hinblick auf Corona sagt sie: „Wer selbst Corona hatte, darf vier Wochen nach der Ausheilung wieder Blut spenden. Bei Personen, die Kontakt zu einer an Corona erkrankten Person hatten sowie für Rückkehrer aus Corona-Risiko-, Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebieten gelten Einschränkungen zwischen 10 und 14 Tagen.“

Und wie sieht es mit Geimpften aus?

Zum Thema Corona-Impfung heißt es seitens des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes: „Bei allen derzeit in Deutschland eingesetzten Impfstoffen ist laut Paul-Ehrlich-Institut (dieses ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit, das für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel zuständig ist, Anm.d.Red.) grundsätzlich keine Rückstellung bis zur nächsten Blutspende erforderlich. Gegen SARS-CoV-2 geimpfte Personen können weiterhin Vollblut, Plasma und Thrombozyten spenden, sofern sie die generell geltenden Zulassungskriterien erfüllen. Allerdings empfehlen wir, rein vorsorglich, einen Tag bis zur Blutspende zu warten, um eventuell auftretende Nebenwirkungen abgrenzen zu können.“ Ebenfalls wichtig zu wissen: „Die Blutspende führt nicht zu einer schlechteren Wirkung der SARS-CoV-2-Impfung.“ Auch der Erhalt von Blutpräparaten einer gegen Corona geimpften Person sei unbedenklich. Eine Übertragbarkeit des Erregers durch Blut und Blutprodukte gilt nach Angaben des Paul Ehrlich-Instituts als ausgeschlossen.

Stephanie Melder ergänzt: „Zum Schutz für die Spender und ehrenamtlichen Helfer werden bei unseren Blutspendeterminen folgende Maßnahmen umgesetzt“

  • Sinnvoll ist eine Online-Terminreservierung unter www.blutspendedienst.com/terminreservierung. Diese reduziert Wartezeiten beim Blutspendetermin.
  • An allen Eingängen der Blutspendelokale hängen Plakate mit Checklisten aus. Nur wer alle Aussagen bestätigen kann, darf das Spendelokal betreten.
  • Bei allen Terminen wird auf die Einhaltung der AHA-Regeln geachtet.
  • Im Spendelokal gilt FFP2-Maskenpflicht.
  • Die Spendeliegen werden mit einem Abstand von mind. 1,5 m aufgebaut.
  • Für Armstütze und auf Wunsch auch für das Kopfteil werden hygienische Einmalunterlagen verwendet.
  • Die Kontaktflächen auf den Spendeliegen werden regelmäßig desinfiziert.
  • Die Handschuhe der Mitarbeiter werden nach jedem Spender desinfiziert oder gewechselt.
  • Die Räumlichkeiten werden regelmäßig gelüftet.
  • Anstelle des üblichen Imbiss werden Care-Pakete gereicht.


Hier die nächsten Blutspendetermine in Kempten und dem Oberallgäu:
Freitag, 11. Juni, Sonthofen, Pfarrheim St. Christoph, 16-20 Uhr
Mittwoch, 30. Juni, Bad Hindelang, Katholisches Pfarrheim, 16-20 Uhr
Montag, 5. Juli, Kempten, BRK Haus, Haubenschloßstr 12, 15-20 Uhr
Dienstag, 6. Juli, Kempten BRK Haus, Haubenschloßstr 12, 15-20 Uhr
Freitag, 9. Juli, Sonthofen, Pfarrheim St. Christoph, 16-20 Uhr
Montag, 12. Juli, Altusried, Grund- und Mittelschule, 16.30 – 20.30 Uhr
Dienstag, 13.Juli, Sulzberg, Grundschule, 17 – 20.30 Uhr

Alle aktuellen Blutspendetermine sind zu finden unter
https://www.blutspendedienst.com/blutspendetermine


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news-519 Tue, 08 Jun 2021 13:00:00 +0200 BRK Kleiderläden wieder regulär geöffnet https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/brk-kleiderlaeden-wieder-regulaer-geoeffnet.html Click & meet und Testpflicht entfallen Die Kleiderläden des BRK in Kempten (Haubenschloßstr. 12) und Immenstadt (Hirschstraße 6) sind ab sofort wieder normal geöffnet!

Dank gesunkener Inzidenzzahlen in der Stadt Kempten und im Landkreis Oberallgäu dürfen alle, die möchten, wieder ohne vorherigen Test und ohne Termin dort einkaufen. Die Anzahl der Kunden, die gleichzeitig im Geschäft sein dürfen, ist noch begrenzt. Beim Stöbern gelten natürlich die üblichen Hygieneregeln, also Abstand halten, FFP 2-Maske tragen, Händedesinfektion etc.

Öffnungszeiten

Kleiderladen Kempten:
Dienstag - Freitag 09.00 - 17.00 Uhr
Montag geschlossen

Kleiderladen Immenstadt
Dienstag - Freitag jeweils von 10.00 - 17.00 Uhr
Samstag von 10.00 - 13.00 Uhr
Montag geschlossen


Foto: Susanne Kultus
Kleiderladen Immenstadt

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news-518 Mon, 07 Jun 2021 13:00:00 +0200 Kreisvorstand des BRK Oberallgäu neu gewählt https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/kreisvorstand-des-brk-oberallgaeu-neu-gewaehlt.html Edgar Rölz ist neuer Vorsitzender Am Wochenende wurde der Kreisvorstand des BRK Oberallgäu neu gewählt. Der bisherige Vorsitzende Alfred Reichert (68) kandidierte nach acht Jahren Amtszeit nicht mehr. Seine Nachfolge tritt der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde Fischen, Edgar Rölz, an.

Nur drei der zuvor tätigen Personen innerhalb des Kreisvorstands stellten sich für die gleiche Position zur Wiederwahl. Fünf der acht Positionen waren neu zu besetzen. Durch die besonderen Wahl-Umstände auf Grund der Corona-Pandemie mussten die Kandidaten allerdings deutlich länger auf den Ausgang der Neuwahl warten. Normalerweise finden die Wahlen im Rahmen der Mitgliederversammlung statt. Dieses Jahr mussten die Wahlen allerdings abgekoppelt davon als Urnenwahl durchgeführt werden. Die Stimmabgabe konnte an den BRK-Standorten in Kempten, Immenstadt und Oberstdorf erfolgen.

Alexander Schwägerl, Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu, freut sich über die trotzdem hohe Wahlbeteiligung: „Wir sind sehr froh, dass sich unsere Mitglieder trotz der besonderen Umstände so rege beteiligt haben und sich der Wichtigkeit ihrer Wahl bewusst sind.“ Der Kreisvorstand, der unter anderem neben dem Vorsitzenden und den zwei stellvertretenden Vorsitzenden aus einem Chefarzt und seinem Stellvertreter, einem Justiziar, dem Schatzmeister und seinem Stellvertreter sowie acht weiteren Vertreter der Rotkreuzgemeinschaften besteht, ist maßgeblich für die Leitung und Ausrichtung des Kreisverbands zuständig. Gemeinsam mit dem Kreisgeschäftsführer werden die Jahresplanungen sowohl aus strategischer wie auch finanzieller Sicht durchgeführt. Auch bei Personalentscheidungen auf der Ebene der ersten Führungskräfte muss der Kreisvorstand seine Zustimmung geben.

Alexander Schwägerl freut sich deshalb besonders, dass alle Positionen im Kreisvorstand kompetent besetzt werden konnten und blickt gespannt auf die kommende Zusammenarbeit. Besonders die Kandidatur von Edgar Rölz für den Vorsitzenden ist für ihn ein Schritt in einen weiterhin zukunftsfähigen Kreisverband. „Herr Rölz ist bereits seit einigen Jahren immer wieder Ansprechpartner für kommunale Themen gewesen und kennt unsere Belange und Interessen bereits sehr gut. Mit ihm gewinnen wir einen Vorsitzenden, der ein würdiger Nachfolger von Alfred Reichert ist.“

Edgar Rölz war 17 Jahre als Bürgermeister von Fischen tätig, bevor er aus privaten Gründen dieses Amt niederlegte. Er startet nun motiviert in sein neues Amt und bedankte sich bei allen Wählern für das in ihn gesetzte Vertrauen. „Ich freue mich sehr auf mein neues Aufgabengebiet und die Zusammenarbeit mit dem gesamten Kreisvorsitz. Jedes einzelne Mitglied bringt unterschiedliche Erfahrungen und Kompetenzen mit. So können wir gemeinsam den Kreisverband gestalten und weiter voranbringen. Für mich persönlich ist es eine tolle Möglichkeit, die Arbeit eines jeden Mitarbeiters, egal ob haupt- oder ehrenamtlich zu unterstützen.“

Die Ergebnisse:

Vorsitzender: Edgar Rölz
1. stellvertretende Vorsitzende: Lucia Lohrer (Wiederwahl)
2. stellvertretender Vorsitzender: Alexander Flick
Schatzmeister: Georg Kronenwetter (Wiederwahl)
Stellvertretende Schatzmeisterin: Judith Lill
Justitiar: Karl Büringer (Wiederwahl)
Chefarzt: Prof. Dr. Georg Täger
Stellvertretender Chefarzt: Dr. Florian Hilger

Der Kreisvorstand setzt sich darüber hinaus aus den separat gewählten Leitern der Kreisbereitschaft, der Jugendarbeit, der Kreiswasserwacht, zwei Vertretern der Bergwacht.

Foto: Rölz privat

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news-517 Fri, 04 Jun 2021 13:00:00 +0200 E-Lastenfahrrad für Tafel des BRK in Kempten https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/e-lastenfahrrad-fuer-tafel-des-brk-in-kempten.html Sozialministerium ermöglicht Anschaffung Das Bayerische Sozialministerium ermöglichte durch eine Förderung in Höhe von rund 100.000 Euro die Anschaffung von elf Elektro-Lastenräder für Bayerns Tafeln. Auch die Tafel in Kempten gehört nun zu den stolzen Besitzern eines solchen Cargo-Bikes.

„Wir freuen uns sehr über die neue praktische und schnelle Transport-Möglichkeit“, sagt Tafel-Koordinator Markus Wille vom BRK Oberallgäu. „Das E-Lastenrad wird bei uns vor allem zur Abholung von kleinen Warenspenden eingesetzt sowie zur Auslieferung von Lebensmittelpaketen an Tafel-Kunden, die zur Zeit wegen der andauernden Pandemie das Haus nicht verlassen sollten oder können. Vor allem in verkehrsberuhigten Zonen und angesichts mangelnder Parkmöglichkeiten ist das E-Bike ideal.“

Neben Kempten erhielten auch die Tafeln in Bayreuth, Erding, Erlangen, Hammelburg, Neumarkt i.d. Oberpfalz, Nürnberg, Regensburg, Rosenheim, Schweinfurt und Zwiesel je eines der Räder. Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner nutzte die Übergabe, um allen rund 7.000 Helferinnen und Helfern in den 171 Tafeln zu danken: „Ich möchte Ihnen von ganzem Herzen ein herzliches Vergelt’s Gott sagen – für Ihren unermüdlichen Einsatz für die Ärmsten unserer Gesellschaft! Trotz aller Einschränkungen, Hygieneauflagen und Sorgen um die eigene Gesundheit haben Sie es mit Kreativität und Ideenreichtum geschafft, den Betrieb der Tafeln auch während der Pandemie aufrecht zu erhalten.“

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news-516 Wed, 02 Jun 2021 15:00:00 +0200 Neuwahl des Jugendrotkreuzes https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/neuwahl-des-jugendrotkreuzes.html Führungstrio im Amt bestätigt Das Jugendrotkreuz (JRK) ist der selbstverantwortliche Kinder- und Jugendverband des Deutschen Roten Kreuzes. Der Weg vieler Aktiven, die sich als Erwachsene im Roten Kreuz engagieren, begann in einer der örtlichen Jugendgruppen. Im Oberallgäu gibt es diese in Kempten, Sonthofen, Immenstadt, Oberstaufen, Altusried und Wiggensbach. Vor Kurzem wurden die Leitung der Jugendarbeit des JRK Oberallgäu sowie der Kreisausschuss turnusgemäß neu gewählt.

Bei der Urnen-Wahl wurde Michaela Zwisler erneut zur Leiterin der Jugendarbeit gewählt. Ihre Stellvertreterinnen sind, wie schon in der vorigen vierjährigen Legislaturperiode, Petra Dorn und Ramona Gorbach. Die Drei kümmern sich um die Belange der Kinder- und Jugendarbeit im Oberallgäu, auch über Gemeinschaftsgrenzen hinaus, und sind Ansprechpartnerinnen für die jungen Mitglieder und die Gruppenleiter. Sie haben ihre Ämter seit 2017 inne und vertreten der Interessen des JRK auch im Kreisvorstand des BRK Oberallgäu.

Neu gewählt wurde auch der Kreisausschuss des JRK. Das Gremium ist gemeinsam mit den Leiterinnen für die Entscheidungsprozesse des JRK zuständig. Mit Tobias Bäurle (Oberstaufen), Carina Fink (Immenstadt), Tobias Gunsilius (Kempten), Mila Knezovic (Oberstaufen) und Sabrina Schott (Sonthofen) sind Gruppen- oder örtliche Leiter aus jedem Ortsverband des JRK Oberallgäu vertreten.

Insgesamt sind in den Jugendgruppen ca. 150 Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 27 Jahren aktiv. Sie erleben in den Gruppenstunden gemeinsam Spiel und Spaß, nehmen an Veranstaltungen teil und erlernen altersgerecht Erste-Hilfe-Maßnahmen. Die Mitgliedschaft ist kostenlos.

Weitere Informationen gibt es unter www.jrk-oberallgaeu.de.

Foto: Markus Gorbach

(von li nach re) Michaela Zwisler Ramona Gorbach und Petra Dorn

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news-515 Tue, 01 Jun 2021 15:00:00 +0200 Helm auf! https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/helm-auf.html BRK bittet Radler, sich zu schützenAktion des Arbeitskreises Krisenintervention der BRK Bereitschaften Oberallgäu Anlässlich des Weltfahrradtages am 3. Juni bittet Peter Fraas, der Rettungsdienstleiter des BRK Oberallgäu, alle Allgäuer Radler: „Bitte tragt immer einen geeigneten Helm. Viele schwere Kopfverletzungen sind dadurch vermeidbar.“

„Die Zahl der verunglückten Fahrradfahrer, die wir im Rettungsdienst behandeln, hat sich merklich erhöht, das liegt auch am Boom der E-Bikes“, sagt Peter Fraas. „Das Problem wird dadurch verschärft, dass leider immer weniger Radler einen Helm tragen.“ Nachvollziehbar ist dies für den erfahrenen Notfallsanitäter nicht. „Jeder weiß, dass ein qualitativ hochwertiger, gut sitzender Fahrradhelm schwere Kopfverletzungen deutlich abmildern oder ganz verhindern kann.“

Warum die Leute trotzdem auf diesen leicht zu bekommenden Schutz verzichten, darüber könne er nur spekulieren. „Vielleicht ist es Eitelkeit - ein Fahrradhelm schmeichelt ehrlich gesagt den wenigsten - muss er aber auch nicht. Vielleicht ist es Leichtsinn oder Nachlässigkeit und der Gedanke, auf der kurzen Strecke wird schon nichts passieren“. Das treffe bedauerlicherweise nicht immer zu. Im vergangenen Jahr ließen rund 430 Radler ihr Leben im deutschen Straßenverkehr. Laut Schätzung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) könnten 60 bis 70 Prozent der tödlichen Hirnverletzungen vermieden werden, wenn alle Radfahrer grundsätzlich einen Helm tragen würden.

„Das Problem ist, dass man als Radler bei einem Zusammenstoß mit einem Auto oft auf die Motorhaube oder den Querholm prallt“, erklärt Peter Fraas. „Dabei wird der Kopf unmittelbar in Mitleidenschaft gezogen. Die Verletzungen reichen von Gehirnerschütterungen bis hin zu Schädelbrüchen oder Hirnblutungen.“ Er appelliert an den gesunden Menschenverstand alle Fahrradfahrer: „Ein Unfall ist schnell passiert. Tragt deshalb immer einen Fahrradhelm, auch bei Kurzstrecken, und seid damit auch Kindern ein Vorbild. Das kann unter Umständen Leben retten.“

Wichtig zu wissen:

Fahrradhelme müssen nach einem Sturz ausgetauscht werden. Auch ein versehentliches Fallenlassen ist bedenklich, denn schon bei einem leichten Aufprall können Mikrorisse in der Schale entstehen, die im Ernstfall den Schutz erheblich mindern.

Untersuchungen zufolge hat der anhaltende E-Bike-Boom die Unfallzahlen erhöht. Die Elektroräder werden verstärkt von älteren Personen benutzt, die sonst nicht mehr Fahrradfahren würden. Häufig werden Geschwindigkeit, Gewicht und Bremsverhalten unterschätzt. Hier sind Probe- und Übungsfahrten auf Plätzen ohne Straßenverkehr sinnvoll.

Generell gilt: Halten Sie sich an die Verkehrsregeln, fahren Sie auf Straßen und einspurigen Radwegen nicht gegen die Fahrtrichtung und achten Sie auf Fußgänger. Achten Sie als Radler auf eine gute Beleuchtung, Reflektoren und allgemein gute Sichtbarkeit. Geben Sie beim Abbiegen deutlich Handzeichen und tragen Sie keine Kopfhörer.

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news-514 Mon, 31 May 2021 15:00:00 +0200 Die schönste Art zu spenden - Postkarten versenden https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/die-schoenste-art-zu-spenden-postkarten-versenden.html Aktion des Arbeitskreises Krisenintervention der BRK Bereitschaften Oberallgäu Aufmunterung, Motivation und Optimismus tun jedem Menschen gut. Den Blick auf das Positive richten, anderen Menschen mit ein paar von Hand geschriebenen, persönlichen Zeilen eine Freude bereiten und dabei gleichzeitig für einen wertvollen Zweck spenden - das waren die Grundgedanken einer Kooperation zwischen dem Kriseninterventionsteam (KIT) der BRK Bereitschaften Oberallgäu und dem Allgäuer Muh-Kuh-Verlag.

Die speziell ausgebildeten Ehrenamtlichen des KIT stehen Angehörigen, anderen Einsatzkräften oder Augenzeugen von schockierenden Ereignissen in den ersten Stunden bei und leisten dabei unentgeltlich „Erste Hilfe für die Seele“. Um diese Arbeit dauerhaft anbieten zu können, ist das Team auf Spenden angewiesen. So kam die Kooperation mit dem Muh-Kuh-Verlag zustande.

Angeboten werden zehn aufmunternde Postkarten im Set für 11,90 Euro. Von dem Erlös geht mindestens ein Euro direkt als Spende an den Arbeitskreis Krisenintervention der BRK Bereitschaften Oberallgäu. Die Postkartensets können online bestellt werden, nähere Infos gibt es auf der Website des Arbeitskreises www.kid-oberallgaeu.de. Auch örtliche Händler sind eingeladen, die Postkarten-Sets zum Verkauf anzubieten und können sich bei Interesse an den Verlag wenden.

Julia Rebuck, die Leiterin des Arbeitskreises Krisenintervention, freut sich: „Ich finde die Aktion und die Unterstützung durch den Verlag klasse, denn die positiven Spruchkarten passen gut zu den Werten des KIT. Mit ihnen kann man lieben Mitmenschen oder sich selbst eine Freude bereiten und zugleich uns dabei unterstützen, anderen Menschen in Krisensituationen beizustehen.“

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news-513 Fri, 28 May 2021 15:00:00 +0200 Beim Blutspenden in Stammzellspenderdatei aufnehmen lassen https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/beim-blutspenden-in-stammzellspenderdatei-aufnehmen-lassen.html BRK Oberallgäu ermöglicht es, doppelt Gutes zu tun Die Schicksale gehen einem immer wieder zu Herzen: Menschen, die an Blutkrebs erkrankt sind – oftmals auch Kinder – suchen dringend nach einem geeigneten Stammzellenspender, der ihnen durch seine Spende das Leben rettet. „Viele Menschen denken, es sei ein Riesenaufwand, sich als potenzieller Spender registrieren zu lassen, aber das stimmt gar nicht“, klärt Stephanie Melder vom BRK Oberallgäu auf. „Die Typisierung kann quasi nebenbei bei jedem unserer Blutspendetermine durchgeführt werden und ist für die Spender kostenlos!“

Wer Blut spendet, tut dies in aller Regel aus der Motivation heraus, kranken oder verunglückten Menschen zu helfen. Oft ist zu hören: „Mir tut es nicht weh und ich kann damit Leben retten.“ Oder: „Es könnte mich selbst auch einmal treffen, dann wäre ich auch froh, wenn jemand hilft.“ Was viele nicht wissen ist, dass das BRK Oberallgäu zusammen mit dem Blutspendedienst des BRK die Möglichkeit bietet, sich im Rahmen seiner Blutspendetermine ganz unkompliziert zugleich als potenzieller Spender in die Datei der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) aufnehmen zu lassen – und damit womöglich weitere Leben zu retten. Die Stiftung AKB ist die drittgrößte Stammzellspenderdatei Deutschlands und stellt als solche Stammzellspender für Leukämiepatienten auf der ganzen Welt bereit.

Einfach und kostenlos registrieren lassen
„Die Typisierung, also die Untersuchung des Blutes auf die für eine Stammzellspende relevanten Gewebemerkmale, ist für den Spender total einfach und grundsätzlich für Personen zwischen 18 und 45 Jahren möglich“, sagt Stephanie Melder vom BRK Oberallgäu „Wer das möchte, muss das einfach bei der Anmeldung zur Blutspende dazu sagen. Derjenige bekommt dann ein Set mit Infoflyer, Blutröhrchen und Einwilligungserklärung. Letztere muss unterzeichnet abgegeben werden. Während der Blutspende wird dann ein zusätzliches Röhrchen Blut abgenommen, das in einem Speziallabor analysiert wird. Nach der Blutspende erhält man einen Spenderausweis, den man – ganz wichtig! - noch online registrieren muss. Und das wars schon.“ Kosten entstünden für den Spender keine, betont sie. Die AKB freue sich aber über jede Spende, die bei der Deckung der anfallenden Kosten in Höhe von je 35 Euro helfe.

Stammzellen- oder Knochenmarkspende - warum?
Warum eine Registrierung so wichtig ist und wie es im Idealfall nach der Registrierung weitergeht, erläutert Dr. Cornelia Kellermann. Sie ist bei der AKB für die Aktionsplanung und Koordination verantwortlich. „Bei Blutkrebs bzw. Leukämie werden von den Blutstammzellen zu viele weiße Blutkörperchen produziert, die aber nicht funktionsfähig sind. Die betroffenen Patienten sind dann schwer krank. In der Regel erfolgt eine Chemotherapie oder Strahlenbehandlung. Leider wirkt dies aber nicht immer wie erhofft. Die letzte Chance für diese Patienten ist dann eine sogenannte Stammzellspende.“ Durch sie stiegen die Heilungschancen auf 40 bis 75 Prozent. „Da es sehr schwierig ist, einen Spender mit passenden Gewebemerkmalen ausfindig zu machen, ist es wichtig, dass sich sehr viele Menschen registrieren lassen“, appelliert sie. Leider seien in der Corona-Pandemie die Zahlen der Neuregistrierungen für Stammzellspender drastisch zurückgegangen. „Für viele Betroffene platzt damit die letzte Hoffnung.“ Obwohl weltweit bereits Millionen von Menschen registriert seien, finde jeder fünfte Patient, der auf eine Stammzellspende angewiesen ist, keinen passenden Spender.

Von der Registrierung zur Spende – wie geht das?
„Sollte aber der Fall eintreten, dass jemand für einen konkreten Erkrankten infrage kommt, benachrichtigen wir ihn oder sie sofort. Dann wird eine weitere Blutprobe fällig, etwa beim Hausarzt“, so Dr. Cornelia Kellermann weiter. „Wenn man sich auch dabei als idealer Spender erweist, stehen noch eine gründliche Voruntersuchung und ein ausführliches Informationsgespräch in unserer Einrichtung in Gauting an. Sprechen alle Untersuchungsbefunde für eine Eignung, wird dem Transplantationszentrum die endgültige Spendetauglichkeit übermittelt. Danach beginnt für den Empfänger der Spende die Vorbehandlung. In der Regel ist dies eine hoch dosierte Chemotherapie und eine Ganzkörperbestrahlung. Ab diesem Zeitpunkt ist der Patient unausweichlich auf die Stammzellspende angewiesen“, betont die Expertin.
Mit welcher Methode die Stammzellen gewonnen werden - entweder mithilfe einer Art Blutwäsche aus dem peripheren Blutkreislauf oder als Knochenmark per Punktion des Beckenkamms -, entscheide der behandelnde Arzt. „Bei einer erfolgreichen Behandlung nehmen die transplantierten Stammzellen im Empfänger ihre Arbeit auf und produzieren wieder gesunde weiße Blutkörperchen. Der Patient kann leben und vollständig genesen!“ Selbstverständlich kümmere sich die AKB auch danach um den Spender. „Auf Wunsch geben wir auch die Information weiter, wie es dem Empfänger nach der Spende geht. Übrigens ist eine Stammzelltransplantation ohne die Verabreichung von Blutkonserven undenkbar“, unterstreicht Dr. Cornelia Kellermann. „Darum ist es sehr wichtig, dass möglichst viele Menschen sowohl Blut spenden als auch sich als Stammzellspender registrieren lassen.“

Alle aktuellen Blutspendetermine des BRK in der Region gibt es unter www.blutspendedienst.com
Umfassende Informationen zur Arbeit der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) gibt es hier: akb.de

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news-512 Wed, 26 May 2021 15:00:00 +0200 Medizinischer Notfall bei Kindern – was tun? https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/medizinischer-notfall-bei-kindern-was-tun.html Frank Schönmetzler vom BRK Oberallgäu gibt wichtige Erste Hilfe-Tipps „Wenn bei Kindern plötzlich ein schwerer medizinischer Notfall eintritt - etwa durch einen Sturz vom Baum oder mit dem Roller, das Verschlucken von Kleinteilen oder ähnliches -, ist das für die Eltern oder anderen Begleitpersonen eine Extremsituation. Vor Angst, Schock und Verzweiflung fällt es ihnen oft schwer, schnell richtig zu handeln“, weiß Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu. Er rät darum allen Eltern: „Setzen Sie sich in ruhigen Momenten mit geeigneten Erste-Hilfe-Maßnahmen auseinander oder, noch besser, nehmen Sie an einem der vielen Kurse zur Ersten-Hilfe am Kind teil. Damit fühlt man sich im Notfall sicherer, kann die Handgriffe schneller abrufen und den Kindern tatsächlich schnell helfen.“

„Wenn kleine Kinder anfangen, ihre Umwelt zu erkunden, passieren manchmal Unfälle. Sich im Voraus mit möglichen Szenarien auseinanderzusetzen, bedeutet nicht, den Teufel an die Wand zu malen. Vielmehr sorgen Sie verantwortungsbewusst für einen hoffentlich niemals eintretenden Notfall vor“, sagt Frank Schönmetzler.

Der Experte, der selbst schon zahllose Kurse zur „Ersten Hilfe am Kind“ abgehalten hat, hat einige ganz grundlegende Tipps:

  • Versuchen Sie ruhig zu bleiben, auch wenn´s schwerfällt. Das Kind muss das Gefühl haben, dass Sie als Erwachsener die Situation im Griff haben. Panik würde sich auf den kleinen Patienten übertragen und die Situation für alle erschweren.
  • Begeben Sie sich auf Augenhöhe, sprechen Sie das Kind ruhig an. Wenn das Kind Sie nicht kennt, stellen Sie sich vor, beruhigen Sie es und sagen Sie, dass Sie es nicht alleine lassen werden.
  • Durch den Blickkontakt bekommen Sie einen ersten Eindruck, ob das Kind klar, wach und gut ansprechbar oder eher benommen ist.
  • Indem Sie vorsichtig Körperkontakt herstellen, es zum Beispiel leicht mit der Hand am Arm berühren, merken Sie, ob die Körpertemperatur (zu) heiß oder kalt ist.
  • Fragen Sie das Kind, wie es ihm geht und was passiert ist. Bitten Sie es, selbst auf die schmerzende Stelle zu zeigen.
  • Versorgen Sie eventuelle Wunden und trösten Sie den kleinen Patienten. Halten Sie das Kind warm.
  • Sollte das Kind bewusstlos sein, aber atmen, legen Sie es in die stabile Seitenlage.
  • Rufen Sie den Rettungsdienst unter 112.
  • Ist keine Atmung und kein Herzschlag vorhanden, müssen Sie bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen. Bei Kleinkindern und Säuglingen muss dabei Einiges beachten werden!

Besonderheiten der Herz-Lungen-Wiederbelebung bei Säuglingen und Kleinkindern

„Bei Säuglingen und Kindern muss man als Helfer die Herz-Lungen-Wiederbelebung dem altersbedingten Atemrhythmus, dem Atemvolumen und der Herzfrequenz anpassen“, betont Frank Schönmetzler.

Säugling

  • Zwei Fingerkuppen einer Hand auf die Mitte des Brustkorbs des Säuglings (unteres Drittel des Brustbeins) platzieren.
  • Mit zwei Fingern das Brustbein ca. ein Drittel bis zur Hälfte (ca. 4 cm) tief nach unten drücken.

Kleinkind

  • Den Ballen einer bzw. von zwei Händen auf die Mitte des Brustkorbs (unteres Drittel des Brustbeins) platzieren.
  • Über den Brustkorb des Kindes beugen und mit gestrecktem Arm das Brustbein ca. ein Drittel bis zur Hälfte (ca. 5 cm) tief nach unten drücken. Darauf achten, dass die Finger nicht auf der Brust liegen.

Generell gilt:

  • Das Brustbein nach jedem Mal Drücken vollständig entlasten, ohne dabei den Kontakt zwischen Hand und dem Brustkorb des Kindes aufzugeben.
  • 30-mal das Brustbein nach unten drücken (Frequenz: 100- bis max. 120-mal pro Minute!)
  • Druck- und Entlastungsdauer sollten gleich sein.
  • Fall nötig: Nach 30 Druckmassagen den Säugling / das Kleinkind zweimal beatmen.
  • Ist ein AED-Gerät (Defibrillator) in der Nähe, holen Sie es oder lassen Sie es von einem Umstehenden holen.
  • Schließen Sie das Gerät (ggf. unter Verwendung der Klebeelektroden für Kinder zwischen einem und acht Lebensjahren) an das Kind an und folgen Sie den weiteren Sprachanweisungen des AED-Gerätes.

Infos und Termine zu den Erste Hilfe-Kursen am Kind des BRK Oberallgäu finden Sie unter www.kvoberallgaeu.brk.de/leichte-sprache/kurse/erste-hilfe/rot-kreuz-kurs-erste-hilfe-am-kind.html

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news-511 Thu, 20 May 2021 15:00:00 +0200 Ehrenamtliche Lebensretter aus der Nachbarschaft https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/ehrenamtliche-lebensretter-aus-der-nachbarschaft.html „Helfer vor Ort“ der BRK-Bereitschaften Oberallgäu sind wichtiger Baustein des Rettungswesens Im Oberallgäu sind die Wege mitunter weit. Bis man entlegene Dörfer erreicht, kann es also eine Weile dauern. Damit trotz dieser Tatsache die medizinische Notfallversorgung der Bevölkerung jederzeit gesichert ist, stehen in den BRK-Bereitschaften im Oberallgäu die speziell ausgebildeten ehrenamtlichen „Helfer vor Ort“ parat.

„Die `Helfer vor Ort´ sind gut ausgebildete ehrenamtliche Ersthelfer aus unseren verschiedenen örtlichen Bereitschaften. Sie ergänzen den Rettungsdienst rund um die Uhr an sieben Tagen pro Woche“, erklärt Matthias Straub, der Kreisbereitschaftsleiter des BRK Oberallgäu. „Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte werden bei lebensbedrohlichen Notfällen immer dann von der Integrierten Leitstelle alarmiert, wenn es sich um einen Notarzteinsatz handelt und abzusehen ist, dass sie den Ort des Geschehens schneller erreichen können als der Rettungsdienst - oder aber wenn das nächste Rettungsmittel noch im Einsatz ist.“

„Die diensthabenden Helfer müssen sofort greifbar sein“, so Straub weiter. „Im Einsatzfall führen sie lebenserhaltende Sofortmaßnahmen wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung durch und betreuen die Patienten bis zum Eintreffen des Notarztes oder Rettungsdienstes. Dazu steht ihnen eine komplette Notfallausrüstung zur Verfügung, die unter anderem einen Defibrillator, Blutdruck- sowie Blutzuckermessgeräte, Verbandmaterial und sogenannte Güdeltuben und Masken zur Beatmung enthält.“

Im Gebiet des BRK Oberallgäu gibt es die „Helfer vor Ort“, die woanders auch „First Responder“ genannt werden, in Balderschwang (hier wurde diese Art des Dienstes vor mehr als 20 Jahren aus der Taufe gehoben), Missen-Wilhams, Muthmannshofen, Steibis, Wertach, Weitnau und im Kleinwalsertal. In Oberstaufen läuft gerade die Beantragung.

Um überhaupt an dem Dienst mitwirken zu können, müssen die ehrenamtlichen Lebensretter einen Erste Hilfe-Kurs mit 8 Doppelstunden sowie eine Sanitätsausbildung mit 64 Stunden ablegen. Darüber hinaus erhalten sie eine Schulung in der Herz-Lungen-Wiederbelebung und eine Einweisung in die Frühdefibrillation. „Neben der erfolgreichen Qualifikation als Facheinsatzkraft müssen sie als Praktikant auf dem Rettungswagen mindestens 10 durchgeführte Notfalleinsätze nachweisen. Eine aktive Teilnahme am Rettungsdienst ist grundsätzlich empfehlenswert“, sagt Straub. Zudem müssten während der Zeit als Mitglied einer HvO-Gruppe entsprechende Fortbildungen besucht werden, etwa zu Notfällen mit Kindern, zur psychischen Erste Hilfe und vieles mehr. „Wir in den BRK-Bereitschaften müssen uns an die Vorgaben und Anforderungen der rotkreuzinternen `Standardeinsatzregeln HvO´ halten, die weiter als die staatlichen Regularien sind, um eine entsprechende Qualität sicherzustellen.“

Wie wichtig dieser Dienst ist, belegen die Zahlen: Im Jahr 2020 wurden die Helfer vor Ort zu rund 200 Einsätzen alarmiert.

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news-510 Wed, 19 May 2021 15:00:00 +0200 Kreiswasserwacht Oberallgäu mit neuer Vorstandschaft https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/kreiswasserwacht-oberallgaeu-mit-neuer-vorstandschaft.html Vorstand fast vollständig neu besetzt Alles neu macht der Mai. Dieser altbekannte Spruch trifft auch auf die Vorstandschaft der Kreiswasserwacht Oberallgäu zu. Bei den turnusmäßigen Neuwahlen wurden sämtliche Posten neu besetzt. Die meisten der bisherigen Mitglieder waren aus beruflichen und privaten Gründen nicht mehr angetreten.

Zur neuen 1. Vorsitzenden der Kreiswasserwacht Oberallgäu wurde Birgit Ellmann gewählt. Ihre 1. Stellvertreterin ist Marina Ponkratz, den 2. stellvertretenden Vorsitz übernimmt die bisherige Vorsitzende Sabine Blodau. Diese wollte selbst ein wenig kürzertreten und steht den neu Gewählten mit ihrer großen Erfahrung weiter zur Verfügung. Neuer Technischer Leiter ist Bastian Frank, sein Stellvertreter wurde Marian Schmid. Die Jugendleitung hat ab sofort Florian Seif inne. Er wird vertreten durch Helena Reischl (1. Stv. Jugendleiterin) und Anna Blodau (2. Stv. Jugendleiterin).

Der neue Kreisvorstand ist zuständig für die allesamt ehrenamtlichen Mitglieder der Wasserwacht in den Ortsgruppen Altusried-Wiggensbach, Haldenwang-Börwang, Immenstadt, Kempten, Sonthofen, Wertach, Lauben-Dietmannsried, Rottachtal und Oberstdorf.

Die Kreiswasserwacht Oberallgäu ist Teil des BRK Oberallgäu. Birgit Ellmann und Marina Ponkratz sind somit auch im Kreisvorstand des BRK Kreisverbandes Oberallgäu vertreten. Im Arbeitskreis Ehrenamt – einem weiteren Gremium rein für die Ehrenamtlichen des BRK Oberallgäu - sind Sabine Blodau und Marian Schmid die aktuellen Vertreter der Organisation.

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news-509 Tue, 18 May 2021 15:00:00 +0200 Wärmestube mit Übernachtungsstelle freut sich über großzügige Spende https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/waermestube-mit-uebernachtungsstelle-freut-sich-ueber-grosszuegige-spende.html Frauenkreis St. Michael überbringt 500 Euro Der Frauenkreis St. Michael überraschte die Wärmestube und Übernachtungsstelle des BRK Oberallgäu mit einer großzügigen Spende in Höhe von 500 Euro. Das Geld war im Lauf von mehreren Jahren durch den Verkauf von selbstgebastelten Osterkerzen und Palmboschen zusammengekommen.

Die 12 Damen des Frauenkreises St. Michael treffen sich normalerweise monatlich. Bei den Treffen fertigen sie unter anderem auch kunstvolle Objekte, die dann in der Kirchengemeinde zu den entsprechenden Jahreszeitenfesten gerne abgenommen werden. Nun beschlossen die Teilnehmerinnen, den Erlös in Höhe von 500 Euro der Wärmestube und Übernachtungsstelle in Kempten zukommen zu lassen. Hilde Mohr und Elke Betz vom Frauenkreis überbrachten die Spende persönlich. Dabei konnten sie sich ein Bild von dieser wichtigen sozialen Einrichtung machen - selbstverständlich unter Beachtung aller Hygieneregeln - und sich mit Leiterin Amelie Lang sowie einigen ihrer ehrenamtlichen Mitarbeitenden über deren tägliche Arbeit austauschen. „Für Erstaunen sorgte die Vielfalt und Unterschiedlichkeit unserer Zielgruppe“, sagt Amelie Lang. Im Namen des gesamten Teams und der Gäste dankte sie dem Frauenkreis sehr herzlich, „auch für den freundlichen Besuch und das nette Gespräch!“

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news-508 Mon, 17 May 2021 15:00:00 +0200 Rettungsgasse – das müssen Sie wissen https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/rettungsgasse-das-muessen-sie-wissen.html "Daumen-Regel" als Eselsbrücke Stellen sie sich vor, Sie sind in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt und verletzt. Sie hören bereits die Sirene des Krankenwagens – aber der kommt nicht durch, weil andere Fahrzeuge die Fahrbahn versperren. „Dieser Albtraum wäre vermeidbar, wenn sich alle Verkehrsteilnehmer an die Verpflichtung zur Bildung einer Rettungsgasse halten würden“, sagt Peter Fraas, Rettungsdienstleiter beim BRK Oberallgäu. Er erklärt die Regeln, die für die Bildung einer Rettungsgasse gelten.


„Viele Fahrer wissen nicht, dass eine Rettungsgasse auf Autobahnen und mehrspurigen Straßen nicht erst bei einem Stau, sondern schon bei stockendem Verkehr gebildet werden muss“, so Peter Fraas. „Denn wenn die Fahrzeuge erst einmal dicht auf dicht stehen, ist es meist nicht mehr möglich, nach links und rechts auszuweichen. Genau dies ist aber unbedingt nötig, damit Rettungskräfte, Feuerwehr, Polizei und andere Helfer bei einem Unfall schnellstmöglich zur Unglücksstelle gelangen können. Wenn hier Zeit verloren geht, kann das Menschenleben kosten“, mahnt er.

Pflicht zur Bildung einer Rettungsgasse – wo?
Auf Autobahnen oder mehrspurigen Straßen außerhalb von geschlossenen Ortschaften.

Wie funktioniert die Rettungsgasse?
Die Rettungsgasse wird immer zwischen dem ganz linken und den übrigen Fahrstreifen gebildet. Das heißt, die Fahrzeuge auf der linken Spur weichen nach links aus und alle anderen weichen so weit wie möglich nach rechts aus. Bei mehr als zwei Fahrspuren bleibt somit immer die 2. Spur von links für Einsatzfahrzeuge frei.

Eselsbrücke „Daumen-Regel“
Als Eselsbrücke empfiehlt Peter Fraas die „Daumen-Regel: „Nehmen Sie eine Hand so, dass der Daumen nach links zeigt. Er symbolisiert die linke Fahrspur. Der Abstand zwischen Daumen und den anderen Fingern stellt die Rettungsgasse dar.“

Rettungsgasse – war darf durch?

Die Rettungsgasse darf ausschließlich von Polizei- und Hilfsfahrzeugen wie Feuerwehr- und Krankenwägen sowie Arzt- und Abschleppfahrzeugen befahren werden.

Was droht bei Nichtbeachtung?
Wer sich nicht an die gesetzlichen Regelungen hält, dem drohen ein Bußgeld in Höhe von mindestens 200 Euro und zwei Punkte in Flensburg. Zudem ist ein einmonatiges Fahrverbot möglich. „Die schlimmste Folge aber ist, dass aufgrund des unnötigen Zeitverlusts Menschen sterben können. Vergessen Sie nie: Es könnte auch Sie selbst treffen“, appelliert er.

Rettungsgasse in anderen EU-Ländern
In Österreich, Schweiz, Luxemburg, Slowenien, Tschechien und Polen gelten im Prinzip dieselben Regeln wie in Deutschland.

In Frankreich und Spanien muss Einsatzfahrzeugen die Möglichkeit gegeben werden, an den anderen Verkehrsteilnehmern vorbeizufahren. Eine Regelung wie in Deutschland gibt es nicht.

In Italien und den Niederlanden gibt es keine speziellen Vorschriften.

Foto: Jörg F. Müller, DRK

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news-507 Wed, 12 May 2021 08:44:00 +0200 Das etwas andere „Click & Collect“ im BRK Kleiderladen in Kempten https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/das-etwas-andere-click-collect-im-brk-kleiderladen-in-kempten.html Im Schaufenster auswählen, anrufen, einkaufen Das Team des BRK Kleiderladens in der Haubenschloßstraße 12 in Kempten möchte auch während des Lockdowns für seine Kunden da sein. Darum haben sich die Verantwortlichen nun eine besondere Form des „click & collect“ einfallen lassen: sozusagen ein „click & collect“, nur ohne click.

„Wir haben in unseren Schaufenstern gemischte Warengruppen aus unserem Sortiment zusammengestellt. Dieses geht ja über Kleidung hinaus. Die Kunden suchen sich direkt am Schaufenster etwas aus, rufen im Laden unter der Telefonnummer 0831-5229245 an und sagen uns, was sie ausgewählt haben. Wir kommen dann zur Tür und händigen die Waren gegen Barzahlung aus“, erklärt Susanne Kultus, die Leiterin des Kleiderladens. Möglich ist diese Art des Einkaufs von Dienstag bis Freitag jeweils zwischen 10 und 13 Uhr

Nachdem sie und ihr Team viele Rückmeldungen bekommen hätten, dass die Kunden die Einkaufsmöglichkeit im Kleiderladen sehr vermissen, habe man sich diese kreative Möglichkeit einfallen lassen, sagt sie. „Sobald es die Inzidenzwerte erlauben, bieten wir selbstverständlich auch wieder „click & meet“ an, also Einkaufen nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung.“

Fotos: Credit Kultus

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news-506 Tue, 11 May 2021 08:44:00 +0200 Die Luft ist rein https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/die-luft-ist-rein.html Kemptener Tafelläden des BRK erhalten Raumluftfilter In den beiden Kemptener Tafelläden des BRK Oberallgäu sowie in deren Sortierlager sind seit einigen Tagen drei hochwertige Raumluftfilter in Betrieb. Die Geräte im Wert von 4.155 Euro wurden im Rahmen der Corona-Soforthilfe vom Bundesverband der Tafeln gesponsort.

„Die Raumluftreiniger sind in unseren Ausgabestellen in der Memmingerstraße 114 und der Magnusstraße 16 in St. Mang und auch in unserem Sortierlager aufgestellt“, sagt Markus Wille, der Koordinator der Tafelläden des BRK Oberallgäu. „Sie stellen eine sinn- und wertvolle zusätzliche Unterstützung zu den streng umgesetzten AHA-Maßnahmen dar und tragen ihren Teil dazu bei, unsere meist älteren Ehrenamtlichen zu schützen.“ Dank zahlreicher Sachspenden in Form von Masken, Desinfektionsmittel und weiterer Schutzausrüstung habe die Tafel bisher trotz Corona ihren Betrieb aufrecht erhalten können. „Somit können wir wie gewohnt rund 400 Menschen pro Tag mit Lebensmitteln versorgen“, freut er sich.

Über das Förderprogramm des Bundesverbandes der Tafeln wurden bundesweit Raumluftreiniger im Wert von 500.000 Euro vergeben. Möglich wurde dies durch Großspenden von Kaufland, Coca-Cola und Lidl sowie die Spendenaktion „Friendly Fire“.

Foto: Markus Wille
von links: Mary Milkereit, Elmar Ess, Kemal Okcu und Karin Sepp

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news-504 Mon, 10 May 2021 08:44:00 +0200 Erst einsam, dann krank – Kümmern schützt vor Schlaganfall https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/erst-einsam-dann-krank-kuemmern-schuetzt-vor-schlaganfall.html BRK gibt Tipps zur Ersten Hilfe bei Schlaganfall Ein gravierendes Problem des Corona-bedingten Lockdown ist die Isolation und Vereinsamung vieler, vor allem älterer Menschen. Diese hat vielfältige negative Auswirkungen auf die Betroffenen. Auf eine davon macht die Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe anlässlich des Tages gegen den Schlaganfall am 10. Mai aufmerksam. Das diesjährige Motto des Aktionstages lautet: „Erst einsam, dann krank – Kümmern schützt vor Schlaganfall". Was man als Ersthelfer tun muss, wenn der schlimmste Fall eingetreten und es zu einem Schlaganfall gekommen ist, das erklärt Frank Schönmetzler vom BRK Oberallgäu.

In Deutschland erleiden jährlich etwa 270.000 Menschen einen Schlaganfall. Rund 63.000 davon enden tödlich. Damit gilt der Schlaganfall als eine der häufigsten Todesursachen. Frank Schönmetzler ist Leiter der Breitenausbildung beim BRK Oberallgäu. Er erklärt, woran man einen Schlaganfall erkennt und welche Erste-Hilfe-Maßnahmen man als Laie im Fall der Fälle anwenden sollte.

„Bei einem Schlaganfall werden die Blutversorgung und die Sauerstoffversorgung zu einem Teil des Gehirns unterbrochen. Dadurch kommt es zu Funktionsausfällen mit mitunter schweren und dauerhaften Folgen“, so Frank Schönmetzler. „Es gibt bestimmte Symptome, die auf einen Schlaganfall hindeuten. Dazu gehören beispielsweise plötzliche, heftige Kopfschmerzen, steifer Nacken, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen, vorübergehende Seh- und Sprachstörungen, Taubheitsgefühle oder auch Schluckbeschwerden. Deutliche Hinweise sind plötzlich einsetzende halbseitige Lähmungen an Armen, Beinen oder im Gesicht, häufig mit herabhängendem Mundwinkel und einseitig geschlossenem Augenlid.“

Sollten einige oder alle dieser Symptome auftreten, rät der Fachmann zu schnellstmöglichem Handeln. „Hier zählt wortwörtlich jede Minute. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr Gehirngewebe kann absterben und desto größer sind die bleibenden Schäden. Warten Sie also keinesfalls ab, ob die Symptome vergehen - dabei geht wertvollste Zeit verloren. Scheuen Sie sich nicht, auch bei unklaren Anzeichen sofort den Rettungsdienst zu alarmieren!“

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • sofort den Rettungsdienst unter 112 verständigen
  • ist der Betroffene bei Bewusstsein, bequem und mit erhöhtem Oberkörper lagern
  • den Betroffenen beruhigen, betreuen, trösten und beobachten (Bewusstsein, Atmung)
  • gelähmte Körperteile umpolstern
  • unbedingt Aufregung und Unruhe vermeiden
  • den Betroffenen zudecken
  • bei Bewusstlosigkeit und vorhandener normaler Atmung: Betroffenen in die stabile Seitenlage bringen (auf der gelähmten Seite!), laut "Hilfe" rufen, um weitere Personen auf die Notfallsituation aufmerksam zu machen
  • bei Bewusstlosigkeit und fehlender Atmung: Herz-Lungen-Wiederbelebung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes

Um in Notfällen effektiv helfen zu können, empfiehlt Frank Schönmetzler eine regelmäßige Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse. Informationen zu Kursen des BRK in Kempten und dem Allgäu finden Sie unter www.kvoberallgaeu.brk.de.

Bei Verdacht auf Schlaganfall unbedingt sofort den Notruf 112 wählen. Ist der Betroffene nicht bei Bewusstsein, bringen Sie sie oder ihn auf der gelähmten Seite(!) in die stabile Seitenlage.

Foto: Sebastian Schleicher / DRK

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news-505 Mon, 10 May 2021 08:44:00 +0200 Wie geht es unseren Pflegenden? https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/wie-geht-es-unseren-pflegenden.html BRK führt Umfrage unter Pflegemitarbeitenden durch Das BRK Oberallgäu bedankt sich anlässlich des Internationalen Tages der Pflegenden, der alljährlich am 12. Mai begangen wird, ganz ausdrücklich bei seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen im Haus der Senioren in Oberstdorf. „Uns sind die Belastungen, unter denen die Pflegemitarbeitenden in ihrem Arbeitsalltag - und gerade jetzt in Zeiten der Pandemie - stehen, sehr bewusst“, sagt Alexander Schwägerl, Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu. Um genauere Informationen zum Wohlbefinden und der Zufriedenheit des eigenen Pflegepersonals zu erhalten, hat das BRK in Zusammenarbeit mit der AOK Bayern jüngst eine anonyme Umfrage durchgeführt.

„Das persönliche Wohlbefinden unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bezug auf ihre Arbeit in unserem Haus liegt uns sehr am Herzen“, betont auch Melanie Engel, die Leiterin des BRK Hauses der Senioren. „Darum ist es uns wichtig zu erfahren, wie zufrieden sie mit unserer Einrichtung sind und welche Stärken und Schwächen sie sehen.“ In einem anonym zu beantwortenden Fragebogen konnten die Kollegen nun ihre Arbeitsplatzsituation anhand verschiedener Kriterien wie etwa Arbeitsbelastungen, Arbeitsbedingungen, Arbeitszufriedenheit, Gesundheit, Kollegen und Vorgesetzte ganz offen beurteilen und somit im eigenen Sinne Anstöße für Verbesserungen geben oder Positives hervorheben. Die Auswertung der Ergebnisse läuft derzeit.

Foto: Beispielfoto, Mathias Wodrich DRK

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news-503 Fri, 07 May 2021 08:44:00 +0200 Rotes Kreuz ist unverzichtbarer Sozialanker https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/rotes-kreuz-ist-unverzichtbarer-sozialanker.html „Leistungen der Ehren- und Hauptamtlichen sind unverzichtbar für eine gesunde und solidarische Gesellschaft“ Am morgigen Weltrotkreuztag (8. Mai 2021) stellt der Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes, Theo Zellner, die Hunderttausenden Helferinnen und Helfer aus Ehren- und Hauptamt in den Mittelpunkt und betont: „Die Leistungen der Ehren- und Hauptamtlichen sind unverzichtbar für eine gesunde und solidarische Gesellschaft. Sie sind für viele Menschen eine Stütze, für andere die helfende Hand in der Not, ein Zufluchtsort und gleichzeitig auch selbst psychisch wie gesundheitlich von den Auswirkungen der Pandemie betroffen.“
 
Dabei verweist Zellner beispielhaft auf die Pflegerinnen und Pfleger in den Pflege- und Seniorenheimen, Erzieherinnen und Erzieher in den Kindertagesstätten, Retterinnen und Retter im Rettungsdienst, die Ehrenamtlichen aus dem Katastrophenschutz oder auch die vielen Tausenden Helferinnen und Helfer in den Test- und Impfzentren.
„Deshalb steht für mich fest: Diese Menschen sind unverzichtbar für eine funktionierende und solidarische Gesellschaft“, so Zellner weiter.
 
Zum diesjährigen Weltrotkreuztag haben sich Mitglieder der Staatsregierung, die Landtagspräsidentin Ilse Aigner und die BR-Moderatorin Anouschka Horn in Form von Videobotschaften an die Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler gewandt. Alle stellen gemeinsam fest: „Das Rote Kreuz ist unverzichtbar für unser Land!“

 

Die Videos finden Sie hier:
•    Zusammenschnitt aller Videobotschaften

Einzelbotschaften:
•    Landtagspräsidentin Ilse Aigner
•    Anouschka Horn vom Bayerischen Rundfunk
•    Staatsminister für Gesundheit und Pflege Klaus Holetschek
•    Staatsminister des Innern, für Sport und Integration, Joachim Herrmann

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news-502 Tue, 04 May 2021 08:44:00 +0200 Am 1. Mai geht´s los! https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/am-1-mai-gehts-los.html Motorradstreife des BRK Oberallgäu startet mit „Resi“ in die Saison Der Fachdienst Motorrad der BRK-Bereitschaften im Oberallgäu, besser bekannt als Motorradstreife, startet jedes Jahr am 1. Mai offiziell seinen bzw. ihren Dienst. Ab dann sind die sechs Mitglieder - allesamt erfahrene, speziell ausgebildete Rettungssanitäter und Notfallsanitäter – bis Ende September mit dem Dienstmotorrad „Resi“ auf den Hauptreiserouten, Autobahnen, Schnellstraßen und Passstraßen im Allgäu unterwegs. Fachdienstleiter Thomas Keck schildert, wie der Alltag auf zwei Rädern aussieht.

„Unsere Fahrer patrouillieren an Wochenenden und Feiertagen auf den Hauptverbindungsstraßen im Ober-, Ost- und Westallgäu. Welche das sind, ist vom Bayerischen Innenministerium genau definiert“, so Thomas Keck, der die Motorradstreife der BRK-Bereitschaften im Oberallgäu seit sechs Jahren leitet. „Der diensthabende Fahrer ist mit der Integrierten Leitstelle verbunden und kann somit bei Notfällen in der Nähe sofort alarmiert werden.“ Für solche Fälle ist „Resi“, eine 110 PS starke BMW 1200 RT, mit Funk, Sondersignalanlage und Notfallequipment ausgerüstet.

„Im Jahr 2020 waren aber nur rund zehn Prozent unserer 651 Einsätze rettungsdienstlicher Natur. Wir fahren mit offenen Augen durch die Landschaft und fungieren als spontane und ganz vielseitige Helfer.“ Dazu gehöre die Versorgung „großer und kleiner Wehwehchen“, die Beratung von Touristen, die sich beispielsweise in Umleitungen verfahren haben und natürlich die Betreuung von Personen in Fahrzeugen, die auf der Autobahn im Stau stehen oder liegen geblieben sind. „Da kommen wir mit dem Motorrad sehr viel schneller und besser durch als die Kollegen mit dem Auto.“

Der Dienst ist anspruchsvoll und auch körperlich anstrengend. „Eine Schicht geht jeweils von Freitagmittag bis Sonntagabend, an verlängerten Wochenenden entsprechend länger. Regulär sind es Freitags acht Stunden, Samstags und Sonntags jeweils 12 Stunden, von 8 bis 20 Uhr, die wir auf der Maschine verbringen.“ Pro Saison sei jedes Mitglied zirka 10 bis 12 Mal eingeteilt. „Der Dienstplan ist bindend“, betont Thomas Keck. „Wenn es nicht gerade stürmt und schneit, sind wir bei jedem Wetter unterwegs, also bei 35 Grad genauso wie bei Regen und Eiseskälte.“ Um den körperlichen Belastungen gewachsen zu sein, hält sich jedes Mitglied fit, etwa durch Fitness, Bergsport, Skifahren oder anderen Sport. Im April, vor dem Saisonstart, fand für alle Fahrer ein ganztägiges Fahrsicherheitstraining statt.

Neben dem Streifendienst ist die Motorradstreife auch im Katastrophenfall im Einsatz und kann zudem grenzübergreifend als Sanitätsdienst für größere, überregionale Sportveranstaltungen gebucht werden. „Wir haben beispielsweise die Bayernrundfahrt, den Tannheimer Radmarathon und andere Veranstaltungen begleitet.“ Neben Spenden trügen solche Aufträge zur Finanzierung der Streife bei. „Unsere regulären Dienste absolvieren wir ehrenamtlich und für die Bürger kostenlos. Trotzdem fallen natürlich Kosten an“, stellt der Fachmann klar. „Bei rund 25.000 Kilometern Strecke pro Jahr laufen Spritkosten von gut 2.000 Euro auf, hinzu kommen drei Sätze Reifen plus Ausgaben für Wartung, Reparaturen und Ausrüstung. Da kommen in einer Saison um die 8.000 Euro zusammen.“ Corona habe die Einnahmequellen praktisch auf null reduziert. „Wenn jemand die Motorradstreife finanziell unterstützen möchte, freuen wir uns sehr über Spenden. Dabei muss unbedingt als Spenden-Verwendungszweck `Motorradstreife BRK Oberallgäu´ angegeben sein“ (Bankverbindung: Sparkasse Allgäu, IBAN: DE44 7335 0000 0310 0002 37, BIC: BYLADEM1ALG oder Allgäuer Volksbank, IBAN: DE13 7339 0000 0000 3005 35, BIC: GENODEF1KEV), so Thomas Keck. Ihre spannende Arbeit präsentiert die Streife auch auf Facebook sowie neuerdings mit einem eigenen Instagram-Auftritt. Für weitere Infos oder Buchungsanfragen ist Thomas Keck per E-Mail unter motorrad@brk-oberallgaeu.de zu erreichen.

 
Fotos:
Sonja Scharl und Tamara Bechter

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So sehen sie aus, die „Roten Engel“ auf zwei Rädern, die von Mai bis Ende September im Dienst der Motorradstreife der BRK-Bereitschaften im Oberallgäu auf unseren Straßen unterwegs sind.

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Thomas Keck (Fachdienstleiter-Motorrad)

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news-501 Wed, 28 Apr 2021 08:44:00 +0200 Kreisvorstand des BRK Oberallgäu wird neu gewählt https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/kreisvorstand-des-brk-oberallgaeu-wird-neu-gewaehlt.html Vorsitzender Alfred Reichert tritt nach 13 Jahren nicht mehr an Am 5. Juni 2021 wird der Kreisvorstand des BRK Oberallgäu neu gewählt. Damit geht gleichzeitig eine Ära zu Ende, denn der langjährige Vorsitzende Alfred Reichert wird nicht mehr kandidieren. Zum Abschluss wirft der 68-Jährige einen Blick zurück auf 13 bewegte Amtsjahre.

„Ich bin seit 2008 beim BRK Oberallgäu, zunächst als Justitiar und ab April 2013 als Vorsitzender des Kreisverbands“, sagt Alfred Reichert. „Zusätzlich bin ich seit November 2013 im Bezirksvorstand und als Delegierter des Bezirksverbands Schwaben im Landesvorstand tätig, einen Monat später kam dann noch die Tätigkeit im Revisionsausschuss des Landesvorstands, sowie ab 2014 im Schiedsgericht des Bezirksverbands hinzu“, vervollständigt er die Liste seiner verantwortungsvollen ehrenamtlichen Tätigkeiten im Dienste des Roten Kreuzes.
Jenen hat er sich stets mit großem Einsatz und von ganzem Herzen gewidmet. Genau wie die zahlreichen Mitglieder, die im gesamten Kreisverband aktiv sind, wie er betont: „Es war für mich immer beeindruckend, mit welcher Motivation, welchem Engagement und welcher Professionalität die Gemeinschaften für die Allgemeinheit ehrenamtlich tätig sind. Dabei muss man wissen, dass die Herausforderungen, sowohl im finanziellen Bereich als auch bei den Fortbildungsstunden, die die Ehrenamtlichen in Kauf nehmen, um im Notfall helfen zu können, ständig anwachsen.“ Vor so viel selbstlosem Einsatz ziehe er den Hut.
Was die vielen Meilensteine seiner Vorstandstätigkeit angeht, zeigt sich der gebürtige Neu-Ulmer mit der für ihn typischen Bescheidenheit und beschränkt sich auf einige Wenige. „Wesentlich waren in meinen Augen die Ausschreibungen der Rettungswachen Altusried und Durach, die das BRK für sich entscheiden konnte sowie der Neubau der Wachstation der Wasserwacht in Niedersonthofen.“ Ansonsten seien die Wettbewerbe im Jugendrotkreuz und in der Wasserwacht für Kinder und Jugendliche für ihn immer echte Highlights gewesen, freut er sich rückblickend. In diesem Zusammenhang sei er froh, „dass die Ausschreibungen im Rettungsdienst, Gott sei Dank vom EuGH für private Betreiber gestoppt wurden, denn wir benötigen den Rettungsdienst, um unseren jüngeren Ehrenamtlichen attraktive Tätigkeiten zu bieten.“
Dass er sein Amt niederlegen möchte, liegt an Alfred Reicherts grundsätzlicher Haltung: „Ich werde in der nächsten Amtsperiode 70 Jahre. Ich bin der Meinung, dass es allen Führungspositionen, ob Politik, gemeinnützigen Vereinen oder Ähnlichem gut zu Gesicht stehen würde, rechtzeitig aufzuhören und nicht im Amt zu vergreisen.“
Seinem Nachfolger wünscht er „eine glückliche Hand, die Gemeinschaften in der schwierigen Corona-Lage zusammenzuhalten, vor allen Dingen das Ehrenamt, sowie gutes Gelingen bei den schwierigen finanziellen Herausforderungen im Bereich der Pflege und des Rettungsdienstes.“

Der Kreisvorstand des BRK Oberallgäu setzt sich aus 20 Personen zusammen. Aktuell sind dies der Vorstandsvorsitzende Alfred Reichert und seine Stellvertretungen Lucia Lohrer und Christian Holzer, zwei Chefärzte, die Vorstände der Kreisbereitschaften, der Jugendarbeit und der Kreiswasserwacht mit ihren jeweiligen Stellvertretungen, zwei Vertreter der Bergwacht, der Schatzmeister mit Vertretung, der Justitiar sowie mit Alexander Hold und Herbert Schiek zwei externe Mitglieder.

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news-500 Wed, 21 Apr 2021 08:44:00 +0200 Zuständig für mehr als 700 Ehrenamtliche https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/zustaendig-fuer-mehr-als-700-ehrenamtliche.html Matthias Straub als Kreisbereitschaftsleiter der BRK Bereitschaften Oberallgäu wiedergewählt Am vergangenen Sonntag waren die über 700 ehrenamtlichen Mitglieder der BRK-Bereitschaften im Kreisverband Oberallgäu aufgerufen, ihre Kreisbereitschaftsleitung (KBL) neu zu wählen. Dabei wurde Matthias Straub für die kommenden vier Jahre in seinem Amt bestätigt. Zu seinem neuen 1. Stellvertreter wurde Sebastian Helff, gewählt. Er löst Prof. Dr. Christoph Tiebel ab, der nicht mehr zur Wahl angetreten war. Als weitere stellvertretende Kreisbereitschaftsleiterin wird Julia Rebuck bestellt. Die KBL ist Teil des Vorstandes des BRK Oberallgäu.

Matthias Straub aus Oberstaufen ist bereits seit 2017 Kreisbereitschaftsleiter. Sebastian Helff stellte sich heuer erstmals zur Wahl. Zusammen mit Julia Rebuck sind die Drei Ansprechpartner und Vertretung für alle ehrenamtlichen Mitglieder des BRK Oberallgäu. Die Ehrenamtlichen engagieren sich im Kreisverband in 14 örtlichen Bereitschaften und drei Arbeitskreisen. Sie sind im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz, Rettungs- und Sanitätswachdienst, bei Blutspenden, in der Rettungshunde- und Motorradstaffel, der Psychosozialen Notfallversorgung u.v.a. aktiv.

Aufgrund der Pandemie konnte die Wahl nicht wie sonst üblich im Rahmen einer Mitgliederversammlung stattfinden, sondern musste als Urnenwahl durchgeführt werden. Die Vorstellungsrunde der Kandidaten erfolgte am Vorabend in Form einer Online-Talkshow. „Ich freue mich riesig, dass ich von unseren Mitgliedern mit knapp 90 Prozent Zustimmung wiedergewählt worden bin“, so Matthias Straub. Erfreulich sei auch das klare Votum für seinen neuen Stellvertreter. Straub dankte dessen Vorgänger Christoph Tiebel für das „durchweg tolle Miteinander in der Vergangenheit.“ Dieser war aufgrund seines intensiven Engagements auf Landes- und Bundesebene im Bereich des Rettungshundewesens nicht mehr angetreten.

Das neue Dreier-Team setzt auf seine unterschiedlichen beruflichen Hintergründe sowie die jeweils langjährigen Erfahrungen im Ehrenamt und innerhalb des Roten Kreuzes. So wollen sie die lokale ehrenamtliche Rot-Kreuz-Arbeit weiter stärken und sich für ein starkes Miteinander einbringen.

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news-499 Fri, 16 Apr 2021 15:00:00 +0200 BRK nimmt weitere Corona-Schnellteststellen im Oberallgäu in Betrieb https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/brk-nimmt-weitere-corona-schnellteststellen-im-oberallgaeu-in-betrieb.html Wo, wann und wie laufen die Schnelltests? Das Netz an Schnellteststellen des BRK Oberallgäu wird kontinuierlich erweitert. Aktuell bietet das Rote Kreuz in neun Oberallgäuer Gemeinden sowie in Kempten kostenlose Antigen-Schnelltests an. Das Ergebnis liegt innerhalb von 15-20 Minuten vor. Für einige Standorte kann man vorab online einen Testtermin reservieren und somit längere Wartezeiten vermeiden.

„Mit den Schnelltestmöglichkeiten möchten wir die Städte und Gemeinden unterstützen und dazu beitragen, dass wir bald alle wieder zu einem normaleren Leben zurückkehren können, dass die Menschen sich wieder sicher im öffentlichen Raum bewegen können, dass Touristen und Kurgäste wieder kommen, dass Geschäfte und Kultureinrichtungen wieder öffnen dürfen“, sagt Dietmar Schenk vom BRK. „Mit der Stadt Kempten, der Stadt Immenstadt und dem Markt Oberstaufen haben wir vereinbart, dass die Öffnungszeiten der Zentren flexibel und bedarfsgerecht angepasst werden können. Wir stehen auch den Unternehmen bei der nun kommenden Testpflicht zur Seite.“ (Unternehmen, die Unterstützung des BRK Oberallgäu bei der Testpflicht möchten, können sich per Mail an Dietmar Schenk wenden schenk(at)kvoa.brk.de).

So läuft´s beim Schnelltest
Die Testwilligen können ohne Terminreservierung zu den Schnellteststellen und -zentren kommen. Das Schnelltestzentrum in der Markthalle Kempten ist an 7 Tagen die Woche besetzt und öffnet montags bis samstags bereits um 7 Uhr früh (Sonntag: 8–17 Uhr). Wer möchte, hat hier also die Möglichkeit, sich schnell noch vor der Arbeit oder der Schule testen zu lassen. Die Schnelltestzentren im Hofgarten Immenstadt sowie im Kurhaus Oberstaufen haben neuerdings auch samstags geöffnet.

Für die BRK-Schnelltestzentren in Kempten, Oberstaufen und Immenstadt kann man sich unter cov19screening.de bequem und unkompliziert vorab einen Termin reservieren. „Das erspart Wartezeiten. Die Voranmeldung ist bei den Schnelltests aber kein Muss“, so Schenk weiter. „Lediglich für die PCR-Tests an der Ari-Kaserne muss man sich vorab anmelden.“

Das Prozedere bei den Schnelltests beschreibt er so: „Am Eingang werden Sie für die Testung kontaktlos registriert. Dazu bitte unbedingt ein Ausweisdokument mitbringen! Wer sich online angemeldet hat, muss zusätzlich zum Ausweis den QR-Code, den er oder sie per Mail erhalten hat, auf dem Handy vorzeigen.“ Nach der Aufnahme der Daten nimmt das medizinisch geschulte Personal den Nasenabstrich ab. Das Ergebnis liegt nach 15-20 Minuten vor. „Sie erhalten dieses entweder direkt vor Ort als ausgedruckte Papier-Bestätigung oder als Nachricht per SMS auf Ihr Handy. Dann müssen Sie nicht vor Ort warten.“

Dietmar Schenk betont: „Alle Tests sind immer nur eine Momentaufnahme, darum halten Sie auch bei negativem Testergebnis unbedingt die AHA-Regeln ein. Ziel der Tests ist es, eine Infektion, vielleicht auch eine ohne Krankheitssymptome, festzustellen, um anschließend die Infizierten zu isolieren und entsprechend zu behandeln. Das trägt dazu bei, die Virusausbreitung möglichst schnell einzudämmen.“ Wer ein positives Ergebnis erhält, müsse dieses mit einem PCR-Labortest überprüfen lassen.

An den fast täglich geöffneten Schnelltestzentren werden die hauptamtlichen Mitarbeiter des BRK Oberallgäu tatkräftig von ihren ehrenamtlichen Kollegen aus den Bereitschaften unterstützt. Jene übernehmen etwa den Betrieb an den Samstagen. Die Schnellteststellen werden rein von den speziell geschulten, ehrenamtlichen Sanitätern aus den örtlichen BRK-Bereitschaften betrieben.

Die Standorte und Öffnungszeiten der Schnellteststellen werden örtlich publik gemacht und sind zudem unter der Website der BRK-Bereitschaften im Oberallgäu (www.brk-oberallgaeu.de) tagesaktuell nachzulesen.

An folgenden Standorten bietet das BRK Oberallgäu Schnelltests an:

  • Balderschwang (Mo + Mi, 17.30-19 Uhr, Dorfhaus, Dorf 11)
  • Buchenberg (Sa 16-18 Uhr, Pfarrsaal, Wirlinger Str. 1)
  • Burgberg (Mo: 17.30-19 Uhr Sporthalle an der Grundschule, Blaichacher Straße 25a)
  • Dietmannsried (Mo + Fr: 17-19 Uhr, Mi: 9-11 Uhr; Hinter dem Feuerwehrhaus)
  • Immenstadt Schnelltestzentrum (Mo, Mi, Fr: 9-13 Uhr, Di + Do: 15-19 Uhr, neu: Sa: 9-11 Uhr, Hofgarten Stadthalle, Hofgartenstraße 14, Onlineanmeldung möglich, ACHTUNG! Die Schnellteststelle am Badeweg 9 ist geschlossen)
  • Kempten Schnelltestzentrum Markthalle (Mo - Sa: 7-17 Uhr, neu: So 8-17 Uhr, Am Königsplatz 3)
  • Kempten Artillerie-Kaserne (Kaufbeurer Straße 80, Schnelltest: Mo, Mi, Fr: Nachmittag; Di, Do, So: Vormittag; PCR-Test: Mo, Mi, Fr, Sa: Vormittag, Di + Do: Nachmittag)
  • Oberstaufen Schnelltestzentrum (Mo, Mi, Fr: 15-19 Uhr, Di: 7-13 Uhr, Do: 9-13 Uhr, neu: Sa: 9-11 Uhr, Kurhaus, Argenstraße 3)
  • Oy-Mittelberg (Mi: 18 – 19.30 Uhr, Kurhaus Oy, Wertacher Straße 11)
  • Wiggensbach (Sa: 10 – 12 Uhr, Grundschule, Jugendstraße 6)

Weitere Teststellen sind geplant in Muthmannshofen, Wertach, Sulzberg und Oberstdorf. Die Öffnungszeiten werden in jedem Ort auf dessen Website und im jeweiligen Gemeindeblatt veröffentlicht und sind zudem unter www.brk-oberallgaeu.de tagesaktuell nachzulesen.

Das Schnelltestzentrum in der Kemptener Markthalle ist ab 7 Uhr geöffnet und eignet sich somit perfekt für Tests vor Arbeitsbeginn.

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news-498 Mon, 12 Apr 2021 15:01:00 +0200 Wichtiges zur Blutspende in Corona-Zeiten https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/wichtiges-zur-blutspende-in-corona-zeiten.html BRK klärt zentrale Fragen und weist auf Online-Terminvergabe hin Eine lange Warteschlange ist selten ein erfreulicher Anblick, vor allem, wenn man sich selbst am hinteren Ende einreihen muss. Angesichts der Warteschlange, die sich jüngst vor der Turnhalle an der Altusrieder Schule gebildet hatte, besteht jedoch Grund zu Freude, denn die Wartenden hatten alle ein Ziel: Blut zu spenden. Eins vorweg: Lange Wartezeiten wie in diesem Fall sind nicht mehr nötig, denn mittlerweile können sich potenzielle Spender vorab online feste Termine geben lassen. Barbara Mortzard von der BRK-Bereitschaft Altusried- Dietmannsried erklärt, was man sonst noch übers Blutspenden in Corona-Zeiten wissen sollte.

Ganze zweieinhalb Stunden haben einige der Blutspender in Altusried gewartet, ehe sie Einlass erhielten. „Wir hätten die Leute gerne ins Warme reingeholt. Sie taten uns echt leid da draußen, aber aus Infektionsschutzgründen durften wird das nicht“, bedauert Barbara Mortzard, die sich zusammen mit einem Team aus ehrenamtlichen Mitgliedern der ortsansässigen BRK-Bereitschaft um die freundliche Betreuung der Spender und die Umsetzung aller Infektionsschutz-Maßnahmen kümmerte. Erfreulicherweise kehrten nur ganz wenige Neuankömmlinge wieder um. Die meisten nahmen es gelassen und warteten geduldig. Schließlich waren sie der guten Sache wegen hier. Denn Corona hin oder her - auch jetzt sind zahlreiche kranke Menschen dringend auf Blutpräparate angewiesen. Einer der Wartenden formulierte es so: „Was ist schon das Bisschen warten, wenn man dafür Leben retten kann?“

Um den Spendern künftig das Warten zu ersparen und hohen Andrang zu vermeiden, wurde inzwischen deutschlandweit ein Online-Terminreservierungssystem eingeführt. Sowohl unter https://blutspende.de/termine als auch über die Blutspende-App des BRK können Termine vorab festgelegt werden.

Für Erstspender – an diesem Tag hatten von den rund 120 Spendern in Altusried 17 ihre Premiere - erklärt Barbara Mortzard kurz das gesamte Prozedere: „Beim Betreten der Räumlichkeiten wird jeder Spenderwillige nach Infektionssymptomen befragt.“ Handdesinfektion, Abstand und FFP2-Masken verstehen sich von selbst. „An der nächsten Station muss man sich mit einem gültigen Lichtbildausweis anmelden. Danach werden Körpertemperatur, Blutdruck, Puls und der Hämoglobinwert gemessen. In einem ausführlichen Anmeldebogen wird die persönliche gesundheitliche Vorgeschichte abgefragt.“ Es kann sein, dass sich bei der Besprechung der Antworten mit dem Arzt herausstellt, dass jemand an diesem Tag oder auch dauerhaft nicht zur Blutspende zugelassen werden darf. „Es ist natürlich schade, wenn das passiert“, räumt Barbara Mortzard ein. „Darum empfehlen wir, im Vorfeld mithilfe des Blutspende-Checks auf https://www.blutspendedienst.com/ zu prüfen, ob eine Blutspende aktuell möglich ist.“

Ausschlusskriterien sind beispielsweise eine kurz zurückliegende Erkältung, Zahnbehandlung, Operation, Tätowierung oder eine Impfung gegen Gelbfieber, Masern, Mumps, Varizellen, Typhus, Cholera, Hepatitis B oder Röteln (wer sich gegen Corona hat impfen lassen, darf hingegen bereits einen Tag später wieder Blut spenden). Verschiedene Krankheiten sowie bestimmte Medikamente können ebenfalls Ausschlusskriterien sein. Und wer gerade von einer Auslandsreise zurückgekommen ist, muss ebenfalls eine bestimmte Zeit lang aussetzen.

Nach dem Arztgespräch folgt die eigentliche Blutentnahme durch das eigens angereiste Team des Blutspendendienstes. Das Fachpersonal entnimmt jedem Spender einen halben Liter Blut. Zusätzlich werden vier Laborröhrchen für die labortechnische Untersuchung jeder Blutspende abgefüllt. Das Ganze dauert ungefähr 10 Minuten plus weitere 10 Minuten Ruhezeit. Zum Abschluss erhält jeder Spender ein kleines Essenspaket und Getränk. Wer möchte, kann Blutspendemarken gegen Gutscheine oder Waren einlösen. „In den Tagen nach der Blutspende fühle ich mich körperlich immer wesentlich besser als vorher“, schwärmt eine Spenderin. „Zudem ist es ein schönes Gefühl zu wissen, dass man mit so wenig Aufwand anderen, kranken Menschen hilft.“

Fotos: Melanie Mortzard

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news-496 Tue, 06 Apr 2021 08:00:00 +0200 Lebensgefährliche Verwechslungsgefahr https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/lebensgefaehrliche-verwechslungsgefahr.html Bärlauch, Maiglöckchen oder Herbstzeitlose? Endlich ist weder Bärlauch-Zeit! Das Wildgemüse mit dem Knoblauchduft eignet sich hervorragend als Beimengung zum Spätzleteig oder als Pesto. Hier im Allgäu pflücken viele Menschen die zarten Blätter selbst, anstatt sie im Supermarkt zu kaufen. Doch dabei ist Vorsicht geboten. Denn Bärlauch ähnelt stark dem hochgiftigen Maiglöckchen und der ebenso gefährlichen Herbstzeitlose. Frank Schönmetzler, Leiter Breitenausbildung beim BRK Oberallgäu, erklärt, wie man die Drei auseinanderhalten kann.

Je nach Witterung wächst Bärlauch von März bis in den Mai hinein. Er kommt vor allem an halbschattigen Bach- und Flussufern, in lichten Auenwäldern sowie auf schattigen Wiesen vor. Dort wächst er in Gruppen und bildet meist einen dichten Teppich. „Der typische Knoblauchduft des Bärlauch allein ist kein sicheres Erkennungsmerkmal“, warnt Frank Schönmetzler. „Denn dieser haftet lange an den Händen. Wenn man also zunächst Bärlauch gepflückt hat und dann Maiglöckchen erwischt, ist der Knoblauchgeruch trotzdem vorhanden. Das kann irreführend sein.“ Sicherer seien optische Merkmale. „Bärlauch hat breit-ovale Blätter, von denen jedes einen eigenen Blattstängel besitzt. Bei ausgewachsenen Pflanzen ist dieser deutlicher zu sehen als bei jungen. Die Blattunterseite ist hellgrün und matt. Der Stängel ist dreikantig und hohl.“

Zwar seien auch die Blätter des Maiglöckchens breit-oval, „allerdings sitzen diese paarweise an einem Stängel und umfassen diesen. Zudem sind sie in das so genannte Hüllblatt am unteren Ende des Stängels eingerollt, welches sich später bräunlich verfärbt“, weiß der Experte. „Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist die Blattunterseite: Beim Bärlauch ist diese matt, beim Maiglöckchen hingegen glänzend. Während ältere Bärlauchpflanzen eher nach unten hängen, stehen Maiglöckchen auch im ausgewachsenen Zustand meist aufrecht. Die Unterschiede gehen im Boden weiter: Bärlauch wächst aus einer Zwiebel, Maiglöckchen haben feine, rhizomartige, waagerechte Wurzeln.“

Ein anderer Doppelgänger des „wilden Knoblauchs“ ist die extrem giftige Herbstzeitlose. Schon der Verzehr von etwa 50 g kann tödlich sein. Die Blätter der Herbstzeitlose sind länglich-oval, hellgrün und auf beiden Seiten glänzend. Wie die des Maiglöckchens sind sie eher fester. Sie wachsen nicht an einem Stängel, sondern aus einer gemeinsamen Blattrosette. Meist bildet sich schon früh eine Knospe in der Mitte. Wie der Bärlauch mag auch die Herbstzeitlose feuchte, nährstoffreiche Böden, ist aber tendenziell eher auf Wiesen zu finden. „Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, lassen Sie die Pflanzen bitte lieber stehen!“ appelliert Schönmetzler.

Sollte es zum Kontakt mit den giftigen Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen gekommen sein, gilt: unbedingt gründlich die Hände waschen! Bei Verdacht auf eine Vergiftung sofort den Rettungsdienst über die europaweite Notrufnummer 112 rufen. Bis zu dessen Eintreffen sollte der Betroffene nicht allein gelassen werden.

„Bringen Sie die betroffene Person nicht zum Erbrechen! Kontrollieren Sie Atmung und Herzschlag“, so der Fachmann. „Setzt eines von beiden aus, beginnen Sie sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Bei Bewusstlosigkeit bringen Sie den Betroffenen in die stabile Seitenlage. Sonst mit erhöhtem Oberkörper lagern. Wenn möglich, sichern Sie Reste der verzehrten Pflanze, wie etwa Pflanzenteile, Essensproben oder auch Erbrochenes. So kann im Krankenhaus bestimmt werden, um welche Pflanze es sich gehandelt hat.“


Foto Bärlauch: Peter Fraas, BRK
Fotos Maiglöckchen und Herbstzeitlose: Stodal

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news-497 Thu, 01 Apr 2021 08:00:00 +0200 BRK nimmt im Oberallgäu zahlreiche Corona-Schnellteststellen in Betrieb https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/brk-nimmt-im-oberallgaeu-zahlreiche-corona-schnellteststellen-in-betrieb.html Bereitschaften ermöglichen Tests in vielen Gemeinden Die Bundesregierung setzt bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie auf flächendeckende Schnelltests. Um diese zu ermöglichen, hat das BRK Oberallgäu innerhalb weniger Tage in vielen Oberallgäuer Kommunen Schnellteststellen organisiert, an denen sich die Bevölkerung an 1-2 Tagen pro Woche kostenlos testen lassen kann. Dies gilt zum Teil auch an den Osterfeiertagen.

„Die Schnellteststellen werden von unseren ehrenamtlichen Mitgliedern aus den örtlichen Bereitschaften betrieben. Ohne ihre immense Motivation und Unterstützung wäre eine große Aktion wie diese nicht möglich“, erklärt BRK-Kreisbereitschaftsleiter Matthias Straub. „Rund 250 der ehrenamtlichen Retter wurden zusätzlich zu ihrer ohnehin vorliegenden sanitätsdienstlichen Ausbildung speziell für die fachlich korrekte Durchführung der Antigen-Schnelltests mittels Nasen-Rachenabstrich theoretisch durch Dr. Benedikt Fink an zwei Terminen online geschult. Der praktische Teil erfolgt in Kleingruppen coronakonform durch den jeweiligen Bereitschafsarzt vor Ort.“ Die Schnelltests sind für jeden Bürger einmal pro Woche kostenlos möglich.

Die Standorte und Öffnungszeiten der Schnellteststellen werden örtlich publik gemacht und sind unter der Website der BRK-Bereitschaften im Oberallgäu (www.brk-oberallgaeu.de) tagesaktuell nachzulesen. „Die meisten der Stellen arbeiten momentan noch analog und werden gerade sukzessive auf die digitale Erfassung umgestellt. Das heißt: wer sich testen lassen möchte, kommt einfach hin, lässt sich mit seinen persönlichen Daten registrieren – dazu bitte ein Ausweisdokument mitbringen – und kann sich unter Berücksichtigung etwaiger Wartezeiten sofort testen lassen. Nach ca. 15 bis 20 Minuten Wartezeit erhält der Getestete sein Testergebnis als Papier-Bestätigung oder, wo möglich, auch digital auf das Smartphone“, so Straub.

Anders ist es bei den großen Testzentren des BRK, die von hauptamtlichen BRK-Mitarbeitern mit Unterstützung durch die Bereitschaften betrieben werden. Sie befinden sich in der Markthalle Kempten, in der Ari-Kaserne Kempten (hier besteht die Möglichkeit zu Schnelltests sowie zu PCR-Tests) im Oberstaufener Kurhaus und in der Hofgarten-Stadthalle in Immenstadt. „Für die Testung in den Zentren kann man vorab online einen Termin reservieren. Zu dieser Zeit geht man hin, lässt den Abstrich vornehmen und erhält das Testergebnis innerhalb von 15 bis 20 Minuten per QR-Code auf das Smartphone. Somit muss man nach dem Test nicht vor Ort warten. Auch hier ist eine Testung ohne vorherige Terminreservierung möglich. In diesem Fall kann es zu Wartezeiten kommen.“

Aktuell besteht die Möglichkeit zu Schnelltests in folgenden Kommunen:
- Buchenberg (Öffnungszeiten: Sa 16-18 Uhr, Pfarrsaal, Wirlinger Str. 1., Bereitschaft Buchenberg)

Aktuell besteht die Möglichkeit zu Schnelltests in folgenden Kommunen:

  • Buchenberg (Öffnungszeiten: Sa 16-18 Uhr, Pfarrsaal, Wirlinger Str. 1., Bereitschaft Buchenberg)
  • Dietmannsried (Mo + Fr: 17-19 Uhr, Mi: 9-11 Uhr; Hinter dem Feuerwehrhaus, Bereitschaft Altusried-Dietmannsried)
  • Immenstadt (Fr +So: 16-19 Uhr, BRK-Haus Immenstadt, Badeweg 9, Bereitschaft Immenstadt
  • Oy-Mittelberg (Mi: 18–19.30 Uhr, Kurhaus Oy, Bereitschaft Oy)
  • Wiggensbach (Sa: 10–12 Uhr, Grundschule, Bereitschaft Wiggensbach)

Fotos: M.Straub, BRK

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news-494 Wed, 31 Mar 2021 16:03:00 +0200 BRK-Kleiderladen Kempten vorübergehend geschlossen https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/brk-kleiderladen-kempten-voruebergehend-geschlossen.html Rotkreuzladen mindestens bis Ende der Osterferien zu Der Kemptener Kleiderladen des BRK Oberallgäu ist aufgrund der Corona-Lage ab sofort wieder geschlossen. Das Geschäft im BRK-Haus in der Haubenschloßstr. 12 bleibt die gesamten Osterferien, also mindestens bis einschließlich Montag, 12. April 2021, zu. Wann es danach wieder für Kunden öffnen kann, ist abhängig von den Inzidenzwerten. Derzeit ist auch „click & meet“ (Einkaufen nach vorab reserviertem Termin) leider nicht möglich.

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news-493 Wed, 31 Mar 2021 14:24:00 +0200 So funktioniert der Rautekgriff https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/so-funktioniert-der-rautekgriff.html BRK frischt wichtige Erste-Hilfe-Kenntnisse auf Da derzeit aufgrund von Corona kaum Kurse möglich sind, stellt das BRK Oberallgäu einige wichtige Erste-Hilfe-Maßnahmen in einer Reihe vor. Heute geht es um die richtige Anwendung des Rettungsgriffs, auch genannt Rautekgriff.

„Mit dem Rettungs- oder Rautekgriff kann man mit relativ wenig Kraftaufwand bewegungsunfähige Menschen aus einem Gefahrenbereich, wie beispielsweise einem Unfallauto retten oder sie von einer sitzenden in eine liegende Position bringen, um Erste Hilfe leisten zu können“, erklärt Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu.

Risiken des Rautekgriffs

„Der Rautekgriff birgt allerdings Verletzungsgefahr an Wirbelsäule, Rippen, Arm und Schulter des Patienten“, warnt der Fachmann. „Vor allem bei Verdacht auf Wirbelsäulenverletzung sollte er deshalb nur angewendet werden, wenn ansonsten Lebensgefahr besteht oder wenn notwendige Erste-Hilfe-Maßnahmen nur außerhalb des Gefahrenbereichs möglich sind.“

So funktioniert der Rautekgriff Absichern der Unfallstelle, Notruf veranlassen unter 112

  • Einmalhandschuhe anziehen. Im Gefahrenbereich auf Eigenschutz achten!
  • Prüfen, ob die verunglückte Person bei Bewusstsein ist (bei Verdacht auf Wirbelsäulenverletzung nicht schütteln!) und ob sie sich bewegen kann.
  • Sitzt die verunglückte Person im Auto: Motor ausschalten, Schlüssel stecken lassen, Sicherheitsgurt öffnen.
  • Prüfen Sie, ob die Beine des Verunglückten feststecken oder eingeklemmt sind.
  • Ist der Betroffene bewegungsunfähig, treten sie hinter (beim Auto: neben) ihn. Heben Sie vorsichtig zuerst dessen Kopf und dann die Schultern des Betroffenen von hinten an, sodass dieser leicht nach vorn gebeugt sitzt. Stützen Sie dessen Rücken mit dem eigenen Knie oder Oberschenkel ab.
  • Greifen Sie mit beiden Händen unter den Achseln des Verunglückten nach vorne. Greifen Sie einem seiner Unterarme und winkeln Sie diesen quer vor seiner Brust ab.
  • Packen Sie den Unterarm, indem Sie den Daumen neben die anderen Finger legen (nicht um den Arm greifen), das verhindert zu festes Zudrücken!
  • Ziehen Sie den Betroffenen auf Ihre Oberschenkel, richten Sie ihn auf und bringen Sie ihn rückwärtsgehend aus dem Gefahrenbereich. Achten Sie auf Eigenschutz und Hindernisse.
  • Legen Sie die Person an einem sicheren Ort/auf einer Rettungsdecke vorsichtig auf den Rücken. Auf Wärmeerhalt achten, Betroffenen zudecken.
  • Ist der Betroffene bewusstlos: Atmung kontrollieren. Gegebenenfalls sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durchführen, ggf. im Wechsel mit weiteren Helfern.
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news-495 Tue, 30 Mar 2021 14:24:00 +0200 Osterfreude in Päckchen https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/osterfreude-in-paeckchen.html Projekt der Maria Ward Realschule Kempten zu Gunsten der Wärmestube Die Schülerinnen der Maria Ward-Mädchenrealschule in Kempten bereiteten den Besuchern der Wärmestube eine ganz besondere, liebevolle Osterüberraschung. Während der Zeit des Distanzunterrichts hatten sie klassenübergreifend 60 hübsche, mit Leckereien gefüllte Osterpäckchen für die Bedürftigen vorbereitet. Zwei Zehntklässlerinnen verteilten die Überraschungen am vergangenen Donnerstag (25.03.2021) gemeinsam mit zwei Lehrkräften persönlich an die Frauen und Männer.

„Die Aktion war wie ein Tag Sonnenschein während einer trüben Jahreszeit“, freut sich Amelie Lang, die Leiterin der Kemptener Wärmestube des BRK. In den bunt bemalten und zum Teil mit Schleifen verzierten Päckchen befanden sich in Heu gebettete Osterlämmer oder Osterzöpfe sowie österliches Naschwerk. „Das Projekt wurde mit sehr viel Umsicht und sehr professionell gestaltet“, lobt sie. „Aus Rücksicht auf die geltenden Hygienebestimmungen wurde nichts selbst gebacken. Zudem liegt jedem Päckchen eine Zutaten- bzw. Allergenliste bei.“

Die Schülerinnen Lara und Julia, ihre Lehrerin Manuela Holzer sowie ihr Lehrer Tobias Weiß verteilten die Überraschungspäckchen während der mittäglichen Essensausgabe der Wärmestube - natürlich mit FFP2-Masken, Abstand und ohnehin draußen. Dabei ergab sich auch das eine oder andere nette Gespräch. „Die Geschichten aus dem Alltag der Wärmestube mit Übernachtungsstelle machte die Mädchen sowohl betroffen als auch erstaunt“, so Amelie Lang. Besonders die Übernachtungsstelle, in die sie einen Blick werfen durften, habe die Beiden positiv überrascht: „Sie meinten: `Sieht ja alles ganz nett aus – das habe ich mir viel schlimmer vorgestellt.´“ Auch die Gäste hätten sich über den Kontakt zu den jungen Menschen gefreut. „Eine Dame sagte, sie habe sonst nie Kontakt mit so jungen Menschen. Ihre eigene Tochter sei 55 Jahre alt und habe keine Kinder. Es sei wirklich schön, so in Kontakt zu kommen.“

Da an jenem Tag nicht alle Päckchen Abnehmer fanden, werden die verbliebenen am Ostersonntag von den Mitarbeitern der Wärmestube ausgegeben und mit Sicherheit (wieder) viele Gesichter zum Strahlen bringen.

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news-492 Mon, 29 Mar 2021 11:00:00 +0200 Die Radler kommen wieder https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/die-radler-kommen-wieder.html BRK gibt Tipps zur Ersten Hilfe bei Fahrradunfällen Nach dem langen kalten Winter können viele Menschen es kaum erwarten, endlich das Fahrrad wieder aus dem Keller zu holen und sich in den Sattel zu schwingen. „Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um sich die wichtigsten Erste Hilfe-Maßnahmen nochmal zu vergegenwärtigen“, findet Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu. „Denn wenn die Fahrradsaison so richtig losgeht, steigen leider auch die Zahlen von Unfällen, an denen Radler beteiligt sind.“

„Die häufigsten Verletzungen bei Fahrradfahrern sind Knochenbrüche, Gelenkverletzungen, Platz- und Schürfwunden sowie Schädelverletzungen bis hin zu schweren Schädel-Hirn-Traumata“, sagt der erfahrene Rettungsdienstler. „Schädel-Hirn-Traumata, zu denen auch Gehirnerschütterungen zählen, erkennt man an Symptomen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Desorientiertheit sowie Seh-, Bewegungs- oder Sprachstörungen. Dann muss sofort der Rettungsdienst unter 112 alarmiert werden.“ Die meisten Kopfverletzungen wären durch das Tragen eines Fahrradhelms vermeidbar, mahnt er. „Tragen Sie darum Ihrer eigenen Sicherheit zuliebe bitte unbedingt immer einen gut sitzenden Helm!“. Zudem rät er, bei jeder Fahrradtour ein Erste-Hilfe-Set dabei zu haben. Solche gibt es auch in handlicher Ausführung speziell für Radler.

Was tun bei Knochenbrüchen und blutenden Wunden?
Als Hinweise auf Knochenbrüche und Gelenkverletzungen nennt der Fachmann unnatürlich verdrehte Gliedmaßen, gefolgt von starken Schmerzen und Bewegungseinschränkung oder -unfähigkeit. „Der Betroffene nimmt meist automatisch eine Schonhaltung ein“, erklärt er. Dann gelte:

  • Bruchstelle bzw. Gelenk nicht bewegen!
  • keine Einrenkungs- oder Bewegungsversuche unternehmen
  • verletzten Körperbereich ruhigstellen (evtl. mit Schiene, Armschlinge)
  • geschlossenen Bruch, wenn möglich, vorsichtig mit nassen Tüchern kühlen
  • offenen Bruch mit sauberer, möglichst steriler Wundauflage bedecken
  • verletzte Gliedmaßen vorsichtig umpolstern (z.B. mit fest gerollten Kleidungsstücken)
  • bei stark blutenden Wunden Druckverband anlegen, Notruf 112 verständigen

Innere Verletzungen erkennen
„Im Gegensatz zu offenen Wunden sind innere Verletzungen, zum Beispiel durch den Fahrradlenker, für den Laien oft nicht eindeutig zu erkennen“, betont Frank Schönmetzler. „Sie können sich durch Blutergüsse und blaue Flecken am Rumpf zeigen und sind häufig mit erst später einsetzenden Schmerzen im Bauch, einer harten Bauchdecke und Schocksymptomen wie kaltem Schweiß, Blässe und Schwindel bis hin zu Bewusstlosigkeit verbunden.“

Maßnahmen bei Inneren Verletzungen

  • Betroffener ist bei Bewusstsein => mit dem Verletzten sprechen, beruhigen, Oberkörperhoch lagern
  • bei Schocksymptomen => auf den Rücken legen, Beine hochlagern
  • bei Bewusstlosigkeit
    • Helm des Betroffenen vorsichtig abnehmen
    • stabile Seitenlage
    • eventuelle Fremdkörper aus dem Mund entfernen
    • ständig Atmung und Herzschlag kontrollieren. Während Corona gilt: Atmung am besten mit Abstand, anhand des Hebens und Senkens des Brustkorbs prüfen
    • bei fehlender Atmung und Herzschlag: Herzdruckmassage durchführen. Während Corona gilt: bei haushaltsfremden Personen derzeit auf Mund-zu-Mund-Beatmung verzichten. Ausnahme: Familienmitglieder und Kleinkinder

Hilfreiche Tipps für Mountainbiker
Bei einem Fahrradunfall in unwegsamem Gelände herrscht womöglich kein Handyempfang. Frank Schönmetzler weiß Rat: „Schalten Sie Ihr Handy aus und dann wieder ein, OHNE den PIN einzugeben. Wählen Sie dann den Euro-Notruf 112. Das Gerät sucht nun ausreichende Signale anderer Netzanbieter. Falls das nichts bringt müssen Sie den Standort wechseln – auf Anhöhen herrscht eher Empfang – und es erneut per Euro-Notruf versuchen.“

Wann und wo in Kempten und dem Oberallgäu wieder Erste-Hilfe-Kurse stattfinden, erfahren Sie unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/.

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news-491 Wed, 17 Mar 2021 11:00:00 +0100 BRK-Kleiderladen Kempten wieder geöffnet https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/brk-kleiderladen-kempten-wieder-geoeffnet.html Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10 bis 15 Uhr Der Kemptener Kleiderladen des BRK Oberallgäu im BRK-Haus (Haubenschloßstr. 12) ist seit Dienstag (16.03.2021) wieder geöffnet. Sofern die Inzidenzzahlen es zulassen, können dienstags bis freitags von 10 Uhr bis 15 Uhr wieder gut erhaltene Kleidung, Heimtextilien, Schuhe, Spielzeug, Geschirr, zeitgemäße Bücher sowie CDs von Jedermann zum kleinen Preis gekauft werden.

„Die Entscheidung zur Öffnung kam sehr kurzfristig“, sagt Susanne Kultus, die Leiterin der Rotkreuzläden. „Am Montagabend hängte ich ein Schild mit dem Hinweis, dass wir wieder öffnen ins Schaufenster und am Dienstagmorgen warteten dann prompt schon treue Kundinnen vor der Tür“, erzählt sie. Für den Einkauf gilt ein strenges Hygienekonzept mit Händedesinfektion, Abstandsregelung, FFP2-Maskenpflicht und einer Zutrittsbeschränkung auf 5 Kunden gleichzeitig. „Das gesamte Team freut sich sehr, dass es nach dreimonatiger Zwangspause nun endlich wieder weitergeht.“

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news-490 Thu, 11 Mar 2021 11:00:00 +0100 Mit diesen Tipps schützen Sie sich vor Zecken https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/mit-diesen-tipps-schuetzen-sie-sich-vor-zecken.html Warum die Gefahr von Zeckenstichen nach wie vor nicht unterschätzt werden darf Auch wenn Zecken im Frühling und im Herbst besonders aktiv sind, findet man sie mittlerweile das ganze Jahr über. Abhängig ist ihr Auftreten von der Temperatur. Ab 8 Grad sind sie aktiv, unabhängig von Art oder Stadium. Bei warmer Witterung können Infektionen vereinzelt folglich auch im Winter auftreten. „Zecken sind deshalb gefährlich, weil sie Viren übertragen, die zur gefährlichen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) führen, und weil sie Bakterien übertragen, die Borreliose verursachen. Die Medizin ist in beiden Fällen nur bedingt gerüstet“, erläutert Dr. Andreas Baumgarten, Chefarzt beim BRK Oberallgäu.

Bei FSME handelt es sich um eine Gehirn-, Hirnhaut- oder Rückenmarkentzündung. Sobald die Krankheit ausgebrochen ist, helfen keine Medikamente. Eine FSME-Impfung ist der einzige sichere Schutz vor einer Erkrankung. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) erkranken Erwachsene ab 40 Jahren am häufigsten. Die Ständige Impfkommission empfiehlt daher allen Menschen, die sich in FSME-Risikogebieten aufhalten, eine Impfung. Bayern, Baden-Württemberg und die südlichen Gebiete Hessens und Thüringens wurden vom Robert-Koch-Institut als solche Risikogebiete eingestuft. „Die Hauptübertragungszeit liegt zwischen April und November, aber wie schon angedeutet, kann das auch im Winter passieren, sofern es mild ist. Aufgrund des Klimawandels kommt es vermehrt zu einem Anstieg der einheimischen Zecken und der Verbreitung neuer Arten“, weiß Dr. Baumgarten.

Entscheidend ist schnelles Entfernen
Gegen Borreliose gibt es nach wie vor noch keinen wirksamen Impfschutz. „Ein schnelles Entfernen ist hier ganz wichtig, denn die Inkubationszeit nach einem Zeckenstich liegt zwischen 3 bis 30 Tagen. Die späte Neuroborreliose kann sich auch erst nach Monaten oder Jahren entwickeln. Wer an einer Borreliose erkrankt, kann in der Regel durch Antibiotika therapiert werden. Am besten ist natürlich, man lässt es erst gar nicht zu einem Zeckenstich kommen“, rät der Mediziner. Wer sich im hohen Gras, Gebüsch oder Unterholz aufhält, der sollte am besten geschlossene Kleidung tragen, da diese einen gewissen Schutz bietet. Feste Schuhe, lange Hosen und lange Ärmel sind ratsam. Wer außerdem seine Hosenbeine in die Socken steckt, der zwingt die Zecke auf der Kleidung nach oben zu laufen, was ihr Auffinden um einiges erleichtert. Auf hellen Kleidungsstücken sind die Tierchen darüber hinaus deutlich besser zu sehen. „Insektenabweisende Mittel können wir ebenfalls empfehlen. Allerdings helfen die Sprays nur für eine kurze Zeitspanne von 1 bis 3 Stunden und müssen immer wieder aufgetragen werden. Besonders sinnvoll ist es, seinen Körper nach dem Aufenthalt im Freien nach Zecken abzusuchen. Vor allem Kinder sollten nach dem Spielen und Toben draußen gründlich untersucht werden. Zecken bevorzugen Stichstellen wie etwa den Haaransatz, die Ohren, den Hals, die Achseln, die Ellenbeuge, den Bauchnabel, den Genitalbereich oder die Kniekehle“, führt der Chefarzt des BRK Kreisverbands Oberallgäu detailliert aus.

Gibt es Menschen, die für Zecken besonders attraktiv sind?
Forscher haben herausgefunden, dass Menschen mit einem hohen Anteil an Milchsäure auf ihrer Haut besonders attraktiv für Gelbfiebermücken sind. Für die heimischen Zeckenarten ist laut dem Robert-Koch-Institut nichts derartiges bekannt. „Es hängt also vielmehr von unserem Verhalten ab, ob wir von einer Zecke gestochen werden oder nicht. Das haben wir ja selbst in der Hand, insofern kann ich nur noch einmal unterstreichen, wie wichtig es ist, gewisse Schutzmaßnahmen zu ergreifen.“ Wer trotzdem von einer Zecke gestochen wurde, der verwendet am besten eine Pinzette oder ein spezielles Zeckenentfernungsinstrument aus der Apotheke. Die Zecke greift man nahe der Hautoberfläche, also an ihren Mundwerkzeugen (niemals am vollgesogenen Körper!) und zieht sie langsam und gerade aus der Haut. Sie sollte dabei, wenn möglich, nicht gedreht werden, und auf keinen Fall darf sie vor dem Entfernen mit Öl oder Klebstoff beträufelt werden. Das würde das Tier unnötig reizen und könnte dazu führen, dass es seinen Speichel und somit mögliche Infektionserreger abgibt. Nach Entfernung der Zecke sollte die Wunde sorgfältig desinfiziert werden.

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news-489 Wed, 10 Mar 2021 16:00:00 +0100 Unbekannte Helfer in der Not https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/unbekannte-helfer-in-der-not.html Die Schnelleinsatzgruppen Betreuung und Verpflegung des BRK Oberallgäu Allgäu - Manche Dienste, die die Bereitschaften im Roten Kreuz Oberallgäu vorhalten, sind im Ernstfall von großer Wichtigkeit und dennoch weitgehend unbekannt. Das möchten wir gerne ändern. Heute stellen wir die rein ehrenamtlich getragenen Schnelleinsatzgruppen SEG Betreuung und SEG Verpflegung vor. Deren Mitglieder kümmern sich bei so genannten „Großschadensereignissen“ um leicht- und unverletzte Personen und versorgen Betroffene sowie Einsatzkräfte mit Essen und Trinken.

„Von einem Großschadensereignis spricht man, wenn viele Menschen davon betroffen sind – also wenn viele verletzt oder krank sind oder auf andere Weise Schaden genommen haben. Das kann beispielsweise bei einer Unwetterkatastrophe, einem Zugunglück, einem Erdbeben oder Großbrand der Fall sein. In solchen Fällen sind viele Helfer und Retter nötig,“ erklärt Sebastian Helff, Kreisfachdienstleiter Betreuungsdienst beim BRK Oberallgäu. „Meist wird in solchen Fällen auch die Schnelleinsatzgruppe Betreuung und/oder Verpflegung der BRK-Bereitschaften alarmiert.“

Dies war etwa der Fall, als im vergangenen Oktober bei Bauarbeiten in Sulzberg Weltkriegs-Munition gefunden wurde und 35 Anwohner evakuiert werden mussten. Ebenso bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Sonthofen im Dezember 2020. Mehrere Bewohner, darunter Familien mit kleinen Kindern, mussten bis zum Ende der Löscharbeiten andernorts betreut werden. Erst Ende Januar 2021 kamen rund 30 Helfer der BRK-Bereitschaften mit Quads und zu Fuß zahlreichen Autofahrern zu Hilfe, die aufgrund des Wintereinbruchs stundenlang auf der B12 festsaßen. Sie wurden mit Kraftstoff, Tee, Müsliriegeln, Decken und menschlichem Zuspruch aufgemuntert.

„Die Aufgaben im Bereich des Betreuungsdienstes sind sehr vielfältig und hervorragend geeignet für Menschen, die sich ehrenamtlich für andere engagieren möchten, aber kein Blut sehen können“, sagt Sebastian Helff. Vielmehr seien Organisationsfähigkeit und soziale Kompetenz gefragt. „Die SEG Betreuung beispielsweise kümmert sich zum einen darum, Verpflegung und eventuell beheizte Ruheräume für Rettungskräfte bereitzustellen. Zum anderen ist die Einheit in enger Zusammenarbeit mit Ordnungsbehörden und Polizei für die Betreuung betroffener Zivilpersonen da. Dazu gehört die Suche nach einer geeigneten Notunterkunft - je nach Einsatzfall und dessen Dauer müssen dort Notbetten Platz finden, Familien müssen separat untergebracht werden können, außerdem müssen Sanitäranlagen vorhanden sein sowie eventuell Spielbereiche für Kinder und Ruhebereiche für Einsatzkräfte.“ Im Fall von Sulzberg wurde die Turnhalle zu einer Notunterkunft umfunktioniert. „Die SEG-Mitglieder richten diese dann schnellstmöglich ein, kümmern sich um die Ausschilderung, die Aufnahme der Evakuierten, die Bereitstellung von Getränken und Brotzeiten - auch für die Rettungskräfte - und dann um die psychosoziale Betreuung der Betroffenen. Sprich: sie erklären die Abläufe und klären regelmäßig über den Stand der Dinge bei dem zugrunde liegenden Unglück auf, sie sorgen gegebenenfalls für Kleidung – falls jemand nachts im Schlafanzug seine Wohnung verlassen musste – und sind ganz generell für die Betreuten da. Die SEG Verpflegung hingegen ist bei sehr großen Schadenslagen mit mehreren Hundert Betroffenen gefragt. Die Einheit mit Sitz in der Bereitschaft Kempten verfügt über eine mobile Feldküche, mit der in einem Kochgang 200 bis 300 Personen versorgt werden können sowie über einen Betreuungs-LKW inklusive autarker Trinkwasserversorgung und stromautarkem Feldkochherd.“

„Wir freuen uns immer über neue Gesichter in unseren Reihen“, sagt Sebastian Helff. Voraussetzung, um Mitglied dieser SEGs zu werden, ist die Grundqualifizierung zur Einsatzkraft der BRK-Bereitschaften, die beim BRK Oberallgäu erworben werden kann. Mitglieder der SEG Verpflegung benötigen zudem die Fortbildung zum Feldkoch. Wer über 18 Jahre alt ist und Interesse hat, sich in der SEG Betreuung in Kempten, Sonthofen oder Immenstadt oder auch in der SEG Verpflegung in Kempten zu engagieren, kann sich für weitere Informationen direkt mit Sebastian Helff in Verbindung setzen.

Mail: s.helff(at)brk-oberallgaeu.de

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news-488 Tue, 09 Mar 2021 16:00:00 +0100 Waltner Weine spendet Säfte & Co. an die Tafel Kempten https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/waltner-weine-spendet-saefte-co-an-die-tafel-kempten.html Waltner Weine spendet Säfte & Co. an die Tafel Kempten Waltenhofen – Die Vinothek Waltner Weine in Waltenhofen hat aus der Not eine Tugend gemacht und rund 80 Kisten Fruchtsäfte und alkoholfreie Getränke an die Tafel Kempten gespendet.

Die selbstständige Wein-Fachberaterin Simone Waltner hat - wie so viele Einzelhändler - mit der Corona-Krise zu kämpfen. Unter anderem bedingt durch ausgefallene Feste und Veranstaltungen wie zum Beispiel die Nordische Ski WM in Oberstdorf, die ohne Publikum stattfand, oder den Ausfall des Weihnachtsmarktes, bei dem die Firma den Stand des BRK, die „Kempten-Hütte“, mit hochwertigem Winzerglühwein aus Kemptens Partnerstadt Bad Dürkheim beliefert hätte, ging auch bei ihr der Absatz stark zurück.

„Auch Getränke haben ein Mindesthaltbarkeitsdatum“, sagt Simone Waltner. „Darum kann ich Teile meines Warenbestandes nicht mehr in meinem Geschäft anbieten. Qualität und Geschmack sind aber auch kurz vor oder nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum einwandfrei. Die Getränke können bedenkenlos verzehrt werden und sind viel zu schade zum Wegschütten.“ Aus diesem Grund hat die Unternehmerin nun fast 80 Kisten alkoholfreier Getränke im Wert von rund 900 Euro an die Tafel Kempten gespendet. Tafel-Koordinator Markus Wille bedankte sich herzlich für die großzügige Spende. Die Getränke werden an die Kunden der drei Tafel-Ausgabestellen in der Stadt verteilt.

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news-487 Mon, 08 Mar 2021 16:00:00 +0100 So erfahren Sie Ihren Termin für die Corona-Impfungen https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/so-erfahren-sie-ihren-termin-fuer-die-corona-impfungen.html BRK erklärt den Ablauf von der Registrierung bis zum Impftermin Das Interesse, sich gegen Corona impfen zu lassen, ist in der Bevölkerung des Oberallgäus und Kemptens groß. Dietmar Schenk ist als BRK-Koordinator für die Impfung bestens mit dem Thema vertraut. Er erklärt den Ablauf von der Registrierung bis zur Terminvergabe. Eins vorweg: Telefonische Nachfragen bei der Impfhotline führen zu keinem Ergebnis. Die Terminvergabe erfolgt andernorts.

„Es gibt verschiedene Wege, sich zur Corona-Impfung anzumelden“, erklärt Dietmar Schenk. „Der erste ist, sich unter www.impfzentren.bayern online zu registrieren. Das ist jederzeit möglich. Man benötigt dafür nur eine E-Mailadresse, mit der man sich anmeldet und ein selbstgewähltes Passwort. Bei der Online-Anmeldung werden persönliche Daten wie Geburtsdatum und Adresse erfasst und auch, ob eventuelle Vorerkrankungen, eine bestätigte COVID-19 Erkrankung oder eine Schwangerschaft vorliegen. Darüber hinaus wird abgefragt, ob der Interessent in einer Pflege- oder medizinischen Einrichtung, in Schule oder Kindergarten, in einer Einrichtung zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens oder in einem anderen Beruf mit hohem Personenkontakt arbeitet. Man kann mit einer Mailadresse auch mehrere Personen anmelden.“

Der zweite Anmeldeweg ist über die telefonische Impfhotline. Sie ist von Montag bis Freitag jeweils 8-18 Uhr und am Wochenende von 8-16 Uhr besetzt und in erster Linie für Senioren gedacht sowie für Menschen, die keinen Internetanschluss haben. Für Kempten und das Oberallgäu lautet die Nummer 0831- 20 69 71 71. „Im Januar sind dort täglich bis zu 18. 000 Anrufe eingegangen“, berichtet Dietmar Schenk. „Obwohl bis zu zehn Mitarbeiter nonstop am Apparat sind, kommt es da leider zu Wartezeiten in der Warteschleife. Alle Beteiligten tun ihr Menschenmöglichstes. Wir bitten um Geduld und Verständnis.“

Eine wichtige Anmerkung möchte Dietmar Schenk in diesem Zusammenhang loswerden: „Egal auf welchem Weg Sie sich angemeldet haben: Sie können sicher sein, dass Sie nicht vergessen werden! Aufgrund der sehr großen Nachfrage kann es allerdings einige Zeit dauern, bis Sie ihren Impftermin erhalten.“ Generelle Aussagen über den zu erwartenden Zeitabstand zwischen der Anmeldung und der Impfung seien derzeit nicht möglich. Schenk bittet: „Bitte verzichten Sie auf telefonische Nachfragen beim Impfzentrum. Die Mitarbeitenden dort sind nicht im Bilde über die einzelnen Impftermine.“ Die registrierten Impfwilligen würden vielmehr von dem für sie zuständigen Impfzentrum per E-Mail, per SMS oder gegebenenfalls auch telefonisch informiert, sobald ein Impftermin frei ist. „Dann stehen Ihnen mehrere Termine zur Auswahl, die mitunter sehr kurzfristig am nächsten Tag oder innerhalb der kommenden Woche sein können. Mit der Terminbestätigung erfahren Sie auch, welchen Impfstoff Sie erhalten.“

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news-486 Wed, 03 Mar 2021 11:00:00 +0100 Spürhund Ben findet hilfloses Mädchen https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/spuerhund-ben-findet-hilfloses-maedchen.html Erfolgreiche Vermisstensuche der BRK Rettungshundestaffel Am gestrigen Abend (02.03.2021) wurde ein 16-jähriges Mädchen im Unterallgäu als vermisst gemeldet. Die von der Polizei hinzugezogene BRK Rettungshundestaffel fand die Vermisste in den frühen Morgenstunden glücklicherweise unverletzt.

Das 16-jährige Mädchen war am Abend nicht ins Heim zurückgekehrt, woraufhin die Heimleitung die Polizei verständigte. Da das Mädchen ohne Jacke und Handy unterwegs war, war davon auszugehen, dass sie in einer hilflosen Lage ist.

Der siebenjährige Bayerische Gebirgsschweißhund Ben aus der hinzugezogenen Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu konnte am Ausgang des Heims die Spur der Vermissten aufnehmen und zeigte seiner Hundeführerin Yvonne Schöllhorn und den Polizisten bei einem einstündigen Marsch den Weg zu ihr an. Dank seiner feinen Nase konnte das Mädchen unversehrt gefunden und in Sicherheit gebracht werden.

„Das ist eine tolle Leistung und die ganze Rettungshundestaffel freut sich. Ein Fund wie dieser macht deutlich, dass sich die jahrelange Ausbildung unserer Hunde mit zweimal Training pro Woche auszahlt“, sagt Christoph Tiebel, der Leiter der Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu.

Ben ist ein sogenannter „Mantrailer“, das heißt, er bekommt vor der Suche einen persönlichen Gegenstand des Vermissten als Geruchsträger. Das kann ein Kleidungsstück, eine Zahnbürste oder auch nur ein Zigarettenstummel sein. Dann verfolgt er vom Startpunkt aus die frischeste Spur. Yvonne Schöllhorn und Ben engagieren sich als erfahrenes Rettungshundeteam bei der Bereitschaft Waltenhofen des Bayerischen Roten Kreuzes. Sie werden pro Jahr zu ca. 20 Sucheinsätzen alarmiert und haben schon oft wertvolle Hinweise für den Fund vermisster Menschen geliefert. „Dass Ben seine Arbeit so gut macht, macht mich stolz“, sagt Yvonne Schöllhorn. „Er ist immer mit voller Motivation dabei und verfolgt die Spur so schnell, dass die Polizisten und ich beim Hinterherlaufen ins Schwitzen kommen.“ Zur Belohnung für die Suche bekam der erfolgreiche Vierbeiner einen großen Napf mit Futter. Dann durfte er nach dem nächtlichen Einsatz erstmal ausschlafen.

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news-485 Tue, 02 Mar 2021 11:00:00 +0100 „Man kann nichts verkehrt machen“ https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/man-kann-nichts-verkehrt-machen.html BRK erklärt, wie und wann man als Laie einen Defibrillator anwendet Da derzeit aufgrund von Corona keine Kurse möglich sind, stellt das BRK Oberallgäu einige wichtige Erste-Hilfe-Maßnahmen in einer Reihe vor. Heute geht es um die richtige Anwendung eines Defibrillators, auch AED genannt (Automatisierter Externer Defibrillator). „Viele Menschen haben Angst, solch ein Gerät zu benutzen, weil sie befürchten, etwas falsch zu machen“, weiß Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu. „Dabei ist die Anwendung wirklich einfach. Man kann nichts verkehrt machen. Nichts zu tun, wäre viel schlimmer!“

Wann sollte man einen Defibrillator anwenden?
Ein Defibrillator kommt bei schwerwiegenden Herz-Rhythmus-Störungen wie etwa dem Kammerflimmern zum Einsatz. „Wenn bei einer bewusstlosen Person kein Pulsschlag zu spüren ist, zählt buchstäblich jede Minute. Also warten Sie als Ersthelfer bitte keinesfalls erst einmal ab“, appelliert der Experte. Die ersten sechs Minuten seien ganz entscheidend für das Überleben des Betroffenen. Je schneller effektiv geholfen werde, desto geringer sei die Gefahr von bleibenden gravierenden Schäden.

Was tun im Notfall?
„Wichtig ist, dass umgehend der Rettungsdienst unter 112 alarmiert und der Patient sofort und bis zu dessen Eintreffen mittels Herzdruckmassage und Beatmung wiederbelebt wird. Das heißt: 30 Mal Herzdruckmassage und 2 Atemspenden im Wechsel. In dieser Zeit kann ein zweiter Helfer losgeschickt werden, um einen Defibrillator zu holen.“ Das Gerät ist durch die Abkürzung „AED“ und ein grünes Schild mit weißem Herzsymbol kennzeichnet. Die genauen Standorte sind mit Hilfe der „Rot Kreuz Defi-App“ sowie unter definetz.online/defikataster-1 oder www.mydefibri.de/defibrillator-finden sekundenschnell zu finden.

Defi anwenden – so geht´s

„Die AED wurden speziell für Laien entwickelt und geben ganz genaue, einfach nachvollziehbare Anweisungen, was wann wie zu tun ist“, beruhigt Frank Schönmetzler. „Während ein Helfer die Herzdruckmassage fortführt, muss ein anderer den Oberkörper der betroffenen Person freimachen. Dann werden die etwa postkartengroßen Elektroden an den exakt beschriebenen Stellen unterhalb des rechten Schlüsselbeins sowie unterhalb der linken Achselhöhle fest auf den nackten Brustkorb aufgeklebt. Die Haut sollte trocken und möglichst unbehaart sein. Bei starker Brustbehaarung den Patienten mit dem beiliegenden Rasierer rasch rasieren. Nach dem Aufkleben der Elektroden springt das Gerät automatisch an und misst den Herzrhythmus. Wenn es sich tatsächlich um ein Kammerflimmern handelt, lädt sich das Gerät automatisch auf. Es gibt rechtzeitig den Befehl, die Herzdruckmassage kurz zu unterbrechen, jede Berührung mit dem Patienten zu unterbrechen und den blinkenden Knopf zu drücken, mit dem der Elektroschock ausgelöst wird.“ Die Elektroden bleiben danach auf der Brust des Patienten. Das Gerät gibt gegebenenfalls die Anweisung, die Herzdruckmassage weiterzuführen bzw. einen weiteren Elektroschock auszulösen. Es gibt zudem Anweisungen, falls die Herzdruckmassage zu schnell oder zu langsam ausgeführt wird. So ist man auch dabei auf der sicheren Seite“. Wenn das Gerät einen normalen Herzrhythmus feststellt, ist keine Schockabgabe mehr möglich. Dann kann auch die Herzdruckmassage beendet werden. Die Gefahr, einen Defibrillator im „falschen“ Fall anzuwenden und somit dem Patienten zu schaden, bestehe nicht, stellt Frank Schönmetzler klar. „Wenn keine lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen vorliegen, würde es gar keinen Stromstoß auslösen.“

Wie ist die rechtliche Lage?
Viele Laien haben Angst, sich strafbar zu machen, wenn bei der Ersthilfe etwas schief geht. Da kann der Fachmann beruhigen: „Der Einsatz eines AED durch einen Laien im Rahmen der ersten Hilfe ist rechtlich unbedenklich. Viel eher kann man wegen unterlassener Hilfeleistung belangt werden, wenn man tatenlos zusieht.“ Sobald beim BRK wieder Erste-Hilfe-Kurse anlaufen, sind die Termine unter www.kurs-anmeldung.de zu finden.


Fotos: Sebastian Schleicher, DRK
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Repro: Stodal
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news-484 Fri, 26 Feb 2021 11:00:00 +0100 Auch in Corona-Zeiten an Heuschnupfen denken https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/auch-in-corona-zeiten-an-heuschnupfen-denken.html BRK Oberallgäu erklärt die Unterschiede zwischen Erkältung, Heuschnupfen und dem Coronavirus Müde, der Hals kratzt, die Nase läuft und dazu noch Husten? Wer unter diesen Symptomen leidet, stellt sich sofort die Frage: „Reagiere ich allergisch, habe ich mich erkältet oder am Ende doch mit Corona infiziert“? Die Verunsicherung ist in der aktuellen Zeit dementsprechend groß und Allergiker haben es dieses Jahr besonders schwer. „Da die Symptomatiken bei allen drei Erkrankungen recht ähnlich sind, ist die Antwort für Laien nicht immer einfach. Aber anhand der Inkubationszeit und dem Verlauf lässt sich häufig darauf schließen, um welche Erkrankung es sich handelt“, weiß Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu.

Frühlingshafte Temperaturen lassen den Pollenflug teilweise schlagartig explodieren. Für Allergiker beginnt dann wieder die alljährliche Leidenszeit. „Eine Erkältung kündigt sich oft durch Unwohlsein, Halskratzen und Kopfschmerzen an. Später fängt die Nase an zu laufen, gerade am Abend ist sie meist verstopft, und die typischen Beschwerden setzen allmählich ein. Husten kommt häufig ab dem fünften Tag hinzu. In der Regel dauert eine Erkältung sieben bis zehn Tage und dann klingen die Symptome wieder ab. Eine Allergie setzt dagegen oft plötzlich und unerwartet ein. Der Schnupfen kommt ohne Vorwarnung und die Symptome bleiben hartnäckig, bis die Ursache (Pollen oder Hausstaubmilben) aus dem Weg geräumt ist“, so Schönmetzler.

Heuschnupfen ist keine banale Erkrankung
Heuschnupfen ist eine Allergie. Eine Überreaktion unseres Immunsystems auf bestimmte Substanzen. Beim Heuschnupfen antwortet der Körper mit einer überschießenden Reaktion auf den Blütenstaub. „Typische Symptome sind Nasenlaufen, Niesanfälle und tränende, brennende oder juckende Augen. Bei etwa 30 bis 40 Prozent der Betroffenen, schätzen Fachleute, entsteht im Verlauf ein allergisches Asthma. Das zeichnet sich durch Symptome wie Husten, Luftnot oder Atemgeräusche aus. Heuschnupfen ist keine banale Erkrankung und sollte nicht unterschätzt werden“, meint der Ausbildungsleiter des BRK Kreisverband Oberallgäu. Nur eine konsequente Behandlung verhindert, dass die Allergie von den oberen auf die unteren Atemwege übergreift. „Als Tipp möchte ich allen Allergikern auf den Weg geben, sich über den aktuellen Pollenflug zu informieren. Es gibt inzwischen zahlreiche Apps fürs Smartphone und auch Tageszeitungen drucken einen Pollenflug, ähnlich wie den Wetterbericht, ab. Wer draußen war, sollte anschließend seine Kleidung wechseln, die Brillengläser reinigen und am besten vor dem Schlafen die Haare waschen. Ich empfehle außerdem, die Kleidung, die man tagsüber getragen hat, nicht im Schlafzimmer aufzubewahren.“

Fieber und trockener Husten deuten auf Corona hin
Ein klares Unterscheidungsmerkmal ist vor allem eventuell auftretendes Fieber und Gliederschmerzen. Auch trockener Husten und Atemnot deuten auf eine Infektion mit dem Coronavirus hin. Die Symptome entwickeln sich allmählich und nehmen über Stunden bis Tage weiter zu. „Wer vermutet, dass er sich mit dem Virus infiziert hat, sollten umgehend seinen Hausarzt oder einen HNO-Facharzt telefonisch kontaktieren und das weitere Vorgehen beraten. Der Gang in die Praxis sollte unbedingt unterbleiben“, darauf weist Schönmetzler noch einmal eindringlich hin. Nach aktuellem Stand gibt es bislang keinen Nachweis, dass Allergiker ein erhöhtes Risiko für eine Corona-Infektion haben. „Allerdings gehen HNO-Ärzte davon aus, dass nicht ausreichend behandelte Heuschnupfen- oder Asthma-Patienten ein erhöhtes Risiko vorzuweisen hätten. Die Schleimhäute im oberen Atemwegssystem schwellen an und werden für Viren durchlässiger“, erklärt Ausbildungsleiter Frank Schönmetzler vom BRK Oberallgäu abschließend.

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news-483 Fri, 19 Feb 2021 17:00:00 +0100 Knuddelige Neuzugänge https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/knuddelige-neuzugaenge.html Welpen in der Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu Die BRK Rettungshundestaffel Oberallgäu hat niedlichen Zuwachs erhalten: Labrador-Welpe Pablo und Schäferhund-Welpe Balu sind neu im Team.

Pablo wurde Anfang Dezember in Brandenburg geboren. Er ist der jüngste vierbeinige „Familienzuwachs“ bei Soffie Küchle, einer der Ausbilderinnen der Rettungshundestaffel. Ihr gehört auch der ausgebildete Trümmer- und Flächenhund Pepe. Balu, der im November zur Welt kam, ist bei Bereitschaftsleiter Mark Hofmann zuhause. Der führte in der Vergangenheit bereits einen Schäferhund als Rettungshund.

Aufgrund der Zugehörigkeit ihrer Besitzer zur Rettungshundestaffel wachsen die Kleinen praktisch mit der Rettungshundearbeit auf. „In der Staffel freuen sich alle sehr über die neuen vierbeinigen Kollegen“, sagt Mark Hofmann. „Die Welpen dürfen schon jetzt beim Training dabei sein. Dabei werden sie spielerisch, liebevoll, mit Spaß und dem einen oder anderen Leckerli an das Ganze herangeführt. Wichtig ist, dass Sie zunächst andere Menschen kennenlernen und Vertrauen aufbauen. Dann kommen nach und nach kleine Übungen, wie etwa ohne Angst durch einen Spieltunnel zu laufen.“ Balu wird zunächst als Flächenhund ausgebildet, im Anschluss könnte sich Hofmann noch eine Ausbildung als Trümmerhund vorstellen.

Die komplette Ausbildung der Tiere dauert mehrere Jahre und schließt mit einer anspruchsvollen Prüfung für Hund und Hundeführer ab, welche alle zwei Jahre wiederholt werden muss.

Balus allererster Ausbildungstag war übrigens sogar im Fernsehen zu sehen, in der Sendung „Schwaben und Altbayern“, die am 31. Januar im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt wurde.

Fotos: Soffie Küchle.

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news-482 Wed, 17 Feb 2021 17:00:00 +0100 Valentinstag in der Wärmestube https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/valentinstag-in-der-waermestube.html Leckere Crêpes und viel menschliche Wärme Am vergangenen Sonntag duftete es vor den Türen der Wärmestube nach Zucker und Schokolade. Gäste der Einrichtung hielten lächelnd eine Rose in der Hand. Was da los war? Ganz einfach: es war Valentinstag. Und den nutzen zwei freundliche und backkundige Spenderinnen, um den Besucherinnen und Besuchern eine Freude zu bereiten.

Esther und Britta Hauptvogel hatten zwei Crêpes-Eisen und Teig mitgebracht, um die Gäste der Wärmestube in der Mittagszeit kostenlos mit herzhaften und süßen Crêpes zu verwöhnen, während diese anstanden und auf ihr Essen warteten (es gab Bio-Rindsrouladen mit Knödeln). Esther Hauptvogel ist die Begründerin des Onlineshops für Second-Hand-Mode „Hinz & Kunz“. Im Rahmen einer Online-Auktion hat sie die Wärmestube bereits mit über 650 Euro unterstützt. Britta ist die Mutter der jungen Unternehmerin. Sie bäckt und verkauft in der Vorweihnachtszeit 10 Stunden am Tag Crêpes auf dem Bad Hindelanger Weihnachtsmarkt.

Die Bewirtung der Gäste der Wärmestube machte den beiden Frauen sichtlich Freude. Passend zum Anlass hatten sie zudem Rosensträuße dabei, aus denen sich die Gäste ein oder zwei Blumen nehmen durften. Das Team der Wärmestube war begeistert. „Wir und natürlich auch unsere Gäste fanden diese warmherzige Aktion wunderbar“, freut sich Amelie Lang, die Leiterin der Wärmestube. „Die Gäste haben die Zuwendung und auch die Möglichkeit, mit den beiden Bäckerinnen ein kleines Schwätzchen zu halten – natürlich auf Abstand -, sehr genossen und geschätzt.“ Amelie Lang und ihr Team hatten sich bemüht, auch für ein passendes Ambiente zu sorgen: Fenster und Fensterbretter der Wärmestube waren liebevoll mit Herzchen geschmückt.

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news-481 Tue, 16 Feb 2021 12:00:00 +0100 Corona-Impfhotline mit geänderten Zeiten https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/corona-impfhotline-mit-geaenderten-zeiten.html Die Uhrzeiten, in denen die Corona-Impfhotline besetzt ist, haben sich kurzfristig geändert. Sie sind nun Mo - Fr von 8-18 Uhr und Sa + So von 8-16 Uhr. Die Impfhotline wurde für all diejenigen eingerichtet, die sich für die Corona-Impfung vormerken lassen möchten, dies aber nicht online tun können. Grundsätzlich sollte die Registrierung für einen Impftermin bevorzugt unter impfzentren.bayern erfolgen, da hier eine automatisierte Einladung je nach Verfügbarkeit des Impfstoffes erfolgt.

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news-479 Thu, 11 Feb 2021 16:00:00 +0100 650 Tüten mit Lebensmitteln für die Kemptener Tafelläden https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/650-tueten-mit-lebensmitteln-fuer-die-kemptener-tafellaeden.html Große Resonanz auf Rewe-Aktion 650 Tüten voll mit Lebensmitteln – über diese Spende dürfen sich die Kemptener Tafelläden freuen. Die Kunden der Rewe-Märkte in Kempten, St. Mang, Altusried, Wildpoldsried und Weitnau hatten diese im Rahmen der alljährlichen Rewe-Aktion „Gemeinsam Teller füllen“ gespendet.

„Der selbstständige Rewe-Kaufmann Anton Krieger aus Weitnau ist seit Anfang an dabei. Bereits seit neun Jahren engagieren sich er, seine Mitarbeiter und Kunden für die Tafel Kempten“, berichtet Markus Wille, der Koordinator der Tafel Kempten. „In diesem Jahr kamen allein bei ihm mehr als 150 Tüten zusammen.“ Für 5 Euro konnten Kunden eine fertig gepackte Tüte für bedürftige Menschen in der Region spenden. Jede davon beinhaltet Produkte der Eigenmarke der Lebensmittelkette, die lange haltbar sind und eher selten gespendet werden, wie etwa Doppelkekse, Tomatencreme-Suppe, Spaghetti-Fertiggerichte, Tortellini und Nuss-Nougat-Creme. „Das stellt eine tolle Ergänzung zum bestehenden Tafel-Lebensmittel-Sortiment dar“, freut sich Markus Wille. „Wir werden die 650 Tüten nun nach und nach an die Tafel-Kunden verschenken.“

REWE engagiert sich seit 1996 täglich gegen Lebensmittelverschwendung: Artikel, die nicht mehr verkauft, aber bedenkenlos verzehrt werden können, werden über die Tafel an Bedürftige gespendet. Bei der diesjährigen Aktion „Gemeinsam Teller füllen“ kamen deutschlandweit 558.945 Spendentüten mit Lebensmittel im Wert von über 2,8 Mio. Euro zusammen.

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news-480 Wed, 10 Feb 2021 14:30:00 +0100 Kreisauskunftsbüro unterstützt Impfzentren https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/kreisauskunftsbuero-unterstuetzt-impfzentren.html Telefonhotline zu Corona-Impfungen Wer sich für eine Corona-Impfung vormerken lassen möchte, kann sich unter https://impfzentren.bayern/ selbst online registrieren. Bürgerinnen und Bürger, die diesen Online-Service nicht nutzen können oder möchten, haben darüber hinaus die Möglichkeit, ihre Registrierung telefonisch bei der Corona-Impfhotline vornehmen zu lassen. Diese ist montags bis freitags von 8 Uhr früh bis 16 Uhr nachmittags besetzt. Die ehrenamtlich aktiven Mitglieder des Kreisauskunftsbüros (KAB), ein Fachdienst der Bereitschaften im BRK Oberallgäu, leisteten dort gerade über mehrere Wochen Unterstützung, um den Ansturm zu bewältigen.

„Viele Menschen, vor allem ältere, möchten oder können sich nicht online für einen Impftermin gegen das Corona-Virus vormerken lassen“, erklärt Manfred Drexler, der Leiter des Kreisauskunftsbüros. „Um die Hunderte von Anrufen so rasch wie möglich entgegennehmen zu können, halfen die Mitglieder unseres Dienstes in der heißen Anfangsphase bei der Hotline aus. Vier Wochen lang nahmen sie die Namen und alle relevanten Daten der Impfwilligen auf, die dann zeitnah von anderer Stelle über ihren individuellen Impftermin informiert wurden oder noch werden.“

Die Impfhotline stellte eine situationsbedingte Erweiterung der Kernaufgaben des KAB dar. „Unsere Hauptaufgabe besteht darin, bei sogenannten Großschadenslagen oder Katastrophen im Allgäu die Helfer, Patienten und evakuierten Personen zu registrieren. So kann jederzeit nachvollzogen werden, wer sich wo aufhält. Wir sind geschult, in solch einem Unglücksfall auch die Anrufe von Polizei, Feuerwehr, Landratsamt, Stadt oder besorgten Angehörigen entgegenzunehmen.“ Große Einsätze, bei denen dieses Wissen zum Einsatz kam, waren beispielsweise das Pfingsthochwasser 1999, eine Schießerei in einem Allgäuer Regionalzug 2014 oder eine Massenkarambolage auf der A7 im Unterallgäu im Jahr 2015.

Das nötige Know-how für ihre Tätigkeit erlangen die Mitglieder im Rahmen der KAB-Ausbildung. Diese findet in Schwabmünchen statt und dauert vier Wochenenden. „Der Aufwand ist insgesamt überschaubar“, findet Manfred Drexler, der seit mehr als 40 Jahren Rettungssanitäter beim BRK ist und das Kreisauskunftsbüro seit 2019 leitet. „Außerhalb von Corona findet monatlich ein Treffen statt, bei dem die Abläufe geübt werden. Manchmal fahren wir auch mit einer Schnell-Einsatz-Gruppe zu einem Einsatz, um ein Gespür für die realen Bedingungen zu bekommen“, so der 67-Jährige.

Die Arbeit in dem Dienst sei geeignet für Menschen jeden Alters, betont er. Voraussetzungen seien lediglich, gerne mit Telefon, PC und Karteikarten zu arbeiten. „Unser jüngstes Mitglied ist 21, unser ältestes 95. Seit 2019 sind neun neue Mitglieder hinzugekommen. Darunter war eine Dame Anfang 70, die früher Sekretärin war und gerne weiterhin etwas tun wollte. Sie war zunächst unsicher, ob sie in ihrem Alter überhaupt mitmachen könnte – da kann ich nur sagen: Herzlich gerne!“ Auch sie habe mit vollem Elan und großer Freude in der Hotline des Impfzentrums mitgearbeitet.

Wer Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit im KAB hat, kann sich für weitere Informationen an Manfred Drexler wenden unter Telefon 0831 52292 0 oder per Mail an kab@brk-oberallgaeu.de

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news-478 Tue, 09 Feb 2021 10:00:00 +0100 BRK Oberallgäu begrüßt neuen Leiter Sozialarbeit https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/brk-oberallgaeu-begruesst-neuen-leiter-sozialarbeit.html Thomas Sprinkart verfügt über langjährige Erfahrung im sozialen Bereich Der BRK Kreisverband Oberallgäu hat zum 01. Januar 2021 Thomas Sprinkart als neuen Leiter des Sachgebietes Sozialarbeit begrüßt.

Thomas Sprinkart ist Diplom-Politologe und ausgebildeter Mediator. Der 39-jährige gebürtige Immenstädter arbeitete zehn Jahre bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit in Frankfurt am Main, einem Bundesunternehmen in der Entwicklungspolitik. Zuletzt leitete er dort das Projekt Governance Fonds MENA zur Verbesserung der Voraussetzungen für politische Teilhabe und gute Regierungsführung in Nordafrika und dem Nahen Osten.

Die letzten zwei Jahre war er beim DRK Bezirksverband Frankfurt Leiter des Aufbaus und Betriebes eines Wohnprojektes für geflüchtete Menschen. In seiner Position als Leiter Sozialarbeit beim BRK Oberallgäu ist er an der Hauptgeschäftsstelle in Kempten auf Führungsebene für die Bereiche Hausnotruf, Rotkreuz- und Tafelläden, Wärmestube und Übernachtungsstelle, Menüservice, Migrationsberatung und Suchdienst, Fördermitglieder und Spender sowie den Infoshop zuständig. „Diese Aufgaben im Dienst an den Menschen in Kempten und dem Landkreis sind vielschichtig und spannend“, so Thomas Sprinkart. „Ich mag die Sinnhaftigkeit der Tätigkeit und die Zusammenarbeit im Team. Durch meine Berufserfahrung bin ich an die derzeit herrschende hohe Dynamik gewöhnt und freue mich auf die neuen Herausforderungen.“

Foto: Kevin Fraas

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news-477 Mon, 08 Feb 2021 13:00:00 +0100 So alarmiert man Rettungsdienst und Feuerwehr richtig https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/so-alarmiert-man-rettungsdienst-und-feuerwehr-richtig.html BRK gibt Tipps, wie man einen Notruf absetzt „Hier ist der Notruf für Feuerwehr und Rettungsdienst – bitte legen Sie nicht auf“. Diese Bandansage der Integrierten Leitstelle Allgäu hört jeder, der im Notfall die 112 wählt. Peter Fraas, Leiter des Rettungsdienstes beim BRK Oberallgäu, erklärt, worauf man beim Absetzen eines Notrufs achten muss, um alles richtig zu machen.


„Wenn Sie diese Bandansage hören, legen Sie nicht auf; sie wird so lange wiederholt, bis eine Leitung frei ist“, sagt Peter Fraas. „In der Regel dauert es nur wenige Sekunden, ehe Sie einen Mitarbeiter, einen so genannten Disponenten der Integrierten Leitstelle Allgäu persönlich am Apparat haben. Dieser befragt Sie freundlich und ruhig nach allen wichtigen Informationen. Hören Sie also aufmerksam zu und beantworten Sie alle Fragen ebenfalls ruhig, klar und deutlich, das spart wertvolle Zeit. Auf Grundlage dieser Informationen alarmiert der Disponent, der seinerseits über eine feuerwehrtechnische und rettungsdienstliche Ausbildung verfügt, umgehend das geeignete Rettungsmittel, also Feuerwehr, Notarzt, Rettungswagen oder Krankenwagen.“

Bei einer lebensbedrohlichen Situation bleibe der Mitarbeiter mitunter mit dem Anrufer in Telefonverbindung, bis die Einsatzkräfte dort eingetroffen seien, beruhigt er. „Bei einer erforderlichen Wiederbelebung etwa geben die Kollegen telefonisch Anweisungen, was zu tun ist. Denn je schneller mit der Herzdruckmassage begonnen wird, umso größer ist die Überlebenschance.“

Im Folgenden nennt Peter Fraas einige Möglichkeiten, die Rettungskräfte durch richtiges Verhalten zu unterstützen.

  • Rufen Sie die 112 nur im Fall einer akuten und/oder lebensbedrohlichen Notfallsituationen, bei Feuer oder Verkehrsunfällen an. Im Zweifelsfall rufen Sie in solchen Fällen lieber einmal zu oft als einmal zu wenig oder zu spät an.
  • NICHT zuständig ist die 112 für nicht-lebensbedrohliche gesundheitliche Probleme, die normalerweise vom Hausarzt behandelt werden könnten. Hierfür gibt es außerhalb der Praxisöffnungszeiten den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117. Die Kollegen dort vermitteln Sie an einen diensthabenden Mediziner weiter.
  • Bei stockendem Verkehr auf mehrspurigen Straßen bilden Sie bitte umgehend eine Rettungsgasse.
  • Achten Sie darauf, dass die Hausnummer an Ihrem Wohngebäude gut zu erkennen und das Namensschild auf der Klingel gut lesbar ist.
  • Es ist immer hilfreich, wenn Einweiser unten auf der Straße auf die Retter warten und ihnen den Weg zeigen. Wenn kein Familienmitglied greifbar ist, kann man im Notfall auch einen Nachbarn bitten, sich aufzustellen.
  • Geben Sie in großen Wohnanlagen eine exakte Wegbeschreibung zum Unglücksort. Wenn die Rettungskräfte minutenlang durch das Treppenhaus irren müssen, kann das im schlimmsten Fall dramatische Folgen haben.
  • Halten Sie wichtige Unterlagen des Patienten bereit (Versicherungskarte, Dokumente über Vorerkrankungen, ggf. Arztbriefe sowie Medikamente, besonders bei chronisch kranken Patienten).

Übrigens: Die Notrufnummer 112 gilt auch in allen anderen EU-Mitgliedsstaaten und in weiteren Ländern wie z.B. Island, Norwegen, Russland, der Schweiz und der Türkei.

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news-476 Mon, 01 Feb 2021 13:00:00 +0100 Im Eis eingebrochen - was tun? https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/im-eis-eingebrochen-was-tun.html BRK-Wasserwacht gibt Tipps zur Rettung bei Eiseinbruch und Unterkühlung  Wenn es wie jetzt über einen längeren Zeitraum frostig kalt ist, sind viele Teiche, Seen und Flüsse zugefroren. Die Eisflächen sind nicht nur für Kinder sehr verlockend. Dabei ist allerdings größte Vorsicht geboten, denn die Tragfähigkeit der Eisdecke ist schwer einzuschätzen. „Erst ab etwa fünfzehn Zentimetern Dicke kann Eis mehre erwachsene Personen tragen“, betont Johannes Weizenegger von der Wasserwacht Kempten „Um die zu erreichen, sind in Abhängigkeit der Minusgrade mehrere Wochen nötig. Wärmere Tage wie wir sie im Allgäu zuletzt hatten, lassen das Eis hingegen rapide dünner werden“, warnt er und ergänzt: „Im Eis einzubrechen ist unter anderem deshalb sehr gefährlich, weil die Unterkühlung schon nach wenigen Minuten zum Ertrinken führt.“ Worauf man vor dem Gang aufs Eis achten muss und wie man ins Eis eingebrochenen Personen helfen kann, ohne sich dabei selbst in Gefahr zu bringen, lesen Sie hier.

„Eisflächen können unterschiedlich dick sein, zum Beispiel aufgrund von Strömungen oder Zuläufen. Von außen, beziehungsweise oben, kann man das aber meist nicht erkennen“, weiß Johannes Weizenegger. Aufs Eis geworfene Steine seien keine zuverlässigen Hinweisgeber für dessen Tragfähigkeit. Diese hänge nicht nur von der Dicke des Eises ab, sondern auch von der Anzahl der Personen, deren Abstand untereinander, deren Gewicht und von der Art der Bewegung - Hüpfen stelle eine andere Belastung dar als Gehen. Wo zuvor schon Löcher im Eis waren, sei die Einbruchgefahr besonders hoch. „Knistern, Knacken und Knirschen im Eis deuten auf eine mögliche Einbruchgefahr hin. Legen Sie sich in dem Fall sofort flach aufs Eis und kriechen Sie von der Eisfläche, möglichst auf demselben Weg, auf dem Sie gekommen sind“, rät der Experte.

Tipps zur Selbstrettung
„Wenn Sie selbst ins Eis eingebrochen sind, breiten Sie sofort die Arme aus, um ein Untertauchen unter das Eis zu verhindern“, rät Johannes Weizenegger. „Rufen Sie laut um Hilfe und bewahren Sie Ruhe. Brechen Sie brüchiges Eis mit den Ellbogen oder Fäusten weg, bis sie an einen festen, tragfähigen Eisrand gelangen. Dieser liegt in aller Regel in der Richtung, aus der Sie gekommen sind. Versuchen Sie dann, sich mit Armen, Beinen und Körper seitlich auf das Eis hinaufzuschieben oder mit dem gesamten Oberkörper auf den Eisrand zu gelangen und durch Beinschläge wie beim Brustschwimmen darauf zu robben. Bricht das Eis immer wieder ein, versuchen Sie, sich zum nächstgelegenen Ufer durchzubrechen.“ Für den Fall, dass der Eingebrochene unter die Eisfläche geraten ist, rät er: „Wenn man von unter Wasser nach oben schaut, ist die Einbruchsstelle bei schneebedecktem Eis als heller Fleck erkennbar, bei blankem Eis ist es hingegen ein dunkler Fleck!“

Tipps zur Fremdrettung
„Wichtig bei der Fremdrettung ist es, auf die eigene Sicherheit zu achten, denn Menschen, die im Eis eingebrochen sind, entwickeln in Todesangst enorme Kräfte“, warnt Johannes Weizenegger. „Setzen Sie sofort einen Notruf unter 112 ab und rufen Sie möglichst weitere Personen zu Hilfe. An manchen Gewässern sind Hilfsmittel wie Rettungsringe, -leinen oder Leitern deponiert. Verwenden Sie diese. Ist der Eingebrochene vom Ufer aus nicht direkt erreichbar, sichern Sie sich, wenn irgend möglich, zunächst selbst, zum Beispiel mit einem Seil. Nähern Sie sich der Einbruchstelle am besten auf einem großflächigen Gegenstand liegend, etwa einer Leiter oder einem Brett, so verteilt sich das Körpergewicht besser.“ Seien mehrere Retter vor Ort, sollten diese sich gegenseitige mit Leinen, Schals oder Ähnlichem sichern und mit maximalem Abstand kriechend auf dem Eis fortbewegen.
„Ganz wichtig: Reichen Sie dem Verunglückten niemals die eigene Hand - er könnte sie in Panik mit ins Wasser ziehen! - sondern einen Gegenstand wie eine Leine, einen Schal oder einen Ast und ziehen Sie ihn damit aus dem Wasser. Kann sich der Betroffene kältebedingt nicht mehr selbst an dem Gegenstand festhalten, versuchen Sie ihn unter Beachtung des Eigenschutzes aus dem Eisloch zu ziehen oder zumindest am Eisloch festzuhalten. Sprechen Sie mit dem Verunglückten.“

Bergungstod vermeiden

Nach der Rettung dürfe der Verunglückte möglichst nicht bewegt und keinesfalls aktiv aufgewärmt werden – sonst drohe der sogenannte Bergungstod. „Bei unterkühlten Personen wird nur noch der Körperkern, also Organe, Gehirn und Herz mit warmem Blut versorgt. Die Extremitäten kühlen sehr stark ab“, erklärt der erfahrene Wasserretter. „Wenn nun die Blutzirkulation durch Bewegung, Reiben oder kreislauffördernde Getränke angeregt wird, gelangt zu schnell kaltes Blut zu den lebenswichtigen Organen. Dies kann zu Organversagen und Herz-Kreislauf-Stillstand führen.“ Darum sollte der Verunglückte mit möglichst wenigen Bewegungen flach am Ufer oder in einem warmen Raum gelagert werden. Hilfreich sei es, nasse Kleidung vorsichtig auszuziehen und die Person behutsam in warme Decke und Rettungsdecken zu hüllen. „Kontrollieren Sie immer wieder das Bewusstsein des Betroffenen. Versuchen Sie, die Person durch Sprechen wach zu halten. Warme, zuckerhaltige Getränke dürfen verabreicht werden, keinesfalls jedoch Alkohol, Kaffee oder Schwarztee! Bei Bewusstlosigkeit und normaler Atmung bringen Sie den Betroffenen vorsichtig in die stabile Seitenlage. Bei nicht normaler Atmung oder Herz- Kreislaufstillstand bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen, also 30 Mal Herzdruckmassage und zweimal Beatmen im Wechsel.“

Foto: Johannes Weizenegger, BRK OA
WasserwachtKE_Winterübung_Credit_JWeizenegger
Mitglieder der Wasserwacht werden in der Bergung von im Eis eingebrochenen Personen geschult.

Foto: Boris Diehl, DRK e.V.
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news-475 Mon, 01 Feb 2021 12:00:00 +0100 BRK begrüßt: Rechtssicherheit für Notfallsanitäter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/brk-begruesst-rechtssicherheit-fuer-notfallsanitaeter.html Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) begrüßt wichtige Nachbesserungen bei der geplanten Änderung des Notfallsanitätergesetzes (NotSanG). Diese Änderungen hat der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages vor wenigen Minuten beschlossen. „Auf diese Rechtssicherheit warten tausende Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter. Mit dieser schlanken und unbürokratischen Gesetzesergänzung bekommen Notfallsanitäter/-innen die nötige Rechtssicherheit bei der Rettung von Menschenleben. Das ist ein wichtiges Signal des Deutschen Bundestages für den nationalen Rettungsdienst“, sagt BRK-Präsident Theo Zellner.
 
Gemeinsam mit DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt hat sich das BRK stark für diese Rechtssicherheit eingesetzt.
 
„Gerade im Flächenland Bayern sind Notfallsanitäter/-innen infolge der strukturellen Gegebenheiten häufig damit konfrontiert, dass sie teilweise deutlich vor dem Notarzt am Einsatz- oder Unfallort eintreffen und der Zustand des Patienten es nicht erlaubt, mit lebensrettenden Maßnahmen bis zum Eintreffen ärztlicher Hilfe zu warten“, so Thomas Stadler, Abteilungsleiter Rettungsdienst.
 
In diesen Fällen muss dennoch gehandelt und heilkundliche Maßnahmen ergriffen werden, zu welchen sie nach der aktuellen Rechtslage nur im Rahmen eines rechtfertigenden Notstands nach § 34 StGB berechtigt sind. In der neuen Fassung des Gesetzes dürfen Notfallsanitäter bis zum Eintreffen eines Notarztes heilkundliche Maßnahmen eigenverantwortlich durchführen, wenn sie diese in ihrer Ausbildung erlernt haben und beherrschen und diese erforderlich sind, um Lebensgefahr oder wesentliche Folgeschäden bei den Patientinnen und Patienten zu verhindern.
 
Die Reform des Gesetzes soll am 28. Januar 2021 im Bundestag beschlossen werden.

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news-474 Wed, 27 Jan 2021 12:00:00 +0100 Rollende Funkzentrale für die Rettungshundestaffel https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/rollende-funkzentrale-fuer-die-rettungshundestaffel.html High-Tech bei der Personensuche hat ihren Preis Wenn die Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu einen Einsatz absolviert, dient der Einsatzleitwagen der Staffel nicht nur als Transportmittel für die Spürnasen und ihren Hundeführer, sondern auch als moderne Kommunikationszentrale vor Ort. Nachdem das alte Fahrzeug in die Jahre gekommen war und ausgemustert werden musste, steht jetzt zwar ein neuer Transporter bereit, dieser muss jedoch noch mit der entsprechenden technischen Ausstattung aufgerüstet werden. Und die ist teuer…

„Wir hatten bis vor kurzem einen mit Hundeboxen ausgestatteten ehemaligen Krankenwagen, der uns als Einsatzleitwagen treue Dienste geleistet hat“, berichtet Prof. Dr. Christoph Tiebel, der Leiter der Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu. „Mit 300.000 km auf dem Tacho musste der jetzt aber ausgemustert werden.“ Aufgrund guter persönlicher Verbindungen zum Roten Kreuz Luxemburg konnte nun ein Mercedes Sprinter der dortigen Kollegen übernommen werden. „Der hat nur 30.000 km und ist tip-top in Ordnung“, freut sich Tiebel.

„Der Grundausbau des Fahrzeuges besteht noch von den Kollegen in Luxemburg: hinten Hundeboxen, vorne zwei Arbeitsplätze mit Computer-, Funk- und Stromanschlüssen“, ergänzt Mark Hofmann. Er ist Bereitschaftsleiter in Waltenhofen, wo die Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu ihren Standort hat. Nun müsse jedoch die Technik auf den deutschen Standard gebracht und so aktualisiert werden, dass in Einsätzen damit gearbeitet werden könne, fährt er fort. Das bedeute die Anschaffung bzw. den Einbau eines PCs mit zwei Monitoren, einer Funkanlage, eines Generators, die Umrüstung der Signalanlage und einiges mehr. „Während des Einsatzes laufen in dem Fahrzeug alle Informationen zusammen. Hier findet die Gebietseinteilung statt, auf dem PC werden Karten für die Teams ausgedruckt, der Funkverkehr wird hier gebündelt und dank der Ortungssender, die die Hunde am Halsband tragen, können wir in Echtzeit am Monitor sehen und aufzeichnen, welches Gebiet schon abgesucht wurde und wo die Teams sich gerade befinden. Somit wird der Einsatzablauf erheblich vereinfacht und ist zudem einfacher dokumentierbar. Das Fahrzeug kann überall arbeiten – auch autark von einer externen Stromversorgung.“ Klingt gut, ist aber teuer. „Die Rettungshundestaffel ist ein rein ehrenamtlich getragener Dienst, den die Mitglieder mit sehr großem persönlichem und zeitlichem Einsatz leisten“, erklärt Christoph Tiebel. „Wenn jemand unsere Spürnasen und ihre Frauchen und Herrchen beim Ausbau ihres neuen Einsatzfahrzeuges unterstützen möchte, würden wir uns sehr freuen.“

Spendenkonto:
Sparkasse Allgäu
IBAN: DE57 7335 0000 0310 4000 31
BIC: BYLADEM1ALG

Verwendungszweck:
Rettungshundestaffel Oberallgäu*

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news-473 Mon, 25 Jan 2021 12:00:00 +0100 Rettungshundestaffel vor der Kamera https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/rettungshundestaffel-vor-der-kamera.html BR dreht Beitrag über die Spürnasen des BRK Oberallgäu Wie funktioniert die Ausbildung zum Trümmer- und Flächensuchhund und was hat die Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu mit den Rettungshunden im Iran zu tun? Diesen und weiteren spannenden Fragen ging das Bayerische Fernsehen in den letzten Tagen nach. Dazu wurden mehrere zwei- und vierbeinigen Mitglieder der Staffel in Betzigau und Waltenhofen vor die Fernsehkamera gebeten. Heimlicher Star war der niedliche, neun Wochen alte Schäferhund-Welpe Balu.

Im Verlauf von zwei Tagen und unter Beachtung aller aktuellen Schutzmaßnahmen filmte das Kamerateam die Rettungshundestaffel an deren Stützpunkt in Waltenhofen sowie im Kieswerk der Firma Geiger in Betzigau-Dodels. Dabei demonstrierten die Ausbildungsleiterin der Rettungshundestaffel, Ulrike Tiebel, mit ihrer Malinois-Hündin Pepsi, Ausbilderin Soffie Küchle sowie Staffelmitglied Sonja Bingger, wie die Tiere im BRK Oberallgäu in der Flächensuche und der Trümmersuche ausgebildet werden. Zur Verdeutlichung der Besonderheiten der Welpenausbildung tapste der bereits erwähnte jüngste vierbeinige Neuzugang der Staffel vor die Linse: Balu, ein neun Wochen alter Deutscher Schäferhund-Welpe. Dessen Herrchen, Mark Hofmann (Leiter BRK Bereitschaft Waltenhofen und Staffelmitglied), berichtete von der Kooperation des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mit dem Roten Halbmond im Iran bei der Rettungshundeausbildung, welche er als Projektverantwortlicher leitet.

Nachdem es Petrus am ersten Tag mit allen Beteiligten gut gemeint hatte, sorgte er am zweiten Drehtag mit starkem Schneefall für schwierige Bedingungen im Kieswerk. „Das macht das Ganze umso realistischer. Schließlich sind wir bei Einsätzen häufig mit widrigen Witterungsbedingungen konfrontiert, die wir dann meistern müssen, noch dazu häufig nachts“, erklärt der Leiter der Rettungshundestaffel, Prof. Dr. Christoph Tiebel und ergänzt schmunzelnd: „Für den kleinen Balu war es allerdings ganz schön schwierig, seiner weitaus größeren Kollegin durch den Tiefschnee zu folgen. Aber es hat sich tapfer geschlagen.“

Das Material wird für einen achtminütigen Beitrag in der Sendung „Schwaben & Altbayern“ verwendet, der am Sonntag, 31. Januar 2021, zwischen 17.45 und 18.30 Uhr im BR-Fernsehen ausgestrahlt wird.

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news-472 Fri, 22 Jan 2021 17:00:00 +0100 Hätten Sie´s noch gewusst? https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/haetten-sies-noch-gewusst.html So funktioniert die stabile Seitenlage Hand aufs Herz: Hätten Sie noch gewusst, wie die stabile Seitenlage funktioniert? Ja? Nein? So ungefähr? Da derzeit aufgrund von Corona keine Kurse möglich sind, stellt das BRK Oberallgäu einige wichtige Erste-Hilfe-Maßnahmen in einer Reihe vor. Den Anfang macht die stabile Seitenlage.

Wann stabile Seitenlage?
bei Bewusstlosigkeit mit ausreichender Atmung
bei hirnbedingten Krampfanfällen
bei witterungsbedingten Einflüssen, z.B. Hitzschlag

Warum stabile Seitenlage?
Ziel dieser Lagerung ist, dass der Mund des Betroffenen zum tiefsten Punkt des Körpers wird, so dass Erbrochenes und Blut abfließen kann und nicht in die Atemwege gelangen. Der Betroffene wird so vor dem Ersticken bewahrt.

Und so geht´s


1. Seitlich neben dem Betroffenen knien. Beine des Betroffenen strecken. Den nahen Arm des Bewusstlosen angewinkelt nach oben legen, die Handinnenfläche zeigt dabei nach oben.
Foto: 1 SSL_Sebastian Schleicher_DRK.jpg

2. Fernen Arm des Betroffenen am Handgelenk greifen. Arm vor der Brust kreuzen, die Handoberfläche des Betroffenen an dessen Wange legen. Hand nicht loslassen.
Foto: 2 SSL_Sebastian Schleicher_DRK.jpg

3. An den fernen Oberschenkel greifen und Bein des Betroffenen beugen.
Foto: 3 SSL_Sebastian Schleicher_DRK.jpg

4. Den Betroffenen zu sich herüber ziehen. Das oben liegende Bein so ausrichten, dass der Oberschenkel im rechten Winkel zur Hüfte liegt.
Foto: 4 SSL_Sebastian Schleicher_DRK.jpg

5. Hals überstrecken, damit die Atemwege frei werden. Mund des Betroffenen leicht öffnen. Die an der Wange liegende Hand so ausrichten, dass der Hals überstreckt bleibt.
Foto: 5 SSL_Sebastian Schleicher_DRK.jpg

6. Notruf unter der Telefonnummer 112 absetzen. Immer wieder Bewusstsein, Atmung, Lebenszeichen kontrollieren.
Foto: 8 Notruf in SSL_Presseformat.jpg

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news-470 Thu, 14 Jan 2021 17:00:00 +0100 Heißer Tee mitten im Schneechaos https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/heisser-tee-mitten-im-schneechaos.html BRK Kempten Oberallgäu versorgt mehr als 200 wartende Autofahrer auf der B12 zwischen Kempten und Wildpoldsried Die heftigen Schneefälle am Donnerstag haben überall im Allgäu zu zahlreichen Unfällen und blockierten Straßen geführt. Besonders schlimm traf es Autofahrer, die auf der B12 zwischen Kempten und Wildpoldsried unterwegs waren. Hier ging stundenlang in beiden Fahrtrichtungen gar nichts mehr. Ehrenamtliche Helfer des Kreisverbands Kempten-Oberallgäu haben die über 200 wartenden Personen in ihren Autos daraufhin mit heißem Tee und Müsliriegeln versorgt. „Wir waren mit unseren Quads im Einsatz, um den Menschen vor Ort warme Getränke an ihr Auto zu fahren. Dank unserer geländegängigen Allradfahrzeuge konnten wir die feststeckenden Autofahrer schnell erreichen“, berichtet Alexandra Lingenhöl, zweite stellvertretende Bereitschaftsleiterin beim BRK.

Zusammen mit den Johannitern waren die Helfer des BRK seit dem Vormittag im Einsatz, um jedes Auto einzeln anzufahren und abzufragen, wie viel Sprit noch vorhanden ist, und ob Decken gebraucht werden. „Knapp 200 Autos kamen durch die winterlichen Wetterverhältnisse nicht mehr voran und rund 40 LKW haben die Strecke beidseitig blockiert. Das war schon heftig“, schildert Lingenhöl die Lage vor Ort. „In der Summe waren an die 30 freiwillige Helfer von uns abwechselnd draußen unterwegs, um den betroffenen Personen zu helfen.“ Bereits am Mittwochabend gab es einen weiteren Einsatz, bei dem 6 Rettungshundestaffeln des BRK Kreisverbands bei der Suche nach einer vermissten Person in Obergünzburg im Einsatz waren.

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news-471 Thu, 14 Jan 2021 11:00:00 +0100 Schöne Feiertage trotz Corona https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/schoene-feiertage-trotz-corona.html So war Weihnachten im BRK Haus der Senioren Allen Corona-bedingten Widrigkeiten zum Trotz konnten die Bewohnerinnen und Bewohner des BRK Hauses der Senioren in Oberstdorf schöne Weihnachtsfeiertage verleben. Die Erfüllung der Wünsche vom Wunschbaum sorgte für viel Freude, ebenso wie der feierliche (digitale) Weihnachtsgottesdienst.

„In der Vorweihnachtszeit hatten wir im Foyer einen Wunschbaum mit Wunschzetteln der Bewohner aufgestellt“, erzählt Einrichtungsleiterin Melanie Engel. Es sei wunderbar gewesen zu erleben, dass zahlreiche Besucher einen oder mehrere davon an sich genommen hätten, um die darauf genannten Wünsche zu erfüllen.

„Das Christkind war an Heiligabend da und hat die Geschenke während einer kleinen Zusammenkunft der Bewohner auf ihren jeweiligen Wohnbereichen persönlich übergeben. Darunter waren beispielsweise Geschenktüten mit Taschentüchern oder auch Lampen, Kleidung und CD Player. Sogar ein Gutschein für die Erfüllung eines speziellen Essenswunsches war dabei. Eine alte Dame, die sich augenzwinkernd `einen schönen Mann´ gewünscht hatte, wurde mit einem entsprechenden Kalender überrascht“, schmunzelt sie und sagt: „Die Freude war allseits riesig.“

Die Holzofenbäckerei Oberstdorf hatte spontan Stollen und Plätzchen beigesteuert, Kinder aus der Nachbarschaft und die Firmlinge brachten selbstgemalte Bilder und Selbstgebackenes vorbei und das Floristikgeschäft „Blumen Diranko“ aus Oberstdorf sorgte mit wunderschönen, liebevoll gestalteten Weihnachtsgestecken für das passende Ambiente.

Abgerundet wurde der schöne Abend durch den eigens von Pfarrer Markus Wiesinger und Diakon Hans-Peter Pickart aufgezeichneten persönlichen Weihnachtsgottesdienst für die Bewohner und Mitarbeiter des Hauses, welcher auf allen Wohnbereichen und auf Wunsch auch in den Bewohnerzimmern übertragen wurde. „Unter den gegebenen Umständen hatten wir wirklich ein wunderbares Weihnachten“, freut sich Melanie Engel. „Das haben uns auch sehr viele Bewohner extra zurückgemeldet.“

Diese Personen haben Wünsche des Wunschbaumes erfüllt:

  • Gisela Mäck, Kiwanis Club Oberallgäu
  • Irene Kraus und Marga Schreiber, CSU Frauenunion Oberstdorf
  • Annegret Hein, Förderverein für Senioren- und Behindertenarbeit Oberstdorf e.V.
  • Tini Wasle, Möbelhaus Wasle
  • Familie Trautmann, Hotel Steinacker
  • Marlies Diranko, Blumen Diranko
  • Barbara Dobbelmann
  • Andi Ohmayer
  • Marianne Vogler
  • Vera Ginzel
  • Ingrid Schwant
  • Monika Schweitzer
  • Alexander Spitzer
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news-469 Wed, 13 Jan 2021 10:00:00 +0100 Ehrenamtliche im weihnachtlichen Corona-Sondereinsatz https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/ehrenamtliche-im-weihnachtlichen-corona-sondereinsatz.html BRK zieht Bilanz der außerordentlichen Testaktion Die Bereitschaften des BRK Oberallgäu haben im Rahmen einer Weihnachtsaktion an Heiligabend und am 1. Weihnachtsfeiertag in Kempten und Sonthofen Corona-Testmöglichkeiten mit Schnelltests angeboten. Damit wollten die Ehrenamtlichen vor allem den Angehörigen von pflegebedürftigen Senioren und Menschen mit Behinderungen einen weihnachtlichen Besuch in den Einrichtungen ermöglichen. Die Aktion fand bayernweit statt.

„Rund 100 Personen nahmen am 24. und 25. Dezember unsere Möglichkeit zur Schnelltestung wahr“, berichtet Einsatzleiter Prof. Dr. Christoph Tiebel vom BRK Oberallgäu. Die Ergebnisse des Antigen-Schnelltests hätten nach je einer Viertelstunde vorgelegen. Drei Personen seien positiv auf das Corona-Virus getestet worden.

„Wir danken unseren Helferinnen und Helfern aus den Bereitschaften, die diese Weihnachtsaktion auf sich genommen haben und die auch die vielen anderen notwendigen Einsätze im Zusammenhang mit Corona unterstützen“, betont Kreisbereitschaftsleiter Matthias Straub, der ebenfalls selbst bei der Aktion im Einsatz war. „Gemeinsam versuchen wir, trotz der ernsten Lage die Menschlichkeit leben zu lassen. Ich wünsche uns allen unfallfreie Einsätze und danke vor allem unseren Angehörigen daheim für die Unterstützung zuhause!“

Bayernweit nahmen die bayerischen Hilfsorganisationen unter Federführung der Bereitschaften des Bayerischen Roten Kreuzes an beiden Tagen über 170 Schnelltest-Stationen in Betrieb. Mit insgesamt rund 4.000 Einsatzkräften, die überwiegend ehrenamtlich im Einsatz waren, konnten 12.093 Schnelltestungen durchgeführt werden. Darunter wurden 174 positive Befunde gezählt.

BRK-Präsident Theo Zellner: „Das sind 174 infektiöse Menschen, die symptomfrei und unwissentlich eine Senioren-, Pflege- oder Behinderteneinrichtung betreten hätten. Durch diese Aktion konnten wir Bewohnern und Angehörigen ein Mehr an Sicherheit bieten. Ich bin den rund 4.000 Einsatzkräften, die vielen Menschen Weihnachten ermöglicht haben, außerordentlich dankbar.“ Für die Bereitschaften bayernweit sei die Weihnachtsaktion ein Kraftakt gewesen. Denn neben den Tausenden Schnelltests zur Weihnachtsaktion unterstützen die Ehrenamtlichen in den Bereitschaften bei erhöhtem Aufkommen an Krankentransportfahrten, im Rettungsdienst, in vielen bayerischen Pflege- und Seniorenheimen oder bei der Vorbereitung der Impfzentren.

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news-468 Tue, 12 Jan 2021 15:20:00 +0100 „Nackte Zahlen reichen heuer nicht aus“ https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/nackte-zahlen-reichen-heuer-nicht-aus.html BRK Oberallgäu legt Einsatzzahlen 2020 unter Pandemiebedingungen vor Zu Jahresbeginn veröffentlichen die Rettungsorganisationen traditionell ihre Einsatzzahlen des Vorjahres. In diesem Jahr reiche die Nennung der Zahlen aber nicht aus, um die Leistung der Rettungsteams zu verdeutlichen, betont Peter Fraas, Leiter Rettungsdienst beim BRK Oberallgäu. „Sie können nicht widerspiegeln, wie sehr Corona unsere Arbeit in diesem außergewöhnlichen Jahr beeinflusst und erschwert hat.“

Aufgrund der Ausgangsbeschränkungen und des ersten Lockdowns seien die Einsatzzahlen zwar insgesamt um rund zehn Prozent zurückgegangen, so Peter Fraas. Aussagekräftig in Bezug auf die Leistung der Retter seien die nackten Zahlen allerdings nicht, denn der organisatorische und zeitliche Aufwand sei immens gestiegen. „Aufgrund der strengen Hygienemaßnahmen verlängern sich die Einsatzzeiten deutlich. Die Wiederherstellung eines Fahrzeuges und der Besatzung nach jedem Einsatz nimmt, je nach Exposition mit belastetem Material, bis zu eine Stunde in Anspruch. In dieser Zeit kann das Fahrzeug nicht disponiert werden“, erklärt er. Aufgrund von ausgelasteten Kliniken seien überdies immer wieder längere Transportwege in Kauf zu nehmen. Die Gesamteinsatzdauer habe sich aufgrund dessen im Jahr 2020 im Durchschnitt um rund 10 Minuten erhöht. „Kumuliert man diese Zahlen miteinander, ist die Auslastung der freien Fahrzeuge von 2020 im Vergleich zu 2019 sogar gestiegen“, so Fraas.

Ein wichtiges Anliegen ist es ihm, auf die zusätzliche psychische und körperliche Belastung der Rettungsdienstmitarbeitenden im Jahr 2020 hinzuweisen und die ungebrochene Einsatzbereitschaft der Frauen und Männer zu würdigen. „Das dauerhafte Tragen von Mund-Nasen-Schutz beziehungsweise FFP 2-Masken während des Dienstes und bei den Einsätzen führt zu einer enormen Erschwernis.“ Nicht selten müssten die Retter in Vollschutz, das heißt, in Overall und mit Maske, Brille und Handschuhen Patienten aus einem mehrstöckigen Haus heruntertragen. „In einem Overall gibt es aufgrund der benötigten Dichtheit keinerlei Luftzirkulation. Man fängt sofort zu schwitzen an. Auch die reduzierte Luftzufuhr durch die Maske macht sich bei derartiger Anstrengung deutlich bemerkbar.“ Allen Mitarbeitenden gebührten darum großer Dank und Hochachtung.

Das Zahlenmaterial liest sich wie folgt:
Die Zahl der Krankentransporte lag in den vergangenen 12 Monaten im Einsatzbereich des BRK Oberallgäu bei insgesamt 11.752 (2019: 13.371). Der Landrettungsdienst rückte von den Rettungswachen in Kempten, Durach, Altusried, Immenstadt, Oberstaufen, Sonthofen, Oberstdorf und dem Kleinwalsertal zu 3.433 Notfallalarmierungen (2019: 3.920) aus – also durchschnittlich mehr als neunmal pro Tag. 5.630 Mal kam dabei auch der Notarzt zum Einsatz (2019: 5.958). Exorbitant erhöht haben sich die Infektionstransporte. Von rund 100 im Jahr 2019 stieg die Zahl auf 769 Transporte in 2020.
Hinzu kamen 10.572 nicht verrechnungsfähige Einsätze, wie z.B. Notarztzubringer, Werkstattfahrten, Gebietsabsicherungen oder klassische Fehleinsätze (2019: 10.997). Bei alledem legten die Fahrer 904.903 km (2019: 942.903 km) zurück. Die Crew des Rettungshubschraubers Christoph 17 leistete 1.495 Luftrettungs-Einsätze (2019: 1.619), davon wurden 103 Einsätze mit einem sogenannten Bergetau geflogen, d.h. der Hubschrauber konnte nicht direkt am Einsatzort (meistens im Gebirge) landen.

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news-467 Mon, 28 Dec 2020 13:00:00 +0100 400 Kilo Burgkaffee für die Tafel Kempten https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/400-kilo-burgkaffee-fuer-die-tafel-kempten.html Großzügige private Spende Dank einer großzügigen privaten Spende können die Kundinnen und Kunden der Tafel Kempten zu Weihnachten die eine oder andere Extraportion hochwertigen Kaffees genießen. Renate und Simone Englisch kauften bei der lokalen Kemptener Rösterei „Burgkaffee“ 400 Kilogramm Filterkaffee und Tee im Wert von rund 6.000 Euro eigens für die beiden Tafelläden.

Ausschlaggebend für die Spende sei ein Plakat der Spendenaktion der Vereinigung unterweks e.V. gewesen, erzählt Markus Wille, der Koordinator der Kemptener Tafelläden des BRK. Im Zuge derer hatten die Tourismus-Studenten der Hochschule Kempten in der Vorweihnachtszeit Spenden zu Gunsten der Tafel gesammelt. „Eine der beiden Kaffee-Spenderinnen, Simone Englisch, sah das Plakat und überlegte sich, wie sie selbst den Tafelkunden eine Freude machen könnte. Sie nahm Kontakt zu Erhan Erden, dem Inhaber der Rösterei `Burgkaffee´ auf und kaufte zusammen mit ihrer Mutter, zwei Paletten mit rund 400 kg feinstem Filterkaffee, um diesen an die Tafelläden zu spenden.“
Ergänzt wurde die Spende noch mit Tee, Marmelade, Honig und Schoko-Nuss-Aufstrich, um den Tafel-Kunden das Weihnachtsfest zu versüßen. „Durch das lange Mindesthaltbarkeitsdatum der Produkte dürften sich die Kunden der Tafel sowie der Wärmestube Kempten auch noch im kommenden Jahr auf den hochwertigen Kaffee freuen“, freut sich Markus Wille. „Private Spenden in dieser Höhe sind sehr selten und freuen alle Mitarbeiter und Kunden der Tafel umso mehr. Besonders `Luxusprodukte´ wie hochwertiger Kaffee, Tee und Honig sind nicht oft im Angebot und darum sehr gefragt.“

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news-466 Wed, 23 Dec 2020 13:00:00 +0100 Gelungene Herbergssuche nach Brand https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/gelungene-herbergssuche-nach-brand.html BRK und Kirche helfen den Betroffenen Nach einem Brand in einem Restaurant in Sonthofens Innenstadt, bei dem die darüber liegenden Wohnungen verraucht und deswegen vorübergehend nicht bewohnbar waren, standen die Bewohner am vergangenen Dienstag (15.12.2020) buchstäblich auf der Straße

Einige kamen bei Freunden und Verwandten unter, für insgesamt acht Personen musste jedoch eine Übergangslösung gefunden werden. Daher entschied der Einsatzleiter des Rettungsdienstes, die Schnelleinsatzgruppe „Betreuung“ der ehrenamtlichen BRK-Bereitschaft Sonthofen zu alarmieren und mit der Versorgung der Betroffenen zu beauftragen.

Schnell fanden sich insgesamt neun Helfer ein und begannen mit der notwendigen Organisation einer vorübergehenden Unterbringung. Covid-19 verhinderte allerdings die übliche Vorgehensweise. „Normalerweise werden die Betroffenen eines solchen Unglücks im BRK-Haus in der Hirnbeinstraße untergebracht. Da sich hier aber auch die Rettungswache befindet und eine Infektion des dort tätigen Personals unbedingt vermieden werden muss, stand der Einsatzleiter vor der Herausforderung, eine andere Unterkunft zu suchen“, erklärt Bernhard Gessenharter, Leiter der BRK-Bereitschaft Sonthofen.

„Glücklicherweise hat unsere Bereitschaft gute Verbindungen zur Pfarrei St. Christoph, in deren Pfarrheim regelmäßig das Blutspenden stattfindet. Ein kurzes Telefonat mit dem Messner und Hausmeister genügte, und die Türen standen offen für die insgesamt drei Familien, zu denen teilweise auch Kleinkinder gehörten. Es ist schön, zu sehen, dass es auch in unserer manchmal etwas kompliziert gewordenen Welt noch so schnelle und unbürokratische Hilfe gibt!“

Für Pfarrer Marek Pokorski ist diese Hilfe eine Selbstverständlichkeit: „Menschen in Not zu unterstützen ist eine der wichtigsten Aufgaben der Kirche. Hier kann das Gebot der Nächstenliebe im Alltag angewendet werden. Ich freue mich sehr, dass wir mit unserem Pfarrheim dazu beitragen konnten, den Erwachsenen und Kindern eine Unterkunft geben zu können.“ So ging die aufregende Situation auch für die betroffenen Familien gut zu Ende. Sie bedankten sich sehr bei den Helfern für die Unterstützung und die professionelle Arbeit, die diese geleistet hatten

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news-465 Tue, 22 Dec 2020 09:00:00 +0100 Blutspenden auch im Lockdown möglich https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/blutspenden-auch-im-lockdown-moeglich.html Besuch von Blutspendeterminen von Ausgangsbeschränkungen ausgenommen Der Besuch von Blutspendeterminen ist in Bayern auch vor dem Hintergrund der beschlossenen Verschärfung bestehender Corona-Maßnahmen weiterhin möglich und absolut notwendig.
 
Das Bayerische Ministerblatt vom 15. Dezember listet die Blutspende unter §2 Allgemeine Ausgangsbeschränkungen explizit als triftigen Grund zum Verlassen der Wohnung.
 
Die angebotenen Termine des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD) unterliegen strengsten hygienischen Regularien, welche auch über den gesamten bisherigen Zeitraum der Pandemie konsequent und erfolgreich umgesetzt wurden. Es besteht mit den ergriffenen Maßnahmen weiterhin kein erhöhtes Ansteckungsrisiko beim Besuch der Blutspende.
 
Die Versorgung kranker und schwerverletzter Mitmenschen mit überlebenswichtigen Blutpräparaten ist auch künftig unter allen Umständen sicherzustellen. Nebst dem Engagement der Spenderinnen und Spender ist es für eine kontinuierliche, lückenlose Abdeckung der aus den Kliniken gemeldeten Bedarfe essenziell, Termine weiterhin in öffentlichen Einrichtungen wie beispielsweise Schulen, Turnhallen oder Gemeinderäumen stattfinden lassen zu können.
 
Wer mit einer Blutspende als Lebensretter das alte Jahr ausklingen lassen oder in das Neue starten möchte, findet noch im Dezember oder ab Januar viele Gelegenheiten, diesen unersetzlich wertvollen und solidarischen Dienst für die Allgemeinheit zu leisten.
 
Die geplanten Blutspende-Termine für Januar sind beigefügt.

 
Alle Termine sowie eventuelle Änderungen, aktuelle Maßnahmen und Informationen rund um das Thema Blutspende in Zeiten von Corona sind unter 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com tagesaktuell abrufbar.
 
Es wird aufgrund der aktuellen Situation dringend empfohlen, kurz vor dem Blutspendetermin nochmals mittels genannter Möglichkeiten zu prüfen, ob und wann der Termin stattfindet.
 
Hintergrundinformationen über die Blutspende in Bayern:


Wer Blut spenden kann:
Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Mehrfachspender ist ein Alter von 72 Jahren (d.h. bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag). Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren und bei Erstspendern über 60 Jahren erfolgt die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen. Zur Blutspende mitzubringen ist unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein (jeweils das Original) und der Blutspendeausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis. Spendewillige mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen und Menschen mit direktem Kontakt zu Coronavirus (SARS-CoV-2)-Erkrankten werden nicht zur Spende zulassen. Auf allen angebotenen Terminen besteht eine unumgängliche Maskenpflicht.

Darum ist Blutspenden beim BRK so wichtig:
Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt.

Der Blutspendedienst des BRK (BSD):
Der BSD wurde 1953 vom Bayerischen Roten Kreuz mit dem Auftrag gegründet, die Versorgung mit Blutprodukten in Bayern sicherzustellen. Er trägt die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Als modernes pharmazeutisches Unternehmen ist der BSD heute ein aktiver Partner im bayerischen Gesundheitswesen. Mit seinen ca. 670 engagierten Mitarbeitern sowie zusätzlich mehr als 240 freiberuflich tätigen Untersuchungsärzten und rund 12.500 ehrenamtlichen Helfern aus den 73 Kreisverbänden des BRK organisiert der BSD jährlich ungefähr 4.400 mobile und 1.100 stationäre Blutspendetermine.

Spenderservice:
Alle Blutspendetermine und weiterführende Informationen für Spender und an der Blutspende Interessierte, beispielsweise zum kostenlosen Gesundheitscheck, sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet abrufbar. Wir empfehlen unsere Blutspende-App für iOS und Android (www.spenderservice.net): Individuelle Spendeinfos, Terminerinnerungen und Blutspende-Forum.

Medienkontakt:
Für Rückfragen zu allen Pressemitteilungen sowie für weitere Informationen und Materialanfragen kontaktieren Sie unsere Pressestelle: Patric Nohe, p.nohe(at)blutspendedienst.com; Tel.: 089 / 5399 4014. Oder besuchen Sie die Presseseite auf unserer Website.

Mit freundlichen Grüßen

Patric Nohe
Presse & Unternehmenskommunikation
Blutspendedienst des BRK

Auf einen Blick sind hier die aktuellen Termine im KV Oberallgäu:

Mo, 04.01.Kempten15:00-20:00 UhrBRK-Haus, Haubenschloßstr.12
Di, 05.01.Kempten15:00-20:00 UhrBRK-Haus, Haubenschloßstr.12
Di, 08.01.Sonthofen16:00-20:00 UhrPfarrheim St. Christoph, Albert-Schweitzer-Str. 17
Mi, 20.01. Oberstdorf16:30-20:00 UhrOberstdorf Haus - Saal Nebelhorn, Prinzregenten-Platz 1
Do, 21.01.Wiggensbach17:00-20:30 UhrVolksschule, Jugendstr. 6
Mo, 26.01.Immenstadt15:30-20:00 UhrJulius-Kunert-Halle, Allgäuer Str. 6

 

 

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news-463 Mon, 21 Dec 2020 14:00:00 +0100 Schüler sammeln Lebensmittel https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/schueler-sammeln-lebensmittel.html Realschüler unterstützen die Tafel des BRK Oberallgäu Die Schülerinnen und Schüler der Städtischen Realschule Kempten nutzten die letzten Schultage in der Vorweihnachtszeit nicht nur zum Lernen, sondern auch, um anderen Menschen in der Region zu helfen: Die jungen Leute sammelten haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel für die Kemptener Tafelläden des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Oberallgäu.

„Die Schule führte diese besondere Hilfsaktion nach 2019 nun schon zum zweiten Mal durch“, freut sich Markus Wille, der Koordinator der Tafel des BRK in Kempten. „Auch dieses Jahr nahmen wieder alle 470 Schülerinnen und Schüler daran teil. Jede Klasse hatte mindestens ein großes Paket beisammen.“ Darin befinden sich Dinge wie Nudeln, Reis, Mehl, Müsli, Kakao, Kaffee, Tee, Speiseöl, Essig, Dauerwurst, Nutella, Honig und Marmelade sowie Wasch- und Spülmittel, Duschgel, Shampoo und Zahnpasta.

„Wir sind begeistert, dass die Kinder und Jugendlichen auch an andere Menschen denken, denen es vielleicht nicht so gut geht. Es ist schön, dieses soziale Engagement mitzuerleben“, lobt Markus Wille. Neben der Städtischen Realschule beteiligen sich übers Jahr verteilt mittlerweile zahlreiche Schulen und Kindereinrichtungen in Kempten und dem Oberallgäu an Sammelaktionen zu Gunsten der Tafel.

Die gespendeten Waren werden in den Kemptener Tafelläden des BRK in der Memmingerstr. 114 sowie in der Magnusstr. 16 in St. Mang mit Hilfe von mehr als 120 Ehrenamtlichen an die Bedürftigen verteilt.

Wer die Tafel Kempten des BRK Oberallgäu unterstützen möchte, findet auf der Website www.kvoberallgaeu.brk.de weitere Informationen. Hier steht auch eine Liste geeigneter Artikel zum Download bereit.

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news-461 Thu, 17 Dec 2020 14:00:00 +0100 Corona-Massentests im Kleinwalsertal mit ehrenamtlicher Unterstützung der BRK-Bereitschaften https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/corona-massentests-im-kleinwalsertal-mit-ehrenamtlicher-unterstuetzung-der-brk-bereitschaften.html Aktion stößt auf mäßige Teilnahme, aber großes Lob Im österreichischen Bundesland Vorarlberg wurden vom 4. bis 6. Dezember Corona-Massentests durchgeführt. Dabei unterzogen sich 105.093 Personen an 80 Teststationen einem Antigentest. Auch im Kleinwalsertal, der im südlichen Oberallgäu gelegenen Vorarlberger Exklave, wurde getestet. Hierbei arbeitet die Walser Rettung – eine Rettungswache sowie die ehrenamtliche Bereitschaft des Bayerischen Roten Kreuzes auf politisch österreichischem Gebiet – eng mit den Talfeuerwehren und freiwilligen Helfern zusammen.

1.282 Personen, also ein Viertel der Bevölkerung des Hochtales, nahm an dem Massentest teil, für den das Walserhaus in Hirschegg in eine Corona-Teststation umfunktioniert worden war. Bürgermeister Andi Heid gab zu: „Ich habe mir mehr erwartet.“ „Ganz hervorragend“ sei indes die Organisation der Aktion gewesen. Auch seitens der Talbevölkerung waren an den drei Tagen sehr viele positive Rückmeldungen zu hören, und das quer durch alle Altersstufen: Die Aktion sei sehr gut organisiert gewesen und es habe so gut wie keine Wartezeiten gegeben.

Matthias Straub, Kreisbereitschaftsleiter des BRK Oberallgäu, sagt: „Ich finde es klasse, dass die BRK-Bereitschaft Kleinwalsertal unsere Kameradinnen und Kameraden vom Österreichischen Roten Kreuz so kurzfristig und unkompliziert bei der großen Testaktion ehrenamtlich unterstützen konnten.“ Dieser Meinung kann sich sein Kollege Benedikt Fritz, Bereitschaftsleiter bei der Walser Rettung, nur anschließen. Beide sind sich einig: „Auf solch eine schlagkräftige Mannschaft kann man nur Stolz sein!“

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news-460 Wed, 16 Dec 2020 10:13:00 +0100 Großes Lob: Ehrenamtliche sofort einsatzbereit https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/grosses-lob-ehrenamtliche-sofort-einsatzbereit.html BRK-Bereitschaft betreut Betroffene nach Wohnungsbrand Bei einem Brand am Dienstagmorgen (15.12.2020) in einem Mehrfamilienhaus in Sonthofen mussten mehrere Bewohner evakuiert werden. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren mit 40 Kräften im Einsatz. Seitens der Bereitschaften des BRK Oberallgäu rückten zudem die Kreisbereitschaftsleitung Oberallgäu sowie die Schnelleinsatzgruppe (SEG) Betreuung an. Verletzt wurde niemand.

Der Brandherd befand sich in einem Restaurantbetrieb im Erdgeschoss des Hauses in der Schloßstraße. Der Bereich vor dem Gebäude, das in der Nähe des Sonthofer Marktbrunnens gelegen ist, musste kurzzeitig abgesperrt werden. Zwölf ehrenamtliche Helfer der BRK-Bereitschaft Sonthofen holten acht Personen, die ihre Wohnungen hatten verlassen müssen, am Gebäude ab - darunter auch zwei Familien mit Kleinkindern – und sicherten ihre Betreuung. Nach zweieinhalb Stunden konnten alle Betroffenen zurück in ihre Wohnungen. Der Leiter der BRK-Bereitschaft Sonthofen, Bernhard Gessenharter, freute sich, „dass so viele Helfer innerhalb kürzester Zeit im Einsatz waren, trotz der Uhrzeit unter der Woche und der Corona-Situation.“ Die Brandursache ist noch unklar.

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news-459 Wed, 16 Dec 2020 10:00:00 +0100 Sport in der kalten Jahreszeit https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/sport-in-der-kalten-jahreszeit.html BRK gibt Tipps, worauf man dabei achten sollte Bewegung an der frischen Luft tut gut und ist gesund. Das gilt auch in der kalten Jahreszeit. „Bewegung in der Kälte stärkt das Immunsystem und kann die Infektanfälligkeit verringern - vorausgesetzt, man beachtet ein paar Regeln“, sagt Frank Schönmetzler, der Leiter der Breitenausbildung beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) Oberallgäu. Er gibt Tipps, worauf man achten sollte und nennt Erste-Hilfe-Maßnahmen, die man bei Erfrierungen oder Stürzen kennen sollte.
„Wer selbst bei kalten Temperaturen nicht auf Sport an der frischen Luft
verzichten möchte, sollte sich bewusst sein, dass viele Prozesse im
Körper dann nur in gebremster Form ablaufen. Der verminderte
Stoffwechsel führt beispielsweise bei Muskeln, Sehnen und Bändern zu
einem Elastizitätsverlust - die Verletzungsgefahr steigt“, mahnt Frank
Schönmetzler. Dann heiße es, den inneren Schweinehund zu besiegen
und vor der Joggingrunde oder dem Skitag unbedingt ausreichendes
Aufwärmtraining durchzuführen. „Wichtig ist natürlich auch eine der
Witterung angepasste Sportbekleidung, die gleichermaßen für einen
Wärmepuffer sorgt, dabei nicht zu warm ist und den Schweiß aufnimmt.“
Der Experte empfiehlt mehrere Schichten. Die oberste sollte winddicht
sein. „Da ein Großteil der Wärme über den Kopf verloren geht, Mütze
nicht vergessen! Fausthandschuhe schützen gut vor Erfrierungen an den
Fingern.“
Dies sind örtliche Gewebeschäden, die durch Kälteeinwirkungen - meist
in Verbindung von Feuchtigkeit und Wind - entstehen. Es kommt zu
einer Mangeldurchblutung des Gewebes, das dadurch geschädigt wird
oder sogar abstirbt. „Am häufigsten betroffen sind Finger, Zehen, Nase,
Ohren und Wangen. Zeichen einer Erfrierung sind Gefühllosigkeit oder
Taubheitsgefühl, bläulich-rote, später weiß-gelbe oder weiß-graue
Färbung der Haut. Die betroffenen Körperteile sind kalt und zunächst
weich und schmerzhaft, später hart und gefühllos. Es kann zu
Blasenbildung kommen.“ Frank Schönmetzler rät, keinesfalls an den
betroffenen Körperteilen zu reiben. „Das könnte den Gewebeschaden
noch vergrößern.“ Stattdessen sollte man sie mit Körperwärme
aufwärmen, etwa in den Achselhöhlen. Auch ein Wasserbad hilft. „Dabei
unbedingt mit Raumtemperatur anfangen und die Temperatur nur
langsam erhöhen. Wenn sich die Haut gelblich oder grau gefärbt hat und
schmerzt, sollte man zum Arzt gehen oder den Rettungsdienst unter 112
rufen.“

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news-458 Tue, 15 Dec 2020 10:00:00 +0100 Harte Kerle mit Herz und Kochlöffel https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/harte-kerle-mit-herz-und-kochloeffel.html Motorradfreunde Night Brothers kochen in der Wärmestube Rauhe Schale, weicher Kern – diese Aussage trifft auf die Mitglieder der Motorradfreunde Night Brothers sicherlich zu. Am Samstagmorgen des Nikolauswochenendes kamen einige der Biker in die Wärmestube Kempten, um dort ein leckeres Mittagessen für die Gäste zuzubereiten.

Dass der äußere Schein manchmal zu voreiligen Schlüssen verleiten kann, demonstrieren die Motorradfreunde auf vielfache Weise. „MF Night Brothers haben sich auf die Fahnen geschrieben, anderen zu helfen, beispielsweise durch Kleiderspenden oder eine spezielle Unterstützung von Einrichtungen. Der Chief der Organisation, Christian Pabel, ist außerdem Notfallsanitäter beim Roten Kreuz Kreisverband Oberallgäu“, weiß Amelie Lang, die Leiterin der Wärmestube Kempten.

Schon im letzten Jahr waren mehrere Clubmitglieder für eine ähnliche Aktion in die Einrichtung gekommen. Neben dem Mittagessen spendierten sie damals auch Kleider, Decken und Schlafsäcke und unterhielten sich angeregt mit den Besuchern. Aufgrund der Corona-Maßnahmen war all dies heuer leider nicht möglich. Diesmal sollte „nur“ gekocht werden. Diese Aufgabe übernahm Christian Burggraf-Rothe, der Roadcaptain des Motorradclubs und seines Zeichens Koch. Er kreierte das Gericht des Tages: Ossobuco (übersetzt: „Knochen mit Loch“, da das verwendete Bio-Rindfleisch ein Loch aufweist). „Die Rinderhaxe wurde in dicke Beinscheiben geschnitten, kurz angebraten und dann geschmort. Reichlich Schmorsauce wurde mit viel Gemüse abgeschmeckt und schmeckte köstlich“, schwärmt Amelie Lang.

Beide Biker freuten sich, dass sie von einigen Gästen wiedererkannt und herzlich begrüßt wurden. Sie stellten klar, dass ihr Besuch sicherlich nicht der Letzte seiner Art war: „Denkt dran: Wenn ihr irgendwas braucht, meldet euch bei uns! Und liebe Grüße vom Rest – nächstes Jahr machen wir es wieder in den Gasträumen und feiern anschließend!“

Da am Vortag eine Kleider- und Deckenspende eingegangen war, wurden diese Zuwendungen im Rahmen des Nikolausessens an mehreren Tischen im Innenraum der Wärmestube kostenlos ausgegeben. Die Gäste durften unter Einhaltung der geltenden Coronaregeln einzeln eintreten und sich etwas aussuchen. Am Ausgang trafen sie dann auf den Nikolaus (in seine Rolle schlüpfte MF-Mitglied Alexander Wiener), der sie mit einer Papptüte, gefüllt mit einer Orange, einem Apfel, einem Lebkuchen und Nüssen, beschenkte. Dies wiederum war eine Spende der Firma Früchte Schubert OHG, Durach.

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news-457 Mon, 14 Dec 2020 17:00:00 +0100 (Fast) ein Jubiläum der prominenten Köche in der Wärmestube https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/fast-ein-jubilaeum-der-prominenten-koeche-in-der-waermestube.html Henze zaubert Nikolausessen, Hold muss wegen Quarantäne aussetzen Die traditionelle Kochaktion von Sternekoch Christian Henze und dem Landtagsvizepräsidenten Alexander Hold (Freie Wähler) in der Wärmestube Kempten hätte eigentlich am Nikolaustag ihr 10-jähriges Jubiläum gefeiert. Doch leider musste sich Alexander Hold in Quarantäne begeben. Christian Henze ließ es sich nicht nehmen, die Tradition dennoch allein fortzusetzen - sehr zur Freude der Gäste und Mitarbeiter.

Auf der Karte der Wärmestube Kempten stand am Nikolaustag: „Winterliches Hirschragout mit Crème fraîche-Preiselbeer-Dip und Haselnuss-Spätzle, zum Nachtisch karamellisierter Kaiserschmarrn“. Zubereitet wurden dieses exquisite Menü von dem Allgäuer Starkoch Christian Henze und seinem Sohn Noah. Jener war kurzerhand für Alexander Hold eingesprungen und unterstützte wie schon im Jahr zuvor seinen Vater am Herd. Die Bäckerei Wipper aus Kempten spendierte an diesem Tag süße Weihnachtsmännchen aus Hefeteig.

„Die Veranstaltung, die heuer ins zehnte Jahr geht, soll für die Gäste der Wärmestube, welche ja finanziell und manchmal auch gesundheitlich stark eingeschränkt sind, eine Form der Teilhabe sein und ihnen Freude bereiten“, erklärt die Leiterin der Wärmestube, Amelie Lang. Sie betont: „Das Ganze ist keine Konkurrenzveranstaltung zu unseren guten und engagierten Köchinnen und Köchen, die im Alltag die Mittagsmahlzeiten für unser Besucher zubereiten. Vielmehr ist sie als eine ungewöhnliche, durchaus exklusive Form der Wertschätzung vonseiten der Menschen Christian Henze und Alexander Hold zu verstehen, die ihre Leidenschaft für gute Küche aus ganzem Herzen mit einem besonderen Publikum teilen möchten.“ Nachdem Christian Henze sein Werk in der Küche vollendet hatte, beteiligte er sich auch an der Essensaugabe, die derzeit Corona-bedingt vor der Tür der Wärmestube stattfinden muss. „Dabei wurde er sogar um Autogramme gebeten. Besonders die Frauen, aber auch die Männer waren sehr angetan von ihm“, schmunzelt Amelie Lang.

Alexander Schwägerl, der Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu, würdigte das Engagement: „Mein Respekt gilt Herrn Henze, der sich trotz der schwierigen Lage um Corona für ein Kommen entschieden hat, das Essen in der Kälte an die Gäste ausgab und den Menschen damit wieder einmal ein unvergessliches - nicht nur kulinarisches - Erlebnis bereitet hat. Wir freuen uns schon, wenn beim nächsten Mal auch Alexander Hold wieder dabei sein kann.“

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news-456 Fri, 11 Dec 2020 15:03:00 +0100 Neuwahl des Heimbeirates im BRK Haus der Senioren https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/neuwahl-des-heimbeirates-im-brk-haus-der-senioren.html Gabriele Braxmair und Egon Geiger zu Vorsitzenden gekürt Im BRK Haus der Senioren in Oberstdorf wurde jüngst
der Heimbeirat neu gewählt. Neue Vorsitzende ist Gabriele
Braxmair.
„Der Heimbeirat ist das Vertretungsorgan der Bewohner und beauftragt,
deren im Heimgesetz vorgesehenen Mitwirkungsrechte wahrzunehmen.
Er muss von der Einrichtungsleitung über wesentliche Veränderungen im
Haus informiert werden und hat dazu dann auch ein Vetorecht“, erklärt
Einrichtungsleiterin Melanie Engel. „Die Mitglieder des Gremiums geben
außerdem Wünsche, Anregungen und eventuelle Klagen der Bewohner
an die Heimleitung weiter.“
Bei der jüngsten turnusmäßigen Neuwahl (diese findet alle 2 Jahre statt)
machte die Hälfte der Bewohner des Hauses der Senioren von ihrem
Stimmrecht Gebrauch. Gabriele Braxmair wurde mit mehr als 50 Prozent
der Stimmen zur Vorsitzenden gewählt. Zu ihrem Stellvertreter wurde
Egon Geiger bestimmt. Die weiteren Vorstandsmitglieder sind Helga
Mayr (sie ist bereits seit 2014 in dem Gremium engagiert und somit
eines der langjährigsten Mitglieder), Roswitha Vogler und Manfred
Müller. Als Beisitzer wurden Renate Rossa, Dagmar Grünzner, Siegfried
Plappert sowie Monika Gilles (Angehörige) gekürt.
In der Regel finden monatliche Sitzungen mit dem Heimbeirat und allen
Beisitzern statt. Aufgrund der Corona-Auflagen müssen diese derzeit
jedoch nach Wohnbereichen getrennt abgehalten werden.
Fotocredit: Stefanie Paulus
Die Vorsitzende Gabriele Braxmair und ihr Stellvertreter Egon Geiger
freuten sich über ihre Wahl.

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news-454 Thu, 10 Dec 2020 15:43:00 +0100 Startschuss der Schuhbox-Aktion mit Gewinnspiel https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/startschuss-der-schuhbox-aktion-mit-gewinnspiel.html Hochschule Kempten lädt alle Interessierten ein, die Tafel Kempten zu unterstützen Der Hochschul-Verein unterweks e.V. Tourismusstudenten
der Hochschule Kempten veranstaltet seit dem 1. Dezember wieder
die Schuhbox-Aktion zu Gunsten der Tafel Kempten. Studierende,
Dozenten, Lehrkräfte sowie alle externen Interessierten, die sich
beteiligen möchten, füllen Schuh- oder andere Kartons nach einer
Packliste mit haltbaren Lebensmitteln, Hygieneartikeln und
Spielsachen für Tafel-Kunden zu Weihnachten.
Um auf die caritative Aktion aufmerksam zu machen, verteilen die
Studenten derzeit Flyer und Plakate an der Hochschule sowie an
umliegende Geschäfte. Spendenpakete- (diese müssen nicht
festverpackt sein - können bis zum 22. Dezember im BRK Info-Shop in
der Haubenschloßstraße 12 abgegeben werden. Dessen Öffnungszeiten
sind Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr sowie Freitag von 8 bis13
Uhr.
Zusätzlich haben sich die Tourismus-Studentinnen und Studenten ein
Gewinnspiel ausgedacht. Dabei werden unter allen Spendern
Gutscheine von Kemptener Geschäften, Bars und Cafés ausgelost. Wer
teilnehmen möchte, muss einfach bei Abgabe des Spendenpakets seine
E-Mail-Adresse auf einem kleinen Zettel hinterlassen und in die
Gewinnbox einwerfen. Die Gewinner werden vom Verein unterweks e.V.
informiert.
Die Schuhbox-Aktion von unterweks e.V. findet bereits seit 2013
alljährlich statt. Auch Geldspenden sind willkommen (Spendenkonto:
DE27 7335 0000 0514 6740 35, unterweks e.V.). Die Spenden kommen
ausschließlich der TAFEL Kempten zugute.


Die Packliste:

  • Reis / Nudeln / Linsen / Couscous / Polenta
  • Haferflocken / Müsli / Cornflakes
  • Haltbare Milch / Sojamilch / Hafermilch / Kokosmilch
  • Marmelade / Honig / Nutella / Apfelmus
  • Kaffee gemahlen / Tee / Kakao
  • Pesto / Tomatensoße / Senf
  • Chips / Kekse / Schokolade / Trockenfrüchte / Bonbons / Kaugummi
  • Backmischung / Zucker / Mehl / Gries / Hefe / Puderzucker /
  • Streuselzucker
  • Dauerwurst vakuumiert oder als Dose
  • Speiseöl / Essig
  • Eingelegtes (Gurken/Kirschen etc.)
  • Zahnbürste / Zahnpasta
  • Duschgel / Spülmittel / Seife
  • Haarbürste
  • Malbücher / Stifte
  • Schals / Mützen
  • Kinderkleidung


Foto: Markus Wille
Unser Archivfoto zeigt Markus Wille mit Studentinnen des unterweks. e.V.
im Jahr 2018.

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news-455 Tue, 08 Dec 2020 15:43:00 +0100 Ein Wunschbaum im Seniorenheim https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/ein-wunschbaum-im-seniorenheim.html Im Haus der Senioren erfüllen emsige Helfer kleine Weihnachtswünsche Im BRK Haus der Senioren in Oberstdorf bemüht man sich das ganze Jahr über, den Bewohnern die Wünsche von den Augen abzulesen. Nun in der Vorweihnachtszeit bekommen die Senioren zusätzlich die Möglichkeit, kleine materielle Wünsche an einem „Wunschbaum“ zu hinterlassen. Fleißige Weihnachtswichtel versuchen, diese zu erfüllen.

„Im Förderverein für Behinderten- und Seniorenarbeit e.V. herrscht großes Bedauern darüber, dass die Mitglieder sich in diesem Jahr aufgrund von Corona nicht an der Organisation und Durchführung der beliebten Seniorennachmittage und Ausflüge beteiligen konnten. Diese Veranstaltungen machen den Heimbewohnern immer viel Spaß“, erklärt Einrichtungsleiterin Melanie Engel. „Nun möchte der Verein den Senioren durch seine Beteiligung an einem `Wunschbaum´ zumindest eine kleine vorweihnachtliche Freude bereiten.“

Dieser ganz besondere Weihnachtsbaum steht im Besucherbereich des Seniorenheims. Alle Bewohner dürfen hier auf einem Zettel ihre Weihnachtswünsche hinterlassen. „Die Alltagsbegleiter helfen bei Bedarf, die Ideen zu Papier zu bringen“, so Melanie Engel weiter. „Bei Wünschen wie `Gesundheit´ wird kreativ überlegt, wie man diesen mit einem greifbaren Geschenk verknüpfen könnte – etwa in Form von Cremes oder Bonbons für das Wohlbefinden.“

Die Wunschzettel können gerne von Besuchern mitgenommen werden, die den jeweiligen Wunsch dann zuverlässig bis spätestens zum 23. Dezember erfüllen und das entsprechende Geschenk an der Verwaltung abgeben. Um die Erfüllung der weiteren Wünsche wollen sich der Förderverein und die CSU-Frauenunion Oberstdorf kümmern. „Sowohl die Belegschaft als auch die Bewohner freuen sich sehr über diese herzerwärmende Aktion. Der Wunschbaum ist nicht nur ein Hingucker, sondern versprüht auch gleichzeitig eine schöne, weihnachtliche Stimmung“, sagt Melanie Engel. „Gerade in den Zeiten der Pandemie haben es sich die Mitarbeiter des Hauses zur Aufgabe gemacht, für die Bewohner eine besonders schöne Vorweihnachts- und Weihnachtszeit zu schaffen.“

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news-453 Fri, 04 Dec 2020 11:00:00 +0100 Kleine Leute mit großem Herzen https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/kleine-leute-mit-grossem-herzen.html Grundschüler spenden Lebensmittel für Tafel Die Mädchen und Buben der Grundschule Krugzell (Gemeinde Altusried) haben ein großes Herz für ihre Mitmenschen, die es im Leben nicht ganz so leicht haben. Die kleine Schule beteiligte sich bereits zum sechsten Mal an einer Hilfsaktion zugunsten der Kemptener Tafelläden.
Rektorin Michaela Arndt sammelte zusammen mit den 72 Schülerinnen und Schülern und mit Unterstützung von deren Eltern und Großeltern Lebensmittel und Hygieneartikel für die Tafel Kempten. Dank eines Informationsblattes wussten alle ganz genau, welche Dinge dringend benötigt werden. Dazu gehören beispielsweise Wasch- und Spülmittel, Duschgel, Shampoo und Zahnpasta, Kaffee, Tee und Kakao, Nutella, Honig und Marmelade, Dauerwurst, Nudeln, Reis, Mehl und Zucker, Müsli, Essig und Öl oder auch Süßigkeiten. Im Lauf von zwei Wochen trugen die Kinder mehr als 350 einzelne Artikel zusammen. Markus Wille vom BRK, der die Tafel Kempten koordiniert, nahm die Spenden in Empfang und dankte allen großen und kleinen Beteiligten sehr herzlich für ihre Hilfsbereitschaft.

Foto: Markus Wille, BRK Oberallgäu
Rektorin Manuela Arndt mit einigen Kindern der 2. Jahrgangsstufe und den gespendeten Waren. Wie Tafel-Koordinator Markus Wille sagte werden alle Artikel gleich in den Ausgabestellen der Tafel Kempten verteilt.

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news-452 Tue, 01 Dec 2020 11:00:00 +0100 „Viele Bereiche des öffentlichen Lebens würden kollabieren“ https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/viele-bereiche-des-oeffentlichen-lebens-wuerden-kollabieren.html Alexander Schwägerl vom BRK Oberallgäu würdigt ehrenamtliches Engagement Am 5. Dezember wird alljährlich der Internationale Tag des Ehrenamtes begangen. „An diesem Tag möchten wir all denjenigen von Herzen danken, die so viel mehr tun als sie müssten und dafür keinerlei Gegenleistung erwarten“, erklärt Alexander Schwägerl, Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu. „Das Ehrenamt und alle, die es mit so viel Engagement, Herz und Selbstlosigkeit ausüben, gehören zu den zentralen Stützen unserer Gesellschaft.“

„Viele Bereiche des öffentlichen und sozialen Lebens würden ohne die große Unterstützung durch Ehrenamtliche schlichtweg kollabieren“, betont Alexander Schwägerl. „Lebensrettende Dienste, die uns selbstverständlich erscheinen, wie etwa Rettungsdienst oder Feuerwehr, sowie zahlreiche weitere wichtige Hilfsangebote würden ohne die Ehrenamtlichen schlichtweg zusammenbrechen“, gibt er zu bedenken. Auch im Roten Kreuz seien die Ehrenamtlichen von unschätzbarem Wert - sei es im Rettungsdienst und Krankentransport, im Sanitätsdienst bei großen Veranstaltungen, bei der Wasserwacht, dem Jugendrotkreuz und in der Erste-Hilfe-Ausbildung, bei Blutspendeterminen, in den Kleider- und Tafelläden und der Wärmestube, in den Rettungshunde- und Motorradstaffeln, der Wasserwacht und der Krisenintervention, im Bevölkerungsschutz und der Katastrophenhilfe und vielem mehr. Das BRK Oberallgäu habe das große Glück, von rund 2.000 Ehrenamtlichen unterstützt zu werden. Sie alle seien bereit, sich, falls nötig, entsprechend aus- und weiterzubilden und ihr Wissen, ihre Zeit und ihre Kraft zum Wohle aller einzusetzen. „Dieses Engagement zu Gunsten der Bevölkerung ist heutzutage alles andere als selbstverständlich und verdient höchsten Respekt und Anerkennung“, findet Schwägerl.

Leider nehme die Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren, insgesamt ab. „Die Gründe dafür liegen wohl in den vielfältigen Freizeitmöglichkeiten, dem ständig wachsenden Druck am Arbeitsplatz, der Gleichgültigkeit vieler Menschen gegenüber der sozialen Gemeinschaft und letztlich auch an der mangelnden Anerkennung des Ehrenamtes“, vermutet er. „Das ist sehr schade, denn Ehrenamt ist keine Einbahnstraße. Man bekommt so viel zurück: Gemeinschaft und Freundschaft im Team, Spaß an einer sinnvollen Tätigkeit und ganz viel Dankbarkeit von den Menschen, denen man geholfen hat.“ Er fordert: „Die Politik müsste dringend Impulse setzen, um das Ehrenamt spürbar aufzuwerten.“

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news-451 Mon, 30 Nov 2020 11:00:00 +0100 Blutspende in Corona-Zeiten und aktuelle Termine https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/blutspende-in-corona-zeiten-und-aktuelle-termine.html BRK lobt lückenlose Versorgung der Patienten „Das Jahr 2020 war auch im Hinblick auf die Blutspende eine Herausforderung. Im Vergleich zu anderen Jahren war das Blutspende-Aufkommen starken, unregelmäßigen und nur schwer vorhersehbaren Schwankungen unterworfen“, sagt Alexander Schwägerl, der Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu. Trotzdem sei es aufgrund der großen Solidarität in der Bevölkerung stets möglich gewesen, die auf Blutpräparate angewiesenen Menschen lückenlos zu versorgen. Auch im Dezember gibt es in Kempten und dem Oberallgäu Möglichkeiten zur Blutspende.

Alexander Schwägerl bedankt sich im Namen des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD) sowie aller betroffenen Patientinnen und Patienten bei den Spendern. „Es ist wunderbar zu sehen, dass diese sich auch in schwierigen Zeiten wie jetzt während der Pandemie auf die Unterstützung Ihrer Mitmenschen verlassen können. Das ist nicht selbstverständlich und gibt uns Hoffnung und Antrieb.“

Auch im Dezember gibt es in unserer Region wieder Gelegenheiten zur Blutspende. Alle Termine sowie eventuelle Änderungen, aktuelle Maßnahmen und Informationen rund um das Thema Blutspende in Zeiten von Corona sind unter 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com tagesaktuell abrufbar.

Do, 3.12. Waltenhofen, Mehrzweckhalle, Plabennecstr. 9, 16.30 – 20 Uhr
Fr, 4.12. Dietmannsried, Grund- und Mittelschule, Schulstr. 2, 16.30 – 20 Uhr
Mo, 7.12. Kempten, BRK-Haus, Haubenschloßstr.12, 15 – 20 Uhr
Di, 8.12. Kempten, BRK-Haus, Haubenschloßstr.12, 15 – 20 Uhr
Fr, 11.12. Sonthofen, Pfarrheim St. Christoph, Albert-Schweitzer-Str. 17, 16-20 Uhr
Mo, 21.12. Kimratshofen, Volksschule, Sportstr. 2, 17 – 20.30 Uhr

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news-450 Fri, 27 Nov 2020 11:00:00 +0100 Gefährlicher Advent https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/gefaehrlicher-advent.html BRK gibt Erste Hilfe-Tipps bei Brandverletzungen, Stromschlag und Rauchvergiftung In der nun beginnenden Adventszeit genießen viele Menschen eine behagliche Stimmung durch Kerzenlicht. Leider kommt es dabei immer wieder zu Zimmer- und Wohnungsbränden, bei denen die Betroffenen teils schwere Brandverletzungen und/oder Rauchgasvergiftungen erleiden. Immer wieder wird der Rettungsdienst auch aufgrund von Stromschlägen durch defekte Weihnachtsbeleuchtung alarmiert. Das BRK Oberallgäu gibt Tipps, welche Erste-Hilfe-Maßnahmen im Notfall wichtig sind.

„Trotz aller Warnungen kommt in der Advents- und Weihnachtszeit häufig zu Bränden. Wenn Kerzen den trockenen Nadeln an Adventskränzen, Gestecken oder Christbäumen zu nahe kommen, kann es zu geradezu explosionsartigen Bränden mit schwerwiegenden Folgen kommen“, weiß Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter des BRK Oberallgäu. Er rät darum, Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen zu lassen. Besonders bei Kindern und Haustieren sollte man sehr wachsam sein und vorsichtshalber stets einen Eimer Wasser oder eine Löschdecke bereithalten.

Was tun bei Verbrennungen?

Im Fall von Verbrennungen empfiehlt er folgende Erste-Hilfe-Maßnahmen:

  • Menschen, deren Kleidung brennt, aufhalten, sofort mit Wasser übergießen, mit einer Decke löschen oder auf dem Boden wälzen. ACHTUNG! Auf keinen Fall Decke mit synthetischen Materialien (z.B. Fleece) zum Löschen verwenden. Diese verschmelzen mit der Haut!
  • mit der Haut verklebte Kleidung oder in die Haut eingebrannte Materialien nicht entfernen
  • Verbrennungen im Gesicht mit feuchten Tüchern kühlen, dabei Atemwege freihalten
  • kleinflächige Verbrennungen (nicht größer als die Handfläche des Betroffenen) sofort zur Schmerzlinderung 10-15 Minuten lang mit fließendem, handwarmem Wasser kühlen
  • ist dem Verletzten kalt, sofort mit dem Kühlen aufhören
  • nach dem Kühlen die Wunde mit sterilem Tuch leicht abdecken, evtl. Arzt aufsuchen
  • größere Verbrennungen am Rumpf nicht kühlen! Arzt aufsuchen oder Rettungsdienst 112 rufen.
  • ist eine Fläche von mehr als 5x die Größe der Handfläche des Betroffenen verbrannt => Rettungsdienst 112 rufen
  • nach Erstversorgung der Wunde => Beine des Betroffenen hochlagern, bis Rettungsdienst kommt
  • bei Kreislaufproblemen des Betroffenen => Erste Hilfe-Maßnahmen anwenden, Rettungsdienst 112 rufen
  • grundsätzlich gilt: Brandblasen nicht öffnen (Infektionsgefahr) und keine Hausmittel (Mehl o.Ä.) verwenden

 

Was tun bei Rauchgasvergiftung?

Neben den Flammen droht bei Feuern auch eine unsichtbare Gefahr: giftige Dämpfe. „Erste Anzeichen einer Rauchgasvergiftung sind beispielsweise Kopfschmerzen, starker Husten, Erbrechen, Schwindel, Bewusstlosigkeit, Kreislauf- und Atembeschwerden, die lebensbedrohlich werden können“, erklärt Frank Schönmetzler. „Um gravierende Spätfolgen zu vermeiden, sollten alle Betroffenen sich auf jeden Fall medizinisch untersuchen lassen.“

Als Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Rauchgasvergiftung empfiehlt der Experte:

  • Notruf 112 alarmieren
  • unbedingt auf Selbstschutz achten
  • Fenster, Türen öffnen und für Sauerstoffzufuhr sorgen
  • Person aus der Gefahrenlage bringen
  • regelmäßig Bewusstsein, Atmung und Kreislauf prüfen
  • ist die Person bei Bewusstsein: beruhigen
  • bei Atemnot: Betroffenen mit erhöhtem Oberkörper lagern
  • bei Bewusstlosigkeit stabile Seitenlage und ggf. Herz- Lungen-Wiederbelebung, Atemspende
  • warten bis der Notarzt eintrifft

Was tun bei Stromschlag?

Eine weitere Gefahr in der Advents- und Weihnachtszeit stellen Stromschläge durch elektrische Beleuchtung dar. „Sie können lebensgefährliche Herzrhythmusstörungen hervorrufen, die zum plötzlichen Herztod führen können.“

Erste Hilfe bei Unfällen durch elektrischen Strom

  • Notruf 112 absetzen
  • eigene Sicherheit beachten! Helfer darf keinesfalls selbst in den Stromkreis gelangen!
  • Gerät oder Sicherung ausschalten/Stecker ziehen
  • Betroffenen mit nicht leitenden Hilfsmitteln (Decke, Holzstiel) von der Stromquelle wegziehen
  • Betroffenen ansprechen, beruhigen und trösten
  • regelmäßig Bewusstsein, Atmung und Kreislauf prüfen
  • bei Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage
  • bei Bewusstlosigkeit und fehlender normaler Atmung: sofort Herz- Lungen-Wiederbelebung, Atemspende bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes
  • bei Hochspannungsunfällen: Rettung nur durch Fachpersonal!


Der Experte rät allen, regelmäßig die Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen. Das BRK bietet in Kempten und dem Allgäu regelmäßig entsprechende Kurse an. Nähere Infos zu den Kursen finden Sie unter
https://www.kvoberallgaeu.brk.de/.

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news-449 Tue, 24 Nov 2020 09:00:00 +0100 Hausnummern können Leben retten https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/hausnummern-koennen-leben-retten.html BRK bittet um deutlich lesbare Beschilderung Stellen Sie sich vor, bei Ihnen Zuhause gibt es einen medizinischen Notfall und der Rettungsdienst verliert unnötig Zeit, weil er trotz Navi die richtige Hausnummer nicht finden kann. „Oft sind die Hausnummern in der Dunkelheit schlecht lesbar – oder es sind gar keine am Gebäude angebracht“, moniert Peter Fraas, Leiter Rettungsdienst beim BRK Oberallgäu. „Das ist für die Mitarbeiter des Rettungsdienstes eine unnötige Erschwernis und kostet nicht nur wertvolle Zeit, sondern im schlimmsten Fall sogar das Leben des Patienten.“ Der Experte gibt Tipps, worauf es ankommt.

„Jeder sollte prüfen, ob sich an seinem Wohngebäude eine Hausnummer befindet. Diese sollte groß und hoch genug angebracht sein und in farblichem Kontrast zur Hauswand stehen. Sie muss von der Straße aus gut lesbar, nicht verdeckt und im Winter stets von Schnee befreit sein“, rät Peter Fraas. „Sollte die Hausnummer an Ihrem eigenen Haus fehlen, wäre es wichtig, dies unverzüglich zu ändern. Wenn Sie in einem Mehrfamilienhaus wohnen, weisen Sie den Eigentümer, den Hausmeister oder die Hausverwaltung auf das Fehlen hin und bitten Sie um schnelle Abhilfe - schließlich weiß man nie, wann ein Notfall eintritt“

In einem solchen Notfall könne das Anschalten der Hofbeleuchtung eine zusätzliche Hilfe sein. „Am besten ist es aber, eine Person wartet vor dem Gebäude auf den Rettungsdienst, weist die Kollegen ein und führt sie zu dem Patienten. Denken Sie dabei bitte auch an das rechtzeitige Öffnen von Toren, Schranken und Haustüren, das Bereithalten von Aufzügen im Eingangsbereich und das Einsperren von Hunden.“

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news-448 Wed, 11 Nov 2020 09:00:00 +0100 Traumberuf Notfallsanitäter und technischer Rettungssanitäter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/traumberuf-notfallsanitaeter-und-technischer-rettungssanitaeter.html BRK Oberallgäu heißt neue Auszubildende willkommen Das BRK Oberallgäu freut sich über sechs neue Auszubildende. Drei junge Frauen haben die Berufsausbildung zur Notfallsanitäterin angetreten. Dies ist die höchste nicht-akademische medizinische Qualifikation im Rettungsdienst. Zwei junge Männer und eine weitere junge Frau entschieden sich für die Berufsausbildung zum technischen Rettungssanitäter. Zu ihren Aufgaben wird es gehören, den Notfallsanitäter und Notarzt bei der Versorgung der Patienten, als Fahrer auf dem Rettungswagen, dem Notarzteinsatzfahrzeug oder im Krankentransport zu unterstützen, die medizinische Ausstattung des Rettungswagens zu kontrollieren und Einsätze zu dokumentieren. Ihre Ausbildungen werden die neuen Azubis an verschiedenen Rettungswachen in Kempten und dem Oberallgäu absolvieren.

Alexander Schwägerl, der Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu, ließ es sich nicht nehmen, die Neuzugänge gemeinsam mit der stellvertretenden Leiterin Rettungsdienst, Margret Spieß, sowie den Wachleitern Frank Martin (Rettungswache Kempten), Roland Muxel (Rettungswache Sonthofen) und Alexander Dornach (Rettungswache Durach) persönlich willkommen zu heißen. Alexander Schwägerl: „Wir freuen uns sehr, die engagierten jungen Leute in unseren Reihen begrüßen zu dürfen und hoffen, dass ihnen die Ausbildung bei uns neben wertvollem Wissen und einem zukunftssicheren Beruf auch viel Spaß bringen wird.“

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news-447 Fri, 06 Nov 2020 09:00:00 +0100 Beistand für Menschen nach belastenden Erlebnissen https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/beistand-fuer-menschen-nach-belastenden-erlebnissen.html Julia Rebuck vom BRK berichtet über die ehrenamtliche Arbeit im Kriseninterventionsdienst Wenn ein geliebter Mensch ganz plötzlich durch ein Unglück zu Tode gekommen ist, der Rettungsdienst den Kampf um das Leben eines Patienten verloren hat, Ersthelfende bei schweren Unfällen oder Gewaltverbrechen dramatische Szenen oder Einsatzkräfte einen belastenden Einsatz erlebt haben oder auch wenn Angehörige eine Todesnachricht von der Polizei erhalten, kommen sie zum Einsatz: die Mitglieder des Kriseninterventionsdienstes (KID). Sie stehen Angehörigen, Einsatzkräften und Augenzeugen von belastenden Geschehnissen in den ersten Stunden nach dem Ereignis bei und versuchen schnell ein tragfähiges Netzwerk für die Betroffenen zu aktivieren. In Kempten und dem Oberallgäu gibt es diesen Dienst seit mehr als 20 Jahren. Julia Rebuck, die den Fachdienst Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) beim BRK Oberallgäu, sowie den Arbeitskreis Krisenintervention leitet, berichtet von dieser wichtigen und anspruchsvollen Tätigkeit.

Die Mitglieder des Arbeitskreises Krisenintervention kümmern sich sowohl um Privatpersonen, die von einem tragischen Unglücksfall wie den oben beschriebenen betroffen sind, als auch um die Betreuung von Einsatzkräften nach besonders belastenden Erfahrungen. „Bei den Einsatzkräften sind wir beispielsweise nach Einsätzen mit Kindern, sehr vielen Verletzten oder Toten gefragt, ebenso wie bei Katastrophenfällen, bei Todesfällen im Kollegenkreis oder bei Einsätzen mit ungewöhnlich hohem Medieninteresse“, erläutert Julia Rebuck. „In solch schwierigen Ausnahmesituationen stehen wir den Betroffenen zur Seite. Wir hören ihnen zu, sind da, schweigen, trösten und halten mit aus - ganz nach den Bedürfnissen der jeweiligen Person. Gerade bei Privatpersonen vermitteln wir auch Sachinformationen, zum Beispiel, wie lange Verstorbene zuhause verbleiben dürfen, welche Unterlagen benötigt werden, wer informiert werden muss oder erklären die Handlungen des Rettungsdienstes.“ Ein sehr wichtiger Aspekt der Aufgabe sei, die Selbsthilfefähigkeit der Betroffenen und deren soziales Netz zu aktivieren. „Da geht es dann darum, wen die- oder derjenige jetzt gerne um sich hätte, seien es Familienmitglieder, Freunde oder Nachbarn. Gegebenenfalls verweisen wir auch an weiterführende Hilfsstellen und klären über Belastungsstörungen auf.“ Die Einsätze seien keine längerfristige Begleitung, sondern jeweils nur auf einen einmaligen Kontakt ausgelegt, betont sie. „Wir sind diejenigen, die ganz am Anfang für die Menschen da sind.“ Ihr kürzester Einsatz habe 15 Minuten gedauert, der längste 11 Stunden, berichtet die engagierte 27-Jährige. Sie ist ausgebildete Rettungsassistentin, arbeitet aktuell auf ihren Masterabschluss in Angewandte Gesundheitswissenschaften hin und wirkt parallel in einem internationalen Zivilschutzprojekt mit. Seit Januar 2016 ist sie im Arbeitskreis Krisenintervention des BRK aktiv. „Ich hatte schon Jahre vorher im Radio ein Interview mit Peter Zehentner, dem Mit-Gründer des Kriseninterventionsteams (KIT) in München gehört, das mich sehr bewegt hat. Daraufhin las ich das Buch von ihm und Andreas Müller-Cyran. Ich wusste: `das will ich auch mal machen´“ So absolvierte sie noch während ihrer Berufsausbildung zur Rettungsassistentin eine entsprechende Fortbildung und suchte aktiv den Kontakt zum Kriseninterventionsdienst. Mittlerweile ist Julia Rebuck vollausgebildete Einsatzkraft für PSNV-B (Psychosoziale Notfallversorgung für Betroffene) und PSNV-E (Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte) und leitet den 20-köpfigen, ehrenamtlichen Arbeitskreis Krisenintervention sowie den Fachdienst PSNV beim BRK Oberallgäu.

Als solches trägt die junge Frau viel Verantwortung, etwa für die Personalplanung, Fort- und Weiterbildungen, Organisation der Bereitschaftszeiten und Einsatzübernahmen, Material- und Finanzverwaltung des Arbeitskreises sowie alle Fragen rund um die PSNV im Kreisverband Oberallgäu. „`Psychosoziale Notfallversorgung´ ist ein Überbegriff, unter dem kirchliche Angebote wie die Notfallseelsorge sowie die Kriseninterventionsteams bzw. -dienste der verschiedenen Hilfsorganisationen laufen“, erklärt sie.

„Das Kriseninterventionsteam Kempten ist eine Kooperation zwischen der Johanniter-Unfall-Hilfe, der evangelischen und katholischen Notfallseelsorge und dem BRK. Hier leisten derzeit 29 Personen gemeinsam ehrenamtlich Dienst.“ Im Oberallgäu sind neben dem BRK ebenfalls die Notfallseelsorge und der Arbeiter-Samariter-Bund gemeinsam mit der Caritas im Bereich PSNV tätig.

Die Anforderung zu einem Einsatz erfolge in der Regel durch Einsatzkräfte des Rettungsdienstes, der Feuerwehr oder der Polizei über die Integrierte Leitstelle Allgäu. Etwa 100 Mal pro Jahr werde das KIT Kempten alarmiert. Im Oberallgäu kämen für die beteiligten Organisationen weitere rund 50 Einsätze hinzu.

„Um beim Kriseninterventionsdienst mitwirken zu können, sind beim BRK eine spezielle Ausbildung mit verschiedenen Lehrgängen und Hospitationen bei mindestens 10 Einsätzen nötig. Auf persönlicher Ebene zählen soziale Kompetenz, Reife, physische und psychische Belastbarkeit und die Fähigkeit zur Selbst- und Fremdwahrnehmung eine wichtige Rolle.“ Um Einsatzkräfte zu betreuen, muss man selbst eine langjährige Einsatzerfahrung, z.B. im Rettungsdienst mitbringen und dann eine Weiterbildung im Bereich PSNV absolvieren.
Sie werde öfter gefragt, wie sie das alles denn aushalte und verarbeite, sagt Julia Rebuck. „Da ist eine gute Selbstfürsorge wichtig, etwa durch Gespräche mit Familie und Freunden, durch Ausgleich an der frischen Luft und durch Psychohygiene.“ Dieser diene beispielsweise das Schreiben des Protokolls, das bewusste Wechseln der Einsatzkleidung und die Dusche nach dem Einsatz. „Zudem gibt es natürlich Einsatznachbesprechungen, Team-Supervisionen und bei Bedarf auch Einzel-Supervisionen.“ Trotz der schwierigen Situationen, mit denen sie zu tun habe, liebe sie diese Aufgabe. „Im Rettungsdienst müssen wir den Ort des Geschehens oft in den für die Angehörigen schlimmsten Momenten verlassen, etwa, wenn wir ihnen nach einer erfolglosen Reanimation mitteilen mussten, dass wir leider nichts mehr tun konnten. Im Kriseninterventionsdienst hingegen komme ich genau in diesen schlimmsten Momenten zu den Menschen und kann ihnen helfen, sich aus diesem Tal einen Weg bergauf zu bahnen. Ich kann ihnen die Richtung zeigen und die richtigen Wegbegleiter und wenn ich gegangen bin, haben sie den ersten Schritt, und sei er noch so winzig, aus diesem Tal heraus getan.“

Wer sich für eine Mitarbeit in den lokalen Kriseninterventionsteams in Kempten oder im Oberallgäu interessiert, kann sich unter www.kid-oberallgaeu.de informieren und unter der E-Mail kid@brk-oberallgaeu.de Kontakt zum Arbeitskreis aufnehmen. Das Mindestalter für den Ausbildungsbeginn legt bei 21 Jahren, eine aktive Mitwirkung an dem Dienst ist ab dem vollendeten 23. Lebensjahr möglich.

Wer die Arbeit des Arbeitskreises Krisenintervention unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende tun.


Spendenkonto Arbeitskreis Krisenintervention der BRK Bereitschaften:
BRK Kreisverband Oberallgäu
Sparkasse Allgäu
BIC: BYLADEM1ALG
IBAN: DE57 733 500 00 0310 400 031
Betreff: KID Oberallgäu

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news-446 Wed, 04 Nov 2020 09:00:00 +0100 Junge Leute im Rettungsdienst https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/junge-leute-im-rettungsdienst.html Beim BRK Oberallgäu freut man sich über engagierten Nachwuchs Elias Gorbach aus Oberstaufen ist seit 18 Jahren beim BRK Oberallgäu. Das ist deshalb ungewöhnlich, weil der junge Mann selbst erst 18 Jahre alt ist. „Meine Eltern sind seit vielen Jahren sehr engagiert beim Roten Kreuz. Darum wurde ich quasi mit meiner Geburt ebenfalls Mitglied“, erklärt er schmunzelnd. Die Leidenschaft für den Dienst am Nächsten übertrug sich glücklicher Weise von den Eltern auf den Sohn: Elias Gorbach ist seit Kindesbeinen in der Jugendgruppe des BRK in seinem Heimatort aktiv und des Öfteren bei Veranstaltungen als Sanitätshelfer im Einsatz. Jetzt, mit 18 Jahren, kann er endlich den nächsten Schritt auf dem Weg in den Rettungsdienst tun und die anspruchsvolle Fortbildung zum Rettungssanitäter absolvieren.

„Die Jugendgruppe in Oberstaufen ist sehr aktiv. Hier wird wirklich viel für die Kinder und Jugendlichen getan“, erzählt Elias Gorbach. „Mir hat die Kombination aus einer sinnvollen Beschäftigung, Spaß und Freizeitaktivitäten und einem respektvollen, freundschaftlichen Umgang miteinander immer schon sehr gut gefallen.“ Neben der Bildungsarbeit ist ein wichtiger Bestandteil der Jugendarbeit des BRK, Erste Hilfe-Kenntnisse altersgerecht zu vermitteln. Jetzt, mit 18 Jahren, freut sich Elias Gorbach, den nächsten Schritt in der rettungsdienstlichen Ausbildung gehen zu können: gemeinsam mit elf anderen jungen Rotkreuzlern aus Kempten und dem Oberallgäu hat er die Fortbildung zum Rettungssanitäter begonnen. In deren Verlauf erlernen die Teilnehmenden alle erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten, um im Krankentransport selbstständig und in der Notfallrettung assistierend tätig zu werden. Dazu gehört beispielsweise, Notfallsituationen systematisch einzuschätzen, notfallmedizinische Basismaßnahmen bei unterschiedlichen Patientengruppen selbstständig durchzuführen und dem Notarzt, Notfallsanitäter oder Rettungsassistenten fachgerecht zu assistieren. Auch die Einschätzung der psychosozialen Situation von Beteiligten und deren angemessene Betreuung werden eingeübt.

„Die gesamte Ausbildung zum Rettungssanitäter umfasst 520 Stunden“, erklärt Ulrike Finkenzeller von der Servicestelle Ehrenamt des BRK-Kreisverbandes Oberallgäu. „Das ist ein nicht unerheblicher Aufwand, das ist uns wohl bewusst“, ergänzt sie. „Angesichts dieses Zeitaufwandes und der allgemeinen Tatsache, dass immer weniger Menschen in ihrer Freizeit ehrenamtlich aktiv sein möchten, wissen wir das Engagement der jungen Leute sehr zu schätzen. Besonders gefreut hat uns, dass der jüngste Fachlehrgang für angehende Rettungssanitäter, also der theoretische Grundlagenteil der Ausbildung, voll besetzt war mit lauter jungen Ehrenamtlichen aus dem Jugendrotkreuz und den regionalen Bereitschaften. Dass so viele junge Leute aus unseren eigenen Reihen bereit sind, dabei zu bleiben und dass sie sich künftig verstärkt im Rettungsdienst des BRK einsetzen möchten, macht uns stolz.“ Darum ließ man es sich seitens des BRK auch nicht nehmen, die Kursgebühren für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu tragen.

Elias Gorbach freut sich schon jetzt auf seinen Abschluss: „Mir macht es einfach Freude, anderen Menschen zu helfen. Ich mag die abwechslungsreiche Tätigkeit und zudem ist das ein wirklich sinnvolles Hobby.“

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news-445 Mon, 02 Nov 2020 09:00:00 +0100 Blutspendetermine des BRK finden weiterhin statt https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/blutspendetermine-des-brk-finden-weiterhin-statt.html Engagement auch im November überlebenswichtig Das BRK Oberallgäu weist darauf hin, dass sämtliche Blutspendetermine in Kempten und dem Oberallgäu auch während der verschärften Corona-Regeln stattfinden.

„Blutspendetermine sind von den Kontaktbeschränkungen ausgenommen. Daher dürfen und müssen diese unter Einhaltung bestehender, strenger Hygienemaßnahmen weiterhin durchgeführt werden“, betont Alexander Schwägerl, Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu. „Wir alle müssen unbedingt dafür Sorge tragen, dass unsere Mitmenschen in den Krankenhäusern auch im Herbst und Winter lückenlos mit überlebenswichtigen Blutpräparaten versorgt werden können. Zusammenhalt, Rücksichtnahme und Solidarität sollten im Mittelpunkt unseres Handelns stehen. Allen Spenderinnen und Spendern, die auch in der aktuellen Pandemie diesen unersetzlichen Dienst an der Gemeinschaft leisten, gebührt höchster Respekt und Anerkennung. Sie sind tragende Säulen des Gesundheitssystems in Deutschland.“ Es gebe weder eine künstliche Alternative zu gespendetem Blut, noch könne es aufgrund geringer Haltbarkeiten für `schlechte Zeiten zurückgelegt´ werden.
Zur ersten Hochphase der Pandemie konnte der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes vermehrt Erstspenderinnen und Erstspender verzeichnen. Nun hoffen die Verantwortlichen, dass sich dieser positive Trend fortsetzt.
Informationen rund um das Thema Blutspende in Zeiten von Corona gibt es unter 0800 11 949 11 (8 bis 17 Uhr). Alle Blutspendetermine in Kempten und dem Allgäu sowie eventuelle Änderungen finden Sie tagesaktuell unter www.blutspendedienst.com


Blutspende-Termine November 2020:

Mo, 02.11.Kempten15:00-20:00 UhrBRK-Haus, Haubenschloßstr.12
Di, 03.11.Kempten15:00-20:00 UhrBRK-Haus, Haubenschloßstr.12
Di, 10.11.Immenstadt15:30-20:00 UhrPfarrheim St. Nikolaus, Sankt Nikolausplatz 1
Fr, 13.11. Sonthofen06:00-20:00 UhrPfarrheim St. Christoph, Albert-Schweitzer-Str. 17
Mi, 25.11.Oberstaufen16:30-20:00 UhrKurhaus, Argenstr, 3
Mo, 30.11.Fischen17:00-20:30 UhrGrundschule, Bergerweg 9

 

 

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news-444 Fri, 30 Oct 2020 18:00:00 +0100 Spenden statt Diätenerhöhung https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/spenden-statt-diaetenerhoehung.html Alexander Hold unterstützt BRK Wärmestube in Kempten Jährlich zum 1. Juli werden die Abgeordneten-Diäten des Bayerischen Landtages angepasst. Der Kemptener Abgeordnete und Landtags-Vizepräsident Alexander Hold (Freie Wähler) spendet seine Erhöhung des Jahres 2020/21 vollständig an soziale und kulturelle Projekte im Allgäu. Gerade überraschte er die Wärmestube des BRK in Kempten mit einer Spende in Höhe von 1.272 Euro.

„Als Volksvertreter nehme ich keine Gehaltserhöhung an, solange Menschen in unserer Heimat wegen der Coronakrise in Kurzarbeit stehen oder um ihre Jobs bangen“, sagt Alexander Hold. „Daher spende ich als Zeichen der Solidarität die Erhöhung eines ganzen Jahres an Einrichtungen und Projekte, die in der Zeit der Pandemie eine besonders wichtige Rolle spielen. Dazu gehört in jedem Fall auch die Wärmestube des BRK in Kempten. Mehr denn je ist sie eine wichtige Anlaufstelle nicht nur für eine warme Mahlzeit, sondern in Zeiten des Abstandhaltens auch als Ort des Austausches, um sozialer Vereinsamung entgegenzuwirken.“ Auf diese Weise wolle er den Verantwortlichen Danke sagen für ihren unermüdlichen und gerade in diesen Zeiten nicht einfachen Einsatz.

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news-443 Thu, 29 Oct 2020 09:00:00 +0100 „Zeit ist Hirn“ - Schlaganfall erkennen und richtig reagieren https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/zeit-ist-hirn-schlaganfall-erkennen-und-richtig-reagieren.html BRK gibt hilfreiche Erste-Hilfe-Tipps In Deutschland ereignen sich jährlich etwa 196.000 erstmalige und 66.000 wiederholte Schlaganfälle. Rund 63.000 davon enden tödlich. Damit gilt der Schlaganfall als dritthäufigste Todesursache. Zirka ein Viertel der überlebenden Patienten weist drei Monate nach dem Ereignis schwere Einschränkungen in den Aktivitäten des täglichen Lebens auf. Frank Schönmetzler vom BRK Oberallgäu erklärt, woran man einen Schlaganfall erkennt und welche Erste-Hilfe-Maßnahmen man als Laie im Fall der Fälle anwenden sollte.

„Bei einem Schlaganfall werden die Blutversorgung und die Sauerstoffversorgung zu einem Teil des Gehirns unterbrochen. Dadurch kommt es zu Funktionsausfällen mit mitunter schweren und dauerhaften Folgen“, erklärt der Experte.

„Einen Schlaganfall erkennt man beispielswiese an plötzlichen, heftigen Kopfschmerzen, steifem Nacken, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen, vorübergehenden Seh- und Sprachstörungen, Taubheitsgefühlen oder auch Schluckbeschwerden. Sehr deutliche Hinweise sind plötzlich einsetzende halbseitige Lähmungen an Armen und/oder Beinen oder im Gesicht, häufig mit herabhängendem Mundwinkel und einseitig geschlossenem Augenlid. Akute Schmerzen kommen eher selten vor.“

Sollten einige oder alle dieser Symptome auftreten, rät Frank Schönmetzler zu schnellstmöglichem Handeln. „Je mehr Zeit vergeht, desto mehr Gehirngewebe kann absterben und desto größer sind die bleibenden Schäden. Hier zählt also wortwörtlich jede Minute. Es ist belegt, dass in den ersten viereinhalb Stunden nach dem Schlaganfall das Risiko für bleibende Schädigungen durch die medikamentöse Auflösung des Blutgerinnsels deutlich gesenkt werden kann. Warten Sie also keinesfalls ab, ob die Symptome vergehen, dabei geht wertvollste Zeit verloren. Scheuen Sie sich nicht, auch bei unklaren Anzeichen sofort den Rettungsdienst zu alarmieren – wir als Rettungsdienstmitarbeiter sehen das so: Lieber einmal zu oft als einmal zu spät!“

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • wählen Sie sofort den Notruf unter 112
  • kontrollieren Sie, inwieweit der Betroffene bei Bewusstsein ist, etwa durch deutliche Ansprache und vorsichtiges Rütteln an den Schultern
  • ist der Betroffene bei Bewusstsein, bequem und mit erhöhtem Oberkörper lagern
  • gelähmte Körperteile umpolstern
  • vermeiden Sie unbedingt Aufregung und Unruhe (Betroffenen bei Bedarf abschirmen)
  • decken Sie den Betroffenen zu
  • bei Bewusstlosigkeit und vorhandener normaler Atmung laut "Hilfe" rufen, um Umstehende Personen auf die Notfallsituation aufmerksam zu machen
  • bringen Sie die Person in die stabile Seitenlage, auf der gelähmten Seite (!)
  • bei Bewusstlosigkeit und fehlender Atmung: Herz-Lungen-Wiederbelebung
  • beruhigen, betreuen, trösten und beobachten (Bewusstsein, Atmung) Sie den Betroffenen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes

Um in Notfällen effektiv helfen zu können, empfiehlt Frank Schönmetzler eine regelmäßige Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse. Informationen zu Kursen des BRK in Kempten und dem Allgäu finden Sie unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/.

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news-442 Tue, 27 Oct 2020 15:00:00 +0100 Ausbildung zum Mitglied der BRK-Motorradstreife https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/ausbildung-zum-mitglied-der-brk-motorradstreife.html Christoph Ackermann absolviert „Fachlehrgang Motorrad“ Die Motorradstreife des BRK ist ein rein ehrenamtlicher Dienst. Ihre Mitglieder leisten vor allem während der Hauptreisezeit auf Autobahnen und Bundesstraßen schnelle Hilfe. Diese Aufgabe verlangt den Fahrern fahrerisch, medizinisch, taktisch aber auch persönlich besonderes Können ab. Um als aktive Einsatzkraft am Streifendienst teilnehmen zu können, ist unter anderem der „Fachlehrgang Motorrad“ Voraussetzung. Christoph Ackermann vom BRK Oberallgäu hat diese anspruchsvolle Fortbildung gerade erfolgreich durchlaufen.

„Die Motorradstreife ist in vielerlei Hinsicht besonders“, findet Christoph Ackermann. „In vielen Notsituationen – etwa bei Unfällen auf Autobahnen oder bei Staus in der Sommerhitze - stellt sie die entscheidende Schlüsselposition dar, um Menschen schnell Hilfe und Sicherheit zu gewährleisten und somit Leben zu schützen. Ich hatte über die Jahre diverse Einsätze, bei denen die Kollegen aufgrund ihres Streifendienstes ersteintreffendes Rettungsmittel am Einsatzort waren.“ Nun absolvierte der 34-jährige Oberstdorfer, der sich seit dem Jahr 2000 ehrenamtlich beim BRK engagiert, unter anderem als Gerätewart und Einsatzleiter Sanitätswachdienst der BRK Bereitschaft Oberstdorf, selbst die Ausbildung zur Einsatzkraft in der Motorradstreife.

„Voraussetzung ist der Grundlehrgang, bei dem man umfangreiches Grundwissen über den Streifendienst, die Dienstmaschine und deren mitgeführtes Material sowie taktische und organisatorische Aspekte im Dienstgebiet Allgäu kennenlernt“, erklärt er. Auf den Grundlehrgang folgte nun besagter viertägiger Fachlehrgang in der BRK-Bildungsstätte Schwabmünchen. Neben Christoph Ackermann nahmen 13 weitere Fahrer aus ganz Bayern mit ihren Einsatzmaschinen daran teil.

Nicht nur im Einsatz sondern auch in der Ausbildung gelte stets die Devise `Eigenschutz geht vor, betont er. Darum seien aufgrund der bestehenden Pandemie-Auflagen weitreichende Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden. Der Lehrgang sei zumeist mit Mund-Nasenschutz, Schutzbrille, dem bekannten Mindestabstand und häufigem Händewaschen und -desinfizieren abgelaufen.

„Der theoretische Part zu Beginn des straffen Ausbildungs-Plans beinhaltete unter anderem rechtliche Themen und einsatztaktische Abläufe. Am zweiten Tag stand dann fahren, fahren, fahren auf dem Programm.“ Dazu waren auf einem Bundeswehr-Gelände Übungen zum Umgang mit dem Motorrad angelegt. „Jeder musste die rund 350 kg schwere Maschine auf engstem Raum und mit voll eingeschlagenem Lenker in niedrigster Geschwindigkeit manövrieren“, nennt Christoph Ackermann ein Beispiel für die hohen fahrerischen Anforderungen. „Außerdem wurden Ausweichmanöver bei höheren Geschwindigkeiten oder Vollbremsungen auf trockenem und nassem Untergrund durchlaufen.“

Der dritte Ausbildungstag stand im Zeichen des Kolonnen-Fahrens. „Ein einzigartiges Erlebnis“, wie der erfahrene Motorradfahrer und Rettungsdienstler findet. „Fast 60 Fahrzeuge von BRK, Wasserwacht, THW und Maltesern nahmen an dieser Übungsfahrt teil. Aufgrund der großen Anzahl mussten die Fahrzeuge auf drei Marschgruppen aufgeteilt werden.“ Die 135 km lange Tour führte über Autobahn, Bundes- und Landstraßen und einige kleine Kreisstraßen im Großraum Augsburg. Kreisverkehre und Kreuzungen sowie enge und unübersichtliche Stellen wurden durch die Motorräder abgesichert.

Den Abschluss des Lehrgangs bildeten praktische Einsatztrainings zum Streifendienst. „Die Palette der fiktiven Einsätze reichte von internistischen Notfällen über Verkehrsunfälle bis hin zum Brand in einem Gebäude.“ Für eine besonders realistische Darstellung waren Mimen, eine Rettungswagenbesatzung, der Einsatzleiter Rettungsdienst sowie die Feuerwehr und Polizei-Darsteller involviert. Erst danach durften die Teilnehmer ihre heiß begehrten Abzeichen des Fachdienst Motorrad in Empfang nehmen. Er selbst sei stolz, diese Qualifikation nun inne zu haben, gibt Christoph Ackermann zu. „Ich freue mich auf die damit verbundenen neuen Aufgaben.“

Wer die Motorradstreife des BRK Oberallgäu finanziell unterstützen möchte, kann dies durch Spenden mit dem Stichwort „Motorradstreife Oberallgäu“ tun. (Sparkasse Allgäu IBAN: DE 57 733 500 00 0310 400 031 BIC: BYLADEM1ALG Verwendungszweck: „Motorradstreife Oberallgäu“).

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news-441 Wed, 21 Oct 2020 15:00:00 +0200 Lebensgefahr durch Unterkühlung https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/lebensgefahr-durch-unterkuehlung.html BRK gibt Erste-Hilfe-Tipps Wenn es draußen kälter wird, steigt die Gefahr der Unterkühlung. Dies gilt vor allem, wenn Menschen durchnässt, körperlich überanstrengt oder alkoholisiert sind oder wenn sie in eine Situation geraten, in der sie den kalten Temperaturen hilflos ausgeliefert sind, beispielsweise durch einen Unfall, eine Verletzung oder Desorientiertheit. Frank Schönmetzler, der Leiter der Breitenausbildung beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) Oberallgäu erklärt, welche Erste-Hilfe-Maßnahmen dann am besten angewendet werden sollten.

„Zu einer Unterkühlung kommt es, wenn die Wärmeabgabe des Körpers über einen anhaltenden Zeitraum größer ist als die Wärmeproduktion“, erklärt er. „Wenn der Körper sich nicht mehr ausreichend warmhalten kann, beginnt die Körperkerntemperatur von normalerweise rund 37 Grad Celsius zu sinken. Dies wirkt sich nachteilig auf die Funktion von Organen und Zellen aus. Ein zu starkes Absinken der Körpertemperatur kann zur Bewusstlosigkeit und unbehandelt sogar zum Tod führen“, warnt er. „Wenn sich die unterkühlte Person nicht mehr bewegen kann oder möchte, besteht akute Lebensgefahr!“

An den folgenden Symptomen erkennt man eine leichte Unterkühlung (Stadium I):

  • Kältezittern
  • blaue Lippen
  • Atmung und Kreislauf sind gesteigert
  • Betroffener ist bei Bewusstsein erregt, später ruhiger


Wenn die betroffene Person sich noch aktiv bewegen kann und will, sollten folgende Maßnahmen zum Einsatz kommen:

  • Schutzhandschuhe und Mund-Nasen-Schutz tragen
  • 112 verständigen
  • Betroffenen an einen warmen Ort bringen und langsam aufwärmen
  • nasse, kalte Kleidung entfernen und Körper in warme Decken/Rettungsdecken wickeln
  • keine aktive Wärme z.B. durch Reiben oder Wärmflasche zuführen!
  • warme, gut gezuckerte Getränke wie z.B. Tee verabreichen, jedoch keine alkoholischen Getränke!
  • Betroffenen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes beruhigen, betreuen, trösten und beobachten (möglichst auch Körpertemperatur)


Eine schwere Unterkühlung (Stadium II) ist an folgenden Symptomen erkennbar:

  • Atmung verlangsamt sich
  • eintretende Muskelstarre
  • nachlassendes Schmerzempfinden
  • zunehmende Müdigkeit bis hin zur Bewusstlosigkeit


Für diesen lebensbedrohlichen Zustand gelten die folgenden Erste-Hilfe-Maßnahmen:

  • Schutzhandschuhe und Mund-Nasen-Schutz tragen
  • Notruf 112 verständigen
  • KEINE Aufwärmversuche mehr unternehmen
  • KEINE aktive Wärme (z.B. durch Reiben oder Wärmflasche) zuführen
  • Betroffenen zudecken
  • bei Bewusstlosigkeit und vorhandener Atmung laut "Hilfe" rufen, um Umstehende auf die Notfallsituation aufmerksam zu machen
  • stabile Seitenlage
  • Betroffenen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes beruhigen, betreuen, trösten und beobachten, wiederholt Bewusstsein und Atmung prüfen
  • bei Bewusstlosigkeit und fehlender Atmung: Herz-Lungen-Wiederbelebung (30x2)


„Am besten ist es natürlich, es kommt gar nicht erst zu einer Unterkühlung“, so Frank Schönmetzler. „Dieser kann man aktiv vorbeugen, indem man dem Wetter angepasste Kleidung und Schuhe trägt. Wichtig ist vor allem eine wärmende Kopfbedeckung, denn rund 30 Prozent der Körperwärme werden über den Kopf abgegeben. Nach körperlicher Anstrengung - Überanstrengung bei Kälte bitte vermeiden - sollte feuchte oder verschwitzte Kleidung schnellstmöglich gewechselt werden. Beim ersten Zittern sollte man selbst mit aktiver Bewegung gegensteuern. Handelt es sich um einen Unfall, so ist es wichtig, den Betroffenen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durch das Unterlegen einer Rettungsdecke und durch Zudecken vor Wärmeverlust zu schützen. Dies gilt übrigens schon bei normalen Temperaturen, da durch den Unfall der Kreislauf beeinträchtigt sein kann.“ Um im Notfall angemessen Hilfe leisten zu können empfiehlt der Experte eine regelmäßige Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse.

Das BRK bietet in Kempten und dem Allgäu regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse an. Nähere Infos zu den Kursen finden Sie unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/.

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news-440 Tue, 20 Oct 2020 15:00:00 +0200 Appell zum Tag der Wiederbelebung https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/appell-zum-tag-der-wiederbelebung.html Erste Hilfe auch in Corona-Zeiten Für mehr als jeden zweiten Bundesbürger (51,4%) liegt die Ausbildung in Erster Hilfe mehr als 10 Jahre zurück. Dies ergab eine Umfrage im Auftrag des DRK aus dem August 2020. Zum Tag der Wiederbelebung am morgigen Freitag, den 16. Oktober, weist das BRK darauf hin, wie wichtig die Kenntnisse der Ersten Hilfe, insbesondere der Reanimation sind.
 
Ohne das nötige Wissen sinkt die Bereitschaft zu helfen und die Hemmschwelle etwas falsch zu machen steigt. 62% der Personen, die keinen Erste-Hilfe-Kurs besucht haben, sind nicht bereit im Notfall eine Reanimation durchzuführen, so ein Ergebnis der Umfrage. Zum jetzigen Zeitpunkt kommt auch die Angst vor einer Ansteckung mit Covid-19 hinzu. „Die wichtigste Maßnahme der Ersten Hilfe ist die Wiederbelebung. Mit jeder Minute, die ein Patient nicht wiederbelebt wird, sinkt die Überlebenschance um 10%“, so BRK-Landesarzt Prof. Dr. Peter Sefrin. Eine Wiederbelebung ist auch ohne Beatmung wirksam, die Herzdruckmassage kann in Corona-Zeiten mit Handschuhen und Mund-Nasen-Schutz durchgeführt werden.
 
„In der derzeitigen Pandemie-Lage sind die Kurse des BRK durch entsprechende Hygienekonzepte so gestaltet, dass die Erste-Hilfe-Maßnahmen ohne Gefahr vermittelt und geübt werden können“, so Prof Sefrin.
 
Aus diesem Grund appelliert Sefrin: „Im Sinne der Fürsorge für die eigenen Angehörigen sollte man einen Erste-Hilfe-Kurs besuchen.“ Denn der überwiegende Teil der Reanimationen (62,4%) fand 2019 im häuslichen Umfeld statt, wie der Jahresbericht des Deutschen Reanimationsregisters belegt. „Der Erste-Hilfe-Kurs sollte dann alle 3-5 Jahre wiederholt werden“, so Prof. Sefrin.

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news-439 Wed, 14 Oct 2020 15:00:00 +0200 So kann man Stürzen im Alter vorbeugen https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/so-kann-man-stuerzen-im-alter-vorbeugen.html Im BRK Haus der Senioren werden Beweglichkeit und Gleichgewichtssinn der Bewohner trainiert Mit zunehmendem Alter steigt bei Senioren die Gefahr, zu stürzen. Laut Statistik stürzen etwa ein Drittel aller über 65-Jährigen und mehr als die Hälfte der über 90-Jährigen mindestens einmal pro Jahr. Oftmals sind behandlungsbedürftige Verletzungen die Folge, die die Betroffenen langfristig beeinträchtigen können. Melanie Engel, die Leiterin des BRK-Hauses der Senioren in Oberstdorf, kennt die Problematik. Sie erklärt am Beispiel ihrer Einrichtung, welche Möglichkeiten zur Vermeidung von Stürzen es gibt.


Die Gründe für die steigende Sturzgefahr im Alter sind vielfältig. Dazu gehören beispielsweise Gleichgewichtsprobleme und plötzlicher Schwindel, eine generelle Gangunsicherheit, die durch schwere Beine, Durchblutungs- und Gelenkprobleme noch verstärkt wird oder Nebenwirkungen von Medikamenten. Auch die Verschlechterung des Sehvermögens spielt eine Rolle, denn dadurch können Stolperfallen nicht mehr rechtzeitig erkannt werden. Erschwerend kommt hinzu, dass die Reaktionsfähigkeit im Alter abnimmt, was dazu führt, dass rechtzeitiges Abstützen oder ein Abfangen des Sturzes nicht mehr möglich sind.


Ungefähr die Hälfte der Stürze verläuft glücklicherweise glimpflich, mit nur kleineren Blessuren oder blauen Flecken. Doch immer wieder kommt es auch zu ernsthaften Verletzungen. Da gerade ältere Menschen häufig ungebremst nach vorn auf den Kopf fallen, kann es im schlimmsten Fall zu einer Hirnblutung kommen. Bei Stürzen auf die Seite sind nicht selten Knochenbrüche, wie etwa der gefürchtete Oberschenkelhalsbruch sowie Becken- oder Handgelenksverletzungen mit teils langfristigen Mobilitätseinschränkungen die Folge. Und selbst wenn der Sturz ohne körperliche Schäden verlaufen ist, kann er die Lebensqualität negativ beeinflussen, da die Betroffenen aus Angst vor weiteren Stürzen körperliche Betätigungen fortan meiden.


„Der damit einhergehende weitere Verlust an Kraft und Beweglichkeit setzt jedoch ein Teufelskreis in Gang“, warnt Melanie Engel, die Leiterin des BRK-Hauses der Senioren in Oberstdorf. Sie kennt die Problematik aus ihrem Berufsalltag und schildert, wie man in ihrer Einrichtung damit umgeht. „Um die Beweglichkeit, die Muskelkraft und den Gleichgewichtssinn unserer Bewohnerinnen und Bewohner zu erhalten und zu verbessern, bieten wir - neben der Physiotherapie und Ergotherapie durch externe Kooperationspartner - dreimal wöchentlich auf allen vier Wohnbereichen Gymnastikstunden an. Dabei werden Bewegungs-, Kräftigung- und Dehnübungen besonders für Arme und Beine durchgeführt“, erklärt sie. „Im Koordinationstraining üben wir gleichzeitige, koordinierte - eventuell auch gegenläufige - Bewegungen mit Armen und Beinen ein. Dadurch sind die Senioren im Fall eines Stolperns kognitiv in der Lage, sich mit den Armen am Handlauf abzufangen und somit einen Sturz zu verhindern.“ Wichtig sei auch eine Verbesserung der Reaktionsgeschwindigkeit. „Diese trainieren wir zum Beispiel durch ein Spiel, bei dem eine Person ein Tuch auf dem Schoß hat und es schnell genug festhalten muss, wenn es weggezogen wird.“


Die Bewohner sind sehr dankbar für die Angebote, so Melanie Engel weiter. „Neben der Ablenkung und dem Spaß an der Gemeinsamkeit merken viele, dass sie sich wieder fitter fühlen. Tatsächlich beobachten wir, dass vorhandene Ressourcen länger aufrechterhalten werden können und die Sturzrate sinkt.“ Senioren, die zuhause leben, empfiehlt Melanie Engel, je nach individuellen Möglichkeiten, Seniorengymnastik, Schwimmgruppen, Yoga, Chi Gong und andere sanfte, seniorengerechte Bewegungsangebote zu nutzen. Hilfsmittel wie Hüftprotektoren oder rutschfeste Schuhe und Socken könnten ebenfalls die Sturzgefahr senken. Die Expertin rät: „Sinnvoll ist es auch, Sehhilfen regelmäßig vom Augenarzt überprüfen lassen, den Haushalt gründlich auf Stolperfallen zu untersuchen mit dem Arzt zu klären, ob Medikamente die Sturzgefahr erhöhen.“

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news-438 Fri, 09 Oct 2020 15:00:00 +0200 Spende für „Schwimmen mit Handicap“ https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/spende-fuer-schwimmen-mit-handicap.html Junger Kemptner sammelt für BRK-Projekt, das dieses Jahr verkürzt stattfinden muss Seit mehr als 50 Jahren bietet die Wasserwacht Kempten des BRK Oberallgäu in den Wintermonaten „Schwimmen mit Handicap“ an. Das Programm läuft normalerweise von Oktober bis April. Dabei haben Menschen mit Behinderung donnerstagabends im 14-tägigen Rhythmus im Hallenbad der Robert-Schumann Schule St. Mang die Gelegenheit, zwei Stunden Bewegung und Entspannung im Wasser zu genießen.


Die Teilnehmer können sich auf Wunsch vom Rotkreuz-Fahrdienst bis ans Schwimmbad fahren lassen. Helfer unterstützten bei Bedarf beim Umkleiden und dem Weg ins angenehm beheizte Wasser und für Rollstuhlfahrer gibt es einen Lift.

„Leider ist die Saison aufgrund der Corona-Pandemie diesmal verkürzt. Voraussichtlich starten wir erst im Januar 2021 anstatt im Oktober 2020“, bedauert Ulrike Finkenzeller von der Servicestelle Ehrenamt des BRK Oberallgäu. Umso mehr freut sie sich, dass das Projekt von der Bevölkerung offenbar nicht vergessen wurde. Gerade überreichte Tim Berchtold, Mitglied des Stadtrates Kempten, dem BRK eine Spende zugunsten des „Schwimmens mit Handicap“. Der junge Mann hatte im Rahmen eines Aktionstages im elterlichen Busunternehmen eine Spendenbox aufgestellt. Dabei kamen mehr als 230 Euro zusammen.

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news-437 Thu, 08 Oct 2020 16:00:00 +0200 Unterstützung für die bayerischen Tafeln https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/unterstuetzung-fuer-die-bayerischen-tafeln.html REWE spendet Lebensmittel im Wert von 33.333 Euro Zu Beginn der Corona-Pandemie mussten einige der Tafel-Ausgabestellen in Bayern, darunter auch die Tafelläden des BRK in Kempten, vorübergehend schließen. Grund dafür war, dass ein Großteil der 1.500 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer 65 Jahre oder älter sind und somit zur Risikogruppe gehören. Mittlerweile sind die Tafeln wieder handlungsfähig - ein guter Zeitpunkt für den langjährigen Spendenpartner REWE, langhaltbare Lebensmittel im Wert von 33.333 Euro an den Landesverband der Tafeln in Bayern zu spenden. Davon profitieren auch die drei Tafelläden in Kempten.

Der Landesvorstand der bayerischen Tafeln Peter Zilles und Vorstandsmitglied Bert Schlittenbauer nahmen die Waren, die auf sieben Euro-Paletten verteilt waren, bei der offiziellen Spendenübergabe im REWE-Zentrallager in Eitting entgegen. „Die Corona-Krise stellt uns als Gesellschaft vor große Herausforderungen. Gerade in Zeiten wie diesen sind wir noch stärker auf Spenden angewiesen und freuen uns deshalb sehr über die gespendeten Lebensmittel von unserem Partner REWE, die aktuell dringend benötigt werden", betonte Peter Zilles. Die Warenspende umfasst langhaltbare Lebensmittel wie Mehl, Reis, Kaffee, Schokolade, Konfitüre und Dosensuppen.

Sie wurden von Tafel-Fahrer Gerhard Simion und Markus Wille, dem Koordinator der Tafel Kempten (er ist zugleich Beisitzer im Vorstand des Landesverbandes der Tafel Bayern und in dieser Funktion für die Verteilung von Tafel-Waren im Allgäu zuständig) zunächst ins Tafel-Lager Kempten transportiert und von dort aus auf die sieben Tafeln im Raum Allgäu aufgeteilt. Diese befinden sich in Immenstadt/Sonthofen, Lindau/Lindenberg, Kaufbeuren, Bad Wörishofen, Memmingen sowie Kempten. „Bei der Aufteilung gehen wir nach der Anzahl der Ausgabestellen, der Kunden und der Ausgabe-Tage vor“, erläutert Markus Wille. „Kempten ist mit drei Ausgabestellen und Ausgabetagen von Montag bis Samstag eine der größten in der Umgebung.“ Alle Tafelläden arbeiteten kooperativ zusammen, betont er. So sei beispielsweise ein sinnvoller Austausch an Waren gegeben. „Das kann dann so aussehen, dass die Tafel Kaufbeuren Wurstwaren von einer Großmetzgerei mitbringt oder die Tafel Lindenberg Käse von der Käserei Hochland und im Gegenzug andere Waren vom Tafel-Lager Kempten mitnimmt. Von dieser Vorgehensweise profitieren alle Standorte und somit letztlich die Kunden.“

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news-436 Wed, 07 Oct 2020 16:00:00 +0200 Zusammenschluss der Rettungshundestaffeln https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/zusammenschluss-der-rettungshundestaffeln.html BRK Ober- und Unterallgäu gründen Schnell-Einsatz-Gruppe Die beiden Rettungshundestaffeln des BRK im Ober- und Unterallgäu schließen sich zu einer Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG Rettungshunde) zusammen. Dadurch ist sichergestellt, dass stets genügend Teams zur Verfügung stehen - auch für Einsätze, die tagsüber und in der Ferienzeit stattfinden.

Schon in der Vergangenheit haben die Rettungshundestaffeln des BRK Ober- und Unterallgäu immer wieder zusammen trainiert. So wird die Ausbildung der Trümmerhunde und der Personenspürhunde (sogenannte „Mantrailer“) gemeinsam durchgeführt. Nun wird auch eine gemeinsame Einsatzführung gebildet.

„Gerade bei Vermisstensuchen im Sommer oder bei tiefen Temperaturen im Winter müssen die Hunde schneller abgelöst werden. Hierzu ist es nötig, dass auch zügig `frische´, ausgeruhte Hundeteams zur Verfügung stehen. Durch den Zusammenschluss können noch besser als bislang immer genügend Teams alarmiert werden, um den jeweils akuten Bedarf zu befriedigen“, erläutern Prof. Dr. Christoph Tiebel, der Leiter der SEG Allgäu und sein Stellvertreter Andreas Dempfle.

Acht Einsatzkräfte absolvierten zuletzt eine spezielle Schulung für die Führung in der Vermisstensuche des Landesverbandes. Die Führungskräfte verfügen im Einsatz über speziell ausgerüstete Fahrzeuge mit Kartensoftware, Navigationsgeräten für Mensch und Hund sowie alle Kommunikationsmöglichkeiten. „Insgesamt sind in der SEG Allgäu nun mehr als elf geprüfte Teams einsatzbereit. 20 Rettungshundeteams befinden sich in der Ausbildung. Alle Einsatzkräfte sind ehrenamtlich tätig und bringen mit ihren eigenen Hunden viel Zeit für die Vermisstensuche ein.

Die neue SEG Rettungshunde erhielt bereits die Möglichkeit, zusammen bei der Firma Wölpert zu trainieren. „Interessant war sowohl das Freigelände als auch die Hallen mit den verschiedensten Materialien“, so Tiebel. Besonders hätten sich die Hundeführer über eine gespendete Pizza der Firma Wölpert gefreut!

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news-435 Fri, 02 Oct 2020 16:00:00 +0200 BRK gratuliert den frischgebackenen Notfallsanitätern https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/brk-gratuliert-den-frischgebackenen-notfallsanitaetern.html Alle Absolventen werden übernommen Der Beruf des Notfallsanitäters ist die höchste nicht akademische medizinische Qualifikation im Rettungsdienst. Seit 2014 ist hierfür eine dreijährige Berufsausbildung nötig. Seit jenem Jahr bildet das Rote Kreuz Oberallgäu selbst erfolgreich Notfallsanitäter aus und ist stolz darauf, somit seinen Nachwuchs seit dem Jahr 2017 selbst generieren zu können. Gerade absolvierte ein neuer Jahrgang die anspruchsvolle Abschlussprüfung.


Die Zeugnisübergabe fand am Dienstag, 22.September, in der Berufsfachschule für Notfallsanitäter des BRK in Schwabmünchen statt. Aufgrund der Corona-Pandemie durfte nur eine Begleitperson pro Kreisverband bei der „Freisprechung“ anwesend sein. Daher vertrat der Wachleiter der Rettungswache Immenstadt, Bastian Frank, das BRK Oberallgäu. An seiner Wache waren zwei der Absolventinnen ausgebildet worden. Die anderen durchliefen ihre Ausbildung an den Wachen in Kempten, Sonthofen und Oberstdorf. 


Martin Tutschka, der Leiter der Notfallsanitäterschule sowie die beiden KlassensprecherInnen Sonja Bingger und Max Laun, gingen in ihren Reden besonders auf die erschwerten Bedingungen ein, mit denen die Auszubildenden aufgrund der Pandemielage konfrontiert waren. Gerade vor diesem Hintergrund sei er besonders stolz über das gute Abschneiden der gesamten Klasse des Ausbildungsjahrgangs von 2017-2020, so Tutschka. Tatsächlich lag der Gesamtnotendurchschnitt des Jahrgangs im Abschlusszeugnis bei 1,6. Die frisch gebackene Notfallsanitäterin Sonja Bingger brillierte gar mit einem Notenschnitt von 1,0. Das BRK Oberallgäu übernimmt mit Vanessa Wiedemann, Sonja Bingger, Anna Theuring, Robert Schreiber und Sandra Allgayer (sie besuchte als Einzige die Malteser Rettungsdienstschule Bayern) alle Auszubildenden des Jahrgangs.

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news-434 Thu, 01 Oct 2020 16:00:00 +0200 Verdoppeltes Spendenglück https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/verdoppeltes-spendenglueck.html Tafel Kempten erhält 2000 Euro von Lions Kempten und Stiftunglife Die Stiftunglife und die Lions Serviceclubs haben all jenen bayerischen Tafeln eine finanzielle Hilfe angeboten, die in der Corona-Krise geöffnet hatten oder in anderer Art und Weise ihre bedürftigen Kunden unterstützten, etwa durch einen Lieferdienst, Gutscheinaktionen oder ähnliche Unterstützungsmaßnahmen. Aufgrund des enormen Einsatzes ihrer haupt- und ehrenamtlichen Helfer-Teams, die während des Corona-Lockdowns einen Lieferdienst auf die Beine gestellt hatten, konnten sich die Tafelläden in Kempten für das Spendenprogramm qualifizieren.



Dessen Prinzip ist folgendes: Wenn ein Lions Club die Tafel in seinem Ort finanziell unterstützt (mit bis zu 2.000 Euro pro Jahr und Tafel), verdoppelt die Stiftunglife diesen Betrag. Der Lions Club Kempten nahm an dem Programm Teil und spendete der Kemptener Tafel nun unbürokratisch 1000 Euro. Somit durften sich die beiden Tafelläden des BRK sowie die Caritas-Ausgabestelle letztlich über eine großzügige Zuwendung in Höhe von stolzen 2000 Euro freuen. Das Geld wurde für die Anschaffung haltbarer Lebensmittel und Drogerieartikel verwendet. BRK-Kreisgeschäftsführer Alexander Schwägerl nahm die Spende aus den Händen von Lions-Past-Präsident Dr. Christof Kemmann entgegen. Schwägerl: „Wir sind sehr dankbar für das große soziale Engagement des örtlichen Lions Clubs.“

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news-433 Wed, 30 Sep 2020 16:00:00 +0200 Waffeln vom OB https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/waffeln-vom-ob.html Kiechle und Baier-Regnery backen in der Wärmestube Schon im Februar schwangen Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle und Sozialreferent Thomas Baier-Regnéry in der Wärmestube des BRK in Kempten die Kochlöffel. Damals zauberten sie ein leckeres Drei-Gänge-Menü für die Besucher der Einrichtung. Der Umbau und die Renovierung der in die Jahre gekommen Räumlichkeiten stand zu der Zeit erst noch bevor. Die beiden versprachen aber, ihre Fertigkeiten an Herd und Backofen auch in der neuen Küche unter Beweis stellen zu wollen. Mittlerweile ist die Renovierung der Wärmestube abgeschlossen und so war es am vergangenen Dienstag so weit: die beiden Amtsträger schlüpften erneut in die Kochschürzen.


Dieses Mal bereiteten Oberbürgermeister und Sozialreferent selbstgebackene Waffeln sowie eine Birne-Helene-Torte für die ehrenamtlichen Helfer der Wärmestube zu. Diese hatten neben den zuverlässigen Festangestellten dazu beigetragen, dass die Küchenrenovierung gut bewältigt werden konnte, obwohl sie in eine streng regulierte Corona-Zeit fiel. Dank vieler Engagierter war auch in diesen schwierigen Wochen an keinem einzigen Tag der Herd der Wärmestube kalt geblieben, sodass die Besucher der Einrichtung durchgehend auf eine warme Mahlzeit zählen konnten. 


Die Leiterin der Wärmestube, Amelie Lang, sowie die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer waren sich einig: Das Backen der Amtsträger, begleitet von gekonnten Akkordeon- und Celloklängen, war eine tolle Wertschätzung mit ganz köstlichem kulinarischen und musikalischen Ergebnis!

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news-432 Wed, 23 Sep 2020 16:00:00 +0200 Leckerlis für die Spürnasen https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/leckerlis-fuer-die-spuernasen.html Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu freut sich über schmackhafte Überraschung Die vierbeinigen Spürnasen der BRK-Rettungshundestaffel Oberallgäu durften sich jüngst über eine schmackhafte Überraschung freuen: Das Oberstdorfer Ehepaar Hildegard und Prof. Dr. Bernd Ewen spendierte den Hunden einen ganzen Karton voller Leckerlis.

„Das tierliebe Ehepaar, das im Lauf der Jahre selbst vier Boxer-Hunde hatte, hatte einen Bericht über die Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu gelesen und wollte gerne etwas für unsere Rettungshunde tun“, berichtet Staffelleiter Prof. Dr. Christoph Tiebel. „Darum sammelten sie in ihrem Freundeskreis und übergaben uns nun einen Karton voller Hundesnacks. Die gesamte Rettungshundestaffel hat sich sehr über diese Anerkennung ihrer Arbeit gefreut und die Hunde ließen sich die Extraportion Leckerlis sichtlich schmecken.“

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news-431 Tue, 22 Sep 2020 16:00:00 +0200 Vor 30 Jahren bekam Oberstdorf sein erstes Notarztfahrzeug https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/vor-30-jahren-bekam-oberstdorf-sein-erstes-notarztfahrzeug.html BRK-Bereitschaftsleiter Anton Kappeler über die Anfangstage des Notarztdienstes Vor etwas mehr als 30 Jahren, im Dezember 1989, wurde Oberstdorf zum 25. bayerischen Notarztstandort bestimmt. Dem Beschluss waren jahrelange, zähe Bemühungen seitens der ortsansässigen Mitglieder des Roten Kreuzes sowie einiger Ärzte vorangegangen. Anton Kappeler, der die BRK-Bereitschaft Oberstdorf seit 27 Jahren leitet, war schon damals mit an Bord. Er erinnert sich an diese Zeit und berichtet ganz aktuell, wie sich Corona auf die Arbeit der rund 60 Bereitschaftsmitglieder auswirkt.

Die Verbandsversammlung des Rettungszweckverbandes, der damals unter Leitung des Geschäftsführers Herbert Schiek stand, erklärte Oberstdorf am 19. Dezember 1989 zum 25. bayerischen Notarztstandort – dem südlichsten Deutschlands. Bei den 40 Männern (darunter drei Ärzte) und 17 Frauen, die seinerzeit in der „Sanitätskolonne“ und „Frauenbereitschaft“ (in den 90er Jahren wurden die geschlechtlich getrennten Sanitätskolonnen und Frauenbereitschaften zu den BRK-Bereitschaften zusammengeführt) engagiert waren, sei die Freude groß gewesen, erinnert sich Anton Kappeler. „Das Ganze bedeutete ja auch die Anerkennung der bisherigen Leistungen. Schließlich hatte man sich rund sechs Jahre lang darum bemüht, den bis dahin eher behelfsmäßigen Notarztdienst auf solide Beine zu stellen.“

Eigeninitiative einiger Ärzte
Ein Name sei in diesem Zusammenhang unbedingt zu nennen, betont der 53-Jährige: Dr. Helmut Nussbickel. „Er gehörte zur `Kolonnenführung´ und war zusammen mit Bernhard Köberle und Alexander Rößle Initiator, Vater und Gründer des Notarztstandortes in Oberstdorf und ist bis heute Notarztobmann und beim BRK aktiv tätig.“ Tatsächlich hatte Dr. Nußbickel gemeinsam mit mehreren anderen Oberstdorfer Ärzten bereits 1986 aus eigener Initiative einen Notarztdienst aufgenommen. „Mit einem selbst finanzierten Piepser durch die Rettungsleitstelle alarmiert, fuhren sie mit ihren Privatfahrzeugen ohne Blaulicht zum Einsatzort“, weiß Kappeler. „Durch die Anerkennung als Notarztstandort war dann endlich eine bessere materielle und personelle Ausstattung möglich.“

Ein Highlight: Das erste Fahrzeug
Ab diesem Zeitpunkt stellten anfangs fünf niedergelassene Ärzte die notärztliche Betreuung rund um die Uhr sicher: Dr. Helmut Nußbickel, Dr. Karl-Heinz Tauscher, Dr. Ulrich Graf, Dr. Thomas Dobler und Dr. Eckehard Junghans. Damit sie nicht mehr im Privat-PKW zum Einsatzort fahren mussten, wurde ein eigenes Notarzteinsatzfahrzeug bestellt. Der Ford Sierra Kombi Allrad (Foto), der damals samt Ausrüstung rund 72.000 D-Mark kostete, wurde mit Zuschüssen vom Bayerischen Innenministerium, der Kassenärztlichen Vereinigung sowie durch Spenden lokaler Firmen und der Bevölkerung finanziert und ein halbes Jahr später, am 27. Juni 1990, in Betrieb genommen. „Als Zwischenlösung hatte die Firma Ford-Hartmann aus Oberstdorf den Rettern vorher ein halbes Jahr lang kostenlos einen silbernen Subaru GL zur Verfügung gestellt.“ Insgesamt sei das neue Notarztfahrzeug damals eine große Sache gewesen, sagt Kappeler und erinnert sich: „Das Behelfsblaulicht war auf einen Skidachträger aufgeschweißt. Drei Jahre später haben wir einen neuen Blaulichtbalken aufgebaut und mein Kollege Heiko Meinel hat auf meine Bitte in der Waschhalle der Rettungswache Sonthofen einen tagesleuchtroten Streifen auf das Notarztfahrzeug auflackiert.“ Schmunzelnd ergänzt er: „Den roten Schleier auf den Fliesen der Waschhalle kann man heute noch erkennen.“

Zahlen heute
Heute verfügt das Rote Kreuz in Oberstdorf über acht Fahrzeuge. Aktuell tun hier 20 Notärzte ihren Dienst. Ihre Einsätze entwickelten sich in den vergangenen 30 Jahren von damals 250 auf aktuell rund 900 im Jahr. Einschließlich der sonstigen Notfalleinsätze und Krankentransporte sind für die Oberstdorfer Rotkreuzfahrzeuge ca. 3.500 Einsätze bei einer Fahrleistung von rund 100.000 km/Jahr zu verzeichnen. Den Stamm der Rettungswache bilden 18 hauptamtliche Mitarbeiter. Hinzu kommen rund 60 ehrenamtliche Mitglieder - acht von ihnen waren schon zur Zeit der Gründung des Notarztstandortes mit dabei. Sie engagieren sich im Rettungs- und Sanitätsdienst, Sozialdienst, der Erste-Hilfe-Ausbildung, beim Blutspenden und im Katastrophenschutz. Jährlich erbringen sie weit mehr als 10.000 Stunden Dienst – normalerweise.

Folgen der Corona-Krise
“Normal ist in diesen Tagen allerdings wenig“, sagt Anton Kappeler und erklärt: „Die ehrenamtliche Tätigkeit beschränkt sich derzeit auf die Mitwirkung im Rettungsdienst und Einsätze durch die Unterstützungsgruppe Rettungsdienst. Alle Veranstaltungen, bei denen wir normalerweise den Sanitätsdienst stellen, wurden coronabedingt abgesagt. Auch unser Glühweinverkauf beim `Besinnlichen Advent´ wird nicht stattfinden können. Leider hatten wir dadurch seit Beginn des Lockdowns keine Einnahmen mehr zur Finanzierung unserer nichtbezuschussten Ausrüstung und sind deshalb heute mehr denn je auf Spenden angewiesen.“

Auch trotz Corona-Krise sind neue Mitglieder jederzeit herzlich willkommen. Im Oktober findet in Oberstdorf eine Sanitätsgrundausbildung statt. Für weitere Informationen: www.brk-oberstdorf.de

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news-430 Fri, 18 Sep 2020 08:00:00 +0200 Spielsachen und Schulbedarf für bedürftige Familien https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/spielsachen-und-schulbedarf-fuer-beduerftige-familien.html Die Tafel Kempten bedankt sich für großzügige Spende der Kinderbrücke Allgäu e.V. Die Ausgabestellen der Tafel Kempten durften sich jetzt über den stolzen Betrag von 5.000 Euro freuen, der von der Kinderbrücke Allgäu e.V. als Lockdown-Unterstützung für bedürftige Familien gespendet wurde. Bei einem gut sortierten Drogeriemarkt wurden dafür 25 Euro-Gutscheine besorgt, welche im Anschluss an kinderreiche Familien der Tafelkunden verteilt wurden.

Dank dieser Finanzspritze konnten sich die Familien Spielsachen, Drogerieartikel und Schulsachen leisten. „Innerhalb kürzester Zeit waren die Gutscheine vergriffen“, erzählt Markus Wille, Tafel-Koordinator beim BRK, der sich um die gerechte und kostenfreie Verteilung gekümmert hat. Alexander Schwägerl, BRK Kreisgeschäftsführer, bedankte sich im Namen aller Familien und der Ausgabestellen der Tafel Kempten bei Simone Burk-Seitz, Vorsitzende der Kinderbrücke Allgäu e.V., ganz herzlich für diese außergewöhnliche Unterstützung und die gute Zusammenarbeit. Bereits seit vielen Jahren unterstützt der Verein die Tafel Kempten regelmäßig mit Spenden. Dreimal jährlich werden beispielsweise rund 5.000 Kinderhygienepakete an die Ausgabestellen verteilt. Die Pakete sind nach Alter gestaffelt und enthalten dementsprechend Duschgel, Zahnbürste, Pflegelotion sowie Deo.

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news-429 Sat, 12 Sep 2020 08:00:00 +0200 Erste Hilfe auch in Zeiten von Corona https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/erste-hilfe-auch-in-zeiten-von-corona.html Zum Tag der Ersten Hilfe am 12. September gibt das BRK wichtige Tipps zu Erste-Hilfe-Maßnahmen bei erhöhtem Infektionsrisiko Bislang war Helfen im Notfall für uns alle eine Selbstverständlichkeit. Das Coronavirus hat unseren Alltag aber massiv verändert. Viele Menschen haben Angst oder sind verunsichert, wenn sie in der aktuellen Zeit bei einem Unfall auf der Landstraße oder einem Herzinfarkt im Supermarkt Erste Hilfe leisten müssen. „Die gesetzliche Pflicht zur Ersten Hilfe besteht nach wir vor. Allerdings steht die eigene Sicherheit immer an erster Stelle. Wenn ich also den Mindestabstand nicht einhalten kann, sollten Mund und Nase der hilfsbedürftigen Person mit einem Tuch oder Stück Stoff abgedeckt und natürlich auch das eigene Gesicht geschützt werden“, rät Frank Schönmetzler, Leiter der Breitenausbildung beim BRK Oberallgäu.

Generell kann jeder die Notrufnummer 112 wählen und die Umgebung auf den Notfall aufmerksam machen. Auch eine Unfallstelle kann ohne Ansteckungsrisiko abgesichert werden. Die meisten Notfälle geschehen ohnehin nach wie vor im familiären und häuslichen Umfeld, wo die betroffenen Personen in der Regel über den gegenseitigen Gesundheitszustand Bescheid wissen. „Wir empfehlen einen Mundschutz und Desinfektionsmittel in den Erste-Hilfe-Koffer im Auto zu legen. So sind Autofahrer für die neue Situation noch besser ausgerüstet“, sagt Schönmetzler.

Bei fehlender Atmung unbedingt Herzdruckmassage

Wenn ein erhöhtes Infektionsrisiko vorliegt, entscheidet jeder persönlich, ob er eine Wiederbelebung mit Mund-zu-Mund-Beatmung durchführen möchte oder nicht. Eine Ansteckung mit dem Coronavirus sei hier grundsätzlich nicht auszuschließen. Eine Herzdruckmassage sollte aber bei einem Herz-Kreislaufstillstand aber auf jeden Fall durchgeführt werden und zwar solange, bis der Rettungsdienst eingetroffen ist (100- 120 Mal pro Minute). „Wer hier einen Mundschutz und Einmalhandschuhe trägt und sich  im Vorfeld und anschließend die Hände sorgfältig desinfiziert, verringert die Ansteckungsgefahr um ein Vielfaches. Im Betrieb sollten Ersthelfer auf die vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellte Schutzausrüstung zurückgreifen. Also eine Schutzbrille und FFP2-Masken“, empfiehlt der erfahrene Lehrrettungsassistent. Wer Erste Hilfe geleistet habe, sollte den Rettungskräften vor Ort darüber hinaus unbedingt seine Kontaktdaten hinterlassen, denn dann könne im Ernstfall eine rasche Benachrichtigung stattfinden, wenn eine infektiöse Erkrankung bei der betroffenen Person festgestellt werde. „Wer zur Risiko-Gruppe gehört muss natürlich selbst entscheiden, welche Hilfeleistungen im akuten Fall möglich sind. Wer als Ersthelfer allerdings unter Symptomen leidet, der ist angehalten, keine direkte Erste Hilfe mit Körperkontakt zu leisten. In diesem Fall gilt es dann, sich auf die Organisation der Ersten Hilfe zu beschränken und umgehend den Notruf abzusetzen.“ Der BRK Kreisverband Oberallgäu bietet unter Einhaltung der Hygienevorschriften auch weiterhin Erste-Hilfe-Kurse für diejenigen an, die ihr Wissen auffrischen und grundlegende Techniken wiederholen möchten.

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news-428 Mon, 07 Sep 2020 09:00:00 +0200 Rückholung mit dem Roten Kreuz https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/rueckholung-mit-dem-roten-kreuz.html Junger Balderschwanger schwerstverletzt nach Deutschland transportiert Jedes Jahr holt das Deutsche Rote Kreuz rund 3.000 verunfallte oder erkrankte Personen per Krankentransportwagen oder Flieger zur (Weiter-)Behandlung aus dem Ausland zurück nach Deutschland. Einer, der den Rückholservice schon einmal in Anspruch nehmen musste, ist Florian Knebel. Der junge Balderschwanger erlitt vor vier Jahren in Südtirol bei einem Arbeitsunfall schwerste Gesichtsverletzungen.

An jenem Unglückstag im Juni 2016 arbeitete Florian Knebel bei einer Zimmerei im italienischen Südtirol. „Wir sind an diesem Tag in Kastelruth mit einem Dachstuhl fertig geworden. Vor Feierabend mussten wir per Kran noch ein paar Hübe Material vom Dach auf die Pritsche des Firmenwagens verladen. Darunter befand sich auch ein Paket Holz mit verschiedenen Querschnitten und Längen. Ich war auf der Pritsche, um die Ladungen entgegenzunehmen und abzuhängen. Da die Sonne mich blendete, konnte ich nicht erkennen, dass die Ladung bereits über mir schwebte. Als mein Arbeitskollege plötzlich schrie, schaute ich reflexartig nach oben. Irgendwie hatte sich eine Latte mit ca. 6x6x100 cm aus dem mehrfach zusammengebundenen Paket gelöst und fiel mir aus rund 15 Meter Höhe direkt ins Gesicht“, erinnert er sich. Bei dem verheerenden Unfall zog sich der damals 22-Jährige einen Trümmerbruch im Gesicht mit zertrümmerten Augenhöhlen und Nase sowie ein Schädel-Hirn-Trauma zu. Auch der Blutverlust war sehr stark. „Ich war bei vollem Bewusstsein und rief die Kollegen um Hilfe“, erzählt Florian Knebel weiter. „Nachdem die Rettung alarmiert und Erste Hilfe geleistet worden war, brachte mich ein Krankenwagen zum Helikopter, der mich nach Bozen ins Krankenhaus flog.“

Nach der dortigen Notfallversorgung strebte seine Familie eine Rückholung des Sohnes in eine deutsche Klinik an. „Mein Vater wandte sich ans Rote Kreuz, um den Rückholtransport zu organisieren.“ Nach einer Woche war es soweit. „Ich wurde von zwei eigens aus Deutschland angereisten Sanitätern des BRK direkt in meinem Krankenzimmer abgeholt und mittels Rollstuhl in den bereitstehenden Krankentransporter gebracht. Dort wurde es mir so bequem wie möglich gemacht. Während der mehrstündigen Fahrt kümmerten sie sich ununterbrochen um mich und erkundigten sich immer wieder nach meinem Wohlbefinden.“ Die Sanitäter blieben bis ans Krankenbett im Klinikum Konstanz an Florian Knebels Seite. „Die beiden waren ausgesprochen nett und hilfsbereit. Ich war unglaublich froh, wieder zuhause und in einer Klinik zu sein, in der mir geholfen wird.“

Wenige Tage später wurden in einer großen OP Florian Knebels beide Augen wieder ausgerichtet und seine Augenhöhlen mithilfe diverser Platten und Schrauben im Oberkiefer-, Nasen- und Augenbereich künstlich nachgebildet. „Erst drei Tage nach der OP konnte ich wieder richtig sehen. Nach rund drei Wochen wurde ich entlassen“, berichtet er. „Den Ärzten ist es gelungen, mein Gesicht komplett wiederherzustellen – und das, ohne je ein Foto von mir gesehen zu haben. Nur eine kleine Narbe über der Nase und eine andere Nasenflügelform erinnert optisch an den Unfall. Damit kann ich sehr gut leben.“

Heute verspürt der mittlerweile 26-Jährige kaum noch Einschränkungen. „Zu viel Hitze oder Kälte bereiten mir allerdings Schmerzen im Gesicht und den Beruf als Zimmermann musste ich aufgeben. Ansonsten kann ich fast alles machen“, freut er sich. Lediglich einige Sportarten wie zum Beispiel Fußball seien nicht mehr möglich: „Das wäre für das Gesicht und die Platten darin zu gefährlich.“ Was gewesen wäre, wenn er nicht nach Deutschland zurückgeholt worden wäre, darüber kann er nur spekulieren. „Wäre ich in Italien geblieben, würde ich heute vermutlich nicht so gut sehen, riechen und atmen können. Insgesamt haben die Ärzte in Konstanz einen genialen Job gemacht.“

Seinen damaligen Helfern ist Florian Knebel bis heute dankbar. „Ich bin sehr froh und sehr dankbar, dass das BRK diese Rückholung organisiert und durchgeführt hat. Der Aufwand, der dafür betrieben wurde, mit dem ich selbst aber gar nichts zu tun hatte, war wirklich groß.“

Die Auslandsrückholung erfolgt über den DRK-Flugdienst. Je nach Sachlage wird dafür ein Krankentransportwagen oder ein Transport per Flugzeug oder auch zusätzliche ärztliche Betreuung direkt vor Ort organisiert. Leistungen des DRK-Flugdienstes und der BRK-Inlandsrückholung stehen allen Fördermitgliedern und ihren Angehörigen (Ehe-/ Lebenspartner und Kinder, wenn noch ein Kindergeldanspruch besteht), sowie ehrenamtlichen Helfern und Jugendrotkreuz-Mitgliedern zur Verfügung. Nähere Informationen gibt es unter www.brk.de/angebote/gesundheit/rueckholdienst/

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news-427 Thu, 03 Sep 2020 09:00:00 +0200 Was tun bei Pilzvergiftung? https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/was-tun-bei-pilzvergiftung.html BRK gibt Erste-Hilfe-Tipps für Schwammerlsucher Ab August zieht es Pilzsucher wieder in die Wälder. Wer sich bei Steinpilz, Pfifferling & Co gut auskennt, kann sich nach einem erfolgreichen Tag auf eine richtig leckere Mahlzeit freuen. Was aber ist zu tun, wenn versehentlich ein ungenießbarer, verdorbener oder gar giftiger Pilz ins Essen geraten ist? Im schlimmsten Fall drohen dann bleibende Organschäden oder gar ein tödlicher Verlauf. Frank Schönmetzler vom BRK Oberallgäu gibt wertvolle Tipps, woran man eine Pilzvergiftung erkennt und welche Erste-Hilfe-Maßnahmen im Fall der Fälle wichtig sind.

So erkennt man eine Pilzvergiftung

„Die Symptome einer Pilzvergiftung sind abhängig von der Art des Pilzes und der Verzehrmenge“, sagt Frank Schönmetzler. „Manchmal treten bereits nach weniger als zwei Stunden die ersten Beschwerden auf, manchmal nach sechs Stunden oder mehr.“

Mögliche Symptome einer Pilzvergiftung (nicht alle müssen auftreten):

  • Übelkeit / Erbrechen
  • Bauchschmerzen / Durchfall
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Kreislaufprobleme
  • Halluzinationen
  • Schweißausbrüche, Hitzegefühl
  • beschleunigter Puls
  • Blutdruckabfall
  • erweiterte Pupillen, Sehstörungen
  • tränende Augen und erhöhter Speichelfluss
  • Krampfanfälle
  • Bewusstlosigkeit

„Eine Pilzvergiftung zu erkennen, ist für Laien nicht einfach“, weiß Frank Schönmetzler und rät darum dringend: „Bereits beim ersten Verdacht sollten Betroffene sofort den Giftnotruf anrufen - in Bayern ist dieser unter 089/19240 zu erreichen - oder den Notarzt unter 112 alarmieren. Warten Sie nicht, ob die Symptome schlimmer werden! Eine zu späte Behandlung kann zu bleibenden Organschäden oder sogar dem Tod führen!“

Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Pilzvergiftung:

  • eigene Sicherheit beachten, Schutzhandschuhe und Mund-Nase-Maske anziehen
  • den Betroffenen beruhigen
  • Notruf 112 verständigen und/oder Giftnotrufzentrale (089 – 19240) anrufen
  • Anweisungen der Giftnotrufzentrale befolgen
  • Pilze oder (falls vorhanden) Erbrochenes sicherstellen und dem Rettungsdienst mitgeben
  • bei Bewusstlosigkeit des Betroffenen: stabile Seitenlage regelmäßig Atmung und Puls prüfen
  • bei fehlender Atmung/Puls: bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen (30x Herzdruckmassage, 2x Beatmung immer im Wechsel), wenn möglich weitere Helfer hinzuziehen
  • ist der Betroffene bei Bewusstsein: beruhigen, trösten, beobachten, nicht alleine lassen

Wichtig! Was man nicht tun sollte

  • kein Erbrechen herbeiführen!
  • keine Milch verabreichen - diese kann unter Umständen sogar die Giftaufnahme begünstigen!
  • keine Kohletabletten – sie können eine Verschlimmerung herbeiführen!
  • kein Salzwasser trinken lassen!

„Wenn mehrere Personen das Pilzgericht gegessen haben, aber nur einer oder einige davon Beschwerden entwickeln, sollten sich dennoch alle in ärztliche Behandlung begeben“, rät Frank Schönmetzler. „Grundsätzlich ist es sinnvoll, wenn kleine Kinder sowie kranke oder alte Menschen nur wenig Pilze essen. Im Zweifelsfall kann eine Vergiftung bei ihnen gefährlichere Folgen haben als bei gesunden Erwachsenen.“

Um in Notfällen effektiv helfen zu können, empfiehlt das BRK eine regelmäßige Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse. Nähere Infos zu Kursen in Kempten und dem Allgäu finden Sie unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/.

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news-425 Tue, 01 Sep 2020 08:00:00 +0200 Sehr geehrte Damen und Herren, https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/sehr-geehrte-damen-und-herren-1.html Vollblutspender und genesene COVID-19 Patienten gesucht Zum Ausklang der Sommerferien haben die Menschen in Bayern mehrere Möglichkeiten, sich im Bereich der Blutspende solidarisch zu engagieren und damit einen aktiven Beitrag für akut sowie chronisch kranke Patientinnen und Patienten in den Krankenhäusern zu leisten.
 
Vollblutspende:
Die Reservebestände überlebenswichtiger Blutkonserven befinden sich noch immer kontinuierlich am unteren Rand. Ein vermehrtes Spendeaufkommen in den kommenden Tagen und Wochen würde die Situation merklich entspannen. Bei nach wie vor hohem Bedarf der Kliniken kann die Versorgung aktuell jedoch weiterhin gewährleistet werden.
 
Spendewillige, die sich in den vergangenen 14 Tagen in einem Coronavirus-Risikogebiet aufgehalten haben, werden zur Blutspende zugelassen, wenn sie einen negativen Abstrichtest auf SARS-CoV-2 besitzen, der nicht früher als 48 Stunden vor der Einreise nach Deutschland durchgeführt wurde.
 
COVID-19 Genesene als Plasmaspender für schwer COVID-19 Erkrankte:
Ein Therapieansatz für schwer an COVID-19 erkrankten Personen ist die Gabe von Plasma von genesenen Spenderinnen und Spendern.
 
Wer an COVID-19 erkrankt war und seit 4 Wochen geheilt ist, trägt Antikörper gegen das Virus in sich. Diese können mittels einer Blutplasmaspende entnommen werden. Beim Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD) gibt es an den Instituts-Standorten Nürnberg und München sowie im Plasmazentrum Würzburg die Möglichkeit, mit einer sogenannten Rekonvaleszentenplasmaspende einen wichtigen Beitrag zur therapeutischen Behandlung von COVID-19-Patienten zu leisten.
 
Alle weiterführenden Informationen zum Thema Rekonvaleszentenplasma sowie das Anmeldeformular haben wir auf unserer Homepage zusammengefasst.
 
Alle Termine zur Vollblutspende, aktuelle Informationen sowie eventuelle Änderungen sind unter 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet aktuell abrufbar. Die Blutspende-Termine für September sind beigefügt.
 

Es wird zudem empfohlen, kurz vor dem Blutspendetermin nochmals mittels genannter Möglichkeiten zu prüfen, ob und wann der Termin stattfindet.
 

 
Hintergrundinformationen über die Blutspende in Bayern:

Wer Blut spenden kann:

Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Mehrfachspender ist ein Alter von 72 Jahren (d.h. bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag). Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren und bei Erstspendern über 60 Jahren erfolgt die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen. Zur Blutspende mitzubringen ist unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein (jeweils das Original) und der Blutspendeausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis. Spendewillige mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen und Menschen mit direktem Kontakt zu Coronavirus (SARS-CoV-2)-Erkrankten werden nicht zur Spende zulassen. Auf allen angebotenen Terminen besteht eine unumgängliche Maskenpflicht.

Darum ist Blutspenden beim BRK so wichtig:

Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt.

Der Blutspendedienst des BRK (BSD):
Der BSD wurde 1953 vom Bayerischen Roten Kreuz mit dem Auftrag gegründet, die Versorgung mit Blutprodukten in Bayern sicherzustellen. Er trägt die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Als modernes pharmazeutisches Unternehmen ist der BSD heute ein aktiver Partner im bayerischen Gesundheitswesen. Mit seinen ca. 670 engagierten Mitarbeitern sowie zusätzlich mehr als 240 freiberuflich tätigen Untersuchungsärzten und rund 12.500 ehrenamtlichen Helfern aus den 73 Kreisverbänden des BRK organisiert der BSD jährlich ungefähr 4.400 mobile und 1.100 stationäre Blutspendetermine.

Spenderservice:
Alle Blutspendetermine und weiterführende Informationen für Spender und an der Blutspende Interessierte, beispielsweise zum kostenlosen Gesundheitscheck, sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet abrufbar. Wir empfehlen unsere Blutspende-App für iOS und Android (www.spenderservice.net): Individuelle Spendeinfos, Terminerinnerungen und Blutspende-Forum.

Medienkontakt:
Für Rückfragen zu allen Pressemitteilungen sowie für weitere Informationen und Materialanfragen kontaktieren Sie unsere Pressestelle: Patric Nohe, p.nohe@blutspendedienst.com; Tel.: 089 / 5399 4014. Oder besuchen Sie die Presseseite auf unserer Website.

Mit freundlichen Grüßen

Patric Nohe

Presse & Unternehmenskommunikation
Blutspendedienst des BRK

 

Auf einen Blick sind hier
die aktuellen Termine im KV Oberallgäu:

Mi
02.09.2020
87435 KEMPTEN
Haubenschloßstr.12
15:00 Uhr - 20:00 Uhr
BRK-Haus
Mo
07.09.2020
87435 KEMPTEN
Haubenschloßstr.12
15:00 Uhr - 20:00 Uhr
BRK-Haus
Di
08.09.2020
87509 IMMENSTADT
Sankt Nikolausplatz 1
15:30 Uhr - 20:00 Uhr
Pfarrheim St. Nikolaus
Fr
11.09.2020
87527 SONTHOFEN
Albert-Schweitzer-Str. 17
16:00 Uhr - 20:00 Uhr
Pfarrheim St. Christoph
Mi
16.09.2020
87452 ALTUSRIED
Schulstr. 6
17:00 Uhr - 20:30 Uhr
Grund- und Mittelschule
Fr
18.09.2020
87463 DIETMANNSRIED
Schulstr. 2
16:30 Uhr - 20:30 Uhr
Grund/Mittelschule
Mi
30.09.2020
87471 DURACH
Vorwaldstr. 5
17:00 Uhr - 20:30 Uhr
Grund- und Hauptschule

 

Pressemeldung

Weiteres Pressematerial finden Sie in unserer Mediathek.

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news-426 Mon, 31 Aug 2020 12:00:00 +0200 Erste Wachdienste seit dem Corona-Ausbruch https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/erste-wachdienste-seit-dem-corona-ausbruch.html Helfer der BRK-Bereitschaften müssen strikte Auflagen einhalten – dem Spaß tut dies keinen Abbruch Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie und den dadurch bedingten Wegfall aller größerer Veranstaltungen waren für die Ehrenamtlichen der BRK-Bereitschaften im Oberallgäu auch eine ganze Menge Sanitätsdienste gestrichen. Bei jenen stellen die Helfer die medizinische Erstversorgung der Besucher und Teilnehmer von Veranstaltungen sicher. Vor kurzem standen nun die ersten Dienste seit März an - allerdings mussten die Helfer dabei neue, strenge Richtlinien beachten, wie Matthias Straub, der Kreisbereitschaftsleiter des BRK Oberallgäu erklärt.


„Eine der ersten Veranstaltung seit dem Lockdown, bei der wir Sanitätswachdienst hatten, war das Bergsommerfestival an der Imbergbahn Ende Juli. Da gab es drei Tage lang Kino, Live-Musik und Frühschoppen“, berichtet Matthias Straub. „An jedem Veranstaltungstag waren maximal 200 Besucher zugelassen.“ Der Sanitätsdienst des BRK war täglich mit einem dreiköpfigen Team der Bereitschaft Oberstaufen vor Ort. Dabei hätten die geänderten Vorgaben bezüglich des Infektionsschutzes sowie die erweiterte Vorhaltung von Infektionsschutzausstattung und die fachgerechte Reinigung durchaus eine Herausforderung dargestellt und überdies „nicht unerhebliche“ Mehrkosten verursacht, so Straub weiter.
Besagte verschärfte Vorgaben beinhalten beispielsweise, dass alle Sanitäter nachweislich eine entsprechende Hygiene-Schulung absolviert haben müssen. Die Kreisbereitschaftsleitung hatte hierfür in den letzten Monaten Webinare mit Fachleuten aus den Bereitschaften organisiert. Alternativ war die Fortbildung auch online über den sogenannten `BRK-Lerncampus´ möglich. „Fester Bestandteil der Einsatzkleidung ist derzeit natürlich der Mund-Nasen-Schutz, bei Kontakt mit Patienten ist eine FFP-2 oder FFP-3 Schutzmaske vorgeschrieben“, erklärt Straub. „Die Einsatzkleidung muss direkt nach dem Sanitätsdienst zum Waschen `abgeworfen´ werden. Die Reinigung darf nur durch Wäschereien durchgeführt werden, die entsprechend der Vorgaben des Robert-Koch-Instituts reinigen. Ein Reinigen Zuhause oder Mitnehmen der Einsatzkleidung nach Hause ist aufgrund der Gefahr einer möglichen Infektionsverschleppung ein absolutes No-Go.“ Die erste Generalprobe sei geglückt und alle Helferinnen und Helfer hätten die Vorgaben perfekt umgesetzt, lobt er rückblickend. „Wir haben uns alle gefreut, dass langsam wieder einige kleine Sanitätswachdienste möglich sind.“

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news-423 Wed, 26 Aug 2020 17:00:00 +0200 Führerschein für den Rettungswagen https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/fuehrerschein-fuer-den-rettungswagen.html So dürfen Helfer Einsatzfahrzeuge auch ohne LKW-Führerschein bedienen Wir kennen sie alle aus dem Straßenverkehr: Rettungswägen, die mit Blaulicht und Martinshorn im dichten Stadtverkehr zu einem Einsatz unterwegs sind. Um genau das tun zu dürfen, müssen die Fahrer eine Sonderfahrerlaubnis, den so genannten „Helferführerschein“, besitzen. Fünf Frauen und fünf Männer von der BRK-Bereitschaft Oberstaufen absolvierten gerade die mehrtägige Zusatzausbildung, welche zum Führen von Einsatzfahrzeugen bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 7,5 t berechtigt. Ausbilder Christian Mayer erklärt, was diese beinhaltet und warum der Führerschein erst der Anfang ist.

„Einen Rettungswagen darf nur fahren, wer mindestens seit zwei Jahren einen Führerschein Klasse B sowie besagte Zusatzausbildung oder einen Führerschein Klasse C1 hat und entsprechend eingewiesen wurde. Denn wer mit so einem Fahrzeug unterwegs ist, muss einiges wissen und beachten“, betont Christian Mayer von der BRK-Bereitschaft Lindau/Bodensee. Er ist aufgrund seiner Zusatzqualifikation zur Leitung der organisationsinternen Helferführerschein-Kurse befugt. Den Oberallgäuer Rotkreuzlern stellte er sich aufgrund der freundschaftlichen Verbundenheit beider Bereitschaften als Ausbilder zur Verfügung.

Eigentlich war der Kurs, der für ehrenamtliche BRK-Mitglieder kostenlos ist, schon für März geplant, fiel jedoch Corona zum Opfer. Nun fand er unter Einhaltung sämtlicher aktueller Hygieneregeln statt. „Um die Abstandsregeln einhalten zu können, verlegten wir die theoretische Ausbildung in die Fahrzeughalle der Bereitschaft Oberstaufen“, so Christian Mayer.

In zwei Theorieabenden und vier Fahrstunden pro Person wurden den Teilnehmenden - allesamt BRK-Mitglieder der Bereitschaft Oberstaufen im Alter zwischen 19 und 30 Jahren - grundlegende Inhalte vermittelt. Dazu gehörte unter anderem das Kennenlernen der Gefahrenbereiche („Toter Winkel“), das Einschätzen des besonderen Raumbedarfs, Beschleunigung, Bremsen und Kurvenverhalten unter Berücksichtigung des jeweiligen Beladungszustands sowie Übungen zur Fahrzeugbeherrschung. Den Abschluss bildete eine mindestens 45-minütige Prüfungsfahrt. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Prüfung bestanden. „Die Absolventen fahren jetzt natürlich nicht sofort mit Blaulicht und Sirene zum nächsten Einsatz, sondern werden langsam an die Sache herangeführt, beispielsweise zunächst durch Einsatzfahrten ohne Eile oder auch durch das Fahren bei Sanitätsdiensten. Im nächsten Schritt transportieren sie dann Patienten in die Klinik. Erst danach steht irgendwann der Tag der ersten Blaulichtfahrt an“, erklärt Christian Mayer. Diese Vorbereitung hat ihren guten Grund, wie er weiß: „Man muss einfach immer auf alles gefasst sein und jederzeit mit Fehlern der anderen Verkehrsteilnehmer rechnen. Wer sagt, dass solche Fahrten Routine sind, muss schon einige Jahre im Einsatzdienst sein.“

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news-422 Mon, 24 Aug 2020 17:00:00 +0200 BRK freut sich über Einser-Azubi https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/brk-freut-sich-ueber-einser-azubi.html Maximilian Förg schloss Ausbildung mit Traumnote ab Corona brachte für junge Leute, die in diesen Tagen kurz vor dem Ende Ihrer Berufsausbildung standen, einige Herausforderungen mit sich. Aufgrund der Schulschließungen entfiel ein großer Teil des Berufsschul-Unterrichts und damit auch die schulischen Prüfungsvorbereitung. Das bekam auch Maximilian Förg zu spüren, der beim BRK in Kempten eine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement absolvierte. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen schloss der 23-Jährige die Prüfungen mit der Traumnote 1,3 ab.

Als Alternative zur schulischen Prüfungsvorbereitung stellten die Lehrer der Berufsschule Memmingen den Prüflingen online entsprechende Übungen zur Verfügung und beantworteten – ebenfalls online - Fragen der Azubis. Ansonsten sei sehr viel Eigeninitiative gefragt gewesen, so Maximilian Förg. „Als dann die Abschlussklassen endlich wieder zur Schule gehen konnten, hatten wir einen halben Tag Präsenzunterricht und den restlichen halben Tag Online-Unterricht von zu Hause.“ Auch sein Arbeitgeber, das BRK Oberallgäu, versuchte den jungen Mann zu unterstützen: „Ich bekam einen Tag pro Woche frei, um die Prüfungsvorbereitung zu Hause machen zu können.“ Dass er diese Zeit offenbar gut genutzt hat, belegt Maximilian Förgs hervorragende Abschlussnote, zu der ihm Ines Brutscher, Assistentin der Geschäftsführung, herzlich gratulierte. Er sagt: „Die Ausbildung beim BRK war eine schöne und vor allem interessante Zeit, die ich nur weiterempfehlen kann. Ich denke, dass man sonst in nur wenigen Betrieben ein so gutes Kollegium hat und man so einen tiefen Einblick in betriebliche Abläufe bekommt.“

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news-421 Thu, 20 Aug 2020 17:00:00 +0200 Ein Kühlschrank für die Tafel https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/ein-kuehlschrank-fuer-die-tafel.html Lions-Club Kempten-Cambodunum unterstützt BRK-Tafelladen in St Mang Der Lions-Club Kempten-Cambodunum hat den Tafelladen des BRK in St. Mang mit der Anschaffung eines neuen Kühlschranks unterstützt. Dieser war nötig geworden, da zum einen der alte, etwas kleinere Kühlschrank seinen Dienst nach vielen Jahren aufgegeben hatte. „Zum anderen macht das höhere Kundenaufkommen und große Mengen an Molkereiprodukten aus Überproduktionen verschiedenster Molkereien aus dem Allgäu und der Schweiz den neuen und größeren Kühlschrank zu einer wichtigen und sinnvollen Anschaffung“, wie Tafel-Koordinator Markus Wille erklärt. Dank des neuen Geräts können die Tafel-Kunden übersichtlich aus den unterschiedlichsten Kühlprodukten, egal ob Wurst, Käse, Joghurts oder Feinkostsalate, auswählen.“ Zurzeit versorgt die Einrichtung in der Magnusstraße 16 etwa 150 Kunden pro Woche mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln.

Markus Wille: „Für Organisationen wie die Tafel Kempten sind solche Anschaffungen nur mit der Unterstützung von Service-Clubs, Banken oder anderen Spendern möglich. Dem Lions-Club Kempten-Cambodunum sind wir besonders dankbar für die aktive Unterstützung auch während der Corona-Epedemie.“

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news-420 Wed, 19 Aug 2020 15:00:00 +0200 „Sehr gut funktionierendes Netzwerk“ https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/sehr-gut-funktionierendes-netzwerk.html Die Bereitschaften des BRK Oberallgäu unterstützen Kollegen an Corona-Teststationen Das Rote Kreuz verfügt über ein sehr gut funktionierendes Netzwerk. Das zeigte sich jüngst im Zusammenhang mit den Corona-Teststationen an bayerischen Autobahnen. Als die für die Testungen an der Inntalautobahn verantwortliche BRK-Bereitschaft sehr kurzfristig um Unterstützung bat, zögerten mehrere ehrenamtliche Einsatzkräfte der Bereitschaften des BRK Oberallgäu nicht lange, sondern eilten den Kollegen sofort zu Hilfe.

„Die Kollegen des Rotkreuz-Bezirksverbandes Oberbayern betreiben seit Ende Juli, zusammen mit anderen freiwilligen Hilfsorganisationen, eine Teststation an der Autobahn A 93 am Rasthof Inntal. Als sie kürzlich dringend Unterstützung benötigten, um die Masse an Test zu bewältigen, fanden sich in unseren Reihen sofort mehrere Freiwillige, die bereit waren zu helfen“, sagt Matthias Straub, der Kreisbereitschaftsleiter des BRK Oberallgäu. Fünf ehrenamtliche Sanitäter, Rettungsdiensthelfer, Rettungssanitäter und Notfallsanitäter aus den BRK-Bereitschaften Kempten, Oberstdorf sowie dem Arbeitskreis Motorrad machten sich umgehend auf den Weg (Matthias Straub und sein Stellvertreter Max Hönicke waren vom Allgäu aus für die sogenannte rückwärtige Einsatzlenkung zuständig, d.h. sie kümmerten sich von hier aus um die Fragen und Bedürfnisse der Einsatzkräfte). Vor Ort halfen die Frauen und Männer bis tief in die Nacht hinein bei der Registrierung und Dokumentation der Urlaubsrückkehrer, sowie - in Vollschutzkleidung - bei der Durchführung der Probenentnahmen.

Die Rückmeldungen der Getesteten seien durchweg positiv gewesen, resümiert Straub. „Auch die Zusammenarbeit und das Miteinander mit den Rosenheimer BRK-Kollegen war sehr kameradschaftlich und freundschaftlich. Vom Einsatzleiter vor Ort erhielten wir das positive Feedback: `Immer wieder gerne mit Euch´.“ Obwohl der Tag sehr lang und der Einsatz schweißtreibend gewesen sei, habe es den Helfern großen Spaß gemacht.

Bezogen aufs Allgäu betont Straub: „Durch den standardisierten Ablauf der Probeentnahmen innerhalb der BRK-Bereitschaft in ganz Bayern wäre das BRK Oberallgäu bei Bedarf, Notwendigkeit und entsprechender Beauftragung auch hier vor Ort in der Lage, eine entsprechende Covid-Teststation zu betreiben. Die nächste Online-Schulung wird sich nochmals konkret mit der Umsetzung der landesweiten aktualisierten BRK-Standards befassen.“

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news-419 Wed, 19 Aug 2020 12:00:00 +0200 Bitte helfen Sie, damit wir helfen können! https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/bitte-helfen-sie-damit-wir-helfen-koennen.html Haustür-Werbung des Kreisverbands Oberallgäu im nördlichen Landkreis "Bitte helfen Sie, damit wir helfen können!" - nach diesem Motto führt das Bayerische Rote Kreuz, Kreisverband Oberallgäu derzeit eine Haustür-Werbung im nördlichen Landkreis durch, um fördernde Mitglieder zu gewinnen.

„Durch Umzug, Stornierungen oder auch Todesfälle ist es erforderlich, wieder neue Mitglieder zu gewinnen“, so Kreisgeschäftsführer Alexander Schwägerl.

Ab dem 17.08.2020 sind deshalb 5 Wochen lang junge Frauen und Männer (vornehmlich Studierende) des Fundraising-Dienstleisters Kober GmbH im Namen des Bayerischen Roten Kreuzes unterwegs, um Mitglieder zu gewinnen. Diese besuchen auch bestehende Mitglieder mit der Bitte, den Beitrag, wenn möglich etwas anzuheben.

Zahlreiche Angebote, die das Rote Kreuz Oberallgäu für die Menschen im Allgäu bereithält, können nur mit Unterstützung der Fördermitglieder finanziert werden, da es hierfür keine Kostenträger gibt.
Als Beispiel seien hier die Aus- und Fortbildung im Ehrenamt, die Beschaffung von Einsatzkleidung, der Unterhalt der Tafelläden, die Arbeit beim Jugendrotkreuz, der Katastrophenschutz, die Finanzierung von Einsatzfahrzeugen und vieles mehr genannt, die ohne Spendengelder nicht möglich wären.

Das bietet den Bürgern die Möglichkeit, die Ziele der Hilfsorganisation zu unterstützen, ohne selbst aktiv zu werden und so wir freuen uns auf die Verstärkung in den kommenden fünf Wochen, lt. Ines Brutscher, Assistentin der Geschäftsführung.

Uns ist besonders wichtig, dass die Bevölkerung die Werberinnen und Werber eindeutig erkennt:

Unser Werbeteam trägt Rot-Kreuz-Kleidung und kann sich ausweisen. Sie sammeln keine Geldspenden, sondern möchten Ihnen die Möglichkeit geben, sich durch eine Mitgliedschaft langfristig für eine gute Sache einzusetzen.

Wie auch in den Vorjahren greift das BRK hier auf das Fachwissen der Werbeagentur
Kober GmbH zurück, die sich für die Gewinnung von Fördermitgliedern bereits mehrfach bewährt hat.

Übrigens: Die verschlüsselte Datenerfassung auf dem Tablet ist ein wesentlicher Sicherheitsaspekt. Persönliche Daten (inkl. Bankverbindung) können nach der Eingabe nicht mehr eingesehen werden. Sensible Daten sind dadurch bestmöglich geschützt.

Der Mitgliedsbeitrag soll sich nach den finanziellen Möglichkeiten der Mitglieder richten. Jedes einzelne Mitglied entscheidet, welchen Betrag es geben kann und gerne geben will.

Wir danken für die wohlwollende Aufnahme unseres Werbeteams und danken für Ihre Unterstützung!

Weiter Informationen zur Fördermitgliedschaft finden Sie auch auf unserer Website.

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news-417 Mon, 17 Aug 2020 10:00:00 +0200 Erste Hilfe bei Herzinfarkt https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/erste-hilfe-bei-herzinfarkt.html BRK gibt Tipps, worauf es im Notfall ankommt Laut Angaben der Deutschen Herzstiftung erleiden pro Jahr etwa 300.000 Menschen in Deutschland einen Herzinfarkt. In einem solchen Notfall zählt jede Sekunde. Je schneller der Patient behandelt wird, desto größer sind die Chancen zu überleben und schwerwiegende Folgen zu verringern. Frank Schönmetzler vom BRK Oberallgäu erklärt, wie man einen Herzinfarkt erkennt und welche Erste-Hilfe-Maßnahmen im akuten Notfall anzuwenden sind. Wichtig zu wissen: Die Symptome können bei Männern und Frauen ganz unterschiedlich ausfallen.


Häufige Symptome eines Herzinfarkts

Klassische Symptome eines Herzinfarktes sind starke Schmerzen oder auch ein Brennen hinter dem Brustbein. Häufig strahlt der Schmerz in Arme, Oberbauch, Hals, Rücken, Kiefer oder die Schulterblätter aus. Typisch sind auch kalter Schweiß, eine blass-gräuliche Gesichtsfarbe, Übelkeit und Erbrechen, Atemnot und/oder ein sehr starkes Enge- oder Einschnürungsgefühl im Brustkorb. Betroffene berichten von einem Gefühl, „als würde ein Elefant auf der Brust stehen“ und von Todesangst. „Die Anzeichen sind von Person zu „Person unterschiedlich stark ausgeprägt“, weiß Frank Schönmetzler.


Oftmals uneindeutige Symptome bei Frauen

„Während Männer häufig über den bekannten `Vernichtungsschmerz´ klagen, kann ein Herzinfarkt bei Frauen mit wesentlich uneindeutigeren Symptomen einhergehen“, betont er. „Bei ihnen ist der klassische Brustschmerz oft nicht so stark ausgeprägt. Sie berichten eher von einem allgemeinen Druck- oder Engegefühl in der Brust, Rückenschmerzen oder Schmerzen im Oberbauch, manchmal - aber nicht immer - gepaart mit Kurzatmigkeit, Schweißausbrüchen, Übelkeit und Erbrechen. Viele Betroffene gehen tatsächlich zunächst von einer Magenverstimmung aus.“ Er rät: „Wenn solche Symptome in einem noch nie erlebten Ausmaß auftreten oder die Schmerzen länger als 5 Minuten anhalten, warten Sie nicht erst ab, sondern rufen Sie sofort den Notarzt unter 112. Riskieren Sie im Zweifelsfall lieber einen Fehlalarm als Ihren Tod!“

Auch bei häufiger auftretenden unspezifischen Symptomen wie allgemeinen Brustschmerzen, Schwindelgefühl, Atemnot und Abgeschlagenheit empfiehlt der Experte, sich auf jeden Fall medizinisch durchchecken zu lassen. „Sie könnten Hinweise auf eine noch nicht entdeckte Herzerkrankung oder einen so genannten `stummen´ oder `stillen Herzinfarkt´ sein.“


Erste Hilfe-Maßnahmen bei Herzinfarkt

Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt gelten folgende Erste-Hilfe-Maßnahmen:

  • Sofort den Rettungsdienst unter 112 alarmieren
  • Ununterbrochen Atmung und Bewusstsein der betroffenen Person prüfen
  • Bei Kreislaufstillstand sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen (30x Herzdruckmassage, 2x Beatmung im Wechsel). Diese muss bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durchgeführt werden (wenn möglich weitere Helfer hinzuziehen, mit denen man sich abwechseln kann)
  • Ist der Betroffene bei Bewusstsein, ist er mit erhöhtem Oberkörper zu lagern, das entlastet das Herz
  • Bleiben Sie selbst ruhig! Unruhe, Aufregung und Anstrengung sind beim Betroffenen unbedingt zu vermeiden
  • Öffnen Sie enge Kleidung des Betroffenen (Gürtel, Hemd, Krawatte etc.)
  • Bleiben Sie bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes bei dem Patienten


Mythos „Husten als Selbsthilfe“

Auf What´s App kursiert ein Kettenbrief, in dem als Hilfe zur Selbsthilfe bei einem Herzinfarkt empfohlen wird, sich durch Husten zu helfen. Betroffene sollten tief einatmen und dann aus der Tiefe der Lunge und verlängert husten. Dies solle alle zwei Sekunden ohne Unterbrechung wiederholt werden, bis Hilfe komme. Hierzu sagt Frank Schönmetzler: „Sicherlich ist es richtig, dass der Betroffene alles versuchen sollte, um nicht bewusstlos zu werden und weiterhin spontan zu atmen - aber die Anleitung im Kettenbrief ist medizinisch nicht belegt.“

Um effektiv helfen zu können, empfiehlt das BRK eine regelmäßige Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse. Nähere Infos zu Kursen in Kempten und dem Allgäu finden Sie unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/.

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news-418 Thu, 13 Aug 2020 10:00:00 +0200 Wasserwacht bildet im Oberallgäu Bootsführer aus https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/wasserwacht-bildet-im-oberallgaeu-bootsfuehrer-aus.html Teilnehmer aus ganz Schwaben Am letzten Juliwochenende führte die Wasserwacht am Niedersonthofener See (Oberallgäu) die Ausbildung für Motorrettungsbootführer durch. Teilnehmende waren zwölf engagierte Mitglieder aus dem gesamten südlichen Bezirksverband Schwaben, darunter zwei Frauen und zehn Männer im Alter zwischen 20 und 50 Jahren.

Die Teilnehmenden wurden durch die Kreiswasserwachtvorsitzende des Oberallgäus, Sabine Blodau, und den Ortsgruppenvorsitzenden der Wasserwacht Kempten, Daniel Beyer, an der Wachstation der Wasserwacht Kempten in Kurzberg (Gemeinde Waltenhofen) begrüßt. Unter der Anleitung von Lehrgangsleiter Daniel Pontner sowie mehrerer Bootsausbilder durchliefen die Frauen und Männer im Verlauf von zwei Tagen anspruchsvolle Ausbildungsstationen rund um das Führen eines Motorrettungsbootes in einem Wasserwachteinsatz oder beim Wachdienst an einem der schwäbischen Badegewässern. Unter anderem wurde das Anlegen an einem fahrenden Boot sowie verschiedene Rettungsmanöver geübt. Der Wach- und Badebetrieb verlief dabei ohne Einschränkungen. Die finale theoretische und praktische Prüfung für den Motorbootschein im Wasserrettungsdienst findet dann im September dieses Jahres statt.

Die Wasserwacht ist Teil des Bayerischen Roten Kreuzes und unterhält im Oberallgäu die Ortsgruppen Altusried-Wiggensbach, Haldenwang-Börwang, Immenstadt, Kempten, Lauben-Dietmannsried, Oberstdorf, Rottachtal, Sonthofen und Wertach.

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news-416 Wed, 12 Aug 2020 16:00:00 +0200 Befund-Chaos an den Teststationen https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/befund-chaos-an-den-teststationen.html Stellungnahme des Bayerischen Roten Kreuzes Die bayerischen Hilfsorganisationen wurden vom Freistaat Bayern beauftragt, innerhalb eines Tages fünf Teststationen (drei Rastanlagen, zwei Hauptbahnhöfe) in Betrieb zu nehmen. Hierbei orientierten sich die Hilfsorganisationen strikt an den Vorgaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und der Gesundheitsämter vor Ort. Da das LGL sich nicht in der Lage gesehen hat, in dieser kurzen Zeit eine entsprechende Software zur Verfügung zu stellen, mussten die Reisenden händisch mit Formularen erfasst werden. Diese Formulare wurden vom LGL zur Verfügung gestellt.

Das Bayerische Rote Kreuz weist Vorwürfe oder Andeutungen zurück, die darauf schließen lassen, dass die Hilfsorganisationen eine (Teil-) Schuld an dieser Problematik haben. Zudem bedauert das BRK, dass hierdurch der äußerst kurzfristige und schweißtreibende Einsatz der Ehrenamtlichen aller bayerischen Hilfsorganisationen in ein negatives Licht gerückt wird.

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news-415 Mon, 10 Aug 2020 14:30:00 +0200 „Corona Challenge“ des Jugendrotkreuzes https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/corona-challenge-des-jugendrotkreuzes.html „Jugendarbeit bei uns ist viel mehr als Pflasterkleben“ Die meisten von uns denken beim Roten Kreuz vermutlich als erstes an den Rettungsdienst, Erste Hilfe-Kurse, Auslandseinsätze in Katastrophengebieten und vielleicht auch an den „Glückshafen“-Losstand beim Rummel. Was viele nicht wissen: Beim Roten Kreuz können sich nicht nur Erwachsene engagieren, sondern auch schon die ganz Kleinen. Allein im Oberallgäu gibt es sechs Jugendgruppen des Jugendrotkreuzes (JRK), in denen sich Kinder ab 5 Jahren und junge Leute bis 27 Jahren mit großer Begeisterung und ebensolchem Engagement ehrenamtlich für die Gemeinschaft einsetzen. Da derzeit corona-bedingt keine Gruppenstunden und keine Veranstaltungen des JRK stattfinden können, starteten die Jugendleiter zur Überbrückung dieser Zeit eine Mitmach-Challenge für die jungen Mitglieder.

Michaela Gaißer, die Leiterin der Jugendarbeit und ihre beiden Stellvertreterinnen Ramona Gorbach und Petra Dorn hatten sich für den Zeitraum von vier Wochen jeweils eine Aufgabe an die Kinder ausgedacht. Mal ging es darum, „MUNUNFEU“ – das Wort wird aus den Anfangsbuchstaben der 7 Grundsätze des Roten Kreuzes gebildet (Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit, Universalität) - auf kreative Weise darzustellen, mal mussten die anatomischen Kenntnisse beim Basteln eines Skeletts unter Beweis gestellt werden, mal galt es, das Rote Kreuz mit Gegenständen aus dem eigenen Haushalt darzustellen oder auch einen Wutball zu basteln und eine Geschichte dazu zu schreiben. „Viele `unserer´ Kinder haben eifrig und mit viel Kreativität an der Challenge teilgenommen“, freut sich Ramona Gorbach. „Als kleiner Ansporn wurde aus den eingesendeten Bildern jede Woche ein Wochensieger gekrönt, der einen Preis bekam.“ Alle Einsendungen sind auf der Website des JRK Oberallgäu (brk-oberallgaeu.net/jrk/) zu sehen.

„Mit der Challenge wollten wir eine Alternative zu dem sonst ja sehr engen Kontakt bieten“, erläutert sie. „Normalerweise, also außerhalb der Corona-Zeit, trifft man sich ja wöchentlich in den altersunterteilten lokalen Gruppen.“ Diese gibt es in Altusried, Immenstadt, Sonthofen, Kempten, Wiggensbach und Oberstaufen, wobei die Mitgliedschaft kostenlos ist. „Die meisten Mitglieder haben wir in den Altersklassen der 10-13-Jährigen und der 14-17-Jährigen“, so Ramona Gorbach weiter. „In Oberstaufen und Sonthofen gibt es aber auch schon Gruppen für Kinder ab 5 Jahren und in Kempten reicht die Altersspanne bis 27.“ In allen werden soziales Engagement und ein friedliches Zusammenleben gepflegt und vielfältige Aktivitäten umgesetzt. „Wir machen viel mehr als nur Pflaster kleben“, betont die junge Frau. „Natürlich gibt es die altersgerechte Sanitätsausbildung durch qualifizierte und erfahrene Rot-Kreuz-Mitglieder sowie Lehrgänge zum Jugendhelfer oder zum Gruppenleiter und den Schulsanitätsdienst, aber eben auch ganz viel anderes, wie etwa Zeltlager, Rodeln, Medienprojekte, kreatives Gestalten, Rollenspiele, Survivaltraining, internationale Begegnungen, Ferienaction, Erlebniskochkurse, Schafkopfen, Wettbewerbe, Rhetorikseminare, Party, gemeinsame Schwimmbadbesuche und jede Menge mehr.“

Sie findet: „Wer Spaß daran hat, in Gemeinschaft und ganz ohne Leistungsdruck seine Freizeit aktiv zu gestalten, Freundschaften zu schließen, Heldentaten zu vollbringen, den internationalen Redcross-Spirit zu erleben ist beim JRK an der richtigen Stelle!“

Weitere Informationen über das Jugendrotkreuz Oberallgäu sowie Kontaktmöglichkeiten sind auf der Website www.brk-oberallgaeu.net/jrk zu finden.

Informationen zum Bayerischen Jugendrotkreuz (JRK)
Das ist der eigenständige Kinder-, Jugend- und Nachwuchsverband des Bayerischen Roten Kreuzes und anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Über 106.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre engagieren sich ehrenamtlich in den fünf Rotkreuz-Gemeinschaften. Für alle Fälle – die Bereitschaften, für Kletterfreunde – die Bergwacht, für junge Engagierte – das Jugendrotkreuz, für Schwimmerinnen und Schwimmer – die Wasserwacht und für’s Herz – die Wohlfahrts- und Sozialarbeit.

Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung
Das Jugendrotkreuz ist Teil der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Die sieben Rotkreuz-Grundsätze sind der Kompass für unser Handeln: Menschlichkeit | Unparteilichkeit | Unabhängigkeit | Freiwilligkeit | Einheit | Universalität | Neutralität.

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news-414 Thu, 06 Aug 2020 07:30:00 +0200 Turbulente Tage für die Rettungshundestaffel https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/turbulente-tage-fuer-die-rettungshundestaffel.html Acht Personensuchen in neun Tagen Hinter der Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu liegen bewegte Tage. Innerhalb von neun Tagen wurden die Teams zu acht Einsätzen hinzugezogen. „Noch nie hat es so eine Häufung von Einsätzen für die Rettungshunde im Oberallgäu gegeben“, sagt Prof. Dr. Christoph Tiebel, der Leiter der Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu und Fachberater Rettungshundearbeit des BRK in Schwaben. Die Teams aus bestens ausgebildeten Hunden und ihren Hundeführern waren in fast allen Fällen erfolgreich.

Der erste der Einsätze fand am vorvergangenen Samstag (18. Juli 2020) im Ostallgäu statt. „Wir wurden nachts zu einer Vermisstensuche hinzugezogen“, berichtet Prof. Dr. Christoph Tiebel. „Insgesamt waren 55 Einsatzkräfte vor Ort, darunter 18 Rettungshundeteams verschiedener Hilfsorganisationen, um eine hilflose Person in einem unwegsamen Wald zu finden.“ Die Spürnasen des BRK Oberallgäu fanden die Person schwer verletzt. Sie musste mit einem Spineboard gerettet werden und wurde umgehend in eine Klinik gebracht. Nur einen Tag nach diesem sechsstündigen Einsatz mussten elf Mitglieder der Staffel erneut zu einer mehrstündigen abendlichen Suche im Kreis Lindau ausrücken. Dort wurde eine ältere Person in einem Seniorenheim als vermisst gemeldet. „Die Spürhunde wollten sich partout nicht von dem Gebäude wegbewegen. Bei einer daraufhin durchgeführten Durchsuchung der Räumlichkeiten konnte die geistig verwirrte Person dann unverletzt in einer von innen verschlossenen Toilette gefunden werden. Der dritte Fall ereignete sich drei Tage später im Unterallgäu. Eine 89-jährige, geistig verwirrte Person wurde von einem Krankenhaus aus als vermisst gemeldet. „Unser Personenspürhund, der sogenannte Mantrailer, zeigte anhand des Individualgeruchs der Person an, dass diese in ein Waldstück gegangen sein musste. Daraufhin nahmen die Flächensuchhunde die Witterung auf. Die Mitglieder des Bundesverbands Rettungshunde Lindau fanden die hilflose Person schließlich unverletzt aber leicht unterkühlt“, so Tiebel. Wenige Tage später ging die Serie mit zwei beziehungsweise sogar drei Vermisstensuchen pro Tag weiter. In einem Fall ging es um eine ältere Person in Baden-Württemberg, die seit mehreren Tagen vermisst wird. Leider verlief diese Suchaktion mit sieben Rettungshunden ergebnislos. Im einem weiteren Fall am selben Tag (25.7.) waren an einem Baggersee in der Nähe von Isny Rucksack und persönliche Gegenstände gefunden worden, woraufhin DLRG und Wasserortungshunde, Sonarboote, Hubschrauber und Drohnen die Suche aufnahmen. Auch Mantrailer und Flächenhunde wurden eingesetzt. Letztenendes wurde die Person von der Feuerwehr zu Hause in der Wohnung gefunden. Am Sonntag (26.7.) meldete sich der Piepser sogar noch öfter. In allen Fällen wurden die Vermissten – ein elfjähriges Kind und zwei ältere Personen – noch während der Anfahrt der Rettungshundeteams unversehrt aufgefunden.
„In Schwaben können wir auf 60 Rettungshunde aus verschiedenen Organisationen zurückgreifen. Somit können wir die Polizei und Feuerwehr auch bei größeren, komplexen Vermisstensuchen unterstützen“, erklärt Christoph Tiebel und betont: „Die organisationsübergreifende Zusammenarbeit funktioniert hier ausgesprochen gut. Wettbewerbsdenken wäre ja auch völlig fehl am Platz und würde letztlich den Patienten schaden. Auch an diesen neun Fällen war wieder zu sehen, dass die enge Kooperation der Hundeführer von BRK, ASB, JUH, DLRG, MHD und BRH zum Erfolg führt.“ Das Engagement aller ehrenamtlichen Einsatzkräfte bei so vielen Einsätzen sei herausragend, lobt er.

Info:
Die Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu besteht aktuell aus 14 ehrenamtlichen Teams, darunter geprüfte Personen-, Flächen- und Trümmersuchhunde. Die Hundeführer verfügen über umfassende Kenntnisse in u.a. Erste Hilfe, Orientierung und Einsatztechnik. Die Teams rücken in ganz Schwaben, im benachbartem Baden-Württemberg und auch im Oberland zu Einsätzen aus - im Jahr 2019 waren es 43, 2020 bislang 13 Einsätze.
Nachwuchs sei immer willkommen, betont Prof. Dr. Christoph Tiebel. Hundehalter mit jungen, dynamischen Hunden bis 3 Jahren, die sich für diese spannende und anspruchsvolle Aufgabe interessieren, können über die Mailadresse c.tiebel@brk-oberallgaeu.de direkt mit ihm Kontakt aufnehmen.
Wer die Rettungshundestaffel gern finanziell unterstützen möchte, kann das beispielsweise über die Spendenaktion „Gut für das Allgäu“ tun. www.gut-fuer-das-allgaeu.de/projects/53909

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news-413 Tue, 04 Aug 2020 15:00:00 +0200 Eine Institution hat den Ort verlassen https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/eine-institution-hat-den-ort-verlassen.html Günter Klamert hat vor 33 Jahren in Balderschwang das Ersthelfersystem etabliert Günter Klamert ist das, was man einen Macher nennt. Der sympathische 66-Jährige hat sich immer schon weit über das gängige Maß hinaus für seine Mitmenschen und die Allgemeinheit engagiert. In seinem langjährigen Wohnort Balderschwang etablierte der gebürtige Oberstaufner vor 33 Jahren aus Eigeninitiative heraus (und später unter dem Dach der BRK-Bereitschaften im Oberallgäu) ein Ersthelfersystem, dem zahlreiche Menschen ihr Leben zu verdanken haben. Wie das alles kam, schildert Klamert, der sich nun in den Ruhestand verabschiedet hat, hier.

„Ich kam 1985 zur Sanitätskolonne des BRK Sonthofen“, erzählt Günter Klamert. „Dort absolvierte ich mehrere Ausbildungen bis hin zum Rettungsdiensthelfer und fuhr mit Leidenschaft Rettungsdienst.“ Wohnhaft war der junge Mann im rund 23 Kilometer entfernten Bergdorf Balderschwang. Dort arbeitete er zunächst hauptberuflich beim Zoll, später als Leiter eines kirchlichen Schullandheims. „Balderschwang ist ja, wie man hier sagt, `ziemlich weg vom Schuss´“, gibt er zu. „Wenn es dort damals zu einem medizinischen Notfall kam, musste man schon eine ganze Weile warten, bis der Rettungsdienst aus Sonthofen, Oberstdorf oder dem fast 30 km entfernten Oberstaufen da sein konnte“; erinnert er sich. „Die Rettungsdienstfahrzeuge waren damals sehr untermotorisiert und taten sich auf dem alten, steilen, 14 Kilometer langen Bergpass, der stellenweise 16 Prozent Steigung aufwies, schwer. Da schnaufte man mit Tempo 30 den Berg hinauf. Im Winter war es noch schlimmer. 35 Minuten Anfahrtszeit waren üblich und der Rettungshubschrauber war damals noch nicht so etabliert“, erklärt er kopfschüttelnd. Im Vergleich dazu sei die heutige Riedbergpassstraße eine regelrechte Autobahn.

Aufgrund dieser Umstände habe er sich damals überlegt, „dass man doch etwas machen müsse“, um das sogenannte therapiefreie Intervall bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken. „Man darf nicht erwarten, dass immer die anderen was tun. Durch meine Ausbildung und meine Erfahrung im Rettungsdienst war ich in der Lage dazu - also habe ich es halt gemacht“, meint er lakonisch.

So kam es, dass sich der damals 33-Jährige im Jahr 1987 daran machte, zunächst auf Eigeninitiative einen Ersthelferdienst für Balderschwang ins Leben zu rufen. „In der ersten Zeit war ich da oben allein auf weiter Flur“, schildert er die Anfänge. „Da fuhr ich mit meinem eigenen Auto mit Minimalausrüstung zu den Leuten, quasi mit einem besseren Verbandskasten. Später schafften die Gemeinde und die Ortsvereine für mich einen Notfallkoffer ohne Medikamente, aber mit Sauerstoff und Defibrillator für Basismaßnahmen an. Ein paar Leute an der Leitstelle haben mich bei Notfällen hier im Ort oder in der nächsten Umgebung immer mitalarmiert. Zudem habe ich im Dorf publik gemacht, dass man mir im medizinischen Notfall zusätzlich Bescheid geben kann. Heute wäre so etwas überhaupt nicht mehr möglich“, gibt er schmunzelnd zu.

Das Prinzip des inzwischen fest etablierten `Helfer vor Ort´- oder First Responder-Dienstes, bei dem im Fall von zu erwartenden längeren Anfahrtszeiten des Rettungsdienstes speziell ausgebildete ehrenamtliche Retter aus der näheren Umgebung schon an den Einsatzort vorausfahren, habe es seines Wissens damals noch nirgends in Süddeutschland gegeben. Glücklicher Weise fiel diese Idee beim Roten Kreuz auf fruchtbaren Boden, sodass der Dienst ab 1990/91 unter dessen Dach lief.

Nach einiger Zeit hätten sich dann einige Kollegen aus der Freiwilligen Feuerwehr Balderschwang gefunden, die beim Notfalldienst mitmachen wollten und sich bei Klamert – er ist zugleich Erste-Hilfe-Ausbilder - und beim BRK in Sonthofen entsprechend ausbilden ließen. Im Lauf der Zeit wurden es immer mehr. Heute sind elf Balderschwangerinnen und Balderschwanger ehrenamtlich als Helfer in dem 250-Seelen-Ort im Einsatz. Größtenteils würden die Einsätze Urlaubern und Gästen gelten. Viele Reanimationen habe es gegeben, Kindernotfälle wie Erstickungen, Auto- und Motorradunfälle und dergleichen. Einmal habe ein Mitbürger die Beine in die Schneefräse bekommen, erinnert er sich an einen schlimmen Fall.

Im Jahr 2009 gab Günter Klamert seine Mitwirkung im Rettungsdienst Sonthofen aus persönlichen Gründen auf. Dem HvO blieb er bis vor kurzem treu. Im Juni 2020 ging der zweifache Familienvater nun in Rente und zog gemeinsam mit seiner Ehefrau nach 45 Jahren in `seinem´ liebgewonnen Bergdorf nach Lauben, nördlich von Kempten. Sämtliche Balderschwanger Ortsvereine und die Pfarrgemeinde - Klamert war in allen aktiv, zumeist sogar in der Vorstandschaft – sowie die Gemeindeverwaltung organisierten ihm eine überaus herzliche und ehrenvolle Verabschiedung mit Festgottesdienst, einem Zug ins Gemeindehaus mit Fahnenabordnungen, einem Beifall-Spalier und einem (den Corona-Einschränkungen gemäßen) festlichen Empfang mit würdigenden und von Dankbarkeit und freundschaftlichen Gefühlen geprägten Ansprachen. Bürgermeister Konrad Kienle betonte in seiner Laudatio, wie wichtig es sei, „dass es Menschen gibt, die mehr tun als man muss“ und bedauerte, „dass mit Günter Klamert, dessen Krönung seines Wirkens die Etablierung des nicht mehr wegzudenkenden HvO war, leider eine Institution Balderschwang verlässt“.

Matthias Straub, der Kreisbereitschaftsleiter des BRK Oberallgäu, der mit weiteren BRK-Kollegen eigens zu der Verabschiedung gekommen war, findet: „Das Besondere beim HvO Balderschwang ist, dass sich hier die Einsatzkräfte aus den BRK-Bereitschaften, der BRK-Bergwacht und der Feuerwehr Balderschwang gemeinsam für die Notfallhilfe für Einheimische und Gäste einsetzen. Dass dies über so viele Jahre gelungen ist, ist zu einem großen Teil Günter zu verdanken.“

Der derart Belobigte selbst erinnert sich mit einer gewissen Rührung an den Abschied. Der Tag sei überwältigend gewesen, sagt er. Dennoch sei die Entscheidung angesichts des steigenden Alters und einiger gesundheitlicher Probleme richtig. „Ich war immer gern für die Leute da. Aber irgendwann muss man so etwas in andere Hände geben.“ Bei seiner Nachfolgerin Anna-Maria Vögel sei der HvO-Dienst jedenfalls in besten Händen. Glücklich sei er darüber, dass seine Saat aufgegangen ist und vielerorts Nachahmung gefunden habe.

Info:
Das BRK Oberallgäu unterhält HvO-Dienst an folgenden Standorten:

  • HvO Balderschwang
  • HvO Missen-Wilhams
  • HvO Muthmannshofen
  • HvO Steibis
  • HvO Wertach
  • HvO Weitnau
  • HvO Kleinwalsertal (A)

Helfer vor Ort (HvO) kommen immer dann zum Einsatz, wenn die ehrenamtlichen Helfer den Ort eines Notfalls schneller erreichen können als der Rettungsdienst oder aber wenn das nächste Rettungsfahrzeug noch im Einsatz ist. Die Ehrenamtlichen übernehmen die Versorgung des Patienten, bis der Rettungsdienst eintrifft. Sie führen lebenserhaltende Sofortmaßnahmen wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung durch und betreuen die Patienten.

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news-412 Mon, 03 Aug 2020 08:00:00 +0200 Aussortiert, um neu geliebt zu werden https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/aussortiert-um-neu-geliebt-zu-werden.html Ein Blick hinter die Kulissen der Rotkreuz-Kleiderläden In den Rotkreuz-Kleiderläden in Kempten und Immenstadt wird gut erhaltene Kleidung und Schuhe für Frauen, Männer und Kinder jeden Alters, aber auch Heimtextilien, Spielzeug, Geschirr, zeitgemäße Bücher sowie CDs zum kleinen Preis verkauft. Was viele nicht wissen: Hier darf wirklich jeder einkaufen. Susanne Kultus leitet die beiden Kleiderläden mit sehr viel Herzblut und aus tiefer Überzeugung. Sie betont: „Unsere `Mode von Mensch zu Mensch´ schont nicht nur Umwelt und Ressourcen, sondern stärkt den sozialen Zusammenhalt in der Region.“ Mit den Erlösen aus dem Verkauf werden lokale soziale Projekte und Dienstleistungen des BRK finanziert. Wir durften einen Blick hinter die Kulissen der Kleiderläden werfen und den Weg der Second-Hand-Stücke vom heimischen Kleiderschrank bis zu den neuen Besitzern verfolgen.

„Ich selber kaufe gar keine Neuware mehr, denn ich bin eine große Befürworterin der Nachhaltigkeit von Secondhandkleidung“, sagt Susanne Kultus - schick und modisch gekleidet - lächelnd. „Wir setzen in unseren Läden auf bunte Vielfalt für die ganz eigene Persönlichkeit. Bei uns kann jeder ganz individuell Passendes fernab des Mode-Mainstreams finden. Hier werden ehemalige Lieblingsstücke des einen schnell zu Glücksfällen für den Nachbesitzer. Das finde ich großartig.“ Langsam aber sicher spreche sich herum, dass man hier tolle Sachen zum Schnäppchenpreis bekomme und vor allem, dass das Angebot für alle Menschen gelte, freut sie sich. „Mittlerweile hat eine ganz breite Bevölkerungsschicht vom Teenie bis zum Oldie das besondere Angebot entdeckt“, schmunzelt sie. Viele Kunden würden regelmäßig vorbeischauen, um in dem täglich bis wöchentlich ergänzten Sortiment zu stöbern und neue Schätze zu entdecken. „Damen- und Kinderbekleidung geht am besten, aber auch die Herren kaufen gerne bei uns ein. Viele Großeltern finden hier schöne Spielsachen und Kinderbücher für ihre Enkel“, erzählt Susanne Kultus. „Was mich freut, ist, das auch vermehrt Studenten und andere jüngere Menschen unsere Läden mehr und mehr für sich entdecken.“
Das vielfältige Sortiment, das fast für jeden Geschmack etwas bietet, kommt auf unterschiedlichen Wegen in die Läden. „Menschen, die Kleidung bei uns spenden wollen, können diese entweder in unsere im Umland aufgestellten Kleidercontainer oder direkt im Kleiderladen in Kempten abgeben“, erklärt die Leiterin. „In der angeschlossenen Zentralsortierung werden alle Kleidungsstücke Schuhe, Taschen, Gürtel und Heimtextilien von ehrenamtlichen Mitarbeitenden auf ihre Brauchbarkeit hin überprüft.“ Beschädigte, schmutzige und nicht mehr tragbare Kleidung gibt das Rote Kreuz an eine Textil-Recycling-Gesellschaft zur weiteren Verwertung. Gegensaisonales wird in Kartons verpackt und in einem Lager deponiert, ebenso wie überschüssige Ware. Die gute, noch brauchbare Ware, kommt - saisonal passend - zum größten Teil direkt in die Läden. Da das Geschäft in Kempten direkt an die Zentralsortierung angeschlossen ist, wird es täglich mit neuer Ware bestückt. Im Immenstädter Laden trifft jeden Montag eine Lieferung neuer gebrauchter Ware ein, die dann in den ansprechend gestalteten und dekorierten Verkaufsräumen angeboten wird.

„Was die Preisgestaltung angeht, so ist es mir wichtig, die Balance zu finden zwischen nicht zu niedrig, weil es sonst leicht als ramschig angesehen wird und nicht zu hoch, weil es sonst überteuert wäre“, weiß Susanne Kultus. „Indem wir sämtliche Waren preisgünstig anbieten, tragen wir dazu bei, Menschen mit einem kleinen finanziellen Budget zu unterstützen. Bei Bedarf ist es zusätzlich möglich, nach Vorlage des aktuellen Einkommensbescheids eine Sozialrabattkarte zu erhalten, die noch einmal 50 Prozent Ermäßigung bietet.“

Aktuell arbeiten in Kempten 27 Damen sowie in Immenstadt elf Damen und ein Herr im Alter zwischen 40 und 79 Jahren ehrenamtlich in den Kleiderläden mit, die meisten von ihnen einmal pro Woche. „Pro Tag gibt es zwei Schichten und die Teams sind in sich immer konstant, so entsteht ein gesundes Teamgefüge. Ein paar Damen sind schon über 20 Jahre dabei.“ Alle Mitarbeitenden empfänden die Tätigkeit als eine schöne Abwechslung. „Die sozialen Kontakte und das gesellige Miteinander werden sehr geschätzt und das Wissen, zu etwas Gutem und Nützlichem beizutragen, bereitet den Helferinnen und dem Helfer viel Freude.“ Spezielle Qualifikationen brauchen die Ehrenamtlichen übrigens nicht. „Wichtig sind Freude am Umgang mit Menschen und Mode.“

Susanne Kultus ist es ein großes Anliegen, dass „ihre“ Läden neben der treuen Stammkundschaft auch viele neue Kunden anlocken. „Ich freue mich immer wieder über jedes neue Gesicht und ermuntere jeden immer wieder gerne, immer mal wieder bei uns hereinzuschauen“, sagt sie. „Denn Second Hand ist nachhaltig, enthält in der Regel keine Schadstoffe mehr und ist einfach in!“

Wer Interesse hat, ehrenamtlich in den Kleiderläden mitzuarbeiten, kann unverbindlich mit Susanne Kultus Kontakt aufnehmen unter Tel.: 0831 52292-0 oder per Mail unter kultus(at)kvoa.brk.de

 

Öffnungszeiten
Kleidermarkt Kempten (Haubenschloßstr. 12, Tel.: 0831 - 52292 45)
Di-Fr  9 - 17 Uhr
Montag geschlossen

Kleiderladen Immenstadt
(Hirschstraße 6, Tel.: 08323 - 989 761)
Di-Fr 10 - 17 Uhr
Sa 10 - 13 Uhr
Montag geschlossen
Hier nur Annahme von Kleiderspenden in Kleinstmengen (KEINE Haushaltsauflösungen).

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news-411 Wed, 29 Jul 2020 14:00:00 +0200 Doppel-Blutspendetermine des BRK in Kempten https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/doppel-blutspendetermine-des-brk-in-kempten.html Zwei Termine pro Monat sollen längere Wartezeiten verhindern Der Blutspendedienst des BRK bietet ab August pro Monat jeweils zwei Blutspendetermine in Kempten an. So sollen lange Wartezeiten für die Spender, wie es sie zuletzt corona-bedingt mitunter gegeben hatte, künftig vermieden werden. Ort ist das BRK-Haus, Haubenschloßstraße 12, jeweils von 15 bis 20 Uhr.

Die Termine:
Mo, 3.8 und Di, 4.8.
Mi, 2.9 und Mo, 7.9
Do, 1.10. und Mo, 5.10.
Mo, 2.11 und Di, 3.11.
Alle aktuellen Blutspendetermine sind unter www.blutspendedienst.com zu finden.

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news-410 Tue, 21 Jul 2020 10:00:00 +0200 Die Hundstage kommen! Hitzschlag und Sonnenstich erkennen und behandeln. https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/die-hundstage-kommen-hitzschlag-und-sonnenstich-erkennen-und-behandeln.html BRK gibt Tipps gegen gefährliche Überhitzung Jetzt kommen sie wieder, die Hundstage. Umgangssprachlich werden so die heißen Sommertage zwischen dem 23. Juli und dem 23. August bezeichnet. Bei Temperaturen um die 30 Grad und mehr ist die Gefahr von Sonnenstich und Hitzschlag besonders hoch. „Hitzschlag und Sonnenstich sind zwei verschiedene Dinge“, stellt Frank Schönmetzler vom BRK Oberallgäu klar. „Ein Hitzschlag ist ein akuter gesundheitlicher Notfall, der tödlich enden kann.“ Der Experte gibt Tipps, wie man beides vermeidet und was zu tun ist, wenn es einen doch erwischt hat.

Weit verbreitet: Hitzeerschöpfung „Bei Menschen, die sich zu lange ohne ausreichend zu trinken in der Sonne oder in großer Hitze aufgehalten haben, kommt es häufig zu einer so genannten Hitzeerschöpfung. Sie entsteht durch Flüssigkeitsmangel und den Salzverlust des Körpers beim Schwitzen und kann mit erhöhter Körpertemperatur, Schwindel, Kopfschmerzen, Benommenheit, Übelkeit, Muskelkrämpfen oder Magen-Darmbeschwerden einhergehen“, erklärt Frank Schönmetzler, der beim BRK Oberallgäu den Bereich Breitenausbildung leitet. „Hier hilft es, sofort ins Kühle zu gehen, zu Trinken - am besten Mineralwasser oder Saftschorle – und sich abzukühlen, zum Beispiel durch eine lauwarme Dusche. Danach sollte man sich ausruhen.“Ganz ähnlich wie bei der Hitzeerschöpfung sehen auch die Symptome zweier ernstzunehmender gesundheitlicher Notfälle aus: Dem Sonnenstich und dem Hitzschlag. Sonnenstich erkennen und behandelnBei einem Sonnenstich kommt es aufgrund der intensiven Sonneneinstrahlung zu einer Überhitzung. Diese führt zu einer Reizung der Hirnhäute, in manchen Fällen sogar zu einer Schwellung des Hirngewebes. Die Betroffenen haben einen roten, heißen Kopf und klagen über starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Ohrgeräusche sowie manchmal über Nackensteifigkeit. Die Körpertemperatur ist jedoch meist nicht erhöht. „In diesem Fall sollte man sich sofort in einer kühlen Umgebung hinlegen und Kopf und Nacken mit feuchten, kühlen Tüchern abkühlen. Sofern keine Bewusstseinsstörungen vorliegen, können Wasser oder Saftschorle gegeben werden“, rät Frank Schönmetzler. „Bei starkem Erbrechen oder Bewusstseinsstörungen sowie bei Kindern und älteren Menschen sollte ein Arzt oder der Rettungsdienst unter 112 verständigt werden. Bis zu dessen Eintreffen Erste-Hilfe leisten.“ (Maßnahmen siehe unten).Bei Hitzschlag droht LebensgefahrLebensbedrohlich kann es bei einem Hitzschlag werden. Dieser wird durch körperliche Überanstrengung in einer heißen Umgebung ausgelöst. Es kommt zu einem gefährlichen Wärmestau im Körper. „Wenn die Körpertemperatur innerhalb von 10 bis 15 Minuten stark ansteigt – manchmal auf bis zu 41 Grad -, kann dies auf einen Hitzschlag hindeuten. Weitere Beschwerden sind trockene, heiße Haut, beschleunigter Pulsschlag, Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit, Krämpfe, Erbrechen, Verwirrtheit bis hin zu Halluzinationen und Bewusstlosigkeit“, erklärt der Experte. Er rät dringend: „Da es für den Laien nicht einfach ist, Hitzeerschöpfung, Sonnenstich und Hitzschlag zu unterscheiden, sollte im Zweifel sofort der Notarzt unter 112 alarmiert werden. Bis zu dessen Eintreffen können kühle, feuchte Umschläge und Flüssigkeitszufuhr helfen.“

So kann man gesundheitlichen Schäden durch Sonne und Hitze vorbeugen:

  • Täglich 1-2 Liter mehr als sonst trinken, am besten natriumhaltiges Mineralwasser. Achtung: Patienten mit Herzschwäche müssen die Trinkmenge mit Ihrem behandelnden Arzt absprechen
  • Nicht in der prallen Sonne aufhalten, stets Kopfbedeckung tragen (auch auf Nackenschutz achten)
  • Körperliche Anstrengung unter Sonneneinstrahlung vermeiden
  • Kinder nicht in der prallen Sonne spielen lassen
  • Auf keinen Fall Kinder oder Haustiere unbeaufsichtigt im Fahrzeug lassen – auch nicht kurz! Die anstauende Hitze kann innerhalb kurzer Zeit zu Lebensgefahr, im schlimmsten Fall zum Tode führen
  • Bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme: mit dem behandelnden Arzt klären, ob bei großer Hitze Besonderheiten vorliegen
  • Im Zweifels- und Notfall immer den Notruf 112 rufen („lieber einmal zu oft als einmal zu spät“)


So können Sie bei einem hitzebedingten Notfall Hilfe leisten:

  • Betroffenen sofort in den Schatten bringen, Beine hoch lagern. Wenn ein schattiger Platz nicht auffindbar ist, kann auch eine Rettungsdecke als Schutz vor den Sonnenstrahlen dienen
  • Körper mit feuchten Tüchern kühlen, besonders Kopf und Nacken. Kein Eis direkt auf den Körper geben!
  • Wenn der Betroffene bei vollem Bewusstsein ist: Wasser oder Fruchtsaftschorle/Früchtetees anbieten
  • Wenn der Betroffene das Bewusstsein verloren hat: stabile Seitenlage
  • Umgehend Notruf (112) absetzen
  • Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes Bewusstsein und Atmung kontrollieren => Notfalls Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen


Frank Schönmetzler: „Es ist absolut sinnvoll, die eigenen Erste Hilfe Kenntnisse in einem Kurs aufzufrischen.“
Weitere Informationen zum Thema Erste Hilfe sowie Kurstermine in Kempten und dem Oberallgäu finden Sie unter: www.kvoberallgaeu.brk.de/Kurse/Erste-Hilfe

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news-409 Mon, 20 Jul 2020 10:00:00 +0200 Von der Kunst, Kinder und 12-Stunden-Arbeitsschichten unter einen Hut zu bringen https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/von-der-kunst-kinder-und-12-stunden-arbeitsschichten-unter-einen-hut-zu-bringen.html Notfallsanitäterin Christina Holl über ihre ganz persönliche Strategie zur Vereinbarkeit von Schichtarbeit und Familie Wer Kinder hat und Vollzeit berufstätig ist, weiß, wie schwierig es mitunter ist, eine durchgängige Betreuung für den Nachwuchs zu organisieren. Noch problematischer wird es, wenn man/frau Schicht arbeiten muss. Christina Holl kann davon ein Lied singen. Als hauptberufliche Notfallsanitäterin und Wachleiterin der BRK Rettungswache Altusried leistet sie 12-Stunden-Dienste von 6 bis 18 Uhr und umgekehrt. Wie sie Familie und Beruf normalerweise - und während der Corona-Ausnahmezeit - wuppt, berichtet sie hier.

Christina Holl ist zweifache Mutter und eine der vielen, vielen Frauen im Allgäu, die sich Tag für Tag dem Spagat zwischen Arbeit und Kindern stellen. In ihrem Beruf als Notfallsanitäterin und Wachleiterin wechseln sich Tagschichten von 6 bis 18 Uhr mit Nachtschichten von 18 bis 6 Uhr früh ab. Administrative Aufgaben erledigt sie zu flexiblen Bürozeiten, dafür fallen dann ein paar Schichtdienste weg. „Schichtarbeit hat Vor- und Nachteile,“ findet die 42-Jährige. Wenn sie um 6 Uhr Dienstbeginn habe, müsse morgens bis Schulbeginn ihr Mann alles zuhause erledigen, „auch wenn das nicht immer ganz einfach mit seiner eigenen Arbeitszeit zu vereinbaren ist.“ Mittagessen bekommen die Kinder in der Schule. Dort ist auch eine Nachmittagsbetreuung möglich - doch leider endet diese, wenn Mamas Schicht noch lange nicht zu Ende ist. Für Christina Holl heißt das: „Jeder Tag, an dem ich Dienst habe, muss neu geplant und organisiert werden. Ohne familiären Zusammenhalt und Hilfe von außen für die Zeiten ohne schulische Betreuung wäre es, vor allem als die Kinder noch kleiner waren, nicht gegangen“, räumt sie ein. „Inzwischen sind die Beiden neun bzw. 16 Jahre alt, da geht vieles leichter.“ Dennoch seien früher wie heute Großeltern, die in der Nähe und zur Stelle sind, wenn man sie braucht, Gold wert. Auch ein Netzwerk aus mehreren Familien habe schon oft hilfreiche Unterstützung gebracht. „Manchmal hat eine Freundin die Kinder abgeholt und sie mit zu sich nach Hause genommen, bis mein Man oder ich Feierabend hatten.“ Das sei ein Geben und Nehmen. „Ein Vorteil an der Schichtarbeit ist, dass ich dafür mehrere Tage im Monat komplett frei habe“, so Christina Holl. „Da kann ich mich dann bei den anderen Familien revanchieren. Zudem müssen die Kinder somit nicht jeden Nachmittag in die Betreuung.“

Corona ließ das Netzwerk zusammenbrechen
Wie in vielen Familien brach auch bei ihrer während des Corona-Lockdowns das bewährte Netzwerk zusammen. „Da der Rettungsdienst systemrelevant ist, hatten wir zwar Anspruch auf Notbetreuung, bloß hat uns das angesichts meiner Schichtzeiten nicht viel genützt. Die Überbrückung zwischen Nachmittagsbetreuung und Feierabend durch Freunde und Großeltern fiel komplett weg. Wäre diese Pandemie ein paar Jahre früher ausgebrochen, als meine Kinder noch kleiner waren, hätten wir nicht mehr weitergewusst“, gibt sie zu. Nur weil ihre Beiden inzwischen ein Stückchen selbständiger seien, sei es möglich gewesen, den Alltag in der Krise, mit Arbeit, Home-Schooling und Betreuung zu meistern.
„Schichtarbeit, egal ob beim Mann oder bei der Frau, erfordert neben Organisationstalent auch eine hohe Flexibilität“, resümiert Christina Holl. „Diese Flexibilität muss die ganze Familie mit-tragen und auch er-tragen.“ Manchmal sei es schon traurig, wenn sie am Wochenende arbeiten müsse. „Aber das gehört halt auch dazu. Wichtig ist es dann, alternativ ab und zu einen Werktag-Nachmittag mit den Kindern schön zu gestalten. Immerhin hat man dann leere Skipisten oder Wanderwege und kann Einkäufe und Erledigungen in Ruhe tätigen. Und während die Kinder in Schule oder Kindergarten betreut sind, kann man auch einfach mal allein, mit dem Partner oder mit Freunden Kraft tanken. Dann geht´s auch wieder mit neuem Schwung weiter.“

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news-408 Thu, 16 Jul 2020 16:00:00 +0200 „Für viele Flüchtlingskinder ist HomeSchooling unmöglich“ https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/fuer-viele-fluechtlingskinder-ist-homeschooling-unmoeglich.html BRK Projekt bietet Unterstützung Im Rahmen des Projektes „Starkes Netzwerk - Elternbegleitung Kempten“ unterstützt das BRK im Kreisverband Oberallgäu seit drei Jahren Flüchtlingsfamilien bei der Integration. Aufgrund der Corona-bedingten Schulschließungen hat das Thema Digitalisierung und HomeSchooling dabei zuletzt besondere Wichtigkeit erlangt. „Für viele Flüchtlingskinder ist HomeSchooling unmöglich. Darum haben wir jetzt ein Programm gestartet, mit dem wir vermeiden helfen, dass besonders benachteiligte Kinder den schulischen Anschluss verlieren“, erklärt Projektleiterin Ursula Cassier.

„Während der Schulschließungen konnten viele Kinder aus Flüchtlingsfamilien an den Alternativprogrammen zum regulären Schulunterricht, also am Home-Schooling oder selbstständigen eLearning, überhaupt nicht teilnehmen“, weiß Ursula Cassier. „Dies liegt zum einen daran, dass die Familien über keinen PC oder Tablet und teilweise auch über keinen Internetzugang verfügen, zum anderen ist es den meisten Eltern aufgrund von Sprachbarrieren nicht möglich, ihre schulpflichtigen Kinder bei den Hausaufgaben oder der Aufarbeitung des Lernstoffes zu unterstützen.“

Das Projekt „Starkes Netzwerk - Elternbegleitung Kempten“, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird, bietet geflüchteten Familien vielfältige Hilfestellungen und setzt nun auch im Bereich der digitalen Bildung sehr zielgenau und praxistauglich an. „In Kooperation mit der Kemptner Grundschule an der Sutt haben wir dort den Bedarf im Vorfeld genau ermittelt. Dabei haben sich diese sechs Familien mit sieben Kindern herauskristallisiert die besonders dringend Unterstützung in diesem Bereich benötigen“, so Ursula Cassier. Sie wurden zunächst von einem projektbeteiligten IT-Fachmann in den Grundlagen des digitalen Arbeitens geschult. Mittlerweile erhielten die Kinder – allesamt Grundschüler der 1. und 2. Jahrgangsstufe – je ein Leih-Tablet sowie in zwei Fällen einen Datenstick für Zuhause. Daran werden sie in einem Teil der Sommerferien zusammen mit ElternmentorInnen, den versäumten Lernstoff via HomeSchooling nachholen. „Die MentorInnen sind eigens geschulte, ehrenamtlich an dem Projekt mitarbeitende StudentInnen und GymnasiastInnen höherer Klassen“, erläutert Ursula Cassier. „Sie stehen den Kindern - und auch den Eltern - bei auftretenden Schwierigkeiten vertrauensvoll zur Seite.“

Das Projekt „Starkes Netzwerk - Elternbegleitung Kempten“ wird seit Mai 2017 im BRK-Kreisverband Oberallgäu durchgeführt und läuft noch bis Ende 2020. Im Rahmen dieses Programmes tragen zwei qualifizierte Elternbegleiterinnen und acht bis zehn ElternmentorInnen verschiedener Altersklassen zu einer gelingenden Integration geflüchteter Familien bei. An der Suttschule findet alle 14 Tage ein so genanntes Elterncafé statt, in dem den Geflüchteten soziale und kulturelle Inhalte sowie digitale Kompetenzen vermittelt und Beratung sowie Hilfe im Alltag zuteilwerden. Sport- und Bewegungsprogramme, wie etwa ein Skikurs, ergänzen das Spektrum. Sprachmittler, die Arabisch und Farsi sprechen, erleichtern die Kommunikation. „Die Familien wissen die Unterstützung und die damit einhergehende Wertschätzung und Zuwendung sehr zu würdigen“; sagt Ursula Cassier. „Ich persönlich fände es schön, wenn das Projekt auch nach dem Ende der Förderung durch das Bundesministerium im Dezember 2020 auf die eine oder andere Weise im kommenden Jahr fortgeführt werden könnte.“

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news-407 Tue, 14 Jul 2020 15:00:00 +0200 Trümmersuchhunde in der Schlossbergklinik https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/truemmersuchhunde-in-der-schlossbergklinik.html Rettungshundestaffel des BRK nutzt ungewöhnliche Trainingsmöglichkeit An der Schlossbergklinik in Oberstaufen haben die Abrissarbeiten begonnen. Dabei sind zu manchen Zeiten Hunde zu beobachten, die das Gebäude durchstreifen. Sie gehören der Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu an. Diese hat die Erlaubnis erhalten, während der Dauer des Abrisses mit ihren Trümmersuchhunden, Flächensuchhunden und einem Personensuchhund für den Ernstfall zu trainieren. Staffelleiter Prof. Dr. Christoph Tiebel erklärt, was genau die Hundeführer mit ihren Tieren dabei einüben.

„Unsere Rettungshundestaffel umfasst aktuell neun Flächensuchhunde, zwei Trümmersuchhunde sowie einen Personenspürhund, auch genannt Mantrailer. Sie müssen in der Lage sein, unwegsames Gelände oder mitunter auch mal eine Scheune abzusuchen. Speziell die Trümmerhunde müssen auch schwierige Gegebenheiten im Gebäude meistern: Bei Dunkelheit ein unwegsames Trümmergelände durchsuchen“, erklärt Prof. Dr. Tiebel. Er ist zugleich BRK Landefachdienstleiter Rettungshundearbeit und im Hauptberuf Dekan des Studiengangs Sozialmanagement an der Reinhold-Würth-Hochschule im württembergischen Künzelsau. „Für uns es ein Glücksfall, dass die Firma Geiger uns gestattet hat, den Rückbau der Klinik in den nächsten Monaten für unsere Trainings zu nutzen.“

Alle 14 Tage üben die Teams aus Hundeführer und Suchhund abends in der zum jetzigen Zeitpunkt fast noch intakten Klinik. „Die Trümmersuchhunde trainieren in den schwierigen und komplexen Gebäudeteilen wie zum Beispiel dem dunklen Keller, während die Flächenhunde in den Stockwerken üben. Aufgabe des Mantrailers ist es, eine bestimmte Person aufgrund ihres Individualgeruchs im Klinikgebäude zu finden. Je nach Ausbildungsstand der Hunde verstecken wir beispielsweise Personen in irgendeinem Zimmer in einem Schrank oder auch auf einem Hochregal in einem Lager. Die Türen werden dann mehr oder weniger fest verschlossen. Bei fortgeschrittenem Ausbildungsstand des Hundes darf der Hundeführer das mehrstöckige Gebäude nicht einmal betreten - so kann man sehen, wie das Tier alleine mit seiner Aufgabe zurechtkommt“, schildert Christoph Tiebel das Vorgehen.

Wenn der Abriss weiter fortgeschritten sei, stünden Übungseinheiten in teilzerstörten Gebäudeteilen an. „Dann müssen die Hunde sich sicher in verwinkelten Kriechgängen, über Geröll und Schutt und mitunter sogar über Leitern bewegen können. Je weiter der Abbruch fortschreitet, desto komplexer werden die Übungen, bis zuletzt in Trümmerfeldern gearbeitet wird.“ All dies sei gleichzeitig auch eine Übung für die Hundeführer, die Gefahren eines Trümmereinsatzes zu erkennen.

Die Gelegenheit in einem solchem Gebäude zu üben, gebe es selten, sagt Christoph Tiebel. Normalerweise behelfe sich die Staffel bei den regelmäßigen, anspruchsvollen Trainingseinheiten mit Steinbrüchen, privaten Wäldern und Bauhöfen im ganzen Oberallgäu oder auch dem Trümmergelände der ABC-Schule der Bundeswehr in Sonthofen. „In Trainingswochen fahren wir auch zu spezifischen Trümmergeländen wie etwa in Paris oder nach Wiener Neustadt – dort steht ein riesiges Trümmerfeld des österreichischen Bundesheers mit unterschiedlichen Szenarien zur Verfügung.“ Gar nicht genug hervorheben kann der Staffelleiter das unglaubliche Engagement seiner Staffelmitglieder, die im Notfall in erster Linie zu Vermisstensuchen im unwegsamen, nicht alpinen Gelände von der Polizei hinzugezogen werden. Dafür müssen Mensch und Tier bestens ausgebildet sein. „Die Teams kommen mindestens zweimal wöchentlich zum Training, absolvieren zusätzlich noch Sanitätsdienste und wirken außerdem bei der Mittelbeschaffung mit.“ Alle zwei Jahre stehe eine sehr anspruchsvolle Prüfung an. Nicht zu unterschützen sei auch der finanzielle Aspekt dieses Hobbies. „Alle Einsatzkräfte finanzieren ihre Hunde und deren Haltung privat. Gerade in der Trümmerarbeit ist das Verletzungsrisiko der Hunde sehr groß und die Tiere sind nur bei Einsätzen versichert. Wenn beim Training etwas passiert, müssen auch diese Kosten von den Hundeführern getragen werden. Hinzu kommen die Kosten für die Anschaffung der persönlichen Schutzausrüstung, die pro Person mit rund 500 Euro zu Buche schlägt, und die die Ehrenamtlichen zu einem Großteil selbst tragen. Das alles macht sehr deutlich, wie sehr sich die Teams mit ihrem Tun – mit dem sie unter Umständen Leben retten - identifizieren“, so Christoph Tiebel. Im Jahr 2019 wurde die Rettungshundestaffel des BRK zu 43 Einsätzen hinzugezogen. In diesem Jahr waren es bislang 10 Einsätze, darunter auch einer nach der Explosion einer leerstehenden Halle in der Nähe des Günzburger Bahnhofs.

Nachwuchs sei immer willkommen, betont Tiebel. Hundehalter mit jungen, dynamischen Hunden bis 3 Jahren, die sich für diese spannende, herausfordernde Aufgabe interessieren, können über die Mailadresse c.tiebel@brk-oberallgaeu.de direkt mit ihm Kontakt aufnehmen.

Wer die Rettungshundestaffel gern finanziell unterstützen möchte, kann das beispielsweise über die Spendenaktion „Gut für das Allgäu“ tun. www.gut-fuer-das-allgaeu.de/projects/53909

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news-406 Tue, 14 Jul 2020 09:00:00 +0200 DRK-Wasserwacht befürchtet mehr Badeunfälle – Appell an Eltern https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-wasserwacht-befuerchtet-mehr-badeunfaelle-appell-an-eltern.html Folge der Corona-Pandemie Die Nachrichten über Badeunglücke mit Todesfolge mehren sich. Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) befürchtet dieses Jahr eine Zunahme an Ertrinkungsfällen. Grund sind das schöne Wetter und die Lockerungen der Kontaktbeschränkungen, aber auch die Ferien, die viele dieses Jahr an Ost- und Nordsee sowie anderen deutschen Gewässern verbringen. „Aufgrund der strengen Zugangsregeln in Freibädern weichen viele Menschen auf unbewachte Seen und Flüsse aus. Durch die Corona-Pandemie fand außerdem lange Zeit kein Schwimmunterricht statt, sodass viele Kinder nicht ausreichend geschult sind“, sagt Andreas Paatz, Bundesleiter der DRK-Wasserwacht. Er appelliert daher besonders an die Eltern, auf ihre Kinder zu achten und unbewachte Gewässer zu meiden.

Solange Kinder nicht sicher schwimmen können, sollten sie sich nie unbeaufsichtigt am oder im Wasser aufhalten, auch nicht mit Schwimmflügeln. „Das Seepferdchen reicht ebenfalls nicht aus. Es bescheinigt lediglich, dass jemand sich über Wasser halten kann. Kinder ertrinken oft lautlos. Daher der dringende Appell: Lassen Sie Ihre Kleinen nicht aus den Augen!“, sagt Paatz. Die DRK-Wasserwacht unterstützt die Kampagne „#SchauAuf“ der Dresdner Wasserwacht und der DLRG, die Eltern auffordert, Handy, Zeitschrift oder Buch zur Seite zu legen und auf Hinweise und Gefahren zu achten. Auch aufblasbares Wasserspielzeug wie Luftmatratzen oder Hobby-Schlauchboote bergen ein Risiko – vor allem auf dem offenen Meer und in Flüssen. „Diese Freizeitschwimmhilfen sind trügerisch: Wer vermeintlich sicher drauf liegt, kann aus Unachtsamkeit runterfallen, zudem treiben sie durch Strömungen und Wind schnell ab, können durch Steine oder Holz beschädigt werden und drohen dann unterzugehen“, sagt Paatz.

Badende sollten stets aufmerksam sein, die Baderegeln befolgen, auf Warnhinweise achten und nicht in unbewachten Gewässern schwimmen. Wer im Wasser in Gefahr gerät, etwa durch eine Strömung, sollte vor allem Ruhe bewahren. „Sofort auf den Rücken legen und mit der Strömung treiben lassen. So bleiben die Atemwege frei und der Körper bekommt Auftrieb. Machen Sie durch Rufen und Winken auf sich aufmerksam, vermeiden Sie sonstige Bewegungen. Versuchen Sie niemals, gegen die Strömung anzuschwimmen, sondern in einem größeren Bogen an Land zu gelangen“, sagt Paatz weiter.

Die rund 140.000 Ehrenamtlichen der Wasserwacht sichern 3000 deutsche Badegewässer und retten jährlich rund 250 Menschen vor dem Ertrinken.

Die Pressestelle vermittelt gern Interviews mit Andreas Paatz.

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news-405 Fri, 10 Jul 2020 14:10:00 +0200 Sind die Hygienekonzepte aufgegangen? https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/sind-die-hygienekonzepte-aufgegangen.html BRK zieht Zwischenbilanz Das BRK betreibt in Kempten zwei Tafelläden, die Wärmestube und einen Kleiderladen. Seit einiger Zeit laufen alle diese Dienste wieder weitgehend im Normalbetrieb, allerdings mit corona-bedingten Sonderregelungen und Einschränkungen. Nun ziehen die Verantwortlichen eine erste Zwischenbilanz, ob sich die Hygienekonzepte bewährt haben.

In den Tafelläden gelten seit der Wiedereröffnung die Hygieneauflagen des Einzelhandels. Also: Mund-Nase-Schutz tragen, Hände desinfizieren, Abstand halten. Vor den Läden gelten ebenfalls Abstandregeln und innen ist nur eine bestimmte Anzahl an Kunden erlaubt. „Wir halten alle dazu an, alleine zu kommen. Die Einkaufszeit beträgt pro Person 5 Minuten“, ergänzt Markus Wille, der Koordinator der Kemptner Tafelläden des BRK. „Das Anstehen vor der Türe hat sich mittlerweile eingespielt, allerdings anders, als von uns geplant. Wir haben auf dem Gehweg Klebestreifen mit den möglichen `Standpunkten´ angebracht, aber das klappte gar nicht. Weil viel Platz rund um den Laden ist, holen sich die Kunden nun ihre Nummer - die müssen alle im Losverfahren ziehen, in dieser täglich neuen Reihenfolge werden die Kunden eingelassen - und warten in zulässigen Kleingruppen, bis sie aufgerufen werden.“ Er hat einen weiteren Effekt beobachtet: „Die Kunden sind mehr geworden.“ Waren es früher durchschnittlich 25 bis 30 Personen pro Tag, so seien es heute bis zu 40.

Die Wärmestube des BRK wurde erst Mitte Juni nach einem Umbau wiedereröffnet (während der Schließung hatten die Helfer jeden Tag vor dem Eingang warmes Mittagessen ausgegeben). Auch hier gelten strenge Hygieneregeln. „Die Essensausgabe erfolgt momentan nur mit Anmeldung und in zwei Schichten“, erklärt Amelie Lang, die die Wärmestube und Übernachtungsstelle leitet. „Dazwischen desinfizieren wir den Gastraum und die Sanitärbereiche. Während dieser 30-minütigen Pause werden die Essen in den Einmalbehältnissen ausgegeben. Es gibt neue Regeln, wie etwa, dass die Gäste den Raum einzeln verlassen müssen und einiges mehr. Ansonsten gelten bei uns die Hygienevorschriften wie überall in der Gastronomie.“ Alle MitarbeiterInnen in den Tafelläden und der Wärmestube stünden hinter den gültigen Vorschriften und mittlerweile würden sich auch fast alle Kundinnen und Kunden an die Hygienevorgaben halten, sagen Markus Wille und Amelie Lang einhellig.

Susanne Kultus, die die Kleiderläden des BRK in Kempten und Immenstadt leitet, hält ebenfalls großes Lob für die Kundschaft bereit. „Nach knapp vier Wochen, die der Kleiderladen in Kempten nun wieder geöffnet ist, kann ich mich nur äußerst positiv äußern. Die Kunden freuen sich, dass sie wieder bei uns einkaufen können. Alle halten sich sehr respektvoll an die Vorschriften. Selbst die Zeitbegrenzung auf 20 Minuten zum Einkauf wurde verständnisvoll hingenommen - es gab nicht eine Diskussion.“ Auch das anfängliche logistische Problem durch das extrem hohen Aufkommen der Spenderware, sei mittlerweile gelöst. „Weil es mehr als gut angelaufen ist, haben wir am 1. Juli auch unseren Laden in Immenstadt wieder eröffnet.“

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news-403 Tue, 07 Jul 2020 14:10:00 +0200 Enorme Solidarität und Unterstützung! https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/enorme-solidaritaet-und-unterstuetzung.html BRK bedankt sich bei Spendern „Beim Ausbruch der Corona-Krise und in den Wochen danach wurde dem BRK Oberallgäu von den verschiedensten Seiten und auf ganz unterschiedliche Art und Weise unglaublich viel Unterstützung zuteil“, sagt Alexander Schwägerl, Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu. „Die Solidarität war und ist beeindruckend und wir möchten uns dafür von Herzen bedanken.“

Rettungsdienst: Schutz-Equipment, Online-Schulungen und Mülltonnen
Als zu Beginn der Pandemie die Schutzmasken knapp wurden, zögerten die Schreinerei Hagenauer, der Autolackier- und Karosseriefachbetrieb Kiebler (beide Immenstadt) sowie die Firma Geiger Bau Sonthofen nicht, sondern stellten dem Rettungsdienst in Sonthofen kostenlos Schutzmasken zur Verfügung, während die Adler-Apotheke und die Apotheke Scharpf aus Sonthofen die Retter mit dringend benötigtem Desinfektionsmittel versorgten. 150 kostenlose Visiere für Gesichtsschilde für die Rettungsdienstmitarbeiter erstellten die 48 Tüftler und Macher, die sich im Allgäu an der bundesweiten Aktion „Makersvsvirus“ beteiligten. Das Sanitätshaus Dambeck versorgte den Rettungsdienst in Kempten mit etlichen Desinfektionstüchern zum Selbstkostenpreis sowie kontaktlosen Thermometer zur Ausstattung der Fahrzeuge.
Der Tatsache, dass sehr viel gebrauchte Schutzkleidung und medizinische Einmal-Materialien anfielen, widmete sich die Unterstützung durch den Zweckverband für Abfallwirtschaft: Der ZAK stellte für alle Rettungswachen im Oberallgäu unbürokratisch und kostenlos zusätzliche Mülltonnen zur hygienischen Entsorgung des Materials zur Verfügung.
Hilfe ganz anderer (digitaler) Art bot das Kemptener Unternehmen Wildgeist in Kooperation mit der Digital Event Marke „OnActive“: Sie produzierten professionelle Videoschulungen für Fachpersonal im Rettungsdienst zur Überbrückung der schulungslosen Zeit. Einen Plattfuß am Rettungswagen behob das Team der Firma Reifen Schubert in Sonthofen unkompliziert und in Rekordgeschwindigkeit. Und viel Charme hat auch die Spende der Privat-Brauerei Zötler aus Rettenberg: Sie erfreute die Mitarbeitern des Fahrdienstes mit alkoholfreien Gratisgetränken.

Tafel Kempten: Lebensmittelspenden
Obwohl die Tafelläden in Kempten geschlossen waren, konnten sie sich auf die Unterstützung ihrer Lieferanten verlassen. Aldi, Lidl und Rewe ließen uns auch während des Lockdowns nicht im Stich. Auch die Firma Transgourmet, ein Lieferant für Großverbraucher in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung, lieferte fast 10 Wochen lang täglich Lebensmittel, Süßigkeiten und Getränke zur Bestückung der stattdessen ausgegebenen Lebensmittelpakete für Tafel-Kunden sowie für die Wärmestube. Sehr hilfreich und beeindruckend waren auch die privat organisierten Spendenaktionen: die Kemptner Ortsgruppe der Sant Nirankari Mission, einer in Indien beheimateten spirituellen Gemeinschaft, sammelte 1.450 Euro sowie haltbare Lebensmittel im Wert von weiteren 500 Euro und spendete zudem selbstgenähte Mund-Nase-Behelfsmasken an die Tafel. Michele Terlizzi, Inhaber der „Hairlounge“ in Kempten, brachte durch seine beherzten Aufruf auf Facebook mehr als 1.000 Euro an Spenden zuammen. Von dem Geld kauften er und sein Team mehr als 1.500 lange haltbare Grundnahrungsmittel, frisches Obst und Gemüse für die Lebensmittelpakete der Tafel.

Wärmestube: Schutzwand, Einwegtöpfe, leckeres Mittagessen
Um Mitarbeitende und Gäste der Kemptener Wärmestube zu schützen, stellte die Schreinerei Hartmann aus Dietmannsried eine Plexiglasschutzwand für die Essensausgabe im Freien zur Verfügung und verlangte weder dafür, noch für die Montage  auch nur einen Cent. Die Käserei Edelweiß aus Kempten stellte kostenlos mehr als 600 Kunststofftöpfen mit Deckel à 1,5 l bereit, damit das „Essen to go“ hygienisch und warm verpackt von den Gästen abgeholt werden konnte. Der Cateringservice BlackWhite aus Sulzberg/Eizisried kochte an einem Tag für rund 40 Gäste der Wärmestube, damit sich Mitarbeiter der Wärmestube voll den (mittlerweile abgeschlossenen) Aus- und Umräumarbeiten im Rahmen der Renovierungsarbeiten widmen konnten. Zum Einzugstag folgte dann noch eine Wiederholung dieser tollen Aktion.

Haus der Senioren: Mund-Nasen-Behelfsmasken
Die Bewohner im Haus der Senioren in Oberstdorf durfte sich über die Spende von rund 80 Mund-Nasen-Behelfsmasken von der Firma Leder Eberhard in Oberstdorf freuen. Auch die Mitglieder der BRK Rettungshundestaffel, Familien und Freunde sowie Mitarbeiter des Hauses ließen die Nähmaschinen auf Hochtouren rattern.

Finanzielle Zuschüsse
„Während der Corona-Zeit erwies sich auch die Bereitschaft zur finanziellen Unterstützung unseres Tuns als groß“, so Alexander Schwägerl. „Neben vielen Spenden von Privatpersonen und Fördermitgliedern erhielten wir auch großzügige Zuwendungen seitens der Kartei der Not, Aktion Mensch, WekickCorona, Lions Club Kempten-Cambodunum, Alfons Hörmann Stiftung, Lionsclub Kempten in Kooperation mit Stiftunglife und Kinderbrücke Allgäu. Wir hoffen, dass wir in dieser Aufzählung niemanden vergessen haben – falls doch, bitten wir herzlich um Entschuldigung - und sagen: Danke! Danke! Danke!“

Das BRK Oberallgäu bedankt sich bei allen Spendern:
Schreinerei Hagenauer, Immenstadt
Autolackier- und Karosseriefachbetrieb Kiebler, Immenstadt
Geiger Bau, Sonthofen
Apotheke Scharpf, Sonthofen
Adler-Apotheke, Sonthofen
Makersvsvirus (HUB Allgäu)
Reifen Schubert Sonthofen => hat Plattfuß an RTW repariert
Firma Hermann, Dietmannsried => Schutzwand für Wärmestube
Michele Terlizzi, Hairlounge Kempten => spendet für Tafel
Sant Nirankari Mission Kempten => spendet an Tafel
Kleider- und Geldspenden von Privatleuten
Schreinerei Hartmann, Dietmannsried
Käserei Edelweiß, Kempten
Cateringservice BlackWhite, Sulzberg/Eizisried
Leder Eberhard, Oberstdorf
Privat-Brauerei Zötler, Rettenberg
Kartei der Not
Aktion Mensch
WekickCorona
Lions Club Kempten-Cambodunum
Alfons Hörmann Stiftung
Lionsclub Kempten in Kooperation mit Stiftunglife
Kinderbrücke Allgäu.
sowie Fördermitgliedern und Privatpersonen

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news-404 Tue, 07 Jul 2020 11:10:00 +0200 Ein ganz besonderes Gesamtpaket https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/ein-ganz-besonderes-gesamtpaket.html Die Walser Rettung feiert 25-jähriges Jubiläum Im Kleinwalsertal, der österreichischen Exklave im Oberallgäu, ist manches ein wenig anders. Das gilt auch für den Rettungsdienst. Benedikt Fritz ist Bereitschaftsleiter bei der Walser Rettung, die heuer ihr 25-jähriges Jubiläum feiert. Er schildert, was die politische und geographische Sondersituation des Tales für die haupt- und ehrenamtlichen Mitglieder bedeutet.

Die Walser Rettung hat ihren Standort in Riezlern. Dort befindet sich die Rettungswache mit allen Fahrzeugen und dort tun neun hauptberufliche Mitarbeiter aus dem Walsertal und aus dem benachbarten Allgäu grenzübergreifend im Dualen System mit der Rettungswache Oberstdorf ihren Dienst. Die bestens ausgebildeten Frauen und Männer stehen an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr parat, um bei Notfällen in dem entlegenen Hochtal schnellstmöglich Hilfe zu leisten. Unterstützt werden sie bei ihrer lebensrettenden Aufgabe von vier im Kleinwalsertal angesiedelten Bereitschaftsärzten, die als Notärzte hinzugezogen werden können. Darüber hinaus sind 15 ehrenamtliche Kolleginnen und Kollegen vor allem nachts als Fahrer des Rettungswagens zur Stelle sowie weitere 30 Ehrenamtliche, die sich bei Veranstaltungen als Sanitätsdienst zur medizinischen Absicherung bei kulturellen oder sportlichen Veranstaltungen engagieren.

Kleines Tal, großes Engagement
„Für so ein kleines Tal sind wir wirklich hervorragend aufgestellt und alle sind mit großer Einsatzbereitschaft mit dabei“, lobt Benedikt Fritz. Eine weitere Besonderheit des Teams sind die drei sogenannten „Zivildiener“, die meist aus dem Kleinwalsertal oder dem Bregenzerwald stammen und ihren in Österreich nach wie vor verpflichtenden Zivildienst ableisten. Viele dieser jungen Männer seien der Walser Rettung auch danach als Ehrenamtliche erhalten geblieben“, freut er sich.

Politische und geographische Besonderheit
Die außergewöhnliche politische und geographische Situation - die Walser Rettung ist eine Rettungswache des Bayerischen Roten Kreuzes auf politisch österreichischem Gebiet - führt zu einigen Besonderheiten. Beispielsweise muss das Personal speziell ausgebildet werden. „Unsere Mitglieder werden größtenteils nach deutschen Richtlinien ausgebildet. Zugleich müssen wir aber streng darauf achten, dass auch die Anforderungen des österreichischen Sanitätsgesetzes erfüllt werden“, erklärt Benedikt Fritz. Die Zivildiener werden nach dem österreichischen Sanitätsgesetz ausgebildet. Auch die Einsatzzeiten seien mit durchschnittlich 1,5 Stunden vergleichsweise lang. „Das liegt daran, dass wir die Patienten in die Kliniken des Klinikverbunds Oberallgäu transportieren müssen, also mehr als 30 km nach Immenstadt oder gut 50 km nach Kempten.“

Einsatzzahlen
Die Einsatzzahlen des Teams sind beeindruckend. „2019 hatten wir 1.171 Einsätze und allein von Januar bis Ende Juni 2020 bereits 666 – davon allein knapp 400 im Januar und Februar“, zählt Fritz auf. Zum Vergleich: Im Gründungsmonat, dem Dezember 1995, waren es 46, im Jahr darauf 672 Einsätze. „In den Wintermonaten haben wir es überwiegend mit Skiunfällen zu tun. In den Sommermonaten ist es ein Sammelsurium aller möglicher Notfälle und Erkrankungen.“

Mehr als nur der Rettungsdienst
Der Rettungsdienst ist nur eine der Aufgaben der Walser Rettung. Weitere sind beispielsweise Erste-Hilfe-Kurse für deutsche und österreichische Führerscheinbewerber, Ersthelferausbildungen für Firmen, Hotels und Liftbetreiber, Kindernotfallkurse für Eltern, die Ruf-Hilfe (ein Hausnotrufsystem) mit derzeit 50 hilfebedürftigen Personen im Kleinwalsertal sowie die bereits erwähnten Sanitätsdienste bei Veranstaltungen. Nicht zu vergessen die Monatsabende für die Ausbildung der ehrenamtlichen Kollegeninnen und Kollegen sowie interne Aus- und Weiterbildungen.

Was fasziniert das Urgestein?
Einer, der fast von Anfang an bei der Walser Rettung dabei ist, ist Thomas Fritz. Er ist hauptberuflicher stellvertretender Wachleiter an den Rettungswachen Oberstdorf und Kleinwalsertal und mit seinem oben zitierten Namensvetter und Kollegen Benedikt Fritz weder verwandt noch verschwägert. Der 47-Jährige aus Riezlern ist seit 1996 bei der Walser Rettung aktiv, zunächst im Ehrenamt, seit 1997 hauptamtlich. „Ich gehöre fast zum Gründungskomitee und konnte bei vielen Entwicklungen mitwirken“, sagt Thomas Fritz nicht ohne Stolz. Auch heute noch, nach fast 25 Jahren gehe er gern und mit Freude zur Arbeit. Ihm gefalle das sehr kollegial-freundschaftliche Miteinander und die Möglichkeiten, Menschen in Notsituationen zu helfen. „Auf organisatorischer Seite macht es die politische und geographische Lage des Kleinwalsertales immer wieder spannend, Entscheidungen und Regularien zu treffen“, findet er und fasst die Besonderheit „seiner“ Truppe so zusammen: „Das Besondere an uns ist einfach das Gesamtpaket“.

Foto: Fritz
Von links nach rechts im Bild:
Patrick Engler (2. Stellvertretender Bereitschaftsleiter), Benedikt Fritz (Bereitschaftsleiter), Thomas Fritz (Wachleiter) und Willis Brandt (1. Stellvertretender Bereitschaftsleiter

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news-402 Thu, 02 Jul 2020 14:10:00 +0200 Allgäuer Macher gegen das Virus https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/allgaeuer-macher-gegen-das-virus.html MakerVsVirus fertigen Gesichtsschilde für Rettungsdienst MakerVsVirus, Macher gegen das Virus, so nennt sich ein Zusammenschluss von mehr als 6.500 privaten Tüftlern und professionellen Dienstleistern aus ganz Deutschland. Seit zu Beginn der Corona-Krise der bundesweite Engpass an Schutz-Equipment deutlich wurde, sind sie in Aktion, um diesen mit ihrem Knowhow und ihren technischen Ressourcen zu überbrücken.

Mit ihren 3D-Druckern, Lasercuttern, Schneideplottern und teilweise auch von Hand fertigen sie so genannte Faceshields, also Gesichtsschilde, die sie systemrelevanten Berufsgruppen kostenlos oder zum Selbstkostenpreis zur Verfügung stellen. Die Schilde können provisorischen Schutz gegen direkten Tröpfchenflug beim Husten oder -Niesen bieten und das versehentliche Anfassen des eigenen Gesichts verhindern. Nach der Desinfektion durch den Anwender können sie wiederverwendet werden.

Im Allgäu beteiligen sich aktuell rund 50 „Maker“ an der Aktion. Stefan Endres, der Verantwortlichen des Community HUB Allgäu Kempten übergab dem BRK Oberallgäu jüngst eine Spende von 150 solcher Gesichtsschilde für den Rettungsdienst.

Alexander Schwägerl, Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu, dankte den Machern und betonte: „Das BRK hat in den vergangenen, teils schwierigen Wochen, enorme Unterstützung von sehr vielen Seiten erhalten, sowohl von Privatpersonen als auch von Firmen, über die wir sehr froh sind.“ So habe beispielsweise der Rettungsdienst von verschiedenen Seiten Schutzmasken, oben genannte Schutzschilde, Desinfektionstücher, kontaktlose Fieberthermometer und zusätzliche Mülltonnen für den anfallenden Restmüll kostenlos bzw. zum Selbstkostenpreis erhalten. Die Tafel sei mit privat initiierten Spendenaktionen unterstützt worden und Mitarbeiter des Fahrdienstes hätten sich über alkoholfreie Gratisgetränke freuen dürfen. „Die Wärmestube in Kempten erhielt kostenlos eine professionelle Spuckschutzwand für die Essensausgabe im Freien und 600 Kunststofftöpfen mit Deckel, damit das „Essen to go“ hygienisch und warm verpackt von den Gästen abgeholt werden konnte“, so Schwägerl weiter. „Und auch die Bereitschaft zur finanziellen Unterstützung war groß. Zu den Spendern gehörten Privatpersonen, Fördermitglieder, Firmen, Vereine, Stiftungen und Institutionen wie die Kartei der Not, Aktion Mensch, WekickCorona, Lions Club Kempten-Cambodunum, Alfons Hörmann Stiftung, Lionsclub Kempten in Kooperation mit Stiftunglife und Kinderbrücke Allgäu. Das BRK dankt den Verantwortlichen für dieses tolle gemeinnützige Engagement.“

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news-401 Wed, 01 Jul 2020 14:10:00 +0200 Herzinfarkt beim Augenarzt https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/herzinfarkt-beim-augenarzt.html Notfalltrainings für Arztpraxen geben Sicherheit Die meisten Menschen fühlen sich in einer Arztpraxis sicher. Wenn im Wartezimmer des Allgemeinarztes unvorhergesehene medizinische Probleme auftauchen, wie beispielsweise massive Kreislaufprobleme oder ziehende Schmerzen im Brustkorb, ist man hier sofort versorgt. Was aber passiert, wenn dies im Wartezimmer des HNO, des Augen-, Zahn- oder eines anderen Facharztes geschieht? „Bei fachfremden medizinischen Notfällen ist das Praxispersonal tatsächlich oftmals überfordert“, weiß Rainer Bumann vom BRK Oberallgäu. Der langjährig erfahrene Rettungsassistent appelliert darum: „In allen Arten von Arztpraxen sollten regelmäßig Notfalltrainings durchgeführt werden.“

„Da solche medizinischen Notfälle ja Gott sei Dank nicht an der Tagesordnung sind, ist eine gewisse unkoordinierte Vorgehensweise des Praxispersonals verständlich“, räumt er ein. „Wie so oft im Leben gilt auch hier: Was man nicht regelmäßig macht oder trainiert, kann man halt nicht gut.“ Im Fall der Fälle mangele es dadurch aber an der nötigen effizienten Reaktion. „Für den Betroffenen geht so wertvolle Zeit verloren“, gibt Rainer Bumann zu bedenken. „Das könnte verhindert werden.“ Er selbst führt seit vielen Jahren Notfalltrainings für Arztpraxen in Kempten und dem gesamten Raum Oberallgäu durch. Rund 60 solcher Schulungen seien es pro Jahr, sagt er. „Diese finden in den Praxisräumen statt. Dabei nehmen alle teil, vom Arzt bis zur Sprechstundenhilfe.“ Die Dauer richte sich unter anderem nach den inhaltlichen Wünschen der Teilnehmenden und liege meist bei gut drei Stunden.

Ablauf und Inhalte des Trainings

Zunächst sieht sich Bumann die Räumlichkeiten an und animiert die Teilnehmer, sich Gedanken zu machen, in welche Situation sie gelangen können. Dann die Frage: Weiß jeder, auch die neuen Mitarbeiter, ob und wo Notfallequipment zur Verfügung steht, was es beinhaltet, wie und wann es angewandt wird? Das Notfallequipment – sofern vorhanden – wird dann vor Ort überprüft. „Dabei berate ich die Verantwortlichen über die Sinnhaftigkeit des Materials. Hier gilt: So viel wie nötig, so wenig wie möglich“, so der Experte. „Mit diesem Equipment trainieren wir dann diverse Szenarien in den Behandlungsräumen. Dazu gehören grundlegende zeitkritische Erste-Hilfe-Maßnahmen wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung, die korrekte Anwendung eines Defibrillators, anaphylaktische - also starke allergische - Reaktionen und vieles mehr.“ Die allermeisten Praxen würden die Notfalltrainings regelmäßig wiederholen, so Bumann. Aus den Rückmeldungen wisse er: Sollte tatsächlich einmal etwas passieren, wissen dadurch alle, was zu tun ist. Und das sei Gold wert, „denn unter Umständen kann das Leben retten.“

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news-400 Thu, 25 Jun 2020 14:10:00 +0200 Blutspenden in Kempten und dem Oberallgäu https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/blutspenden-in-kempten-und-dem-oberallgaeu.html Blutspendedienst bittet um kontinuierliche Spendenbereitschaft Kempten – Am Montag, 06. Juli 2020, findet in Kempten ab 15.30 Uhr ein Blutspendetermin statt. Aufgrund der Lockerungen der Corona-Auflagen kann dieser wieder im BRK-Haus (Haubenschloßstraße 12) durchgeführt werden.

Der Blutspendedienst des Roten Kreuzes bittet die Bevölkerung inständig darum, bei der Spendenbereitschaft nicht nachzulassen. Aufgrund der begrenzten Haltbarkeit von Blutpräparaten sei ein kontinuierliches Engagement der Menschen wichtig. Vor allem vor dem Hintergrund steigender Bedarfe aus den Kliniken, welche die kommenden Wochen und Monate nutzen, um Corona-bedingt verschobene Operationen nachzuholen, herrsche in einigen Regionen Deutschlands akute Knappheit an Blutkonserven. In Bayern sei die Lage am unteren Rand stabil.

Alle Blutspendetermine finden Sie unter
www.blutspendedienst.com/termine.

Blutspendetermine in Kempten und dem Allgäu

  • Mo, 29.06.2020, Kimratshofen, 17-20.30 Uhr, Volksschule (Sportstr. 2)
  • Mo, 06.07.2020, Kempten, 15-20 Uhr, BRK-Haus (Haubenschloßstr. 12)
  • Fr, 10.07.2020, Sonthofen, 16-20 Uhr , Pfarrheim St. Christoph (Albert-Schweitzer-Str. 17)
  • Di, 14.07.2020, Immenstadt, 15.30-20 Uhr, Pfarrheim St. Nikolaus (St.Nikolaus-Platz 1)
  • Mi, 22.07.2020, Sulzberg,17-20.30 Uhr, Grundschule (Schulstr. 11)
  • Mi, 29.07.2020, Fischen i.A., 17-20.30 Uhr, Grundschule (Bergerweg 9)
  • Fr, 31.07.2020, Wertach, 17-20 Uhr, Pfarrheim St. Ulric (St.Ulrich-Str. 13)
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news-399 Thu, 25 Jun 2020 12:09:52 +0200 Erste Sitzung des Landesvorstands seit Corona https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/erste-sitzung-des-landesvorstands-seit-corona.html BRK-Landesvorstand würdigt Einsatz aller Helferinnen und Helfer München, den 22.06.2020 – Der Landesvorstand des Bayerischen Roten Kreuzes tagte am 22. Juni 2020 erstmalig seit Beginn der Coronavirus-Pandemie in Form einer Videokonferenz. „Als Zeichen der Solidarität und des Dankes ist es dem Landesvorstand ein Anliegen, die Macher in dieser Krise in den Mittelpunkt zu stellen“, so Präsident Theo Zellner, der gemeinsam mit Vizepräsidentin Brigitte Meyer und Vizepräsident Dr. Paul Wengert einen ausführlichen Bericht über die bisherige Bewältigung der Pandemie vorgetragen hat.

Präsident Zellner betont: „Bisher sind wir in Bayern mit einem blauen Auge davon gekommen. Das ist in allererster Linie dem beherzten, umsichtigen und tief solidarischen Einsatz der vielen Pflegerinnen und Pfleger, Retterinnen und Retter im Freistaat zu verdanken.“ Weiterhin lobte Zellner die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem BRK und der Politik bzw. Staatsregierung.

Gleichzeitig bestätigt der Landesvorstand die Forderung des Präsidenten, mehr in den nationalen Katastrophenschutz und somit in die Errichtung von Vorhaltungen medizinischer Güter zu investieren. „Ziel muss sein, ein Wiederholen der Materialknappheit zu vermeiden, die Selbstständigkeit der Bundesrepublik auch bei globalen Krisen herzustellen und langfristig die Stellung jener Beruf zu steigern, die in dieser Krise ihre Systemrelevanz unter Beweis gestellt haben“, so Zellner in der Sitzung des Landesvorstands.

Wesentlich unterstützt durch eigene Beschaffungsanstrengungen des BRK ist es gelungen, die anfängliche Not an Material abzuwenden. Dabei wurden 570 Tonnen Material  auf 1.454 Paletten an alle bayerischen Hilfsorganisationen ausgeliefert. Das entspricht 43 vollbeladenen Sattelzügen.

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news-398 Thu, 25 Jun 2020 08:01:37 +0200 Wärmestube des BRK in Kempten ist wieder geöffnet https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/waermestube-des-brk-in-kempten-ist-wieder-geoeffnet.html Schließung wurde für Umbau genutzt Während des Corona-Lockdowns konnte auch bei der Wärmestube des BRK in der Kemptener Haubenschloßstraße kein Gastverkehr im Innenraum stattfinden. Als Alternative versorgte das Team um Leiterin Amelie Lang die Besucher täglich vor dem Eingang mit einem warmen Mittagessen. Das BRK nutzte die Schließung, um fällige Renovierungs- und Umbauarbeiten in den Räumlichkeiten durchzuführen. Diese sind jetzt abgeschlossen und seit Mittwoch ist die Wärmestube endlich wieder geöffnet, wenn auch unter strengen Auflagen.

„Mit den Umbaumaßnahmen konnten wir die schwierige Zeit der Schließung wenigstens für etwas Positives nutzen“, sagt Amelie Lang, die Leiterin der Wärmestube. „Zur Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen waren technische Nachbesserungen nötig, auch mussten wir einige der alten Geräte austauschen. Da die Küche im Lauf der Zeit zu klein geworden war – schließlich brauchen wir durch steigende Gästezahlen immer mehr Platz fürs Herrichten – wurde diese jetzt ein wenig Richtung Gastraum vergrößert. Dadurch kann künftig ein Helfer mehr dort eingesetzt werden.“ Eingebaut wurde ein rutschfester Boden, ein Fettabscheider sowie eine Lüftung mit Außenmotor. Die Geräte, Arbeitstische, Kühlschränke und Hängeschränke, die als Bestand bleiben konnten, wurden von einer Kemptener Metallbaufirma optimiert. „Durch diese Maßnahmen ist das Sauberhalten viel einfacher möglich. Wer uns seine Zeit schenkt, soll schließlich gute Bedingungen vorfinden und sich nicht mit leidigen aber zwingenden Reinigungsarbeiten abplagen müssen“, findet Amelie Lang. „Hygiene muss sichergestellt werden - aber auch die Freude am sinnvollen, oft ehrenamtlichen Tun.“

Das BRK betreibt die Wärmestube im Auftrag der Stadt Kempten und bekommt für den Umbau einen großen finanziellen Zuschuss. Bei allen Investitionen sei man sehr kostenbewusst vorgegangen, betont sie. Trotzdem ließe sich der ursprünglich anvisierte Kostenrahmen von 60.000 Euro aufgrund einiger Unwägbarkeiten, die sich erst während des Umbaus gezeigt hätten, nicht ganz halten. „Wir sind immer nach Funktion gegangen und haben uns keinen Luxus im Sinne optisch ansprechenderer Lösungen gegönnt“, stellt Amelie Lang klar.

Zudem habe es viel Unterstützung seitens der beteiligten Firmen und der Ehrenamtlichen gegeben. „Sämtliche Firmen haben für uns am Limit kalkuliert und wir haben Spenden für einzelne Großküchengeräte erhalten. Das Team selbst hat sich teilweise mit ganzen Familien ehrenamtlich beim Arbeiten eingebracht. Hierfür danke ich allen Beteiligten sehr und muss sagen, dass mich das Engagement von jedem Einzelnen wirklich sehr stolz macht.“ Bei den Mitarbeitenden bestehe „eine auffallend extrem hohe Motivation. Jeder bringt sich mit seinen Talenten ein, sei es im Bereich Elektro, Malerarbeiten, Verbesserungen für den Arbeitsablauf oder Vorbereitungs- und Reinigungstätigkeiten.“ Gar nicht genug wertschätzen könne man überdies die Fürsorge, auch in stressigen Zeiten die schwächsten Teammitglieder nicht zu vergessen, mal einen Kaffee für die Arbeiter zu kochen oder ihnen das Mittagessen zu bringen, Entsorgungsarbeiten zu übernehmen und vieles mehr. „Es war eine gute Zeit und die Zusammenarbeit mit den benachbarten Johannitern, die uns ihre Küche als Ausweichort während der Umbauarbeiten zur Verfügung stellten, funktionierte auch einwandfrei“, resümiert sie.
Am Mittwoch (17. Juni 2020) konnte nun die von Gästen und Team heiß ersehnte Wiederaufnahme des Betriebes erfolgen. Aktuell gelten allerdings noch strenge Vorschriften zum Schutz vor Corona. „Die Essensausgabe erfolgt momentan nur mit Anmeldung und in zwei Schichten. Die erste ist von 11.30 Uhr bis 12.15 Uhr, die zweite von 12.45 Uhr bis 13.30 Uhr“, so Amelie Lang. „Dazwischen desinfizieren wir den Gastraum und die Sanitärbereiche. Während dieser 30-minütigen Pause werden auch die Essen in den Einmalbehältnissen ausgegeben.“ Gäste der Wärmestube müssen Name, Telefonnummer oder Adresse hinterlegen, Maske tragen, Hände desinfizieren und warten, bis ein Einweiser sie an den jeweiligen Tisch führt. Die Teller werden direkt an den Tischen ausgegeben. Toilettengang ist nur für je eine Person erlaubt. Zudem muss der Raum einzeln verlassen werden und einiges mehr. Um die Gäste gut betreuen und die Situation erklären zu können, waren am Eröffnungstag viele Mitarbeitende vor Ort.
„Die Gäste sind von Herzen dankbar, dass sie endlich wieder in ihre Wärmestube hineindürfen“, so Amelie Lang. „Und auch wir freuen uns über die Herzlichkeit, die mit den Menschen wieder in die Räume einzieht. Wehmut ist aber auch dabei, weil alles sehr reglementiert ist und wir momentan den gemütlichen Kaffee vormittags noch nicht anbieten. Vielleicht kommt das bald.“ Dann könne vielleicht auch nachträglich ein schöner Festakt mit Musik und gemütlichem Beisammensein anlässlich des Meilensteins "Küchenumbau gut geschafft" stattfinden.

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news-395 Thu, 18 Jun 2020 11:00:00 +0200 BRK-Bereitschaften schult Sanitäter zum Thema Pflege https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/brk-bereitschaften-schult-sanitaeter-zum-thema-pflege.html Erste Webinar-Fortbildung war ein Erfolg – Fortsetzung folgt Im normalen Alltag haben Sanitäter kaum mit Pflege zu tun. „Das kann sich dieser Tage aber schnell ändern“, wie Matthias Straub, der Kreisbereitschaftsleiter des BRK im Oberallgäu betont. „Falls die Lage bezüglich Covid-19 sich wieder zuspitzen sollte und unsere Einsatzkräfte dann eventuell in Hilfskrankenhäusern und ähnlichen Institutionen unterstützend tätig werden, müssen sie für die dort anfallenden Grundtätigkeiten fit sein“. Aus diesem Grund führten die BRK-Bereitschaften im Kreisverband Oberallgäu nun erstmalig ein Webinar zum Thema „Pflege für Sanitäter“ durch.

Mehr als 30 ehrenamtliche Einsatzkräfte aus den Bereitschaften im Kreisverband des BRK Oberallgäu nutzten die Gelegenheit zu dieser speziellen Fortbildung und schalteten sich an ihren heimischen Rechnern zu. Deren Titel lautete „Pflegerische Fragestellungen für Sanitäter/-innen“. Referenten waren Alessandro Genovese (stellvertretender Kreisfachdienstleiter Sanitätsdienst) und Michael Buhmann (stellvertretender Bereitschaftsleiter Oberstaufen). Beide verfügen neben ihrer rettungsdienstlichen Qualifikation auch über berufliche Erfahrungen in der Pflege.
Auf Grundlage eines Skripts, das freundlicherweise von den DRK-Kollegen des Landesverbands Westfalen-Lippe zur Verfügung gestellt worden war, erläuterten sie im Verlauf von rund eineinhalb Stunden pflegerisches Grundlagenwissen. Dazu gehört etwa die Mithilfe bei der fachgerechten Lagerung und die Mobilisation von bettlägerigen Patienten, den Transfer von Patienten zwischen Bett und Rollstuhl, die richtige Unterstützung beim Aufstehen, Gehen und Umkleiden oder auch wie die Hilfe beim Essen und Trinken oder nach einem Sturz aussehen sollte. Die Teilnehmer des Webinars konnten über eine Chatfunktion Fragen stellen.
„Wir haben uns für die digitale Lösung entschieden, da aufgrund der aktuellen COVID-19 Lage noch kein Übungsbetrieb in den Rotkreuzhäusern erlaubt ist“, erläutert Initiator Matthias Straub. Das Feedback der Teilnehmer sei durchweg positiv ausgefallen, sodass bereits weitere Webinare in Vorbereitung seien.

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news-396 Mon, 15 Jun 2020 15:00:00 +0200 40 Jahre Notarztdienst Oberallgäu https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/40-jahre-notarztdienst-oberallgaeu.html Rainer Bumann vom BRK erinnert sich, wie 1980 im Oberallgäu der Notarzt Land in Dienst gestellt wurde „Bis vor 40 Jahren gab es im südlichen Oberallgäu keinen Notarztdienst. Die Krankenwagen waren spartanisch ausgerüstet und nur mit einem Sanitäter als Fahrer besetzt. „Was sich seit damals im Rettungsdienst alles getan hat, ist schon enorm“, findet Rainer Bumann. Er ist seit 50 Jahren im Rettungsdienst des BRK Oberallgäu tätig.

„Ich wurde mit 13 Jahren mehr oder weniger zufällig zu einem Einsatz mitgenommen und bin dabei geblieben“, so der sympathische Sonthofener. Zehn Jahre später war er als Rettungssanitäter an der Einführung der Notarztversorgung im südlichen Oberallgäu beteiligt. „In Kempten gab es den Notarztdienst zu dieser Zeit schon seit drei, vier Jahren. Wir strebten das auch im südlichen Oberallgäu an. 1980 war es dann soweit. Unter der ärztlichen Leitung von Dr. Peter Fuhren, dem damaligen Chefarzt der Anästhesie am Kreiskrankenhaus Immenstadt, stand der Notarztwagen wochentags von 8 bis 19 Uhr zur Verfügung. Nachts und an Wochenenden gab es zunächst keinen offiziellen Notarztdienst“.

Die allererste Notärztin war Frau Dr. med. Paule Harbarth, Oberärztin in der Anästhesieabteilung am Immenstädter Krankenhaus. Sie absolvierte gemeinsam mit Rainer Bumann und Fritz Adler im Mai 1980 die allerersten Einsätze mit Notarztbeteiligung. „Ganz am Anfang fuhr sie noch im Rettungswagen mit. Uns war es aber wichtig, dass der Notarzt immer auch eigenständig im sogenannten Rendezvous-System mit einem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) und mit einem eigenen Fahrer zum Einsatzort kommen konnte. Darum bauten wir in Eigeninitiative einen VW Passat, ein Fahrzeug der BRK-Verwaltung, mit sehr einfachen Mitteln um. Zupass kam uns, dass der Sonthofener Wachleiter, Karl Wörle, nicht nur Rettungssanitäter, sondern auch KFZ-Meister war“, lacht Rainer Bumann in Erinnerung daran, was damals alles problemlos möglich war. „1982 stellten uns die Kollegen vom BRK Kaufbeuren ein Notarzteinsatzfahrzeug, einen BMW 320, zur Verfügung. Dies war möglich, da die Indienststellung eines Notarztdienstes dort noch nicht vollzogen war. Später bekamen wir dann über eine großzügige Geldspende der Firma Bosch, die Frau Dr. Harbarth organisiert hatte, einen Geländejeep als Notarztfahrzeug.“ Nachdem ein NEF zur Verfügung stand, bot Frau Dr. Harbarth an, auch in manchen Nächten und an Wochenenden das Fahrzeug zu besetzen. Dr. Harbarth und Rainer Bumann verbrachten in vielen Nächten und Wochenenden ihre Freizeit im Notarztdienst.

Parallel zu alledem machten es sich Rainer Bumann und Fritz Adler zur Aufgabe, die Rettungs- und Krankenwagen einheitlich mit Notfallkoffern auf- und auszurüsten. Fritz Adler war es, der einen sogenannten Notarzthelfer-Kurs implementierte. An vielen Abenden und Wochenenden waren Adler und Bumann im südlichen Oberallgäu unterwegs, um die ehrenamtlichen Sanitäter für den Notarztdienst fit zu machen. Für die ehrenamtlichen Fahrer des Notarztzubringers (NEF), die nachts und an Wochenenden Dienst taten, galt es, zusätzlich über eine entsprechende Ortskenntnis für den riesigen Einsatzbereich zu verfügen. „Damals fielen Sätze wie: `bevor du im Oberallgäu NEF fahren darfst, machen andere Menschen ein Medizinstudium´“, schmunzelt Rainer Bumann. Tatsächlich erstreckte sich das damalige Einsatzgebiet vom Walsertal über Wertach, Balderschwang und Oberstaufen bis Thanners. Nach und nach nahmen zusätzlich Ärzte der Kliniken Immenstadt und Sonthofen sowie praktische Ärzte am Notarztdienst teil. Somit konnte rund um die Uhr ein Notarztdienst gewährleistet werden. Und noch etwas habe sich im Lauf der Jahrzehnte wesentlich verändert: „Heute sind Notärzte und Sanitäter durch die oft belastenden Einsätze freundschaftlich verbunden und arbeiten als Team auf Augenhöhe zusammen“, so Bumann. Früher wurden Sanis halt nur als Krankenträger bezeichnet.“

Es ist der Initiative und Beharrlichkeit einzelner engagierter BRK-Mitglieder und der Unterstützung von politischer Seite zu verdanken, dass sich schließlich in allen Allgäuer Regionen eigene Notarztdienste etablieren konnten: Heute befinden sich Notarztstandorte in Oberstdorf, Pfronten, Marktoberdorf, Kaufbeuren, Buchloe, Kempten, Lindenberg, Lindau sowie Immenstadt und Sonthofen (letztere beiden gehören zusammen). Sie sind aus unserem Alltag gar nicht mehr wegzudenken

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news-394 Wed, 10 Jun 2020 15:00:00 +0200 St_rkes Zeichen zum Welt_lutspendert_g https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/st-rkes-zeichen-zum-welt-lutspendert-g.html Blutspendedienst des BRK macht auf Bedarf aufmerksam. Jerome Boateng als Botschafter der Aktion. Die Blutspendedienste des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) erlebten in den letzten Wochen und Monaten enorm große Solidarität. „Dies war auch dringend notwendig, da sich das Aufkommen zu Beginn der Corona-Krise am unteren Rand im Grenzbereich bewegt hat“, sagt Alexander Schwägerl, der Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu. „Dank des Engagements der Spenderinnen und Spender sowie der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, das auch hier im Allgäu wirklich herausragend war, konnte die Versorgung jederzeit gewährleistet werden.“ Um auch in der Sommerzeit die Versorgung der Patientinnen und Patienten in Bayern jederzeit sichern zu können, setzen die Blutspendedienste rund um den Weltblutspendertag (dieser ist am 14. Juni) ein starkes Zeichen. Mit dabei sind über 200 Unternehmen, Vereine, Sportler und Bands.

In der Weltblutspenderwoche vom 8. bis zum 14. Juni findet eine bundesweite Aktion statt, an der sich unter anderem adidas, amazon, Check24, ADAC, DFB sowie zahlreiche Prominente beteiligen. Dabei geht es darum, in einem Social Media-Post mit den Hashtags #missingtype und #blutspende die Buchstaben A, B und O wegzulassen. Diese Buchstaben stehen für die häufig benötigten Blutgruppen A, B sowie Null. Nach dem Motto „#missingtype – erst wenn’s fehlt, fällt’s auf“ soll damit das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer Blutspende gestärkt und die Menschen zu einer aktiven Unterstützung animiert werden. Das große Ziel ist die Gewinnung von 100.000 neuen Spenderinnen und Spendern bis Jahresende. Botschafter der Kampagne ist in diesem Jahr Jerome Boateng.

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news-393 Mon, 08 Jun 2020 15:00:00 +0200 Auch Tafelladen St. Mang wieder geöffnet https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/auch-tafelladen-st-mang-wieder-geoeffnet.html Betrieb unter strengen Vorsichtsmaßnahmen aufgenommen Das BRK hat nun auch seinen Tafelladen in der Magnusstraße 16 in Kempten St. Mang wieder geöffnet. Die Öffnungszeiten sind Dienstag und Donnerstag von 12 bis 14.30 Uhr. Auch im Tafelladen des BRK in der Memminger Straße 114 kann wieder eingekauft werden. Die Öffnungszeiten hier sind Montag sowie Mittwoch bis Freitag von 12.00 bis 13.30 Uhr und Samstag von 11.30 bis 13.00 Uhr. Dienstag ist derzeit geschlossen.

Aufgrund der aktuellen Lage gelten in beiden Tafelläden folgende Maßnahmen:
Zutritt nur für 1 Person, bitte keine Begleitpersonen mitbringen. Mundschutz tragen und Mindestabstand von 1,5 m wahren. Die Einkaufszeit beträgt pro Person 5 Minuten. Kunden werden gebeten, ihre Hände an den bereitstehenden Desinfektionsstationen zu desinfizieren. Markus Wille, der Koordinator der Kemptner Tafelläden des BRK, bittet alle Kundinnen und Kunden, diese Hygienemaßnahmen einzuhalten und Verständnis zu zeigen. „So können wir einen geregelten Ablauf sicherstellen und das Infektionsrisiko für alle so gering wie nur möglich halten.“

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news-392 Fri, 05 Jun 2020 18:00:00 +0200 Wichtige Infos für Motorradfahrer https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/wichtige-infos-fuer-motorradfahrer.html Was man vor dem Start in die Motorradsaison wissen muss Angesichts steigender Temperaturen haben viele Motorradfreunde ihre Maschinen aus dem Winterquartier geholt. Leider kam es dabei zu zahlreichen Motorradunfällen im Allgäu, teils mit tödlichem Ausgang. Thomas Keck von der Motorradstreife des BRK Oberallgäu erklärt, was Biker vor und bei der ersten Tour unbedingt beachten sollten und wie man als Autofahrer dazu beitragen kann, Unfälle mit Zweiradfahrern zu vermeiden. Er mahnt: „Rund zwei Drittel der tödlich verunglückten Motorradfahrer kommen auf Land- oder Bundesstraßen ums Leben, meist bei schönem Wetter und auf trockenen Fahrbahnen.“

„Die Art und Weise, wie die Mitglieder unserer Motorradstreife sich auf den Saisonstart vorbereiten, gilt in weiten Teilen auch für den normalen Biker“, sagt Thomas Keck. Wie genau diese aussieht, erklärt der Profi hier:

Gründlicher Check der Maschine
Wichtig ist die Reinigung und der gründliche Check der Maschine. Dabei müssen Batterie, Bremsen, Licht, Reifendruck und -profil (mindestens 1,6 mm!), Spannung der Antriebskette und alle elektronischen Anlagen geprüft werden. Auch die Füllstände von Öl, Kühl- und Bremsflüssigkeit müssen gecheckt werden. Mängel sollten vom Fachbetrieb behoben werden.

Ebenso wichtig: Die körperliche Fitness
„Mindestens ebenso wichtig, aber oft unterschätzt, ist die körperliche Fitness, die man zum Motorradfahren braucht“, mahnt Keck. „Gute Voraussetzungen schafft man beispielsweise durch Joggen, Schwimmen, Radfahren oder Fitnesstraining.“ Passende, am besten kontrastreiche Schutzkleidung - Helm mit kratzerfreiem Visier, Kombi, Nierengurt, Handschuhe, Stiefel, ggf. Rückenprotektor - sollte selbstverständlich sein.“

Spezielle Gefahren im Frühjahr
Wenn es im Frühjahr erstmals auf die Straße geht, müssen spezielle Gefahren einkalkuliert werden. „Vorsicht, vielerorts liegt jetzt noch Rollsplitt. Zudem ist der Asphalt noch kalt und weniger griffig und an vielen Stellen durch den Frost aufgerissen. Erhöhte Rutsch- und Sturzgefahr besteht außerdem auf Brücken und in Waldstücken, da sich dort Feuchtigkeit und eisglatte Abschnitte länger halten können.“ Insgesamt sollte jeder Verkehrsteilnehmer rücksichtsvoll und vorausschauend unterwegs sein. Zweiradfahrer sollten sich ins Bewusstsein rufen, dass sich auch die Autofahrer erst wieder an Motorradfahrer auf den Straßen gewöhnen müssen. „Viele unterschätzen die Geschwindigkeit und Beschleunigungsfähigkeit der Motorräder. Auch sind Biker aufgrund ihrer schmalen Silhouette und vor allem bei noch tiefstehender Sonne leicht zu übersehen. Ein Schulterblick beim Spurwechsel kann viele Unfälle vermeiden.“ Der Experte empfiehlt: „Absolvieren Sie vor Saisonbeginn ein Fahrsicherheitstraining. So bekommen Sie innerhalb weniger Stunden und auf sicherer Strecke wieder ein Gefühl für die Maschine.“

Wie hilft man im Fall eines Unfalls?
„Als Ersthelfer muss man zunächst die Unfallstelle absichern und bei Bedarf den Notruf unter 112 alarmieren“, erklärt Thomas Keck. „Wenn der Motorradfahrer bewusstlos ist, muss der Helm abgenommen werden.“ Nur so sei eine sachgerechte Lagerung – bei vorhandener Atmung: stabile Seitenlage – möglich. Zudem werde auf diese Weise verhindert, dass der Betroffene an seinem Erbrochenem oder Blut erstickt. „Danach muss der Kopf des Betroffenen nackenwärts gebeugt und die Atmung kontrolliert werden. Bei vorhandener Atmung wird der Betroffene vorsichtig in die stabile Seitenlage gebracht. Bei Kreislaufstillstand muss umgehend mit der Herzdruckmassage begonnen werden. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage sollte, unter Beachtung des Eigenschutzes auf Hilfsmittel bei der Atemspende geachtet werden, um direkten Atem-, und Hautkontakt zu minimieren - eine gut durchgeführte Herzdruckmassage steht auf alle Fälle im Vordergrund“, so Keck.- Er empfiehlt eine regelmäßige Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse. „Auf diese Weise kann man Leben retten!“

Eine Übersicht über Erste Hilfe-Kurse des BRK Oberallgäu finden Sie unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/nc/kurse/erste-hilfe/erste-hilfe-kurs.html

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news-391 Tue, 26 May 2020 18:00:00 +0200 BRK-Info-Shop, Kleiderladen und Tafelladen wieder geöffnet https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/brk-info-shop-kleiderladen-und-tafelladen-wieder-geoeffnet.html BRK kehrt bei seinen Diensten zum Normalbetrieb zurück Aufgrund der Corona-Maßnahmen konnte das BRK einige Dienste in Kempten in den letzten Wochen nur eingeschränkt oder in abgewandelter Form anbieten. Nun kehrt nach und nach eine gewisse Normalität zurück.

Der Info-Shop in der Geschäftsstelle des BRK-Kreisverbandes Oberallgäu (Haubenschloßstraße 12) in Kempten ist bereits seit dem 11. Mai wieder für den Publikumsverkehr zugänglich. Am vergangenen Montag (18. Mai) wurde auch der Tafelladen in der Memminger Straße 114 wieder geöffnet. Damit dort alles reibungslos läuft, bittet Markus Wille, der Koordinator der Kemptner Tafelläden des BRK, alle Kundinnen und Kunden, die folgenden Hygienemaßnahmen einzuhalten: „Momentan darf immer nur eine Person eintreten. Wenn möglich sollten keine Begleitpersonen zum Einkauf mitgebracht werden. Die Einkaufszeit beträgt pro Person 5 Minuten. Unsere Kunden sind angehalten, ihre Hände an der bereitstehenden Desinfektionsstation desinfizieren. Darüber hinaus gelten die üblichen Bestimmungen, also: mindestens 1,5 Meter Abstand halten und Mundschutz tragen.“ Bisher sei alles problemlos abgelaufen, sagt Markus Wille. „Nicht nur die Kundinnen und Kunden, sondern auch unser gesamtes Team mit allen Ehrenamtlichen freut sich, dass wir den Laden endlich wieder öffnen konnten.“
Auch der Kleiderladen des BRK in der Haubenschloßstraße hat seine Türen seit Dienstag (19. Mai) wieder geöffnet. „Der erste Tag lief super“, berichtet Susanne Kultus, die Leiterin der Kleiderläden. „Was uns besonders gefreut hat: Alle haben sich an die Hygienevorschriften gehalten und sind verständnisvoll, was die Maßnahmen angeht.“ Der Kleiderladen des BRK in Kempten ist immer Dienstag bis Freitag von 10-15 Uhr geöffnet. Wann der Kleiderladen in Immenstadt wiedereröffnet wird, ist derzeit noch unklar.

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news-390 Tue, 26 May 2020 16:40:00 +0200 Was Sie zur Rettungsgasse in Deutschland und der EU wissen müssen https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/was-sie-zur-rettungsgasse-in-deutschland-und-der-eu-wissen-muessen.html "Daumen-Regel" als Eselsbrücke Aufgrund der aktuellen Reiseeinschränkungen und der allgemeinen Unsicherheit planen viele Deutsche dieses Jahr einen Urlaub im eigenen Land oder in Nachbarländern, die schnell mit dem Auto erreichbar sind. Im Zusammenhang damit erklärt Wilfried Helmes, der Wachleiter der BRK-Rettungswache Kempten, die Regeln, die für die Bildung einer Rettungsgasse auf Autobahnen und mehrspurigen Straßen gelten.

„Wichtig ist, dass eine Rettungsgasse frühzeitig gebildet wird, also schon bei stockendem Verkehr“, betont Wilfried Helmes. „Denn wenn die Fahrzeuge erst einmal dicht auf dicht stehen, ist es meist nicht mehr möglich, nach links und rechts auszuweichen. Dies ist aber unbedingt nötig, damit Rettungskräften bei einem Unfall schnellstmöglich zur Unglücksstelle gelangen können. Wenn hier Zeit verloren geht, kann das Menschenleben kosten“, mahnt er. Im Folgenden finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Rettungsgasse.

Wo gilt die Pflicht zur Bildung einer Rettungsgasse?
Auf Autobahnen oder mehrspurigen Straßen außerhalb von geschlossenen Ortschaften.

Wie funktioniert die Rettungsgasse?
Die Rettungsgasse wird immer zwischen dem ganz linken und den übrigen Fahrstreifen gebildet. Das heißt, die Fahrzeuge auf der linken Spur weichen nach links aus und alle anderen weichen so weit wie möglich nach rechts aus. Bei mehr als zwei Fahrspuren bleibt somit immer die 2. Spur von links für Einsatzfahrzeuge frei.
Als Eselsbrücke empfiehlt Wilfried Helmes die folgende „Daumen-Regel: „Nehmen Sie eine Hand so, dass der Daumen nach links zeigt. Er symbolisiert die linke Fahrspur. Der Abstand zwischen Daumen und den anderen Fingern stellt die Rettungsgasse dar.“

Wer darf durch die Rettungsgasse fahren?

Die Rettungsgasse darf ausschließlich von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei, von Fahrzeugen des Straßendienstes und des Pannendienstes sowie vom Bundespräsidenten befahren werden.

Folgen bei Nichtbeachtung
Wer sich nicht an die gesetzlichen Regelungen hält, dem drohen ein Bußgeld in Höhe von mindestens 200 Euro und zwei Punkte in Flensburg. Zudem ist ein einmonatiges Fahrverbot möglich. Wilfried Helmes: „Die wohl wichtigste Folge ist aber, dass aufgrund des unnötigen Zeitverlusts Menschen sterben können. Denken Sie daran: Es könnte auch Sie selbst treffen.“

Wie sieht es in anderen EU-Ländern aus?

Österreich, Schweiz, Luxemburg, Slowenien, Tschechien, Polen:
Hier gelten im Prinzip dieselben Regeln wie in Deutschland.

Frankreich, Spanien:
Einsatzfahrzeugen muss die Möglichkeit gegeben werden, an den anderen Verkehrsteilnehmern vorbeizufahren. Eine Regelung wie in Deutschland gibt es nicht.

Italien, Niederlande:
Hier gibt es keine speziellen Vorschriften.

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news-383 Mon, 25 May 2020 13:41:25 +0200 BRK in Forderungen bestätigt https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/brk-in-forderungen-bestaetigt.html Bewältigung der Pandemie entscheidet sich besonders in der Pflege Die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gestern in Berlin angekündigte Verordnung zur lückenlosen Durchführung von Reihentests für Bewohner und Mitarbeiter von Altenpflegeeinrichtungen und deren Finanzierung durch die Krankenkassen wird vom BRK als lange überfällige Maßnahme bewertet und ausdrücklich begrüßt. Bereits Ende März hat das BRK in einem Brandbrief an Ministerpräsident Söder und Gesundheitsministerin Huml auf das besonders hohe Risiko der Übertragung des COVID-19 Virus in Altenheimen hingewiesen und diese Testungen gefordert. „Der weitere Verlauf der Pandemie entscheidet sich in den Pflegeeinrichtungen und in den Kliniken“, so der BRK-Präsident. Das BRK hofft auf eine rasche und unbürokratische Umsetzung in Bayern.

Eng damit verbunden ist nach Auffassung des BRK auch die Notwendigkeit, Schutzausrüstung, medizinischen Bedarf und überhaupt existenzielle Güter für jede Form von Katastrophen im eigenen Land herzustellen und  eine Notbevorratung für Katastrophenfälle anzulegen. „Die von Bundesinnenminister Seehofer jetzt geforderte nationale Bevorratung ist ebenfalls eine lange erhobene Forderung des BRK“, so BRK-Präsident Theo Zellner. Bei der Planung und Durchführung dieser Maßnahmen fordert das BRK eine Beteiligung der Hilfsorganisationen.

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news-389 Fri, 22 May 2020 16:40:00 +0200 Der größte Wunsch: daheim in Kroatien sterben https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/der-groesste-wunsch-daheim-in-kroatien-sterben.html Hospiz, BRK und viele Helfer ermöglichen Heimreise eines Schwerstkranken Die folgende Geschichte erzählt von Eric I., einem Arbeiter aus Kroatien, der vor drei Jahren ganz alleine nach Deutschland gekommen war. Als der 59-Jährige nun schwer erkrankte, lautete sein letzter Wunsch, nach Hause zurückzukehren, um dort, in der Heimat sterben zu dürfen. Wie er die weite Reise in Zeiten von Corona und den dadurch geltenden Reisebeschränkungen schaffen sollte, war zunächst unklar. Doch viele Helfer mit Herz suchten und fanden gemeinsam einen Weg.

Eric I. wurde Ende April im Endstadium einer schweren Erkrankung im AllgäuHospiz in Kempten aufgenommen. „Herr I. hatte hier in Deutschland keine Angehörigen, die ihn hätten besuchen und ihm beistehen können. Eine engagierte Betreuerin wurde gerichtlich bestellt. Auch seine Deutschkenntnisse sind sehr begrenzt. Dadurch war eine Verständigung leider nur sehr eingeschränkt möglich“, schildert Susanne Hofmann, die Leiterin des AllgäuHospiz, die schwierige Situation. „Dabei ist es gerade in dieser letzten Lebensphase so wichtig, die eigenen Gedanken, Gefühle und Wünsche mitteilen zu können.“

Glücklicherweise konnten eine kroatische ehrenamtliche Mitarbeiterin des Hospiz sowie der in Kempten wirkende kroatische Pfarrer Matijas Farkas als Dolmetscher hinzugezogen werden. Der Geistliche besuchte Herrn I. mehrmals und auch die Ehrenamtliche hielt nach einem ersten persönlichen Treffen, das unter allen aktuell gegebenen Schutzmaßnahmen stattfand, telefonisch Kontakt zu ihm. „Sich endlich in der Muttersprache mitteilen zu können, war eine merkliche Erleichterung. Herrn I.s sehnlichster Wunsch war es, in seine Heimat zurückzukehren, um seine dort lebenden Angehörigen noch einmal zu sehen und dort zu sterben“, sagt Susanne Hofmann. Doch aufgrund der geltenden Reisebeschränkungen schien dies zunächst utopisch. „Ohnehin wären ein Flug oder eine Zugfahrt viel zu anstrengend für unseren Gast gewesen.“

Die rettende Idee kam schließlich Hospiz-Geschäftsführer Alexander Schwägerl. Er ist zugleich Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu und wusste, dass der Fahrdienst des Roten Kreuzes auch in diesen Tagen Grenzen überqueren darf. Danach ging alles ganz schnell: Das Generalkonsulat der Republik Kroatien in München, mit dem der Fahrdienstleiter des BRK, Dietmar Schenk, Kontakt aufnahm, meldete zurück, dass Eric I. als kroatischer Staatsangehöriger problemlos einreisen dürfe. Die beiden Fahrer des BRK Oberallgäu würden als medizinisches Begleitpersonal eingestuft, womit auch ihrer Ein- und Rückreise nichts im Wege stünde. So konnte Eric I. am 24. April frühmorgens um 4 Uhr die Reise in seine Heimat antreten. Die gerichtlich bestellte, sehr engagierte Betreuerin des Patienten hatte sein persönliches Hab und Gut rechtzeitig in seiner Wohngemeinschaft abgeholt und die kroatische Hospizmitarbeiterin hatte den drei Reisenden liebevoll ein großes Proviantpaket gepackt. „Die fast 1.200 Kilometer lange Fahrt nach Dubrovnik dauerte 18 Stunden und war weitgehend problemlos“, berichten die beiden Fahrer Helmut Klaus und Philipp Hübler. „Über weite Strecken begegnete uns aufgrund der Corona-Situation kein anderes Auto - einmal sogar 80 Kilometer lang.“ Die Stimmung sei trotz des tragischen Hintergrundes gut und oft sogar lustig gewesen, erzählt Helmut Klaus. „Obwohl die Möglichkeit zum Liegen bestanden hätte, wollte Eric die ganze Zeit im Tragestuhl sitzen und die Eindrücke genießen.“

Die Grenzübergänge konnten die Drei durch das offizielle Schreiben des Generalkonsulats ohne größere Probleme passieren. „Lediglich bei der Einreise nach Kroatien mussten wir eineinhalb Stunden auf ein Einreisedokument warten. Das hat sich aber gelohnt, denn wir wurden später prompt von der kroatischen Polizei kontrolliert und durften dank dieses Zertifikats ohne Ärger weiterfahren.“

In Dubrovnik angekommen konnte Eric I. ganz kurz seine Schwester sehen, ehe er sich für zwei Wochen in eine Klinik in Quarantäne begeben musste. „Eric war einfach glücklich, wieder daheim zu sein“, sagt Helmut Klaus. „Ich bin froh, dass wir ihm helfen konnten. Das Ganze ging uns schon unter die Haut“. „Trotz des traurigen Hintergrundes ist es wunderschön zu sehen, was alles möglich ist, wenn mehrere Menschen Hand in Hand zusammenhelfen“, findet Susanne Hofmann. „Wir hoffen nun alle, dass Herr I. die zwei Wochen gut übersteht und seine Familie noch einmal sehen kann.“

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news-388 Wed, 20 May 2020 16:40:00 +0200 Erste Hilfe bei Grillunfällen https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/erste-hilfe-bei-grillunfaellen.html BRK gibt Tipps zum richtigen Umgang mit Verbrennungen Der Sommer naht mit großen Schritten und in vielen Gärten und auf Balkons werden die Grills angeworfen. Dabei sollte jeder Einzelne Vorsicht walten lassen. Denn laut Deutscher Gesellschaft für Verbrennungsmedizin kommt es in Deutschland jedes Jahr zu etwa 4.000 Grillunfällen mit zum Teil schweren Verletzungen. Frank Schönmetzler, Leiter der Breitenausbildung beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) Oberallgäu, hat Tipps, wie man im Notfall richtig reagiert.

Hinweis: In Corona-Zeiten gelten bei der Ersten Hilfe besondere Regelungen zum Eigenschutz

  • <i>Wenn möglich Mindestabstand von 1,50 m einhalten</i>
  • <i>Mund-Nasen-Schutz und Einmal-Handschuhe tragen</i>
  • <i>bei direktem Kontakt mit Verunfalltem: auch dessen Nase und Mund mit Tuch abdecken</i>
  • <i>Hände sauber waschen oder desinfizieren</i>


„Immer wieder kommt es beim Grillen zu gefährlichen Unfällen, weil flüssige Brandbeschleuniger wie Benzin oder Spiritus in die heiße Glut gespritzt werden“ weiß Frank Schönmetzler. „Dabei kann es zu meterhohen Stichflammen kommen. Umstehende Personen werden dann vor allem an Oberkörper, Armen und Oberschenkeln verbrannt, bei Kindern ist häufig der Kopfbereich betroffen. Neben Brandverletzungen der Haut kann es durch das Einatmen der heißen Gase auch zu Verbrennungen der Atemwege kommen. Beides kann, je nach Schweregrad, lebensbedrohlich sein“, warnt er und rät dringend: „Verwenden Sie darum nur feste Grillanzünder oder Pasten.“ Zudem sollte der Grill auf einen festen Untergrund gestellt werden, sodass er nicht wackelt. Kinder und Haustiere sollten nicht in der Nähe des Grills herumtoben und immer im Auge behalten werden. Sicherheitshalber sollte immer ein mit Wasser gefüllter Eimer oder ein Feuerlöscher bereit stehen.“ Der Experte hält eine Reihe von wichtigen Verhaltensregeln bei Brandverletzungen parat.

Was tun im bei Verbrennungen?

  • Menschen, deren Kleidung brennt, aufhalten. Kleidung sofort mit Wasser übergießen, mit einer Decke löschen oder auf dem Boden wälzen. ACHTUNG! Auf keinen Fall Decke mit synthetischen Materialien (z.B. Fleece) zum Löschen verwenden. Diese verschmelzen mit der Haut!
  • Heiße Stoffe, die unmittelbar auf die Haut gelangt sind, mit der Haut verklebte Kleidung oder in die Haut eingebrannte Materialien dürfen nicht entfernt werden. Dabei könnten Haut und Gewebe mitgerissen werden. Mit der Haut verklebte Kleidung darf lediglich umschnitten werden.
  • Verbrennungen im Gesicht mit feuchten Tüchern kühlen, dabei Atemwege freihalten
  • Kleinflächige Verbrennungen (nicht größer als die Handfläche des Betroffenen) sofort zur Schmerzlinderung 10-15 Minuten lang mit fließendem, handwarmem Wasser kühlen. Kein zu kaltes Wasser oder Eis verwenden. => Gefahr von Unterkühlung und Erfrierungen!
  • Ist dem Verletzten kalt, sofort mit dem Kühlen aufhören!
  • Nach dem Kühlen die Wunde mit sterilem Tuch (Verband- bzw. Metallinetuch) leicht abdecken und evtl. den Arzt aufsuchen
  • Größere Brandwunden und Verbrennungen am Rumpf wegen der Gefahr von Unterkühlung und der daraus resultierenden Kreislaufbelastung nicht kühlen! Arzt aufsuchen oder Rettungsdienst 112 rufen.
  • Sind mehr als fünf Prozent der Körperoberfläche verbrannt, Rettungsdienst 112 rufen.
    Faustregel: Handinnenfläche des Betroffenen entspricht einem Prozent der Körperoberfläche.
  • Nach Versorgung der Wunde => Beine des Betroffenen hochlagern, bis Rettungsdienst kommt
  • Brandblasen sollten nicht geöffnet werden, da dies das ungehinderte Eindringen von Keimen ermöglicht
  • Keine Hausmittel (Mehl o.Ä.) verwenden
  • Bei Kreislaufproblemen des Betroffenen => Erste Hilfe-Maßnahmen anwenden, Rettungsdienst 112 rufen
  • Betroffener ist bei Bewusstsein => mit dem Verletzten sprechen, beruhigen, Oberkörper hoch lagern
  • Bei Schocksymptomen (kalter Schweiß, Blässe, Schwindel) => auf den Rücken legen, Beine hochlagern
  • Bei Bewusstlosigkeit
    • stabile Seitenlage
    • eventuelle Fremdkörper aus dem Mund entfernen
    • ständig Atmung und Herzschlag kontrollieren. Während Corona gilt: Atmung am besten mit Abstand, anhand des Hebens und Senkens des Brustkorbs prüfen
  • Bei fehlender Atmung und Herzschlag: Herzdruckmassage durchführen bis Rettungsdienst eintrifft. Während Corona gilt: bei haushaltsfremden Personen derzeit auf Mund-zu-Mund-Beatmung verzichten. Ausnahme: Familienmitglieder und Kleinkinder

Das BRK bietet in Kempten und dem Allgäu regelmäßig entsprechende Kurse an. Nähere Infos zu den Kursen finden Sie auf unserer Website.

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news-387 Tue, 19 May 2020 16:40:00 +0200 Überwältigende Mengen an Kleiderspenden https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/ueberwaeltigende-mengen-an-kleiderspenden.html BRK richtet Dank und Bitten an alle Kleiderspender Viele Menschen in Kempten und dem Oberallgäu nutzen die Zeit der Ausgangsbeschränkungen, um die eigenen vier Wände auf Vordermann zu bringen und zu entrümpeln. Dabei wird offenbar auch so mancher Kleiderschrank durchsortiert. Die noch tragbaren Stücke wandern oftmals in die vielerorts bereitstehenden Altkleider-Sammelcontainer gemeinnütziger Hilfsorganisationen. Beim BRK bereiten die derzeitigen Mengen an Kleidung bei aller Freude sogar schon logistische Probleme.

Das BRK hält in Kempten und dem Oberallgäu Sammelcontainer für gut erhaltene Kleidungsstücke bereit. Die platzen gerade aus allen Nähten. „Zurzeit erhalten wir so viele Kleiderspenden, dass wir die Container teilweise zweimal pro Woche leeren müssen. Kaum sind sie geleert, sind sie auch schon wieder voll“, sagt Susanne Kultus, die Leiterin der Kleiderläden des BRK Oberallgäu mit einem Lächeln, das in ein Stirnrunzeln übergeht. „Wir freuen uns zwar über die große Spendenbereitschaft, kommen durch die Mengen an Kleidung aber mittlerweile an unsere Kapazitätsgrenzen, was die Sortierung und Lagerung der Alttextilien angeht.“ Die Situation wird dadurch erschwert, dass die Kleiderläden des BRK in Immenstadt und Kempten, in denen viele der gut erhaltenen Stücke sonst zum kleinen Preis weiterverkauft werden, im Zuge der Corona-Krise geschlossen wurden (der Kleiderladen in Kempten wurde mittlerweile wieder geöffnet, jener in Immenstadt ist nach wie vor geschlossen). Somit staut sich die Ware.

Deshalb hat das BRK folgende Bitten an alle Kleiderspender:

  • Bitte lagern sie Ihre Kleiderspenden zunächst noch zu Hause an einem geschützten und trockenen Platz und geben Sie sie erst ab, wenn sich die allgemeine Situation wieder normalisiert hat.
  • Bitte stellen Sie keine gefüllten Tüten vor oder neben (überfüllte) Sammelcontainer. So vermeiden wir alle zusammen eine Vermüllung der Abgabestellen.
  • Bitte spenden Sie ausschließlich brauchbare und saubere Textilien - keinen anderweitigen Müll oder Lumpen. Sonst entsteht für uns ein hoher Entsorgungsaufwand, der der guten Sache widerspricht.


Susanne Kultus appelliert: „Wir möchten uns bei allen bisherigen und künftigen Spendern bedanken. Bitte unterstützen Sie uns weiter, indem Sie diese Hinweise beherzigen.“

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news-386 Fri, 15 May 2020 16:40:00 +0200 Allergischer Schock nach Insektenstich https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/allergischer-schock-nach-insektenstich.html BRK erklärt richtiges Verhalten bei Anaphylaxie Viele Menschen sind allergisch gegen Insektengift. Stiche von Wespen und Bienen, aber auch von Hummeln, Hornissen oder Bremsen können für sie lebensbedrohlich werden. Für die Betroffenen selbst, aber auch für Angehörige und Begleitpersonen ist es darum wichtig, genau zu wissen, was im Notfall zu tun ist. Margret Spieß, die stellvertretende Leiterin Rettungsdienst bei BRK Oberallgäu, gibt hilfreiche Tipps zum richtigen Verhalten.

Ein allergischer (auch: anaphylaktischer) Schock ist die schlimmste Notfall-Situation, die bei einem Allergiker, zum Beispiel nach einem Insektenstich, auftreten kann. Dabei werden große Mengen Histamin im Körper freigesetzt, was eine sofortige Erweiterung der Blutgefäße verursacht. Hierdurch sinkt der Blutdruck schlagartig ab. Das Herz muss immer schneller schlagen, um den Blutdruck aufrechtzuerhalten. Häufig führt dies bereits nach wenigen Minuten zu Bewusstlosigkeit oder sogar zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand.


Margret Spieß vom BRK rät: „Schon bei den ersten Anzeichen eines allergischen Schocks, wie beispielsweise Schwindel, innerer Unruhe, Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfen, Durchfall, Schluck- und Sprechbeschwerden, kribbelnden Händen und Füßen, Fließschnupfen, Heiserkeit, Atemnot oder Herzklopfen sollten Betroffene und Begleiter sofort reagieren und den Notruf 112 verständigen sowie umgehend die verschriebenen Medikamente aus dem Notfallset anwenden.“


Erste-Hilfe-Maßnahmen bei allergischen Reaktionen durch Insektenstiche

  • Bei bekannter Allergie gilt: Nach dem Stich sofort handeln
  • Bei Bienenstichen: Stachel, der in der Haut steckt, mit dem Fingernagel wegschnippen (ACHTUNG: Stachelblase nicht quetschen!)
  • Falls vorhanden: Notfall-Set anwenden
  • Notruf 112 verständigen
  • Enge Kleidungsstücke, vor allem am Hals, lockern oder entfernen
  • Bei Atmungsproblemen: sitzende Haltung
  • Bei Schocksymptomen (kalter Schweiß, Blässe, Schwindel): auf den Rücken legen, Beine hochlagern (bei gleichzeitiger Atemnot: stattdessen sitzen)
  • Bei Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage
  • Ständig Atmung und Herzschlag kontrollieren
  • Bei fehlender Atmung und Herzschlag: Wiederbelebungsmaßnahmen durchführen (Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung – dabei auf Eigenschutz achten)

„Grundsätzlich ist es wichtig, über die eigene Allergie und die Allergieauslöser Bescheid zu wissen“, betont Margret Spieß. „Darum sollte bei Verdacht ein Allergietest, z.B. beim Hautarzt durchgeführt werden. Verschreibt der Arzt ein Notfalls-Set, sollten der Betroffene und seine Angehörigen sich unbedingt mit der Handhabung vor allem der Adrenal-Fertigspritze vertraut machen, denn im akuten Notfall zählt jede Sekunde. Jedes Jahr im Frühjahr sollte das Haltbarkeitsdatum des Notfall-Sets überprüft werden. Das Set sollte in der warmen Jahreszeit immer mitgeführt werden – es kann überlebenswichtig sein.“

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news-385 Thu, 14 May 2020 14:00:00 +0200 „Scheinwerfer an, Laptop auf!“ https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/scheinwerfer-an-laptop-auf.html Das BRK geht „LIVE“ Der Kreisverband (KV) Oberallgäu des BRK bietet in Kooperation mit der Digital Event Marke „OnActive“ und deren regionalem Partner wildgeist GmbH & Co KG professionelle Videoschulungen für Fachpersonal im Rettungsdienst an. Der Start der Reihe für medizinische Fachvorträge erfolgte vergangenen Dienstag.

Neue Wege in Zeiten von Corona einschlagen zu müssen, betrifft auch die regelmäßig stattfindenden Fort- und Weiterbildungen für Rettungskräfte des BRK.

Die bestmögliche Versorgung der Patienten und der maximale Schutz für Mitarbeitende im Rettungsdienst müssen dabei gleichbedeutend an erste Stelle gesetzt werden. Daher hat das BRK des Kreisverbandes Oberallgäu nun eine digitale Fachvortragsserie gestartet. In Kooperation mit der Firma „OnActive“ und dem lokalen Partner wildgeist GmbH werden in deren Kemptener Büro Live-Video-Vorträge zu medizinischen Fachthemen produziert.

Vergangenen Dienstag fand bereits die erste Sendung zum Thema „RSI bei COVID-19 Patienten im Rettungsdienst (schnelle Narkoseeinleitung)“ statt. Fachdozenten aus dem Bereich ‚Ausbildung Rettungsdienst‘ des KV Oberallgäu erläuterten in einem Live-Vortrag zunächst die Chancen und Risiken der Notfallnarkose bei COVID-19 Patienten. Darauf folgte eine Live-Demonstration zur Abarbeitung der neuen Checklisten für die Notfallnarkose mit Unterstützung von Dr. Christian Nußbickel, Facharzt für Anästhesie und leitender Notarzt der ARA-Flugrettung.
Während der Schulung konnten die Teilnehmer aktiv Fragen einreichen, die im Anschluss an den Vortrag von den jeweiligen Fachgebietsexperten beantwortet wurden.

Bei den mehr als 100 Teilnehmern fand diese erste Veranstaltung großen Zuspruch. Ein wichtiger Grundstein für die Ausweitung des Konzeptes zur Unterstützung der Einsatzkräfte wurde damit gelegt. Weitere Vorträge sind bereits in Planung.

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news-382 Wed, 13 May 2020 16:40:00 +0200 Gemeinnützige Familie Rauch-Stiftung spendet Einsatz-Quad an die BRK Bereitschaft Kempten https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/gemeinnuetzige-familie-rauch-stiftung-spendet-einsatz-quad-an-die-brk-bereitschaft-kempten.html Fahrzeug dient der schnellen Erstversorgung in unwegsamem Gelände Die gemeinnützige Familie Rauch-Stiftung von Winfried Rauch, dem 2016 verstorbenen Gründer der Firma MAHA in Haldenwang, setzt sich bereits seit vielen Jahren für das Bayerische Rote Kreuz im Oberallgäu ein. Für eine schnelle Erstversorgung im unwegsamen Gelände spendete die Stiftung dem BRK Kempten jetzt ein Einsatz-Quad im Wert von 13.000 €.

Die Bereitschaft Kempten des Bayerischen Rotes Kreuzes ist seit mehr als 130 Jahren für die Bürgerinnen und Bürger im Altlandkreis Kempten im Einsatz – und das ehrenamtlich. Zu den Aufgaben der 120 Sanitäterinnen und Sanitäter gehören der Sanitätsdienst auf Veranstaltungen, der Katastrophenschutz sowie die Unterstützung des Rettungsdienstes. Damit die Retter des Roten Kreuzes schneller und sicherer im unwegsamen Gelände vorankommen, steht nun ein modernes Einsatz-Quad zur Verfügung. Das 34 PS starke All-Terrain-Vehicle verfügt neben einem großen Motor auch über zuschaltbaren Allradantrieb und einen Überrollbügel. „Es ist das ideale Gefährt für Vermisstensuchen oder Einsätze abseits von befestigten Straßen“, freut sich die stellvertretende Bereitschaftsleiterin Alexandra Lingenhöl vom BRK.

Bei der Spendenübergabe sagte Anton Klotz, Beiratsvorsitzender des MAHA-Stiftungsrates: „Ein aufrichtiges `Vergelt's Gott´ an alle Ehrenamtlichen. Durch unsere Spende können wir die Arbeit der Einsatzkräfte etwas erleichtern. Die Arbeit der ehrenamtlichen Sanitäter ist unbezahlbar und wichtig für unsere Gesellschaft.“

„Durch die großzügige Spende ist das Rote Kreuz in Kempten bestens für zukünftige Einsätze ausgestattet“, ergänzte stolz Alfred Reichert, Vorsitzender des BRK Kreisverbandes Oberallgäu. Er sprach der Familie Rauch-Stiftung im Namen des BRK seinen Dank aus.

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news-381 Wed, 13 May 2020 16:35:00 +0200 Erste Hilfe bei Fahrradunfällen https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/erste-hilfe-bei-fahrradunfaellen.html BRK gibt Tipps zum richtigen Verhalten bei Knochenbrüchen & Co. Während der Corona-bedingten Ausgangsbeschränkungen waren vielerorts auffallend viele Fahrradfahrer zu sehen. Sportliche Rennradler, E-Biker, Senioren und Familien nutzten das schöne Wetter und die unerwartete freie Zeit, um die schöne Landschaft, Sonne und frische Luft zu genießen. „Wenn die Fahrradsaison so richtig losgeht, steigen leider auch die Zahlen von Unfällen, an denen Radler beteiligt sind“, weiß Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter des BRK Oberallgäu. Er erklärt die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen, die - unter Berücksichtigung der aktuell geltenden Sonderregelungen während der Corona-Krise - bei Fahrradunfällen in Stadt und Gelände wichtig sind.

„Die häufigsten Verletzungen bei Fahrradfahrern sind Knochenbrüche, Gelenkverletzungen, Platz- und Schürfwunden sowie Schädelverletzungen bis hin zu schweren Schädel-Hirn-Traumata“, sagt Frank Schönmetzler. Er appelliert: „Sinnvoll ist es, bei jeder Fahrradtour ein Erste-Hilfe-Set dabei zu haben. Diese gibt es von verschiedenen Sportartikelherstellern speziell für Radler.“

Im Gegensatz zu offenen Wunden sind innere Verletzungen, Knochenbrüche und Gelenkverletzungen für den Laien oft nicht eindeutig zu erkennen. „Hinweise auf Knochenbrüche und Gelenkverletzungen sind beispielsweise unnatürlich verdrehte Gliedmaßen, gefolgt von starken Schmerzen und Bewegungseinschränkung oder Bewegungsunfähigkeit. Der Betroffene nimmt meist automatisch eine Schonhaltung ein.

Maßnahmen bei Knochenbrüchen und blutenden Wunden
In Corona-Zeiten gelten besondere Maßnahmen zum Eigenschutz. Sofern dies möglich ist, halten sie einen Mindestabstand von 1,50 Meter ein, tragen Sie Mund-Nasen-Schutz und decken Sie bei direktem Kontakt mit dem Verunfallten auch dessen Nase und Mund mit einem Tuch ab.

  • Unfallstelle sichern
  • Bei schwererem Unfallgeschehen, starken Blutungen und (Kopf-) Verletzungen => Notruf 112 verständigen
  • Bruchstelle bzw. Gelenk nicht bewegen. Keine Einrenkungs- oder Bewegungsversuche unternehmen!
  • Verletzten Körperbereich ruhigstellen (evtl. mit Schiene, Armschlinge)
  • Geschlossenen Bruch, wenn möglich, vorsichtig mit nassen Tüchern kühlen
  • Offenen Bruch mit sauberer (wenn möglich: steriler) Wundauflage bedecken
  • verletzt Gliedmaßen vorsichtig umpolstern (z.B. mit fest gerollten Kleidungsstücken o.Ä.)
  • bei stark blutender Wunde => Druckverband anlegen, Notruf 112 verständigen

„Innere Verletzungen, zum Beispiel durch den Fahrradlenker, können sich durch Blutergüsse und blaue Flecken am Rumpf, gekoppelt mit häufig erst später einsetzenden Schmerzen im Bauch, eine harte Bauchdecke und Schocksymptome wie kaltem Schweiß, Blässe und Schwindel bis hin zu Bewusstlosigkeit bemerkbar machen. Schädel-Hirn-Traumata, zu denen auch Gehirnerschütterungen zählen, erkennt man an Symptomen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Desorientiertheit, Verwirrtheit, Erbrechen, Seh-, Bewegungsstörungen oder Sprachstörungen“, so der Experte. „In beiden Fällen muss sofort der Rettungsdienst unter 112 alarmiert werden.“

Maßnahmen bei Inneren und Kopfverletzungen

  • Bei Hinweise auf Schädel-Hirn-Trauma => Notruf 112 verständigen
  • Betroffener ist bei Bewusstsein => mit dem Verletzten sprechen, beruhigen, Oberkörperhoch lagern
  • bei Schocksymptomen => auf den Rücken legen, Beine hochlagern
  • Bei Bewusstlosigkeit
    • Helm des Betroffenen vorsichtig abnehmen
    • stabile Seitenlage
    • eventuelle Fremdkörper aus dem Mund entfernen
    • ständig Atmung und Herzschlag kontrollieren. Während Corona gilt: Atmung am besten mit Abstand, anhand des Hebens und Senkens des Brustkorbs prüfen
    • bei fehlender Atmung und Herzschlag: Herzdruckmassage durchführen. Während Corona gilt: bei haushaltsfremden Personen derzeit auf Mund-zu-Mund-Beatmung verzichten. Ausnahme: Familienmitglieder und Kleinkinder

Wichtige Hinweise für Mountainbiker
Bei einem Fahrradunfall in unwegsamem Gelände herrscht womöglich kein Handyempfang. Frank Schönmetzler weiß Rat: Schalten Sie Ihr Handy aus und dann wieder ein, OHNE den PIN einzugeben. Wählen Sie dann den Euro-Notruf 112. Das Gerät sucht nun ausreichende Signale anderer Netzanbieter. Falls das nichts bringt müssen Sie den Standort wechseln – auf Anhöhen herrscht eher Empfang – und es erneut per Euro-Notruf versuchen.“

„Unser Rettungsdienst berichtet, dass derzeit aufgrund von Corona große Verunsicherung bei potenziellen Ersthelfern herrscht. Darum ist es sinnvoll, sich mit den geltenden Sonderregelungen vertraut zu machen. Denn grundsätzlich besteht auch während der Corona-Pandemie die Pflicht zur Hilfeleistung bei Notfällen.“ Der Experte rät allen Verkehrsteilnehmern, regelmäßig ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen. Das BRK bietet in Kempten und dem Allgäu regelmäßig entsprechende Kurse an. Nähere Infos zu den Kursen finden Sie unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/.

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news-380 Mon, 11 May 2020 11:02:00 +0200 Hilfe für viele Bedürftige Menschen in Kempten https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/hilfe-fuer-viele-beduerftige-menschen-in-kempten.html Sant Nirankari Mission spendet an Tafel Die Tafel Kempten durfte sich in der vergangenen Woche über eine großzügige Spende seitens der Sant Nirankari Mission freuen.

Die Sant Nirankari Mission Kempten, eine ursprünglich in Indien beheimatete spirituellen Gemeinschaft, hatte eigens für die Tafel gesammelt. Dabei kamen 1.450 Euro sowie haltbare Lebensmittel im Wert von weiteren 500 Euro zusammen. Diese wurden zusammen mit selbstgenähten Mund-Nase-Behelfsmasken an den Tafel-Koordinator Markus Wille übergeben. Er dankte dem Vorsitzenden der Ortsgruppe und allen Spendern von Herzen.

Pro Woche verteilt das BRK Oberallgäu derzeit rund 150 Tafel-Pakete kostenlos an Bedürftige. Tafel-Kunden, die zur Risikogruppe gehören, bekommen das Paket vor die Wohnungstüre gestellt. Junge und gesunde Tafel-Kunden können ihre Pakete täglich im Tafel-Lager abholen.

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news-375 Fri, 08 May 2020 14:13:00 +0200 Weltrotkreuztag https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/weltrotkreuztag.html Seuchenbekämpfung ist beim Roten Kreuz seit jeher eine wichtige Mission Am 08. Mai findet der alljährliche Weltrotkreuz- und Rothalbmondtag, oft kurz als Weltrotkreuztag bezeichnet, statt. Dieser inoffizielle internationale Gedenk- und Feiertag erinnert an den Geburtstag von Henry Dunant (1828-1910). Der Schweizer Geschäftsmann, Menschenfreund und Empfänger des ersten Friedens-Nobelpreises gilt als Begründer der Rotkreuzbewegung. Eine wichtige Mission der Bewegung war seit jeher die Bekämpfung von Seuchen.

Seit seiner Gründung Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte das Rote Kreuz die Seuchenbekämpfung zu einer seiner wichtigen Missionen. Bei der Bewältigung von Epidemien wie Typhus, Tuberkulose, Lungenpest, Fleckfieber oder Ebola und Pandemien wie der Cholera oder der Spanischen Grippe, die Anfang des 20. Jahrhunderts um die 50 Millionen Menschen tötete, waren die Helfer häufig an vorderster Front im Einsatz.

Zu den Schreckgespenstern des 19.Jahrhunderts zählte die (bis heute nicht ausgerottete) Tuberkulose (TBC), damals Schwindsucht genannt. Wirksame Medikamente gegen diese schwere bakterielle Erkrankung gab es damals noch nicht. So forderte die TBC um 1900 pro Jahr allein in Deutschland rund 160.000 Todesopfer. Vor allem einfache Arbeiter, die in ärmlichen und schmutzigen Verhältnissen lebten und sich schlecht ernährten, stecken sich schnell an. Da prophylaktische Hygienemaßnahmen nur den wenigsten Menschen bekannt waren, sah das Rote Kreuz es als seine Aufgabe an, die Menschen aufzuklären und ihnen Hygieneregeln bei Ernährung, Kleidung und Wohnen zu vermitteln. Für die Erkrankten wurden spezielle Genesungs- und Erholungsheime, Lungensanatorien und Krankenhäuser sowie die sogenannten „Arbeitergärten vom Roten Kreuz“ eingerichtet. Durch Gartenarbeit, frische Luft, Sonne und Erholung sollten sie der Bevölkerung in Ballungszentren zur Krankheitsvorbeugung dienen. In Berichten über die Spanische Grippe, die Anfang des 20. Jahrhunderts weltweit wütete, ist zu lesen, wie das Rote Kreuz inmitten der Verheerungen beispielsweise in der Schweiz gewaltige Mengen an Wäsche und Krankenbetten an militärische und zivile Notkrankenhäuser lieferte und in den USA Millionen von Baumwoll-Schutzmasken an die Bevölkerung verteilte. Auch bei Epidemien in jüngerer Vergangenheit war das internationale Rote Kreuz stets mit vor Ort. So nahmen die Helfer beim Ausbruch der hochinfektiösen Lungenpest in Madagaskar 2018 eine Pest-Behandlungsstation in Betrieb. Bei den Ausbrüchen der ebenfalls hochansteckenden, lebensbedrohlichen Ebola in Afrika in den vergangenen Jahren meldeten sich ebenfalls zahlreiche freiwillige Helfer, um den Erkrankten Hilfe zu leisten und Wissen über Vorbeugung und das richtige Verhalten im Fall einer Infektion zu verbreiten. Alexander Schwägerl, Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu, betont: „Die Seuchenbekämpfung hat bei uns eine lange Tradition. Auch im Fall der aktuellen Corona-Pandemie tun wir nicht nur regional, sondern in all unseren Verbänden alles, was in unserer Macht steht, um die Bevölkerung bestmöglich zu schützen und gut durch diese schwierige Zeit zu begleiten.“

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news-379 Wed, 06 May 2020 11:02:00 +0200 Angst vor Ansteckung – Erste Hilfe in Corona-Zeiten sieht anders aus https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/angst-vor-ansteckung-erste-hilfe-in-corona-zeiten-sieht-anders-aus.html BRK erklärt, welche Maßnahmen aufgrund von Corona beachtet werden müssen Im Fall eines Notfalls ist jeder Bürger gesetzlich verpflichtet, Hilfe zu leisten. Dabei gilt: die Hilfe muss im Maße der Zumutbarkeit und ohne erhebliche eigene Gefahr vorgenommen werden. Doch wie sieht es damit angesichts der Corona-Pandemie aus, wo viele Menschen große Angst vor einer Ansteckung mit dem Virus haben? „Die gesetzliche Pflicht zur Ersten Hilfe besteht auch trotz des Risikos einer Ansteckung, jedoch gibt es in der aktuellen Situation einige Besonderheiten“, betont Dr. med. Andreas Baumgarten, Chefarzt des BRK Kreisverbandes Kempten-Oberallgäu und gibt hilfreiche Tipps.

Sichere Erste-Hilfe-Maßnahmen in Zeiten von Corona
1. An erster Stelle steht immer die eigene Sicherheit, gerade jetzt, da mit der Ansteckungsgefahr ein zusätzliches Risiko besteht. Wenn möglich sollte ein Mindestabstand von 1,50 Meter gewahrt werden. Dies liegt jedoch im Ermessen der helfenden Person.

2. Wenn näherer Kontakt notwendig ist, zum Beispiel bei Verletzungen, sollten Sie alle umsetzbaren Hygienemaßnahmen anwenden. Mund und Nase der hilfebedürftigen Person sollten mit einem Tuch abgedeckt und auch das eigene Gesicht geschützt werden. Auch das Tragen von Einweg-Handschuhen ist sinnvoll.

3. Unabhängig von der Distanz ist es eine wesentliche Erste Hilfe, den Notruf 112 anzurufen.

4. Wenn die verunglückte Person bei Bewusstsein ist, sollten Sie mit ihr sprechen, sie beruhigen, sie darüber informieren, dass Hilfe unterwegs ist und so lange bleiben, bis der Rettungsdienst vor Ort ist.

5. Wenn der Verunglückte bewusstlos ist, aber normal atmet, bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage.

6. Bei einem Herz-Kreislaufstillstand sollten Sie in der aktuellen Situation auf die Mund-zu-Mund-Beatmung verzichten und nur die Herzdruckmassage durchführen (100- 120 Mal pro Minute) – und zwar solange, bis der Rettungsdienst übernimmt.

7. Nach der Hilfeleistung sollten Ihre Hände gründlich und sorgfältig gewaschen und desinfiziert werden.

8. Geben Sie den Einsatzkräften Ihre eigenen Kontaktdaten, um erreichbar zu sein, für den Fall, dass bei der betroffenen Person nachträglich eine infektiöse Erkrankung festgestellt wird.

9. Wenn Sie zu einer Risikogruppe zählen, sollten Sie grundsätzlich zu Hause bleiben. Werden Sie dennoch draußen Zeuge eines Notfalls, müssen Sie abwägen, ob Hilfeleistungen an Fremden unter Rücksichtnahme auf die eigene Sicherheit möglich sind.

10. Ein Risikopatient mit Symptomen sollte an einem Patienten keine direkte Erste Hilfe leisten, sondern sich auf die Organisation der Hilfe beschränken und den Notruf 112 wählen.

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news-378 Tue, 05 May 2020 09:25:00 +0200 Lockerungen des Besuchsrechts https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/lockerungen-des-besuchsrechts.html BRK fordert Schutzausrüstung und Testungen Das Bayerische Rote Kreuz als Betreiber von 130 stationären Pflegeeinrichtungen im Freistaat begrüßt die von der Staatsregierung geplanten Lockerungen des Besuchsverbotes in Alten- und Pflegeeinrichtungen, um der zunehmenden sozialen Vereinsamung der Bewohnerinnen und Bewohner entgegenwirken zu können, vor allem mit den damit verbundenen enormen Gefahren für Demenzkranke und Bewohner mit kognitiven Einschränkungen.

„Voraussetzung für jede Maßnahme muss aber sein, dass Bewohner und Pflegekräfte regelmäßig getestet werden können und ausreichend Schutzausrüstung für die Pflegekräfte vorhanden ist“, sagt BRK-Präsident Theo Zellner. Er hat dies bereits vor sechs Wochen in einem Schreiben an Ministerpräsident Söder und Gesundheitsministerin Huml angemahnt. Noch immer ist die Versorgung der Pflegeeinrichtungen im Freistaat mit Tests und Schutzausrüstung nicht ausreichend sichergestellt.

Das BRK fordert zudem, dass Besuchskonzepte in jeder Einrichtung individuell entwickelt werden müssten und den örtlichen Gegebenheiten anzupassen sind. „Auch eine Beschränkung auf bestimmte Bezugspersonen der Bewohnerinnen und Bewohner ist notwendig“, so der BRK-Präsident. Das BRK warnt vor einer generellen und unkontrollierbaren Lockerung des Besuchsverbotes und weist auf die enormen Infektionsrisiken in den Einrichtungen der Altenhilfe hin.

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news-373 Mon, 04 May 2020 12:24:00 +0200 Kürzere Hilfsfrist, gutes Miteinander https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/kuerzere-hilfsfrist-gutes-miteinander.html Vor einem Jahr wurde die neue Rettungswache Durach eingeweiht Vor genau einem Jahr, am 29. April 2019 wurde die neu gebaute Rettungswache am Sportplatzweg in Durach offiziell in Betrieb genommen. Sie stellt eine wertvolle Ergänzung des Rettungsdienstes in der Stadt und dem Umland dar. Wachleiter Alexander Dornach wirft einen Blick zurück auf die ersten zwölf Monate.

Die Rettungswache Kempten-Durach war nötig geworden, da die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist von maximal 12 Minuten zwischen Notruf und Ankunft des Rettungsdienstes in manchen Gebieten südlich von Kempten nicht immer eingehalten werden konnte. „Der Standort der neuen Wache im Nordwesten der Gemeinde Durach eignet sich aufgrund der Nähe zur Autobahn und der guten Infrastruktur sehr gut, um die Vorgabe zu erfüllen“, sagt Wachleiter Alexander Dornach.

Der quaderförmige Zweckbau mit der grau-weißen, teils holzvertäfelten Fassade wurde vom Grundstückseigentümer Xaver Weixler gebaut. „Herr Weixler war von Anfang an bemüht, unsere Wünsche umzusetzen und wir konnten zusammen eine moderne Rettungswache bauen“, freut sich Alexander Dornach. Er und seine Kollegen wissen das außergewöhnliche Engagement des Bauherrn sehr zu schätzen. Das Gebäude beherbergt eine Fahrzeughalle, Lager und Hygieneraum, Umkleiden, einen eigenen Wäschepool, einen Aufenthaltsbereich sowie Büro- und Schlafräume. Hier tun Retter des BRK-Oberallgäu mit Unterstützung der Johanniter in zwei 12-Stunden-Schichten Dienst, wobei 60 Prozent der Dienste aufs BRK entfallen. Optisch macht sich diese Kooperation an der Gestaltung des Rettungswagens bemerkbar: das Fahrzeug mit dem BRK-Kennzeichen ist auf der Fahrerseite mit dem BRK-Logo und auf der Beifahrerseite mit dem Johanniter-Logo beklebt.

„An der Rettungswache ist pro Schicht immer ein Mitarbeiter mit der Qualifikation Rettungsassistent oder Notfallsanitäter sowie ein Fahrer mit der Mindestqualifikation Rettungsdiensthelfer anwesend“, erläutert Alexander Dornach. „Wachwechsel ist jeweils um 6 Uhr und um 18 Uhr. Unser Einsatzgebiet erstreckt sich zwischen Durach und Kempten, St. Mang, Sulzberg, Waltenhofen, Rottach, Petersthal, Nesselwang und Wertach und gelegentlich bis hin zu Oy-Mittelberg.“ Wie wichtig die neue Rettungswache ist, zeigt sich auch an den Einsatzzahlen: In den letzten 12 Monaten rückten die Helfer 4.172 aus (Stand 21. April 2020).

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news-377 Mon, 04 May 2020 09:21:00 +0200 Vermisste des Zweiten Weltkriegs https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/vermisste-des-zweiten-weltkriegs.html DRK-Aufruf: Anfragen an Suchdienst bis Ende 2021 stellen Das Deutsche Rote Kreuz ruft 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Bevölkerung dazu auf, Anfragen zu im Krieg vermissten Angehörigen in naher Zukunft und spätestens bis zum 31.12.2021 zu
stellen. Der Verbleib von vermissten Wehrmachtssoldaten, Zivilisten, Kriegsgefangenen, Zivilinternierten oder Kindern, die durch Flucht und Vertreibung von ihren Familien getrennt worden sind, ist bis heute vielfach ungewiss. Auch Informationen zu Gefangenen in sowjetischen Speziallagern in der ehemaligen Sowjetischen Besatzungszone und der DDR kann der DRK-Suchdienst bereitstellen. „Ende 2023 wird der DRKSuchdienst diese vom Bund finanzierte Aufgabe gemäß einer Vereinbarung mit dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) beenden. Deshalb sollten Anfragen beim DRK-Suchdienst am Standort München in den nächsten anderthalb Jahren gestellt werden“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt.

Im Rahmen eines Datentransfers hat der DRK-Suchdienst seit 1992 aus russischen Archiven rund zwei Millionen Kriegsgefangenen- und Interniertenakten sowie rund fünf Millionen Karteikarten der sogenannten Kriegsgefangenenkartei aus dem Russischen Staatlichen Militärarchiv erhalten. Deren Auswertung könne auch heute noch zu neuen Erkenntnissen für suchende Angehörige führen, sagt Hasselfeldt. Im vergangenen Jahr haben 10.091 Personen Anfragen an den DRK-Suchdienst im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg gestellt, im Jahr zuvor waren es rund 9.000. „Wir gehen davon aus, dass im Umfeld des 75. Jahrestages des Kriegsendes das Interesse an diesem Thema steigt und in vielen Familien das Bedürfnis wächst, das Schicksal vermisster Angehöriger abschließend zu klären. Dieses Interesse wird aber aufgrund der demografischen Entwicklung wieder abflachen“, sagt Hasselfeldt. In 23 Prozent aller Fälle könne der DRKSuchdienst Auskunft über den Verbleib eines vermissten Angehörigen geben; bei deutschen Kriegsgefangenen in der früheren Sowjetunion seien dies oft auch Angaben zu Sterbedatum und letztem Aufenthaltsort.

Seit 1953 wird der DRK-Suchdienst vom BMI institutionell gefördert. Seine Arbeit ist sowohl historisch bedeutsam als auch zeitlos aktuell. So sind beim DRK-Suchdienst im vergangenen Jahr 2.083 (Vorjahr: 2.291) Suchanfragen von Flüchtlingen eingegangen, die den Kontakt zu ihren Angehörigen verloren haben. Diese internationale Suche wird auch nach 2023 fortgesetzt. Außerdem hat der DRK-Suchdienst im Jahr 2019 bundesweit insgesamt 20.966 Beratungen zur Familienzusammenführung durchgeführt.

Mehr Informationen zum DRK-Suchdienst und Online-Formulare für Suchanfragen: www.drk-suchdienst.de

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news-372 Thu, 30 Apr 2020 12:09:00 +0200 Hinter die Kulissen geblickt https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/hinter-die-kulissen-geblickt.html Tafeln und Wärmestube mit Übernachtungsstelle in Kempten - Ein Interview Am 02. Mai ist der „Tag der Lebensmittelverschwendung“. An diesem Aktionstag wird darauf hingewiesen, dass allein in Deutschland pro Jahr zwischen elf und 18 Millionen Tonnen genießbarer Nahrungsmittel im Müll landen. Damit gehen nicht nur die Lebensmittel selbst verloren, sondern auch die zur Herstellung verwendeten Ressourcen. Das BRK im Oberallgäu setzt sich mit seinen Tafelläden und der Wärmestube gezielt für die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung und hilft im selben Zuge Bedürftigen. Tafel-Koordinator Markus Wille und die Leiterin der Wärmestube und Übernachtungsstelle, Amelie Lang, erläutern im Dialog viel Wissenswertes rund um ihre Einrichtungen.


In der Öffentlichkeit wird oft davon ausgegangen, dass Tafel und Wärmestube dasselbe sei – was ja nicht stimmt. Was genau bieten beide Dienste an und wo sind sie in Kempten zu finden?
Markus Wille: Die Tafel Kempten verteilt seit 16 Jahren in drei Ausgabestellen Lebensmittel wie Obst und Gemüse, Backwaren, Milchprodukte, Konserven, Tiefkühlprodukte und Getränke sowie Hygieneprodukte an Menschen mit geringem Einkommen. Die Tafelläden befinden sich in der Memminger Straße sowie in der Magnusstraße 16, mit dem Tafelladen der Caritas in der Landwehrstraße 11 besteht eine Kooperation. Über 100 Spender sorgen dafür, dass die Läden mit gesunden und hochwertigen Produkten bestückt sind. Pro Tag versorgen wir mit einem Team von über 100 Ehrenamtlichen rund 450 Menschen. Wir sind wie eine Art Tante Emma-Laden mit minimalen Preisen: Unsere Kunden dürfen sich in den Läden weitgehend selbst bedienen und sich heraussuchen, was sie mitnehmen möchten und bezahlen rund zehn bis 20 Prozent des regulären Ladenpreises. Die Tafel Kempten fungiert zudem als Verteilstelle für kleine Tafeln im Umkreis, da wir die Fahrzeuge und Lagerräume haben, um Palettenware von Speditionen und der Lebensmittelindustrie anzunehmen und zu verteilen. Im Gegenzug bringen uns auch andere Tafeln Ware, die sie zu viel haben. So profitieren letztlich alle von einem guten und reichhaltigen Warenangebot.
Amelie Lang: Die Wärmestube liegt in der Haubenschloßstraße 12, integriert in das Rettungszentrum. Sie ist ein gemütlicher Ort, ähnlich einem kleinen Gasthaus. Hier gibt es an 365 Tagen ein abwechslungsreiches Frühstück für einen Euro inklusive Kaffee sowie ein frisch gekochtes Mittagessen um 12.00 Uhr für 1,50 Euro. Die allermeisten unserer Gäste kennen wir seit Jahren persönlich. Wir machen keine Bedürftigkeitskontrolle, weil wir eine Begegnungsstätte für ganz unterschiedliche Menschen sind. Wollten wir `Bedürftigkeit‘ definieren, müssten wir diesen Begriff nicht nur auf eine finanzielle Situation, sondern auch eine gesundheitliche - vor allem psychische - und soziale Komponente ausweiten. Schließlich ist Bedürftigkeit weit mehr, als `nur´ eine geringe Rente zu bekommen oder gar kein Einkommen zu haben. Sie umfasst auch, einsam zu sein, sich überfordert zu fühlen, nicht (mehr) den Normen zu entsprechen, selbst krank zu sein oder an der Seite eines kranken Ehepartners. Das geht oft damit einher, dass man kaum in der Lage ist, über den Tag zu kommen oder sich das Essen selbst zu kochen, dass man kaum Sozialkontakte hat und einfach nicht mehr funktioniert, wie erforderlich. Kurz gesagt: Bedürftigkeit heißt in vielen Fällen, gestrandet zu sein in unserer Leistungsgesellschaft. Genau darum legen wir nicht wieder Normen an und sagen: Nur wenn du diesen oder jenen Parameter erfüllst, darfst du kommen. In der Wärmestube ist jeder willkommen - willkommen, respektvoll und unvoreingenommen miteinander umzugehen. Sehr oft ist das eine erhebliche Herausforderung und manchmal eine neue Kompetenz, die hier erlebbar wird und behutsam erlernt werden muss, damit wir ein gutes Miteinander überhaupt haben können.
Und dann gibt es noch unsere Übernachtungsstelle mit elf Betten im Untergeschoss unserer Wärmestube. Dort können Nichtsesshafte und finanziell Bedürftige beispielsweise nach einem Aufenthalt im Bezirkskrankenhaus oder der Justizvollzugsanstalt unterkommen bis sie eine andere Wohnmöglichkeit gefunden haben.

Überschneidet sich für gewöhnlich Ihre Arbeit an irgendeiner Stelle?
Amelie Lang: Ohne Markus und die Leistungen seiner Tafel sähe es mit den Lebensmitteln in unserer Küche sehr schlecht aus. Gewöhnlich kaufen wir ein- bis zweimal Mal pro Woche zu, aber momentan mussten wir seit drei Wochen nicht mehr einkaufen gehen, weil wir von der Tafel so gut versorgt sind. Ohne die Tafel könnten wir den Standard wie beispielsweise den Abwechslungsreichtum unseres Speiseplans und die sehr begrenzten Kosten dafür niemals aufrechterhalten. Wir sind abhängig von der guten Arbeit unserer Tafel.
Markus Wille: Für die Tafel Kempten ist die gute Zusammenarbeit mit der Wärmestube ein Glücksfall. Da mehrere Gastronomie- und Großverbrauchermärkte zu unseren Lieferanten gehören, bekommen wir sehr oft Lebensmittel in Großverpackungen und nicht jeder Privathaushalt kann z.B. etwas mit 10 kg Joghurt oder 5 kg Tomatenmark anfangen. Das Um- und Abpacken in kleinere Gebinde ist oft nicht möglich, da Behältnisse fehlen oder die Produkte aus Gründen der Lebensmittelhygiene nicht geteilt werden können. Der kurze Weg über den Hof in die Küche der Wärmestube ist hier die perfekte Lösung und wir haben wieder etliche Kilogramm täglich vor der Entsorgung gerettet.

Mit welchen organisatorischen Veränderungen stehen Sie die Zeit der Corona-Krise durch?

Markus Wille: Unser Dienst läuft weiter, auch wenn die Tafelläden selbst derzeit geschlossen sind. In und vor unseren Tafel-Ausgabestellen ist einfach nicht genügend Platz, um die Abstandsregelungen einzuhalten. Zudem gehört unser Kreis aus ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern meist selbst zu einer der Risikogruppen. Wir sind all unseren Ehrenamtlichen gegenüber verpflichtet, sie vor Infektionen und Krankheiten zu schützen. Daher haben wir kurzerhand eine Hotline mit Bestellservice und kostenloser Lieferung nach Hause eingerichtet. Die Bedürftigen rufen an und bestellen ihr Lebensmittelpaket, bestehend aus haltbaren und frischen Lebensmitteln nach Hause oder holen es im Laufe des Vormittags kontaktlos an unserer Tafel-Rampe ab. Im Einsatz sind derzeit nur jüngere Ehrenamtliche, die körperlich fit sind und keine Vorerkrankungen haben. Alle Pakete sind für die Bedürftigen kostenlos.
Amelie Lang: Wir geben das Essen vor unserer Türe aus, haben die Schlafplätze auf die Zimmeranzahl verringert, die Mitarbeitenden in der Küche auf ein Mindestmaß reduziert sowie alle machbaren Schutzvorkehrungen umgesetzt, beispielsweise haben wir eine Plexiglasscheibe im Einsatz.

Wie und wann sind Sie zu Ihrer beruflichen Tätigkeit gekommen und was mögen Sie ganz besonders daran?
Amelie Lang: Ich bin seit einem guten Jahr dabei. Es hat mich gereizt, echte Sozialarbeit zu leisten und Ethik umzusetzen. Aber vollkommen überzeugt haben mich die Menschen, mit denen ich hier jeden Tag zusammenarbeite und zusammen bin: Eine wirklich kunterbunte Gesellschaft an beeindruckenden Persönlichkeiten. Und dann ist es schön abwechslungsreich, die Aufgaben so vielfältig.
Markus Wille: Seit neun Jahren kümmere ich mich um die Tafel Kempten. Mir macht der Umgang mit meinen ehrenamtlichen Mitarbeitern und den Lebensmitteln Freude. Auch das Einrichten unserer wie Tante Emma-Läden gestalteten Ausgabestellen hat richtig Spaß gemacht. Bei uns wird es nie langweilig - jeden Tag werden wir vor eine neue Herausforderung gestellt, um Warenspenden von A nach B zu bekommen und zu verteilen.

Und weil Arbeit nicht das ganze Leben ist: Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Markus Wille: Freunde, Familie, das Reisen und die Leidenschaft für Antiquitäten, Kunst und die schönen Dinge im Leben füllen meine Freizeit völlig aus.
Amelie Lang: Auftanken kann und darf ich bei meiner Familie, diese unterstützt mich bei meinem beruflichen Tun: Meine erwachsenen Kinder kochten während der Coronakrise in der Wärmestube, mein Mann begleitet mich auf Touren für das Rote Kreuz – dafür bin ich sehr dankbar. Ansonsten bin ich in meiner Freizeit Künstlerin, stelle Lucienhäusl aus Porzellan her, schreibe gerne, bin aber auch liebend gerne draußen unterwegs

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news-371 Tue, 28 Apr 2020 15:00:00 +0200 Wissenswertes über Zecken https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/wissenswertes-ueber-zecken.html So schützen Sie sich vor den wirklich zähen Blutsaugern Neueste Forschungen zeigen: es gibt keine Zeckensaison mehr. Aufgrund der Erderwärmung sind Zecken mittlerweile in vielen Regionen das ganze Jahr über aktiv, vor allem aber von März bis November. Zeckenbisse sind zwar nicht zwangsläufig gefährlich, doch die Tiere sind Überträger der so genannten (Lyme)Borreliose oder der FSME, einer durch Viren ausgelösten Hirnhautentzündung. Das Allgäu zählt zu den Risikogebieten für diese schwerwiegende Erkrankung.

Zecken sind Spinnentiere. Sie sitzen im hohen Gras, im Garten, Unterholz, Gebüsch oder Laub. Streift ein Spaziergänger, Wanderer, Jogger, ein spielendes Kind oder ein Tier ihren Sitzplatz, lassen sie sich auf diesen neuen Wirt fallen. Dort suchen sie nach einer geeigneten Einstichstelle, was oft Stunden dauern kann. Bevorzugt machen sie es sich in Hautfalten bequem, beispielsweise unter den Achseln, in den Leisten, Gesäßspalten und Kniekehlen, hinter dem Ohr, zwischen den Zehen oder im Hals- und Nackenbereich. Zecken können aber auch einfach auf einem Bein, Arm oder dem Körper sitzen. Dort verankern sie sich und saugen sich mit Blut voll. Da der Speichel der Tiere ein Schmerzmittel enthält, ist der Stich schmerzlos, juckt nicht und bleibt somit oft unbemerkt.

Zeckenentfernung
Dr.med. Andreas Baumgarten, Chefarzt beim BRK Oberallgäu, rät: „Je früher Sie eine Zecke entfernen, umso besser. Wichtig ist, die Zecke nicht zu quetschen. Auch Hausmittel wie Öl, Alkohol oder Klebstoff dürfen nicht verwendet werden - sie lassen das Tier erbrechen. Dabei werden Krankheitserreger in die Wunde übertragen. Fassen Sie die Zecke mit einer Zeckenpinzette oder Zeckenkarte, die es in der Apotheke gibt, möglichst weit vorne am Kopf an. Ziehen Sie sie langsam, eventuell mit einer Drehbewegung heraus und desinfizieren Sie die Bissstelle. Konnte die Zecke nicht oder nicht ganz entfernt werden, gehen Sie zum Arzt.“

(Lyme-)Borreliose erkennen
Borreliose ist in ganz Deutschland verbreitet und kann unterschiedliche Auswirkungen haben. „Bis sich die ersten Krankheitszeichen zeigen, vergehen mindestens einige Tage bis mehrere Wochen. „Ein Anzeichen für eine mögliche Borrelien-Infektion ist auch die sogenannte Wanderröte - eine kreisrunde, scharf abgegrenzte Rötung mit hellem Hof rund um den Einstich, die mehrere Tage bis mehrere Wochen nach der Ansteckung auftreten kann. Da sie manchmal unauffällig ausfällt und nicht juckt, kann sie leicht übersehen werden. Daher sollten Sie die Einstichstelle über einen längeren Zeitraum gut beobachten“, rät der Experte. „Bei Auftreten der Wanderröte sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Es gibt aber auch viele Fälle von Borreliose ganz ohne Wanderröte.“
Ein anderes, selteneres Anzeichen der Borreliose ist ein einzelnes, schmerzloses, weiches blaurotes Knötchen in der Haut, das an jeder Körperstelle auftreten kann.
„In seltenen Fällen kommt es zu schweren Krankheitsverläufen der Lyme-Borreliose, die die Gelenke oder das Herz betreffen. Bei jedem zehnten Betroffenen befallen die Viren das Nervensystem. Anzeichen sind brennende und stechende Schmerzen, die vor allem nachts auftreten. Auch können Taubheitsgefühle, Seh- und Hörstörungen oder Lähmungen, vor allem der Gesichtsnerven, der Arme und Beine auftreten.“
Gegen Borreliose gibt es keine Impfung. Sie ist aber bei frühzeitiger Diagnose in aller Regel gut mit Antibiotika behandelbar. Wird die Borreliose nicht mit Antibiotika behandelt, können die Erreger im Körper überdauern und nach Monaten bis Jahren späte Symptome verursachen, deren Ursache dann schwer zuzuordnen ist. Ob ein Mensch Borrelien im Körper trägt, kann der Arzt mit einer Blutuntersuchung feststellen.

FSME erkennen
„Im ungünstigsten Fall kann es durch den Zeckenstich zu einer FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis/Frühsommer-Gehirnhautentzündung) kommen. Die ersten grippeähnlichen Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen treten meist erst fünf bis zehn Tage nach der Infektion auf. Unbehandelt kann eine solche Hirnhautentzündung bis zum Tod führen“, sagt Dr. Baumgarten und betont: „Gegen FSME kann man sich schützen. Hier wird eine vorbeugende 3-fach Impfung empfohlen, die ab dem 1. Lebensjahr möglich ist.“

So beugen Sie Zeckenstichen vor
„Solange man bei Aufenthalten in der Natur auf Wegen bleibt und nicht mit Gräsern, Sträuchern, Bäumen usw. in Berührung kommt, ist die Wahrscheinlichkeit eines Zeckenstiches gering. Ansonsten sollte man beim Spazierengehen, Wandern oder beim Sport gut schließende Kleidung und eine Kopfbedeckung tragen. Wer eine lange Hose trägt und die Hosenbeine in die Socken steckt, sieht zwar vielleicht nicht gerade topmodisch aus, ist aber gut geschützt“, sagt Dr. Baumgarten. „Bei der Gartenarbeit bieten sich Gummihandschuhe und Gummistiefel an. Auf heller Kleidung sieht man die Tierchen, die mitunter kleiner als ein gemahlenes Pfefferkorn sind, besser. Zecken, die auf der Kleidung krabbeln, können Sie leicht mit einem Klebebandstreifen entfernen. Antizeckensprays oder -Lotionen auf Haut und/oder Kleidung bringen einen gewissen abwehrenden Effekt, sind aber keine Garantie gegen Zeckenstiche und ersetzen auch nicht die gründliche Kontrolle, die nach dem Aufenthalt im Freien erfolgen sollte.“

Wohin mit der Zecke?
„Zecken sollten so getötet werden, dass der Mensch nicht mit den Körperflüssigkeiten des Tieres in Kontakt kommt. Andernfalls können Krankheitserreger in den menschlichen Organismus gelangen – zum Beispiel durch eine kleine Wunde. Am wirkungsvollsten ist es, die Zecke mit einem festen Gegenstand zu zerdrücken. Dazu sollten die Zecke in einem zusammengefalteten Papier eingeklappt werden. Auch 40-prozentiger Alkohol, Chlorreiniger und Sagrotan machen den Blutsaugern den Garaus.“

Spannende Fakten über Zecken:

  • Zecken gibt es seit rund 350 Millionen Jahren
  • Zecken können bis zu drei Wochen unter Wasser überleben.
  • Abhängig von der Luftfeuchtigkeit können Zecken im Haus bis zu zehn Tage überleben und später zu einem Stich führen.
  • Zecken auf der Kleidung überleben einen Waschgang bei 40 Grad.
  • Im Wäschetrockner sterben Zecken bei Temperaturen von mindestens 60 Grad. Besser sind 70 Grad.
  • Zecken können 24 Stunden bei bis zu -12 °C in einem Gefrierfach überleben. Wer sich für diese Methode entscheidet, sollte die Tiere mindestens 24 Stunden bei –20 °C einfrieren.
  • Im Labor konnten Zecken, die Blut gesaugt hatten, bis zu zehn Jahre lang ohne weitere Nahrung auskommen. In freier Natur überlebt der Gemeine Holzbock drei bis fünf Jahre ohne Blutmahlzeit.
  • Zecken sind auch im Winter ab ca. 7 °C aktiv.
  • Dass Zecken von Bäumen auf Menschen „springen“ ist ein Ammenmärchen.
  • Eine in Deutschland neu aufgetauchte Zeckenart ist die Hyalomma-Zecke, die eigentlich in Südeuropa, Asien und Afrika heimisch ist. Diese so genannte "Super-Zecke" kann fünfmal so groß werden wie der 2,5 mm bis 4,5 mm große Gemeine Holzbock und kann schwerwiegende Krankheiten übertragen.

 

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news-370 Fri, 24 Apr 2020 15:20:00 +0200 Blut spenden auch in der Corona-Krise https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/blut-spenden-auch-in-der-corona-krise.html Felix Brunner erhielt 800 Bluttransfusionen Felix Brunner ist ein Beispiel dafür, wie enorm wichtig Blutspenden sind – auch jetzt. Auf einer Tour in den Tiroler Bergen verlor der damals 19-jährige Allgäuer den Halt und stürzte dreißig Meter tief in ein Bachbett. Es folgten 13 Monate Intensivstation, 152 Tage künstliches Koma, 60 Operationen und 800 Bluttransfusionen. Trotz vieler Komplikationen kämpfte sich Felix zurück ins Leben. Das BRK Oberallgäu weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass auch während der Corona-Krise dringend Blutspenden für verletzte und chronisch kranke Menschen benötigt werden. Alle geplanten Blutspendetermine in Kempten und dem Oberallgäu finden statt.

Felix Brunner selbst ist mittlerweile Blutspende-Botschafter. Als solcher ergreift er gerne die Gelegenheit, sich bei allen Spenderinnen und Spendern zu bedanken und versucht, so viele Menschen wie möglich zum Blutspenden zu animieren. „Blutspender retten Leben, ohne die Empfänger zu kennen. Ohne sie hätten schwer Verunglückte, wie ich es war und chronisch Erkrankte keine Überlebenschance“, sagt er. „Jeder Blutspender ist Lebensretter.“

Claus-Peter Lang, Gebietsreferent des BRK-Blutspendedienstes ergänzt: „Viele Menschen sind verunsichert, ob sie in der aktuellen Situation zum Blutspenden gehen dürfen oder sollen. Tatsache ist, dass zahlreiche Patienten auch jetzt dringend auf Blutspenden angewiesen sind, zum Beispiel Menschen, die sich einer Krebstherapie unterziehen müssen oder die schwer verletzt sind. Auch wenn momentan alles vom Thema Corona überlagert ist, sind solche Fälle ja nicht plötzlich weg.“ Für Spendewillige bestehe kein erhöhtes Ansteckungsrisiko, denn die Blutspendetermine unterlägen generell äußerst strengen, hygienischen Regularien, welche noch ergänzt wurden betont er und appelliert: „Wenn Sie gesund sind, spenden Sie bitte auch jetzt Blut!“

Alle auf www.blutspendedienst.com/termine veröffentlichten Termine finden statt. Da es kurzfristig zu Terminlokaländerungen oder -verschiebungen kommen kann, ist es sinnvoll, kurz vor dem Blutspendetermin nochmal auf der Internetseite zu prüfen, ob und wann der Termin stattfindet.

Hier die Blutspendetermine des Blutspendedienstes des BRK im Oberallgäu und Kempten bis 20. April 2020


  • Donnerstag, 30. April 2020, 16.30-20 Uhr:
    Waltenhofen, Mehrzweckhalle Hegge (Mehrzweckhalle), Industriest. 49
  • Montag, 04. Mai 2020, 15-20 Uhr:
    Kempten, Pfarrheim St. Anton, Völkstr. 4
  • Freitag, 08. Mai 2020, 16-20 Uhr:
    Sonthofen, Pfarrheim St. Christoph, Albert Schweitzer-Str. 17
  • Dienstag, 19. Mai 2020, 15.30-20 Uhr:
    Immenstadt, Pfarrheim St. Nikolaus. Sankt Nikolaus-Platz 1
  • Mittwoch, 20. Mai 2020, 16-20 Uhr:
    Buchenberg, Kath. Pfarrzentrum, Wirlinger Str, 3
  • Mittwoch, 27. Mai 2020, 17-20.30 Uhr:
    Durach, <i>entfällt</i>
  • Montag, 08. Juni 2020, 15-20 Uhr:
    Kempten, BRK-Haus, Haubenschloßstr. 12
  • Freitag, 12. Juni 2020, 16-20 Uhr:
    Sonthofen, Pfarrheim St. Christoph, Albert Schweitzer-Str. 17



Wer darf jetzt zur Blutspende?
Ein Spendelokal darf nur betreten, wer folgende Aussagen bestätigen kann:

  • Ich fühle mich gesund und fit für die Blutspende
  • Ich hatte in den letzten vier Wochen keinen Kontakt zu einer nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Person
  • Ich war nicht in einem Coronavirus-Risikogebiet.


Wer darf nicht zur Blutspende?
Von der Blutspende ausgeschlossen sind folgende Personengruppen:

  • Reiserückkehrer aus laut Robert-Koch-Institut eingestuften internationalen Risikogebieten. (Infos unter www.blutspendedienst.com/reisecheck)
  • Spendewillige, die Kontakt zu einem an Coronavirus (SARS-CoV-2)-Erkrankten oder zu einem Verdachtsfall (dessen Testergebnis noch aussteht) hatten, werden für vier Wochen nach Exposition von der Blutspende zurückgestellt.

Personen, die am Coronavirus (SARS-CoV-2) erkrankt sind, müssen für zwei Monate nach Ausheilung von der Blutspende zurückgestellt werden.

Spendewillige, die Kontakt zu gesunden Reiserückkehrern hatten, können gerne zur Blutspende kommen.

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news-374 Fri, 24 Apr 2020 12:38:00 +0200 Gefährliches Warten: https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/gefaehrliches-warten.html Trotz Corona: Notruf bei akuten Erkrankungen wählen! Der Rettungsdienst in Bayern stellt einen Rückgang von Krankentransporten und Notfalleinsätzen fest. Nach Angaben der DAK sind 25 % weniger Patienten mit Herzinfarkt bundesweit zur Behandlung in Krankenhäuser eingeliefert worden. Nach Angaben der bayerischen Krankenhausgesellschaft sind 40 – 60 % der Betten  nicht belegt.
 
„Es gibt keinen Grund, bei akuten Erkrankungen den Notruf 112 nicht zu wählen“, so DRK-Bundesarzt und BRK-Landesarzt, Prof. Dr. med. Peter Sefrin. Der Gedanke, das Gesundheitssystem dadurch entlasten zu wollen ist zwar solidarisch, aber nicht verhältnismäßig. „Wenn Behandlungsmöglichkeiten, die ein Überleben auch ohne bleibende Schäden sichern können, zu spät oder nicht genutzt werden, besteht akute Lebensgefahr“, so Sefrin.
 
Hauptgrund für diese Zurückhaltung scheint vor allem die Angst zu sein, sich im Krankenhaus mit Corona anzustecken. Aus Sicht von Prof. Sefrin ist es zwar denkbar, dass durch den verminderten Stress am Arbeitsplatz und einer eventuell vermehrten körperlichen Aktivität während des Lockdowns, eine geringere Wahrscheinlichkeit für einen Herzinfarkt  besteht.
 
Dennoch appelliert Sefrin: „Nehmen Sie entsprechende Krankheits-Symptome ernst. Die Sorge sich im Krankenhaus anzustecken ist nicht berechtigt, da schon in den Notaufnahmen eine strenge Trennung zu den Infizierten vorgenommen wird.“ Sowohl im Rettungsdienst als auch in den Krankenhäusern wird größter Wert auf die Einhaltung von Hygienestandards gelegt.
 
Bei Herzinfarkt und Schlaganfall zählt jede Minute. Wenn die Behandlung verspätet beginnt, ist nicht auszuschließen, dass es zu schwerwiegenden Dauerschäden oder zum Tod kommt.
 

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news-369 Tue, 21 Apr 2020 13:17:12 +0200 „Diese Krise lehrt uns alle“ https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/diese-krise-lehrt-uns-alle.html Katastrophenschutz muss reformiert werden München, den 19.04.2020 – Aus Sicht des BRK wurden vor Jahren die notwendigen Weichen nicht gestellt, um der gegenwärtigen Situation gewachsen zu sein. „Der Katastrophenschutz wurde kaputtgespart“, so Präsident Theo Zellner. „Mit Ende des Kalten Krieges wurden Vorhaltungen für den Katastrophenschutz zurückgefahren. Man meinte, sowas nicht mehr zu brauchen.“

„Heute rächen sich Einsparungen der letzten rund 30 Jahre. Diese Krise lehrt uns alle“, so Zellner. Das BRK ist seit fast 10 Wochen mit dem Thema der Materialbeschaffung befasst. Dabei hat das BRK bisher Rechnungen in zweistelliger Millionenhöhe beglichen. „Die Preise für solche Güter sind horrend. Keiner hat geahnt, dass billigste Einmalartikel wie Handschuhe, Schutzkittel oder OP-Masken in einem entwickelten Land wie Deutschland knapp werden könnten. Das ist der Preis der Globalisierung“, so Zellner. Statt blind auf die Mechanismen der Märkte zu vertrauen, plädiert Zellner für mehr Dezentralisierung zur Sicherstellung der Grundversorgung.

Dringender Handlungsbedarf am „Brennpunkt Pflegeheim“

Als große Infektionsherde müssen die Alten- und Seniorenheime an erster Stelle aller Dringlichkeiten stehen: „Die traurigen Folgen spüren wir in einigen Einrichtungen“, so Zellner. Deshalb ist es zwingend notwendig: „Pflegekräfte, aber auch Bewohnerinnen und Bewohner müssen ab sofort in regelmäßigen Abständen sogenannte Reihentestungen erhalten. Nur so lassen sich Infektionsrisiken auf ein Minimum beschränken und die gefährdetsten Personengruppen schützen.“ Mit Reihentestungen können Coronafälle sehr schnell erkannt und die Verbreitung in den besonders gefährdeten Bereichen weitgehend verhindert werden.

Es sind derzeit vor allem die Mitarbeitenden in den Alten- und Pflegeheimen, den Kliniken und dem Rettungsdienst, die das System am Laufen halten: „Die Politik macht das, was sie muss: Sie schafft Strukturen und die notwendige Basis. Doch jede Pflege- und Rettungskraft trägt wesentlich dazu bei, dass dieses System nicht in sich zusammenfällt und kollabiert. Klar ist: Nach dieser Krise gilt es alles daran zu setzen, diese Berufe grundlegend aufzuwerten und ihnen die Anerkennung zukommen zu lassen, die sie verdienen“, so der BRK-Präsident.

Aktuelle Pressefotos von BRK-Präsident Theo Zellner finden Sie hier:
https://go.brk.de/fotos_zellner / Bildnachweis: BRK

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news-376 Thu, 16 Apr 2020 10:03:00 +0200 1.500 Lebensmittel dank Facebook-Post https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/1500-lebensmittel-dank-facebook-post.html Michele Terlizzis Spendenaufruf bringt dringend benötigte Hilfe für die Tafel Normalerweise betreibt Michele Terlizzi in Kempten den Friseursalon Hairlounge. Dieser ist in Zeiten des Corona-Virus allerdings geschlossen. Nun setzt sich Terlizzi für diejenigen Mitbürger ein, die durch die Schließung der Tafelläden besonders hart betroffen sind. Schon nach wenigen Tagen zeigt sich: Die Hilfsbereitschaft ist groß.

Ende März postete Michele Terlizzi auf seiner Facebook-Seite einen Aufruf. In Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz Kempten bat er darin um Spenden von haltbarem Essen, Getränken und Geld. Die Spenden sollen Bedürftigen in Kempten zu Gute kommen. Hintergrund ist, dass aufgrund der Corona-Pandemie auch die Tafelläden in Kempten geschlossen sind. In der Wärmestube des BRK wird derzeit zwar mittags eine warme Mahlzeit ausgegeben, die Räumlichkeiten dürfen aber nicht betreten werden. „Umso wichtiger ist es für Leute, die wenig oder sogar gar nichts zur Verfügung haben, Hilfe anzubieten“, heißt es in dem Facebook-Post. „Wir wollen in der Region gerne helfen und füreinander da sein! Freunde, Bekannte, Kunden einfach jeder, lasst uns zusammen stark sein! Jeder Euro hilft weiter!“

Innerhalb von nur einer Woche wurden bereits über 1.000 Euro online gespendet, wovon Michele Terlizzi mit seinem Team über 1.500 lange haltbare Grundnahrungsmittel sowie frisches Obst und Gemüse einkaufte und der Tafel Kempten zur Verfügung stellte. Deren Mitarbeitende liefern solange die Tafel-Läden geschlossen sind Lebensmittelpakete mit lange haltbaren Grundnahrungsmitteln, frischem Obst und Gemüse, Molkereiprodukten und Backwaren kostenlos direkt zu den Bedürftigen nach Hause. „Vor allem die Tafel-Kunden, die zu einer der Risikogruppen gehören, chronisch krank sind, sich in Quarantäne befinden oder ein Handicap haben, sollen zu Hause bleiben und gerne unseren Service in Anspruch nehmen“, bittet Tafel-Koordinator Markus Wille, dem es am Herzen liegt, dass alle Tafel-Kunden besonders in diesen schweren Zeiten gut versorgt sind. Dringend benötigte Waren seien auch weiterhin: Frisches Obst und Gemüse, haltbares Brot in Scheiben, Speiseöl, Obst- und Gemüsekonserven, Hygieneartikel, Waschmittel und Süßigkeiten für Kinder.

Bei Michele Terlizzi und allen Spendern bedankt sich Markus Wille im Namen aller Empfänger ganz herzlich. „Ohne Menschen wie Euch wäre die Tafel-Arbeit jeden Tag nicht möglich. Danke, danke, danke!“

Michele Terlizzis Spendenaktion läuft weiter – nach dem ersten Erfolg ist er gespannt, ob das ehrgeizige Ziel einer Gesamtspendensumme von 5.000 Euro erreicht wird.

Die BRK Hotline um Lebensmittelpakete der Tafel zu erhalten ist von Montag bis Freitag 8-12 Uhr erreichbar:  0831 – 522 92 799.

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news-367 Mon, 06 Apr 2020 15:37:43 +0200 Achtung, lebensgefährliche Verwechslungsgefahr! https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/achtung-lebensgefaehrliche-verwechslungsgefahr.html So unterscheiden sie Bärlauch von Maiglöckchen und Herbstzeitlosen Der Frühling naht und mit den wärmeren Temperaturen sprießt auch wieder der Bärlauch. Doch beim Pflücken des köstlichen Wildgemüses, das aufgrund seines Duftes und Geschmacks auch den Beinamen „wilder Knoblauch“ trägt, ist Vorsicht geboten. Denn die Pflanzen ähneln sehr dem hochgiftigen Maiglöckchen und der ebenso gefährlichen Herbstzeitlose. Frank Schönmetzler, Leiter Breitenausbildung beim BRK Oberallgäu, erklärt, wie sie die Drei voneinander unterscheiden können.

Bärlauch wächst, je nach Witterung, ab März bis in den April oder Mai hinein. Er kommt hauptsächlich in lichten Auenwäldern, an halbschattigen Bach- und Flussufern sowie auf schattigen Wiesen vor. „Viele Sammler glauben, den Bärlauch anhand des typischen Knoblauchdufts sicher von den gleichzeitig wachsenden Maiglöckchen und Herbstzeitlosen unterscheiden zu können. Dabei sollten sie nie vergessen, dass der Geruch von zuvor gepflücktem Bärlauch an den Fingern haftet und somit Verwechslungen begünstigen kann. Diese Methode ist also nicht zuverlässig“, warnt Frank Schönmetzler.

Einige optische Merkmale lassen eine Unterscheidung zu: Der Bärlauch hat breit-ovale Blätter, von denen jedes einen eigenen Blattstängel besitzt- Bei ausgewachsenen Pflanzen ist dieser deutlicher zu sehen als bei jungen. Die Blattunterseite ist hellgrün und matt. Der Stängel ist dreikantig und hohl. Bärlauch wächst in Gruppen und bildet zumeist einen dichten Teppich. Ältere Blätter hängen nach unten.

Die Blätter des Maiglöckchens sind ebenfalls breit-oval, allerdings in der Regel härter als die des Bärlauchs. Anders als der Bärlauch bildet das Maiglöckchen zwei große Blätter aus, die am gleichen Stängel sitzen und ihn umfassen. Zudem sind sie in das so genannte „Hüllblatt“ am unteren Ende des Stängels eingerollt, welches sich später bräunlich verfärbt. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist die Blattunterseite: Beim Bärlauch ist diese matt, beim Maiglöckchen hingegen glänzend. Auch im ausgewachsenen Zustand stehen Maiglöckchen eher aufrecht. Eine weitere Überprüfungsmöglichkeit ergibt sich über die Wurzeln: Der Bärlauch bildet eine Zwiebel aus. Die Wurzeln des Maiglöckchens bestehen hingegen aus rhizomartigen, waagerechte Wurzeln.

Ein weiterer Doppelgänger des „wilden Knoblauchs“ ist die Herbstzeitlose. Achtung: Schon der Verzehr einer geringen Menge von etwa 50 g kann tödlich sein! Die Herbstzeitlose bildet ihre Blüten im Herbst aus und entwickelt im Frühling darauf ihre Blätter. Genau wie beim Bärlauch sind diese länglich-oval und parallelnervig. Sie sind hellgrün und glänzend. Wie beim Maiglöckchen sind sie eher fester und wachsen aus einer gemeinsamen Blattrosette. Meist bildet sich schon früh eine Knospe in der Mitte. Wie der Bärlauch mag auch die Herbstzeitlose feuchte, nährstoffreiche Böden, ist aber tendenziell eher auf Wiesen zu finden. Verwechslungsgefahr besteht auch mit dem Echten Salomonsiegel und dem Gefleckten Aronstab.

„Wer sich nicht zu einhundert Prozent sicher ist, dass es sich auch wirklich um Bärlauch handelt, sollte die Pflanzen nicht selbst sammeln“, rät Frank Schönmetzler. „Verzichten muss man trotzdem nicht. Mittlerweile wird Bärlauch in Bioqualität in den meisten Lebensmittelmärkten angeboten.“

Sollte es zum Kontakt mit den giftigen Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen gekommen sein, gilt: unbedingt gründlich die Hände waschen! „Bei Verdacht auf eine Vergiftung, beispielsweise durch versehentlichem Verzehr, rufen Sie bitte sofort den Rettungsdienst über die europaweite Notrufnummer 112“, so Frank Schönmetzler. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sollte der Betroffene betreut werden. „Bringen Sie die betroffene Person nicht zum Erbrechen! Kontrollieren Sie Atmung und Herzschlag. Setzt eines von beiden aus, beginnen Sie sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Vermeiden Sie eine Unterkühlung. Wenn die Person bewusstlos ist, bringen sie diese in die stabile Seitenlage. Ist sie wach und ansprechbar, lagern sie sie mit erhöhtem Oberkörper. Wenn möglich, sichern Sie Reste der verzehrten Pflanze wie Pflanzenteile, Essensproben oder auch Erbrochenes. So kann im Krankenhaus bestimmt werden, um welche Pflanze es sich gehandelt hat.“

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news-366 Mon, 06 Apr 2020 09:49:40 +0200 Wasserwacht warnt: Von Wassersport bitte absehen https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/wasserwacht-warnt-von-wassersport-bitte-absehen.html Ab dem Wochenende werden die steigenden Temperaturen viele Menschen nach draußen locken. Hierbei gelten im Freistaat weiterhin die Ausgangsbeschränkungen anlässlich der Corona-Pandemie.

Die Wasserwacht-Bayern bittet die Bevölkerung, Wassersport und Aktivitäten am Wasser zur Sicherheit aller zu unterlassen.

Thomas Huber MdL, Vorsitzender der Wasserwacht-Bayern erklärt: „Wir als Wasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes sind Teil des aktuellen Hilfeleistungs- und Einsatzgeschehens. Entstehende Einsätze durch Notfälle am und im Wasser binden Kräfte und Material, welches zu einem anderen Zeitpunkt dringender gebraucht wird.“

Denn bei Wassersportaktivitäten kommt es immer wieder zu Einsätzen, bei denen Wasserwacht und andere Rettungskräfte angefordert werden. Die dafür benötigten Kapazitäten stehen zurzeit aber auf Abruf für Einsätze aufgrund der Corona-Pandemie.  

„Begeben Sie sich nicht in Gefahr und meiden Sie die heimischen Gewässer und ihre Uferzonen, denn unsere Einsatzkräfte sind heute mehr denn je gefordert“, bittet Thomas Huber die Freizeitsportler und weist darauf hin: „Aufgrund der aktuellen Situation sind die Wachstationen nicht besetzt. Wer im Rahmen der Ausgangsbeschränkung zum Segeln, Stand Up Paddling oder Kitesurfen geht, hat bei einem Unfall auch mit längeren Zeiten bis zum Eintreffen der Hilfskräfte zu rechnen“ und ergänzt: „Bei Gewässertemperaturen von aktuell rund 8°C kann ein Notfall tödlich enden“.

Deswegen appelliert Bayerns Wasserwacht-Chef Thomas Huber: „Wir in Bayern halten zusammen! Halten wir auch allen Rettungskräften den Rücken frei und vermeiden Risiken, die zu Einsätzen führen könnten!“
 
Pressekontakt:

Sohrab Taheri-Sohi
Leiter Kommunikation
Pressesprecher
 
Bayerisches Rotes Kreuz
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Landesgeschäftsstelle
Garmischer Straße 19-21
81373 München
 
Telefon +49 (0) 89 9241-1566 / Mobil: +49 (1573) 7739362
E-Mail: Taheri(at)lgst.brk.de  / Internet: www.brk.de

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news-365 Thu, 02 Apr 2020 12:15:00 +0200 Sehr geehrte Damen und Herren, https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/sehr-geehrte-damen-und-herren.html Blutspende in Bayern Aktuelle Informationen und Termine Aktuell kann der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD) den täglichen Bedarf an benötigten Blutkonserven decken. In den vergangenen Wochen gab es spürbare Rückgänge beim Blutspendeaufkommen, die nur dank einer großen Welle der Solidarität innerhalb des Freistaates kompensiert werden konnten.

Die derzeitige Situation ist eine enorme Herausforderung und noch nicht durchgestanden. Der BSD möchte sich an dieser Stelle bei allen Beteiligten für ihren großartigen Einsatz bedanken. Nur aufgrund der gelebten Solidarität in den vergangen Tagen gelingt es, die Versorgung weiterhin aufrecht zu erhalten. Dafür gebührt den Spendern, Mitarbeitern sowie ehrenamtlichen Unterstützern größter Respekt und höchste Anerkennung.

Viele chronisch kranke und verletze Mitmenschen in den Krankenhäusern sind auch weiterhin darauf angewiesen, dass die Menschen, nicht nur in den nächsten Tagen sondern auch in den kommenden Wochen und Monaten, kontinuierlich die angebotenen Blutspendetermine wahrnehmen. Blutkonserven sind nur 42 Tage lang haltbar. Daher muss der BSD die Lage momentan Tag für Tag neu bewerten.

Blutspendetermine fallen nicht unter die Ausgangsbeschränkungen bzw. das Veranstaltungsverbot. Es besteht hierbei keine erhöhte Ansteckungsgefahr. Die aktuell geltenden Zulassungsbestimmungen gewährleisten weiterhin einen hohen Schutz für Blutspender und Helfer. Wer gesund und fit ist, kann und sollte auf die kommenden Wochen verteilt Blut spenden. Nur durch gemeinschaftlichen Zusammenhalt kann diese schwierige Situation gemeistert werden.

Ein großer Teil der Blutpräparate wird beispielsweise im Rahmen der Krebstherapie benötigt. Hinzu kommen weitere, akute Eingriffe wie beispielsweise Transplantationen und die Versorgung Verunfallter, die auch in der derzeitigen Situation keinen Aufschub dulden.

Da die aktuelle Situation sehr dynamisch ist, reagieren wir äußerst flexibel - mitunter kommt es sehr kurzfristig zu Terminlokaländerungen oder -verschiebungen.

Es wird empfohlen, kurz vor dem Blutspendetermin nochmals auf www.blutspendedienst.com/termine oder kostenfrei unter 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr zu prüfen, ob und wann der Termin stattfindet.

Hintergrundinformationen über die Blutspende in Bayern:

Wer Blut spenden kann:
Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Mehrfachspender ist ein Alter von 72 Jahren (d.h. bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag). Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren und bei Erstspendern über 60 Jahren erfolgt die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen. Zur Blutspende mitzubringen ist unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein (jeweils das Original) und der Blutspendeausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis. Spendewillige mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen, Rückkehrer aus Risikogebieten und Menschen mit direktem Kontakt zu Coronavirus (SARS-CoV-2)-Erkrankten werden nicht zur Spende zulassen.

Darum ist Blutspenden beim BRK so wichtig:
Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt.

Der Blutspendedienst des BRK (BSD):
Der BSD wurde 1953 vom Bayerischen Roten Kreuz mit dem Auftrag gegründet, die Versorgung mit Blutprodukten in Bayern sicherzustellen. Er trägt die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Als modernes pharmazeutisches Unternehmen ist der BSD heute ein aktiver Partner im bayerischen Gesundheitswesen. Mit seinen ca. 670 engagierten Mitarbeitern sowie zusätzlich mehr als 240 freiberuflich tätigen Untersuchungsärzten und rund 12.500 ehrenamtlichen Helfern aus den 73 Kreisverbänden des BRK organisiert der BSD jährlich ungefähr 4.400 mobile und 1.100 stationäre Blutspendetermine.

Spenderservice:
Alle Blutspendetermine und weiterführende Informationen für Spender und an der Blutspende Interessierte, beispielsweise zum kostenlosen Gesundheitscheck, sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet abrufbar.

Medienkontakt:
Für Rückfragen zu allen Pressemitteilungen sowie für weitere Informationen und Materialanfragen kontaktieren Sie unsere Pressestelle: Patric Nohe, p.nohe@blutspendedienst.com; Tel.: 089 / 5399 4014. Oder besuchen Sie die Presseseite auf unserer Website.

Mit freundlichen Grüßen

Patric Nohe
Presse & Unternehmenskommunikation
Blutspendedienst des BRK

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news-364 Thu, 02 Apr 2020 12:00:00 +0200 Schutzwand für die Wärmestube https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/schutzwand-fuer-die-waermestube.html Dank an die Firma Hartmann Auch in Corona-Zeiten sind wir mit unserer Wärmestube für bedürftige Menschen in Kempten da. Zwar sind die Räumlichkeiten derzeit geschlossen, dafür geben wir jeden Mittag zwischen 12 und 13 Uhr an unserem Stand vor dem Eingang ein warmes Essen aus (Gefäße bitte selbst mitbringen). Für bedürftige Gäste, die einer Risikogruppe angehören, liefern wir täglich eine frisch gekochte Mahlzeit nach Hause.

Ein großer Dank geht an unsere Mitarbeitenden und aus aktuellem Anlass ganz speziell an die Firma Hartmann aus Dietmannsried. Letztere stellte uns kostenlos eine Schutzwand für die Essensausgabe zur Verfügung - damit HelferInnen und Gäste gesund bleiben. Dieses Modell haben auch Apotheken erhalten. Dafür ein herzliches „Vergelt´s Gott“!

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news-363 Thu, 02 Apr 2020 11:30:00 +0200 Spendenaktion im Parktheater Kempten https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/spendenaktion-im-parktheater-kempten.html Aktion „nAiDlife“ unterstützt die Wärmestube Wenn man will - und wenn man es richtig anstellt - können Party und soziales Engagement durchaus Hand in Hand gehen. Das beweist Johannes Palmer, der Inhaber der Diskothek „Parktheater“ in Kempten. Er rief Ende 2019 eine Partynacht unter dem Motto „nAIDlife – Feiern für den guten Zweck“ in seiner beliebten Location aus. Dabei wurden Spenden für die BRK-Wärmestube in Kempten gesammelt. Zur Begleitung der Aktion waren Mitarbeitende der Wärmestube bis in die frühen Morgenstunden im „Park“ und beantworteten Fragen der Besucher. Das begeisternde Ergebnis: Im Lauf der Nacht wurden 7.500 Euro gespendet. Da soll nochmal einer sagen, die Jugend von heute denkt nur an sich selbst!
Wir danken Johannes Palmer, seiner Veranstaltungsleiterin Steffi Liebers, allen anderen Beteiligten und vor allem den Spenderinnen und Spendern von Herzen für diese großzügige und wertvolle Unterstützung!

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news-362 Thu, 02 Apr 2020 11:00:00 +0200 Spende für die Wärmestube https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/spende-fuer-die-waermestube.html 1000 Dank an Liebherr Die Mitarbeiter der Liebherr-Verzahntechnik GmbH in Kempten hatten im Rahmen ihrer Weihnachtsfeier im Dezember 2019 Spenden für einen wohltätigen Zweck gesammelt. Dabei kam die stattliche Summe von 1000 Euro zusammen. Der Betrag wurde an zwei Institutionen gespendet. Eine davon ist unsere Wärmestube in der Haubenschloßstraße in Kempten.
Die Leiterin der Wärmestube, Amelie Lang, durfte Anfang März den Scheck in Höhe von 500 Euro entgegennehmen. Hierüber freuen wir uns sehr und sagen 1000 Dank!
In der Wärmestube bereiten ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter Frühstück und Abendessen für bedürftige Mitmenschen zu. Hier stehen zudem Sanitäranlagen zur Verfügung. Doch nicht nur das. Die Besucher finden hier auch Gesellschaft, gute Gespräche und Ansprechpartner, die in Sorgen und Nöten Lösungswege aufzeigen und Kontakte zu Behörden herstellen. Jeder ist willkommen.
WICHTIGER HINWEIS: Aufgrund der Corona-Krise musste das Angebot vorübergehend reduziert werden. Derzeit darf die Wärmestube nicht betreten werden. Täglich von 12-13 Uhr geben Mitarbeitende und Helfer vor dem Eingang ein warmes Mittagessen aus (bitte eigene Gefäße mitbringen). Für bedürftige Gäste, die einer Risikogruppe angehören, liefern wir täglich eine frisch gekochte Mahlzeit nach Hause.

Mehr Informationen finden Sie unter: https://www.kvoberallgaeu.brk.de/angebote/existenzsichernde-hilfe/waermestube-kempten.html

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news-361 Thu, 02 Apr 2020 10:00:00 +0200 Danke für den reparierten Plattfuß! https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/danke-fuer-den-reparierten-plattfuss.html Wenn´s mal schnell gehen muss… In diesen Tagen erleben wir von vielen Seiten unbürokratische Hilfe. Darüber freuen wir uns wirklich sehr. Unser großes Dankeschön geht in diesem Zusammenhang an die Firma Reifen Schubert in Sonthofen. Das Team der Ersatzreifen-Logistik und Räderverwaltung hat dafür gesorgt, dass der Plattfuß an einem unserer Rettungswagen fast schon in Formel-1-Geschwindigkeit behoben wurde und das Fahrzeug fast sofort wieder zur Verfügung stand.

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news-360 Thu, 02 Apr 2020 09:30:00 +0200 BRK bietet Einkaufshilfe in Corona-Zeiten https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/brk-bietet-einkaufshilfe-in-corona-zeiten.html Das BRK bietet in Kempten und dem gesamten Oberallgäu einen Einkaufsservice für Corona-Risikogruppen und Menschen in häuslicher Quarantäne an. Anhand einer vorgegebenen Einkaufsliste besorgen Helfer die wichtigsten Dinge und bringen sie bis an Ihre Haustüre. Die Waren müssen bezahlt werden, die Lieferung erfolgt kostenlos. Bei Interesse erreichen Sie unsere Einkaufshilfe unter der neuen Hotline 08 31/5 22 92-799 von Montag bis Freitag von 8 - 12 Uhr.

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news-359 Thu, 02 Apr 2020 08:44:00 +0200 Änderungen bei den Blutspende-Terminen https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/aenderungen-bei-den-blutspende-terminen.html Der Blutspende-Termin an diesem Mittwoch, dem 1. April 2020 in Waltenhofen bei der Firma Scaltel muss leider abgesagt werden. Der Blutspende-Termin am Montag, dem 06. April 2020 in Kempten findet im Pfarrheim St. Anton in der Völkstraße 4 statt.

Eine Bitte an alle, die gesund sind: Bitte kommen Sie zur Blutspende und retten Sie damit Leben! Viele chronisch kranke und schwer verletzte Menschen sind dringend darauf angewiesen. Dankeschön!

Die Termine im April:
Mo, 06.04., 15-20 Uhr, Kempten, Pfarrheim St. Anton
Mi, 08.04., 16.30-20 Uhr, Oberstaufen, Kurhaus
Fr, 17.04, 16-19 Uhr. Sonthofen, Pfarrheim St. Christoph

Unter www.blutspendedienst.com/termine finden Sie alle aktuellen Blutspende-Termine in Kempten und dem Oberallgäu.

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news-358 Tue, 31 Mar 2020 17:09:00 +0200 BRK-Hotline für Einkaufshilfe eingerichtet https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/brk-hotline-fuer-einkaufshilfe-eingerichtet.html Dienste in Kempten und dem Oberallgäu laufen größtenteils weiter Das BRK bietet seit Montag (30.März 2020) in Kempten und dem gesamten Oberallgäu einen Einkaufsservice für Risikogruppen und Menschen in häuslicher Quarantäne an. Die regulären Dienste wie Wärmestube, Übernachtungsstelle, Hausnotruf, Fahrdienst, Menüservice, Blutspende-Aktionen und natürlich der Rettungsdienst laufen auch in der Corona-Krise weiter. Dabei kommen Einschränkungen und zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen zum Tragen. Die Tafelläden sind mittlerweile geschlossen, hier laufen ebenfalls seit Montag (30.März 2020) Ersatzangebote.

Einkaufsservice
Seit Montag (30.3.) bietet das BRK für Risikogruppen und Menschen in häuslicher Quarantäne einen Einkaufsservice in Kempten und dem gesamten Oberallgäu an. Anhand einer vorgegebenen Einkaufsliste besorgen Helfer die wichtigsten Dinge und bringen sie zu den Menschen nach Hause. Die Waren müssen bezahlt werden, die Lieferung erfolgt kostenlos. Interessierte melden sich bitte bei der Hotline 0831/52292-799.

Dringende Bitte des Rettungsdienstes

„Die Mitarbeiter im Rettungsdienst versehen ihre Arbeit wie immer, wenn auch mit erhöhter Vorsicht“, sagt Ines Brutscher und richtet eine eindringliche Bitte an alle Personen, die aufgrund von Corona-Symptomen den Notruf verständigen: „Wir erleben es gerade immer wieder, dass Anrufer absichtlich verschweigen, wenn sie den Verdacht haben, an dem Virus erkrankt zu sein. Dies ist überhaupt nicht nachvollziehbar und setzt die Mitarbeiter des Rettungsdienstes - und letztlich alle Mitmenschen - einer unnötigen Gefahr aus. Darum: weisen Sie bitte, bitte, bitte unbedingt schon bei Ihrem Anruf ausdrücklich darauf hin, wenn bei Ihnen der Verdacht auf eine Corona-Infektion bestehen könnte, wenn Sie in einem Risikogebiet waren oder Kontakt zu infizierten Personen hatten. Dann legen unsere Mitarbeiter Schutzkleidung an. Niemand möchte sich vorstellen, was passiert, wenn der Großteil der Rettungsdienstler selbst erkranken würde!“

112 unbedingt für Notfälle freihalten!

Im Zusammenhang damit bittet das BRK die Bevölkerung dringend, die Notrufnummer 112 wirklich nur in Notfallsituationen wie zum Beispiel Feuer, Autounfall oder akuten gesundheitlichen Problemen wie einem Herzinfarkt, Schlaganfall o.ä. zu wählen. „Bitte rufen Sie bei Fragen rund ums Corona-Virus nicht die 112 an. Diese ist die falsche Anlaufstelle für derartige Fragen. Sie blockieren damit die Leitungen für diejenigen Anrufer, die dringend schnelle Hilfe benötigen“, appelliert Ines Brutscher. Wenn die Arztpraxis geschlossen hat und gesundheitliche Beschwerden wie Fieber oder Schnupfen auftreten, die nicht bis zum nächsten Werktag warten können, sollten die Betroffenen stattdessen die Rufnummer 116 117 wählen. Für konkrete Fragen zum Coronavirus steht die Hotline des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unter 09131 6808-5101 zur Verfügung.

Wärmestube gibt nur noch Mittagessen aus

Die Wärmestube des BRK in Kempten ist zurzeit nur für nachweislich bedürftige Personen und nur von 12 bis 13 Uhr zur Essensausgabe geöffnet. Das Betreten der Räumlichkeiten ist nicht gestattet. Die Essensausgabe erfolgt vor der Tür, wobei auf Abstandsregeln geachtet wird. Jeder Gast muss selbst Gefäße zum Abfüllen der Speisen mitbringen. Denjenigen Kunden der Wärmestube, die aufgrund ihres Alters oder ihrer Vorerkrankungen einer Risikogruppe angehören, bringt das BRK ab Montag (30.3.) ein warmes Mittagessen nach Hause. „Damit wollen wir dem Motto `Bleib daheim´ Rechnung tragen und unsere gefährdeten Gäste schützen“, so Ines Brutscher. Mithilfe zahlreicher Spenden finanzieren wir diesen Lieferservice, die Fahrer der Tafel Kempten unterstützen uns dabei tatkräftig. Infos unter Tel.: 0831 5229246

Tafelläden sind geschlossen, Lieferservice springt in Notfällen ein

Die Tafelläden des BRK in der Memmingerstr. 114 und der Magnusstr. 16 sowie der Tafelladen der Caritas in der Landwehrstraße 11 mussten am Dienstag (24.3.) schließen. Der Grund dafür ist, dass ein Großteil der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aufgrund ihres Alters selbst einer Risikogruppe angehört und keiner Gefährdung ausgesetzt werden soll. Auch viele der älteren Kunden sind aus Angst vor Ansteckung zuletzt zuhause geblieben. Das BRK holt derzeit keine übrig gebliebenen Waren mehr ab. Größere Mengen an haltbaren Waren, die angeliefert werden können, werden aber noch abgenommen.
„Als Alternative zum Laden bieten wir ab Montag, 30.3. einen Lieferservice für registrierte Kunden der Tafel an. Sowohl die Waren als auch die Lieferung sind für diesen Personenkreis kostenlos“, erklärt Ines Brutscher. „In einzelnen Fällen, in denen es unabdingbar war, konnte die Versorgung in der Überbrückungszeit unbürokratisch gelöst werden“, beruhigt sie. Interessierte melden sich bitte bei der Hotline 0831/52292-799
Kunden der Tafel dürfen auch gerne täglich zwischen 12 und 13 Uhr zur Wärmestube in der Kemptener Haubenschloßstraße 12 kommen. Bitte bringen Sie Ihre eigenen Gefäße dafür mit.

Menüservice: Minimale Änderungen beim Essen auf Rädern

Eine steigende Nachfrage ist beim Menüservice zu verzeichnen, der häufig von älteren Menschen genutzt wird. Die Belieferungen finden wie geplant statt. Die Fahrer sind angehalten, den Kontakt aufs Nötigste zu beschränken und die Pakete nur an der Haustüre abzustellen. In Ausnahmen, beispielsweise bei dementen Personen, dürfen die Essenschalen auch im Gefrierschrank deponiert werden. Gestrichen wurde allerdings die Rücknahme der leeren Verpackungen sowie deren Transport zum Wertstoffhof. (Infos zum Menüservice unter Tel.: 0831 52292 55)

Übernachtungsstelle reduziert Schlafplätze

Normalerweise stehen drei Zimmer mit insgesamt elf Schlafplätzen zur Verfügung, aktuell wird jedes Zimmer mit nur einer Person belegt. Dabei gilt: Wer zuerst kommt, erhält den Schlafplatz. Frühstück und Abendessen werden, anders als sonst, nicht gereicht. Selbst mitgebrachte Speisen werden im Gemeinschaftsraum eingenommen, wobei auf ausreichend Abstand geachtet wird. Die Zimmer werden von den Übernachtungsgästen selbst gereinigt und beim Auszug vom Personal geputzt und desinfiziert.

Fahrdienst bittet um Ehrlichkeit

Der Fahrdienst ist auch aktuell im Einsatz, beispielsweise um chronisch kranke Menschen zur Dialyse, zur Bestrahlung oder zum Arzt zu bringen. Auch hier gilt: Personen, die einen Fahrdienst anfordern, müssen unbedingt mitteilen, wenn Erkältungs-Symptome vorliegen, sie in einem Risikogebiet waren oder Kontakt zu begründeten Corona-Verdachtsfällen hatten. Ines Brutscher: „Alle Mitarbeitenden des Fahrdienstes, die einer Risikogruppe angehören, bleiben derzeit zuhause. Da aber viele Personen nicht zwingend nötige Arztbesuche absagen, sind trotzdem genügend Kapazitäten vorhanden.“ Anforderung von Fahrten unter 0800 77 19 222

Hausnotruf
Dieser Dienst läuft regulär weiter, unter Beachtung von notwendigen Vorsichtsmaßnahmen im Kontakt mit den Kunden.

Blutspendetermine finden statt

Fast alle Blutspendetermine in Kempten und dem Oberallgäu werden wie geplant durchgeführt. Da es kurzfristig zu Lokaländerungen kommen kann, ist es sinnvoll, kurz vorher auf www.blutspendedienst.com/termine zu prüfen, ob und wann der Termin stattfindet.
Abgesagt werden musste der Termin am Mittwoch (01.04.) in Waltenhofen bei der Firma Scaltel. Der Termin am 06.04. in Kempten findet im Pfarrheim St. Anton, Völkstr. 4, statt.

Katastrophenschutz ist gerüstet

Die Katastrophenschutzeinheiten des BRK wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Zusätzlich zum Haupteinsatzstab in Kempten wurde ein weiterer für die Bereitschaften in Immenstadt aufgebaut. Die verschiedenen Bereitschaftsleiter müssen täglich melden, wie viele Einsatzmittel und wie viele Einsatzkräfte mit welchen Qualifikationen ihnen zur Verfügung stehen.

Auch ohne Publikumsverkehr erreichbar

Die Hauptgeschäftsstelle des BRK Oberallgäu in der Kemptener Haubenschlossstraße ist zwar für den Publikumsverkehr geschlossen, telefonische Anfragen sind zu den Geschäftszeiten aber möglich. Darüber hinaus steht Anrufern die 24-Stunden-Hotline des BRK zur Verfügung.
 

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news-357 Fri, 20 Mar 2020 14:00:00 +0100 Ruhig Blut! Blutspenden auch in Zeiten des Corona-Virus wichtig https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/ruhig-blut-blutspenden-auch-in-zeiten-des-corona-virus-wichtig.html BRK bittet dringend, die aktuellen Termine wahrzunehmen Auch in Zeiten des neuartigen Coronavirus, der Grippewelle und grassierender Erkältungen sind Blutspenden für sehr viele Menschen überlebenswichtig. Aufgrund der geringen Haltbarkeit von Blutpräparaten ist ein kontinuierliches Engagement unerlässlich. Das BRK führt daher alle geplanten Blutspendetermine in Kempten und dem Oberallgäu durch. Dabei greifen besondere Vorsichtsmaßnahmen, wie Stephanie Melder, die Sachbearbeiterin fürs Blutspenden beim BRK Oberallgäu erklärt.

„Aufgrund der aktuellen Corona-Krise verzeichnen wir derzeit einen flächendeckenden Abwärtstrend bei der Blutspende. Noch kann die Versorgung von verletzten und schwer kranken Personen gewährleistet werden. Um die bayernweite Versorgung mit Blutpräparaten in Therapie und Notfallversorgung zu sichern, sind wir allerdings auf kontinuierliche Blutspenden angewiesen“, sagt Stephanie Melder.

Kein erhöhtes Ansteckungsrisiko
„Wir beobachten die Lage rund um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus sehr aufmerksam und stehen hierzu in engem Austausch mit den verantwortlichen Behörden“, betont sie und appelliert: „Wenn Sie gesund sind, spenden Sie bitte auch jetzt Blut für chronisch Kranke und Verletze! Für Spendewillige bestehe kein erhöhtes Ansteckungsrisiko, denn die Blutspendetermine unterlägen generell äußerst strengen, hygienischen Regularien, welche noch ergänzt wurden. „Wir führen direkt am Eingang eine zusätzliche Checkliste zur Spendefähigkeit durch. Zudem erfolgt eine kontaktlose Temperaturmessung. Selbstverständlich sind überall Hygienemaßnahmen wie Handhygiene, Lüften oder die Desinfektion von Kontaktflächen gewährleistet.“ Der Kontakt zwischen Spendern und ehren- und hauptamtlichen Helfern werde minimiert. Alle Mitarbeitenden des Blutspendedienstes des BRK, die grippale oder Erkältungs-Symptome aufweisen oder die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, würden ohnehin derzeit nicht eingesetzt.

Wer darf jetzt zur Blutspende?
Ein Spendelokal darf nur betreten, wer folgende Aussagen bestätigen kann:

  • Ich fühle mich gesund und fit für die Blutspende
  • Ich hatte in den letzten vier Wochen keinen Kontakt zu einer nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Person
  • Ich war nicht in einem Coronavirus-Risikogebiet.


Wer darf nicht zur Blutspende?
Von der Blutspende ausgeschlossen sind folgende Personengruppen:

  • Reiserückkehrer aus laut Robert-Koch-Institut eingestuften internationalen Risikogebieten. (Infos unter www.blutspendedienst.com/reisecheck)
  • Spendewillige, die Kontakt zu einem an Coronavirus (SARS-CoV-2)-Erkrankten oder zu einem Verdachtsfall (dessen Testergebnis noch aussteht) hatten, werden für vier Wochen nach Exposition von der Blutspende zurückgestellt.
  • Personen, die am Coronavirus (SARS-CoV-2) erkrankt sind, müssen für zwei Monate nach Ausheilung von der Blutspende zurückgestellt werden.


„Spendewillige, die Kontakt zu gesunden Reiserückkehrern hatten, können gerne zur Blutspende kommen“, so Stephanie Melder.

Alle auf www.blutspendedienst.com/termine veröffentlichten Termine finden statt. Da es kurzfristig zu Terminlokaländerungen oder -verschiebungen kommen kann, ist es sinnvoll, kurz vor dem Blutspendetermin nochmal auf www.blutspendedienst.com/termine zu prüfen, ob und wann der Termin stattfindet.

Hier die Blutspendetermine des Blutspendedienstes des BRK im Oberallgäu und Kempten vom 19. März bis 20. April 2020:

  • Fr, 20.3. 16.30–20.30 Uhr Dietmannsried Grund- und Mittelschule
  • Di, 24.3. 15.30–20 Uhr, Immenstadt. Pfarrheim St. Nikolaus
  • Mi, 01.04. 16-19 Uhr Waltenhofen, Fa. SCALTEL AG
  • Mo, 06.04., 15-20 Uhr, Kempten, Pfarrheim St. Anton
  • Mi, 08.04., 16.30-20 Uhr, Oberstaufen, Kurhaus
  • Fr, 17.04, 16-19 Uhr. Sonthofen, Pfarrheim St. Christoph


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news-356 Wed, 04 Mar 2020 10:11:00 +0100 Stolz auf den Einserschüler https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/stolz-auf-den-einserschueler.html BRK-Azubi Patrick Piechotta legt Traumabschluss hin Mündliche Prüfung: Volle Punktzahl. Gesamtnote. 1,2. Mit diesen Traumergebnissen absolvierte Patrick Piechotta Anfang Februar seine Abschlussprüfungen zum Kaufmann für Büromanagement. Bei seinem Arbeitgeber, dem BRK Oberallgäu, ist man stolz auf die junge Nachwuchskraft, die noch größere Pläne hat.

Seine zweieinhalbjährige Ausbildung hat Patrick Piechotta in der Geschäftsstelle des BRK in Kempten gemacht. Das Prüfungsergebnis habe ihn selbst ein wenig überrascht, gibt der 28-Jährige zu. Beim Abitur habe es schließlich auch nicht zu einer 1 vor dem Komma gereicht, lacht er. Dafür aber jetzt! Dank großem Grundwissen, guter Vorbereitung und, wer weiß, vielleicht auch einer Portion Naturtalent konnte er bei den Fragen zu Themenbereichen wie „Büromanagementprozesse“, „Kaufmännische Steuerung und Kontrolle“, „Geschäftsprozesse und Kommunikation“ sowie „Sozialkunde“ brillieren. Bei der mündlichen Prüfung, einem Report über ein unternehmensinternes Projekt, das er durchgeführt hatte, erreichte er sogar die volle Punktzahl.

Geschäftsführung und Kollegen freuten sich mit dem jungen Nesselwanger über die Traumnote. „Wir sind stolz, dass wir in Zeiten des Fachkräftemangels einen so guten Mitarbeiter weiterbeschäftigen können“, so Alexander Schwägerl, Kreisgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes Oberallgäu. Patrick Piechotta ist nun als Sachbearbeiter in der Finanzbuchhaltung fest angestellt. Er schmiedet bereits neue Pläne: „Vielleicht sattele ich irgendwann noch eine Weiterbildung obendrauf, zum Beispiel zum Wirtschaftsfachwirt.“

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news-355 Mon, 02 Mar 2020 12:12:00 +0100 „Wir freuen uns auf das BRK Kempten-Oberallgäu“ https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/wir-freuen-uns-auf-das-brk-kempten-oberallgaeu.html Die schmiddesign. übernimmt die Pressearbeit für das Bayerische Rote Kreuz im Oberallgäu „Das sind zu Jahresbeginn gleich mal schöne Nachrichten. Wir werden ab sofort die komplette Presse- und Medienarbeit für den BRK Kreisverband Oberallgäu übernehmen, erklärt Fabian Schmid, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Schmiddesign GmbH & Co. KG. Die Agentur für strategische und crossmediale Markenkommunikation verfügt über erfahrene Redakteure, die Pressemitteilungen oder Artikel, aber auch Imagebroschüren und Flyer anhand einer effizienten Mediaplanung erstellen.
 
„Gute Kommunikation braucht ein Konzept. Wer etwas erreichen will, muss zuerst einmal wissen, was er überhaupt erreichen will und welche Ziele er anstrebt. Erfolgreiche Kommunikation besteht aus weit mehr als aus Pressemitteilungen“, so Schmid. „Unser Team versteht es, passende Botschaften zu formulieren, die auf die entsprechenden Bedürfnisse und Kanäle zugeschnitten sind. Dass wir nun auch für das BRK arbeiten dürfen, freut uns natürlich sehr“. Der BRK Kreisverband Oberallgäu rettet nicht nur Menschenleben und bildet in Erster Hilfe aus, sondern engagiert sich außerdem in der Altenpflege und hilft in sozialen Notlagen. Seit mehr als 130 Jahren ist das Bayerische Rote Kreuz in den unterschiedlichsten medizinischen und technischen Bereichen aktiv. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Ausbildung ehrenamtlicher Sanitäterinnen und Sanitäter, die eine intensive Ausbildung durchlaufen. „Als Medienpartner wollen wir in Zukunft vor allem ein Augenmerk auf die verschiedenen und vielseitigen Arbeitsbereiche des BRK Kempten-Oberallgäu legen.

Ehrenamt verstärkt in den öffentlichen Fokus bringen

Insbesondere beim Ehrenamt bietet das Bayerische Rote Kreuz unheimlich viele Möglichkeiten für freiwilliges Engagement an. Das gilt es zu kommunizieren“, erläutert Schmid. „Die Motorradstreife des BRK Oberallgäu ist beispielsweise über die Sommermonate auf den Fernstraßen im gesamten Einzugsgebiet tätig. Als First Responder, also als qualifizierter Ersthelfer, steht die Streife auch der Integrierten Leitstelle Allgäu zur Verfügung. Die Wasserwacht des Roten Kreuzes kümmert sich um die Badeaufsicht an Gewässern, bildet Rettungsschwimmer, Motorbootführer und Rettungstaucher aus. Außerdem bietet sie neben Behindertenschwimmern auch Schwimmkurse für Kinder und Erwachsene an. Ein weiterer wichtiger Bereich sind die Sozialen Dienste. Mit den Tafelläden oder auch den Wärmestuben leistet das Rote Kreuz einen bedeutenden gesellschaftlichen Beitrag für Menschen, denen es nicht so gut geht und die unsere Unterstützung brauchen. Nicht zu vergessen sind außerdem Kleiderläden des BRK in Kempten und Immenstadt, in denen sich Freiwillige beim Sortieren der Kleiderspenden, beim Verkauf und der Präsentation der Waren engagieren. Jeder, der etwas Sinnvolles tun will, findet beim Bayerischen Roten Kreuz mit Sicherheit einen für ihn passenden Bereich. Das wollen wir künftig verstärkt in den medialen Fokus und natürlich an die Allgäuer Öffentlichkeit bringen“, so Fabian Schmid abschließend. Wer sich für ein freiwilliges Engagement beim BRK Kempten-Oberallgäu interessiert, kann sich an Frau Ulrike Finkenzeller von der Servicestelle Ehrenamt wenden unter der Telefonnummer 0831/52292-25.

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news-354 Fri, 28 Feb 2020 16:23:19 +0100 „Nicht ganz so wild wie früher“ https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/nicht-ganz-so-wild-wie-frueher.html Fasching im BRK Haus der Senioren Fasching ist ein Fest für alle Altersstufen. Das zeigt sich auch im BRK Haus der Senioren in Oberstdorf, wo alljährlich am Faschingsdienstag eine fröhliche Narrensause gefeiert wird. Auch heuer hatten einige der Bewohnerinnen und Bewohner dafür eigens ihre Kostüme aus dem Schrank geholt.

Damit das Ambiente stimmt, hatten die Damen und Herren in den Wochen zuvor mit viel Freude tatkräftig geholfen, Girlanden für die Dekoration des Festsaals zu basteln und zu erneuern. Am Faschingsdienstag selbst gab es dann die Gelegenheit, bei Krapfen und Kaffee zu alten Schlagern mitzusingen, zu schunkeln und sich in die Polonaise einzureihen. Einige hauptamtliche Mitarbeiter sowie ehrenamtliche Helfer sorgten mit lustigen Büttenreden und Sketchen für zusätzliche Heiterkeit. Eine alte Dame fasste die tolle Atmosphäre am Ende der Feier zusammen: „Das war wieder ein wirklich schönes Fest“, findet sie und fügt schmunzelnd hinzu: „Nicht ganz so wild wie früher, aber fast.“

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news-353 Wed, 26 Feb 2020 14:32:00 +0100 Spielzeugverkauf für die Kemptener Tafel https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/spielzeugverkauf-fuer-die-kemptener-tafel.html Kinder der Kindertagesstätte St. Nikolaus in Kempten helfen bedürftigen Mitmenschen Die Kinder der Kindertagesstätte St. Nikolaus in Kempten haben ein Herz für Mitmenschen, denen es nicht so gut geht. Im Zuge einer gemeinsamen Aktion brachte jedes der 87 Kinder im Alter zwischen 5 und 12 Jahren, die die Einrichtung besuchen, Spielzeug von sich zuhause mit. Dann wurden die Sachen für Cent-Beträge an die anderen Kinder verkauft. Der Erlös wurde hier und da sogar noch durch gespendetes Taschengeld aufgestockt, sodass am Ende stattliche 200 Euro zusammenkamen. Den Betrag spendeten die Kinder an die Tafel des BRK in Kempten.

Hortleitung Juliane Schwarz, die die schöne Aktion initiiert und gemeinsam mit ihren neun Kolleginnen organisiert hatte, lud den Tafel-Koordinator Markus Wille vom BRK Oberallgäu zu einer feierlichen Übergabe in die Kita ein. Bei dieser Gelegenheit beantwortete dieser auch die zahlreichen Fragen der Kinder und ErzieherInnen. Mit einem gemeinsam angestimmten Lied fand die Spendenübergabe ein gelungenes Finale.

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news-350 Wed, 26 Feb 2020 12:24:17 +0100 Helfertag am 4. April 2020 - Fortbildung und Begegnung im Ehrenamt https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/helfertag-am-4-april-2020-fortbildung-und-begegnung-im-ehrenamt.html Vom Helfertag 2020 erhoffen wir uns einen Tag der Begegnung für alle Gemeinschaften. Es ist wichtiger denn je, unsere Mission, Menschen zu helfen, gemeinsam zu erfüllen. Dafür ist es erforderlich, einen Tag zu haben, an dem Sie sich querbeet durch alle Gemeinschaften begegnen und austauschen können.

Die Herausforderungen für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Rahmen ihrer gemeinnützigen Arbeit werden immer größer, die Anforderungen steigen. Denken Sie daher bitte daran, gewonnene Erfahrungen auszutauschen und allen Gemeinschaften zugänglich zu machen. Wo kann das besser gelingen, als beim Helfertag in Waltenhofen?

Der Helfertag bietet Ihnen auch die Möglichkeit, einen Einblick zu gewinnen, welche Neuerungen auf dem Markt sind oder welche Probleme von anderen Gemeinschaften erkannt und bewältigt werden.

Natürlich bietet Ihnen der Helfertag 2020 die Möglichkeit der Aus -und Weiterbildung. Durch die Ausbildung sollen Sie die für Ihre verantwortungsvolle Tätigkeit erforderliche Sicherheit gewinnen.

Es lohnt sich auf alle Fälle, vorbei zu schauen und aus dem abwechslungsreichen Programm die Veranstaltungen auszuwählen, die Sie interessieren.

Wir laden Sie herzlich zum Helfertag am Samstag, den 4. April 2020, in die Schule in Waltenhofen ein.

Melden Sie sich verbindlich mit der Antwortkarte oder online unter www.brkoa.de an. Nähere Infos zum Programm finden Sie auf der Homepage. Bitte wählen Sie pro Zeiteinheit eine Veranstaltung sowie eine Ersatzveranstaltung.

Wir freuen uns auf Ihre rasche Rückmeldung und vor allen Dingen darauf, Sie zum Helfertag 2020 begrüßen zu dürfen.

Flyer Helfertag

Hier finden Sie mehr Informationen zur Absage

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news-352 Tue, 25 Feb 2020 14:26:00 +0100 „Ehrenamtliche Arbeit im Wert von einer halben Million Euro“ https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/ehrenamtliche-arbeit-im-wert-von-einer-halben-million-euro.html Spannender Jahresrückblick beim BRK-Bereitschaftstreffen Das BRK ist an 17 Orten im Landkreis Oberallgäu, der kreisfreien Stadt Kempten und dem Kleinwalsertal aktiv. Aktuell engagieren sich 682 Ehrenamtliche in den 14 Bereitschaften, acht Rettungswachen, zwei Arbeitskreisen sowie der Wasserwacht. Am vergangenen Samstag (15.2.2020), dem „Tag der BRK-Bereitschaften“, waren sie alle zu einem informativen und geselligen Treffen im Kurhaus Oberstaufen eingeladen. Als Gastredner war der stellvertretende Bundesbereitschaftsleiter des Deutschen Roten Kreuzes, Christian Wetzel, vor Ort.

Rund 120 der freiwilligen Helferinnen und Helfer der BRK-Bereitschaften im Oberallgäu waren der Einladung gefolgt, ebenso wie zahlreiche ehrenamtliche und hauptamtliche Vertreter des BRK, DRK und der Polizei. Markus Geißler, 2. Bürgermeister des Marktes Oberstaufen, bedankte sich in seinem Grußwort für die „außerordentliche ehrenamtliche Leistung der Bereitschaften in den einzelnen Kommunen“. Polizeisprecher Sven Hornfischer lobte „das gute Miteinander auf Augenhöhe im Arbeitsalltag, sei es bei den vielen Veranstaltungen beim Sanitätsdienst, im Rettungsdienst, bei Vermisstensuchen, bei unterschiedlichen Betreuungseinsätzen und vielem mehr. Während das unser bezahlter Beruf ist, macht Ihr Bereitschaftsmitglieder alles ehrenamtlich und unentgeltlich. Das ist etwas Besonderes und ist sicherlich nicht selbstverständlich.“

Ehrenamtliche Arbeit im Wert von einer halben Million Euro
Kreisbereitschaftsleiter Matthias Straub ließ in seinem Jahresrückblick die zentralen Aktivitäten der Kreisbereitschaft Revue passieren und lieferte teils beeindruckendes Zahlenmaterial aus den einzelnen Fachdiensten (dazu gehören Sanitätsdienst, „Helfer vor Ort“, Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV), Motorrad- oder Rettungshundestaffel u.a.). „Insgesamt wurden an den Bereitschaften im Jahr 2019 ca. 55.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit erbracht“, so Straub. Der Wert dieses Einsatzes für die Gesellschaft kann in Zahlen nicht bemessen werden. Straub wagte dennoch einen Versuch zur Verdeutlichung: „Würde man eine geringfügige Entlohnung zu Grunde legen, entspräche diese Arbeit etwa dem Gegenwert von einer halben Million Euro.“ Allein im Sanitätsdienst fielen 758 Dienste mit insgesamt 22.000 ehrenamtlichen Einsatzstunden an. Die „Helfer vor Ort“ – in diesem Dienst sind 46 Mitglieder in sechs Orten aktiv – rückten 301 Mal aus. Die Rettungshundestaffel, die aktuell aus 26 Teams besteht, wurde 48 Mal alarmiert. Beim Fachdienst Motorrad brachten es die vier Aktiven auf 679 Einsätze. Die 23 Mitglieder der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) wurden 57 Mal hinzugezogen.

Die Unterstützungsgruppe Rettungsdienst
Michael Buhmann, der stellvertretende Bereitschaftsleiter Oberstaufen, würdigte in seinen Ausführungen die immense Unterstützung, die das Ehrenamt bei der Besetzung der regulären Schichten im Rettungsdienst (Notfallrettung) leistet und brachte ein weiteres für die Aktiven wichtiges Thema zur Sprache: die Unterstützungsgruppe Rettungsdienst. Diese Einheit wird bei Engpässen im Rettungsdienst, Einsatzspitzen und größeren Einsatzlagen alarmiert. „Der Dienst ist ein freiwilliger Bonus der Bereitschaften. Das Fahrzeug muss komplett über Spenden finanziert werden und das Personal ist zu 100 Prozent ehrenamtlich“, erklärt Matthias Straub. „Für die Aktiven ist der Ablauf vergleichbar wie bei der Feuerwehr: Man ist im Alltag unterwegs und wenn der Piepser geht, besetzt man das Fahrzeug. Leider sind die Alarmierungen durch die Leitstelle rückläufig, obwohl die Helfer entsprechend ausgebildet und motiviert wären zu helfen.“
Bundesbereitschaftsleiter Christian Wetzel schließlich referierte über die Anerkennung von Ausbildungen aus anderen Berufen oder bei anderen Hilfsorganisationen sowie über Neuerungen im Bereich des Betreuungsdienstes auf Bundesebene. „Die kleinste Einheit im Betreuungsdienst stellt im DRK-Konzept der `Betreuer vor Ort´ dar. Dieser Dienst kommt u.a. bei bestimmten Notfällen in der sozialen Betreuung oder bei der Versorgung von Einsatzkräften oder Betroffenen zum Einsatz“, erläutert Straub. „Wir möchten die Konzeption des DRK `Betreuer vor Ort´ auch im Oberallgäu einführen. Insofern hat dieses Thema perfekt gepasst.“

Großevent in Planung
Im laufenden Jahr wirft ein Großereignis bereits seine Schatten voraus. Vom 21. bis 24. Mai findet am Standortübungsplatz Bodelsberg im Oberallgäu das „Großunfallsymposium des BRK-Bezirksbereitschaftsleitung Schwaben“ statt. Beim „GUS 2020“ handelt es sich um eine großangelegte Katastrophenschutzübung. In unterschiedlichen Workshops und Übungen befassen sich die Teilnehmenden (Einsatzkräfte der BRK-Bereitschaften ab 16 Jahren) mit Konzepten für den Massenanfall von Notfallpatienten und Betroffenen sowie mit der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Die Planungen laufen bereits auf Hochtouren.

Abschließend bedankte sich Straub bei allen Ehrengästen für Ihren Besuch, seinen Stellvertretern Prof. Dr. Christoph Tiebel und Max Hönicke für die intensive und enge Zusammenarbeit, den Breitschafts- und Kreisfachdienstleitungen für die kameradschaftliche Unterstützung, den Nachbar-Kreisbereitschaftsleitern für die tolle Vernetzung und ganz besonderes allen Rotkreuzlern in den Bereitschaften für ihren unermüdlichen ehrenamtlichen Dienst.

Info: Was sind die Aufgaben der Bereitschaften?
Zu ihren Aufgaben gehören beispielsweise die Ausbildung der Bevölkerung in Erster Hilfe, die Mitwirkung im Sanitätsdienst bei Großveranstaltungen, im Rettungsdienst, im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz und im Blutspendewesen, die Bereitstellung der „Helfer vor Ort“, die Übernahme von sozialen Aufgaben u.v.m. Die Bereitschaften des BRK Oberallgäu befinden sich in Altusried-Dietmannsried, Balderschwang (Helfer vor Ort - HvO), Buchenberg, Immenstadt (mit Missen-Wilhams und HvO Weitnau), Kempten (mit HvO Muthmannshofen), Kleinwalsertal (Walser Rettung), Oberstaufen, Oberstdorf, Oy-Mittelberg, Sonthofen (mit Sozialdienst), Steibis (HvO der Rettungshundestaffel), Waltenhofen (mit Rettungshundestaffel), Wertach (mit HvO) und Wiggensbach.

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news-351 Mon, 24 Feb 2020 08:15:00 +0100 Was tun, wenn Familienmitglieder und Bekannte dement werden? https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/was-tun-wenn-familienmitglieder-und-bekannte-dement-werden.html Gesprächskreis des BRK für Betroffene in Oberstdorf Demenz ist eines der großen Schreckgespenster unserer Zeit. Fast jeder von uns kennt Frauen und Männer, die erkrankt sind, seien es Familienmitglieder, Nachbarn, Freunde oder Bekannte. Manchmal machen sich die Veränderungen schleichend bemerkbar, in anderen Fällen geht es ganz schnell. Eines ist ihnen allen gemeinsam: Die Verunsicherung und Hilflosigkeit im Umfeld ist meist groß

Hört man sich im Bekanntenkreis einmal um, erhält man oftmals Aussagen wie: „Unser Nachbar klingelt nachts bei uns und weiß nicht mehr warum“, „Meine Tante hat mich beim letzten Treffen gefragt: `Wer sind Sie denn?´“, „Der Opa meiner Freundin räumt immer seine Brille in den Kühlschrank“, „Neulich an der Kasse im Supermarkt habe ich eine Dame beobachtet, die mit einem 50-Euro-Schein einen Liter Milch bezahlt hat, die kam mir so komisch vor.“ Astrid Küchle kennt solche Erzählungen. Sie ist Demenzberaterin und Leiterin der Kontaktstelle Demenzhilfe Allgäu des BRK in Oberstdorf. „Viele Angehörige oder indirekt Betroffene fühlen sich mit ihren Sorgen und Nöten ganz allein“, bedauert sie. Die Menschen würden händeringend Antworten suchen auf Fragen wie: „Wie erkenne ich demenzielle Veränderungen?“, „Was tue ich, wenn ein naher Angehöriger die Diagnose Demenz erhält?“, „Wie kann ich mich auf das was dann kommt vorbereiten?“, „Wer hilft uns, wer weiß Rat und wie gehe ich selbst mit schwierigen Situationen um?“

Auf all diese Fragen und mehr versuchen Astrid Küchle und ihr Team Antworten zu geben. „Wir laden alle Interessierten ganz herzlich zu unserem Demenzgesprächskreis ein. Am Donnerstag, den 27. Februar kann sich jeder der mag um 15 Uhr im Stüble des BRK Haus der Senioren in der Holzerstraße 17 in Oberstdorf ganz unverbindlich über dieses Angebot informieren und sich gerne auch mit anderen Betroffenen austauschen“, erläutert sie. Der Gesprächskreis soll dann regelmäßig weiter stattfinden, immer am letzten Donnerstag im Monat zur gleichen Zeit am selben Ort. „Wir sprechen im kleinen Kreis über Sorgen, Probleme, Fragen und Neuigkeiten. Dieser Austausch wird von den Betroffenen als große Hilfe in dieser emotional sehr schwierigen Zeit angesehen.“

Wer noch weiter gehen möchte, hat die Möglichkeit, im BRK Haus der Senioren eine Schulung zum Demenzbegleiter zu absolvieren. „Der Kurs richtet sich an Angehörige, Interessierte und natürlich auch Menschen, die sich ehrenamtlich als Demenzbegleiter engagieren möchten“, erläutert Astrid Küchle. „Sie lernen im Lauf von 10 Nachmittagen viel Wissenswertes über die Betreuung und Versorgung Pflegebedürftiger, die zielführende Kommunikation, Entlastungsangebote, Pflegeversicherung und vieles mehr.“ Der nächste Kurs beginnt am 16. März 2020 und findet immer montags von 14–17 Uhr statt (Informationen und Anmeldungen unter 08322- 979934).

Weitere Informationen erhalten Sie unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/angebote/alltagshilfen/demenzhilfe-allgaeu.html

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news-348 Fri, 21 Feb 2020 12:00:00 +0100 Mehr als 50 Helfer im Einsatz https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/mehr-als-50-helfer-im-einsatz.html BRK-Bereitschaften im Oberallgäu über den Sanitätsdienst beim 1. Sulzberger Faschingsumzug Nach 10 Jahren fand am Sonntag (16.2.2020) der erste von drei Umzügen des Sulzberger Faschings mit mehr als 30.000 Besuchern statt. Das BRK Oberallgäu war für den Sanitätsdienst zuständig und meisterte das Großereignis mit mehr als 50 Einsatzkräften. Welch immense Vorarbeiten für die sanitätsdienstliche Betreuung derartiger Menschenmassen nötig sind, kann man als Laie kaum erahnen. BRK-Kreisbereitschaftsleiter Matthias Straub sorgt für ein wenig Erhellung.

Im Vorfeld der Umzüge hat Matthias Straub gemeinsam mit seinem Planungsteam eine detaillierte Einsatzplanung erarbeitet - ein Dokument mit mehr als 30 Seiten. Am Umzugstag selbst waren 51 Helfer aus dem gesamten Oberallgäu (genauer gesagt von den BRK-Bereitschaften Kempten, Immenstadt, Sonthofen, Oberstdorf, Oberstaufen, Wertach und Altusried-Dietmannsried) sowie vier Ärzte von 11 bis 19 Uhr im Einsatz. Um im Notfall sofort helfen zu können, waren viele von ihnen mit Rettungsrucksäcken bepackt zu Fuß in der Menge unterwegs, andere mit Quads. „Der Einsatz der Quads war sehr sinnvoll und hilfreich, da diese neben den vielen Fußtrupps am ehesten durch die Menschenmenge kamen“, sagt Straub. Zur Behandlung der verletzten Personen war eine mobile Sanitätsstation aufgebaut worden, eine zweite stationäre befand sich im Jugendhaus am Rathaus. Im Feuerwehrhaus hatte der BRK-Einsatzstab gemeinsam mit Feuerwehr, Polizei und Ordnungsamt seine Einsatzzentrale. An Einsatzfahrzeugen waren mehrere Krankentransport- und Rettungswagen, ein Mannschaftstransportwagen als Arztzubringerfahrzeug sowie ein Gerätewagen des Sanitätsdienstes (als Materialreserve) vor Ort.

Glücklicherweise verlief die Veranstaltung friedlich und ohne größere Zwischenfälle. Insgesamt mussten die Helfer beim Umzug und in dessen Umfeld 21 Mal Hilfe leisten. „In den meisten Fällen handelte es sich um Kreislaufprobleme oder Stürze“, berichtet Einsatzleiter Michael Buhmann. Die Stimmung vor Ort, auch in den Teams, sei sehr positiv gewesen, genauso wie das Miteinander mit den anderen Organisationen. Auch bei den kommenden beiden Umzügen am 23. und 25. Februar werden die BRK-Bereitschaften wieder den Sanitätsdienst stellen. „Ursprünglich war geplant, den Fahrzeug- und Kräfteansatz zu reduzieren. Aufgrund der vielen Besucher beim 1. Termin belassen wir ihn aber nun auch für die Folgeveranstaltungen auf demselben hohen Niveau. Dank des hervorragenden Netzwerks der BRK-Bereitschaften und der großen Einsatzbereitschaft der freiwilligen Helfer sind wir glücklicher Weise in der Lage zu solch einer kurzfristigen ehrenamtlichen Aufstockung.“

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news-347 Tue, 18 Feb 2020 15:34:23 +0100 Schwimmen mit Handicap https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/schwimmen-mit-handicap.html Das Bayerische Rote Kreuz bietet das Projekt „Schwimmen mit Handicap“ seit 50 Jahren an. In den Wintermonaten von Oktober bis März treffen sich die Schwimmbegeisterten alle 14 Tage im Hallenbad der Robert-Schuman-Mittelschule in Kempten St.-Mang (Neudorfer Str. 4). Das Besondere an diesem Projekt, das rein ehrenamtlich begleitet wird, ist die Freude, die einerseits geschenkt wird und die andererseits zurückkommt. Schon bei der Anfahrt mit dem Fahrdienst beginnt der Spaß und hält bis zum Abtauchen ins Wasser an. An den Donnerstagen herrscht stets gute Stimmung. Es wird viel gelacht, die Augen der Schwimmenden glänzen vor Freude, denn im Wasser fühlen sich alle so leicht, spüren die Handicaps nicht und verbringen eine glückliche Zeit. Die Teilnehmenden bewegen sich ihren eigenen Fähigkeiten entsprechend im Wasser, machen Gymnastik, Spiele oder lassen sich einfach treiben.

Das Rote Kreuz sucht hierzu ehrenamtliche Helfende oder Sponsoren. Fühlen Sie sich angesprochen? Dann erteilt Ihnen Ulrike Finkenzeller, Leitung Servicestelle Ehrenamt, sehr gerne weitere Auskünfte: Tel. 0831/52292-25 oder per Mail finkenzeller(at)kvoa.brk.de

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news-346 Mon, 17 Feb 2020 15:24:00 +0100 Die Brätknödelsuppe der Amtsträger https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/die-braetknoedelsuppe-der-amtstraeger.html OB Kiechle, Sozialreferent Baier-Regnéry und BRK-Kreisgeschäftsführer Schwägerl kochen in der Wärmestube Am Donnerstag schwangen Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle, Sozialreferent Thomas Baier-Regnéry und BRK-Kreisgeschäftsführer Alexander Schwägerl gemeinsam in der Wärmestube des BRK die Kochlöffel. Die Drei bereiteten eine Brätknödelsuppe, Hähnchenschenkel mit Salzkartoffeln, Rosenkohl und Karottengemüse sowie einen Apfelstrudel mit Vanillesoße und Eis zu. Zahlreiche Gäste wollten sich selbst einen Eindruck von den kulinarischen Fähigkeiten der Amtsträger machen, so war die Wärmestube war mit 80 Personen bis auf den letzten Platz besetzt. Im Anschluss durften die Akteure viel Lob für ihre Kochkünste entgegennehmen. Die Stadt Kempten sponserte die Lebensmittel, sodass das Menü für die Gäste kostenlos angeboten werden konnte.

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news-343 Thu, 13 Feb 2020 15:00:00 +0100 Das gefährliche Nickerchen nach dem Faschingsball https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/das-gefaehrliche-nickerchen-nach-dem-faschingsball.html Alkohol und kalte Temperaturen werden schnell lebensbedrohlich - BRK gibt Tipps Im Fasching ist es schnell passiert: Ein Bier, noch ein Bier, dann noch ein, zwei Schnäpse und weil´s so lustig ist, sogar noch ein dritter... man kennt das ja. In den meisten Fällen kommen die Partygänger sicher und wohlbehalten nach Hause, wo sie sich am nächsten Tag mit einem mächtigen Kater herumplagen dürfen. „Manchmal aber kann die Geschichte auch richtig schlimm enden“, warnt Frank Schönmetzler von BRK Oberallgäu. Vor allem, wenn Alkohol und kalte Außentemperaturen zusammentreffen, haben die Rettungsdienste viel zu tun. „Jetzt in der Faschingszeit muss der Rettungsdienst immer wieder zu Personen ausrücken, die während oder nach einer Party, einem Umzug oder Ball stark alkoholisiert irgendwo draußen gefunden wurden“, berichtet Frank Schönmetzler. Der erfahrene Rettungsassistent ist bei vielen großen Veranstaltungen wie etwa dem Dämmerumzug in Kimratshofen als Einsatzleiter für die sanitätsdienstliche Betreuung der Akteure und Besucher zuständig. „Das Hauptproblem ist, dass viele Menschen den Alkohol unter- und sich selbst überschätzen und sich infolgedessen alleine auf den Heimweg machen“, weiß er. „Nicht selten setzen aber unterwegs plötzlich Schwäche, Schwindel, Verwirrtheit oder Müdigkeit ein. Der Betroffene setzt oder legt sich hin – sei es am Straßenrand oder auf der Wiese – und schläft ein. In Verbindung mit kühlen Außentemperaturen ist das richtig gefährlich.“ Bei starker Alkoholisierung würden Kälte und Feuchtigkeit vom Betroffenen selbst nicht als Bedrohung wahrgenommen, sagt er. Doch der Alkohol erweitere die Blutgefäße und beschleunige die Auskühlung zusätzlich. „Dies kann zu Bewusstlosigkeit und im schlimmsten Fall sogar zum Kreislaufstillstand und somit zum Tode führen“, warnt er eindringlich.

Damit all das nicht passiert, hat Frank Schönmetzler einige Tipps für Faschingsgänger parat: „Bitte achtet aufeinander, sowohl was die Alkoholmenge angeht als auch beim Nachhause-Gehen. Lasst betrunkene Freunde und Bekannte nicht alleine losziehen. Am besten, Ihr klärt im Vorfeld, dass Euch jemand abholen kann.“ Wichtig sei auch, der Witterung angemessene Kleidung für den Nachhauseweg bereit zu halten. Passanten, die eine betrunkene Person am Straßenrand finden, rät er: „Bewahren Sie Ruhe. Sprechen Sie den Betroffenen an. Wenn keine Reaktion erfolgt, überprüfen Sie Atmung und Puls. Sorgen Sie wenn möglich für Wärmeerhalt. Ganz wichtig hierbei ist: Wenn die Person teilnahmslos und verwirrt wirkt, darf sie weder aktiv, also durch Bewegung, noch passiv, zum Beispiel durch Massieren der Arme und Beine erwärmt werden! Stattdessen gilt es, nasse Kleidung zu entfernen und den Betroffenen in eine Rettungsdecke einzuwickeln, wie sie in jedem Verbandskasten zu finden ist – die goldene Seite nach außen. Bringen Sie die Person in die stabile Seitenlage, so kann Erbrochenes abfließen und nicht in die Atemwege gelangen. Im Zweifelsfall alarmieren Sie bitte umgehend den Notruf unter 112. Bis zu dessen Eintreffen können Erste-Hilfe-Maßnahmen nötig sein. Bei aggressivem Verhalten kann auch die Polizei gerufen werden.“ Stark alkoholisierte Personen sollte man nicht alleine lassen, auch zu Hause nicht, ergänzt Frank Schönmetzler. „Bitte behalten sie die oder den Betroffenen im Auge und achten Sie stets darauf, dass sie oder er in der stabilen Seitenlage und nicht auf dem Rücken liegt, denn sonst könnte Erbrochenes zum Ersticken führen.“

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news-345 Tue, 11 Feb 2020 16:00:00 +0100 Sparkassen-Mitarbeiter verteilen mehr als 9.000 Euro an die Region https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/sparkassen-mitarbeiter-verteilen-mehr-als-9000-euro-an-die-region.html Wie bereits im Vorjahr startete die Sparkasse Allgäu auch in der Weihnachtszeit 2019 wieder eine Spendenaktion, bei der die Sparkassen-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter Weihnachtsengel sein durften. Jede/r erhielt einen Gutschein-Code im Wert von 15 Euro (im Vorjahr waren es noch 10 Euro), den er/sie auf der Online-Spendenplattform www.gut-fuer-das-allgaeu.de für sein/ihr Herzensprojekt spenden durfte. Dabei kam eine Spendensumme von 9.210 Euro zusammen, von der 100 Projekte profitierten, wie die Auswertung der Aktion jetzt ergab.

Das Projekt „Kochen in der Wärmestube“ des Bayerischen Roten Kreuzes, Kreisverband Oberallgäu (BRK KV OA) hat dabei die meisten Spenden bekommen – insgesamt 960 Euro. Drei weitere Projekte des BRK KV OA erhielten zusammen 690 Euro. Damit konnte sich die Hilfsorganisation über insgesamt 1.650 Euro freuen. Ines Brutscher, zuständig fürs Fundraising beim BRK KV OA, dankte Josef Maierhofer, Verantwortlicher für die Online-Spendenplattform der Sparkasse Allgäu: „Hat die Sparkasse wieder, wie im Vorjahr, Gutscheine an ihre Mitarbeiter verteilt, die diese auf www.gut-fuer-das-allgaeu.de an die gewünschte Organisation spenden konnten? Und gleich eine Erhöhung auf 15 Euro? Ihr seid Spitze! Herzlichen Dank für die Spende – macht weiter so!“

Das zweitplatzierte Projekt der Bergwacht Pfronten erhielt 660 Euro. Damit soll die ehrenamtliche Arbeit unterstützt, die intensive Aus- und Fortbildung durchgeführt und notwendige technische und medizinischen Geräte angeschafft werden. Auf Platz drei landete der Allgäuer Hilfsfonds mit seinen Ersthelferprojekten im Allgäu, für die er 525 Euro erhielt.

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news-342 Fri, 07 Feb 2020 15:56:23 +0100 Absturz des „Christoph 17“ jährt sich zum 25. Mal https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/absturz-des-christoph-17-jaehrt-sich-zum-25-mal.html Ein Gespräch mit den Überlebenden der Katastrophe Der 10. Februar 1995 ist als schwarzer Tag in die Geschichte der Luftrettung im Oberallgäu eingegangen. Damals stürzte der Rettungshubschrauber Christoph 17 bei einem Einsatz in Balderschwang ab. Der 39-jährige Pilot Rainer Bott starb, Rettungsassistent Rainer Bumann und Notarzt Ulrich Hägele überlebten die Katastrophe schwerverletzt. Heute, genau 25 Jahre später, sprechen die beiden Männer über den Tag, der ihr Leben veränderte. An jenem Freitag, dem 10. Februar 1995 ging gegen 11.30 Uhr ein Notruf bei der Integrierten Leitstelle ein: Auf einer Loipe bei Balderschwang liege eine bewusstlose Frau. Zwei Minuten später waren der Pilot Rainer Bott, Rettungsassistent Rainer Bumann und Notarzt Ulrich Hägele im Christoph 17 auf dem Weg zu der Patientin. Der aus Betzigau stammende Hägele war damals 43, Anästhesist und Intensivmediziner am Klinikum Kempten. Der 38-jährige Rainer Bumann aus Sonthofen war Wachleiter des BRK in Kempten und seit 1986 in der Luftrettung tätig.

Rainer Bumann erinnert sich bis heute minutiös an die Geschehnisse: „Wir hatten strahlenden Sonnenschein und viel Schnee. Weil wir die bewusstlose Frau nicht finden konnten, sind wir an der deutsch-österreichischen Grenze zwischengelandet, um zu fragen, ob den Kollegen dort etwas bekannt war. Dann sind wir wieder gestartet und die Loipe abgeflogen. Auf einmal sah ich aus dem Augenwinkel eine Person am Boden liegen und sagte das Rainer, dem Piloten. Der führte sofort eine 180-Grad-Wende durch. Wir flogen gegen Osten, Sonne und Schnee blendeten uns - keiner von uns sah das Seil der Materialbahn, das das Tal überspannte. Als ich es entdeckte, war es schon zu spät. Rainer versuchte zwar sofort, die Maschine hochzuziehen, aber dabei verfing sich das Landewerk in dem Seil.“ Laut der späteren Rekonstruktionsversuche wurde der Hubschrauber in seinem Vorwärtsflug mit 70 Knoten (ca. 130 km/h, Anm.d.Red.) durch das Seil abrupt abgebremst und dabei regelrecht verbogen. Der Heckrotor wurde abgerissen und später fast 100 Meter entfernt gefunden. „Dann hörte ich einen Peitschenknall, das war wohl das Seil, das zerriss“, erzählt Rainer Bumann weiter. „Rainer sagte noch: `So Jungs, das war´s jetzt´, dann stürzten wir ab.“ Die Maschine stürzte rund 100 Meter tief in einen Tobel und bohrte sich zwei Meter tief mit der Kanzel voran in den Boden. „Wenige Meter entfernt war ein Bach mit einem steinigen Bachbett. Wären wir da aufgekommen, wäre alles vorbei gewesen. Wo wir aufprallten, war mooriger Boden mit einer sehr hohen Schneeschicht. Das war unser Glück, denn dadurch wurde die kinetische Energie beim Aufprall ein wenig abgeschwächt“, so Bumann.

Mit der Erinnerung an das, was dann kam, ist Rainer Bumann allein. Ulrich Hägeles Gedächtnis hat den Absturz komplett gelöscht. „Meine Erinnerung endet damit, dass wir nach Balderschwang hineingeflogen sind und setzt erst fünf Tage nach dem Unglück wieder ein.“ Ein Umstand über den er sehr froh ist, wie er zugibt. Denn er hat ihn höchstwahrscheinlich vor langfristigen psychischen Problemen bewahrt. Ganz anders ist es Rainer Bumann ergangen: „Ich erinnere mich genau an alles. Nach dem Aufprall muss ich ein paar Minuten bewusstlos gewesen sein. Als ich aufwachte hing ich kopfüber im Sitz. Es war stockdunkel, die Kanzel komplett zerstört.“ Glücklicherweise hatte er einen Arm frei. „Aus reinem, automatischen Selbsterhaltungstrieb grub ich mir damit eine Atemhöhle, damit ich überhaupt Luft bekam. Schmerzen hatte ich am Anfang keine - die kamen dann aber sehr schnell“, sagt er und verzieht leicht das Gesicht. „Dann hörte ich Rainer, den Piloten, neben mir. An der Art wie er atmete, wusste ich sofort, dass jede Hilfe zu spät kommen würde“, sagt er bedrückt. „Irgendwie konnte ich eine Schuhspitze von Uli erkennen, der quer hinter uns gesessen hatte. Als ich fragte: `Uli, wie geht´s Dir?´ kam keine Antwort. Dann der Gedanke: Hoffentlich brennt die Mühle jetzt nicht auch noch. Meine Stiefel waren voll mit Kerosin und die Triebwerke haben eine Temperatur von 780 Grad Celsius. Es war pures Glück dass sich das nicht entzündet hat.“

Dann kamen die Retter. Die parallel alarmierte Rettungswagen-Besatzung grub sich zu den Verunglückten hinunter. Mehrere Hubschrauber wurden zur Unterstützung hinzugezogen. Auch ihnen wurde die Seilbahn fast zum Verhängnis, wie Bumann berichtet. „Einer flog unter dem Zugseil durch und touchierte es beinahe. Ein zweiter flog in das Seil und durchschnitt es mit dem Rotor. Es schlug ein großes Loch in die Scheibe.“ Die Verunglückten wurden noch im Wrack in Narkose gelegt. „Es hat eineinhalb Stunden gedauert, mich rauszuschneiden“, weiß Rainer Bumann aus Erzählungen. Danach wurde er ins Klinikum Kempten geflogen, Ulrich Hägele kam nach Augsburg. Der Pilot Rainer Bott wurde reanimiert, verstarb aber noch an der Unfallstelle. Bis heute steht ein gerahmtes Foto von ihm im Aufenthaltsraum des neuen Hangars in Durach. Es wurde wenige Stunden vor seinem Tod aufgenommen und zeigt ihn mit seinem kleinen Sohn auf dem Schoß. Rainer sei „ein Guter“ gewesen, ein netter Kollege und ein sehr erfahrener, guter Pilot, der gern geflogen sei, erinnern sich die beiden Männer an ihm. Seine Witwe habe ihn jahrelang immer am Todestag besucht, so Bumann. Mittlerweile ist der Kontakt abgerissen. Während die beiden erzählen, blättert er immer wieder in einem dicken Fotoalbum, hält inne, sieht sich Bilder an. Es ist voll mit Zeitungsartikeln über den Absturz (aus denen auch hervorgeht, dass die vorgeschriebenen Markierungen an den Seilen der Materialbahn ausgebleicht und somit schlecht sichtbar waren), mit Fotos von den Bergungsarbeiten und von wichtigen Stationen in den Monaten nach dem Unglück. Zu sehen ist unter anderem Bumann selbst, schwerverletzt, wie sich Kollegen an der Unfallstelle um ihn kümmern. Auch das Marterl ist abgelichtet, das ein Jahr später feierlich dort aufgestellt wurde und um das sich seine mittlerweile 84-jährige Mutter immer noch kümmert. „Das Album haben mir die Kollegen zusammengestellt“, erzählt er. Anfangs sei es schwierig gewesen, sich das alles anzuschauen. Inzwischen könne er das längst problemlos. „Ich bin froh, dass ich das Album habe.“

Über einen Umstand berichten Hägele und Bumann eher nebenbei: Alle beide wären bei diesem Flug eigentlich gar nicht dabei gewesen. Ulrich Hägele war ganz kurzfristig für einen Kollegen eingesprungen („das war damals nicht unüblich“) und Rainer Bumann hätte an dem Tag ursprünglich gar keinen Dienst gehabt. „Aber ich hatte mit einem Kollegen Schicht getauscht, weil ich eine Woche später nach Kenia fliegen wollte. Stattdessen war ich dann 5 Tage im künstlichen Koma, 14 Wochen im Krankenhaus und danach 10 von insgesamt 48 Wochen in Reha.“ Bei Ulrich Hägele verlief die Genesung wesentlich schneller. „Auch ich habe erst ein paar Tage später meine Umwelt wieder bewusst wahrgenommen. Aber anders als Rainer hatte ich im Wesentlichen nur ein paar gebrochen Rippen. Ich ließ mich sofort von Augsburg nach Kempten verlegen, denn dort war meine Frau und meine drei Kinder, die damals 5, 10 und 13 Jahre alt waren.“ Noch während seines eigenen Krankenhausaufenthaltes besuchte er seinen Kollegen. „Als Uli plötzlich an meinem Krankenbett stand, hat mich das sehr berührt und gefreut“, so Rainer Bumann. Hägele selbst konnte seine Arbeit bald wieder aufnehmen, kehrte gut zwei Monate nach dem Unglück wieder in die Luftrettung zurück. „2015 habe ich altersbedingt damit aufgehört, aber Landrettung fahre ich immer noch ein-, zweimal im Monat“, so der heute 67-Jährige. „Ich hatte großes Glück. Auch dank meiner Erinnerungslücke konnte ich mein Leben fast normal weiterführen.“ Lediglich beim Skifahren meide er seither ganz steile Hänge, „aus Angst vor einem Sturz und den folgenden Schmerzen. Das kannte ich vorher nicht“, sagt er. Körperlich machen ihm bis heute Wirbelsäulenprobleme zu schaffen und ein Auge, das damals einen Schlag abbekommen hatte.

Rainer Bumann hatte andere Päckchen zu tragen: Noch während seiner langwierigen körperlicher Genesung riet ihm ein befreundeter Pilot, sich auch psychologisch behandeln zu lassen. Davon wollte der gestandene Allgäuer und hartgesottene Rettungsdienstler, der sich trotz allem seinen Humor bewahrt hat, allerdings nichts wissen. Bis es ihn nach einem Jahr mit voller Wucht traf: Was mit erhöhter Schreckhaftigkeit anfing, mündete in Panikattacken - eine schwere posttraumatische Belastungsstörung, die ihn in stationäre Behandlung führte. „Ich wäre liebend gern in die Luftrettung zurückgekehrt, denn für mich ist das der schönste Beruf der Welt, doch mein Körper wäre diesen hohen Belastungen nicht mehr gewachsen gewesen“. Und die seelischen Verletzungen sorgten dafür, dass ein Hubschrauberflug lange Zeit undenkbar war.„2002 habe ich es zum ersten Mal wieder probiert und es war grausam“, erinnert sich Bumann mit einem Lachen. „Doch beim letzten Mal machte es mir schon gar nichts mehr aus“. Die Kollegen des Roten Kreuzes seien die ganze Zeit für ihn dagewesen, sagt Bumann. So ergriff er die Gelegenheit, beim BRK eine Umschulung zum Bürokaufmann zu absolvieren, wo der heute 62-Jährige bis zu seinem Renteneintritt 2017 arbeitete, zuletzt als Assistent der Geschäftsleitung. Seine Lebensqualität habe sich durch die Verletzungsfolgen natürlich verschlechtert. Manchmal schmerzen alle Gelenke. „Aber ich will nicht klagen.“ Mehr noch: „Ich möchte den Unfall nicht missen“, sagt er heute. „Ich habe viel daraus gelernt und er hat mich demütig gemacht. Wer das unglaubliche Gefühl erlebt, nach 14 Wochen Auf-dem-Rücken-Liegens erstmals wieder selbst unter der Dusche zu stehen, bekommt eine ganz andere Wertschätzung für scheinbar selbstverständliche Dinge.“ Ulrich Hägele ergänzt: „Zudem bekommt man als selbst Betroffener schlagartig ein ganz anderes Verständnis, eine Empathie für Menschen, die Schmerzen haben.“ Mit ihrem Schicksal scheinen beide im Reinen zu sein. Bumann formuliert es lakonisch: „Isch halt so. Das war einfach eine Verkettung unglücklicher Umstände“. Der Kollege, mit dem er damals Schicht getauscht hatte, habe lange Zeit Schuldgefühle gehabt und die Frau, der die Suche damals gegolten hatte und die die Katastrophe mitansehen musste, habe einen riesigen Blumenstrauß geschickt „Aber niemand muss sich wegen der Vorkommnisse Schuldgefühle machen, das ist totaler Quatsch. Wir würden niemals irgendjemandem einen Vorwurf machen“, sind sie sich einig. Wenn sich der Absturz am 10. Februar jährt, feiern sie gemeinsam. „Das Datum ist unser zweiter Geburtstag. Heuer ist es der Fünfundzwanzigste.“

Infokasten:
Der Beginn der Luftrettung im Oberallgäu war im September 1980. Seither wurden durch das Luftrettungszentrum (LRZ) Christoph 17 mehr als 54.000 Einsätze geflogen.

Christoph 17 gilt als der in Bayern stationierte Rettungshubschrauber mit den meisten Notfall-Einsätzen – 1.600 bis1.700 pro Jahr.

Die Mannschaft besteht aus je einem Piloten der Bundespolizei (früher Bundesgrenzschutz), einem Rettungsassistenten bzw. Notfallsanitäter des BRK und einem Notarzt.

Sie tun im neu gebauten Hangar am Sportflugplatz Durach Dienst.

Die Einsatzzeiten sind von 7 Uhr morgens bis Sonnenuntergang.

Innerhalb von 2 Minuten nach der Alarmierung sollte der Hubschrauber in der Luft sein.

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news-341 Thu, 06 Feb 2020 15:49:00 +0100 Gemeinsame Pressemeldung https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/gemeinsame-pressemeldung.html Zum europäischen Tag des Notrufs 112 wollen die Integrierte Leitstelle Allgäu (ILS) und der Rettungsdienst die Bevölkerung noch stärker sensibilisieren „Hier ist der Notruf für Feuerwehr und Rettungsdienst – bitte legen Sie nicht auf“ – diese Bandansage hört jeder, der im Notfall die 112 wählt. Kurz darauf hat man einen Mitarbeiter der Integrierten Leitstelle persönlich am Telefon. „Es ist deshalb wichtig, auf keinen Fall aufzulegen, denn die Ansage wiederholt sich so lange, bis eine Leitung frei ist. In der Regel werden die Anrufe innerhalb weniger Sekunden entgegengenommen“, erklärt Ingo Hofer, stellvertretender Leiter der ILS Allgäu. Die Integrierte Leitstelle Allgäu wird seit dem Jahr 2010 von der Stadt Kempten (Allgäu) betrieben. Hier wird der europaweite Notruf 112 entgegengenommen. Diese Notrufnummer gilt im Übrigen auch in allen anderen EU-Mitgliedsstaaten und in weiteren Ländern wie z.B. Island, Norwegen, Schweiz, Russland oder der Türkei.


„Der überwiegende Teil der Allgäuer Bevölkerung kennt die 112 als Notrufnummer für Feuerwehr und Rettungsdienst mittlerweile, allerdings werden wir immer häufiger wegen Nichtigkeiten angerufen“, beschreibt Hofer eine gewisse Tendenz im Zuständigkeitsgebiet. Wenn ich am Wochenende einen Schnupfen habe, dann muss dafür nicht die 112 alarmiert werden.“ Es sei wichtig vor Absetzen eines Notrufs abzuwägen, ob wirklich eine lebensbedrohliche Situation vorliege oder es Anzeichen für eine Bedrohung gebe, so Hofer. „Bei Feuer, Verkehrsunfällen, akuten Notfallsituationen oder Anzeichen für eine akute Bedrohung, da ist umgehend die 112 zu wählen. Dann auch lieber einmal zu viel anrufen, als einmal zu wenig.“ Für Erkrankungen, bei denen man tagsüber den Hausarzt aufsuchen würde, steht außerhalb der Sprechzeiten der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116117 zur Verfügung – weitere Infos hierzu unter www.116117.de. Es sei auch ein Irrtum, dass man in der Notaufnahme eher drankomme, wenn man mit dem Rettungsdienst eingeliefert wurde. Auch die Notaufnahmen haben zwischenzeitlich auf den immer größer werdenden Ansturm reagiert. Mittels eines Triage-Systems werden die Patienten gesichtet und priorisiert, unabhängig davon, wann und über welchen Weg sie letztendlich in der Notaufnahme eintreffen.


Was nach dem Anruf der 112 passiert
„Unsere Leitstelle im Allgäu ist tagsüber mit fünf und nachts mit drei Mitarbeitern besetzt, die Anrufe entgegennehmen. Alle Disponenten haben eine feuerwehrtechnische sowie auch eine rettungsdienstliche Ausbildung. Von ihnen werden alle wichtigen Informationen abgefragt, um die für die jeweilige Situation erforderlichen und geeigneten Rettungsmittel anfordern zu können. Die Zeiten, in denen jeder die 5-W-Fragen selbstständig runterbeten sollte, sind lange vorbei. Unser Personal ist professionell geschult und stellt alle Fragen, die benötigt werden. Es braucht also keiner Angst haben, etwas falsch zu machen“, erläutert Ingo Hofer. Im Anschluss wird ein Meldebild erstellt und entschieden, welche Einsatzmittel benötigt werden: die Feuerwehr, der Notarzt, der Rettungswagen oder der Krankenwagen. Bei einer akuten Lebensbedrohung bleibt der Mitarbeiter der Leitstelle häufig mit dem Anrufer so lange telefonisch verbunden, bis der Rettungsdienst vor Ort eingetroffen ist. „Bei einem Herzstillstand geben wir sofort über das Telefon Anweisungen für die Reanimation. Je schneller mit der Herzdruckmassage begonnen wird, umso größer ist die Überlebenschance.“ Das Bundesland Bayern hat vor ein paar Jahren als erstes Flächenbundesland die Telefonreanimation in allen Integrierten Leitstellen eingeführt. „Erst vor kurzem konnten wir einen jungen Mann über das Telefon wiederbeleben und ein paar Tage später stand er dann persönlich bei uns vor der Tür, um sich zu bedanken. Das sind natürlich tolle und bewegende Momente, die einem im Gedächtnis bleiben. Selbst nach 20 Jahren Erfahrung in diesem Bereich“, freut sich Ingo Hofer. Er habe in den letzten Jahren aber auch deutliche negative Tendenzen feststellen müssen: „Viele Leute hören einem nicht aktiv zu und beantworten unsere Fragen nicht ausreichend oder nehmen nicht die Hilfe an, die wir ihnen anbieten. Stattdessen fordert man sofort den Rettungswagen oder Notarzt, wobei der Notarzt auch noch oft mit dem ärztlichen Notdienst verwechselt wird. Das ist bedauerlich, wie ich finde. Jeder will das Maximale bekommen und das Schnellste. Oftmals haben meine Kollegen und ich mit Diskussionen am Telefon zu kämpfen oder werden sogar persönlich angegangen.“

Dem Rettungsdienst die Arbeit erleichtern
Die Integrierte Leitstelle Allgäu hat wie alle Rettungsleitstellen immer mehr eingehende Notrufe zu verzeichnen. Bayernweit stieg die Anzahl der Notfallereignisse in den letzten 10 Jahren in den Landkreisen und Städten um insgesamt 53%. Das geht aus dem aktuellsten Rettungsdienstbericht Bayern hervor. Der überwiegende Teil der Notrufe sind Einsätze für den Rettungsdienst. Wenn der Rettungsdienst zu einem Notruf ausrückt, dann zählt meist jede Sekunde. „Im Zuge des Europäischen Notruftags am 11.2. möchte ich die Öffentlichkeit gerne nochmal sensibilisieren, unsere Rettungskräfte durch richtiges Verhalten zu unterstützen“, appelliert Peter Fraas, Leiter des Rettungsdienstes beim BRK Kempten-Oberallgäu. „Das fängt schon bei der Rettungsgasse an. Je besser unsere Einsatzfahrzeuge im Straßenverkehr durchkommen, umso schneller sind sie am Einsatzort, um Erste Hilfe zu leisten. Große Hausnummern, die von der Straße aus klar erkennbar sind, und vor allem Namensschilder an den Türen sind für uns extrem wichtig. In Wohnanlagen mit vielen Parteien gibt es oft nur eine Hausnummer für dutzenden Wohnungen. Wenn wir minutenlang durch das Treppenhaus irren müssen, dann kann das im schlimmsten Fall dramatisch Folgen haben.“ Der Teamleiter des Rettungsdienstes und erfahrene Einsatzleiter fordert außerdem: „Es ist immer hilfreich, wenn Einweiser unten auf der Straße auf uns warten und uns den Weg weisen. Im Notfall kann man auch einfach einen Nachbarn bitten, sich aufzustellen, wenn kein Familienmitglied greifbar ist.“ Ferner erleichtere es die Arbeit der Einsatzkräfte, wenn die Angehörigen bestimmte Unterlagen griffbereit hätten. Neben der Versicherungskarte gehörten dazu Dokumente über Vorerkrankungen, Arztbriefe und natürlich Medikamente, besonders bei chronisch kranken Patienten.

Zum „Tag des Notrufs“ (11.2.) hat das BRK ein Video zur Telefonreanimation veröffentlicht:
https://bit.ly/39thmxk

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news-344 Wed, 05 Feb 2020 08:03:00 +0100 Bayerisches Rotes Kreuz Kempten so viel im Einsatz wie noch nie https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/bayerisches-rotes-kreuz-kempten-so-viel-im-einsatz-wie-noch-nie.html Rekordeinsatzzahlen von 2018 überschritten. Das zeigt die Bilanz für das Jahr 2019 der Bereitschaft Kempten. Vergangenes Jahr waren 120 ehrenamtliche Sanitäterinnen und Sanitäter der BRK Bereitschaft Kempten mehr als 20.400 Stunden im Einsatz. Im Jahr 2018 waren es 14.000 Stunden.

Die Bereitschaft Kempten war für den Sanitätsdienst auf zahlreichen Veranstaltungen in Kempten und Oberallgäu zuständig. Zu dengrößten Veranstaltungen zählten die Allgäuer Festwoche, das Campus Open Air und die Unterstützung bei der Vierschanzentournee in Oberstdorf. Insgesamt vielen dabei 17.700 ehrenamtliche Stunden an. Auch kleinere Events wie Theateraufführungen im Stadttheater, die Filmnächte auf der Burghalde oder das Beachvolleyballturnier auf dem August-Fischer-Platz gehörten dazu.

Insgesamt wurden 869 Patienten durch die Sanitäter behandelt. Das ist ein großer Rückgang von 53 % zu 2018, trotz gestiegener Sanitätsdienste.

Neben dem Sanitätsdienst ist die Bereitstellung von Schnelleinsatzgruppen für Großschadenslagen ein weiteres Aufgabenfeld des BRK Kempten. 2019 kamen die Helfer dabei auf 350 Einsatzstunden. In Kempten sind die Schnelleinsatzgruppen Betreuung, Verpflegung, Technik & Sicherheit sowie Transport untergebracht, die zu Vermisstensuchen und Gebäudebränden gerufen wurden.

„Letztes Jahr konnten wir 19 neue Sanitäterinnen und Sanitäter in der Bereitschaft ausbilden, die von nun an das Team tatkräftig unterstützen.“ berichtet Bereitschaftsleiter Michael Lingenhöl. „Dank der großen Anzahl hervorragend ausgebildeter Einsatzkräfte können wir problemlos große Sanitätsdienste und Großschadenslagen betreuen und andere Bereitschaften im Oberallgäu unterstützen.“ ergänzt stolz stellv. Leiter Michael Mengewein.

Für die Ausbildung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte brachte die BRK Bereitschaft Kempten 4.300 Ausbildungsstunden auf. Dazu zählten neben der medizinischen und technischen Ausbildung auch ein Fahrsicherheitstraining.

Der Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes mit seiner Wache in Kempten wurde weniger oft zu Notfällen 2019 gerufen. Ein Rückgang von 36 % zu 2018. Auch bei den Notarzteinsätzen konnte ein Rückgang von 1.988 auf 1.618 Einsätzen verbucht werden. Die Rettungs- und Notarztwagen sind mit hauptamtlichen Mitarbeitern besetzt und werden durch ehrenamtliche Sanitäter der Bereitschaft Kempten, gerade am Wochenende und während den Ferien, unterstützt. Dabei leisteten die ehrenamtlichen Retter eine Gesamtstundenzahl von 2.700 Stunden.

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news-340 Fri, 31 Jan 2020 16:02:47 +0100 500-fache Unterstützung für Bedürftige in Kempten - Realschüler sammeln für die Tafel des BRK Oberallgäu https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/500-fache-unterstuetzung-fuer-beduerftige-in-kempten-realschueler-sammeln-fuer-die-tafel-des-brk-oberallgaeu.html An der Städtischen Realschule Kempten fand vor kurzem eine ganz besondere Hilfsaktion statt: Im Lauf von nur einer Woche sammelten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam rund 500 haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel für die Nutzer der Kemptener Tafelläden des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Oberallgäu. „Alle 471 Schülerinnen und Schüler beteiligten sich an der Aktion“, freut sich Markus Wille, der Koordinator der Tafel des BRK in Kempten. „Am Ende der Woche hatte jede der insgesamt 18 Klassen mindestens ein großes, prall gefülltes Paket beisammen.“ Darin befanden sich Dinge wie Nudeln, Reis, Mehl, Müsli, Speiseöl, Essig, Kaffee, Tee, Kakao, Dauerwurst, Nutella, Honig und Marmelade sowie Wasch- und Spülmittel, Duschgel, Deo Shampoo und Zahnpasta.

„Wir sind begeistert vom Interesse und dem Engagement der Kinder und Jugendlichen und ihrer Lehrer“, bedankt sich Markus Wille. „Es ist wirklich schön zu erleben, dass sich mittlerweile zahlreiche Kindereinrichtungen und Schulen im Allgäu mit der Thematik auseinandersetzen und mit Sammelaktionen wie dieser bedürftige Menschen direkt in der Region unterstützen.“

Für die Städtische Realschule Kempten war die Aktion Ende 2019 die Premiere. Die Verantwortlichen hätten aber bereits eine Wiederholung im neuen Jahr in Aussicht gestellt, so Markus Wille. „Meist finden die Sammlungen in der Vorweihnachtszeit statt“, erklärt er. „Aber auch die Fastenzeit oder Erntedank wären passende Anlässe um über die Bedürftigkeit unserer Mitmenschen nachzudenken.“

Die gespendeten Waren werden in den Kemptener Tafelläden des BRK in der Memmingerstr. 114 sowie in der Magnusstr. 16 in St. Mang mit Hilfe von mehr als 120 Ehrenamtlichen an die Bedürftigen verteilt.

Wer die Tafel Kempten des BRK Oberallgäu unterstützen möchte, findet auf der Website www.kvoberallgaeu.brk.de weitere Informationen. Hier steht auch eine Liste geeigneter Artikel zum Download bereit.

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news-339 Fri, 31 Jan 2020 11:56:05 +0100 Leben retten trotz Fasching und Ferien https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/leben-retten-trotz-fasching-und-ferien.html Nach gutem Start ist Kontinuität gefragt Die Blutspende in Bayern erfuhr zum Jahresbeginn großen Zuspruch. Ein großer Teil der vom Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD) angebotenen Termine wurde bisher gut angenommen.
 
Aufgrund der geringen Haltbarkeit von Blutkonserven kann die lebenswichtige Versorgung jedoch ausschließlich durch permanentes Engagement aufrechterhalten werden.
 
„Zum Beginn des neuen Jahres zeichnet sich in Bayern ein wachsendes Bewusstsein hinsichtlich der unumgänglichen Notwendigkeit von Blutspenden. Genau daran müssen wir jetzt im Sinne unserer kranken und verletzen Mitmenschen nahtlos anknüpfen“, sagt BSD Geschäftsführer Georg Götz.
 
Jetzt heißt es nur nicht nachlassen. Ganz gleich ob Erst- oder Dauerspender, der Februar bietet mit einer großen Terminauswahl etliche Möglichkeiten, vielen Menschen mit geringem Aufwand das Leben zu retten.
 
Alle Termine, aktuelle Informationen sowie eventuelle Änderungen sind unter 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet aktuell abrufbar.
 
Hintergrundinformationen über die Blutspende in Bayern:

Wer Blut spenden kann:
Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Mehrfachspender ist ein Alter von 72 Jahren (d.h. bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag). Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren und bei Erstspendern über 60 Jahren erfolgt die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen. Zur Blutspende mitzubringen ist unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein (jeweils das Original) und der Blutspendeausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis.

Darum ist Blutspenden beim BRK so wichtig:
Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt.

Der Blutspendedienst des BRK (BSD):
Der BSD wurde 1953 vom Bayerischen Roten Kreuz mit dem Auftrag gegründet, die Versorgung mit Blutprodukten in Bayern sicherzustellen. Er trägt die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Als modernes pharmazeutisches Unternehmen ist der BSD heute ein aktiver Partner im bayerischen Gesundheitswesen. Mit seinen ca. 670 engagierten Mitarbeitern sowie zusätzlich mehr als 240 freiberuflich tätigen Untersuchungsärzten und rund 12.500 ehrenamtlichen Helfern aus den 73 Kreisverbänden des BRK organisiert der BSD jährlich ungefähr 4.400 mobile und 1.100 stationäre Blutspendetermine.

Spenderservice:
Alle Blutspendetermine und weiterführende Informationen für Spender und an der Blutspende Interessierte, beispielsweise zum kostenlosen Gesundheitscheck, sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet abrufbar.

 

Auf einen Blick sind hier die aktuellen Termine im KV Oberallgäu:
Mo
03.02.2020
87435 Kempten
Haubenschloßstr. 12
15:00 Uhr - 20:00 Uhr
BRK-Haus
Fr
21.02.2020
87527 Sonthofen
Albert-Schweitzer-Str. 17
14:30 Uhr - 20:30 Uhr
Pfarrheim St. Christoph
Mi
26.02.2020
87541 Bad Hindelang
Marktstr. 10
14:00 Uhr - 18:00 Uhr
Kath. Pfarrheim

 

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news-337 Wed, 29 Jan 2020 12:00:00 +0100 BRK sieht Deutschland gegen Ausbreitung des Corona-Virus gut gewappnet https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/brk-sieht-deutschland-gegen-ausbreitung-des-corona-virus-gut-gewappnet.html Das Corona-Virus hat Bayern erreicht. Im Landkreis Starnberg wurden die ersten Fälle gemeldet. Alexander Schwägerl, der Kreisgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes Oberallgäu warnt vor Panikmache. „Laut Einschätzung des DRK-Generalsekretärs Christian Reuter ist Deutschland gut gegen schnell ausbreitende Infektionskrankheiten wie dem Corona-Virus vorbereitet.“ Man müsse bei diesem Thema wachsam sein, jedoch bestehe kein Grund zur Panik, betont Schwägerl. „Das DRK und das BRK teilen die Einschätzung des Robert-Koch-Instituts, dass das Risiko für die deutsche Bevölkerung nach dem derzeitigen Stand gering ist.“ Der für solche Gesundheitsgefährdungen vom zuständigen Robert-Koch-Institut und den Bundesländern vorbereitete Pandemieplan sei in den vergangenen Jahren laufend verbessert worden und müsse derzeit in Bezug auf das Corona-Virus nicht umgesetzt werden, so Schwägerl. Im Pandemieplan seien auch die Strukturen des Deutschen Roten Kreuzes eingebunden, zitiert er den DRK-Generalsekretär Reuter. Die für den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz zuständigen DRK-Helfer seien für solche Vorkommnisse gewappnet. Jeder Einzelne könne außerdem dazu beitragen, dass die Ansteckungsgefahr gering bleibe, indem er Hygieneregeln wie gründliches Händewaschen beachte.

Trotz der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus in China sieht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bislang keine Veranlassung, eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite auszurufen. Bislang sind nur wenige Fälle im Ausland bekannt. China hat unterdessen weitreichende Vorkehrungen getroffen, um die Ausbreitung im Land einzudämmen.

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news-338 Wed, 29 Jan 2020 07:47:00 +0100 Beatmung ist bei der Ersten Hilfe nach wie vor wichtig - Ausbilder des BRK widersprechen weit verbreitetem Gerücht https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/beatmung-ist-bei-der-ersten-hilfe-nach-wie-vor-wichtig-ausbilder-des-brk-widersprechen-weit-verbreitetem-geruecht.html In den Medien macht seit einiger Zeit ein mitunter lebensgefährliches Gerücht die Runde. Dieses besagt, dass bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung keine Beatmung mehr notwendig sei. Dem widersprechen Frank Schönmetzler, der Leiter der Breitenausbildung beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) Oberallgäu und seine Ausbilderkollegen vehement. Sie mahnen: „Nicht zu beatmen kann irreparable Hirnschädigungen zur Folge haben“. Frank Schönmetzler erklärt, warum dies besonders im Raum Kempten/Oberallgäu gilt. „Wenn in einem Notfall eine Herz-Lungen-Wiederbelebung erforderlich ist, sollte der Patient im Regelfall immer auch beatmet werden“, betont der Experte. „Die Faustformel lautet 30:2, also 30 mal Herzdruckmassage im Wechsel mit zwei Beatmungen.“ Diese Regel habe besonders im ländlichen Raum nach wie vor große Bedeutung, also etwa im Bereich Kempten/Oberallgäu, denn hier, so Frank Schönmetzler weiter, stünden nur zwei Rettungswagen des öffentlich-rechtlichen Rettungsdienstes zur Verfügung, die noch dazu ein sehr großes Gebiet abzudecken haben. „Das kann mitunter entscheidende Minuten kosten. Wenn der Patient in dieser Zeit komplett ohne Sauerstoff bleibt, kann dies zu schweren Hirnschäden führen“, weiß er. In Ballungsräumen, wo die rettungsdienstliche Abdeckung engmaschiger ist, könne dies durchaus anders sein, räumt er ein, „für unsere Heimatregion empfehlen wir aber dringend, die Beatmung mit durchzuführen.“ Das entsprechende Wissen vermitteln er und seine Kollegen des BRK in all ihren Erste-Hilfe-Kursen. Eine Kursübersicht gibt es unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/.

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news-336 Thu, 23 Jan 2020 13:40:00 +0100 Vertragsverlängerung für Rettungswache Altusried – BRK Oberallgäu behält Standort https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/vertragsverlaengerung-fuer-rettungswache-altusried-brk-oberallgaeu-behaelt-standort.html Seit dem Herbst 2014 betreibt das Bayerische Rote Kreuz (BRK) Oberallgäu den Rettungswachenstützpunkt in Altusried. Wie das BRK mitteilt, wurde der Vertrag nach Ablauf von fünf Jahren nun um weitere fünf Jahre verlängert. Überdies erhielt die Rettungswache ein neues Einsatzfahrzeug. Die BRK Rettungswache Altusried ist am nordwestlichen Ortsausgang von Altusried (Richtung Leutkirch) in einem Gebäude neben der Freiwilligen Feuerwehr beheimatet. Derzeit sind dort acht hauptamtliche sowie rund 12 ehrenamtliche Retterinnen und Retter an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr einsatzbereit. Hierfür steht ihnen ein Rettungswagen zur Verfügung. „Das diensthabende Personal besteht aus einem Fahrer oder einer Fahrerin mit der Mindestqualifikation Rettungssanitäter(in) oder Rettungsdiensthelfer(in) und einer Person als Beifahrer, welche als Notfallsanitäter oder Rettungsassistent qualifiziert sein muss“, erläutert Wachleiterin Christina Holl. „Manchmal fährt zusätzlich ein Praktikant zur Aus- und Weiterbildung oder für ein Berufsfindungspraktikum mit.“

Der hauptsächliche Einsatzradius richtet sich nach der vorgeschriebenen Hilfsfrist von 12 Minuten (das heißt, die Retter sollten innerhalb von 12 Minuten nach Alarmierung am Einsatzort sein) und reicht vom Gemeindegebiet Altusried über Dietmannsried, Legau und Wiggensbach bis zu weiteren Teilen des Kemptener Umlandes. „Er wird aber auch deutlich größer, wenn die dort zuständigen Rettungsfahrzeuge bereits im Einsatz sind und ein neuer Notfall im jeweiligem Gebiet vorliegt. So kommen wir auch sehr oft in die Stadt Kempten“, so Christina Holl weiter. „Manchmal entsendet uns die Integrierte Leitstelle auch zu sogenannten Gebietsabsicherungen. Das heißt, wenn in einem Gebiet die Ressourcen knapp sind, stellt sich der Rettungswagen in die Mitte zweier Einsatzgebiete. Für uns bedeutet das, dass wir manchmal in Dietmannsried oder Hirschdorf verweilen.“

Mitte Dezember 2019 wurde die Rettungswache mit einem neuen Rettungswagen (RTW) ausgestattet – einem Mercedes Sprinter mit Kofferaufbau, Gegensprechanlage und 190 PS. Grund war, dass der alte RTW die angesetzte Jahres- und Kilometerlaufleistung schon fast erreicht hatte.

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news-335 Tue, 21 Jan 2020 13:40:15 +0100 „Fast 6.000 potenzielle Ersthelfer“- BRK Oberallgäu führte 2019 371 Erste-Hilfe-Kurse im Allgäu durch https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/fast-6000-potenzielle-ersthelfer-brk-oberallgaeu-fuehrte-2019-371-erste-hilfe-kurse-im-allgaeu-durch.html „Erste-Hilfe-Kurse sind nicht nur etwas für Führerscheinneulinge. Vielmehr sollte im Fall eines Notfalls jeder in der Lage sein, Erste Hilfe zu leisten“, findet Frank Schönmetzler, der Leiter der Breitenausbildung beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) Oberallgäu. Um möglichst vielen Menschen in der Region das notwendige Wissen zu vermitteln, bietet das BRK regelmäßig verschiedene Erste-Hilfe-Kurse an. Im Jahr 2019 waren es 371 Lehrgänge, an denen 5.973 Menschen teilnahmen. Genau 100 dieser 371 Kurse waren der klassische Grundlagenkurs in Erster Hilfe. Dieser umfasst heutzutage nur noch 9 Unterrichtseinheiten, also knapp sieben Stunden. „1.472 Personen nutzen dieses wichtige Angebot“, freut sich Frank Schönmetzler. Überdies entsandten zahlreiche Allgäuer Firmen insgesamt 1.575 Mitarbeitende zu einem der 85 Ausbildungs-Lehrgänge zum Betrieblichen Ersthelfer. Weitere 907 bereits ausgebildete Betriebliche Ersthelfer absolvierten einen der 55 Auffrischungskurse, die für sie spätestens alle zwei Jahre fällig werden.

Ebenfalls rege in Anspruch genommen wurden die speziellen Schulungen für das Personal an Bildungs- und Betreuungseinrichtungen: 316 TeilnehmerInnen ließen sich in 29 Kursen für die Erste Hilfe am (Klein-)Kind fit machen. Dass auch viele Eltern an dem Thema sehr interessiert sind und für den (hoffentlich niemals eintretenden) Notfall gut gewappnet sein möchten, beweist die Tatsache, dass 264 Frauen und Männer die zehn Kurse zur Ersten Hilfe am Kind besucht haben.

Auch Kinder und Jugendliche können sich schon sinnvoll als Retter engagieren. Dies zeigen die vielen Mädchen und Jungen, die im Schulsanitätsdienst aktiv sind. Das BRK bildete im Vorjahr in neun Kursen (à 12 Unterrichtseinheiten) weitere 159 junge Menschen zu SchulsanitäterInnen aus. Abgerundet wurde das Ausbildungsangebot durch 14 Erste-Hilfe-Trainings mit 110 Teilnehmenden sowie 69 Kurse, bei denen 1.170 Teilnehmende die richtige Handhabung eines Defibrillators sowie die Technik der Herz-Lungen-Wiederbelebung erlernten.


Frank Schönmetzler ruft alle, deren Erste-Hilfe-Kurs schon eine Weile zurückliegt auf, sich über das Thema Gedanken zu machen. „Stellen Sie sich vor, Sie selbst brauchen dringend Hilfe und alle gehen nur schulterzuckend vorbei. Sieben Stunden Schulung können Leben retten - es könnte Ihr eigenes sein!“


Auch 2020 bietet das BRK Oberallgäu wieder laufend eine Vielzahl interessanter Kurse für verschiedene Personengruppen an. Eine Übersicht gibt es unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/.

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news-333 Fri, 17 Jan 2020 15:53:02 +0100 Harte Kerle – großes Herz - Motorradclub engagiert sich für Kemptener Wärmestube https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/harte-kerle-grosses-herz-motorradclub-engagiert-sich-fuer-kemptener-waermestube.html Diesen Besuch werden die Gäste der Kemptener Wärmestube nicht so schnell vergessen: Allesamt in schwarze Kluft und ihre Kutten gekleidet kamen die Motorradfreunde „Night Brothers“ aus Kempten, aus ganz Deutschland und sogar bis aus der Schweiz, um einen ganzen Tag Gutes zu tun. Die Biker spendierten den Gästen Frühstück und Mittagessen und verschenkten darüber hinaus einen ganzen Raum voll gespendeter Kleidung sowie Ruck- und Schlafsäcke, die sie mitgebracht hatten.
Amelie Lang, die die Wärmestube des BRK Oberallgäu in Kempten leitet sagt: „Mit das Schönste war, dass die Männer, die auf den ersten Blick für den einen oder anderen furchteinflößend gewesen waren, sich als ganz offen und sympathisch erwiesen. Sie nahmen sich viel Zeit für Gespräche mit den Besuchern der Wärmestube und es wurde viel miteinander gelacht.“

Mittags entschlossen die Motorradfreunde sich kurzfristig, in eine der Obdachlosenunterkünfte der Stadt zu fahren, um die dort Anwesenden zum kostenfreien Essen in die Wärmestube einzuladen. „Mehrere Personen folgten der Einladung gerne“, so Amelie Lang. „Sie freuten sich auch über die noch verbliebenen Kleider und Decken.“ Sowohl die Night Brothers als auch die Wärmestube ziehen eine eindeutige Bilanz dieses Tages: „Bestens gelungen!“

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news-332 Thu, 16 Jan 2020 15:45:00 +0100 Studierende spenden an Tafel des BRK - Große Freude über 55 Pakete https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/studierende-spenden-an-tafel-des-brk-grosse-freude-ueber-55-pakete.html Die Mitglieder des Vereins „unterweks Tourismusstudenten Kempten e.V.“ der Hochschule Kempten setzen sich seit Jahren für die Tafel des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Oberallgäu ein. Auch Ende 2019 sammelten die jungen Leute unter dem Motto „Jeder gibt, was er kann“ wieder zahlreiche Pakete mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln für bedürftige Mitbürgerinnen und Mitbürger. Die Studierenden führten die Sammelaktion bereits zum 7. Mal in Folge durch. Unter Leitung der 1. Vorsitzenden des „unterweks e.V.“, Christina Wolff, riefen sie Kommilitonen und Lehrende direkt an der Hochschule sowie in sozialen Netzwerken zum Mitmachen auf. Überdies verkauften die InitiatorInnen an zwei Tagen Glühwein vor der Mensa der Hochschule und machten dabei auf die Aktion aufmerksam.

Letztlich kamen 55 liebevoll verpackte Pakete mit haltbaren Lebensmitteln, Süßigkeiten, Hygieneartikeln und Spielzeug zusammen. Diese wurden an den Tafel-Koordinator Markus Wille vom BRK Oberallgäu übergeben, der sich im Namen seiner Mitarbeiter und der Empfänger ganz herzlich für das Engagement der Studierenden im Zeichen der Nächstenliebe bedankte. Die Pakete wurden noch rechtzeitig vor Weihnachten an Tafel-Kunden in St. Mang verteilt.

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news-334 Tue, 14 Jan 2020 15:53:00 +0100 Weltmeisterliches Engagement https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/weltmeisterliches-engagement.html Jérôme Boateng wird Blutspende Botschafter Die Überraschung für Miriam hätte schöner nicht sein können, als Fußball-Weltmeister und FC Bayern München-Star Jérôme Boateng plötzlich in der Tür ihres Behandlungszimmers stand. Die 18-jährige leidet seit ihrer Geburt an einer seltenen Art der Blutarmut und benötigt daher alle drei Wochen eine lebenswichtige Bluttransfusion.

So wie Miriam geht es vielen weiteren kranken und schwerverletzten Menschen in Deutschland, für die gespendetes Blut die einzige Überlebenschance ist. Allein in Bayern werden jeden Tag 2.000 Blutkonserven benötigt, bundesweit sind es 15.000.

Im anschließenden Gespräch mit Dr. med. Stefanie Grützner, Direktorin des Instituts für Transfusionsmedizin und Hämostaseologie am Universitätsklinikum Augsburg, erfährt Jérôme Boateng weitere Details über die unerlässliche Notwendigkeit der Blutspende.

Sein Engagement ist für den 31-jährigen Familienvater eine Herzensangelegenheit, seine Botschaft ein klares Ausrufezeichen im Kampf gegen Gleichgültigkeit: „Wir alle sind gefordert, um Miriam und vielen weiteren Menschen, die auf Blutkonserven angewiesen sind, zu helfen. Eine Blutspende ist für jeden Einzelnen nicht viel Aufwand, kann aber auf der anderen Seite Menschenleben retten.“

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news-331 Tue, 14 Jan 2020 09:53:00 +0100 Krugzeller Grundschüler sammeln für die Tafel Kempten des BRK Oberallgäu - Schon die Kleinen wollen helfen https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/krugzeller-grundschueler-sammeln-fuer-die-tafel-kempten-des-brk-oberallgaeu-schon-die-kleinen-wollen-helfen.html Die Kinder an der Grundschule in Krugzell (Gemeinde Altusried) haben ein Herz für andere Menschen. Bereits zum siebten Mal sammelten die Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs und zehn Jahren mit Unterstützung von Schulleiterin Michaela Arndt und dem Lehrerkollegium Sachspenden für die Tafelläden des Bayerischen Roten Kreuzes in Kempten. Bei der jüngsten Aktion trugen die 71 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 1 bis 4 im Lauf weniger Wochen rund 300 haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel für die Tafel des BRK zusammen. Dazu gehören beispielweise Dinge wie Nudeln, Reis, Mehl, Müsli, Speiseöl und Essig, Kaffee, Tee oder Kakao, Dauerwurst, Honig oder Marmelade sowie Wasch- und Spülmittel, Duschgel, Shampoo und Zahnpasta.

Die Kinder überreichten ihre Spende an Markus Wille vom Roten Kreuz Oberallgäu. Er ist Koordinator der Tafel des BRK in Kempten. „Die Kinder machen das ganz toll und leisten damit einen wunderbaren Beitrag“, bedankt sich Markus Wille. „Durch ihre Hilfsbereitschaft machen sie den Menschen, die wir mit unseren Tafel-Läden unterstützen, das Leben ein wenig leichter.“

Das BRK Oberallgäu betreibt in Kempten Tafelläden mit Ausgabestellen in der Memmingerstr. 114 sowie in der Magnusstr. 16 in St. Mang. Zudem besteht eine Kooperation mit der Tafel der Caritas in der Landwehrstraße 11. Mehr als 120 ehrenamtliche Helfer holen die Lebensmittel ab, sortieren sie und helfen bei der Ausgabe an bedürftige Menschen aus der Region.

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news-330 Fri, 10 Jan 2020 16:03:49 +0100 Traditionelles Dreikönigsessen im BRK Haus der Senioren - Dreigängemenü mit Musik und guter Laune https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/traditionelles-dreikoenigsessen-im-brk-haus-der-senioren-dreigaengemenue-mit-musik-und-guter-laune.html Seit Bestehen des BRK Haus der Senioren in Oberstdorf gehören gemeinsame Essen hier zur Tradition. Am Feiertag Heilige Drei Könige hat sich in den letzten 20 Jahren eine alljährliche gemütliche Feier für alle Bewohner des Hauses entwickelt. Jedes Jahr am 06. Januar treffen sich diejenigen der rund 100 Bewohner, die dies möchten, mittags im Festsaal des Hauses - so auch in diesem Jahr. Am vergangenen Montag waren nahezu die Hälfte der Senioren sowie einige Angehörige der Einladung gefolgt. Einrichtungsleitung Melanie Engel eröffnete die Feier mit einer kleinen Ansprache. Danach wartete ein leckeres dreigängiges Festtagsmenü auf die Teilnehmenden. Nach einer Festtagssuppe hatten sie die Wahl zwischen Sauerbraten mit Knödeln und Blaukraut oder Kalbsbraten mit Rösti und Möhren. Ein Eis als Nachspeise rundete den Schmaus ab.

Für feierliche und beschwingte Stimmung sorgten die beiden Musiker Else Maischberger und Ludwig „Luggi“ Zauner. Sie unterhielten die Bewohner mit Volksmusik, alten Schlagern und allerlei bekannten Liedern. Die Damen und Herren genossen die musikalische Zeitreise und stimmten bei manchem Stück klatschend und singend mit ein. Möglich gemacht wurde das Fest durch die gute Arbeit der Mitarbeiter und der wie immer herausragenden Unterstützung der zahlreichen Ehrenamtlichen des Hauses.

Die beiden Musiker Else Maischberger und Ludwig „Luggi“ Zauner mit den Bewohnerinnen Christa Breyer, Rosina Hutter, Roswitha Vogler und Renate Rossa.

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news-328 Thu, 09 Jan 2020 15:42:02 +0100 Der „Baum der Wünsche“ an den Beruflichen Schulen III https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/der-baum-der-wuensche-an-den-beruflichen-schulen-iii.html Die Weihnachtszeit steht vor der Tür – eine Zeit der Liebe und der Familie - und jeder ist auf der Suche, das richtige Geschenk für Angehörige zu finden. ABER halt, wird da nicht etwas vergessen? Die Schulgemeinschaft der Beruflichen Schulen III wollte auch an Menschen denken, denen es nicht so gut geht. Deshalb wurde an der Schule in diesem Jahr zum ersten Mal der „Baum der Wünsche“ ins Leben gerufen.

An ihm hingen Wünsche von Menschen, die niemanden haben, der sie ihnen erfüllen kann. Hierzu wurde im Voraus Kontakt zu verschiedenen Hilfseinrichtungen bzw. Personenkreisen aufgenommen. Dies waren das Frauenhaus in Kempten, die Wärmestube des Bayerischen Roten Kreuzes, das Mutter-Kind-Heim „Die Barke“ sowie die Migrationsfachdienste der Diakonie in Kempten. Nachdem die Wünsche eingegangen waren, konnte sich jeder einen Wunsch vom Baum nehmen, das entsprechende Geschenk kaufen und im Sekretariat der Schule abgeben.

Liebevoll und mit großer Freude beteiligten sich Menschen über die Schulgemeinschaft hinaus an dieser Aktion, weshalb diese zu einem großen Erfolg wurde. So konnten den Vertreterinnen der Einrichtungen am Ende mit Stolz die Geschenke überreicht werden. Diese betonten, wie groß die Freude auf Seiten der Empfänger sein würde, wenn deren Wünsche in Erfüllung gehen. In diesem Sinne noch einmal einen herzlichen Dank an alle kleinen Christkinder, die den Weihnachtsgedanken an unserer Schule lebendig gemacht haben.

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news-329 Wed, 08 Jan 2020 07:22:00 +0100 BRK Oberallgäu leistete 34.226 Einsätze - Rettungsdienst des Roten Kreuzes Oberallgäu legt Einsatzstatistik 2019 vor https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/brk-oberallgaeu-leistete-34226-einsaetze-rettungsdienst-des-roten-kreuzes-oberallgaeu-legt-einsatzstatistik-2019-vor.html Allgäu - Die Retter des Bayerischen Roten Kreuzes im Kreisverband Oberallgäu blicken auf ein arbeitsreiches Jahr zurück. Peter Fraas, der Leiter des Rettungsdienstes beim BRK Oberallgäu, legte jetzt die Einsatzzahlen für 2019 vor. Denen zufolge leisteten die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter des Rettungsdienstes von acht Rettungswachen aus insgesamt 34.226 Einsätze (2018 waren es 34.591). Der Rettungshubschrauber Christoph 17 verbuchte 1.619 Einsätze. Im Bereich der Landrettung (per Fahrzeug) starteten die Retter des BRK von den Rettungswachen in Kempten, Durach, Altusried, Immenstadt, Oberstaufen, Sonthofen, Oberstdorf und dem Kleinwalsertal aus zu ihren Einsätzen. 9.878 mal handelte es sich dabei um Notfallalarmierungen. Die Notärzte wurden zu 5.958 Einsätzen hinzugezogen. Den Löwenanteil der Fahrten bildeten die 13.371 Krankentransporte. Hinzu kamen 10.977 nichtverrechnungsfähige Einsätze, wie z.B. Notarztzubringer, Werkstattfahrten, Gebietsabsicherungen oder klassische Fehleinsätze. Bei alledem legten die Fahrer 942.903 km zurück.
Die Crew des Rettungshubschraubers Christoph 17 leistete 1.619 Luftrettungs-Einsätze, davon wurden 75 Einsätze mit einem sogenannten Bergetau geflogen, d.h. der Hubschrauber konnte nicht direkt am Einsatzort (meistens im Gebirge) landen.

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news-327 Tue, 07 Jan 2020 12:01:59 +0100 Hinter den Kulissen der Vierschanzentournee https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/hinter-den-kulissen-der-vierschanzentournee.html Zahlreiche Helfer des BRK-Bereitschaften im Oberallgäu im Großeinsatz Die Vierschanzentournee in Oberstdorf ist ein echter Publikumsmagnet. Rund 40.000 Zuschauer hatten sich am 28. und 29. Dezember in der Audi Arena eingefunden, um beim Auftaktspringen mit den Top-Athleten aus 20 Nationen mitzufiebern. Ein gutes Gefühl der Sicherheit auf dem Gelände vermittelten den Besuchern dabei die ehrenamtlichen Helfer des Bayerische Roten Kreuzes (BRK) Oberallgäu. Sie sorgten an beiden Tagen für die medizinische Erstversorgung aller Anwesenden, sowohl bei plötzlich auftauchenden gesundheitlichen Problemen als auch bei Verletzungen. Dabei kam die beachtliche Summe von 1.214 Helferstunden zusammen.

Jeweils 60 ehrenamtliche Helfer der BRK-Bereitschafen aus den Kreisverbänden Oberallgäu, Ostallgäu, Lindau und dem DRK Isny waren pro Tag für den Sanitätsdienst auf dem gesamten Areal eingesetzt. Die rettenden Engel in ihren rot-grauen Uniformen waren auf den Zuschauertribünen, im Auslauf der Schanze und inmitten des Trubels unterwegs, um im Notfall schnellstmöglich Erste Hilfe leisten zu können. Um für alle Fälle gewappnet zu sein, hielt das BRK zudem einen Sanitäsraum und ein Medical Center sowie vier Rettungswagen und einen Krankenwagen am Veranstaltungsort bereit. „Unsere Helfer leisteten an beiden Tagen insgesamt 30 Versorgungen“, berichten die Einsatzleiter Manfred Hauke und Dr. Thorsten Nusser. „Darunter waren beispielsweise kleinere Wundversorgungen, gestürzte Personen und Menschen mit Kreislaufprobleme.“ 5 Personen mussten zur Weiterbehandlung ins Krankenhaus gebracht werden. „Wir sind sehr froh, dass wieder eine solch große Zahl an Ehrenamtlichen bereit war, sich in ihrer Freizeit, zum Wohl und zur Sicherheit ihrer Mitmenschen, einzusetzen. Dies ist keineswegs selbstverständlich“, betont der oberallgäuer Kreisbereitschaftsleiter Matthias Straub. „Durch die sehr gute Vernetzung mit den BRK-Kreisbereitschaftsleitungen in der Nachbarschaft haben auch einige Rotkreuzler aus den anderen Kreisverbänden, neben dem großen Anteil an Helfern aus dem Oberallgäu, unterstützt. Ihnen allen sei an dieser Stelle von Herzen für ihr außerordentliches Engagement gedankt.“

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news-326 Mon, 30 Dec 2019 14:26:15 +0100 Allgäuer Musiker der Band Sounddreck spenden für Wärmestube Kempten https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/allgaeuer-musiker-der-band-sounddreck-spenden-fuer-waermestube-kempten.html Benefiz-Konzert zugunsten der Einrichtung des BRK Oberallgäu. Sie sind acht Freunde. Hochsympathische Musiker inklusive einer Sängerin aus dem Allgäu. Musiker aus Passion, stilmäßig nicht fassbar, aber durch und durch sozial engagiert. Unter dem Namen Sounddreck begeistert die Band ihr Publikum seit 2004. Mindestens einmal im Jahr spielen sie auf zu einem Benefiz-Konzert. Heuer luden die Musiker zugunsten der Wärmestube des Roten Kreuzes, Kreisverband Oberallgäu, in ihren Proben- und Feierkeller auf Mariaberg. Das Publikum, vornehmlich Freunde und Familie, dankte mit sagenhaften 1320 Euro für eine musikalisch wunderbar gelungene, heitere und kulinarisch bestens versorgte Nacht. Und wer den Acht eine Freude machen möchte – der lade sie ein für einen guten Zweck, damit sie das tun dürfen was sie am liebsten tun: Gemeinsam gute Musik machen. 

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news-325 Mon, 23 Dec 2019 12:59:44 +0100 Logistikanbieter Lebert–Noerpel spendet 1300 Euro an die Wärmestube https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/logistikanbieter-lebert-noerpel-spendet-1300-euro-an-die-waermestube.html Lebert-Nörpel stocken Erlöse aus einem Kundenevent und einer Versteigerungsaktion der Auszubildendenzu einer großzügigen Spende auf. Die Erlöse aus der Kundenaktion‚ ‚Christbaumschlagen im Bayerischen Staatsforst‘ und einer Versteigerungsaktion der Auszubildenden bei der Mitarbeiterweihnachtsfeier legten den Grundstock für die Spende der Firma Lebert-Noerpel an die Wärmestube in Kempten. Mit ideenreichen Dienstleistungsangeboten wie „Brotzeit aus der Kantine holen“, „Kuchen für Kollegen backen“ oder „Eiskratzen“ sorgten die Auszubildenden des ersten Lehrjahrs neben dem Finanziellen für eine unterhaltsame Show bei ihren Kollegen. Die Geschäftsführung rundete den Spendenbetrag großzügig auf. So freute sich Amelie Lang, Leiterin der Wärmestube beim BRK Kreisverband Oberallgäu, über die Summe von 1300 Euro. „Wir werden davon Lebensmittel kaufen. Denn unsere Küche in der Wärmestube bereitet an 365 Tagen Speisen für die Besucher frisch zu.“

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news-324 Thu, 12 Dec 2019 20:25:58 +0100 Firma Werthmann spendet für die Wärmestube Kempten https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/firma-werthmann-spendet-fuer-die-waermestube-kempten.html Seit vielen Jahren schon bedenkt die Firma Werthmann Verkaufsautomaten GmbH in der Vorweihnachtszeit statt Kundenpräsenten soziale oder gemeinnützige Einrichtungen. Seit vielen Jahren schon bedenkt die Firma Werthmann Verkaufsautomaten GmbH in der Vorweihnachtszeit statt Kundenpräsenten Einrichtungen, die soziale beziehungsweise gemeinnützige Zwecke erfüllen: Von den Allgäuer Werkstätten bis zum Tierheim, von der Bergwacht bis zu den Klinikclowns.

In diesem Jahr gingen Anfang Dezember sagenhafte 2500 Euro an die Wärmestube mit Übernachtungsstelle des Roten Kreuzes in Kempten. Dies hilft nicht nur die Kosten des Umbaus der manchmal liebevoll genannten „Suppenküche“ zu stemmen, sondern stellt sicher, dass Bedürftige nach wie vor an 365 Tagen im Jahr für einen Euro ein leckeres Frühstück inklusive Kaffee sowie für einen Euro und fünfzig Cent eine vollwertige Mittagsmahlzeit erhalten.

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news-323 Thu, 12 Dec 2019 09:24:53 +0100 REWE-Nahkauf-Kunden spenden Lebensmittel für die Tafel Kempten https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/rewe-nahkauf-kunden-spenden-lebensmittel-fuer-die-tafel-kempten.html Rund 500 Tüten kamen durch die Spendenaktion zusammen. Nahkauf Wildpoldsried zum dritten Mal dabei Eine festliche Bescherung erlebte die Tafel des BRK Kreisverbandes Oberallgäu in Kempten: Über 500 Tüten, jeweils gefüllt mit sechs verschiedenen haltbaren Nahrungsmitteln, erhielt die Kemptener Tafel durch eine Aktion der Supermarkt-Kette „REWE“. „Das ist eine wunderbare Initiative, durch die wir auch zu Weihnachten Gutes tun können“, freut sich Tafel-Koordinator Markus Wille.

Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit bitten verschiedene REWE-Märkte in Kempten und Umgebung ihre Kunden um Nahrungsmittelspenden: Für die Aktion „Gemeinsam Teller füllen“ wird mittels großer Plakate in den Supermärkten geworben. Zum dritten Mal hat der REWE-Markt nahkauf NieHof oHG aus Wildpoldsried an der Aktion teilgenommen. Dank der großzügigen Kundschaft steuerte der Markt heuer doppelt so viele, nämlich 90 Tüten, im Vergleich zu letztem Mal bei. Entsprechend stolz übergab Marktleiter Rene Schneider die Spenden an die Tafel in Kempten.

Über 400 weitere Tüten kamen dank der Initiative der REWE-Filialen in Kempten, Weitnau und Altusried zusammen. Die Lebensmittel im Wert von 2.500 Euro werden nun viele verschiedene Teller füllen. Die Kemptener Tafel verschenkt die Tüten an den drei Ausgabestellen an ihre Kunden.

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news-322 Tue, 10 Dec 2019 09:27:09 +0100 Bauunternehmen Filgis spendet zu Weihnachten an das BRK Kempten https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/bauunternehmen-filgis-spendet-zu-weihnachten-an-das-brk-kempten.html Anstelle von Weihnachtsgeschenken spendet die Gebr. Filgis GmbH & Co. KG zum wiederholten Mal an Weihnachten an eine ausgewählte Organisation für den guten Zweck. Dieses Jahr geht die Spende an die Bereitschaft Kempten des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Unter anderem deshalb, weil sich unter den über 100 Mitarbeitern des Bauunternehmens zwei ehrenamtliche Sanitäter befinden – dich sich ehrenamtlich beim BRK in Kempten engagieren.

Bei der Spendenübergabe, durch Filgis-Geschäftsführer Edwin Münsch in Krugzell, dankt BRK-Kreisgeschäftsführer Alexander Schwägerl dem Unternehmen für die Spende: „Wir danken Filgis vielmals, denn mit dieser großzügigen Spende wird die örtliche Rotkreuzarbeit in Kempten unterstützt.“

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news-321 Wed, 04 Dec 2019 15:29:51 +0100 Für mehr Spenden im Stiefel - Sparkassen-Spenden-Marathon an Nikolaus (6. Dezember) https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/fuer-mehr-spenden-im-stiefel-sparkassen-spenden-marathon-an-nikolaus-6-dezember.html Zum Nikolaustag startet die Sparkasse Allgäu eine besondere Aktion. Genau von 0 bis 24 Uhr läuft am 06. Dezember 2019 ... ... auf gut-fuer-das-allgaeu.de der Sparkassen-Spenden-Marathon, für den die Sparkasse Allgäu einen Spendentopf in Höhe von 10.000 Euro zur Verfügung stellt. Jedes Projekt mit einer Spende am 6. Dezember bekommt einen zusätzlichen Anteil aus dem Spendentopf. Je mehr Spenden ein Projekt erhält, desto höher ist dieser Anteil. Jede Einzelspende wird bis zu einer Höhe von 100 Euro mit eingerechnet. Je nachdem wie viel Prozent der Gesamtspenden dann auf ein Projekt am 6. Dezember eingegangen sind, erhält das Projekt zusätzlichen den gleichen prozentualen Anteil von 10.000 Euro! Jede Spende zählt! Unterstützte also unsere Herzensprojekt am 6. Dezember und sorgt für mehr Spenden im Stiefel. Das ist gut für das Allgäu!

Keine Mehrfachspenden für dasselbe Projekt zulässig. Nach Abschluss der Aktion wird der prozentuale Anteil von 10.000 Euro für unsere jeweiligen Projekt ermittelt. Haben unsere Spender*innen für 10% des gesamten Spendenaufkommens gesorgt, erhalten wir zusätzliche 1.000 Euro.

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news-320 Wed, 04 Dec 2019 12:36:08 +0100 Zum Tag des Ehrenamts: Sabine Blodau, Vorsitzende der Kreiswasserwacht BRK Oberallgäu im Porträt https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/zum-tag-des-ehrenamts-sabine-blodau-vorsitzende-der-kreiswasserwacht-brk-oberallgaeu-im-portraet.html Am 5. Dezember ist der Internationale Tag des Ehrenamts. Anlass für das Rote Kreuz Oberallgäu, die Kreiswasserwachtsvorsitzende Sabine Blodau, stellvertretend für alle im Kreisverband ehrenamtlich Tätigen, vorzustellen. „Ohne ehrenamtliches Engagement könnten wir die vielfältigen Rettungsaufgaben, Wach- und sozialen Dienste nicht erfüllen“, so Alfred Reichert, Vorsitzender des BRK Oberallgäu. Ein Großteil der freiwilligen Mitglieder seien der Hilfsorganisation ein Leben lang verbunden.

Eine davon ist Sabine Blodau. Sie ist seit 35 Jahren beim Roten Kreuz aktiv: „Mit 16 Jahren begann ich 1984 bei der Wasserwacht Kempten. Zwei Jahre später übernahm ich mit dem Neuaufbau einer Wasserwacht-Jugend meine erste leitende Aufgabe. Gleichzeitig wurde ich Jugendleiterin und war zwölf Jahre lang Ansprechpartnerin für rund 80 junge Wasserretter“, erzählt Blodau.

1990 wurde sie von der Ortsgruppentätigkeit in die Jugendleiterposition bei der Kreiswasserwacht gewählt. Nun war sie übergeordnet für die Jugendarbeit in allen acht Ortsgruppen der Oberallgäuer Wasserwacht von Altusried bis Oberstdorf verantwortlich. „Dieses Amt füllte sie 16 Jahre mit großem Engagement aus“, bestätigt Vorsitzender Reichert. Zusätzlich war sie vier Jahre lang auch noch stellvertretende Vorsitzende der Wasserwacht Kempten und steht dank ihres vor 32 Jahren erlangten Bootsführerscheins der Sondereinsatzgruppe (SEG) Kempten tatkräftig zur Seite.

„Im Jahr 2006 verabschiedete ich mich aus der Jugendarbeit und stieg zunächst zur stellvertretenden Vorsitzenden der Kreiswasserwacht Oberallgäu auf“, so die aktive Wasserwachtlerin. Seit rund vier Jahren als erste Vorsitzende tätig. "Damit bin ich die Chefin von rund 700 Mitgliedern der Wasserwacht im Oberallgäu. Viele davon kenne ich persönlich und bin mit ihnen freundschaftlich verbunden“, sagt Blodau. Sie und ihre Leute leisten jährlich über 10.000 Wachstunden an den Wachstationen der Oberallgäuer Seen: Kleiner und Großer Alpsee, Freibergsee, Rottachsee, Schwarzenberger Weiher, Grüntensee, Niedersonthofner See.

Trotz ihres Führungsamtes ist Blodau am Beckenrand - genau wie vor 35 Jahren – auch heute noch als Wachgängerin mit Leib und Seele anzutreffen. Egal ob Wasserwacht-Kind, beim Schwimmkurs oder Seniorenwachdienst – Sabine hat für alle ein offenes Ohr und ein großes Herz.

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news-319 Tue, 03 Dec 2019 14:34:36 +0100 Parktheater Kempten: NaidLIFE am 6. Dezember - Feiern für den guten Zweck https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/parktheater-kempten-naidlife-am-6-dezember-feiern-fuer-den-guten-zweck.html Der Reinerlös der Eintrittsgelder, der Inhalt der Spendenboxen & der Erlös der Tombola für den guten Zweck: Die Wärmestube Kempten! In diesem Jahr geht der Reinerlös der Eintrittsgelder des Abends, der Inhalt der Spendenboxen & der Erlös der Tombola wieder an einen sehr guten Zweck: Die Wärmestube Kempten!

Die Tombola für Freitag ist gespickt mit überragenden Preisen der NaidLIFE-Sponsoren. Hier ein erster Überblick und ein herzliches DANKE für die Unterstützung der Veranstaltung im Parktheater Kempten:

• Allgäu Events
• Allgäuer Brauhaus
• Sport Buck GmbH
• Allgäu Comets
• Brillen Edelmann Kempten
• HEVO - Der Gastronomiepartner
• KRAUS Hörgeräte & Gehörschutz
• Onemerino
• Purschwarz
• MySkylounge Kempten
• Stechwerk Kempten
• VibrA Kempten
• WM Funktechnik GmbH Kempten Allgäu

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news-318 Mon, 02 Dec 2019 08:23:00 +0100 Advent Advent, die Wohnung brennt https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/advent-advent-die-wohnung-brennt.html In der Adventszeit kommt es vermehrt zu Zimmer- und Wohnungsbränden. Ausgelöst durch Kerzen an Adventskränzen, Gestecken oder Christbäumen, die die oft trockenen Nadeln nahezu explosionsartig in Brand setzen. Schwere Verbrennungen und Rauchgasvergiftungen können die Folge sein.

Das Rote Kreuz Oberallgäu rät daher, Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen zu lassen. Besonders bei Kindern und Haustieren sollte man sehr wachsam sein. Vorsichtshalber einen Eimer Wasser oder eine Löschdecke bereithalten.

Hat sich jemand Verbrennungen zugezogen, sollte man nach neuesten Erkenntnissen nur bei kleinflächigen Verbrennungen (ca. die Größe einer Handfläche) mit Wasser gekühlt werden, da durch das Kühlen nur ein kurz-fristig schmerzlindernder Effekt erzielt wird. Bei großflächigen Verbrennungen ist die Gefahr der Unterkühlung durch den Verlust der Schutzfunktion der Haut sehr groß. Am Körperstamm darf nicht gekühlt werden. Verbrennungen im Gesicht mit feuchten Tüchern kühlen. Die Atemwege müssen unbedingt freigehalten werden. Brandwunden möglichst Keimarm und locker abdecken. Eingebrannte Stoffe auf keinen Fall entfernen und Blasen nicht öffnen. Keinerlei Hausmittel verwenden.

Bei Bränden entstehen giftige Dämpfe. Atmet man diese ein, können lebensbedrohliche Atembeschwerden die Folge sein. Daher schnell den Notruf 112 wählen,

Für die Ersthelfer gilt, immer zuerst auf den Eigenschutz achten! Den Betroffenen psychisch betreuen und beruhigen. Unterkühlungen vermeidet man am besten mit einer Rettungsdecke.

Eine weitere Gefahr stellt elektrische Beleuchtungen an Christbäumen, besonders im Außenbereich dar. Stromschläge können lebensgefährliche Herzrhythmusstörungen hervorrufen, die zum plötzlichen Herztod führen können.

Generell sind alle bewusstlosen Patienten, die eine ausreichende Eigenatmung (12-15/Minute) in die stabile Seitenlage zu bringen und ständig zu überwachen. Bei fehlender oder unzureichender Atmung sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen. 

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news-317 Thu, 28 Nov 2019 10:09:39 +0100 Weihnachtsmarkt Kempten: Rotes Kreuz betreut erstmals Kempten-Hütte https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/weihnachtsmarkt-kempten-rotes-kreuz-betreut-erstmals-kempten-huette.html 37 Ehrenamtliche schenken Glühwein der Partnerstadt Bad Dürkheim aus. Erlös geht an Wärmestube und Tafel Kempten. Alles steht bereit: Ab morgen, Freitag, den 29. November schenkt das Rote Kreuz Oberallgäu erstmals ab 12 Uhr Glühwein und Punsch in der liebevoll geschmückten Kempten-Hütte auf dem Weihnachtsmarkt aus. Rund 37 Ehrenamtliche werden in den vier Wochen im Einsatz sein. „Wir verkaufen Glühwein aus der Partnerstadt Bad Dürkheim sowie alkoholfreien Blutorangenpunsch. Außerdem hat die Küche der Wärmestube 3000 Plätzchen gebacken“, kündigt Alexander Schwägerl, Kreisgeschäftsführer des BRK Kreisverbands Oberallgäu, an.

Das Rote Kreuz betritt mit der Bewirtung im Auftrag der Stadt Kempten Neuland. Es sieht sich jedoch durch die langjährige Erfahrung bei der Betreuung des Glückshafens auf der Festwoche für die Aufgabe gut gerüstet. Der Grund für dieses Engagement sei, so Schwägerl, dass der Reinerlös den in unserer Trägerschaft stehenden Einrichtungen Wärmestube und Tafel Kempten zu Gute komme und spürbar Menschen helfe, die diese nötig haben. Ähnlich wie im Sommer am Glückshafen hofft das Rote Kreuz auch bei winterlicher Temperaturen Anziehungspunkt für viele Weihnachtsmarkt-Besucher bis hin zu Promis aus Politik, Kultur und Sport an der stimmungsvoll geschmückten Kempten-Hütte zu sein.

Die Kempten-Hütte hat von 29. November bis 22. Dezember täglich von 12 Uhr bis 20 Uhr, an Frei- und Samstagen von 12 Uhr bis 21 Uhr sowie an der langen Einkaufsnacht bis 23 Uhr geöffnet.

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news-316 Thu, 07 Nov 2019 15:09:55 +0100 Kreisverband Oberallgäu ehrt langjährige Blutspender und ehrenamtliche Blutspendedienst-Helfer https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/kreisverband-oberallgaeu-ehrt-langjaehrige-blutspender-und-ehrenamtliche-blutspendedienst-helfer.html Spitzenreiter Robert Weiss und Josef Weiss spendeten 175 Mal Auf eine gemeinsame Lebensleistung von 5.400 Litern gespendetem Blut brachten es knapp 150 Freiwillige aus dem Landkreis Oberallgäu. Sie alle sind mit mindestens 50, 75, 100, 125, 150 oder sogar 175 abgegebene Spenden treue Blutgeber. 62 Personen folgten der Einladung des BRK Kreisverbands Oberallgäu ins Gasthaus Waldhäusle in Waltenhofen und wurden von Alfred Reichert, Vorsitzender des BRK Kreisverbands Oberallgäu und Claus-Peter Lang vom BRK Blutspendedienst für ihr uneigennütziges Engagement geehrt. Besondere Anerkennung verdienten die zwei Spitzenreiter Robert Weiss und Josef Weiss mit sage und schreibe 175 Spenden. Eine außergewöhnliche Leistung, die nur selten vorkomme, so Vorsitzender Reichert.

Eingeladen waren dieses Jahr auch rund 100 ehrenamtliche Blutspendehelfer. Diese stünden teilweise schon über lange Jahre hinweg dem Blutspendedienst als Betreuer der Spender zur Seite. Bei derzeit rund 70 Terminen pro Jahr an siebzehn Standorten im Oberallgäu käme da schon einiges an gespendeter freier Zeit zusammen, lobte Reichert. Besonders hob er den jahrzehntelangen Einsatz des Ehepaars Margret und Gerhard Simion aus Kempten hervor.

Die langjährigen Blutspender waren:

100 Spenden: Josef Geist, Johann Hengeler, Franz Xaver Kennerknecht, Johann Moosbrugger, Albert Titscher.
125 Spenden: Georg Dorn Georg, Xaver Heinle Xaver, Michael Kuisle, Franz Liss, Kornelius Pfister, Adalbert Pohl, Johann Schön, Hans Christoph Weiss.
150 Spenden: Franz Xaver Hindelang, Johann Martin, Axel Siegmann.
175 Spenden: Josef Weiss, Robert Weiss.

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news-315 Thu, 31 Oct 2019 12:35:03 +0100 Pfarrgemeinderat von St. Michael engagiert sich für die Tafel Kempten https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/pfarrgemeinderat-von-st-michael-engagiert-sich-fuer-die-tafel-kempten.html Jede Spende für die drei Tafeln ist willkommen Die drei Tafel-Ausgabestellen in Kempten sind täglich auf Warenspenden angewiesen. Der Großteil kommt von Supermärkten oder auch Bäckereien der Region. Für die Sammlung, Aufbereitung und kundengerechte Verteilung der Waren sind ganz überwiegend ehrenamtliche Helfer des Roten Kreuzes und der Caritas im Einsatz. Tafelkoordinator Markus Wille vom BRK Kreisverband Oberallgäu freut sich aber genauso über Spendeninitiativen von Privatpersonen, Vereinen oder eben auch Pfarrgemeinden unterschiedlicher Konfessionen.

Mehrmals pro Jahr sammeln Pfarreien der katholischen Pfarreigemeinschaft Kempten West (St. Michael, St. Hedwig, St. Franziskus und Heiligkreuz) Lebensmittelspenden für Bedürftige. Das berichtet Hilde Mohr, Vorsitzende des Pfarrgemeinderats St. Michael. An den jeweils 14-tägigen Sammelaktionen können sich alle Besucher der Kirchen während der Öffnungszeiten (in der Regel von 8.00 bis 18.00 Uhr) beteiligen. Immerhin über 120 kleine und größere Verpackungen mit lange haltbaren Lebensmitteln und Hygieneartikeln kamen so bei der jüngsten Sammlung um das Erntedankfest zusammen, wie Frederik Grashaus, der Koordinator des Tafel-Lagers bei der Übergabe in St. Michael erfreut feststellen konnte.

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news-314 Fri, 18 Oct 2019 11:15:37 +0200 BRK Starttag Ausbildung 2019 in Fürth https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/brk-starttag-ausbildung-2019-in-fuerth.html Ausbildung ist im BRK Chefsache: Präsident Theo Zellner begrüßt fast 1.000 junge Berufsstarter im BRK – Unsere fünf Azubis waren dabei Stark in die Zukunft: Zusammen mit fast 1000 weiteren jungen Menschen aus ganz Bayern wurden die fünf neuen Auszubildenden des BRK Kreisverbands Oberallgäu beim Starttag Ausbildung im Rotkreuzverband willkommen geheißen. Als den schönsten Termin im Jahr bezeichnet Präsident Theo Zellner den Starttag Ausbildung in Fürth. Er legt in seiner Begrüßung ein besonderes Augenmerk auf die Idee des Roten Kreuzes: „Wer Rotkreuzler werden will, muss wissen, was Rotes Kreuz bedeutet“, so Präsident Zellner. „Und zwar: Menschen helfen, wie eine große Familie zusammenstehen und Teil eines weltumspannenden Verbandes sein – kurz:  in jeder Hinsicht eine gute Sache!“.

Die neuen Auszubildenden Andreas Matejka, Valentin Eder, Patrick Engler, Petra Angerer und Stefan Henn werden alle im Oberallgäuer Rettungsdienst tätig sein. Die jungen Besucher fanden den Starttag spannend und motivierend. Präsident Zellner ist besonders stolz darauf, dass die Teilnehmerzahlen am BRK-Starttag jährlich steigen. Mit einer überdurchschnittlich guten tariflichen Vergütung, acht bezahlten Lerntagen, Jahressonderzahlung, einer zusätzlichen arbeitgeberfinanzierten Altersversorgung und einer Erfolgsprämie bei bestandener Abschlussprüfung von 400 € legt das BRK Wert auf die Zufriedenheit der Azubis und eine hochwertige Ausbildung.

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news-313 Thu, 10 Oct 2019 11:46:11 +0200 Zeugnisübergabe für „frisch gebackene“ Notfallsanitäter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/zeugnisuebergabe-fuer-frisch-gebackene-notfallsanitaeter.html Das Rote Kreuz Oberallgäu gratuliert seinen erfolgreichen Absolventen

Seit dem Jahr 2014 bildet das Rote Kreuz Oberallgäu in Zusammenarbeit mit der Berufsfachschule für Notfallsanitäter des BRK in Schwabmünchen Notfallsanitäter aus. Auch in diesem Jahr konnten für den Bereich Oberallgäu wieder zwei neue Absolventen beglückwünscht werden: Michael Hajek und Timo Weber haben erfolgreich die dreijährige Berufsausbildung an den Rettungswachen in Kempten und Sonthofen mit dem Staatsexamen abgeschlossen und können nun ihre Tätigkeit im Rettungsdienst an den Wachen Kempten und Oberstdorf ausüben.

„Wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen der Auszubildenden“, berichtet Peter Fraas, Leiter Rettungsdienst beim BRK Kreisverband Oberallgäu. „Seit 2014 haben alle unsere Auszubildenden das Staatsexamen ohne Nachprüfung bestanden.“  Sehr erfreulich war auch die diesjährige durchschnittliche Abschlussnote, die mit 1,7 im oberen Bereich liegt. „Dies ist eine Bestätigung für unsere Schule und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Martin Tutschka, Leiter der Berufsfachschule des BRK in Schwabmünchen. Immerhin müssen die Absolventen zehn Einzelprüfungen erfolgreich ablegen, um das Staatsexamen zu erlangen. Michel Hajek durfte sich freuen, dass er mit der Note 1,5 sogar unter dem guten Durschnitt der Absolventen lag.

Der Notfallsanitäter ist die Fachkraft im Rettungsdienst und wird gemäß dem bayerischen Rettungsdienstgesetz als Begleiter in der Notfallrettung gefordert. Er ersetzt ab dem Jahr 2024 vollständig die bisherige Fachkraft Rettungsassistent. Ebenso soll der Notfallsanitäter bestimmte Kompetenzen bekommen, um gewisse, ärztlich delegierte Maßnahmen in Zukunft auch ohne Notarzt anwenden zu dürfen. Die Umsetzung dieser sogenannten „2c-Maßnahmen“ ist noch für dieses Jahr vorgesehen.

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news-312 Fri, 04 Oct 2019 12:27:31 +0200 Sieben neue Auszubildende im Rettungsdienst https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/sieben-neue-auszubildende-im-rettungsdienst.html BRK Kreisgeschäftsführer Alexander Schwägerl begrüßt an der Rettungswache zahlreiche neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bereits zum zweiten Mal bildet der BRK Kreisverband Oberallgäu junge Leute zum sogenannten „Technischen Rettungssanitäter“ aus. Die Ausbildung dauert ein Jahr und schließt mit der Qualifikation zum „Rettungssanitäter“ ab. Der Rettungssanitäter ist laut Bayerischem Rettungsdienstgesetz (BayRDG) die Mindestanforderung sowohl für die Betreuung der Patienten während dem Krankentransport als auch für die Begleitung des Notarztes auf dem Notarzteinsatzfahrzeug als Fahrer.

„Wir müssen Sorge tragen, dass wir genügend qualifiziertes Personal haben, die einen Rettungswagen fahren dürfen“, sagt Peter Fraas, Leiter Rettungsdienst beim BRK Oberallgäu. Für die schweren Fahrzeuge mit rund fünf Tonnen Gewicht wird der Führerschein der Klasse C1 gefordert. „Gerade junge Menschen besitzen diesen Führerschein in aller Regel nicht“, so Fraas. Daher wird im Rahmen der Ausbildung zum technischen Rettungssanitäter Wert darauf gelegt, dass neben speziellen Kenntnissen im Umgang mit technischen Gegebenheiten der Erwerb dieser Führerscheinklasse mit enthalten ist. Der Kreisverband bietet zudem ein umfangreiches Fahrertraining speziell mit diesen Einsatzfahrzeugen in Zusammenarbeit mit dem ADAC an. „Somit erhoffen wir uns eine hohe Qualität der Fahrer in der Fahrpraxis wie auch in der Zuarbeit für den Notarzt oder Notfallsanitäter bei der Versorgung der Notfallpatienten“, so Kreisgeschäftsführer Alexander Schwägerl.

Zum sogenannten „Selbstläufer“ sei die im Jahr 2014 neu geschaffene Ausbildung zum Notfallsanitäter geworden. „Das Interesse ist groß, jährlich stellen wir neue junge Leute für die dreijährige Ausbildung ein“, sagt Fraas. Notfallsanitäter werden als Fachkraft zur Versorgung und Begleitung der Notfallpatienten auf dem Rettungswagen benötigt. Die Ausbildung schließt mit einem umfangreichen Staatsexamen an einer Berufsfachschule ab.

Eine wichtige Unterstützung im Rettungsdienst sind zudem die Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst. Die Freiwilligen werden im Kreisverband Oberallgäu vor allem als Fahrer auf dem Krankentransportwagen eingesetzt. Im Rahmen dieses einjährigen Engagements besteht ebenfalls die Möglichkeit, die Ausbildung zum Rettungssanitäter zu machen.

„Viele dieser Freiwilligen bleiben uns weiterhin treu“, so Wilfried Helmes, Wachleiter der Rettungswache Kempten. Ob im Rahmen einer ehrenamtlichen Tätigkeit oder als Unterstützung während der Semesterferien hat man mit einer Ausbildung zum Rettungssanitäter immer gute Möglichkeiten, eine Beschäftigung zu finden. Manch einer findet über den Freiwilligendienst auch die Liebe zu diesem Beruf und beginnt als hauptberuflicher Mitarbeiter beim Roten Kreuz.

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news-311 Fri, 27 Sep 2019 15:28:43 +0200 Oberallgäuer Rotkreuzler absolvieren Lehrgang für die Versorgung Schwerverletzter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/oberallgaeuer-rotkreuzler-absolvieren-lehrgang-fuer-die-versorgung-schwerverletzter.html 30 Haupt- und Ehrenamtliche Rettungsdienstmitarbeiter des Roten Kreuzes Oberallgäu absolvierten einen ITLS-Lehrgang in Sonthofen.

ITLS (International Trauma Life Support) ist eine Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, weltweit eine Verbesserung und Standardisierung bei der Versorgung schwerverletzter Menschen zu etablieren. Ziel ist es, durch gezielte Maßnahmen am Einsatzort die Sterblichkeit und den Grad der Behinderung von Verletzten zu reduzieren. 12 Instruktoren von ITLS Germany e.V. waren mit modernsten Ausbildungsmitteln vor Ort, um den Helfern die neuesten Methoden in der Traumaversorgung in Theorie und Praxis zu vermitteln.

Bereits im Vorfeld mussten die Teilnehmer eine Eingangsprüfung ablegen, um den aktuellen Wissenstand festzustellen.

Die Ausbildung beinhaltete kurze theoretische Inhalte, währen praktische Übungen im Vordergrund standen. Die Durchführung einer Notkoniotomie (Luftröhrenschnitt), die Punktion des Brustkorbes nach einer Lungenverletzung, das Stillen starker Blutungen mit neuen Materialien wurde ebenso an Phantomen und Verletztendarstellern geübt, wie Rettungstechniken und vieles mehr.

Im Fokus stand aber vor allen Dingen das Training des international anerkannten ITLS-Algorithmus. 

Der zweittägige zeitlich stramm getaktete Lehrgang verlangte von den Rotkreuzlern einiges ab, machte aber unheimlich Spaß, so die Teilnehmer unisono. Zum Abschluss stand eine Abschlussprüfung auf dem Programm. Alle haben bestanden und erhielten ihr drei Jahre international gültiges Zertifikat überreicht.

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news-310 Wed, 25 Sep 2019 15:20:22 +0200 Haus der Senioren: Bunt geschmückte Kühe beim Schöllanger Almabtrieb https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/haus-der-senioren-bunt-geschmueckte-kuehe-beim-schoellanger-almabtrieb.html Seit 15 Jahren Tradition: Bewohner erfreuen sich an bunt geschmückten Kühen beim Schöllanger Almabtrieb Viehscheid in Schöllang, für die Bewohner des Hauses der Senioren in Oberstdorf eine schöne Tradition. Schon seit 15 Jahre nutzen die Senioren der BRK-Einrichtung die gute Lage in der Holzerstrasse 17 und schauen bei der Rückkehr der Tiere und Hirten der Alpen Käseralp, Gutenalp und Seealpe auf ihrem Weg zum Scheidplatz in Schöllang zu.

Zahlreiche Ehrenamtliche und Mitarbeiter des Hauses ermöglichen es den Bewohnern jedes Jahr am 12. September den traditionellen Viehscheid mitzuerleben. Dank des sonnigen Wetters säumten rund 40 Bewohner die Zugstrecke der Herden. Sie genossen bei Kuhglockengeläut die frische Luft und natürlich die vorbeiziehenden Kühe mit den besonders geschmückten Kranzrindern.

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news-309 Wed, 25 Sep 2019 14:40:44 +0200 Spannender Einblick in den Rettungsdienst https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/spannender-einblick-in-den-rettungsdienst.html Beim BRK Oberallgäu durften junge Besucher die Einsatzfahrzeuge in Augenschein nehmen - und erlebten dabei einen Start des Rettungshubschraubers Christoph 17. Bei diesem Ferienangebot wurde es richtig spannend: Während etwa 15 Kinder den Hangar des Rettungshubschraubers Christoph 17 besichtigten, musste ebendieser zu einem Einsatz starten - was die jungen Besucher aus sicherer Entfernung gespannt beobachteten. Kurz zuvor hatten sie gemeinsam mit Frank Schönmetzler vom BRK Kreisverband Oberallgäu den Hubschrauber noch von innen besichtigen können.

Schönmetzler, Oberallgäuer Leiter der Breitenausbildung und Erste-Hilfe-Instruktor, führte die Teilnehmer des Ferienangebots außerdem durch die Wachräume und zeigte ihnen einige Übungen aus dem "Trau-dich-Kurs" des BRK. So lernten die Kinder etwa, was sie bei einem Notruf beachten sollten, wie leichte Verbände angelegt werden und wie die stabile Seitenlage funktioniert.

Auch in den Rettungswachen Durach und Altusried wurde das Angebot, während der Ferien hinter die Kulissen des BRK Oberallgäu zu blicken, mit großer Begeisterung angenommen. Hier zeigte Schönmetzler den interessierten Kindern neben Tricks und Tipps zur Ersten Hilfe auch die stationierten Rettungsfahrzeuge.

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news-308 Fri, 20 Sep 2019 09:30:05 +0200 Sparkasse Allgäu unterstützt BRK Kreisverband Oberallgäu mit 20.000 Euro https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/sparkasse-allgaeu-unterstuetzt-brk-kreisverband-oberallgaeu-mit-20000-euro.html Spende für eine starke Gemeinschaft Kempten / Oberallgäu. Sie retten Menschen, bilden in Erster Hilfe aus, engagieren sich in der Altenpflege, helfen in sozialen Notlagen, stehen Armen und Bedürftigen bei. Die Frauen und Männer des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) sind immer dann zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird. Das rote Kreuz auf weißem Grund ist Zeichen für gelebte Menschlichkeit.

Ihr ehrenamtlicher Einsatz ist unverzichtbar für unsere Gesellschaft. Rund um die Uhr und an jedem Tag im Jahr leisten im BRK Kreisverband Oberallgäu über 1700 aktive Ehrenamtliche in den Bereitschaften, der Wasser-, der Bergwacht, beim Blutspendedienst, in der Sozialarbeit und im Jugendrotkreuz ihren Dienst für die Allgemeinheit. Ein Kraftakt, der neben dem bewundernswerten persönlichen Engagement der Freiwilligen auch jede Menge Geld kostet.

„Wir sind sehr froh, dass sich die Menschen unserer Heimatregion, die uns sehr am Herzen liegen, auf die Hilfe des BRK verlassen können“, betont Manfred Hegedüs, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Allgäu. Deshalb unterstützt die Sparkasse Allgäu den BRK Kreisverband Oberallgäu heuer bei seinen vielfältigen Aufgaben mit insgesamt 20.000 Euro.

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news-307 Thu, 19 Sep 2019 10:50:50 +0200 Oberallgäuer Rotkreuzler sorgen auf den Viehscheiden für Sicherheit https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/oberallgaeuer-rotkreuzler-sorgen-auf-den-viehscheiden-fuer-sicherheit.html Die ehrenamtlichen Rotkreuzler sorgen auf allen Oberallgäuer Viehscheiden für die Sicherheit von Hirten, Treibern, Landwirten und Besuchern. Zehntausende Interessierte aus Nah und Fern werden auch dieses Jahr wieder auf den bekanntesten Viehscheiden von Oberstdorf bis Oberstaufen erwartet.

"Immer wieder kommt es auf den Scheiden zu Notfällen", so Kreisbereitschaftsleiter, Matthias Straub. "Von kleinen Verletzungen bis hin zur Reanimation haben wir schon alles erlebt." Gefährliche Situationen entstehen häufig, wenn die Herden auf das Scheidgelände gelangen und Besucher den Tieren zu nahe kommen. Später dann ist meist der Alkoholkonsum Verursacher für Verletzungen oder Erkrankungen. Nicht zu unterschätzen sind auch allergische Reaktionen auf Insektenstiche. "Gerade Wespen haben jetzt ja Hochsaison", so Straub. Er rät, ausreichend Abstand zu den Rindern zu halten und mit Wespen gelassen umzugehen. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass sich die Insekten nicht in Getränken oder Speisen verstecken.

Allergiker sollten unbedingt ihr Notfallset mitführen.

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news-306 Wed, 18 Sep 2019 16:25:11 +0200 Erste Bayerische Demenzwoche: „Festhalten was verbindet“ Aktionstag zum Thema Demenz https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/erste-bayerische-demenzwoche-festhalten-was-verbindet-aktionstag-zum-thema-demenz.html Kurzvortrag, offener Mittagstisch und Mitmachangebote im Haus der Senioren in Oberstdorf

Im Rahmen der Ersten Bayerischen Demenzwoche veranstaltet das BRK Haus der Senioren in Oberstdorf am Samstag, 21. September den Aktionstag „Festhalten, was verbindet“ rund um das Thema Demenz.

Alle Interessierten sind um 11.00 Uhr zu einem Kurzvortrag über die Krankheit eingeladen und haben im Anschluss die Möglichkeit, den offenen Mittagstisch im Haus der Senioren auszuprobieren.

Um telefonische Voranmeldung zum Essen wird gebeten unter Telefon 08322-979934.

Am Nachmittag besteht von 13.00 Uhr bis 16.30 Uhr die Möglichkeit, verschiedenstes Beschäftigungsmaterial zu testen oder bei Betreuungsangeboten selbst mitzumachen: In gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen können Spiele gespielt, Bücher gelesen, Sprichwörter ergänzt, Gedächtnis- und Bewegungsspiele und vieles mehr erprobt werden.

Die Veranstaltung ist kostenlos und findet im Haus der Senioren in der Holzerstraße 17 statt.

Das bayernweite Veranstaltungsprogramm ist unter www.demenzwoche.bayern.de abrufbar.

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news-305 Sat, 14 Sep 2019 07:37:00 +0200 Welttag der Ersten Hilfe am 14. September 2019 https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/welttag-der-ersten-hilfe-am-14-september-2019.html Quizaktion „Defi“ - BRK Kreisverband Oberallgäu verlost drei Gutscheine für Erste Hilfe Kurse

Wer darf im Falle eines Herzstillstandes Defibrillatoren bedienen, die an vielen öffentlichen Plätzen vorhanden sind? Nur medizinisch geschulte Personen, nur Ersthelfer, die eine spezielle Schulung absolviert haben, oder darf es jeder? Den ersten drei Anrufern mit der richtigen Antwort winkt ein Gutschein für einen kostenlosen Erste Hilfe Kurs beim BRK Kreisverband Oberallgäu. Anlass dieser Quizaktion ist der internationale Welttag der Ersten Hilfe am 14. September.

Der Welt-Erste-Hilfe-Tag soll die Bedeutung lebensrettender Erste Hilfe Maßnahmen bei Notfällen in den Köpfen der Menschen festigen. Ganz nach dem Motto: Wir sind alle verletzlich, aber auch imstande Erste-Hilfe zu leisten. „Jeder sollte sich immer wieder einmal die Frage stellen, ist mein Erste Hilfe Wissen jederzeit abrufbar um im Notfall richtig zu handeln“, empfiehlt Frank Schönmetzler, Leiter der Breitenausbildung beim BRK Oberallgäu. Falls nicht: Das Bayerische Rote Kreuz und andere Hilfsorganisationen bieten regelmäßig entsprechende Kurse an, auch der Kreisverband Oberallgäu. Heute genügt ein Tag mit neun Unterrichtseinheiten, um sich auf den aktuellen Stand der Ersten Hilfe zu bringen.

In den Kursen lernt man auch, wofür man einen Defibrillator braucht. In der Gruppe übt jeder Teilnehmer die Anwendung des Geräts. Grundsätzlich gilt jedoch: Durch die schrittweisen automatischen Sprachanweisungen kann und darf jeder den Defibrillator - auch ohne Schulung - bedienen. „Defibrillatoren finden und Leben retten dank App ist zudem eine wertvolle Errungenschaft im Mobilfunkzeitalter“, ergänzt Schönmetzler. Unterschiedliche Apps für die verschiedenen Betriebssysteme der Mobiltelefone haben derzeit rund 40.000 Standorte von Defibrillatoren erfasst und starten im Notfall sogar eine Navigation zum nächsten Gerät. Stößt man dabei auf die Bezeichnung „Defi“, so meine das ebenfalls das Notfallgerät. „Wir kürzen den komplizierten Namen im Alltagsgebrauch ab und sprechen nur vom Defi“, erklärt der Rotkreuzausbilder.

Und damit zurück zum Quiz: Wer die Antwort auf die Frage weiß, wer im Notfall einen Defibrillator bedienen darf, kann am Montag, 16. September ab acht Uhr im Info-Shop unter 0831/52292-0 anrufen. Die ersten drei Teilnehmer mit der richtigen Antwort gewinnen einen Gutschein für einen Erste Hilfe Kurs im Wert von 45 Euro.

Weitere Informationen über Erste Hilfe Kurse und die Defi-Apps gibt es unter www.kvoberallgaeu.brk.de/kurse/erste-hilfe

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news-304 Fri, 13 Sep 2019 15:44:14 +0200 Zu Besuch in der Rettungswache Kempten des BRK Kreisverbands Oberallgäu https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/zu-besuch-in-der-rettungswache-kempten-des-brk-kreisverbands-oberallgaeu.html Einen spannenden Blick hinter die Kulissen eines Rettungsdienstes durften junge Besucher im Rahmen der Ferienfreizeit Waltenhofen werfen. Gleich zu Beginn mit Gummibärchen in "Rot Kreuz"-Form bestens gestärkt, besichtigten sechs Kinder und ihre Begleitpersonen die Rettungswache Kempten des BRK Kreisverbands Oberallgäu. Besonders die jungen Besucher bestürmten Wilfried Helmes, den Wachleiter der Rettungswache Kempten, mit vielen Fragen, während er sie durch die Wache und die Räume des Kreisverbandes führte. Ein absolutes Highlight war sicherlich, dass die Kinder einen Rettungswagen von innen begutachten durften. Große Augen gab es, als Helmes aufzählte, was die Geräte im Innern des Wagens denn so kosten. Eine mutige Teilnehmerin legte sich sogar freiwillig auf eine Trage und ließ sich den Puls messen. Helmes, selbst Notfallsanitäter, freute sich nicht nur über die wissbegierigen Fragen, sondern auch über die lustigen Geschichten, die seine jungen Besucher ihm während der Besichtigung über ihre Erfahrungen mit dem Rettungsdienst erzählten.

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news-303 Thu, 12 Sep 2019 15:21:08 +0200 Dein Ferienjob ... https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/dein-ferienjob.html ... an unserem Glühweinstand auf dem Weihnachtsmarkt Kempten 29. November bis 22. Dezember 2019

2-Schicht-Betrieb im Team
12 Uhr bis 17 Uhr / 17 Uhr bis 21 Uhr

Bezahlung über Aufwandsentschädigung

Mindestalter 18 Jahre

Weitere Infos:

Kreisverband Oberallgäu
Geschäftsstelle Kempten
Ulrike Finkenzeller
Haubenschloßstr. 12
87435 Kempten
Tel.: 0831 / 52292-25
Mail: finkenzeller(at)kvoa.brk.de

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news-302 Mon, 09 Sep 2019 15:05:09 +0200 Kaffee und Kuchen aus Schülerhand in der Wärmestube Kempten https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/kaffee-und-kuchen-aus-schuelerhand-in-der-waermestube-kempten.html Schüler des Hildegardis-Gymnasiums in Kempten engagieren sich in der Wärmestube und sorgen so für Abwechslung Im Rahmen eines Projektes im Fach Sozialpraktische Grundbildung plante und bereitete die Klasse 10b im Juli ein Buffet in der Wärmestube Kempten zu. Nach der Ankunft und der herzlichen Begrüßung in der Wärmestube machten sich die Schülerinnen und Schüler daran, zahlreiche Speisen wie Pizzaschnecken, Obstspieße, Kuchen, Waffeln und vielfältige alkoholfreie Cocktails vorzubereiten.

Nachdem alle Gäste mit leckerem Essen versorgt waren und sich dieses sichtlich schmecken ließen, veranstalteten die Jugendlichen ein selbsterstelltes Quiz mithilfe von Farbkärtchen. Abschließend kann man sagen, dass es ein sehr erfolgreiches Projekt war, aus dem beide Seiten viel mitnehmen konnten.

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news-301 Fri, 06 Sep 2019 14:08:35 +0200 Baustellen fordern Hilfsfrist https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/baustellen-fordern-hilfsfrist.html Rettungsdienst durch inflationäre Baustellen in Bayern stark behindert

Einer internen Erhebung des Bayerischen Roten Kreuzes zufolge, haben über 80% der 73 Rettungsdienstbereiche mit Behinderungen durch Verkehrsbaustellen zu kämpfen. Hierdurch werden Anfahrtswege für Rettungsfahrzeuge verlängert, teilweise unmöglich gemacht. 

„Es geht nicht um irgendeine Dienstleistung, die behindert wird“, so Präsident Theo Zellner. „Die Rettung von Menschenleben wird behindert und teilweise unmöglich gemacht.“

Dem könne entgegengewirkt werden, wenn Bauämter künftig die Rettungsdienste intensiver in die Planungen einbeziehen. In Einzelfällen funktioniere die Zusammenarbeit. „In vielen Fällen fehlt das Verständnis, den Rettungsdienst als unverzichtbares Element der Daseinsvorsorge wahrzunehmen“, so Zellner.

Bessere Informationen zu beginnenden oder auch wandelnden Baustellen sind elementar für die Mitarbeitenden im Rettungsdienst: Vor Schichtbeginn könnten Mitarbeitende über aktuelle Straßensperrungen und Umleitungen informiert werden und diese Strecken proaktiv meiden. 

„Vor allem während der Ferien ist die Situation besonders heftig“, so Zellner. Dreispurige Straßen werden auf eine Spur reduziert, den Fahrzeugen fehlt jegliche Möglichkeit zum Ausweichen – Rettungsfahrzeuge schalten in diesen Situationen Sirene und Blaulicht aus, da selbst kleineren PKWs das Ausweichen unmöglich gemacht wird.

„Hilfsorganisationen müssen durch die zuständigen Bauämter besser und früher in die Planung von Baustellen einbezogen werden“, fordert Präsident Zellner. „Ausweichmöglichkeiten und Rettungswege müssen in die Planungen mit berücksichtigt werden.“

Beispiele:

In etlichen Rettungsdienstbereichen kommt es zu Beginn der Sommerferien zu einem extremen Zuwachs an Baustellen. Hierbei mussten in Einzelfällen zusätzliche Rettungswagen vom Zweckverband für Rettungsdienst- und Feuerwehralarmierung in Dienst gestellt werden, damit Hilfsfristen eingehalten werden können.

Die Zusammenarbeit mit den Bauämtern in vielen Regionen und Kommunen ist ausbaufähig. Hierbei wäre oftmals das Intervenieren des BRK notwendig, da durch Baustellen beispielsweise Durchgangsstraßen zu Einrichtungen, Altenheime, Schulen oder Arztpraxen komplett unzugänglich wurden. In einem Fall äußerte ein Stadtbaumeister gegenüber dem Roten Kreuz: „Der Rettungsdienst soll sich nicht so anstellen, dann müssen sie halt mal zu Fuß gehen.“ 

Besonders fordernd seien die dauerhaften Baustellen auf den Bundesautobahnen 3, 7 und 71. Hier wurden von Hilfsorganisationen und Feuerwehren in betroffenen Bereichen bereits separate Einsatzkonzepte entwickelt. In Einzelfällen werden bei Einsätzen im Autobahnbereich ehrenamtliche Motorradstaffeln alarmiert, um das therapiefreie Intervall bis Eintreffen des Rettungswagens zu überbrücken. Aufgrund der Wendigkeit und Flexiblität der Motorräder können Staus schnell umfahren werden. 

Die interne Umfrage des BRK vom 16.08.2019 ergab folgendes Ergebnis:

<span style="font-size: 12px; ">Kein Problem</span><span style="font-size: 12px; ">RD oft / unmittelbar betroffen</span><span style="font-size: 12px; ">
</span>
<span style="font-size: 12px; ">10</span><span style="font-size: 12px; ">59
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<span style="font-size: 12px; ">

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<span style="font-size: 12px; ">RD meidet bestimmte Strecken proaktiv, da Durchkommen unmöglich<span style="white-space:pre"> </span></span><span style="font-size: 12px; ">Bessere Planung von Baustellen und Absprache mit RD dringend notwendig</span>
<span style="font-size: 12px; ">27</span><span style="font-size: 12px; ">34</span>
<span style="font-size: 12px; ">Teilgenommen haben 72 von 73 Kreisverbände.
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RD = Rettungsdienst

 

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news-300 Thu, 05 Sep 2019 15:56:27 +0200 Nette „Gaffer“ am Einsatzort https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/nette-gaffer-am-einsatzort.html Einen Einsatz unter tierischer Beobachtung absolvierte vor Kurzem die Rettungswache Altusried des BRK Kreisverbandes Oberallgäu. Ein leidiges Thema für den Rettungsdienst sind neugierige Blicke: Passanten, die stehen bleiben oder Autos, die plötzlich nur noch in Schritttempo vorbeifahren, wenn die Rotkreuzler an einem Unfallort ihre wichtige Arbeit verrichten. Retter und Unfallopfer sind diesen Blicken nicht nur schutzlos ausgeliefert, auch gefährden solche „Gaffer“ nicht selten sich und andere durch ihr Verhalten.

Die Rettungswache Altusried des BRK Kreisverbandes Oberallgäu hatte bei einem ihrer Einsätze ein paar besonders aufmerksame Beobachter – über die man sich aber so gar nicht ärgern musste. Ein paar Kühe, die kurz zuvor auf ihrer Weide bei Dietmannsried gemütlich gegrast hatten, staunten nicht schlecht: Der Rettungswagen aus Altusried kam genau vor ihrem Zaun zum Einsatz, weil ein Motorradfahrer dort gestürzt war. „Die Kühe fanden das Geschehen vor ihrem Weideplatz äußerst spannend und wichen uns Rotkreuzlern innerhalb ihres Zaunes nicht von der Seite“, berichtet Notfallsanitäterin Christina Holl von der Rettungswache Altusried schmunzelnd. Zum Glück, so die stellvertretende Wachleitern, sei der junge Motorradfahrer nur leicht verletzt gewesen. So konnte die Besatzung noch ein Foto der „Allgäuer Gaffer“ machen. 

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news-299 Thu, 29 Aug 2019 10:00:25 +0200 Nach dem Urlaub ist vor der Blutspende https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/nach-dem-urlaub-ist-vor-der-blutspende.html Weit über 300 Gelegenheiten im September. Sieben Termine im Oberallgäu

Mit dem Ende der Sommerferien beginnt für viele Menschen im Freistaat wieder der Ernst des Lebens, welcher die Patientinnen und Patienten in den Krankenhäusern nie verlassen hat.

Dank einer außergewöhnlichen Spendebereitschaft gelang es bisher trotz Hitzewelle und Urlaubszeit, die Versorgung aufrecht zu erhalten. Nun gilt es mit dem Ende der Sommerferien die nächste Hürde zu nehmen. Reisende Lebensretter müssen nach Auslandsaufenthalten in bestimmten Risiko-Gebieten zum Schutz der meist schwerkranken Empfänger vor Infektionskrankheiten eine gewisse Zeit von der Blutspende zurückgestellt werden. 

„Temporäre Rückstellungen nach der Ferienzeit machen sich natürlich entsprechend bemerkbar, weshalb es umso wichtiger ist, dieser Lücke direkt entgegenzuwirken“, sagt Georg Götz, Geschäftsführer Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD).

Der BSD passt seine enorm aufwändigen Testverfahren aktuellen Entwicklungen folgend an. Urlauber, die sich in einem der weit verbreiteten Endemiegebiete für das West-Nil-Virus aufgehalten haben, müssen beispielsweise seit kurzem nicht mehr von der Blutspende zurückgestellt werden.

Es empfiehlt sich daher dringend im Vorfeld der Blutspende den ReiseCheck für Vollblutspender auf der Homepage des BSD in Anspruch zu nehmen. Basierend auf Angabe von Reiseziel und Reisezeitraum werden das nächstmögliche Spendedatum ermittelt und Informationen zu möglichen Rückstellungsgründen angezeigt.

Alle Termine, aktuelle Informationen sowie eventuelle Änderungen sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 7.30 Uhr und 18.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet aktuell abrufbar.

 

Die aktuellen Termine im KV Oberallgäu:
Montag 02.09.2019 87435 KEMPTEN / BRK-Haus / Haubenschloßstr.12 15:00 Uhr - 20:00 Uhr 
Freitag
06.09.2019
87497 WERTACH / Pfarrheim St. Ulrich / St.-Ulrich-Str. 1317:00 Uhr - 20:00 Uhr 
Dienstag 10.09.201987509 IMMENSTADT / Pfarrheim St. Nikolaus / Sankt Nikolausplatz 1 15:30 Uhr - 20:00 Uhr 
Freitag 13.09.201987463 DIETMANNSRIED / Grund/Mittelschule / Schulstr. 216:30 Uhr - 20:30 Uhr 
Freitag 20.09.2019 87527 SONTHOFEN / Pfarrheim St. Christoph / Albert-Schweitzer-Str. 1716:00 Uhr - 20:00 Uhr 
Mittwoch
25.09.2019
87453 ALTUSRIED / Grund- und Mittelschule / Schulstr. 617:00 Uhr - 
20:30 Uhr
Montag
30.09.2019
87452 KIMRATSHOFEN / Volksschule / Sportstr. 217:00 Uhr - 
20:30 Uhr

Hintergrundinformationen über die Blutspende

Wer Blut spenden kann: 

Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Mehrfachspender ist ein Alter von 72 Jahren (d.h. bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag). Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren und bei Erstspendern über 60 Jahren erfolgt die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 55 spendefreien Tagen liegen. Zur Blutspende mitzubringen ist unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein (jeweils das Original) und der Blutspendeausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis.

Darum ist Blutspenden beim BRK so wichtig: 

Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt. 

Der Blutspendedienst des BRK (BSD):

Der BSD wurde 1953 vom Bayerischen Roten Kreuz mit dem Auftrag gegründet, die Versorgung mit Blutprodukten in Bayern sicherzustellen. Er trägt die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Als modernes pharmazeutisches Unternehmen ist der BSD heute ein aktiver Partner im bayerischen Gesundheitswesen. Mit seinen ca. 670 engagierten Mitarbeitern sowie zusätzlich mehr als 240 freiberuflich tätigen Untersuchungsärzten und rund 12.500 ehrenamtlichen Helfern aus den 73 Kreisverbänden des BRK organisiert der BSD jährlich ungefähr 4.400 mobile und 1.100 stationäre Blutspendetermine.

Spenderservice:

Alle Blutspendetermine und weiterführende Informationen für Spender und an der Blutspende Interessierte, beispielsweise zum kostenlosen Gesundheitscheck, sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 7.30 Uhr und 18.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet abrufbar.

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news-298 Tue, 27 Aug 2019 09:51:19 +0200 Du fehlst uns! https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/du-fehlst-uns.html Ehrenamtliche Helfer für unseren Kleiderladen in Immenstadt gesucht... Sie möchten in Ihrer Freizeit etwas Sinnvolles tun und haben Freude am Verkauf von Kleidung? Dann helfen Sie doch ehrenamtlich in unsrem Rotkreuzladen in Immenstadt mit!

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Stellenbörse unter "Ehrenamtliche Tätigkeiten".

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news-297 Thu, 22 Aug 2019 16:42:11 +0200 Jubiläum: Wasserwacht Kempten bietet seit 50 Jahren „Schwimmen für Menschen mit Behinderung“ an https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/jubilaeum-wasserwacht-kempten-bietet-seit-50-jahren-schwimmen-fuer-menschen-mit-behinderung-an.html Feierstunde für die aktiven Ehrenamtlichen – Freiwillige Helfer für die Zukunft für „Schwimmen mit Handicap“ gesucht Seit dem Jahr 1969 bietet die Wasserwacht Kempten in den Wintermonaten „Schwimmen für Menschen mit Behinderung“ an. 50 Jahre lang verbrachten durchschnittlich 35 Teilnehmer, begleitet von jeweils rund 20 Ehrenamtlichen des Roten Kreuzes Oberallgäu glückliche Stunden im Wasser. „Von Oktober bis März treffen wir uns alle vierzehn Tage im Hallenbad“, erzählt Gottfried Ertl, ein Helfer der ersten Stunde. Er war dabei, als das Projekt im Waltenhofener Hallenbad startete. Auch wenn dieses Hallenbad schon längst Geschichte ist, Ertl blieb dem besonderen Freizeitangebot treu und erlebte dabei auch so einiges. „Wir haben die Rollis viele Jahre die Treppe hinunter getragen, weil es im Hallenbad der Robert-Schumann-Schule St. Mang keinen Aufzug gab.“ Ein Kraftakt, der 1993 mit dem Einbau eines Hydrauliklifts ins Becken und schließlich 2001 mit dem Einbau eines Personenaufzugs endgültig vorbei war.

Was macht es für die Ehrenamtlichen so besonders, an diesem Projekt mitzuwirken? Im Becken herrscht immer gute Stimmung. Jeder Teilnehmer kann sich seinen Fähigkeiten entsprechend bewegen. Es wird viel gelacht und die Augen der Schwimmenden glänzen vor Freude. Im Wasser fühlen sich alle so leicht, sie spüren die Handicaps nicht und verbringen eine glückliche Zeit. Solche Rückmeldungen bekommt Ulrike Finkenzeller von den Helfern. Sie leitet beim Kreisverband Oberallgäu die Servicestelle Ehrenamt und ist seit 2018 für die Organisation dieses besonderen Schwimm-Angebots zuständig. Auch der eine oder andere Wunsch, wie eine besondere Föhnfrisur oder Fingernägel lackieren, werde erfüllt. „Das sind kleine Freuden, die das Schwimmen so wertvoll für alle Beteiligten machen“, erzählt die Ehrenamtsbeauftragte.

Finkenzellers Vorgänger war im Jahr 1969 Mitgründer Martin Waibl (2001 verstorben) als Mann der ersten Stunde. Ihm folgte Walter Weith ab 1979. „Ich war über drei Jahrzehnte Leiter von „Schwimmen für Menschen mit Behinderung“, so der seit 1949 in der Wasserwacht leidenschaftlich Aktive. Dank seines Organisationstalents erlebte das Projekt einen großen Aufschwung. Weith akquirierte mit vielseitiger Öffentlichkeitsarbeit erfolgreich Spendengelder, um das Projekt weiterzuentwickeln.

DRK Ehrennadel für Walter Weith

Im Jahr 2010 gab er sein Amt an Klaus Sachs ab. Als PC-Dozent fand Weith jedoch sofort ein neues Betätigungsfeld im BRK. So kamen unzählige ehrenamtliche Stunden für das Rote Kreuz zusammen. Grund für Sabine Blodau, Vorsitzende der Kreiswasserwacht Oberallgäu, Walter Weith im Rahmen der Jubiläumsfeier mit der DRK Ehrennadel für 70 Jahre aktive Mitgliedschaft auszuzeichnen.  

Rudi Patzon ist seit 22 Jahren aktiv beim Schwimmen für Menschen mit Behinderung dabei. Er koordiniert den Bereich Umkleiden und Transport für die männlichen Teilnehmer. „Ich weiß genau, wie es jeder gerne hat.“ Der eine Teilnehmer braucht viel Zeit und Ruhe beim Umziehen und macht alles alleine. Ein anderer schätzt dagegen tatkräftige Unterstützung. „Mein Ziel ist immer, dass alle in Harmonie und Zufriedenheit ins Wasser gleiten und danach auch wieder entspannt bis zurück in die Busse des Fahrdienstes gelangen.“ Für seine Verdienste erhielt er ebenso wie Gottfried Ertl im Rahmen der Feierstunde die Henry-Dunant-Medaille überreicht.

Neben diesen Urgesteinen engagiert sich Wolfgang Schneider, Nachfolger von Inge Seidel, als speziell dafür ausgebildeter sportlicher Übungsleiter. Mit Herzblut dabei war auch der kürzlich verstorbene Wolfgang Koch. Unermüdlich kümmerte er sich jahrzehntelang um sämtliche technischen Fragen und gab all sein Wissen an den neuen technischen Leiter Michael Friedl weiter. Noch ein weiterer Wasserwachtler mit über 30 Dienstjahren, Hannes Weizenegger, dreht ein wichtiges Rädchen beim Behindertenschwimmen: Er kümmert sich um das Erwärmen des Wassers auf 33 Grad. „Sonst wäre es zu kalt für die Teilnehmer mit Bewegungseinschränkungen“, erklärt Fachmann Weizenegger.

Helfer und Sponsoren für "Schwimmen mit Handicap" gesucht

Damit das Angebot unter dem neuen Projektnamen „Schwimmen mit Handicap“ auch in Zukunft besteht, sucht das Rote Kreuz Oberallgäu ehrenamtliche Helfer und Sponsoren. Die Termine sind in der Zeit von Oktober bis März vierzehntägig jeweils donnerstags in der Zeit von 19 bis 21 Uhr im Hallenbad der Robert-Schumann-Schule. Weitere Auskünfte erteilt Ulrike Finkenzeller, Tel. 0831/52292-25 oder per Mail finkenzeller@kvoa.brk.de.

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news-296 Fri, 16 Aug 2019 09:26:47 +0200 Dort wo alles begann – Ehrenamtliche Rotkreuzler in Solferino https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/dort-wo-alles-begann-ehrenamtliche-rotkreuzler-in-solferino.html Ein besonderes Erlebnis mit Gänsehautfaktor durfte eine gemischte Gruppe von Rotkreuzlern aus Oberstaufen und Weiler zusammen erleben. Die Teilnahme an der Fiaccolata (Fackelwanderung) anlässlich des 160jährigen Gedenktages an die Schlacht von Solferino in der Lombardei.

Solferino ist eine der bedeutendsten Orte in der gesamten Geschichte der weltumfassenden Rotkreuzbewegung und gilt als Geburtsort der Idee zur Gründung des Roten Kreuzes. Da wo Henry Dunant, der Begründer des Roten Kreuzes abertausenden von verwundeten Soldaten half, findet jedes Jahr ein besonderes Ereignis statt. Zwischen den Orten Solferino und Castiglione treffen sich tausende Rotkreuzler/innen aus aller Welt, um der Schlacht und den damaligen Helfern zu gedenken.

Die Allgäuer Rotkreuzler haben in zwei Tagen jede Menge Spaß und internationale Kameradschaft erlebt und zahlreiche Kontakte geknüpft. Schön zu dieser weltweiten Rotkreuzfamilie zu gehören.

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news-295 Wed, 14 Aug 2019 10:55:12 +0200 DRK-Präsidentin mahnt besseren Schutz der Zivilbevölkerung an https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-praesidentin-mahnt-besseren-schutz-der-zivilbevoelkerung-an.html 70 Jahre Genfer Abkommen Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, Gerda Hasselfeldt, hat die Bedeutung der Genfer Abkommen gewürdigt, die vor 70 Jahren am 12. August 1949 abgeschlossen wurden. „Die Genfer Abkommen sind ein Meilenstein des humanitären Völkerrechts, weil sie das Verhalten der Konfliktparteien regeln, um das menschliche Leiden in bewaffneten Auseinandersetzungen so gering wie möglich zu halten“, sagte Hasselfeldt. Diese Regeln müssten allerdings auch eingehalten werden, mahnte die DRK-Präsidentin an. „Es ist besorgniserregend, dass in vielen Konfliktgebieten das humanitäre Völkerrecht verletzt wird, indem Zivilpersonen, humanitäre Helfer oder Gesundheitseinrichtungen angegriffen werden“, erklärte Hasselfeldt. Allein im vergangenen Jahr seien weltweit insgesamt 155 humanitäre Helfer im Einsatz getötet worden. Besonders problematisch sei die Situation in Ländern wie Syrien, Südsudan und Afghanistan.

Die vier Genfer Abkommen von 1949 sind für sämtliche Staaten verbindlich. Sie schützen insbesondere verwundete, kranke oder gefangene Soldaten und Zivilpersonen. Eine herausragende Errungenschaft der Genfer Abkommen ist die Regelung für nicht-internationale bewaffnete Konflikte: Die Staaten konnten sich erstmals auf ein Ergebnis für Situationen einigen, in denen nicht alle Konfliktparteien Staaten sind. Hier gilt unter allen Umständen ein Mindeststandard an Menschlichkeit. Auch auf neue Entwicklungen und Situationen – wie etwa den Einsatz von Drohnen oder Cyberkriegsführung – kann das humanitäre Völkerrecht angewendet werden. „Die Aktualität der Genfer Abkommen ist heute nicht geringer als vor 70 Jahren“, sagte Hasselfeldt. Basierend auf den Genfer Abkommen leisten Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften humanitäre Hilfe in bewaffneten Konflikten oder helfen mit dem Suchdienst bei der Familienzusammenführung. Das Emblem des Roten Kreuzes und Roten Halbmondes dient dabei den weltweit über 14 Millionen haupt- und ehrenamtlichen Helfern der Internationalen Rotkreuzund Rothalbmond-Bewegung als Schutzzeichen in bewaffneten Konflikten.

Die Bewegung sei aufgrund ihrer humanitären Aufgaben in besonderer Weise den Grundsätzen der Unparteilichkeit und Neutralität verpflichtet, sagte Hasselfeldt. „Denn nur durch diese Unparteilichkeit und Neutralität können wir in bewaffneten Auseinandersetzungen eine hohe Akzeptanz bei allen Konfliktparteien erreichen, um humanitäre Hilfe für die Zivilbevölkerung zu organisieren. Ohne die Genfer Abkommen wäre diese Hilfe gar nicht möglich“, erklärte die DRK-Präsidentin.

Mehr über die Genfer Abkommen unter https://www.drk.de/Genfer-Abkommen

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news-294 Tue, 13 Aug 2019 13:29:29 +0200 70. Allgäuer Festwoche: Prominente Losverkäufer unterstützen uns am Glückshafen https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/70-allgaeuer-festwoche-prominente-losverkaeufer-unterstuetzen-uns-am-glueckshafen.html Prominente Losverkäufer aus Politik, Sport und Kultur aus Kempten, dem Ober- sowie dem Unterallgäu unterstützen uns beim Loskerverkauf an unserem Glückshafen. Viele tolle Preise gibt es zu gewinnen. Wer tagesaktuell wissen möchte, wann er bei welcher Losfee sein Glück versuchen kann, erfährt mehr auf unserer Facebook-Seite ...

Übrigens, sind wir mit unserem Glückshafen seit der ersten Stunde vor 70 Jahren auf der Allgäuer Festwoche in Kempten vertreten. Ebenfalls vor Ort sind seit vielen vielen Jahren die Helfer unseres Sanitätsdienstes der BRK Bereitschaft Kempten. Ob kleines Pflaster, Blasen oder größere Verletzungen, die Rotkreuzhelfer sind zu den Öffnungszeiten der Festwoche am Sanitätsstützpunkt immer einsatzbereit.

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news-293 Thu, 08 Aug 2019 09:43:00 +0200 Weltweit einmaliges System https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/weltweit-einmaliges-system.html Schonendes, mobiles Dekontaminationssystem für Mitarbeiter, Einsatzmittel und Umwelt Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Verbundprojekt „MoPlasDekon“ schreitet voran: Forschende haben ein neuartiges, mobiles Dekontaminationssystem entwickelt und erprobt. Sowohl auf Kunststoff, Metall oder Glas: Das etwa 25 Kilogramm schwere Gerät beseitigt in kürzester Zeit gefährliche Krankheitserreger – an jedem Ort, ohne Chemie und ohne Gefahr für Mensch und Umwelt.

Projektergebnisse wurden am Dienstag, den 30.07.2019, durch die Projektkoordinatoren der Plasmatreat GmbH vorgestellt. Das Bayerische Rote Kreuz ist eines von vier Endanwendern, das die Entwicklungen beratend begleitet. Das BRK stellte ein Einsatzfahrzeug zur Verfügung, womit wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden konnten, die als Basis für die Weiterentwicklung genutzt werden. 

Innenräume von Krankenkraftwagen können nach dem Transport von Infektionspatienten rückstandsfrei von Bakterien, Viren und Pilzen gereinigt werden – ohne, dass eine klassische Wischdesinfektion durchgeführt werden muss.  „Uns ist es ein großes Anliegen, durch Forschung Möglichkeiten und Wege zu finden, die unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig in Ihrer täglichen Arbeit unterstützen“, so Abteilungsleiter Rettungsdienst im BRK, Thomas Stadler. Als fachlicher Berater wird das BRK den Entwicklungsprozess bis zur Serienreife begleiten.

Plasma kann nicht nur bei Patiententransporten, sondern auch bei Gefahrgutunfällen effektiv genutzt werden. Beispielsweise dann, wenn Einsatzkräfte und Ausrüstung speziell gereinigt werden müssen. „Mit dieser Technologie werden gefährliche Krankheitserreger, ohne Gefahr für Umwelt und Gesundheit, in kürzester Zeit auf den Oberflächen von Materialien entfernt“, so der Koordinator der Sicherheitsforschung im Bayerischen Roten Kreuz, Uwe Kippnich. Durch die mobile und netzstromunabhängige Einsatzfähigkeit, ist der schnelle Einsatz am Notfallort möglich. 

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news-292 Tue, 06 Aug 2019 16:37:49 +0200 BRK Kreisverband Oberallgäu seit 70 Jahren mit Glückshafen auf AFW https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/brk-kreisverband-oberallgaeu-seit-70-jahren-mit-glueckshafen-auf-afw.html 70 Jahre AFW - Der Glückshafen des BRK Kreisverbandes Oberallgäu ist für viele Besucher ein Muss beim Besuch der Allgäuer Festwoche. Das BRK ist als einer der wenigen Aussteller bereits seit der ersten Stunde dabei.

Vieles hat sich seitdem verändert, resümiert Gerhard Simion, altgedienter Rotkreuzler und viele Jahre am Aufbau des Standes maßgeblich beteiligt: War der Glückshafen zunächst an das Zelt der Sanitätswache in der Nähe des Lyzeums angegliedert, folgten weitere Stationen an der Königsstraße, der ZUM, am Eingang des Stadtparks und in diesem Jahr der neue Standort im Stadtpark mitten im Geschehen. 

Als Hauptgewinn wurde einst ein Auto ausgelost, darunter der VW Käfer mit Kultstatus, berichtet Simion. Plüschtiere und Haushaltswaren gehörten zum festen Bestandteil.

Inzwischen setzt das BRK auf ein vielseitiges, hochwertiges Angebot an Preisen, die ausgespielt werden. Dabei legt Markus Wille, beim BRK Oberallgäu verantwortlich für die Organisation der Tombola, Wert auf ein ansprechendes Sortiment, das für jede und jeden, für Jung und Alt interessant ist. Die Suche nach tollen Preisen, die das BRK im Übrigen nicht gespendet bekommt, sondern komplett selber finanziert, beginnt bereits Monate vor der Festwoche. Gefragt sind inzwischen als täglicher Hauptpreis hochwertige Fahrräder, Elektronikartikel oder auch ein Thermomix.

Es gibt jedoch auch Jahre, in denen sich das vermeintliche Highlight als Ladenhüter entpuppte. So erzählt Wille lachend von Kartonboxen in Form eines Teehäuschens oder Schuhputzschwämmen, die sein Vorgänger in sehr großen Mengen geordert hatte. Aufgrund der fehlenden Nachfrage blockierten diese jahrelang die Lagerräume.

Zufrieden ist Wille, wenn er den Geschmack der Loskäufer getroffen hat und ihm beispielsweise abends ganze Besuchergruppen mit Strohhüten oder Hawaiketten, die sie am Glückshafen gewonnen haben, begegnen.

Nach wie vor ist der Glückshafen auch Anlaufstelle für Fragen rund um die Festwoche, für die Behandlung aufgeschürfter Kinderknie oder von Blasen an den Füßen meist junger Besucherinnen. Bei größeren Verletzungen steht täglich ein Team der Sanitätswache in der Nähe des Glückhafens bereit.

Einst betrieben Rotkreuzschwestern in Tracht den Glückshafen. Inzwischen unterstützen täglich Prominente das BRK beim Losverkauf. Als Mitglied im BRK- Vorstand organisiert Alexander Hold, Stadtrat und Landtagsvizepräsident, seit vielen Jahren Promis aus Politik, Sport und Fernsehen (siehe eigener Kasten). „Eine tolle Sache“, freut sich Ines Brutscher, beim BRK Oberallgäu verantwortlich für den Bereich Fundraising. „Jedes Los unterstützt die Arbeit des BRK. Der Erlös wird komplett in Projekte vor Ort investiert.“

Der Kemptener Stadtrat und Vizepräsident des Bayerischen Landtages gehört seit vielen Jahren dem ehrenamtlichen Vorstand des BRK Kreisverbandes Oberallgäu an und organisiert seit 2013 Prominente als Losverkäufer für den Glückshafen. In diesem Jahr sind dabei:

Christian Abt, Indra Baier-Müller, Melanie Bindhammer, Markus Brehm, Armin Buchmann,  Daniela Busse, Comets, Matthias Dolderer, Maximilian Günther, Ulrich Hagemeier, Hans-Peter Hartmann, Christian Henze, Alexander Hold, Alfons Hörmann, Dr. Johannes Huber, Thomas Kiechle, Anton Klotz, Volker Klüpfel, Michael Kobr, Dieter Koldas, Lamas, Losamol, Ulrike Müller, Christoph Ostermann, Hans-Peter Rauch, Alfred Reichert, Stefan Schaidnagel, Georg Streif, Werner Strößner, Stephan Thomae, Katrin Vallet (geb. Zeller), Hans-Joachim Weirather, Christian Wilhelm

Der Glückshafen ist auf der Allgäuer Festwoche am ersten Freitag ab 19 Uhr, an allen anderen Tagen von 10 – 23 Uhr geöffnet.

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news-291 Thu, 01 Aug 2019 15:01:38 +0200 St. Mang hält zusammen https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/st-mang-haelt-zusammen.html Aldi Kunden spenden großzügig für die Rot-Kreuz-Tafel im eigenen Stadtteil Hilfe, die ankommt. Das hat sich das ehrenamtliche Team der BRK-Tafel im Stadtteil St. Mang gedacht, als es sich am Aldi-Markt in nächster Nähe der Ausgabestelle postiert hat. Am Eingang des Marktes gaben sie jedem Kunden einen Flyer mit dringend benötigten haltbaren Lebensmitteln und Hygieneartikeln in die Hand. Grundnahrungsmittel, wie Öl, Reis oder Nudeln oder Zahnpasta und Duschgel sind dort aufgelistet. 

In fünf Stunden kam das stolze Ergebnis von über 800 Warenspenden zusammen. Das Tafel-Team um Resi Weiß war ganz begeistert von dem Zusammenhalt im Stadtteil St. Mang für seine Bedürftigen. „Die Nähe der Tafel-Ausgabestelle spielt sicherlich eine große Rolle – hier sehen die Spender direkt, was mit den für die Tafel eingekauften Lebensmitteln passiert“, vermutet Weiß. Auch der Aldi-Filialleiter sowie der Regionalverkaufsleiter zeigten sich beeindruckt von der Aktion, so dass sie schon bald wiederholt werden solle.  

Die gespendeten Produkte werden in den kommenden Wochen in der Ausgabestelle St. Mang an die bedürftigen Tafel-Kunden ausgegeben. „Immer dann, wenn wenig tägliche Warenspenden eingehen, können wir so unser Sortiment ausweiten“, erklärt Weiß.

Die Tafel-Ausgabestelle St. Mang versorgt täglich etwa 100-120 Personen mit Lebensmitteln. Geöffnet ist von Montag bis Samstag und rund 25 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer kümmern sich um eine gerechte Verteilung.

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news-290 Fri, 26 Jul 2019 08:57:02 +0200 Gut für das Allgäu - Verdopplungsaktion der Sparkasse Allgäu am 26. Juli - Start 12 Uhr https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/gut-fuer-das-allgaeu-verdopplungsaktion-der-sparkasse-allgaeu-am-26-juli-start-12-uhr.html Zum Beginn der Sommerferien startet die Sparkasse Allgäu auf gut-fuer-das-allgaeu.de eine Verdoppelungsaktion. Alle unsere Projekte sind dabei. Der Startschuss fällt um 12 Uhr am 26.07.2019, die Sparkasse gibt zu  allen Einzelspenden (bis zu 100 Euro) nochmal den gleichen Betrag dazu. Insgesamt stellt die Sparkasse Allgäu dafür 10.000 Euro zur Verfügung. Die Aktion endet, wenn 10.000 Euro verdoppelt wurden, bei den letzten Verdoppelungsaktionen war der Betrag nach wenigen Minuten verbraucht!

WICHTIG: Es werden nur Spenden verdoppelt, die auf gut-fuer-das-allgaeu.de gespendet werden. Im Aktionszeitraum erscheint der Hinweis auf die Verdoppelung der Spenden auf der Projektseite. Zahlungen, die über betterplace.org oder unser Sparkassenkonto eingehen, werden nicht verdoppelt.

Hier die Links der Projekte

Aus Fairnessgründen sollen Spender*innen nicht mehrfach auf ein Projekt spenden.

Vielen Dank für eure Hilfe!

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news-289 Thu, 25 Jul 2019 12:49:28 +0200 BRK Vizepräsidentin Brigitte Meyer beeindruckt vom Engagement und Einsatz der Menschen in der Wärmestube und im Kleiderladen https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/brk-vizepraesidentin-brigitte-meyer-beeindruckt-vom-engagement-und-einsatz-der-menschen-in-der-waermestube-und-im-kleiderladen.html Vizepräsidentin Meyer besucht Wärmestube und Rot-Kreuz-Kleiderladen in Kempten. Anlässlich der Tagung des Landesverbandes des Bayerischen Roten Kreuzes in Kempten besuchte BRK-Vizepräsidentin Brigitte Meyer die Wärmestube sowie den Rotkreuz-Kleiderladen. Beim Rundgang mit Amelie Lang, Leiterin der Wärmestube, zeigte sich Meyer beeindruckt vom Engagement des bunten Teams aus Ehren- und Hauptamtlichen, Praktikanten und Menschen, die dort Sozialstunden ableisten: „Man spürt, dass sie hier unseren ersten Rotkreuzgrundsatz ‚Menschlichkeit‘ täglich leben“.

Ohne Prüfung der Bedürftigkeit steht die Wärmestube jedem Besucher an 365 Tagen im Jahr offen. Egal ob ein Gespräch, eine warme Mahlzeit, ein heißer Kaffee oder die Inanspruchnahme der Übernachtungsstelle, Lang legt Wert auf die Wertschätzung jedes einzelnen Gastes und unterstreicht die Bedeutung des offenen Treffs als Auffangnetz zur Vermeidung sozialer Isolation.

Alfred Reichert, Vorsitzender des Kreisverband Oberallgäu, wertet den Besuch von Vizepräsidentin Meyer - im BRK Präsidium für die Themen Wohlfahrt, Soziale Arbeit und Pflege zuständig - als Wertschätzung aller Aktiven in diesem Bereich. Das Rote Kreuz sei vor allem als Blaulichtverein bekannt, doch wir halten mit Wärmestube, Kleiderläden und Tafel ein wichtiges soziales Netz für die Bevölkerung bereit, so Reichert.

„Der Kleiderladen in Kempten mit derzeit 31 Ehrenamtlichen war sogar der erste seiner Art in Bayern“, betonte Kultus, Leiterin der beiden Kleiderläden in Kempten und Immenstadt. Mittlerweile gibt es davon 107 in Bayern. „Die kleinen Boutiquen sind häufig eine Art sozialer Treffpunkt. Menschen kommen beim Stöbern leicht ins Gespräch mit den Ehrenamtlichen“, ergänzte Meyer. Auf die persönliche Bindung zwischen Kunden und ehrenamtlichen Mitarbeitern legt auch Kultus besonderen Wert. Der Slogan Mode von Mensch zu Mensch beziehe sich einerseits auf die Weitergabe von hochwertiger Kleidung aus zweiter Hand, aber lasse auch Spielraum für das Miteinander von Kunden und Ehrenamtlichen, ist die engagierte Leiterin überzeugt.

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news-288 Mon, 22 Jul 2019 17:35:48 +0200 Innenminister Joachim Herrmann: „Das BRK ist der Garant einer schnellen und effektiven Notfallversorgung in Bayern“ https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/innenminister-joachim-herrmann-das-brk-ist-der-garant-einer-schnellen-und-effektiven-notfallversorgung-in-bayern.html 39. BRK-Landesversammlung gibt Startschuss für die Zukunft des BRK München, den 21.07.2019 – Die 39. Landesversammlung mit 450 Teilnehmerinnen und Teilnehmern als dem oberstem Organ des Bayerischen Roten Kreuzes hat am Samstag, den 20.07.2019, in Kempten/Allgäu unter Leitung von BRK-Präsident Theo Zellner die Ergebnisse des Entwicklungsprojektes "BRK der Zukunft" mit großer Mehrheit bestätigt und die Umsetzung auf den Weg gebracht.

Über zwei Jahre haben sich hunderte Mandatsträger, ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BRK in 73 Kreisverbänden, fünf Bezirksverbänden und den fünf ehrenamtlichen Gemeinschaften Bergwacht, Bereitschaften, Wasserwacht, Wohlfahrts- und Sozialarbeit und Jugendrotkreuz intensiv mit der Zukunft der Rotkreuzarbeit beschäftigt und gestaltend mitgewirkt. „Der Fachkraftmangel und die steigenden Belastungen ehrenamtlicher Arbeit zwingen uns zu handeln“, so Präsident Zellner in seiner Ansprache. „Um für die großen humanitären, sozialen und sicherheitspolitischen Herausforderungen vorbereitet zu sein, müssen wir uns ständig hinterfragen und verbessern.“

Konkret umgesetzt werden beispielsweise zusätzliche Anreizsysteme und Entlastungen für die Ehrenamtlichen, eine bessere Durchlässigkeit bei den Aus- und Weiterbildungen der Einsatzkräfte und die Einrichtung einer Ideen- und Konzeptbörse für die Pflege. Auch die  Digitalisierung in den Aufgabenbereichen der Organisation wird aktiv gestaltet. "Nutzen wir die Chancen der Digitalisierung, ohne damit die menschliche Zuwendung jemals ersetzen zu wollen", sagte BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk. „Kein Roboter wird die menschliche Zuneigung ersetzen können.“

Neben dem bayerischen Staatsminister des Innern, für Sport und Integration, Joachim Herrmann, nahmen die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, Gerda Hasselfeldt, die beiden Landtagsvizepräsidenten Alexander Hold (Freie Wähler) und Thomas Gering (Bündnis 90/Die Grünen), der Fraktionsvorsitzende der CSU im Bayerischen Landtag, Thomas Kreuzer und der Landrat des Landkreises Oberallgäu, Anton Klotz, sowie Regierungspräsident Dr. Erwin Lohner an der Landesversammlung des BRK teil.

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news-287 Mon, 22 Jul 2019 13:11:29 +0200 Urlaubszeit, eine kleine Reiseapotheke für alle Fälle - Was gehört hinein? https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/urlaubszeit-eine-kleine-reiseapotheke-fuer-alle-faelle-was-gehoert-hinein.html Die Urlaubszeit steht vor der Tür. Leider kommt es immer wieder zu Verletzungen oder Erkrankungen am Urlaubsort. Um dagegen gewappnet zu sein, empfiehlt es sich eine kleine Das Rote Kreuz, Kreisverband Oberllgäu, rät: Folgende Dinge sollten nicht fehlen

  • Heftpflaster
  • Wundschnellverband
  • Verbandpäckchen
  • 1 Brandwundenverbandtuch
  • Mullbinden, sterile Mullkompressen
  • 1 Verbandschere, Pinzette, je nach Urlaubsgebiet eine Zeckenkarte
  • 1 Rettungsdecke
  • 1 Anleitung zur Ersten Hilfe
  • Hautdesinfektionsspray (nicht brennend)
  • Fieberthermometer (nicht zerbrechlich)

Auf diese Mittel sollte man nicht verzichten:

  • Gegen: Insektenstiche, Verbrennungen bis 1. Grades, Sonnenbrand, Allergien, Schmerzen, Fieber, Prellungen, Magen-Darm-Erkrankungen, Reiseübelkeit.
  • Bei Durchfall und Erbrechen helfen entsprechende Elektrolyte.  Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor in südlichen Ländern ist Pflicht.
  • Auf die rechtzeitige Überprüfung ob eine ausreichende Menge der Medikamente vorhanden ist, die regelmäßig eingenommen werden müssen, ist unbedingt zu achten.

Wer die Reise mit seinem Fahrzeug antritt, sollte seinen Verbandkasten auf Vollständigkeit und Verfall überprüfen. Gegebenenfalls sollt man auch an einen Auslandskrankenschein denken.

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news-286 Fri, 19 Jul 2019 08:58:59 +0200 Haus der Senioren in Oberstdorf feiert 50-jähriges Jubiläum https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/haus-der-senioren-in-oberstdorf-feiert-50-jaehriges-jubilaeum.html Das Haus der Senioren in Oberstdorf hatte beim diesjährigen Sommerfest einen besonderen Anlass zu feiern. Das vom Bayerischen Roten Kreuz geführte Seniorenheim im südlichsten Allgäu blickt auf sein 50-jähriges Bestehen zurück. Vor mehr als einem halben Jahrhundert übernahm der damalige BRK Kreisverband Sonthofen auf Bitten des Marktes Oberstdorf die Trägerschaft für das dringend benötigte Heim. So konnte der Neubau mit 90 Altenheimplätzen am 30. Juli 1969  vom damaligen Landrat J.M. Dittrich und der Vizepräsidentin des BRK, Frau Dr. Rehm, eröffnet werden. In der Allgäuer Zeitung vom 1. August 1969 stellte der Oberstdorfer Bürgermeister Fritz Geiger anlässlich der Einweihung fest: „Einer der größten sozialen Notstände hat nun ein Ende gefunden.“ 1972 ging dann der Rotkreuz-Kreisverband Sonthofen im Kreisverband Oberallgäu auf. Dieser ist bis heute verantwortlicher Träger. Mehrmals erweitert und modernisiert bietet die Einrichtung in der Holzerstraße derzeit 108 Pflegeplätze an.

Dank hervorragender Wetterbedingungen begannen die aktuellen Jubiläumsfeierlichkeiten vormittags mit einem großen Festgottesdienst im Garten des Hauses der Senioren. Beim anschließenden Sektempfang eröffneten Melanie Engel, Einrichtungsleitung, und Alfred Reichert, Vorsitzender des BRK Kreisverbands Oberallgäu, die Feier. Ein passender Anlass die vielen freiwilligen Helfer des Seniorenheims zu ehren, fand Reichert. „Im Arbeitsalltag sind sie eine große Hilfe und Entlastung für unsere hauptamtlichen Mitarbeiter. Ein großer Dank an dieser Stelle an alle, die sich im Haus der Senioren engagieren.“ Stellvertretend für alle Ehrenamtlichen sei Vera Ginzel erwähnt, die seit fast 12 Jahren für viele schöne Stunden gemeinsam mit den Bewohnern sorgt.

Der Festakt am Vormittag wurde musikalisch von der Jugendblaskapelle Sonthofen begleitet, die mit hervorragendem Können überzeugte. Vor dem Mittagessen gab es noch eine Vorführung der Rettungshundestaffel des BRK Kreisverbandes. Sie zeigten eindrucksvoll, was Rettungshunde so alles können.

Beim anschließenden Festessen ließen sich die Gäste kulinarisch vom Menüservice Allgäu aus Sonthofen verwöhnen. Musikalisch leiteten Martin Eberle und Franz Leising durch den Nachmittag. Zudem wurde ein buntes Unterhaltungsprogramm geboten: Von einem Glücksrad über den Auftritt der Jugendplattlergruppe des Trachtenvereins Oberstdorf, einer Hüpfburg, Kinderschminken bis hin zu leckerem Kaffee und Kuchen. Highlight war auch dieses Jahr wieder das Luftballonsteigen.

Trotz der heißen Temperaturen feierten Bewohner, Mitarbeiter und Gäste gebührend das halbe Jahrhundert des Hauses. „Einen großen Dank an alle Helfer, Ehrenamtlichen, Mitarbeiter und unsere Haustechnik, die tatkräftig und engagiert dazu beigetragen haben, dass wir dieses Fest feiern konnten“, sagte Melanie Engel zum Abschluss des gelungenen Jubiläumstages.

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news-285 Mon, 08 Jul 2019 14:42:23 +0200 Vorbeikommen, Blut spenden – McMenü Small gratis erhalten https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/vorbeikommen-blut-spenden-mcmenue-small-gratis-erhalten.html Vorbeikommen, Blut spenden und ein „McMenü Small“ gratis erhalten. So einfach ist es für Freiwillige, mit ihrem Blut bis zu drei kranken oder verletzten Menschen zu helfen. Dazu stellt die McDonald’s Filiale in der Bleicherstraße 2 in Kempten am Freitag, 26. Juli ab 13.30 Uhr bis 20.00 Uhr ihren Parkplatz dem BRK Blutspendemobil zur Verfügung und belohnt jeden Spender mit einem Gratis-Menü. Die Initiative kam von einer Mitarbeiterin der Kette mit dem gelben M. Sie ist selbst regelmäßige Blutspenderin und hatte die Idee zu dieser besonderen Blutspende-Aktion. „Ganz wichtig ist es, dass die Interessenten einen Personalausweis oder Führerschein mitbringen. Nur dann dürfen sie spenden“, ergänzt Stephanie Melder, Ansprechpartnerin für Blutspenden beim BRK Kreisverband Oberallgäu.

Ob nach einer Operation, einem Unfall oder bei der Behandlung von Krebs: der Einsatz von Spender-Blut ist vielfältig – und oftmals lebensrettend. Im Schnitt ist jeder Dritte im Laufe seines Lebens einmal auf das Blut anderer angewiesen. Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt. Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt. In Bayern übernimmt der Blutspendedienst (BSD) des Bayerischen Roten Kreuzes etwa Dreiviertel der Versorgung mit den überlebenswichtigen Blutpräparaten.

Beim Blutspendetermin wird individuell geprüft, ob jemand tatsächlich für die gute Tat in Frage kommt. Denn die Gesundheit des Spenders zu schützen, steht an erster Stelle. Ist man als Spender geeignet, werden bei der Blutentnahme etwa 500 ml Blut entnommen. Danach gibt es dann das McMenü Small - als Dankeschön, und vor allem zur Stärkung.

Als Spender wird generell zugelassen, wer zwischen 18 und 73 Jahre alt ist und mindestens 50 Kilogramm wiegt. Männer dürfen sechs Mal pro Jahr Blut spenden, Frauen vier Mal. Ausschlusskriterien sind Aufenthalte in Risikogebieten für Malaria, Dengue, Zika und den West-Nil-Virus innerhalb des letzten halben Jahres oder ein neues Piercing oder eine neue Tätowierung in den vergangenen vier Monaten.

Um sich optimal auf eine Spende vorzubereiten, empfiehlt Melder über den Tag verteilt ausreichend und nicht zu fetthaltig zu essen und genügend zu trinken (natürlich keinen Alkohol). Vor der Spende sollte der Freiwillige nicht nur gesund sein, sondern sich auch so fühlen. Sind dann auch noch Personalausweis, Führerschein oder Reisepass und bei Mehrfachspendern der Blutspendeausweis eingepackt, steht dem Piks, der Leben retten kann, nichts mehr im Weg.

Weiterführende Informationen für Spender können jederzeit über die kostenlose Hotline des Blutspendedienstes 0800 / 11949 11 oder auf der Webseite des BSD (www.blutspendedienst.com) abgerufen werden.

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news-284 Thu, 04 Jul 2019 12:01:37 +0200 1. Spendengrillfest für die Wärmestube https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/1-spendengrillfest-fuer-die-waermestube.html Die erfolgreichen Spendendinner in der Wärmestube führen dazu, dass am Samstag, 13. Juli 2019 um 17 Uhr in Kempten erstmalig ein Spendengrillfest für die Wärmestube Kempten durchgeführt wird Dieses Spendengrillfest steht unter der Zielsetzung, dass mit den Spendeneinnahmen die Lebensmittel für das Mittagessen der Wärmestube finanziert werden. Derzeit besuchen ca. 50 Personen täglich die Wärmestube.

Wer Lust auf leckeres Fleisch, Fisch und Gemüse vom Grillfass und andern Grills hat ist herzlich eingeladen. Gegrillt und gekocht wird vom Chef des Roten Kreuzes Oberallgäu Alexander Schwägerl. Einen wesentlichen Beitrag leistet die Metzgerei Rauch, die das Fleisch zum Spendengrillfest spendet. 

Interessierte Personen können sich per Mail an info(at)kvoa.brk.de oder telefonisch unter 0831.52292-0 bis zum 7. Juli 2019 anmelden.

Alle, die nicht teilnehmen können, aber die Wärmestube unterstützen wollen, können mit Stichwort „Spendengrillfest“ auf die Bankverbindung bei der Sparkasse Allgäu DE44 7335 0000 0310 0002 37 spenden

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news-280 Mon, 01 Jul 2019 09:00:00 +0200 Tafel Kempten profitiert von weltweiter Spendenaktion „week of service“ der Firma Praxair https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/tafel-kempten-profitiert-von-weltweiter-spendenaktion-week-of-service-der-firma-praxair.html Mitarbeiter der Firma aus Wiggensbach spenden Lebensmittel im Wert von 500 Euro an Rot-Kreuz-Tafel Haltbare Lebensmittel im Wert von knapp 500 Euro gingen an die Tafel Kempten dank einer beispielhaften Spendenaktion der Firma Praxair Surface Technologies GmbH. Das US-amerikanische Unternehmen hatte sich zum Ziel gesetzt, an allen seinen Standorten weltweit in einer gemeinsamen Motto-Woche „week of service“ den Kampf gegen die Armut zu unterstützen. Jeder Firmenableger suchte sich dafür eine soziale Einrichtung aus. Jean Bock und Bernd Keuler, die Verantwortlichen für diese Spendenaktion von Praxair in Wiggensbach, hatten sich für die Tafel Kempten des Roten Kreuzes entschieden.

Sie kamen auf Tafel Koordinator Markus Wille zu und stimmten mit ihm eine Einkaufsliste an haltbaren Lebensmitteln ab. Kurzerhand gingen die Mitarbeiter von Praxair einkaufen. Die gespendeten Lebensmittel wurden sodann an die nahegelegene Tafel-Ausgabestelle in der Memmingerstraße geliefert. Ein Freudentag für die Helferinnen und Helfer - an den folgenden Tagen konnten viele Tafelkunden damit glücklich gemacht werden.

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news-283 Fri, 28 Jun 2019 09:19:31 +0200 Leben retten in der heißen Jahreszeit https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/leben-retten-in-der-heissen-jahreszeit.html Mit dem neuen ReiseCheck des Blutspendedienstes kann das nächstmögliche Spendedatum nach einem Auslandsaufenthalt jetzt online ermittelt werden. Was Blutspender jetzt außerdem beachten sollten.

Für den Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD) können freie Liegen im Sommer schnell zum Risiko werden.

Rückläufiges Spende-Aufkommen infolge hoher Temperaturen kann im Extremfall die Versorgung der Patientinnen und Patienten im Freistaat gefährden.

Um dies zu vermeiden, sind die Lebensretter aus Bayern gerade jetzt gefragt.

Besonders wichtig ist es, im Vorfeld der Spende ausreichend zu essen und (natürlich alkoholfrei) zu trinken.

Nach Auslandsaufenthalten gibt es nicht selten Sperrfristen bis zur nächsten Blutspende. Abhängig von Destination, Aufenthaltsdauer und Reisezeit reichen diese Wartezeiten von vier Wochen bis zu sechs Monaten ab der Rückkehr. Nicht nur Fernreiseziele, sondern mitunter auch kurze Aufenthalte im direkt benachbarten europäischen Ausland können zu einer Sperrzeit führen. Während der Sommermonate ändern sich die betroffenen Regionen monatlich, manchmal sogar wöchentlich.

Der BSD bietet mit dem ReiseCheck auf der Homepage einen neuen digitalen Service für Vollblutspender an: Basierend auf Angabe von Reiseziel und Reisezeitraum werden das nächstmögliche Spendedatum ermittelt und Informationen zu möglichen Sperrfristen angezeigt.

Alle Termine, aktuelle Informationen sowie eventuelle Änderungen sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 7.30 Uhr und 18.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet aktuell abrufbar.

 

Die aktuellen Termine im KV Oberallgäu:
Montag 01.07.2019 87435 KEMPTEN / BRK-Haus / Haubenschloßstr.12 15:00 Uhr - 20:00 Uhr 
Dienstag 09.07.201987509 IMMENSTADT / Pfarrheim St. Nikolaus /Sankt Nikolausplatz 1 15:30 Uhr - 20:00 Uhr 
Montag 15.07.201987448 Waltenhofen / Pfarrheim St. Martin / Kirchplatz 616:30 Uhr - 20:00 Uhr 
Freitag 19.07.201987527 SONTHOFEN / Pfarrheim St. Christoph / Albert-Schweitzer-Str. 1716:00 Uhr - 20:00 Uhr 
Freitag 26.07.2019 87437 KEMPTEN / McDonalds / Bleicherstr. 2 13:30 Uhr - 20:00 Uhr 

Hintergrundinformationen über die Blutspende

Wer Blut spenden kann: 

Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Mehrfachspender ist ein Alter von 72 Jahren (d.h. bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag). Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren und bei Erstspendern über 60 Jahren erfolgt die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 55 spendefreien Tagen liegen. Zur Blutspende mitzubringen ist unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein (jeweils das Original) und der Blutspendeausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis.

Darum ist Blutspenden beim BRK so wichtig: 

Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt. 

Der Blutspendedienst des BRK (BSD):

Der BSD wurde 1953 vom Bayerischen Roten Kreuz mit dem Auftrag gegründet, die Versorgung mit Blutprodukten in Bayern sicherzustellen. Er trägt die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Als modernes pharmazeutisches Unternehmen ist der BSD heute ein aktiver Partner im bayerischen Gesundheitswesen. Mit seinen ca. 670 engagierten Mitarbeitern sowie zusätzlich mehr als 240 freiberuflich tätigen Untersuchungsärzten und rund 12.500 ehrenamtlichen Helfern aus den 73 Kreisverbänden des BRK organisiert der BSD jährlich ungefähr 4.400 mobile und 1.100 stationäre Blutspendetermine.

Spenderservice:

Alle Blutspendetermine und weiterführende Informationen für Spender und an der Blutspende Interessierte, beispielsweise zum kostenlosen Gesundheitscheck, sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 7.30 Uhr und 18.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet abrufbar.

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news-282 Tue, 25 Jun 2019 10:49:54 +0200 Tag der Kleiderläden am 2. Juli - Alles für 1,50 Euro! https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/tag-der-kleiderlaeden-am-2-juli-alles-fuer-150-euro.html Er ist mittlerweile schon zu einer liebevollen Instanz geworden – unser jährlicher „1,50-Euro – Tag“. An diesem Tag sagen wir, das Bayerische Rote Kreuz, mit unseren Kleiderläden in Kempten und Immenstadt, DANKE! Danke an all unsere langjährigen und natürlich auch neuen Kundinnen und Kunden für ihre Treue. Diesmal ist es Dienstag, der 2. Juli 2019. An diesem Tag gibt es unsere textile Ware, Schuhe, Taschen und Gürtel zum Dankeschön-Preis von € 1,50.

Unsere Läden in Kempten und Immenstadt erwarten Sie zu den gewohnten Ladenöffnungszeiten. Wir sind gerüstet und unsere fleißigen Ehrenamtlichen, denen wir auch an dieser Stelle immer wieder DANKE für ihren unermüdlichen Einsatz sagen möchten, freuen sich auf Sie!

Kleidermarkt Kempten, Haubenschloßstr. 12, Tel. 0831 52292 45 (Link zur Karte)
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 9.00 – 18.00 Uhr
Montag geschlossen
Annahme von Kleider- und Hausratsspenden: Di - Fr 9.00 - 17.30 Uhr

Kleiderladen Immenstadt, Hirschstraße 6, Tel. 08323 989 761 (Link zur Karte)
Öffnungszeiten:
Dienstag, Mittwoch und Freitag jeweils von 10.00 - 17.00 Uhr
Donnerstag 10.00 - 17.00 Uhr
Samstag von 10.00 - 13.00 Uhr
Montag geschlossen
Hier nur Annahme von Kleiderspenden in Kleinstmengen (KEINE Haushaltsauflösungen).

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news-281 Tue, 25 Jun 2019 10:41:03 +0200 Gesundheitstipps: Hitzschlag – drei Tipps, wie man richtig hilft https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/gesundheitstipps-hitzschlag-drei-tipps-wie-man-richtig-hilft.html Anhaltende Hitze und körperliche Überanstrengung können bei den derzeitigen Rekordtemperaturen zu schweren gesundheitlichen Komplikationen, wie einem Hitzschlag führen. „Ein Hitzschlag kann lebensbedrohlich werden“, sagt der Chefarzt des BRK Kreisverbandes, Dr. med. Andreas Baumgarten und gibt Tipps für diesen Fall: Wie erkennt man einen Hitzschlag?
„Bei einem Hitzschlag kommt es zu einem Wärmestau im Körper, was zu einer Erhöhung der Körpertemperatur bis auf 40⁰ C oder mehr führt. Die Haut ist heiß und trocken und der Pulsschlag beschleunigt. Die Schweißproduktion versagt, weil die Temperatur-Regelung im Körper gestört ist. Der Betroffene fühlt sich müde und erschöpft. Es kann zu Krämpfen und Erbrechen kommen, ebenso zu Schwindelgefühl, Verwirrtheit oder auch Halluzinationen. Oft ist sogar Bewusstlosigkeit die Folge.“

Wie hilft man bei einem Hitzschlag?
1. „Bringen Sie den Betroffenen sofort in den Schatten und lagern Sie seine Beine hoch. Wenn kein Schatten zu finden ist, nutzen Sie eine Rettungsdecke als Schutz vor den Sonnenstrahlen.
2. Bieten Sie Wasser oder auch gezuckerte Getränke wie Apfelschorle zu trinken an - aber nur wenn der Betroffene bei vollem Bewusstsein ist. Wenn der Betroffene das Bewusstsein verloren hat, legen Sie ihn in eine stabile Seitenlage.
3. Setzen Sie umgehend einen Notruf (112) ab und kontrollieren Sie Bewusstsein und Atmung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Kühlen Sie den Körper mit feuchten Tüchern.“

Was kann man tun, um einen Hitzschlag zu vermeiden?
„Meiden Sie bei Hitzeperioden möglichst direkte Sonneneinstrahlung und körperliche Anstrengung. Lassen Sie Kinder nicht in der Sonne spielen. Schützen Sie Kopf und Nacken durch eine entsprechende Kopfbedeckung. Immer selber ausreichend trinken und achten Sie auch bei Kindern und Senioren darauf, dass sie genügend Flüssigkeit zu sich nehmen“, ergänzt Frank Schönmetzler, Erste Hilfe Ausbilder beim BRK Oberallgäu. „Es ist zudem sinnvoll, die eigenen Erste Hilfe Kenntnisse in einem Kurs aufzufrischen und zu üben.“ Weitere Informationen zum Thema Erste Hilfe finden Sie unter: www.kvoberallgaeu.brk.de/Kurse/Erste-Hilfe.

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news-279 Thu, 13 Jun 2019 15:18:00 +0200 Weltblutspendertag am 14. Juni: SPENDE _LUT _EIM R_TEN KREUZ https://www.kvoberallgaeu.brk.de/aktuell/presse-service/meldung/weltblutspendertag-am-14-juni-spende-lut-eim-r-ten-kreuz.html SPENDE LUT EIM R TEN KREUZ. Sie sehen richtig – hier fehlt etwas sehr Wichtiges: das A, das B und das O. Genau darum dreht sich die weltweite Aufmerksamkeitskampagne der Rotkreuz-Blutspendedienste 2019: Unter dem Titel „Missing Type. "Erst wenn's fehlt, fällt's auf" macht deutlich, dass trotz der Errungenschaften der modernen Hochleistungsmedizin eine Behandlung vieler meist lebensbedrohlicher Krankheiten mit Präparaten aus Spenderblut weiterhin unverzichtbar ist und eine sichere Versorgung mit Blutpräparaten nur durch genügend Spender zu leisten ist.

Was passiert nun, wenn Blut der Blutgruppen A, B, AB und 0 nicht zur Verfügung steht?
Es entsteht eine folgenschwere Situation für die Kliniken, denn die Patienten könnten
nicht mehr versorgt werden. Die kontinuierliche Sicherstellung der Versorgung mit
Blutkonserven wird wiederum für die Blutspendedienste zu einer immer größeren
Herausforderung: Sie benötigen bundesweit täglich 15.000 Spender, die helfen, den
Blutbedarf zu decken. Allerdings verlieren sie pro Jahr deutschlandweit rund 100.000
aktive Blutspender. Mit der #missingtype Kampagne soll gegengesteuert werden.

Viele Partner, eine Botschaft

Mit Spitzensportlern wie Sami Khedira, David Alaba und Leon Goretzka erfährt die Aktion - und noch viel mehr die Blutspende in Deutschland - hochkarätige Unterstützung. Für Leon Goretzka, den 24-jährigen Mittelfeldspieler des FC Bayern München, eine Ehrensache: „Ich wünsche mir, im Rahmen von #missingtype so viele Menschen wie möglich zu erreichen, um ihnen die Wichtigkeit dieses Themas zu vermitteln“. Auch Olympiasieger und Bobsportler Kevin Kuske vom SC Potsdam und sein Verein unterstützen #missingtype mit Herzblut. Sängerin Ella Endlich, die sich derzeit in Richtung „Let’s-Dance“-Finale tanzt, ist ebenfalls als Botschafterin der Kampagne in den sozialen Medien aktiv.

Hier erfahren Sie mehr: www.misssingtype.de

Aktuelle Informationen und Termine finden Sie hier Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes.

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