DRK Presseinformationen https://www.kvoberallgaeu.brk.de de DRK Fri, 13 May 2022 17:33:47 +0200 Fri, 13 May 2022 17:33:47 +0200 TYPO3 EXT:news news-634 Fri, 13 May 2022 15:22:00 +0200 Inside-BRK /aktuell/presse-service/meldung/inside-brk-folge-01.html MdL Thomas Kreuzer spricht über Arbeit des BRKs Das Bayrische Rote Kreuz und AllgäuHIT haben eine einjährige Zusammenarbeit gestartet, bei der die Arbeit des BRK näher beleuchtet werden soll. Dabei werden ein Jahr lang monatlich verschiedene Gäste eingeladen, die Fragen zu verschiedenen Aspekten aus der Arbeit beim BRK beantworten werden. Hintergrund dieser Aktion ist ganz klar, zu zeigen, was der BRK für Aufgaben hat und auch wie die Arbeit während Krisen bewältigt wird. Los ist es heute mit dem Kemptener Landtagsabgeordneten der CSU Thomas Kreuzer gegangen.

Foto: Judith Haeusler

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news-631 Wed, 11 May 2022 08:22:00 +0200 8. Mai ist Weltrotkreuztag /aktuell/presse-service/meldung/8-mai-ist-weltrotkreuztag.html Idee des Roten Kreuzes aktueller und wichtiger denn je Seit seiner Gründung 1863 ist es das ausschließliche Ziel des Roten Kreuzes, Schutz und Unterstützung für Betroffene bewaffneter Konflikte und Kämpfe sicherzustellen. Henry Dunant, geboren am 8. Mai 1828, gilt als Begründer der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Jährlich wird mit dem Weltrotkreuztag dieser wichtige Jahrestag begangen. 1859 prägten ihn die Bilder aus der Schlacht von Solferino. Am Rande des Dorfes Solferino fochten die französischen gegen die österreichischen Truppen.
 

Tausende Tote, Sterbende und Verwundete blieben auf dem Schlachtfeld zurück. Henry Dunant errichtete ein Behelfskrankenhaus und bot den Verwundeten und Kranken Unterstützung. Sie behandelten Österreicher und Franzosen gleichermaßen. Später schlug Dunant vor, in jedem Land eine neutrale und unabhängige Hilfsorganisation zu gründen, die im Kriegsfall allen Verletzten unterschiedslos Schutz und Hilfe zukommenlassen sollte. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz, die Genfer Konvention und viele weitere Grundsteine der heutigen internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegungen wurden dadurch gelegt

„Es war Henry Dunant, der den Weg ebnete Menschlichkeit inmitten der Unmenschlichkeit zu leben“, so BRK-Präsidentin Angelika Schorer. „Selten war es nach Ende des Zweiten Weltkriegs und des Jugoslawien-Kriegs der 1990er-Jahre in Europa aktueller, die Idee des Roten Kreuzes zu leben, sie immer wieder in Erinnerung zu rufen und zu verbreiten.“

Infolge des Krieges in der Ukraine hat das Bayerische Rote Kreuz im Auftrag des Deutschen und Internationalen Roten Kreuzes bereits mehr als 20 Einsatzkräfte in der Ukraine im Einsatz. Darüber hinaus hat das Bayerische Rote Kreuz mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften mehr als 150 Notunterkünfte innerhalb weniger Tage errichtet und in Betrieb genommen. Einsatzkräfte des Bayerischen Roten Kreuzes übernehmen zudem die sanitätsdienstliche Versorgung der Zugfahrten von Frankfurt (Oder) nach Hannover-Laatzen, wo sich ein Drehkreuz für Geflüchtete befindet und von wo aus weitere Unterstützung in Anspruch genommen oder weitergereist werden kann.

BRK-Präsidentin Angelika Schorer: „Es ist der Sanitäter, das Mitglied der Bereitschaften, die Erzieherin, die Pflegekraft, der Mitarbeiter im Testzentrum, der Therapiehundeführer, die Ausbilderin, der Wasserwachtler oder die Bergwachtlerin – um hier nur einen Bruchteil der Vielfalt des BRK zu nennen – die unser Rotes Kreuz zu dem machen, was es ist. Eine weltweite Organisation verpflichtet zum Dienst am Menschen und zur Hilfe nach dem Maß der Not. Ein Maß, das derzeit hoch ist.“

„Alle Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler leisten wertvolle Dienste für Ihre Mitmenschen. Tausend Dank dafür an sie, liebe Ehrenamtliche und Hauptamtliche im Bayerischen Roten Kreuz. Sie machen uns zu einem starken und einzigartigen Roten Kreuz“, so Schorer.

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news-632 Wed, 11 May 2022 08:22:00 +0200 Start der Wachsaison 2022 /aktuell/presse-service/meldung/start-der-wachsaison-2022.html Wasserwacht-Bayern sichert den Sommer am und im Wasser Die Temperaturen steigen und der Sommer naht. Die Wasserwacht-Bayern steht in den Startlöchern für die Wachsaison 2022. An den Wasserrettungsstationen im ganzen Freistaat wird der ehren-amtliche Betrieb aufgenommen und somit die Sicherheit für die Bevölkerung an bayerischen Gewässern gewährleistet.

„Wir alle freuen uns auf den Sommer, jedoch kann es bei den noch kühlen Wassertemperaturen schnell zu einer Unterkühlung kommen. Daher appellieren wir an die Vernunft der Menschen und auch daran, sich an die Baderegeln zu halten. So können viele Unfälle verhindert werden. Im Ernstfall sind die Einsatzkräfte der Wasserwacht-Bayern gut vorbereitet und zur Stelle“, so Landesvorsitzender Thomas Huber. Als Faustregel gilt: Wassertemperatur = Zeit in Minuten, die man ohne Neoprenanzug im Wasser verbringen kann. Das heißt, bei 15°C Wassertemperatur sollte ich nach 15 Minuten das Wasser verlassen. Mit einem Neoprenanzug verdoppelt sich die Zeit. Das Empfinden von Kälte ist allerdings von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Gerade auf die Kleinsten gilt es achtzugeben, besonders wenn sie noch nicht sicher schwimmen können. „Lassen Sie Kinder am und im Wasser nie aus den Augen“, appelliert Huber.

Neben dem Wasserrettungs- und Wachdienst sind zahlreiche Wasserwachtlerinnen und Wasserwachtler auch im Einsatz im Rahmen der Coronavirus-Pandemie, beispielsweise in Test- und Impfzentren, sowie in Notunterkünften für Geflüchtete aus der Ukraine. „Mein herzlicher Dank gilt allen Wasserwacht-Mitgliedern, die sich ehrenamtlich in ihrer Freizeit für die Gesellschaft engagieren und einen sicheren Sommer an Bayerns Gewässern und darüber hinaus ermöglichen“, so Thomas Huber.

Zu den Baderegeln: www.wasserwacht.bayern/baderegeln

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news-633 Mon, 09 May 2022 08:22:00 +0200 Zahlreiche Einsätze für die Helfer vor Ort im April /aktuell/presse-service/meldung/zahlreiche-einsaetze-fuer-die-helfer-vor-ort-im-april.html Ehrenamtlich getragene Unterstützung des Rettungsdienstes sehr gefragt Die Rotkreuzgemeinschaft „Bereitschaften“ im BRK-Kreisverband Oberallgäu stellt in sieben Gemeinden den ehrenamtlich getragenen Dienst „Helfer vor Ort“ (kurz: HvO). Allein im April wurde dieser 41 Mal alarmiert.

„Der HvO besteht aus gut ausgebildeten ehrenamtlichen Ersthelfern, die immer dann zum Einsatz kommen, wenn sich bei einem medizinischen Notfall abzeichnet, dass sie schneller am Einsatzort sein können als der Regelrettungsdienst - etwa, weil das nächste Rettungsfahrzeug noch im Einsatz ist“, erklärt der für die Belange der HvO verantwortliche Kreisbereitschaftsleiter des BRK Oberallgäu, Matthias Straub.

Wie wichtig dieser Dienst ist, zeigen die aktuellen Zahlen: Allein im Monat April wurden die HvO 41 Mal von der Integrierten Leitstelle hinzugezogen, um die therapiefreie Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes oder Rettungsdienstes zu überbrücken

„Die Helfer vor Ort sind vor allem in entlegeneren Gemeinden ein wichtiges Glied in der Rettungskette, denn sie sind in der Lage, kurzfristig auftretende Versorgungslücken zuverlässig und schnell zu schließen“, so Straub weiter. „Insbesondere in akut lebensbedrohlichen Fällen, wie etwa bei einem Herzkreislaufstillstand, kann sich der Einsatz als lebensrettend erweisen.“

Der HvO Wertach hatte im April 19 Einsätze, der HvO Muthmannshofen wurde acht Mal alarmiert, der HvO Oberstaufen rückte sieben Mal aus, der HvO Balderschwang vier Mal, der HvO Steibis zwei Mal und der HvO Missen einmal. Matthias Straub und Alexander Schwägerl, Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu, sind voll des Lobes: „Wir sind sehr froh und dankbar, dass wir auch in diesem Bereich zu hundert Prozent auf unsere Ehrenamtlichen zählen können.“

Foto: BRK Bereitschaft Oberstaufen / Simon Schmitz

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news-630 Wed, 04 May 2022 15:12:00 +0200 Bundesfachberater Rettungshundearbeit kommt aus dem Allgäu /aktuell/presse-service/meldung/bundesfachdienstleiter-rettungshundearbeit-kommt-aus-dem-allgaeu.html Prof. Dr. Christoph Tiebel vom BRK Oberallgäu wird zum Bundesfachberater ernannt Prof. Dr. Christoph Tiebel ist seit mehr als 40 Jahren im BRK aktiv, davon viele Jahre in der Rettungshundearbeit des BRK Oberallgäu. Neben seiner Tätigkeit als aktives Mitglied und Kreisfachdienstleiter der Rettungshundestaffel der BRK-Bereitschaften im Kreisverband Oberallgäu füllt er mit großem Engagement die Position als Landesfachdienstleiter Bayern aus. Vor wenigen Tagen wurde der 65-Jährige nun zudem zum Bundesfachberater Rettungshundearbeit beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) ernannt. Christoph Tiebel erklärt, welche Ziele er in den kommenden vier Jahren seiner Amtszeit umsetzen möchte.

„Meine zentrale Aufgabe als Bundesfachberater Rettungshundearbeit ist die Leitung aller rund 2.600 Einsatzkräfte in den 209 Hundestaffeln der Bereitschaften des DRK. Sie leisten pro Jahr rund 2.200 Einsätze ab“, fasst Christoph Tiebel zusammen. Sein Aufgabengebiet umfasse außerdem die Unterstützung und Beratung der Führungsgremien des Bundesverbandes und des Generalsekretariats des DRK in Berlin in Fragen der Rettungshundearbeit. „Dazu gehören beispielsweise Fragen zur Ausbildung der Hundeführer und Hunde oder zur Kooperation mit anderen Hilfsorganisationen bei der Vermisstensuche“, erklärt er. Die Ernennung bedeute ihm persönlich einerseits Anerkennung und Wertschätzung, „aber natürlich in erster Linie auch den Auftrag, aktiv etwas für die Einsatzkräfte und ihre Hunde zu tun, damit diese ihr wertvolles Engagement optimal einbringen können.“

Als Schwerpunktthemen für seine Amtszeit nennt Christoph Tiebel die Digitalisierung in der Ausbildung und Prüfung der Hundeteams, die Überprüfung der Verlässlichkeit der gemeinsamen Prüfungsordnung aller Hilfsorganisationen sowie die Bemühung, eine einheitliche Rahmenprüfungsordnung zu entwickeln, eventuell sogar im europäischen Kontext. Ein weiteres seiner Ziele ist die Etablierung einer Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) Rettungshunde. „Eine solche SEG soll sowohl im Inland als auch im Ausland in kürzester Zeit einsatzfähig und in der Lage sein, autark in Katastrophengebieten zu operieren.“

Die Arbeit in der Rettungshundestaffel gehe mit einer ganz besonderen Verantwortung einher, betont er. „Wir sind der einzige Fachdienst, der sein `Einsatzmittel´ zu Hause hat, es füttert, zum Tierarzt bringt und sich am Lebensende auch von ihm verabschiedet – und das alles sogar auf eigene Rechnung, denn wir bezahlen den Hund und alle Folgekosten aus eigener Tasche.“

Seine Ämter als Landesfachdienstleiter Bayern sowie die operative Tätigkeit als Kreisfachdienstleiter der Rettungshundestaffel Oberallgäu will Christoph Tiebel parallel weiterführen. „Das funktioniert nur, weil wir ein wirklich gutes Team im Oberallgäu und in Bayern haben.“

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news-629 Mon, 02 May 2022 12:15:00 +0200 So unterscheiden Sie Bärlauch von Maiglöckchen und Herbstzeitlose /aktuell/presse-service/meldung/so-unterscheiden-sie-baerlauch-von-maigloeckchen-und-herbstzeitlose.html Ausbildungsleiter des BRK Oberallgäu gibt Erste-Hilfe-Tipps bei Vergiftungen Beim Spaziergang entlang halbschattiger Laub- oder Auenwälder kann man ihn jetzt wieder riechen, den Duft des Bärlauchs. Wer ihn für die Küche verwenden möchte, muss jedoch Vorsicht walten lassen, denn das leckere Wildgemüse hat einige hochgiftige Doppelgänger. Wir nennen Unterscheidungsmerkmale und haben Erste-Hilfe-Tipps zum Thema Vergiftungen von Frank Schönmetzler, dem Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu.

Bärlauch kann leicht mit Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen verwechselt werden, wobei beide Doppelgänger sehr giftig sind. Maiglöckchen lösen Übelkeit und Erbrechen aus. Bei Herbstzeitlosen, die an ähnlichen Orten wie Bärlauch wachsen, kann schon der Verzehr eines einzigen Blattes tödlich sein. Hier einige Tipps, wie man die drei voneinander unterscheiden kann.

Unterschiede Bärlauch - Maiglöckchen -Herbstzeitlose:

  • Bärlauch verströmt einen knoblauchartigen Duft, der sich vor allem beim Zerreiben der Blätter zwischen den Fingern deutlich zeigt. Herbstzeitlose und Maiglöckchen weisen keinen Knoblauchgeruch auf. Aber Achtung: der Geruch haftet lange an den Fingern und kann zu Irrtümern führen.
  • Die Unterseite der Bärlauchblätter ist matt. Maiglöckchenblätter glänzen deutlich auf der Unterseite. Herbstzeitlosenblätter glänzen auf beiden Blattseiten.
  • Bärlauchblätter haben einen klar erkennbaren Stiel, mit dem jedes Blatt einzeln aus dem Boden wächst. Auch Maiglöckchen wachsen an einem Stiel aus dem Boden, haben aber meistens zwei Blätter an einem Stängel. Herbstzeitlosen wachsen hingegen ohne Blattstiel aus dem Boden, aus einer Rosette von meist drei Blättern.
  • Bärlauchblätter sind weich und empfindlich – anders als die festeren Maiglöckchen- und Herbstzeitlosenblätter.
     

„Wer sich unsicher ist, sollte auf das Sammeln für die Küche verzichten“, rät Frank Schönmetzler. „Bereits beim Verzehr geringer Menschen von Maiglöckchen oder Herbstzeitlose drohen Vergiftungen, die im schlimmsten Fall bis hin zum Tod führen können. Vergiftungen durch Maiglöckchen beginnen meist zwei bis sechs Stunden nach dem Verzehr und äußern sich durch Kratzen und Brennen im Mund- und Rachenbereich sowie durch Schluckbeschwerden. Hinzu kommen Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und ein verlangsamter oder unregelmäßiger Puls. Anders als bei Herbstzeitlosen gibt es hier ein Gegengift“, so der Fachmann. „Typische Symptome einer Vergiftung durch Herbstzeitlose sind Magenkrämpfe, Atemnot, Übelkeit, Erbrechen und blutiger Durchfall, die eine bis sechs Stunden nach dem Verzehr auftreten. Später können Störungen der Leber- und Nierenfunktion, der Blutgerinnung und Herz-Kreislauf-Störungen bis hin zu Herzversagen oder tödlichem Multiorganversagen hinzukommen.“
Bei Verdacht auf eine Vergiftung sollte man keinesfalls zögern, sondern sofort die Giftnotrufzentrale München unter Telefon 089/19240 anrufen, wahlweise auch den Hausarzt oder den Rettungsdienst unter 112. „So kann rasch gehandelt werden. Sofern vorhanden, bewahren Sie Reste der Mahlzeit für eine spätere Untersuchung im Labor auf. Trinken Sie viel Wasser, aber keine Milch! Diese kann die Giftwirkung noch verstärken. Absichtliches Erbrechen darf nur unter Aufsicht oder nach vorheriger Absprache mit der Giftnotrufzentrale herbeigeführt werden.“


Erste-Hilfe-Maßnahmen:

  • kontrollieren Sie regelmäßig Bewusstsein, Atmung und Puls der betroffenen Person
  • bei Bewusstlosigkeit und vorhandener Atmung: stabile Seitenlage
  • bei Erbrechen im Liegen: den Kopf des Erbrechenden zur Seite wenden. Mit der freien Hand ein Gefäß (Schale, Schüssel) unter den Mund halten
  • bei Erbrechen im Sitzen: Kopf nach vorne beugen und dabei die Stirn mit einer Hand halten. Mit der freien Hand ein Gefäß (Schale, Schüssel) dicht unter den Mund halten.
  • Erbrochenes zur Laboruntersuchung aufbewahren

Fotos:
Bärlauch (Foto: Brutscher)
Maiglöckchen (Foto: pixabay)
Herbstzeitlose (Foto: Stodal)

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news-628 Fri, 29 Apr 2022 12:15:00 +0200 Wissenswertes über Zecken /aktuell/presse-service/meldung/wissenswertes-ueber-zecken-1.html Frank Schönmetzler vom BRK Oberallgäu gibt Tipps zur Vermeidung und dem Umgang mit Zeckenstichen Mit steigenden Frühlingstemperaturen werden auch Zecken wieder aktiv. Das Allgäu gehört, wie ganz Bayern, zu den Risikogebieten, in denen die Blutsauger neben Borreliose auch die gefährliche Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen können, eine Entzündung der Hirnhäute, des Gehirns und Rückenmarks. Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu, klärt auf, wie man sich am besten schützt und was bei einem Zeckenstich zu tun ist. Außerdem: Wissenswertes und kuriose Fakten über die Spinnentiere.

„Wenn Zecken stechen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie dabei Krankheitserreger übertragen, wie etwa Bakterien, die Borreliose verursachen oder Viren, die eine FSME auslösen können. Das Tückische ist, dass viele Menschen einen Zeckenstich überhaupt nicht bemerken und darum auftretende Krankheitssymptome auch nicht damit in Verbindung bringen. Wenn Sie grippeähnliche Symptome haben, denken Sie also bitte nicht nur an Grippe oder Corona, sondern auch an eine mögliche Borreliose oder FSME“, rät Frank Schönmetzler. „Eine Borreliose kann in unterschiedlichen Schweregraden verlaufen und das Nervensystem, die Gelenke und das Herz in Mitleidenschaft ziehen. Rechtzeitig erkannt, kann die Erkrankung mit Antibiotika verhindert oder behandelt werden. Anders verhält es sich bei FSME. Antibiotika sind bei dieser viralen Erkrankung, die sehr schwere und dauerhafte Folgen für die Betroffenen nach sich ziehen kann, wirkungslos. Hiergegen kann man sich mit einer kostenlosen FSME-Impfung beim Hausarzt schützen.“

Zur Vorbeugung vor einem Zeckenstich empfiehlt Schönmetzler, beim Laufen durch Wald und Wiese auf jeden Fall lange Hosen und feste Schuhe zu tragen und sich danach (gegenseitig) gründlich abzusuchen. „Zecken können leicht übersehen werden“, weiß er. Vor allem die winzigen, nur 1 mm kleinen Nymphen – so heißen noch nicht erwachsene Zecken – seien mit ihrem weißen bis durchsichtigen Körper schwer zu erkennen. Aber auch ausgewachsene Zecken können, wenn sie noch nicht zu saugen begonnen haben, leicht mit einem Krümel oder Staubkorn verwechselt werden. „Darum gilt es, sehr aufmerksam zu kontrollieren, vor allem – aber nicht nur - in Kniekehle, Achselhöhlen und in der Leistengegend, denn Zecken lieben verdeckte, feuchtwarme Körperstellen.“

Sollte man eine Zecke feststellen, muss diese sofort vorsichtig entfernt werden. „Dazu keinesfalls Alkohol oder Öl auf die Zecke auftragen“, mahnt Frank Schönmetzler. „Denn das führt dazu, dass die Tiere sich in die Wunder erbrechen, wodurch die Infektionsgefahr erst recht ansteigt. Besser ist es, die Zecke mit einer Zeckenkarte oder Zeckenzange zu entfernen, die man für wenig Geld in der Apotheke bekommt. Auch mit einer Pinzette oder längeren Fingernägeln kann man die Tiere vorsichtig herausziehen, am besten ohne sie dabei zu drehen und vor allem, ohne den Körper zu quetschen. Danach muss die Einstichstelle desinfiziert und zwei Wochen lang aufmerksam beobachtet werden.“ Wenn sich um die Stelle ein (manchmal eindeutig, manchmal aber auch nur sehr schwach zu erkennender) roter Kreis bildet, sollte man unbedingt den Arzt aufsuchen und auf den Zeckenstich hinweisen! Gleiches gilt, wenn grippeähnliche Symptome wie Fieber, Abgeschlagenheit, Unwohlsein, Kopf- oder Gliederschmerzen auftreten.

Fakten über Zecken

  • Zecken mögen hohe Luftfeuchtigkeit. Nach Regen sind sie besonders aktiv.
  • Zecken springen nicht auf ihren Wirt, sondern lassen sich von ihrem Warteplatz (z.B. Grashalm) fallen, wenn jemand vorbeistreift
  • Männchen saugen sich ca. 1 Tag lang voll, bei Weibchen dauert die Nahrungsaufnahme bis zu 10 Tage
  • Zecken sind Überlebenskünstler: Sie überstehen 12 Stunden im Gefrierfach, Waschmaschinenwäschen bis 40 Grad und können auch bis zu 3 Wochen unter Wasser aushalten
  • Zecken können, je nach Art, zwischen 1 und 5 Jahre ohne Nahrung überleben

Wohin mit der Zecke?
Hat man eine Zecke vom Körper entfernt, kann man sie am besten durch Zerdrücken unschädlich machen. Dazu sollte man das Tier in ein Stück Papier legen, dieses fest zu falten und einen harten Gegenstand (z.B. einem Glas) mit Druck darüber ziehen, um sie zu zerquetschen. Auch 40-prozentiger Alkohol oder Chlorreiniger töten die Tiere ab. Wichtig ist, dass man bei alledem nicht in Kontakt mit den Körperflüssigkeiten der Zecke kommt.

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news-627 Fri, 29 Apr 2022 10:22:00 +0200 Blutspende-Aufkommen weiter rückläufig /aktuell/presse-service/meldung/blutspende-aufkommen-weiter-ruecklaeufig.html Hohe Terminauslastung im Mai dringend erforderlich Die DRK/BRK-Blutspendedienste sehen sich als Hauptversorger der Kliniken mit lebensnotwendigen Blutpräparaten aktuell vor Herausforderungen gestellt. Der anhaltend hohe Bedarf der Kliniken steht einem aktuell geringen Bestand an Blutpräparaten gegenüber. Dies gefährdet eine stabile Versorgungslage.

Aufgehobene Corona-Restriktionen und die damit verbundene höhere Mobilität der Menschen sowie Feiertage und Ferien wirken sich nachhaltig negativ auf das Blutspende-Aufkommen aus. Bereits jetzt sind die Vorräte an Blutkonserven merklich dezimiert.

Um eine kritische Situation wie im vergangenen Sommer zu vermeiden, muss der rückläufige Aufkommenstrend bereits jetzt gestoppt werden. Wer gesund und grundsätzlich blutspendefähig ist, wird gebeten, den nächstmöglichen Blutspendetermin zu reservieren. Ziel ist eine kontinuierlich hohe Auslastung der angebotenen Termine in den kommenden Wochen und darüber hinaus.

Ab sofort entfällt die 3G-Regelung auf allen Blutspendeterminen der DRK/BRK Blutspendedienste. Die Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes (mindestens OP-Maske) besteht jedoch weiterhin.

Spenderinnen und Spender können nach einer durchgemachten Corona-Infektion 4 Wochen nach Genesung wieder zur Spende zugelassen werden. Alle diesbezüglichen Informationen und aktuellen Regelung sind hier zusammengefasst: www.blutspendedienst.com/coronavirus.
 
Die geplanten Blutspendetermine für Mai 2022 sind beigefügt. Eine entsprechende Reservierung im Vorfeld ist erforderlich.

Alle Termine sowie eventuelle Änderungen, aktuelle Maßnahmen und Informationen rund um das Thema Blutspende in Zeiten von Corona sind unter 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com tagesaktuell abrufbar. Facebook & Instagram: @blutspendebayern.


Hintergrundinformationen über die Blutspende

Wer Blut spenden kann:

Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Mehrfachspender ist ein Alter von 72 Jahren (d.h. bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag). Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren und bei Erstspendern über 60 Jahren erfolgt die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen. Zur Blutspende mitzubringen ist unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein (jeweils das Original) und der Blutspendeausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis. Spendewillige mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen und Menschen mit direktem Kontakt zu Coronavirus(SARS-CoV-2)-Erkrankten werden nicht zur Spende zugelassen. Auf allen angebotenen Terminen besteht eine unumgängliche Pflicht zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes (mindestens OP-Maske).

Eine Blutspende ist generell vor und nach einer (Booster-) Impfung gegen SARS-CoV-2 problemlos möglich. Bei allen derzeit in Deutschland eingesetzten Impfstoffen ist laut Paul-Ehrlich-Institut grundsätzlich keine Rückstellung bis zur nächsten Blutspende erforderlich. Wir empfehlen allerdings rein vorsorglich, nach der Impfung einen Tag bis zur Blutspende zu warten, um eventuell auftretende Nebenwirkungen abgrenzen zu können.

Darum ist Blutspenden beim BRK so wichtig:
Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt.

Der Blutspendedienst des BRK (BSD):
Der BSD wurde 1953 vom Bayerischen Roten Kreuz mit dem Auftrag gegründet, die Versorgung mit Blutprodukten in Bayern sicherzustellen. Er trägt die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Als modernes pharmazeutisches Unternehmen ist der BSD heute ein aktiver Partner im bayerischen Gesundheitswesen. Mit seinen ca. 670 engagierten Mitarbeitern sowie zusätzlich mehr als 230 freiberuflich tätigen Spendeärzten und ca. 12.500 ehrenamtlichen Helfern aus den 73 Kreisverbänden des BRK organisiert der BSD jährlich ungefähr 4.000 mobile und 1.100 stationäre Blutspendetermine.

Spenderservice:
Alle Blutspendetermine und weiterführende Informationen für Spender und an der Blutspende Interessierte, beispielsweise zum kostenlosen Gesundheitscheck, sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet abrufbar. Wir empfehlen unsere Blutspende-App für iOS und Android (www.spenderservice.net): Individuelle Spendeinfos, Terminerinnerungen und Blutspende-Forum.

Medienkontakt:
Für Rückfragen zu allen Pressemitteilungen sowie für weitere Informationen und Materialanfragen kontaktieren Sie unsere Pressestelle: Patric Nohe, p.nohe@blutspendedienst.com; Tel.: 089 / 5399 4014. Oder besuchen Sie die Presseseite auf unserer Website.

Mit freundlichen Grüßen

Patric Nohe
Presse & Unternehmenskommunikation
Blutspendedienst des BRK


Auf einen Blick sind hier die aktuellen Termine im KV Oberallgäu:

Montag
02.05.2022
87435 Kempten
Haubenschloßstr.12
15:00 Uhr - 20:00 Uhr
BRK-Haus
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/kempten
Dienstag
03.05.2022
87435 Kempten
Haubenschloßstr.12
15:00 Uhr - 20:00 Uhr
BRK-Haus
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/kempten
Freitag
13.05.2022
87463 Dietmannsried
Schulstraße 2
16:30 Uhr - 20:30 Uhr
Grund- und Mittelschule
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/dietmannsried
Dienstag
17.05.2022
87509 Immenstadt
Sankt Nikolausplatz 1
15:30 Uhr - 20:00 Uhr
Pfarrheim St. Nikolaus
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/immenstadt-pfarrheim
Freitag
27.05.2022
87527 Sonthofen
Albert-Schweitzer-Str. 17
16:00 Uhr - 20:00 Uhr
Pfarrheim St. Christoph
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/sonthofen-pfarrheim
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news-626 Wed, 20 Apr 2022 17:00:00 +0200 Gesundheitsförderung für die Beschäftigten des BRK /aktuell/presse-service/meldung/gesundheitsfoerderung-fuer-die-beschaeftigten-des-brk.html BRK Kreisverband Oberallgäu tritt als erster Arbeitgeber im Landkreis Oberallgäu dem i-gb Gesundheitsnetz bei Beim Kreisverband Oberallgäu des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) setzt man sich nicht nur für das Wohl der Bevölkerung ein, etwa im Rettungsdienst oder bei Sanitätsdiensten, sondern legt auch großen Wert auf die Gesundheitsförderung der eigenen Beschäftigten: Der Kreisverband trat jüngst als erster Arbeitgeber im Landkreis Oberallgäu dem i-gb Gesundheitsnetz bei.

„Wir pflegen eine große Wertschätzung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese möchten wir auch zum Ausdruck bringen, indem wir Maßnahmen zur Gesundheitsförderung unterstützen und somit dafür Sorge tragen, dass sie langfristig gesund und fit bleiben“, sagt Alexander Schwägerl, Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu. „Insbesondere die psychischen Belastungen haben in den letzten Jahren stark zugenommen, was ein gewisses Gegensteuern seitens der Arbeitgeber erfordert“, betont er. „Zudem macht uns allen die Corona-Pandemie weiter zu schaffen. Diese Herausforderungen sind nur dann gut zu bewältigen, wenn ich mich sowohl körperlich als auch mental gesund fühle.“

Das i-gb Gesundheitsnetz wurde von Gesundheitsökonomen der Universität Bayreuth ins Leben gerufen. Aus dem ursprünglichen Forschungsprojekt ist die „Initiative – Gesunder Betrieb GmbH“ entstanden. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, mittels eines innovativen Ansatzes möglichst viele Mitarbeitende zu gesundheitsfördernden Aktivitäten zu motivieren.

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news-625 Tue, 05 Apr 2022 15:00:00 +0200 „Bitte unterstützen Sie uns, damit wir helfen können!“ /aktuell/presse-service/meldung/bitte-unterstuetzen-sie-uns-damit-wir-helfen-koennen-1.html Rotes Kreuz Oberallgäu sendet Haustür-WerberInnen in Kempten aus Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) im Kreisverband Oberallgäu weist die Bevölkerung in Kempten darauf hin, dass in den kommenden Wochen Werberinnen und Werber im Auftrag des BRK von Tür zu Tür gehen werden, um Fördermitglieder zu gewinnen. „Bitte unterstützen Sie uns, damit wir helfen können“, so Alexander Schwägerl, Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu. „Zahlreiche Angebote, die das Rote Kreuz Oberallgäu für die Menschen in der Region bereithält, können nur durch die Unterstützung unserer Fördermitglieder finanziert und aufrechterhalten werden. Dazu gehören beispielsweise die Aus- und Fortbildung im Ehrenamt, die Beschaffung von Einsatzkleidung, der Unterhalt der Tafelläden, die Arbeit beim Jugendrotkreuz, der Katastrophenschutz, die Finanzierung von Einsatzfahrzeugen und vieles mehr.“

„Die Fördermitgliedschaft bietet den BürgerInnen die Möglichkeit, die Ziele der Hilfsorganisation zu unterstützen, ohne selbst aktiv zu werden und wir freuen uns auf die Verstärkung in den kommenden Wochen. Neben der Suche nach neuen Mitgliedern werden auch bestehende Mitglieder gefragt, ob sie den bisherigen Förderbeitrag eventuell etwas anheben möchten“, erklärt Thomas Sprinkart, Leiter der Sozialarbeit beim BRK Oberallgäu. „Uns ist besonders wichtig, dass die Bevölkerung die Werberinnen und Werber eindeutig erkennen kann“, betont er. „Unser Werbeteam trägt Rot-Kreuz-Kleidung und kann sich ausweisen. Die WerberInnen sammeln keine Geldspenden, sondern möchten den Menschen die Möglichkeit geben, sich durch eine Mitgliedschaft langfristig für eine gute Sache einzusetzen. Die Annahme von Schecks, Bargeld oder Sachspenden ist ihnen untersagt.“ Auch für den Datenschutz sei gesorgt, versichert er. „Die verschlüsselte Datenerfassung auf dem Tablet ist ein wesentlicher Sicherheitsaspekt. Persönliche Daten, inklusive der Bankverbindung, können nach der Eingabe nicht mehr eingesehen werden. Somit sind sensible Daten bestmöglich geschützt. Wir danken der Bevölkerung schon jetzt für die wohlwollende Aufnahme unseres Werbeteams und danken Ihnen für Ihre Unterstützung!“

Ansprechpartnerin für Rückfragen ist Frau Birgit Schaller, Tel.: 0831/52292-95 oder E-Mail: schaller@kvoa.brk.de

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news-624 Mon, 04 Apr 2022 15:00:00 +0200 Gute Idee für Schulabgänger /aktuell/presse-service/meldung/gute-idee-fuer-schulabgaenger.html BRK Oberallgäu bietet Möglichkeiten zum Freiwilligen Sozialen Jahr Abi oder Mittlere Reife in der Tasche – und was dann? Viele junge Leute möchten nach dem Schulabschluss nicht sofort eine Berufsausbildung bzw. ein Studium beginnen, sondern sich erst einmal orientieren oder die Zeit für ein Engagement im Bundesfreiwilligendienst nutzen, etwa in Form eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ). Das BRK Oberallgäu weist darauf hin, dass in diesem Bereich aktuell noch Plätze frei sind. Es lohnt sich also, sich zu bewerben.

Das Rote Kreuz im Kreisverband Oberallgäu bietet jungen Leuten verschiedene Möglichkeiten, ihr Freiwilliges Soziales Jahr abzuleisten. „Eine Variante ist die Mitarbeit im Betreuten Fahrdienst in Kempten und Immenstadt. Hierbei sind die FSJ´ler zusammen mit hauptamtlichen Kräften im Einsatz, um kranke oder behinderte Menschen zu transportieren, zum Beispiel zur Schule oder Arbeit, zum Arzt oder ins Krankenhaus. Dabei entsteht natürlich auch viel zwischenmenschlicher Kontakt zu den Fahrgästen“, erklärt Margret Spieß, die stellvertretende Rettungsdienstleiterin des BRK Oberallgäu. Ein Einstieg in diesen Dienst ist jederzeit möglich. Als Mindestdauer sind 6 Monate vorgesehen, Bewerber sollten mindestens 16 Jahre alt sein.

Alternativ können junge Leute ab 18 Jahren, die bereits den Führerschein und mindestens Mittlere Reife haben, ihren Bundesfreiwilligendienst im Krankentransport auf den BRK-Rettungswachen Kempten, Immenstadt oder Sonthofen absolvieren. „Anders als der Fahrdienst ist der Krankentransport Teil des Rettungsdienstes. Die Menschen, die hier transportiert werden, werden während der Fahrt - zum Beispiel zum Arzt oder in die Klinik - von Rettungsdienstmitarbeiter:innen fachlich betreut“, erläutert sie. „Der Bundesfreiwilligendienst in diesem Bereich beginnt immer im Herbst und dauert 12 Monate. Die Absolvent:innen werden in einem einmonatigen Lehrgang entsprechend geschult und fahren dann die Krankentransportfahrzeuge. Zudem assistieren sie den Rettungssanitäter:innen bei der Betreuung und Behandlung der Patient:innen.“ Margret Spieß ist von Sinn und Nutzen eines sozialen Jahres überzeugt: „In jedem Fall können die jungen Menschen sowohl durch ihre Tätigkeiten als auch durch den Kontakt zu Kolleg:innen und Patient:innen wertvolle Erfahrungen sammeln, die sehr bereichernd fürs weitere Leben sind. Bei uns erleben sie hautnah, wie viel Gutes man durch sein soziales Engagement für andere Menschen bewirken kann.“

Bewerbungen gerne per Mail an Frau Margret Spieß: spiess(at)kvoa.brk.de

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news-623 Mon, 04 Apr 2022 14:22:00 +0200 Neues Konzept zur Stärkung der Schwimmfähigkeit: /aktuell/presse-service/meldung/neues-konzept-zur-staerkung-der-schwimmfaehigkeit.html Sozialministerin Scharf übernimmt Schirmherrschaft für „Ab ins Wasser mit Loti“ Das Aufgrund der Pandemie, den damit verbundenen langen Wartelisten für Schwimmkurse und der Schließung vieler Bäder, hat die Wasserwacht-Bayern ein Konzept entwickelt, das Kinder bereits im Kita-Alter an das Schwimmen lernen heranführt.
 
„Mit dem Konzept rund um Axolotl ,Loti‘ legen wir einen wichtigen Grundstein für das Schwimmen lernen. Meist wird mit dem Erwerb der Schwimmfähigkeit im Schulalter angefangen. Aus Sicht der Wasserwacht: viel zu spät. Optimal ist das Vorschulalter, in dem Kinder spielerisch mit dem Element Wasser vertraut gemacht werden können. Genau hier setzt ,Ab ins Wasser mit Loti‘ an“, so der Landesvorsitzende der Wasserwacht-Bayern, Thomas Huber.
 
Ulrike Scharf, Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, selbst jahrelange Wasserwachtlerin und ehemalige Landesvorsitzende der Wasserwacht-Bayern, wird Schirmherrin des Konzepts. „Kinder sind die geborenen Wasserratten. Ich kenne kein Kind, das nicht gerne planscht. Diese Begeisterung nutzen wir, damit unsere Kleinsten sicher schwimmen lernen. Denn Schwimmen macht nicht nur Spaß, sondern kann im Ernstfall auch Leben retten. Daher sollte das Schwimmen für alle Kinder so früh wie möglich selbstverständlich werden. Das Projekt ‚Ab ins Wasser mit Loti‘ setzt genau da an! Es ist für unsere Kindertageseinrichtungen, die Kinder und Eltern für dieses so wichtige Thema sensibilisieren, eine wertvolle Unterstützung!“
 
„Ich freue mich, dass wir mit Ulrike Scharf eine Wasserwachtlerin als Schirmherrin gewinnen konnten, vereint sie doch alle relevanten Zielgruppen: Kitas, Eltern, Kinder und die Wasserwacht-Bayern“, so Thomas Huber.
 
Die Zusammenarbeit zwischen Wasserwacht-Ortsgruppen und Kitas steigert den Lernerfolg, denn in festen und den Kindern bekannten Gruppen lernt es sich besser. Der flinke Axolotl „Loti“ nimmt die Kinder als Maskottchen mit auf ihre Reise zu erfolgreichen Schwimmern. Auch die Eltern werden im Konzept mit eingebunden, sei es durch Elternabende oder Lehrbroschüren.

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news-622 Thu, 31 Mar 2022 14:22:00 +0200 Überraschung zum „Global Youth Day“ /aktuell/presse-service/meldung/ueberraschung-zum-global-youth-day.html Kinder und Jugendliche der Adventgemeinde bereiten Gästen der Wärmestube eine Freude Kaffee, selbstgebackene Kuchen mit viel Sahne, eine quirlige Kinderschar und engagierte Jugendliche, die die mitgebrachten Leckereien (selbstverständlich coronakonform) am Tresen an die Gäste ausgaben – das alles gab es am vergangenen Samstag (19.03.2022) um die Mittagszeit in der Wärmestube des BRK Oberallgäu in Kempten. Die jungen Leute gehören der Adventgemeinde Kempten an, deren Gemeindezentrum sich in unmittelbarer Nachbarschaft der Wärmestube befindet. Anlass für ihre schöne Aktion war der „Global Youth Day“, den die Adventjugend weltweit jedes Jahr im März gestaltet und an dem sich die jungen Leute nach dem Beispiel des barmherzigen Samariters für ihre Mitmenschen engagieren.


Unterstützt wurden die Kinder und Jugendlichen von Gemeindeleiterin Christine Haase. Als Hauswirtschaftslehrerin hatte sie sich unter Mithilfe von Schülerinnen und Schülern um das Kuchenbacken gekümmert. Auch andere Frauen aus der Adventgemeinde stellten selbstgebackene Kuchen zur Verfügung. Gemeindeleiterin Ingrid Böhm koordinierte die Ausgabe der Speisen und Getränke, die die jungen Helferinnen und Helfer mit viel Freude selbst übernahmen. Das Besondere: auch einige geflüchtete ukrainische Kinder und Jugendliche halfen mit – sie sind ebenfalls Adventisten und nach ihrer Flucht bei Gemeindemitgliedern untergekommen. „Trotz hohem Geräuschpegel durch viele Personen, trotz Masken und Plastiktrennwand und trotz Sprachbarriere verstanden sich die Menschen bestens, teilweise auch dank der Kommunikation mit Händen und Füßen“, freut sich Amelie Lang, die Leiterin der Wärmestube. „Es war ein friedvolles Zusammensein mit diesem wunderbar bunten Haufen an großen und kleinen Menschen unterschiedlicher Nationen. Die Stimmung war geprägt vom Füreinander-da-Sein und dem Wunsch, sich gegenseitig zu unterstützen.“ Bei allen Beteiligten sei Dankbarkeit zu spüren gewesen. „Bei den einen für die willkommene Abwechslung, bei den anderen dafür, dass sie sich an diesem für sie traditionellen Tag einbringen, Freude bringen und sicher in Frieden Beisammen sein konnten.“ Sie selbst habe sich auch sehr über das Fazit der jungen Helferinnen und Helfer gefreut, so Amelie Lang. „Sie meinten alle: Es war so schön bei Euch!“

 

Foto: Ingrid Böhm

Amelie Lang (2.v.li., Leitung Wärmestube) mit Mitarbeiter:innen der Wärmestube (jeweils mit Schürzen), Fahrer Ruslan (kniend) sowie kleinen und großen Mitgliedern der Adventgemeinde Kempten.

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news-621 Fri, 25 Mar 2022 14:22:00 +0100 Abwärtstrend stoppen /aktuell/presse-service/meldung/abwaertstrend-stoppen.html Blutspende braucht auch im April kontinuierliches Engagement Nach einer Zeit der kontinuierlich hohen Spendebereitschaft beobachtet der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD) aufgrund des aktuellen Pandemiegeschehens in der Bevölkerung leider einen Abwärtstrend im Rahmen des Blutspende-Aufkommens.

Diesen negativen Trend gilt es direkt umzukehren, bevor sich in den kommenden Wochen frühlingshaftes Wetter, Ferienzeit, sowie weitere Lockerungen der pandemischen Maßnahmen durch damit einhergehende Freizeit-Alternativen zusätzlich negativ auf die Blutspende auswirken könnten.

Um die Versorgungssicherheit weiterhin gewährleisten zu können, sollten die angebotenen Termine über den gesamten April hinweg kontinuierlich ausgelastet sein.
Für alle angebotenen Termine ist eine Reservierung im Vorfeld erforderlich. Diese reduziert Wartezeiten und ist eine wertvolle Unterstützung des bestehenden Hygienekonzepts.

Lebensretter, die vor Terminantritt verhindert sein sollten, bittet der BSD dringend darum, den Termin abzusagen oder umzubuchen, damit dieser wichtige Platz noch anderweitig vergeben werden kann. Aktuell bleiben über 10% der reservierten Liegen ohne eine Absage leer. Die Absage bzw. die Umbuchung eines Termins ist über den entsprechenden Hinweis in der per E-Mail erhaltenen Reservierungsbestätigung problemlos möglich.

Die geplanten Blutspendetermine für April 2022 sind beigefügt. Eine entsprechende Reservierung im Vorfeld ist erforderlich.
Alle Termine sowie eventuelle Änderungen, aktuelle Maßnahmen und Informationen rund um das Thema Blutspende in Zeiten von Corona sind unter 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com tagesaktuell abrufbar. Facebook & Instagram: @blutspendebayern.


Hintergrundinformationen über die Blutspende

Wer Blut spenden kann:
Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Mehrfachspender ist ein Alter von 72 Jahren (d.h. bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag). Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren und bei Erstspendern über 60 Jahren erfolgt die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen. Zur Blutspende mitzubringen ist unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein (jeweils das Original) und der Blutspendeausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis. Spendewillige mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen und Menschen mit direktem Kontakt zu Coronavirus(SARS-CoV-2)-Erkrankten werden nicht zur Spende zugelassen. Auf allen angebotenen Terminen besteht eine unumgängliche FFP2-Maskenpflicht.

Eine Blutspende ist generell vor und nach einer (Booster-) Impfung gegen SARS-CoV-2 problemlos möglich. Bei allen derzeit in Deutschland eingesetzten Impfstoffen ist laut Paul-Ehrlich-Institut grundsätzlich keine Rückstellung bis zur nächsten Blutspende erforderlich. Wir empfehlen allerdings rein vorsorglich, nach der Impfung einen Tag bis zur Blutspende zu warten, um eventuell auftretende Nebenwirkungen abgrenzen zu können.

Darum ist Blutspenden beim BRK so wichtig:
Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt.

Der Blutspendedienst des BRK (BSD):
Der BSD wurde 1953 vom Bayerischen Roten Kreuz mit dem Auftrag gegründet, die Versorgung mit Blutprodukten in Bayern sicherzustellen. Er trägt die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Als modernes pharmazeutisches Unternehmen ist der BSD heute ein aktiver Partner im bayerischen Gesundheitswesen. Mit seinen ca. 670 engagierten Mitarbeitern sowie zusätzlich mehr als 230 freiberuflich tätigen Spendeärzten und ca. 12.500 ehrenamtlichen Helfern aus den 73 Kreisverbänden des BRK organisiert der BSD jährlich ungefähr 4.000 mobile und 1.100 stationäre Blutspendetermine.

Spenderservice:
Alle Blutspendetermine und weiterführende Informationen für Spender und an der Blutspende Interessierte, beispielsweise zum kostenlosen Gesundheitscheck, sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet abrufbar. Wir empfehlen unsere Blutspende-App für iOS und Android (www.spenderservice.net): Individuelle Spendeinfos, Terminerinnerungen und Blutspende-Forum.

Medienkontakt:
Für Rückfragen zu allen Pressemitteilungen sowie für weitere Informationen und Materialanfragen kontaktieren Sie unsere Pressestelle: Patric Nohe, p.nohe@blutspendedienst.com; Tel.: 089 / 5399 4014. Oder besuchen Sie die Presseseite auf unserer Website.

Auf einen Blick sind hier die aktuellen Termine im KV Oberallgäu:

Montag
04.04.2022
87435 Kempten
Haubenschloßstr.12
15:00 Uhr - 20:00 Uhr
BRK-Haus
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/kempten
Dienstag
05.04.2022
87435 Kempten
Haubenschloßstr.12
15:00 Uhr - 20:00 Uhr
BRK-Haus
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/kempten
Donnerstag
14.04.2022
87448 Waltenhofen
Plabennecstraße 9
16:30 Uhr - 20:30 Uhr
Mehrzweckhalle Waltenhofen
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/waltenhofen
Dienstag
19.04.2022
87452 Altusried
Schulstr. 6
16:30 Uhr - 20:30 Uhr
Grund- und Mittelschule
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/altusried
Freitag
22.04.2022
87527 Sonthofen
Albert-Schweitzer-Str. 17
16:00 Uhr - 20:00 Uhr
Pfarrheim St. Christoph
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/sonthofen-pfarrheim
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news-620 Tue, 22 Mar 2022 12:20:00 +0100 Ehrenamtliche Bereitschaftsmitglieder des BRK Oberallgäu betreuen ukrainische Flüchtlinge in Rettenberg /aktuell/presse-service/meldung/ehrenamtliche-bereitschaftsmitglieder-des-brk-oberallgaeu-betreuen-ukrainische-fluechtlinge-in-rettenberg.html 35 Frauen und Kinder vorübergehend in der Turnhalle untergebracht Am Mittwochabend (16.3.2022) traf ein Bus mit 35 ukrainischen Frauen und Kindern (sowie einer in einer Transportbox mitgebrachten Familienkatze) aus München kommend in der Oberallgäuer Gemeinde Rettenberg ein. Ehrenamtliche Einsatzkräfte der SEG Betreuung aus der Rotkreuzgemeinschaft „Bereitschaften“ des BRK Oberallgäu hatten hier im Auftrag des Landratsamts Oberallgäu eine Notunterkunft in der Turnhalle vorbereitet. Kreisbereitschaftsleiter Matthias Straub vom BRK Oberallgäu beschreibt die örtlichen Gegebenheiten und schildert das Prozedere, das die Ankommenden bis zu ihrer zügigen Weitervermittlung in andere Unterkünfte durchliefen.

Dem BRK als Betreiber der Notunterkunft oblag in enger Absprache mit dem Landratsamt die Planung der Einrichtung. Am vergangenen Freitag (11.03.2022) hatten zwölf Ehrenamtliche aus den BRK-Bereitschaften Immenstadt und Sonthofen gemeinsam mit Kollegen des THW die Ausstattung der Turnhalle, unter anderem mit Stockbetten für bis zu 80 Personen, vorgenommen. Die Fläche unterteilten sie in mehrere Kojen, um den Menschen etwas mehr Privatsphäre zu gewähren. Nach fast einer Woche des Wartens wurde die Notunterkunft erstmals in Anspruch genommen. Die Ankommenden wurden zunächst von Rettenbergs 1. Bürgermeister Nikolaus Weißinger sowie dem Kreisbereitschaftsleiter des BRK Oberallgäu, Matthias Straub, mit Hilfe einer Dolmetscherin mit herzlichen Willkommensworten begrüßt. Sie sicherten den erschöpften Frauen und Kindern humanitäre Hilfe und Unterstützung zu.

Suchdienst, Coronatest und Verpflegung
In drei vorgelagerten, beheizbaren Zelten, nahmen Rotkreuzler der BRK-Bereitschaften zuerst die Eingangsregistrierung der Hilfesuchenden mit den für das Landratsamt relevanten Daten sowie deren Erfassung auf so genannten Suchdienstkarten vor. Letztere sind bei einer eventuellen späteren Familienzusammenführung über den weltweiten Suchdienst von großem Nutzen. Darüber hinaus wurden Gesundheits-Screenings und Corona-Schnelltests durchgeführt. Drei Übersetzer sorgten für eine reibungslose Verständigung. Bei Betreten der Notunterkunft erhielten die Geflüchteten ein Starterkit mit Hygieneartikeln sowie Einwegbettdecken und konnten dann ihre jeweiligen Kojen beziehen. Die mitreisenden Kinder durften sich über Überraschungspäckchen mit Seifenblasen, Gummibärchen und kleinen Spielzeugen freuen, die die örtliche Grundschule bereitgestellt hatte. Das Abendbrot wurde, genau wie alle weiteren Mahlzeiten, von der Firma Menü Service Allgäu zubereitet und geliefert, die Essensausgabe übernahmen die Ehrenamtlichen BRK-Einsatzkräfte. Die (durchweg alkoholfreien) Getränke sponserten die ortsansässigen Brauereien. Nachdem alle gut versorgt waren, übernahmen zwei BRK-Mitglieder die Nachtwache. Sie fungierten gleichzeitig als Ansprechpartner für die Menschen.

Dankbarkeit für umsichtig gewählte Ausstattung
„Viele der Frauen waren sowohl von der freundlichen Aufnahme als auch von den räumlichen Gegebenheiten angenehm überrascht und sehr dankbar darüber“, freut sich Matthias Straub. „Besonders die Schaffung der Privatsphäre durch die Kojen wurde positiv aufgenommen. Zudem haben wir im Gebäude auf eine durchgehende mehrsprachige Beschilderung in ukrainischer, russischer, deutscher und englischer Sprache sowie mit Piktogrammen geachtet. Die Gemeinde hat eigens einen WLAN-Hotspot in der Halle eingerichtet - auch das wurde sehr dankbar aufgenommen. Schließlich ist allen der Kontakt zu Angehörigen und Freunden in der Heimat extrem wichtig.“

Weitervermittlung läuft auf Hochtouren
„Es ist vorgesehen, dass sich die Geflüchteten sich jeweils nur kurze Zeit, vielleicht einen bis zwei Tage in der Rettenberger Notunterkunft aufhalten müssen“, so Matthias Straub weiter. „Sie sollen schnellstmöglich in andere Unterkünfte oder private Wohnungen weitervermittelt werden. Die Abfrage der Verfügbarkeit der vielen angebotenen Folgeunterkünfte erfolgte darum direkt nach ihrer Ankunft über andere Stellen. Sobald eine solche gefunden wurde, brachten wir die Familien zum Landratsamt, wo sie ihre behördliche Registrierung und das Startgeld erhielten und fuhren sie teilweise auch mit unseren Mannschaftstransportwagen zu ihrer neuen Bleibe.“

Die Notunterkunft in Rettenberg bleibe bis auf Weiteres bestehen, so Straub. „Sobald erneut Geflüchtete hierherkommen, wird sie umgehend reaktiviert. Wir stehen rund um die Uhr zur Verfügung und tun unser Bestes, damit die Menschen nach ihren schlimmen Erlebnissen wieder ein

Fotos: BRK Oberallgäu/ Matthias Straub
Bildunterschrift: Die BRK-Bereitschaften betreiben die Notunterkunft selbstständig. Am Begrüßungstag waren jeweils rund 20 Helfer:innen aus der SEG Betreuung und der SEG Information und Kommunikation in zwei Schichten im Einsatz. Auch Landrätin Indra Baier-Müller und Regierungsdirektor Ralph Eichbauer vom Landratsamt Oberallgäu kamen im Lauf des Tages nach Rettenberg, um sich persönlich ein Bild von der Situation vor Ort zu machen.

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news-619 Fri, 18 Mar 2022 12:20:00 +0100 "Auf unsere Ehrenamtlichen ist Verlass" /aktuell/presse-service/meldung/auf-unsere-ehrenamtlichen-ist-verlass.html Kreisbereitschaftsleiter und Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu sind stolz auf ihre Mitarbeitenden Auf die Ehrenamtlichen im Allgäu ist Verlass. Dies zeigte sich einmal mehr am vergangenen Wochenende. Von Donnerstag (10.3.2022) bis Sonntag arbeiteten rund 100 Helferinnen und Helfer verschiedener Hilfs- und Blaulichtorganisationen intensiv Hand in Hand, um in der Dreifachturnhalle an der Wiesstraße in Kempten eine Notunterkunft für Flüchtlinge aus der Ukraine vorzubereiten. „Allein die Mitlieder unserer Rotkreuzgemeinschaft `Bereitschaften´ aus Kempten und Waltenhofen absolvierten innerhalb dieser vier Tage mehr als 500 Helferstunden“, sagt Matthias Straub, Kreisbereitschaftsleiter des BRK Oberallgäu. „Wir sind wirklich stolz und dankbar, dass wir in Ausnahmesituationen wie dieser immer zu 100 Prozent auf unsere Ehrenamtlichen zählen können.“

Bei den Vorbereitungen der Turnhalle am Donnerstag und Freitag waren zahlreiche Kräfte des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Oberallgäu, der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) Bayerisch-Schwaben, des Technischen Hilfswerks (THW) Kempten sowie der Feuerwehr Kempten gemeinsam im Einsatz. Sie legten den Hallenboden mit Teppichen aus und bauten Betten für bis zu 150 Menschen sowie weitere Infrastruktur auf.

Als am Wochenende die ersten 80 Geflüchteten aus der Ukraine ankamen, wurden sie von den Helferinnen und Helfern des BRK Oberallgäu und der JUH freundlich empfangen, versorgt und betreut. Das Funkfahrzeug mit IT-Ausstattung der Rettungshundestaffel in Waltenhofen übernahm die Eingangsregistrierung der Ankommenden. „Diese Registrierung mit Suchdienstkarten kann bei späteren Familienzusammenführungen von großer Wichtigkeit sein“, erklärt Matthias Straub. Neben der Aufnahme aller relevanter Daten führten die Mitarbeiter des BRK-Fahrdienstes Covid-Tests durch. Für die sanitätsdienstliche Betreuung der Menschen standen ehrenamtliche Rotkreuzler der Bereitschaften bereit. Von Seiten der Stadt Kempten wurden Übersetzer organisiert und gestellt.

„Die Helfer der BRK-Bereitschaft Kempten übernahmen darüber hinaus sowohl die Essenausgabe als auch die Organisation der notwendigen Betreuungsmaterialen wie beispielsweise Zahnpasta, Duschgel, Windeln, Säuglings- und Kindernahrung und dergleichen“, so Matthias Straub weiter. Der Kemptener Kleiderladen des BRK stellte aus seinem Fundus Kleidung für die Neuankömmlinge zur Verfügung. Wie viele Menschen aus der Ukraine in den nächsten Tagen und Wochen nach Kempten kommen werden und wie lange sie bleiben, ist derzeit nicht absehbar. „Aber wir sind bestens vorbereitet“, so Straub.

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news-618 Tue, 15 Mar 2022 11:22:00 +0100 Hohe Ehre für das BRK Oberallgäu /aktuell/presse-service/meldung/hohe-ehre-fuer-das-brk-oberallgaeu.html Vorstandsvorsitzender Edgar Rölz in Landes- und Bezirksvorstand berufen  Edgar Rölz, der Vorsitzende des BRK-Kreisverbandes Oberallgäu, wurde vor wenigen Tagen in die Vorstände des BRK-Landesverbandes Bayern und des BRK-Bezirksverbandes Schwaben berufen.

Edgar Rölz wurde Anfang Juni 2021 zum Vorsitzenden des BRK-Kreisverbandes Oberallgäu gewählt. Er trat damit die Nachfolge von Alfred Reichert an, der sich nach acht Jahren Amtszeit nicht mehr zur Wahl gestellt hatte. Zu seiner jetzigen Wahl in die Landes- und Bezirksvorstände des Bayerischen Roten Kreuzes sagt er: „Es ist keine Selbstverständlichkeit, als noch relativ neuer Kreisvorsitzender in den Landesvorstand berufen worden zu sein. Ich empfinde es als große Ehre, meinem sehr geschätzten Vorgänger im Amt des Kreisvorsitzenden, Alfred Reichert, in diesen Ämtern nachfolgen zu dürfen.“ Sowohl für die jeweiligen Gremien als auch für seine Person sei es „sicherlich eine Bereicherung, die Themen und Aufgaben aus Kreis-, Bezirks- und Landesebene zu kennen und somit alle notwendigen Entscheidungen mit dem nötigen Sachverständnis treffen zu können.“ Die Herausforderung seien auch für das BRK anspruchsvoll – sowohl aktuell als auch mit Blick auf die Zukunft. Rölz: „Ich freue mich, an Lösungen mitarbeiten zu dürfen.“ Gratulationen gab es auch seitens des Kreisgeschäftsführers der BRK Oberallgäu, Alexander Schwägerl. Dieser zeigte sich erfreut: „Es ist durchaus eine Auszeichnung für unseren Kreisverband, dass unser neuer Vorsitzender in diese wichtigen übergeordneten Gremien berufen wurde.“

Foto: Rölz privat

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news-617 Fri, 11 Mar 2022 11:22:00 +0100 Rosenmontag in der Wärmestube /aktuell/presse-service/meldung/rosenmontag-in-der-waermestube.html Freie Wähler-ÜP Kempten und Bäckerei Wipper spendieren Frühstück und Krapfen Die Freien Wähler-ÜP Kempten spendierten den Besucherinnen und Besuchern der Wärmestube des BRK Oberallgäu in Kempten am Rosenmontag (28.2.2022) ein Weißwurstfrühstück mit alkoholfreiem Weißbier und anschließendem bunten Faschingseintopf. Die Bäckerei Wipper steuerte außerdem leckere Faschingskrapfen bei. Das Beisammensein war vom Krieg Russlands gegen die Ukraine überschattet.

„Das gemeinsame Frühstück mit Mitgliedern der Vorstandschaft der Freien Wähler-ÜP Kempten war schon seit längerer Zeit geplant und bereits einmal verschoben worden. Aufgrund der Ereignisse in der Ukraine bestand zunächst die Überlegung, es erneut abzusagen. Wir haben uns aber letztlich ganz bewusst gegen eine Absage entscheiden, denn unsere Gäste haben seit Beginn der Corona-Pandemie eine einsame, harte Zeit der sozialen Isolation hinter sich. Ein Beisammensein wie dieses gibt allen Kraft, diese schwierigen Zeiten durchzustehen“, erklärt Amelie Lang, die Leiterin der Wärmestube mit Übernachtungsstelle.

Knapp 40 Gäste nahmen an dem Weißwurstfrühstück teil, 55 kamen zum Mittagessen, das im Gastraum sowie zum Mitnehmen angeboten wurde. Die gemeinsamen Mahlzeiten seien trotz des Faschingstages sehr ruhig und keineswegs als „Sause“ verlaufen, betont Amelie Lang. „Die Gäste haben sich über die Einladung gefreut und zwei von ihnen sorgten mit Kontrabass und Akkordeon für ein wenig Fröhlichkeit. Doch das Thema Ukraine war allgegenwärtig. Viele Gespräche drehten sich darum. In Gedanken haben wir die Not der Menschen in unsere Mitte genommen“, sagt sie. „Es war eine sehr tröstliche Atmosphäre und eine friedvolle, wohltuende, kraftspendende Zusammenkunft unserer Gäste, die sich durch die Corona-Zeit schon ein wenig zurückgezogen hatten und sehr hungrig waren in Bezug auf Sozialkontakte. Ich hoffe, durch diese Erfahrung von Gemeinschaft trauen sich wieder mehr von ihnen, unser Frühstücksangebot anzunehmen.“

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news-616 Wed, 09 Mar 2022 14:22:00 +0100 BRK Kleiderläden Kempten und Immenstadt – der Frühling zieht ein /aktuell/presse-service/meldung/brk-kleiderlaeden-kempten-und-immenstadt-der-fruehling-zieht-ein.html Second Hand-Frühlingsmode für alle zum kleinen Preis Bunt, bunter, Frühling! So wie sich in der Natur gerade die ersten Frühlingsboten zeigen, so mischen sich in die Kleiderläden des BRK Oberallgäu - diese befinden sich in Kempten und Immenstadt - gerade die ersten Frühlingssachen für Frauen, Männer und Kinder ins Sortiment. In den beiden Second Hand-Läden darf übrigens jeder einkaufen, ganz unabhängig vom Einkommen.

„Raus aus dicken Jacken, Pullovern und Winterstiefeln – rein in die Frühlingsmode“, heißt es aktuell in den Kleiderläden des BRK Oberallgäu. „Wer den Winter satt hat, kann sich bei uns modisch inspirieren lassen von Gutem und zugleich Günstigem aus zweiter Hand. Wir haben das, was nicht jeder hat“, schwärmt Susanne Kultus, die Leiterin der Kleiderläden. Neben gut erhaltener Kleidung werden dort auch Heimtextilien, Schuhe, Spielzeug, Geschirr, zeitgemäße Bücher sowie CDs verkauft. „Schauen Sie gerne bei uns vorbei. Sollten Sie Lust auf modisches Miteinander haben – unsere Läden freuen sich immer wieder über tatkräftige Hilfe“, so Susanne Kultus. „Melden Sie sich bei uns, wir freuen uns auf Sie!“
Interessentinnen und Interessenten können direkt in den Kleiderläden vorbeikommen oder telefonisch (0831 52292 0) bzw. per Mail (kultus@kvoa.brk.de) mit Susanne Kultus, Kontakt aufnehmen.

Öffnungszeiten und Adressen:

Kleiderladen Kempten, Haubenschloßstr. 12: Dienstag bis Freitag 9 - 17 Uhr

Kleiderladen Immenstadt, Hirschstraße 6, Dienstag - Freitag 10 - 17 Uhr, Samstag 10 – 13 Uhr

Mehr Informationen zu den Kleiderläden des BRK Oberallgäu gibt es unter
https://www.kvoberallgaeu.brk.de/angebote/existenzsichernde-hilfe/kleiderlaeden.html

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news-615 Wed, 02 Mar 2022 14:22:00 +0100 Blutspenden im März /aktuell/presse-service/meldung/blutspenden-im-maerz.html Versorgung trotz Corona-Welle und Faschingszeit weiter aufrechterhalten Vor dem Hintergrund der grassierenden Corona-Welle sowie den anstehenden Faschingsferien ist es wichtig, dass gesunde und nicht verreiste Lebensretter die angebotenen Termine in den kommenden Tagen und Wochen entsprechend wahrnehmen.

Um die aktuell noch relativ stabile Versorgungslage innerhalb der andauernden Pandemie nicht zu einer Momentaufnahme werden zu lassen, bietet der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD) Spenderinnen und Spendern im März 340 Gelegenheiten mit nur einer Blutspende bis zu drei Menschen das Leben zu retten.

Die Sicherheit im Rahmen der Blutspende hat oberste Priorität. Zum Schutz aller Beteiligten auf den Terminen können daher aktuell ausschließlich Personen Blut spenden, die den Status geimpft, genesen oder negativ getestet (offizieller Antigen-Schnelltest bzw. offizieller Test-Nachweis des Arbeitgebers nicht älter als 24 Stunden oder PCR-Test nicht älter als 48 Stunden) vorweisen können.

Der BSD dankt allen Spenderinnen und Spendern für die bisher hervorragende Kooperation sowie das dargebrachte Verständnis für die notwendigen Maßnahmen.

Die geplanten Blutspendetermine für März 2022 sind beigefügt. Eine entsprechende Reservierung im Vorfeld ist erforderlich.

Alle Termine sowie eventuelle Änderungen, aktuelle Maßnahmen und Informationen rund um das Thema Blutspende in Zeiten von Corona sind unter 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com tagesaktuell abrufbar. Facebook & Instagram: @blutspendebayern.

Hintergrundinformationen über die Blutspende

Wer Blut spenden kann:
Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Mehrfachspender ist ein Alter von 72 Jahren (d.h. bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag). Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren und bei Erstspendern über 60 Jahren erfolgt die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen. Zur Blutspende mitzubringen ist unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein (jeweils das Original) und der Blutspendeausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis. Spendewillige mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen und Menschen mit direktem Kontakt zu Coronavirus(SARS-CoV-2)-Erkrankten werden nicht zur Spende zugelassen. Auf allen angebotenen Terminen besteht eine unumgängliche FFP2-Maskenpflicht.

Eine Blutspende ist generell vor und nach einer (Booster-) Impfung gegen SARS-CoV-2 problemlos möglich. Bei allen derzeit in Deutschland eingesetzten Impfstoffen ist laut Paul-Ehrlich-Institut grundsätzlich keine Rückstellung bis zur nächsten Blutspende erforderlich. Wir empfehlen allerdings rein vorsorglich, nach der Impfung einen Tag bis zur Blutspende zu warten, um eventuell auftretende Nebenwirkungen abgrenzen zu können.

Darum ist Blutspenden beim BRK so wichtig:
Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt.

Der Blutspendedienst des BRK (BSD):
Der BSD wurde 1953 vom Bayerischen Roten Kreuz mit dem Auftrag gegründet, die Versorgung mit Blutprodukten in Bayern sicherzustellen. Er trägt die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Als modernes pharmazeutisches Unternehmen ist der BSD heute ein aktiver Partner im bayerischen Gesundheitswesen. Mit seinen ca. 670 engagierten Mitarbeitern sowie zusätzlich mehr als 230 freiberuflich tätigen Spendeärzten und ca. 12.500 ehrenamtlichen Helfern aus den 73 Kreisverbänden des BRK organisiert der BSD jährlich ungefähr 4.000 mobile und 1.100 stationäre Blutspendetermine.

Spenderservice:
Alle Blutspendetermine und weiterführende Informationen für Spender und an der Blutspende Interessierte, beispielsweise zum kostenlosen Gesundheitscheck, sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet abrufbar. Wir empfehlen unsere Blutspende-App für iOS und Android (www.spenderservice.net): Individuelle Spendeinfos, Terminerinnerungen und Blutspende-Forum.

Medienkontakt:
Für Rückfragen zu allen Pressemitteilungen sowie für weitere Informationen und Materialanfragen kontaktieren Sie unsere Pressestelle: Patric Nohe, p.nohe@blutspendedienst.com; Tel.: 089 / 5399 4014. Oder besuchen Sie die Presseseite auf unserer Website.

Mit freundlichen Grüßen

Patric Nohe
Presse & Unternehmenskommunikation
Blutspendedienst des BRK
 

Auf einen Blick sind hier die aktuellen Termine im KV Oberallgäu:

Montag
07.03.2022
87435 Kempten
Haubenschloßstr.12
15:00 Uhr - 20:00 Uhr
BRK-Haus
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/kempten
Dienstag
08.03.2022
87435 Kempten
Haubenschloßstr.12
15:00 Uhr - 20:00 Uhr
BRK-Haus
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/kempten
Freitag
11.03.2022
87463 Dietmannsried
Schulstr. 2
16:30 Uhr - 20:30 Uhr
Grund- u. Mittelschule
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/dietmannsried
Dienstag
15.03.2022
87509 Immenstadt
Sankt Nikolausplatz 1
15:30 Uhr - 20:00 Uhr
Pfarrheim St. Nikolaus
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/immenstadt-pfarrheim
Mittwoch
23.03.2022
87561 Oberstdorf
Prinzregenten-Platz 1
16:30 Uhr - 20:00 Uhr
Oberstdorf Haus - Saal Nebelhorn
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/oberstdorf
Freitag
25.03.2022
87527 Sonthofen
Albert-Schweitzer-Str. 17
16:00 Uhr - 20:00 Uhr
Pfarrheim St. Christoph
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/sonthofen-pfarrheim
Donnerstag
31.03.2022
87474 Buchenberg
Schulstr. 9
16:00 Uhr - 20:00 Uhr
Grund- und Mittelschule/Eingang an der Bücherei
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/buchenberg
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news-614 Thu, 24 Feb 2022 12:00:00 +0100 365.000 Alarme pro Jahr /aktuell/presse-service/meldung/365000-alarme-pro-jahr.html BRK Oberallgäu erinnert an 40-jähriges Jubiläum des Hausnotrufs Vor 40 Jahren rief das Bayerische Rote Kreuz seinen Hausnotrufdienst ins Leben. Hintergrund war, älteren oder gesundheitlich beeinträchtigten Menschen mehr Sicherheit in den eigenen vier Wänden zu geben und ihnen möglichst lange ein selbstständiges Leben zu ermöglichen. Denn im Fall eines Notfalls kann per Knopfdruck schnell professionelle Hilfe geholt werden. Das System hat sich bewährt: Im Jahr 2021 verzeichnete das BRK bayernweit 365.000 Hausnotruf-Alarme – also 1.000 pro Tag. „Das zeigt die Wichtigkeit und die Wirksamkeit des Dienstes“, findet Thomas Sprinkart, Leiter der Sozialarbeit beim BRK Oberallgäu. Auch in Kempten und dem Oberallgäu seien Hausnotruf-Alarme und daraus resultierende Einsätze an der Tagesordnung.

Gründe für die Alarme seien beispielsweise Stürze in den eigenen vier Wänden, plötzliches Unwohlsein oder akute medizinische Notfälle. „In einem solchen Fall muss der Betroffene nur auf den Alarmknopf drücken, den er oder sie um den Hals oder am Handgelenk trägt, schon wird über die zuvor installierte Hausnotrufstation eine Sprechverbindung zu den qualifizierten Mitarbeitern des Hausnotrufdienstes hergestellt“, erklärt der Ansprechpartner für den Hausnotruf beim BRK Oberallgäu, Lothar Müller. „Sie klären mit der betroffenen Person zunächst, welches Problem vorliegt oder ob eventuell versehentlich auf den Knopf gedrückt wurde und leiten dann bei Bedarf umgehend weitere Schritte und Hilfsleistungen ein.“ Grundsätzlich sei der Dienst auch außerhalb der eigenen Wohnung möglich.

Aktuell vertrauten allein in Kempten und dem Oberallgäu rund 600 Kundinnen und Kunden auf den seit vielen Jahren existierenden Dienst des BRK Oberallgäu, die meisten von ihnen ältere Personen, die alleine leben, so Müller. „Mit dem Wissen, dass an sieben Tagen pro Woche rund um die Uhr im Notfall sofort Hilfe zur Stelle ist, fühlen nicht nur sie selbst sich sicherer und gelassener, sondern auch die Angehörigen werden entlastet. Sie sind wesentlich beruhigter und machen sich weniger Sorgen um ihre Lieben. Das gibt allen Beteiligten ein deutliches Plus an Lebensqualität.“

Interessierte können sich in Kempten und dem Oberallgäu direkt an den Kreisverband Oberallgäu wenden. Ansprechpartner ist Hr. Lothar Müller: hausnotruf@kvoa.brk.de; 0831/52292-39

Aktion

Zum Jubiläum spendiert das BRK die ersten 4 Wochen, wenn man im Aktionszeitraum bis 20.03.2022 einen Hausnotruf-Vertrag abschließt. Weitere Informationen unter www.hausnotruf.bayern bzw. www.hausnotruf-schwaben.de

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news-613 Fri, 18 Feb 2022 12:00:00 +0100 „Total geschockt“ – und dann? /aktuell/presse-service/meldung/total-geschockt-und-dann.html Ausbildungsleiter des BRK Oberallgäu erklärt, was ein Schockzustand ist und wie man dabei Erste Hilfe leisten kann „Ich hatte so einen Schock“, „Ich war richtig geschockt“- Sätze wie diese sind im Alltag immer wieder zu hören. Um was genau handelt es sich aber medizinisch gesehen bei einem Schock? Wie gefährlich ist ein solcher? Wie sollte er behandelt werden und was muss man dabei als Laie beachten? Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu, hat die Antworten.

„Ein Schock ist ein potenziell lebensbedrohlicher Zustand“, sagt Frank Schönmetzler. „Es gibt ganz unterschiedliche Arten und Auslöser eines Schocks. Dazu gehört beispielsweise starker Blutverlust aufgrund von Verletzungen oder auch starker Flüssigkeitsmangel, z.B. durch Verbrennungen oder nach starkem, länger anhaltenden Durchfall oder Erbrechen. Auch schwere Herzprobleme können einen Schock verursachen. Daneben gibt es den sogenannten anaphylaktischen Schock, der durch eine schwere allergische Reaktion ausgelöst wird, den septischen Schock aufgrund einer Blutvergiftung oder den hypoglykämischen Schock infolge einer starken Unterzuckerung bei Diabetikern. Der im Volksmund gern zitierte `Schock´ durch massives Erschrecken in einer Extremsituation, zum Beispiel durch das Miterleben eines Unfalls, ist hingegen meist eher eine psychische als eine körperliche Problematik.“

Grundsätzlich beruhe ein Schock auf einem Missverhältnis zwischen benötigter und tatsächlich vorhandener Sauerstoffmenge im Körper, erklärt der Fachmann. „Anders gesagt: der Körper bräuchte eigentlich dringend mehr Sauerstoff, als er in dem Moment bekommen kann. Aufgrund dieses Mangels konzentriert er die Versorgung auf die wichtigsten Organe. Dies kann allerdings gefährliche Folgen für die anderen Organe haben und – je länger der Zustand unbehandelt andauert – zu einem Kreislaufversagen und zum Tod führen.“

Als Anzeichen für einen „klassischen“ Schock nennt Frank Schönmetzler eine blasse Gesichtsfarbe, kalten Schweiß, beschleunigte Atmung und einen schnellen, schwachen Puls. „Viele der Betroffenen frieren und zittern. Bei anderen Schockformen ist die Haut hingegen warm und gerötet. Häufig sind die Personen sehr unruhig und ängstlich. Im weiteren Verlauf kann es zu auffälliger Teilnahmslosigkeit bis hin zur Bewusstlosigkeit kommen.“

Erste Hilfe bei Schock

  • Rettungsdienst unter 112 alarmieren
  • Betroffenen beruhigen und warmhalten (auf Decke/Jacke legen, zudecken)
  • sichtbare Blutungen stillen
  • in einigen – aber nicht in allen! - Fällen muss man den Betroffenen in Schocklage bringen, das heißt, den Oberkörper flach auf den Rücken legen, die Beine um etwa 30 Grad erhöht lagern
  • NICHT in die Schockklage bringen darf man Personen bei einer Verletzung an Schädel, Brust, Becken, Bauch und Wirbelsäule sowie bei Atemnot, Schmerzen in der Brust oder dem Verdacht auf eine akute Herzerkrankung/Herzinfarkt. Bei Letzterem muss der Oberkörper erhöht gelagert werden!
  • beim Patienten bleiben
  • regelmäßig Puls und Atmung kontrollieren
  • bei Bewusstlosigkeit und vorhandener Atmung: stabile Seitenlage
  • bei Bewusstlosigkeit und fehlender normaler Atmung: Herz-Lungen-Wiederbelebung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes

„Übrigens hat der `Schockraum´ in einer Klinik., von dem man manchmal hört, nicht direkt mit einem Schock zu tun“, klärt Schönmetzler abschließend auf. „Vielmehr handelt es sich dabei um einen Raum, in dem schwerverletzte oder akut lebensbedrohlich erkrankte Personen sofort nach ihrer Ankunft in der Notaufnahme behandelt werden.“

Das BRK Oberallgäu bietet regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse. Eine Kursübersicht gibt es hier: https://www.kvoberallgaeu.brk.de/kurse

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news-612 Thu, 17 Feb 2022 10:00:00 +0100 Totalausfall der Schulmensa der Grund- und Mittelschule Oberstaufen /aktuell/presse-service/meldung/totalausfall-der-schulmensa-der-grund-und-mittelschule-oberstaufen.html BRK Bereitschaft Oberstaufen sichert kurzerhand Essensversorgung der Kinder  Die Schulmensa der Grund- und Mittelschule Oberstaufen stand in dieser Woche (KW 7) vor einem Totalausfall. Grund dafür war, dass sich fast die komplette Belegschaft gleichzeitig im Krankenstand oder in Quarantäne befand. Was tun? Oberstaufens 1. Bürgermeister und Schulverbandvorsitzender Martin Beckel und Kämmerer Matthias Straub – er ist zugleich Geschäftsführer des Schulverbands – hatten die rettende Idee: Der Rathauschef sprach ein Unterstützungsersuchen zur Übernahme der Essensausgabe durch die BRK-Bereitschaft Oberstaufen im Rahmen eines „Betreuer vor Ort“-Einsatzes aus.

Der umgehend angefragte stellvertretende Oberstaufener Bereitschaftsleiter Michael Buhmann schaffte es, innerhalb kürzester Zeit den Dienstplan vom 11. bis zum 16.02.2022 mit geeigneten ehrenamtlichen Mitgliedern seiner Bereitschaft zu besetzen. „Nachdem jede Einsatzkraft neben einem Sanitätsgrundlehrgang auch einen Betreuungsdienst-Grundlehrgang absolvieren muss, ist eine solche Übernahme problemlos möglich“, erklärt Matthias Straub. „Alle Beteiligten sind wirklich froh und erleichtert über das unkomplizierte, unbürokratische und schnelle Einspringen der ehrenamtlichen Rotkreuz-Mitglieder. Ansonsten hätte es zur Folge gehabt, dass die Kinder keine Mahlzeiten erhalten hätten. Bei einzelnen von ihnen ist das Mensaessen leider die einzige vernünftige Mahlzeit, die sie am Tag erhalten.“

Fotos: BRK KV Oberallgäu / M. Straub

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news-611 Mon, 14 Feb 2022 10:00:00 +0100 Eingeschworenes Team mit großem Herzen /aktuell/presse-service/meldung/eingeschworenes-team-mit-grossem-herzen.html Mitarbeiter der DRS Group starteten Spenden- und Geschenkeaktion zu Gunsten der Obdachlosenunterkünfte Als die Mitarbeitenden des Unternehmens DRS Hagelschaden GmbH an einem Sonntag Ende vergangenen Jahres gemeinsam in einem Restaurant in Kempten saßen, beobachteten sie etwas, das sie alle zutiefst berührte: „Wir sahen, wie ein offenbar obdachloser Mann im Mülleimer nach Pfandflaschen suchte. Da wurde uns wieder klar, wie unendlich dankbar wir sein können - für den Job, den wir haben, dafür, dass wir gesund sind und wundervolle Menschen uns jeden Tag ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Darum wollten wir gerne etwas zurückgeben.“ In Folge des Erlebnisses startete das Team eine Spendenaktion zu Gunsten der Bewohnerinnen und Bewohner der beiden Kemptener Obdachlosenunterkünfte.

Gemeinsam überlegten die Kolleginnen und Kollegen, die aus den Niederlanden, Spanien und Deutschland stammen und seit August 2021 bei dem Unternehmen DRS Hagelschaden GmbH in Kempten für die Autohäuser der Seitz Gruppe in der Hagelschaden-Reparatur arbeiten, wie sie den bedürftigen Menschen mit einem sinnvollen Geschenk eine Freude bereiten könnten. Kurz entschlossen riefen sie auf Facebook zu einer Spendenaktion von Bargeld auf. Dabei kam ein Betrag von 2.000 Euro zusammen. Darüber hinaus übergaben sie kurz vor Weihnachten 50 liebevoll selbst gepackte Geschenketüten mit Hygieneartikeln wie beispielsweise Duschgel, Rasierschaum, Bodylotion und einigen leckeren Süßigkeiten an Amelie Lang, die Leiterin der Wärmestube mit Übernachtungsstelle des BRK Oberallgäu. Sie und ihr Team fahren jeden Sonntag die beiden Kemptener Obdachlosenunterkünfte mit einem Food-Trailer an und versorgen die Bewohnerinnen und Bewohner mit einer frischen, selbst gekochten Mittagsmahlzeit zum sehr kleinen Preis. Im Rahmen dessen überreichten sie auch die Tüten. „Die Frauen und Männer waren sehr überrascht, dass völlig fremde Menschen sich für ihr Schicksal interessieren und ihnen eine Freude machen wollten – so etwas sind sie gar nicht gewöhnt. Sie haben sich wirklich sehr gefreut“, so Amelie Lang. Auch für die Schenkenden war die Aktion eine schöne Erfahrung. Diana Lassak: „Ein paar von uns kennen sich schon lange, aber durch diese gemeinsame Aktion sind wir als Team so richtig zusammengewachsen.“

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news-610 Fri, 11 Feb 2022 10:00:00 +0100 BRK Oberallgäu hat den „Sonnenhof“ in Lauben übernommen /aktuell/presse-service/meldung/brk-oberallgaeu-hat-den-sonnenhof-in-lauben-uebernommen.html Gemeinde ist froh über Interimslösung für Seniorenheim Das BRK Oberallgäu hat Anfang Januar 2022 interimsweise die Trägerschaft des Seniorenheims „Sonnenhof“ in der Gemeinde Lauben übernommen und damit den Fortbestand der Einrichtung gesichert. Diese hätte sonst vor dem Aus gestanden, nachdem sich die vorherigen Betreiber nach mehr als 23 Jahren gesundheitsbedingt zum 31. Dezember zurückgezogen haben. Laubens Bürgermeister Florian Gröger zeigt sich erleichtert: „Der Gemeinderat und ich sind gottfroh, dass das BRK eingesprungen ist. Zwar ist die Gemeinde nicht verantwortlich für den Betrieb eines Pflegeheims, aber wenn wir den `Sonnenhof´ verloren hätten, wäre das nicht nur dramatisch für die Bewohner und die Pflegekräfte gewesen, sondern auf lange Sicht auch für alle Senioren in Lauben.“

Der „Sonnenhof“ am Rande des Laubener Ortsteils Heising wurde einst von dem Ehepaar Helga und Gerd Pesch in einem eigens dafür umgebauten Bauernhof ins Leben gerufen. Die frühere landwirtschaftliche Nutzung sieht man dem Gebäude auf charmante Weise noch immer an – es hat sich seine Ursprünglichkeit (inklusive traditionellem, eingezäunten Bauerngarten) bewahrt und besticht durch Überschaubarkeit und Familiarität. 38 Senioreninnen und Senioren leben derzeit hier. Sie sind in Einzel- und Doppelzimmern untergebracht, es gibt Gemeinschaftsräume und einen großen sonnigen Hof, von dem aus man einen herrlichen Blick auf Wiesen und die Berge in der Ferne hat.

Dass das Ehepaar Pesch sich eigentlich schon lange zurückziehen wollte, ist im Dorf bekannt. Doch ohne einen zuverlässigen Nachfolger, der das Heim in ihrem und im Sinne der Senioren weiterführt, wollten sie ihr Lebenswerk nicht aufgeben. Die Suche erwies sich als extrem schwierig. Zwar hatte zwischenzeitlich ein Investor angekündigt, auf dem etwa 12.000 Quadratmeter großen Areal rund um den „Sonnenhof“ eine große Seniorenwohnanlage mit 90 Pflegezimmern und 57 sogenannten „Service-Wohnungen“ zu errichten (im „Sonnenhof“ selbst sollten Unterkünfte für die Mitarbeiter geschaffen werden), doch die vollmundigen Versprechungen entpuppten sich als Farce. Als es an die konkreten Planungen ging, war plötzlich keine Rede mehr von einem klassischen Pflegeheim. Vielmehr sollten die 90 Plätze lediglich über einen 24-Stunden-Pflegedienst betreut werden. Das geänderte Konzept stieß auf breite Ablehnung im Gemeinderat. Seither ging die schwierige Suche weiter. Zuletzt stand Einrichtung nun vor dem Aus.

„Nachdem Familie Pesch auf die Gemeinde zugegangen ist und uns mitgeteilt hat, dass sie den Pflegevertrag zum Jahresende 2021 gekündigt hat, mussten wir schnell handeln“, sagt Bürgermeister Florian Gröger. „Zum einen ging es darum, die Institution für die Bewohnerinnen und Bewohner bis zu einem Neubau eines Pflegeheims zu erhalten, zum anderen wollten wir unbedingt das Personal vor Ort halten. Wären die Bewohner und Pflegekräfte erst einmal weg, wäre es für die Zukunft sehr schwierig, nahezu aussichtslos, einen Investor und Betreiber für ein neues Heim zu finden. Wir haben darum Kontakt mit dem Roten Kreuz im Kreisverband Oberallgäu aufgenommen und konnten uns glücklicher Weise über eine auf drei Jahre, bis 31.12.2024, befristete Trägerschaft einig werden.“

Alexander Schwägerl, der Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu erklärt: „Eine dauerhafte Trägerschaft wäre für uns nicht in Frage gekommen, aber angesichts der Notlage haben wir uns zu der dreijährigen Übergangslösung entschieden. Schließlich entspricht es dem humanitären Auftrag des Roten Kreuzes, für die Menschen da zu sein. In diesem Fall geht es um Senioren, die ansonsten womöglich ihren Pflegeplatz verloren hätten – und wir alle wissen, wie schwer Pflegeplätze heutzutage zu finden sind. Wir als BRK Oberallgäu möchten dazu beitragen, dass die Menschen in Lauben weiterhin sicher sein können, ein gutes wohnortnahes Angebot zur stationären Pflege zu haben.“

Nun hoffen BRK und Gemeinde, dass bald ein langfristiger Träger mit zukunftsfähigem Konzept gefunden wird. Die Gemeinde sei bereits mit einem potenziellen Investor im Gespräch, so Rathauschef Florian Gröger. „Mehr kann und darf ich momentan dazu nicht sagen. Nur so viel: Wichtig ist für uns, dass wir nicht nur über betreutes Wohnen reden, sondern eben auch über die stationäre Pflege. Beides sind sehr wichtige Bestandteile für uns. Außerdem werden noch Möglichkeiten besprochen, mit welchen zusätzlichen Maßnahmen oder Institutionen das neue Objekt auch eine offene Begegnungsstätte werden könnte.“

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news-609 Thu, 10 Feb 2022 10:00:00 +0100 Wechselhaftes Wetter erhöht Schlaganfallrisiko /aktuell/presse-service/meldung/wechselhaftes-wetter-erhoeht-schlaganfallrisiko.html Frank Schönmetzler vom BRK Oberallgäu erklärt, auf welche Warnzeichen man achten sollte Wechselhaftes Wetter mit schnellen Veränderungen von Temperatur, Luftdruck oder Luftfeuchtigkeit erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls deutlich. Zu dieser Erkenntnis gelangten Forscher des Universitäts-Klinikums Jena. Sie stellten fest, dass besonders Temperaturstürze gefährlich sind: pro drei Grad Celsius steigt das Schlaganfallrisiko um elf Prozent. Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu, erklärt, bei welchen Symptomen man hellhörig werden sollte und was im Zweifelsfall zu tun ist.

„Bei einem Temperaturabfall und generell bei Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen, um den Körper vor dem Auskühlen zu schützen“, führt Frank Schönmetzler aus. „Wenn nun ein Blutgerinnsel ins Gehirn gespült wird, können die bereits verengten Blutgefäße im Hirn dadurch verschlossen werden – die Folge ist ein Schlaganfall.“ Darum sollten vor allem Risikopatienten wie etwa Diabetiker oder Menschen mit Arterienverkalkungen auf Warnzeichen achten. Hierzu gehören beispielsweise ein einseitiges Taubheitsgefühl oder Kribbeln in Armen, Beinen oder im Gesicht, das bis hin zu einer Lähmung reichen kann, aber auch Sehstörungen, Verständnisstörungen, Schwindel oder plötzlich auftretende starke Kopfschmerzen.

„Einen Schlaganfall zu erkennen, ist oft nicht ganz leicht, denn die Symptome fallen nicht immer sofort auf und können daher leicht übersehen werden“, so der Experte. Er rät, den so genannten FAST-Test anzuwenden.


Der FAST-Test
Face (Gesicht): bitten Sie die betroffene Person zu lächeln. Wenn dabei ein Mundwinkel herabhängt, deutet das auf eine Halbseitenlähmung hin.
Arms (Arme): bitten Sie die betroffene Person, die Arme nach vorne zu strecken und die Handflächen nach oben zu drehen. Können nicht beide Arme gehoben werden, sinkt ein Arm wieder ab oder dreht sich die Handfläche wieder nach unten, ist von Lähmungserscheinungen auszugehen.
Speech (Sprache): bitten Sie die betroffene Person, einen einfachen Satz nachzusprechen. Gelingt dies nicht, klingt die Aussprache verwaschen oder kommt es zu auffälligen Verdrehern, kann eine Schlaganfallbedingte Sprachstörung vorliegen.
Time (Zeit): Bei einem Schlaganfall geht es praktisch um jede Sekunde. Je schneller er behandelt wird, desto geringer ist das Risiko bleibender Schäden.

„Zögern Sie schon beim geringsten Verdacht auf einen Schlaganfall nicht, sondern rufen Sie bitte sofort den Rettungsdienst unter 112 an und äußern Sie Ihren Verdacht auf Schlaganfall. Hier gilt die Devise: Lieber einmal umsonst als einmal zu spät“, betont Frank Schönmetzler.

Als Erste-Hilfe-Maßnahmen direkt nach dem Notruf empfiehlt er, die betroffene Person, sofern diese bei Bewusstsein ist, bequem und mit erhöhtem Oberkörper zu lagern. „Beruhigen Sie den Betroffenen und sorgen Sie für frische Luft. Geben Sie bitte nichts zu essen oder trinken, es besteht Erstickungsgefahr.“ Bei Bewusstlosigkeit sollte der Betroffene auf der gelähmten Seite (falls eine solche festzustellen ist) in die stabile Seitenlage gebracht und regelmäßig die Atmung kontrolliert werden. Wenn keine Atmung vorhanden ist, unbedingt bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen. Das kann dem Betroffenen das Leben retten!

Um in Notfällen helfen zu können, empfiehlt sich eine regelmäßige Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse. Informationen zu Kursen des BRK in Kempten und dem Oberallgäu gibt es unter www.kvoberallgaeu.brk.de.

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news-608 Wed, 09 Feb 2022 10:00:00 +0100 Alkohol und kalte Temperaturen – eine gefährliche Mischung /aktuell/presse-service/meldung/alkohol-und-kalte-temperaturen-eine-gefaehrliche-mischung.html Rettungsdienstleiter des BRK Oberallgäu bittet um Vernunft Fasching fällt auch in diesem Jahr weitgehend aus. Umzüge und öffentliche Partys wurden angesichts explodierender Corona-Infektionszahlen abgesagt. Auch im privaten Umfeld sind Feiern nur im kleinen Rahmen erlaubt. Peter Fraas, Rettungsdienstleiter beim BRK Oberallgäu, begrüßt dies aus Sicht des Rettungsdienstes.

„In normalen Jahren müssen wir in der Faschingszeit immer wieder zu Personen ausrücken, die während oder nach einer Party, einem Umzug oder Ball stark alkoholisiert irgendwo draußen in der Kälte gefunden wurden“, erklärt er. „Wir hoffen, dass dies heuer nicht der Fall sein wird, denn die Rettungsdienste sind pandemiebedingt ohnehin schon seit Monaten extrem stark beansprucht. Eine weitere Verschärfung der Situation aufgrund von Alkoholexzessen braucht wirklich niemand.“

Das Problem sei, dass viele Menschen die Wirkung des Alkohols und dessen Gefahren im Zusammenspiel mit kalten Außentemperaturen unterschätzen. „Wenn man sich stark alkoholisiert an der frischen Luft bewegt, zum Beispiel auf dem nächtlichen Heimweg, setzen unterwegs oft plötzlich Schwäche, Schwindel, Verwirrtheit oder Müdigkeit ein. Wenn es richtig kalt ist und der Betroffene sich dann hinsetzt oder -legt, sei es am Straßenrand oder auf der Wiese, kann das richtig gefährlich werden.“ Denn der Alkohol erweitere die Blutgefäße und beschleunige die Auskühlung. „Dies kann zu Bewusstlosigkeit und im schlimmsten Fall sogar zum Kreislaufstillstand führen“, warnt er.

Sein Rat: „Betrunkene Freunde und Bekannte nicht alleine losziehen lassen. Am besten ist es, im Vorfeld schon einen nüchtern bleibenden Fahrer zu organisieren. Wer eine betrunkene Person am Straßenrand findet, sollte diese ansprechen. Wenn keine Reaktion erfolgt, Atmung und Puls überprüfen und für Wärmeerhalt sorgen. Im Zweifelsfall umgehend den Notruf unter 112 alarmieren und bis zu dessen eintreffen in der Nähe bleiben.“ Bei aggressivem Verhalten könne auch die Polizei gerufen werden. Ganz wichtig zu wissen: Wenn die Person teilnahmslos und verwirrt wirkt, darf sie weder aktiv, also durch Bewegung, noch passiv, zum Beispiel durch Massieren der Arme und Beine erwärmt werden. „Denn wenn die Blutzirkulation durch Bewegung, Reiben oder kreislauffördernde Getränke angeregt wird, gelangt zu schnell kaltes Blut zu den lebenswichtigen Organen. Dies kann zu Organversagen und Herz-Kreislauf-Stillstand führen.“

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news-607 Tue, 08 Feb 2022 12:00:00 +0100 Tipps und Fakten rund um die 112 /aktuell/presse-service/meldung/tipps-und-fakten-rund-um-die-112.html Informationen des BRK Oberallgäu zum Tag des Notrufs Den Notruf, also Rettungsdienst und Feuerwehr, erreicht man in Deutschland sowie in der gesamten EU über die kostenfreie Telefonnummer 112. Anlässlich des europäischen Tages des Notrufs – dieser ist passender Weise am 11.2. - hat Peter Fraas, Rettungsdienstleiter des BRK Oberallgäu, einige interessante Fakten und hilfreiche Tipps rund um den Notruf parat.

Wenn es brennt, bei einem schweren Unfall, wenn sich eine Person schwer verletzt hat oder ein anderer medizinischer Notfall vorliegt, zum Beispiel bei Atemnot, Verdacht auf Herzinfarkt oder Schlaganfall, bei starken Blutungen, einem Stromunfall, Leblosigkeit oder Ähnlichem, sollte man schnellstmöglich einen Notruf tätigen. Rettungsdienst und Feuerwehr erreicht man unter der Telefonnummer 112. Diese Nummer gilt nicht nur in Deutschland, sondern in allen Mitgliedstaaten der EU sowie in 16 weiteren europäischen Staaten. Um sich die Nummer zu merken, gibt es verschiedene Eselsbrücken, zum Beispiel „1 + 1 = 2 - Hilfe kommt herbei!“

„Wer die 112 wählt, landet sofort bei der so genannten Integrierten Leitstelle, abgekürzt `ILS´. Diese wird in Kempten von der Stadt Kempten betrieben. Dort laufen alle Notrufe aus einer bestimmten Region zusammen“, erklärt Peter Fraas. „Handelt es sich um einen medizinischen Notfall, wird noch während des Anrufs die nächstgelegene Rettungswache alarmiert. Je nachdem, was passiert ist, werden dann einer oder mehrere Rettungswagen, gegebenenfalls auch ein Notarzt oder der Rettungshubschrauber zum Unglücksort geschickt.“

Wichtig sei es, als Anrufer genau zuzuhören und die Fragen des Mitarbeiters am Apparat zu beantworten, betont er. Dabei handelt es sich um die berühmten „W-Fragen“, also: Was ist passiert? Brennt es? Gab es einen Unfall o.Ä.? Welche Verletzungen können Sie erkennen? Wo soll der Rettungsdienst hinkommen? Wie lautet die Adresse und das Stockwerk bzw. wo genau ist die betroffene Person anhand von leicht erkennbaren oder bekannten Fixpunkten zu finden? Peter Fraas: „Sinnvoll ist es, eine Person gut sichtbar am Straßenrand zu postieren. Er oder sie soll die ankommenden Retter auf sich aufmerksam machen und schnellstmöglich zum Unglücksort führen. So wird keine wertvolle Zeit mit der Suche verschwendet.“ Wie viele Personen sind verletzt? Wer ist der Anrufer – bitte geben Sie Ihren Namen an. Warten Sie dann auf die Anweisungen der Leitstelle und befolgen Sie diese. Legen Sie erst auf, wenn Sie dazu aufgefordert werden.

Peter Fraas: „In Bayern müssen die Einsatzkräfte nach Möglichkeit eine Hilfsfrist von 12 Minuten einhalten, das heißt, sie sollten innerhalb von 12 Minuten nach dem Notruf am Ort des Geschehens eintreffen. Es kann sein, dass Sie bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes selbst Erste-Hilfe-Maßnahmen durchführen müssen, wie etwa eine Herzdruckmassage. In einem solchen Fall gibt der Mitarbeiter am Telefon Ihnen gegebenenfalls Anweisungen, was Sie genau zu tun haben.“

Übrigens: Den Notruf absichtlich aus Spaß oder als Telefonstreich anzurufen, ist nicht lustig, sondern strafbar!
Dem Verursacher droht eine Geldstrafe oder Gefängnis bis zu einem Jahr. Wenn man sich jedoch nur versehentlich vertippt hat, ist das nicht strafbar. „Legen Sie in diesem Fall bitte nicht einfach auf, sondern erklären Sie dem Mitarbeiter der Leitstelle, dass es sich um ein Missgeschick gehandelt hat“, rät Fraas. Und noch einen Rat hat der Experte parat: „Auf jedem Handy oder Smartphone befindet sich eine Notruftaste bzw. ein Notruf- oder SOS-Button. Schauen Sie sich genau jetzt einmal an, was Sie an Ihrem Gerät tun müssen, um zu diesem Button zu gelangen. Im Stress eines Notfalls können sich diese Sekunden, in denen Sie nicht erst suchen müssen, als lebensrettend erweisen.“

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news-606 Mon, 07 Feb 2022 09:00:00 +0100 40 Jahre BRK-Hausnotruf /aktuell/presse-service/meldung/40-jahre-brk-hausnotruf.html Werte Mitglieder und Mitarbeiter*innen, der Hausnotruf des Bayerischen Roten Kreuz feiert 40-jähriges Jubiläum. Das bedeutet 40 Jahre Sicherheit im eigenen Zuhause für ältere Menschen, die alleine leben, oder für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Das bedeutet aber auch Sicherheit und Entlastung für mehrere hunderttausend Angehörige in Bayern, die ihre Lieben daheim betreuen, sie im Alltag unterstützen oder einfach häufiger nach dem Rechten schauen.

Unsere über 700 Mitarbeiter*innen im Hausnotruf erbringen mit ihrem täglichen Einsatz einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag und unterstützen unsere über 60 000 Kunden und deren Angehörige. In 2021 wurden 365 000 Alarme in unseren sieben Hausnotruf-Zentralen fach-männisch bearbeitet. In 93 Prozent aller Fälle werden diese Notrufe durch unsere Strukturen mit Bezugspersonen oder Hintergrunddiensten gelöst. Lediglich bei sieben Prozent dieser Alarme ist eine Weiterleitung an die Integrierten Leitstellen und die Einleitung von medizinischer Hilfe notwendig. Dabei arbeiten wir ständig daran, die Belastung der Rettungskette weiter zu entlasten.

Am 7. Februar 2022 startet unsere langfristig angelegte Marketingkampagne, um unsere bedeutende Dienstleistung Hausnotruf in der Bevölkerung weiter bekannt zu machen. Unterstützen auch Sie unsere Kampagne und teilen die Informationen zum BRK-Hausnotruf auf Ihren Social-Media-Kanälen.

Weitere Informationen zum BRK-Hausnotruf:
www.hausnotruf.bayern

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news-605 Mon, 31 Jan 2022 14:22:00 +0100 Weltkrebstag verdeutlicht dringende Notwendigkeit von Blutspenden /aktuell/presse-service/meldung/weltkrebstag-verdeutlicht-dringende-notwendigkeit-von-blutspenden.html Mehr als 270 Blutspendetermine im Februar Trotz steigender Corona-Zahlen in der Bevölkerung ist das Blutspendeaufkommen in Bayern dank des unermüdlichen Einsatzes aller Beteiligten aktuell noch relativ stabil. Mit Blick auf die Prognosen der kommenden Wochen ist es für eine weiterhin sichere Versorgungslage ausschlaggebend, diesen kontinuierlichen Kurs weiter halten zu können.

Am 4. Februar 2022 findet zum 22. Mal der Weltkrebstag statt. Entgegen häufiger Annahmen wird ein großer Anteil des gespendeten Blutes für chronisch kranke Mitmenschen im Rahmen der Krebstherapie dringend benötigt. Jede einzelne Blutspende trägt dazu bei, akut und chronisch kranken Menschen neues Leben zu schenken.

Blutspendetermine können, dürfen und müssen daher ungeachtet der pandemischen Entwicklungen weiterhin stattfinden. Es gibt keinerlei künstliche Alternative zu gespendetem Blut. Die Termine des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD) unterliegen generell äußerst strengen, hygienischen Regularien. Umfangreiche infektionseindämmende Maßnahmen sowie die aktuell geltenden Zulassungsbestimmungen gewährleisten weiterhin einen hohen Schutz für Blutspenderinnen und Blutspender sowie haupt- und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.
Die geplanten Blutspendetermine für Februar 2022 sind beigefügt. Eine entsprechende Reservierung im Vorfeld ist erforderlich.

Alle Termine sowie eventuelle Änderungen, aktuelle Maßnahmen und Informationen rund um das Thema Blutspende in Zeiten von Corona sind unter 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com tagesaktuell abrufbar. Facebook & Instagram: @blutspendebayern.
 

Hintergrundinformationen über die Blutspende

Wer Blut spenden kann:
Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Mehrfachspender ist ein Alter von 72 Jahren (d.h. bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag). Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren und bei Erstspendern über 60 Jahren erfolgt die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen. Zur Blutspende mitzubringen ist unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein (jeweils das Original) und der Blutspendeausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis. Spendewillige mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen und Menschen mit direktem Kontakt zu Coronavirus(SARS-CoV-2)-Erkrankten werden nicht zur Spende zugelassen. Auf allen angebotenen Terminen besteht eine unumgängliche FFP2-Maskenpflicht.
 
Eine Blutspende ist generell vor und nach einer (Booster-) Impfung gegen SARS-CoV-2 problemlos möglich. Bei allen derzeit in Deutschland eingesetzten Impfstoffen ist laut Paul-Ehrlich-Institut grundsätzlich keine Rückstellung bis zur nächsten Blutspende erforderlich. Wir empfehlen allerdings rein vorsorglich, nach der Impfung einen Tag bis zur Blutspende zu warten, um eventuell auftretende Nebenwirkungen abgrenzen zu können.

Darum ist Blutspenden beim BRK so wichtig:
Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt.
Der Blutspendedienst des BRK (BSD):
Der BSD wurde 1953 vom Bayerischen Roten Kreuz mit dem Auftrag gegründet, die Versorgung mit Blutprodukten in Bayern sicherzustellen. Er trägt die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Als modernes pharmazeutisches Unternehmen ist der BSD heute ein aktiver Partner im bayerischen Gesundheitswesen. Mit seinen ca. 670 engagierten Mitarbeitern sowie zusätzlich mehr als 230 freiberuflich tätigen Spendeärzten und ca. 12.500 ehrenamtlichen Helfern aus den 73 Kreisverbänden des BRK organisiert der BSD jährlich ungefähr 4.000 mobile und 1.100 stationäre Blutspendetermine.

Spenderservice:
Alle Blutspendetermine und weiterführende Informationen für Spender und an der Blutspende Interessierte, beispielsweise zum kostenlosen Gesundheitscheck, sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet abrufbar. Wir empfehlen unsere Blutspende-App für iOS und Android (www.spenderservice.net): Individuelle Spendeinfos, Terminerinnerungen und Blutspende-Forum.

 

Auf einen Blick sind hier die aktuellen Termine im KV Oberallgäu:

Montag
07.02.2022
87435 Kempten
Haubenschloßstr.12
15:30 Uhr - 20:00 Uhr
BRK-Haus
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/kempten
Dienstag
08.02.2022
87435 Kempten
Haubenschloßstr.12
15:30 Uhr - 20:00 Uhr
BRK-Haus
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/kempten
Freitag
18.02.2022
87527 Sonthofen
Albert-Schweitzer-Str. 17
16:00 Uhr - 20:00 Uhr
Pfarrheim St. Christoph
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/sonthofen-pfarrheim
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news-604 Wed, 26 Jan 2022 15:08:00 +0100 BRK Fördermitglieder /aktuell/presse-service/meldung/brk-foerdermitglieder.html Telefonische Erhöhungsaktion startet am 31.Januar 2022 Auch in 2022 führen wir Werbeaktionen im Bereich unserer Fördermitglieder durch. Am 31.Januar 2022 startet eine telefonische Erhöhungsaktion bei unseren Fördermitgliedern im südlichen Landkreis für mehrere Wochen mit unserem Werbepartner, der Kober GmbH.

Wir werden unsere Fördermitglieder telefonisch kontaktieren, um Ihnen für Ihre jahrelange Unterstützung und Treue zu danken, sie über unsere Angebote zu informieren und außerdem um eine freiwillige Beitragserhöhung zu bitten.
Ausgenommen von dieser Aktion sind Mitglieder ab 76 Jahren sowie im Jahr 2021 geworbene Neumitglieder. Eine Änderung des jeweiligen Jahresbeitrages wird jedem Fördermitglied am Ende der Aktion schriftlich bestätigt.

Diese Telefonaktion ist für uns notwendig, um auch künftig unser breites Leistungsangebot zu sichern und steigende Kosten abzudecken.

Unsere Mitglieder werden von der Telefonnummer 07361/8292-... angerufen.

Bei Rückfragen zu dieser Aktion wenden Sie sich bitte an Frau Birgit Schaller (0831/52292-95) oder an folgende E-Mail: mitgliederservice(at)kvoa.brk.de.

 

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news-603 Sat, 22 Jan 2022 15:08:00 +0100 FAQ: Eisflächen und zugefrorene Gewässer /aktuell/presse-service/meldung/faq-eisflaechen-und-zugefrorene-gewaesser.html Die Wasserwacht Bayern informiert Warum sind zugefrorene Gewässer so gefährlich?
Die Eisstärke, ihre Beschaffenheit und somit die Tragfähigkeit können stark schwanken und sich selbst in einem kleinen Umkreis enorm verändern. Deshalb ist es trügerisch, sich darauf zu verlassen, dass das Eis hält. Denn die Entwicklung des Eises ist von vielen Faktoren abhängig, beispielsweise von Luft- und Wassertemperatur, Wind, Strömung (u.a. von einmündenden Bächen, Flüssen oder Quellen), von der Wassertiefe und einem sich ändernden Wasserstand, Pflanzenbewuchs unter Wasser, Schnee auf dem Eis (der isolierend wirkt und so potenzielle Schwachstellen verdeckt) oder Erwärmung des Eises durch Sonnenschein.

Wann ist das Eis tragfähig?
Es muss in der Regel mehrere Wochen strengen Frost geben, damit Gewässer vollständig zufrieren. Aufgrund der vielen Einflussfaktoren auf die Eisdicke (siehe oben), gibt es keine verlässliche Antwort auf diese Frage.

Warum ist das Einbrechen in zugefrorene Gewässer lebensgefährlich?
Im kalten Wasser kann sich ein Mensch in der Regel nur wenige Minuten über Wasser halten. Schnell lassen die Kräfte nach und man ist stark geschwächt. Wer ins Eis einbricht, verliert bei den niedrigen Wassertemperaturen schnell das Bewusstsein und läuft so Gefahr zu ertrinken.

Was sind Anzeichen für eine zu dünne Eisschicht?
Unter anderem dunkle (oder schwarze) Stellen im Eis zeigen an, dass die Schicht noch viel zu dünn ist. Auch verschneite Eisflächen und bewachsene Uferzonen sind zu meiden. Ebenso wie Seen, die von Bächen oder Flüssen durchzogen sind. An den Ein- oder Ausflüssen kann innerhalb weniger Meter das Eis deutlich dünner als auf dem Rest des Sees sein.

Wie verhält man sich, wenn das Eis knackt?
Falls das Eis knistert und knackt, am besten flach hinlegen, um das Gewicht zu verteilen und in Bauchlage ruhig in Richtung Ufer bewegen bzw. robben.

Wie verhält man sich, wenn man selbst ins Eis eingebrochen ist?

  • Ruhe bewahren, laut um Hilfe rufen und auf sich aufmerksam machen.
  • Wenig bewegen, da der Körper sonst noch schneller auskühlt.
  • Sich über Wasser halten, nicht unter das Eis geraten. Sich falls möglich am Rand des Eises festhalten und/oder auf dickeres Eis hochziehen, gegebenenfalls auch seitwärts mit Händen und Füßen gleichzeitig.
  • Falls das Eis beim Versuch, darauf zu klettern weiter einbricht, kann man sich langsam Richtung Ufer bewegen, indem man mit Ellenbogen oder Fäusten die Eisfläche zerschlägt.

Wie kann man helfen, wenn jemand ins Eis eingebrochen ist?

  • Sofort Notruf 112 wählen!
  • Die eingebrochene Person beruhigen.
  • Falls möglich, die eingebrochene Person mit Hilfsmitteln wie Rettungsring, Leitern (teilweise an Seen am Uferbereich vorhanden), Ästen, Abschleppseilen oder ähnlichen Gegenständen absichern.
  • Nur selbst ans vereiste Wasser gehen, wenn man über eine dritte Person mit einem Seil gesichert ist und am besten liegend (z. B. mit einer Leiter als Hilfsmittel, um das Gewicht auf dem Eis bestmöglich zu verteilen).
  • Keinen direkten Kontakt mit dem Verunfallten herstellen (nicht die Hand reichen), immer einen Gegenstand oder Hilfsmittel dazwischen lassen.
  • Die verunfallte Person an Land bringen, bei Bewusstlosigkeit in der stabilen Seitenlage lagern, vor Kälte schützen, bis der Rettungsdienst eintrifft.
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news-602 Thu, 20 Jan 2022 09:00:00 +0100 „Bitte lassen Sie sich impfen“ /aktuell/presse-service/meldung/bitte-lassen-sie-sich-impfen.html Hilfsorganisationen, Polizei, Feuerwehren und Technisches Hilfswerk rufen zur Impfung auf In einem gemeinsamen Appell rufen die bayerischen Hilfsorganisationen (Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), das Bayerische Rote Kreuz (BRK), die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), der Malteser-Hilfsdienst e.V. (MHD)), die Bayerische Polizei, der Landesfeuerwehrverband Bayern und das Technische Hilfswerk zur Corona-Schutzimpfung auf.

Das prognostizierte Erreichen der endemischen Lage gegen Ende dieses Jahres ist aus Sicht der Blaulichtorganisationen ein wichtiges und hoffnungsstiftendes Signal. Die hohe Infektiosität der derzeit deutlich dominierenden Omikronvariante sollte für jede*n Unentschlossene*n Anlass dazu sein, sich impfen zu lassen – auch um das Gesundheitssystem zu schonen und das öffentliche Leben aufrechtzuerhalten.

„Impfungen haben sich als bestmöglicher Schutz gegen einen schweren Krankheitsverlauf bewährt“, so der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Bevölkerungsschutz, Leonhard Stärk. „Mehr denn je gilt es, Unentschlossene von einer Impfung zu überzeugen, Zweifachgeimpfte zu einer Auffrischung zu bewegen und ein quarantänebedingtes Lahmlegen des öffentlichen Lebens abzuwenden. Jeder und jedem muss klar sein: Wer sich nicht impfen lässt, trägt dazu bei, dass das Licht am Ende des Tunnels dunkler wird.“

Der stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Bevölkerungsschutz, Christoph Friedrich, ergänzt: „Seit mehr als zwei Jahren arbeiten wir Hilfsorganisationen und Wohlfahrtsverbände an unseren Belastungsgrenzen. Ein erneutes Zusammenwirken der gesamten Gesellschaft ist nun notwendig.“

Landespolizeipräsident Prof. Dr. Wilhelm Schmidbauer schließt sich dem Appell an und ergänzt: „Wir von der Polizei können gut vor Kriminellen schützen. Gegen das hochgefährliche Coronavirus helfen aber weder Streifenwagen noch Handschellen. Hier ist die Impfung der Garant für Sicherheit! Daher: Lassen Sie sich impfen zum Schutz für uns alle!“

Der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Bayern, Johann Eitzenberger, schließt sich stellvertretend für die bayerischen Feuerwehren dem Appell an und unterstreicht: „Wer sich Impfen lässt, schützt nicht nur sich und andere, sondern trägt damit auch aktiv zum Erhalt der Einsatzbereitschaft bei den Feuerwehren und Rettungsorganisationen bei. Nur wer selbst gesund ist, kann auch anderen jederzeit hilfreich zur Seite stehen.“

Auch das Technische Hilfswerk (THW) schließt sich dem Appell an. Der Landesbeauftragte Dr. Fritz Helge Voß betont: „Gegen Corona hat das THW eine logistische Kraftanstrengung vollbracht, auch im Impfgeschehen. Wichtig ist es, dass nun Impfangebote von uns allen konsequent in Anspruch genommen werden.“

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news-601 Wed, 19 Jan 2022 09:00:00 +0100 BRK erprobt neue Atemschutz-Geräte /aktuell/presse-service/meldung/brk-erprobt-neue-atemschutz-geraete.html „Versaflo“ soll Erleichterungen im Rettungsdienst bringen Wenn der Rettungsdienst Corona-Patienten transportiert, muss der maximale Schutz der Besatzung vor einer Ansteckung sichergestellt sein. Die Mitarbeitenden tragen Ganzkörper-Schutzanzüge inklusive Schutzbrille und FFP2- oder FFP3-Maske – und das mitunter über mehrere Stunden. Dies stellt eine große körperliche Belastung dar. Nun testet das BRK in Kreisverband Oberallgäu Atemschutz-Geräte, durch die das Tragen der Masken und Schutzbrillen überflüssig wird.

Die Geräte der Firma 3M tragen den Namen „Versaflo“. Sie wurden ursprünglich für Lackierbetriebe und Betriebe mit hoher Feinstaubbelastung hergestellt. Stattet man Sie mit einem geeigneten Filter aus, eignen sie sich auch für den medizinischen Bereich. In einigen Kliniken kommen die Geräte bereits zum Einsatz. Das BRK testet seit kurz vor Weihnachten zwei der Geräte an der Rettungswache Altusried. Der dort stationierte Rettungswagen wurde explizit für längere Verlegungsfahrten ausgerüstet.

Peter Fraas, Rettungsdienstleiter beim BRK Oberallgäu, erklärt: „Der Vorteil bei den Geräten ist, dass die oder der Mitarbeitende mit einem Schutzhelm arbeitet, an dem ein Visier angebracht ist. Somit kann auf Schutzbrille und FFP-Maske verzichtet werden und Brillenträger können ihre Sehstärkenbrille weiter tragen. Durch einen externen Filter wird von außen Luft in den Helm geführt. Dadurch bleibt ein Anlaufen des Visiers und der eigenen Brille aus und man kann gerade bei längeren Transporten effizient arbeiten, ohne dass es zu wesentlichen Sehbehinderungen kommt. Der Helm ist mit einer gummiartigen Textilschicht ausgerüstet, die das Gesicht zuverlässig vor der Außenwelt abdichtet.“

Man befinde sich gerade in der Testphase mit zweien solcher Geräte. „Sie werden von denjenigen Kollegen genutzt, die sich im Patientenraum des Rettungswagens beim Patienten befinden, also entweder nur vom Notfallsanitäter oder aber vom Notfallsanitäter und dem Notarzt“, so Fraas. „Weitere Geräte befinden sich im Zulauf und sollen im Verlegungsarzt-Dienst eingesetzt werden. Vermutlich werden wir bei positivem Abschluss der Testung auch für weitere Standorte solche Systeme anschaffen.“

Die Beschaffung erfolgt über das BRK in Eigenregie. Ein Starterpaket mit 2 Sets inklusive Batterieladegerät und mehreren Ersatzfiltern kostet rund 2000 Euro. Die Systeme können mehrfach verwendet werden, der Filter, der regelmäßig ausgetauscht werden muss, kostet rund 25 Euro pro Gerät. „Diese Investition kommt dem Schutz des gesundheitlichen Wohls unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Gute und das ist uns extrem wichtig.“

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news-600 Mon, 17 Jan 2022 14:00:00 +0100 „Von mir extra für Dich“ /aktuell/presse-service/meldung/von-mir-extra-fuer-dich.html Berufsschüler*innen beschenkten Menschen in den Obdachlosenunterkünften Auch wenn Weihnachten schon ein paar Tage zurückliegt, möchten wir dennoch noch über eine besondere weihnachtliche Spendenaktion berichten, welche die Schülerinnen und Schüler der Berufsschule III in Kempten durchgeführt haben. Denn dabei steht eigentlich nicht das Fest der Liebe im Mittelpunkt, vielmehr geht es um die Schärfung des Blicks für die Lebensumstände von Menschen, mit denen es das Schicksal weniger gut gemeint hat.

Im Jahr 2019 hatte der an der Berufsschule unterrichtende Lehrer Jakob Schulze eine Spendenaktion in Kempten ins Leben gerufen, mit der er einerseits Gutes tun und andererseits die Schülerinnen und Schüler wirklich erreichen wollte. Er vertrat die Ansicht, dass Hilfsaktionen für die jungen Menschen wenig greifbar seien, wenn die Bedürftigen weit weg lebten und anonym blieben. Nachvollziehbarer, weil unmittelbarer, sei es, wenn es sich um Menschen aus der Lebensnachbarschaft handele. Die Schülerinnen und Schüler waren begeistert von der Idee und führten diese nun zum dritten Mal in Folge durch, 2021 mit Begleitung von Oberstudienrätin Claudia Stöckl – sie übernahm den Part von Jakob Schulze, der mittlerweile nicht mehr an der BS III unterrichtet.

Den Kern der Aktion bildete ein Weihnachtsbaum in der Aula des Schulgebäudes, an dem in der Vorweihnachtszeit Wunschzettel von Menschen aufgehängt wurden, die ganz in der Nähe leben und denen es weniger gut geht. Dazu gehörten etwa Besucher der Wärmestube mit Übernachtungsstelle des BRK Oberallgäu oder Bewohner der Obdachlosenunterkünfte in Kempten. Auf den Zetteln standen kleine Wünsche im finanziell sehr überschaubaren Rahmen wie etwa „Ein Duschgel“ oder „Ein Feuerzeug“. Die Schülerinnen und Schüler aus den verschiedensten Ausbildungsrichtungen (Fleischer, Nahrungsmittelverkauf, Konditor, Bäcker, Landwirt, Florist, Gärtner, Kinderpflege und Sozialpflege) nahmen diese Wunschzettel ab, besorgten den gewünschten Artikel und hängten die kleinen Päckchen wieder an den Baum. Danach wurden die Geschenke den Empfängern übergeben. Einige der Schülerinnen und Schüler begleiteten dazu den Food-Trailer der Wärmestube zu den Obdachlosenunterkünften und verteilten ihre kleinen Präsente direkt an die Menschen dort. „`Spielregel´ war, dass das Geschenk nicht gebraucht sein sollte, sondern, wenn auch preislich sehr bescheiden, etwas Neues und liebevoll verpackt, also nicht nach dem Motto: `Ich brauch´s eh nicht mehr“, sondern: `Das ist von mir extra für Dich´. Es ging um die Geste“, erklärt Amelie Lang, die Leiterin der Wärmestube mit Übernachtungsstelle des BRK Oberallgäu. „Die wohl eindrücklichste Erfahrung für die jungen Leute war die Bescheidenheit der Wünsche. Während die eigenen Weihnachtswünsche vielleicht ein teures digitales IT-Gadget waren, wünschte sich ein anderer Mensch einfach eine kindgerechte Weihnachtskarte. Das regt schon zum Nachdenken an und ändert die Perspektive“, ist sie sicher.

Bei den Beschenkten sorgte die Aktion für großer Freude. „Gerade für die Menschen in den Obdachlosenunterkünften war unsere Präsenz mit dem Food-Trailer, mit dem wir an allen Weihnachtsfeiertagen warme, frisch zubereitete Speisen brachten, sowie diese Bescherung durch die Schülerinnen und Schüler eine ganz neue Erfahrung. Es war einfach eine große Dankbarkeit da über die jungen Menschen, die an andere gedacht und ihnen ein Geschenk verpackt hatten. Die Freude war riesengroß.“

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news-599 Tue, 11 Jan 2022 14:00:00 +0100 Mehr als 34.000 Mal ausgerückt /aktuell/presse-service/meldung/mehr-als-34000-mal-ausgerueckt.html BRK Oberallgäu verzeichnete 2021 gestiegene Einsatzzahlen Das Bayerische Rote Kreuz im Kreisverband Oberallgäu hat seine Einsatzzahlen des Jahres 2021 vorgelegt. Diese sind im Vergleich zum Jahr 2020 in nahezu allen Bereichen, teils deutlich, angestiegen - und dies trotz der ausgefallenen Skisaison 2020/21. Rettungsdienstleiter Peter Fraas: „Die Corona-Pandemie hatte uns auch 2021 fest im Griff. Die durchschnittlichen Einsatzzeiten bei Rettungsdienst, Notarzt und Krankentransport haben sich bedingt durch die erforderlichen extrem aufwändigen Hygienemaßnahmen, durch längere Transportwege sowie durch Verlegungen von durchschnittlich 76 Minuten in 2020 auf 88 Minuten in 2021 erhöht - bei 33.000 Gesamteinsätzen macht das 6.600 Stunden aus!“

Das BRK Oberallgäu verzeichnete im Jahr 2021 insgesamt 33.117 Einsätze per Fahrzeug – das sind 1.730 mehr als im Jahr 2020. Die Rettungseinsätze des Rettungsdienstes beliefen sich auf 4.075 (2020: 3.433), also durchschnittlich mehr als 11 pro Tag. In 5.548 Notfällen wurde der Notarzt hinzugezogen (2020: 5.630). Ein gutes Drittel aller Einsätze, genauer gesagt 11.932, entfielen auf Krankentransporte (2020: 11.752). Ein weiteres rundes Drittel, nämlich 11.562 Einsätze, konnte nicht verrechnet werden (2020 hatte deren Zahl um 990 niedriger gelegen). Peter Fraas erklärt: „Hierbei handelt es sich um Fälle, in denen die Kosten für den Einsatz niemandem in Rechnung gestellt werden können, zum Beispiel, wenn sich vor Ort zeigt, dass trotz des Notrufs gar kein Notfall vorliegt oder wenn der Patient oder die Patientin den Transport verweigert. Meist handelt es sich aber um Fahrten, bei denen der Notarzt zusätzlich zum Rettungswagen mit einem eigenen Fahrzeug zum Einsatzort kommt. Dann kann nur der Rettungswagen abgerechnet werden, das Notarzt-Einsatz-Fahrzeug aber nicht. Des Weiteren zählen zu den nicht verrechnungsfähigen Einsätzen sogenannte Gebietsabsicherungen. Die kommen dann zum Tragen, wenn alle Fahrzeuge eines Einsatzgebietes bereits langfristig gebunden sind. In solch einem Fall rückt das Fahrzeug der Nachbarwache in Richtung des betroffenen Gebietes, um für beide Standorte zeitgerecht einen Einsatz abzuarbeiten zu können.“

Zu den Einsätzen der sogenannten Landrettung (also per Fahrzeug) kamen weitere 1.580 Luftrettungseinsätze des Rettungshubschraubers Christoph 17 hinzu. Die gesamten gefahrenen Kilometer von Krankentransport, Rettungsdienst und Notarzt summierten sich 2021 auf 995.078. Das waren 90.175 km mehr als im Jahr zuvor und entspricht fast 25 Erdumrundungen.

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news-598 Wed, 29 Dec 2021 13:00:00 +0100 Road Captain „Hasi“ kocht, Oma und Mama häkeln Mützen /aktuell/presse-service/meldung/road-captain-hasi-kocht-oma-und-mama-haekeln-muetzen.html Herzerwärmende Aktion der Motorradfreunde „Night Brothers“ zu Gunsten der Wärmestube Bei den Motorradfreunden „MF-Nightbrothers“ verbergen sich hinter der scheinbar harten Fassade und den schwarzen Kutten Herzen aus Gold. Wie schon in den beiden vergangenen Jahren stellte sich Road Captain Christian alias „Hasi“ - seines Zeichens gelernter Koch - auch jetzt wieder an den Herd, um die Gäste von Wärmestube und Übernachtungsstelle sowie (erstmals) auch die Bewohner der Obdachlosenunterkünfte der Stadt Kempten zu bekochen. Als besonders herzige Extraüberraschung gab es obendrein 150 Geschenketüten mit selbstgehäkelten Mützen für die bedürftigen Gäste.

Road Captain „Hasi“ bereitete mit tatkräftiger Unterstützung seiner Mutter Diana und seiner Oma Margitta in der Küche der Wärmestube ein leckeres Gulasch mit Blaukraut, Spätzle und Salat zu, das er und seine Biker-Kollegen dann in der Wärmestube servierten. Dass das Essen für die Gäste kostenlos war, verstand sich für die Nightbrothers von selbst –die Motorradfreunde sponserten sämtliche Speisen. Diese konnten sogar in den gemütlichen Räumlichkeiten der Wärmestube eingenommen werden. „Wir konnten nach 14 Tagen Schließung genau an diesem Tag endlich den Innenbetrieb wieder öffnen“, freut sich Amelie Lang, die Leiterin der Wärmestube mit Übernachtungsstelle des BRK Oberallgäu. Somit mussten die Gäste die Speisen nicht vor der Tür abholen, sondern konnten gemeinsam essen, selbstverständlich unter Einhaltung aller gegebenen Hygieneregeln.

„Die Köchinnen und Köche hatten riesigen Spaß, haben viel gelacht und gute Stimmung verbreitet. Sie haben sich mit unseren Gästen unterhalten und dabei echtes Interesse gezeigt“, erzählt sie begeistert. Einige weitere Mitglieder fuhren mit dem Food-Trailer der Wärmestube zu den Obdachlosenunterkünften in der Reinhartserstraße 2 und am Schumacherring 123, um die Mahlzeit auch an die dortigen Bewohner auszugeben. Auch hier seien die Biker sehr herzlich aufgenommen worden. In diesem Jahr gab es sogar noch eine zusätzliche Überraschung: Mama Diana und Oma Margitta hatten ein ganzes Jahr lang gehäkelt, um 150 Geschenketüten für die bedürftigen Gäste mit ebenso vielen, bunten und kuschelwarmen Mützen zu bestücken.

Amelie Lang: „Die Nightbrothers sind bei uns immer gerne gesehen und ihr Besuch war wieder eine ganz tolle und herzerwärmende Sache.“ Einige der Mitglieder seien eigens aus ganz Deutschland und sogar aus Holland angereist, um bei der Aktion zu helfen. „Drei weitere sind zudem Kollegen von uns: Sie arbeiten ebenfalls beim BRK Kreisverband Oberallgäu als Notfallsanitäter auf der Wache Kempten, die sich im selben Gebäude befindet. Ich finde es wunderbar, dass uns Notfallsanitäter unserer eigenen Wache unterstützen – nicht nur weil, sondern auch obwohl sie unsere Arbeit hautnah mitbekommen. Denn dabei sehen sie ja, dass es nicht immer leicht ist und mitunter auch Auseinandersetzungen gibt. Dennoch ziehen sie sich nicht zurück, sondern unterstützen uns. Das ist ein Zusammenhalt, der mich wirklich, wirklich, wirklich tief berührt!“

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news-597 Mon, 27 Dec 2021 13:00:00 +0100 Sie wissen sich immer zu helfen - das Team Wärmestube /aktuell/presse-service/meldung/sie-wissen-sich-immer-zu-helfen-das-team-waermestube.html Die Mitarbeitenden der Wärmestube Kempten des BRK Oberallgäu sind wahre Improvisationstalente Aufgeben oder klein beigeben ist nicht ihr Ding - das Team Wärmestube ist es gewohnt, zu improvisieren, Pläne zu ändern, andere Wege einzuschlagen.

Als der Christkindlmarkt Kempten abgesagt wurde, auf welchem das BRK Oberallgäu zugunsten der Tafel und Wärmestube Glühwein und Plätzchen verkaufen wollte, waren die Zutaten für die Plätzchen schon eingekauft und erste Sorten bereits gebacken. Was tun? Ganz einfach: Das Team um Roswitha mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, Freunden und Freundinnen hat unermüdlich und fleißig weitergebacken! Und dank Feneberg Lebensmittel haben sie dann mittels des Food-Trailers der Wärmestube, der Sonntags die Obdachlosenunterkünfte Kemptens anfährt um Essen auszuliefern, 52 Kilogramm Plätzchen vor dem Fenepark in Ursulasried an einem furchtbar nasskalten Samstag zugunsten der Wärmestube restlos verkauft. Das ist das Engagement der in der Wärmestube Tätigen!

 

 

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news-596 Thu, 23 Dec 2021 13:00:00 +0100 Überwältigende Hilfsbereitschaft /aktuell/presse-service/meldung/ueberwaeltigende-hilfsbereitschaft.html Wärmestube Kempten dankt für große Unterstützung Die Wärmestube mit Übernachtungsstelle, die das BRK Oberallgäu in der Immenstädter Straße 12 in Kempten betreibt, ist eine wichtige Anlaufstelle für Menschen in Not. In der Vorweihnachtszeit durften sich das Team um Einrichtungsleiterin Amelie Lang und die Gäste über großzügige Unterstützung vonseiten mehrerer Allgäuer Unternehmen freuen. Die Hilfe kommt direkt bei den Betroffenen an.

Das Autohaus Seitz - Volkswagen Zentrum Kempten überraschte die Wärmestube mit einer Spendenaktion der etwas anderen Art. Die KFZ-Mechaniker:innen, KFZ-Mechatroniker:innen und das gesamte Team stellten den Erlös einer Autoreparatur zu 100% als Spende zur Verfügung. Diese kommt den Menschen, die an den Weihnachtsfeiertagen mit Essen versorgt werden, in Form von liebevoll gepackten weihnachtlichen Überraschungs-Wundertüten zu Gute.

Die Raiffeisenbank im Allgäuer Land Altusried ließ der Wärmestube mit Übernachtungsstelle ihrerseits eine Spende in Höhe von 6.000 Euro zukommen. „Wir hatten mit einer derartigen Spende überhaupt nicht gerechnet“, gibt Amelie Lang zu. „Wir sind wirklich dankbar dafür.“ Auch Ofenbauer Otto Gschwend aus Kempten spendete mit seinem Unternehmen 1.500 Euro. Er möchte damit Menschen in Kempten unterstützen, die weniger gute Bedingungen im Leben vorfanden, die existenziell in Not, wohnungs- beziehungsweise obdachlos und bedürftig sind. Firmeninhaber Otto Gschwend machte sich ganz persönlich ein Bild von der Arbeit in der Einrichtung. Er besichtigte die Übernachtungsstelle und Wärmestube, hörte sich aufmerksam die Schilderungen von (anonymisierten) Einzelschicksalen, aber auch Erfolgserlebnissen der Menschen an.

„Das gespendete Geld hilft uns sehr bei anstehenden Investitionen wie beispielsweise einer Kühlzelle, mit der wir Waren, die über die Tafel kommen, in noch größeren Mengen verarbeiten und eingefrieren könnten. Die noch bessere Verwertung von im Handel aussortierten Lebensmitteln wäre nicht nur nachhaltig, sondern würde uns zugleich finanziell entlasten“, erklärt Amelia Lang und bedankt sich im Namen des gesamten Teams und aller Gäste bei allen Spendern: „Ganz ganz herzlichen Dank für Ihre großzügigen Spenden, Ihr Interesse und Ihre Nächstenliebe!“

 

 

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news-595 Wed, 22 Dec 2021 13:00:00 +0100 Wunschbaum für die Senioren /aktuell/presse-service/meldung/wunschbaum-fuer-die-senioren.html Im BRK Haus der Senioren werden kleine Weihnachtswünsche wahr Vor dem BRK Haus der Senioren in Oberstdorf steht in diesem Jahr ein ganz besonderer Weihnachtsbaum – einer, der über und über mit Wunschzetteln behängt ist. Diese stammen von den Bewohnerinnen und Bewohnern des Hauses. Sie haben ihre kleinen materiellen Weihnachtswünsche niedergeschrieben, die das Herz erfreuen. Ob diese sich erfüllen? Einrichtungsleiterin Melanie Engel ist zuversichtlich, dass auch heuer auf die Weihnachtswichtel Verlass sein wird.

„Wir freuen uns, wenn Besucherinnen und Besucher sich jeweils einen der Wunschzettel aussuchen, mitnehmen und den darauf genannten Wunsch dann zuverlässig bis spätestens zum 23. Dezember erfüllen und das entsprechende Geschenk bei uns in der Verwaltung abgeben“, sagt Melanie Engel. Meist handele es sich um Kleinigkeiten. Sie habe einmal „gespitzelt“ und dabei Wünsche wie Pralinen, Kalender, Kuschelkissen, Lammfell-Nackenhörnchen, ein Radio, einen Aromadiffusor, Allgäuer Essenspezialitäten oder ein kleines Olivenbäumchen entdeckt. Auch `Gesundheit´ wurde mitunter genannt. „In so einem Fall kann man dann kreativ werden und überlegen, wie man das mit einem kleinen Geschenk verknüpfen kann, beispielsweise mit wohlriechenden Aromaölen, gesunden Tees oder selbstgestrickten Socken gegen kalte Füße“, schlägt sie vor und betont, es werde darauf geachtet, dass jeder Wunschzettel berücksichtigt wird und niemand versehentlich leer ausgeht. „Die Mitglieder des Fördervereins, der CSU-Frauenunion Oberstdorf sowie des Kiwanisclub Oberallgäu nehmen sich wie schon in den vergangenen Jahren der übrig gebliebenen Wunschzettel an. Dafür sind wir sehr dankbar. Die Übergabe der Geschenke ist jedes Jahr wunderschön und sorgt für leuchtende Augen bei den Bewohnerinnen und Bewohnern. Sie freuen sich sehr über diese liebevolle Geste und dass jemand an sie gedacht hat.“

 

 

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news-594 Mon, 20 Dec 2021 13:00:00 +0100 Grundschulkinder sammeln für die Tafel /aktuell/presse-service/meldung/grundschulkinder-sammeln-fuer-die-tafel.html Schüler:innen der Grundschule Krugzell spenden für Bedürftige Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Krugzell haben auch in diesem Jahr wieder Lebensmittel für Menschen im Allgäu gesammelt, denen es nicht so gut geht. Wie in jedem Jahr seit 2015 trugen die Mädchen und Buben mit Unterstützung der Schulleitung sowie der Lehrerinnen, Lehrer und Eltern bestimmte lang haltbare Nahrungsmittel und Hygieneartikel zusammen, die sie nun an die Kemptener Tafelläden des BRK Oberallgäu spendeten.

„Auch in diesem Jahr haben die Kinder der Jahrgangsstufen 1 bis 4 wieder fleißig gesammelt. Dabei sind mehr als 200 haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel zusammen gekommen“, freute sich Markus Wille, der Koordinator der Tafelläden beim Roten Kreuz Oberallgäu, als er die liebevoll zusammengetragene Spende in Empfang nahm. Was genau gebraucht wurde, hatten die Kinder anhand einer Einkaufsliste der Tafelläden im Voraus erfahren. „Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass auch hier im Allgäu Menschen in Not geraten sind. Viele von ihnen sind froh, dass es unsere Tafelläden gibt, in denen sie günstig einkaufen können. Sie alle und auch wir Mitarbeitende freuen uns über jede Unterstützung“, erklärt er. Besonders schön sei es, zu sehen, dass auch schon die Kinder bereit sind, anderen Menschen bereitwillig zu helfen. „Das freut uns sehr und für dieses Zeichen der Nächstenliebe sind wir sehr dankbar.“

Foto: Grundschule Krugzell
Michaela Arndt, die Schulleiterin der Grundschule Krugzell, mit einigen Schülerinnen und Schülern und den gespendeten Lebensmitteln.

 

 

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news-593 Fri, 17 Dec 2021 12:00:00 +0100 So funktioniert der Heimlich-Handgriff /aktuell/presse-service/meldung/so-funktioniert-der-heimlich-handgriff.html BRK erklärt Erste Hilfe bei Erstickungsgefahr durch Fremdkörper in der Luftröhre Es ist ein Albtraum vieler Eltern von Kleinkindern: dem Nachwuchs bleibt beim Mümmeln an einer Karotte ein Bissen im Hals stecken oder die Kleinen verschlucken sich an einem Kleinteil und bekommen plötzlich keine Luft mehr. Bei Erwachsenen kommt es vor allem bei zu hastigem essen dazu, dass größere Speisestücke die Luftröhre versperren. In einem solchen Fall ist schnelles Handeln gefragt. Was man tun kann, wenn beherztes Klopfen auf den Rücken nicht mehr ausreicht und wann der lebensrettende, aber nicht ganz risikolose „Heimlich-Handgriff“ zum Einsatz kommen darf, erklärt Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu.

„Kleinkindern sollte man nichts zu essen geben, was hart und stückig ist“, rät Frank Schönmetzler. „Gerade bei Karotten, Nüssen, Äpfeln, Trauben und beispielsweise auch Bonbons besteht die Gefahr, dass zu große Stücke unzerkaut in die Luftröhre geraten und diese blockieren. Eltern sollten zudem darauf achten dass keine Kleinteile herumliegen, die die Kleinen in den Mund stecken könnten.“ Auch ältere Menschen würden tendenziell dazu neigen, sich zu verschlucken, da häufig die Kaufunktion und der Schluckmechanismus nicht mehr so gut funktionieren, weiß er.

„Wenn jemand sich verschluckt, reagieren wir meist instinktiv richtig. Wir animieren den Betroffenen zum Husten und klopfen demjenigen kräftig zwischen die Schulterblätter. Bei Kindern kann es helfen, wenn man sie sich mit dem Gesicht nach unten quer über den Schoß legt und kräftig auf den Rücken klopft, die Richtung sollte dabei von unten nach oben zwischen die Schulterblätter sein. Oft löst sich der Fremdkörper dann und fällt aus dem Mund heraus.“ Wenn diese Maßnahmen nach fünf 5 Schlägen nichts nützen und der Betroffene zu ersticken droht, ist sofort der Rettungsdienst unter 112 zu alarmieren. „Bitten Sie eine weitere Person, den Notarzt zu rufen, oder tun Sie es selbst, wenn sonst niemand in der Nähe ist“, so der Experte. Bis zu dessen Eintreffen kommt dann der so genannte „Heimlich-Handgriff“ zum Einsatz (benannt nach dem US-amerikanischen Arzt Henry Heimlich, 1920-2016). Übrigens: auch wenn der Fremdkörper sich löst, sollte man den Betroffenen zur Untersuchung zum Arzt bringen, um eventuelle innere Verletzungen auszuschließen.

So funktioniert der Heimlich-Handgriff:

  • der Helfer stellt sich hinter den nach vorn gebeugten Betroffenen
  • der Helfer umfasst von hinten den Bauch des Betroffenen mit beiden Armen
  • er platziert eine geballte Faust in den Oberbauchbereich unterhalb des Brustbeins, zwischen Nabel und dem unteren Ende des Brustbeins
  • jetzt mit der anderen Hand die Faust umfassen
  • bis zu fünf Mal ruckartig und kräftig nach hinten oben ziehen – diese Bewegung und der Unterdruck sollen den Fremdkörper aus den Atemwegen treiben
  • löst sich der Fremdkörper immer noch nicht, sollte man im Wechsel Rückenschläge und den Heimlich-Handgriff durchführen
  • bei eintretender Bewusstlosigkeit und fehlender normaler Atmung Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.

Den Heimlich-Handgriff kann man prinzipiell auch am eigenen Körper anwenden. In dem Fall muss man mit den eigenen Händen im Bereich zwischen Rippenbogen und Bauchnabel mehrfach schnell nach innen und oben drücken.

Risiken des Heimlich-Handgriffs

„Der Heimlich-Handgriff birgt einige gravierende Risiken, die man kennen muss“, mahnt Frank Schönmetzler. „Er darf nicht bei Kindern unter einem Jahr angewendet werden, da hier die Verletzungsgefahr zu hoch ist. Bei älteren Menschen kann er im schlimmsten Fall ein vorhandenes Aneurysma, also eine Aussackung der Blutgefäße, zum Platzen bringen. Generell droht die Schädigung von Zwerchfell und von Organen wie Milz, Magen und Leber sowie Rippenbrüche. Trotzdem: Schrecken Sie im Ernstfall nicht vor dem Heimlich-Handgriff zurück! Riskieren Sie lieber eine unbeabsichtigte Verletzung als den Erstickungstod des Betroffenen!“

Frank Schönmetzler empfiehlt jedem, regelmäßig die eigenen Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen. Das BRK Oberallgäu bietet in Kempten und dem Oberallgäu zahlreiche eintägige Erste-Hilfe-Kurse an. Eine Kursübersicht gibt es hier: https://www.kvoberallgaeu.brk.de/kurse

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news-592 Wed, 15 Dec 2021 12:00:00 +0100 Einhundert kostenlose Menüs von Henze & Hold /aktuell/presse-service/meldung/einhundert-kostenlose-menues-von-henze-hold.html Christian Henze und Alexander Hold kochten für Kemptener Wärmestube und Obdachlosenunterkünfte Starkoch Christian Henze und Landtagsvizepräsident Alexander Hold ließen es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, ein köstliches vorweihnachtliches Mittagessen für die Gäste der Kemptener Wärmestube des BRK Oberallgäu zu spendieren. Die Beiden standen nicht nur am Herd und halfen bei der Essensausgabe, sondern begleiteten zudem die Mitarbeitenden der Wärmestube zu den Obdachlosenunterkünften der Stadt Kempten, um auch die dortigen Bewohner mit der edlen kostenlosen Mahlzeit zu erfreuen.

Die traditionelle vorweihnachtliche Kochaktion der beiden prominenten Allgäuer in der Wärmestube fand heuer zum 11. Mal statt. Gemeinsam bereiteten Christian Henze, sein Sohn Noah – auch er ist seit Jahren mit von der Partie – und Alexander Hold 100 Portionen winterliches Gulasch mit Zimtblaukraut und Walnuss-Spätzle sowie zum Nachtisch einen Blechmarmorkuchen zu. Auch die Bäckerei Wipper aus Kempten hielt an ihrer liebgewordenen Tradition fest und steuerte viele, viele frisch gebackene Hefe-Nikoläuse für die Gäste der Wärmestube bei.

„Man kann es nicht anders sagen: Es war wirklich bombastisch“, zeigt sich Amelie Lang, die Leiterin der Wärmestube mit Übernachtungsstelle des BRK Oberallgäu beeindruckt. „Wir haben alle 100 Portionen ausgeteilt und die Gäste waren absolut begeistert und dankbar. Tatsächlich ist es immer etwas ganz Besonderes, solche Prominente bei uns zu haben.“ Den diensthabenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Wärmestube habe Christian Henze von ihm signierte Kochbücher geschenkt, die sehr gerne angenommen wurden. „Es war wieder eine im positivsten Sinne aufregende, spannende und wunderschöne Aktion“, so Lang.

Da ein gemeinsames Essen in den Räumlichkeiten der Wärmestube aufgrund der Pandemielage leider auch in diesem Jahr nicht möglich war, wurden die Speisen zum einen vor dem Eingang der Wärmestube zum Mitnehmen ausgegeben, zum anderen mit dem mobilen Food-Trailer der Wärmestube zu den Obdachlosenunterkünften in der Reinhartserstraße 2 und am Schumacherring 123 gebracht. „Christian Henze und Alexander Hold kamen mit zu den Unterkünften und gaben auch dort das selbst gekochte Essen aus. Sie waren von der Situation der Gäste und der Bewohner in den Obdachlosenunterkünften sehr berührt und sagten uns weitere Hilfe und Unterstützung zu.“

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news-591 Fri, 10 Dec 2021 12:00:00 +0100 Tierischer Besuch in Oberstaufen /aktuell/presse-service/meldung/tierischer-besuch-in-oberstaufen.html JRK Oberallgäu trifft Rettungshundestaffel Nach langer Coronapause ohne Veranstaltungen konnten die Mitglieder des Jugendrotkreuzes (JRK) Oberallgäu vor kurzem einen spannenden Nachmittag mit ungewöhnlichen Besuchern verbringen. 45 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 17 Jahren trafen die Rettungshundeführerin und Praxisanleiterin Sonja Bingger sowie einige Mitglieder der Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu (diese ist ein Dienst der BRK-Bereitschaften) mit ihren schlauen Vierbeinern an der Grund- und Mittelschule Oberstaufen.

Coronagerecht bekamen die Kids und Jugendlichen einen Einblick in die Hundearbeit bei den BRK-Bereitschaften im Oberallgäu. Zunächst stellte Sonja Bingger kurz in der Theorie vor, warum Hunde die besten „Schnüffler“ sind, wieso sie überhaupt in der Sucharbeit eingesetzt werden können und wie man mit jungen Hunden die Sucharbeit lernt – aber auch ganz generelle Regeln für den Umgang mit Hunden im Alltag wurden den interessiert lauschenden JRK-Mitgliedern erläutert.

Danach ging es ins Freie, wo die Fahrzeuge, Ausrüstung, Material sowie ein Übungsparcours vorgestellt wurden, auf dem die Hunde trainieren. Zudem führten einige Mitglieder den vorbildlichen „Gehorsam“ vor, den die Rettungshunde laufend üben müssen. Der Höhepunkt des Nachmittags aber war die praktische Suche. Dabei durften sich die Kinder und Jugendlichen im Gelände hinter Büschen und Hecken verstecken. Die Hunde fanden sie mit ihren guten Nasen schnell und zeigten durch Bellen den Ort der „vermissten“ Person an. Natürlich wurden die klugen Vierbeiner dafür sehr gelobt, gestreichelt und mit Leckerlis belohnt, die die Kinder ihnen geben durften. Zum Abschluss wurden alle jungen Teilnehmenden mit einem Zertifikat, als kleine/r Hundestaffelkenner/in ausgezeichnet.

„Die Hundestaffel hat sich von der allerbesten Seite präsentiert“, sagt Ramona Gorbach, eine der drei Leiterinnen der Jugendarbeit des BRK Oberallgäu. „Nach so viel Wissenswertem, verbunden mit ganz viel Spaß, haben wir beschlossen, die Aktion auf jeden Fall zu einem festen Programmpunkt im JRK-Jahr zu verankern. Vielen Dank auch an die Grund- und Mittelschule, Rektor Sippel und Herrn Bicvic, für die immer wieder unkomplizierte Nutzung der Schule. Nur so konnten wir die nötigen Abstände einhalten.“ Jugendrotkreuz-Gruppen für Kinder im Alter von 6 bis 16 Jahren gibt es derzeit in Altusried, Immenstadt, Kempten, Oberstaufen, Sonthofen und Wiggensbach. Ramona Gorbach: „Wer Lust hat, in einer Gruppe immer wieder etwas Neues zu erleben und vor allem auch Interesse an Erster Hilfe mit Spiel und Spaß hat, darf gerne zu den Gruppenstunden kommen.

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news-590 Wed, 08 Dec 2021 12:00:00 +0100 Tafel Kempten freut sich über großzügige vorweihnachtliche Spende /aktuell/presse-service/meldung/tafel-kempten-freut-sich-ueber-grosszuegige-vorweihnachtliche-spende.html Dehner Hilfsfonds spendet mit 2.500 Euro Die Kemptener Tafel durfte sich vor wenigen Tagen über ein ganz besonderes vorweihnachtliches Geschenk freuen: Markus Wille, Koordinator der Tafel Kempten beim BRK Kreisverband Oberallgäu, nahm aus den Händen des Kemptener Dehner-Marktleiters Roland Dürnberger einen symbolischen Scheck in Höhe von 2.500 Euro entgegen. Die Spende stammt aus dem „Dehner Hilfsfonds für Menschen in Not“ und ist Teil einer alljährlichen Hilfsaktion, die die Garten-Center-Gruppe für die Tafeln sowie andere soziale Organisationen in ganz Deutschland und Österreich initiiert.

Auch bei den Tafeln machen sich die Folgen der Corona-Pandemie zunehmend bemerkbar. Im Vergleich zum September 2020 ist die Zahl der Kundinnen und Kunden an fast 40 Prozent der bundesweit mehr als 2.000 Ausgabestellen deutlich gestiegen, vielerorts um 20 Prozent. „Diese Tendenz trifft auch auf die Tafelläden in Kempten zu“, bestätigt Markus Wille. „Allein seit Jahresbeginn 2021 sind bei uns rund 100 neue Kundinnen und Kunden hinzugekommen. Darunter sind viele junge Familien und Rentner sowie zahlreiche Menschen, die von Kurzarbeit betroffen waren oder die im Gastronomie- und Dienstleistungsgewerbe tätig sind und durch den langen Lockdown große finanzielle Einschnitte hinnehmen mussten.“ Die meisten von ihnen seien bislang nicht auf externe Hilfen angewiesen gewesen und erst durch Corona in eine schwierige finanzielle Lage geraten. „Spenden wie die des Dehner-Hilfsfonds sind eine enorm wichtige Unterstützung für uns“, betont Markus Wille. „Wir freuen uns sehr, dass das Unternehmen die Tafel Kempten mit einem solch großzügigen Betrag berücksichtigt hat.“

Die gemeinnützige Stiftung der Garten-Center-Gruppe, die 2001 von der Inhaberfamilie ins Leben gerufen wurde, unterstützt seit Jahren lokale Tafeln und andere soziale Einrichtungen in Deutschland und seit 2017 auch Organisationen in Österreich. In diesem Jahr erhielten 40 Tafeln die Spendensumme von insgesamt 100.000 Euro. Damit wurde das Spendenaufkommen im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Auch zahlreiche Dehner-Kund:innen beteiligten sich an der Spendenaktion, indem sie die Spendendosen in allen Dehner-Märkten für eine Spende nutzten.

Foto: Dehner

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news-589 Mon, 06 Dec 2021 12:00:00 +0100 Ehrenamtliche Unterstützung für das Gesundheitsamt /aktuell/presse-service/meldung/ehrenamtliche-unterstuetzung-fuer-das-gesundheitsamt.html Bereitschaften und Wasserwacht des BRK Oberallgäu helfen bei der Bearbeitung hunderter Corona-Fälle Angesichts der hohen Zahl an Corona-Infizierten in Kempten und dem Oberallgäu steht das Gesundheitsamt Oberallgäu vor einer Mammutaufgabe: Die Mitarbeitenden müssen jeden neu hinzukommenden Fall dokumentieren, die Betroffenen kontaktieren, Quarantänemaßnahmen und -dauer festlegen und vieles mehr. Das Pensum ist enorm. Um dieses zu bewältigen, erhält das Gesundheitsamt seit einigen Wochen tatkräftige Unterstützung durch zahlreiche ehrenamtliche Mitglieder der Bereitschaften und der Wasserwacht des BRK Oberallgäu. Der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Ludwig Walters, bedankt sich nun für deren Einsatz.

„Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer tragen seit einiger Zeit an den Wochenenden wesentlich dazu bei, dass die täglich hunderte Fälle überhaupt zu bewältigen sind“, heißt es seitens des Landratsamtes Oberallgäu. Aufgabe der eigens geschulten ehrenamtlichen Mitglieder der Bereitschaften mit Arbeitskreisen sowie der Wasserwacht des BRK Oberallgäu ist es, Personen zu kontaktieren, die einen positiven PCR-Test erhalten haben (dieser wird automatisch ans Gesundheitsamt gemeldet). Telefonisch fragen sie in strukturierten Interviews wichtige Daten und Informationen ab, wie etwa, ob und seit wann bei den Betroffenen welche Symptome vorliegen. Zudem informieren sie die Menschen über die einzuhaltenden Isolationsmaßnahmen. Die Daten dienen dann den eigenen Mitarbeitern des Gesundheitsamtes dazu, Quarantänedauern zu berechnen und die notwendigen Bescheinigungen zu erstellen.

„An manchen Wochenenden sind bis zu 20 unserer Mitglieder im Einsatz, berichten Matthias Straub, Kreisbereitschaftsleiter der Bereitschaften Oberallgäu und Birgit Ellmann, Vorsitzende der Wasserwacht Oberallgäu, welche beide dem BRK zugeordnet sind. „Wie wir von unseren Mitgliedern gehört haben, sind die Gespräche in den allermeisten Fällen nett und freundlich. Viele der Angerufenen wundern sich zunächst, dass das Gesundheitsamt sogar am Wochenende anruft. Die meisten sind froh und dankbar, wenn der Erstkontakt erfolgt ist und sie wissen, wie es nun weitergeht“, so Matthias Straub.

Der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Ludwig Walters, dankt den Helferinnen und Helfern und betont deren Wichtigkeit: „Wir sind sehr dankbar über die von Beginn der Pandemie an vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen. Nur gemeinsam können wir es schaffen! Dank den wirklich hochmotivierten und zupackenden Helferinnen und Helfern haben wir an den letzten Wochenenden mehrere hundert Personen kontaktieren und damit an der Lage dran bleiben können.“ Um die Mitarbeitenden zu entlasten, testet das Gesundheitsamt aktuell auch einen „digitalen Assistenten“. Dieser tritt mit den positiv Getesteten per E-Mail oder SMS in Kontakt, um alle Daten, die für die Fallbearbeitung notwendig sind, abzufragen. „So müssen künftig nur noch in Sonderfällen Erkrankte angerufen werden“, so Dr. Walters weiter. „Wir hoffen alle gemeinsam, dass dies jetzt schnell auch zur Entastung all unserer hochengagierten Ehrenamtlichen beitragen wird.“ Auch Alexander Schwägerl, Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu, ist voll des Lobes. „Es ist wirklich großartig und ich bin sehr froh und auch stolz auf unsere Mitglieder der Rotkreuzgemeinschaften Wasserwacht und Bereitschaften. Sie leisten das ganze Jahr über und gerade jetzt, in dieser schwierigen Pandemiezeit unglaublich wertvolle Arbeit, und das, wie man sieht, in sehr vielen Bereichen.

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news-588 Thu, 02 Dec 2021 17:00:00 +0100 Selbst gebackene Weihnachtsleckereien für den guten Zweck /aktuell/presse-service/meldung/selbst-gebackene-weihnachtsleckereien-fuer-den-guten-zweck.html Am Samstag Plätzchenverkauf am Fenepark zu Gunsten der Wärmestube des BRK in Kempten Viele Besucher des Kemptener Weihnachtsmarktes kennen und lieben sie, die leckeren selbst gebackenen Plätzchen, die sonst immer am Glühweinstand des BRK Oberallgäu verkauft werden. Gebacken werden sie alljährlich von fleißigen ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen der Wärmestube des BRK Oberallgäu. Der Verkaufserlös kommt der Wärmestube des BRK in Kempten zu Gute.

Nachdem der Kemptener Weihnachtsmarkt in diesem Jahr erneut coronabedingt ausfallen muss, haben sich die Verantwortlichen der Wärmestube etwas anderes einfallen lassen: Am kommenden Samstag (4.12.2021) gastieren die Plätzchen-Bäckerinnen und -Bäcker von 9 bis 14 Uhr mit dem Food-Trailer der Wärmestube vor dem Fenepark in Kempten-Ursulasried und verkaufen ihre weihnachtlichen Leckereien dort.

Der Food Trailer ist ein kleiner weißer Fahrzeug-Anhänger, mit dem die ehrenamtlichen Helfer:innen der Wärmestube an den Wochenenden die Obdachlosenunterkünfte in Kempten anfahren, um bedürftige Menschen mit kostengünstigen, frisch zubereiteten warmen Mahlzeiten zu versorgen.

„Unsere Bäckerinnen und Bäcker haben ihre Hausrezepte ausgepackt und wieder mit viel Liebe eine Auswahl an leckeren Plätzchen zubereitet“, sagt Amelie Lang, die Leiterin der Wärmestube mit Übernachtungsstelle. „Wir hoffen, dass wir damit wieder vielen Menschen eine Freude machen können. Der Erlös fließt an die Wärmestube.“

Foto: Amelie Lang
Der Food Trailer der Wärmestube des BRK Oberallgäu

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news-587 Wed, 01 Dec 2021 17:00:00 +0100 Christian Henze und Alexander Hold kochen für die Wärmestube /aktuell/presse-service/meldung/christian-henze-und-alexander-hold-kochen-fuer-die-waermestube.html Traditionelle vorweihnachtliche Aktion am Sonntag  Am kommenden Sonntag (5.12.2021) zaubert Starkoch Christian Henze mit Unterstützung des Kemptener Landtagsvizepräsidenten Alexander Hold wieder ein vorweihnachtliches Menü für die Gäste der Kemptener Wärmestube des BRK Oberallgäu. Die Aktion hat schon Tradition. Sie findet heuer bereits zum 11. Mal statt.

Die fleißigen und überaus engagierten Köchinnen und Köche, die das ganze Jahr über Tag für Tag leckere, gesunde warme Mahlzeiten für die Gäste der Wärmestube zubereiten, dürfen am Sonntag eine kleine Verschnaufpause einlegen, denn an diesem Tag übernimmt Christian Henze die Verköstigung. Unterstützt wird er dabei wieder von Alexander Hold - er hatte im Vorjahr aufgrund einer Quarantäne kurzfristig nicht dabei sein können.

„Leider ist es aufgrund der Pandemielage auch in diesem Jahr nicht möglich, dass alle zusammen in den Räumlichkeiten der Wärmestube essen“, bedauert Amelie Lang, die Leiterin der Wärmestube. „So schön es wäre, aber die Sicherheit jedes Einzelnen geht einfach vor. Wie schon 2020 wird es darum auch heuer wieder eine Essensausgabe am Eingang der Einrichtung geben.“

Auch die Bewohner:innen der Notunterkünfte der Stadt Kempten können an dem Menü teilhaben. Der Food-Trailer der Wärmestube, mit dem Mitarbeitende der Wärmestube seit einigen Wochen jeden Sonntag die Einrichtungen in der Reinhartser Straße und am Schumacherring anfahren, um die Menschen dort mit frisch gekochten, warmen Mahlzeiten zum günstigen Preis zu versorgen, wird an diesem Sonntag das Henze-Menü an Bord haben. Sämtliche Speisen werden von Christian Henze kostenlos zur Verfügung gestellt.

Fotocredit: Henze

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news-586 Tue, 30 Nov 2021 17:00:00 +0100 Brandverletzungen im Advent /aktuell/presse-service/meldung/brandverletzungen-im-advent.html BRK Oberallgäu nennt Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Verbrennungen In der Adventszeit sorgen Kerzen für eine heimelige Atmosphäre. Für einen ungetrübten Genuss sollte man allerdings einige Dinge beachten. „Lassen Sie Echtkerzen bitte niemals unbeaufsichtigt! Besonders bei Kindern und Haustieren sollte man sehr wachsam sein“, rät Frank Schönmetzler, Leiter der Breitenausbildung beim BRK Oberallgäu. „Achten Sie darauf, dass die Flamme nicht in die Nähe von brennbarem Material gelangt, wie etwa einem Vorhang, Servietten oder ausgetrockneten Zweigen eines Adventskranzes, sonst kann es schnell zu einem Zimmer- und Wohnungsbrand kommen. Schwere Verbrennungen und Rauchgasvergiftungen können die Folge sein. Der Fachmann erklärt, welche Erste-Hilfe-Maßnahmen in so einem Fall angewendet werden sollten.

„Versuchen Sie keinesfalls, brennende Personen mit einer Decke mit Synthetikanteil, also beispielsweise aus Microfaser zu löschen!“, betont Frank Schönmetzler. „Der Stoff verschmilzt mit der Haut!“ Eingebrannte Stoffe oder Kleidungsstücke dürften nicht vom Laien entfernt werden, da dabei Haut und Gewebe mitgerissen werden könnten, mahnt er und erklärt weiter: „Verbrennungen sind extrem schmerzhaft. Früher empfahl man, die betroffene Stelle zur Linderung der Schmerzen mit fließendem lauwarmem Wasser zu kühlen. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen aber, dass das lediglich einen sehr kurzfristigen schmerzlindernden Effekt bringt. Das Verfahren sollte zudem nur bei kleinflächigen Verbrennungen, bis zur Größe einer Handfläche, angewendet werden. Bei großflächigen Verbrennungen und solchen am Rumpf darf hingegen nicht gekühlt werden! Denn durch den Verlust der Haut ist bei Verbrennungsopfern die Wärmeregulation des Körpers gestört. Eine weitere Auskühlung muss unbedingt vermieden werden, sonst droht schnell eine Unterkühlung. Diese wiederum führt zu einer Kreislaufbelastung, die im weiteren Verlauf sehr viel problematischer sein kann als die durch die Verbrennung entstandenen Haut- und Gewebeschäden.“ Unterkühlungen vermeide man am besten, indem man die Wunde zunächst sehr vorsichtig mit speziellem Verbandmaterial für Verbrennungen abdecke, das es beispielsweise im Verbandskasten gibt. „Bitte keine anderen Materialien verwenden, denn diese können mit der Wunde verkleben! Darüber kann man dann ebenso vorsichtig die Rettungsdecke ausbreiten.“

Der Experte weist auf weitere, vielfach unterschätzte Probleme hin: „Bei Bränden kommt es nicht nur zu Verletzungen im Gesicht - diese dürfen mit feuchten Tüchern gekühlt werden; dabei die Atemwege unbedingt freihalten -, sondern durch das Einatmen der heißen Luft auch zu Verbrennungen der Schleimhäute in Nase, Mund und Rachen. Sie können zu Schwellungen, Husten und Atemnot führen. Oftmals entstehen auch giftige Dämpfe. Atmet man diese ein, können lebensbedrohliche Atembeschwerden die Folge sein. In solchen Fällen muss auf jeden Fall sofort der Rettungsdient unter 112 alarmiert werden!“

Neben alldem greifen die Grundlagen der Ersten Hilfe:

  • Rettungsdienst unter 112 alarmieren
  • bis zu dessen Eintreffen die betroffene Person beruhigen, betreuen, trösten und beobachten, immer wieder Bewusstsein und Atmung prüfen
  • bei Bewusstlosigkeit und vorhandener Atmung => stabile Seitenlage
  • bei Bewusstlosigkeit und fehlender normaler Atmung: Herz-Lungen-Wiederbelebung (im Wechsel 30 x 2)
  • keine Hausmittel wie Mehl o.Ä. verwenden
  • Brandblasen nicht öffnen – Infektionsgefahr!

Alle wichtigen Erste-Hilfe-Maßnahmen kann man in nur einem Tag in einem der vielen Erste-Hilfe-Kurse erlernen oder auffrischen. Das BRK Oberallgäu bietet diese regelmäßig in Kempten und dem Oberallgäu an. Nähere Infos sowie aktuelle Termine gibt es unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/.


Die Versorgung von Brandverletzungen sollte man Fachkräften überlassen

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news-584 Tue, 30 Nov 2021 08:39:00 +0100 Sicherheitskonzept wird weiter ausgebaut /aktuell/presse-service/meldung/sicherheitskonzept-wird-weiter-ausgebaut.html Ab 29. November gilt bundesweit für alle DRK/BRK Blutspendetermine eine 3G-Regelung Die Sicherheit im Rahmen der Blutspende hat oberste Priorität. Eine tragende Säule ist der Schutz von Spenderinnen und Spendern auf den Terminen, ohne deren freiwilliges Engagement viele Mitmenschen keine Überlebenschance hätten.

Aufgrund der bundesweit rasant ansteigenden Neuinfektionen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) sowie der damit verbundenen Hospitalisierungsrate, werden die DRK/BRK Blutspendedienste ihre bisherigen, erfolgreichen Sicherheitskonzepte noch weiter verstärken.

Ab Montag, den 29. November 2021 gilt daher auch auf allen vom Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD) durchgeführten Blutspendeterminen eine 3G-Regelung. Zutritt erhalten ausschließlich Menschen, die den Status geimpft, genesen oder getestet (Antigen-Schnelltest nicht älter als 24 Stunden oder PCR-Test nicht älter als 48 Stunden) vorweisen können.

Um Wartezeiten und größere Menschenansammlungen vor Ort zu vermeiden, kann der für nicht geimpfte und nicht genesene Personen erforderliche Antigen-Schnelltest oder PCR-Test nicht unmittelbar vor den Spendelokalen erfolgen.

Zur Sicherung der notwendigen Blutversorgung bittet der BSD verstärkt darum, die angebotenen Termine unter Erfüllung der 3G-Regelung in den kommenden Wochen dringend wahrzunehmen.

Das gespendete Blut selbst wird auch weiterhin nicht auf SARS-CoV-2 getestet, da das Virus nicht durch Blut oder Blutpräparate übertragen werden kann. Die Sicherheits- und Hygienemaßnahmen dienen allein dem Schutz der Spenderinnen und Spender sowie der haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.

Die geplanten Blutspende-Termine für Dezember 2021 sind beigefügt und im Falle einer erforderlichen Online-Reservierung entsprechend gekennzeichnet.

Alle Termine sowie eventuelle Änderungen, aktuelle Maßnahmen und Informationen rund um das Thema Blutspende in Zeiten von Corona sind unter 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com tagesaktuell abrufbar. Facebook & Instagram: @blutspendebayern.
 

Hintergrundinformationen über die Blutspende in Bayern:

Wer Blut spenden kann:
Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Mehrfachspender ist ein Alter von 72 Jahren (d.h. bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag). Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren und bei Erstspendern über 60 Jahren erfolgt die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen. Zur Blutspende mitzubringen ist unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein (jeweils das Original) und der Blutspendeausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis. Spendewillige mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen und Menschen mit direktem Kontakt zu Coronavirus(SARS-CoV-2)-Erkrankten werden nicht zur Spende zugelassen. Auf allen angebotenen Terminen besteht eine unumgängliche FFP2-Maskenpflicht. Es wird aufgrund der aktuellen Situation dringend empfohlen, kurz vor dem Blutspendetermin nochmals mittels genannter Möglichkeiten zu prüfen, ob und wann der Termin stattfindet.

Darum ist Blutspenden beim BRK so wichtig:
Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt.

Der Blutspendedienst des BRK (BSD):
Der BSD wurde 1953 vom Bayerischen Roten Kreuz mit dem Auftrag gegründet, die Versorgung mit Blutprodukten in Bayern sicherzustellen. Er trägt die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Als modernes pharmazeutisches Unternehmen ist der BSD heute ein aktiver Partner im bayerischen Gesundheitswesen. Mit seinen ca. 670 engagierten Mitarbeitern sowie zusätzlich mehr als 230 freiberuflich tätigen Spendeärzten und ca. 12.500 ehrenamtlichen Helfern aus den 73 Kreisverbänden des BRK organisiert der BSD jährlich ungefähr 4.000 mobile und 1.100 stationäre Blutspendetermine.

Spenderservice:
Alle Blutspendetermine und weiterführende Informationen für Spender und an der Blutspende Interessierte, beispielsweise zum kostenlosen Gesundheitscheck, sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet abrufbar. Wir empfehlen unsere Blutspende-App für iOS und Android (www.spenderservice.net): Individuelle Spendeinfos, Terminerinnerungen und Blutspende-Forum.

Medienkontakt:
Für Rückfragen zu allen Pressemitteilungen sowie für weitere Informationen und Materialanfragen kontaktieren Sie unsere Pressestelle: Patric Nohe, p.nohe(at)blutspendedienst.com; Tel.: 089 / 5399 4014. Oder besuchen Sie die Presseseite auf unserer Website.

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news-582 Thu, 25 Nov 2021 11:00:00 +0100 Rotes Kreuz schlägt Alarm /aktuell/presse-service/meldung/rotes-kreuz-schlaegt-alarm.html Rettungsdienste an der Belastungsgrenze. BRK Oberallgäu ruft zu Impfungen auf Die vierte Corona-Welle bedeutet für Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz eine enorme Belastung. „Das Personal ist physisch wie psychisch am Limit, zutiefst frustriert und auch verärgert, dass der fast zweijährige und kräftezehrende Einsatz mangels Impfbereitschaft immer noch nicht beendet werden kann“, sagt BRK-Präsident Theo Zellner. Edgar Rölz Vorstandsvorsitzender des BRK Oberallgäu, unterstreicht diese Aussage: „Die Situation in Kempten und dem Oberallgäu ist mehr als angespannt. Der Rettungsdienst arbeitet hart an der Belastungsgrenze.“

Der Rettungsdienst in Kempten und dem Oberallgäu habe in den letzten Wochen sehr viele mit Corona infizierte Patienten transportiert, so Edgar Rölz. „Dies erfordert jedes Mal hohe Schutzmaßnahmen, was zum einen einen deutlich erhöhten Zeitaufwand mit sich bringt, der im schlechtesten Fall zulasten anderer Notfallpatienten geht und zum anderen eine extreme körperliche und auch psychische Belastung für die Mitarbeitenden im Rettungsdienst bedeutet.“ Der Rettungsdienst habe überdies mit steigenden quarantäne- und krankheitsbedingten Ausfällen zu kämpfen, was die Problematik der Überlastung des Einzelnen weiter verschärfe. „Es wäre in unser aller Sinne, die Kolleginnen und Kollegen, die sich an vorderster Front für die Menschen einsetzen, zu schützen und zu entlasten. Das erreicht man am ehesten durch die Impfung“, mahnt er.

BRK-Präsident Theo Zellner fasst seine Sicht der Dinge in deutliche Worte: „Mir fehlt die Solidarität der Ungeimpften gegenüber unseren Rettungs- und Pflegekräften. Es ist längst keine Privatsache mehr, sich nicht impfen zu lassen. Vielmehr ist das Impfen ein notwendiger Akt zur Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems. Die Freiheit des Einzelnen, sich nicht impfen zu lassen, hört dort auf, wo die Gesundheit des Anderen gefährdet ist.“ Ähnlich sieht das auch Edgar Rölz: „Auch im Allgäu sind die Intensivstationen und Notaufnahmen zu einem überwiegenden Teil durch ungeimpfte Patienten belegt. Dadurch müssen wichtige Operationen bei anderen schwer erkrankten Menschen verschoben werden, was für die Betroffenen zum Teil dramatische Auswirkungen hat. Überdies kommt es auch bei uns in der Region inzwischen vor, dass Notfallpatienten in weit entfernte Kliniken transportiert werden müssen – ebenfalls mit teils fatalen Folgen. Diese Situation wäre durch Impfungen vermeidbar gewesen!“

Der Vorstandsvorsitzende des BRK Oberallgäu appelliert an die Bevölkerung: „Der einzige Weg aus der Pandemie ist die Impfung. Jetzt darf es kein Zögern mehr geben. Ich weiß nicht, was noch passieren muss, um die Unentschlossenen zum Umdenken zu bewegen.“ Er bitte die Bevölkerung zudem um Einhaltung der AHA-Regeln und die Nutzung der Testangebote. „Wir begrüßen es sehr, dass Testungen inzwischen wieder kostenfrei möglich sind.“

Weitere Informationen rund um die Corona-Impfung finden Sie unter www.hol-dir-dein-pflaster.de.

Foto: Andreas Brockmann,BRK

 

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news-581 Wed, 24 Nov 2021 11:08:00 +0100 Kleiderladen spendet Kinderkleidung an humedica e.V. /aktuell/presse-service/meldung/kleiderladen-spendet-kinderkleidung-an-humedica-ev.html Kooperation zu Gunsten von Kindern in Osteuropa Die beiden Kleiderläden des BRK Oberallgäu in Kempten und Immenstadt leben von den Kleiderspenden der Bevölkerung. Gut erhaltene Stücke werden hier zum kleinen Preis an Jedermann weiterverkauft. „Viele Menschen haben den Corona-Lockdown genutzt, um ihre Kleiderschränke auszusortieren. In den vergangenen Monaten erhielten wir enorm viele Kleiderspenden, worüber wir uns sehr gefreut haben und wofür wir sehr dankbar sind“, berichtet Leiterin Susanne Kultus. „Angesichts der großen Fülle haben wir uns nach reiflicher Überlegung entschlossen, in einer erstmalig stattfindenden Aktion auch Kinder über die Grenzen des Allgäus hinaus mit warmer Kleidung zu versorgen und ihnen so eine kleine Weihnachtsüberraschung zu bereiten. Ein Teil der Kinderbekleidung wird über die Hilfsorganisation humedica e.V. an bedürftige Familien in Osteuropa verteilt.“

„Wir haben mehrere Kartons mit gut erhaltener, sortierter Kinderkleidung an humedica übergeben“, so Susanne Kultus. Die renommierte Organisation, die 1979 gegründet wurde und ihren Hauptsitz in Kaufbeuren hat, engagiert sich in der medizinischen Not- und Katastrophenhilfe, in langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit sowie im Bereich der Versorgungshilfe. Sie wird die Kleidung zu Weihnachten nach Osteuropa, zum Beispiel nach Moldavien, Rumänien, in die Ukraine und den Kosovo bringen und dort an bedürftige Familien verteilen. „Ich finde es schön, dass diese wertvollen Waren, die uns von den Menschen im Allgäu großherzig zur Verfügung gestellt wurden, nun noch anderswo einen sinnvollen und dankbaren Einsatz bekommen und dass es Institutionen gibt, die sich darum kümmern, dass alles an den richtigen Ort kommt. Wir hoffen und sind überzeugt, dass auch unsere Spender damit einverstanden sind.“

 

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news-579 Mon, 22 Nov 2021 11:08:00 +0100 Lichterkette defekt? Handy mit ins Bad? /aktuell/presse-service/meldung/lichterkette-defekt-handy-mit-ins-bad.html BRK Oberallgäu gibt Erste-Hilfe-Tipps bei Stromschlag durch Elektrogeräte Bei der Benutzung von Haushaltsgeräten, Lichterketten & Co. kommt es immer wieder zu Unfällen und Verletzungen durch Strom. Auch bei Smartphones muss man diesbezüglich bestimmte Vorsichtsmaßnahmen beachten. Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu, erklärt, wie man im Fall eines Stromschlages Erste Hilfe leisten sollte.

Die Gefahren des elektrischen Stroms werden oft unterschätzt. Selbst wenn ganze Kabelabschnitte blankliegen, Stecker, Schalter oder Lampenfassungen locker oder offensichtlich defekt sind, nutzen viele Menschen die Geräte weiterhin sorglos. Dabei kann ein solcher Defekt zu einem Stromschlag führen, dessen Auswirkungen von einem unangenehmen Kribbeln bis hin zum Herzstillstand reichen können. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn elektrische Geräte mit Wasser bzw. Feuchtigkeit in Berührung kommen, also beispielsweise in Küche, Bad, Keller oder Garage oder im Außenbereich des Hauses. Aktuelles Beispiel für Letzteres sind Lichterketten, wie sie gerade jetzt vielerorts im und am Haus angebracht werden.

„Überprüfen Sie sämtliche Kabel vorher und sortieren Sie beschädigte oder defekte Ware aus, um sie vom Fachmann reparieren zu lassen oder auf dem Wertstoffhof zu entsorgen. Am besten ist es, Lichterketten mit Sicherheitssiegel und Transformator zu verwenden. Lichterketten für Innenräume sollten nie im Freien benutzt werden, da sie nicht gegen Nässe isoliert sind“, mahnt Frank Schönmetzler. Apropos Nässe… „In unseren Kursen taucht immer wieder die Frage auf, ob man mit dem Smartphone in die Badewanne darf“, so der erfahrene Rettungsdienstmitarbeiter. „Grundsätzlich kann ich dazu sagen, das stromführende Geräte immer von Feuchtigkeit und Nässe ferngehalten werden müssen. Was das Handy in der Badewanne angeht ist es so, dass kein Stromschlag droht, sofern das Gerät nur auf Akkuleistung läuft und nicht ans Ladekabel oder eine andere Stromquelle angeschlossen ist. Lebensgefährlich wird es allerdings, wenn das Gerät mit der Steckdose verbunden ist. Der Kontakt mit der Feuchtigkeit kann dann einen tödlichen Stromschlag auslösen!“

Wichtig zu wissen: Nach jedem Stromschlag sollte der Betroffene einen Arzt kontaktieren, auch wenn keine körperlichen Beschwerden vorliegen. „Denn bis zu 48 Stunden nach einem Stromschlag kann es noch zu potenziell lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen kommen“, klärt Frank Schönmetzler auf. „Wenn kalter Schweiß, Kurzatmigkeit, Kopfschmerzen oder ein Engegefühl oder Schmerzen in der Brust oder im linken Arm auftreten, muss umgehend der Rettungsdienst unter 112 alarmiert werden.“

Erste Hilfe bei Stromschlag
Bei einem Stromschlag verkrampfen die Muskeln, solange die Stromeinwirkung besteht. An den Stromeintritts und -austrittsstellen entstehen Verbrennungen mit Brandwunden. Unter Umständen kommt es zu Bewusstlosigkeit und Herz-Kreislauf-Stillstand. Bei Unfällen im Haushalt kann eine Unterbrechung der Stromzuleitung direkt durch Herausziehen des Steckers oder durch Betätigung der Sicherung bzw. des Hauptschalters erfolgen. Achtung! Fassen Sie die betroffene Person keinesfalls an, sonst erleiden Sie selbst einen Stromschlag! Versuchen Sie stattdessen, sie mit nicht leitenden Hilfsmitteln (Decke, Holzstiel) von der Stromquelle wegzuziehen.

  • Stromkreis unterbrechen
  • Notruf 112 tätigen
  • Schutzhandschuhe anziehen
  • Brandwunden keimfrei abdecken
  • betroffene Person bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes beruhigen, trösten und beobachten, wiederholt Bewusstsein und Atmung prüfen
  • bei Bewusstlosigkeit und vorhandener Atmung: stabile Seitenlage
  • bei Bewusstlosigkeit und fehlender normaler Atmung: Herz-Lungen-Wiederbelebung (im Wechsel 30x2)
  • bei Hochspannungsunfällen: Rettung ausschließlich durch Fachpersonal

Das BRK Oberallgäu bietet regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse. Eine Kursübersicht gibt es hier: https://www.kvoberallgaeu.brk.de/kurse

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news-580 Sat, 20 Nov 2021 16:00:00 +0100 Neue Impftermine im Allgäu telefonisch vereinbaren /aktuell/presse-service/meldung/neue-impftermine-im-allgaeu-telefonisch-vereinbaren.html Angebot für Personen über 65 ohne Internetzugang Menschen über 65 Jahre, die keinen Zugang zum Internet haben, können ab Dienstag, 23. November 2021, ihren Termin für die Corona-Schutzimpfung auch telefonisch vereinbaren. Dazu schaltet das BRK Oberallgäu eine Impfterminvereinbarungs-Hotline unter der Telefonnummer 0831 - 870 23 444 frei. Sie ist von Montag bis Freitag von 8 -12 Uhr erreichbar.

Über die Hotline können Termine für die Erst-, Zweit- und Booster-Impfung vereinbart werden. Die Impfungen finden entweder im Impfzentrum Kempten (ehemalige Artillerie-Kaserne, Kaufbeurer Straße 80), im Impfzentrum Sonthofen (ehemalige Grüntenkaserne, Salzweg 24) oder am Impfpoint Kempten (Bahnhofstraße 13) statt.

Das Angebot richtet sich ausschließlich an Personen, die keine Möglichkeit haben, online ihren Impftermin zu reservieren. Alle anderen Personen, die sich im Impfzentrum Kempten, im Impfzentrum Sonthofen oder am Impfpoint Kempten impfen lassen möchten, müssen vorab auf der Webseite https://impfzentren.bayern einen Termin reservieren.

Fotos: Willing-Holtz, DRK

 

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news-578 Fri, 19 Nov 2021 11:08:00 +0100 Unterkühlung kann lebensbedrohlich sein /aktuell/presse-service/meldung/unterkuehlung-kann-lebensbedrohlich-sein.html BRK Oberallgäu gibt Tipps, was man als Ersthelfer tun kann - und was man keinesfalls tun darf Wenn es im Herbst zunehmend kälter und nasser wird, steigt die Gefahr, sich eine Unterkühlung zuzuziehen. „Wenn Menschen durchnässt, körperlich überanstrengt, alkoholisiert und dabei womöglich den kalten Temperaturen hilflos ausgeliefert sind, kann dies schneller gefährlich werden, als mancher denkt“, betont Frank Schönmetzler, Leiter der Breitenausbildung beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) Oberallgäu. Er erklärt, welche Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Unterkühlung hilfreich sind – und was man keinesfalls tun darf.

„Von einer Unterkühlung spricht man, wenn der Körper über längere Zeit mehr Wärme verliert, als er selbst erzeugen kann und wenn die Temperatur im Inneren des Körpers von normalerweise um die 37 Grad Celsius auf unter 35 Grad sinkt“, erklärt Frank Schönmetzler. „Eine leichte Unterkühlung erkennt man daran, dass der Betroffene vor Kälte zittert, kalte Füße und Hände, bläuliche Lippen und ein bleiche Hautfarbe hat. Atmung und Herzschlag gehen schneller. Bestimmte Medikamente, Alkohol und Drogen können das Risiko für Unterkühlungen erhöhen.“

Sehr wichtig zu wissen: Bei einer Unterkühlung darf die betroffene Person nur mit äußerster Vorsicht bewegt werden. Denn dabei fließt kaltes Blut aus Händen und Beinen zur Körpermitte, was lebensbedrohliche Herz-Rhythmus-Störungen auslösen kann! „Unterkühlte sind zur Wiedererwärmung und der Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen in eine Klinik zu bringen. Keinesfalls aktiv Wärme zuführen, auch nicht durch eine Wärmflasche“, mahnt der Experte.

Bei einer leichteren Unterkühlung sollte man den Betroffenen, wenn möglich, an einen warmen Ort bringen, nasse, kalte Kleidung entfernen und den Körper in warme Decken oder in eine Rettungsdecke wickeln. Hilfreich sind warme, gut gezuckerte Getränke wie Tee, jedoch kein Alkohol.

„Bei einer weiteren Auskühlung fahren die Körperfunktionen herunter. Dann verändern sich auch die Symptome: Atmung und Herzschlag sowie die Bewegungen werden langsamer, das Schmerzempfinden lässt nach, es treten Teilnahmslosigkeit und Benommenheit auf, bis hin zur Bewusstlosigkeit. Akute Lebensgefahr besteht bei unter 33 Grad Körpertemperatur und wenn sich die unterkühlte Person nicht mehr bewegen kann oder möchte. Dies deutet darauf hin, dass wichtige Organe nicht mehr richtig funktionieren.

“Für diesen lebensbedrohlichen Zustand gelten die folgenden Erste-Hilfe-Maßnahmen (dabei zum         Eigenschutz Schutzhandschuhe und Mund-Nasen-Schutz tragen):

  • betroffene Person nur mit äußerster Vorsicht bewegen! (siehe oben) KEINE Aufwärmversuche mehr    unternehmen!
  • Notruf 112 verständigen
  • wenn kein geschützter, warmer Raum erreichbar ist (z.B. in freier Natur) sollte die unterkühlte Person    anderweitig vor Wind und Kälte geschützt werden, auch von unten, z.B. mit Decken oder einer              Rettungsdecke
  • betroffene Person zudecken, bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes beruhigen, betreuen, trösten      und beobachten, wiederholt Bewusstsein und Atmung prüfen
  • bei Bewusstlosigkeit und vorhandener Atmung: stabile Seitenlage
  • laut "Hilfe" rufen, um Umstehende auf die Notfallsituation aufmerksam zu machen
  • bei Bewusstlosigkeit und fehlender Atmung: Herz-Lungen-Wiederbelebung (30x2)

Wichtig zu wissen: Wiederbelebungsmaßnahmen können bei Unterkühlten auch nach längerer Zeit noch zum Erfolg führen!

Am besten ist es natürlich, es kommt gar nicht erst zu einer Unterkühlung. Dieser kann man aktiv vorbeugen, indem man dem Wetter angepasste Kleidung und Schuhe trägt. „Wichtig ist vor allem eine wärmende Kopfbedeckung, denn rund 30 Prozent der Körperwärme werden über den Kopf abgegeben“, so Frank Schönmetzler. Bei Kälte sollte Überanstrengung vermieden werden. Nach körperlicher Anstrengung feuchte oder verschwitzte Kleidung schnellstmöglich wechseln. Beim ersten Zittern mit aktiver Bewegung gegensteuern. „Handelt es sich um einen Unfall, ist es wichtig, den Betroffenen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durch das Unterlegen einer Rettungsdecke und durch Zudecken vor Wärmeverlust zu schützen. Dies gilt übrigens schon bei normalen Temperaturen, da durch den Unfall der Kreislauf beeinträchtigt sein kann.“

Um im Notfall angemessen Hilfe leisten zu können, empfiehlt der Experte eine regelmäßige Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse. Das BRK Oberallgäu bietet regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse an. Nähere Infos zu den Kursen sowie aktuelle Termine gibt es unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/.

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news-577 Wed, 17 Nov 2021 11:08:00 +0100 Sicher unterwegs im Winter /aktuell/presse-service/meldung/sicher-unterwegs-im-winter.html BRK gibt Tipps, damit Sie im Auto wohlbehalten durch die kalte Jahreszeit kommen Der Winter naht. Höchste Zeit, das Auto für die kalte Jahreszeit bereit zu machen. Frank Schönmetzler, Leiter der Breitenausbildung beim BRK Oberallgäu, gibt wertvolle Tipps, worauf man achten sollte, um sicher durch Eis und Schnee zu kommen und auch im Stau bei Minusgraden gesundheitlichen Problemen so gut wie möglich vorzubeugen.

Oberstes Gebot für alle Autobesitzer hier im Allgäu ist es jetzt, den Wagen winterfest zu machen und entsprechend auszurüsten. Am besten ist ein Wintercheck in der Werkstatt. Winterreifen mit ausreichender Profiltiefe sollten eine Selbstverständlichkeit sein. Zudem muss die Scheibenwaschanlage mit Frostschutzmittel aufgefüllt und sollten die Türgummis mit frostsicherer Pflege bearbeitet werden. Wichtig an Bord zu haben sind rutschsichere, witterungsfeste Fußmatten, Eiskratzer, Antibeschlagtuch und eventuell Scheibenenteiserspray sowie Türschlossenteiser (nicht IM Auto aufbewahren, sondern am besten in der Jackentasche oder Handtasche!). Gute Dienste leisten im Zweifelsfall auch ein Starthilfekabel, Handfeger und Kehrblech (sehr nützlich, um sich freizuschaufeln, falls man festsitzt) sowie, je nach befahrener Route, Schneeketten, ein voller Benzin-Reservekanister sowie passende Handy-Ladekabel oder Zusatz-Akkus.

„Jenseits der technischen Aus- und Aufrüstung sollte man auch daran denken, dass die Insassen bei womöglich langen, unvorhergesehenen Fahrtunterbrechungen, etwa aufgrund von Verkehrsbehinderungen durch starken Schneefall, Blitzeis, Lawinen oder Verkehrsunfälle gut versorgt sind“, rät Frank Schönmetzler. „Deponieren Sie darum am besten zusätzliche warme Jacken, Mützen, Handschuhe und Decken im Auto und sorgen Sie vor allem bei längeren Fahrten stets dafür, dass ausreichend Getränke, am besten Wasser, sowie einige Energieriegel oder andere Snacks an Bord sind. Wenn einer der Mitfahrenden auf Medikamente angewiesen ist, die regelmäßig oder zu bestimmten Zeiten eingenommen werden müssen, denken Sie daran, diese leicht zugänglich und in ausreichender Menge dabeizuhaben.“

Bei stockendem Verkehr oder Stau müsse jeder Fahrzeuglenker daran denken, sofort eine Rettungsgasse zu bilden. „Alle Fahrzeuge auf der linken Spur ordnen sich ganz links ein, die auf der rechten Spur ganz rechts, sodass in der Mitte Räumfahrzeuge, Rettungs-, Feuerwehr- und Abschleppwagen gut hindurch passen“, ruft Frank Schönmetzler die Regel in Erinnerung. „Wenn Sie zu einem Unfall hinzukommen, sichern Sie die Unfallstelle ab, verständigen Sie bei Personenschäden den Notruf unter 112 und leisten Sie bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte Erste Hilfe.“

Sie müssten Ihr Erste-Hilfe-Wissen auffrischen? Das BRK Oberallgäu bietet zahlreiche eintägige Kurse in Kempten und dem Oberallgäu an. Termine und Infos finden Sie unter www.kvoberallgaeu.brk.de.

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news-576 Mon, 15 Nov 2021 11:08:00 +0100 Wer möchte Rettungshundepate werden? /aktuell/presse-service/meldung/wer-moechte-rettungshundepate-werden.html Die Rettungshundestaffel der Bereitschaften im BRK Oberallgäu sucht Paten Rettungshundearbeit ist wichtig. Die hervorragend ausgebildeten Teams der Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu (diese sind ein Dienst der BRK-Bereitschaften und in Waltenhofen angesiedelt) haben im Allgäu und darüber hinaus schon zahlreiche verirrte Wanderer, verletzte Personen oder Vermisste in unwegsamem Gelände wieder aufgefunden. Auch im Fall der jüngst an der bayerisch-tschechischen Grenze verschwundenen achtjährigen Julia waren Rettungshundeteams an der Suche beteiligt. „Die Arbeit unserer Rettungshundestaffel ist komplett ehrenamtlich getragen. Die Mitglieder nehmen für ihr Engagement nicht nur großen zeitlichen, sondern auch finanziellen Aufwand in Kauf“, sagt Prof. Dr. Christoph Tiebel, Kreisfachdienstleiter Rettungshundearbeit bei den Bereitschaften im BRK Oberallgäu. „Wer die Staffel gerne unterstützen und dabei auch Kontakt zu den Tieren haben möchte, für den bietet sich beispielsweise eine Rettungshundepatenschaft an.“

Die Arbeit der Rettungshundeteams beginne nicht erst beim Einsatz, sondern schon mit der Ausbildung geeigneter Hundewelpen, erklärt Prof. Dr. Christoph Tiebel. „Diese dauert zwei bis drei Jahre bei meist mehrmals pro Woche stattfindendem Training. Nachdem die erste Prüfung abgelegt ist, müssen die Teams alle zwei Jahre eine weitere Prüfung im selbigen Ausmaß absolvieren. Auch die Hundeführer selbst müssen neben dem Training mit ihren Hunden eine umfassende Ausbildung durchlaufen.“ Da mit den Mitteln, die vonseiten des Bayerischen Roten Kreuzes zur Verfügung stünden, nicht alle Kosten der Ausbildung und der Ausrüstung für den Ernstfall abgedeckt werden könnten, sei die Staffel auf Spenden, Förderungen und Patenschaften angewiesen. „Darum suchen wir nun Hundepaten“, so Tiebel weiter. „Interessierte können sich gezielt einen unserer Hunde aus der Staffel als ihren Patenhund auswählen oder die Patenschaft gerne auch verschenken, zum Beispiel an tierbegeisterte Kinder, die selbst keinen Hund haben können“, schlägt er vor. „Einige unserer Hunde würden sich besonders über einen Paten freuen, weil sie noch keinen haben, zum Beispiel der bereits geprüfte Rettungshund Stiles, ein Mischling , oder die Schnauzer-Hündin Lea, die noch in Ausbildung ist.“ Von den Spenden der Paten finanziere die Staffel wichtige Einsatzmittel, wie zum Beispiel Fahrzeuge, Kleidung, Ortungstechnik u.a.

„Wer Pate sein möchte, leistet einen monatlichen Beitrag. Bei Privatpersonen liegt dieser bei mindestens 5 Euro, bei Firmen und Vereinen bei mindestens 10 Euro. Dafür erhalten die Paten eine Patenurkunde mit einem Bild `ihres´ Hundes. Zu Weihnachten bekommen sie einen Brief von ihrem Patenhund sowie ein kleines Geschenk“, zählt Christoph Tiebel auf. „Zudem werden die Paten einmal im Jahr zu einer Vorführung oder einem Trainingsbesuch eingeladen, bei dem sie ihren Patenhund und die anderen Hunde nicht nur streicheln und kennenlernen, sondern auch in Aktion erleben können. Sie sehen also, wie der Hund nach Vermissten sucht. Wenn sie möchten, dürfen die Paten sich dabei auch selbst für die Hunde verstecken, was immer sehr spannend ist. Dazu gibt es Kaffee und Kuchen sowie die Möglichkeit, unsere Fahrzeuge sowie unseren Stützpunkt in Waltenhofen anzuschauen.“ Als privates Fördermitglied des Bayerischen Roten Kreuzes erhalte man selbstverständlich eine Spendenquittung und könne außerdem auf die Leistungen eines Rückholdienstes zurückgreifen.

Interessiert? Unter www.rettungshunde-oa.de informiert die Rettungshundestaffel der Bereitschafen beim BRK Oberallgäu über ihre Arbeit sowie über die Hunde mit ihren Herrchen und Frauchen.

Foto: Viktoria Wagensommer

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news-575 Sat, 13 Nov 2021 15:08:00 +0100 Corona-Impfung in Kempten und dem Oberallgäu nur noch mit Termin /aktuell/presse-service/meldung/corona-impfung-in-kempten-und-dem-oberallgaeu-nur-noch-mit-termin.html Neue Regelungen für Impfwillige sichern schnellen und reibungslosen Ablauf Angesichts der dramatisch gestiegenen Corona-Fallzahlen ist in Kempten und dem Oberallgäu wieder eine deutlich erhöhte Impfbereitschaft zu verzeichnen. Um einen strukturierten Ablauf der erwarteten großen Zahl an Impfungen sicherzustellen und Wartezeiten für die Impfwilligen zu vermeiden, haben der Landkreis Oberallgäu und die Stadt Kempten entschieden, ab Dienstag, 16. November 2021, für alle Corona-Impfungen wieder eine verpflichtende vorherige Online-Reservierung einzuführen.

Die Verpflichtung zur Terminreservierung betrifft das Impfzentrum in Sonthofen (ehemalige Grüntenkaserne, Salzweg 24), das Impfzentrum Kempten (ehemalige Artillerie-Kaserne, Kaufbeurer Straße 80) sowie den Impfpoint in Kempten (Bahnhofstraße 13). Impfwillige, die sich hier gegen Corona (COVID-19) impfen lassen möchten, müssen den Termin für ihre Erst-, Zweit- oder die Auffrischungsimpfung, auch genannt „Booster-Impfung“, vorab unter impfzentren.bayern buchen. Impfungen ohne vorherige Terminvereinbarung sind hier nicht mehr möglich. Die Online-Terminreservierung ist ab Montag, 15. November 2021, möglich.

Wichtig zu wissen: die Booster-Impfung soll frühestens sechs Monate nach Abschluss der ersten Impfserie und nach ärztlicher Absprache erfolgen. Sie steht beispielsweise Personen ab 70 Jahren, Bewohner und Betreute in Einrichtungen der Altenpflege, Pflegepersonal und Personal in medizinischen Einrichtungen mit direktem Patientenkontakt zur Verfügung.

Alexander Schwägerl, Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu und Verantwortlicher für die Impfzentren in Kempten, sowie Markus Adler, Leiter Einsatzdienste bei der Johanniter-Unfall-Hilfe im Regionalverband Bayerisch Schwaben und Verantwortlicher für das Impfzentrum Oberallgäu, betonen: „Die Lage in der Region ist ernst. Die Krankenhausampel steht auf ROT. Wir sind froh, dass die Impfbereitschaft nun wieder stiegt. Mit den Neuregelungen können wir einen schnellen und reibungslosen Ablauf der Impfungen sicherstellen.“

Weitere Informationen rund um die Corona-Impfung finden Sie unter www.hol-dir-dein-pflaster.de

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news-574 Wed, 10 Nov 2021 09:08:00 +0100 „Nichts was man einfach mal irgendwo kaufen kann“ /aktuell/presse-service/meldung/nichts-was-man-einfach-mal-irgendwo-kaufen-kann.html Blutspende-Botschafterin Isabella Franke erzählt ihre bewegende Geschichte Vor dem Hintergrund der anhaltend hohen Anforderungen aus den Krankenhäusern bittet der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD) Spenderinnen und Spender in den kommenden Wochen dringend, die angebotenen Spendetermine wahrzunehmen, um eine kritische Versorgunglage zu verhindern.
 
In einem emotionalen Video (auch zu sehen auf www.blutspendedienst.com/blog) erzählt die Moderatorin und zweifache Mutter Isabella Franke, wie Blutspenden ihrem Baby das Leben gerettet haben und möchte gemeinsam mit dem BSD noch mehr Menschen motivieren, regelmäßig Blut zu spenden. Isabella Frankes Baby entwickelte eine Blutarmut und war noch vor der Geburt auf Bluttransfusionen angewiesen.

Bewegende Geschichten wie diese ereignen sich tagtäglich und verdeutlichen auch, wie vielfältig die Einsatzgebiete von Blutpräparaten sind. Allein in Bayern werden aktuell täglich mehr als 2.000 Blutkonserven benötigt, um eine lückenlose Versorgung der Krankenhäuser zu gewährleisten und Patientinnen und Patienten aller Altersklassen ausreichend zu versorgen.
 
Ziel muss jetzt sein, dass alle angebotenen Termine zu 100% reserviert werden. Mit der Terminreservierung lassen Spendewillige den BSD wissen, dass mit ihnen gerechnet werden darf. Die Personalplanung erfolgt anhand der bestehenden Terminreservierungen.
 
Alle Termine
sowie eventuelle Änderungen, aktuelle Maßnahmen und Informationen rund um das Thema Blutspende in Zeiten von Corona sind unter 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com tagesaktuell abrufbar. Facebook & Instagram: @blutspendebayern.

Der Blutspendetermin ist bereits reserviert und kann leider kurzfristig nicht wahrgenommen werden? Dann bittet der BSD dringend darum abzusagen oder umzubuchen, damit der Platz anderweitig vergeben werden kann.

Hintergrundinformationen über die Blutspende in Bayern:

Wer Blut spenden kann:
Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Mehrfachspender ist ein Alter von 72 Jahren (d.h. bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag). Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren und bei Erstspendern über 60 Jahren erfolgt die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen. Zur Blutspende mitzubringen ist unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein (jeweils das Original) und der Blutspendeausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis. Spendewillige mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen und Menschen mit direktem Kontakt zu Coronavirus(SARS-CoV-2)-Erkrankten werden nicht zur Spende zugelassen. Auf allen angebotenen Terminen besteht eine unumgängliche Maskenpflicht. Es wird aufgrund der aktuellen Situation dringend empfohlen, kurz vor dem Blutspendetermin nochmals mittels genannter Möglichkeiten zu prüfen, ob und wann der Termin stattfindet.

Darum ist Blutspenden beim BRK so wichtig:
Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt.

Der Blutspendedienst des BRK (BSD):
Der BSD wurde 1953 vom Bayerischen Roten Kreuz mit dem Auftrag gegründet, die Versorgung mit Blutprodukten in Bayern sicherzustellen. Er trägt die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Als modernes pharmazeutisches Unternehmen ist der BSD heute ein aktiver Partner im bayerischen Gesundheitswesen. Mit seinen ca. 670 engagierten Mitarbeitern sowie zusätzlich mehr als 230 freiberuflich tätigen Spendeärzten und ca. 12.500 ehrenamtlichen Helfern aus den 73 Kreisverbänden des BRK organisiert der BSD jährlich ungefähr 4.000 mobile und 1.100 stationäre Blutspendetermine.

Spenderservice:
Alle Blutspendetermine und weiterführende Informationen für Spender und an der Blutspende Interessierte, beispielsweise zum kostenlosen Gesundheitscheck, sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet abrufbar. Wir empfehlen unsere Blutspende-App für iOS und Android (www.spenderservice.net): Individuelle Spendeinfos, Terminerinnerungen und Blutspende-Forum.

Medienkontakt:
Für Rückfragen zu allen Pressemitteilungen sowie für weitere Informationen und Materialanfragen kontaktieren Sie unsere Pressestelle: Patric Nohe, p.nohe(at)blutspendedienst.com; Tel.: 089 / 5399 4014. Oder besuchen Sie die Presseseite auf unserer Website.


Mit freundlichen Grüßen

Patric Nohe
Presse & Unternehmenskommunikation
Blutspendedienst des BRK

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news-572 Mon, 08 Nov 2021 10:30:00 +0100 Neue Wege in der Sanitätsdienstausbildung /aktuell/presse-service/meldung/neue-wege-in-der-sanitaetsdienstausbildung.html BRK Oberallgäu bietet Kombination aus E-Learning und Präsenzunterricht – mit vielen Vorteilen Wer im Sanitätswachdienst bei größeren Veranstaltungen oder im Katastrophenschutz des Roten Kreuzes mitwirken möchte, muss als Mindestqualifikation eine Sanitätsdienstausbildung absolviert haben. Hierbei lernen künftige Sanitäter*innen im Lauf von 48 Unterrichtseinheiten (à 45 Minuten) das richtige Vorgehen als Ersthelfer*in bei medizinischen Notfällen. Die BRK-Bereitschaften im Kreisverband Oberallgäu haben diese Ausbildung nun auf neue Beine gestellt. „Wir sind einer der ersten BRK-Kreisverbände in ganz Bayern, in dem der theoretische Part im E-Learning absolviert werden kann. Das hat viele Vorteile für die Teilnehmenden“, sagen die beiden Initiatoren, Sonja Bingger und Matthias Straub.

Im 16 Unterrichtseinheiten umfassenden theoretischen Teil der Ausbildung erlangen die angehenden ehrenamtlichen Sanitäter*innen Grundlagenwissen zu Anatomie, Physiologie, Diagnostik sowie Hygiene. Sie erlernen den fachlich richtigen Umgang mit medizinischen Notfällen wie Störungen des Bewusstseins, der Atmung und des Kreislaufs, Verletzungen des Bewegungs- und Stützapparates, thermischen Notfällen und Schockgeschehen, sowie die korrekte Durchführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung und der Traumaversorgung. Diese theoretischen Kenntnisse werden im Anschluss im 32 Unterrichtseinheiten umfassenden Praxisteil in Präsenzunterricht intensiv eingeübt.

„Ich habe durch Zufall über Facebook erfahren, dass das DRK-Brandenburg den Theorieteil in Form von E-Learning anbietet und war begeistert“, sagt Matthias Straub, Kreisbereitschaftsleiter des BRK Kreisverbandes Oberallgäu. „Das Ganze ist attraktiv medial aufbereitet, mit Fachtexten, Erklärfilmen, Animationen, Podcasts und Videovorträgen. Die einzelnen Module bauen aufeinander auf und am Ende jedes Moduls überprüft jeder Teilnehmer sein Wissen mit einem kleinen Quiz.“ Zusammen mit seiner BRK-Kollegin Sonja Bingger hatte er die Idee, dieses Unterrichtsangebot hierher ins Allgäu zu holen. Inzwischen ist es, mit Absprache und Freigabe des Landesverbandes soweit: Nach intensiven internen Rück- und Absprachen über die Landesgrenzen hinweg können die Oberallgäuer Rotkreuz-Mitglieder die theoretische Ausbildung nun ebenfalls online absolvieren. Sie läuft über das DRK-Brandburg. Der praktische Teil der Ausbildung wird im Anschluss in Kleingruppen in den BRK-Häusern Kempten, Immenstadt und Sonthofen durchgeführt.

Matthias Straub und Sonja Bingger freuen sich über diesen Erfolg. „Die Online-Schulung hat sehr viele Vorteile“, sagen die beiden. „Die Präsenzzeit reduziert sich um ein Drittel und zudem fallen keine Fahrt-, Übernachtungs-, Verpflegungs- oder Dozentenkosten an. Sehr gut und hilfreich ist auch, dass die Teilnehmenden sich ihre Lernzeit frei einteilen können. Jeder kann in seinem individuellen Tempo lernen, die einzelnen Module jederzeit unterbrechen und später nahtlos fortsetzen oder bei Bedarf auch beliebig oft wiederholen.“ Die ersten Kurse seien gut gelaufen, bestätigt Sonja Bingger. Sie wurde vor wenigen Tagen offiziell zur ehrenamtlichen (noch kommissarischen) „Instruktorin Sanitätsdienstausbildung“ beim BRK Oberallgäu ernannt. Der stellvertretende Chefarzt des BRK Oberallgäu, Dr. Florian Hilger nahm die Ernennung während der Sitzung des „Arbeitskreis Ehrenamt“ vor. Nichtsdestotrotz wird das BRK Oberallgäu, nach Möglichkeit im Jahr 2022, auch einen Grundlehrgang Sanitätsdienst in kompletter Präsenz anbieten, um alle Interessenten abholen zu können.

Interessent*innen finden ein kostenfreies Testmodul des Onlineunterrichts unter www.online-akademie.drk-learning.de

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news-571 Wed, 03 Nov 2021 13:30:00 +0100 Sport in der kalten Jahreszeit /aktuell/presse-service/meldung/sport-in-der-kalten-jahreszeit-1.html BRK gibt Tipps zum „PECH“-Prinzip und weiteren Erste-Hilfe-Maßnahmen Bewegung in der Kälte stärkt das Immunsystem und kann die Infektanfälligkeit verringern - vorausgesetzt, man beachtet ein paar Regeln. Frank Schönmetzler, Leiter der Breitenausbildung beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) Oberallgäu, erklärt, worauf man achten sollte und nennt Erste-Hilfe-Maßnahmen, die man bei Unterkühlungen, Erfrierungen und Stürzen kennen sollte.

„Bei kalten Temperaturen laufen viele Prozesse im Körper nur in gebremster Form ab. So ist beispielsweise der Stoffwechsel vermindert. Das führt bei Muskeln, Sehnen und Bändern zu einem Elastizitätsverlust - die Verletzungsgefahr steigt“, erklärt Frank Schönmetzler. „Um Verletzungen vorzubeugen, ist es jetzt besonders wichtig, sich vor dem Sport ausreichend aufzuwärmen, auch wenn man keine rechte Lust dazu hat.“ Wichtig sei natürlich auch der Witterung angepasste Sportbekleidung, die den Schweiß aufnimmt, für einen Wärmepuffer sorgt, dabei aber nicht zu warm ist. Der Experte empfiehlt das Zwiebelprinzip, also mehrere Schichten, die man nach Bedarf ablegen kann. Die oberste sollte winddicht sein. „Da ein Großteil der Wärme über den Kopf verloren geht, Mütze nicht vergessen! Fausthandschuhe schützen vor Erfrierungen an den Fingern.“

Was tun bei Erfrierungen?

„Erfrierungen entstehen durch Kälteeinwirkungen, meist in Verbindung von Feuchtigkeit und Wind. Es kommt zu einer Mangeldurchblutung des Gewebes, das dadurch geschädigt wird oder im schlimmsten Fall sogar abstirbt. Am häufigsten betroffen sind Finger, Zehen, Nase, Ohren und Wangen. Zeichen einer Erfrierung sind Gefühllosigkeit oder Taubheitsgefühl, bläulich-rote, später weiß-gelbe oder weiß-graue Färbung der Haut. Die betroffenen Körperteile sind kalt und zunächst weich und schmerzhaft, später hart und gefühllos. Es kann zu Blasenbildung kommen.“ Der Fachmann rät, keinesfalls an den betroffenen Körperteilen zu reiben. „Das könnte den Gewebeschaden noch vergrößern.“ Stattdessen sollte man sie mit Körperwärme aufwärmen, etwa in den Achselhöhlen. Auch ein Wasserbad hilft. „Unbedingt mit Raumtemperatur anfangen und die Temperatur nur langsam erhöhen. Wenn sich die Haut gelblich oder grau gefärbt und schmerzt, sollte man zum Arzt gehen oder den Rettungsdienst unter 112 rufen.“

Die Bronchien schützen

 Je kälter die Atemluft ist, desto mehr werden die Atemwege gereizt. „Übertreibt man es mit der Trainingsintensität, kann die Luft auf dem Weg in die Bronchien nicht mehr ausreichend erwärmt werden und man riskiert Husten, Atemwegsinfektionen oder sogar Asthma. Darum lieber gleichmäßig und ruhig durch die Nase einatmen. Hilfreich ist ein Schlauchtuch, das im Zweifelsfall über Mund und Nase gezogen werden kann.“ Bei Temperaturen unter 10 Grad minus sollte man lieber aufs Joggen verzichten.

„PECH“-Prinzip bei Stürzen
Bei Stürzen auf nassem Laub oder eisigem Untergrund empfiehlt er, je nach Art der Verletzungen, als Erste-Hilfe-Maßnahme das „PECH“-Prinzip:
P (Pause): betroffene Region möglichst nicht bewegen
E (Eis): Kühlung der verletzten Stelle, ohne Unterkühlung
C (Compression): das Kühlmedium möglichst mit leichtem Druck auf der betroffenen Region fixieren
H (Hochlagerung) der betroffenen Region

„Als Ersthelfer sollte man den Betroffenen beruhigen und vor Auskühlung schützen. Bei starken Schmerzen oder Verdacht auf Knochenbrüchen sollte der Rettungsdienst unter 112 gerufen werden.“

Das BRK bietet regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse in Kempten und dem Oberallgäu an. Infos und Termine gibt es hier: https://www.kvoberallgaeu.brk.de/

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news-570 Tue, 02 Nov 2021 08:30:00 +0100 Vermeidbare Zeitverschwendung, die Leben kosten kann /aktuell/presse-service/meldung/vermeidbare-zeitverschwendung-die-leben-kosten-kann.html Rettungsdienst des BRK Oberallgäu mahnt: Achten Sie auf gut sichtbare Hausnummern Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten im Rettungsdienst. Sie wurden zu einem dringenden Notfall alarmiert, bei dem es um Leben und Tod geht. Sie fahren so schnell wie möglich zu der genannten Adresse – und dann vergehen endlose Minuten, in denen Sie vergeblich nach der richtigen Hausnummer, oder, in einem großen Mehrfamilienhaus, nach dem Weg in die richtige Wohnung suchen müssen. Die ganze Zeit über wissen Sie: für den Patienten tickt die Uhr…

„Für uns als Rettungsdienstmitarbeiter ist es enorm frustrierend, wenn die Hausnummern nicht von der Straße aus sichtbar sind. Denn wir wissen: für die Patienten, bei denen es um Sekunden geht, beispielsweise nach einem Herzinfarkt, einem allergischen Schock, einem Stromschlag oder bei schweren Blutungen, steht unter Umständen das Leben auf dem Spiel“, sagt Peter Fraas, Rettungsdienstleiter beim BRK Oberallgäu.

Er appelliert an alle Hausbesitzer und auch Mieter: „Bitte sorgen Sie dafür, dass die Hausnummer an Ihrem Wohngebäude von der Straße aus sehr gut sichtbar ist. Sie sollte groß und deutlich, nicht überwuchert oder von Schnee bedeckt und auch nachts deutlich lesbar sein, z.B. durch eine Außenbeleuchtung. Wenn Sie zur Miete wohnen und ein solches Defizit entdecken, weisen Sie den Eigentümer, den Hausmeister oder die Hausverwaltung bitte unbedingt darauf hin und bitten Sie um schnelle Abhilfe - schließlich man weiß nie, wann ein Notfall eintritt.“ Peter Fraas nennt noch weitere Maßnahmen, die den Rettern die Arbeit erleichtern: „Wenn genügend Personen bei dem Notfall in der Nähe sind, sollte eine Person vor dem Haus an der Straße auf den Rettungsdienst warten und die Helfer zum Ort des Geschehens führen. Denken Sie bitte auch an das rechtzeitige Öffnen von Toren, Schranken und Haustüren, das Bereithalten von Aufzügen im Eingangsbereich und das Einsperren von Hunden.“

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news-569 Mon, 25 Oct 2021 09:30:00 +0200 Schlaganfall erkennen und schnell handeln /aktuell/presse-service/meldung/schlaganfall-erkennen-und-schnell-handeln.html BRK Oberallgäu erklärt den „FAST-Test“ und gibt Erste-Hilfe-Tipps Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute. Die Durchblutungsstörung des Gehirns ist eine der drei häufigsten Todesursachen in Deutschland und die häufigste Ursache für dauerhafte Behinderungen im Erwachsenenalter. Anlässlich des Welt-Schlaganfalltags am 29. Oktober erklärt Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu, wie man einen Schlaganfall auch als Laie erkennen kann und welche Erste-Hilfe-Maßnahmen man im Notfall anwenden sollte.

„Bei einem Schlaganfall sind Teile des Gehirns durch ein verengtes oder verstopftes Gefäß oder durch eine Blutung plötzlich von der Durchblutung abgeschnitten - es besteht akute Lebensgefahr. In so einem Fall zählt jede Minute. Schon beim Verdacht auf einen Schlaganfall ist es wichtig, sofort den Notruf 112 zu alarmieren und Erste Hilfe-Maßnahmen zu beginnen!“ betont Frank Schönmetzler. „Je länger es bis zur notfallmedizinischen Behandlung dauert, desto mehr Gehirnzellen sterben ab und umso wahrscheinlicher kommt es zu schweren dauerhaften Schädigungen wie Lähmungen oder Sprachstörungen oder sogar zum Tod.“ Manche Folgen ließen sich vermeiden, wenn die Betroffenen und das Umfeld richtig reagieren würden, betont er.

Symptome eines Schlaganfalls

Als häufigste Symptome eines Schlaganfalls nennt der Fachmann plötzliche, heftige Kopfschmerzen, steifen Nacken, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen, Schluckbeschwerden, vorübergehende Seh- und Sprachstörungen und Taubheitsgefühle bis hin zu halbseitigen Lähmungen. „Sehstörungen sind beispielsweise Einschränkung des Gesichtsfeldes auf einer Seite, Störungen des räumlichen Sehens, Doppelbilder oder verschwommenes Sehen. Sprach- und Sprachverständnisstörungen können sich durch stockende, abgehackte oder auch verwaschene, lallende Sprache, verdrehte Silben oder Buchstaben zeigen. Gelegentlich kann die betroffene Person auch gar nicht mehr sprechen oder nicht mehr verstehen, was gesagt wird. Ein deutlicher Hinweis auf einen Schlaganfall ist eine plötzlich auftretende halbseitige Lähmung oder ein Gefühl, als wäre eine Körperseite eingeschlafen oder pelzig. Häufig zeigt sich dies verstärkt im Gesicht, z.B. durch einen einseitig herunterhängenden Mundwinkel. Häufig geht ein Schlaganfall mit sehr starken Kopfschmerzen und einem plötzlich auftretenden Dreh- oder Schwankschwindel einher. Die Kopfschmerzen werden von schweren Durchblutungsstörungen im Gehirn oder auch Einblutungen hervorgerufen. Sie können zunächst allein auftreten. Manchmal kommen nach einer Weile Lähmungen, Bewusstseinsverlust oder Verwirrtheit hinzu.“

„Leider ist es oft so, dass die Betroffenen oder Ersthelfer abwarten, dass die Beschwerden von alleine wieder verschwinden. Das kostet wertvollste Zeit und kann schlimme Folgen haben! Und selbst wenn die Symptome nach einigen Minuten vollständig abklingen, muss umgehend der Rettungsdienst gerufen werden“, betont er. „Auch in solchen Fällen handelt es sich um einen Notfall, der sofort ärztlich behandelt werden muss!

Sein Tipp: Beim Auftreten eines oder mehrerer der genannten Symptome kann man auch als Laie den so genannten „FAST-Test“ anwenden. Dieser liefert Hinweise, ob es sich um einen Schlaganfall handelt. FAST steht als Abkürzung für Face (Gesicht), Arms (Arme), Speech (Sprache) und Time (Zeit).

So funktioniert der „FAST-Test“:

Face: bitten Sie die betroffene Person, zu lächeln. Hängt ein Mundwinkel herab, deutet das auf eine Halbseitenlähmung hin.Arms: bitten Sie die betroffene Person, die Arme nach vorne zu strecken und dabei die Handflächen nach oben zu drehen. Können nicht beide Arme gehoben werden, sinkt ein Arm wieder ab oder dreht sich die Handfläche wieder nach unten, handelt es sich vermutlich um Lähmungserscheinungen.Speech: bitten Sie die betroffene Person, einen einfachen Satz nachzusprechen. Gelingt dies nicht, klingt die Aussprache verwaschen oder kommt es zu auffälligen Verdrehern, kann eine Schlaganfall-bedingte Sprachstörung vorliegen.Time: beim geringsten Verdacht auf einen Schlaganfall, zögern Sie keine Sekunde, sondern rufen Sie sofort den Rettungsdienst unter 112 und äußern Sie Ihren Verdacht auf Schlaganfall. Hier gilt die Devise: Lieber einmal umsonst als einmal zu spät!

Erste Hilfe bei Schlaganfall

  • schon beim Verdacht sofort den Rettungsdienst unter 112 verständigen!
  • ist die betroffene Person bei Bewusstsein, bequem und mit erhöhtem Oberkörper lagern
  • die/den Betroffenen beruhigen, betreuen, trösten und beobachten (Bewusstsein, Atmung)
  • gelähmte Körperteile umpolstern
  • unbedingt Aufregung und Unruhe vermeiden!
  • die/den Betroffenen zudecken
  • bei Bewusstlosigkeit und vorhandener normaler Atmung: stabile Seitenlage (auf der gelähmten Seite!)- laut "Hilfe" rufen, um weitere Personen auf die Notfallsituation aufmerksam zu machen
  • bei Bewusstlosigkeit und fehlender Atmung:Herz-Lungen-Wiederbelebung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes

Um in Notfällen effektiv helfen zu können, empfiehlt sich eine regelmäßige Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse. Informationen zu Kursen des BRK in Kempten und dem Oberallgäu finden Sie unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/.

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news-568 Fri, 22 Oct 2021 09:00:00 +0200 Captainclaus hat ein Herz für die Wärmestube /aktuell/presse-service/meldung/captainclaus-hat-ein-herz-fuer-die-waermestube.html Alleinunterhalter spendet „Hutgeld“ Im Rahmen des Kemptener Musiksommers erfreuten verschiedene Musiker die Menschen in der Kemptener Innenstadt an mehreren Samstagen mit kostenloser musikalischer Unterhaltung. Einer von ihnen war Claus Dehn alias Captainclaus, ehemals Inhaber des Autohauses Dehn in Kempten. Er unterhielt die Passanten an vier Tagen mit Rock, Pop und Blues aus den 70er Jahren.

Dabei begeisterte er seine Zuhörer so, dass diese 1.050 Euro in seinen Hut, respektive Gitarrenkoffer legten. Jetzt spendete der 69-jährige Ruheständler den gesamten Betrag an verschiedene gemeinnützige Zwecke in Kempten. Zu ihnen gehörte auch die Wärmestube des BRK Oberallgäu. Deren Leiterin Amelie Lang nahm 210 Euro zu Gunsten ihrer „Schützlinge“ in Empfang und freute sich sehr über diese großzügige Unterstützung.

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news-567 Wed, 20 Oct 2021 12:00:00 +0200 Bloß keine Panik bei Kinderunfällen! /aktuell/presse-service/meldung/bloss-keine-panik-bei-kinderunfaellen.html BRK Oberallgäu gibt Tipps zur Vermeidung und zum richtigen Handeln Als Eltern möchte man, dass es dem Nachwuchs gut geht. Aber Missgeschicke und Unfälle sind bei den Kleinen nun mal schnell passiert. Zum Glück erweist sich vieles davon als halb so schlimm, doch manchmal kann es leider auch lebensbedrohlich werden. „Darum ist es wichtig und ein gutes Gefühl, als Mama, Papa, Oma, Opa, Babysitter oder andere Betreuungsperson zu wissen, wie man in einer Notfallsituation richtig reagiert“, sagt Frank Schönmetzler, der Leiter der Breitenausbildung beim BRK Oberallgäu. Er rät: „Setzen Sie sich in ruhigen Momenten mit geeigneten Erste-Hilfe-Maßnahmen auseinander oder, noch besser, nehmen Sie an einem der vielen Kurse zur Ersten Hilfe am Kind teil. Damit fühlt man sich im Notfall sicherer, kann die Handgriffe schneller abrufen und den Kindern tatsächlich schnell helfen.“

„Die häufigste Unfälle im Kindesalter sind Stürze mit mehr oder minder schweren Blessuren, Vergiftungen und Verätzungen, zum Beispiel mit unvorsichtig gelagerten Reinigungsmitteln, Verbrühungen und Verbrennungen an Herd und Ofen, Ersticken - zum Beispiel durch das Verschlucken von Kleinteilen oder zu großen, harten Speisestücken –, Verkehrsunfälle und Ertrinken; für Kleinkinder können schon 10 cm hohe Pfützen oder Planschbecken zur Todesfalle werden“, zählt Frank Schönmetzler auf.

„Jeder medizinische Notfall bei einem Kind ist für die Eltern oder anderen Begleitpersonen eine Extremsituation“, weiß er als Vater aus eigener Erfahrung. „Vor Angst, Schock und Verzweiflung fällt es ihnen oft schwer, schnell richtig zu handeln. Tatsächlich gelingt dies aber leichter, wenn man das entsprechende Erste-Hilfe-Wissen parat hat, also zum Beispiel, wann und wie die stabile Seitenlage und die Herz-Lungen-Wiederbelebung angewendet werden, wie man mit einfachen Mitteln Knochenbrüche ruhig stellt und stark blutende Wunden verbindet.“ All das wird in den Kursen zur Ersten Hilfe am Kind mit vielen praktischen Übungen vermittelt. „Zudem erfährt man Wichtiges zu verschiedenen Kinderkrankheiten. Damit Unfälle gar nicht erst passieren, werden außerdem besondere Gefahrenquellen für Kinder aufgezeigt, die man als Erwachsener ja oftmals gar nicht wahrnimmt sowie Tipps zur Vorbeugung gegeben.“

Sollte doch einmal etwas passiert sein, hat der Fachmann folgende Erste-Hilfe-Tipps:

  • Versuchen Sie ruhig zu bleiben, auch wenn´s schwerfällt. Das Kind muss das Gefühl haben, dass Sie als Erwachsener die Situation im Griff haben. Panik würde sich auf den kleinen Patienten übertragen und die Situation für alle erschweren.
  • Begeben Sie sich auf Augenhöhe, sprechen Sie das Kind ruhig an. Wenn das Kind Sie nicht kennt, stellen Sie sich vor, beruhigen Sie es und sagen Sie, dass Sie es nicht alleine lassen werden.
  • Durch den Blickkontakt bekommen Sie einen ersten Eindruck, ob das Kind klar, wach und gut ansprechbar oder eher benommen ist.
  • Indem Sie vorsichtig Körperkontakt herstellen, es zum Beispiel leicht mit der Hand am Arm berühren, merken Sie, ob die Körpertemperatur (zu) heiß oder kalt ist.
  • Fragen Sie das Kind, wie es ihm geht und was passiert ist. Bitten Sie es, selbst auf die schmerzende Stelle zu zeigen.
  • Versorgen Sie eventuelle Wunden und trösten Sie den kleinen Patienten. Halten Sie das Kind warm.
  • Sollte das Kind bewusstlos sein, aber atmen, legen Sie es in die stabile Seitenlage.
  • Rufen Sie den Rettungsdienst unter 112.
  • Ist keine Atmung und kein Herzschlag vorhanden, müssen Sie bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen.

Infos und Termine zu den Erste Hilfe-Kurse am Kind des BRK Oberallgäu finden Sie unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/leichte-sprache/kurse/erste-hilfe/rot-kreuz-kurs-erste-hilfe-am-kind.html

Foto: Credit: Falco Siewert, DRK

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news-566 Mon, 18 Oct 2021 12:00:00 +0200 Was tun, wenn Trinken Überwindung kostet? /aktuell/presse-service/meldung/was-tun-wenn-trinken-ueberwindung-kostet.html Melanie Engel vom BRK Haus der Senioren gibt hilfreiche Tipps Wenn es draußen heiß ist, ist es für die meisten von uns ein selbstverständliches Bedürfnis, viel zu trinken. Doch in Übergangszeiten wie jetzt, wenn die Außentemperaturen sinken, vergessen wir oft, dies beizubehalten. „Gerade ältere Menschen haben ein vermindertes Durstempfinden oder müssen sich regelrecht zum Trinken überwinden. Das ist problematisch, denn eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr kann innerhalb kurzer Zeit schwerwiegende gesundheitliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen. Darum ist es für Angehörige und Pflegende, sowohl im privaten als auch im stationären Bereich wichtig, ein besonderes Augenmerk auf ausreichende Trinkmengen der betreuten Personen zu legen“, sagt Melanie Engel, Leiterin des BRK Hauses der Senioren in Oberstdorf. Sie kennt die Problematik aus ihrem Arbeitsalltag und hat einige hilfreiche Ratschläge parat.

Der Grundbedarf an Flüssigkeit liegt bei ca. 30 ml je Kilogramm Körpergewicht. Das heißt, eine Person mit 60 kg Körpergewicht sollte mindestens 1,8 l Flüssigkeit pro Tag zu sich nehmen – bei Hitze, erhöhter Aktivität oder Erkrankungen wie Durchfall oder Fieber sogar noch mehr. Ein Teil wird über die Nahrung aufgenommen, der Rest muss durch Trinken zugeführt werden. Geschieht dies nicht, kann es bereits nach zwei Tagen zu gesundheitlichen Problemen kommen. Das Blut fließt langsamer, die Nährstoff- und Sauerstoffversorgung wird eingeschränkt. Mögliche Folgen sind Kopfschmerzen, Muskelkrämpfe, Müdigkeit, Schwindel, erhöhte Temperatur und Verstopfung, die Gefahr von Harnwegsinfektionen nimmt zu. Im schlimmsten Fall drohen Thrombosen, also Blutgerinnsel, oder Kreislaufversagen. „Zudem kann die Wirkung von Medikamenten durch zu wenig Flüssigkeit im Körper beeinträchtigt werden. Auch Unruhezustände, Vergesslichkeit und Verwirrtheit können durch Flüssigkeitsmangel begünstigt werden“, betont Melanie Engel.

„Bei älteren Menschen und bei Menschen mit Demenz vermindert sich das allgemeine Durstempfinden“, weiß sie. „Sie haben einfach weniger Durst und denken darum nicht daran, zu trinken oder müssen sich richtig dazu überwinden. Erschwerend kommt hinzu, dass viele ältere Menschen Angst vor zu viel Flüssigkeitszufuhr haben, da sie häufige Toilettengänge scheuen.“

Ihr Team im Haus der Senioren achte sehr auf das Trinkverhalten der Bewohnerinnen und Bewohner. „Natürlich will niemand gezwungen werden, etwas zu trinken. Da ist es besser, unaufdringlich aktiv zu werden.“ In ihrer Einrichtung stehen immer Getränke zur Verfügung. Hilfreich seien Rituale, wie beispielsweise eine festgelegte Anzahl gemeinsamer Trinkpausen während der Beschäftigungsangebote. „Beim alltäglichen Beisammensein ermuntern Rituale wie Anstoßen oder auch altbekannte Trinksprüche dazu, etwas zu sich zu nehmen. Auch bei Ausflügen oder dem Aufenthalt im Freien bieten wir stets Getränke an, da die Senioren nach Bewegung und an der frischen Luft häufig ein größeres Durstgefühl haben.“

Melanie Engel hat hilfreiche Tipps, die auch Zuhause zum Erfolg führen können: „Achten Sie darauf, die Lieblingstasse oder das Lieblingsglas zu verwenden und beziehen Sie Gewohnheiten mit ein: jemand, der sein Leben lang eher aus einer kleinen Tasse und einem Glas mit Stiel getrunken hat, wird Schwierigkeiten haben, plötzlich einen Plastikbecher zu benutzen. Farbige Becher, bei denen man den Inhalt nicht erkennen kann, führen ebenfalls häufig zu Ablehnung, weil nicht erkannt wird, was getrunken werden soll. Oft hilft es, das Lieblingsgetränk anzubieten - aber auch Variationen wie verschiedene Saftschorlen können Spaß machen und zum Trinken animieren. Natürlich ist es gesünder, hauptsächlich Wasser zu trinken, aber insgesamt ist es besser, auch mal etwas `Ungesundes´ zu trinken, als allgemein zu wenig Flüssigkeit zu sich zu nehmen“, sagt sie und rät: „Notieren Sie die Trinkmenge, um den Überblick zu behalten und nutzen Sie einfach jede Gelegenheit, Getränke anzubieten und das Trinken schmackhaft zu machen. Auch ein Stück Gurke, Melone oder anderes saftiges Obst und Gemüse zwischendurch oder ein Teller Brühe versorgen den Körper mit wertvoller Flüssigkeit.“

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news-565 Wed, 13 Oct 2021 12:00:00 +0200 Neue Azubis und „Bufdis“ beim BRK Oberallgäu /aktuell/presse-service/meldung/neue-azubis-und-bufdis-beim-brk-oberallgaeu.html Kreisverband bildet auch heuer wieder aus Das Bayerische Rote Kreuz im Kreisverband Oberallgäu bildet jedes Jahr junge Menschen in verschiedenen Berufen aus. Heuer konnte Kreisgeschäftsführer Alexander Schwägerl vier neue Auszubildende im Bereich des Rettungsdienstes willkommen heißen, sowie vier weitere junge Leute, die sich für den Bundesfreiwilligendienst beim BRK Oberallgäu entschieden haben.

Zwei junge Frauen und ein junger Mann haben in diesem Jahr ihre Berufsausbildung als Notfallsanitäter/in beim BRK angetreten - dies ist die höchste nicht-akademische medizinische Qualifikation im Rettungsdienst. Ihre anspruchsvolle dreijährige Ausbildung findet an den Rettungswachen des BRK in Kempten, Immenstadt und Oberstdorf statt. Ein weiterer Auszubildender hat die Laufbahn zum Technischen Rettungssanitäter an der Rettungswache Kempten begonnen. Auch er wird ein wichtiges Besatzungsmitglied auf allen bodengebundenen Rettungsmitteln sein. Als Technischer Rettungssanitäter (kurz: T-Rett) ist er Fahrer, unterstützt den Notfallsanitäter und Notarzt bei der Versorgung der Patienten und stellt die Ausstattung und Sicherheit der Geräte und Verbrauchsmaterialien des Rettungswagens sicher. Darüber hinaus begannen eine Neustarterin und drei Neustarter ihren Bundesfreiwilligendienst. Sie werden an den Rettungswachen Kempten, Immenstadt und Sonthofen tätig sein.

Alexander Schwägerl begrüßte die Neuzugänge persönlich. Er sagt: „Wir freuen uns sehr, die jungen Leute in unseren Reihen willkommen heißen zu dürfen und freuen uns darauf, ihnen in den kommenden Jahren das entsprechende Wissen zu vermitteln.“

Fotos: BRK KV Oberallgäu / Peter Fraas

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news-564 Mon, 11 Oct 2021 09:59:00 +0200 „Bitte unterstützen Sie uns, damit wir helfen können!“ /aktuell/presse-service/meldung/bitte-unterstuetzen-sie-uns-damit-wir-helfen-koennen.html Rotes Kreuz Oberallgäu sendet Haustür-WerberInnen aus Das BRK im Kreisverband Oberallgäu weist die Bevölkerung im südlichen Landkreis sowie im Kleinwalsertal darauf hin, dass in den kommenden Wochen Werberinnen und Werber im Auftrag des BRK von Tür zu Tür gehen werden, um Fördermitglieder zu gewinnen. „Bitte unterstützen Sie uns, damit wir helfen können“, so Alexander Schwägerl, Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu. „Zahlreiche Angebote, die das Rote Kreuz Oberallgäu für die Menschen in der Region bereithält, können nur durch die Unterstützung unserer Fördermitglieder finanziert und aufrecht erhalten werden. Dazu gehören beispielsweise die Aus- und Fortbildung im Ehrenamt, die Beschaffung von Einsatzkleidung, der Unterhalt der Tafelläden, die Arbeit beim Jugendrotkreuz, der Katastrophenschutz, die Finanzierung von Einsatzfahrzeugen und vieles mehr.“

„Die Fördermitgliedschaft bietet den BürgerInnen die Möglichkeit, die Ziele der Hilfsorganisation zu unterstützen, ohne selbst aktiv zu werden und wir freuen uns auf die Verstärkung in den kommenden Wochen. Neben der Suche nach neuen Mitgliedern werden auch bestehende Mitglieder gefragt, ob sie den bisherigen Förderbeitrag eventuell etwas anheben möchten“, erklärt Thomas Sprinkart, Leiter der Sozialarbeit beim BRK Oberallgäu. „Uns ist besonders wichtig, dass die Bevölkerung die Werberinnen und Werber eindeutig erkennen“, betont er. „Unser Werberteam trägt Rot-Kreuz-Kleidung und kann sich ausweisen. Die WerberInnen sammeln keine Geldspenden, sondern möchten den Menschen die Möglichkeit geben, sich durch eine Mitgliedschaft langfristig für eine gute Sache einzusetzen. Die Annahme von Schecks, Bargeld oder Sachspenden ist ihnen untersagt.“ Auch für den Datenschutz sei gesorgt, versichert er. „Die verschlüsselte Datenerfassung auf dem Tablet ist ein wesentlicher Sicherheitsaspekt. Persönliche Daten, inklusive der Bankverbindung, können nach der Eingabe nicht mehr eingesehen werden. Somit sind sensible Daten bestmöglich geschützt. Wir danken der Bevölkerung schon jetzt für die wohlwollende Aufnahme unseres Werberteams und danken Ihnen für Ihre Unterstützung!“

Ansprechpartnerin für Rückfragen ist Frau Birgit Schaller, Tel.: 0831/52292-95 oder E-Mail: schaller@kvoa.brk.de

Foto: Thomas Sprinkart

Die jungen Frauen und Männer des Fundraising-Dienstleisters Kober GmbH sind mehrere Wochen lang im Namen des Bayerischen Roten Kreuzes für den Kreisverband Oberallgäu unterwegs, um neue Mitglieder zu gewinnen.

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news-563 Wed, 06 Oct 2021 12:00:00 +0200 Neuer „Helfer vor Ort“-Dienst der BRK Bereitschaft Oberstaufen /aktuell/presse-service/meldung/neuer-helfer-vor-ort-dienst-der-brk-bereitschaft-oberstaufen.html Kurz nach Indienststellung schon der erste Einsatz Die BRK-Bereitschaft Oberstaufen verfügt seit Mitte September (17.09.2021) über einen eigenen „Helfer vor Ort“-Dienst (HvO). In ihm sind knapp 20 speziell ausgebildete ehrenamtliche Bereitschaftsmitglieder aktiv. Ihre Aufgabe ist es, bei Notfällen in der näheren Umgebung, bei denen sich die Anfahrt des regulären Rettungsdienstes oder Notarztes verzögert, die Zeit bis zu dessen Eintreffen zu überbrücken. Der erste Einsatz ließ nicht lange auf sich warten: Bereits einen Tag nach seiner Indienststellung wurde der HvO erstmals alarmiert.

„Der HvO ist ein Dienst, den die Bereitschaften des BRK an mehreren Standorten im Oberallgäu anbieten“, erläutert Matthias Straub, Kreisbereitschaftsleiter beim BRK Oberallgäu. „Bislang besteht er in Muthmannshofen, Balderschwang, Missen-Wilhams, Steibis, Wertach und Weitnau, also in entlegeneren Gegenden - und nun auch in Oberstaufen. Das Konzept ist, dass der HvO bei einem Zeitvorteil von der Integrierten Leitstelle alarmiert wird. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Betroffenen schnellstmöglich qualifizierte Hilfe erhalten. Schließlich können in einem Notfall bereits wenige Minuten über Leben und Tod entscheiden.“ Der HvO, der für die Patienten kostenlos ist, sei nicht als Konkurrenz zum Regelrettungsdienst oder zu der ebenfalls in Oberstaufen vorgehaltenen UG RD (Unterstützungsgruppe Rettungsdienst) zu sehen, sondern als absolut sinnvolle Ergänzung in der Rettungskette, betont er.

Dass die Marktgemeinde Oberstaufen und Bürgermeister Martin Beckel hinter dieser Idee stehen, freue ihn und seine Kollegen sehr, so Matthias Straub weiter. Ebenso wie die Tatsache, dass sich knapp 20 ehrenamtliche Bereitschaftsmitglieder zur Mitwirkung bereit erklärt hätten – vom Sanitäter über Fach-Sanitäter bis hin zum Notfallsanitäter, dem höchstmöglichen nichtärztlichen Ausbildungsgrad. „Das ist alles andere als selbstverständlich“, betont er. Schließlich müsse der Dienst an 7 Tagen die Woche rund um die Uhr im Zweischichtbetrieb, jeweils von 6 bis 18 Uhr und von 18 bis 6 Uhr, nach Möglichkeit vorgehalten werden. Die Mitwirkenden durchliefen ein eigens auf den HvO-Dienst zugeschnittenes Fortbildungsprogramm, bei dem sie sowohl im medizinischen als auch im einsatztaktischen Bereich sowie in der Anwendung des Digitalfunks geschult wurden.

Wie wichtig der neue Dienst in Oberstaufen ist, zeigte sich daran, dass der HvO schon wenige Stunden nach der offiziellen Einweihung gemeinsam mit der UG RD und dem Rettungshubschrauber Christoph 17 zu einem Notarzteinsatz in einem Ortsteil von Oberstaufen alarmiert wurde.

Derzeit werden die Einsätze auf einem Interimsfahrzeug der Bereitschaften im Oberallgäu absolviert. Dieses ist mit dem entsprechenden medizinischen Material bestückt (Rettungsrucksäcke, Defibrillator u.a.) und verfügt über Digitalfunk. „Sofern es uns gelingt, genügend Gelder zusammenzubekommen, würde die Bereitschaft Oberstaufen gerne Anfang 2022 ein eigenes gebrauchtes Feuerwehrfahrzeug in Dienst nehmen“, sagt Straub. „Hier würden wir uns natürlich über Unterstützung aus der Bevölkerung freuen.“

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news-562 Mon, 04 Oct 2021 14:00:00 +0200 Einsatzkräfte retten erkrankte Wanderer von Hütte /aktuell/presse-service/meldung/einsatzkraefte-retten-erkrankte-wanderer-mit-hubschraubern-von-huette.html Ein Teil einer Wandergruppe war auf einer Oberstdorfer Hütte erkrankt Etwa 50 Helfer unserer Oberallgäuer BRK-Bereitschaften sind am Donnerstag in Oberstdorf im Einsatz gewesen. Auf einer dortigen Hütte war ein Teil einer etwa 40-köpfigen Wandergruppe erkrankt.

Hubschrauber brachten die Betroffenen ins Langlauf-Stadion in Oberstdorf.  Die gesamte Wandergruppe kam wohlbehalten ins Tal, sodass unsere Helfer und Ärzte die Erkrankten ohne akute Gefahr behandeln und betreuen konnten.

Alle BRKler im Einsatz waren entweder geimpft oder genesen.

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news-561 Mon, 04 Oct 2021 12:00:00 +0200 „Rettungshundearbeit ist viel mehr als nur Vermisstensuche“ /aktuell/presse-service/meldung/rettungshundearbeit-ist-viel-mehr-als-nur-vermisstensuche.html Training der Rettungshundestaffel der BRK-Bereitschaften in Bodelsberg Auf dem Truppenübungsplatz der Bundeswehr in Bodelsberg (Oberallgäu) ging es vor wenigen Tagen im wahrsten Sinne des Wortes „tierisch“ zu. 35 Rettungshundeteams der BRK-Bereitschaften aus dem Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West hatten sich hier zu einem intensiven Trainingstag getroffen. Beteiligt waren die Kreisverbände Oberallgäu, Unterallgäu und Günzburg. „Im Vordergrund standen Gehorsamsübungen für die Tiere und das Suchen von vermissten Personen im Gelände“, so Prof. Dr. Christoph Tiebel, Kreisfachdienstleiter Rettungshundearbeit beim BRK Oberallgäu und Landesfachdienstleister Bayern. „Aber Rettungshundearbeit ist viel mehr als das“, betont er.

„Bei der Rettungshundearbeit kommt es nicht nur darauf an, dass die Tiere in der Lage sind, vermisste Personen aufzuspüren“, erklärt Prof. Dr. Tiebel. „Auch die Hundeführer selbst müssen gut für die Erstversorgung von gefundenen Patienten geschult sein.“ So trainierte Sonja Bingger, Hundeführerin, Notfallsanitäterin und Ausbilderin im Sanitätsdienst des BRK Oberallgäu mit den Teilnehmenden an einer Station anhand von Reanimationspuppen das professionelle Umgehen mit leblosen oder bewusstlosen Personen, den praktischem Umgang mit Sanitätsrucksäcken sowie die Assistenz des Rettungsdienstpersonals.

An einer weiteren Station wurde die Einsatzleitung geprobt. Denn auch Funktechnik und Orientierung im Gelände mit Hilfe moderner Ortungstechnik seien zentrale Fähigkeiten, die bei der Vermisstensuche beherrscht werden müssen, so Tiebel. Nicht zu unterschätzen sei auch die Arbeit der Fahrer, die die Suchhundeteams zu ihren Einsatzorten brächten. „Die Fahrzeuge der Hundestaffeln sind mit Blaulicht und Martinshorn ausgerüstet und die Fahrer:innen müssen sehr umsichtig fahren. Schließlich sollen die Hunde am Einsatzort hochprofessionelle Sucharbeit leisten und dürfen deswegen nicht durchgeschüttelt dort ankommen.“

Andreas Dempfle, der Staffelleiter aus dem Unterallgäu-Memmingen, lobte die freundschaftliche und professionelle Zusammenarbeit der verschiedenen Staffeln: „Wir trainieren immer wieder gemeinsam alle Facetten der Rettungshundearbeit, denn im Einsatz müssen wir ja auch sehr gut und effektiv zusammenarbeiten“. Als Organisator des Ausbildungstages in Bodelsberg zeigt sich Prof. Dr. Christoph Tiebel am Ende der Veranstaltung sehr zufrieden: „Obwohl wir in Bayern keine klaren rechtlichen Regellungen zur Vermisstensuche haben und uns immer wieder um unsere Anerkennung bemühen müssen, zeigt das immer noch großartige Engagement der Einsatzkräfte mit ihren Hunden, wie schlagkräftig unsere Rettungshundeteams sind. Wir haben ein sehr hohes Leistungsniveau. Darauf sind wir stolz.“

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news-560 Thu, 30 Sep 2021 11:08:00 +0200 Tafeln erfahren großen Zulauf /aktuell/presse-service/meldung/tafeln-erfahren-grossen-zulauf.html Viele Arbeitnehmer aus Gastronomie und Dienstleistungsgewerbe betroffen Am kommenden Samstag, dem Tag vor Erntedank, findet der alljährliche bundesweite Tag der Tafeln statt. Ziel des Aktionstages ist es, eine breite Öffentlichkeit auf die Lebensverhältnisse von Millionen Menschen aufmerksam zu machen, die von Armut bedroht sind oder in Armut leben. „Auch hier im Allgäu sind viele Menschen von Armut betroffen. Corona hat die Lage noch verschärft“, sagt Markus Wille, Tafelkoordinator beim BRK Oberallgäu. Dies bestätigt auch Resi Weiß, die zusammen mit ihrem Mann Karl seit 17 Jahren ehrenamtlich den Tafelladen des BRK in St. Mang leitet.

„Die Tafelläden, die das BRK Oberallgäu in Kempten betreibt, haben während Corona deutlich mehr Zulauf erhalten“, berichtet Markus Wille. Eine Entwicklung sei dabei auffallend gewesen: „Vor allem zu Beginn des Jahres 2021 kamen vermehrt neue Kunden aus den Bereichen Gastronomie und dem Dienstleistungsgewerbe zu uns. Damit meine ich beispielsweise Servicekräfte aus der Gastronomie, die in der Zeit der geschlossenen Wirtschaften kein Einkommen hatten und denen ja auch das ganze Trinkgeld gefehlt hat, ebenso wie Arbeitnehmer aus dem Bereich körpernaher Dienstleistungen, wie etwa Friseure. Deren Kurzarbeitergeld wurde vom ohnehin sehr niedrigen Grundgehalt berechnet.“ Unter den rund 100 neuen Kunden seien zudem einige ehemals Selbstständige, deren Gewerbe während der Pandemie „zum Ruhen verurteilt war“, wie Wille es ausdrückt. „Bei Vielen waren durch den langen Lockdown die persönlichen Ersparnisse irgendwann einfach zu Ende und das Geld für den Lebensmittelkauf wurde knapp, sodass ihr Weg zur Tafel führte.“

Resi Weiß, die den Tafelladen des BRK in St. Mang zusammen mit ihrem Ehemann leitet und gemeinsam mit rund 16 ehrenamtlichen Helfer:innen und enorm viel Herzblut betreibt, hat in „ihrem“ Laden vor allem einen Zuwachs an anderer Stelle bemerkt: „Zu uns kommen jetzt mehr junge Familien“, sagt die 82-Jährige. In vielen Fällen hätte einer oder hätten beide Partner durch Corona ihre Arbeit verloren und seien so mit der Zeit in finanzielle Schwierigkeiten geraten. „Die Hemmschwelle, zu uns zu kommen, ist oft sehr hoch. Sie wird erst genommen, wenn es gar nicht mehr geht“, sagt sie mitfühlend.

Dass Markus Wille und die Tafel-Mitarbeitenden mitunter viel über die Schicksale der Kunden wissen, liegt an den persönlichen Gesprächen, die sich häufig zwischen Regalen und Ladenkasse ergeben. „Das kommt aber erst mit der Zeit und auch nicht immer“, sagt Resi Weiß. „Vor allem anfangs sind die meisten eher zurückhaltend, denn oftmals ist auch viel Scham dabei – völlig zu Unrecht.“. Zugleich sei die Dankbarkeit der Menschen für die Möglichkeit, in der Tafel kostengünstig einzukaufen, sehr groß.

Dass der Nachschub an Lebensmitteln in den Tafelläden trotz Corona nie abgerissen sei, dafür ist Markus Wille dankbar. „Während der Krise wurden wir wirklich von sehr vielen Organisationen, Vereinen und von zahlreichen Privatpersonen mit Geld- und Sachspenden versorgt. So konnten wir die gesamte Zeit über für die bedürftigen Menschen da sein. Heute läuft alles wieder fast normal. Bis auf die üblichen Hygieneregeln ist der Besuch in den Tafel-Ausgabestellen wieder ganz regulär möglich.“

Wer in den Tafelläden einkaufen möchte, benötigt einen Berechtigungsausweis. Dieser wird direkt in den Läden mit Ausweisdokument und Einkommensnachweis beantragt.

Tafelläden des BRK Oberallgäu in Kempten:
Memminger Str. 114, Mo, Mi, Sa: 12-13.30 Uhr, Di: 15-16 Uhr
Magnusstr. 16, Mo-Fr 12-13.30 Uhr
und
Landwehrstraße 11 (Caritas), Di: 11-14 Uhr, Mi: 15-17 Uhr, Do: 12-14 Uhr

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news-559 Wed, 29 Sep 2021 11:08:00 +0200 Nette Menschen treffen, sortieren, verkaufen /aktuell/presse-service/meldung/nette-menschen-treffen-sortieren-verkaufen.html Kleiderläden des BRK Oberallgäu suchen Verstärkung Die Kleiderläden, die das BRK Oberallgäu in Kempten und Immenstadt betreibt, sind im Lauf der Jahre zu beliebten Second-Hand-Shops geworden, in denen jeder einkaufen darf, der möchte. Hier gibt es gut erhaltene Kleidung für Frau, Mann und Kind ebenso wie Spielzeug, Heimtextilien, Geschirr, zeitgemäße Bücher sowie CDs – und das alles zum günstigen Preis. Das Team um Leiterin Susanne Kultus besteht aus Ehrenamtlichen, die sich hier mit viel Freude engagieren. Nun werden dringend weitere ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht.

„Das Motto unserer beiden Kleiderläden lautet `Mode von Mensch zu Mensch – Gutes aus zweiter Hand´“, sagt Susanne Kultus. „Wir haben hier wirklich schöne, gut erhaltene Sachen, die man so teilweise gar nicht mehr zu kaufen bekommt. Ich persönlich finde das toll. Bei uns kann jeder für wenig Geld seinen individuellen Look finden.“ Sie selbst kaufe mittlerweile fast ihre gesamte Garderobe in den Kleiderläden. „Auch bei Kinderkleidung ist Second Hand eine gute und kostensparende Sache - schließlich wachsen die Kleinen ja oft schneller aus ihren Anziehsachen heraus, als man schauen kann.“ Darüber hinaus sage ihr das Konzept der Wiederverwertung bzw. Weiterverwendung sehr zu: „Wir arbeiten im Einklang mit dem Nachhaltigkeitsgedanken, der heute so wichtig ist.“

Die angebotenen Waren werden entweder persönlich in den Kleiderläden abgegeben oder – im Fall der Kleidung – in die Altkleidercontainern des BRK geworfen. Im Sortierlager in Kempten wird danach alles von den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gesichtet und durchsortiert, hübsch in den Läden präsentiert und dann verkauft. „Die Arbeit macht wirklich großen Spaß. Man hat viel Kontakt mit Menschen – und natürlich mit Mode -, und oft kommt man bei den Beratungsgesprächen mit den Kunden nett ins Plaudern. Es ist eine schöne und sehr sinnvolle Weise, seine Zeit zu verbringen“, findet sie.

Aktuell suchen Susanne Kultus und ihr nettes Team dringend weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer jeden Alters, die Lust haben, mitzuarbeiten. Vorkenntnisse sind nicht nötig. „Wir freuen uns, wenn sich viele melden!“, zeigt sie sich optimistisch. Interessentinnen und Interessenten können direkt in den Kleiderläden vorbeikommen oder telefonisch (0172-2756751) bzw. per Mail (kultus@kvoa.brk.de) mit Susanne Kultus Kontakt aufnehmen.

Ein wichtiges Anliegen möchte diese noch loswerden: „Leider bekommen wir über die Altkleidercontainer auch sehr viel verschmutzte oder kaputte Kleidungsstücke, die wir nur noch der Textilverwertung zuführen können. Darum unsere eindringliche Bitte: Bitte spenden Sie ausschließlich gut erhaltene und saubere Kleidungsstücke. Und bitte werfen Sie keinen Hausmüll in die Altkleidercontainer!“

Öffnungszeiten
Kleiderladen Kempten, Haubenschloßstr. 12
Di - Fr: 9 – 17 Uhr

Kleiderladen Immenstadt, Hirschstraße 6
Di - Fr: 10 - 17 Uhr
Sa: 10 - 13 Uhr

Weitere Informationen zu den Kleiderläden des BRK Oberallgäu gibt es auf https://www.kvoberallgaeu.brk.de

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news-558 Tue, 28 Sep 2021 11:08:00 +0200 Den Älteren öfter mal Gutes tun /aktuell/presse-service/meldung/den-aelteren-oefter-mal-gutes-tun.html BRK Oberallgäu hat Tipps zum „Tag der älteren Generation“ Was täten wir oftmals nur ohne unsere Eltern und Großeltern? Besonders während der Pandemie hat sich neben deren Verletzlichkeit auch ihre große Bedeutung für das Funktionieren unseres sozialen Gefüges deutlich gezeigt. Anlässlich des Tages der älteren Generation am 1. Oktober möchte das BRK Oberallgäu auf die wechselseitige Verantwortung zwischen Jung und Alt hinweisen. Auch die Hilfsorganisation selbst geht hier in die Pflicht.

Im Lauf der Corona-Pandemie hat sich die besondere Bedeutung der Eltern- und Großelterngeneration auf vielfache Weise gezeigt. Als Oma und Opa aufgrund der Kontaktbeschränkungen plötzlich nicht mehr für die Kinderbetreuung zur Verfügung standen, brach für viele berufstätige junge Eltern eine wichtige Säule zur Alltagsbewältigung weg. An anderer Stelle bereitete es beiden Seiten großen Kummer, als Familienbesuche und -treffen aufgrund der Ansteckungsgefahr über Monate nicht mehr möglich waren.

„Wir vom BRK Oberallgäu bemühen uns, immer für die Menschen da zu sein – so natürlich auch in Pandemiezeiten“, sagt Ulrike Finkenzeller von der Servicestelle Ehrenamt beim BRK Oberallgäu. So haben sich die Mitarbeitenden des BRK Haus der Senioren in Oberstdorf beispielsweise in Zeiten des Lockdowns noch intensiver als ohnehin schon um die Bewohnerinnen und Bewohner gekümmert, damit bei ihnen kein Gefühl von Vereinsamung aufkam. „Auch in `normalen´ Zeiten bieten wir Dienste und Programme an, die auf Menschen in der zweiten Lebensphase zugeschnitten sind. Dazu gehören Senioren-Gymnastik, Tanzen, Yoga und Computerkurse. Die Seniorengymnastik fand bis Ende August zweimal wöchentlich im Garten der Senioren-Anlage Höfelmayr Park in Kempten statt und wird seit September immer Montagnachmittag unter Berücksichtigung der Infektionsschutzregeln im Pfarrsaal St. Anton fortgeführt. Der Yoga-Kurs im BRK Haus in Sonthofen soll, sofern das Infektionsgeschehen es zulässt, im Oktober wieder starten.“ Wann es mit den kostenlosen PC-Kursen für Einsteiger im BRK Haus in Kempten wieder losgehen kann, sei aktuell noch unklar.

„Ein seit vielen Jahren beliebter Programmpunkt fiel leider der Corona-Pandemie zum Opfer: Der Senioren-Tanz, der 38 Jahre lang in Sonthofen stattgefunden hatte. Tanzen nur mit Abstand und ohne Berührung macht einfach wenig Sinn. Daher hat unsere liebe Dozentin Christine Miller ihr Angebot schweren Herzens eingestellt. Wir alle bedauern das sehr.“ Aber es müsse nicht immer ein offizieller Kurs oder eine Veranstaltung sein, meint Ulrike Finkenzeller. „Eltern, Großeltern oder andere liebgewonnenen Senioren hin und wieder gemütlich zum Kaffee auszuführen, sich auf ein ausgedehntes Gespräch mit ihnen einzulassen oder ab und an eine besondere gemeinsame Unternehmung schenken Freude und tun allen gut.“

Informationen zum Kursprogramm des BRK im Kreisverband Oberallgäu gibt es hier. www.kvoberallgaeu.brk.de/kurse/

Fotos: A. Zelck, DRK e.V.
Die beliebte Seniorengymnastik mit Hedy Rist (im Vordergrund)

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news-557 Tue, 28 Sep 2021 09:08:00 +0200 Blutspenden im Oktober /aktuell/presse-service/meldung/blutspenden-im-oktober.html Aktuelle Infos und Termine Dank des herausragenden Engagements der Spenderinnen und Spender ist es gelungen, den noch immer erhöhten Bedarf an Blutkonserven während des Sommers zu decken. Ebenso gebührt den ca. 12.500 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern aus den Kreisverbänden des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) ein großes Dankeschön für ihre tatkräftige Unterstützung auf allen Blutspende-Terminen.

Nur im gesellschaftlichen Schulterschluss kann es auch weiterhin gelingen, unsere Mitmenschen in den Krankenhäusern kontinuierlich mit Blutspenden zu versorgen.
 
Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der geringen Haltbarkeit der Präparate gilt es jetzt, den aktuell positiven Trend im Herbst fortzusetzen. Der Blutspendedienst des Bayerischen Kreuzes (BSD) bietet hierzu im Oktober mehr als 270 Termin-Möglichkeiten.

Die geplanten Blutspende-Termine für Oktober sind beigefügt und im Falle einer erforderlichen Online-Reservierung entsprechend gekennzeichnet.
 
Alle Termine sowie eventuelle Änderungen, aktuelle Maßnahmen und Informationen rund um das Thema Blutspende in Zeiten von Corona sind unter 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com tagesaktuell abrufbar. Facebook & Instagram: @blutspendebayern.
 
Es wird aufgrund der aktuellen Situation dringend empfohlen, kurz vor dem Blutspendetermin nochmals mittels genannter Möglichkeiten zu prüfen, ob und wann der Termin stattfindet.

Hintergrundinformationen über die Blutspende in Bayern:

Wer Blut spenden kann:
Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Mehrfachspender ist ein Alter von 72 Jahren (d.h. bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag). Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren und bei Erstspendern über 60 Jahren erfolgt die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen. Zur Blutspende mitzubringen ist unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein (jeweils das Original) und der Blutspendeausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis. Spendewillige mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen und Menschen mit direktem Kontakt zu Coronavirus(SARS-CoV-2)-Erkrankten werden nicht zur Spende zugelassen. Auf allen angebotenen Terminen besteht eine unumgängliche Maskenpflicht.

Darum ist Blutspenden beim BRK so wichtig:
Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt.

Der Blutspendedienst des BRK (BSD):
Der BSD wurde 1953 vom Bayerischen Roten Kreuz mit dem Auftrag gegründet, die Versorgung mit Blutprodukten in Bayern sicherzustellen. Er trägt die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Als modernes pharmazeutisches Unternehmen ist der BSD heute ein aktiver Partner im bayerischen Gesundheitswesen. Mit seinen ca. 670 engagierten Mitarbeitern sowie zusätzlich mehr als 230 freiberuflich tätigen Spendeärzten und ca. 12.500 ehrenamtlichen Helfern aus den 73 Kreisverbänden des BRK organisiert der BSD jährlich ungefähr 4.000 mobile und 1.100 stationäre Blutspendetermine.

Spenderservice:
Alle Blutspendetermine und weiterführende Informationen für Spender und an der Blutspende Interessierte, beispielsweise zum kostenlosen Gesundheitscheck, sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet abrufbar. Wir empfehlen unsere Blutspende-App für iOS und Android (www.spenderservice.net): Individuelle Spendeinfos, Terminerinnerungen und Blutspende-Forum.

Medienkontakt:
Für Rückfragen zu allen Pressemitteilungen sowie für weitere Informationen und Materialanfragen kontaktieren Sie unsere Pressestelle: Patric Nohe, p.nohe@blutspendedienst.com; Tel.: 089 / 5399 4014. Oder besuchen Sie die Presseseite auf unserer Website.


Mit freundlichen Grüßen

Patric Nohe
Presse & Unternehmenskommunikation
Blutspendedienst des BRK


Auf einen Blick sind hier die aktuellen Termine im KV Oberallgäu:

Freitag
01.10.2021
87463 Dietmannsried
Schulstr. 2
16:30 Uhr - 20:30 Uhr
Grund/Mittelschule
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/dietmannsried
Montag
04.10.2021
87435 Kempten
Haubenschloßstr.12
15:30 Uhr - 20:00 Uhr
BRK-Haus
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/kempten
Dienstag
05.10.2021
87435 Kempten
Haubenschloßstr.12
15:30 Uhr - 20:00 Uhr
BRK-Haus
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/kempten
Freitag
08.10.2021
87527 Sonthofen
Albert-Schweitzer-Str. 17
16:00 Uhr - 20:00 Uhr
Pfarrheim St. Christoph
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/sonthofen-pfarrheim
Donnerstag
21.10.2021
87474 Buchenberg
Schulstr. 9
16:00 Uhr - 20:00 Uhr
Grund- und Mittelschule/Eingang an der Bücherei
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/buchenberg
Dienstag
26.10.2021
87541 Bad Hindelang
Marktstr. 10
16:00 Uhr - 20:00 Uhr
Kath.Pfarrheim
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/bad-hindelang
Donnerstag
28.10.2021
87448 Waltenhofen
Plabennecstraße 9
16:30 Uhr - 20:00 Uhr
Mehrzweckhalle Waltenhofen
Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/waltenhofen

 

 

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news-556 Mon, 27 Sep 2021 10:11:00 +0200 Corona verschärft Einsamkeit einer besonderen Zielgruppe /aktuell/presse-service/meldung/corona-verschaerft-einsamkeit-einer-besonderen-zielgruppe.html Wärmestube erweitert Angebot Die Wärmestube, die das BRK Oberallgäu in Kempten betreibt, bietet Menschen mit niedrigem Einkommen an 365 Tagen im Jahr frische Mahlzeiten zum kleinen Preis. Normalerweise kommen täglich 45 bis 60 Leute hierher - in erster Linie Geringverdiener oder Harz IV Empfänger, Rentner mit einer niedrigen Rente aber auch Nichtsesshafte und Obdachlose. Seit September ist die Wärmestube mit einer mobilen Essensausgabe an den Obdachlosenunterkünften an Sonn- und Feiertagen unterwegs, wie Einrichtungsleiterin Amelie Lang berichtet.

Die Wärmestube des BRK befindet sich in der Haubenschloßstraße 12, direkt beim Rettungszentrum. Sie ist ein gemütlicher Ort, an dem die Gäste täglich ein abwechslungsreiches Frühstück für 1 Euro sowie ein frisch gekochtes Mittagessen für 1,50 Euro bekommen. Amelie Lang und ihr Team aus haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern betreiben die Einrichtung liebevoll und engagiert. Besucher finden hier stets freundliche Gesichter, ein offenes Ohr und die Möglichkeit zum Austausch. „Wir sind eine Begegnungsstätte für ganz unterschiedliche Menschen mit einem breiten Spektrum an Sorgen und Nöten. Diese beziehen sich nicht nur auf die finanzielle Situation, sondern auch auf gesundheitliche, psychische und soziale Aspekte – Aspekte, die dazu führen, dass man nicht mehr den Normen unserer Leistungsgesellschaft entspricht. Dann ist es für die Betroffenen wichtig, eine gute und sichere Anlaufstelle zu haben“, betont Amelie Lang. Sie steht den Gästen auf Wunsch bei der Suche nach Lösungswegen zur Seite und vermittelt Kontakte zu Behörden oder anderen professionellen Helfern.

Corona habe die Lage merklich verschärft, sagt sie. „Unsere Gäste leiden unter ihrer ohnehin tendenziell hohen Einsamkeit“. Die Reduzierung der Sozialkontakte während des Lockdowns, in Zeiten von „Essen to go“, habe viele mürbe gemacht. Sorge bereite auch die derzeitige Entwicklung, dass zunehmend jüngere Menschen, teilweise erst Anfang 20, das Angebot der Übernachtungsstelle in Anspruch nehmen müssen. „Diese sogenannten `Systemsprenger´ sind aus mehreren und gravierenden Gründen in eine äußerst schwierige Lebenssituation geraten, an deren Ende sie zum Teil sogar obdachlos geworden sind. Der Weg da heraus ist sehr schwer und in diesem jungen Alter ganz besonders tragisch.“ Das zeige, wie früh ein Abstieg passieren könne. Mit einem Essensanhänger, den die Wärmestube dank der großzügigen Unterstützung des Lebensmitteldiscounters PENNY anschaffen konnte und der an Sonn- und Feiertagen im mobilen Einsatz an den drei Obdachlosenunterkünften in Kempten ist, werden die dortigen BewohnerInnen seit Anfang September noch besser an die Leistungen der Wärmestube angebunden.
„Wir möchten helfen und für die Menschen da sein, so gut es geht.“ Allerdings sind sie dabei auf Unterstützung von außen angewiesen“, so Amelie Lang. „Darum freuen wir uns sehr über Geld- oder größere Lebensmittelspenden und auch ganz besonders über ehrenamtliches Engagement. Wer Interesse hat, darf gerne ein unverbindliches Gespräch bei uns vereinbaren unter: 0176 344 169 72 (AB).“

Spendenkontodaten:
Online-Spende: https://www.kvoberallgaeu.brk.de/jetzt-spenden
Spendenkonto bei der Sparkasse Allgäu
IBAN: DE57 7335 0000 0310 4000 31
BIC: BYLADEM1ALG
 

Foto: Amelie Lang
„Das Foto von Martha, einem langjährigen Stammgast der Wärmestube, entstand einmal im Fasching und vermittelt einen Eindruck der Beziehung zu unseren Gästen“, so Einrichtungsleiterin Amelie Lang.

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news-555 Wed, 22 Sep 2021 11:00:00 +0200 Die Wärmestube macht mobil /aktuell/presse-service/meldung/die-waermestube-macht-mobil.html Food-Trailer der Wärmestube an Obdachlosenunterkünften im Einsatz Die Stadt Kempten und das BRK im Kreisverband Oberallgäu verfolgen gemeinsam das Ziel, die Not von wohnungslosen Menschen zu lindern oder zu beheben. Eine Anlaufstelle für sie ist die Wärmestube mit Übernachtungsstelle des BRK in der Haubenschloßstraße 12. Doch diese erreicht längst nicht alle Bedürftigen. Darum geht das Rote Kreuz jetzt neue Wege. Seit Anfang September ist der so genannte Food-Trailer im Einsatz. Mit ihm fahren Mitarbeitende der Wärmestube die Obdachlosenunterkünfte der Stadt Kempten an und verteilen dort warme, frisch gekochte Mittagsmahlzeiten zum Preis von 1,50 Euro an die Bewohner. Amelie Lang, die Leiterin der Wärmestube mit Übernachtungsstelle, berichtet, wie es dazu kam und wie der allererste Einsatz des Food-Trailers verlief.

„Der Food Trailer geht auf eine Aktion von Weihnachten 2020 zurück“, erläutert Amelie Lang. „Im Rahmen seiner Kampagne `Weihnachten für alle´ förderte PENNY verschiedene DRK-Obdachlosenprojekte. Auch die Wärmestube Kempten wurde unterstützt, damit ein neues Projekt entwickelt werden kann.“ Am ersten Septemberwochenende konnte der Food Trailer in Kempten Premiere feiern. Warum sie den mobilen Dienst für bitter nötig erachtet, erklärt Amelie Lang so: „Die Menschen in den Obdachlosenunterkünften gehören zu unserer Zielgruppe. Manche von ihnen kamen zuerst zu uns in die Übernachtungsstelle, ehe sie ordnungsrechtlich in eine Obdachlosenunterkunft eingewiesen wurden - diese sind sehr einfache, eigentlich nur für die temporäre Nutzung vorgesehene Behelfsunterkünfte und kein regulärer Wohnraum. Leider erreichen wir die Betroffenen mit unserem Angebot in der Haubenschloßstraße aber kaum.“ Für die meisten sei der Weg von den Unterkünften zu weit und im Fall der zahlreichen älteren und erkrankten Menschen auch zu beschwerlich. Mit dem öffentlichen Personennahverkehr zu kommen, sei ihnen zu teuer und selbst ein Shuttle, mit dem es das BRK schon versucht hatte, löste die Probleme nicht. „Zu diesen Problemen gehört auch unser Platzmangel. Auch wenn die Küche in der Wärmestube neu renoviert ist und problemlos mehr als 100 Essen bewältigen kann, so ist unser Gastraum doch eingeschränkt. Aufgrund der Corona-Beschränkungen können wir derzeit nur 30 Personen im Innenbetrieb zulassen, außerhalb der Pandemie sind es etwa 65. Das ist für die Zielgruppe zu wenig. So sind wir auf den Food-Trailer gekommen.“

Mit ihm fahren die Helfer derzeit sonntags die Reinhartserstraße 2 an, wo es dann von 12.30-13.15 Uhr Mittagessen gibt. „Das deckt die Unterkünfte in der Reinhartserstr. 2 und 10 sowie die beiden Unterkünfte in der Bleicherstraße ab“, so Amelie Lang. „Wenn sich unser Konzept bewährt, werden wir perspektivisch auch einen weiteren Halt an der Unterkunft am Schumacherring vornehmen.“

Gleich beim allerersten Versuch konnten bei schönstem Sonnenschein „fabelhafte 27 Essen“ ausgegeben werden, wie sie sagt. „Wir hatten nette Begegnungen mit den Menschen dort.“ Eine Dame habe sich beispielsweise gefreut: „Das ist echt so süß, dass ihr das für uns tut!“. Andere seien geradezu fassungslos gewesen: „Danke, danke, danke, ich kann es nicht fassen! Und ihr kommt ab jetzt JEDEN Sonntag?!?“ oder „1,50 Euro für Mittagessen und Zugaben?! Das kann doch gar nicht sein!“ Amelie Lang betont: „Eingeladen sind nicht nur Personen der Obdachlosenunterkünfte sondern auch bedürftige Bürgerinnen und Bürger aus den angrenzenden Stadtteilen.“

Mitmenschen aus Kempten und Umgebung, die sich vorstellen könnten, ehrenamtlich in der Wärmestube mitzuarbeiten, sind herzlich willkommen und können sich per Mail unter a.lang(at)kvoa.brk.de mit Amelie Lang in Verbindung setzen.

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news-554 Tue, 21 Sep 2021 14:00:00 +0200 Neue Wasserwachtstation am Rottachspeicher /aktuell/presse-service/meldung/neue-wasserwachtstation-am-rottachspeicher.html Sparkasse Allgäu unterstützt Neubau Die Wasserwacht Rottachtal ist in den Sommermonaten jedes Wochenende ehrenamtlich im Einsatz, um von den Wachstationen in Petersthal, Moosbach und am Schwarzenberger Weiher aus die Sicherheit der Badegäste am Rottachsee und Schwarzenberger Weiher zu sichern. Jetzt konnte sich die rührige Gruppe über eine großzügige Spende der Sparkasse Allgäu freuen.

Die Ortsgruppe der Wasserwacht Rottachtal besteht aus über 40 aktiven Mitgliedern sowie rund 35 Jugendmitgliedern. Bei Segel- und Surfbetrieb sowie bei Badewetter sind die Ehrenamtlichen von Mai bis Ende September an Wochenenden sowie Sonn- und Feiertagen vor Ort, um ein Auge auf die Badegäste und Wassersportler zu haben und im Notfall sofort Hilfe zu leisten. Neben diesem Wachdienst beteiligen sie sich mit einer Schnelleinsatzgruppe am Wasserrettungsdienst, dessen Einsatzgebiet von Kempten bis ins Ostallgäu reicht. Zudem engagieren sich die Mitglieder im Natur- und Gewässerschutz rund um den Rottachsee und Schwarzenberger Weiher.

Als nun ein neuer Wasserwachtstützpunkt in Moosbach notwendig wurde, unterstützte die Sparkasse Allgäu den Neubau mit einer großzügigen Spende in Höhe von 5.000 Euro. Alexander Schwägerl, Kreisgeschäftsführer des BRK im Kreisverband Oberallgäu: „Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung. Sie ist eine große Hilfe und ein wunderbares Zeichen der Wertschätzung für die wichtige - und keineswegs selbstverständliche - ehrenamtliche Arbeit unserer Wasserwacht-Mitglieder.“ Diese erledigten viele der Arbeiten selbst, mit tatkräftiger Unterstützung der Gemeinde Sulzberg.

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news-553 Mon, 20 Sep 2021 14:00:00 +0200 Humanitäre Hilfe stärken, sich den Problemen der Klimaerwärmung stellen /aktuell/presse-service/meldung/humanitaere-hilfe-staerken-sich-den-problemen-der-klimaerwaermung-stellen.html Knapp 80 Prozent der weltweiten Naturkatastrophen sind klimabedingt. Um den Betroffenen zu helfen, brauchen Hilfsorganisationen die Politik. 308 Naturkatastrophen weltweit, 77 Prozent davon klimabedingt - das ist die Bilanz vom Jahr 2019. Der BRK-Kreisverband Oberallgäu sowie das DRK (Deutsche Rote Kreuz) wollen betroffene Gemeinden auf der ganzen Welt besser vor Wetterextremen schützen. Um in betroffenen Gebieten besser helfen zu können, fordert der Verband anlässlich der baldigen Bundestagswahl die Unterstützung der Politik.

Unter anderem benötigen humanitäre Akteure wie das Rote Kreuz flexible Finanzierungen. Die Umstände vor Ort ändern sich jeweils ständig, entsprechend schnell müssen die Organisationen handeln können, um vorausschauend und lokal zu helfen. Es geht nicht an, dass ihnen schwerfällige Mechanismen Grenzen setzen.

Er reicht allerdings nicht, humanitäre Hilfe flexibel zu finanzieren. Die Organisationen brauchen zuverlässige Zahlungen, um kontinuierlich bei Betroffenen vor Ort zu sein. Nur so können sie Einheimischen beibringen, selbst auf Extremwettervorhersagen zu reagieren und sich entsprechend zu schützen.

Ferner ist in betroffenen Gebieten zu beobachten, dass besonders die Armen gefährdet sind. Sie sind den Folgen der Klimaerwärmung besonders heftig ausgesetzt. Ihnen kann nur das jeweilige Sozialsystem helfen. Wie Deutschland denn dort unterstützen kann? Indem die Regierung die Sozialsysteme stärkt, fordert der BRK-Kreisverband Oberallgäu.

Die Klimaerwärmung wird sich jedoch bekanntermaßen nicht nur lokal auswirken, sondern auch global. Beispielsweise wird es auf der ganzen Welt heißer werden – was mehr Menschen das Leben kosten wird. Um dem etwas entgegenzusetzen, braucht es Programme, die dieser Gefahr vorbeugen. Diese Projekte soll die Bundesregierung künftig vermehrt unterstützen, fordert der BRK Oberallgäu.

Ebenfalls eine globale Folge der Klimaerwärmung: Herkömmliche Landwirtschaft lohnt sich immer weniger, sodass immer mehr Menschen vom Land in Städte ziehen. Dort leben sie dann unter prekären Bedingungen und sind dadurch besonders anfällig für Katastrophen. Auch die Tiere und Pflanzen leiden unter dem Zuzug: Wachsen Städte ohne ein Konzept, nehmen sie Flora und Fauna ihre natürlichen Rückzugsorte. Kommt noch die Landwirtschaft am Stadtrand dazu, ist die Natur besonders gefährdet. Und auch der Mensch setzt sich einem Risiko aus, wenn er auf engem Raum mit Tieren lebt; Zoonosen verbreiten sich leichter. Wir Menschen müssen neben statt in der Natur leben, und zwar nachhaltig. Projekte mit diesem Ziel zu fördern, darauf muss sich die Politik künftig mehr konzentrieren.

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news-552 Tue, 14 Sep 2021 14:00:00 +0200 Wohlfahrt wieder vor Gewinn /aktuell/presse-service/meldung/wohlfahrt-wieder-vor-gewinn.html Die Regierung muss Programme speziell für Wohlfahrtverbände auflegen, fordert der BRK-Kreisverband Oberallgäu Wohlfahrtsarbeit ohne das Rote Kreuz – kaum vorstellbar: 1.600 Kitas und 1.200 Pflegeheime betreibt das Deutsche Rote Kreuz (DRK), ambulante DRK-Pflegedienste betreuen 45.000 Senioren und 11.500 Menschen mit Behinderung arbeiten in DRK-Werkstätten. In einigen Punkten ist die Wohlfahrt allerdings gegenüber den gewinnorientierten Trägern im Nachteil. Ziel der Bundesregierung muss deshalb sein, die Wohlfahrtspflege zu fördern und so die soziale Infrastruktur zu sichern. Das fordert der BRK-Kreisverband Oberallgäu im Zuge der anstehenden Bundestagswahlen.

Wohlfahrtsverbände bieten subsidiär Leistungen an und entlasten den Staat - sie sind gemeinnützig. Daraus resultieren steuerrechtliche Vorteile und Pflichten. Wohlfahrtsverbände dürfen etwa keinen Gewinn erzielen und sind dafür von der Umsatzsteuer befreit. Letzteres gilt jedoch genauso für gewinnorientierte Träger.

Das ist nur ein Beispiel dafür, dass die soziale Sicherung zunehmend marktförmig betrachtet wird. Dieser Trend gipfelte zuletzt darin, dass der Bund Programme auflegte, bei denen Gemeinnützige explizit ausgeschlossen waren. Zum Beispiel Digitalisierung/KMU/BMWI. Um für die Zukunft gewappnet zu sein, ist eine starke gemeinnützige Wohlfahrtspflege aber unverzichtbar. Daher muss die Regierung mithilfe von Programmen gemeinnützigen Trägern im Sozialgesetz Vorrang einräumen.

Woran es außerdem hapert, sind die digitalen Angebote für Rat- und Hilfesuchende. Das hat die Corona-Pandemie deutlich gezeigt. Einzeln hat sich bereits etwas getan, zum Beispiel bei Beratungsangeboten und im Datenaustausch. Ohne zusätzliche Ressourcen geht es jedoch nicht weiter.

Der BRK-Kreisverband Oberallgäu wünscht sich deshalb eigene Förderprogramme, die die digitalen Infrastrukturen gemeinnütziger Organisationen stärken. Außerdem soll die Regierung die bereits bestehenden Refinanzierungsmodelle anpassen. Langfristig sind die Kosten für digitale Angebote in den Regelsystemen (Sozialgesetzbücher) zu verankern.

Schließlich können Träger der Freien Wohlfahrtspflege aktuell keine neuen Ideen oder präventive Maßnahmen ausprobieren. Denn Angebote und Leistungen sind klar geregelt bis überreglementiert. Um das zu ändern, müssen neuartige Ansätze auch auf neue Weise refinanziert werden. Der BRK-Kreisverband plädiert also dafür, Innovationen auf Bundesebene zu fördern.

Dadurch könnte unter anderem das DRK neue Wege in der Finanzierung gehen und zum Beispiel Investoren Social Impact Bonds anbieten. Es sollen ausschließlich solche Projekte unterstützt werden, für die momentan keine Regelfinanzierung in Frage kommt. Grundsätzlich hält es der BRK-Kreisverband für wichtig, dass die Wohlfahrtspflege bei allen Vorhaben der sozialen Innovationsförderung mit einbezogen wird.

Fotos:
Der Bund soll innovative Projekte und die Digitalisierung in der Wohlfahrt fördern. Unser Bild entstand bei einer Studienreise einer DRK-Delegation im Reality Lab für Innovation und Digitalisierung in der Altenhilfe in der Pflegeeinrichtung Stureby Nursing Home in Stockholm.
Bild: Birgit Walsh, DRK

Ressourcen für mehr digitale Angebote und Dienstleistungen wünscht sich der BRK-Kreisverband Oberallgäu. Unser Bild zeigt ein Smartphone mit dem System Open Data Kit (ODK) zur digitalen Patientendokumentation.
Bild: Gero Breloer, DRK

DRK-Mitglieder bauen eine Richtfunkantenne bei der Hochwasserkatastrophe in Bad Neuenahr-Ahrweiler auf, um die digitale Infrastruktur eines Krankenhauses wiederherzustellen. Damit innovative Ansätze weiter gefördert werden, braucht es neue Refinanzierungsmodelle.
Bild: Cornelia Bachem, DRK

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news-551 Mon, 13 Sep 2021 14:00:00 +0200 Gespräche mit Senioren /aktuell/presse-service/meldung/gespraeche-mit-senioren.html So erlebten Bewohner im BRK-Haus der Senioren die Corona-Pandemie Was bedeutet Corona für eine der am meisten gefährdeten Personengruppen, die sehr betagten Senioren? Wir haben einige Bewohnerinnen im BRK-Haus der Senioren in Oberstdorf gefragt, wie sie die Situation in den letzten 18 Monaten wahrgenommen haben. Die Antworten strahlen einen erstaunlich positiven Grundtenor aus.

Für Senioren in Alten- und Pflegeeinrichtungen waren die Einschränkungen, die die Corona-Pandemie mit sich brachte, oft schwer zu ertragen. Besuche von den Lieben und das so wichtige gesellige Miteinander waren vor allem 2020 aus Infektionsschutzgründen über viele Monate nicht möglich. „Unsere Mitarbeitenden taten wirklich alles, um unseren Bewohnern Abwechslung, Geborgenheit und Nähe zu geben“, sagt Melanie Engel, die das Haus der Senioren leitet. „Aber den persönlichen Kontakt zur eigenen Familie und zu engen Freunden konnte das trotzdem nicht ersetzen“, bedauert sie.

Für Helga Werner, eine Bewohnerin der Seniorenanlage, stellt sich die Corona-Zeit an sich als „furchtbar“ dar, wie sie sagt. „Aber wir können nur warten und nicht gegen die Vorschriften sein.“ Das Schmerzlichste sei für sie in der Anfangszeit gewesen, „dass man nicht mehr rauskam, etwa um Kleinigkeiten zu kaufen. Aber ich bin froh, dass ich nicht krank war, dass ich zu Essen und ein Dach über dem Kopf habe und dass alle hier sehr nett sind“. Insofern sei sie „zufrieden“. Den Kontakt zu Familie und Freunden hielt die betagte Dame die ganze Lockdown-Zeiten über mit Briefen, Paketen, Bildern sowie per Telefon und Skype.

„Einschränkend, aber nicht bedrückend“, empfindet Dagmar Grünzner die Corona-Zeit. „Wir können froh sein, dass wir hier im Haus sind“, findet sie. Zwar fehlten auch ihr die Besuche ihrer Lieben sehr, aber darauf habe sie notgedrungen für eine gewisse Zeit verzichten können. Sie jedenfalls versuche stets, das Beste aus der Situation zu machen. „Alle bemühen sich auf Teufel komm raus, dass es uns gut geht“, zeigt sie sich dankbar „Das Engagement tut so gut.“ Von der Politik wünschen sich die Seniorinnen „mehr Einigkeit und einheitliches Handeln“. Einig sind sich die Befragten darin, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alles getan hätten, um den Bewohnerinnen und Bewohnern die Zeit leichter und so angenehm wie möglich zu machen. Sie wünschen dem Personal „mehr Anerkennung der geleisteten Arbeit, nicht nur als Applaus auf dem Balkon“, „zusätzliche Kollegen“, „eine bessere Bezahlung und natürlich Gesundheit“ – Aussagen, die Melanie Engel und ihre Mitarbeitenden freuen und rühren dürften. Sie selbst schließt sich dem an: „Auch wir wünschen uns von der Politik mehr Anerkennung für den Pflegeberuf sowie eine bedarfsgerechte Bereitstellung von Personal. In Hinblick auf die Corona Maßnahmen wäre eine umfassende und frühzeitige Information über Änderungen wünschenswert, um dann auch schneller reagieren zu können.“

Mittlerweile habe sich die Lage glücklicherweise ein wenig entspannt. „Aufgrund der Tatsache, dass die Bewohnerinnen und Bewohner, die dies wollten, inzwischen vollständig gegen Covid 19 geimpft sind, konnten auch im Haus der Senioren die strengen Regelungen bereits vor einiger Zeit gelockert werden“, sagt Melanie Engel. Das heißt, Angehörigenbesuche und vermehrt auch wohnbereichsübergreifende Gruppenangebote sind wieder möglich. „Da wir seit Beginn der Pandemie von größeren Ausbruchsgeschehen verschont geblieben sind, hoffen wir natürlich, dass wir weiterhin so `unbeschadet´ durch den kommenden Herbst und Winter kommen werden und dass sich die Lage um die 4. Welle nicht dramatisch verschlimmert. Wir setzen präventiv auf die Einhaltung der bereits seit Beginn der Pandemie bestehenden Hygienekonzepte – also Abstand, Hygiene, Lüften, FFP 2 Masken etc. Zudem können sich BewohnerInnen und auch MitarbeiterInnen, die es möchten, seit Ende August die 3. Impfung geben lassen. Dieses Angebot wird von den BewohnerInnen und MitarbeiterInnen auch angenommen.“

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news-550 Thu, 09 Sep 2021 11:10:00 +0200 „Man kann die Betroffenen doch nicht im Stich lassen!“ /aktuell/presse-service/meldung/echte-und-unechte-pilzvergiftungen-1.html Frank Schönmetzler vom BRK Oberallgäu über die menschliche und rechtliche Verpflichtung, Erste Hilfe zu leisten Am 12. September ist der internationale Tag der Ersten Hilfe. Nachdem seit März 2020 Corona-bedingt über viele Monate keine Kurse stattfinden konnten, möchte das BRK Oberallgäu anlässlich des Aktionstages in diesem Jahr besonders auf die Wichtigkeit schnell abrufbarer Erste Hilfe-Kenntnisse hinweisen. Gerade bei schweren Herz-Kreislauf-Problemen können die ersten 5 Minuten über Leben und Tod entscheiden.

Wichtig zu wissen: Um im Notfall zu helfen, muss man kein ausgebildeter Sanitäter sein. „Die meisten Menschen sind sehr unsicher, wenn sie zu einem medizinischen Notfall hinzukommen. Die Hemmungen, Erste Hilfe zu leisten und die Befürchtung, dabei etwas falsch zu machen, sind leider groß“, weiß Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu, aus seiner langjährigen beruflichen Erfahrung. „Nicht selten gibt es zwar zahlreiche Schaulustige, aber trotzdem niemanden, der hilft. Da verlässt sich wohl jeder darauf, dass ein anderer aktiv wird.“

Er betont: „Selbst wenn man nicht mehr das gesamte Wissen aus dem vielleicht lang zurückliegenden Erste-Hilfe-Kurs parat hat, ist es in aller Regel tausendmal besser, zu helfen so gut man eben kann, anstatt den Betroffenen in dieser Notsituation sich selbst zu überlassen. Man muss sich nur mal in die Lage des Verunglückten versetzen, dem einfach niemand helfen will – ein Albtraum! Ganz davon abgesehen ist unterlassene Hilfeleistung laut Gesetz strafbar. Es droht eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe.“

Die folgenden zentralen Maßnahmen kann so gut wie jeder durchführen:

1. Unfallstelle absichern
2. Notruf 112 wählen
3. Blutungen stillen
4. mit der betroffenen Person sprechen, beruhigen, bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes dableiben
5. bei Bewusstlosigkeit
   - stabile Seitenlage
   - eventuelle Fremdkörper aus dem Mund entfernen
   - ständig Atmung und Herzschlag kontrollieren (während Corona gilt: Atmung am besten mit Abstand, anhand des Heben und Senkens des Brustkorbs prüfen)
6. bei fehlender Atmung und Herzschlag: Herzdruckmassage durchführen bis Rettungsdienst eintrifft. 30 x schnelle Herzdruckmassage, 2 x Atemspende im Wechsel (während Corona gilt: bei haushaltsfremden Personen derzeit auf Mund-zu-Mund-Beatmung verzichten. Ausnahme: Familienmitglieder und Kleinkinder)

„Allein schon zu merken, dass jemand da ist, sich kümmert, hilft und beruhigt, ist für die oder den Betroffenen eine große Hilfe.“ Bei alledem sei es wichtig zu beachten, dass die eigene Sicherheit nicht gefährdet wird, zum Beispiel beim Absichern einer Unfallstelle sowie durch Mundschutz und Handschuhe.
Das eigene Erste-Hilfe-Wissen aufzufrischen bedeute wenig Aufwand, betont der Fachmann. „Die Kurse finden in aller Regel im Lauf von nur einem Tag statt, häufig samstags von 8.30 Uhr bis 17 Uhr.
Eine aktuelle Übersicht über alle Erste-Hilfe-Kurse des BRK Oberallgäu gibt es unter www.kvoberallgaeu.brk.de

Fotos: Jörg F. Müller, DRK

 

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news-549 Tue, 07 Sep 2021 11:10:00 +0200 Unterirdische Gänge und ein Geisterdorf /aktuell/presse-service/meldung/unterirdische-gaenge-und-ein-geisterdorf.html Rettungshunde des BRK Oberallgäu trainierten in Luxemburg Acht Hundeführer mit neun Suchhunden der Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu verbrachten jüngst eine Trainingswoche bei den Kollegen des luxemburgischen Roten Kreuzes. Die vielfältigen Übungsgelände umfassten unterirdisch in den Felsen gehauene Höhlen und Gänge aus dem 17. Jahrhundert (die sogenannten Kasematten), einen Truppenübungsplatz mit einem „Geisterdorf“, eine unterirdische Baustelle am Flughafen Lux, aufgelassene Wohnblocks sowie große Wälder.

„Die Übungsgelände wurden von den Luxemburgern hervorragend ausgesucht“, lobt Prof. Dr. Christoph Tiebel, der Arbeitskreisleiter Rettungshundearbeit des BRK Oberallgäu. „So fanden sowohl die Trümmer-, als auch die Flächensuchhunde sowie die Mantrailer-Teams beste Übungsbedingungen vor, die auch für die Hundeführer wirklich spannend waren. Trainiert wurde täglich von 8:00 Uhr bis gegen 18 Uhr.“

Hochqualitative Rettungshundearbeit könne nicht nur auf dem Hundeplatz in Bayern stattfinden, betont er. „So vielschichtig wie die Hunderassen und Hundetypen sind, muss auch die Ausbildung sein.“ Auch vor dem Hintergrund größerer Katastrophen sei es für die Teams des BRK wichtig, eine umfassende Ausbildung sowie Trainingsmöglichkeit „über den Tellerrand“ zu bekommen. Dies komme letztendlich den vermissten, hilflosen Personen zu Gute.

Normalerweise trainiert die Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu jedes Jahr im August eine Woche lang in der Zollhundeschule Neuendettelsau. „Auf dem großen Gelände des Zoll und der Bundespolizei werden sonst Diensthunde, z.B. Drogenhunde oder Schutzhunde, ausgebildet. Es ist ein großes, eingezäuntes Waldgebiet mit viele Bunkern aus den Kriegszeiten. In der Zollhundeschule kann man übernachten und gekocht wird immer in eigens mitgebrachten Kochzelten. Corona-bedingt stand uns das Gelände in diesem Jahr aber nicht zur Verfügung, weil die Diensthunde diesmal keine Sommerpause eingelegt und auch in der Urlaubszeit trainiert haben.“

Die Woche in Luxemburg sei eine exzellente Alternative gewesen. „Mit dabei waren Kollegen der BRK Rettungshundestaffel Fürth, der Pompiers de Paris und der Groupe cynotechnique de l'Ain. Der Austausch ist interessant: Während unsere BRK- Rettungshundestaffel aus dem Oberallgäu und die Rotkreuz-Kollegen aus Luxemburg schon seit über 10 Jahren gemeinsam trainieren und alles ehrenamtlich leisten, sind die Franzosen hauptamtliche Hundeführer der Pariser Feuerwehr. Diese wird vom Militär gestellt und die Hundeführer arbeiten in der Stadt Paris im Schichtdienst mit ihren Hunden. Parallel zur Rettungshundearbeit sind sie noch zuständig für die Tierrettung in Paris. Gerade bei speziellen Fragen in der Trümmersuche oder beim Mantrailing konnten wir wertvolle Hinweise und Tipps der ausländischen Staffeln aufnehmen.“ Eine Besonderheit der etwas anderen Art sei auch das „Sprachenwirrwar zwischen Deutsch, Luxemburgisch, Französisch, Englisch sowie Händen und Füßen“ gewesen, schmunzelt er und ergänzt: „Übrigens werden alle Aufwendungen für Hund, Tierarzt, Futter wie auch die Kosten für die Trainingswoche von unseren Ehrenamtlichen privat gezahlt. Dankbar sind wir für die finanzielle Unterstützung durch das BRK.“

Fotos: Tanja Schaber
Eine der Hundeführerinnen beim Ansetzen ihres Hundes zur Suche in einem Übungsdorf des Militärs. Er soll ein Gebäude absuchen.

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news-548 Mon, 06 Sep 2021 11:10:00 +0200 Dem Arbeitskräftemangel entgegentreten – aber mit einer ganzheitlichen Lösung /aktuell/presse-service/meldung/dem-arbeitskraeftemangel-entgegentreten-aber-mit-einer-ganzheitlichen-loesung.html BRK Oberallgäu fordert leichteren Einstieg in SAGE-Berufe für Jung und Alt Neben der Pflege fehlen auch anderen Bereichen der Wohlfahrtspflege Arbeitskräfte. Deshalb braucht es eine ressortübergreifende, ganzheitliche Lösung. Die Politik muss die Berufe attraktiver machen und den Einstieg erleichtern, fordert der BRK-Kreisverband Oberallgäu anlässlich der Bundestagswahlen.

Eine ganzheitliche Lösung verhindert außerdem, dass die Facharbeiter und -arbeiterinnen zu anderen Arbeitsfeldern innerhalb des Sektors abwandern. Konkret schlägt der BRK-Kreisverband Oberallgäu eine Offensive für die sozialen und gesundheitlichen Berufe (SAGE-Berufe) vor, wie sie bei MINT-Berufen bereits üblich sind. Insbesondere sollte eine Ausbildungs-, Weiterbildungs- und Qualifizierungsstrategie entwickelt werden.

Apropos Ausbildung: Die SAGE-Berufe müssen insbesondere für junge Menschen attraktiv werden. Dafür muss dem Nachwuchs verdeutlicht werden, welche Vielfalt und Karrieremöglichkeiten die Berufe bieten. Das gelingt am besten, wenn Allgäuer Arbeitgeber sich künftig in allen Absolventenklassen vorstellen dürfen. Der Fokus wird dabei auf die Bedürfnisse junger Menschen gelegt. Etwa auf die Qualifikationen für spätere Ausbildungswege oder der Möglichkeit von kürzeren und flexibleren Einsätzen sowie auf die bundesweiten Angebote.

Doch nicht nur der Einstieg für junge, sondern auch für ältere Menschen soll leichter werden. Bereits jetzt erprobt das DRK (Deutsche Rote Kreuz) mit sogenannten Orientierungskursen den Quereinstieg in soziale Berufe. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und die Bundesagentur für Arbeit können dabei folgendermaßen unterstützen:
Ausbildungs- und Umschulungskosten für SAGE-Berufe übernehmen

  • Das Programm „Jobstarter plus“ auf Einsatzfelder der Freien Wohlfahrtspflege ausweiten
  • Quereinstiegsmöglichkeiten gekoppelt an Nachqualifizierungsangebote ausbauen
  • Ausländische Qualifikationen vermehrt anerkennen und interessierte Ausländer bereits vorher integrieren


Fotos

Eine FSJlerin im Seniorenheim. Um mehr junge Menschen zu erreichen, sollten sich Arbeitgeber in allen Absolventenklassen vorstellen.
Bild: Jörg F. Müller, DRK

Der BRK-Kreisverband Oberallgäu fordert, dass eine Offensive für die sozialen und gesundheitlichen Berufe (SAGE-Berufe) einberufen wird, wie sie bei MINT-Berufen bereits üblich ist.
Bild: Brigitte Hiss, DRK

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news-546 Thu, 26 Aug 2021 11:10:00 +0200 Echte und „unechte“ Pilzvergiftungen /aktuell/presse-service/meldung/echte-und-unechte-pilzvergiftungen.html Falsche Lagerung und Zubereitung kann zu schweren Symptomen führen Die Pilzsucher sind wieder in Wald und Wiese unterwegs, in der Hoffnung auf Steinpilz und Pfifferling, Marone, Parasol und andere beliebte Speisepilze, die man hier im Allgäu finden kann (so man denn die Plätzchen kennt). Bleibt zu hoffen, dass die Sammler ihre Beute genau kennen und vor allem auch auf den fachgerechten Transport achten. Denn nicht nur Giftpilze, sondern auch essbare Schwammerl können zu einer Pilzvergiftung führen. Wann das so ist, woran man eine Pilzvergiftung erkennt und welche Erste-Hilfe-Maßnahmen dann wichtig sind, erklärt Prof. Dr. Georg Täger, Chefarzt des BRK Oberallgäu.

„Bei Pilzvergiftungen denkt man zunächst an Giftpilze, die versehentlich im Kochtopf gelandet sind. Das ist die eine Sache. Was viele nicht wissen ist, dass es auch nach dem Verzehr von eigentlich essbaren Pilzen zu einer `unechten´ Pilzvergiftung kommen kann, nämlich wenn diese verdorben sind“, klärt Prof. Dr. Täger auf. „Das kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn die Pilze in Plastiktüten oder Dosen gesammelt wurden – hierbei zersetzt sich das Pilzeiweiß schnell - oder zu lange gelagert wurden.“ Hinweise sind eine Dunkelfärbung oder eine schwammig-weiche oder schleimige Konsistenz. Auch die Zubereitungsart muss passen: viele Pilze darf man nicht roh verzehren. „Unechte“ Pilzvergiftungen könnten starke und lebensbedrohliche Magen- und Darmbeschwerden verursachen, so der Mediziner.„Bei Pilzvergiftungen denkt man zunächst an Giftpilze, die versehentlich im Kochtopf gelandet sind. Das ist die eine Sache. Was viele nicht wissen ist, dass es auch nach dem Verzehr von eigentlich essbaren Pilzen zu einer `unechten´ Pilzvergiftung kommen kann, nämlich wenn diese verdorben sind“, klärt Prof. Dr. Täger auf. „Das kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn die Pilze in Plastiktüten oder Dosen gesammelt wurden – hierbei zersetzt sich das Pilzeiweiß schnell - oder zu lange gelagert wurden.“ Hinweise sind eine Dunkelfärbung oder eine schwammig-weiche oder schleimige Konsistenz. Auch die Zubereitungsart muss passen: viele Pilze darf man nicht roh verzehren. „Unechte“ Pilzvergiftungen könnten starke und lebensbedrohliche Magen- und Darmbeschwerden verursachen, so der Mediziner.

Echte Pilzvergiftung
„Wenn in den ersten vier Stunden nach einer Pilzmahlzeit Übelkeit, Bauchkrämpfe, Durchfall und Erbrechen, Schweißausbrüche, Kopf- und Gliederschmerzen, Schwindel, Verwirrtheit, Unruhe oder Schläfrigkeit auftreten, deutet das auf eine echte Pilzvergiftung hin“, warnt er. „Höchste Alarmstufe herrscht, wenn sich solche Symptome erst nach bis zu 72 Stunden zeigen. Dann handelt es sich eventuell um eine schwere Vergiftung, bei der bereits Organschädigungen eingetreten sind und akute Lebensgefahr besteht“.


Was tun bei Pilzvergiftung?

  • beim Verdacht auf Pilzvergiftung sofort Rettungsdienst unter 112 anrufen
  • bestenfalls parallel sollte durch die Betroffenen oder die Ersthelfer der Kontakt zum Giftnotruf hergestellt werden, Tel.: 089-19240 (Giftnotruf München, Toxikologische Abteilung der II. Medizinischen Klinik rechts der Isar der Technischen Universität München, Ismaninger Str. 22, D-81675 München, Email: tox@lrz.tum.de, http://www.toxinfo.org/about/giz.html)
  • den Betroffenen nach der verzehrten Pilzart fragen, beruhigen, zudecken
  • wenn möglich, Reste der Pilzmahlzeit oder Erbrochenes in Behälter sammeln (dabei Hautkontakt mit der Substanz vermeiden, z.B. durch Schutzhandschuhe) und dem Rettungsdienst übergeben – die Reste geben wichtigen Aufschluss über die Art der Vergiftung
  • kein zusätzliches Erbrechen herbeiführen!
  • keine Milche, kein Kohlegranulat geben!
  • dem Betroffenen nichts zu trinken oder zu essen geben
  • ständig Bewusstsein, Atmung und Puls überprüfen
  • bei Bewusstlosigkeit und normaler Atmung: stabile Seitenlage zur Sicherung der Atemwege
  • bei Bewusstlosigkeit und fehlender normaler Atmung: Herz-Lungen-Wiederbelebung (30x Herzdruckmassage und 2x Atemspende im Wechsel)

„An eine Herzdruckmassage wagen sich viele Laien nicht heran, weiß Prof. Dr. Täger. „Tun Sie es bitte trotzdem. Nicht zu helfen, kann den Betroffenen das Leben kosten!“ Auffrischungskurse, wie sie das BRK in Kempten und dem Oberallgäu anbietet, vermitteln die nötige Sicherheit.

Hier eine Kurzanleitung:
Bei der Herzdruckmassage liegt der Betroffene flach auf dem Rücken, der Helfer kniet in Brusthöhe ihm zugewandt daneben. Der Helfer muss sich über den Betroffenen beugen und mit ausgestrecktem Arm mit dem Handballen das Brustbein senkrecht ca. 5-6 cm tief eindrücken, und zwar mehr als dreimal pro 2 Sekunden! Das klingt komplizierter als es ist, eine merkbare Hilfe ist das Lied „Ah, ha, ha, ha, stayin' alive, stayin' alive“ von den Bee Gees, es hat den perfekten Rhythmus für die Herzdruckmassage. Die Maßnahme muss bis zum Eintreffen des Rettungsdiensts fortgeführt werden, wenn möglich im Wechsel mit weiteren Helfern.

Zur Vorbeugung rät Prof. Dr. Täger: „Es sollte selbstverständlich sein, dass man keine Pilze isst, die man nicht einhundertprozentig sicher bestimmen kann. Im Zweifelsfall lieber stehen lassen oder einen Pilzsachverständigen zu Rate ziehen. Und bitte, verwenden Sie keine Plastiktüten und schon gar nicht geschlossene Kunststoffboxen zum Sammeln, sondern immer gut belüftete Körbe.“

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news-547 Wed, 25 Aug 2021 11:10:00 +0200 Damit das Blut nicht ausgeht /aktuell/presse-service/meldung/damit-das-blut-nicht-ausgeht.html Was das BRK Oberallgäu empfiehlt, um die Blutversorgung weiterhin sicherzustellen. Etwa 75 Prozent der Vollblutspenden gehen auf Blutspendedienste des Roten Kreuzes zurück. Der BRK-Kreisverband Oberallgäu hat die Bundestagswahlen zum Anlass genommen, einige Empfehlungen zu geben, damit die Menschen weiterhin auf diese lebensnotwendige Versorgung zählen können.

Um die Blutspendedienste am Laufen zu halten, braucht es Honorarärzte. Diese stehen allerdings immer seltener zur Verfügung. Ein Grund ist, dass die Deutsche Rentenversicherung Honorarärzte, die Blutspende-Termine übernehmen, als sozialversicherungspflichtig einstuft. Zudem engagieren sich immer mehr Honorärztinnen und -ärzte bei den Corona-Impfungen – und müssen keine Beiträge zahlen. Daher sollen die Honoraräzte von der Beitragspflicht befreit werden, fordert der BRK Kreisverband Oberallgäu. Egal, ob sie im Nebenberuf im Blutspendedienst oder in den Impfzentren tätig sind.

Doch nicht nur bei den Anreizen für Ärzte, sondern auch bei denen für Spender sieht das BRK Nachholbedarf. Denn die gewerblichen Blutentnahmedienste honorieren ihre Spender immer mehr. Allerdings zeigen Studien, dass etwa 40 Prozent der spendebereiten Menschen eine generell bezahlte Blutspende ablehnen. Sollten die materiellen Anreize weiterhin zunehmen, könnte sich das auch auf den Bereich der Vollblutspender auswirken. Um das zu verhindern, sollten den Aufwandsentschädigungen für Plasma- oder Thrombozytapherese-Spendern Grenzen gesetzt werden.

Indes sorgt eine unklare Regelung für Diskussionen mit den Finanzbehörden: Sind die labormedizinischen Leistungen der beim Blutspendedienst angestellten Fachärzte von der Umsatzsteuer ausgenommen? Falls nicht, würde das die Kosten für die Gesundheitsversorgung deutlich steigern. Sollten die Leistungen aber bereits von der Steuer ausgenommen sein, appelliert der BRK Kreisverband Oberallgäu daran, die Gesetze entsprechend zu präzisieren.

Fotos:
1. Damit das Blut nicht ausgeht Bild 1
Bildunterschrift: Der BRK-Kreisverband Oberallgäu beobachtet einige Entwicklungen bei Blutspenden mit Sorge.
Credit: Blutspendedienst des BRK

2. Damit das Blut nicht ausgeht Bild 2
Bildunterschrift: Damit sowohl Honorarärzte als auch Spender weiterhin gern zum Blutspenden kommen, muss sich etwas ändern, fordert der BRK-Kreisverband Oberallgäu.
Bild: Guido Rehme, Blutspendedienst des BRK

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news-543 Thu, 19 Aug 2021 11:10:00 +0200 Nach der Krise ist vor der Krise /aktuell/presse-service/meldung/nach-der-krise-ist-vor-der-krise.html BRK fordert besseren Schutz der Menschen vor zukünftigen Krisen Pandemie, Klimawandel und immer weniger Freiwillige – das Bayerische Rote Kreuz (BRK) kämpft mit immer mehr Herausforderungen. Anlässlich der anstehenden Bundestagswahlen fordert der BRK-Kreisverband Oberallgäu daher, dass die Menschen vor künftigen Krisen besser geschützt sind. Einige Vorschläge, wie das gelingt.

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind die vier Mobilen Medizinischen Versorgungseinheiten (MMVe) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Dauereinsatz. Eine MMVe besteht aus besonders geschützten Isolationsfahrzeugen, mit denen die Mitarbeiter Patienten transportieren, jeweils einem Behandlungszentrum auf Rädern und ist mit umfassendem Schutz- und Logistikmaterial ausgestattet. Wie der hohe Bedarf zeigt, sollte die Anzahl der Module von vier auf 20 aufgestockt werden.

Was die Pandemie zudem deutlich macht: Für die Pflege von Hilfsbedürftigen braucht es neue Konzepte. Das Rote Kreuz sammelte bereits bis zum Ende des Kalten Krieges gute Erfahrungen mit einer staatlich geförderten Kurzzeitausbildung. Würde man dieses Modell wieder aufnehmen, könnte man die Unterstützungskräfte unter anderem in der Seniorenpflege, in ambulanten
Diensten oder zur Hilfe von pflegenden Angehörigen einsetzen. Um zusätzlich Erste-Hilfe-Kenntnisse bereits im frühen Alter zu etablieren, sollten Kinder in Schulen und Kitas entsprechende Kurse bekommen.

Ein anderes Problem stellt für das BRK die Freistellung der Ehrenamtlichen von der Arbeit dar. Diese Möglichkeit besteht allerdings in vielen Bundesländern nur, wenn der Katastrophenfall ausgerufen wurde. Das sollte sich ändern, fordert der BRK-Kreisverband Oberallgäu. Denn nur dann können die Freiwilligen von verschieden Organisationen optimal zusammenarbeiten.

Schließlich braucht das DRK viel mehr Platz für Teilnehmer von Freiwilligendiensten (z.B. Freiwilliges Soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst). Denn um die Menschen richtig zu schützen, bedarf es mehr Zeit und Flexibilität als Ehrenamtliche – die berufstätig sind – leisten können. Zur Veranschaulichung: Allein das DRK benötigt jährlich ungefähr 5.000 Freiwillige.

Damit künftige Krisen besser bewältigt werden können, fordert der BRK-Kreisverband Oberallgäu unter anderem, dass Ehrenamtliche in ganz Deutschland auch ohne Katastrophenfall von der Arbeit freigestellt werden können. Unser Bild zeigt ein BRK-Quad im Hochwassergebiet.

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news-542 Mon, 16 Aug 2021 11:10:00 +0200 Eindrücke vom Einsatz im Hochwassergebiet /aktuell/presse-service/meldung/eindruecke-vom-einsatz-im-hochwassergebiet.html Eindrücke vom Einsatz im Hochwassergebiet In den westdeutschen Hochwassergebieten sind seit Wochen Tausende Helferinnen und Helfer im Einsatz, um die betroffenen Menschen zu unterstützen und bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Unter den Einsatzkräften waren auch mehrere Mitglieder der BRK Bereitschaften Oberallgäu. Sie berichten von ihren Eindrücken.

Julia Rebuck, die den Fachdienst Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) der BRK-Bereitschaften im Oberallgäu sowie den Arbeitskreis Krisenintervention leitet, war zusammen mit einer Kollegin und einem Kollegen aus dem Kriseninterventionsdienst vier Tage lang im Landkreis Ahrweiler im Einsatz. Eine Woche später reisten 15 ehrenamtliche Kräfte verschiedener Bereitschaften des BRK Oberallgäu als Teil des Hilfeleistungskontingents Schwaben ins Katastrophengebiet, darunter Sebastian Stadler von der BRK Bereitschaft Kempten. Er erzählt: „Als wir im Katastrophengebiet ankamen, waren schon fast zwei Wochen seit der Flutkatastrophe vergangen. Trotzdem waren die Zustände noch schlimm. Man kann sich kaum vorstellen, wie verheerend es anfangs dort ausgesehen haben muss. In unserem Einsatzgebiet waren viele Gebäude komplett zerstört, bei anderen war vom Keller bis zum 1. Obergeschoss alles unbewohnbar.“ Zigtausende Menschen hätten in den Fluten alles verloren: Haus, Auto, Papiere, Mobiliar, in besonders tragischen Fällen sogar Angehörige oder Freunde. „Einheimische und Helfer sind seit Wochen ununterbrochen dabei, die Schäden zu beseitigen, Schlamm und alles, was sich darin befindet, aus den Häusern zu schaufeln, marode Mauern herauszureißen. Die Trümmer werden auf riesigen provisorischen Halden außerhalb der Orte gelagert, von wo sie dann, wohin auch immer, abtransportiert werden.“ Was sofort auffalle, sei der Geruch nach Fäulnis, nassem Unrat und Diesel, der über allem liege und sich in Haaren und Kleidung einniste. „Der hat mich bis ins Allgäu zurück verfolgt.“

Julia Rebuck ergänzt: „Das Ausmaß der Vernichtung – nicht nur in räumlicher Hinsicht – hat mich erschüttert, zumal ich die Gegend sehr gut kenne und somit weiß, wie es vorher hier aussah. Die gesamte Infrastruktur ist zerstört: Straßen und Bahnlinien sind stark beschädigt, Brücken sind einfach weggebrochen oder unpassierbar. Die Strom- und Trinkwasserversorgung ist vielerorts noch ein Problem. Telefon und Mobilfunk funktionieren nach wie vor nur sehr eingeschränkt oder gar nicht.“ An eine Rückkehr zu einem normalen Leben sei momentan gar nicht zu denken. Da von dem Schlamm und Staub eine hohe Kontaminationsgefahr ausgeht, waren Julia Rebuck und ihre KollegInnen bei ihren jeweils acht- bis zwölfstündigen Einsätzen mit FFP-2-Masken mit Filter unterwegs. „Wir haben sehr viele Kurzentlastungsgespräche mit Betroffenen und auch mit Einsatzkräften geführt und dabei auch Menschen getroffen, die ihre Häuser nicht verlassen wollten, aus Angst vor Plünderung. So etwas gab es unfassbarer Weise tatsächlich“, bedauert sie. Für die Kriseninterventionskräfte sei es auffällig gewesen, „dass die Menschen fast alle noch im `Organisieren-Modus´ waren und noch nicht dazu gekommen sind, die Geschehnisse zu realisieren und zu verarbeiten.“ Die psychischen Folgen der Katastrophe werden zwar zeitverzögert, aber unweigerlich eintreten werden, vermutet die Fachfrau, etwa in Form von posttraumatischen Belastungsstörungen. „Dann wäre es wichtig, dass ausreichend psychologische und psychotherapeutische Hilfe greifbar ist.“

Trotz der Verheerung seien ihnen die Menschen sehr freundlich und überwiegend positiv begegnet, berichten Julia Rebuck und Sebastian Stadler einhellig. An vielen Gebäuden – oder dem, was davon übrig war – hingen selbstgeschriebene Schilder, auf denen den Helfenden gedankt wird. Deren schiere Masse sei beeindruckend, so Stadler. „Tausende Einsatzkräfte von Feuerwehren, Bundeswehr, Rotem Kreuz, THW und zahlreichen anderen Hilfsorganisationen aus ganz Deutschland sammeln sich im Lagezentrum am Nürburgring. Das Areal gleicht einer riesigen Zeltstadt mit einer kompletten Infrastruktur.“ Die Einsatzkräfte hätten vielerorts Ersatzstromerzeuger, mobile Toilettenhäuschen und Duschcontainer für die Bevölkerung aufgestellt. Auch von einer riesigen Feldküche für die Bevölkerung weiß er zu berichten. „Dort werden rund 1.000 Menschen pro Tag unentgeltlich mit Frühstück, Mittag- und Abendessen und auch mit Trinkwasser versorgt. Wir selbst hatten übrigens 24.000 Hühnereier dorthin gebracht, die ein Geflügelhof bei Altusried eigens für die Menschen im Katastrophengebiet zur Verfügung gestellt hatte.“ Auch die Zivilbevölkerung aus der Umgebung sei extrem hilfsbereit, betont Julia Rebuck. „Die Menschen aus den Nachbarorten, die von der Flut verschont geblieben sind, haben beispielsweise zivile Hilfsstellen eingerichtet, an denen Lebensmittel und Kleidung ausgegeben werden. Jeder, der irgendwie kann, packt irgendwo mit an. Den Zusammenhalt in der Bevölkerung und auch unter den Einsatzkräften zu erleben, war wirklich beeindruckend.“

Sie selbst habe aus dem Einsatz Ideen für Ihre ehrenamtliche Arbeit zuhause mitgenommen. „Ich würde gerne Spenden generieren, um für unseren Fachdienst Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) beim BRK Oberallgäu ein eigenes Dienstfahrzeug anschaffen zu können, mit Tisch für Besprechungen und Gespräche und Material. Dann könnten wir bei künftigen Großschadenslagen schneller effektiv arbeiten. Zudem schweben mir einige Aus- und Fortbildungen vor, die für unsere Teammitglieder sinnvoll wären, zum Beispiel Funkübungen oder die Vertiefung der Katastrophenschutzkenntnisse.“

Fotos:
Sebastian Stadler

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news-541 Mon, 09 Aug 2021 11:10:00 +0200 Endlich wieder Action im Jugendrotkreuz /aktuell/presse-service/meldung/endlich-wieder-action-im-jugendrotkreuz.html Viele Aktivitäten für die Mitglieder geplant Nach den endlos scheinenden Monaten, in denen aufgrund der Corona-Beschränkungen keine Gruppentreffen stattfinden durften, können sich die Kinder und Jugendlichen, die sich im Oberallgäu im Jugendrotkreuz engagieren, endlich wieder auf jede Menge Action freuen.

Die drei Leiterinnen der Jugendarbeit, Michaela Zwisler, Ramona Gorbach und Petra Dorn, haben zusammen mit den OrtsgruppenleiterInnen ein buntes Programm für die jungen Mitglieder im Alter von 6 bis 27 Jahren auf die Beine gestellt. Dieses wird zusätzlich zu den regelmäßigen örtlichen Gruppentreffen angeboten.

„Ein ganz zentraler Bestandteil der Jugendarbeit des Roten Kreuzes ist die Erste Hilfe“, betont Ramona Gorbach. „Diese wird bei uns altersgerecht und mit viel Spaß am Tun vermittelt. Als Highlight haben sich im Lauf der Jahre die Kreisspiele etabliert, bei denen die Kinder und Jugendlichen der Kreisverbände Oberallgäu und Lindau ihr Wissen freundschaftlich miteinander messen. Im letzten und diesem Jahr musste der Wettbewerb Corona-bedingt ausfallen. Als kleinen Ersatz ist nun für den Herbst ein Erste Hilfe-Parcours geplant, bei dem das praktische Wissen angewendet und untermauert werden kann.“ Sogar für 2022 ist schon ein Programmpunkt vorgesehen: Im Januar soll es wieder für ein Wochenende mit viel Spiel, Spaß und Freundschaft ins Jugendhaus Elias in Seifriedsberg bei Sonthofen gehen.

Als weiteres Highlight ist der Besuch bei der beliebten Kindersendung „1, 2 oder 3“ in München vorgesehen. Darüber hinaus sind für die jungen Mitglieder ein lustiger Tag im Bergbauernmuseum in Diepolz, ein Discoabend sowie ein Treffen mit den flauschigen Vierbeinern der Rettungshundestaffel des BRK geplant. Diejenigen, die auf sportliche Action stehen, dürften sich aufs Downhill-Rollern an der Weltcuphütte oder den Klettergarten freuen.

Neben bekannten Gesichtern freuen sich Michaela Zwisler, Ramona Gorbach und Petra Dorn auch immer über neue Mitglieder in den Jugendgruppen. Diese gibt es in Altusried, Wiggensbach, Kempten, Immenstadt, Oberstaufen und Sonthofen. „Alle Kinder und Jugendlichen, die sich für das, was wir tun interessieren und die gern mitmachen möchten, sind herzlich willkommen!“

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news-540 Fri, 06 Aug 2021 11:10:00 +0200 Die große Angst vor Stürzen im Alter /aktuell/presse-service/meldung/die-grosse-angst-vor-stuerzen-im-alter.html BRK Haus der Senioren betreibt Vorsorge Viele ältere Menschen fürchten sich davor, zu stürzen und sich dabei womöglich schwere Verletzungen wie einen Oberschenkelhalsbruch zuzuziehen. Tatsächlich steigt die Sturzgefahr im Alter an. Statistisch gesehen stürzen etwa ein Drittel aller über 65-Jährigen und mehr als die Hälfte der über 90-Jährgen mindestens einmal pro Jahr. Im BRK Haus der Senioren in Oberstdorf setzt man darum auf Vorbeugung

„Es gibt mehrere Ursachen für die steigende Sturzgefahr“, erklärt Melanie Engel, Leiterin des BRK-Hauses der Senioren. „Dazu gehören beispielsweise plötzlicher Schwindel, Gleichgewichtsprobleme oder schwere Beine, Durchblutungs- und Gelenkprobleme, die die generelle Gangunsicherheit verstärken. Wer das Bein nicht gut anheben kann, für den können schon kleine Falten im Teppich oder Türschwellen zu gefährlichen Stolperfallen werden. Erschwerend kommt eine altersbedingte verminderte Reaktionsfähigkeit hinzu. Sie führt dazu, dass ein rechtzeitiges Abstützen oder Abfangen eines Sturzes oft nicht mehr möglich ist. Auch die Verschlechterung des Sehvermögens spielt eine Rolle, denn dadurch können viele Stolperfallen nicht rechtzeitig erkannt werden.“ Um es gar nicht erst zum Sturz kommen zu lassen, trainieren Melanie Engel und ihre Mitarbeitenden regelmäßig mit den Bewohnerinnen und Bewohnern.

Astrid Küchle, Leitung der sozialen Betreuung im Haus der Senioren beschreibt das „Training“ näher: „Unser Team bietet in allen vier Wohnbereichen dreimal wöchentlich Gymnastikstunden an, um so die Beweglichkeit und den Gleichgewichtssinn der Menschen zu verbessern und deren Muskulatur allgemein zu kräftigen. Auf dem Programm stehen altersgerechte Bewegungs-, Kräftigungs- und Dehnübungen, besonders für Arme und Beine. Beim speziellen Koordinationstraining wird das körperliche Reaktionsvermögen gesteigert. Durch gleichzeitige, koordinierte - eventuell auch gegenläufige - Bewegungen mit Armen und Beinen sind sie dann im Fall eines Stolperns kognitiv in der Lage, sich mit den Armen am Handlauf abzufangen und somit einen Sturz zu verhindern.“ Im Fokus stehe auch eine Verbesserung der Reaktionsgeschwindigkeit. „Diese trainieren wir zum Beispiel durch ein Spiel, bei dem eine Person ein Tuch auf dem Schoß hat und es schnell genug festhalten muss, bevor es weggezogen wird.“

Die Bewohnerinnen und Bewohner wüssten die Angebote sehr zu schätzen. „Neben der Ablenkung und dem Spaß an der Gemeinsamkeit merken viele, dass sie sich wieder fitter fühlen“, freuen sich Melanie Engel und Astrid Küchle. „Tatsächlich beobachten wir, dass vorhandene Ressourcen länger aufrechterhalten werden können und die Sturzrate sinkt.“ Senioren, die zuhause leben, empfehlen die Expertinnen, je nach individuellen Möglichkeiten, Seniorengymnastik, Schwimmgruppen, Yoga, Chi Gong und andere sanfte, seniorengerechte Bewegungsangebote zu nutzen.
Das BRK Oberallgäu bietet in Kempten in der Senioren-Anlage Höfelmayr Park jeden Dienstag und Mittwoch ab 16 Uhr Gymnastikstunden an. Bis Ende August finden diese im Garten statt.
Informationen zu den Gymnastikkursen gibt es unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/kurse/gesundheitskurse/gymnastik.html

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news-539 Thu, 05 Aug 2021 11:10:00 +0200 FSME und Borreliose durch Zeckenstich /aktuell/presse-service/meldung/fsme-und-borreliose-durch-zeckenstich.html Prof. Dr. Täger, Chefarzt des BRK Oberallgäu, klärt auf Dass Zecken schwere Krankheiten übertragen können, weiß mittlerweile jeder. Längst gehört das gesamte Allgäu zu den Risikogebieten, in denen die Gefahr, bei einem Zeckenstich mit Frühsommer-Meningoenzephalitis (kurz: FSME), einer virusbedingten akuten Entzündung der Hirnhäute oder auch des Gehirns und Rückenmarks, infiziert zu werden, besonders hoch ist. Trotzdem sind heute noch viele Menschen in der Region nicht gegen FSME geimpft. Noch häufiger sind Borreliose-Infektionen. Sie können zu schweren und mitunter dauerhaften gesundheitlichen Problemen führen. Prof. Dr. Georg Täger, Chefarzt beim BRK Oberallgäu, erklärt die Symptome beider Erkrankungen und gibt Tipps zur Vorbeugung und zum richtigen Entfernen von Zecken.


„Vorbeugung ist die beste Behandlung“
Zecken sind bereits ab Temperaturen von 8 Grad aktiv und bevorzugen mittelhohes bis hohes Gras sowie Gebüsch und Unterholz. Zur Vorbeugung gegen Zeckenbefall empfiehlt das BRK Oberallgäu, bei diesen Gegebenheiten unbedingt lange Hosen und geschlossene Kleidung zu tragen. Auch wenn es vielleicht nicht gut aussieht, ist es dennoch sinnvoll, die Hosenbeine in die Socken zu stecken oder über-knöchelhohe Schuhe tragen. Helle Kleidung erleichtert außerdem das Erkennen der winzigen Zecken bevor sie ihren Weg zum Körper finden. Im Kopfbereich bevorzugen diese besonders den Haaransatz, den Nacken und die Ohren.

FSME
„Eine FSME äußert sich in vielen Fällen durch geringe grippeähnliche Symptome wenige Tage nach dem Stich; häufig aber bemerken Patienten zunächst gar nichts. Heilt die Infektion nicht spontan aus, kommt es nach rund einer Woche ohne Beschwerden, dem sogenannten symptomfreien Intervall, zur eigentlichen Erkrankung“ erläutert Prof. Dr. Täger. „Diese Symptome reichen von leichteren Formen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen bis hin zu schweren Verläufen mit Nackensteifigkeit, Sprech-, Schluck- und Bewegungsstörungen, mitunter auch Krampfanfällen und Lähmungen“ so der erfahrene Mediziner weiter. „Das Schlimme an FSME ist, dass diese Erkrankung bis heute nicht behandelt werden kann. Nur die eingetretenen Symptome der Erkrankung können mit Hilfe von Medikamenten, Physiotherapie, Ergotherapie und auch Logopädie, beispielsweise bei Sprach- und Schluckstörungen, behandelt werden. Antibiotika sind bei dieser Infektion vollkommen wirkungslos“. Auch die Diagnosestellung ist nach Auskunft von Prof. Dr. Täger schwierig, zumal viele Patienten sich nicht an den Zeckenstich erinnern. „Mit Hilfe der Bestimmung der FSME-Antikörper im Blut oder im Nervenwasser aus dem Rückenmarkkanal kann das Vorliegen der Erkrankung festgestellt werden. Die Untersuchung der Parasiten selbst aber ist nicht sinnvoll.“

Mit Nachdruck betont Prof. Dr. Täger, das all dies nicht sein müsse, schließlich stehe seit Jahren eine äußerst bewährte Impfung gegen diese heimtückische Erkrankung zur Verfügung. „Diese Impfung ist schon bei Kindern ab 12 Monaten möglich und 99% der Geimpften können mit einem vollständigen Impfschutz rechnen. Natürlich habe ich selbst mich aufgrund meiner Aktivitäten in der Natur impfen lassen, ganz nach Empfehlung mit drei Impfungen, also der Erstimpfung sowie erneut nach 3 Monaten und nach 12 Monaten.“

Lyme-Borreliose
Zwar gibt es gegen die vielfach häufigere Lyme-Borreliose, die ebenfalls von Zecken übertragen wird, keine Impfung, dafür ist diese Erkrankung aber behandelbar. „Ganz wesentlich“, so Prof. Dr. Täger, „ist es, die Zecke nach einem Zeckenstich so schnell es geht zu entfernen. Denn je länger diese saugt, desto wahrscheinlicher ist die Übertragung der Bakterien, die die Borreliose auslösen.“ Nachdem es sich im Gegensatz zur FSME um eine bakterielle Infektion handelt, ist eine zielgerichtete und sehr wirksame Therapie mit Antibiotika möglich. Folgende Empfehlungen möchte Prof. Täger unbedingt geben.


Tipps zum Entfernen von Zecken:

  • Greifen Sie die Zecke beim Entfernen bestenfalls mit einer Zeckenzange, einem Zeckenlasso oder aber mit den Fingernägeln und ganz nah an der Haut. Quetschen Sie den Körper der Zecke möglichst nicht. Drehen und ziehen Sie die Zecke kontrolliert heraus.
  • Kein Benzin, Nagellackentferner oder Alkohol verwenden - sie erhöhen das Risiko der Übertragung von Krankheitserregern.
  • Bei einer schwer erreichbaren Stelle, eine zweite Person um Hilfe bei der Entfernung bitten.
  • Gegebenenfalls hilft auch der Hausarzt beim Entfernen der Zecke.
  • Nach dem Entfernen die Stichstelle desinfizieren.
  • Achten Sie in den nächsten Tagen darauf, ob sich um den Stich herum eine kokardenartige Rötung bildet und diese wandert. Diese sogenannte Wanderröte deutet auf eine Borrelieninfektion hin. Bei Rötung, Schwellung oder Schmerzen an der Einstichstelle: Arzt aufsuchen.
  • Auch wenn sich keine Wanderröte zeigt, geben viele Ärztinnen und Ärzte den Betroffenen nach einem Zeckenstich prophylaktisch für einige Tage Antibiotika. Hier lohnt es sich, mit Ihren Ärztinnen und Ärzten zu sprechen.


Die entfernte Zecke sollte übrigens nicht in der Toilette hinuntergespült werden - die Tiere sind extrem zäh und überleben lange im Wasser. Stattdessen lieber in ein zusammengefaltetes Stück Papier einschlagen und dann mit einem festen Gegenstand zerquetschen, ohne mit den Körperflüssigkeiten der Zecke in Kontakt zu kommen. Auch 40%iger Alkohol oder Sagrotan tötet die Blutsauger ab.

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news-538 Tue, 03 Aug 2021 11:10:00 +0200 Hilfe wird fortgesetzt /aktuell/presse-service/meldung/hilfe-wird-fortgesetzt.html Bisher über 1.500 Einsatzkräfte des BRK im Einsatz Seit 17. Juli 2021 ist das Bayerische Rote Kreuz mit einer Vielzahl an ehrenamtlichen Einsatzkräften in Rheinland-Pfalz im Einsatz. Das Land Rheinland-Pfalz hat mehrere Einheiten des bayerischen Katastrophenschutzes angefordert. Das BRK war bisher mit 1.500 Ehrenamtlichen in Rheinland-Pfalz im Einsatz.
 
Ein Betreuungskontingent mit rd. 70 ehrenamtlichen Einsatzkräften befindet sich aktuell in Bad-Neuenahr im Einsatz. Dort wird die Verpflegung von derzeit etwa 5.000 Helfer*innen und Anwohner*innen sichergestellt. Der dortige Verpflegungseinsatz durch den bayerischen Katastrophenschutz wird zum morgigen Mittwoch, den 04. August 2021, planmäßig auslaufen. Um auch weiterhin und trotz zerstörter Infrastrukturen die Verpflegung der Menschen sicherzustellen, hat das Deutsche Rote Kreuz im Rahmen der humanitären Hilfe ein „Verpflegungszentrum 10.000“ errichtet. Dieses ist in der Lage, 10.000 warme Mahlzeiten sowie 10.000 Lunchpakete täglich auszugeben. Dieses Zentrum wurde am vergangenen Wochenende unter anderem von Helfer*innen des DRK-Landesverbandes Hessen und des Bayerischen Roten Kreuzes in Grafschaft aufgebaut. Die Essensmahlzeiten werden an circa 15 Ausgabestellen im Landkreis Ahrweiler geliefert.
 
Das Bayerische Rote Kreuz wird ab Mittwoch, den 04. August 2021, unterstützt durch den DRK-Landesverband Hessen, die Koordination und Abschnittsleitung des „Verpflegungszentrums 10.000“ in Bad-Neuenahr übernehmen. Die Gesamtleitung des Einsatzes liegt im Führungs- und Lagezentrum des DRK-Generalsekretariats. Damit werden Einheiten des Katastrophenschutzes durch den Hilfseinsatz des Deutschen Roten Kreuzes abgelöst und eine längerfristige Infrastruktur zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung und der vielen Helfer*innen im Schadensgebiet aufgebaut.  
 
Weiterhin ist im Rahmen des bayerischen Katastrophenschutzes ein Transportkontingent mit 23 Fahrzeugen (überwiegend Krankentransport- und Rettungswagen) und 50 Einsatzkräften bis zum 28. August 2021 im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration, in Rheinland-Pfalz im Einsatz. Dieses Kontingent wurde um Betreuungs- und Verpflegungskomponenten  mit 15 Einsatzkräften zur Eigenversorgung der eingesetzten Kräfte ergänzt.
 
Darüber hinaus kommt das Bayerische Rote Kreuz mehreren Anforderungen des Führungs- und Lagezentrums des Deutschen Roten Kreuzes nach und stellt unter anderem 16 Kraftfahrer (seit 24.07.) und fünf All-Terrain-Vehicles (ATV) der Bergwacht-Bayern (seit 25.07.) zur Verfügung.
 
Das erste Hilfeleistungs-Kontingent wurde aus Unterfranken entsandt. Mittlerweile waren Einsatzkräfte aus dem gesamten Freistaat Bayern, teilweise auch mehrmals in Rheinland-Pfalz im Einsatz.

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news-537 Fri, 30 Jul 2021 11:10:00 +0200 BRK Oberallgäu erneut im Katastrophengebiet im Einsatz /aktuell/presse-service/meldung/brk-oberallgaeu-erneut-im-katastrophengebiet-im-einsatz.html BRK Bereitschaften sind Teil des Hilfeleistungskontingents Schwaben Dienstagabend (27.7.2021) sind 15 Einsatzkräfte verschiedener Bereitschaften des BRK Oberallgäu im Hochwassergebiet in Rheinland-Pfalz angekommen. „Unsere ehrenamtlichen Sanitäter, inklusive mir, waren von den Zuständen in unserem Einsatzgebiet im Landkreis Ahrweiler erschrocken“, sagt Sebastian Stadler von der BRK Bereitschaft Kempten.

„Nach fast zwei Wochen ist dort noch überall Müll zu sehen und es riecht nach nassem Unrat, Fäulnis und Diesel. Der Geruch ist unbeschreiblich und prägt sich in das Gedächtnis ein“, schildert Sebastian Stadler seine Eindrücke. „Viele Brücken sind zerstört, andere für schwere Fahrzeuge unpassierbar. Telefon, Mobilfunk und Internet sind vielerorts nach wie vor gestört.“

Die Rotkreuzler aus dem Oberallgäu sind als Teil des Hilfeleistungskontingents Schwaben ins Katastrophengebiet gefahren. Jenes hatte sich am Dienstag in den Morgenstunden mit dem Feuerwehrkontingent Schwaben von Vöhringen aus als langer Konvoi mit zahlreichen Fahrzeugen der Feuerwehren sowie des BRK und weiterer Hilfsorganisationen in Bewegung gesetzt und war nach 15 Stunden am Bereitstellungsraum am Nürburgring angekommen.

Aus den Reihen des BRK Oberallgäu ist die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) Verpflegung mit ihrer Feldküche dabei, außerdem der Gerätewagen Logistik, welcher Material und zwei Einsatz-Quads mitführt (alles von der BRK Bereitschaft Kempten) sowie ein Mannschaftstransportwagen der Bereitschaft Sonthofen. Zehn Einsatzkräfte stammen aus den Bereitschaften Kempten, die anderen aus Altusried-Dietmannsried, Sonthofen und Waltenhofen. Sie alle haben Erfahrung bei Betreuungseinsätzen.

„Unsere SEG Verpflegung hilft am Nürburgring bei der Verpflegung der ca. 3.000 Einsatzkräfte mit Frühstück, Mittag- und Abendessen. Die beiden Quads dienen zur Erkundung schwer zugänglicher Gebiete“, so Stadler. „Am Mittwoch waren wir mit einem Quad bei einem Funkmasten auf einem Berg in der Nähe des Dorfes Dernau im Einsatz. Dort wurde ein Notstromaggregat eingerichtet, das wir mit unserem Fahrzeug mit Diesel versorgten.“ Die Fahrer des zweiten Quads, die, wie ihre Kollegen auch über eine sanitätsdienstliche Ausbildung verfügen, machten sich ein Bild von der Lage in dem von den Fluten schwer getroffenen Dorf Altena. „Wir haben mehrere Fahrer mit spezieller Quad-Ausbildung mitgeschickt, damit die Fahrzeuge bei Bedarf durchgehend genutzt werden können.“

„Der Marschbefehl ging von der Regierung von Schwaben aus“, erklärt Matthias Straub, Kreisbereitschaftsleiter der BRK Bereitschaften im Kreisverband Oberallgäu. Er ist gemeinsam mit seinem Stellvertreter Sebastian Helff federführend mitverantwortlich für die schnelle und reibungslose Organisation der BRK-Beteiligung bei dem Hilfeleistungskontingent, wofür er in enger Absprache mit der Bezirksbereitschaftsleitung und den beteiligten Bereitschaftsleitungen steht. Auf die Schnelle so viele Freiwillige für den kurzfristig anberaumten, mehrtätigen Einsatz zusammenzutrommeln, sei glücklicher Weise kein Problem gewesen, freut er sich. „Unsere Mitglieder sind sehr engagiert und haben großteils auch sehr verständnisvolle Arbeitgeber, die sie in solchen Fällen unterstützen.“ Matthias Straub und sein Stellvertreter halten engen Kontakt zu den Kollegen im Einsatzgebiet. „Die KBL hier vor Ort ist 24 Stunden für sie erreichbar.“ Es ist geplant, dass der Einsatz nach regulär 72 Stunden am Freitag beendet ist.

Foto: Kai Kranich, DRK

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news-536 Thu, 29 Jul 2021 11:10:00 +0200 Freizeitsport mit Köpfchen /aktuell/presse-service/meldung/freizeitsport-mit-koepfchen.html Chefarzt des BRK Oberallgäu gibt Tipps, worauf man achten sollte Sport ist grundsätzlich gesund. „Bei sommerlich heißen Temperaturen sollte man aber auf einige Dinge achten, sonst schadet man dem Körper unter Umständen mehr, als dass man ihm Gutes tut“, mahnt Dr. med. Florian Hilger, stellvertretender Chefarzt des BRK Oberallgäu.

„Freizeitsportler sollten die Mittagshitze auf jeden Fall meiden“, betont der Mediziner. „Zum einen sind mittags die Ozonwerte am höchsten und belasten das Herz-Kreislauf-System sowie die Atmung. Zum anderen riskiert man, wenn man seinen Körper bei hohen Außentemperaturen zum Sport zwingt, eine gefährliche Überhitzung bis hin zum Hitzschlag. Dabei kommt es zu einem Wärmestau im Körper, der zu einem lebensbedrohlichen Kreislaufkollaps führen kann.“ Als Anzeichen eines Hitzschlags nennt er eine schnell ansteigende Körpertemperatur auf bis zu 40 Grad, trockene, heiße Haut, Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit, beschleunigten Pulsschlag, Krämpfe, Erbrechen, Verwirrtheit bis hin zu Halluzinationen und Bewusstlosigkeit. „In einem solchen Fall muss sofort der Rettungsdienst unter 112 alarmiert werden.“

Natürlich muss es zu diesem schlimmsten Fall gar nicht erst kommen. „Vernünftiges Training ist das A und O“, so Dr. Hilger. Er rät:

  • trainieren Sie entweder in den frühen Morgenstunden oder abends nach Sonnenuntergang, nie in der Mittagssonne!
  • tragen Sie Kleidung aus Funktionsfasern, die den Schweiß schnell nach außen ableitet und im Idealfall auch noch kühlt
  • schützen Sie Ihren Kopf und Nacken durch eine geeignete Kopfbedeckung, Ihre Augen durch eine gut sitzende Sonnenbrille mit UV-Schutz und Ihre Haut durch ein wasserfestes Produkt mit hohem Lichtschutzfaktor
  • trainieren Sie nicht in der prallen Sonne, sondern wählen Sie z.B. beim Joggen eine Strecke im Schatten
  • ein feuchter Lappen oder ein Handtuch im Nacken erfrischt und tut gut
  • trinken Sie ausreichend. Am besten Mineralwasser oder dünne Saftschorle (nicht eiskalt!)

„Grundsätzlich ist es wichtig, den Körper langsam an das Training zu gewöhnen und nicht gleich von Null auf 100 durchstarten zu wollen“, betont er. „Achten Sie darauf, dass Ihnen während des Sports nicht die Puste ausgeht. Nach Luft schnappen zu müssen, deutet auf eine ungute Überbelastung hin. Hören Sie auf Ihren Körper und dann viel Spaß bei der Bewegung an der frischen Luft!“ 

Auch im Hochsommer muss und soll man nicht auf seinen geliebte Sport verzichten. Wichtig ist jedoch, den Körper vor Überhitzung zu schützen, etwa durch Kopfbedeckung und Funktionskleidung sowie das Meiden der prallen Mittagssonne.

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news-535 Tue, 27 Jul 2021 11:10:00 +0200 Was tun bei Vergiftungen im Kleinkindalter? /aktuell/presse-service/meldung/was-tun-bei-vergiftungen-im-kleinkindalter.html BRK Oberallgäu gibt Tipps zum richtigen Handeln Wer mit Kleinkindern im Haushalt lebt, weiß: die Kleinen erkunden ihre Umgebung mit viel Freude, Neugier und ohne jedes Gefahrenbewusstsein. Je nach Alter wandert alles in den Mund, was nicht niet- und nagelfest ist. Genau das kann aber gefährlich werden, etwa, wenn es sich dabei um Medikamente, Putzmittel, Zigaretten oder Teile giftiger Pflanzen handelt. Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu gibt Tipps, wie man solche Gefahren vermeiden kann und welche Erste-Hilfe-Maßnahmen man im Notfall ergreifen sollte.

„Vergiftungen treten vor allem im Kleinkindalter recht häufig auf, denn in jedem Haushalt gibt es zahlreiche Stoffe, die beim Menschen Vergiftungserscheinungen auslösen können. Als Eltern muss man sich darum immer wieder daran erinnern, mögliche Vergiftungsquellen schon im Vorfeld zu entfernen. Gehen Sie einmal ganz bewusst mit Blick darauf durch die Wohnung“, rät Frank Schönmetzler, der beim Roten Kreuz im Oberallgäu den Bereich der Breitenausbildung verantwortet.

„In Küche, Toilette und Bad lauern solche Gefahren beispielsweise in Form von nicht sicher verstauten Putz- und Waschmitteln sowie Körperpflegeprodukten und Kosmetika jeder Art. Alles, was in greifbarer Höhe ist, sollte unbedingt entfernt und kindersicher gelagert werden, das gilt auch für Shampoo, Seife und Körperlotion am Badewannenrand. Selbst in Schränken sind diese Mittel nur dann gut untergebracht, wenn Kinder jene nicht öffnen oder die Mittel nicht erreichen können. Große Anziehungskraft besitzen übrigens auch bunte Spülmaschinen- oder Waschmaschinentabs, WC-Duftsteine in der Toilettenschüssel oder spannende Dinge aus der Handtasche oder dem Mülleimer“, weiß er aus Erfahrung. In den Wohn- und Büroräumen gehe vor allem von herumstehenden alkoholischen Getränken, herumliegenden Zigarettenschachteln, Textmarkern und Klebern, Pflanzendüngern oder auch von Duftölen gleichermaßen Reiz und Gefahr aus. Nicht zu vergessen seien auch die gern von Kinderhänden zerrupften Zimmer- Balkon- und Gartenpflanzen. „Im Zimmer sollte beispielsweise auf die stark giftige Dieffenbachia und Weihnachtsstern verzichtet werden.“ Sein Vorschlag: „Lohnend zur Vorbeugung ist in diesem Bereich die Anschaffung eines Nachschlagewerkes über giftige Pflanzen.“ Im Garten sollten Kinder von Gold- und Blauregen, der reizvollen Tollkirsche, Fingerhut, Eisenhut, Maiglöckchen, Seidelbast, Liguster, Eibe, Oleander, Lupine, Herbstzeitlose, Wiesen-Bärenklau, Narzisse und dergleichen ferngehalten werden. „Manche Substanzen führen schon durch Verschlucken geringer Mengen, andere durch die bloße Berührung oder Einatmen zu Vergiftungen bis hin zu Bewusstlosigkeit, Schock, Herz- Kreislauf- und Atemstillstand.“ Auch dauerhafte Hirn- und Nerven- sowie Leber- und Nierenschädigungen seien möglich. „Vermitteln Sie Kindern darum so früh wie möglich die Gefahren in Wohnung und Garten und bewahren Sie gefährliche Substanzen außerhalb deren Reichweite auf.“

Vergiftungssymptome
Oft wird Giftiges unbemerkt von den Eltern verschluckt. Die Vergiftung zeigt sich dann erst anhand bestimmter Symptome wie etwa

  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • Magen- oder Bauchschmerzen
  • Kopfschmerzen, Schwindel
  • Verwirrtheitszustände
  • beschleunigter oder verlangsamter Puls
  • ungewöhnlich blasse oder gerötete Haut
  • Bewusstseinstrübung bis hin zur Bewusstlosigkeit
  • Atemnot
  • Frieren, Zittern, Hitzegefühl, Schweißausbrüche



Erste Hilfe-Maßnahmen

  • keinesfalls eigenmächtig Erbrechen herbeiführen! Falls das Kind erbricht, sorgen Sie dafür, dass es sein Erbrochenes nicht einatmet.
  • Giftreste und/oder Erbrochenes sicherstellen
  • nicht eigenmächtig Milch oder andere Hausmittel verabreichen!

Rufen Sie stattdessen sofort den Rettungsdienst unter 112 und die zuständige Giftnotrufzentrale an. In Bayern: 089 – 19240. Halten Sie dabei, sofern möglich, die Packung der eingenommenen Substanz bereit und folgen Sie den Anweisungen Ihres Ansprechpartners! (dazu können je nach Einzelfall eventuell die Gabe eines Entschäumungsmittels oder von Aktivkohle gehören – sorgen Sie dafür, dass sich diese Mittel vorsorglich in der Hausapotheke befinden)

  • kontrollieren Sie Atmung und Puls
  • bei Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage
  • bei Atemstillstand: Beatmen
  • bei Herzkreislaufstillstand: Herzdruckmassage

In Kursen zur Ersten Hilfe am Kind vermittelt das BRK in Kempten und dem Oberallgäu wichtiges Wissen zum richtigen Umgang mit Kindernotfällen. Alle Termine gibt es unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/
 

Fotos: BRK KV Oberallgäu/ Frank Schönmetzler

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news-534 Thu, 22 Jul 2021 11:26:00 +0200 Zwischen Passstraßen und Teststation /aktuell/presse-service/meldung/zwischen-passstrassen-und-teststation.html Hoher Besuch beim Arbeitskreis Motorrad der BRK-Bereitschaften im Oberallgäu Die Fahrer der Motorradstreife der BRK-Bereitschaften im Oberallgäu leben ihr Ehrenamt mit Leib und Seele. Vom 1. Mai bis Ende September fahren sie jedes Wochenende bei Wind und Wetter von morgens bis abends auf den Straßen im Allgäu Patrouille, um Menschen in Notlagen schnellstmöglich zu helfen. Doch damit nicht genug. Die kleinste Einheit, die die Bereitschaften im BRK Oberallgäu unterhalten, betreibt zudem an einem Tag pro Woche die COVID-Schnelltestelle in Burgberg. Vor wenigen Tagen statteten der neu gewählte Vorstandsvorsitzende des BRK Oberallgäu, Edgar Rölz, sowie der Bürgermeister der Gemeinde Burgberg, André Eckardt, dem rührigen Team einen Besuch ab.

An der Burgberger Schnellteststelle in der Grüntenhalle können sich Einheimische und Urlauber auch ohne Termin jeden Montag und Freitag von 17.30 Uhr bis 19 Uhr auf das COVID-19-Virus testen lassen. Dass diese Möglichkeit besteht, ist nicht zuletzt auch den Mitgliedern der Motorradstreife („Arbeitskreis/Fachdienst Motorrad“) der BRK-Bereitschaften im Oberallgäu zu verdanken. Sie erklärten sich ohne zu zögern bereit, diese Aufgabe immer freitags zusätzlich zu ihrem Streifendienst zu übernehmen, um so die Kollegen in den örtlichen BRK-Bereitschaften zu unterstützen (den Dienst am Montag teilen sich die Ehrenamtlichen der BRK-Bereitschaften Sonthofen und Waltenhofen) und für die Bevölkerung da zu sein. Diese nutzt das Angebot gut. „Nach einem Rückgang in den letzten Wochen steigen die Testzahlen aktuell wieder an“, sagt der Leiter der Motorradstreife, Thomas Keck.

Gemäß dem biblischen Spruch „wer anderen hilft, dem wird geholfen“, stehen er und seine fünf aktiven Fahrerkollegen bei ihrer Aufgabe in der Schnellteststelle nicht allein da. „Wir werden von einigen ehemaligen Mitgliedern der Motorradstreife, die es ja schon seit fast 40 Jahren gibt, tatkräftig unterstützt“, freut sich Keck. Dass nun Burgbergs Bürgermeister André Eckardt und der neu gewählte 1. Vorstand des BRK Oberallgäu ihre Aufwartung gemacht haben, sei für ihn und seine Kollegen ein schönes Zeichen der Wertschätzung. „Das Interesse der Beiden an unserer Arbeit in der Motorradstreife und in der Schnellteststelle sowie die respektvollen und auch dankbaren Worte motivieren uns alle sehr.“ Der neue Vorstandsvorsitzende sei überrascht gewesen, „welch hochprofessionelle, zuverlässige und zeitaufwändige Arbeit die Fahrer die ganze Saison über in ihrer Freizeit zu leisten bereit sind – und das ohne Vergütung und trotz schwieriger Finanzierung“, führt er weiter aus. Letzteres ist darauf zurückzuführen, dass die rein ehrenamtlich getragene Motorradstreife zu 100 Prozent spendenfinanziert ist. „Wir sind auf Spenden angewiesen, um beispielsweise die Verschleißteile der Dienstmaschine, neue Reifen und so weiter anschaffen zu können. Bald wird wieder neue Schutzausrüstung fällig – da sind wir dann für alle Fahrer zusammen bei 5-6.000 Euro. Das ist manchmal nicht ganz einfach.“

Wer den Arbeitskreis Motorrad der BRK-Bereitschaften im Oberallgäu unterstützen möchte, kann dies mittels einer zweckgebundenen Spende tun. Dabei muss unbedingt als Spenden-Verwendungszweck `Motorradstreife BRK Oberallgäu´ angegeben sein. Bankverbindung: Sparkasse Allgäu, IBAN: DE44 7335 0000 0310 0002 37, BIC: BYLADEM1ALG oder Allgäuer Volksbank, IBAN: DE13 7339 0000 0000 3005 35, BIC: GENODEF1KEV.

Über den Fachdienst Motorrad (Motorradstreife):
Die Motorradstreife des BRK Oberallgäu (auch: „Arbeitskreis Motorrad“ oder „Fachdienst Motorrad“) ist ein rein ehrenamtlich getragener Dienst. Derzeit sind hier sechs Fahrer aktiv. Sie alle sind erfahrene, speziell ausgebildete Rettungssanitäter und Notfallsanitäter. Vom 1. Mai bis zum letzten Septemberwochenende patrouilliert je ein diensthabender Fahrer auf dem Dienstmotorrad „Resi“ von Freitagmittag bis Sonntagabend und an Feiertagen auf den Hauptreiserouten, Autobahnen, Schnellstraßen und Passstraßen im Ober-, Ost- und Westallgäu. Er fungiert bei vielfältigen Notlagen als spontaner und vielseitiger Helfer und ist überdies mit der Integrierten Leitstelle verbunden. Die Dienstzeiten betragen freitags acht Stunden, samstags und sonntags jeweils 12 Stunden, von 8 bis 20 Uhr. Zusätzlich zu den regulären Streifenzeiten absolviert die Motorradstreife Sanitätsdienste und rückt auch im Katastrophenfall aus.

Bildunterschrift:
Edgar Rölz (Vorstandsvorsitzender BRK Oberallgäu) mit den aktiven Fahrern Thomas, Thomas Keck (Leiter Motorradstreife), Sebastian, Christian, Christoph und Burgbergs Bürgermeister André Eckardt. Im Vordergrund: Dienstmotorad „Resi“ (nicht im Bild: Teammitglied Max).

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news-533 Wed, 21 Jul 2021 08:00:00 +0200 BRK Oberallgäu hilft im Hochwassergebiet /aktuell/presse-service/meldung/brk-oberallgaeu-hilft-im-hochwassergebiet.html Kriseninterventionsteam in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen im Einsatz Die Menschen in den am schwersten von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Gebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen brauchen dringend Unterstützung. Tausende Einsatzkräfte aus dem ganzen Bundesgebiet kümmern sich vor Ort um die Betroffenen. Mit dabei ist seit Dienstagnacht (20.7.2021) ein dreiköpfiges Team des Arbeitskreises Krisenintervention der BRK-Bereitschaften Oberallgäu. Julia Rebuck, die den Fachdienst Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) beim BRK Oberallgäu sowie den Arbeitskreis Krisenintervention leitet, berichtet vom Lagezentrum am Nürburgring.

„Wir wurden Montagnachmittag gegen 15 Uhr angefordert, um 19 Uhr waren wir mit unserem Mannschaftstransportwagen unterwegs, gegen 00.30 Uhr kamen wir am Nürburgring an“, beschreibt Julia Rebuck den schnellen Weg zu diesem Einsatz. Wenn sie von „wir“ spricht, meint die 27-Jährige ihren Kollegen Rudolf Rüppl - er ist ihr Stellvertreter in den Funktionen als Team- und Fachdienstleitung -, die Kriseninterventionshelferin Claudia Reißler und sich selbst.

„Wir haben gemeinsam mit Einsatzkräften aus Unterfranken eine SEG PSNV, also eine Schnelleinsatzgruppe für Psychosoziale Notfallversorgung gebildet, die von uns geführt wird“, erläutert die erfahrene Rettungsassistentin, die seit mehr als fünf Jahren ehrenamtlich im PSNV der BRK Bereitschaften Oberallgäu aktiv ist. Auch aus anderen Bundesländern seien Hunderte Einsatzkräfte der PSNV verschiedener Hilfsorganisationen sowie der Notfallseelsorge vor Ort und arbeiteten Hand in Hand. „Uns steht im Lagezentrum am Nürburgring sogar ein eigener PSNV Einsatzraum zur Verfügung, was eine Besonderheit ist.“ Daneben seien Tausende weitere Kräfte ununterbrochen im Einsatz, zahllose Rettungs- und Krankentransportwagen, Bundeswehrlastwagen und Feuerwehrfahrzeugen führen ein und aus.

Sobald ihr konkretes Einsatzgebiet feststand - die Gemeinde Harscheid im Landkreis Ahrweiler - brachen Julia Rebuck und ihre KollegInnen dorthin auf. „Unsere Aufgabe ist es, betroffene Menschen zu betreuen, die durch die Fluten ihr Hab und Gut und im schlimmsten Falle auch Angehörige verloren haben. Das heißt, wir hören ihnen zu und stabilisieren die Menschen, wir helfen ihnen dabei, ihre Handlungsfähigkeit wiederherzustellen und aktivieren, soweit möglich, ihr soziales Netz.“

Allein Letzteres sei allerdings angesichts der allgemeinen Lage im Hochwassergebiet eine Herausforderung. „Die Infrastruktur ist teilweise weggebrochen, die Kommunikation im Einsatzgeschehen ist immer noch sehr schwierig, da der Mobil- und Einsatzfunk teilweise nach wie vor gestört ist. Wir werden natürlich trotzdem unser Möglichstes für die Menschen tun.“ 72 Stunden wird der Einsatz der Oberallgäuer Einheit dauern, dann geht es zurück in die Heimat.

„Unterstützungs-Einsätze wie dieser werden im Hintergrund durch die Kreisbereitschaftsleitung des BRK organisiert, in diesem Fall ist dies die KBL Oberallgäu“, erklärt Kreisbereitschaftsleiter Matthias Straub. „Das nennt sich `rückwärtige Einsatzführung´.“ Er dankt dem Team vom Allgäu aus herzlich für die schnelle und unkomplizierte Einsatzübernahme. „Das ist spitze! Passt auf Euch auf, damit ihr alle wohlbehalten und gesund wieder zurückkommt.“

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news-532 Tue, 20 Jul 2021 08:00:00 +0200 Erste Hilfe bei Herzinfarkt /aktuell/presse-service/meldung/erste-hilfe-bei-herzinfarkt-1.html BRK Oberallgäu gibt Tipps, worauf es im Notfall ankommt Wie erkennt man einen Herzinfarkt und welche Erste-Hilfe-Maßnahmen sollte man im Fall der Fälle anwenden? Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu, weiß darüber bestens Bescheid. Was man als Laie wissen sollte, erklärt er hier.

„Ein Herzinfarkt macht sich manchmal durch sehr uneindeutige Symptome bemerkbar. Diese können bei Männern und Frauen ganz unterschiedlich ausfallen“, sagt er. „Ganz klassische Symptome sind starke Schmerzen, bis hin zum extremen, so genannten `Vernichtungsschmerz´, oder auch ein Brennen hinter dem Brustbein. Häufig strahlt der Schmerz in Arme, Oberbauch, Hals, Rücken, Kiefer oder die Schulterblätter aus. Typisch sind auch kalter Schweiß, eine blass-gräuliche Gesichtsfarbe, Übelkeit und Erbrechen, Atemnot und ein sehr starkes Enge- oder Einschnürungsgefühl im Brustkorb. Betroffene berichten von einem Gefühl, als würde ein Elefant auf der Brust stehen und von Todesangst.“

Bei Frauen zeige sich ein Herzinfarkt häufig uneindeutiger. „Der klassische Brustschmerz ist bei ihnen oft nicht so stark ausgeprägt. Stattdessen berichten sie eher von einem allgemeinen Druck- oder Engegefühl in der Brust, Rückenschmerzen oder Schmerzen im Oberbauch, manchmal auch gepaart mit Kurzatmigkeit, Schweißausbrüchen, Übelkeit und Erbrechen. Viele gehen tatsächlich zunächst von einer Magenverstimmung aus und holen darum erst sehr spät ärztliche Hilfe.“ Er rät: „Wer die oben genannten Symptome in einem noch nie erlebten Ausmaß erlebt oder die Schmerzen länger als 5 Minuten anhalten, sollte keinesfalls abwarten, sondern sofort den Notarzt unter 112 rufen. Je schneller medizinische Hilfe greift, desto besser sind die Chancen zu überleben und schwerwiegende Folgen zu verringern. Die Kollegen des Rettungsdienstes kommen lieber einmal umsonst als einmal zu spät!“

Auch bei häufiger auftretenden unspezifischen Symptomen wie allgemeinen Brustschmerzen, Schwindelgefühl, Atemnot und Abgeschlagenheit empfiehlt der Experte, sich auf jeden Fall medizinisch durchchecken zu lassen. „Es könnte sich um eine noch nicht entdeckte Herzerkrankung oder einen so genannten `stummen´ oder `stillen Herzinfarkt´ handeln.“

Erste Hilfe-Maßnahmen bei Herzinfarkt

Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt gelten folgende Erste-Hilfe-Maßnahmen:

  • sofort den Rettungsdienst unter 112 alarmieren
  • ununterbrochen Atmung und Bewusstsein der betroffenen Person prüfen
  • ist der Betroffene bei Bewusstsein, mit erhöhtem Oberkörper lagern, das entlastet das Herz
  • bei Kreislaufstillstand sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen (30x Herzdruckmassage, 2x Beatmung im Wechsel). Diese muss bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durchgeführt werden. Wenn möglich weitere Helfer hinzuziehen, mit denen man sich abwechseln kann
  • ruhig bleiben! Unruhe, Aufregung und Anstrengung sind beim Betroffenen unbedingt zu vermeiden
  • enge Kleidung des Betroffenen öffnen
  • bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes bei dem Patienten bleiben


Mythos „Husten als Selbsthilfe“

Auf What´s App kursiert ein Kettenbrief, in dem als Hilfe zur Selbsthilfe bei einem Herzinfarkt empfohlen wird, sich durch Husten zu helfen. Betroffene sollten demzufolge tief einatmen und dann aus der Tiefe der Lunge und verlängert husten. Dies solle alle zwei Sekunden ohne Unterbrechung wiederholt werden, bis Hilfe komme. Hierzu sagt Frank Schönmetzler: „Sicherlich ist es richtig, dass der Betroffene alles versuchen sollte, um nicht bewusstlos zu werden und weiterhin spontan zu atmen - aber die Anleitung im Kettenbrief ist medizinisch nicht belegt.“

Um effektiv helfen zu können, empfiehlt das BRK eine regelmäßige Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse. Alle Termine in Kempten und dem Allgäu gibt es unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/.

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news-531 Tue, 13 Jul 2021 08:00:00 +0200 Erste Hilfe bei Asthma-Anfall /aktuell/presse-service/meldung/erste-hilfe-bei-asthma-anfall.html Frank Schönmetzler vom BRK Oberallgäu gibt Tipps, wie man Betroffenen in Akutsituationen helfen kann Wer dabei ist, wenn ein Angehöriger oder eine fremde Person einen Asthmaanfall erleidet, gerät angesichts der schweren Atemnot des Betroffenen leicht in Panik. „Die nützt allerdings niemandem etwas“, sagt Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu. „Wer hingegen weiß, welche Erste-Hilfe-Maßnahmen in einem solchen Fall richtig sind, kann effektiv helfen.“

„Bei einem Asthmaanfall kommt es zu Atemnot durch eine Verkrampfung und gleichzeitige Verschleimung der tieferliegenden feinen Bronchialäste in der Lunge“, erklärt Frank Schönmetzler. „Den Patienten bereitet weniger das Einatmen als vielmehr das Ausatmen schwere Probleme. Sie ringen keuchend nach Luft.“ Als Ursachen für Bronchialasthma nennt der Fachmann allergische Reaktionen, psychische Einflüsse und wiederkehrende Infektionen der Luftwege.

„Erkennen kann man einen Asthmaanfall neben der offensichtlichen Atemnot und den pfeifenden Atemgeräuschen an einer Blaufärbung der Haut, besonders der Lippen und Fingernägel, einem beschleunigten Herzschlag, sichtbar gestauten Halsvenen und Unruhe, Angst bis hin zu Panik der Betroffenen. So ein Anfall kann leicht bedrohlich werden und zu Bewusstlosigkeit und schlimmstenfalls Atem- und/oder Kreislaufstillstand führen“, warnt er.

So kann man helfen
Frank Schönmetzler rät:

  • Rufen Sie umgehend den Rettungsdienst unter 112.
  • Bis zu dessen Eintreffen beruhigen Sie den Patienten. Vermeiden Sie zusätzliche Aufregung!
  • Falls vorhanden, sofort das ärztlich verordnete Asthmamittel einsetzen bzw. dabei helfen.
  • Lagern Sie die Person mit erhöhtem Oberkörper.
  • Hilfreich, um die Atmung zu stabilisieren ist auch der Kutschersitz. Dabei muss der Betroffene sich leicht vorgebeugt auf einen Stuhl o.Ä. setzen, dabei die Mitte der Unterarme auf den gespreizten Oberschenkeln abstützen. Die Hände dürfen dazwischen baumeln.
  • Auch die „Torwarthaltung“ kann Erleichterung bringen. Dabei stellt sich der Betroffene breitbeinig hin, geht leicht in die Knie und beugt den Oberkörper nach vorn.
  • Leiten Sie den Betroffenen ggf. zur sogenannten „Lippenbremse“ an. Dabei müssen die Lippen wie beim Pfeifen eine verkleinerte Mundöffnung bilden. Langsam hierdurch ausatmen und durch die Nase einatmen.

Das BRK bietet in Kempten und dem Allgäu regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse an. Nähere Infos unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/.
 

Foto: Fraas, BRK Oberallgäu
Frank Schönmetzler

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news-530 Thu, 08 Jul 2021 08:00:00 +0200 Von kleinen Lebensrettern und Nervenschonern /aktuell/presse-service/meldung/von-kleinen-lebensrettern-und-nervenschonern.html BRK Oberallgäu gibt Tipps rund um die Urlaubsfahrt mit dem Auto Auch im Freistaat stehen endlich die Sommerferien vor der Tür. Für viele Familien sieht die Reiseplanung erst einmal eine lange Autofahrt an den Ferienort vor. Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu, hat hilfreiche Tipps, wie Sie sicher und gut ans Ziel kommen.

Vor der Fahrt muss natürlich das Fahrzeug sorgfältig auf seinen einwandfreien Zustand überprüft werden. Ideal wäre ein (in manchen Autowerkstätten kostenloser) professioneller Check-up. Auf jeden Fall müssen aber Luftdruck, Ölstand und Reserverad geprüft sowie gegebenenfalls der Benzin-Ersatzkanister befüllt werden. Wichtig ist auch eine ausreichende Anzahl an Warnwesten für alle Fahrzeuginsassen – diese sollten bei einem Unfall oder eine Panne vor Verlassen des Fahrzeugs angelegt werden -, Warndreieck, Starthilfekabel sowie ein Verbandskasten, der auf aktuellstem Stand ist. Genau wie die Warnwesten und die Reiseapotheke sollte jener immer schnell greifbar im Innenraum aufbewahrt werden, beispielsweise auf dem sonnengeschützten Platz unter dem Fahrer- oder Beifahrersitz. Im Innenraum sind auch die „Nervenschoner“ für Eltern gut aufgehoben: Spiele, Kuscheltiere und Hörspiele für die mitreisenden Kinder.

Der kleine Lebensretter für unterwegs
Für den Verbandskasten - den kleinen Lebensretter für unterwegs - gelten verbindliche Vorgaben. Dieser muss in jedem PKW vorhanden sein. Der Inhalt muss der DIN Norm 13164 entsprechen (Liste siehe unten).*

Das sollte in die Reiseapotheke
Was die Reiseapotheke angeht, empfiehlt der Fachmann neben individuell wichtigen Medikamenten in ausreichender Menge auch Mittel gegen Schmerzen, Fieber und ggf. Reiseübelkeit, Wunddesinfektionsmittel, Mittel gegen Erkältungsbeschwerden (Husten, Schnupfen, Heiserkeit), Augentropfen für Reizungen verschiedener Ursache, Salbe oder Gel bei Verstauchungen, Prellungen, Insektenstichen und Sonnenbrand, Wundsalbe und Fieberthermometer.

So ist man auf den Stau vorbereitet
Für den unangenehmen, aber leider durchaus möglichen Fall, dass man trotz sorgfältiger Routenplanung in einen längeren Stau gerät, betont Frank Schönmetzler, wie wichtig es ist, unbedingt genügend Trinken, am besten Leitungswasser oder dünne Saftschorle, für alle Fahrzeuginsassen mitzuführen. Auch für ausreichend Proviant muss gesorgt sein. Hierbei ist leichte Kost die satt und nicht müde macht die beste Wahl, also belegte Vollkornbrote, Obst und Gemüse statt Fast Food und süße Snacks. Um die Batterie und die Benzinreserven zu schonen, muss im Stau meist irgendwann die Klimaanlage ausgeschaltet werden. Dann ist es wichtig, andere Hilfsmittel gegen eine gefährliche Überhitzung des Körpers (die bis hin zum lebensbedrohlichen Hitzschlag reichen kann) an Bord zu haben. Geeignet sind etwa Handventilatoren, Kühlpacks oder Fächer, sowie Regenschirme als Sonnenschutz.

Der frühe Vogel…
Als optimalen Reisebeginn empfiehlt er den frühen Morgen. „Zwischen 6 und 7 Uhr ist das Verkehrsaufkommen noch nicht so hoch und man bringt eine gute Strecke vor der Mittagshitze hinter sich. Alle zwei Stunden sollte man eine mindestens 30-minütige Pause einlegen und diese für Bewegung und einfache Gymnastikübungen wie Armkreisen, Füße ausschütteln und dergleichen nutzen.

Wissen allzeit abrufbar
Sinnvoll ist, regelmäßig seine Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen, rät der Experte abschließend. „Dann fühlt man sich im Ernstfall sicherer.“ Das BRK bietet in Kempten und dem Oberallgäu regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse an. Diese sind in aller Regel an nur einem Tag zu absolvieren. Alle Termine gibt es unter www.kvoberallgaeu.brk.de


Das muss der Verbandskasten enthalten

  • Heftpflaster DIN 13019, 5 m x 2,5 cm
  • 14-teiliges Pflasterset bestehend aus:
    -    4 Wundschnellverbände DIN 13019, 10 cm x 6 cm
    -    2 Fingerkuppenverbände
    -    2 Fingerverbände, 12 cm x 2 cm
    -    2 Pflasterstrips, 1,9 cm x 7,2 cm
    -    4 Pflasterstrips, 2,5 cm x 7,2 cm
  • 2 Hautreinigungstücher (nicht für offene Wunden)
  • 1 Verbandpäckchen DIN 13151, 6 cm x 8 cm
  • 2 Verbandpäckchen DIN 13151, 8 cm x 10 cm
  • 1 Verbandpäckchen DIN 13151, 10 cm x 12 cm
  • 1 Verbandtuch DIN 13152 (für Brandwunden), 40 cm x 60 cm
  • 1 Verbandtuch DIN 13152, 60 cm x 80 cm
  • 6 Wundkompressen, 10 cm x 10 cm
  • 2 Fixierbinden DIN 61634, 6 cm x 4 m
  • 3 Fixierbinden DIN 61634, 8 cm x 4 m
  • 2 Dreiecktücher DIN 13168
  • 1 Rettungsdecke, Mindestmaße 210 cm x 160 cm
  • 1 Schere DIN 58279
  • 4 Einmalhandschuhe DIN EN 455
  • 1 Erste-Hilfe-Broschüre
  • 1 Inhaltsverzeichnis


Fotocredit: Frank Schönmetzler

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news-529 Tue, 06 Jul 2021 08:00:00 +0200 Wenn der Insektenstich gefährlich wird /aktuell/presse-service/meldung/wenn-der-insektenstich-gefaehrlich-wird.html BRK erklärt richtiges Verhalten bei allergischen Reaktionen Sind Sie auch allergisch gegen Insektengift? Dann kennen Sie sicher das mulmige Gefühl, das umherschwirrende Wespen, Bienen oder auch Hummeln, Hornissen und Bremsen auslösen. Tatsächlich können Insektenstiche für Allergiker schwere Folgen haben, die bis hin zum Herz-Kreislauf-Stillstand reichen. Peter Fraas, Rettungsdienstleiter beim BRK Oberallgäu, gibt Betroffenen und deren Begleitern hilfreiche Tipps zum richtigen Verhalten.

„Allergische Reaktionen auf Insektenstiche zeigen sich in der Regel bereits nach Sekunden oder wenigen Minuten und können ganz unterschiedlich ausfallen. Leichte Schwellungen, Rötungen und Juckreiz oder Schmerzen sind normal. Wenn Stiche allerdings sehr stark und länger als 24 Stunden anschwellen oder Schwellungen im Nasen-Rachenraum auftreten, sollten die Alarmglocken schrillen. Dann sollte schnellstmöglich ein Allergietest beim Haus- oder Hautarzt veranlasst werden“, erklärt Peter Fraas. „Das Problem ist, dass allergische Reaktionen auf Insektenstiche, anders als zum Beispiel bei einer Pollenallergien, unberechenbar sind. Manchmal bleibt es bei einer Schwellung, aber die Beschwerden können auch plötzlich bis hin zu einem anaphylaktischen Schock führen.“

Als mögliche Hinweise auf den Beginn einer solchen schweren Reaktion nennt er plötzliche Kopfschmerzen, Juckreiz oder Brennen an den Handinnenflächen, Fußsohlen oder im Genitalbereich, metallischer Geschmack im Mund, Angstgefühle oder Verwirrtheit. „Ganz deutliche Zeichen eines allergischen oder anaphylaktischen Schocks sind plötzlicher Juckreiz oder Brennen im Rachenraum und an der Zunge, Schwellungen an Hals und Gesicht, Rötung der Haut oder Schleimhaut sowie Fließschnupfen, Heiserkeit und starke Atembeschwerden. Hinzu kommen oft Hitzewallungen, Schwäche, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen sowie Bauchkrämpfe und Durchfall.“

Schon beim ersten Verdacht muss sofort der Rettungsdienst unter 112 alarmiert werden, betont Fraas. Bis zu dessen Eintreffen rät er zu folgenden Erste Hilfe-Maßnahmen:

  • bei bekannter Allergie gilt: nach dem Stich sofort handeln
  • Notruf 112 verständigen
  • falls vorhanden, sofort Notfallset anwenden
  • bei Bienenstichen: Stachel, der in der Haut steckt, mit dem Fingernagel wegschnippen (ACHTUNG: Stachelblase nicht quetschen!)
  • bei Atmungsproblemen: sitzende Haltung
  • enge Kleidungsstücke, vor allem am Hals, lockern oder entfernen
  • bei Schocksymptomen (kalter Schweiß, Blässe, Schwindel): auf den Rücken legen, Beine hochlagern (bei gleichzeitiger Atemnot: stattdessen sitzen)
  • bei Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage
  • ständig Atmung und Herzschlag kontrollieren
  • bei fehlender Atmung und Herzschlag: Wiederbelebungsmaßnahmen durchführen (Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung im Wechsel 30 zu 2)

„Grundsätzlich ist es wichtig, über die eigene Allergie und die Allergieauslöser Bescheid zu wissen“, betont der Experte. „Wer ein Notfall-Set hat, sollte dies in der warmen Jahreszeit immer mitführen. Wichtig ist es, sich und Angehörige in Ruhe mit der Handhabung vor allem der Adrenal-Fertigspritze vertraut zu machen, denn im akuten Notfall kann jede Sekunde über Leben und Tod entscheiden.“

Wespen- oder Bienenstich im Mund
Bei einem Wespen- oder Bienenstich im Mund ist die Situation auch ohne Allergie lebensbedrohlich. „Als Reaktion auf das Insektengift können Schleimhäute und Zunge in Sekundenschnelle anschwellen. Die Atemwege können sich innerhalb kürzester Zeit verengen oder ganz verschließen - der Betroffene droht zu ersticken“, warnt Peter Fraas. „Rufen Sie darum sofort den Rettungsdienst unter 112 und kühlen sie den Hals des Betroffenen schnellstmöglich von außen und innen, etwa durch kalte Umschläge oder Kühlelemente und durch das Lutschen von Eiswürfeln oder Speiseeis. Das hemmt die Schwellung.“ Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sollte der Betroffene beruhigt werden.

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news-528 Thu, 01 Jul 2021 08:00:00 +0200 „Eine der größten Lebensmittelspenden, die wir je erhalten haben“ /aktuell/presse-service/meldung/eine-der-groessten-lebensmittelspenden-die-wir-je-erhalten-haben.html Junge Allgäuerinnen unterstützen die Wärmestube des BRK Viele kleine gute Taten ergeben am Schluss eine große Hilfe – das zeigte sich jüngst bei der „Aktion Kilo“ des katholischen Jugendprojekts „Looking good – inside & out“. 20 Mädchen aus dem Allgäu im Alter von 11-16 Jahren sammelten vor vier Supermärkten in Kempten und Umgebung insgesamt rund eine halbe Tonne Lebensmittel zugunsten der Wärmestube des BRK in Kempten. Dort war man von der tollen Aktion begeistert. „Das ist eine der größten Lebensmittelspenden, die wir je erhalten haben“, freute sich die Leiterin der Einrichtung, Amelie Lang.

Die engagierten Mädchen des Looking Good Teams Allgäu und ihre sechs Gruppenleiterinnen hatten am ersten Juniwochenende vor vier Supermärkten in der Region Stände aufgebaut. Sie ließen sich auch vom Regen die gute Laune und die Freude am Helfen nicht verderben. Die Mädchen baten die Einkaufenden, ein Kilo mehr an haltbaren Lebensmitteln zu kaufen und für Bedürftige zu spenden. Flyer und Banner erläuterten die Aktion.

Die Mühe hat sich gelohnt: am Ende waren rund 500 Kilogramm Lebensmittel zusammengekommen. „Das ist eine der größten Lebensmittelspenden, die wir je erhalten haben“, zeigte sich Amelie Lang gleichermaßen begeistert wie beeindruckt. „Damit habt Ihr unsere Küche für Monate unterstützt! Von solchen Spendenaktionen leben wir und ihr habt uns total unter die Arme gegriffen!“. Auch der Umstand, „so viele engagierte junge Menschen im Gastraum zu haben“, habe sie und ihr Team wirklich berührt. Die Leiterin der Wärmestube mit Übernachtungsstelle – beides befindet sich in der Kemptener Haubenschloßstraße - gab den jungen Helferinnen einen Einblick in den Alltag der Einrichtung. „Normalerweise kommen täglich 45 bis 60 Leute - in erster Linie Geringverdiener oder Harz IV Empfänger, Rentner mit einer niedrigen Rente, Nichtsesshafte und Obdachlose. Sie können hier eine frisch gekochte warme Mahlzeit für 1,50 Euro bekommen und gegebenenfalls in einem unserer Zimmer übernachten.“ Aktuell gibt es diesen Dienst Corona-bedingt nur zum Mitnehmen. „Seit etwa zwei Jahren geraten zunehmend junge Leute in Not, die Hilfe suchen“, so Amelie Lang. „Viele sind erst Anfang zwanzig, sogenannte `Systemsprenger´, die in eine so schwierige Situation hineingeraten sind, dass sie obdachlos geworden sind. Der Weg aus der Situation `Obdachlosigkeit´ ist allgemein sehr schwer – in diesem Alter ganz besonders tragisch.“

Für die Mädchen und jungen Frauen des Looking Good Teams waren die Erfahrungen bei der Aktion etwas Besonderes. Teilnehmerin Antonia meint: „Ich sehe oft Leute, denen ich helfen will, weiß aber nicht wie. Hier kann ich endlich mal Menschen helfen.“ Sonja, 15, gibt zu: „Es war zwar immer eine Überwindung, Leute anzusprechen, aber es ist cool, über sich hinauszuwachsen.“ Ein anderes Mädchen ergänzt: „Ein Mann hat uns einen ganzen Einkaufswagen gespendet und wir haben uns sehr gefreut.“ Die Helferinnen hätten nicht nur Lebensmittel, sondern auch „Leben in die Bude gebracht“, resümiert Amelie Lang. „Ihr habt unsere Vorratskammern, aber auch unsere Herzen mit Freude gefüllt!“

Info: “Looking good – inside and out“ ist ein Projekt des Regnum Christi, eines international tätigen Apostolatswerk der katholischen Kirche für Mädchen im Alter von 11-16 Jahren.

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news-527 Tue, 29 Jun 2021 08:00:00 +0200 Sicher grillen /aktuell/presse-service/meldung/sicher-grillen.html BRK gibt Tipps zur Ersten Hilfe bei Grillunfällen Beim Grillen kommt es immer wieder zu Unfällen. Mal sind es kleine Verbrennungen durch Funkenflug, mal großflächige schwere Verletzungen. Peter Fraas, Rettungsdienstleiter Bayerischen Roten Kreuz (BRK) Oberallgäu, gibt hilfreiche Tipps für den Notfall.

„Im Rettungsdienst haben wir jeden Sommer mit Fällen zu tun, bei denen sich Menschen beim Grillen schwer verletzt haben. Das passiert besonders häufig, wenn leichtsinnigerweise flüssige Brandbeschleuniger wie Benzin oder Spiritus in die heiße Glut gespritzt werden“, berichtet Peter Fraas. „Dabei kann es zu meterhohen Stichflammen kommen. Umstehende Personen werden dann vor allem an Oberkörper, Armen und Oberschenkeln verbrannt, bei Kindern ist häufig der Kopfbereich betroffen. Neben Brandverletzungen der Haut kann es durch das Einatmen der heißen Gase auch zu Verbrennungen der Atemwege kommen. Beides kann, je nach Schweregrad, lebensbedrohlich sein“, warnt er und rät dringend: „Verwenden Sie darum nur feste Grillanzünder oder geeignete Pasten. Zudem sollte der Grill auf einen festen Untergrund gestellt werden, sodass er nicht wackelt. Kinder und Haustiere sollten nicht in der Nähe des Grills herumtoben und immer im Auge behalten werden. Sicherheitshalber sollte immer ein mit Wasser gefüllter Eimer oder ein Feuerlöscher bereit stehen.“ Der Experte hält eine Reihe von wichtigen Verhaltensregeln bei Brandverletzungen parat.

Was tun bei Verbrennungen?

  • Menschen, deren Kleidung brennt, aufhalten. Kleidung sofort mit Wasser übergießen, mit einer Decke löschen oder auf dem Boden wälzen. ACHTUNG! Auf keinen Fall Decke mit synthetischen Materialien (z.B. Fleece) zum Löschen verwenden. Diese verschmelzen mit der Haut!
  • Heiße Stoffe, die unmittelbar auf die Haut gelangt sind, mit der Haut verklebte Kleidung oder in die Haut eingebrannte Materialien dürfen nicht entfernt werden. Dabei könnten Haut und Gewebe mitgerissen werden. Mit der Haut verklebte Kleidung darf lediglich vorsichtig umschnitten werden.
  • Verbrennungen im Gesicht mit feuchten Tüchern kühlen, dabei Atemwege freihalten.
  • Kleinflächige Verbrennungen (nicht größer als die Handfläche des Betroffenen) sofort zur Schmerzlinderung 10-15 Minuten lang mit fließendem, handwarmem Wasser kühlen. Kein zu kaltes Wasser oder Eis verwenden. => Gefahr von Unterkühlung und Erfrierungen!
  • Ist dem Verletzten kalt, sofort mit dem Kühlen aufhören!
  • Nach dem Kühlen die Wunde mit sterilem Tuch (Verband- bzw. Metallinetuch) leicht abdecken und evtl. den Arzt aufsuchen
  • Größere Brandwunden und Verbrennungen am Rumpf wegen der Gefahr von Unterkühlung und der daraus resultierenden Kreislaufbelastung nicht kühlen! Arzt aufsuchen oder Rettungsdienst 112 rufen.
  • Sind mehr als fünf Prozent der Körperoberfläche verbrannt, Rettungsdienst 112 rufen. Faustregel: Handinnenfläche des Betroffenen entspricht einem Prozent der Körperoberfläche.
  • Nach Versorgung der Wunde => Beine des Betroffenen hochlagern, bis Rettungsdienst kommt
  • Brandblasen nicht selbst öffnen, da dies das ungehinderte Eindringen von Keimen ermöglicht
  • Keine Hausmittel (Mehl o.Ä.) verwenden

Bei Kreislaufproblemen des Betroffenen Rettungsdienst 112 rufen

  • Betroffener ist bei Bewusstsein => beruhigen, Oberkörper hoch lagern
  • Bei Schocksymptomen (kalter Schweiß, Blässe, Schwindel) => auf den Rücken legen, Beine hochlagern
  • Bei Bewusstlosigkeit
    • stabile Seitenlage
    • eventuelle Fremdkörper aus dem Mund entfernen
    • ständig Atmung und Herzschlag kontrollieren. Bei fehlender Atmung und Herzschlag: Herzdruckmassage durchführen bis Rettungsdienst eintrifft.

Das BRK bietet in Kempten und dem Allgäu regelmäßig entsprechende Kurse an. Nähere Infos zu den Kursen finden Sie unter www.kvoberallgaeu.brk.de

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news-526 Mon, 28 Jun 2021 15:59:00 +0200 Blutspende-Kontinuität im Sommer essenziell /aktuell/presse-service/meldung/blutspende-kontinuitaet-im-sommer-essenziell.html Bedarf aus den Kliniken weiterhin hoch Ein Mix aus hohen Temperaturen und steigendem Blut-Bedarf der Kliniken, die bislang verschobene Eingriffe nun nachholen, stellt die Blutspende aktuell vor eine große Herausforderung.
 
Um die hohen Bedarfe vollumfänglich abdecken zu können, braucht es ganz besonders in den kommenden Wochen Spenderinnen und Spender, die trotz sommerlicher Temperaturen und einer Vielfalt an damit einhergehenden Freizeitmöglichkeiten weiterhin die lückenlose Versorgung mit überlebenswichtigen Blutpräparaten sicherstellen.
 
Aufgrund der geringen Haltbarkeit des gespendeten Blutes sind Patientinnen und Patienten während des gesamten Sommers und darüber hinaus auf ein kontinuierlich, stabiles Spendeaufkommen angewiesen.
 
Der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD) bietet im Juli auf mehr als 300 Terminen die Möglichkeit, einen ganz entscheidenden Teil zur Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems beizutragen.
 
Die geplanten Blutspende-Termine für Juli sind beigefügt und im Falle einer erforderlichen Online-Reservierung entsprechend gekennzeichnet.
 
Alle Termine sowie eventuelle Änderungen, aktuelle Maßnahmen und Informationen rund um das Thema Blutspende in Zeiten von Corona sind unter 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com tagesaktuell abrufbar. Facebook & Instagram: @blutspendebayern.
 
Es wird aufgrund der aktuellen Situation dringend empfohlen, kurz vor dem Blutspendetermin nochmals mittels genannter Möglichkeiten zu prüfen, ob und wann der Termin stattfindet.
 
 

Hintergrundinformationen über die Blutspende in Bayern:

Wer Blut spenden kann:
Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Mehrfachspender ist ein Alter von 72 Jahren (d.h. bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag). Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren und bei Erstspendern über 60 Jahren erfolgt die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen. Zur Blutspende mitzubringen ist unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein (jeweils das Original) und der Blutspendeausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis. Spendewillige mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen und Menschen mit direktem Kontakt zu Coronavirus (SARS-CoV-2)-Erkrankten werden nicht zur Spende zulassen. Auf allen angebotenen Terminen besteht eine unumgängliche Maskenpflicht.
 
Darum ist Blutspenden beim BRK so wichtig:
Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt.
 
Der Blutspendedienst des BRK (BSD):
Der BSD wurde 1953 vom Bayerischen Roten Kreuz mit dem Auftrag gegründet, die Versorgung mit Blutprodukten in Bayern sicherzustellen. Er trägt die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Als modernes pharmazeutisches Unternehmen ist der BSD heute ein aktiver Partner im bayerischen Gesundheitswesen. Mit seinen ca. 670 engagierten Mitarbeitern sowie zusätzlich mehr als 240 freiberuflich tätigen Untersuchungsärzten und rund 12.500 ehrenamtlichen Helfern aus den 73 Kreisverbänden des BRK organisiert der BSD jährlich ungefähr 4.400 mobile und 1.100 stationäre Blutspendetermine.
 
Spenderservice:
Alle Blutspendetermine und weiterführende Informationen für Spender und an der Blutspende Interessierte, beispielsweise zum kostenlosen Gesundheitscheck, sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet abrufbar. Wir empfehlen unsere Blutspende-App für iOS und Android (www.spenderservice.net): Individuelle Spendeinfos, Terminerinnerungen und Blutspende-Forum.
 
Medienkontakt:
Für Rückfragen zu allen Pressemitteilungen sowie für weitere Informationen und Materialanfragen kontaktieren Sie unsere Pressestelle: Patric Nohe, p.nohe@blutspendedienst.com; Tel.: 089 / 5399 4014. Oder besuchen Sie die Presseseite auf unserer Website.

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news-525 Wed, 23 Jun 2021 15:59:00 +0200 Langjährigstes Vorstandsmitglied des BRK Oberallgäu verabschiedet sich /aktuell/presse-service/meldung/langjaehrigstes-vorstandsmitglied-des-brk-oberallgaeu-verabschiedet-sich.html Dr. med. Andreas Baumgarten trat nicht mehr zur Wiederwahl an Zwanzig Jahre lang gehörte Dr. med. Andreas Baumgarten ehrenamtlich als Chefarzt dem Vorstand des Bayerischen Roten Kreuzes im Kreisverband Oberallgäu an. Damit war er das langjährigste Mitglied des Gremiums. Nun schied der 66-Jährige auf eigenen Wunsch aus seinem Amt aus - „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, wie er zugibt. Im BRK will er aber auf jeden Fall weiter aktiv bleiben.

Bei den turnusgemäßen Neuwahlen des Vorstandes des BRK Oberallgäu Anfang Juni 2021 trat Dr. med. Andreas Baumgarten nicht mehr an. Anlässlich dieses Abschieds wirft der Mediziner nun einen Blick zurück auf zwei Jahrzehnte im Dienste des Roten Kreuzes.

„Ich arbeitete damals, vor 20 Jahren, in der Klinik Sonthofen und war zudem im Notarztdienst“, erinnert sich der gebürtige Münchner, der im Allgäu zur Schule gegangen und seit 1987 wieder fest hier verwurzelt ist. „Dadurch hatte ich engen Kontakt zum Rettungsdienst des BRK. Nachdem die Kollegen darauf aufmerksam wurden, dass ich außerdem ehrenamtlich im Ärztlichen Kreisverband Oberallgäu und in der Landesärztekammer engagiert war, fragte man mich irgendwann, ob ich nicht auch Interesse an einer Vorstandstätigkeit beim BRK hätte.“ So kam es, dass der damals 46-Jährige zunächst als stellvertretender Chefarzt, später als Chefarzt in das Gremium gewählt wurde, das sich aus Fachleuten verschiedener Disziplinen zusammensetzt. (Neben den Vorsitzenden gehören dazu ein Justitiar, Schatzmeister, Chefarzt, die Vorsitzenden von Kreisbereitschaft, Kreiswasserwacht, Jugendrotkreuz - alle mit ihren jeweiligen Stellvertretungen - sowie Vertreter der Bergwacht.)
Die Kernaufgaben als Chefarzt des BRK fasst Baumgarten so zusammen: „Man steht für medizinische Fachfragen des Vorstandes und der Geschäftsführung zur Verfügung und bringt immer da die medizinische Kompetenz ein, wo sie für Entscheidungen beispielsweise im Rettungsdienst, in den Bereitschaften, der Wasser- und Bergwacht wichtig ist. Darüber hinaus ist man natürlich an allen grundsätzlichen Entscheidungsprozessen beteiligt.“ Ihm selbst sei es in seiner Tätigkeit stets ein zentrales Anliegen gewesen, gemeinsam mit seinen Mitstreitern Menschen in Notlagen zu helfen, „sei es durch den Rettungsdienst, durch die Wärmestube mit Übernachtungsstelle, die Seniorenbetreuung oder den Kriseninterventionsdienst, an dem sich das BRK beteiligt“.

Als sein persönliches Highlight der vergangenen zwei Dekaden nennt Andreas Baumgarten den Aufbau und schließlich Neubau des Allgäu Hospizes in Kempten, zu dessen Trägern das BRK Oberallgäu gehört. „Eine wohnortnahe, gute Palliativversorgung ist so wichtig. Ich freue mich, dass wir bei der Schaffung dieses wertvollen Angebotes im Allgäu mitwirken konnten.“

Generell habe er die „stets konstruktive und zukunftsorientierte“ Zusammenarbeit mit den Vorstandskolleginnen und -kollegen und der Geschäftsleitung sehr genossen. „Gemeinsam haben wir Schwierigkeiten und Probleme immer gut gemeistert“, sagt er und ergänzt: „Im Lauf der Jahre ist mir das BRK wirklich zu so etwas wie einer Heimat geworden. Mich beeindruckt die Kameradschaft und die Mitmenschlichkeit - diese Art von Nächstenliebe, die nicht schaut, wo jemand herkommt oder wer jemand ist, sondern wo es nur wichtig ist, ob jemand in Not ist und wie man ihm helfen oder Gutes tun kann.“

Über die Gründe für sein Ausscheiden aus dem Vorstand sagt Baumgarten: „Zwanzig Jahre sind eine sehr lange Zeit. Ich finde es wichtig, dass man nicht ewig an einem Posten klebt, sondern dass auch mal neue Leute mit neuen Ideen und Impulsen zum Zug kommen.“ Dem neu gewählten Vorstand mit seinen neuen, „interessante Persönlichkeiten“ wünsche er eine glückliche Hand und viel Erfolg. „Ich wünsche mir, dass es dem Roten Kreuz gelingt, mit seiner wichtigen, sinnvollen und qualitativ hochwertigen Arbeit auch weiterhin viele junge Menschen anzusprechen, die dort ebenfalls eine Art Heimat finden.“ Er selbst können nur jedem empfehlen, mitzumachen. Mitmachen will auch er selbst weiterhin. Aktuell ist Baumgarten als Impfarzt des BRK im Impfzentrum Kempten im Einsatz. Auch die gemeinsamen Vorträge mit Alfred Reichert, dem ebenfalls jüngst ausgeschiedenen 1. Vorstandsvorsitzenden, zum Thema Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung würde er gern weiterhin anbieten. „Was ich darüber hinaus noch machen könnte, das überlege ich mir gerade noch.“

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news-524 Fri, 18 Jun 2021 16:46:00 +0200 Zum Sommeranfang /aktuell/presse-service/meldung/zum-sommeranfang.html BRK Oberallgäu gibt Tipps zur Ersten Hilfe bei starkem Sonnenbrand Zugegeben, angesichts des anhaltend nasskalten Frühlings mag man es kaum glauben, aber am 21. Juni ist Sommeranfang. Für den Fall, dass das Wetter sich doch noch den allgemeinen Erwartungen an diese Jahreszeit anpassen sollte, hat Frank Schönmetzler vom BRK Oberallgäu Tipps zur Ersten Hilfe bei starkem Sonnenbrand.

„Ein Sonnenbrand ist eine Verbrennung ersten Grades“, stellt Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu, klar. „Zu erkennen ist er an der stark geröteten, schmerzenden und berührungsempfindlichen Haut. Das Problem ist, dass ein starker Sonnenbrand schwere Zellschäden mit sich bringt, die noch Jahre später zu Hautkrebs führen können.“ Als Erste Hilfe-Maßnahmen rät er: „Bringen Sie die Person in den Schatten. Kühlen Sie die gerötete Haut mit einem feuchten Tuch. Sollte ein größeres Hautareal verbrannt sein und womöglich Fieber und Schüttelfrost hinzukommen, wenden Sie sich an einen Arzt.“

Damit es gar nicht erst zu akuten Sonnenschäden oder der Gefahr späterer bösartiger Hauterkrankungen kommt, appelliert der Fachmann: „Bitte seien sich nicht nachlässig, sondern schützen Sie sich und vor allem empfindliche Kinderhaut mit geeigneter Kleidung und durch das regelmäßige Auftragen eines entsprechenden Sonnenschutzmittels. Setzen Sie Ihre Haut nicht der prallen Sonne aus. Eine Kopfbedeckung und ein T-Shirt sind beim Sonnenbaden ein Muss. Babys unter einem Jahr müssen auf jeden Fall im Schatten bleiben!“

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news-523 Thu, 17 Jun 2021 15:46:00 +0200 Kreiswasserwacht Oberallgäu rechnet mit herausfordernder Badesaison /aktuell/presse-service/meldung/kreiswasserwacht-oberallgaeu-rechnet-mit-herausfordernder-badesaison.html Vorsitzende äußert Sorgen und Bitten Die Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer der Wasserwacht im Oberallgäu sorgen unter anderem von den Wachstationen am Niedersonthofener See, am Rottachsee und am Großen Alpsee aus an den Wochenenden und Feiertagen für den Schutz und die Sicherheit der Badenden. Die bestens ausgebildeten Ehrenamtlichen sind zudem bis Mitte September in zahlreichen Freibädern aktiv. Birgit Ellmann, die Vorsitzende der Kreiswasserwacht Oberallgäu, rechnet mit einer herausfordernden Saison. Was ihr und ihren Teams besondere Sorgen bereitet, erklärt sie hier.

Die Wasserwacht sei in jedem Fall gut auf die zweite Saison unter Corona-Bedingungen vorbereitet, sagt Birgit Ellmann. „Wir haben bereits im Sommer 2020 Hygienekonzepte für den Wachdienst sowie für Rettungseinsätze für jeden Standort ausgearbeitet. Schutzkleidung und Desinfektionsmittel gehören mittlerweile zu unserer Standardausrüstung. Der Schutz und die Sicherheit jeder Einsatzkraft und jedes Patienten hat für uns seit jeher oberste Priorität“. Ein großes Problem und eine Gefahr sieht sie in der Schwimmfähigkeit vor allem jüngerer Kinder. „Die meisten Schwimmkurse mussten ab Mitte März 2020 abgebrochen werden und im vergangenen Winter waren aufgrund der Schließung aller Schwimmbäder überhaupt keine Kurse möglich. Auch das Schulschwimmen ist entfallen. Das bereit uns große Sorge, denn bereits vor Corona gab es eine große Zahl an Schulkindern, die nicht oder nur sehr unsicher schwimmen konnten.“ Dieses Problem sei nun deutlich verschärft worden, befürchtet sie und appelliert darum an alle Eltern: „Lassen Sie Ihre Kinder bitte niemals unbeaufsichtigt an Gewässern. Selbst bei vermeintlich niedrigen Wassertiefen können Kinder ertrinken, da sie es sehr oft nicht schaffen, selbst wieder auf die Beine und mit dem Kopf wieder über die Wasseroberfläche zu kommen.“

Auch an alle anderen Badegäste richtet sie im Namen ihrer Kolleginnen und Kollegen eine dringende Bitte: „Wie in jedem Jahr bitten wir alle Badefreunde, sich am Wasser nicht in Gefahr zu bringen. Bei großer Hitze und kühlen Wassertemperaturen, wie sie vor allem an Seen vorkommen, ist es wichtig, den Körper langsam an den Temperaturunterschied zu gewöhnen und sich nicht einfach ins Wasser zu stürzen, denn das kann massive Kreislaufprobleme hervorrufen. Überschätzen Sie außerdem Ihre Kräfte nicht und bitte achten Sie auf andere Badegäste und Wassersportler, also Segler, Surfer, Kiter, Stand-up-Paddler und dergleichen.“

Notwendige Rettungsaktionen seien oft anspruchsvoll und auch für die geübten Wasserretter nicht ohne Gefahr, betont sie. „Viele Unfälle können vermieden werden, wenn sich alle an die Baderegeln halten. Mit gegenseitiger Rücksicht können wir alle Spaß an unseren Gewässern haben und sicher und danach gesund wieder nach Hause gehen.“

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news-522 Wed, 16 Jun 2021 11:46:00 +0200 Wasser, Regenschirm und Erste Hilfe /aktuell/presse-service/meldung/wasser-regenschirm-und-erste-hilfe.html BRK Motorradstreife gibt zum Verkehrssicherheitstag gute Tipps Die Motorradstreife des BRK Oberallgäu patrouilliert bis Ende September jedes Wochenende auf den Allgäuer Straßen. Zu den Aufgaben der sechs erfahrenen, speziell ausgebildete Rettungs- und Notfallsanitäter auf ihrer Dienstmaschine gehört es dabei auch, Fahrzeuginsassen zu betreuen, die bei sommerlichen Temperaturen über mehrere Stunden auf der Autobahn im Stau stehen. Anlässlich des jährlichen Verkehrssicherheitstages am 19. Juni gibt Sebastian Frank, seit 10 Jahren aktiver Fahrer der Motorradstreife, hilfreiche Tipps, wie man sich auf derlei Unwägbarkeiten vorbereiten kann.

„Zur Verkehrssicherheit gehört in unseren Augen nicht nur, das Fahrzeug gründlich durchzuchecken, Warnwesten und Warndreieck, sowie Reserverad, Starthilfekabel und Verbandskasten an Bord zu haben“, sagt Sebastian Frank. „Auch ein Fahrsicherheitstraining, wie es beispielsweise in Kempten angeboten wird, hat noch niemandem geschadet. Dabei lernt man, souverän mit möglichen Ausnahmesituationen im Straßenverkehr umzugehen. Für die Mitglieder der Motorradstreife gehört dies alljährlich zur Vorbereitung auf die Saison.“

Vor dem Start in eine längere Autofahrt rät der Fachmann: „Wer regelmäßig Medikamente einnehmen muss, sollte diese greifbar in der Fahrerkabine bei sich haben. Ganz wichtig ist in jedem Fall der Hitzeschutz“, betont er. „Vor allem Säuglinge, Kleinkinder, ältere Menschen und Tiere müssen gut vor Überhitzung geschützt werden - darum auf leichte Kleidung und ausreichend Belüftung achten.“ Da im Stau oder bei einer Panne die Lüftung oder Klimaanlage im Fahrzeug oft nicht auf Dauer betrieben werden können, sollten Sonnenblenden, eventuell Handventilatoren und/oder Fächer im Auto parat liegen. Sie können für ein wenig Abkühlung und Schatten sorgen. Aus eigener, privater Erfahrung empfiehlt Sebastian Frank, unbedingt Regenschirme mitzuführen. „Ich hatte mit meiner Familie selbst einmal im Hochsommer eine Panne auf der Autobahn - mit zwei Kleinkindern auf dem Autorücksitz. Während wir in der Bruthitze hinter der Leitplanke auf den Pannendienst warten mussten, haben uns unsere Regenschirme guten Sonnenschutz geboten.“ Von größter Wichtigkeit sei es, gerade in unseren mittlerweile sehr heißen Sommern, immer genügend Trinkwasser mitzuführen. „Denn viel zu trinken ist die beste Vorbeugung gegen Hitzeerschöpfung oder den mitunter lebensbedrohlichen Hitzschlag.“ Als Anzeichen hierfür nennt er Kopfschmerzen, Schwindel, Schwächegefühl, Benommenheit, heiße und trockene Haut, ein anfangs gerötetes, später blasses Gesicht, Übelkeit, Erbrechen, deutlich erhöhte Körpertemperatur, fehlende Schweißproduktion und eine schnelle, flache Atmung. Sollte zum Beispiel im Stau der Verdacht auf einen Hitzschlag bestehen, muss umgehend der Rettungsdienst unter 112 alarmiert werden. „Genau in solchen Fällen können wir mit unserem wendigen Motorrad schnell zum Ort des Geschehens gelangen und Erste Hilfe leisten“, so Sebastian Frank.

Er bittet alle Verkehrsteilnehmer in ihrem eigenen Interesse, regelmäßig die eigenen Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen. „So können Sie nicht nur bei sich selbst alarmierende Symptome besser erkennen, sondern auch anderen Personen – zum Beispiel im Nachbarauto - gegebenenfalls helfen.“ Das BRK Oberallgäu bietet regelmäßig Kurse an, bei denen an nur einem Tag die wichtigsten Maßnahmen vermittelt werden. „Wer die Grundlagen abrufbar im Hinterkopf hat, traut sich viel eher, im Notfall aktiv zu werden und kann so mitunter sogar Leben retten.“

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news-521 Mon, 14 Jun 2021 09:00:00 +0200 Bundesweite Aktion zum Weltblutspendertag /aktuell/presse-service/meldung/bundesweite-aktion-zum-weltblutspendertag.html DRK/BRK Blutspendedienste starten #missingtype am 14. Juni Mit der bundesweit angelegten Kampagne #missingtype - erst wenn’s fehlt, fällt‘s auf, machen die Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) zum Weltblutspendertag am 14. Juni mit breiter Unterstützung auf die dringende Notwendigkeit von Blutspenden aufmerksam.
 
Um mehr Menschen für die Blutspende zu gewinnen, verzichten in der Woche ab dem 14. Juni viele Organisationen, Unternehmen und Personen des öffentlichen Lebens in ihren Social-Media Beiträgen auf die Buchstaben A, B und O - stellvertretend für die häufig benötigten Blutgruppen A, B und Null.

Neben vielen großen Partnern aus unterschiedlichsten Branchen schließen sich ebenfalls fünf bedeutende Sportlerinnen und Sportler an. In einem Videoclip (https://youtu.be/LqKQ2l7RfkI) machen Maria Höfl-Riesch, Alexandra Popp, David Alaba, Fabian Hambüchen und Mats Hummels für die gute Sache mobil.

Mats Hummels: „Blutspenden sind alternativlos. Ohne gespendetes Blut haben viele Menschen keine Überlebenschance. Mir persönlich ist es ein Anliegen, auf das Thema aufmerksam zu machen und gleichzeitig die beeindruckende Leistung derer zu würdigen, die Tag für Tag mit ihrem selbstlosen Einsatz anderen Menschen das Leben retten.“
 
Maria Höfl-Riesch: „Die Möglichkeit bei der Kampagne der DRK Blutspende mitmachen zu dürfen haben wir sofort ergriffen. Blutspende ist ein (oft überlebens-)wichtiges Thema, auf das man nicht genug aufmerksam machen kann.“
 
Alexandra Popp: „Für mich ist es eine Herzensangelegenheit, bei so einem Projekt mitzumachen. Da musste ich nach der Anfrage nicht lange nachdenken. Es kann so schnell gehen eine Blutspende zu benötigen. Wenn man dann aufgrund von Notstand an Blut kein Leben retten kann, ist es für mich etwas Vermeidbares. Es kann so einfach gehen, Leben zu retten und deswegen fordere ich alle auf: Gehen Sie Blut spenden und retten Leben.“
 
Der Weltblutspendertag gebührt den Spenderinnen und Spendern, die durch ihr unermüdliches und herausragendes Engagement auch in den sehr schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Nur durch das selbstlose Handeln in Form von Blutspenden, können die medizinischen Behandlungen von chronisch Kranken und Schwerstverletzten sichergestellt werden.
 
Die Versorgung muss unter allen Umständen weiter gewährleistet werden. Gerade jetzt vor dem Hintergrund weiterer Lockerungen der Pandemie-Maßnahmen sowie den anstehenden Sommerferien. Dies kann nur im gesellschaftlichen Schulterschluss gelingen. In einzelnen Bundesländern ist bereits ein deutlicher Spendenrückgang festzustellen.
 
Alle Informationen zur Kampagne sowie Bilder zum Download gibt es auf www.missingtype.de.
 
Alle Blutspendetermine sowie eventuelle Änderungen, aktuelle Maßnahmen und Informationen rund um das Thema Blutspende in Zeiten von Corona sind unter 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com tagesaktuell abrufbar. Facebook & Instagram: @blutspendebayern.
 
Medienkontakt:
Für Rückfragen zu allen Pressemitteilungen sowie für weitere Informationen und Materialanfragen kontaktieren Sie unsere Pressestelle: Patric Nohe, p.nohe(at)blutspendedienst.com; Tel.: 089 / 5399 4014. Oder besuchen Sie die Presseseite auf unserer Website
 

Hintergrundinformationen über die Blutspende

Wer Blut spenden kann
Blutspenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 72. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Mehrfachspender ist ein Alter von 72 Jahren (d.h. bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag). Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren und bei Erstspendern über 60 Jahren erfolgt die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen.  Zur Blutspende mitzubringen ist unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein (jeweils das Original) und der Blutspendeausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis. Spendewillige mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen und Menschen mit direktem Kontakt zu Coronavirus(SARS-CoV-2)-Erkrankten werden nicht zur Spende zugelassen. Auf allen angebotenen Terminen besteht eine unumgängliche Maskenpflicht.

Darum ist Blutspenden beim BRK so wichtig
Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt.

Der Blutspendedienst des BRK (BSD)
Mit seinen ca. 670 engagierten Mitarbeitern sowie zusätzlich mehr als 240 freiberuflich tätigen Untersuchungsärzten und rund 12.500 ehrenamtlichen Helfern aus den 73 Kreisverbänden des BRK organisiert der BSD jährlich ungefähr 4.400 mobile und 1.100 stationäre Blutspendetermine.

Spenderservice
Alle Blutspendetermine und weiterführende Informationen für Spender und an der Blutspende Interessierte, beispielsweise zum kostenlosen Gesundheitscheck, sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet abrufbar. Wir empfehlen unsere Blutspende-App für iOS und Android (www.spenderservice.net): Individuelle Spendeinfos, Terminerinnerungen und Blutspende-Forum.

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news-520 Thu, 10 Jun 2021 13:00:00 +0200 Blut spenden trotz Corona-Impfung? /aktuell/presse-service/meldung/blut-spenden-trotz-corona-impfung.html BRK Oberallgäu informiert über Blutspenden in Corona-Zeiten Am 14. Juni ist Weltblutspendetag. Ob man als Geimpfter zur Blutspende gehen darf und was man zum Blutspenden in Zeiten von Corona sonst noch wissen sollte, erklärt Stephanie Melder, Sachbearbeiterin Blutspendewesen des BRK Oberallgäu.

Blutpräparate, also Erythrozytenkonzentrate, Thrombozytenpräparate und Blutplasma, sind für sehr viele Kranke und Verletzte die einzige Überlebenschance. Denn bis heute gibt es keine künstliche Alternative für gespendetes Blut. Täglich werden allein in Bayern 2.000 Blutspenden benötigt. Da diese aber nur 42 Tage haltbar sind, ist es wichtig, dass kontinuierlich Blut gespendet wird – auch in Pandemie-Zeiten.

Stephanie Melder vom BRK Oberallgäu betont: „Blutspendetermine unterliegen generell äußerst strengen, hygienischen Regularien. Ganz grundsätzlich gilt: Nur wer fit und gesund ist, darf zur Blutspende kommen. Wer Infektionssymptome wie Halskratzen, Schüttelfrost, Husten, Kurzatmigkeit, Fieber oder dergleichen aufweist, wird nicht zur Spende zugelassen und sollte zu Hause bleiben.“ Im Hinblick auf Corona sagt sie: „Wer selbst Corona hatte, darf vier Wochen nach der Ausheilung wieder Blut spenden. Bei Personen, die Kontakt zu einer an Corona erkrankten Person hatten sowie für Rückkehrer aus Corona-Risiko-, Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebieten gelten Einschränkungen zwischen 10 und 14 Tagen.“

Und wie sieht es mit Geimpften aus?

Zum Thema Corona-Impfung heißt es seitens des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes: „Bei allen derzeit in Deutschland eingesetzten Impfstoffen ist laut Paul-Ehrlich-Institut (dieses ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit, das für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel zuständig ist, Anm.d.Red.) grundsätzlich keine Rückstellung bis zur nächsten Blutspende erforderlich. Gegen SARS-CoV-2 geimpfte Personen können weiterhin Vollblut, Plasma und Thrombozyten spenden, sofern sie die generell geltenden Zulassungskriterien erfüllen. Allerdings empfehlen wir, rein vorsorglich, einen Tag bis zur Blutspende zu warten, um eventuell auftretende Nebenwirkungen abgrenzen zu können.“ Ebenfalls wichtig zu wissen: „Die Blutspende führt nicht zu einer schlechteren Wirkung der SARS-CoV-2-Impfung.“ Auch der Erhalt von Blutpräparaten einer gegen Corona geimpften Person sei unbedenklich. Eine Übertragbarkeit des Erregers durch Blut und Blutprodukte gilt nach Angaben des Paul Ehrlich-Instituts als ausgeschlossen.

Stephanie Melder ergänzt: „Zum Schutz für die Spender und ehrenamtlichen Helfer werden bei unseren Blutspendeterminen folgende Maßnahmen umgesetzt“

  • Sinnvoll ist eine Online-Terminreservierung unter www.blutspendedienst.com/terminreservierung. Diese reduziert Wartezeiten beim Blutspendetermin.
  • An allen Eingängen der Blutspendelokale hängen Plakate mit Checklisten aus. Nur wer alle Aussagen bestätigen kann, darf das Spendelokal betreten.
  • Bei allen Terminen wird auf die Einhaltung der AHA-Regeln geachtet.
  • Im Spendelokal gilt FFP2-Maskenpflicht.
  • Die Spendeliegen werden mit einem Abstand von mind. 1,5 m aufgebaut.
  • Für Armstütze und auf Wunsch auch für das Kopfteil werden hygienische Einmalunterlagen verwendet.
  • Die Kontaktflächen auf den Spendeliegen werden regelmäßig desinfiziert.
  • Die Handschuhe der Mitarbeiter werden nach jedem Spender desinfiziert oder gewechselt.
  • Die Räumlichkeiten werden regelmäßig gelüftet.
  • Anstelle des üblichen Imbiss werden Care-Pakete gereicht.


Hier die nächsten Blutspendetermine in Kempten und dem Oberallgäu:
Freitag, 11. Juni, Sonthofen, Pfarrheim St. Christoph, 16-20 Uhr
Mittwoch, 30. Juni, Bad Hindelang, Katholisches Pfarrheim, 16-20 Uhr
Montag, 5. Juli, Kempten, BRK Haus, Haubenschloßstr 12, 15-20 Uhr
Dienstag, 6. Juli, Kempten BRK Haus, Haubenschloßstr 12, 15-20 Uhr
Freitag, 9. Juli, Sonthofen, Pfarrheim St. Christoph, 16-20 Uhr
Montag, 12. Juli, Altusried, Grund- und Mittelschule, 16.30 – 20.30 Uhr
Dienstag, 13.Juli, Sulzberg, Grundschule, 17 – 20.30 Uhr

Alle aktuellen Blutspendetermine sind zu finden unter
https://www.blutspendedienst.com/blutspendetermine


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news-519 Tue, 08 Jun 2021 13:00:00 +0200 BRK Kleiderläden wieder regulär geöffnet /aktuell/presse-service/meldung/brk-kleiderlaeden-wieder-regulaer-geoeffnet.html Click & meet und Testpflicht entfallen Die Kleiderläden des BRK in Kempten (Haubenschloßstr. 12) und Immenstadt (Hirschstraße 6) sind ab sofort wieder normal geöffnet!

Dank gesunkener Inzidenzzahlen in der Stadt Kempten und im Landkreis Oberallgäu dürfen alle, die möchten, wieder ohne vorherigen Test und ohne Termin dort einkaufen. Die Anzahl der Kunden, die gleichzeitig im Geschäft sein dürfen, ist noch begrenzt. Beim Stöbern gelten natürlich die üblichen Hygieneregeln, also Abstand halten, FFP 2-Maske tragen, Händedesinfektion etc.

Öffnungszeiten

Kleiderladen Kempten:
Dienstag - Freitag 09.00 - 17.00 Uhr
Montag geschlossen

Kleiderladen Immenstadt
Dienstag - Freitag jeweils von 10.00 - 17.00 Uhr
Samstag von 10.00 - 13.00 Uhr
Montag geschlossen


Foto: Susanne Kultus
Kleiderladen Immenstadt

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news-518 Mon, 07 Jun 2021 13:00:00 +0200 Kreisvorstand des BRK Oberallgäu neu gewählt /aktuell/presse-service/meldung/kreisvorstand-des-brk-oberallgaeu-neu-gewaehlt.html Edgar Rölz ist neuer Vorsitzender Am Wochenende wurde der Kreisvorstand des BRK Oberallgäu neu gewählt. Der bisherige Vorsitzende Alfred Reichert (68) kandidierte nach acht Jahren Amtszeit nicht mehr. Seine Nachfolge tritt der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde Fischen, Edgar Rölz, an.

Nur drei der zuvor tätigen Personen innerhalb des Kreisvorstands stellten sich für die gleiche Position zur Wiederwahl. Fünf der acht Positionen waren neu zu besetzen. Durch die besonderen Wahl-Umstände auf Grund der Corona-Pandemie mussten die Kandidaten allerdings deutlich länger auf den Ausgang der Neuwahl warten. Normalerweise finden die Wahlen im Rahmen der Mitgliederversammlung statt. Dieses Jahr mussten die Wahlen allerdings abgekoppelt davon als Urnenwahl durchgeführt werden. Die Stimmabgabe konnte an den BRK-Standorten in Kempten, Immenstadt und Oberstdorf erfolgen.

Alexander Schwägerl, Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu, freut sich über die trotzdem hohe Wahlbeteiligung: „Wir sind sehr froh, dass sich unsere Mitglieder trotz der besonderen Umstände so rege beteiligt haben und sich der Wichtigkeit ihrer Wahl bewusst sind.“ Der Kreisvorstand, der unter anderem neben dem Vorsitzenden und den zwei stellvertretenden Vorsitzenden aus einem Chefarzt und seinem Stellvertreter, einem Justiziar, dem Schatzmeister und seinem Stellvertreter sowie acht weiteren Vertreter der Rotkreuzgemeinschaften besteht, ist maßgeblich für die Leitung und Ausrichtung des Kreisverbands zuständig. Gemeinsam mit dem Kreisgeschäftsführer werden die Jahresplanungen sowohl aus strategischer wie auch finanzieller Sicht durchgeführt. Auch bei Personalentscheidungen auf der Ebene der ersten Führungskräfte muss der Kreisvorstand seine Zustimmung geben.

Alexander Schwägerl freut sich deshalb besonders, dass alle Positionen im Kreisvorstand kompetent besetzt werden konnten und blickt gespannt auf die kommende Zusammenarbeit. Besonders die Kandidatur von Edgar Rölz für den Vorsitzenden ist für ihn ein Schritt in einen weiterhin zukunftsfähigen Kreisverband. „Herr Rölz ist bereits seit einigen Jahren immer wieder Ansprechpartner für kommunale Themen gewesen und kennt unsere Belange und Interessen bereits sehr gut. Mit ihm gewinnen wir einen Vorsitzenden, der ein würdiger Nachfolger von Alfred Reichert ist.“

Edgar Rölz war 17 Jahre als Bürgermeister von Fischen tätig, bevor er aus privaten Gründen dieses Amt niederlegte. Er startet nun motiviert in sein neues Amt und bedankte sich bei allen Wählern für das in ihn gesetzte Vertrauen. „Ich freue mich sehr auf mein neues Aufgabengebiet und die Zusammenarbeit mit dem gesamten Kreisvorsitz. Jedes einzelne Mitglied bringt unterschiedliche Erfahrungen und Kompetenzen mit. So können wir gemeinsam den Kreisverband gestalten und weiter voranbringen. Für mich persönlich ist es eine tolle Möglichkeit, die Arbeit eines jeden Mitarbeiters, egal ob haupt- oder ehrenamtlich zu unterstützen.“

Die Ergebnisse:

Vorsitzender: Edgar Rölz
1. stellvertretende Vorsitzende: Lucia Lohrer (Wiederwahl)
2. stellvertretender Vorsitzender: Alexander Flick
Schatzmeister: Georg Kronenwetter (Wiederwahl)
Stellvertretende Schatzmeisterin: Judith Lill
Justitiar: Karl Büringer (Wiederwahl)
Chefarzt: Prof. Dr. Georg Täger
Stellvertretender Chefarzt: Dr. Florian Hilger

Der Kreisvorstand setzt sich darüber hinaus aus den separat gewählten Leitern der Kreisbereitschaft, der Jugendarbeit, der Kreiswasserwacht, zwei Vertretern der Bergwacht.

Foto: Rölz privat

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news-517 Fri, 04 Jun 2021 13:00:00 +0200 E-Lastenfahrrad für Tafel des BRK in Kempten /aktuell/presse-service/meldung/e-lastenfahrrad-fuer-tafel-des-brk-in-kempten.html Sozialministerium ermöglicht Anschaffung Das Bayerische Sozialministerium ermöglichte durch eine Förderung in Höhe von rund 100.000 Euro die Anschaffung von elf Elektro-Lastenräder für Bayerns Tafeln. Auch die Tafel in Kempten gehört nun zu den stolzen Besitzern eines solchen Cargo-Bikes.

„Wir freuen uns sehr über die neue praktische und schnelle Transport-Möglichkeit“, sagt Tafel-Koordinator Markus Wille vom BRK Oberallgäu. „Das E-Lastenrad wird bei uns vor allem zur Abholung von kleinen Warenspenden eingesetzt sowie zur Auslieferung von Lebensmittelpaketen an Tafel-Kunden, die zur Zeit wegen der andauernden Pandemie das Haus nicht verlassen sollten oder können. Vor allem in verkehrsberuhigten Zonen und angesichts mangelnder Parkmöglichkeiten ist das E-Bike ideal.“

Neben Kempten erhielten auch die Tafeln in Bayreuth, Erding, Erlangen, Hammelburg, Neumarkt i.d. Oberpfalz, Nürnberg, Regensburg, Rosenheim, Schweinfurt und Zwiesel je eines der Räder. Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner nutzte die Übergabe, um allen rund 7.000 Helferinnen und Helfern in den 171 Tafeln zu danken: „Ich möchte Ihnen von ganzem Herzen ein herzliches Vergelt’s Gott sagen – für Ihren unermüdlichen Einsatz für die Ärmsten unserer Gesellschaft! Trotz aller Einschränkungen, Hygieneauflagen und Sorgen um die eigene Gesundheit haben Sie es mit Kreativität und Ideenreichtum geschafft, den Betrieb der Tafeln auch während der Pandemie aufrecht zu erhalten.“

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news-516 Wed, 02 Jun 2021 15:00:00 +0200 Neuwahl des Jugendrotkreuzes /aktuell/presse-service/meldung/neuwahl-des-jugendrotkreuzes.html Führungstrio im Amt bestätigt Das Jugendrotkreuz (JRK) ist der selbstverantwortliche Kinder- und Jugendverband des Deutschen Roten Kreuzes. Der Weg vieler Aktiven, die sich als Erwachsene im Roten Kreuz engagieren, begann in einer der örtlichen Jugendgruppen. Im Oberallgäu gibt es diese in Kempten, Sonthofen, Immenstadt, Oberstaufen, Altusried und Wiggensbach. Vor Kurzem wurden die Leitung der Jugendarbeit des JRK Oberallgäu sowie der Kreisausschuss turnusgemäß neu gewählt.

Bei der Urnen-Wahl wurde Michaela Zwisler erneut zur Leiterin der Jugendarbeit gewählt. Ihre Stellvertreterinnen sind, wie schon in der vorigen vierjährigen Legislaturperiode, Petra Dorn und Ramona Gorbach. Die Drei kümmern sich um die Belange der Kinder- und Jugendarbeit im Oberallgäu, auch über Gemeinschaftsgrenzen hinaus, und sind Ansprechpartnerinnen für die jungen Mitglieder und die Gruppenleiter. Sie haben ihre Ämter seit 2017 inne und vertreten der Interessen des JRK auch im Kreisvorstand des BRK Oberallgäu.

Neu gewählt wurde auch der Kreisausschuss des JRK. Das Gremium ist gemeinsam mit den Leiterinnen für die Entscheidungsprozesse des JRK zuständig. Mit Tobias Bäurle (Oberstaufen), Carina Fink (Immenstadt), Tobias Gunsilius (Kempten), Mila Knezovic (Oberstaufen) und Sabrina Schott (Sonthofen) sind Gruppen- oder örtliche Leiter aus jedem Ortsverband des JRK Oberallgäu vertreten.

Insgesamt sind in den Jugendgruppen ca. 150 Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 27 Jahren aktiv. Sie erleben in den Gruppenstunden gemeinsam Spiel und Spaß, nehmen an Veranstaltungen teil und erlernen altersgerecht Erste-Hilfe-Maßnahmen. Die Mitgliedschaft ist kostenlos.

Weitere Informationen gibt es unter www.jrk-oberallgaeu.de.

Foto: Markus Gorbach

(von li nach re) Michaela Zwisler Ramona Gorbach und Petra Dorn

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news-515 Tue, 01 Jun 2021 15:00:00 +0200 Helm auf! /aktuell/presse-service/meldung/helm-auf.html BRK bittet Radler, sich zu schützenAktion des Arbeitskreises Krisenintervention der BRK Bereitschaften Oberallgäu Anlässlich des Weltfahrradtages am 3. Juni bittet Peter Fraas, der Rettungsdienstleiter des BRK Oberallgäu, alle Allgäuer Radler: „Bitte tragt immer einen geeigneten Helm. Viele schwere Kopfverletzungen sind dadurch vermeidbar.“

„Die Zahl der verunglückten Fahrradfahrer, die wir im Rettungsdienst behandeln, hat sich merklich erhöht, das liegt auch am Boom der E-Bikes“, sagt Peter Fraas. „Das Problem wird dadurch verschärft, dass leider immer weniger Radler einen Helm tragen.“ Nachvollziehbar ist dies für den erfahrenen Notfallsanitäter nicht. „Jeder weiß, dass ein qualitativ hochwertiger, gut sitzender Fahrradhelm schwere Kopfverletzungen deutlich abmildern oder ganz verhindern kann.“

Warum die Leute trotzdem auf diesen leicht zu bekommenden Schutz verzichten, darüber könne er nur spekulieren. „Vielleicht ist es Eitelkeit - ein Fahrradhelm schmeichelt ehrlich gesagt den wenigsten - muss er aber auch nicht. Vielleicht ist es Leichtsinn oder Nachlässigkeit und der Gedanke, auf der kurzen Strecke wird schon nichts passieren“. Das treffe bedauerlicherweise nicht immer zu. Im vergangenen Jahr ließen rund 430 Radler ihr Leben im deutschen Straßenverkehr. Laut Schätzung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) könnten 60 bis 70 Prozent der tödlichen Hirnverletzungen vermieden werden, wenn alle Radfahrer grundsätzlich einen Helm tragen würden.

„Das Problem ist, dass man als Radler bei einem Zusammenstoß mit einem Auto oft auf die Motorhaube oder den Querholm prallt“, erklärt Peter Fraas. „Dabei wird der Kopf unmittelbar in Mitleidenschaft gezogen. Die Verletzungen reichen von Gehirnerschütterungen bis hin zu Schädelbrüchen oder Hirnblutungen.“ Er appelliert an den gesunden Menschenverstand alle Fahrradfahrer: „Ein Unfall ist schnell passiert. Tragt deshalb immer einen Fahrradhelm, auch bei Kurzstrecken, und seid damit auch Kindern ein Vorbild. Das kann unter Umständen Leben retten.“

Wichtig zu wissen:

Fahrradhelme müssen nach einem Sturz ausgetauscht werden. Auch ein versehentliches Fallenlassen ist bedenklich, denn schon bei einem leichten Aufprall können Mikrorisse in der Schale entstehen, die im Ernstfall den Schutz erheblich mindern.

Untersuchungen zufolge hat der anhaltende E-Bike-Boom die Unfallzahlen erhöht. Die Elektroräder werden verstärkt von älteren Personen benutzt, die sonst nicht mehr Fahrradfahren würden. Häufig werden Geschwindigkeit, Gewicht und Bremsverhalten unterschätzt. Hier sind Probe- und Übungsfahrten auf Plätzen ohne Straßenverkehr sinnvoll.

Generell gilt: Halten Sie sich an die Verkehrsregeln, fahren Sie auf Straßen und einspurigen Radwegen nicht gegen die Fahrtrichtung und achten Sie auf Fußgänger. Achten Sie als Radler auf eine gute Beleuchtung, Reflektoren und allgemein gute Sichtbarkeit. Geben Sie beim Abbiegen deutlich Handzeichen und tragen Sie keine Kopfhörer.

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news-514 Mon, 31 May 2021 15:00:00 +0200 Die schönste Art zu spenden - Postkarten versenden /aktuell/presse-service/meldung/die-schoenste-art-zu-spenden-postkarten-versenden.html Aktion des Arbeitskreises Krisenintervention der BRK Bereitschaften Oberallgäu Aufmunterung, Motivation und Optimismus tun jedem Menschen gut. Den Blick auf das Positive richten, anderen Menschen mit ein paar von Hand geschriebenen, persönlichen Zeilen eine Freude bereiten und dabei gleichzeitig für einen wertvollen Zweck spenden - das waren die Grundgedanken einer Kooperation zwischen dem Kriseninterventionsteam (KIT) der BRK Bereitschaften Oberallgäu und dem Allgäuer Muh-Kuh-Verlag.

Die speziell ausgebildeten Ehrenamtlichen des KIT stehen Angehörigen, anderen Einsatzkräften oder Augenzeugen von schockierenden Ereignissen in den ersten Stunden bei und leisten dabei unentgeltlich „Erste Hilfe für die Seele“. Um diese Arbeit dauerhaft anbieten zu können, ist das Team auf Spenden angewiesen. So kam die Kooperation mit dem Muh-Kuh-Verlag zustande.

Angeboten werden zehn aufmunternde Postkarten im Set für 11,90 Euro. Von dem Erlös geht mindestens ein Euro direkt als Spende an den Arbeitskreis Krisenintervention der BRK Bereitschaften Oberallgäu. Die Postkartensets können online bestellt werden, nähere Infos gibt es auf der Website des Arbeitskreises www.kid-oberallgaeu.de. Auch örtliche Händler sind eingeladen, die Postkarten-Sets zum Verkauf anzubieten und können sich bei Interesse an den Verlag wenden.

Julia Rebuck, die Leiterin des Arbeitskreises Krisenintervention, freut sich: „Ich finde die Aktion und die Unterstützung durch den Verlag klasse, denn die positiven Spruchkarten passen gut zu den Werten des KIT. Mit ihnen kann man lieben Mitmenschen oder sich selbst eine Freude bereiten und zugleich uns dabei unterstützen, anderen Menschen in Krisensituationen beizustehen.“

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news-513 Fri, 28 May 2021 15:00:00 +0200 Beim Blutspenden in Stammzellspenderdatei aufnehmen lassen /aktuell/presse-service/meldung/beim-blutspenden-in-stammzellspenderdatei-aufnehmen-lassen.html BRK Oberallgäu ermöglicht es, doppelt Gutes zu tun Die Schicksale gehen einem immer wieder zu Herzen: Menschen, die an Blutkrebs erkrankt sind – oftmals auch Kinder – suchen dringend nach einem geeigneten Stammzellenspender, der ihnen durch seine Spende das Leben rettet. „Viele Menschen denken, es sei ein Riesenaufwand, sich als potenzieller Spender registrieren zu lassen, aber das stimmt gar nicht“, klärt Stephanie Melder vom BRK Oberallgäu auf. „Die Typisierung kann quasi nebenbei bei jedem unserer Blutspendetermine durchgeführt werden und ist für die Spender kostenlos!“

Wer Blut spendet, tut dies in aller Regel aus der Motivation heraus, kranken oder verunglückten Menschen zu helfen. Oft ist zu hören: „Mir tut es nicht weh und ich kann damit Leben retten.“ Oder: „Es könnte mich selbst auch einmal treffen, dann wäre ich auch froh, wenn jemand hilft.“ Was viele nicht wissen ist, dass das BRK Oberallgäu zusammen mit dem Blutspendedienst des BRK die Möglichkeit bietet, sich im Rahmen seiner Blutspendetermine ganz unkompliziert zugleich als potenzieller Spender in die Datei der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) aufnehmen zu lassen – und damit womöglich weitere Leben zu retten. Die Stiftung AKB ist die drittgrößte Stammzellspenderdatei Deutschlands und stellt als solche Stammzellspender für Leukämiepatienten auf der ganzen Welt bereit.

Einfach und kostenlos registrieren lassen
„Die Typisierung, also die Untersuchung des Blutes auf die für eine Stammzellspende relevanten Gewebemerkmale, ist für den Spender total einfach und grundsätzlich für Personen zwischen 18 und 45 Jahren möglich“, sagt Stephanie Melder vom BRK Oberallgäu „Wer das möchte, muss das einfach bei der Anmeldung zur Blutspende dazu sagen. Derjenige bekommt dann ein Set mit Infoflyer, Blutröhrchen und Einwilligungserklärung. Letztere muss unterzeichnet abgegeben werden. Während der Blutspende wird dann ein zusätzliches Röhrchen Blut abgenommen, das in einem Speziallabor analysiert wird. Nach der Blutspende erhält man einen Spenderausweis, den man – ganz wichtig! - noch online registrieren muss. Und das wars schon.“ Kosten entstünden für den Spender keine, betont sie. Die AKB freue sich aber über jede Spende, die bei der Deckung der anfallenden Kosten in Höhe von je 35 Euro helfe.

Stammzellen- oder Knochenmarkspende - warum?
Warum eine Registrierung so wichtig ist und wie es im Idealfall nach der Registrierung weitergeht, erläutert Dr. Cornelia Kellermann. Sie ist bei der AKB für die Aktionsplanung und Koordination verantwortlich. „Bei Blutkrebs bzw. Leukämie werden von den Blutstammzellen zu viele weiße Blutkörperchen produziert, die aber nicht funktionsfähig sind. Die betroffenen Patienten sind dann schwer krank. In der Regel erfolgt eine Chemotherapie oder Strahlenbehandlung. Leider wirkt dies aber nicht immer wie erhofft. Die letzte Chance für diese Patienten ist dann eine sogenannte Stammzellspende.“ Durch sie stiegen die Heilungschancen auf 40 bis 75 Prozent. „Da es sehr schwierig ist, einen Spender mit passenden Gewebemerkmalen ausfindig zu machen, ist es wichtig, dass sich sehr viele Menschen registrieren lassen“, appelliert sie. Leider seien in der Corona-Pandemie die Zahlen der Neuregistrierungen für Stammzellspender drastisch zurückgegangen. „Für viele Betroffene platzt damit die letzte Hoffnung.“ Obwohl weltweit bereits Millionen von Menschen registriert seien, finde jeder fünfte Patient, der auf eine Stammzellspende angewiesen ist, keinen passenden Spender.

Von der Registrierung zur Spende – wie geht das?
„Sollte aber der Fall eintreten, dass jemand für einen konkreten Erkrankten infrage kommt, benachrichtigen wir ihn oder sie sofort. Dann wird eine weitere Blutprobe fällig, etwa beim Hausarzt“, so Dr. Cornelia Kellermann weiter. „Wenn man sich auch dabei als idealer Spender erweist, stehen noch eine gründliche Voruntersuchung und ein ausführliches Informationsgespräch in unserer Einrichtung in Gauting an. Sprechen alle Untersuchungsbefunde für eine Eignung, wird dem Transplantationszentrum die endgültige Spendetauglichkeit übermittelt. Danach beginnt für den Empfänger der Spende die Vorbehandlung. In der Regel ist dies eine hoch dosierte Chemotherapie und eine Ganzkörperbestrahlung. Ab diesem Zeitpunkt ist der Patient unausweichlich auf die Stammzellspende angewiesen“, betont die Expertin.
Mit welcher Methode die Stammzellen gewonnen werden - entweder mithilfe einer Art Blutwäsche aus dem peripheren Blutkreislauf oder als Knochenmark per Punktion des Beckenkamms -, entscheide der behandelnde Arzt. „Bei einer erfolgreichen Behandlung nehmen die transplantierten Stammzellen im Empfänger ihre Arbeit auf und produzieren wieder gesunde weiße Blutkörperchen. Der Patient kann leben und vollständig genesen!“ Selbstverständlich kümmere sich die AKB auch danach um den Spender. „Auf Wunsch geben wir auch die Information weiter, wie es dem Empfänger nach der Spende geht. Übrigens ist eine Stammzelltransplantation ohne die Verabreichung von Blutkonserven undenkbar“, unterstreicht Dr. Cornelia Kellermann. „Darum ist es sehr wichtig, dass möglichst viele Menschen sowohl Blut spenden als auch sich als Stammzellspender registrieren lassen.“

Alle aktuellen Blutspendetermine des BRK in der Region gibt es unter www.blutspendedienst.com
Umfassende Informationen zur Arbeit der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) gibt es hier: akb.de

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news-512 Wed, 26 May 2021 15:00:00 +0200 Medizinischer Notfall bei Kindern – was tun? /aktuell/presse-service/meldung/medizinischer-notfall-bei-kindern-was-tun.html Frank Schönmetzler vom BRK Oberallgäu gibt wichtige Erste Hilfe-Tipps „Wenn bei Kindern plötzlich ein schwerer medizinischer Notfall eintritt - etwa durch einen Sturz vom Baum oder mit dem Roller, das Verschlucken von Kleinteilen oder ähnliches -, ist das für die Eltern oder anderen Begleitpersonen eine Extremsituation. Vor Angst, Schock und Verzweiflung fällt es ihnen oft schwer, schnell richtig zu handeln“, weiß Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu. Er rät darum allen Eltern: „Setzen Sie sich in ruhigen Momenten mit geeigneten Erste-Hilfe-Maßnahmen auseinander oder, noch besser, nehmen Sie an einem der vielen Kurse zur Ersten-Hilfe am Kind teil. Damit fühlt man sich im Notfall sicherer, kann die Handgriffe schneller abrufen und den Kindern tatsächlich schnell helfen.“

„Wenn kleine Kinder anfangen, ihre Umwelt zu erkunden, passieren manchmal Unfälle. Sich im Voraus mit möglichen Szenarien auseinanderzusetzen, bedeutet nicht, den Teufel an die Wand zu malen. Vielmehr sorgen Sie verantwortungsbewusst für einen hoffentlich niemals eintretenden Notfall vor“, sagt Frank Schönmetzler.

Der Experte, der selbst schon zahllose Kurse zur „Ersten Hilfe am Kind“ abgehalten hat, hat einige ganz grundlegende Tipps:

  • Versuchen Sie ruhig zu bleiben, auch wenn´s schwerfällt. Das Kind muss das Gefühl haben, dass Sie als Erwachsener die Situation im Griff haben. Panik würde sich auf den kleinen Patienten übertragen und die Situation für alle erschweren.
  • Begeben Sie sich auf Augenhöhe, sprechen Sie das Kind ruhig an. Wenn das Kind Sie nicht kennt, stellen Sie sich vor, beruhigen Sie es und sagen Sie, dass Sie es nicht alleine lassen werden.
  • Durch den Blickkontakt bekommen Sie einen ersten Eindruck, ob das Kind klar, wach und gut ansprechbar oder eher benommen ist.
  • Indem Sie vorsichtig Körperkontakt herstellen, es zum Beispiel leicht mit der Hand am Arm berühren, merken Sie, ob die Körpertemperatur (zu) heiß oder kalt ist.
  • Fragen Sie das Kind, wie es ihm geht und was passiert ist. Bitten Sie es, selbst auf die schmerzende Stelle zu zeigen.
  • Versorgen Sie eventuelle Wunden und trösten Sie den kleinen Patienten. Halten Sie das Kind warm.
  • Sollte das Kind bewusstlos sein, aber atmen, legen Sie es in die stabile Seitenlage.
  • Rufen Sie den Rettungsdienst unter 112.
  • Ist keine Atmung und kein Herzschlag vorhanden, müssen Sie bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen. Bei Kleinkindern und Säuglingen muss dabei Einiges beachten werden!

Besonderheiten der Herz-Lungen-Wiederbelebung bei Säuglingen und Kleinkindern

„Bei Säuglingen und Kindern muss man als Helfer die Herz-Lungen-Wiederbelebung dem altersbedingten Atemrhythmus, dem Atemvolumen und der Herzfrequenz anpassen“, betont Frank Schönmetzler.

Säugling

  • Zwei Fingerkuppen einer Hand auf die Mitte des Brustkorbs des Säuglings (unteres Drittel des Brustbeins) platzieren.
  • Mit zwei Fingern das Brustbein ca. ein Drittel bis zur Hälfte (ca. 4 cm) tief nach unten drücken.

Kleinkind

  • Den Ballen einer bzw. von zwei Händen auf die Mitte des Brustkorbs (unteres Drittel des Brustbeins) platzieren.
  • Über den Brustkorb des Kindes beugen und mit gestrecktem Arm das Brustbein ca. ein Drittel bis zur Hälfte (ca. 5 cm) tief nach unten drücken. Darauf achten, dass die Finger nicht auf der Brust liegen.

Generell gilt:

  • Das Brustbein nach jedem Mal Drücken vollständig entlasten, ohne dabei den Kontakt zwischen Hand und dem Brustkorb des Kindes aufzugeben.
  • 30-mal das Brustbein nach unten drücken (Frequenz: 100- bis max. 120-mal pro Minute!)
  • Druck- und Entlastungsdauer sollten gleich sein.
  • Fall nötig: Nach 30 Druckmassagen den Säugling / das Kleinkind zweimal beatmen.
  • Ist ein AED-Gerät (Defibrillator) in der Nähe, holen Sie es oder lassen Sie es von einem Umstehenden holen.
  • Schließen Sie das Gerät (ggf. unter Verwendung der Klebeelektroden für Kinder zwischen einem und acht Lebensjahren) an das Kind an und folgen Sie den weiteren Sprachanweisungen des AED-Gerätes.

Infos und Termine zu den Erste Hilfe-Kursen am Kind des BRK Oberallgäu finden Sie unter www.kvoberallgaeu.brk.de/leichte-sprache/kurse/erste-hilfe/rot-kreuz-kurs-erste-hilfe-am-kind.html

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news-511 Thu, 20 May 2021 15:00:00 +0200 Ehrenamtliche Lebensretter aus der Nachbarschaft /aktuell/presse-service/meldung/ehrenamtliche-lebensretter-aus-der-nachbarschaft.html „Helfer vor Ort“ der BRK-Bereitschaften Oberallgäu sind wichtiger Baustein des Rettungswesens Im Oberallgäu sind die Wege mitunter weit. Bis man entlegene Dörfer erreicht, kann es also eine Weile dauern. Damit trotz dieser Tatsache die medizinische Notfallversorgung der Bevölkerung jederzeit gesichert ist, stehen in den BRK-Bereitschaften im Oberallgäu die speziell ausgebildeten ehrenamtlichen „Helfer vor Ort“ parat.

„Die `Helfer vor Ort´ sind gut ausgebildete ehrenamtliche Ersthelfer aus unseren verschiedenen örtlichen Bereitschaften. Sie ergänzen den Rettungsdienst rund um die Uhr an sieben Tagen pro Woche“, erklärt Matthias Straub, der Kreisbereitschaftsleiter des BRK Oberallgäu. „Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte werden bei lebensbedrohlichen Notfällen immer dann von der Integrierten Leitstelle alarmiert, wenn es sich um einen Notarzteinsatz handelt und abzusehen ist, dass sie den Ort des Geschehens schneller erreichen können als der Rettungsdienst - oder aber wenn das nächste Rettungsmittel noch im Einsatz ist.“

„Die diensthabenden Helfer müssen sofort greifbar sein“, so Straub weiter. „Im Einsatzfall führen sie lebenserhaltende Sofortmaßnahmen wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung durch und betreuen die Patienten bis zum Eintreffen des Notarztes oder Rettungsdienstes. Dazu steht ihnen eine komplette Notfallausrüstung zur Verfügung, die unter anderem einen Defibrillator, Blutdruck- sowie Blutzuckermessgeräte, Verbandmaterial und sogenannte Güdeltuben und Masken zur Beatmung enthält.“

Im Gebiet des BRK Oberallgäu gibt es die „Helfer vor Ort“, die woanders auch „First Responder“ genannt werden, in Balderschwang (hier wurde diese Art des Dienstes vor mehr als 20 Jahren aus der Taufe gehoben), Missen-Wilhams, Muthmannshofen, Steibis, Wertach, Weitnau und im Kleinwalsertal. In Oberstaufen läuft gerade die Beantragung.

Um überhaupt an dem Dienst mitwirken zu können, müssen die ehrenamtlichen Lebensretter einen Erste Hilfe-Kurs mit 8 Doppelstunden sowie eine Sanitätsausbildung mit 64 Stunden ablegen. Darüber hinaus erhalten sie eine Schulung in der Herz-Lungen-Wiederbelebung und eine Einweisung in die Frühdefibrillation. „Neben der erfolgreichen Qualifikation als Facheinsatzkraft müssen sie als Praktikant auf dem Rettungswagen mindestens 10 durchgeführte Notfalleinsätze nachweisen. Eine aktive Teilnahme am Rettungsdienst ist grundsätzlich empfehlenswert“, sagt Straub. Zudem müssten während der Zeit als Mitglied einer HvO-Gruppe entsprechende Fortbildungen besucht werden, etwa zu Notfällen mit Kindern, zur psychischen Erste Hilfe und vieles mehr. „Wir in den BRK-Bereitschaften müssen uns an die Vorgaben und Anforderungen der rotkreuzinternen `Standardeinsatzregeln HvO´ halten, die weiter als die staatlichen Regularien sind, um eine entsprechende Qualität sicherzustellen.“

Wie wichtig dieser Dienst ist, belegen die Zahlen: Im Jahr 2020 wurden die Helfer vor Ort zu rund 200 Einsätzen alarmiert.

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news-510 Wed, 19 May 2021 15:00:00 +0200 Kreiswasserwacht Oberallgäu mit neuer Vorstandschaft /aktuell/presse-service/meldung/kreiswasserwacht-oberallgaeu-mit-neuer-vorstandschaft.html Vorstand fast vollständig neu besetzt Alles neu macht der Mai. Dieser altbekannte Spruch trifft auch auf die Vorstandschaft der Kreiswasserwacht Oberallgäu zu. Bei den turnusmäßigen Neuwahlen wurden sämtliche Posten neu besetzt. Die meisten der bisherigen Mitglieder waren aus beruflichen und privaten Gründen nicht mehr angetreten.

Zur neuen 1. Vorsitzenden der Kreiswasserwacht Oberallgäu wurde Birgit Ellmann gewählt. Ihre 1. Stellvertreterin ist Marina Ponkratz, den 2. stellvertretenden Vorsitz übernimmt die bisherige Vorsitzende Sabine Blodau. Diese wollte selbst ein wenig kürzertreten und steht den neu Gewählten mit ihrer großen Erfahrung weiter zur Verfügung. Neuer Technischer Leiter ist Bastian Frank, sein Stellvertreter wurde Marian Schmid. Die Jugendleitung hat ab sofort Florian Seif inne. Er wird vertreten durch Helena Reischl (1. Stv. Jugendleiterin) und Anna Blodau (2. Stv. Jugendleiterin).

Der neue Kreisvorstand ist zuständig für die allesamt ehrenamtlichen Mitglieder der Wasserwacht in den Ortsgruppen Altusried-Wiggensbach, Haldenwang-Börwang, Immenstadt, Kempten, Sonthofen, Wertach, Lauben-Dietmannsried, Rottachtal und Oberstdorf.

Die Kreiswasserwacht Oberallgäu ist Teil des BRK Oberallgäu. Birgit Ellmann und Marina Ponkratz sind somit auch im Kreisvorstand des BRK Kreisverbandes Oberallgäu vertreten. Im Arbeitskreis Ehrenamt – einem weiteren Gremium rein für die Ehrenamtlichen des BRK Oberallgäu - sind Sabine Blodau und Marian Schmid die aktuellen Vertreter der Organisation.

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news-509 Tue, 18 May 2021 15:00:00 +0200 Wärmestube mit Übernachtungsstelle freut sich über großzügige Spende /aktuell/presse-service/meldung/waermestube-mit-uebernachtungsstelle-freut-sich-ueber-grosszuegige-spende.html Frauenkreis St. Michael überbringt 500 Euro Der Frauenkreis St. Michael überraschte die Wärmestube und Übernachtungsstelle des BRK Oberallgäu mit einer großzügigen Spende in Höhe von 500 Euro. Das Geld war im Lauf von mehreren Jahren durch den Verkauf von selbstgebastelten Osterkerzen und Palmboschen zusammengekommen.

Die 12 Damen des Frauenkreises St. Michael treffen sich normalerweise monatlich. Bei den Treffen fertigen sie unter anderem auch kunstvolle Objekte, die dann in der Kirchengemeinde zu den entsprechenden Jahreszeitenfesten gerne abgenommen werden. Nun beschlossen die Teilnehmerinnen, den Erlös in Höhe von 500 Euro der Wärmestube und Übernachtungsstelle in Kempten zukommen zu lassen. Hilde Mohr und Elke Betz vom Frauenkreis überbrachten die Spende persönlich. Dabei konnten sie sich ein Bild von dieser wichtigen sozialen Einrichtung machen - selbstverständlich unter Beachtung aller Hygieneregeln - und sich mit Leiterin Amelie Lang sowie einigen ihrer ehrenamtlichen Mitarbeitenden über deren tägliche Arbeit austauschen. „Für Erstaunen sorgte die Vielfalt und Unterschiedlichkeit unserer Zielgruppe“, sagt Amelie Lang. Im Namen des gesamten Teams und der Gäste dankte sie dem Frauenkreis sehr herzlich, „auch für den freundlichen Besuch und das nette Gespräch!“

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news-508 Mon, 17 May 2021 15:00:00 +0200 Rettungsgasse – das müssen Sie wissen /aktuell/presse-service/meldung/rettungsgasse-das-muessen-sie-wissen.html "Daumen-Regel" als Eselsbrücke Stellen sie sich vor, Sie sind in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt und verletzt. Sie hören bereits die Sirene des Krankenwagens – aber der kommt nicht durch, weil andere Fahrzeuge die Fahrbahn versperren. „Dieser Albtraum wäre vermeidbar, wenn sich alle Verkehrsteilnehmer an die Verpflichtung zur Bildung einer Rettungsgasse halten würden“, sagt Peter Fraas, Rettungsdienstleiter beim BRK Oberallgäu. Er erklärt die Regeln, die für die Bildung einer Rettungsgasse gelten.


„Viele Fahrer wissen nicht, dass eine Rettungsgasse auf Autobahnen und mehrspurigen Straßen nicht erst bei einem Stau, sondern schon bei stockendem Verkehr gebildet werden muss“, so Peter Fraas. „Denn wenn die Fahrzeuge erst einmal dicht auf dicht stehen, ist es meist nicht mehr möglich, nach links und rechts auszuweichen. Genau dies ist aber unbedingt nötig, damit Rettungskräfte, Feuerwehr, Polizei und andere Helfer bei einem Unfall schnellstmöglich zur Unglücksstelle gelangen können. Wenn hier Zeit verloren geht, kann das Menschenleben kosten“, mahnt er.

Pflicht zur Bildung einer Rettungsgasse – wo?
Auf Autobahnen oder mehrspurigen Straßen außerhalb von geschlossenen Ortschaften.

Wie funktioniert die Rettungsgasse?
Die Rettungsgasse wird immer zwischen dem ganz linken und den übrigen Fahrstreifen gebildet. Das heißt, die Fahrzeuge auf der linken Spur weichen nach links aus und alle anderen weichen so weit wie möglich nach rechts aus. Bei mehr als zwei Fahrspuren bleibt somit immer die 2. Spur von links für Einsatzfahrzeuge frei.

Eselsbrücke „Daumen-Regel“
Als Eselsbrücke empfiehlt Peter Fraas die „Daumen-Regel: „Nehmen Sie eine Hand so, dass der Daumen nach links zeigt. Er symbolisiert die linke Fahrspur. Der Abstand zwischen Daumen und den anderen Fingern stellt die Rettungsgasse dar.“

Rettungsgasse – war darf durch?

Die Rettungsgasse darf ausschließlich von Polizei- und Hilfsfahrzeugen wie Feuerwehr- und Krankenwägen sowie Arzt- und Abschleppfahrzeugen befahren werden.

Was droht bei Nichtbeachtung?
Wer sich nicht an die gesetzlichen Regelungen hält, dem drohen ein Bußgeld in Höhe von mindestens 200 Euro und zwei Punkte in Flensburg. Zudem ist ein einmonatiges Fahrverbot möglich. „Die schlimmste Folge aber ist, dass aufgrund des unnötigen Zeitverlusts Menschen sterben können. Vergessen Sie nie: Es könnte auch Sie selbst treffen“, appelliert er.

Rettungsgasse in anderen EU-Ländern
In Österreich, Schweiz, Luxemburg, Slowenien, Tschechien und Polen gelten im Prinzip dieselben Regeln wie in Deutschland.

In Frankreich und Spanien muss Einsatzfahrzeugen die Möglichkeit gegeben werden, an den anderen Verkehrsteilnehmern vorbeizufahren. Eine Regelung wie in Deutschland gibt es nicht.

In Italien und den Niederlanden gibt es keine speziellen Vorschriften.

Foto: Jörg F. Müller, DRK

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news-507 Wed, 12 May 2021 08:44:00 +0200 Das etwas andere „Click & Collect“ im BRK Kleiderladen in Kempten /aktuell/presse-service/meldung/das-etwas-andere-click-collect-im-brk-kleiderladen-in-kempten.html Im Schaufenster auswählen, anrufen, einkaufen Das Team des BRK Kleiderladens in der Haubenschloßstraße 12 in Kempten möchte auch während des Lockdowns für seine Kunden da sein. Darum haben sich die Verantwortlichen nun eine besondere Form des „click & collect“ einfallen lassen: sozusagen ein „click & collect“, nur ohne click.

„Wir haben in unseren Schaufenstern gemischte Warengruppen aus unserem Sortiment zusammengestellt. Dieses geht ja über Kleidung hinaus. Die Kunden suchen sich direkt am Schaufenster etwas aus, rufen im Laden unter der Telefonnummer 0831-5229245 an und sagen uns, was sie ausgewählt haben. Wir kommen dann zur Tür und händigen die Waren gegen Barzahlung aus“, erklärt Susanne Kultus, die Leiterin des Kleiderladens. Möglich ist diese Art des Einkaufs von Dienstag bis Freitag jeweils zwischen 10 und 13 Uhr

Nachdem sie und ihr Team viele Rückmeldungen bekommen hätten, dass die Kunden die Einkaufsmöglichkeit im Kleiderladen sehr vermissen, habe man sich diese kreative Möglichkeit einfallen lassen, sagt sie. „Sobald es die Inzidenzwerte erlauben, bieten wir selbstverständlich auch wieder „click & meet“ an, also Einkaufen nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung.“

Fotos: Credit Kultus

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news-506 Tue, 11 May 2021 08:44:00 +0200 Die Luft ist rein /aktuell/presse-service/meldung/die-luft-ist-rein.html Kemptener Tafelläden des BRK erhalten Raumluftfilter In den beiden Kemptener Tafelläden des BRK Oberallgäu sowie in deren Sortierlager sind seit einigen Tagen drei hochwertige Raumluftfilter in Betrieb. Die Geräte im Wert von 4.155 Euro wurden im Rahmen der Corona-Soforthilfe vom Bundesverband der Tafeln gesponsort.

„Die Raumluftreiniger sind in unseren Ausgabestellen in der Memmingerstraße 114 und der Magnusstraße 16 in St. Mang und auch in unserem Sortierlager aufgestellt“, sagt Markus Wille, der Koordinator der Tafelläden des BRK Oberallgäu. „Sie stellen eine sinn- und wertvolle zusätzliche Unterstützung zu den streng umgesetzten AHA-Maßnahmen dar und tragen ihren Teil dazu bei, unsere meist älteren Ehrenamtlichen zu schützen.“ Dank zahlreicher Sachspenden in Form von Masken, Desinfektionsmittel und weiterer Schutzausrüstung habe die Tafel bisher trotz Corona ihren Betrieb aufrecht erhalten können. „Somit können wir wie gewohnt rund 400 Menschen pro Tag mit Lebensmitteln versorgen“, freut er sich.

Über das Förderprogramm des Bundesverbandes der Tafeln wurden bundesweit Raumluftreiniger im Wert von 500.000 Euro vergeben. Möglich wurde dies durch Großspenden von Kaufland, Coca-Cola und Lidl sowie die Spendenaktion „Friendly Fire“.

Foto: Markus Wille
von links: Mary Milkereit, Elmar Ess, Kemal Okcu und Karin Sepp

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news-504 Mon, 10 May 2021 08:44:00 +0200 Erst einsam, dann krank – Kümmern schützt vor Schlaganfall /aktuell/presse-service/meldung/erst-einsam-dann-krank-kuemmern-schuetzt-vor-schlaganfall.html BRK gibt Tipps zur Ersten Hilfe bei Schlaganfall Ein gravierendes Problem des Corona-bedingten Lockdown ist die Isolation und Vereinsamung vieler, vor allem älterer Menschen. Diese hat vielfältige negative Auswirkungen auf die Betroffenen. Auf eine davon macht die Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe anlässlich des Tages gegen den Schlaganfall am 10. Mai aufmerksam. Das diesjährige Motto des Aktionstages lautet: „Erst einsam, dann krank – Kümmern schützt vor Schlaganfall". Was man als Ersthelfer tun muss, wenn der schlimmste Fall eingetreten und es zu einem Schlaganfall gekommen ist, das erklärt Frank Schönmetzler vom BRK Oberallgäu.

In Deutschland erleiden jährlich etwa 270.000 Menschen einen Schlaganfall. Rund 63.000 davon enden tödlich. Damit gilt der Schlaganfall als eine der häufigsten Todesursachen. Frank Schönmetzler ist Leiter der Breitenausbildung beim BRK Oberallgäu. Er erklärt, woran man einen Schlaganfall erkennt und welche Erste-Hilfe-Maßnahmen man als Laie im Fall der Fälle anwenden sollte.

„Bei einem Schlaganfall werden die Blutversorgung und die Sauerstoffversorgung zu einem Teil des Gehirns unterbrochen. Dadurch kommt es zu Funktionsausfällen mit mitunter schweren und dauerhaften Folgen“, so Frank Schönmetzler. „Es gibt bestimmte Symptome, die auf einen Schlaganfall hindeuten. Dazu gehören beispielsweise plötzliche, heftige Kopfschmerzen, steifer Nacken, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen, vorübergehende Seh- und Sprachstörungen, Taubheitsgefühle oder auch Schluckbeschwerden. Deutliche Hinweise sind plötzlich einsetzende halbseitige Lähmungen an Armen, Beinen oder im Gesicht, häufig mit herabhängendem Mundwinkel und einseitig geschlossenem Augenlid.“

Sollten einige oder alle dieser Symptome auftreten, rät der Fachmann zu schnellstmöglichem Handeln. „Hier zählt wortwörtlich jede Minute. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr Gehirngewebe kann absterben und desto größer sind die bleibenden Schäden. Warten Sie also keinesfalls ab, ob die Symptome vergehen - dabei geht wertvollste Zeit verloren. Scheuen Sie sich nicht, auch bei unklaren Anzeichen sofort den Rettungsdienst zu alarmieren!“

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • sofort den Rettungsdienst unter 112 verständigen
  • ist der Betroffene bei Bewusstsein, bequem und mit erhöhtem Oberkörper lagern
  • den Betroffenen beruhigen, betreuen, trösten und beobachten (Bewusstsein, Atmung)
  • gelähmte Körperteile umpolstern
  • unbedingt Aufregung und Unruhe vermeiden
  • den Betroffenen zudecken
  • bei Bewusstlosigkeit und vorhandener normaler Atmung: Betroffenen in die stabile Seitenlage bringen (auf der gelähmten Seite!), laut "Hilfe" rufen, um weitere Personen auf die Notfallsituation aufmerksam zu machen
  • bei Bewusstlosigkeit und fehlender Atmung: Herz-Lungen-Wiederbelebung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes

Um in Notfällen effektiv helfen zu können, empfiehlt Frank Schönmetzler eine regelmäßige Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse. Informationen zu Kursen des BRK in Kempten und dem Allgäu finden Sie unter www.kvoberallgaeu.brk.de.

Bei Verdacht auf Schlaganfall unbedingt sofort den Notruf 112 wählen. Ist der Betroffene nicht bei Bewusstsein, bringen Sie sie oder ihn auf der gelähmten Seite(!) in die stabile Seitenlage.

Foto: Sebastian Schleicher / DRK

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news-505 Mon, 10 May 2021 08:44:00 +0200 Wie geht es unseren Pflegenden? /aktuell/presse-service/meldung/wie-geht-es-unseren-pflegenden.html BRK führt Umfrage unter Pflegemitarbeitenden durch Das BRK Oberallgäu bedankt sich anlässlich des Internationalen Tages der Pflegenden, der alljährlich am 12. Mai begangen wird, ganz ausdrücklich bei seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen im Haus der Senioren in Oberstdorf. „Uns sind die Belastungen, unter denen die Pflegemitarbeitenden in ihrem Arbeitsalltag - und gerade jetzt in Zeiten der Pandemie - stehen, sehr bewusst“, sagt Alexander Schwägerl, Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu. Um genauere Informationen zum Wohlbefinden und der Zufriedenheit des eigenen Pflegepersonals zu erhalten, hat das BRK in Zusammenarbeit mit der AOK Bayern jüngst eine anonyme Umfrage durchgeführt.

„Das persönliche Wohlbefinden unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bezug auf ihre Arbeit in unserem Haus liegt uns sehr am Herzen“, betont auch Melanie Engel, die Leiterin des BRK Hauses der Senioren. „Darum ist es uns wichtig zu erfahren, wie zufrieden sie mit unserer Einrichtung sind und welche Stärken und Schwächen sie sehen.“ In einem anonym zu beantwortenden Fragebogen konnten die Kollegen nun ihre Arbeitsplatzsituation anhand verschiedener Kriterien wie etwa Arbeitsbelastungen, Arbeitsbedingungen, Arbeitszufriedenheit, Gesundheit, Kollegen und Vorgesetzte ganz offen beurteilen und somit im eigenen Sinne Anstöße für Verbesserungen geben oder Positives hervorheben. Die Auswertung der Ergebnisse läuft derzeit.

Foto: Beispielfoto, Mathias Wodrich DRK

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news-503 Fri, 07 May 2021 08:44:00 +0200 Rotes Kreuz ist unverzichtbarer Sozialanker /aktuell/presse-service/meldung/rotes-kreuz-ist-unverzichtbarer-sozialanker.html „Leistungen der Ehren- und Hauptamtlichen sind unverzichtbar für eine gesunde und solidarische Gesellschaft“ Am morgigen Weltrotkreuztag (8. Mai 2021) stellt der Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes, Theo Zellner, die Hunderttausenden Helferinnen und Helfer aus Ehren- und Hauptamt in den Mittelpunkt und betont: „Die Leistungen der Ehren- und Hauptamtlichen sind unverzichtbar für eine gesunde und solidarische Gesellschaft. Sie sind für viele Menschen eine Stütze, für andere die helfende Hand in der Not, ein Zufluchtsort und gleichzeitig auch selbst psychisch wie gesundheitlich von den Auswirkungen der Pandemie betroffen.“
 
Dabei verweist Zellner beispielhaft auf die Pflegerinnen und Pfleger in den Pflege- und Seniorenheimen, Erzieherinnen und Erzieher in den Kindertagesstätten, Retterinnen und Retter im Rettungsdienst, die Ehrenamtlichen aus dem Katastrophenschutz oder auch die vielen Tausenden Helferinnen und Helfer in den Test- und Impfzentren.
„Deshalb steht für mich fest: Diese Menschen sind unverzichtbar für eine funktionierende und solidarische Gesellschaft“, so Zellner weiter.
 
Zum diesjährigen Weltrotkreuztag haben sich Mitglieder der Staatsregierung, die Landtagspräsidentin Ilse Aigner und die BR-Moderatorin Anouschka Horn in Form von Videobotschaften an die Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler gewandt. Alle stellen gemeinsam fest: „Das Rote Kreuz ist unverzichtbar für unser Land!“

 

Die Videos finden Sie hier:
•    Zusammenschnitt aller Videobotschaften

Einzelbotschaften:
•    Landtagspräsidentin Ilse Aigner
•    Anouschka Horn vom Bayerischen Rundfunk
•    Staatsminister für Gesundheit und Pflege Klaus Holetschek
•    Staatsminister des Innern, für Sport und Integration, Joachim Herrmann

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news-502 Tue, 04 May 2021 08:44:00 +0200 Am 1. Mai geht´s los! /aktuell/presse-service/meldung/am-1-mai-gehts-los.html Motorradstreife des BRK Oberallgäu startet mit „Resi“ in die Saison Der Fachdienst Motorrad der BRK-Bereitschaften im Oberallgäu, besser bekannt als Motorradstreife, startet jedes Jahr am 1. Mai offiziell seinen bzw. ihren Dienst. Ab dann sind die sechs Mitglieder - allesamt erfahrene, speziell ausgebildete Rettungssanitäter und Notfallsanitäter – bis Ende September mit dem Dienstmotorrad „Resi“ auf den Hauptreiserouten, Autobahnen, Schnellstraßen und Passstraßen im Allgäu unterwegs. Fachdienstleiter Thomas Keck schildert, wie der Alltag auf zwei Rädern aussieht.

„Unsere Fahrer patrouillieren an Wochenenden und Feiertagen auf den Hauptverbindungsstraßen im Ober-, Ost- und Westallgäu. Welche das sind, ist vom Bayerischen Innenministerium genau definiert“, so Thomas Keck, der die Motorradstreife der BRK-Bereitschaften im Oberallgäu seit sechs Jahren leitet. „Der diensthabende Fahrer ist mit der Integrierten Leitstelle verbunden und kann somit bei Notfällen in der Nähe sofort alarmiert werden.“ Für solche Fälle ist „Resi“, eine 110 PS starke BMW 1200 RT, mit Funk, Sondersignalanlage und Notfallequipment ausgerüstet.

„Im Jahr 2020 waren aber nur rund zehn Prozent unserer 651 Einsätze rettungsdienstlicher Natur. Wir fahren mit offenen Augen durch die Landschaft und fungieren als spontane und ganz vielseitige Helfer.“ Dazu gehöre die Versorgung „großer und kleiner Wehwehchen“, die Beratung von Touristen, die sich beispielsweise in Umleitungen verfahren haben und natürlich die Betreuung von Personen in Fahrzeugen, die auf der Autobahn im Stau stehen oder liegen geblieben sind. „Da kommen wir mit dem Motorrad sehr viel schneller und besser durch als die Kollegen mit dem Auto.“

Der Dienst ist anspruchsvoll und auch körperlich anstrengend. „Eine Schicht geht jeweils von Freitagmittag bis Sonntagabend, an verlängerten Wochenenden entsprechend länger. Regulär sind es Freitags acht Stunden, Samstags und Sonntags jeweils 12 Stunden, von 8 bis 20 Uhr, die wir auf der Maschine verbringen.“ Pro Saison sei jedes Mitglied zirka 10 bis 12 Mal eingeteilt. „Der Dienstplan ist bindend“, betont Thomas Keck. „Wenn es nicht gerade stürmt und schneit, sind wir bei jedem Wetter unterwegs, also bei 35 Grad genauso wie bei Regen und Eiseskälte.“ Um den körperlichen Belastungen gewachsen zu sein, hält sich jedes Mitglied fit, etwa durch Fitness, Bergsport, Skifahren oder anderen Sport. Im April, vor dem Saisonstart, fand für alle Fahrer ein ganztägiges Fahrsicherheitstraining statt.

Neben dem Streifendienst ist die Motorradstreife auch im Katastrophenfall im Einsatz und kann zudem grenzübergreifend als Sanitätsdienst für größere, überregionale Sportveranstaltungen gebucht werden. „Wir haben beispielsweise die Bayernrundfahrt, den Tannheimer Radmarathon und andere Veranstaltungen begleitet.“ Neben Spenden trügen solche Aufträge zur Finanzierung der Streife bei. „Unsere regulären Dienste absolvieren wir ehrenamtlich und für die Bürger kostenlos. Trotzdem fallen natürlich Kosten an“, stellt der Fachmann klar. „Bei rund 25.000 Kilometern Strecke pro Jahr laufen Spritkosten von gut 2.000 Euro auf, hinzu kommen drei Sätze Reifen plus Ausgaben für Wartung, Reparaturen und Ausrüstung. Da kommen in einer Saison um die 8.000 Euro zusammen.“ Corona habe die Einnahmequellen praktisch auf null reduziert. „Wenn jemand die Motorradstreife finanziell unterstützen möchte, freuen wir uns sehr über Spenden. Dabei muss unbedingt als Spenden-Verwendungszweck `Motorradstreife BRK Oberallgäu´ angegeben sein“ (Bankverbindung: Sparkasse Allgäu, IBAN: DE44 7335 0000 0310 0002 37, BIC: BYLADEM1ALG oder Allgäuer Volksbank, IBAN: DE13 7339 0000 0000 3005 35, BIC: GENODEF1KEV), so Thomas Keck. Ihre spannende Arbeit präsentiert die Streife auch auf Facebook sowie neuerdings mit einem eigenen Instagram-Auftritt. Für weitere Infos oder Buchungsanfragen ist Thomas Keck per E-Mail unter motorrad@brk-oberallgaeu.de zu erreichen.

 
Fotos:
Sonja Scharl und Tamara Bechter

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So sehen sie aus, die „Roten Engel“ auf zwei Rädern, die von Mai bis Ende September im Dienst der Motorradstreife der BRK-Bereitschaften im Oberallgäu auf unseren Straßen unterwegs sind.

BRK OA Motorradstreife2_Foto_SonjaScharl TamaraBechter
Thomas Keck (Fachdienstleiter-Motorrad)

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news-501 Wed, 28 Apr 2021 08:44:00 +0200 Kreisvorstand des BRK Oberallgäu wird neu gewählt /aktuell/presse-service/meldung/kreisvorstand-des-brk-oberallgaeu-wird-neu-gewaehlt.html Vorsitzender Alfred Reichert tritt nach 13 Jahren nicht mehr an Am 5. Juni 2021 wird der Kreisvorstand des BRK Oberallgäu neu gewählt. Damit geht gleichzeitig eine Ära zu Ende, denn der langjährige Vorsitzende Alfred Reichert wird nicht mehr kandidieren. Zum Abschluss wirft der 68-Jährige einen Blick zurück auf 13 bewegte Amtsjahre.

„Ich bin seit 2008 beim BRK Oberallgäu, zunächst als Justitiar und ab April 2013 als Vorsitzender des Kreisverbands“, sagt Alfred Reichert. „Zusätzlich bin ich seit November 2013 im Bezirksvorstand und als Delegierter des Bezirksverbands Schwaben im Landesvorstand tätig, einen Monat später kam dann noch die Tätigkeit im Revisionsausschuss des Landesvorstands, sowie ab 2014 im Schiedsgericht des Bezirksverbands hinzu“, vervollständigt er die Liste seiner verantwortungsvollen ehrenamtlichen Tätigkeiten im Dienste des Roten Kreuzes.
Jenen hat er sich stets mit großem Einsatz und von ganzem Herzen gewidmet. Genau wie die zahlreichen Mitglieder, die im gesamten Kreisverband aktiv sind, wie er betont: „Es war für mich immer beeindruckend, mit welcher Motivation, welchem Engagement und welcher Professionalität die Gemeinschaften für die Allgemeinheit ehrenamtlich tätig sind. Dabei muss man wissen, dass die Herausforderungen, sowohl im finanziellen Bereich als auch bei den Fortbildungsstunden, die die Ehrenamtlichen in Kauf nehmen, um im Notfall helfen zu können, ständig anwachsen.“ Vor so viel selbstlosem Einsatz ziehe er den Hut.
Was die vielen Meilensteine seiner Vorstandstätigkeit angeht, zeigt sich der gebürtige Neu-Ulmer mit der für ihn typischen Bescheidenheit und beschränkt sich auf einige Wenige. „Wesentlich waren in meinen Augen die Ausschreibungen der Rettungswachen Altusried und Durach, die das BRK für sich entscheiden konnte sowie der Neubau der Wachstation der Wasserwacht in Niedersonthofen.“ Ansonsten seien die Wettbewerbe im Jugendrotkreuz und in der Wasserwacht für Kinder und Jugendliche für ihn immer echte Highlights gewesen, freut er sich rückblickend. In diesem Zusammenhang sei er froh, „dass die Ausschreibungen im Rettungsdienst, Gott sei Dank vom EuGH für private Betreiber gestoppt wurden, denn wir benötigen den Rettungsdienst, um unseren jüngeren Ehrenamtlichen attraktive Tätigkeiten zu bieten.“
Dass er sein Amt niederlegen möchte, liegt an Alfred Reicherts grundsätzlicher Haltung: „Ich werde in der nächsten Amtsperiode 70 Jahre. Ich bin der Meinung, dass es allen Führungspositionen, ob Politik, gemeinnützigen Vereinen oder Ähnlichem gut zu Gesicht stehen würde, rechtzeitig aufzuhören und nicht im Amt zu vergreisen.“
Seinem Nachfolger wünscht er „eine glückliche Hand, die Gemeinschaften in der schwierigen Corona-Lage zusammenzuhalten, vor allen Dingen das Ehrenamt, sowie gutes Gelingen bei den schwierigen finanziellen Herausforderungen im Bereich der Pflege und des Rettungsdienstes.“

Der Kreisvorstand des BRK Oberallgäu setzt sich aus 20 Personen zusammen. Aktuell sind dies der Vorstandsvorsitzende Alfred Reichert und seine Stellvertretungen Lucia Lohrer und Christian Holzer, zwei Chefärzte, die Vorstände der Kreisbereitschaften, der Jugendarbeit und der Kreiswasserwacht mit ihren jeweiligen Stellvertretungen, zwei Vertreter der Bergwacht, der Schatzmeister mit Vertretung, der Justitiar sowie mit Alexander Hold und Herbert Schiek zwei externe Mitglieder.

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news-500 Wed, 21 Apr 2021 08:44:00 +0200 Zuständig für mehr als 700 Ehrenamtliche /aktuell/presse-service/meldung/zustaendig-fuer-mehr-als-700-ehrenamtliche.html Matthias Straub als Kreisbereitschaftsleiter der BRK Bereitschaften Oberallgäu wiedergewählt Am vergangenen Sonntag waren die über 700 ehrenamtlichen Mitglieder der BRK-Bereitschaften im Kreisverband Oberallgäu aufgerufen, ihre Kreisbereitschaftsleitung (KBL) neu zu wählen. Dabei wurde Matthias Straub für die kommenden vier Jahre in seinem Amt bestätigt. Zu seinem neuen 1. Stellvertreter wurde Sebastian Helff, gewählt. Er löst Prof. Dr. Christoph Tiebel ab, der nicht mehr zur Wahl angetreten war. Als weitere stellvertretende Kreisbereitschaftsleiterin wird Julia Rebuck bestellt. Die KBL ist Teil des Vorstandes des BRK Oberallgäu.

Matthias Straub aus Oberstaufen ist bereits seit 2017 Kreisbereitschaftsleiter. Sebastian Helff stellte sich heuer erstmals zur Wahl. Zusammen mit Julia Rebuck sind die Drei Ansprechpartner und Vertretung für alle ehrenamtlichen Mitglieder des BRK Oberallgäu. Die Ehrenamtlichen engagieren sich im Kreisverband in 14 örtlichen Bereitschaften und drei Arbeitskreisen. Sie sind im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz, Rettungs- und Sanitätswachdienst, bei Blutspenden, in der Rettungshunde- und Motorradstaffel, der Psychosozialen Notfallversorgung u.v.a. aktiv.

Aufgrund der Pandemie konnte die Wahl nicht wie sonst üblich im Rahmen einer Mitgliederversammlung stattfinden, sondern musste als Urnenwahl durchgeführt werden. Die Vorstellungsrunde der Kandidaten erfolgte am Vorabend in Form einer Online-Talkshow. „Ich freue mich riesig, dass ich von unseren Mitgliedern mit knapp 90 Prozent Zustimmung wiedergewählt worden bin“, so Matthias Straub. Erfreulich sei auch das klare Votum für seinen neuen Stellvertreter. Straub dankte dessen Vorgänger Christoph Tiebel für das „durchweg tolle Miteinander in der Vergangenheit.“ Dieser war aufgrund seines intensiven Engagements auf Landes- und Bundesebene im Bereich des Rettungshundewesens nicht mehr angetreten.

Das neue Dreier-Team setzt auf seine unterschiedlichen beruflichen Hintergründe sowie die jeweils langjährigen Erfahrungen im Ehrenamt und innerhalb des Roten Kreuzes. So wollen sie die lokale ehrenamtliche Rot-Kreuz-Arbeit weiter stärken und sich für ein starkes Miteinander einbringen.

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news-499 Fri, 16 Apr 2021 15:00:00 +0200 BRK nimmt weitere Corona-Schnellteststellen im Oberallgäu in Betrieb /aktuell/presse-service/meldung/brk-nimmt-weitere-corona-schnellteststellen-im-oberallgaeu-in-betrieb.html Wo, wann und wie laufen die Schnelltests? Das Netz an Schnellteststellen des BRK Oberallgäu wird kontinuierlich erweitert. Aktuell bietet das Rote Kreuz in neun Oberallgäuer Gemeinden sowie in Kempten kostenlose Antigen-Schnelltests an. Das Ergebnis liegt innerhalb von 15-20 Minuten vor. Für einige Standorte kann man vorab online einen Testtermin reservieren und somit längere Wartezeiten vermeiden.

„Mit den Schnelltestmöglichkeiten möchten wir die Städte und Gemeinden unterstützen und dazu beitragen, dass wir bald alle wieder zu einem normaleren Leben zurückkehren können, dass die Menschen sich wieder sicher im öffentlichen Raum bewegen können, dass Touristen und Kurgäste wieder kommen, dass Geschäfte und Kultureinrichtungen wieder öffnen dürfen“, sagt Dietmar Schenk vom BRK. „Mit der Stadt Kempten, der Stadt Immenstadt und dem Markt Oberstaufen haben wir vereinbart, dass die Öffnungszeiten der Zentren flexibel und bedarfsgerecht angepasst werden können. Wir stehen auch den Unternehmen bei der nun kommenden Testpflicht zur Seite.“ (Unternehmen, die Unterstützung des BRK Oberallgäu bei der Testpflicht möchten, können sich per Mail an Dietmar Schenk wenden schenk(at)kvoa.brk.de).

So läuft´s beim Schnelltest
Die Testwilligen können ohne Terminreservierung zu den Schnellteststellen und -zentren kommen. Das Schnelltestzentrum in der Markthalle Kempten ist an 7 Tagen die Woche besetzt und öffnet montags bis samstags bereits um 7 Uhr früh (Sonntag: 8–17 Uhr). Wer möchte, hat hier also die Möglichkeit, sich schnell noch vor der Arbeit oder der Schule testen zu lassen. Die Schnelltestzentren im Hofgarten Immenstadt sowie im Kurhaus Oberstaufen haben neuerdings auch samstags geöffnet.

Für die BRK-Schnelltestzentren in Kempten, Oberstaufen und Immenstadt kann man sich unter cov19screening.de bequem und unkompliziert vorab einen Termin reservieren. „Das erspart Wartezeiten. Die Voranmeldung ist bei den Schnelltests aber kein Muss“, so Schenk weiter. „Lediglich für die PCR-Tests an der Ari-Kaserne muss man sich vorab anmelden.“

Das Prozedere bei den Schnelltests beschreibt er so: „Am Eingang werden Sie für die Testung kontaktlos registriert. Dazu bitte unbedingt ein Ausweisdokument mitbringen! Wer sich online angemeldet hat, muss zusätzlich zum Ausweis den QR-Code, den er oder sie per Mail erhalten hat, auf dem Handy vorzeigen.“ Nach der Aufnahme der Daten nimmt das medizinisch geschulte Personal den Nasenabstrich ab. Das Ergebnis liegt nach 15-20 Minuten vor. „Sie erhalten dieses entweder direkt vor Ort als ausgedruckte Papier-Bestätigung oder als Nachricht per SMS auf Ihr Handy. Dann müssen Sie nicht vor Ort warten.“

Dietmar Schenk betont: „Alle Tests sind immer nur eine Momentaufnahme, darum halten Sie auch bei negativem Testergebnis unbedingt die AHA-Regeln ein. Ziel der Tests ist es, eine Infektion, vielleicht auch eine ohne Krankheitssymptome, festzustellen, um anschließend die Infizierten zu isolieren und entsprechend zu behandeln. Das trägt dazu bei, die Virusausbreitung möglichst schnell einzudämmen.“ Wer ein positives Ergebnis erhält, müsse dieses mit einem PCR-Labortest überprüfen lassen.

An den fast täglich geöffneten Schnelltestzentren werden die hauptamtlichen Mitarbeiter des BRK Oberallgäu tatkräftig von ihren ehrenamtlichen Kollegen aus den Bereitschaften unterstützt. Jene übernehmen etwa den Betrieb an den Samstagen. Die Schnellteststellen werden rein von den speziell geschulten, ehrenamtlichen Sanitätern aus den örtlichen BRK-Bereitschaften betrieben.

Die Standorte und Öffnungszeiten der Schnellteststellen werden örtlich publik gemacht und sind zudem unter der Website der BRK-Bereitschaften im Oberallgäu (www.brk-oberallgaeu.de) tagesaktuell nachzulesen.

An folgenden Standorten bietet das BRK Oberallgäu Schnelltests an:

  • Balderschwang (Mo + Mi, 17.30-19 Uhr, Dorfhaus, Dorf 11)
  • Buchenberg (Sa 16-18 Uhr, Pfarrsaal, Wirlinger Str. 1)
  • Burgberg (Mo: 17.30-19 Uhr Sporthalle an der Grundschule, Blaichacher Straße 25a)
  • Dietmannsried (Mo + Fr: 17-19 Uhr, Mi: 9-11 Uhr; Hinter dem Feuerwehrhaus)
  • Immenstadt Schnelltestzentrum (Mo, Mi, Fr: 9-13 Uhr, Di + Do: 15-19 Uhr, neu: Sa: 9-11 Uhr, Hofgarten Stadthalle, Hofgartenstraße 14, Onlineanmeldung möglich, ACHTUNG! Die Schnellteststelle am Badeweg 9 ist geschlossen)
  • Kempten Schnelltestzentrum Markthalle (Mo - Sa: 7-17 Uhr, neu: So 8-17 Uhr, Am Königsplatz 3)
  • Kempten Artillerie-Kaserne (Kaufbeurer Straße 80, Schnelltest: Mo, Mi, Fr: Nachmittag; Di, Do, So: Vormittag; PCR-Test: Mo, Mi, Fr, Sa: Vormittag, Di + Do: Nachmittag)
  • Oberstaufen Schnelltestzentrum (Mo, Mi, Fr: 15-19 Uhr, Di: 7-13 Uhr, Do: 9-13 Uhr, neu: Sa: 9-11 Uhr, Kurhaus, Argenstraße 3)
  • Oy-Mittelberg (Mi: 18 – 19.30 Uhr, Kurhaus Oy, Wertacher Straße 11)
  • Wiggensbach (Sa: 10 – 12 Uhr, Grundschule, Jugendstraße 6)

Weitere Teststellen sind geplant in Muthmannshofen, Wertach, Sulzberg und Oberstdorf. Die Öffnungszeiten werden in jedem Ort auf dessen Website und im jeweiligen Gemeindeblatt veröffentlicht und sind zudem unter www.brk-oberallgaeu.de tagesaktuell nachzulesen.

Das Schnelltestzentrum in der Kemptener Markthalle ist ab 7 Uhr geöffnet und eignet sich somit perfekt für Tests vor Arbeitsbeginn.

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news-498 Mon, 12 Apr 2021 15:01:00 +0200 Wichtiges zur Blutspende in Corona-Zeiten /aktuell/presse-service/meldung/wichtiges-zur-blutspende-in-corona-zeiten.html BRK klärt zentrale Fragen und weist auf Online-Terminvergabe hin Eine lange Warteschlange ist selten ein erfreulicher Anblick, vor allem, wenn man sich selbst am hinteren Ende einreihen muss. Angesichts der Warteschlange, die sich jüngst vor der Turnhalle an der Altusrieder Schule gebildet hatte, besteht jedoch Grund zu Freude, denn die Wartenden hatten alle ein Ziel: Blut zu spenden. Eins vorweg: Lange Wartezeiten wie in diesem Fall sind nicht mehr nötig, denn mittlerweile können sich potenzielle Spender vorab online feste Termine geben lassen. Barbara Mortzard von der BRK-Bereitschaft Altusried- Dietmannsried erklärt, was man sonst noch übers Blutspenden in Corona-Zeiten wissen sollte.

Ganze zweieinhalb Stunden haben einige der Blutspender in Altusried gewartet, ehe sie Einlass erhielten. „Wir hätten die Leute gerne ins Warme reingeholt. Sie taten uns echt leid da draußen, aber aus Infektionsschutzgründen durften wird das nicht“, bedauert Barbara Mortzard, die sich zusammen mit einem Team aus ehrenamtlichen Mitgliedern der ortsansässigen BRK-Bereitschaft um die freundliche Betreuung der Spender und die Umsetzung aller Infektionsschutz-Maßnahmen kümmerte. Erfreulicherweise kehrten nur ganz wenige Neuankömmlinge wieder um. Die meisten nahmen es gelassen und warteten geduldig. Schließlich waren sie der guten Sache wegen hier. Denn Corona hin oder her - auch jetzt sind zahlreiche kranke Menschen dringend auf Blutpräparate angewiesen. Einer der Wartenden formulierte es so: „Was ist schon das Bisschen warten, wenn man dafür Leben retten kann?“

Um den Spendern künftig das Warten zu ersparen und hohen Andrang zu vermeiden, wurde inzwischen deutschlandweit ein Online-Terminreservierungssystem eingeführt. Sowohl unter https://blutspende.de/termine als auch über die Blutspende-App des BRK können Termine vorab festgelegt werden.

Für Erstspender – an diesem Tag hatten von den rund 120 Spendern in Altusried 17 ihre Premiere - erklärt Barbara Mortzard kurz das gesamte Prozedere: „Beim Betreten der Räumlichkeiten wird jeder Spenderwillige nach Infektionssymptomen befragt.“ Handdesinfektion, Abstand und FFP2-Masken verstehen sich von selbst. „An der nächsten Station muss man sich mit einem gültigen Lichtbildausweis anmelden. Danach werden Körpertemperatur, Blutdruck, Puls und der Hämoglobinwert gemessen. In einem ausführlichen Anmeldebogen wird die persönliche gesundheitliche Vorgeschichte abgefragt.“ Es kann sein, dass sich bei der Besprechung der Antworten mit dem Arzt herausstellt, dass jemand an diesem Tag oder auch dauerhaft nicht zur Blutspende zugelassen werden darf. „Es ist natürlich schade, wenn das passiert“, räumt Barbara Mortzard ein. „Darum empfehlen wir, im Vorfeld mithilfe des Blutspende-Checks auf https://www.blutspendedienst.com/ zu prüfen, ob eine Blutspende aktuell möglich ist.“

Ausschlusskriterien sind beispielsweise eine kurz zurückliegende Erkältung, Zahnbehandlung, Operation, Tätowierung oder eine Impfung gegen Gelbfieber, Masern, Mumps, Varizellen, Typhus, Cholera, Hepatitis B oder Röteln (wer sich gegen Corona hat impfen lassen, darf hingegen bereits einen Tag später wieder Blut spenden). Verschiedene Krankheiten sowie bestimmte Medikamente können ebenfalls Ausschlusskriterien sein. Und wer gerade von einer Auslandsreise zurückgekommen ist, muss ebenfalls eine bestimmte Zeit lang aussetzen.

Nach dem Arztgespräch folgt die eigentliche Blutentnahme durch das eigens angereiste Team des Blutspendendienstes. Das Fachpersonal entnimmt jedem Spender einen halben Liter Blut. Zusätzlich werden vier Laborröhrchen für die labortechnische Untersuchung jeder Blutspende abgefüllt. Das Ganze dauert ungefähr 10 Minuten plus weitere 10 Minuten Ruhezeit. Zum Abschluss erhält jeder Spender ein kleines Essenspaket und Getränk. Wer möchte, kann Blutspendemarken gegen Gutscheine oder Waren einlösen. „In den Tagen nach der Blutspende fühle ich mich körperlich immer wesentlich besser als vorher“, schwärmt eine Spenderin. „Zudem ist es ein schönes Gefühl zu wissen, dass man mit so wenig Aufwand anderen, kranken Menschen hilft.“

Fotos: Melanie Mortzard

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news-496 Tue, 06 Apr 2021 08:00:00 +0200 Lebensgefährliche Verwechslungsgefahr /aktuell/presse-service/meldung/lebensgefaehrliche-verwechslungsgefahr.html Bärlauch, Maiglöckchen oder Herbstzeitlose? Endlich ist weder Bärlauch-Zeit! Das Wildgemüse mit dem Knoblauchduft eignet sich hervorragend als Beimengung zum Spätzleteig oder als Pesto. Hier im Allgäu pflücken viele Menschen die zarten Blätter selbst, anstatt sie im Supermarkt zu kaufen. Doch dabei ist Vorsicht geboten. Denn Bärlauch ähnelt stark dem hochgiftigen Maiglöckchen und der ebenso gefährlichen Herbstzeitlose. Frank Schönmetzler, Leiter Breitenausbildung beim BRK Oberallgäu, erklärt, wie man die Drei auseinanderhalten kann.

Je nach Witterung wächst Bärlauch von März bis in den Mai hinein. Er kommt vor allem an halbschattigen Bach- und Flussufern, in lichten Auenwäldern sowie auf schattigen Wiesen vor. Dort wächst er in Gruppen und bildet meist einen dichten Teppich. „Der typische Knoblauchduft des Bärlauch allein ist kein sicheres Erkennungsmerkmal“, warnt Frank Schönmetzler. „Denn dieser haftet lange an den Händen. Wenn man also zunächst Bärlauch gepflückt hat und dann Maiglöckchen erwischt, ist der Knoblauchgeruch trotzdem vorhanden. Das kann irreführend sein.“ Sicherer seien optische Merkmale. „Bärlauch hat breit-ovale Blätter, von denen jedes einen eigenen Blattstängel besitzt. Bei ausgewachsenen Pflanzen ist dieser deutlicher zu sehen als bei jungen. Die Blattunterseite ist hellgrün und matt. Der Stängel ist dreikantig und hohl.“

Zwar seien auch die Blätter des Maiglöckchens breit-oval, „allerdings sitzen diese paarweise an einem Stängel und umfassen diesen. Zudem sind sie in das so genannte Hüllblatt am unteren Ende des Stängels eingerollt, welches sich später bräunlich verfärbt“, weiß der Experte. „Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist die Blattunterseite: Beim Bärlauch ist diese matt, beim Maiglöckchen hingegen glänzend. Während ältere Bärlauchpflanzen eher nach unten hängen, stehen Maiglöckchen auch im ausgewachsenen Zustand meist aufrecht. Die Unterschiede gehen im Boden weiter: Bärlauch wächst aus einer Zwiebel, Maiglöckchen haben feine, rhizomartige, waagerechte Wurzeln.“

Ein anderer Doppelgänger des „wilden Knoblauchs“ ist die extrem giftige Herbstzeitlose. Schon der Verzehr von etwa 50 g kann tödlich sein. Die Blätter der Herbstzeitlose sind länglich-oval, hellgrün und auf beiden Seiten glänzend. Wie die des Maiglöckchens sind sie eher fester. Sie wachsen nicht an einem Stängel, sondern aus einer gemeinsamen Blattrosette. Meist bildet sich schon früh eine Knospe in der Mitte. Wie der Bärlauch mag auch die Herbstzeitlose feuchte, nährstoffreiche Böden, ist aber tendenziell eher auf Wiesen zu finden. „Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, lassen Sie die Pflanzen bitte lieber stehen!“ appelliert Schönmetzler.

Sollte es zum Kontakt mit den giftigen Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen gekommen sein, gilt: unbedingt gründlich die Hände waschen! Bei Verdacht auf eine Vergiftung sofort den Rettungsdienst über die europaweite Notrufnummer 112 rufen. Bis zu dessen Eintreffen sollte der Betroffene nicht allein gelassen werden.

„Bringen Sie die betroffene Person nicht zum Erbrechen! Kontrollieren Sie Atmung und Herzschlag“, so der Fachmann. „Setzt eines von beiden aus, beginnen Sie sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Bei Bewusstlosigkeit bringen Sie den Betroffenen in die stabile Seitenlage. Sonst mit erhöhtem Oberkörper lagern. Wenn möglich, sichern Sie Reste der verzehrten Pflanze, wie etwa Pflanzenteile, Essensproben oder auch Erbrochenes. So kann im Krankenhaus bestimmt werden, um welche Pflanze es sich gehandelt hat.“


Foto Bärlauch: Peter Fraas, BRK
Fotos Maiglöckchen und Herbstzeitlose: Stodal

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news-497 Thu, 01 Apr 2021 08:00:00 +0200 BRK nimmt im Oberallgäu zahlreiche Corona-Schnellteststellen in Betrieb /aktuell/presse-service/meldung/brk-nimmt-im-oberallgaeu-zahlreiche-corona-schnellteststellen-in-betrieb.html Bereitschaften ermöglichen Tests in vielen Gemeinden Die Bundesregierung setzt bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie auf flächendeckende Schnelltests. Um diese zu ermöglichen, hat das BRK Oberallgäu innerhalb weniger Tage in vielen Oberallgäuer Kommunen Schnellteststellen organisiert, an denen sich die Bevölkerung an 1-2 Tagen pro Woche kostenlos testen lassen kann. Dies gilt zum Teil auch an den Osterfeiertagen.

„Die Schnellteststellen werden von unseren ehrenamtlichen Mitgliedern aus den örtlichen Bereitschaften betrieben. Ohne ihre immense Motivation und Unterstützung wäre eine große Aktion wie diese nicht möglich“, erklärt BRK-Kreisbereitschaftsleiter Matthias Straub. „Rund 250 der ehrenamtlichen Retter wurden zusätzlich zu ihrer ohnehin vorliegenden sanitätsdienstlichen Ausbildung speziell für die fachlich korrekte Durchführung der Antigen-Schnelltests mittels Nasen-Rachenabstrich theoretisch durch Dr. Benedikt Fink an zwei Terminen online geschult. Der praktische Teil erfolgt in Kleingruppen coronakonform durch den jeweiligen Bereitschafsarzt vor Ort.“ Die Schnelltests sind für jeden Bürger einmal pro Woche kostenlos möglich.

Die Standorte und Öffnungszeiten der Schnellteststellen werden örtlich publik gemacht und sind unter der Website der BRK-Bereitschaften im Oberallgäu (www.brk-oberallgaeu.de) tagesaktuell nachzulesen. „Die meisten der Stellen arbeiten momentan noch analog und werden gerade sukzessive auf die digitale Erfassung umgestellt. Das heißt: wer sich testen lassen möchte, kommt einfach hin, lässt sich mit seinen persönlichen Daten registrieren – dazu bitte ein Ausweisdokument mitbringen – und kann sich unter Berücksichtigung etwaiger Wartezeiten sofort testen lassen. Nach ca. 15 bis 20 Minuten Wartezeit erhält der Getestete sein Testergebnis als Papier-Bestätigung oder, wo möglich, auch digital auf das Smartphone“, so Straub.

Anders ist es bei den großen Testzentren des BRK, die von hauptamtlichen BRK-Mitarbeitern mit Unterstützung durch die Bereitschaften betrieben werden. Sie befinden sich in der Markthalle Kempten, in der Ari-Kaserne Kempten (hier besteht die Möglichkeit zu Schnelltests sowie zu PCR-Tests) im Oberstaufener Kurhaus und in der Hofgarten-Stadthalle in Immenstadt. „Für die Testung in den Zentren kann man vorab online einen Termin reservieren. Zu dieser Zeit geht man hin, lässt den Abstrich vornehmen und erhält das Testergebnis innerhalb von 15 bis 20 Minuten per QR-Code auf das Smartphone. Somit muss man nach dem Test nicht vor Ort warten. Auch hier ist eine Testung ohne vorherige Terminreservierung möglich. In diesem Fall kann es zu Wartezeiten kommen.“

Aktuell besteht die Möglichkeit zu Schnelltests in folgenden Kommunen:
- Buchenberg (Öffnungszeiten: Sa 16-18 Uhr, Pfarrsaal, Wirlinger Str. 1., Bereitschaft Buchenberg)

Aktuell besteht die Möglichkeit zu Schnelltests in folgenden Kommunen:

  • Buchenberg (Öffnungszeiten: Sa 16-18 Uhr, Pfarrsaal, Wirlinger Str. 1., Bereitschaft Buchenberg)
  • Dietmannsried (Mo + Fr: 17-19 Uhr, Mi: 9-11 Uhr; Hinter dem Feuerwehrhaus, Bereitschaft Altusried-Dietmannsried)
  • Immenstadt (Fr +So: 16-19 Uhr, BRK-Haus Immenstadt, Badeweg 9, Bereitschaft Immenstadt
  • Oy-Mittelberg (Mi: 18–19.30 Uhr, Kurhaus Oy, Bereitschaft Oy)
  • Wiggensbach (Sa: 10–12 Uhr, Grundschule, Bereitschaft Wiggensbach)

Fotos: M.Straub, BRK

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news-494 Wed, 31 Mar 2021 16:03:00 +0200 BRK-Kleiderladen Kempten vorübergehend geschlossen /aktuell/presse-service/meldung/brk-kleiderladen-kempten-voruebergehend-geschlossen.html Rotkreuzladen mindestens bis Ende der Osterferien zu Der Kemptener Kleiderladen des BRK Oberallgäu ist aufgrund der Corona-Lage ab sofort wieder geschlossen. Das Geschäft im BRK-Haus in der Haubenschloßstr. 12 bleibt die gesamten Osterferien, also mindestens bis einschließlich Montag, 12. April 2021, zu. Wann es danach wieder für Kunden öffnen kann, ist abhängig von den Inzidenzwerten. Derzeit ist auch „click & meet“ (Einkaufen nach vorab reserviertem Termin) leider nicht möglich.

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news-493 Wed, 31 Mar 2021 14:24:00 +0200 So funktioniert der Rautekgriff /aktuell/presse-service/meldung/so-funktioniert-der-rautekgriff.html BRK frischt wichtige Erste-Hilfe-Kenntnisse auf Da derzeit aufgrund von Corona kaum Kurse möglich sind, stellt das BRK Oberallgäu einige wichtige Erste-Hilfe-Maßnahmen in einer Reihe vor. Heute geht es um die richtige Anwendung des Rettungsgriffs, auch genannt Rautekgriff.

„Mit dem Rettungs- oder Rautekgriff kann man mit relativ wenig Kraftaufwand bewegungsunfähige Menschen aus einem Gefahrenbereich, wie beispielsweise einem Unfallauto retten oder sie von einer sitzenden in eine liegende Position bringen, um Erste Hilfe leisten zu können“, erklärt Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu.

Risiken des Rautekgriffs

„Der Rautekgriff birgt allerdings Verletzungsgefahr an Wirbelsäule, Rippen, Arm und Schulter des Patienten“, warnt der Fachmann. „Vor allem bei Verdacht auf Wirbelsäulenverletzung sollte er deshalb nur angewendet werden, wenn ansonsten Lebensgefahr besteht oder wenn notwendige Erste-Hilfe-Maßnahmen nur außerhalb des Gefahrenbereichs möglich sind.“

So funktioniert der Rautekgriff Absichern der Unfallstelle, Notruf veranlassen unter 112

  • Einmalhandschuhe anziehen. Im Gefahrenbereich auf Eigenschutz achten!
  • Prüfen, ob die verunglückte Person bei Bewusstsein ist (bei Verdacht auf Wirbelsäulenverletzung nicht schütteln!) und ob sie sich bewegen kann.
  • Sitzt die verunglückte Person im Auto: Motor ausschalten, Schlüssel stecken lassen, Sicherheitsgurt öffnen.
  • Prüfen Sie, ob die Beine des Verunglückten feststecken oder eingeklemmt sind.
  • Ist der Betroffene bewegungsunfähig, treten sie hinter (beim Auto: neben) ihn. Heben Sie vorsichtig zuerst dessen Kopf und dann die Schultern des Betroffenen von hinten an, sodass dieser leicht nach vorn gebeugt sitzt. Stützen Sie dessen Rücken mit dem eigenen Knie oder Oberschenkel ab.
  • Greifen Sie mit beiden Händen unter den Achseln des Verunglückten nach vorne. Greifen Sie einem seiner Unterarme und winkeln Sie diesen quer vor seiner Brust ab.
  • Packen Sie den Unterarm, indem Sie den Daumen neben die anderen Finger legen (nicht um den Arm greifen), das verhindert zu festes Zudrücken!
  • Ziehen Sie den Betroffenen auf Ihre Oberschenkel, richten Sie ihn auf und bringen Sie ihn rückwärtsgehend aus dem Gefahrenbereich. Achten Sie auf Eigenschutz und Hindernisse.
  • Legen Sie die Person an einem sicheren Ort/auf einer Rettungsdecke vorsichtig auf den Rücken. Auf Wärmeerhalt achten, Betroffenen zudecken.
  • Ist der Betroffene bewusstlos: Atmung kontrollieren. Gegebenenfalls sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durchführen, ggf. im Wechsel mit weiteren Helfern.
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news-495 Tue, 30 Mar 2021 14:24:00 +0200 Osterfreude in Päckchen /aktuell/presse-service/meldung/osterfreude-in-paeckchen.html Projekt der Maria Ward Realschule Kempten zu Gunsten der Wärmestube Die Schülerinnen der Maria Ward-Mädchenrealschule in Kempten bereiteten den Besuchern der Wärmestube eine ganz besondere, liebevolle Osterüberraschung. Während der Zeit des Distanzunterrichts hatten sie klassenübergreifend 60 hübsche, mit Leckereien gefüllte Osterpäckchen für die Bedürftigen vorbereitet. Zwei Zehntklässlerinnen verteilten die Überraschungen am vergangenen Donnerstag (25.03.2021) gemeinsam mit zwei Lehrkräften persönlich an die Frauen und Männer.

„Die Aktion war wie ein Tag Sonnenschein während einer trüben Jahreszeit“, freut sich Amelie Lang, die Leiterin der Kemptener Wärmestube des BRK. In den bunt bemalten und zum Teil mit Schleifen verzierten Päckchen befanden sich in Heu gebettete Osterlämmer oder Osterzöpfe sowie österliches Naschwerk. „Das Projekt wurde mit sehr viel Umsicht und sehr professionell gestaltet“, lobt sie. „Aus Rücksicht auf die geltenden Hygienebestimmungen wurde nichts selbst gebacken. Zudem liegt jedem Päckchen eine Zutaten- bzw. Allergenliste bei.“

Die Schülerinnen Lara und Julia, ihre Lehrerin Manuela Holzer sowie ihr Lehrer Tobias Weiß verteilten die Überraschungspäckchen während der mittäglichen Essensausgabe der Wärmestube - natürlich mit FFP2-Masken, Abstand und ohnehin draußen. Dabei ergab sich auch das eine oder andere nette Gespräch. „Die Geschichten aus dem Alltag der Wärmestube mit Übernachtungsstelle machte die Mädchen sowohl betroffen als auch erstaunt“, so Amelie Lang. Besonders die Übernachtungsstelle, in die sie einen Blick werfen durften, habe die Beiden positiv überrascht: „Sie meinten: `Sieht ja alles ganz nett aus – das habe ich mir viel schlimmer vorgestellt.´“ Auch die Gäste hätten sich über den Kontakt zu den jungen Menschen gefreut. „Eine Dame sagte, sie habe sonst nie Kontakt mit so jungen Menschen. Ihre eigene Tochter sei 55 Jahre alt und habe keine Kinder. Es sei wirklich schön, so in Kontakt zu kommen.“

Da an jenem Tag nicht alle Päckchen Abnehmer fanden, werden die verbliebenen am Ostersonntag von den Mitarbeitern der Wärmestube ausgegeben und mit Sicherheit (wieder) viele Gesichter zum Strahlen bringen.

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news-492 Mon, 29 Mar 2021 11:00:00 +0200 Die Radler kommen wieder /aktuell/presse-service/meldung/die-radler-kommen-wieder.html BRK gibt Tipps zur Ersten Hilfe bei Fahrradunfällen Nach dem langen kalten Winter können viele Menschen es kaum erwarten, endlich das Fahrrad wieder aus dem Keller zu holen und sich in den Sattel zu schwingen. „Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um sich die wichtigsten Erste Hilfe-Maßnahmen nochmal zu vergegenwärtigen“, findet Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu. „Denn wenn die Fahrradsaison so richtig losgeht, steigen leider auch die Zahlen von Unfällen, an denen Radler beteiligt sind.“

„Die häufigsten Verletzungen bei Fahrradfahrern sind Knochenbrüche, Gelenkverletzungen, Platz- und Schürfwunden sowie Schädelverletzungen bis hin zu schweren Schädel-Hirn-Traumata“, sagt der erfahrene Rettungsdienstler. „Schädel-Hirn-Traumata, zu denen auch Gehirnerschütterungen zählen, erkennt man an Symptomen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Desorientiertheit sowie Seh-, Bewegungs- oder Sprachstörungen. Dann muss sofort der Rettungsdienst unter 112 alarmiert werden.“ Die meisten Kopfverletzungen wären durch das Tragen eines Fahrradhelms vermeidbar, mahnt er. „Tragen Sie darum Ihrer eigenen Sicherheit zuliebe bitte unbedingt immer einen gut sitzenden Helm!“. Zudem rät er, bei jeder Fahrradtour ein Erste-Hilfe-Set dabei zu haben. Solche gibt es auch in handlicher Ausführung speziell für Radler.

Was tun bei Knochenbrüchen und blutenden Wunden?
Als Hinweise auf Knochenbrüche und Gelenkverletzungen nennt der Fachmann unnatürlich verdrehte Gliedmaßen, gefolgt von starken Schmerzen und Bewegungseinschränkung oder -unfähigkeit. „Der Betroffene nimmt meist automatisch eine Schonhaltung ein“, erklärt er. Dann gelte:

  • Bruchstelle bzw. Gelenk nicht bewegen!
  • keine Einrenkungs- oder Bewegungsversuche unternehmen
  • verletzten Körperbereich ruhigstellen (evtl. mit Schiene, Armschlinge)
  • geschlossenen Bruch, wenn möglich, vorsichtig mit nassen Tüchern kühlen
  • offenen Bruch mit sauberer, möglichst steriler Wundauflage bedecken
  • verletzte Gliedmaßen vorsichtig umpolstern (z.B. mit fest gerollten Kleidungsstücken)
  • bei stark blutenden Wunden Druckverband anlegen, Notruf 112 verständigen

Innere Verletzungen erkennen
„Im Gegensatz zu offenen Wunden sind innere Verletzungen, zum Beispiel durch den Fahrradlenker, für den Laien oft nicht eindeutig zu erkennen“, betont Frank Schönmetzler. „Sie können sich durch Blutergüsse und blaue Flecken am Rumpf zeigen und sind häufig mit erst später einsetzenden Schmerzen im Bauch, einer harten Bauchdecke und Schocksymptomen wie kaltem Schweiß, Blässe und Schwindel bis hin zu Bewusstlosigkeit verbunden.“

Maßnahmen bei Inneren Verletzungen

  • Betroffener ist bei Bewusstsein => mit dem Verletzten sprechen, beruhigen, Oberkörperhoch lagern
  • bei Schocksymptomen => auf den Rücken legen, Beine hochlagern
  • bei Bewusstlosigkeit
    • Helm des Betroffenen vorsichtig abnehmen
    • stabile Seitenlage
    • eventuelle Fremdkörper aus dem Mund entfernen
    • ständig Atmung und Herzschlag kontrollieren. Während Corona gilt: Atmung am besten mit Abstand, anhand des Hebens und Senkens des Brustkorbs prüfen
    • bei fehlender Atmung und Herzschlag: Herzdruckmassage durchführen. Während Corona gilt: bei haushaltsfremden Personen derzeit auf Mund-zu-Mund-Beatmung verzichten. Ausnahme: Familienmitglieder und Kleinkinder

Hilfreiche Tipps für Mountainbiker
Bei einem Fahrradunfall in unwegsamem Gelände herrscht womöglich kein Handyempfang. Frank Schönmetzler weiß Rat: „Schalten Sie Ihr Handy aus und dann wieder ein, OHNE den PIN einzugeben. Wählen Sie dann den Euro-Notruf 112. Das Gerät sucht nun ausreichende Signale anderer Netzanbieter. Falls das nichts bringt müssen Sie den Standort wechseln – auf Anhöhen herrscht eher Empfang – und es erneut per Euro-Notruf versuchen.“

Wann und wo in Kempten und dem Oberallgäu wieder Erste-Hilfe-Kurse stattfinden, erfahren Sie unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/.

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news-491 Wed, 17 Mar 2021 11:00:00 +0100 BRK-Kleiderladen Kempten wieder geöffnet /aktuell/presse-service/meldung/brk-kleiderladen-kempten-wieder-geoeffnet.html Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10 bis 15 Uhr Der Kemptener Kleiderladen des BRK Oberallgäu im BRK-Haus (Haubenschloßstr. 12) ist seit Dienstag (16.03.2021) wieder geöffnet. Sofern die Inzidenzzahlen es zulassen, können dienstags bis freitags von 10 Uhr bis 15 Uhr wieder gut erhaltene Kleidung, Heimtextilien, Schuhe, Spielzeug, Geschirr, zeitgemäße Bücher sowie CDs von Jedermann zum kleinen Preis gekauft werden.

„Die Entscheidung zur Öffnung kam sehr kurzfristig“, sagt Susanne Kultus, die Leiterin der Rotkreuzläden. „Am Montagabend hängte ich ein Schild mit dem Hinweis, dass wir wieder öffnen ins Schaufenster und am Dienstagmorgen warteten dann prompt schon treue Kundinnen vor der Tür“, erzählt sie. Für den Einkauf gilt ein strenges Hygienekonzept mit Händedesinfektion, Abstandsregelung, FFP2-Maskenpflicht und einer Zutrittsbeschränkung auf 5 Kunden gleichzeitig. „Das gesamte Team freut sich sehr, dass es nach dreimonatiger Zwangspause nun endlich wieder weitergeht.“

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news-490 Thu, 11 Mar 2021 11:00:00 +0100 Mit diesen Tipps schützen Sie sich vor Zecken /aktuell/presse-service/meldung/mit-diesen-tipps-schuetzen-sie-sich-vor-zecken.html Warum die Gefahr von Zeckenstichen nach wie vor nicht unterschätzt werden darf Auch wenn Zecken im Frühling und im Herbst besonders aktiv sind, findet man sie mittlerweile das ganze Jahr über. Abhängig ist ihr Auftreten von der Temperatur. Ab 8 Grad sind sie aktiv, unabhängig von Art oder Stadium. Bei warmer Witterung können Infektionen vereinzelt folglich auch im Winter auftreten. „Zecken sind deshalb gefährlich, weil sie Viren übertragen, die zur gefährlichen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) führen, und weil sie Bakterien übertragen, die Borreliose verursachen. Die Medizin ist in beiden Fällen nur bedingt gerüstet“, erläutert Dr. Andreas Baumgarten, Chefarzt beim BRK Oberallgäu.

Bei FSME handelt es sich um eine Gehirn-, Hirnhaut- oder Rückenmarkentzündung. Sobald die Krankheit ausgebrochen ist, helfen keine Medikamente. Eine FSME-Impfung ist der einzige sichere Schutz vor einer Erkrankung. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) erkranken Erwachsene ab 40 Jahren am häufigsten. Die Ständige Impfkommission empfiehlt daher allen Menschen, die sich in FSME-Risikogebieten aufhalten, eine Impfung. Bayern, Baden-Württemberg und die südlichen Gebiete Hessens und Thüringens wurden vom Robert-Koch-Institut als solche Risikogebiete eingestuft. „Die Hauptübertragungszeit liegt zwischen April und November, aber wie schon angedeutet, kann das auch im Winter passieren, sofern es mild ist. Aufgrund des Klimawandels kommt es vermehrt zu einem Anstieg der einheimischen Zecken und der Verbreitung neuer Arten“, weiß Dr. Baumgarten.

Entscheidend ist schnelles Entfernen
Gegen Borreliose gibt es nach wie vor noch keinen wirksamen Impfschutz. „Ein schnelles Entfernen ist hier ganz wichtig, denn die Inkubationszeit nach einem Zeckenstich liegt zwischen 3 bis 30 Tagen. Die späte Neuroborreliose kann sich auch erst nach Monaten oder Jahren entwickeln. Wer an einer Borreliose erkrankt, kann in der Regel durch Antibiotika therapiert werden. Am besten ist natürlich, man lässt es erst gar nicht zu einem Zeckenstich kommen“, rät der Mediziner. Wer sich im hohen Gras, Gebüsch oder Unterholz aufhält, der sollte am besten geschlossene Kleidung tragen, da diese einen gewissen Schutz bietet. Feste Schuhe, lange Hosen und lange Ärmel sind ratsam. Wer außerdem seine Hosenbeine in die Socken steckt, der zwingt die Zecke auf der Kleidung nach oben zu laufen, was ihr Auffinden um einiges erleichtert. Auf hellen Kleidungsstücken sind die Tierchen darüber hinaus deutlich besser zu sehen. „Insektenabweisende Mittel können wir ebenfalls empfehlen. Allerdings helfen die Sprays nur für eine kurze Zeitspanne von 1 bis 3 Stunden und müssen immer wieder aufgetragen werden. Besonders sinnvoll ist es, seinen Körper nach dem Aufenthalt im Freien nach Zecken abzusuchen. Vor allem Kinder sollten nach dem Spielen und Toben draußen gründlich untersucht werden. Zecken bevorzugen Stichstellen wie etwa den Haaransatz, die Ohren, den Hals, die Achseln, die Ellenbeuge, den Bauchnabel, den Genitalbereich oder die Kniekehle“, führt der Chefarzt des BRK Kreisverbands Oberallgäu detailliert aus.

Gibt es Menschen, die für Zecken besonders attraktiv sind?
Forscher haben herausgefunden, dass Menschen mit einem hohen Anteil an Milchsäure auf ihrer Haut besonders attraktiv für Gelbfiebermücken sind. Für die heimischen Zeckenarten ist laut dem Robert-Koch-Institut nichts derartiges bekannt. „Es hängt also vielmehr von unserem Verhalten ab, ob wir von einer Zecke gestochen werden oder nicht. Das haben wir ja selbst in der Hand, insofern kann ich nur noch einmal unterstreichen, wie wichtig es ist, gewisse Schutzmaßnahmen zu ergreifen.“ Wer trotzdem von einer Zecke gestochen wurde, der verwendet am besten eine Pinzette oder ein spezielles Zeckenentfernungsinstrument aus der Apotheke. Die Zecke greift man nahe der Hautoberfläche, also an ihren Mundwerkzeugen (niemals am vollgesogenen Körper!) und zieht sie langsam und gerade aus der Haut. Sie sollte dabei, wenn möglich, nicht gedreht werden, und auf keinen Fall darf sie vor dem Entfernen mit Öl oder Klebstoff beträufelt werden. Das würde das Tier unnötig reizen und könnte dazu führen, dass es seinen Speichel und somit mögliche Infektionserreger abgibt. Nach Entfernung der Zecke sollte die Wunde sorgfältig desinfiziert werden.

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news-489 Wed, 10 Mar 2021 16:00:00 +0100 Unbekannte Helfer in der Not /aktuell/presse-service/meldung/unbekannte-helfer-in-der-not.html Die Schnelleinsatzgruppen Betreuung und Verpflegung des BRK Oberallgäu Allgäu - Manche Dienste, die die Bereitschaften im Roten Kreuz Oberallgäu vorhalten, sind im Ernstfall von großer Wichtigkeit und dennoch weitgehend unbekannt. Das möchten wir gerne ändern. Heute stellen wir die rein ehrenamtlich getragenen Schnelleinsatzgruppen SEG Betreuung und SEG Verpflegung vor. Deren Mitglieder kümmern sich bei so genannten „Großschadensereignissen“ um leicht- und unverletzte Personen und versorgen Betroffene sowie Einsatzkräfte mit Essen und Trinken.

„Von einem Großschadensereignis spricht man, wenn viele Menschen davon betroffen sind – also wenn viele verletzt oder krank sind oder auf andere Weise Schaden genommen haben. Das kann beispielsweise bei einer Unwetterkatastrophe, einem Zugunglück, einem Erdbeben oder Großbrand der Fall sein. In solchen Fällen sind viele Helfer und Retter nötig,“ erklärt Sebastian Helff, Kreisfachdienstleiter Betreuungsdienst beim BRK Oberallgäu. „Meist wird in solchen Fällen auch die Schnelleinsatzgruppe Betreuung und/oder Verpflegung der BRK-Bereitschaften alarmiert.“

Dies war etwa der Fall, als im vergangenen Oktober bei Bauarbeiten in Sulzberg Weltkriegs-Munition gefunden wurde und 35 Anwohner evakuiert werden mussten. Ebenso bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Sonthofen im Dezember 2020. Mehrere Bewohner, darunter Familien mit kleinen Kindern, mussten bis zum Ende der Löscharbeiten andernorts betreut werden. Erst Ende Januar 2021 kamen rund 30 Helfer der BRK-Bereitschaften mit Quads und zu Fuß zahlreichen Autofahrern zu Hilfe, die aufgrund des Wintereinbruchs stundenlang auf der B12 festsaßen. Sie wurden mit Kraftstoff, Tee, Müsliriegeln, Decken und menschlichem Zuspruch aufgemuntert.

„Die Aufgaben im Bereich des Betreuungsdienstes sind sehr vielfältig und hervorragend geeignet für Menschen, die sich ehrenamtlich für andere engagieren möchten, aber kein Blut sehen können“, sagt Sebastian Helff. Vielmehr seien Organisationsfähigkeit und soziale Kompetenz gefragt. „Die SEG Betreuung beispielsweise kümmert sich zum einen darum, Verpflegung und eventuell beheizte Ruheräume für Rettungskräfte bereitzustellen. Zum anderen ist die Einheit in enger Zusammenarbeit mit Ordnungsbehörden und Polizei für die Betreuung betroffener Zivilpersonen da. Dazu gehört die Suche nach einer geeigneten Notunterkunft - je nach Einsatzfall und dessen Dauer müssen dort Notbetten Platz finden, Familien müssen separat untergebracht werden können, außerdem müssen Sanitäranlagen vorhanden sein sowie eventuell Spielbereiche für Kinder und Ruhebereiche für Einsatzkräfte.“ Im Fall von Sulzberg wurde die Turnhalle zu einer Notunterkunft umfunktioniert. „Die SEG-Mitglieder richten diese dann schnellstmöglich ein, kümmern sich um die Ausschilderung, die Aufnahme der Evakuierten, die Bereitstellung von Getränken und Brotzeiten - auch für die Rettungskräfte - und dann um die psychosoziale Betreuung der Betroffenen. Sprich: sie erklären die Abläufe und klären regelmäßig über den Stand der Dinge bei dem zugrunde liegenden Unglück auf, sie sorgen gegebenenfalls für Kleidung – falls jemand nachts im Schlafanzug seine Wohnung verlassen musste – und sind ganz generell für die Betreuten da. Die SEG Verpflegung hingegen ist bei sehr großen Schadenslagen mit mehreren Hundert Betroffenen gefragt. Die Einheit mit Sitz in der Bereitschaft Kempten verfügt über eine mobile Feldküche, mit der in einem Kochgang 200 bis 300 Personen versorgt werden können sowie über einen Betreuungs-LKW inklusive autarker Trinkwasserversorgung und stromautarkem Feldkochherd.“

„Wir freuen uns immer über neue Gesichter in unseren Reihen“, sagt Sebastian Helff. Voraussetzung, um Mitglied dieser SEGs zu werden, ist die Grundqualifizierung zur Einsatzkraft der BRK-Bereitschaften, die beim BRK Oberallgäu erworben werden kann. Mitglieder der SEG Verpflegung benötigen zudem die Fortbildung zum Feldkoch. Wer über 18 Jahre alt ist und Interesse hat, sich in der SEG Betreuung in Kempten, Sonthofen oder Immenstadt oder auch in der SEG Verpflegung in Kempten zu engagieren, kann sich für weitere Informationen direkt mit Sebastian Helff in Verbindung setzen.

Mail: s.helff(at)brk-oberallgaeu.de

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news-488 Tue, 09 Mar 2021 16:00:00 +0100 Waltner Weine spendet Säfte & Co. an die Tafel Kempten /aktuell/presse-service/meldung/waltner-weine-spendet-saefte-co-an-die-tafel-kempten.html Waltner Weine spendet Säfte & Co. an die Tafel Kempten Waltenhofen – Die Vinothek Waltner Weine in Waltenhofen hat aus der Not eine Tugend gemacht und rund 80 Kisten Fruchtsäfte und alkoholfreie Getränke an die Tafel Kempten gespendet.

Die selbstständige Wein-Fachberaterin Simone Waltner hat - wie so viele Einzelhändler - mit der Corona-Krise zu kämpfen. Unter anderem bedingt durch ausgefallene Feste und Veranstaltungen wie zum Beispiel die Nordische Ski WM in Oberstdorf, die ohne Publikum stattfand, oder den Ausfall des Weihnachtsmarktes, bei dem die Firma den Stand des BRK, die „Kempten-Hütte“, mit hochwertigem Winzerglühwein aus Kemptens Partnerstadt Bad Dürkheim beliefert hätte, ging auch bei ihr der Absatz stark zurück.

„Auch Getränke haben ein Mindesthaltbarkeitsdatum“, sagt Simone Waltner. „Darum kann ich Teile meines Warenbestandes nicht mehr in meinem Geschäft anbieten. Qualität und Geschmack sind aber auch kurz vor oder nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum einwandfrei. Die Getränke können bedenkenlos verzehrt werden und sind viel zu schade zum Wegschütten.“ Aus diesem Grund hat die Unternehmerin nun fast 80 Kisten alkoholfreier Getränke im Wert von rund 900 Euro an die Tafel Kempten gespendet. Tafel-Koordinator Markus Wille bedankte sich herzlich für die großzügige Spende. Die Getränke werden an die Kunden der drei Tafel-Ausgabestellen in der Stadt verteilt.

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news-487 Mon, 08 Mar 2021 16:00:00 +0100 So erfahren Sie Ihren Termin für die Corona-Impfungen /aktuell/presse-service/meldung/so-erfahren-sie-ihren-termin-fuer-die-corona-impfungen.html BRK erklärt den Ablauf von der Registrierung bis zum Impftermin Das Interesse, sich gegen Corona impfen zu lassen, ist in der Bevölkerung des Oberallgäus und Kemptens groß. Dietmar Schenk ist als BRK-Koordinator für die Impfung bestens mit dem Thema vertraut. Er erklärt den Ablauf von der Registrierung bis zur Terminvergabe. Eins vorweg: Telefonische Nachfragen bei der Impfhotline führen zu keinem Ergebnis. Die Terminvergabe erfolgt andernorts.

„Es gibt verschiedene Wege, sich zur Corona-Impfung anzumelden“, erklärt Dietmar Schenk. „Der erste ist, sich unter www.impfzentren.bayern online zu registrieren. Das ist jederzeit möglich. Man benötigt dafür nur eine E-Mailadresse, mit der man sich anmeldet und ein selbstgewähltes Passwort. Bei der Online-Anmeldung werden persönliche Daten wie Geburtsdatum und Adresse erfasst und auch, ob eventuelle Vorerkrankungen, eine bestätigte COVID-19 Erkrankung oder eine Schwangerschaft vorliegen. Darüber hinaus wird abgefragt, ob der Interessent in einer Pflege- oder medizinischen Einrichtung, in Schule oder Kindergarten, in einer Einrichtung zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens oder in einem anderen Beruf mit hohem Personenkontakt arbeitet. Man kann mit einer Mailadresse auch mehrere Personen anmelden.“

Der zweite Anmeldeweg ist über die telefonische Impfhotline. Sie ist von Montag bis Freitag jeweils 8-18 Uhr und am Wochenende von 8-16 Uhr besetzt und in erster Linie für Senioren gedacht sowie für Menschen, die keinen Internetanschluss haben. Für Kempten und das Oberallgäu lautet die Nummer 0831- 20 69 71 71. „Im Januar sind dort täglich bis zu 18. 000 Anrufe eingegangen“, berichtet Dietmar Schenk. „Obwohl bis zu zehn Mitarbeiter nonstop am Apparat sind, kommt es da leider zu Wartezeiten in der Warteschleife. Alle Beteiligten tun ihr Menschenmöglichstes. Wir bitten um Geduld und Verständnis.“

Eine wichtige Anmerkung möchte Dietmar Schenk in diesem Zusammenhang loswerden: „Egal auf welchem Weg Sie sich angemeldet haben: Sie können sicher sein, dass Sie nicht vergessen werden! Aufgrund der sehr großen Nachfrage kann es allerdings einige Zeit dauern, bis Sie ihren Impftermin erhalten.“ Generelle Aussagen über den zu erwartenden Zeitabstand zwischen der Anmeldung und der Impfung seien derzeit nicht möglich. Schenk bittet: „Bitte verzichten Sie auf telefonische Nachfragen beim Impfzentrum. Die Mitarbeitenden dort sind nicht im Bilde über die einzelnen Impftermine.“ Die registrierten Impfwilligen würden vielmehr von dem für sie zuständigen Impfzentrum per E-Mail, per SMS oder gegebenenfalls auch telefonisch informiert, sobald ein Impftermin frei ist. „Dann stehen Ihnen mehrere Termine zur Auswahl, die mitunter sehr kurzfristig am nächsten Tag oder innerhalb der kommenden Woche sein können. Mit der Terminbestätigung erfahren Sie auch, welchen Impfstoff Sie erhalten.“

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news-486 Wed, 03 Mar 2021 11:00:00 +0100 Spürhund Ben findet hilfloses Mädchen /aktuell/presse-service/meldung/spuerhund-ben-findet-hilfloses-maedchen.html Erfolgreiche Vermisstensuche der BRK Rettungshundestaffel Am gestrigen Abend (02.03.2021) wurde ein 16-jähriges Mädchen im Unterallgäu als vermisst gemeldet. Die von der Polizei hinzugezogene BRK Rettungshundestaffel fand die Vermisste in den frühen Morgenstunden glücklicherweise unverletzt.

Das 16-jährige Mädchen war am Abend nicht ins Heim zurückgekehrt, woraufhin die Heimleitung die Polizei verständigte. Da das Mädchen ohne Jacke und Handy unterwegs war, war davon auszugehen, dass sie in einer hilflosen Lage ist.

Der siebenjährige Bayerische Gebirgsschweißhund Ben aus der hinzugezogenen Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu konnte am Ausgang des Heims die Spur der Vermissten aufnehmen und zeigte seiner Hundeführerin Yvonne Schöllhorn und den Polizisten bei einem einstündigen Marsch den Weg zu ihr an. Dank seiner feinen Nase konnte das Mädchen unversehrt gefunden und in Sicherheit gebracht werden.

„Das ist eine tolle Leistung und die ganze Rettungshundestaffel freut sich. Ein Fund wie dieser macht deutlich, dass sich die jahrelange Ausbildung unserer Hunde mit zweimal Training pro Woche auszahlt“, sagt Christoph Tiebel, der Leiter der Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu.

Ben ist ein sogenannter „Mantrailer“, das heißt, er bekommt vor der Suche einen persönlichen Gegenstand des Vermissten als Geruchsträger. Das kann ein Kleidungsstück, eine Zahnbürste oder auch nur ein Zigarettenstummel sein. Dann verfolgt er vom Startpunkt aus die frischeste Spur. Yvonne Schöllhorn und Ben engagieren sich als erfahrenes Rettungshundeteam bei der Bereitschaft Waltenhofen des Bayerischen Roten Kreuzes. Sie werden pro Jahr zu ca. 20 Sucheinsätzen alarmiert und haben schon oft wertvolle Hinweise für den Fund vermisster Menschen geliefert. „Dass Ben seine Arbeit so gut macht, macht mich stolz“, sagt Yvonne Schöllhorn. „Er ist immer mit voller Motivation dabei und verfolgt die Spur so schnell, dass die Polizisten und ich beim Hinterherlaufen ins Schwitzen kommen.“ Zur Belohnung für die Suche bekam der erfolgreiche Vierbeiner einen großen Napf mit Futter. Dann durfte er nach dem nächtlichen Einsatz erstmal ausschlafen.

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news-485 Tue, 02 Mar 2021 11:00:00 +0100 „Man kann nichts verkehrt machen“ /aktuell/presse-service/meldung/man-kann-nichts-verkehrt-machen.html BRK erklärt, wie und wann man als Laie einen Defibrillator anwendet Da derzeit aufgrund von Corona keine Kurse möglich sind, stellt das BRK Oberallgäu einige wichtige Erste-Hilfe-Maßnahmen in einer Reihe vor. Heute geht es um die richtige Anwendung eines Defibrillators, auch AED genannt (Automatisierter Externer Defibrillator). „Viele Menschen haben Angst, solch ein Gerät zu benutzen, weil sie befürchten, etwas falsch zu machen“, weiß Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu. „Dabei ist die Anwendung wirklich einfach. Man kann nichts verkehrt machen. Nichts zu tun, wäre viel schlimmer!“

Wann sollte man einen Defibrillator anwenden?
Ein Defibrillator kommt bei schwerwiegenden Herz-Rhythmus-Störungen wie etwa dem Kammerflimmern zum Einsatz. „Wenn bei einer bewusstlosen Person kein Pulsschlag zu spüren ist, zählt buchstäblich jede Minute. Also warten Sie als Ersthelfer bitte keinesfalls erst einmal ab“, appelliert der Experte. Die ersten sechs Minuten seien ganz entscheidend für das Überleben des Betroffenen. Je schneller effektiv geholfen werde, desto geringer sei die Gefahr von bleibenden gravierenden Schäden.

Was tun im Notfall?
„Wichtig ist, dass umgehend der Rettungsdienst unter 112 alarmiert und der Patient sofort und bis zu dessen Eintreffen mittels Herzdruckmassage und Beatmung wiederbelebt wird. Das heißt: 30 Mal Herzdruckmassage und 2 Atemspenden im Wechsel. In dieser Zeit kann ein zweiter Helfer losgeschickt werden, um einen Defibrillator zu holen.“ Das Gerät ist durch die Abkürzung „AED“ und ein grünes Schild mit weißem Herzsymbol kennzeichnet. Die genauen Standorte sind mit Hilfe der „Rot Kreuz Defi-App“ sowie unter definetz.online/defikataster-1 oder www.mydefibri.de/defibrillator-finden sekundenschnell zu finden.

Defi anwenden – so geht´s

„Die AED wurden speziell für Laien entwickelt und geben ganz genaue, einfach nachvollziehbare Anweisungen, was wann wie zu tun ist“, beruhigt Frank Schönmetzler. „Während ein Helfer die Herzdruckmassage fortführt, muss ein anderer den Oberkörper der betroffenen Person freimachen. Dann werden die etwa postkartengroßen Elektroden an den exakt beschriebenen Stellen unterhalb des rechten Schlüsselbeins sowie unterhalb der linken Achselhöhle fest auf den nackten Brustkorb aufgeklebt. Die Haut sollte trocken und möglichst unbehaart sein. Bei starker Brustbehaarung den Patienten mit dem beiliegenden Rasierer rasch rasieren. Nach dem Aufkleben der Elektroden springt das Gerät automatisch an und misst den Herzrhythmus. Wenn es sich tatsächlich um ein Kammerflimmern handelt, lädt sich das Gerät automatisch auf. Es gibt rechtzeitig den Befehl, die Herzdruckmassage kurz zu unterbrechen, jede Berührung mit dem Patienten zu unterbrechen und den blinkenden Knopf zu drücken, mit dem der Elektroschock ausgelöst wird.“ Die Elektroden bleiben danach auf der Brust des Patienten. Das Gerät gibt gegebenenfalls die Anweisung, die Herzdruckmassage weiterzuführen bzw. einen weiteren Elektroschock auszulösen. Es gibt zudem Anweisungen, falls die Herzdruckmassage zu schnell oder zu langsam ausgeführt wird. So ist man auch dabei auf der sicheren Seite“. Wenn das Gerät einen normalen Herzrhythmus feststellt, ist keine Schockabgabe mehr möglich. Dann kann auch die Herzdruckmassage beendet werden. Die Gefahr, einen Defibrillator im „falschen“ Fall anzuwenden und somit dem Patienten zu schaden, bestehe nicht, stellt Frank Schönmetzler klar. „Wenn keine lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen vorliegen, würde es gar keinen Stromstoß auslösen.“

Wie ist die rechtliche Lage?
Viele Laien haben Angst, sich strafbar zu machen, wenn bei der Ersthilfe etwas schief geht. Da kann der Fachmann beruhigen: „Der Einsatz eines AED durch einen Laien im Rahmen der ersten Hilfe ist rechtlich unbedenklich. Viel eher kann man wegen unterlassener Hilfeleistung belangt werden, wenn man tatenlos zusieht.“ Sobald beim BRK wieder Erste-Hilfe-Kurse anlaufen, sind die Termine unter www.kurs-anmeldung.de zu finden.


Fotos: Sebastian Schleicher, DRK
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Repro: Stodal
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news-484 Fri, 26 Feb 2021 11:00:00 +0100 Auch in Corona-Zeiten an Heuschnupfen denken /aktuell/presse-service/meldung/auch-in-corona-zeiten-an-heuschnupfen-denken.html BRK Oberallgäu erklärt die Unterschiede zwischen Erkältung, Heuschnupfen und dem Coronavirus Müde, der Hals kratzt, die Nase läuft und dazu noch Husten? Wer unter diesen Symptomen leidet, stellt sich sofort die Frage: „Reagiere ich allergisch, habe ich mich erkältet oder am Ende doch mit Corona infiziert“? Die Verunsicherung ist in der aktuellen Zeit dementsprechend groß und Allergiker haben es dieses Jahr besonders schwer. „Da die Symptomatiken bei allen drei Erkrankungen recht ähnlich sind, ist die Antwort für Laien nicht immer einfach. Aber anhand der Inkubationszeit und dem Verlauf lässt sich häufig darauf schließen, um welche Erkrankung es sich handelt“, weiß Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu.

Frühlingshafte Temperaturen lassen den Pollenflug teilweise schlagartig explodieren. Für Allergiker beginnt dann wieder die alljährliche Leidenszeit. „Eine Erkältung kündigt sich oft durch Unwohlsein, Halskratzen und Kopfschmerzen an. Später fängt die Nase an zu laufen, gerade am Abend ist sie meist verstopft, und die typischen Beschwerden setzen allmählich ein. Husten kommt häufig ab dem fünften Tag hinzu. In der Regel dauert eine Erkältung sieben bis zehn Tage und dann klingen die Symptome wieder ab. Eine Allergie setzt dagegen oft plötzlich und unerwartet ein. Der Schnupfen kommt ohne Vorwarnung und die Symptome bleiben hartnäckig, bis die Ursache (Pollen oder Hausstaubmilben) aus dem Weg geräumt ist“, so Schönmetzler.

Heuschnupfen ist keine banale Erkrankung
Heuschnupfen ist eine Allergie. Eine Überreaktion unseres Immunsystems auf bestimmte Substanzen. Beim Heuschnupfen antwortet der Körper mit einer überschießenden Reaktion auf den Blütenstaub. „Typische Symptome sind Nasenlaufen, Niesanfälle und tränende, brennende oder juckende Augen. Bei etwa 30 bis 40 Prozent der Betroffenen, schätzen Fachleute, entsteht im Verlauf ein allergisches Asthma. Das zeichnet sich durch Symptome wie Husten, Luftnot oder Atemgeräusche aus. Heuschnupfen ist keine banale Erkrankung und sollte nicht unterschätzt werden“, meint der Ausbildungsleiter des BRK Kreisverband Oberallgäu. Nur eine konsequente Behandlung verhindert, dass die Allergie von den oberen auf die unteren Atemwege übergreift. „Als Tipp möchte ich allen Allergikern auf den Weg geben, sich über den aktuellen Pollenflug zu informieren. Es gibt inzwischen zahlreiche Apps fürs Smartphone und auch Tageszeitungen drucken einen Pollenflug, ähnlich wie den Wetterbericht, ab. Wer draußen war, sollte anschließend seine Kleidung wechseln, die Brillengläser reinigen und am besten vor dem Schlafen die Haare waschen. Ich empfehle außerdem, die Kleidung, die man tagsüber getragen hat, nicht im Schlafzimmer aufzubewahren.“

Fieber und trockener Husten deuten auf Corona hin
Ein klares Unterscheidungsmerkmal ist vor allem eventuell auftretendes Fieber und Gliederschmerzen. Auch trockener Husten und Atemnot deuten auf eine Infektion mit dem Coronavirus hin. Die Symptome entwickeln sich allmählich und nehmen über Stunden bis Tage weiter zu. „Wer vermutet, dass er sich mit dem Virus infiziert hat, sollten umgehend seinen Hausarzt oder einen HNO-Facharzt telefonisch kontaktieren und das weitere Vorgehen beraten. Der Gang in die Praxis sollte unbedingt unterbleiben“, darauf weist Schönmetzler noch einmal eindringlich hin. Nach aktuellem Stand gibt es bislang keinen Nachweis, dass Allergiker ein erhöhtes Risiko für eine Corona-Infektion haben. „Allerdings gehen HNO-Ärzte davon aus, dass nicht ausreichend behandelte Heuschnupfen- oder Asthma-Patienten ein erhöhtes Risiko vorzuweisen hätten. Die Schleimhäute im oberen Atemwegssystem schwellen an und werden für Viren durchlässiger“, erklärt Ausbildungsleiter Frank Schönmetzler vom BRK Oberallgäu abschließend.

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news-483 Fri, 19 Feb 2021 17:00:00 +0100 Knuddelige Neuzugänge /aktuell/presse-service/meldung/knuddelige-neuzugaenge.html Welpen in der Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu Die BRK Rettungshundestaffel Oberallgäu hat niedlichen Zuwachs erhalten: Labrador-Welpe Pablo und Schäferhund-Welpe Balu sind neu im Team.

Pablo wurde Anfang Dezember in Brandenburg geboren. Er ist der jüngste vierbeinige „Familienzuwachs“ bei Soffie Küchle, einer der Ausbilderinnen der Rettungshundestaffel. Ihr gehört auch der ausgebildete Trümmer- und Flächenhund Pepe. Balu, der im November zur Welt kam, ist bei Bereitschaftsleiter Mark Hofmann zuhause. Der führte in der Vergangenheit bereits einen Schäferhund als Rettungshund.

Aufgrund der Zugehörigkeit ihrer Besitzer zur Rettungshundestaffel wachsen die Kleinen praktisch mit der Rettungshundearbeit auf. „In der Staffel freuen sich alle sehr über die neuen vierbeinigen Kollegen“, sagt Mark Hofmann. „Die Welpen dürfen schon jetzt beim Training dabei sein. Dabei werden sie spielerisch, liebevoll, mit Spaß und dem einen oder anderen Leckerli an das Ganze herangeführt. Wichtig ist, dass Sie zunächst andere Menschen kennenlernen und Vertrauen aufbauen. Dann kommen nach und nach kleine Übungen, wie etwa ohne Angst durch einen Spieltunnel zu laufen.“ Balu wird zunächst als Flächenhund ausgebildet, im Anschluss könnte sich Hofmann noch eine Ausbildung als Trümmerhund vorstellen.

Die komplette Ausbildung der Tiere dauert mehrere Jahre und schließt mit einer anspruchsvollen Prüfung für Hund und Hundeführer ab, welche alle zwei Jahre wiederholt werden muss.

Balus allererster Ausbildungstag war übrigens sogar im Fernsehen zu sehen, in der Sendung „Schwaben und Altbayern“, die am 31. Januar im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt wurde.

Fotos: Soffie Küchle.

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news-482 Wed, 17 Feb 2021 17:00:00 +0100 Valentinstag in der Wärmestube /aktuell/presse-service/meldung/valentinstag-in-der-waermestube.html Leckere Crêpes und viel menschliche Wärme Am vergangenen Sonntag duftete es vor den Türen der Wärmestube nach Zucker und Schokolade. Gäste der Einrichtung hielten lächelnd eine Rose in der Hand. Was da los war? Ganz einfach: es war Valentinstag. Und den nutzen zwei freundliche und backkundige Spenderinnen, um den Besucherinnen und Besuchern eine Freude zu bereiten.

Esther und Britta Hauptvogel hatten zwei Crêpes-Eisen und Teig mitgebracht, um die Gäste der Wärmestube in der Mittagszeit kostenlos mit herzhaften und süßen Crêpes zu verwöhnen, während diese anstanden und auf ihr Essen warteten (es gab Bio-Rindsrouladen mit Knödeln). Esther Hauptvogel ist die Begründerin des Onlineshops für Second-Hand-Mode „Hinz & Kunz“. Im Rahmen einer Online-Auktion hat sie die Wärmestube bereits mit über 650 Euro unterstützt. Britta ist die Mutter der jungen Unternehmerin. Sie bäckt und verkauft in der Vorweihnachtszeit 10 Stunden am Tag Crêpes auf dem Bad Hindelanger Weihnachtsmarkt.

Die Bewirtung der Gäste der Wärmestube machte den beiden Frauen sichtlich Freude. Passend zum Anlass hatten sie zudem Rosensträuße dabei, aus denen sich die Gäste ein oder zwei Blumen nehmen durften. Das Team der Wärmestube war begeistert. „Wir und natürlich auch unsere Gäste fanden diese warmherzige Aktion wunderbar“, freut sich Amelie Lang, die Leiterin der Wärmestube. „Die Gäste haben die Zuwendung und auch die Möglichkeit, mit den beiden Bäckerinnen ein kleines Schwätzchen zu halten – natürlich auf Abstand -, sehr genossen und geschätzt.“ Amelie Lang und ihr Team hatten sich bemüht, auch für ein passendes Ambiente zu sorgen: Fenster und Fensterbretter der Wärmestube waren liebevoll mit Herzchen geschmückt.

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news-481 Tue, 16 Feb 2021 12:00:00 +0100 Corona-Impfhotline mit geänderten Zeiten /aktuell/presse-service/meldung/corona-impfhotline-mit-geaenderten-zeiten.html Die Uhrzeiten, in denen die Corona-Impfhotline besetzt ist, haben sich kurzfristig geändert. Sie sind nun Mo - Fr von 8-18 Uhr und Sa + So von 8-16 Uhr. Die Impfhotline wurde für all diejenigen eingerichtet, die sich für die Corona-Impfung vormerken lassen möchten, dies aber nicht online tun können. Grundsätzlich sollte die Registrierung für einen Impftermin bevorzugt unter impfzentren.bayern erfolgen, da hier eine automatisierte Einladung je nach Verfügbarkeit des Impfstoffes erfolgt.

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news-479 Thu, 11 Feb 2021 16:00:00 +0100 650 Tüten mit Lebensmitteln für die Kemptener Tafelläden /aktuell/presse-service/meldung/650-tueten-mit-lebensmitteln-fuer-die-kemptener-tafellaeden.html Große Resonanz auf Rewe-Aktion 650 Tüten voll mit Lebensmitteln – über diese Spende dürfen sich die Kemptener Tafelläden freuen. Die Kunden der Rewe-Märkte in Kempten, St. Mang, Altusried, Wildpoldsried und Weitnau hatten diese im Rahmen der alljährlichen Rewe-Aktion „Gemeinsam Teller füllen“ gespendet.

„Der selbstständige Rewe-Kaufmann Anton Krieger aus Weitnau ist seit Anfang an dabei. Bereits seit neun Jahren engagieren sich er, seine Mitarbeiter und Kunden für die Tafel Kempten“, berichtet Markus Wille, der Koordinator der Tafel Kempten. „In diesem Jahr kamen allein bei ihm mehr als 150 Tüten zusammen.“ Für 5 Euro konnten Kunden eine fertig gepackte Tüte für bedürftige Menschen in der Region spenden. Jede davon beinhaltet Produkte der Eigenmarke der Lebensmittelkette, die lange haltbar sind und eher selten gespendet werden, wie etwa Doppelkekse, Tomatencreme-Suppe, Spaghetti-Fertiggerichte, Tortellini und Nuss-Nougat-Creme. „Das stellt eine tolle Ergänzung zum bestehenden Tafel-Lebensmittel-Sortiment dar“, freut sich Markus Wille. „Wir werden die 650 Tüten nun nach und nach an die Tafel-Kunden verschenken.“

REWE engagiert sich seit 1996 täglich gegen Lebensmittelverschwendung: Artikel, die nicht mehr verkauft, aber bedenkenlos verzehrt werden können, werden über die Tafel an Bedürftige gespendet. Bei der diesjährigen Aktion „Gemeinsam Teller füllen“ kamen deutschlandweit 558.945 Spendentüten mit Lebensmittel im Wert von über 2,8 Mio. Euro zusammen.

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news-480 Wed, 10 Feb 2021 14:30:00 +0100 Kreisauskunftsbüro unterstützt Impfzentren /aktuell/presse-service/meldung/kreisauskunftsbuero-unterstuetzt-impfzentren.html Telefonhotline zu Corona-Impfungen Wer sich für eine Corona-Impfung vormerken lassen möchte, kann sich unter https://impfzentren.bayern/ selbst online registrieren. Bürgerinnen und Bürger, die diesen Online-Service nicht nutzen können oder möchten, haben darüber hinaus die Möglichkeit, ihre Registrierung telefonisch bei der Corona-Impfhotline vornehmen zu lassen. Diese ist montags bis freitags von 8 Uhr früh bis 16 Uhr nachmittags besetzt. Die ehrenamtlich aktiven Mitglieder des Kreisauskunftsbüros (KAB), ein Fachdienst der Bereitschaften im BRK Oberallgäu, leisteten dort gerade über mehrere Wochen Unterstützung, um den Ansturm zu bewältigen.

„Viele Menschen, vor allem ältere, möchten oder können sich nicht online für einen Impftermin gegen das Corona-Virus vormerken lassen“, erklärt Manfred Drexler, der Leiter des Kreisauskunftsbüros. „Um die Hunderte von Anrufen so rasch wie möglich entgegennehmen zu können, halfen die Mitglieder unseres Dienstes in der heißen Anfangsphase bei der Hotline aus. Vier Wochen lang nahmen sie die Namen und alle relevanten Daten der Impfwilligen auf, die dann zeitnah von anderer Stelle über ihren individuellen Impftermin informiert wurden oder noch werden.“

Die Impfhotline stellte eine situationsbedingte Erweiterung der Kernaufgaben des KAB dar. „Unsere Hauptaufgabe besteht darin, bei sogenannten Großschadenslagen oder Katastrophen im Allgäu die Helfer, Patienten und evakuierten Personen zu registrieren. So kann jederzeit nachvollzogen werden, wer sich wo aufhält. Wir sind geschult, in solch einem Unglücksfall auch die Anrufe von Polizei, Feuerwehr, Landratsamt, Stadt oder besorgten Angehörigen entgegenzunehmen.“ Große Einsätze, bei denen dieses Wissen zum Einsatz kam, waren beispielsweise das Pfingsthochwasser 1999, eine Schießerei in einem Allgäuer Regionalzug 2014 oder eine Massenkarambolage auf der A7 im Unterallgäu im Jahr 2015.

Das nötige Know-how für ihre Tätigkeit erlangen die Mitglieder im Rahmen der KAB-Ausbildung. Diese findet in Schwabmünchen statt und dauert vier Wochenenden. „Der Aufwand ist insgesamt überschaubar“, findet Manfred Drexler, der seit mehr als 40 Jahren Rettungssanitäter beim BRK ist und das Kreisauskunftsbüro seit 2019 leitet. „Außerhalb von Corona findet monatlich ein Treffen statt, bei dem die Abläufe geübt werden. Manchmal fahren wir auch mit einer Schnell-Einsatz-Gruppe zu einem Einsatz, um ein Gespür für die realen Bedingungen zu bekommen“, so der 67-Jährige.

Die Arbeit in dem Dienst sei geeignet für Menschen jeden Alters, betont er. Voraussetzungen seien lediglich, gerne mit Telefon, PC und Karteikarten zu arbeiten. „Unser jüngstes Mitglied ist 21, unser ältestes 95. Seit 2019 sind neun neue Mitglieder hinzugekommen. Darunter war eine Dame Anfang 70, die früher Sekretärin war und gerne weiterhin etwas tun wollte. Sie war zunächst unsicher, ob sie in ihrem Alter überhaupt mitmachen könnte – da kann ich nur sagen: Herzlich gerne!“ Auch sie habe mit vollem Elan und großer Freude in der Hotline des Impfzentrums mitgearbeitet.

Wer Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit im KAB hat, kann sich für weitere Informationen an Manfred Drexler wenden unter Telefon 0831 52292 0 oder per Mail an kab@brk-oberallgaeu.de

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news-478 Tue, 09 Feb 2021 10:00:00 +0100 BRK Oberallgäu begrüßt neuen Leiter Sozialarbeit /aktuell/presse-service/meldung/brk-oberallgaeu-begruesst-neuen-leiter-sozialarbeit.html Thomas Sprinkart verfügt über langjährige Erfahrung im sozialen Bereich Der BRK Kreisverband Oberallgäu hat zum 01. Januar 2021 Thomas Sprinkart als neuen Leiter des Sachgebietes Sozialarbeit begrüßt.

Thomas Sprinkart ist Diplom-Politologe und ausgebildeter Mediator. Der 39-jährige gebürtige Immenstädter arbeitete zehn Jahre bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit in Frankfurt am Main, einem Bundesunternehmen in der Entwicklungspolitik. Zuletzt leitete er dort das Projekt Governance Fonds MENA zur Verbesserung der Voraussetzungen für politische Teilhabe und gute Regierungsführung in Nordafrika und dem Nahen Osten.

Die letzten zwei Jahre war er beim DRK Bezirksverband Frankfurt Leiter des Aufbaus und Betriebes eines Wohnprojektes für geflüchtete Menschen. In seiner Position als Leiter Sozialarbeit beim BRK Oberallgäu ist er an der Hauptgeschäftsstelle in Kempten auf Führungsebene für die Bereiche Hausnotruf, Rotkreuz- und Tafelläden, Wärmestube und Übernachtungsstelle, Menüservice, Migrationsberatung und Suchdienst, Fördermitglieder und Spender sowie den Infoshop zuständig. „Diese Aufgaben im Dienst an den Menschen in Kempten und dem Landkreis sind vielschichtig und spannend“, so Thomas Sprinkart. „Ich mag die Sinnhaftigkeit der Tätigkeit und die Zusammenarbeit im Team. Durch meine Berufserfahrung bin ich an die derzeit herrschende hohe Dynamik gewöhnt und freue mich auf die neuen Herausforderungen.“

Foto: Kevin Fraas

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news-477 Mon, 08 Feb 2021 13:00:00 +0100 So alarmiert man Rettungsdienst und Feuerwehr richtig /aktuell/presse-service/meldung/so-alarmiert-man-rettungsdienst-und-feuerwehr-richtig.html BRK gibt Tipps, wie man einen Notruf absetzt „Hier ist der Notruf für Feuerwehr und Rettungsdienst – bitte legen Sie nicht auf“. Diese Bandansage der Integrierten Leitstelle Allgäu hört jeder, der im Notfall die 112 wählt. Peter Fraas, Leiter des Rettungsdienstes beim BRK Oberallgäu, erklärt, worauf man beim Absetzen eines Notrufs achten muss, um alles richtig zu machen.


„Wenn Sie diese Bandansage hören, legen Sie nicht auf; sie wird so lange wiederholt, bis eine Leitung frei ist“, sagt Peter Fraas. „In der Regel dauert es nur wenige Sekunden, ehe Sie einen Mitarbeiter, einen so genannten Disponenten der Integrierten Leitstelle Allgäu persönlich am Apparat haben. Dieser befragt Sie freundlich und ruhig nach allen wichtigen Informationen. Hören Sie also aufmerksam zu und beantworten Sie alle Fragen ebenfalls ruhig, klar und deutlich, das spart wertvolle Zeit. Auf Grundlage dieser Informationen alarmiert der Disponent, der seinerseits über eine feuerwehrtechnische und rettungsdienstliche Ausbildung verfügt, umgehend das geeignete Rettungsmittel, also Feuerwehr, Notarzt, Rettungswagen oder Krankenwagen.“

Bei einer lebensbedrohlichen Situation bleibe der Mitarbeiter mitunter mit dem Anrufer in Telefonverbindung, bis die Einsatzkräfte dort eingetroffen seien, beruhigt er. „Bei einer erforderlichen Wiederbelebung etwa geben die Kollegen telefonisch Anweisungen, was zu tun ist. Denn je schneller mit der Herzdruckmassage begonnen wird, umso größer ist die Überlebenschance.“

Im Folgenden nennt Peter Fraas einige Möglichkeiten, die Rettungskräfte durch richtiges Verhalten zu unterstützen.

  • Rufen Sie die 112 nur im Fall einer akuten und/oder lebensbedrohlichen Notfallsituationen, bei Feuer oder Verkehrsunfällen an. Im Zweifelsfall rufen Sie in solchen Fällen lieber einmal zu oft als einmal zu wenig oder zu spät an.
  • NICHT zuständig ist die 112 für nicht-lebensbedrohliche gesundheitliche Probleme, die normalerweise vom Hausarzt behandelt werden könnten. Hierfür gibt es außerhalb der Praxisöffnungszeiten den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117. Die Kollegen dort vermitteln Sie an einen diensthabenden Mediziner weiter.
  • Bei stockendem Verkehr auf mehrspurigen Straßen bilden Sie bitte umgehend eine Rettungsgasse.
  • Achten Sie darauf, dass die Hausnummer an Ihrem Wohngebäude gut zu erkennen und das Namensschild auf der Klingel gut lesbar ist.
  • Es ist immer hilfreich, wenn Einweiser unten auf der Straße auf die Retter warten und ihnen den Weg zeigen. Wenn kein Familienmitglied greifbar ist, kann man im Notfall auch einen Nachbarn bitten, sich aufzustellen.
  • Geben Sie in großen Wohnanlagen eine exakte Wegbeschreibung zum Unglücksort. Wenn die Rettungskräfte minutenlang durch das Treppenhaus irren müssen, kann das im schlimmsten Fall dramatische Folgen haben.
  • Halten Sie wichtige Unterlagen des Patienten bereit (Versicherungskarte, Dokumente über Vorerkrankungen, ggf. Arztbriefe sowie Medikamente, besonders bei chronisch kranken Patienten).

Übrigens: Die Notrufnummer 112 gilt auch in allen anderen EU-Mitgliedsstaaten und in weiteren Ländern wie z.B. Island, Norwegen, Russland, der Schweiz und der Türkei.

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news-476 Mon, 01 Feb 2021 13:00:00 +0100 Im Eis eingebrochen - was tun? /aktuell/presse-service/meldung/im-eis-eingebrochen-was-tun.html BRK-Wasserwacht gibt Tipps zur Rettung bei Eiseinbruch und Unterkühlung  Wenn es wie jetzt über einen längeren Zeitraum frostig kalt ist, sind viele Teiche, Seen und Flüsse zugefroren. Die Eisflächen sind nicht nur für Kinder sehr verlockend. Dabei ist allerdings größte Vorsicht geboten, denn die Tragfähigkeit der Eisdecke ist schwer einzuschätzen. „Erst ab etwa fünfzehn Zentimetern Dicke kann Eis mehre erwachsene Personen tragen“, betont Johannes Weizenegger von der Wasserwacht Kempten „Um die zu erreichen, sind in Abhängigkeit der Minusgrade mehrere Wochen nötig. Wärmere Tage wie wir sie im Allgäu zuletzt hatten, lassen das Eis hingegen rapide dünner werden“, warnt er und ergänzt: „Im Eis einzubrechen ist unter anderem deshalb sehr gefährlich, weil die Unterkühlung schon nach wenigen Minuten zum Ertrinken führt.“ Worauf man vor dem Gang aufs Eis achten muss und wie man ins Eis eingebrochenen Personen helfen kann, ohne sich dabei selbst in Gefahr zu bringen, lesen Sie hier.

„Eisflächen können unterschiedlich dick sein, zum Beispiel aufgrund von Strömungen oder Zuläufen. Von außen, beziehungsweise oben, kann man das aber meist nicht erkennen“, weiß Johannes Weizenegger. Aufs Eis geworfene Steine seien keine zuverlässigen Hinweisgeber für dessen Tragfähigkeit. Diese hänge nicht nur von der Dicke des Eises ab, sondern auch von der Anzahl der Personen, deren Abstand untereinander, deren Gewicht und von der Art der Bewegung - Hüpfen stelle eine andere Belastung dar als Gehen. Wo zuvor schon Löcher im Eis waren, sei die Einbruchgefahr besonders hoch. „Knistern, Knacken und Knirschen im Eis deuten auf eine mögliche Einbruchgefahr hin. Legen Sie sich in dem Fall sofort flach aufs Eis und kriechen Sie von der Eisfläche, möglichst auf demselben Weg, auf dem Sie gekommen sind“, rät der Experte.

Tipps zur Selbstrettung
„Wenn Sie selbst ins Eis eingebrochen sind, breiten Sie sofort die Arme aus, um ein Untertauchen unter das Eis zu verhindern“, rät Johannes Weizenegger. „Rufen Sie laut um Hilfe und bewahren Sie Ruhe. Brechen Sie brüchiges Eis mit den Ellbogen oder Fäusten weg, bis sie an einen festen, tragfähigen Eisrand gelangen. Dieser liegt in aller Regel in der Richtung, aus der Sie gekommen sind. Versuchen Sie dann, sich mit Armen, Beinen und Körper seitlich auf das Eis hinaufzuschieben oder mit dem gesamten Oberkörper auf den Eisrand zu gelangen und durch Beinschläge wie beim Brustschwimmen darauf zu robben. Bricht das Eis immer wieder ein, versuchen Sie, sich zum nächstgelegenen Ufer durchzubrechen.“ Für den Fall, dass der Eingebrochene unter die Eisfläche geraten ist, rät er: „Wenn man von unter Wasser nach oben schaut, ist die Einbruchsstelle bei schneebedecktem Eis als heller Fleck erkennbar, bei blankem Eis ist es hingegen ein dunkler Fleck!“

Tipps zur Fremdrettung
„Wichtig bei der Fremdrettung ist es, auf die eigene Sicherheit zu achten, denn Menschen, die im Eis eingebrochen sind, entwickeln in Todesangst enorme Kräfte“, warnt Johannes Weizenegger. „Setzen Sie sofort einen Notruf unter 112 ab und rufen Sie möglichst weitere Personen zu Hilfe. An manchen Gewässern sind Hilfsmittel wie Rettungsringe, -leinen oder Leitern deponiert. Verwenden Sie diese. Ist der Eingebrochene vom Ufer aus nicht direkt erreichbar, sichern Sie sich, wenn irgend möglich, zunächst selbst, zum Beispiel mit einem Seil. Nähern Sie sich der Einbruchstelle am besten auf einem großflächigen Gegenstand liegend, etwa einer Leiter oder einem Brett, so verteilt sich das Körpergewicht besser.“ Seien mehrere Retter vor Ort, sollten diese sich gegenseitige mit Leinen, Schals oder Ähnlichem sichern und mit maximalem Abstand kriechend auf dem Eis fortbewegen.
„Ganz wichtig: Reichen Sie dem Verunglückten niemals die eigene Hand - er könnte sie in Panik mit ins Wasser ziehen! - sondern einen Gegenstand wie eine Leine, einen Schal oder einen Ast und ziehen Sie ihn damit aus dem Wasser. Kann sich der Betroffene kältebedingt nicht mehr selbst an dem Gegenstand festhalten, versuchen Sie ihn unter Beachtung des Eigenschutzes aus dem Eisloch zu ziehen oder zumindest am Eisloch festzuhalten. Sprechen Sie mit dem Verunglückten.“

Bergungstod vermeiden

Nach der Rettung dürfe der Verunglückte möglichst nicht bewegt und keinesfalls aktiv aufgewärmt werden – sonst drohe der sogenannte Bergungstod. „Bei unterkühlten Personen wird nur noch der Körperkern, also Organe, Gehirn und Herz mit warmem Blut versorgt. Die Extremitäten kühlen sehr stark ab“, erklärt der erfahrene Wasserretter. „Wenn nun die Blutzirkulation durch Bewegung, Reiben oder kreislauffördernde Getränke angeregt wird, gelangt zu schnell kaltes Blut zu den lebenswichtigen Organen. Dies kann zu Organversagen und Herz-Kreislauf-Stillstand führen.“ Darum sollte der Verunglückte mit möglichst wenigen Bewegungen flach am Ufer oder in einem warmen Raum gelagert werden. Hilfreich sei es, nasse Kleidung vorsichtig auszuziehen und die Person behutsam in warme Decke und Rettungsdecken zu hüllen. „Kontrollieren Sie immer wieder das Bewusstsein des Betroffenen. Versuchen Sie, die Person durch Sprechen wach zu halten. Warme, zuckerhaltige Getränke dürfen verabreicht werden, keinesfalls jedoch Alkohol, Kaffee oder Schwarztee! Bei Bewusstlosigkeit und normaler Atmung bringen Sie den Betroffenen vorsichtig in die stabile Seitenlage. Bei nicht normaler Atmung oder Herz- Kreislaufstillstand bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen, also 30 Mal Herzdruckmassage und zweimal Beatmen im Wechsel.“

Foto: Johannes Weizenegger, BRK OA
WasserwachtKE_Winterübung_Credit_JWeizenegger
Mitglieder der Wasserwacht werden in der Bergung von im Eis eingebrochenen Personen geschult.

Foto: Boris Diehl, DRK e.V.
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news-475 Mon, 01 Feb 2021 12:00:00 +0100 BRK begrüßt: Rechtssicherheit für Notfallsanitäter /aktuell/presse-service/meldung/brk-begruesst-rechtssicherheit-fuer-notfallsanitaeter.html Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) begrüßt wichtige Nachbesserungen bei der geplanten Änderung des Notfallsanitätergesetzes (NotSanG). Diese Änderungen hat der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages vor wenigen Minuten beschlossen. „Auf diese Rechtssicherheit warten tausende Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter. Mit dieser schlanken und unbürokratischen Gesetzesergänzung bekommen Notfallsanitäter/-innen die nötige Rechtssicherheit bei der Rettung von Menschenleben. Das ist ein wichtiges Signal des Deutschen Bundestages für den nationalen Rettungsdienst“, sagt BRK-Präsident Theo Zellner.
 
Gemeinsam mit DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt hat sich das BRK stark für diese Rechtssicherheit eingesetzt.
 
„Gerade im Flächenland Bayern sind Notfallsanitäter/-innen infolge der strukturellen Gegebenheiten häufig damit konfrontiert, dass sie teilweise deutlich vor dem Notarzt am Einsatz- oder Unfallort eintreffen und der Zustand des Patienten es nicht erlaubt, mit lebensrettenden Maßnahmen bis zum Eintreffen ärztlicher Hilfe zu warten“, so Thomas Stadler, Abteilungsleiter Rettungsdienst.
 
In diesen Fällen muss dennoch gehandelt und heilkundliche Maßnahmen ergriffen werden, zu welchen sie nach der aktuellen Rechtslage nur im Rahmen eines rechtfertigenden Notstands nach § 34 StGB berechtigt sind. In der neuen Fassung des Gesetzes dürfen Notfallsanitäter bis zum Eintreffen eines Notarztes heilkundliche Maßnahmen eigenverantwortlich durchführen, wenn sie diese in ihrer Ausbildung erlernt haben und beherrschen und diese erforderlich sind, um Lebensgefahr oder wesentliche Folgeschäden bei den Patientinnen und Patienten zu verhindern.
 
Die Reform des Gesetzes soll am 28. Januar 2021 im Bundestag beschlossen werden.

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news-474 Wed, 27 Jan 2021 12:00:00 +0100 Rollende Funkzentrale für die Rettungshundestaffel /aktuell/presse-service/meldung/rollende-funkzentrale-fuer-die-rettungshundestaffel.html High-Tech bei der Personensuche hat ihren Preis Wenn die Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu einen Einsatz absolviert, dient der Einsatzleitwagen der Staffel nicht nur als Transportmittel für die Spürnasen und ihren Hundeführer, sondern auch als moderne Kommunikationszentrale vor Ort. Nachdem das alte Fahrzeug in die Jahre gekommen war und ausgemustert werden musste, steht jetzt zwar ein neuer Transporter bereit, dieser muss jedoch noch mit der entsprechenden technischen Ausstattung aufgerüstet werden. Und die ist teuer…

„Wir hatten bis vor kurzem einen mit Hundeboxen ausgestatteten ehemaligen Krankenwagen, der uns als Einsatzleitwagen treue Dienste geleistet hat“, berichtet Prof. Dr. Christoph Tiebel, der Leiter der Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu. „Mit 300.000 km auf dem Tacho musste der jetzt aber ausgemustert werden.“ Aufgrund guter persönlicher Verbindungen zum Roten Kreuz Luxemburg konnte nun ein Mercedes Sprinter der dortigen Kollegen übernommen werden. „Der hat nur 30.000 km und ist tip-top in Ordnung“, freut sich Tiebel.

„Der Grundausbau des Fahrzeuges besteht noch von den Kollegen in Luxemburg: hinten Hundeboxen, vorne zwei Arbeitsplätze mit Computer-, Funk- und Stromanschlüssen“, ergänzt Mark Hofmann. Er ist Bereitschaftsleiter in Waltenhofen, wo die Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu ihren Standort hat. Nun müsse jedoch die Technik auf den deutschen Standard gebracht und so aktualisiert werden, dass in Einsätzen damit gearbeitet werden könne, fährt er fort. Das bedeute die Anschaffung bzw. den Einbau eines PCs mit zwei Monitoren, einer Funkanlage, eines Generators, die Umrüstung der Signalanlage und einiges mehr. „Während des Einsatzes laufen in dem Fahrzeug alle Informationen zusammen. Hier findet die Gebietseinteilung statt, auf dem PC werden Karten für die Teams ausgedruckt, der Funkverkehr wird hier gebündelt und dank der Ortungssender, die die Hunde am Halsband tragen, können wir in Echtzeit am Monitor sehen und aufzeichnen, welches Gebiet schon abgesucht wurde und wo die Teams sich gerade befinden. Somit wird der Einsatzablauf erheblich vereinfacht und ist zudem einfacher dokumentierbar. Das Fahrzeug kann überall arbeiten – auch autark von einer externen Stromversorgung.“ Klingt gut, ist aber teuer. „Die Rettungshundestaffel ist ein rein ehrenamtlich getragener Dienst, den die Mitglieder mit sehr großem persönlichem und zeitlichem Einsatz leisten“, erklärt Christoph Tiebel. „Wenn jemand unsere Spürnasen und ihre Frauchen und Herrchen beim Ausbau ihres neuen Einsatzfahrzeuges unterstützen möchte, würden wir uns sehr freuen.“

Spendenkonto:
Sparkasse Allgäu
IBAN: DE57 7335 0000 0310 4000 31
BIC: BYLADEM1ALG

Verwendungszweck:
Rettungshundestaffel Oberallgäu*

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news-473 Mon, 25 Jan 2021 12:00:00 +0100 Rettungshundestaffel vor der Kamera /aktuell/presse-service/meldung/rettungshundestaffel-vor-der-kamera.html BR dreht Beitrag über die Spürnasen des BRK Oberallgäu Wie funktioniert die Ausbildung zum Trümmer- und Flächensuchhund und was hat die Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu mit den Rettungshunden im Iran zu tun? Diesen und weiteren spannenden Fragen ging das Bayerische Fernsehen in den letzten Tagen nach. Dazu wurden mehrere zwei- und vierbeinigen Mitglieder der Staffel in Betzigau und Waltenhofen vor die Fernsehkamera gebeten. Heimlicher Star war der niedliche, neun Wochen alte Schäferhund-Welpe Balu.

Im Verlauf von zwei Tagen und unter Beachtung aller aktuellen Schutzmaßnahmen filmte das Kamerateam die Rettungshundestaffel an deren Stützpunkt in Waltenhofen sowie im Kieswerk der Firma Geiger in Betzigau-Dodels. Dabei demonstrierten die Ausbildungsleiterin der Rettungshundestaffel, Ulrike Tiebel, mit ihrer Malinois-Hündin Pepsi, Ausbilderin Soffie Küchle sowie Staffelmitglied Sonja Bingger, wie die Tiere im BRK Oberallgäu in der Flächensuche und der Trümmersuche ausgebildet werden. Zur Verdeutlichung der Besonderheiten der Welpenausbildung tapste der bereits erwähnte jüngste vierbeinige Neuzugang der Staffel vor die Linse: Balu, ein neun Wochen alter Deutscher Schäferhund-Welpe. Dessen Herrchen, Mark Hofmann (Leiter BRK Bereitschaft Waltenhofen und Staffelmitglied), berichtete von der Kooperation des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mit dem Roten Halbmond im Iran bei der Rettungshundeausbildung, welche er als Projektverantwortlicher leitet.

Nachdem es Petrus am ersten Tag mit allen Beteiligten gut gemeint hatte, sorgte er am zweiten Drehtag mit starkem Schneefall für schwierige Bedingungen im Kieswerk. „Das macht das Ganze umso realistischer. Schließlich sind wir bei Einsätzen häufig mit widrigen Witterungsbedingungen konfrontiert, die wir dann meistern müssen, noch dazu häufig nachts“, erklärt der Leiter der Rettungshundestaffel, Prof. Dr. Christoph Tiebel und ergänzt schmunzelnd: „Für den kleinen Balu war es allerdings ganz schön schwierig, seiner weitaus größeren Kollegin durch den Tiefschnee zu folgen. Aber es hat sich tapfer geschlagen.“

Das Material wird für einen achtminütigen Beitrag in der Sendung „Schwaben & Altbayern“ verwendet, der am Sonntag, 31. Januar 2021, zwischen 17.45 und 18.30 Uhr im BR-Fernsehen ausgestrahlt wird.

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news-472 Fri, 22 Jan 2021 17:00:00 +0100 Hätten Sie´s noch gewusst? /aktuell/presse-service/meldung/haetten-sies-noch-gewusst.html So funktioniert die stabile Seitenlage Hand aufs Herz: Hätten Sie noch gewusst, wie die stabile Seitenlage funktioniert? Ja? Nein? So ungefähr? Da derzeit aufgrund von Corona keine Kurse möglich sind, stellt das BRK Oberallgäu einige wichtige Erste-Hilfe-Maßnahmen in einer Reihe vor. Den Anfang macht die stabile Seitenlage.

Wann stabile Seitenlage?
bei Bewusstlosigkeit mit ausreichender Atmung
bei hirnbedingten Krampfanfällen
bei witterungsbedingten Einflüssen, z.B. Hitzschlag

Warum stabile Seitenlage?
Ziel dieser Lagerung ist, dass der Mund des Betroffenen zum tiefsten Punkt des Körpers wird, so dass Erbrochenes und Blut abfließen kann und nicht in die Atemwege gelangen. Der Betroffene wird so vor dem Ersticken bewahrt.

Und so geht´s


1. Seitlich neben dem Betroffenen knien. Beine des Betroffenen strecken. Den nahen Arm des Bewusstlosen angewinkelt nach oben legen, die Handinnenfläche zeigt dabei nach oben.
Foto: 1 SSL_Sebastian Schleicher_DRK.jpg

2. Fernen Arm des Betroffenen am Handgelenk greifen. Arm vor der Brust kreuzen, die Handoberfläche des Betroffenen an dessen Wange legen. Hand nicht loslassen.
Foto: 2 SSL_Sebastian Schleicher_DRK.jpg

3. An den fernen Oberschenkel greifen und Bein des Betroffenen beugen.
Foto: 3 SSL_Sebastian Schleicher_DRK.jpg

4. Den Betroffenen zu sich herüber ziehen. Das oben liegende Bein so ausrichten, dass der Oberschenkel im rechten Winkel zur Hüfte liegt.
Foto: 4 SSL_Sebastian Schleicher_DRK.jpg

5. Hals überstrecken, damit die Atemwege frei werden. Mund des Betroffenen leicht öffnen. Die an der Wange liegende Hand so ausrichten, dass der Hals überstreckt bleibt.
Foto: 5 SSL_Sebastian Schleicher_DRK.jpg

6. Notruf unter der Telefonnummer 112 absetzen. Immer wieder Bewusstsein, Atmung, Lebenszeichen kontrollieren.
Foto: 8 Notruf in SSL_Presseformat.jpg

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news-470 Thu, 14 Jan 2021 17:00:00 +0100 Heißer Tee mitten im Schneechaos /aktuell/presse-service/meldung/heisser-tee-mitten-im-schneechaos.html BRK Kempten Oberallgäu versorgt mehr als 200 wartende Autofahrer auf der B12 zwischen Kempten und Wildpoldsried Die heftigen Schneefälle am Donnerstag haben überall im Allgäu zu zahlreichen Unfällen und blockierten Straßen geführt. Besonders schlimm traf es Autofahrer, die auf der B12 zwischen Kempten und Wildpoldsried unterwegs waren. Hier ging stundenlang in beiden Fahrtrichtungen gar nichts mehr. Ehrenamtliche Helfer des Kreisverbands Kempten-Oberallgäu haben die über 200 wartenden Personen in ihren Autos daraufhin mit heißem Tee und Müsliriegeln versorgt. „Wir waren mit unseren Quads im Einsatz, um den Menschen vor Ort warme Getränke an ihr Auto zu fahren. Dank unserer geländegängigen Allradfahrzeuge konnten wir die feststeckenden Autofahrer schnell erreichen“, berichtet Alexandra Lingenhöl, zweite stellvertretende Bereitschaftsleiterin beim BRK.

Zusammen mit den Johannitern waren die Helfer des BRK seit dem Vormittag im Einsatz, um jedes Auto einzeln anzufahren und abzufragen, wie viel Sprit noch vorhanden ist, und ob Decken gebraucht werden. „Knapp 200 Autos kamen durch die winterlichen Wetterverhältnisse nicht mehr voran und rund 40 LKW haben die Strecke beidseitig blockiert. Das war schon heftig“, schildert Lingenhöl die Lage vor Ort. „In der Summe waren an die 30 freiwillige Helfer von uns abwechselnd draußen unterwegs, um den betroffenen Personen zu helfen.“ Bereits am Mittwochabend gab es einen weiteren Einsatz, bei dem 6 Rettungshundestaffeln des BRK Kreisverbands bei der Suche nach einer vermissten Person in Obergünzburg im Einsatz waren.

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news-471 Thu, 14 Jan 2021 11:00:00 +0100 Schöne Feiertage trotz Corona /aktuell/presse-service/meldung/schoene-feiertage-trotz-corona.html So war Weihnachten im BRK Haus der Senioren Allen Corona-bedingten Widrigkeiten zum Trotz konnten die Bewohnerinnen und Bewohner des BRK Hauses der Senioren in Oberstdorf schöne Weihnachtsfeiertage verleben. Die Erfüllung der Wünsche vom Wunschbaum sorgte für viel Freude, ebenso wie der feierliche (digitale) Weihnachtsgottesdienst.

„In der Vorweihnachtszeit hatten wir im Foyer einen Wunschbaum mit Wunschzetteln der Bewohner aufgestellt“, erzählt Einrichtungsleiterin Melanie Engel. Es sei wunderbar gewesen zu erleben, dass zahlreiche Besucher einen oder mehrere davon an sich genommen hätten, um die darauf genannten Wünsche zu erfüllen.

„Das Christkind war an Heiligabend da und hat die Geschenke während einer kleinen Zusammenkunft der Bewohner auf ihren jeweiligen Wohnbereichen persönlich übergeben. Darunter waren beispielsweise Geschenktüten mit Taschentüchern oder auch Lampen, Kleidung und CD Player. Sogar ein Gutschein für die Erfüllung eines speziellen Essenswunsches war dabei. Eine alte Dame, die sich augenzwinkernd `einen schönen Mann´ gewünscht hatte, wurde mit einem entsprechenden Kalender überrascht“, schmunzelt sie und sagt: „Die Freude war allseits riesig.“

Die Holzofenbäckerei Oberstdorf hatte spontan Stollen und Plätzchen beigesteuert, Kinder aus der Nachbarschaft und die Firmlinge brachten selbstgemalte Bilder und Selbstgebackenes vorbei und das Floristikgeschäft „Blumen Diranko“ aus Oberstdorf sorgte mit wunderschönen, liebevoll gestalteten Weihnachtsgestecken für das passende Ambiente.

Abgerundet wurde der schöne Abend durch den eigens von Pfarrer Markus Wiesinger und Diakon Hans-Peter Pickart aufgezeichneten persönlichen Weihnachtsgottesdienst für die Bewohner und Mitarbeiter des Hauses, welcher auf allen Wohnbereichen und auf Wunsch auch in den Bewohnerzimmern übertragen wurde. „Unter den gegebenen Umständen hatten wir wirklich ein wunderbares Weihnachten“, freut sich Melanie Engel. „Das haben uns auch sehr viele Bewohner extra zurückgemeldet.“

Diese Personen haben Wünsche des Wunschbaumes erfüllt:

  • Gisela Mäck, Kiwanis Club Oberallgäu
  • Irene Kraus und Marga Schreiber, CSU Frauenunion Oberstdorf
  • Annegret Hein, Förderverein für Senioren- und Behindertenarbeit Oberstdorf e.V.
  • Tini Wasle, Möbelhaus Wasle
  • Familie Trautmann, Hotel Steinacker
  • Marlies Diranko, Blumen Diranko
  • Barbara Dobbelmann
  • Andi Ohmayer
  • Marianne Vogler
  • Vera Ginzel
  • Ingrid Schwant
  • Monika Schweitzer
  • Alexander Spitzer
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news-469 Wed, 13 Jan 2021 10:00:00 +0100 Ehrenamtliche im weihnachtlichen Corona-Sondereinsatz /aktuell/presse-service/meldung/ehrenamtliche-im-weihnachtlichen-corona-sondereinsatz.html BRK zieht Bilanz der außerordentlichen Testaktion Die Bereitschaften des BRK Oberallgäu haben im Rahmen einer Weihnachtsaktion an Heiligabend und am 1. Weihnachtsfeiertag in Kempten und Sonthofen Corona-Testmöglichkeiten mit Schnelltests angeboten. Damit wollten die Ehrenamtlichen vor allem den Angehörigen von pflegebedürftigen Senioren und Menschen mit Behinderungen einen weihnachtlichen Besuch in den Einrichtungen ermöglichen. Die Aktion fand bayernweit statt.

„Rund 100 Personen nahmen am 24. und 25. Dezember unsere Möglichkeit zur Schnelltestung wahr“, berichtet Einsatzleiter Prof. Dr. Christoph Tiebel vom BRK Oberallgäu. Die Ergebnisse des Antigen-Schnelltests hätten nach je einer Viertelstunde vorgelegen. Drei Personen seien positiv auf das Corona-Virus getestet worden.

„Wir danken unseren Helferinnen und Helfern aus den Bereitschaften, die diese Weihnachtsaktion auf sich genommen haben und die auch die vielen anderen notwendigen Einsätze im Zusammenhang mit Corona unterstützen“, betont Kreisbereitschaftsleiter Matthias Straub, der ebenfalls selbst bei der Aktion im Einsatz war. „Gemeinsam versuchen wir, trotz der ernsten Lage die Menschlichkeit leben zu lassen. Ich wünsche uns allen unfallfreie Einsätze und danke vor allem unseren Angehörigen daheim für die Unterstützung zuhause!“

Bayernweit nahmen die bayerischen Hilfsorganisationen unter Federführung der Bereitschaften des Bayerischen Roten Kreuzes an beiden Tagen über 170 Schnelltest-Stationen in Betrieb. Mit insgesamt rund 4.000 Einsatzkräften, die überwiegend ehrenamtlich im Einsatz waren, konnten 12.093 Schnelltestungen durchgeführt werden. Darunter wurden 174 positive Befunde gezählt.

BRK-Präsident Theo Zellner: „Das sind 174 infektiöse Menschen, die symptomfrei und unwissentlich eine Senioren-, Pflege- oder Behinderteneinrichtung betreten hätten. Durch diese Aktion konnten wir Bewohnern und Angehörigen ein Mehr an Sicherheit bieten. Ich bin den rund 4.000 Einsatzkräften, die vielen Menschen Weihnachten ermöglicht haben, außerordentlich dankbar.“ Für die Bereitschaften bayernweit sei die Weihnachtsaktion ein Kraftakt gewesen. Denn neben den Tausenden Schnelltests zur Weihnachtsaktion unterstützen die Ehrenamtlichen in den Bereitschaften bei erhöhtem Aufkommen an Krankentransportfahrten, im Rettungsdienst, in vielen bayerischen Pflege- und Seniorenheimen oder bei der Vorbereitung der Impfzentren.

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news-468 Tue, 12 Jan 2021 15:20:00 +0100 „Nackte Zahlen reichen heuer nicht aus“ /aktuell/presse-service/meldung/nackte-zahlen-reichen-heuer-nicht-aus.html BRK Oberallgäu legt Einsatzzahlen 2020 unter Pandemiebedingungen vor Zu Jahresbeginn veröffentlichen die Rettungsorganisationen traditionell ihre Einsatzzahlen des Vorjahres. In diesem Jahr reiche die Nennung der Zahlen aber nicht aus, um die Leistung der Rettungsteams zu verdeutlichen, betont Peter Fraas, Leiter Rettungsdienst beim BRK Oberallgäu. „Sie können nicht widerspiegeln, wie sehr Corona unsere Arbeit in diesem außergewöhnlichen Jahr beeinflusst und erschwert hat.“

Aufgrund der Ausgangsbeschränkungen und des ersten Lockdowns seien die Einsatzzahlen zwar insgesamt um rund zehn Prozent zurückgegangen, so Peter Fraas. Aussagekräftig in Bezug auf die Leistung der Retter seien die nackten Zahlen allerdings nicht, denn der organisatorische und zeitliche Aufwand sei immens gestiegen. „Aufgrund der strengen Hygienemaßnahmen verlängern sich die Einsatzzeiten deutlich. Die Wiederherstellung eines Fahrzeuges und der Besatzung nach jedem Einsatz nimmt, je nach Exposition mit belastetem Material, bis zu eine Stunde in Anspruch. In dieser Zeit kann das Fahrzeug nicht disponiert werden“, erklärt er. Aufgrund von ausgelasteten Kliniken seien überdies immer wieder längere Transportwege in Kauf zu nehmen. Die Gesamteinsatzdauer habe sich aufgrund dessen im Jahr 2020 im Durchschnitt um rund 10 Minuten erhöht. „Kumuliert man diese Zahlen miteinander, ist die Auslastung der freien Fahrzeuge von 2020 im Vergleich zu 2019 sogar gestiegen“, so Fraas.

Ein wichtiges Anliegen ist es ihm, auf die zusätzliche psychische und körperliche Belastung der Rettungsdienstmitarbeitenden im Jahr 2020 hinzuweisen und die ungebrochene Einsatzbereitschaft der Frauen und Männer zu würdigen. „Das dauerhafte Tragen von Mund-Nasen-Schutz beziehungsweise FFP 2-Masken während des Dienstes und bei den Einsätzen führt zu einer enormen Erschwernis.“ Nicht selten müssten die Retter in Vollschutz, das heißt, in Overall und mit Maske, Brille und Handschuhen Patienten aus einem mehrstöckigen Haus heruntertragen. „In einem Overall gibt es aufgrund der benötigten Dichtheit keinerlei Luftzirkulation. Man fängt sofort zu schwitzen an. Auch die reduzierte Luftzufuhr durch die Maske macht sich bei derartiger Anstrengung deutlich bemerkbar.“ Allen Mitarbeitenden gebührten darum großer Dank und Hochachtung.

Das Zahlenmaterial liest sich wie folgt:
Die Zahl der Krankentransporte lag in den vergangenen 12 Monaten im Einsatzbereich des BRK Oberallgäu bei insgesamt 11.752 (2019: 13.371). Der Landrettungsdienst rückte von den Rettungswachen in Kempten, Durach, Altusried, Immenstadt, Oberstaufen, Sonthofen, Oberstdorf und dem Kleinwalsertal zu 3.433 Notfallalarmierungen (2019: 3.920) aus – also durchschnittlich mehr als neunmal pro Tag. 5.630 Mal kam dabei auch der Notarzt zum Einsatz (2019: 5.958). Exorbitant erhöht haben sich die Infektionstransporte. Von rund 100 im Jahr 2019 stieg die Zahl auf 769 Transporte in 2020.
Hinzu kamen 10.572 nicht verrechnungsfähige Einsätze, wie z.B. Notarztzubringer, Werkstattfahrten, Gebietsabsicherungen oder klassische Fehleinsätze (2019: 10.997). Bei alledem legten die Fahrer 904.903 km (2019: 942.903 km) zurück. Die Crew des Rettungshubschraubers Christoph 17 leistete 1.495 Luftrettungs-Einsätze (2019: 1.619), davon wurden 103 Einsätze mit einem sogenannten Bergetau geflogen, d.h. der Hubschrauber konnte nicht direkt am Einsatzort (meistens im Gebirge) landen.

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news-467 Mon, 28 Dec 2020 13:00:00 +0100 400 Kilo Burgkaffee für die Tafel Kempten /aktuell/presse-service/meldung/400-kilo-burgkaffee-fuer-die-tafel-kempten.html Großzügige private Spende Dank einer großzügigen privaten Spende können die Kundinnen und Kunden der Tafel Kempten zu Weihnachten die eine oder andere Extraportion hochwertigen Kaffees genießen. Renate und Simone Englisch kauften bei der lokalen Kemptener Rösterei „Burgkaffee“ 400 Kilogramm Filterkaffee und Tee im Wert von rund 6.000 Euro eigens für die beiden Tafelläden.

Ausschlaggebend für die Spende sei ein Plakat der Spendenaktion der Vereinigung unterweks e.V. gewesen, erzählt Markus Wille, der Koordinator der Kemptener Tafelläden des BRK. Im Zuge derer hatten die Tourismus-Studenten der Hochschule Kempten in der Vorweihnachtszeit Spenden zu Gunsten der Tafel gesammelt. „Eine der beiden Kaffee-Spenderinnen, Simone Englisch, sah das Plakat und überlegte sich, wie sie selbst den Tafelkunden eine Freude machen könnte. Sie nahm Kontakt zu Erhan Erden, dem Inhaber der Rösterei `Burgkaffee´ auf und kaufte zusammen mit ihrer Mutter, zwei Paletten mit rund 400 kg feinstem Filterkaffee, um diesen an die Tafelläden zu spenden.“
Ergänzt wurde die Spende noch mit Tee, Marmelade, Honig und Schoko-Nuss-Aufstrich, um den Tafel-Kunden das Weihnachtsfest zu versüßen. „Durch das lange Mindesthaltbarkeitsdatum der Produkte dürften sich die Kunden der Tafel sowie der Wärmestube Kempten auch noch im kommenden Jahr auf den hochwertigen Kaffee freuen“, freut sich Markus Wille. „Private Spenden in dieser Höhe sind sehr selten und freuen alle Mitarbeiter und Kunden der Tafel umso mehr. Besonders `Luxusprodukte´ wie hochwertiger Kaffee, Tee und Honig sind nicht oft im Angebot und darum sehr gefragt.“

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news-466 Wed, 23 Dec 2020 13:00:00 +0100 Gelungene Herbergssuche nach Brand /aktuell/presse-service/meldung/gelungene-herbergssuche-nach-brand.html BRK und Kirche helfen den Betroffenen Nach einem Brand in einem Restaurant in Sonthofens Innenstadt, bei dem die darüber liegenden Wohnungen verraucht und deswegen vorübergehend nicht bewohnbar waren, standen die Bewohner am vergangenen Dienstag (15.12.2020) buchstäblich auf der Straße

Einige kamen bei Freunden und Verwandten unter, für insgesamt acht Personen musste jedoch eine Übergangslösung gefunden werden. Daher entschied der Einsatzleiter des Rettungsdienstes, die Schnelleinsatzgruppe „Betreuung“ der ehrenamtlichen BRK-Bereitschaft Sonthofen zu alarmieren und mit der Versorgung der Betroffenen zu beauftragen.

Schnell fanden sich insgesamt neun Helfer ein und begannen mit der notwendigen Organisation einer vorübergehenden Unterbringung. Covid-19 verhinderte allerdings die übliche Vorgehensweise. „Normalerweise werden die Betroffenen eines solchen Unglücks im BRK-Haus in der Hirnbeinstraße untergebracht. Da sich hier aber auch die Rettungswache befindet und eine Infektion des dort tätigen Personals unbedingt vermieden werden muss, stand der Einsatzleiter vor der Herausforderung, eine andere Unterkunft zu suchen“, erklärt Bernhard Gessenharter, Leiter der BRK-Bereitschaft Sonthofen.

„Glücklicherweise hat unsere Bereitschaft gute Verbindungen zur Pfarrei St. Christoph, in deren Pfarrheim regelmäßig das Blutspenden stattfindet. Ein kurzes Telefonat mit dem Messner und Hausmeister genügte, und die Türen standen offen für die insgesamt drei Familien, zu denen teilweise auch Kleinkinder gehörten. Es ist schön, zu sehen, dass es auch in unserer manchmal etwas kompliziert gewordenen Welt noch so schnelle und unbürokratische Hilfe gibt!“

Für Pfarrer Marek Pokorski ist diese Hilfe eine Selbstverständlichkeit: „Menschen in Not zu unterstützen ist eine der wichtigsten Aufgaben der Kirche. Hier kann das Gebot der Nächstenliebe im Alltag angewendet werden. Ich freue mich sehr, dass wir mit unserem Pfarrheim dazu beitragen konnten, den Erwachsenen und Kindern eine Unterkunft geben zu können.“ So ging die aufregende Situation auch für die betroffenen Familien gut zu Ende. Sie bedankten sich sehr bei den Helfern für die Unterstützung und die professionelle Arbeit, die diese geleistet hatten

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news-465 Tue, 22 Dec 2020 09:00:00 +0100 Blutspenden auch im Lockdown möglich /aktuell/presse-service/meldung/blutspenden-auch-im-lockdown-moeglich.html Besuch von Blutspendeterminen von Ausgangsbeschränkungen ausgenommen Der Besuch von Blutspendeterminen ist in Bayern auch vor dem Hintergrund der beschlossenen Verschärfung bestehender Corona-Maßnahmen weiterhin möglich und absolut notwendig.
 
Das Bayerische Ministerblatt vom 15. Dezember listet die Blutspende unter §2 Allgemeine Ausgangsbeschränkungen explizit als triftigen Grund zum Verlassen der Wohnung.
 
Die angebotenen Termine des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD) unterliegen strengsten hygienischen Regularien, welche auch über den gesamten bisherigen Zeitraum der Pandemie konsequent und erfolgreich umgesetzt wurden. Es besteht mit den ergriffenen Maßnahmen weiterhin kein erhöhtes Ansteckungsrisiko beim Besuch der Blutspende.
 
Die Versorgung kranker und schwerverletzter Mitmenschen mit überlebenswichtigen Blutpräparaten ist auch künftig unter allen Umständen sicherzustellen. Nebst dem Engagement der Spenderinnen und Spender ist es für eine kontinuierliche, lückenlose Abdeckung der aus den Kliniken gemeldeten Bedarfe essenziell, Termine weiterhin in öffentlichen Einrichtungen wie beispielsweise Schulen, Turnhallen oder Gemeinderäumen stattfinden lassen zu können.
 
Wer mit einer Blutspende als Lebensretter das alte Jahr ausklingen lassen oder in das Neue starten möchte, findet noch im Dezember oder ab Januar viele Gelegenheiten, diesen unersetzlich wertvollen und solidarischen Dienst für die Allgemeinheit zu leisten.
 
Die geplanten Blutspende-Termine für Januar sind beigefügt.

 
Alle Termine sowie eventuelle Änderungen, aktuelle Maßnahmen und Informationen rund um das Thema Blutspende in Zeiten von Corona sind unter 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com tagesaktuell abrufbar.
 
Es wird aufgrund der aktuellen Situation dringend empfohlen, kurz vor dem Blutspendetermin nochmals mittels genannter Möglichkeiten zu prüfen, ob und wann der Termin stattfindet.
 
Hintergrundinformationen über die Blutspende in Bayern:


Wer Blut spenden kann:
Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Mehrfachspender ist ein Alter von 72 Jahren (d.h. bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag). Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren und bei Erstspendern über 60 Jahren erfolgt die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen. Zur Blutspende mitzubringen ist unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein (jeweils das Original) und der Blutspendeausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis. Spendewillige mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen und Menschen mit direktem Kontakt zu Coronavirus (SARS-CoV-2)-Erkrankten werden nicht zur Spende zulassen. Auf allen angebotenen Terminen besteht eine unumgängliche Maskenpflicht.

Darum ist Blutspenden beim BRK so wichtig:
Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt.

Der Blutspendedienst des BRK (BSD):
Der BSD wurde 1953 vom Bayerischen Roten Kreuz mit dem Auftrag gegründet, die Versorgung mit Blutprodukten in Bayern sicherzustellen. Er trägt die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Als modernes pharmazeutisches Unternehmen ist der BSD heute ein aktiver Partner im bayerischen Gesundheitswesen. Mit seinen ca. 670 engagierten Mitarbeitern sowie zusätzlich mehr als 240 freiberuflich tätigen Untersuchungsärzten und rund 12.500 ehrenamtlichen Helfern aus den 73 Kreisverbänden des BRK organisiert der BSD jährlich ungefähr 4.400 mobile und 1.100 stationäre Blutspendetermine.

Spenderservice:
Alle Blutspendetermine und weiterführende Informationen für Spender und an der Blutspende Interessierte, beispielsweise zum kostenlosen Gesundheitscheck, sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet abrufbar. Wir empfehlen unsere Blutspende-App für iOS und Android (www.spenderservice.net): Individuelle Spendeinfos, Terminerinnerungen und Blutspende-Forum.

Medienkontakt:
Für Rückfragen zu allen Pressemitteilungen sowie für weitere Informationen und Materialanfragen kontaktieren Sie unsere Pressestelle: Patric Nohe, p.nohe(at)blutspendedienst.com; Tel.: 089 / 5399 4014. Oder besuchen Sie die Presseseite auf unserer Website.

Mit freundlichen Grüßen

Patric Nohe
Presse & Unternehmenskommunikation
Blutspendedienst des BRK

Auf einen Blick sind hier die aktuellen Termine im KV Oberallgäu:

Mo, 04.01.Kempten15:00-20:00 UhrBRK-Haus, Haubenschloßstr.12
Di, 05.01.Kempten15:00-20:00 UhrBRK-Haus, Haubenschloßstr.12
Di, 08.01.Sonthofen16:00-20:00 UhrPfarrheim St. Christoph, Albert-Schweitzer-Str. 17
Mi, 20.01. Oberstdorf16:30-20:00 UhrOberstdorf Haus - Saal Nebelhorn, Prinzregenten-Platz 1
Do, 21.01.Wiggensbach17:00-20:30 UhrVolksschule, Jugendstr. 6
Mo, 26.01.Immenstadt15:30-20:00 UhrJulius-Kunert-Halle, Allgäuer Str. 6

 

 

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news-463 Mon, 21 Dec 2020 14:00:00 +0100 Schüler sammeln Lebensmittel /aktuell/presse-service/meldung/schueler-sammeln-lebensmittel.html Realschüler unterstützen die Tafel des BRK Oberallgäu Die Schülerinnen und Schüler der Städtischen Realschule Kempten nutzten die letzten Schultage in der Vorweihnachtszeit nicht nur zum Lernen, sondern auch, um anderen Menschen in der Region zu helfen: Die jungen Leute sammelten haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel für die Kemptener Tafelläden des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Oberallgäu.

„Die Schule führte diese besondere Hilfsaktion nach 2019 nun schon zum zweiten Mal durch“, freut sich Markus Wille, der Koordinator der Tafel des BRK in Kempten. „Auch dieses Jahr nahmen wieder alle 470 Schülerinnen und Schüler daran teil. Jede Klasse hatte mindestens ein großes Paket beisammen.“ Darin befinden sich Dinge wie Nudeln, Reis, Mehl, Müsli, Kakao, Kaffee, Tee, Speiseöl, Essig, Dauerwurst, Nutella, Honig und Marmelade sowie Wasch- und Spülmittel, Duschgel, Shampoo und Zahnpasta.

„Wir sind begeistert, dass die Kinder und Jugendlichen auch an andere Menschen denken, denen es vielleicht nicht so gut geht. Es ist schön, dieses soziale Engagement mitzuerleben“, lobt Markus Wille. Neben der Städtischen Realschule beteiligen sich übers Jahr verteilt mittlerweile zahlreiche Schulen und Kindereinrichtungen in Kempten und dem Oberallgäu an Sammelaktionen zu Gunsten der Tafel.

Die gespendeten Waren werden in den Kemptener Tafelläden des BRK in der Memmingerstr. 114 sowie in der Magnusstr. 16 in St. Mang mit Hilfe von mehr als 120 Ehrenamtlichen an die Bedürftigen verteilt.

Wer die Tafel Kempten des BRK Oberallgäu unterstützen möchte, findet auf der Website www.kvoberallgaeu.brk.de weitere Informationen. Hier steht auch eine Liste geeigneter Artikel zum Download bereit.

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news-461 Thu, 17 Dec 2020 14:00:00 +0100 Corona-Massentests im Kleinwalsertal mit ehrenamtlicher Unterstützung der BRK-Bereitschaften /aktuell/presse-service/meldung/corona-massentests-im-kleinwalsertal-mit-ehrenamtlicher-unterstuetzung-der-brk-bereitschaften.html Aktion stößt auf mäßige Teilnahme, aber großes Lob Im österreichischen Bundesland Vorarlberg wurden vom 4. bis 6. Dezember Corona-Massentests durchgeführt. Dabei unterzogen sich 105.093 Personen an 80 Teststationen einem Antigentest. Auch im Kleinwalsertal, der im südlichen Oberallgäu gelegenen Vorarlberger Exklave, wurde getestet. Hierbei arbeitet die Walser Rettung – eine Rettungswache sowie die ehrenamtliche Bereitschaft des Bayerischen Roten Kreuzes auf politisch österreichischem Gebiet – eng mit den Talfeuerwehren und freiwilligen Helfern zusammen.

1.282 Personen, also ein Viertel der Bevölkerung des Hochtales, nahm an dem Massentest teil, für den das Walserhaus in Hirschegg in eine Corona-Teststation umfunktioniert worden war. Bürgermeister Andi Heid gab zu: „Ich habe mir mehr erwartet.“ „Ganz hervorragend“ sei indes die Organisation der Aktion gewesen. Auch seitens der Talbevölkerung waren an den drei Tagen sehr viele positive Rückmeldungen zu hören, und das quer durch alle Altersstufen: Die Aktion sei sehr gut organisiert gewesen und es habe so gut wie keine Wartezeiten gegeben.

Matthias Straub, Kreisbereitschaftsleiter des BRK Oberallgäu, sagt: „Ich finde es klasse, dass die BRK-Bereitschaft Kleinwalsertal unsere Kameradinnen und Kameraden vom Österreichischen Roten Kreuz so kurzfristig und unkompliziert bei der großen Testaktion ehrenamtlich unterstützen konnten.“ Dieser Meinung kann sich sein Kollege Benedikt Fritz, Bereitschaftsleiter bei der Walser Rettung, nur anschließen. Beide sind sich einig: „Auf solch eine schlagkräftige Mannschaft kann man nur Stolz sein!“

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news-460 Wed, 16 Dec 2020 10:13:00 +0100 Großes Lob: Ehrenamtliche sofort einsatzbereit /aktuell/presse-service/meldung/grosses-lob-ehrenamtliche-sofort-einsatzbereit.html BRK-Bereitschaft betreut Betroffene nach Wohnungsbrand Bei einem Brand am Dienstagmorgen (15.12.2020) in einem Mehrfamilienhaus in Sonthofen mussten mehrere Bewohner evakuiert werden. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren mit 40 Kräften im Einsatz. Seitens der Bereitschaften des BRK Oberallgäu rückten zudem die Kreisbereitschaftsleitung Oberallgäu sowie die Schnelleinsatzgruppe (SEG) Betreuung an. Verletzt wurde niemand.

Der Brandherd befand sich in einem Restaurantbetrieb im Erdgeschoss des Hauses in der Schloßstraße. Der Bereich vor dem Gebäude, das in der Nähe des Sonthofer Marktbrunnens gelegen ist, musste kurzzeitig abgesperrt werden. Zwölf ehrenamtliche Helfer der BRK-Bereitschaft Sonthofen holten acht Personen, die ihre Wohnungen hatten verlassen müssen, am Gebäude ab - darunter auch zwei Familien mit Kleinkindern – und sicherten ihre Betreuung. Nach zweieinhalb Stunden konnten alle Betroffenen zurück in ihre Wohnungen. Der Leiter der BRK-Bereitschaft Sonthofen, Bernhard Gessenharter, freute sich, „dass so viele Helfer innerhalb kürzester Zeit im Einsatz waren, trotz der Uhrzeit unter der Woche und der Corona-Situation.“ Die Brandursache ist noch unklar.

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news-459 Wed, 16 Dec 2020 10:00:00 +0100 Sport in der kalten Jahreszeit /aktuell/presse-service/meldung/sport-in-der-kalten-jahreszeit.html BRK gibt Tipps, worauf man dabei achten sollte Bewegung an der frischen Luft tut gut und ist gesund. Das gilt auch in der kalten Jahreszeit. „Bewegung in der Kälte stärkt das Immunsystem und kann die Infektanfälligkeit verringern - vorausgesetzt, man beachtet ein paar Regeln“, sagt Frank Schönmetzler, der Leiter der Breitenausbildung beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) Oberallgäu. Er gibt Tipps, worauf man achten sollte und nennt Erste-Hilfe-Maßnahmen, die man bei Erfrierungen oder Stürzen kennen sollte.
„Wer selbst bei kalten Temperaturen nicht auf Sport an der frischen Luft
verzichten möchte, sollte sich bewusst sein, dass viele Prozesse im
Körper dann nur in gebremster Form ablaufen. Der verminderte
Stoffwechsel führt beispielsweise bei Muskeln, Sehnen und Bändern zu
einem Elastizitätsverlust - die Verletzungsgefahr steigt“, mahnt Frank
Schönmetzler. Dann heiße es, den inneren Schweinehund zu besiegen
und vor der Joggingrunde oder dem Skitag unbedingt ausreichendes
Aufwärmtraining durchzuführen. „Wichtig ist natürlich auch eine der
Witterung angepasste Sportbekleidung, die gleichermaßen für einen
Wärmepuffer sorgt, dabei nicht zu warm ist und den Schweiß aufnimmt.“
Der Experte empfiehlt mehrere Schichten. Die oberste sollte winddicht
sein. „Da ein Großteil der Wärme über den Kopf verloren geht, Mütze
nicht vergessen! Fausthandschuhe schützen gut vor Erfrierungen an den
Fingern.“
Dies sind örtliche Gewebeschäden, die durch Kälteeinwirkungen - meist
in Verbindung von Feuchtigkeit und Wind - entstehen. Es kommt zu
einer Mangeldurchblutung des Gewebes, das dadurch geschädigt wird
oder sogar abstirbt. „Am häufigsten betroffen sind Finger, Zehen, Nase,
Ohren und Wangen. Zeichen einer Erfrierung sind Gefühllosigkeit oder
Taubheitsgefühl, bläulich-rote, später weiß-gelbe oder weiß-graue
Färbung der Haut. Die betroffenen Körperteile sind kalt und zunächst
weich und schmerzhaft, später hart und gefühllos. Es kann zu
Blasenbildung kommen.“ Frank Schönmetzler rät, keinesfalls an den
betroffenen Körperteilen zu reiben. „Das könnte den Gewebeschaden
noch vergrößern.“ Stattdessen sollte man sie mit Körperwärme
aufwärmen, etwa in den Achselhöhlen. Auch ein Wasserbad hilft. „Dabei
unbedingt mit Raumtemperatur anfangen und die Temperatur nur
langsam erhöhen. Wenn sich die Haut gelblich oder grau gefärbt hat und
schmerzt, sollte man zum Arzt gehen oder den Rettungsdienst unter 112
rufen.“

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news-458 Tue, 15 Dec 2020 10:00:00 +0100 Harte Kerle mit Herz und Kochlöffel /aktuell/presse-service/meldung/harte-kerle-mit-herz-und-kochloeffel.html Motorradfreunde Night Brothers kochen in der Wärmestube Rauhe Schale, weicher Kern – diese Aussage trifft auf die Mitglieder der Motorradfreunde Night Brothers sicherlich zu. Am Samstagmorgen des Nikolauswochenendes kamen einige der Biker in die Wärmestube Kempten, um dort ein leckeres Mittagessen für die Gäste zuzubereiten.

Dass der äußere Schein manchmal zu voreiligen Schlüssen verleiten kann, demonstrieren die Motorradfreunde auf vielfache Weise. „MF Night Brothers haben sich auf die Fahnen geschrieben, anderen zu helfen, beispielsweise durch Kleiderspenden oder eine spezielle Unterstützung von Einrichtungen. Der Chief der Organisation, Christian Pabel, ist außerdem Notfallsanitäter beim Roten Kreuz Kreisverband Oberallgäu“, weiß Amelie Lang, die Leiterin der Wärmestube Kempten.

Schon im letzten Jahr waren mehrere Clubmitglieder für eine ähnliche Aktion in die Einrichtung gekommen. Neben dem Mittagessen spendierten sie damals auch Kleider, Decken und Schlafsäcke und unterhielten sich angeregt mit den Besuchern. Aufgrund der Corona-Maßnahmen war all dies heuer leider nicht möglich. Diesmal sollte „nur“ gekocht werden. Diese Aufgabe übernahm Christian Burggraf-Rothe, der Roadcaptain des Motorradclubs und seines Zeichens Koch. Er kreierte das Gericht des Tages: Ossobuco (übersetzt: „Knochen mit Loch“, da das verwendete Bio-Rindfleisch ein Loch aufweist). „Die Rinderhaxe wurde in dicke Beinscheiben geschnitten, kurz angebraten und dann geschmort. Reichlich Schmorsauce wurde mit viel Gemüse abgeschmeckt und schmeckte köstlich“, schwärmt Amelie Lang.

Beide Biker freuten sich, dass sie von einigen Gästen wiedererkannt und herzlich begrüßt wurden. Sie stellten klar, dass ihr Besuch sicherlich nicht der Letzte seiner Art war: „Denkt dran: Wenn ihr irgendwas braucht, meldet euch bei uns! Und liebe Grüße vom Rest – nächstes Jahr machen wir es wieder in den Gasträumen und feiern anschließend!“

Da am Vortag eine Kleider- und Deckenspende eingegangen war, wurden diese Zuwendungen im Rahmen des Nikolausessens an mehreren Tischen im Innenraum der Wärmestube kostenlos ausgegeben. Die Gäste durften unter Einhaltung der geltenden Coronaregeln einzeln eintreten und sich etwas aussuchen. Am Ausgang trafen sie dann auf den Nikolaus (in seine Rolle schlüpfte MF-Mitglied Alexander Wiener), der sie mit einer Papptüte, gefüllt mit einer Orange, einem Apfel, einem Lebkuchen und Nüssen, beschenkte. Dies wiederum war eine Spende der Firma Früchte Schubert OHG, Durach.

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news-457 Mon, 14 Dec 2020 17:00:00 +0100 (Fast) ein Jubiläum der prominenten Köche in der Wärmestube /aktuell/presse-service/meldung/fast-ein-jubilaeum-der-prominenten-koeche-in-der-waermestube.html Henze zaubert Nikolausessen, Hold muss wegen Quarantäne aussetzen Die traditionelle Kochaktion von Sternekoch Christian Henze und dem Landtagsvizepräsidenten Alexander Hold (Freie Wähler) in der Wärmestube Kempten hätte eigentlich am Nikolaustag ihr 10-jähriges Jubiläum gefeiert. Doch leider musste sich Alexander Hold in Quarantäne begeben. Christian Henze ließ es sich nicht nehmen, die Tradition dennoch allein fortzusetzen - sehr zur Freude der Gäste und Mitarbeiter.

Auf der Karte der Wärmestube Kempten stand am Nikolaustag: „Winterliches Hirschragout mit Crème fraîche-Preiselbeer-Dip und Haselnuss-Spätzle, zum Nachtisch karamellisierter Kaiserschmarrn“. Zubereitet wurden dieses exquisite Menü von dem Allgäuer Starkoch Christian Henze und seinem Sohn Noah. Jener war kurzerhand für Alexander Hold eingesprungen und unterstützte wie schon im Jahr zuvor seinen Vater am Herd. Die Bäckerei Wipper aus Kempten spendierte an diesem Tag süße Weihnachtsmännchen aus Hefeteig.

„Die Veranstaltung, die heuer ins zehnte Jahr geht, soll für die Gäste der Wärmestube, welche ja finanziell und manchmal auch gesundheitlich stark eingeschränkt sind, eine Form der Teilhabe sein und ihnen Freude bereiten“, erklärt die Leiterin der Wärmestube, Amelie Lang. Sie betont: „Das Ganze ist keine Konkurrenzveranstaltung zu unseren guten und engagierten Köchinnen und Köchen, die im Alltag die Mittagsmahlzeiten für unser Besucher zubereiten. Vielmehr ist sie als eine ungewöhnliche, durchaus exklusive Form der Wertschätzung vonseiten der Menschen Christian Henze und Alexander Hold zu verstehen, die ihre Leidenschaft für gute Küche aus ganzem Herzen mit einem besonderen Publikum teilen möchten.“ Nachdem Christian Henze sein Werk in der Küche vollendet hatte, beteiligte er sich auch an der Essensaugabe, die derzeit Corona-bedingt vor der Tür der Wärmestube stattfinden muss. „Dabei wurde er sogar um Autogramme gebeten. Besonders die Frauen, aber auch die Männer waren sehr angetan von ihm“, schmunzelt Amelie Lang.

Alexander Schwägerl, der Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu, würdigte das Engagement: „Mein Respekt gilt Herrn Henze, der sich trotz der schwierigen Lage um Corona für ein Kommen entschieden hat, das Essen in der Kälte an die Gäste ausgab und den Menschen damit wieder einmal ein unvergessliches - nicht nur kulinarisches - Erlebnis bereitet hat. Wir freuen uns schon, wenn beim nächsten Mal auch Alexander Hold wieder dabei sein kann.“

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news-456 Fri, 11 Dec 2020 15:03:00 +0100 Neuwahl des Heimbeirates im BRK Haus der Senioren /aktuell/presse-service/meldung/neuwahl-des-heimbeirates-im-brk-haus-der-senioren.html Gabriele Braxmair und Egon Geiger zu Vorsitzenden gekürt Im BRK Haus der Senioren in Oberstdorf wurde jüngst
der Heimbeirat neu gewählt. Neue Vorsitzende ist Gabriele
Braxmair.
„Der Heimbeirat ist das Vertretungsorgan der Bewohner und beauftragt,
deren im Heimgesetz vorgesehenen Mitwirkungsrechte wahrzunehmen.
Er muss von der Einrichtungsleitung über wesentliche Veränderungen im
Haus informiert werden und hat dazu dann auch ein Vetorecht“, erklärt
Einrichtungsleiterin Melanie Engel. „Die Mitglieder des Gremiums geben
außerdem Wünsche, Anregungen und eventuelle Klagen der Bewohner
an die Heimleitung weiter.“
Bei der jüngsten turnusmäßigen Neuwahl (diese findet alle 2 Jahre statt)
machte die Hälfte der Bewohner des Hauses der Senioren von ihrem
Stimmrecht Gebrauch. Gabriele Braxmair wurde mit mehr als 50 Prozent
der Stimmen zur Vorsitzenden gewählt. Zu ihrem Stellvertreter wurde
Egon Geiger bestimmt. Die weiteren Vorstandsmitglieder sind Helga
Mayr (sie ist bereits seit 2014 in dem Gremium engagiert und somit
eines der langjährigsten Mitglieder), Roswitha Vogler und Manfred
Müller. Als Beisitzer wurden Renate Rossa, Dagmar Grünzner, Siegfried
Plappert sowie Monika Gilles (Angehörige) gekürt.
In der Regel finden monatliche Sitzungen mit dem Heimbeirat und allen
Beisitzern statt. Aufgrund der Corona-Auflagen müssen diese derzeit
jedoch nach Wohnbereichen getrennt abgehalten werden.
Fotocredit: Stefanie Paulus
Die Vorsitzende Gabriele Braxmair und ihr Stellvertreter Egon Geiger
freuten sich über ihre Wahl.

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news-454 Thu, 10 Dec 2020 15:43:00 +0100 Startschuss der Schuhbox-Aktion mit Gewinnspiel /aktuell/presse-service/meldung/startschuss-der-schuhbox-aktion-mit-gewinnspiel.html Hochschule Kempten lädt alle Interessierten ein, die Tafel Kempten zu unterstützen Der Hochschul-Verein unterweks e.V. Tourismusstudenten
der Hochschule Kempten veranstaltet seit dem 1. Dezember wieder
die Schuhbox-Aktion zu Gunsten der Tafel Kempten. Studierende,
Dozenten, Lehrkräfte sowie alle externen Interessierten, die sich
beteiligen möchten, füllen Schuh- oder andere Kartons nach einer
Packliste mit haltbaren Lebensmitteln, Hygieneartikeln und
Spielsachen für Tafel-Kunden zu Weihnachten.
Um auf die caritative Aktion aufmerksam zu machen, verteilen die
Studenten derzeit Flyer und Plakate an der Hochschule sowie an
umliegende Geschäfte. Spendenpakete- (diese müssen nicht
festverpackt sein - können bis zum 22. Dezember im BRK Info-Shop in
der Haubenschloßstraße 12 abgegeben werden. Dessen Öffnungszeiten
sind Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr sowie Freitag von 8 bis13
Uhr.
Zusätzlich haben sich die Tourismus-Studentinnen und Studenten ein
Gewinnspiel ausgedacht. Dabei werden unter allen Spendern
Gutscheine von Kemptener Geschäften, Bars und Cafés ausgelost. Wer
teilnehmen möchte, muss einfach bei Abgabe des Spendenpakets seine
E-Mail-Adresse auf einem kleinen Zettel hinterlassen und in die
Gewinnbox einwerfen. Die Gewinner werden vom Verein unterweks e.V.
informiert.
Die Schuhbox-Aktion von unterweks e.V. findet bereits seit 2013
alljährlich statt. Auch Geldspenden sind willkommen (Spendenkonto:
DE27 7335 0000 0514 6740 35, unterweks e.V.). Die Spenden kommen
ausschließlich der TAFEL Kempten zugute.


Die Packliste:

  • Reis / Nudeln / Linsen / Couscous / Polenta
  • Haferflocken / Müsli / Cornflakes
  • Haltbare Milch / Sojamilch / Hafermilch / Kokosmilch
  • Marmelade / Honig / Nutella / Apfelmus
  • Kaffee gemahlen / Tee / Kakao
  • Pesto / Tomatensoße / Senf
  • Chips / Kekse / Schokolade / Trockenfrüchte / Bonbons / Kaugummi
  • Backmischung / Zucker / Mehl / Gries / Hefe / Puderzucker /
  • Streuselzucker
  • Dauerwurst vakuumiert oder als Dose
  • Speiseöl / Essig
  • Eingelegtes (Gurken/Kirschen etc.)
  • Zahnbürste / Zahnpasta
  • Duschgel / Spülmittel / Seife
  • Haarbürste
  • Malbücher / Stifte
  • Schals / Mützen
  • Kinderkleidung


Foto: Markus Wille
Unser Archivfoto zeigt Markus Wille mit Studentinnen des unterweks. e.V.
im Jahr 2018.

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news-455 Tue, 08 Dec 2020 15:43:00 +0100 Ein Wunschbaum im Seniorenheim /aktuell/presse-service/meldung/ein-wunschbaum-im-seniorenheim.html Im Haus der Senioren erfüllen emsige Helfer kleine Weihnachtswünsche Im BRK Haus der Senioren in Oberstdorf bemüht man sich das ganze Jahr über, den Bewohnern die Wünsche von den Augen abzulesen. Nun in der Vorweihnachtszeit bekommen die Senioren zusätzlich die Möglichkeit, kleine materielle Wünsche an einem „Wunschbaum“ zu hinterlassen. Fleißige Weihnachtswichtel versuchen, diese zu erfüllen.

„Im Förderverein für Behinderten- und Seniorenarbeit e.V. herrscht großes Bedauern darüber, dass die Mitglieder sich in diesem Jahr aufgrund von Corona nicht an der Organisation und Durchführung der beliebten Seniorennachmittage und Ausflüge beteiligen konnten. Diese Veranstaltungen machen den Heimbewohnern immer viel Spaß“, erklärt Einrichtungsleiterin Melanie Engel. „Nun möchte der Verein den Senioren durch seine Beteiligung an einem `Wunschbaum´ zumindest eine kleine vorweihnachtliche Freude bereiten.“

Dieser ganz besondere Weihnachtsbaum steht im Besucherbereich des Seniorenheims. Alle Bewohner dürfen hier auf einem Zettel ihre Weihnachtswünsche hinterlassen. „Die Alltagsbegleiter helfen bei Bedarf, die Ideen zu Papier zu bringen“, so Melanie Engel weiter. „Bei Wünschen wie `Gesundheit´ wird kreativ überlegt, wie man diesen mit einem greifbaren Geschenk verknüpfen könnte – etwa in Form von Cremes oder Bonbons für das Wohlbefinden.“

Die Wunschzettel können gerne von Besuchern mitgenommen werden, die den jeweiligen Wunsch dann zuverlässig bis spätestens zum 23. Dezember erfüllen und das entsprechende Geschenk an der Verwaltung abgeben. Um die Erfüllung der weiteren Wünsche wollen sich der Förderverein und die CSU-Frauenunion Oberstdorf kümmern. „Sowohl die Belegschaft als auch die Bewohner freuen sich sehr über diese herzerwärmende Aktion. Der Wunschbaum ist nicht nur ein Hingucker, sondern versprüht auch gleichzeitig eine schöne, weihnachtliche Stimmung“, sagt Melanie Engel. „Gerade in den Zeiten der Pandemie haben es sich die Mitarbeiter des Hauses zur Aufgabe gemacht, für die Bewohner eine besonders schöne Vorweihnachts- und Weihnachtszeit zu schaffen.“

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news-453 Fri, 04 Dec 2020 11:00:00 +0100 Kleine Leute mit großem Herzen /aktuell/presse-service/meldung/kleine-leute-mit-grossem-herzen.html Grundschüler spenden Lebensmittel für Tafel Die Mädchen und Buben der Grundschule Krugzell (Gemeinde Altusried) haben ein großes Herz für ihre Mitmenschen, die es im Leben nicht ganz so leicht haben. Die kleine Schule beteiligte sich bereits zum sechsten Mal an einer Hilfsaktion zugunsten der Kemptener Tafelläden.
Rektorin Michaela Arndt sammelte zusammen mit den 72 Schülerinnen und Schülern und mit Unterstützung von deren Eltern und Großeltern Lebensmittel und Hygieneartikel für die Tafel Kempten. Dank eines Informationsblattes wussten alle ganz genau, welche Dinge dringend benötigt werden. Dazu gehören beispielsweise Wasch- und Spülmittel, Duschgel, Shampoo und Zahnpasta, Kaffee, Tee und Kakao, Nutella, Honig und Marmelade, Dauerwurst, Nudeln, Reis, Mehl und Zucker, Müsli, Essig und Öl oder auch Süßigkeiten. Im Lauf von zwei Wochen trugen die Kinder mehr als 350 einzelne Artikel zusammen. Markus Wille vom BRK, der die Tafel Kempten koordiniert, nahm die Spenden in Empfang und dankte allen großen und kleinen Beteiligten sehr herzlich für ihre Hilfsbereitschaft.

Foto: Markus Wille, BRK Oberallgäu
Rektorin Manuela Arndt mit einigen Kindern der 2. Jahrgangsstufe und den gespendeten Waren. Wie Tafel-Koordinator Markus Wille sagte werden alle Artikel gleich in den Ausgabestellen der Tafel Kempten verteilt.

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news-452 Tue, 01 Dec 2020 11:00:00 +0100 „Viele Bereiche des öffentlichen Lebens würden kollabieren“ /aktuell/presse-service/meldung/viele-bereiche-des-oeffentlichen-lebens-wuerden-kollabieren.html Alexander Schwägerl vom BRK Oberallgäu würdigt ehrenamtliches Engagement Am 5. Dezember wird alljährlich der Internationale Tag des Ehrenamtes begangen. „An diesem Tag möchten wir all denjenigen von Herzen danken, die so viel mehr tun als sie müssten und dafür keinerlei Gegenleistung erwarten“, erklärt Alexander Schwägerl, Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu. „Das Ehrenamt und alle, die es mit so viel Engagement, Herz und Selbstlosigkeit ausüben, gehören zu den zentralen Stützen unserer Gesellschaft.“

„Viele Bereiche des öffentlichen und sozialen Lebens würden ohne die große Unterstützung durch Ehrenamtliche schlichtweg kollabieren“, betont Alexander Schwägerl. „Lebensrettende Dienste, die uns selbstverständlich erscheinen, wie etwa Rettungsdienst oder Feuerwehr, sowie zahlreiche weitere wichtige Hilfsangebote würden ohne die Ehrenamtlichen schlichtweg zusammenbrechen“, gibt er zu bedenken. Auch im Roten Kreuz seien die Ehrenamtlichen von unschätzbarem Wert - sei es im Rettungsdienst und Krankentransport, im Sanitätsdienst bei großen Veranstaltungen, bei der Wasserwacht, dem Jugendrotkreuz und in der Erste-Hilfe-Ausbildung, bei Blutspendeterminen, in den Kleider- und Tafelläden und der Wärmestube, in den Rettungshunde- und Motorradstaffeln, der Wasserwacht und der Krisenintervention, im Bevölkerungsschutz und der Katastrophenhilfe und vielem mehr. Das BRK Oberallgäu habe das große Glück, von rund 2.000 Ehrenamtlichen unterstützt zu werden. Sie alle seien bereit, sich, falls nötig, entsprechend aus- und weiterzubilden und ihr Wissen, ihre Zeit und ihre Kraft zum Wohle aller einzusetzen. „Dieses Engagement zu Gunsten der Bevölkerung ist heutzutage alles andere als selbstverständlich und verdient höchsten Respekt und Anerkennung“, findet Schwägerl.

Leider nehme die Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren, insgesamt ab. „Die Gründe dafür liegen wohl in den vielfältigen Freizeitmöglichkeiten, dem ständig wachsenden Druck am Arbeitsplatz, der Gleichgültigkeit vieler Menschen gegenüber der sozialen Gemeinschaft und letztlich auch an der mangelnden Anerkennung des Ehrenamtes“, vermutet er. „Das ist sehr schade, denn Ehrenamt ist keine Einbahnstraße. Man bekommt so viel zurück: Gemeinschaft und Freundschaft im Team, Spaß an einer sinnvollen Tätigkeit und ganz viel Dankbarkeit von den Menschen, denen man geholfen hat.“ Er fordert: „Die Politik müsste dringend Impulse setzen, um das Ehrenamt spürbar aufzuwerten.“

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news-451 Mon, 30 Nov 2020 11:00:00 +0100 Blutspende in Corona-Zeiten und aktuelle Termine /aktuell/presse-service/meldung/blutspende-in-corona-zeiten-und-aktuelle-termine.html BRK lobt lückenlose Versorgung der Patienten „Das Jahr 2020 war auch im Hinblick auf die Blutspende eine Herausforderung. Im Vergleich zu anderen Jahren war das Blutspende-Aufkommen starken, unregelmäßigen und nur schwer vorhersehbaren Schwankungen unterworfen“, sagt Alexander Schwägerl, der Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu. Trotzdem sei es aufgrund der großen Solidarität in der Bevölkerung stets möglich gewesen, die auf Blutpräparate angewiesenen Menschen lückenlos zu versorgen. Auch im Dezember gibt es in Kempten und dem Oberallgäu Möglichkeiten zur Blutspende.

Alexander Schwägerl bedankt sich im Namen des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD) sowie aller betroffenen Patientinnen und Patienten bei den Spendern. „Es ist wunderbar zu sehen, dass diese sich auch in schwierigen Zeiten wie jetzt während der Pandemie auf die Unterstützung Ihrer Mitmenschen verlassen können. Das ist nicht selbstverständlich und gibt uns Hoffnung und Antrieb.“

Auch im Dezember gibt es in unserer Region wieder Gelegenheiten zur Blutspende. Alle Termine sowie eventuelle Änderungen, aktuelle Maßnahmen und Informationen rund um das Thema Blutspende in Zeiten von Corona sind unter 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com tagesaktuell abrufbar.

Do, 3.12. Waltenhofen, Mehrzweckhalle, Plabennecstr. 9, 16.30 – 20 Uhr
Fr, 4.12. Dietmannsried, Grund- und Mittelschule, Schulstr. 2, 16.30 – 20 Uhr
Mo, 7.12. Kempten, BRK-Haus, Haubenschloßstr.12, 15 – 20 Uhr
Di, 8.12. Kempten, BRK-Haus, Haubenschloßstr.12, 15 – 20 Uhr
Fr, 11.12. Sonthofen, Pfarrheim St. Christoph, Albert-Schweitzer-Str. 17, 16-20 Uhr
Mo, 21.12. Kimratshofen, Volksschule, Sportstr. 2, 17 – 20.30 Uhr

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news-450 Fri, 27 Nov 2020 11:00:00 +0100 Gefährlicher Advent /aktuell/presse-service/meldung/gefaehrlicher-advent.html BRK gibt Erste Hilfe-Tipps bei Brandverletzungen, Stromschlag und Rauchvergiftung In der nun beginnenden Adventszeit genießen viele Menschen eine behagliche Stimmung durch Kerzenlicht. Leider kommt es dabei immer wieder zu Zimmer- und Wohnungsbränden, bei denen die Betroffenen teils schwere Brandverletzungen und/oder Rauchgasvergiftungen erleiden. Immer wieder wird der Rettungsdienst auch aufgrund von Stromschlägen durch defekte Weihnachtsbeleuchtung alarmiert. Das BRK Oberallgäu gibt Tipps, welche Erste-Hilfe-Maßnahmen im Notfall wichtig sind.

„Trotz aller Warnungen kommt in der Advents- und Weihnachtszeit häufig zu Bränden. Wenn Kerzen den trockenen Nadeln an Adventskränzen, Gestecken oder Christbäumen zu nahe kommen, kann es zu geradezu explosionsartigen Bränden mit schwerwiegenden Folgen kommen“, weiß Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter des BRK Oberallgäu. Er rät darum, Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen zu lassen. Besonders bei Kindern und Haustieren sollte man sehr wachsam sein und vorsichtshalber stets einen Eimer Wasser oder eine Löschdecke bereithalten.

Was tun bei Verbrennungen?

Im Fall von Verbrennungen empfiehlt er folgende Erste-Hilfe-Maßnahmen:

  • Menschen, deren Kleidung brennt, aufhalten, sofort mit Wasser übergießen, mit einer Decke löschen oder auf dem Boden wälzen. ACHTUNG! Auf keinen Fall Decke mit synthetischen Materialien (z.B. Fleece) zum Löschen verwenden. Diese verschmelzen mit der Haut!
  • mit der Haut verklebte Kleidung oder in die Haut eingebrannte Materialien nicht entfernen
  • Verbrennungen im Gesicht mit feuchten Tüchern kühlen, dabei Atemwege freihalten
  • kleinflächige Verbrennungen (nicht größer als die Handfläche des Betroffenen) sofort zur Schmerzlinderung 10-15 Minuten lang mit fließendem, handwarmem Wasser kühlen
  • ist dem Verletzten kalt, sofort mit dem Kühlen aufhören
  • nach dem Kühlen die Wunde mit sterilem Tuch leicht abdecken, evtl. Arzt aufsuchen
  • größere Verbrennungen am Rumpf nicht kühlen! Arzt aufsuchen oder Rettungsdienst 112 rufen.
  • ist eine Fläche von mehr als 5x die Größe der Handfläche des Betroffenen verbrannt => Rettungsdienst 112 rufen
  • nach Erstversorgung der Wunde => Beine des Betroffenen hochlagern, bis Rettungsdienst kommt
  • bei Kreislaufproblemen des Betroffenen => Erste Hilfe-Maßnahmen anwenden, Rettungsdienst 112 rufen
  • grundsätzlich gilt: Brandblasen nicht öffnen (Infektionsgefahr) und keine Hausmittel (Mehl o.Ä.) verwenden

 

Was tun bei Rauchgasvergiftung?

Neben den Flammen droht bei Feuern auch eine unsichtbare Gefahr: giftige Dämpfe. „Erste Anzeichen einer Rauchgasvergiftung sind beispielsweise Kopfschmerzen, starker Husten, Erbrechen, Schwindel, Bewusstlosigkeit, Kreislauf- und Atembeschwerden, die lebensbedrohlich werden können“, erklärt Frank Schönmetzler. „Um gravierende Spätfolgen zu vermeiden, sollten alle Betroffenen sich auf jeden Fall medizinisch untersuchen lassen.“

Als Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Rauchgasvergiftung empfiehlt der Experte:

  • Notruf 112 alarmieren
  • unbedingt auf Selbstschutz achten
  • Fenster, Türen öffnen und für Sauerstoffzufuhr sorgen
  • Person aus der Gefahrenlage bringen
  • regelmäßig Bewusstsein, Atmung und Kreislauf prüfen
  • ist die Person bei Bewusstsein: beruhigen
  • bei Atemnot: Betroffenen mit erhöhtem Oberkörper lagern
  • bei Bewusstlosigkeit stabile Seitenlage und ggf. Herz- Lungen-Wiederbelebung, Atemspende
  • warten bis der Notarzt eintrifft

Was tun bei Stromschlag?

Eine weitere Gefahr in der Advents- und Weihnachtszeit stellen Stromschläge durch elektrische Beleuchtung dar. „Sie können lebensgefährliche Herzrhythmusstörungen hervorrufen, die zum plötzlichen Herztod führen können.“

Erste Hilfe bei Unfällen durch elektrischen Strom

  • Notruf 112 absetzen
  • eigene Sicherheit beachten! Helfer darf keinesfalls selbst in den Stromkreis gelangen!
  • Gerät oder Sicherung ausschalten/Stecker ziehen
  • Betroffenen mit nicht leitenden Hilfsmitteln (Decke, Holzstiel) von der Stromquelle wegziehen
  • Betroffenen ansprechen, beruhigen und trösten
  • regelmäßig Bewusstsein, Atmung und Kreislauf prüfen
  • bei Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage
  • bei Bewusstlosigkeit und fehlender normaler Atmung: sofort Herz- Lungen-Wiederbelebung, Atemspende bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes
  • bei Hochspannungsunfällen: Rettung nur durch Fachpersonal!


Der Experte rät allen, regelmäßig die Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen. Das BRK bietet in Kempten und dem Allgäu regelmäßig entsprechende Kurse an. Nähere Infos zu den Kursen finden Sie unter
https://www.kvoberallgaeu.brk.de/.

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news-449 Tue, 24 Nov 2020 09:00:00 +0100 Hausnummern können Leben retten /aktuell/presse-service/meldung/hausnummern-koennen-leben-retten.html BRK bittet um deutlich lesbare Beschilderung Stellen Sie sich vor, bei Ihnen Zuhause gibt es einen medizinischen Notfall und der Rettungsdienst verliert unnötig Zeit, weil er trotz Navi die richtige Hausnummer nicht finden kann. „Oft sind die Hausnummern in der Dunkelheit schlecht lesbar – oder es sind gar keine am Gebäude angebracht“, moniert Peter Fraas, Leiter Rettungsdienst beim BRK Oberallgäu. „Das ist für die Mitarbeiter des Rettungsdienstes eine unnötige Erschwernis und kostet nicht nur wertvolle Zeit, sondern im schlimmsten Fall sogar das Leben des Patienten.“ Der Experte gibt Tipps, worauf es ankommt.

„Jeder sollte prüfen, ob sich an seinem Wohngebäude eine Hausnummer befindet. Diese sollte groß und hoch genug angebracht sein und in farblichem Kontrast zur Hauswand stehen. Sie muss von der Straße aus gut lesbar, nicht verdeckt und im Winter stets von Schnee befreit sein“, rät Peter Fraas. „Sollte die Hausnummer an Ihrem eigenen Haus fehlen, wäre es wichtig, dies unverzüglich zu ändern. Wenn Sie in einem Mehrfamilienhaus wohnen, weisen Sie den Eigentümer, den Hausmeister oder die Hausverwaltung auf das Fehlen hin und bitten Sie um schnelle Abhilfe - schließlich weiß man nie, wann ein Notfall eintritt“

In einem solchen Notfall könne das Anschalten der Hofbeleuchtung eine zusätzliche Hilfe sein. „Am besten ist es aber, eine Person wartet vor dem Gebäude auf den Rettungsdienst, weist die Kollegen ein und führt sie zu dem Patienten. Denken Sie dabei bitte auch an das rechtzeitige Öffnen von Toren, Schranken und Haustüren, das Bereithalten von Aufzügen im Eingangsbereich und das Einsperren von Hunden.“

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news-448 Wed, 11 Nov 2020 09:00:00 +0100 Traumberuf Notfallsanitäter und technischer Rettungssanitäter /aktuell/presse-service/meldung/traumberuf-notfallsanitaeter-und-technischer-rettungssanitaeter.html BRK Oberallgäu heißt neue Auszubildende willkommen Das BRK Oberallgäu freut sich über sechs neue Auszubildende. Drei junge Frauen haben die Berufsausbildung zur Notfallsanitäterin angetreten. Dies ist die höchste nicht-akademische medizinische Qualifikation im Rettungsdienst. Zwei junge Männer und eine weitere junge Frau entschieden sich für die Berufsausbildung zum technischen Rettungssanitäter. Zu ihren Aufgaben wird es gehören, den Notfallsanitäter und Notarzt bei der Versorgung der Patienten, als Fahrer auf dem Rettungswagen, dem Notarzteinsatzfahrzeug oder im Krankentransport zu unterstützen, die medizinische Ausstattung des Rettungswagens zu kontrollieren und Einsätze zu dokumentieren. Ihre Ausbildungen werden die neuen Azubis an verschiedenen Rettungswachen in Kempten und dem Oberallgäu absolvieren.

Alexander Schwägerl, der Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu, ließ es sich nicht nehmen, die Neuzugänge gemeinsam mit der stellvertretenden Leiterin Rettungsdienst, Margret Spieß, sowie den Wachleitern Frank Martin (Rettungswache Kempten), Roland Muxel (Rettungswache Sonthofen) und Alexander Dornach (Rettungswache Durach) persönlich willkommen zu heißen. Alexander Schwägerl: „Wir freuen uns sehr, die engagierten jungen Leute in unseren Reihen begrüßen zu dürfen und hoffen, dass ihnen die Ausbildung bei uns neben wertvollem Wissen und einem zukunftssicheren Beruf auch viel Spaß bringen wird.“

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news-447 Fri, 06 Nov 2020 09:00:00 +0100 Beistand für Menschen nach belastenden Erlebnissen /aktuell/presse-service/meldung/beistand-fuer-menschen-nach-belastenden-erlebnissen.html Julia Rebuck vom BRK berichtet über die ehrenamtliche Arbeit im Kriseninterventionsdienst Wenn ein geliebter Mensch ganz plötzlich durch ein Unglück zu Tode gekommen ist, der Rettungsdienst den Kampf um das Leben eines Patienten verloren hat, Ersthelfende bei schweren Unfällen oder Gewaltverbrechen dramatische Szenen oder Einsatzkräfte einen belastenden Einsatz erlebt haben oder auch wenn Angehörige eine Todesnachricht von der Polizei erhalten, kommen sie zum Einsatz: die Mitglieder des Kriseninterventionsdienstes (KID). Sie stehen Angehörigen, Einsatzkräften und Augenzeugen von belastenden Geschehnissen in den ersten Stunden nach dem Ereignis bei und versuchen schnell ein tragfähiges Netzwerk für die Betroffenen zu aktivieren. In Kempten und dem Oberallgäu gibt es diesen Dienst seit mehr als 20 Jahren. Julia Rebuck, die den Fachdienst Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) beim BRK Oberallgäu, sowie den Arbeitskreis Krisenintervention leitet, berichtet von dieser wichtigen und anspruchsvollen Tätigkeit.

Die Mitglieder des Arbeitskreises Krisenintervention kümmern sich sowohl um Privatpersonen, die von einem tragischen Unglücksfall wie den oben beschriebenen betroffen sind, als auch um die Betreuung von Einsatzkräften nach besonders belastenden Erfahrungen. „Bei den Einsatzkräften sind wir beispielsweise nach Einsätzen mit Kindern, sehr vielen Verletzten oder Toten gefragt, ebenso wie bei Katastrophenfällen, bei Todesfällen im Kollegenkreis oder bei Einsätzen mit ungewöhnlich hohem Medieninteresse“, erläutert Julia Rebuck. „In solch schwierigen Ausnahmesituationen stehen wir den Betroffenen zur Seite. Wir hören ihnen zu, sind da, schweigen, trösten und halten mit aus - ganz nach den Bedürfnissen der jeweiligen Person. Gerade bei Privatpersonen vermitteln wir auch Sachinformationen, zum Beispiel, wie lange Verstorbene zuhause verbleiben dürfen, welche Unterlagen benötigt werden, wer informiert werden muss oder erklären die Handlungen des Rettungsdienstes.“ Ein sehr wichtiger Aspekt der Aufgabe sei, die Selbsthilfefähigkeit der Betroffenen und deren soziales Netz zu aktivieren. „Da geht es dann darum, wen die- oder derjenige jetzt gerne um sich hätte, seien es Familienmitglieder, Freunde oder Nachbarn. Gegebenenfalls verweisen wir auch an weiterführende Hilfsstellen und klären über Belastungsstörungen auf.“ Die Einsätze seien keine längerfristige Begleitung, sondern jeweils nur auf einen einmaligen Kontakt ausgelegt, betont sie. „Wir sind diejenigen, die ganz am Anfang für die Menschen da sind.“ Ihr kürzester Einsatz habe 15 Minuten gedauert, der längste 11 Stunden, berichtet die engagierte 27-Jährige. Sie ist ausgebildete Rettungsassistentin, arbeitet aktuell auf ihren Masterabschluss in Angewandte Gesundheitswissenschaften hin und wirkt parallel in einem internationalen Zivilschutzprojekt mit. Seit Januar 2016 ist sie im Arbeitskreis Krisenintervention des BRK aktiv. „Ich hatte schon Jahre vorher im Radio ein Interview mit Peter Zehentner, dem Mit-Gründer des Kriseninterventionsteams (KIT) in München gehört, das mich sehr bewegt hat. Daraufhin las ich das Buch von ihm und Andreas Müller-Cyran. Ich wusste: `das will ich auch mal machen´“ So absolvierte sie noch während ihrer Berufsausbildung zur Rettungsassistentin eine entsprechende Fortbildung und suchte aktiv den Kontakt zum Kriseninterventionsdienst. Mittlerweile ist Julia Rebuck vollausgebildete Einsatzkraft für PSNV-B (Psychosoziale Notfallversorgung für Betroffene) und PSNV-E (Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte) und leitet den 20-köpfigen, ehrenamtlichen Arbeitskreis Krisenintervention sowie den Fachdienst PSNV beim BRK Oberallgäu.

Als solches trägt die junge Frau viel Verantwortung, etwa für die Personalplanung, Fort- und Weiterbildungen, Organisation der Bereitschaftszeiten und Einsatzübernahmen, Material- und Finanzverwaltung des Arbeitskreises sowie alle Fragen rund um die PSNV im Kreisverband Oberallgäu. „`Psychosoziale Notfallversorgung´ ist ein Überbegriff, unter dem kirchliche Angebote wie die Notfallseelsorge sowie die Kriseninterventionsteams bzw. -dienste der verschiedenen Hilfsorganisationen laufen“, erklärt sie.

„Das Kriseninterventionsteam Kempten ist eine Kooperation zwischen der Johanniter-Unfall-Hilfe, der evangelischen und katholischen Notfallseelsorge und dem BRK. Hier leisten derzeit 29 Personen gemeinsam ehrenamtlich Dienst.“ Im Oberallgäu sind neben dem BRK ebenfalls die Notfallseelsorge und der Arbeiter-Samariter-Bund gemeinsam mit der Caritas im Bereich PSNV tätig.

Die Anforderung zu einem Einsatz erfolge in der Regel durch Einsatzkräfte des Rettungsdienstes, der Feuerwehr oder der Polizei über die Integrierte Leitstelle Allgäu. Etwa 100 Mal pro Jahr werde das KIT Kempten alarmiert. Im Oberallgäu kämen für die beteiligten Organisationen weitere rund 50 Einsätze hinzu.

„Um beim Kriseninterventionsdienst mitwirken zu können, sind beim BRK eine spezielle Ausbildung mit verschiedenen Lehrgängen und Hospitationen bei mindestens 10 Einsätzen nötig. Auf persönlicher Ebene zählen soziale Kompetenz, Reife, physische und psychische Belastbarkeit und die Fähigkeit zur Selbst- und Fremdwahrnehmung eine wichtige Rolle.“ Um Einsatzkräfte zu betreuen, muss man selbst eine langjährige Einsatzerfahrung, z.B. im Rettungsdienst mitbringen und dann eine Weiterbildung im Bereich PSNV absolvieren.
Sie werde öfter gefragt, wie sie das alles denn aushalte und verarbeite, sagt Julia Rebuck. „Da ist eine gute Selbstfürsorge wichtig, etwa durch Gespräche mit Familie und Freunden, durch Ausgleich an der frischen Luft und durch Psychohygiene.“ Dieser diene beispielsweise das Schreiben des Protokolls, das bewusste Wechseln der Einsatzkleidung und die Dusche nach dem Einsatz. „Zudem gibt es natürlich Einsatznachbesprechungen, Team-Supervisionen und bei Bedarf auch Einzel-Supervisionen.“ Trotz der schwierigen Situationen, mit denen sie zu tun habe, liebe sie diese Aufgabe. „Im Rettungsdienst müssen wir den Ort des Geschehens oft in den für die Angehörigen schlimmsten Momenten verlassen, etwa, wenn wir ihnen nach einer erfolglosen Reanimation mitteilen mussten, dass wir leider nichts mehr tun konnten. Im Kriseninterventionsdienst hingegen komme ich genau in diesen schlimmsten Momenten zu den Menschen und kann ihnen helfen, sich aus diesem Tal einen Weg bergauf zu bahnen. Ich kann ihnen die Richtung zeigen und die richtigen Wegbegleiter und wenn ich gegangen bin, haben sie den ersten Schritt, und sei er noch so winzig, aus diesem Tal heraus getan.“

Wer sich für eine Mitarbeit in den lokalen Kriseninterventionsteams in Kempten oder im Oberallgäu interessiert, kann sich unter www.kid-oberallgaeu.de informieren und unter der E-Mail kid@brk-oberallgaeu.de Kontakt zum Arbeitskreis aufnehmen. Das Mindestalter für den Ausbildungsbeginn legt bei 21 Jahren, eine aktive Mitwirkung an dem Dienst ist ab dem vollendeten 23. Lebensjahr möglich.

Wer die Arbeit des Arbeitskreises Krisenintervention unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende tun.


Spendenkonto Arbeitskreis Krisenintervention der BRK Bereitschaften:
BRK Kreisverband Oberallgäu
Sparkasse Allgäu
BIC: BYLADEM1ALG
IBAN: DE57 733 500 00 0310 400 031
Betreff: KID Oberallgäu

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news-446 Wed, 04 Nov 2020 09:00:00 +0100 Junge Leute im Rettungsdienst /aktuell/presse-service/meldung/junge-leute-im-rettungsdienst.html Beim BRK Oberallgäu freut man sich über engagierten Nachwuchs Elias Gorbach aus Oberstaufen ist seit 18 Jahren beim BRK Oberallgäu. Das ist deshalb ungewöhnlich, weil der junge Mann selbst erst 18 Jahre alt ist. „Meine Eltern sind seit vielen Jahren sehr engagiert beim Roten Kreuz. Darum wurde ich quasi mit meiner Geburt ebenfalls Mitglied“, erklärt er schmunzelnd. Die Leidenschaft für den Dienst am Nächsten übertrug sich glücklicher Weise von den Eltern auf den Sohn: Elias Gorbach ist seit Kindesbeinen in der Jugendgruppe des BRK in seinem Heimatort aktiv und des Öfteren bei Veranstaltungen als Sanitätshelfer im Einsatz. Jetzt, mit 18 Jahren, kann er endlich den nächsten Schritt auf dem Weg in den Rettungsdienst tun und die anspruchsvolle Fortbildung zum Rettungssanitäter absolvieren.

„Die Jugendgruppe in Oberstaufen ist sehr aktiv. Hier wird wirklich viel für die Kinder und Jugendlichen getan“, erzählt Elias Gorbach. „Mir hat die Kombination aus einer sinnvollen Beschäftigung, Spaß und Freizeitaktivitäten und einem respektvollen, freundschaftlichen Umgang miteinander immer schon sehr gut gefallen.“ Neben der Bildungsarbeit ist ein wichtiger Bestandteil der Jugendarbeit des BRK, Erste Hilfe-Kenntnisse altersgerecht zu vermitteln. Jetzt, mit 18 Jahren, freut sich Elias Gorbach, den nächsten Schritt in der rettungsdienstlichen Ausbildung gehen zu können: gemeinsam mit elf anderen jungen Rotkreuzlern aus Kempten und dem Oberallgäu hat er die Fortbildung zum Rettungssanitäter begonnen. In deren Verlauf erlernen die Teilnehmenden alle erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten, um im Krankentransport selbstständig und in der Notfallrettung assistierend tätig zu werden. Dazu gehört beispielsweise, Notfallsituationen systematisch einzuschätzen, notfallmedizinische Basismaßnahmen bei unterschiedlichen Patientengruppen selbstständig durchzuführen und dem Notarzt, Notfallsanitäter oder Rettungsassistenten fachgerecht zu assistieren. Auch die Einschätzung der psychosozialen Situation von Beteiligten und deren angemessene Betreuung werden eingeübt.

„Die gesamte Ausbildung zum Rettungssanitäter umfasst 520 Stunden“, erklärt Ulrike Finkenzeller von der Servicestelle Ehrenamt des BRK-Kreisverbandes Oberallgäu. „Das ist ein nicht unerheblicher Aufwand, das ist uns wohl bewusst“, ergänzt sie. „Angesichts dieses Zeitaufwandes und der allgemeinen Tatsache, dass immer weniger Menschen in ihrer Freizeit ehrenamtlich aktiv sein möchten, wissen wir das Engagement der jungen Leute sehr zu schätzen. Besonders gefreut hat uns, dass der jüngste Fachlehrgang für angehende Rettungssanitäter, also der theoretische Grundlagenteil der Ausbildung, voll besetzt war mit lauter jungen Ehrenamtlichen aus dem Jugendrotkreuz und den regionalen Bereitschaften. Dass so viele junge Leute aus unseren eigenen Reihen bereit sind, dabei zu bleiben und dass sie sich künftig verstärkt im Rettungsdienst des BRK einsetzen möchten, macht uns stolz.“ Darum ließ man es sich seitens des BRK auch nicht nehmen, die Kursgebühren für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu tragen.

Elias Gorbach freut sich schon jetzt auf seinen Abschluss: „Mir macht es einfach Freude, anderen Menschen zu helfen. Ich mag die abwechslungsreiche Tätigkeit und zudem ist das ein wirklich sinnvolles Hobby.“

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news-445 Mon, 02 Nov 2020 09:00:00 +0100 Blutspendetermine des BRK finden weiterhin statt /aktuell/presse-service/meldung/blutspendetermine-des-brk-finden-weiterhin-statt.html Engagement auch im November überlebenswichtig Das BRK Oberallgäu weist darauf hin, dass sämtliche Blutspendetermine in Kempten und dem Oberallgäu auch während der verschärften Corona-Regeln stattfinden.

„Blutspendetermine sind von den Kontaktbeschränkungen ausgenommen. Daher dürfen und müssen diese unter Einhaltung bestehender, strenger Hygienemaßnahmen weiterhin durchgeführt werden“, betont Alexander Schwägerl, Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu. „Wir alle müssen unbedingt dafür Sorge tragen, dass unsere Mitmenschen in den Krankenhäusern auch im Herbst und Winter lückenlos mit überlebenswichtigen Blutpräparaten versorgt werden können. Zusammenhalt, Rücksichtnahme und Solidarität sollten im Mittelpunkt unseres Handelns stehen. Allen Spenderinnen und Spendern, die auch in der aktuellen Pandemie diesen unersetzlichen Dienst an der Gemeinschaft leisten, gebührt höchster Respekt und Anerkennung. Sie sind tragende Säulen des Gesundheitssystems in Deutschland.“ Es gebe weder eine künstliche Alternative zu gespendetem Blut, noch könne es aufgrund geringer Haltbarkeiten für `schlechte Zeiten zurückgelegt´ werden.
Zur ersten Hochphase der Pandemie konnte der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes vermehrt Erstspenderinnen und Erstspender verzeichnen. Nun hoffen die Verantwortlichen, dass sich dieser positive Trend fortsetzt.
Informationen rund um das Thema Blutspende in Zeiten von Corona gibt es unter 0800 11 949 11 (8 bis 17 Uhr). Alle Blutspendetermine in Kempten und dem Allgäu sowie eventuelle Änderungen finden Sie tagesaktuell unter www.blutspendedienst.com


Blutspende-Termine November 2020:

Mo, 02.11.Kempten15:00-20:00 UhrBRK-Haus, Haubenschloßstr.12
Di, 03.11.Kempten15:00-20:00 UhrBRK-Haus, Haubenschloßstr.12
Di, 10.11.Immenstadt15:30-20:00 UhrPfarrheim St. Nikolaus, Sankt Nikolausplatz 1
Fr, 13.11. Sonthofen06:00-20:00 UhrPfarrheim St. Christoph, Albert-Schweitzer-Str. 17
Mi, 25.11.Oberstaufen16:30-20:00 UhrKurhaus, Argenstr, 3
Mo, 30.11.Fischen17:00-20:30 UhrGrundschule, Bergerweg 9

 

 

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news-444 Fri, 30 Oct 2020 18:00:00 +0100 Spenden statt Diätenerhöhung /aktuell/presse-service/meldung/spenden-statt-diaetenerhoehung.html Alexander Hold unterstützt BRK Wärmestube in Kempten Jährlich zum 1. Juli werden die Abgeordneten-Diäten des Bayerischen Landtages angepasst. Der Kemptener Abgeordnete und Landtags-Vizepräsident Alexander Hold (Freie Wähler) spendet seine Erhöhung des Jahres 2020/21 vollständig an soziale und kulturelle Projekte im Allgäu. Gerade überraschte er die Wärmestube des BRK in Kempten mit einer Spende in Höhe von 1.272 Euro.

„Als Volksvertreter nehme ich keine Gehaltserhöhung an, solange Menschen in unserer Heimat wegen der Coronakrise in Kurzarbeit stehen oder um ihre Jobs bangen“, sagt Alexander Hold. „Daher spende ich als Zeichen der Solidarität die Erhöhung eines ganzen Jahres an Einrichtungen und Projekte, die in der Zeit der Pandemie eine besonders wichtige Rolle spielen. Dazu gehört in jedem Fall auch die Wärmestube des BRK in Kempten. Mehr denn je ist sie eine wichtige Anlaufstelle nicht nur für eine warme Mahlzeit, sondern in Zeiten des Abstandhaltens auch als Ort des Austausches, um sozialer Vereinsamung entgegenzuwirken.“ Auf diese Weise wolle er den Verantwortlichen Danke sagen für ihren unermüdlichen und gerade in diesen Zeiten nicht einfachen Einsatz.

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news-443 Thu, 29 Oct 2020 09:00:00 +0100 „Zeit ist Hirn“ - Schlaganfall erkennen und richtig reagieren /aktuell/presse-service/meldung/zeit-ist-hirn-schlaganfall-erkennen-und-richtig-reagieren.html BRK gibt hilfreiche Erste-Hilfe-Tipps In Deutschland ereignen sich jährlich etwa 196.000 erstmalige und 66.000 wiederholte Schlaganfälle. Rund 63.000 davon enden tödlich. Damit gilt der Schlaganfall als dritthäufigste Todesursache. Zirka ein Viertel der überlebenden Patienten weist drei Monate nach dem Ereignis schwere Einschränkungen in den Aktivitäten des täglichen Lebens auf. Frank Schönmetzler vom BRK Oberallgäu erklärt, woran man einen Schlaganfall erkennt und welche Erste-Hilfe-Maßnahmen man als Laie im Fall der Fälle anwenden sollte.

„Bei einem Schlaganfall werden die Blutversorgung und die Sauerstoffversorgung zu einem Teil des Gehirns unterbrochen. Dadurch kommt es zu Funktionsausfällen mit mitunter schweren und dauerhaften Folgen“, erklärt der Experte.

„Einen Schlaganfall erkennt man beispielswiese an plötzlichen, heftigen Kopfschmerzen, steifem Nacken, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen, vorübergehenden Seh- und Sprachstörungen, Taubheitsgefühlen oder auch Schluckbeschwerden. Sehr deutliche Hinweise sind plötzlich einsetzende halbseitige Lähmungen an Armen und/oder Beinen oder im Gesicht, häufig mit herabhängendem Mundwinkel und einseitig geschlossenem Augenlid. Akute Schmerzen kommen eher selten vor.“

Sollten einige oder alle dieser Symptome auftreten, rät Frank Schönmetzler zu schnellstmöglichem Handeln. „Je mehr Zeit vergeht, desto mehr Gehirngewebe kann absterben und desto größer sind die bleibenden Schäden. Hier zählt also wortwörtlich jede Minute. Es ist belegt, dass in den ersten viereinhalb Stunden nach dem Schlaganfall das Risiko für bleibende Schädigungen durch die medikamentöse Auflösung des Blutgerinnsels deutlich gesenkt werden kann. Warten Sie also keinesfalls ab, ob die Symptome vergehen, dabei geht wertvollste Zeit verloren. Scheuen Sie sich nicht, auch bei unklaren Anzeichen sofort den Rettungsdienst zu alarmieren – wir als Rettungsdienstmitarbeiter sehen das so: Lieber einmal zu oft als einmal zu spät!“

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  • wählen Sie sofort den Notruf unter 112
  • kontrollieren Sie, inwieweit der Betroffene bei Bewusstsein ist, etwa durch deutliche Ansprache und vorsichtiges Rütteln an den Schultern
  • ist der Betroffene bei Bewusstsein, bequem und mit erhöhtem Oberkörper lagern
  • gelähmte Körperteile umpolstern
  • vermeiden Sie unbedingt Aufregung und Unruhe (Betroffenen bei Bedarf abschirmen)
  • decken Sie den Betroffenen zu
  • bei Bewusstlosigkeit und vorhandener normaler Atmung laut "Hilfe" rufen, um Umstehende Personen auf die Notfallsituation aufmerksam zu machen
  • bringen Sie die Person in die stabile Seitenlage, auf der gelähmten Seite (!)
  • bei Bewusstlosigkeit und fehlender Atmung: Herz-Lungen-Wiederbelebung
  • beruhigen, betreuen, trösten und beobachten (Bewusstsein, Atmung) Sie den Betroffenen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes

Um in Notfällen effektiv helfen zu können, empfiehlt Frank Schönmetzler eine regelmäßige Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse. Informationen zu Kursen des BRK in Kempten und dem Allgäu finden Sie unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/.

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news-442 Tue, 27 Oct 2020 15:00:00 +0100 Ausbildung zum Mitglied der BRK-Motorradstreife /aktuell/presse-service/meldung/ausbildung-zum-mitglied-der-brk-motorradstreife.html Christoph Ackermann absolviert „Fachlehrgang Motorrad“ Die Motorradstreife des BRK ist ein rein ehrenamtlicher Dienst. Ihre Mitglieder leisten vor allem während der Hauptreisezeit auf Autobahnen und Bundesstraßen schnelle Hilfe. Diese Aufgabe verlangt den Fahrern fahrerisch, medizinisch, taktisch aber auch persönlich besonderes Können ab. Um als aktive Einsatzkraft am Streifendienst teilnehmen zu können, ist unter anderem der „Fachlehrgang Motorrad“ Voraussetzung. Christoph Ackermann vom BRK Oberallgäu hat diese anspruchsvolle Fortbildung gerade erfolgreich durchlaufen.

„Die Motorradstreife ist in vielerlei Hinsicht besonders“, findet Christoph Ackermann. „In vielen Notsituationen – etwa bei Unfällen auf Autobahnen oder bei Staus in der Sommerhitze - stellt sie die entscheidende Schlüsselposition dar, um Menschen schnell Hilfe und Sicherheit zu gewährleisten und somit Leben zu schützen. Ich hatte über die Jahre diverse Einsätze, bei denen die Kollegen aufgrund ihres Streifendienstes ersteintreffendes Rettungsmittel am Einsatzort waren.“ Nun absolvierte der 34-jährige Oberstdorfer, der sich seit dem Jahr 2000 ehrenamtlich beim BRK engagiert, unter anderem als Gerätewart und Einsatzleiter Sanitätswachdienst der BRK Bereitschaft Oberstdorf, selbst die Ausbildung zur Einsatzkraft in der Motorradstreife.

„Voraussetzung ist der Grundlehrgang, bei dem man umfangreiches Grundwissen über den Streifendienst, die Dienstmaschine und deren mitgeführtes Material sowie taktische und organisatorische Aspekte im Dienstgebiet Allgäu kennenlernt“, erklärt er. Auf den Grundlehrgang folgte nun besagter viertägiger Fachlehrgang in der BRK-Bildungsstätte Schwabmünchen. Neben Christoph Ackermann nahmen 13 weitere Fahrer aus ganz Bayern mit ihren Einsatzmaschinen daran teil.

Nicht nur im Einsatz sondern auch in der Ausbildung gelte stets die Devise `Eigenschutz geht vor, betont er. Darum seien aufgrund der bestehenden Pandemie-Auflagen weitreichende Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden. Der Lehrgang sei zumeist mit Mund-Nasenschutz, Schutzbrille, dem bekannten Mindestabstand und häufigem Händewaschen und -desinfizieren abgelaufen.

„Der theoretische Part zu Beginn des straffen Ausbildungs-Plans beinhaltete unter anderem rechtliche Themen und einsatztaktische Abläufe. Am zweiten Tag stand dann fahren, fahren, fahren auf dem Programm.“ Dazu waren auf einem Bundeswehr-Gelände Übungen zum Umgang mit dem Motorrad angelegt. „Jeder musste die rund 350 kg schwere Maschine auf engstem Raum und mit voll eingeschlagenem Lenker in niedrigster Geschwindigkeit manövrieren“, nennt Christoph Ackermann ein Beispiel für die hohen fahrerischen Anforderungen. „Außerdem wurden Ausweichmanöver bei höheren Geschwindigkeiten oder Vollbremsungen auf trockenem und nassem Untergrund durchlaufen.“

Der dritte Ausbildungstag stand im Zeichen des Kolonnen-Fahrens. „Ein einzigartiges Erlebnis“, wie der erfahrene Motorradfahrer und Rettungsdienstler findet. „Fast 60 Fahrzeuge von BRK, Wasserwacht, THW und Maltesern nahmen an dieser Übungsfahrt teil. Aufgrund der großen Anzahl mussten die Fahrzeuge auf drei Marschgruppen aufgeteilt werden.“ Die 135 km lange Tour führte über Autobahn, Bundes- und Landstraßen und einige kleine Kreisstraßen im Großraum Augsburg. Kreisverkehre und Kreuzungen sowie enge und unübersichtliche Stellen wurden durch die Motorräder abgesichert.

Den Abschluss des Lehrgangs bildeten praktische Einsatztrainings zum Streifendienst. „Die Palette der fiktiven Einsätze reichte von internistischen Notfällen über Verkehrsunfälle bis hin zum Brand in einem Gebäude.“ Für eine besonders realistische Darstellung waren Mimen, eine Rettungswagenbesatzung, der Einsatzleiter Rettungsdienst sowie die Feuerwehr und Polizei-Darsteller involviert. Erst danach durften die Teilnehmer ihre heiß begehrten Abzeichen des Fachdienst Motorrad in Empfang nehmen. Er selbst sei stolz, diese Qualifikation nun inne zu haben, gibt Christoph Ackermann zu. „Ich freue mich auf die damit verbundenen neuen Aufgaben.“

Wer die Motorradstreife des BRK Oberallgäu finanziell unterstützen möchte, kann dies durch Spenden mit dem Stichwort „Motorradstreife Oberallgäu“ tun. (Sparkasse Allgäu IBAN: DE 57 733 500 00 0310 400 031 BIC: BYLADEM1ALG Verwendungszweck: „Motorradstreife Oberallgäu“).

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news-441 Wed, 21 Oct 2020 15:00:00 +0200 Lebensgefahr durch Unterkühlung /aktuell/presse-service/meldung/lebensgefahr-durch-unterkuehlung.html BRK gibt Erste-Hilfe-Tipps Wenn es draußen kälter wird, steigt die Gefahr der Unterkühlung. Dies gilt vor allem, wenn Menschen durchnässt, körperlich überanstrengt oder alkoholisiert sind oder wenn sie in eine Situation geraten, in der sie den kalten Temperaturen hilflos ausgeliefert sind, beispielsweise durch einen Unfall, eine Verletzung oder Desorientiertheit. Frank Schönmetzler, der Leiter der Breitenausbildung beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) Oberallgäu erklärt, welche Erste-Hilfe-Maßnahmen dann am besten angewendet werden sollten.

„Zu einer Unterkühlung kommt es, wenn die Wärmeabgabe des Körpers über einen anhaltenden Zeitraum größer ist als die Wärmeproduktion“, erklärt er. „Wenn der Körper sich nicht mehr ausreichend warmhalten kann, beginnt die Körperkerntemperatur von normalerweise rund 37 Grad Celsius zu sinken. Dies wirkt sich nachteilig auf die Funktion von Organen und Zellen aus. Ein zu starkes Absinken der Körpertemperatur kann zur Bewusstlosigkeit und unbehandelt sogar zum Tod führen“, warnt er. „Wenn sich die unterkühlte Person nicht mehr bewegen kann oder möchte, besteht akute Lebensgefahr!“

An den folgenden Symptomen erkennt man eine leichte Unterkühlung (Stadium I):

  • Kältezittern
  • blaue Lippen
  • Atmung und Kreislauf sind gesteigert
  • Betroffener ist bei Bewusstsein erregt, später ruhiger


Wenn die betroffene Person sich noch aktiv bewegen kann und will, sollten folgende Maßnahmen zum Einsatz kommen:

  • Schutzhandschuhe und Mund-Nasen-Schutz tragen
  • 112 verständigen
  • Betroffenen an einen warmen Ort bringen und langsam aufwärmen
  • nasse, kalte Kleidung entfernen und Körper in warme Decken/Rettungsdecken wickeln
  • keine aktive Wärme z.B. durch Reiben oder Wärmflasche zuführen!
  • warme, gut gezuckerte Getränke wie z.B. Tee verabreichen, jedoch keine alkoholischen Getränke!
  • Betroffenen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes beruhigen, betreuen, trösten und beobachten (möglichst auch Körpertemperatur)


Eine schwere Unterkühlung (Stadium II) ist an folgenden Symptomen erkennbar:

  • Atmung verlangsamt sich
  • eintretende Muskelstarre
  • nachlassendes Schmerzempfinden
  • zunehmende Müdigkeit bis hin zur Bewusstlosigkeit


Für diesen lebensbedrohlichen Zustand gelten die folgenden Erste-Hilfe-Maßnahmen:

  • Schutzhandschuhe und Mund-Nasen-Schutz tragen
  • Notruf 112 verständigen
  • KEINE Aufwärmversuche mehr unternehmen
  • KEINE aktive Wärme (z.B. durch Reiben oder Wärmflasche) zuführen
  • Betroffenen zudecken
  • bei Bewusstlosigkeit und vorhandener Atmung laut "Hilfe" rufen, um Umstehende auf die Notfallsituation aufmerksam zu machen
  • stabile Seitenlage
  • Betroffenen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes beruhigen, betreuen, trösten und beobachten, wiederholt Bewusstsein und Atmung prüfen
  • bei Bewusstlosigkeit und fehlender Atmung: Herz-Lungen-Wiederbelebung (30x2)


„Am besten ist es natürlich, es kommt gar nicht erst zu einer Unterkühlung“, so Frank Schönmetzler. „Dieser kann man aktiv vorbeugen, indem man dem Wetter angepasste Kleidung und Schuhe trägt. Wichtig ist vor allem eine wärmende Kopfbedeckung, denn rund 30 Prozent der Körperwärme werden über den Kopf abgegeben. Nach körperlicher Anstrengung - Überanstrengung bei Kälte bitte vermeiden - sollte feuchte oder verschwitzte Kleidung schnellstmöglich gewechselt werden. Beim ersten Zittern sollte man selbst mit aktiver Bewegung gegensteuern. Handelt es sich um einen Unfall, so ist es wichtig, den Betroffenen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durch das Unterlegen einer Rettungsdecke und durch Zudecken vor Wärmeverlust zu schützen. Dies gilt übrigens schon bei normalen Temperaturen, da durch den Unfall der Kreislauf beeinträchtigt sein kann.“ Um im Notfall angemessen Hilfe leisten zu können empfiehlt der Experte eine regelmäßige Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse.

Das BRK bietet in Kempten und dem Allgäu regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse an. Nähere Infos zu den Kursen finden Sie unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/.

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news-440 Tue, 20 Oct 2020 15:00:00 +0200 Appell zum Tag der Wiederbelebung /aktuell/presse-service/meldung/appell-zum-tag-der-wiederbelebung.html Erste Hilfe auch in Corona-Zeiten Für mehr als jeden zweiten Bundesbürger (51,4%) liegt die Ausbildung in Erster Hilfe mehr als 10 Jahre zurück. Dies ergab eine Umfrage im Auftrag des DRK aus dem August 2020. Zum Tag der Wiederbelebung am morgigen Freitag, den 16. Oktober, weist das BRK darauf hin, wie wichtig die Kenntnisse der Ersten Hilfe, insbesondere der Reanimation sind.
 
Ohne das nötige Wissen sinkt die Bereitschaft zu helfen und die Hemmschwelle etwas falsch zu machen steigt. 62% der Personen, die keinen Erste-Hilfe-Kurs besucht haben, sind nicht bereit im Notfall eine Reanimation durchzuführen, so ein Ergebnis der Umfrage. Zum jetzigen Zeitpunkt kommt auch die Angst vor einer Ansteckung mit Covid-19 hinzu. „Die wichtigste Maßnahme der Ersten Hilfe ist die Wiederbelebung. Mit jeder Minute, die ein Patient nicht wiederbelebt wird, sinkt die Überlebenschance um 10%“, so BRK-Landesarzt Prof. Dr. Peter Sefrin. Eine Wiederbelebung ist auch ohne Beatmung wirksam, die Herzdruckmassage kann in Corona-Zeiten mit Handschuhen und Mund-Nasen-Schutz durchgeführt werden.
 
„In der derzeitigen Pandemie-Lage sind die Kurse des BRK durch entsprechende Hygienekonzepte so gestaltet, dass die Erste-Hilfe-Maßnahmen ohne Gefahr vermittelt und geübt werden können“, so Prof Sefrin.
 
Aus diesem Grund appelliert Sefrin: „Im Sinne der Fürsorge für die eigenen Angehörigen sollte man einen Erste-Hilfe-Kurs besuchen.“ Denn der überwiegende Teil der Reanimationen (62,4%) fand 2019 im häuslichen Umfeld statt, wie der Jahresbericht des Deutschen Reanimationsregisters belegt. „Der Erste-Hilfe-Kurs sollte dann alle 3-5 Jahre wiederholt werden“, so Prof. Sefrin.

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news-439 Wed, 14 Oct 2020 15:00:00 +0200 So kann man Stürzen im Alter vorbeugen /aktuell/presse-service/meldung/so-kann-man-stuerzen-im-alter-vorbeugen.html Im BRK Haus der Senioren werden Beweglichkeit und Gleichgewichtssinn der Bewohner trainiert Mit zunehmendem Alter steigt bei Senioren die Gefahr, zu stürzen. Laut Statistik stürzen etwa ein Drittel aller über 65-Jährigen und mehr als die Hälfte der über 90-Jährigen mindestens einmal pro Jahr. Oftmals sind behandlungsbedürftige Verletzungen die Folge, die die Betroffenen langfristig beeinträchtigen können. Melanie Engel, die Leiterin des BRK-Hauses der Senioren in Oberstdorf, kennt die Problematik. Sie erklärt am Beispiel ihrer Einrichtung, welche Möglichkeiten zur Vermeidung von Stürzen es gibt.


Die Gründe für die steigende Sturzgefahr im Alter sind vielfältig. Dazu gehören beispielsweise Gleichgewichtsprobleme und plötzlicher Schwindel, eine generelle Gangunsicherheit, die durch schwere Beine, Durchblutungs- und Gelenkprobleme noch verstärkt wird oder Nebenwirkungen von Medikamenten. Auch die Verschlechterung des Sehvermögens spielt eine Rolle, denn dadurch können Stolperfallen nicht mehr rechtzeitig erkannt werden. Erschwerend kommt hinzu, dass die Reaktionsfähigkeit im Alter abnimmt, was dazu führt, dass rechtzeitiges Abstützen oder ein Abfangen des Sturzes nicht mehr möglich sind.


Ungefähr die Hälfte der Stürze verläuft glücklicherweise glimpflich, mit nur kleineren Blessuren oder blauen Flecken. Doch immer wieder kommt es auch zu ernsthaften Verletzungen. Da gerade ältere Menschen häufig ungebremst nach vorn auf den Kopf fallen, kann es im schlimmsten Fall zu einer Hirnblutung kommen. Bei Stürzen auf die Seite sind nicht selten Knochenbrüche, wie etwa der gefürchtete Oberschenkelhalsbruch sowie Becken- oder Handgelenksverletzungen mit teils langfristigen Mobilitätseinschränkungen die Folge. Und selbst wenn der Sturz ohne körperliche Schäden verlaufen ist, kann er die Lebensqualität negativ beeinflussen, da die Betroffenen aus Angst vor weiteren Stürzen körperliche Betätigungen fortan meiden.


„Der damit einhergehende weitere Verlust an Kraft und Beweglichkeit setzt jedoch ein Teufelskreis in Gang“, warnt Melanie Engel, die Leiterin des BRK-Hauses der Senioren in Oberstdorf. Sie kennt die Problematik aus ihrem Berufsalltag und schildert, wie man in ihrer Einrichtung damit umgeht. „Um die Beweglichkeit, die Muskelkraft und den Gleichgewichtssinn unserer Bewohnerinnen und Bewohner zu erhalten und zu verbessern, bieten wir - neben der Physiotherapie und Ergotherapie durch externe Kooperationspartner - dreimal wöchentlich auf allen vier Wohnbereichen Gymnastikstunden an. Dabei werden Bewegungs-, Kräftigung- und Dehnübungen besonders für Arme und Beine durchgeführt“, erklärt sie. „Im Koordinationstraining üben wir gleichzeitige, koordinierte - eventuell auch gegenläufige - Bewegungen mit Armen und Beinen ein. Dadurch sind die Senioren im Fall eines Stolperns kognitiv in der Lage, sich mit den Armen am Handlauf abzufangen und somit einen Sturz zu verhindern.“ Wichtig sei auch eine Verbesserung der Reaktionsgeschwindigkeit. „Diese trainieren wir zum Beispiel durch ein Spiel, bei dem eine Person ein Tuch auf dem Schoß hat und es schnell genug festhalten muss, wenn es weggezogen wird.“


Die Bewohner sind sehr dankbar für die Angebote, so Melanie Engel weiter. „Neben der Ablenkung und dem Spaß an der Gemeinsamkeit merken viele, dass sie sich wieder fitter fühlen. Tatsächlich beobachten wir, dass vorhandene Ressourcen länger aufrechterhalten werden können und die Sturzrate sinkt.“ Senioren, die zuhause leben, empfiehlt Melanie Engel, je nach individuellen Möglichkeiten, Seniorengymnastik, Schwimmgruppen, Yoga, Chi Gong und andere sanfte, seniorengerechte Bewegungsangebote zu nutzen. Hilfsmittel wie Hüftprotektoren oder rutschfeste Schuhe und Socken könnten ebenfalls die Sturzgefahr senken. Die Expertin rät: „Sinnvoll ist es auch, Sehhilfen regelmäßig vom Augenarzt überprüfen lassen, den Haushalt gründlich auf Stolperfallen zu untersuchen mit dem Arzt zu klären, ob Medikamente die Sturzgefahr erhöhen.“

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news-438 Fri, 09 Oct 2020 15:00:00 +0200 Spende für „Schwimmen mit Handicap“ /aktuell/presse-service/meldung/spende-fuer-schwimmen-mit-handicap.html Junger Kemptner sammelt für BRK-Projekt, das dieses Jahr verkürzt stattfinden muss Seit mehr als 50 Jahren bietet die Wasserwacht Kempten des BRK Oberallgäu in den Wintermonaten „Schwimmen mit Handicap“ an. Das Programm läuft normalerweise von Oktober bis April. Dabei haben Menschen mit Behinderung donnerstagabends im 14-tägigen Rhythmus im Hallenbad der Robert-Schumann Schule St. Mang die Gelegenheit, zwei Stunden Bewegung und Entspannung im Wasser zu genießen.


Die Teilnehmer können sich auf Wunsch vom Rotkreuz-Fahrdienst bis ans Schwimmbad fahren lassen. Helfer unterstützten bei Bedarf beim Umkleiden und dem Weg ins angenehm beheizte Wasser und für Rollstuhlfahrer gibt es einen Lift.

„Leider ist die Saison aufgrund der Corona-Pandemie diesmal verkürzt. Voraussichtlich starten wir erst im Januar 2021 anstatt im Oktober 2020“, bedauert Ulrike Finkenzeller von der Servicestelle Ehrenamt des BRK Oberallgäu. Umso mehr freut sie sich, dass das Projekt von der Bevölkerung offenbar nicht vergessen wurde. Gerade überreichte Tim Berchtold, Mitglied des Stadtrates Kempten, dem BRK eine Spende zugunsten des „Schwimmens mit Handicap“. Der junge Mann hatte im Rahmen eines Aktionstages im elterlichen Busunternehmen eine Spendenbox aufgestellt. Dabei kamen mehr als 230 Euro zusammen.

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news-437 Thu, 08 Oct 2020 16:00:00 +0200 Unterstützung für die bayerischen Tafeln /aktuell/presse-service/meldung/unterstuetzung-fuer-die-bayerischen-tafeln.html REWE spendet Lebensmittel im Wert von 33.333 Euro Zu Beginn der Corona-Pandemie mussten einige der Tafel-Ausgabestellen in Bayern, darunter auch die Tafelläden des BRK in Kempten, vorübergehend schließen. Grund dafür war, dass ein Großteil der 1.500 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer 65 Jahre oder älter sind und somit zur Risikogruppe gehören. Mittlerweile sind die Tafeln wieder handlungsfähig - ein guter Zeitpunkt für den langjährigen Spendenpartner REWE, langhaltbare Lebensmittel im Wert von 33.333 Euro an den Landesverband der Tafeln in Bayern zu spenden. Davon profitieren auch die drei Tafelläden in Kempten.

Der Landesvorstand der bayerischen Tafeln Peter Zilles und Vorstandsmitglied Bert Schlittenbauer nahmen die Waren, die auf sieben Euro-Paletten verteilt waren, bei der offiziellen Spendenübergabe im REWE-Zentrallager in Eitting entgegen. „Die Corona-Krise stellt uns als Gesellschaft vor große Herausforderungen. Gerade in Zeiten wie diesen sind wir noch stärker auf Spenden angewiesen und freuen uns deshalb sehr über die gespendeten Lebensmittel von unserem Partner REWE, die aktuell dringend benötigt werden", betonte Peter Zilles. Die Warenspende umfasst langhaltbare Lebensmittel wie Mehl, Reis, Kaffee, Schokolade, Konfitüre und Dosensuppen.

Sie wurden von Tafel-Fahrer Gerhard Simion und Markus Wille, dem Koordinator der Tafel Kempten (er ist zugleich Beisitzer im Vorstand des Landesverbandes der Tafel Bayern und in dieser Funktion für die Verteilung von Tafel-Waren im Allgäu zuständig) zunächst ins Tafel-Lager Kempten transportiert und von dort aus auf die sieben Tafeln im Raum Allgäu aufgeteilt. Diese befinden sich in Immenstadt/Sonthofen, Lindau/Lindenberg, Kaufbeuren, Bad Wörishofen, Memmingen sowie Kempten. „Bei der Aufteilung gehen wir nach der Anzahl der Ausgabestellen, der Kunden und der Ausgabe-Tage vor“, erläutert Markus Wille. „Kempten ist mit drei Ausgabestellen und Ausgabetagen von Montag bis Samstag eine der größten in der Umgebung.“ Alle Tafelläden arbeiteten kooperativ zusammen, betont er. So sei beispielsweise ein sinnvoller Austausch an Waren gegeben. „Das kann dann so aussehen, dass die Tafel Kaufbeuren Wurstwaren von einer Großmetzgerei mitbringt oder die Tafel Lindenberg Käse von der Käserei Hochland und im Gegenzug andere Waren vom Tafel-Lager Kempten mitnimmt. Von dieser Vorgehensweise profitieren alle Standorte und somit letztlich die Kunden.“

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news-436 Wed, 07 Oct 2020 16:00:00 +0200 Zusammenschluss der Rettungshundestaffeln /aktuell/presse-service/meldung/zusammenschluss-der-rettungshundestaffeln.html BRK Ober- und Unterallgäu gründen Schnell-Einsatz-Gruppe Die beiden Rettungshundestaffeln des BRK im Ober- und Unterallgäu schließen sich zu einer Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG Rettungshunde) zusammen. Dadurch ist sichergestellt, dass stets genügend Teams zur Verfügung stehen - auch für Einsätze, die tagsüber und in der Ferienzeit stattfinden.

Schon in der Vergangenheit haben die Rettungshundestaffeln des BRK Ober- und Unterallgäu immer wieder zusammen trainiert. So wird die Ausbildung der Trümmerhunde und der Personenspürhunde (sogenannte „Mantrailer“) gemeinsam durchgeführt. Nun wird auch eine gemeinsame Einsatzführung gebildet.

„Gerade bei Vermisstensuchen im Sommer oder bei tiefen Temperaturen im Winter müssen die Hunde schneller abgelöst werden. Hierzu ist es nötig, dass auch zügig `frische´, ausgeruhte Hundeteams zur Verfügung stehen. Durch den Zusammenschluss können noch besser als bislang immer genügend Teams alarmiert werden, um den jeweils akuten Bedarf zu befriedigen“, erläutern Prof. Dr. Christoph Tiebel, der Leiter der SEG Allgäu und sein Stellvertreter Andreas Dempfle.

Acht Einsatzkräfte absolvierten zuletzt eine spezielle Schulung für die Führung in der Vermisstensuche des Landesverbandes. Die Führungskräfte verfügen im Einsatz über speziell ausgerüstete Fahrzeuge mit Kartensoftware, Navigationsgeräten für Mensch und Hund sowie alle Kommunikationsmöglichkeiten. „Insgesamt sind in der SEG Allgäu nun mehr als elf geprüfte Teams einsatzbereit. 20 Rettungshundeteams befinden sich in der Ausbildung. Alle Einsatzkräfte sind ehrenamtlich tätig und bringen mit ihren eigenen Hunden viel Zeit für die Vermisstensuche ein.

Die neue SEG Rettungshunde erhielt bereits die Möglichkeit, zusammen bei der Firma Wölpert zu trainieren. „Interessant war sowohl das Freigelände als auch die Hallen mit den verschiedensten Materialien“, so Tiebel. Besonders hätten sich die Hundeführer über eine gespendete Pizza der Firma Wölpert gefreut!

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news-435 Fri, 02 Oct 2020 16:00:00 +0200 BRK gratuliert den frischgebackenen Notfallsanitätern /aktuell/presse-service/meldung/brk-gratuliert-den-frischgebackenen-notfallsanitaetern.html Alle Absolventen werden übernommen Der Beruf des Notfallsanitäters ist die höchste nicht akademische medizinische Qualifikation im Rettungsdienst. Seit 2014 ist hierfür eine dreijährige Berufsausbildung nötig. Seit jenem Jahr bildet das Rote Kreuz Oberallgäu selbst erfolgreich Notfallsanitäter aus und ist stolz darauf, somit seinen Nachwuchs seit dem Jahr 2017 selbst generieren zu können. Gerade absolvierte ein neuer Jahrgang die anspruchsvolle Abschlussprüfung.


Die Zeugnisübergabe fand am Dienstag, 22.September, in der Berufsfachschule für Notfallsanitäter des BRK in Schwabmünchen statt. Aufgrund der Corona-Pandemie durfte nur eine Begleitperson pro Kreisverband bei der „Freisprechung“ anwesend sein. Daher vertrat der Wachleiter der Rettungswache Immenstadt, Bastian Frank, das BRK Oberallgäu. An seiner Wache waren zwei der Absolventinnen ausgebildet worden. Die anderen durchliefen ihre Ausbildung an den Wachen in Kempten, Sonthofen und Oberstdorf. 


Martin Tutschka, der Leiter der Notfallsanitäterschule sowie die beiden KlassensprecherInnen Sonja Bingger und Max Laun, gingen in ihren Reden besonders auf die erschwerten Bedingungen ein, mit denen die Auszubildenden aufgrund der Pandemielage konfrontiert waren. Gerade vor diesem Hintergrund sei er besonders stolz über das gute Abschneiden der gesamten Klasse des Ausbildungsjahrgangs von 2017-2020, so Tutschka. Tatsächlich lag der Gesamtnotendurchschnitt des Jahrgangs im Abschlusszeugnis bei 1,6. Die frisch gebackene Notfallsanitäterin Sonja Bingger brillierte gar mit einem Notenschnitt von 1,0. Das BRK Oberallgäu übernimmt mit Vanessa Wiedemann, Sonja Bingger, Anna Theuring, Robert Schreiber und Sandra Allgayer (sie besuchte als Einzige die Malteser Rettungsdienstschule Bayern) alle Auszubildenden des Jahrgangs.

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news-434 Thu, 01 Oct 2020 16:00:00 +0200 Verdoppeltes Spendenglück /aktuell/presse-service/meldung/verdoppeltes-spendenglueck.html Tafel Kempten erhält 2000 Euro von Lions Kempten und Stiftunglife Die Stiftunglife und die Lions Serviceclubs haben all jenen bayerischen Tafeln eine finanzielle Hilfe angeboten, die in der Corona-Krise geöffnet hatten oder in anderer Art und Weise ihre bedürftigen Kunden unterstützten, etwa durch einen Lieferdienst, Gutscheinaktionen oder ähnliche Unterstützungsmaßnahmen. Aufgrund des enormen Einsatzes ihrer haupt- und ehrenamtlichen Helfer-Teams, die während des Corona-Lockdowns einen Lieferdienst auf die Beine gestellt hatten, konnten sich die Tafelläden in Kempten für das Spendenprogramm qualifizieren.



Dessen Prinzip ist folgendes: Wenn ein Lions Club die Tafel in seinem Ort finanziell unterstützt (mit bis zu 2.000 Euro pro Jahr und Tafel), verdoppelt die Stiftunglife diesen Betrag. Der Lions Club Kempten nahm an dem Programm Teil und spendete der Kemptener Tafel nun unbürokratisch 1000 Euro. Somit durften sich die beiden Tafelläden des BRK sowie die Caritas-Ausgabestelle letztlich über eine großzügige Zuwendung in Höhe von stolzen 2000 Euro freuen. Das Geld wurde für die Anschaffung haltbarer Lebensmittel und Drogerieartikel verwendet. BRK-Kreisgeschäftsführer Alexander Schwägerl nahm die Spende aus den Händen von Lions-Past-Präsident Dr. Christof Kemmann entgegen. Schwägerl: „Wir sind sehr dankbar für das große soziale Engagement des örtlichen Lions Clubs.“

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news-433 Wed, 30 Sep 2020 16:00:00 +0200 Waffeln vom OB /aktuell/presse-service/meldung/waffeln-vom-ob.html Kiechle und Baier-Regnery backen in der Wärmestube Schon im Februar schwangen Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle und Sozialreferent Thomas Baier-Regnéry in der Wärmestube des BRK in Kempten die Kochlöffel. Damals zauberten sie ein leckeres Drei-Gänge-Menü für die Besucher der Einrichtung. Der Umbau und die Renovierung der in die Jahre gekommen Räumlichkeiten stand zu der Zeit erst noch bevor. Die beiden versprachen aber, ihre Fertigkeiten an Herd und Backofen auch in der neuen Küche unter Beweis stellen zu wollen. Mittlerweile ist die Renovierung der Wärmestube abgeschlossen und so war es am vergangenen Dienstag so weit: die beiden Amtsträger schlüpften erneut in die Kochschürzen.


Dieses Mal bereiteten Oberbürgermeister und Sozialreferent selbstgebackene Waffeln sowie eine Birne-Helene-Torte für die ehrenamtlichen Helfer der Wärmestube zu. Diese hatten neben den zuverlässigen Festangestellten dazu beigetragen, dass die Küchenrenovierung gut bewältigt werden konnte, obwohl sie in eine streng regulierte Corona-Zeit fiel. Dank vieler Engagierter war auch in diesen schwierigen Wochen an keinem einzigen Tag der Herd der Wärmestube kalt geblieben, sodass die Besucher der Einrichtung durchgehend auf eine warme Mahlzeit zählen konnten. 


Die Leiterin der Wärmestube, Amelie Lang, sowie die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer waren sich einig: Das Backen der Amtsträger, begleitet von gekonnten Akkordeon- und Celloklängen, war eine tolle Wertschätzung mit ganz köstlichem kulinarischen und musikalischen Ergebnis!

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news-432 Wed, 23 Sep 2020 16:00:00 +0200 Leckerlis für die Spürnasen /aktuell/presse-service/meldung/leckerlis-fuer-die-spuernasen.html Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu freut sich über schmackhafte Überraschung Die vierbeinigen Spürnasen der BRK-Rettungshundestaffel Oberallgäu durften sich jüngst über eine schmackhafte Überraschung freuen: Das Oberstdorfer Ehepaar Hildegard und Prof. Dr. Bernd Ewen spendierte den Hunden einen ganzen Karton voller Leckerlis.

„Das tierliebe Ehepaar, das im Lauf der Jahre selbst vier Boxer-Hunde hatte, hatte einen Bericht über die Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu gelesen und wollte gerne etwas für unsere Rettungshunde tun“, berichtet Staffelleiter Prof. Dr. Christoph Tiebel. „Darum sammelten sie in ihrem Freundeskreis und übergaben uns nun einen Karton voller Hundesnacks. Die gesamte Rettungshundestaffel hat sich sehr über diese Anerkennung ihrer Arbeit gefreut und die Hunde ließen sich die Extraportion Leckerlis sichtlich schmecken.“

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news-431 Tue, 22 Sep 2020 16:00:00 +0200 Vor 30 Jahren bekam Oberstdorf sein erstes Notarztfahrzeug /aktuell/presse-service/meldung/vor-30-jahren-bekam-oberstdorf-sein-erstes-notarztfahrzeug.html BRK-Bereitschaftsleiter Anton Kappeler über die Anfangstage des Notarztdienstes Vor etwas mehr als 30 Jahren, im Dezember 1989, wurde Oberstdorf zum 25. bayerischen Notarztstandort bestimmt. Dem Beschluss waren jahrelange, zähe Bemühungen seitens der ortsansässigen Mitglieder des Roten Kreuzes sowie einiger Ärzte vorangegangen. Anton Kappeler, der die BRK-Bereitschaft Oberstdorf seit 27 Jahren leitet, war schon damals mit an Bord. Er erinnert sich an diese Zeit und berichtet ganz aktuell, wie sich Corona auf die Arbeit der rund 60 Bereitschaftsmitglieder auswirkt.

Die Verbandsversammlung des Rettungszweckverbandes, der damals unter Leitung des Geschäftsführers Herbert Schiek stand, erklärte Oberstdorf am 19. Dezember 1989 zum 25. bayerischen Notarztstandort – dem südlichsten Deutschlands. Bei den 40 Männern (darunter drei Ärzte) und 17 Frauen, die seinerzeit in der „Sanitätskolonne“ und „Frauenbereitschaft“ (in den 90er Jahren wurden die geschlechtlich getrennten Sanitätskolonnen und Frauenbereitschaften zu den BRK-Bereitschaften zusammengeführt) engagiert waren, sei die Freude groß gewesen, erinnert sich Anton Kappeler. „Das Ganze bedeutete ja auch die Anerkennung der bisherigen Leistungen. Schließlich hatte man sich rund sechs Jahre lang darum bemüht, den bis dahin eher behelfsmäßigen Notarztdienst auf solide Beine zu stellen.“

Eigeninitiative einiger Ärzte
Ein Name sei in diesem Zusammenhang unbedingt zu nennen, betont der 53-Jährige: Dr. Helmut Nussbickel. „Er gehörte zur `Kolonnenführung´ und war zusammen mit Bernhard Köberle und Alexander Rößle Initiator, Vater und Gründer des Notarztstandortes in Oberstdorf und ist bis heute Notarztobmann und beim BRK aktiv tätig.“ Tatsächlich hatte Dr. Nußbickel gemeinsam mit mehreren anderen Oberstdorfer Ärzten bereits 1986 aus eigener Initiative einen Notarztdienst aufgenommen. „Mit einem selbst finanzierten Piepser durch die Rettungsleitstelle alarmiert, fuhren sie mit ihren Privatfahrzeugen ohne Blaulicht zum Einsatzort“, weiß Kappeler. „Durch die Anerkennung als Notarztstandort war dann endlich eine bessere materielle und personelle Ausstattung möglich.“

Ein Highlight: Das erste Fahrzeug
Ab diesem Zeitpunkt stellten anfangs fünf niedergelassene Ärzte die notärztliche Betreuung rund um die Uhr sicher: Dr. Helmut Nußbickel, Dr. Karl-Heinz Tauscher, Dr. Ulrich Graf, Dr. Thomas Dobler und Dr. Eckehard Junghans. Damit sie nicht mehr im Privat-PKW zum Einsatzort fahren mussten, wurde ein eigenes Notarzteinsatzfahrzeug bestellt. Der Ford Sierra Kombi Allrad (Foto), der damals samt Ausrüstung rund 72.000 D-Mark kostete, wurde mit Zuschüssen vom Bayerischen Innenministerium, der Kassenärztlichen Vereinigung sowie durch Spenden lokaler Firmen und der Bevölkerung finanziert und ein halbes Jahr später, am 27. Juni 1990, in Betrieb genommen. „Als Zwischenlösung hatte die Firma Ford-Hartmann aus Oberstdorf den Rettern vorher ein halbes Jahr lang kostenlos einen silbernen Subaru GL zur Verfügung gestellt.“ Insgesamt sei das neue Notarztfahrzeug damals eine große Sache gewesen, sagt Kappeler und erinnert sich: „Das Behelfsblaulicht war auf einen Skidachträger aufgeschweißt. Drei Jahre später haben wir einen neuen Blaulichtbalken aufgebaut und mein Kollege Heiko Meinel hat auf meine Bitte in der Waschhalle der Rettungswache Sonthofen einen tagesleuchtroten Streifen auf das Notarztfahrzeug auflackiert.“ Schmunzelnd ergänzt er: „Den roten Schleier auf den Fliesen der Waschhalle kann man heute noch erkennen.“

Zahlen heute
Heute verfügt das Rote Kreuz in Oberstdorf über acht Fahrzeuge. Aktuell tun hier 20 Notärzte ihren Dienst. Ihre Einsätze entwickelten sich in den vergangenen 30 Jahren von damals 250 auf aktuell rund 900 im Jahr. Einschließlich der sonstigen Notfalleinsätze und Krankentransporte sind für die Oberstdorfer Rotkreuzfahrzeuge ca. 3.500 Einsätze bei einer Fahrleistung von rund 100.000 km/Jahr zu verzeichnen. Den Stamm der Rettungswache bilden 18 hauptamtliche Mitarbeiter. Hinzu kommen rund 60 ehrenamtliche Mitglieder - acht von ihnen waren schon zur Zeit der Gründung des Notarztstandortes mit dabei. Sie engagieren sich im Rettungs- und Sanitätsdienst, Sozialdienst, der Erste-Hilfe-Ausbildung, beim Blutspenden und im Katastrophenschutz. Jährlich erbringen sie weit mehr als 10.000 Stunden Dienst – normalerweise.

Folgen der Corona-Krise
“Normal ist in diesen Tagen allerdings wenig“, sagt Anton Kappeler und erklärt: „Die ehrenamtliche Tätigkeit beschränkt sich derzeit auf die Mitwirkung im Rettungsdienst und Einsätze durch die Unterstützungsgruppe Rettungsdienst. Alle Veranstaltungen, bei denen wir normalerweise den Sanitätsdienst stellen, wurden coronabedingt abgesagt. Auch unser Glühweinverkauf beim `Besinnlichen Advent´ wird nicht stattfinden können. Leider hatten wir dadurch seit Beginn des Lockdowns keine Einnahmen mehr zur Finanzierung unserer nichtbezuschussten Ausrüstung und sind deshalb heute mehr denn je auf Spenden angewiesen.“

Auch trotz Corona-Krise sind neue Mitglieder jederzeit herzlich willkommen. Im Oktober findet in Oberstdorf eine Sanitätsgrundausbildung statt. Für weitere Informationen: www.brk-oberstdorf.de

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news-430 Fri, 18 Sep 2020 08:00:00 +0200 Spielsachen und Schulbedarf für bedürftige Familien /aktuell/presse-service/meldung/spielsachen-und-schulbedarf-fuer-beduerftige-familien.html Die Tafel Kempten bedankt sich für großzügige Spende der Kinderbrücke Allgäu e.V. Die Ausgabestellen der Tafel Kempten durften sich jetzt über den stolzen Betrag von 5.000 Euro freuen, der von der Kinderbrücke Allgäu e.V. als Lockdown-Unterstützung für bedürftige Familien gespendet wurde. Bei einem gut sortierten Drogeriemarkt wurden dafür 25 Euro-Gutscheine besorgt, welche im Anschluss an kinderreiche Familien der Tafelkunden verteilt wurden.

Dank dieser Finanzspritze konnten sich die Familien Spielsachen, Drogerieartikel und Schulsachen leisten. „Innerhalb kürzester Zeit waren die Gutscheine vergriffen“, erzählt Markus Wille, Tafel-Koordinator beim BRK, der sich um die gerechte und kostenfreie Verteilung gekümmert hat. Alexander Schwägerl, BRK Kreisgeschäftsführer, bedankte sich im Namen aller Familien und der Ausgabestellen der Tafel Kempten bei Simone Burk-Seitz, Vorsitzende der Kinderbrücke Allgäu e.V., ganz herzlich für diese außergewöhnliche Unterstützung und die gute Zusammenarbeit. Bereits seit vielen Jahren unterstützt der Verein die Tafel Kempten regelmäßig mit Spenden. Dreimal jährlich werden beispielsweise rund 5.000 Kinderhygienepakete an die Ausgabestellen verteilt. Die Pakete sind nach Alter gestaffelt und enthalten dementsprechend Duschgel, Zahnbürste, Pflegelotion sowie Deo.

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news-429 Sat, 12 Sep 2020 08:00:00 +0200 Erste Hilfe auch in Zeiten von Corona /aktuell/presse-service/meldung/erste-hilfe-auch-in-zeiten-von-corona.html Zum Tag der Ersten Hilfe am 12. September gibt das BRK wichtige Tipps zu Erste-Hilfe-Maßnahmen bei erhöhtem Infektionsrisiko Bislang war Helfen im Notfall für uns alle eine Selbstverständlichkeit. Das Coronavirus hat unseren Alltag aber massiv verändert. Viele Menschen haben Angst oder sind verunsichert, wenn sie in der aktuellen Zeit bei einem Unfall auf der Landstraße oder einem Herzinfarkt im Supermarkt Erste Hilfe leisten müssen. „Die gesetzliche Pflicht zur Ersten Hilfe besteht nach wir vor. Allerdings steht die eigene Sicherheit immer an erster Stelle. Wenn ich also den Mindestabstand nicht einhalten kann, sollten Mund und Nase der hilfsbedürftigen Person mit einem Tuch oder Stück Stoff abgedeckt und natürlich auch das eigene Gesicht geschützt werden“, rät Frank Schönmetzler, Leiter der Breitenausbildung beim BRK Oberallgäu.

Generell kann jeder die Notrufnummer 112 wählen und die Umgebung auf den Notfall aufmerksam machen. Auch eine Unfallstelle kann ohne Ansteckungsrisiko abgesichert werden. Die meisten Notfälle geschehen ohnehin nach wie vor im familiären und häuslichen Umfeld, wo die betroffenen Personen in der Regel über den gegenseitigen Gesundheitszustand Bescheid wissen. „Wir empfehlen einen Mundschutz und Desinfektionsmittel in den Erste-Hilfe-Koffer im Auto zu legen. So sind Autofahrer für die neue Situation noch besser ausgerüstet“, sagt Schönmetzler.

Bei fehlender Atmung unbedingt Herzdruckmassage

Wenn ein erhöhtes Infektionsrisiko vorliegt, entscheidet jeder persönlich, ob er eine Wiederbelebung mit Mund-zu-Mund-Beatmung durchführen möchte oder nicht. Eine Ansteckung mit dem Coronavirus sei hier grundsätzlich nicht auszuschließen. Eine Herzdruckmassage sollte aber bei einem Herz-Kreislaufstillstand aber auf jeden Fall durchgeführt werden und zwar solange, bis der Rettungsdienst eingetroffen ist (100- 120 Mal pro Minute). „Wer hier einen Mundschutz und Einmalhandschuhe trägt und sich  im Vorfeld und anschließend die Hände sorgfältig desinfiziert, verringert die Ansteckungsgefahr um ein Vielfaches. Im Betrieb sollten Ersthelfer auf die vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellte Schutzausrüstung zurückgreifen. Also eine Schutzbrille und FFP2-Masken“, empfiehlt der erfahrene Lehrrettungsassistent. Wer Erste Hilfe geleistet habe, sollte den Rettungskräften vor Ort darüber hinaus unbedingt seine Kontaktdaten hinterlassen, denn dann könne im Ernstfall eine rasche Benachrichtigung stattfinden, wenn eine infektiöse Erkrankung bei der betroffenen Person festgestellt werde. „Wer zur Risiko-Gruppe gehört muss natürlich selbst entscheiden, welche Hilfeleistungen im akuten Fall möglich sind. Wer als Ersthelfer allerdings unter Symptomen leidet, der ist angehalten, keine direkte Erste Hilfe mit Körperkontakt zu leisten. In diesem Fall gilt es dann, sich auf die Organisation der Ersten Hilfe zu beschränken und umgehend den Notruf abzusetzen.“ Der BRK Kreisverband Oberallgäu bietet unter Einhaltung der Hygienevorschriften auch weiterhin Erste-Hilfe-Kurse für diejenigen an, die ihr Wissen auffrischen und grundlegende Techniken wiederholen möchten.

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news-428 Mon, 07 Sep 2020 09:00:00 +0200 Rückholung mit dem Roten Kreuz /aktuell/presse-service/meldung/rueckholung-mit-dem-roten-kreuz.html Junger Balderschwanger schwerstverletzt nach Deutschland transportiert Jedes Jahr holt das Deutsche Rote Kreuz rund 3.000 verunfallte oder erkrankte Personen per Krankentransportwagen oder Flieger zur (Weiter-)Behandlung aus dem Ausland zurück nach Deutschland. Einer, der den Rückholservice schon einmal in Anspruch nehmen musste, ist Florian Knebel. Der junge Balderschwanger erlitt vor vier Jahren in Südtirol bei einem Arbeitsunfall schwerste Gesichtsverletzungen.

An jenem Unglückstag im Juni 2016 arbeitete Florian Knebel bei einer Zimmerei im italienischen Südtirol. „Wir sind an diesem Tag in Kastelruth mit einem Dachstuhl fertig geworden. Vor Feierabend mussten wir per Kran noch ein paar Hübe Material vom Dach auf die Pritsche des Firmenwagens verladen. Darunter befand sich auch ein Paket Holz mit verschiedenen Querschnitten und Längen. Ich war auf der Pritsche, um die Ladungen entgegenzunehmen und abzuhängen. Da die Sonne mich blendete, konnte ich nicht erkennen, dass die Ladung bereits über mir schwebte. Als mein Arbeitskollege plötzlich schrie, schaute ich reflexartig nach oben. Irgendwie hatte sich eine Latte mit ca. 6x6x100 cm aus dem mehrfach zusammengebundenen Paket gelöst und fiel mir aus rund 15 Meter Höhe direkt ins Gesicht“, erinnert er sich. Bei dem verheerenden Unfall zog sich der damals 22-Jährige einen Trümmerbruch im Gesicht mit zertrümmerten Augenhöhlen und Nase sowie ein Schädel-Hirn-Trauma zu. Auch der Blutverlust war sehr stark. „Ich war bei vollem Bewusstsein und rief die Kollegen um Hilfe“, erzählt Florian Knebel weiter. „Nachdem die Rettung alarmiert und Erste Hilfe geleistet worden war, brachte mich ein Krankenwagen zum Helikopter, der mich nach Bozen ins Krankenhaus flog.“

Nach der dortigen Notfallversorgung strebte seine Familie eine Rückholung des Sohnes in eine deutsche Klinik an. „Mein Vater wandte sich ans Rote Kreuz, um den Rückholtransport zu organisieren.“ Nach einer Woche war es soweit. „Ich wurde von zwei eigens aus Deutschland angereisten Sanitätern des BRK direkt in meinem Krankenzimmer abgeholt und mittels Rollstuhl in den bereitstehenden Krankentransporter gebracht. Dort wurde es mir so bequem wie möglich gemacht. Während der mehrstündigen Fahrt kümmerten sie sich ununterbrochen um mich und erkundigten sich immer wieder nach meinem Wohlbefinden.“ Die Sanitäter blieben bis ans Krankenbett im Klinikum Konstanz an Florian Knebels Seite. „Die beiden waren ausgesprochen nett und hilfsbereit. Ich war unglaublich froh, wieder zuhause und in einer Klinik zu sein, in der mir geholfen wird.“

Wenige Tage später wurden in einer großen OP Florian Knebels beide Augen wieder ausgerichtet und seine Augenhöhlen mithilfe diverser Platten und Schrauben im Oberkiefer-, Nasen- und Augenbereich künstlich nachgebildet. „Erst drei Tage nach der OP konnte ich wieder richtig sehen. Nach rund drei Wochen wurde ich entlassen“, berichtet er. „Den Ärzten ist es gelungen, mein Gesicht komplett wiederherzustellen – und das, ohne je ein Foto von mir gesehen zu haben. Nur eine kleine Narbe über der Nase und eine andere Nasenflügelform erinnert optisch an den Unfall. Damit kann ich sehr gut leben.“

Heute verspürt der mittlerweile 26-Jährige kaum noch Einschränkungen. „Zu viel Hitze oder Kälte bereiten mir allerdings Schmerzen im Gesicht und den Beruf als Zimmermann musste ich aufgeben. Ansonsten kann ich fast alles machen“, freut er sich. Lediglich einige Sportarten wie zum Beispiel Fußball seien nicht mehr möglich: „Das wäre für das Gesicht und die Platten darin zu gefährlich.“ Was gewesen wäre, wenn er nicht nach Deutschland zurückgeholt worden wäre, darüber kann er nur spekulieren. „Wäre ich in Italien geblieben, würde ich heute vermutlich nicht so gut sehen, riechen und atmen können. Insgesamt haben die Ärzte in Konstanz einen genialen Job gemacht.“

Seinen damaligen Helfern ist Florian Knebel bis heute dankbar. „Ich bin sehr froh und sehr dankbar, dass das BRK diese Rückholung organisiert und durchgeführt hat. Der Aufwand, der dafür betrieben wurde, mit dem ich selbst aber gar nichts zu tun hatte, war wirklich groß.“

Die Auslandsrückholung erfolgt über den DRK-Flugdienst. Je nach Sachlage wird dafür ein Krankentransportwagen oder ein Transport per Flugzeug oder auch zusätzliche ärztliche Betreuung direkt vor Ort organisiert. Leistungen des DRK-Flugdienstes und der BRK-Inlandsrückholung stehen allen Fördermitgliedern und ihren Angehörigen (Ehe-/ Lebenspartner und Kinder, wenn noch ein Kindergeldanspruch besteht), sowie ehrenamtlichen Helfern und Jugendrotkreuz-Mitgliedern zur Verfügung. Nähere Informationen gibt es unter www.brk.de/angebote/gesundheit/rueckholdienst/

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news-427 Thu, 03 Sep 2020 09:00:00 +0200 Was tun bei Pilzvergiftung? /aktuell/presse-service/meldung/was-tun-bei-pilzvergiftung.html BRK gibt Erste-Hilfe-Tipps für Schwammerlsucher Ab August zieht es Pilzsucher wieder in die Wälder. Wer sich bei Steinpilz, Pfifferling & Co gut auskennt, kann sich nach einem erfolgreichen Tag auf eine richtig leckere Mahlzeit freuen. Was aber ist zu tun, wenn versehentlich ein ungenießbarer, verdorbener oder gar giftiger Pilz ins Essen geraten ist? Im schlimmsten Fall drohen dann bleibende Organschäden oder gar ein tödlicher Verlauf. Frank Schönmetzler vom BRK Oberallgäu gibt wertvolle Tipps, woran man eine Pilzvergiftung erkennt und welche Erste-Hilfe-Maßnahmen im Fall der Fälle wichtig sind.

So erkennt man eine Pilzvergiftung

„Die Symptome einer Pilzvergiftung sind abhängig von der Art des Pilzes und der Verzehrmenge“, sagt Frank Schönmetzler. „Manchmal treten bereits nach weniger als zwei Stunden die ersten Beschwerden auf, manchmal nach sechs Stunden oder mehr.“

Mögliche Symptome einer Pilzvergiftung (nicht alle müssen auftreten):

  • Übelkeit / Erbrechen
  • Bauchschmerzen / Durchfall
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Kreislaufprobleme
  • Halluzinationen
  • Schweißausbrüche, Hitzegefühl
  • beschleunigter Puls
  • Blutdruckabfall
  • erweiterte Pupillen, Sehstörungen
  • tränende Augen und erhöhter Speichelfluss
  • Krampfanfälle
  • Bewusstlosigkeit

„Eine Pilzvergiftung zu erkennen, ist für Laien nicht einfach“, weiß Frank Schönmetzler und rät darum dringend: „Bereits beim ersten Verdacht sollten Betroffene sofort den Giftnotruf anrufen - in Bayern ist dieser unter 089/19240 zu erreichen - oder den Notarzt unter 112 alarmieren. Warten Sie nicht, ob die Symptome schlimmer werden! Eine zu späte Behandlung kann zu bleibenden Organschäden oder sogar dem Tod führen!“

Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Pilzvergiftung:

  • eigene Sicherheit beachten, Schutzhandschuhe und Mund-Nase-Maske anziehen
  • den Betroffenen beruhigen
  • Notruf 112 verständigen und/oder Giftnotrufzentrale (089 – 19240) anrufen
  • Anweisungen der Giftnotrufzentrale befolgen
  • Pilze oder (falls vorhanden) Erbrochenes sicherstellen und dem Rettungsdienst mitgeben
  • bei Bewusstlosigkeit des Betroffenen: stabile Seitenlage regelmäßig Atmung und Puls prüfen
  • bei fehlender Atmung/Puls: bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen (30x Herzdruckmassage, 2x Beatmung immer im Wechsel), wenn möglich weitere Helfer hinzuziehen
  • ist der Betroffene bei Bewusstsein: beruhigen, trösten, beobachten, nicht alleine lassen

Wichtig! Was man nicht tun sollte

  • kein Erbrechen herbeiführen!
  • keine Milch verabreichen - diese kann unter Umständen sogar die Giftaufnahme begünstigen!
  • keine Kohletabletten – sie können eine Verschlimmerung herbeiführen!
  • kein Salzwasser trinken lassen!

„Wenn mehrere Personen das Pilzgericht gegessen haben, aber nur einer oder einige davon Beschwerden entwickeln, sollten sich dennoch alle in ärztliche Behandlung begeben“, rät Frank Schönmetzler. „Grundsätzlich ist es sinnvoll, wenn kleine Kinder sowie kranke oder alte Menschen nur wenig Pilze essen. Im Zweifelsfall kann eine Vergiftung bei ihnen gefährlichere Folgen haben als bei gesunden Erwachsenen.“

Um in Notfällen effektiv helfen zu können, empfiehlt das BRK eine regelmäßige Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse. Nähere Infos zu Kursen in Kempten und dem Allgäu finden Sie unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/.

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news-425 Tue, 01 Sep 2020 08:00:00 +0200 Sehr geehrte Damen und Herren, /aktuell/presse-service/meldung/sehr-geehrte-damen-und-herren-1.html Vollblutspender und genesene COVID-19 Patienten gesucht Zum Ausklang der Sommerferien haben die Menschen in Bayern mehrere Möglichkeiten, sich im Bereich der Blutspende solidarisch zu engagieren und damit einen aktiven Beitrag für akut sowie chronisch kranke Patientinnen und Patienten in den Krankenhäusern zu leisten.
 
Vollblutspende:
Die Reservebestände überlebenswichtiger Blutkonserven befinden sich noch immer kontinuierlich am unteren Rand. Ein vermehrtes Spendeaufkommen in den kommenden Tagen und Wochen würde die Situation merklich entspannen. Bei nach wie vor hohem Bedarf der Kliniken kann die Versorgung aktuell jedoch weiterhin gewährleistet werden.
 
Spendewillige, die sich in den vergangenen 14 Tagen in einem Coronavirus-Risikogebiet aufgehalten haben, werden zur Blutspende zugelassen, wenn sie einen negativen Abstrichtest auf SARS-CoV-2 besitzen, der nicht früher als 48 Stunden vor der Einreise nach Deutschland durchgeführt wurde.
 
COVID-19 Genesene als Plasmaspender für schwer COVID-19 Erkrankte:
Ein Therapieansatz für schwer an COVID-19 erkrankten Personen ist die Gabe von Plasma von genesenen Spenderinnen und Spendern.
 
Wer an COVID-19 erkrankt war und seit 4 Wochen geheilt ist, trägt Antikörper gegen das Virus in sich. Diese können mittels einer Blutplasmaspende entnommen werden. Beim Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD) gibt es an den Instituts-Standorten Nürnberg und München sowie im Plasmazentrum Würzburg die Möglichkeit, mit einer sogenannten Rekonvaleszentenplasmaspende einen wichtigen Beitrag zur therapeutischen Behandlung von COVID-19-Patienten zu leisten.
 
Alle weiterführenden Informationen zum Thema Rekonvaleszentenplasma sowie das Anmeldeformular haben wir auf unserer Homepage zusammengefasst.
 
Alle Termine zur Vollblutspende, aktuelle Informationen sowie eventuelle Änderungen sind unter 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet aktuell abrufbar. Die Blutspende-Termine für September sind beigefügt.
 

Es wird zudem empfohlen, kurz vor dem Blutspendetermin nochmals mittels genannter Möglichkeiten zu prüfen, ob und wann der Termin stattfindet.
 

 
Hintergrundinformationen über die Blutspende in Bayern:

Wer Blut spenden kann:

Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Mehrfachspender ist ein Alter von 72 Jahren (d.h. bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag). Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren und bei Erstspendern über 60 Jahren erfolgt die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen. Zur Blutspende mitzubringen ist unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein (jeweils das Original) und der Blutspendeausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis. Spendewillige mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen und Menschen mit direktem Kontakt zu Coronavirus (SARS-CoV-2)-Erkrankten werden nicht zur Spende zulassen. Auf allen angebotenen Terminen besteht eine unumgängliche Maskenpflicht.

Darum ist Blutspenden beim BRK so wichtig:

Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt.

Der Blutspendedienst des BRK (BSD):
Der BSD wurde 1953 vom Bayerischen Roten Kreuz mit dem Auftrag gegründet, die Versorgung mit Blutprodukten in Bayern sicherzustellen. Er trägt die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Als modernes pharmazeutisches Unternehmen ist der BSD heute ein aktiver Partner im bayerischen Gesundheitswesen. Mit seinen ca. 670 engagierten Mitarbeitern sowie zusätzlich mehr als 240 freiberuflich tätigen Untersuchungsärzten und rund 12.500 ehrenamtlichen Helfern aus den 73 Kreisverbänden des BRK organisiert der BSD jährlich ungefähr 4.400 mobile und 1.100 stationäre Blutspendetermine.

Spenderservice:
Alle Blutspendetermine und weiterführende Informationen für Spender und an der Blutspende Interessierte, beispielsweise zum kostenlosen Gesundheitscheck, sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet abrufbar. Wir empfehlen unsere Blutspende-App für iOS und Android (www.spenderservice.net): Individuelle Spendeinfos, Terminerinnerungen und Blutspende-Forum.

Medienkontakt:
Für Rückfragen zu allen Pressemitteilungen sowie für weitere Informationen und Materialanfragen kontaktieren Sie unsere Pressestelle: Patric Nohe, p.nohe@blutspendedienst.com; Tel.: 089 / 5399 4014. Oder besuchen Sie die Presseseite auf unserer Website.

Mit freundlichen Grüßen

Patric Nohe

Presse & Unternehmenskommunikation
Blutspendedienst des BRK

 

Auf einen Blick sind hier
die aktuellen Termine im KV Oberallgäu:

Mi
02.09.2020
87435 KEMPTEN
Haubenschloßstr.12
15:00 Uhr - 20:00 Uhr
BRK-Haus
Mo
07.09.2020
87435 KEMPTEN
Haubenschloßstr.12
15:00 Uhr - 20:00 Uhr
BRK-Haus
Di
08.09.2020
87509 IMMENSTADT
Sankt Nikolausplatz 1
15:30 Uhr - 20:00 Uhr
Pfarrheim St. Nikolaus
Fr
11.09.2020
87527 SONTHOFEN
Albert-Schweitzer-Str. 17
16:00 Uhr - 20:00 Uhr
Pfarrheim St. Christoph
Mi
16.09.2020
87452 ALTUSRIED
Schulstr. 6
17:00 Uhr - 20:30 Uhr
Grund- und Mittelschule
Fr
18.09.2020
87463 DIETMANNSRIED
Schulstr. 2
16:30 Uhr - 20:30 Uhr
Grund/Mittelschule
Mi
30.09.2020
87471 DURACH
Vorwaldstr. 5
17:00 Uhr - 20:30 Uhr
Grund- und Hauptschule

 

Pressemeldung

Weiteres Pressematerial finden Sie in unserer Mediathek.

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news-426 Mon, 31 Aug 2020 12:00:00 +0200 Erste Wachdienste seit dem Corona-Ausbruch /aktuell/presse-service/meldung/erste-wachdienste-seit-dem-corona-ausbruch.html Helfer der BRK-Bereitschaften müssen strikte Auflagen einhalten – dem Spaß tut dies keinen Abbruch Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie und den dadurch bedingten Wegfall aller größerer Veranstaltungen waren für die Ehrenamtlichen der BRK-Bereitschaften im Oberallgäu auch eine ganze Menge Sanitätsdienste gestrichen. Bei jenen stellen die Helfer die medizinische Erstversorgung der Besucher und Teilnehmer von Veranstaltungen sicher. Vor kurzem standen nun die ersten Dienste seit März an - allerdings mussten die Helfer dabei neue, strenge Richtlinien beachten, wie Matthias Straub, der Kreisbereitschaftsleiter des BRK Oberallgäu erklärt.


„Eine der ersten Veranstaltung seit dem Lockdown, bei der wir Sanitätswachdienst hatten, war das Bergsommerfestival an der Imbergbahn Ende Juli. Da gab es drei Tage lang Kino, Live-Musik und Frühschoppen“, berichtet Matthias Straub. „An jedem Veranstaltungstag waren maximal 200 Besucher zugelassen.“ Der Sanitätsdienst des BRK war täglich mit einem dreiköpfigen Team der Bereitschaft Oberstaufen vor Ort. Dabei hätten die geänderten Vorgaben bezüglich des Infektionsschutzes sowie die erweiterte Vorhaltung von Infektionsschutzausstattung und die fachgerechte Reinigung durchaus eine Herausforderung dargestellt und überdies „nicht unerhebliche“ Mehrkosten verursacht, so Straub weiter.
Besagte verschärfte Vorgaben beinhalten beispielsweise, dass alle Sanitäter nachweislich eine entsprechende Hygiene-Schulung absolviert haben müssen. Die Kreisbereitschaftsleitung hatte hierfür in den letzten Monaten Webinare mit Fachleuten aus den Bereitschaften organisiert. Alternativ war die Fortbildung auch online über den sogenannten `BRK-Lerncampus´ möglich. „Fester Bestandteil der Einsatzkleidung ist derzeit natürlich der Mund-Nasen-Schutz, bei Kontakt mit Patienten ist eine FFP-2 oder FFP-3 Schutzmaske vorgeschrieben“, erklärt Straub. „Die Einsatzkleidung muss direkt nach dem Sanitätsdienst zum Waschen `abgeworfen´ werden. Die Reinigung darf nur durch Wäschereien durchgeführt werden, die entsprechend der Vorgaben des Robert-Koch-Instituts reinigen. Ein Reinigen Zuhause oder Mitnehmen der Einsatzkleidung nach Hause ist aufgrund der Gefahr einer möglichen Infektionsverschleppung ein absolutes No-Go.“ Die erste Generalprobe sei geglückt und alle Helferinnen und Helfer hätten die Vorgaben perfekt umgesetzt, lobt er rückblickend. „Wir haben uns alle gefreut, dass langsam wieder einige kleine Sanitätswachdienste möglich sind.“

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news-423 Wed, 26 Aug 2020 17:00:00 +0200 Führerschein für den Rettungswagen /aktuell/presse-service/meldung/fuehrerschein-fuer-den-rettungswagen.html So dürfen Helfer Einsatzfahrzeuge auch ohne LKW-Führerschein bedienen Wir kennen sie alle aus dem Straßenverkehr: Rettungswägen, die mit Blaulicht und Martinshorn im dichten Stadtverkehr zu einem Einsatz unterwegs sind. Um genau das tun zu dürfen, müssen die Fahrer eine Sonderfahrerlaubnis, den so genannten „Helferführerschein“, besitzen. Fünf Frauen und fünf Männer von der BRK-Bereitschaft Oberstaufen absolvierten gerade die mehrtägige Zusatzausbildung, welche zum Führen von Einsatzfahrzeugen bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 7,5 t berechtigt. Ausbilder Christian Mayer erklärt, was diese beinhaltet und warum der Führerschein erst der Anfang ist.

„Einen Rettungswagen darf nur fahren, wer mindestens seit zwei Jahren einen Führerschein Klasse B sowie besagte Zusatzausbildung oder einen Führerschein Klasse C1 hat und entsprechend eingewiesen wurde. Denn wer mit so einem Fahrzeug unterwegs ist, muss einiges wissen und beachten“, betont Christian Mayer von der BRK-Bereitschaft Lindau/Bodensee. Er ist aufgrund seiner Zusatzqualifikation zur Leitung der organisationsinternen Helferführerschein-Kurse befugt. Den Oberallgäuer Rotkreuzlern stellte er sich aufgrund der freundschaftlichen Verbundenheit beider Bereitschaften als Ausbilder zur Verfügung.

Eigentlich war der Kurs, der für ehrenamtliche BRK-Mitglieder kostenlos ist, schon für März geplant, fiel jedoch Corona zum Opfer. Nun fand er unter Einhaltung sämtlicher aktueller Hygieneregeln statt. „Um die Abstandsregeln einhalten zu können, verlegten wir die theoretische Ausbildung in die Fahrzeughalle der Bereitschaft Oberstaufen“, so Christian Mayer.

In zwei Theorieabenden und vier Fahrstunden pro Person wurden den Teilnehmenden - allesamt BRK-Mitglieder der Bereitschaft Oberstaufen im Alter zwischen 19 und 30 Jahren - grundlegende Inhalte vermittelt. Dazu gehörte unter anderem das Kennenlernen der Gefahrenbereiche („Toter Winkel“), das Einschätzen des besonderen Raumbedarfs, Beschleunigung, Bremsen und Kurvenverhalten unter Berücksichtigung des jeweiligen Beladungszustands sowie Übungen zur Fahrzeugbeherrschung. Den Abschluss bildete eine mindestens 45-minütige Prüfungsfahrt. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Prüfung bestanden. „Die Absolventen fahren jetzt natürlich nicht sofort mit Blaulicht und Sirene zum nächsten Einsatz, sondern werden langsam an die Sache herangeführt, beispielsweise zunächst durch Einsatzfahrten ohne Eile oder auch durch das Fahren bei Sanitätsdiensten. Im nächsten Schritt transportieren sie dann Patienten in die Klinik. Erst danach steht irgendwann der Tag der ersten Blaulichtfahrt an“, erklärt Christian Mayer. Diese Vorbereitung hat ihren guten Grund, wie er weiß: „Man muss einfach immer auf alles gefasst sein und jederzeit mit Fehlern der anderen Verkehrsteilnehmer rechnen. Wer sagt, dass solche Fahrten Routine sind, muss schon einige Jahre im Einsatzdienst sein.“

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news-422 Mon, 24 Aug 2020 17:00:00 +0200 BRK freut sich über Einser-Azubi /aktuell/presse-service/meldung/brk-freut-sich-ueber-einser-azubi.html Maximilian Förg schloss Ausbildung mit Traumnote ab Corona brachte für junge Leute, die in diesen Tagen kurz vor dem Ende Ihrer Berufsausbildung standen, einige Herausforderungen mit sich. Aufgrund der Schulschließungen entfiel ein großer Teil des Berufsschul-Unterrichts und damit auch die schulischen Prüfungsvorbereitung. Das bekam auch Maximilian Förg zu spüren, der beim BRK in Kempten eine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement absolvierte. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen schloss der 23-Jährige die Prüfungen mit der Traumnote 1,3 ab.

Als Alternative zur schulischen Prüfungsvorbereitung stellten die Lehrer der Berufsschule Memmingen den Prüflingen online entsprechende Übungen zur Verfügung und beantworteten – ebenfalls online - Fragen der Azubis. Ansonsten sei sehr viel Eigeninitiative gefragt gewesen, so Maximilian Förg. „Als dann die Abschlussklassen endlich wieder zur Schule gehen konnten, hatten wir einen halben Tag Präsenzunterricht und den restlichen halben Tag Online-Unterricht von zu Hause.“ Auch sein Arbeitgeber, das BRK Oberallgäu, versuchte den jungen Mann zu unterstützen: „Ich bekam einen Tag pro Woche frei, um die Prüfungsvorbereitung zu Hause machen zu können.“ Dass er diese Zeit offenbar gut genutzt hat, belegt Maximilian Förgs hervorragende Abschlussnote, zu der ihm Ines Brutscher, Assistentin der Geschäftsführung, herzlich gratulierte. Er sagt: „Die Ausbildung beim BRK war eine schöne und vor allem interessante Zeit, die ich nur weiterempfehlen kann. Ich denke, dass man sonst in nur wenigen Betrieben ein so gutes Kollegium hat und man so einen tiefen Einblick in betriebliche Abläufe bekommt.“

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news-421 Thu, 20 Aug 2020 17:00:00 +0200 Ein Kühlschrank für die Tafel /aktuell/presse-service/meldung/ein-kuehlschrank-fuer-die-tafel.html Lions-Club Kempten-Cambodunum unterstützt BRK-Tafelladen in St Mang Der Lions-Club Kempten-Cambodunum hat den Tafelladen des BRK in St. Mang mit der Anschaffung eines neuen Kühlschranks unterstützt. Dieser war nötig geworden, da zum einen der alte, etwas kleinere Kühlschrank seinen Dienst nach vielen Jahren aufgegeben hatte. „Zum anderen macht das höhere Kundenaufkommen und große Mengen an Molkereiprodukten aus Überproduktionen verschiedenster Molkereien aus dem Allgäu und der Schweiz den neuen und größeren Kühlschrank zu einer wichtigen und sinnvollen Anschaffung“, wie Tafel-Koordinator Markus Wille erklärt. Dank des neuen Geräts können die Tafel-Kunden übersichtlich aus den unterschiedlichsten Kühlprodukten, egal ob Wurst, Käse, Joghurts oder Feinkostsalate, auswählen.“ Zurzeit versorgt die Einrichtung in der Magnusstraße 16 etwa 150 Kunden pro Woche mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln.

Markus Wille: „Für Organisationen wie die Tafel Kempten sind solche Anschaffungen nur mit der Unterstützung von Service-Clubs, Banken oder anderen Spendern möglich. Dem Lions-Club Kempten-Cambodunum sind wir besonders dankbar für die aktive Unterstützung auch während der Corona-Epedemie.“

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news-420 Wed, 19 Aug 2020 15:00:00 +0200 „Sehr gut funktionierendes Netzwerk“ /aktuell/presse-service/meldung/sehr-gut-funktionierendes-netzwerk.html Die Bereitschaften des BRK Oberallgäu unterstützen Kollegen an Corona-Teststationen Das Rote Kreuz verfügt über ein sehr gut funktionierendes Netzwerk. Das zeigte sich jüngst im Zusammenhang mit den Corona-Teststationen an bayerischen Autobahnen. Als die für die Testungen an der Inntalautobahn verantwortliche BRK-Bereitschaft sehr kurzfristig um Unterstützung bat, zögerten mehrere ehrenamtliche Einsatzkräfte der Bereitschaften des BRK Oberallgäu nicht lange, sondern eilten den Kollegen sofort zu Hilfe.

„Die Kollegen des Rotkreuz-Bezirksverbandes Oberbayern betreiben seit Ende Juli, zusammen mit anderen freiwilligen Hilfsorganisationen, eine Teststation an der Autobahn A 93 am Rasthof Inntal. Als sie kürzlich dringend Unterstützung benötigten, um die Masse an Test zu bewältigen, fanden sich in unseren Reihen sofort mehrere Freiwillige, die bereit waren zu helfen“, sagt Matthias Straub, der Kreisbereitschaftsleiter des BRK Oberallgäu. Fünf ehrenamtliche Sanitäter, Rettungsdiensthelfer, Rettungssanitäter und Notfallsanitäter aus den BRK-Bereitschaften Kempten, Oberstdorf sowie dem Arbeitskreis Motorrad machten sich umgehend auf den Weg (Matthias Straub und sein Stellvertreter Max Hönicke waren vom Allgäu aus für die sogenannte rückwärtige Einsatzlenkung zuständig, d.h. sie kümmerten sich von hier aus um die Fragen und Bedürfnisse der Einsatzkräfte). Vor Ort halfen die Frauen und Männer bis tief in die Nacht hinein bei der Registrierung und Dokumentation der Urlaubsrückkehrer, sowie - in Vollschutzkleidung - bei der Durchführung der Probenentnahmen.

Die Rückmeldungen der Getesteten seien durchweg positiv gewesen, resümiert Straub. „Auch die Zusammenarbeit und das Miteinander mit den Rosenheimer BRK-Kollegen war sehr kameradschaftlich und freundschaftlich. Vom Einsatzleiter vor Ort erhielten wir das positive Feedback: `Immer wieder gerne mit Euch´.“ Obwohl der Tag sehr lang und der Einsatz schweißtreibend gewesen sei, habe es den Helfern großen Spaß gemacht.

Bezogen aufs Allgäu betont Straub: „Durch den standardisierten Ablauf der Probeentnahmen innerhalb der BRK-Bereitschaft in ganz Bayern wäre das BRK Oberallgäu bei Bedarf, Notwendigkeit und entsprechender Beauftragung auch hier vor Ort in der Lage, eine entsprechende Covid-Teststation zu betreiben. Die nächste Online-Schulung wird sich nochmals konkret mit der Umsetzung der landesweiten aktualisierten BRK-Standards befassen.“

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news-419 Wed, 19 Aug 2020 12:00:00 +0200 Bitte helfen Sie, damit wir helfen können! /aktuell/presse-service/meldung/bitte-helfen-sie-damit-wir-helfen-koennen.html Haustür-Werbung des Kreisverbands Oberallgäu im nördlichen Landkreis "Bitte helfen Sie, damit wir helfen können!" - nach diesem Motto führt das Bayerische Rote Kreuz, Kreisverband Oberallgäu derzeit eine Haustür-Werbung im nördlichen Landkreis durch, um fördernde Mitglieder zu gewinnen.

„Durch Umzug, Stornierungen oder auch Todesfälle ist es erforderlich, wieder neue Mitglieder zu gewinnen“, so Kreisgeschäftsführer Alexander Schwägerl.

Ab dem 17.08.2020 sind deshalb 5 Wochen lang junge Frauen und Männer (vornehmlich Studierende) des Fundraising-Dienstleisters Kober GmbH im Namen des Bayerischen Roten Kreuzes unterwegs, um Mitglieder zu gewinnen. Diese besuchen auch bestehende Mitglieder mit der Bitte, den Beitrag, wenn möglich etwas anzuheben.

Zahlreiche Angebote, die das Rote Kreuz Oberallgäu für die Menschen im Allgäu bereithält, können nur mit Unterstützung der Fördermitglieder finanziert werden, da es hierfür keine Kostenträger gibt.
Als Beispiel seien hier die Aus- und Fortbildung im Ehrenamt, die Beschaffung von Einsatzkleidung, der Unterhalt der Tafelläden, die Arbeit beim Jugendrotkreuz, der Katastrophenschutz, die Finanzierung von Einsatzfahrzeugen und vieles mehr genannt, die ohne Spendengelder nicht möglich wären.

Das bietet den Bürgern die Möglichkeit, die Ziele der Hilfsorganisation zu unterstützen, ohne selbst aktiv zu werden und so wir freuen uns auf die Verstärkung in den kommenden fünf Wochen, lt. Ines Brutscher, Assistentin der Geschäftsführung.

Uns ist besonders wichtig, dass die Bevölkerung die Werberinnen und Werber eindeutig erkennt:

Unser Werbeteam trägt Rot-Kreuz-Kleidung und kann sich ausweisen. Sie sammeln keine Geldspenden, sondern möchten Ihnen die Möglichkeit geben, sich durch eine Mitgliedschaft langfristig für eine gute Sache einzusetzen.

Wie auch in den Vorjahren greift das BRK hier auf das Fachwissen der Werbeagentur
Kober GmbH zurück, die sich für die Gewinnung von Fördermitgliedern bereits mehrfach bewährt hat.

Übrigens: Die verschlüsselte Datenerfassung auf dem Tablet ist ein wesentlicher Sicherheitsaspekt. Persönliche Daten (inkl. Bankverbindung) können nach der Eingabe nicht mehr eingesehen werden. Sensible Daten sind dadurch bestmöglich geschützt.

Der Mitgliedsbeitrag soll sich nach den finanziellen Möglichkeiten der Mitglieder richten. Jedes einzelne Mitglied entscheidet, welchen Betrag es geben kann und gerne geben will.

Wir danken für die wohlwollende Aufnahme unseres Werbeteams und danken für Ihre Unterstützung!

Weiter Informationen zur Fördermitgliedschaft finden Sie auch auf unserer Website.

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news-417 Mon, 17 Aug 2020 10:00:00 +0200 Erste Hilfe bei Herzinfarkt /aktuell/presse-service/meldung/erste-hilfe-bei-herzinfarkt.html BRK gibt Tipps, worauf es im Notfall ankommt Laut Angaben der Deutschen Herzstiftung erleiden pro Jahr etwa 300.000 Menschen in Deutschland einen Herzinfarkt. In einem solchen Notfall zählt jede Sekunde. Je schneller der Patient behandelt wird, desto größer sind die Chancen zu überleben und schwerwiegende Folgen zu verringern. Frank Schönmetzler vom BRK Oberallgäu erklärt, wie man einen Herzinfarkt erkennt und welche Erste-Hilfe-Maßnahmen im akuten Notfall anzuwenden sind. Wichtig zu wissen: Die Symptome können bei Männern und Frauen ganz unterschiedlich ausfallen.


Häufige Symptome eines Herzinfarkts

Klassische Symptome eines Herzinfarktes sind starke Schmerzen oder auch ein Brennen hinter dem Brustbein. Häufig strahlt der Schmerz in Arme, Oberbauch, Hals, Rücken, Kiefer oder die Schulterblätter aus. Typisch sind auch kalter Schweiß, eine blass-gräuliche Gesichtsfarbe, Übelkeit und Erbrechen, Atemnot und/oder ein sehr starkes Enge- oder Einschnürungsgefühl im Brustkorb. Betroffene berichten von einem Gefühl, „als würde ein Elefant auf der Brust stehen“ und von Todesangst. „Die Anzeichen sind von Person zu „Person unterschiedlich stark ausgeprägt“, weiß Frank Schönmetzler.


Oftmals uneindeutige Symptome bei Frauen

„Während Männer häufig über den bekannten `Vernichtungsschmerz´ klagen, kann ein Herzinfarkt bei Frauen mit wesentlich uneindeutigeren Symptomen einhergehen“, betont er. „Bei ihnen ist der klassische Brustschmerz oft nicht so stark ausgeprägt. Sie berichten eher von einem allgemeinen Druck- oder Engegefühl in der Brust, Rückenschmerzen oder Schmerzen im Oberbauch, manchmal - aber nicht immer - gepaart mit Kurzatmigkeit, Schweißausbrüchen, Übelkeit und Erbrechen. Viele Betroffene gehen tatsächlich zunächst von einer Magenverstimmung aus.“ Er rät: „Wenn solche Symptome in einem noch nie erlebten Ausmaß auftreten oder die Schmerzen länger als 5 Minuten anhalten, warten Sie nicht erst ab, sondern rufen Sie sofort den Notarzt unter 112. Riskieren Sie im Zweifelsfall lieber einen Fehlalarm als Ihren Tod!“

Auch bei häufiger auftretenden unspezifischen Symptomen wie allgemeinen Brustschmerzen, Schwindelgefühl, Atemnot und Abgeschlagenheit empfiehlt der Experte, sich auf jeden Fall medizinisch durchchecken zu lassen. „Sie könnten Hinweise auf eine noch nicht entdeckte Herzerkrankung oder einen so genannten `stummen´ oder `stillen Herzinfarkt´ sein.“


Erste Hilfe-Maßnahmen bei Herzinfarkt

Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt gelten folgende Erste-Hilfe-Maßnahmen:

  • Sofort den Rettungsdienst unter 112 alarmieren
  • Ununterbrochen Atmung und Bewusstsein der betroffenen Person prüfen
  • Bei Kreislaufstillstand sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen (30x Herzdruckmassage, 2x Beatmung im Wechsel). Diese muss bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durchgeführt werden (wenn möglich weitere Helfer hinzuziehen, mit denen man sich abwechseln kann)
  • Ist der Betroffene bei Bewusstsein, ist er mit erhöhtem Oberkörper zu lagern, das entlastet das Herz
  • Bleiben Sie selbst ruhig! Unruhe, Aufregung und Anstrengung sind beim Betroffenen unbedingt zu vermeiden
  • Öffnen Sie enge Kleidung des Betroffenen (Gürtel, Hemd, Krawatte etc.)
  • Bleiben Sie bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes bei dem Patienten


Mythos „Husten als Selbsthilfe“

Auf What´s App kursiert ein Kettenbrief, in dem als Hilfe zur Selbsthilfe bei einem Herzinfarkt empfohlen wird, sich durch Husten zu helfen. Betroffene sollten tief einatmen und dann aus der Tiefe der Lunge und verlängert husten. Dies solle alle zwei Sekunden ohne Unterbrechung wiederholt werden, bis Hilfe komme. Hierzu sagt Frank Schönmetzler: „Sicherlich ist es richtig, dass der Betroffene alles versuchen sollte, um nicht bewusstlos zu werden und weiterhin spontan zu atmen - aber die Anleitung im Kettenbrief ist medizinisch nicht belegt.“

Um effektiv helfen zu können, empfiehlt das BRK eine regelmäßige Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse. Nähere Infos zu Kursen in Kempten und dem Allgäu finden Sie unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/.

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news-418 Thu, 13 Aug 2020 10:00:00 +0200 Wasserwacht bildet im Oberallgäu Bootsführer aus /aktuell/presse-service/meldung/wasserwacht-bildet-im-oberallgaeu-bootsfuehrer-aus.html Teilnehmer aus ganz Schwaben Am letzten Juliwochenende führte die Wasserwacht am Niedersonthofener See (Oberallgäu) die Ausbildung für Motorrettungsbootführer durch. Teilnehmende waren zwölf engagierte Mitglieder aus dem gesamten südlichen Bezirksverband Schwaben, darunter zwei Frauen und zehn Männer im Alter zwischen 20 und 50 Jahren.

Die Teilnehmenden wurden durch die Kreiswasserwachtvorsitzende des Oberallgäus, Sabine Blodau, und den Ortsgruppenvorsitzenden der Wasserwacht Kempten, Daniel Beyer, an der Wachstation der Wasserwacht Kempten in Kurzberg (Gemeinde Waltenhofen) begrüßt. Unter der Anleitung von Lehrgangsleiter Daniel Pontner sowie mehrerer Bootsausbilder durchliefen die Frauen und Männer im Verlauf von zwei Tagen anspruchsvolle Ausbildungsstationen rund um das Führen eines Motorrettungsbootes in einem Wasserwachteinsatz oder beim Wachdienst an einem der schwäbischen Badegewässern. Unter anderem wurde das Anlegen an einem fahrenden Boot sowie verschiedene Rettungsmanöver geübt. Der Wach- und Badebetrieb verlief dabei ohne Einschränkungen. Die finale theoretische und praktische Prüfung für den Motorbootschein im Wasserrettungsdienst findet dann im September dieses Jahres statt.

Die Wasserwacht ist Teil des Bayerischen Roten Kreuzes und unterhält im Oberallgäu die Ortsgruppen Altusried-Wiggensbach, Haldenwang-Börwang, Immenstadt, Kempten, Lauben-Dietmannsried, Oberstdorf, Rottachtal, Sonthofen und Wertach.

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news-416 Wed, 12 Aug 2020 16:00:00 +0200 Befund-Chaos an den Teststationen /aktuell/presse-service/meldung/befund-chaos-an-den-teststationen.html Stellungnahme des Bayerischen Roten Kreuzes Die bayerischen Hilfsorganisationen wurden vom Freistaat Bayern beauftragt, innerhalb eines Tages fünf Teststationen (drei Rastanlagen, zwei Hauptbahnhöfe) in Betrieb zu nehmen. Hierbei orientierten sich die Hilfsorganisationen strikt an den Vorgaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und der Gesundheitsämter vor Ort. Da das LGL sich nicht in der Lage gesehen hat, in dieser kurzen Zeit eine entsprechende Software zur Verfügung zu stellen, mussten die Reisenden händisch mit Formularen erfasst werden. Diese Formulare wurden vom LGL zur Verfügung gestellt.

Das Bayerische Rote Kreuz weist Vorwürfe oder Andeutungen zurück, die darauf schließen lassen, dass die Hilfsorganisationen eine (Teil-) Schuld an dieser Problematik haben. Zudem bedauert das BRK, dass hierdurch der äußerst kurzfristige und schweißtreibende Einsatz der Ehrenamtlichen aller bayerischen Hilfsorganisationen in ein negatives Licht gerückt wird.

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news-415 Mon, 10 Aug 2020 14:30:00 +0200 „Corona Challenge“ des Jugendrotkreuzes /aktuell/presse-service/meldung/corona-challenge-des-jugendrotkreuzes.html „Jugendarbeit bei uns ist viel mehr als Pflasterkleben“ Die meisten von uns denken beim Roten Kreuz vermutlich als erstes an den Rettungsdienst, Erste Hilfe-Kurse, Auslandseinsätze in Katastrophengebieten und vielleicht auch an den „Glückshafen“-Losstand beim Rummel. Was viele nicht wissen: Beim Roten Kreuz können sich nicht nur Erwachsene engagieren, sondern auch schon die ganz Kleinen. Allein im Oberallgäu gibt es sechs Jugendgruppen des Jugendrotkreuzes (JRK), in denen sich Kinder ab 5 Jahren und junge Leute bis 27 Jahren mit großer Begeisterung und ebensolchem Engagement ehrenamtlich für die Gemeinschaft einsetzen. Da derzeit corona-bedingt keine Gruppenstunden und keine Veranstaltungen des JRK stattfinden können, starteten die Jugendleiter zur Überbrückung dieser Zeit eine Mitmach-Challenge für die jungen Mitglieder.

Michaela Gaißer, die Leiterin der Jugendarbeit und ihre beiden Stellvertreterinnen Ramona Gorbach und Petra Dorn hatten sich für den Zeitraum von vier Wochen jeweils eine Aufgabe an die Kinder ausgedacht. Mal ging es darum, „MUNUNFEU“ – das Wort wird aus den Anfangsbuchstaben der 7 Grundsätze des Roten Kreuzes gebildet (Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit, Universalität) - auf kreative Weise darzustellen, mal mussten die anatomischen Kenntnisse beim Basteln eines Skeletts unter Beweis gestellt werden, mal galt es, das Rote Kreuz mit Gegenständen aus dem eigenen Haushalt darzustellen oder auch einen Wutball zu basteln und eine Geschichte dazu zu schreiben. „Viele `unserer´ Kinder haben eifrig und mit viel Kreativität an der Challenge teilgenommen“, freut sich Ramona Gorbach. „Als kleiner Ansporn wurde aus den eingesendeten Bildern jede Woche ein Wochensieger gekrönt, der einen Preis bekam.“ Alle Einsendungen sind auf der Website des JRK Oberallgäu (brk-oberallgaeu.net/jrk/) zu sehen.

„Mit der Challenge wollten wir eine Alternative zu dem sonst ja sehr engen Kontakt bieten“, erläutert sie. „Normalerweise, also außerhalb der Corona-Zeit, trifft man sich ja wöchentlich in den altersunterteilten lokalen Gruppen.“ Diese gibt es in Altusried, Immenstadt, Sonthofen, Kempten, Wiggensbach und Oberstaufen, wobei die Mitgliedschaft kostenlos ist. „Die meisten Mitglieder haben wir in den Altersklassen der 10-13-Jährigen und der 14-17-Jährigen“, so Ramona Gorbach weiter. „In Oberstaufen und Sonthofen gibt es aber auch schon Gruppen für Kinder ab 5 Jahren und in Kempten reicht die Altersspanne bis 27.“ In allen werden soziales Engagement und ein friedliches Zusammenleben gepflegt und vielfältige Aktivitäten umgesetzt. „Wir machen viel mehr als nur Pflaster kleben“, betont die junge Frau. „Natürlich gibt es die altersgerechte Sanitätsausbildung durch qualifizierte und erfahrene Rot-Kreuz-Mitglieder sowie Lehrgänge zum Jugendhelfer oder zum Gruppenleiter und den Schulsanitätsdienst, aber eben auch ganz viel anderes, wie etwa Zeltlager, Rodeln, Medienprojekte, kreatives Gestalten, Rollenspiele, Survivaltraining, internationale Begegnungen, Ferienaction, Erlebniskochkurse, Schafkopfen, Wettbewerbe, Rhetorikseminare, Party, gemeinsame Schwimmbadbesuche und jede Menge mehr.“

Sie findet: „Wer Spaß daran hat, in Gemeinschaft und ganz ohne Leistungsdruck seine Freizeit aktiv zu gestalten, Freundschaften zu schließen, Heldentaten zu vollbringen, den internationalen Redcross-Spirit zu erleben ist beim JRK an der richtigen Stelle!“

Weitere Informationen über das Jugendrotkreuz Oberallgäu sowie Kontaktmöglichkeiten sind auf der Website www.brk-oberallgaeu.net/jrk zu finden.

Informationen zum Bayerischen Jugendrotkreuz (JRK)
Das ist der eigenständige Kinder-, Jugend- und Nachwuchsverband des Bayerischen Roten Kreuzes und anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Über 106.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre engagieren sich ehrenamtlich in den fünf Rotkreuz-Gemeinschaften. Für alle Fälle – die Bereitschaften, für Kletterfreunde – die Bergwacht, für junge Engagierte – das Jugendrotkreuz, für Schwimmerinnen und Schwimmer – die Wasserwacht und für’s Herz – die Wohlfahrts- und Sozialarbeit.

Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung
Das Jugendrotkreuz ist Teil der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Die sieben Rotkreuz-Grundsätze sind der Kompass für unser Handeln: Menschlichkeit | Unparteilichkeit | Unabhängigkeit | Freiwilligkeit | Einheit | Universalität | Neutralität.

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news-414 Thu, 06 Aug 2020 07:30:00 +0200 Turbulente Tage für die Rettungshundestaffel /aktuell/presse-service/meldung/turbulente-tage-fuer-die-rettungshundestaffel.html Acht Personensuchen in neun Tagen Hinter der Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu liegen bewegte Tage. Innerhalb von neun Tagen wurden die Teams zu acht Einsätzen hinzugezogen. „Noch nie hat es so eine Häufung von Einsätzen für die Rettungshunde im Oberallgäu gegeben“, sagt Prof. Dr. Christoph Tiebel, der Leiter der Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu und Fachberater Rettungshundearbeit des BRK in Schwaben. Die Teams aus bestens ausgebildeten Hunden und ihren Hundeführern waren in fast allen Fällen erfolgreich.

Der erste der Einsätze fand am vorvergangenen Samstag (18. Juli 2020) im Ostallgäu statt. „Wir wurden nachts zu einer Vermisstensuche hinzugezogen“, berichtet Prof. Dr. Christoph Tiebel. „Insgesamt waren 55 Einsatzkräfte vor Ort, darunter 18 Rettungshundeteams verschiedener Hilfsorganisationen, um eine hilflose Person in einem unwegsamen Wald zu finden.“ Die Spürnasen des BRK Oberallgäu fanden die Person schwer verletzt. Sie musste mit einem Spineboard gerettet werden und wurde umgehend in eine Klinik gebracht. Nur einen Tag nach diesem sechsstündigen Einsatz mussten elf Mitglieder der Staffel erneut zu einer mehrstündigen abendlichen Suche im Kreis Lindau ausrücken. Dort wurde eine ältere Person in einem Seniorenheim als vermisst gemeldet. „Die Spürhunde wollten sich partout nicht von dem Gebäude wegbewegen. Bei einer daraufhin durchgeführten Durchsuchung der Räumlichkeiten konnte die geistig verwirrte Person dann unverletzt in einer von innen verschlossenen Toilette gefunden werden. Der dritte Fall ereignete sich drei Tage später im Unterallgäu. Eine 89-jährige, geistig verwirrte Person wurde von einem Krankenhaus aus als vermisst gemeldet. „Unser Personenspürhund, der sogenannte Mantrailer, zeigte anhand des Individualgeruchs der Person an, dass diese in ein Waldstück gegangen sein musste. Daraufhin nahmen die Flächensuchhunde die Witterung auf. Die Mitglieder des Bundesverbands Rettungshunde Lindau fanden die hilflose Person schließlich unverletzt aber leicht unterkühlt“, so Tiebel. Wenige Tage später ging die Serie mit zwei beziehungsweise sogar drei Vermisstensuchen pro Tag weiter. In einem Fall ging es um eine ältere Person in Baden-Württemberg, die seit mehreren Tagen vermisst wird. Leider verlief diese Suchaktion mit sieben Rettungshunden ergebnislos. Im einem weiteren Fall am selben Tag (25.7.) waren an einem Baggersee in der Nähe von Isny Rucksack und persönliche Gegenstände gefunden worden, woraufhin DLRG und Wasserortungshunde, Sonarboote, Hubschrauber und Drohnen die Suche aufnahmen. Auch Mantrailer und Flächenhunde wurden eingesetzt. Letztenendes wurde die Person von der Feuerwehr zu Hause in der Wohnung gefunden. Am Sonntag (26.7.) meldete sich der Piepser sogar noch öfter. In allen Fällen wurden die Vermissten – ein elfjähriges Kind und zwei ältere Personen – noch während der Anfahrt der Rettungshundeteams unversehrt aufgefunden.
„In Schwaben können wir auf 60 Rettungshunde aus verschiedenen Organisationen zurückgreifen. Somit können wir die Polizei und Feuerwehr auch bei größeren, komplexen Vermisstensuchen unterstützen“, erklärt Christoph Tiebel und betont: „Die organisationsübergreifende Zusammenarbeit funktioniert hier ausgesprochen gut. Wettbewerbsdenken wäre ja auch völlig fehl am Platz und würde letztlich den Patienten schaden. Auch an diesen neun Fällen war wieder zu sehen, dass die enge Kooperation der Hundeführer von BRK, ASB, JUH, DLRG, MHD und BRH zum Erfolg führt.“ Das Engagement aller ehrenamtlichen Einsatzkräfte bei so vielen Einsätzen sei herausragend, lobt er.

Info:
Die Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu besteht aktuell aus 14 ehrenamtlichen Teams, darunter geprüfte Personen-, Flächen- und Trümmersuchhunde. Die Hundeführer verfügen über umfassende Kenntnisse in u.a. Erste Hilfe, Orientierung und Einsatztechnik. Die Teams rücken in ganz Schwaben, im benachbartem Baden-Württemberg und auch im Oberland zu Einsätzen aus - im Jahr 2019 waren es 43, 2020 bislang 13 Einsätze.
Nachwuchs sei immer willkommen, betont Prof. Dr. Christoph Tiebel. Hundehalter mit jungen, dynamischen Hunden bis 3 Jahren, die sich für diese spannende und anspruchsvolle Aufgabe interessieren, können über die Mailadresse c.tiebel@brk-oberallgaeu.de direkt mit ihm Kontakt aufnehmen.
Wer die Rettungshundestaffel gern finanziell unterstützen möchte, kann das beispielsweise über die Spendenaktion „Gut für das Allgäu“ tun. www.gut-fuer-das-allgaeu.de/projects/53909

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news-413 Tue, 04 Aug 2020 15:00:00 +0200 Eine Institution hat den Ort verlassen /aktuell/presse-service/meldung/eine-institution-hat-den-ort-verlassen.html Günter Klamert hat vor 33 Jahren in Balderschwang das Ersthelfersystem etabliert Günter Klamert ist das, was man einen Macher nennt. Der sympathische 66-Jährige hat sich immer schon weit über das gängige Maß hinaus für seine Mitmenschen und die Allgemeinheit engagiert. In seinem langjährigen Wohnort Balderschwang etablierte der gebürtige Oberstaufner vor 33 Jahren aus Eigeninitiative heraus (und später unter dem Dach der BRK-Bereitschaften im Oberallgäu) ein Ersthelfersystem, dem zahlreiche Menschen ihr Leben zu verdanken haben. Wie das alles kam, schildert Klamert, der sich nun in den Ruhestand verabschiedet hat, hier.

„Ich kam 1985 zur Sanitätskolonne des BRK Sonthofen“, erzählt Günter Klamert. „Dort absolvierte ich mehrere Ausbildungen bis hin zum Rettungsdiensthelfer und fuhr mit Leidenschaft Rettungsdienst.“ Wohnhaft war der junge Mann im rund 23 Kilometer entfernten Bergdorf Balderschwang. Dort arbeitete er zunächst hauptberuflich beim Zoll, später als Leiter eines kirchlichen Schullandheims. „Balderschwang ist ja, wie man hier sagt, `ziemlich weg vom Schuss´“, gibt er zu. „Wenn es dort damals zu einem medizinischen Notfall kam, musste man schon eine ganze Weile warten, bis der Rettungsdienst aus Sonthofen, Oberstdorf oder dem fast 30 km entfernten Oberstaufen da sein konnte“; erinnert er sich. „Die Rettungsdienstfahrzeuge waren damals sehr untermotorisiert und taten sich auf dem alten, steilen, 14 Kilometer langen Bergpass, der stellenweise 16 Prozent Steigung aufwies, schwer. Da schnaufte man mit Tempo 30 den Berg hinauf. Im Winter war es noch schlimmer. 35 Minuten Anfahrtszeit waren üblich und der Rettungshubschrauber war damals noch nicht so etabliert“, erklärt er kopfschüttelnd. Im Vergleich dazu sei die heutige Riedbergpassstraße eine regelrechte Autobahn.

Aufgrund dieser Umstände habe er sich damals überlegt, „dass man doch etwas machen müsse“, um das sogenannte therapiefreie Intervall bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken. „Man darf nicht erwarten, dass immer die anderen was tun. Durch meine Ausbildung und meine Erfahrung im Rettungsdienst war ich in der Lage dazu - also habe ich es halt gemacht“, meint er lakonisch.

So kam es, dass sich der damals 33-Jährige im Jahr 1987 daran machte, zunächst auf Eigeninitiative einen Ersthelferdienst für Balderschwang ins Leben zu rufen. „In der ersten Zeit war ich da oben allein auf weiter Flur“, schildert er die Anfänge. „Da fuhr ich mit meinem eigenen Auto mit Minimalausrüstung zu den Leuten, quasi mit einem besseren Verbandskasten. Später schafften die Gemeinde und die Ortsvereine für mich einen Notfallkoffer ohne Medikamente, aber mit Sauerstoff und Defibrillator für Basismaßnahmen an. Ein paar Leute an der Leitstelle haben mich bei Notfällen hier im Ort oder in der nächsten Umgebung immer mitalarmiert. Zudem habe ich im Dorf publik gemacht, dass man mir im medizinischen Notfall zusätzlich Bescheid geben kann. Heute wäre so etwas überhaupt nicht mehr möglich“, gibt er schmunzelnd zu.

Das Prinzip des inzwischen fest etablierten `Helfer vor Ort´- oder First Responder-Dienstes, bei dem im Fall von zu erwartenden längeren Anfahrtszeiten des Rettungsdienstes speziell ausgebildete ehrenamtliche Retter aus der näheren Umgebung schon an den Einsatzort vorausfahren, habe es seines Wissens damals noch nirgends in Süddeutschland gegeben. Glücklicher Weise fiel diese Idee beim Roten Kreuz auf fruchtbaren Boden, sodass der Dienst ab 1990/91 unter dessen Dach lief.

Nach einiger Zeit hätten sich dann einige Kollegen aus der Freiwilligen Feuerwehr Balderschwang gefunden, die beim Notfalldienst mitmachen wollten und sich bei Klamert – er ist zugleich Erste-Hilfe-Ausbilder - und beim BRK in Sonthofen entsprechend ausbilden ließen. Im Lauf der Zeit wurden es immer mehr. Heute sind elf Balderschwangerinnen und Balderschwanger ehrenamtlich als Helfer in dem 250-Seelen-Ort im Einsatz. Größtenteils würden die Einsätze Urlaubern und Gästen gelten. Viele Reanimationen habe es gegeben, Kindernotfälle wie Erstickungen, Auto- und Motorradunfälle und dergleichen. Einmal habe ein Mitbürger die Beine in die Schneefräse bekommen, erinnert er sich an einen schlimmen Fall.

Im Jahr 2009 gab Günter Klamert seine Mitwirkung im Rettungsdienst Sonthofen aus persönlichen Gründen auf. Dem HvO blieb er bis vor kurzem treu. Im Juni 2020 ging der zweifache Familienvater nun in Rente und zog gemeinsam mit seiner Ehefrau nach 45 Jahren in `seinem´ liebgewonnen Bergdorf nach Lauben, nördlich von Kempten. Sämtliche Balderschwanger Ortsvereine und die Pfarrgemeinde - Klamert war in allen aktiv, zumeist sogar in der Vorstandschaft – sowie die Gemeindeverwaltung organisierten ihm eine überaus herzliche und ehrenvolle Verabschiedung mit Festgottesdienst, einem Zug ins Gemeindehaus mit Fahnenabordnungen, einem Beifall-Spalier und einem (den Corona-Einschränkungen gemäßen) festlichen Empfang mit würdigenden und von Dankbarkeit und freundschaftlichen Gefühlen geprägten Ansprachen. Bürgermeister Konrad Kienle betonte in seiner Laudatio, wie wichtig es sei, „dass es Menschen gibt, die mehr tun als man muss“ und bedauerte, „dass mit Günter Klamert, dessen Krönung seines Wirkens die Etablierung des nicht mehr wegzudenkenden HvO war, leider eine Institution Balderschwang verlässt“.

Matthias Straub, der Kreisbereitschaftsleiter des BRK Oberallgäu, der mit weiteren BRK-Kollegen eigens zu der Verabschiedung gekommen war, findet: „Das Besondere beim HvO Balderschwang ist, dass sich hier die Einsatzkräfte aus den BRK-Bereitschaften, der BRK-Bergwacht und der Feuerwehr Balderschwang gemeinsam für die Notfallhilfe für Einheimische und Gäste einsetzen. Dass dies über so viele Jahre gelungen ist, ist zu einem großen Teil Günter zu verdanken.“

Der derart Belobigte selbst erinnert sich mit einer gewissen Rührung an den Abschied. Der Tag sei überwältigend gewesen, sagt er. Dennoch sei die Entscheidung angesichts des steigenden Alters und einiger gesundheitlicher Probleme richtig. „Ich war immer gern für die Leute da. Aber irgendwann muss man so etwas in andere Hände geben.“ Bei seiner Nachfolgerin Anna-Maria Vögel sei der HvO-Dienst jedenfalls in besten Händen. Glücklich sei er darüber, dass seine Saat aufgegangen ist und vielerorts Nachahmung gefunden habe.

Info:
Das BRK Oberallgäu unterhält HvO-Dienst an folgenden Standorten:

  • HvO Balderschwang
  • HvO Missen-Wilhams
  • HvO Muthmannshofen
  • HvO Steibis
  • HvO Wertach
  • HvO Weitnau
  • HvO Kleinwalsertal (A)

Helfer vor Ort (HvO) kommen immer dann zum Einsatz, wenn die ehrenamtlichen Helfer den Ort eines Notfalls schneller erreichen können als der Rettungsdienst oder aber wenn das nächste Rettungsfahrzeug noch im Einsatz ist. Die Ehrenamtlichen übernehmen die Versorgung des Patienten, bis der Rettungsdienst eintrifft. Sie führen lebenserhaltende Sofortmaßnahmen wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung durch und betreuen die Patienten.

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news-412 Mon, 03 Aug 2020 08:00:00 +0200 Aussortiert, um neu geliebt zu werden /aktuell/presse-service/meldung/aussortiert-um-neu-geliebt-zu-werden.html Ein Blick hinter die Kulissen der Rotkreuz-Kleiderläden In den Rotkreuz-Kleiderläden in Kempten und Immenstadt wird gut erhaltene Kleidung und Schuhe für Frauen, Männer und Kinder jeden Alters, aber auch Heimtextilien, Spielzeug, Geschirr, zeitgemäße Bücher sowie CDs zum kleinen Preis verkauft. Was viele nicht wissen: Hier darf wirklich jeder einkaufen. Susanne Kultus leitet die beiden Kleiderläden mit sehr viel Herzblut und aus tiefer Überzeugung. Sie betont: „Unsere `Mode von Mensch zu Mensch´ schont nicht nur Umwelt und Ressourcen, sondern stärkt den sozialen Zusammenhalt in der Region.“ Mit den Erlösen aus dem Verkauf werden lokale soziale Projekte und Dienstleistungen des BRK finanziert. Wir durften einen Blick hinter die Kulissen der Kleiderläden werfen und den Weg der Second-Hand-Stücke vom heimischen Kleiderschrank bis zu den neuen Besitzern verfolgen.

„Ich selber kaufe gar keine Neuware mehr, denn ich bin eine große Befürworterin der Nachhaltigkeit von Secondhandkleidung“, sagt Susanne Kultus - schick und modisch gekleidet - lächelnd. „Wir setzen in unseren Läden auf bunte Vielfalt für die ganz eigene Persönlichkeit. Bei uns kann jeder ganz individuell Passendes fernab des Mode-Mainstreams finden. Hier werden ehemalige Lieblingsstücke des einen schnell zu Glücksfällen für den Nachbesitzer. Das finde ich großartig.“ Langsam aber sicher spreche sich herum, dass man hier tolle Sachen zum Schnäppchenpreis bekomme und vor allem, dass das Angebot für alle Menschen gelte, freut sie sich. „Mittlerweile hat eine ganz breite Bevölkerungsschicht vom Teenie bis zum Oldie das besondere Angebot entdeckt“, schmunzelt sie. Viele Kunden würden regelmäßig vorbeischauen, um in dem täglich bis wöchentlich ergänzten Sortiment zu stöbern und neue Schätze zu entdecken. „Damen- und Kinderbekleidung geht am besten, aber auch die Herren kaufen gerne bei uns ein. Viele Großeltern finden hier schöne Spielsachen und Kinderbücher für ihre Enkel“, erzählt Susanne Kultus. „Was mich freut, ist, das auch vermehrt Studenten und andere jüngere Menschen unsere Läden mehr und mehr für sich entdecken.“
Das vielfältige Sortiment, das fast für jeden Geschmack etwas bietet, kommt auf unterschiedlichen Wegen in die Läden. „Menschen, die Kleidung bei uns spenden wollen, können diese entweder in unsere im Umland aufgestellten Kleidercontainer oder direkt im Kleiderladen in Kempten abgeben“, erklärt die Leiterin. „In der angeschlossenen Zentralsortierung werden alle Kleidungsstücke Schuhe, Taschen, Gürtel und Heimtextilien von ehrenamtlichen Mitarbeitenden auf ihre Brauchbarkeit hin überprüft.“ Beschädigte, schmutzige und nicht mehr tragbare Kleidung gibt das Rote Kreuz an eine Textil-Recycling-Gesellschaft zur weiteren Verwertung. Gegensaisonales wird in Kartons verpackt und in einem Lager deponiert, ebenso wie überschüssige Ware. Die gute, noch brauchbare Ware, kommt - saisonal passend - zum größten Teil direkt in die Läden. Da das Geschäft in Kempten direkt an die Zentralsortierung angeschlossen ist, wird es täglich mit neuer Ware bestückt. Im Immenstädter Laden trifft jeden Montag eine Lieferung neuer gebrauchter Ware ein, die dann in den ansprechend gestalteten und dekorierten Verkaufsräumen angeboten wird.

„Was die Preisgestaltung angeht, so ist es mir wichtig, die Balance zu finden zwischen nicht zu niedrig, weil es sonst leicht als ramschig angesehen wird und nicht zu hoch, weil es sonst überteuert wäre“, weiß Susanne Kultus. „Indem wir sämtliche Waren preisgünstig anbieten, tragen wir dazu bei, Menschen mit einem kleinen finanziellen Budget zu unterstützen. Bei Bedarf ist es zusätzlich möglich, nach Vorlage des aktuellen Einkommensbescheids eine Sozialrabattkarte zu erhalten, die noch einmal 50 Prozent Ermäßigung bietet.“

Aktuell arbeiten in Kempten 27 Damen sowie in Immenstadt elf Damen und ein Herr im Alter zwischen 40 und 79 Jahren ehrenamtlich in den Kleiderläden mit, die meisten von ihnen einmal pro Woche. „Pro Tag gibt es zwei Schichten und die Teams sind in sich immer konstant, so entsteht ein gesundes Teamgefüge. Ein paar Damen sind schon über 20 Jahre dabei.“ Alle Mitarbeitenden empfänden die Tätigkeit als eine schöne Abwechslung. „Die sozialen Kontakte und das gesellige Miteinander werden sehr geschätzt und das Wissen, zu etwas Gutem und Nützlichem beizutragen, bereitet den Helferinnen und dem Helfer viel Freude.“ Spezielle Qualifikationen brauchen die Ehrenamtlichen übrigens nicht. „Wichtig sind Freude am Umgang mit Menschen und Mode.“

Susanne Kultus ist es ein großes Anliegen, dass „ihre“ Läden neben der treuen Stammkundschaft auch viele neue Kunden anlocken. „Ich freue mich immer wieder über jedes neue Gesicht und ermuntere jeden immer wieder gerne, immer mal wieder bei uns hereinzuschauen“, sagt sie. „Denn Second Hand ist nachhaltig, enthält in der Regel keine Schadstoffe mehr und ist einfach in!“

Wer Interesse hat, ehrenamtlich in den Kleiderläden mitzuarbeiten, kann unverbindlich mit Susanne Kultus Kontakt aufnehmen unter Tel.: 0831 52292-0 oder per Mail unter kultus(at)kvoa.brk.de

 

Öffnungszeiten
Kleidermarkt Kempten (Haubenschloßstr. 12, Tel.: 0831 - 52292 45)
Di-Fr  9 - 17 Uhr
Montag geschlossen

Kleiderladen Immenstadt
(Hirschstraße 6, Tel.: 08323 - 989 761)
Di-Fr 10 - 17 Uhr
Sa 10 - 13 Uhr
Montag geschlossen
Hier nur Annahme von Kleiderspenden in Kleinstmengen (KEINE Haushaltsauflösungen).

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news-411 Wed, 29 Jul 2020 14:00:00 +0200 Doppel-Blutspendetermine des BRK in Kempten /aktuell/presse-service/meldung/doppel-blutspendetermine-des-brk-in-kempten.html Zwei Termine pro Monat sollen längere Wartezeiten verhindern Der Blutspendedienst des BRK bietet ab August pro Monat jeweils zwei Blutspendetermine in Kempten an. So sollen lange Wartezeiten für die Spender, wie es sie zuletzt corona-bedingt mitunter gegeben hatte, künftig vermieden werden. Ort ist das BRK-Haus, Haubenschloßstraße 12, jeweils von 15 bis 20 Uhr.

Die Termine:
Mo, 3.8 und Di, 4.8.
Mi, 2.9 und Mo, 7.9
Do, 1.10. und Mo, 5.10.
Mo, 2.11 und Di, 3.11.
Alle aktuellen Blutspendetermine sind unter www.blutspendedienst.com zu finden.

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news-410 Tue, 21 Jul 2020 10:00:00 +0200 Die Hundstage kommen! Hitzschlag und Sonnenstich erkennen und behandeln. /aktuell/presse-service/meldung/die-hundstage-kommen-hitzschlag-und-sonnenstich-erkennen-und-behandeln.html BRK gibt Tipps gegen gefährliche Überhitzung Jetzt kommen sie wieder, die Hundstage. Umgangssprachlich werden so die heißen Sommertage zwischen dem 23. Juli und dem 23. August bezeichnet. Bei Temperaturen um die 30 Grad und mehr ist die Gefahr von Sonnenstich und Hitzschlag besonders hoch. „Hitzschlag und Sonnenstich sind zwei verschiedene Dinge“, stellt Frank Schönmetzler vom BRK Oberallgäu klar. „Ein Hitzschlag ist ein akuter gesundheitlicher Notfall, der tödlich enden kann.“ Der Experte gibt Tipps, wie man beides vermeidet und was zu tun ist, wenn es einen doch erwischt hat.

Weit verbreitet: Hitzeerschöpfung „Bei Menschen, die sich zu lange ohne ausreichend zu trinken in der Sonne oder in großer Hitze aufgehalten haben, kommt es häufig zu einer so genannten Hitzeerschöpfung. Sie entsteht durch Flüssigkeitsmangel und den Salzverlust des Körpers beim Schwitzen und kann mit erhöhter Körpertemperatur, Schwindel, Kopfschmerzen, Benommenheit, Übelkeit, Muskelkrämpfen oder Magen-Darmbeschwerden einhergehen“, erklärt Frank Schönmetzler, der beim BRK Oberallgäu den Bereich Breitenausbildung leitet. „Hier hilft es, sofort ins Kühle zu gehen, zu Trinken - am besten Mineralwasser oder Saftschorle – und sich abzukühlen, zum Beispiel durch eine lauwarme Dusche. Danach sollte man sich ausruhen.“Ganz ähnlich wie bei der Hitzeerschöpfung sehen auch die Symptome zweier ernstzunehmender gesundheitlicher Notfälle aus: Dem Sonnenstich und dem Hitzschlag. Sonnenstich erkennen und behandelnBei einem Sonnenstich kommt es aufgrund der intensiven Sonneneinstrahlung zu einer Überhitzung. Diese führt zu einer Reizung der Hirnhäute, in manchen Fällen sogar zu einer Schwellung des Hirngewebes. Die Betroffenen haben einen roten, heißen Kopf und klagen über starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Ohrgeräusche sowie manchmal über Nackensteifigkeit. Die Körpertemperatur ist jedoch meist nicht erhöht. „In diesem Fall sollte man sich sofort in einer kühlen Umgebung hinlegen und Kopf und Nacken mit feuchten, kühlen Tüchern abkühlen. Sofern keine Bewusstseinsstörungen vorliegen, können Wasser oder Saftschorle gegeben werden“, rät Frank Schönmetzler. „Bei starkem Erbrechen oder Bewusstseinsstörungen sowie bei Kindern und älteren Menschen sollte ein Arzt oder der Rettungsdienst unter 112 verständigt werden. Bis zu dessen Eintreffen Erste-Hilfe leisten.“ (Maßnahmen siehe unten).Bei Hitzschlag droht LebensgefahrLebensbedrohlich kann es bei einem Hitzschlag werden. Dieser wird durch körperliche Überanstrengung in einer heißen Umgebung ausgelöst. Es kommt zu einem gefährlichen Wärmestau im Körper. „Wenn die Körpertemperatur innerhalb von 10 bis 15 Minuten stark ansteigt – manchmal auf bis zu 41 Grad -, kann dies auf einen Hitzschlag hindeuten. Weitere Beschwerden sind trockene, heiße Haut, beschleunigter Pulsschlag, Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit, Krämpfe, Erbrechen, Verwirrtheit bis hin zu Halluzinationen und Bewusstlosigkeit“, erklärt der Experte. Er rät dringend: „Da es für den Laien nicht einfach ist, Hitzeerschöpfung, Sonnenstich und Hitzschlag zu unterscheiden, sollte im Zweifel sofort der Notarzt unter 112 alarmiert werden. Bis zu dessen Eintreffen können kühle, feuchte Umschläge und Flüssigkeitszufuhr helfen.“

So kann man gesundheitlichen Schäden durch Sonne und Hitze vorbeugen:

  • Täglich 1-2 Liter mehr als sonst trinken, am besten natriumhaltiges Mineralwasser. Achtung: Patienten mit Herzschwäche müssen die Trinkmenge mit Ihrem behandelnden Arzt absprechen
  • Nicht in der prallen Sonne aufhalten, stets Kopfbedeckung tragen (auch auf Nackenschutz achten)
  • Körperliche Anstrengung unter Sonneneinstrahlung vermeiden
  • Kinder nicht in der prallen Sonne spielen lassen
  • Auf keinen Fall Kinder oder Haustiere unbeaufsichtigt im Fahrzeug lassen – auch nicht kurz! Die anstauende Hitze kann innerhalb kurzer Zeit zu Lebensgefahr, im schlimmsten Fall zum Tode führen
  • Bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme: mit dem behandelnden Arzt klären, ob bei großer Hitze Besonderheiten vorliegen
  • Im Zweifels- und Notfall immer den Notruf 112 rufen („lieber einmal zu oft als einmal zu spät“)


So können Sie bei einem hitzebedingten Notfall Hilfe leisten:

  • Betroffenen sofort in den Schatten bringen, Beine hoch lagern. Wenn ein schattiger Platz nicht auffindbar ist, kann auch eine Rettungsdecke als Schutz vor den Sonnenstrahlen dienen
  • Körper mit feuchten Tüchern kühlen, besonders Kopf und Nacken. Kein Eis direkt auf den Körper geben!
  • Wenn der Betroffene bei vollem Bewusstsein ist: Wasser oder Fruchtsaftschorle/Früchtetees anbieten
  • Wenn der Betroffene das Bewusstsein verloren hat: stabile Seitenlage
  • Umgehend Notruf (112) absetzen
  • Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes Bewusstsein und Atmung kontrollieren => Notfalls Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen


Frank Schönmetzler: „Es ist absolut sinnvoll, die eigenen Erste Hilfe Kenntnisse in einem Kurs aufzufrischen.“
Weitere Informationen zum Thema Erste Hilfe sowie Kurstermine in Kempten und dem Oberallgäu finden Sie unter: www.kvoberallgaeu.brk.de/Kurse/Erste-Hilfe

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news-409 Mon, 20 Jul 2020 10:00:00 +0200 Von der Kunst, Kinder und 12-Stunden-Arbeitsschichten unter einen Hut zu bringen /aktuell/presse-service/meldung/von-der-kunst-kinder-und-12-stunden-arbeitsschichten-unter-einen-hut-zu-bringen.html Notfallsanitäterin Christina Holl über ihre ganz persönliche Strategie zur Vereinbarkeit von Schichtarbeit und Familie Wer Kinder hat und Vollzeit berufstätig ist, weiß, wie schwierig es mitunter ist, eine durchgängige Betreuung für den Nachwuchs zu organisieren. Noch problematischer wird es, wenn man/frau Schicht arbeiten muss. Christina Holl kann davon ein Lied singen. Als hauptberufliche Notfallsanitäterin und Wachleiterin der BRK Rettungswache Altusried leistet sie 12-Stunden-Dienste von 6 bis 18 Uhr und umgekehrt. Wie sie Familie und Beruf normalerweise - und während der Corona-Ausnahmezeit - wuppt, berichtet sie hier.

Christina Holl ist zweifache Mutter und eine der vielen, vielen Frauen im Allgäu, die sich Tag für Tag dem Spagat zwischen Arbeit und Kindern stellen. In ihrem Beruf als Notfallsanitäterin und Wachleiterin wechseln sich Tagschichten von 6 bis 18 Uhr mit Nachtschichten von 18 bis 6 Uhr früh ab. Administrative Aufgaben erledigt sie zu flexiblen Bürozeiten, dafür fallen dann ein paar Schichtdienste weg. „Schichtarbeit hat Vor- und Nachteile,“ findet die 42-Jährige. Wenn sie um 6 Uhr Dienstbeginn habe, müsse morgens bis Schulbeginn ihr Mann alles zuhause erledigen, „auch wenn das nicht immer ganz einfach mit seiner eigenen Arbeitszeit zu vereinbaren ist.“ Mittagessen bekommen die Kinder in der Schule. Dort ist auch eine Nachmittagsbetreuung möglich - doch leider endet diese, wenn Mamas Schicht noch lange nicht zu Ende ist. Für Christina Holl heißt das: „Jeder Tag, an dem ich Dienst habe, muss neu geplant und organisiert werden. Ohne familiären Zusammenhalt und Hilfe von außen für die Zeiten ohne schulische Betreuung wäre es, vor allem als die Kinder noch kleiner waren, nicht gegangen“, räumt sie ein. „Inzwischen sind die Beiden neun bzw. 16 Jahre alt, da geht vieles leichter.“ Dennoch seien früher wie heute Großeltern, die in der Nähe und zur Stelle sind, wenn man sie braucht, Gold wert. Auch ein Netzwerk aus mehreren Familien habe schon oft hilfreiche Unterstützung gebracht. „Manchmal hat eine Freundin die Kinder abgeholt und sie mit zu sich nach Hause genommen, bis mein Man oder ich Feierabend hatten.“ Das sei ein Geben und Nehmen. „Ein Vorteil an der Schichtarbeit ist, dass ich dafür mehrere Tage im Monat komplett frei habe“, so Christina Holl. „Da kann ich mich dann bei den anderen Familien revanchieren. Zudem müssen die Kinder somit nicht jeden Nachmittag in die Betreuung.“

Corona ließ das Netzwerk zusammenbrechen
Wie in vielen Familien brach auch bei ihrer während des Corona-Lockdowns das bewährte Netzwerk zusammen. „Da der Rettungsdienst systemrelevant ist, hatten wir zwar Anspruch auf Notbetreuung, bloß hat uns das angesichts meiner Schichtzeiten nicht viel genützt. Die Überbrückung zwischen Nachmittagsbetreuung und Feierabend durch Freunde und Großeltern fiel komplett weg. Wäre diese Pandemie ein paar Jahre früher ausgebrochen, als meine Kinder noch kleiner waren, hätten wir nicht mehr weitergewusst“, gibt sie zu. Nur weil ihre Beiden inzwischen ein Stückchen selbständiger seien, sei es möglich gewesen, den Alltag in der Krise, mit Arbeit, Home-Schooling und Betreuung zu meistern.
„Schichtarbeit, egal ob beim Mann oder bei der Frau, erfordert neben Organisationstalent auch eine hohe Flexibilität“, resümiert Christina Holl. „Diese Flexibilität muss die ganze Familie mit-tragen und auch er-tragen.“ Manchmal sei es schon traurig, wenn sie am Wochenende arbeiten müsse. „Aber das gehört halt auch dazu. Wichtig ist es dann, alternativ ab und zu einen Werktag-Nachmittag mit den Kindern schön zu gestalten. Immerhin hat man dann leere Skipisten oder Wanderwege und kann Einkäufe und Erledigungen in Ruhe tätigen. Und während die Kinder in Schule oder Kindergarten betreut sind, kann man auch einfach mal allein, mit dem Partner oder mit Freunden Kraft tanken. Dann geht´s auch wieder mit neuem Schwung weiter.“

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news-408 Thu, 16 Jul 2020 16:00:00 +0200 „Für viele Flüchtlingskinder ist HomeSchooling unmöglich“ /aktuell/presse-service/meldung/fuer-viele-fluechtlingskinder-ist-homeschooling-unmoeglich.html BRK Projekt bietet Unterstützung Im Rahmen des Projektes „Starkes Netzwerk - Elternbegleitung Kempten“ unterstützt das BRK im Kreisverband Oberallgäu seit drei Jahren Flüchtlingsfamilien bei der Integration. Aufgrund der Corona-bedingten Schulschließungen hat das Thema Digitalisierung und HomeSchooling dabei zuletzt besondere Wichtigkeit erlangt. „Für viele Flüchtlingskinder ist HomeSchooling unmöglich. Darum haben wir jetzt ein Programm gestartet, mit dem wir vermeiden helfen, dass besonders benachteiligte Kinder den schulischen Anschluss verlieren“, erklärt Projektleiterin Ursula Cassier.

„Während der Schulschließungen konnten viele Kinder aus Flüchtlingsfamilien an den Alternativprogrammen zum regulären Schulunterricht, also am Home-Schooling oder selbstständigen eLearning, überhaupt nicht teilnehmen“, weiß Ursula Cassier. „Dies liegt zum einen daran, dass die Familien über keinen PC oder Tablet und teilweise auch über keinen Internetzugang verfügen, zum anderen ist es den meisten Eltern aufgrund von Sprachbarrieren nicht möglich, ihre schulpflichtigen Kinder bei den Hausaufgaben oder der Aufarbeitung des Lernstoffes zu unterstützen.“

Das Projekt „Starkes Netzwerk - Elternbegleitung Kempten“, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird, bietet geflüchteten Familien vielfältige Hilfestellungen und setzt nun auch im Bereich der digitalen Bildung sehr zielgenau und praxistauglich an. „In Kooperation mit der Kemptner Grundschule an der Sutt haben wir dort den Bedarf im Vorfeld genau ermittelt. Dabei haben sich diese sechs Familien mit sieben Kindern herauskristallisiert die besonders dringend Unterstützung in diesem Bereich benötigen“, so Ursula Cassier. Sie wurden zunächst von einem projektbeteiligten IT-Fachmann in den Grundlagen des digitalen Arbeitens geschult. Mittlerweile erhielten die Kinder – allesamt Grundschüler der 1. und 2. Jahrgangsstufe – je ein Leih-Tablet sowie in zwei Fällen einen Datenstick für Zuhause. Daran werden sie in einem Teil der Sommerferien zusammen mit ElternmentorInnen, den versäumten Lernstoff via HomeSchooling nachholen. „Die MentorInnen sind eigens geschulte, ehrenamtlich an dem Projekt mitarbeitende StudentInnen und GymnasiastInnen höherer Klassen“, erläutert Ursula Cassier. „Sie stehen den Kindern - und auch den Eltern - bei auftretenden Schwierigkeiten vertrauensvoll zur Seite.“

Das Projekt „Starkes Netzwerk - Elternbegleitung Kempten“ wird seit Mai 2017 im BRK-Kreisverband Oberallgäu durchgeführt und läuft noch bis Ende 2020. Im Rahmen dieses Programmes tragen zwei qualifizierte Elternbegleiterinnen und acht bis zehn ElternmentorInnen verschiedener Altersklassen zu einer gelingenden Integration geflüchteter Familien bei. An der Suttschule findet alle 14 Tage ein so genanntes Elterncafé statt, in dem den Geflüchteten soziale und kulturelle Inhalte sowie digitale Kompetenzen vermittelt und Beratung sowie Hilfe im Alltag zuteilwerden. Sport- und Bewegungsprogramme, wie etwa ein Skikurs, ergänzen das Spektrum. Sprachmittler, die Arabisch und Farsi sprechen, erleichtern die Kommunikation. „Die Familien wissen die Unterstützung und die damit einhergehende Wertschätzung und Zuwendung sehr zu würdigen“; sagt Ursula Cassier. „Ich persönlich fände es schön, wenn das Projekt auch nach dem Ende der Förderung durch das Bundesministerium im Dezember 2020 auf die eine oder andere Weise im kommenden Jahr fortgeführt werden könnte.“

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news-407 Tue, 14 Jul 2020 15:00:00 +0200 Trümmersuchhunde in der Schlossbergklinik /aktuell/presse-service/meldung/truemmersuchhunde-in-der-schlossbergklinik.html Rettungshundestaffel des BRK nutzt ungewöhnliche Trainingsmöglichkeit An der Schlossbergklinik in Oberstaufen haben die Abrissarbeiten begonnen. Dabei sind zu manchen Zeiten Hunde zu beobachten, die das Gebäude durchstreifen. Sie gehören der Rettungshundestaffel des BRK Oberallgäu an. Diese hat die Erlaubnis erhalten, während der Dauer des Abrisses mit ihren Trümmersuchhunden, Flächensuchhunden und einem Personensuchhund für den Ernstfall zu trainieren. Staffelleiter Prof. Dr. Christoph Tiebel erklärt, was genau die Hundeführer mit ihren Tieren dabei einüben.

„Unsere Rettungshundestaffel umfasst aktuell neun Flächensuchhunde, zwei Trümmersuchhunde sowie einen Personenspürhund, auch genannt Mantrailer. Sie müssen in der Lage sein, unwegsames Gelände oder mitunter auch mal eine Scheune abzusuchen. Speziell die Trümmerhunde müssen auch schwierige Gegebenheiten im Gebäude meistern: Bei Dunkelheit ein unwegsames Trümmergelände durchsuchen“, erklärt Prof. Dr. Tiebel. Er ist zugleich BRK Landefachdienstleiter Rettungshundearbeit und im Hauptberuf Dekan des Studiengangs Sozialmanagement an der Reinhold-Würth-Hochschule im württembergischen Künzelsau. „Für uns es ein Glücksfall, dass die Firma Geiger uns gestattet hat, den Rückbau der Klinik in den nächsten Monaten für unsere Trainings zu nutzen.“

Alle 14 Tage üben die Teams aus Hundeführer und Suchhund abends in der zum jetzigen Zeitpunkt fast noch intakten Klinik. „Die Trümmersuchhunde trainieren in den schwierigen und komplexen Gebäudeteilen wie zum Beispiel dem dunklen Keller, während die Flächenhunde in den Stockwerken üben. Aufgabe des Mantrailers ist es, eine bestimmte Person aufgrund ihres Individualgeruchs im Klinikgebäude zu finden. Je nach Ausbildungsstand der Hunde verstecken wir beispielsweise Personen in irgendeinem Zimmer in einem Schrank oder auch auf einem Hochregal in einem Lager. Die Türen werden dann mehr oder weniger fest verschlossen. Bei fortgeschrittenem Ausbildungsstand des Hundes darf der Hundeführer das mehrstöckige Gebäude nicht einmal betreten - so kann man sehen, wie das Tier alleine mit seiner Aufgabe zurechtkommt“, schildert Christoph Tiebel das Vorgehen.

Wenn der Abriss weiter fortgeschritten sei, stünden Übungseinheiten in teilzerstörten Gebäudeteilen an. „Dann müssen die Hunde sich sicher in verwinkelten Kriechgängen, über Geröll und Schutt und mitunter sogar über Leitern bewegen können. Je weiter der Abbruch fortschreitet, desto komplexer werden die Übungen, bis zuletzt in Trümmerfeldern gearbeitet wird.“ All dies sei gleichzeitig auch eine Übung für die Hundeführer, die Gefahren eines Trümmereinsatzes zu erkennen.

Die Gelegenheit in einem solchem Gebäude zu üben, gebe es selten, sagt Christoph Tiebel. Normalerweise behelfe sich die Staffel bei den regelmäßigen, anspruchsvollen Trainingseinheiten mit Steinbrüchen, privaten Wäldern und Bauhöfen im ganzen Oberallgäu oder auch dem Trümmergelände der ABC-Schule der Bundeswehr in Sonthofen. „In Trainingswochen fahren wir auch zu spezifischen Trümmergeländen wie etwa in Paris oder nach Wiener Neustadt – dort steht ein riesiges Trümmerfeld des österreichischen Bundesheers mit unterschiedlichen Szenarien zur Verfügung.“ Gar nicht genug hervorheben kann der Staffelleiter das unglaubliche Engagement seiner Staffelmitglieder, die im Notfall in erster Linie zu Vermisstensuchen im unwegsamen, nicht alpinen Gelände von der Polizei hinzugezogen werden. Dafür müssen Mensch und Tier bestens ausgebildet sein. „Die Teams kommen mindestens zweimal wöchentlich zum Training, absolvieren zusätzlich noch Sanitätsdienste und wirken außerdem bei der Mittelbeschaffung mit.“ Alle zwei Jahre stehe eine sehr anspruchsvolle Prüfung an. Nicht zu unterschützen sei auch der finanzielle Aspekt dieses Hobbies. „Alle Einsatzkräfte finanzieren ihre Hunde und deren Haltung privat. Gerade in der Trümmerarbeit ist das Verletzungsrisiko der Hunde sehr groß und die Tiere sind nur bei Einsätzen versichert. Wenn beim Training etwas passiert, müssen auch diese Kosten von den Hundeführern getragen werden. Hinzu kommen die Kosten für die Anschaffung der persönlichen Schutzausrüstung, die pro Person mit rund 500 Euro zu Buche schlägt, und die die Ehrenamtlichen zu einem Großteil selbst tragen. Das alles macht sehr deutlich, wie sehr sich die Teams mit ihrem Tun – mit dem sie unter Umständen Leben retten - identifizieren“, so Christoph Tiebel. Im Jahr 2019 wurde die Rettungshundestaffel des BRK zu 43 Einsätzen hinzugezogen. In diesem Jahr waren es bislang 10 Einsätze, darunter auch einer nach der Explosion einer leerstehenden Halle in der Nähe des Günzburger Bahnhofs.

Nachwuchs sei immer willkommen, betont Tiebel. Hundehalter mit jungen, dynamischen Hunden bis 3 Jahren, die sich für diese spannende, herausfordernde Aufgabe interessieren, können über die Mailadresse c.tiebel@brk-oberallgaeu.de direkt mit ihm Kontakt aufnehmen.

Wer die Rettungshundestaffel gern finanziell unterstützen möchte, kann das beispielsweise über die Spendenaktion „Gut für das Allgäu“ tun. www.gut-fuer-das-allgaeu.de/projects/53909

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news-406 Tue, 14 Jul 2020 09:00:00 +0200 DRK-Wasserwacht befürchtet mehr Badeunfälle – Appell an Eltern /aktuell/presse-service/meldung/drk-wasserwacht-befuerchtet-mehr-badeunfaelle-appell-an-eltern.html Folge der Corona-Pandemie Die Nachrichten über Badeunglücke mit Todesfolge mehren sich. Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) befürchtet dieses Jahr eine Zunahme an Ertrinkungsfällen. Grund sind das schöne Wetter und die Lockerungen der Kontaktbeschränkungen, aber auch die Ferien, die viele dieses Jahr an Ost- und Nordsee sowie anderen deutschen Gewässern verbringen. „Aufgrund der strengen Zugangsregeln in Freibädern weichen viele Menschen auf unbewachte Seen und Flüsse aus. Durch die Corona-Pandemie fand außerdem lange Zeit kein Schwimmunterricht statt, sodass viele Kinder nicht ausreichend geschult sind“, sagt Andreas Paatz, Bundesleiter der DRK-Wasserwacht. Er appelliert daher besonders an die Eltern, auf ihre Kinder zu achten und unbewachte Gewässer zu meiden.

Solange Kinder nicht sicher schwimmen können, sollten sie sich nie unbeaufsichtigt am oder im Wasser aufhalten, auch nicht mit Schwimmflügeln. „Das Seepferdchen reicht ebenfalls nicht aus. Es bescheinigt lediglich, dass jemand sich über Wasser halten kann. Kinder ertrinken oft lautlos. Daher der dringende Appell: Lassen Sie Ihre Kleinen nicht aus den Augen!“, sagt Paatz. Die DRK-Wasserwacht unterstützt die Kampagne „#SchauAuf“ der Dresdner Wasserwacht und der DLRG, die Eltern auffordert, Handy, Zeitschrift oder Buch zur Seite zu legen und auf Hinweise und Gefahren zu achten. Auch aufblasbares Wasserspielzeug wie Luftmatratzen oder Hobby-Schlauchboote bergen ein Risiko – vor allem auf dem offenen Meer und in Flüssen. „Diese Freizeitschwimmhilfen sind trügerisch: Wer vermeintlich sicher drauf liegt, kann aus Unachtsamkeit runterfallen, zudem treiben sie durch Strömungen und Wind schnell ab, können durch Steine oder Holz beschädigt werden und drohen dann unterzugehen“, sagt Paatz.

Badende sollten stets aufmerksam sein, die Baderegeln befolgen, auf Warnhinweise achten und nicht in unbewachten Gewässern schwimmen. Wer im Wasser in Gefahr gerät, etwa durch eine Strömung, sollte vor allem Ruhe bewahren. „Sofort auf den Rücken legen und mit der Strömung treiben lassen. So bleiben die Atemwege frei und der Körper bekommt Auftrieb. Machen Sie durch Rufen und Winken auf sich aufmerksam, vermeiden Sie sonstige Bewegungen. Versuchen Sie niemals, gegen die Strömung anzuschwimmen, sondern in einem größeren Bogen an Land zu gelangen“, sagt Paatz weiter.

Die rund 140.000 Ehrenamtlichen der Wasserwacht sichern 3000 deutsche Badegewässer und retten jährlich rund 250 Menschen vor dem Ertrinken.

Die Pressestelle vermittelt gern Interviews mit Andreas Paatz.

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news-405 Fri, 10 Jul 2020 14:10:00 +0200 Sind die Hygienekonzepte aufgegangen? /aktuell/presse-service/meldung/sind-die-hygienekonzepte-aufgegangen.html BRK zieht Zwischenbilanz Das BRK betreibt in Kempten zwei Tafelläden, die Wärmestube und einen Kleiderladen. Seit einiger Zeit laufen alle diese Dienste wieder weitgehend im Normalbetrieb, allerdings mit corona-bedingten Sonderregelungen und Einschränkungen. Nun ziehen die Verantwortlichen eine erste Zwischenbilanz, ob sich die Hygienekonzepte bewährt haben.

In den Tafelläden gelten seit der Wiedereröffnung die Hygieneauflagen des Einzelhandels. Also: Mund-Nase-Schutz tragen, Hände desinfizieren, Abstand halten. Vor den Läden gelten ebenfalls Abstandregeln und innen ist nur eine bestimmte Anzahl an Kunden erlaubt. „Wir halten alle dazu an, alleine zu kommen. Die Einkaufszeit beträgt pro Person 5 Minuten“, ergänzt Markus Wille, der Koordinator der Kemptner Tafelläden des BRK. „Das Anstehen vor der Türe hat sich mittlerweile eingespielt, allerdings anders, als von uns geplant. Wir haben auf dem Gehweg Klebestreifen mit den möglichen `Standpunkten´ angebracht, aber das klappte gar nicht. Weil viel Platz rund um den Laden ist, holen sich die Kunden nun ihre Nummer - die müssen alle im Losverfahren ziehen, in dieser täglich neuen Reihenfolge werden die Kunden eingelassen - und warten in zulässigen Kleingruppen, bis sie aufgerufen werden.“ Er hat einen weiteren Effekt beobachtet: „Die Kunden sind mehr geworden.“ Waren es früher durchschnittlich 25 bis 30 Personen pro Tag, so seien es heute bis zu 40.

Die Wärmestube des BRK wurde erst Mitte Juni nach einem Umbau wiedereröffnet (während der Schließung hatten die Helfer jeden Tag vor dem Eingang warmes Mittagessen ausgegeben). Auch hier gelten strenge Hygieneregeln. „Die Essensausgabe erfolgt momentan nur mit Anmeldung und in zwei Schichten“, erklärt Amelie Lang, die die Wärmestube und Übernachtungsstelle leitet. „Dazwischen desinfizieren wir den Gastraum und die Sanitärbereiche. Während dieser 30-minütigen Pause werden die Essen in den Einmalbehältnissen ausgegeben. Es gibt neue Regeln, wie etwa, dass die Gäste den Raum einzeln verlassen müssen und einiges mehr. Ansonsten gelten bei uns die Hygienevorschriften wie überall in der Gastronomie.“ Alle MitarbeiterInnen in den Tafelläden und der Wärmestube stünden hinter den gültigen Vorschriften und mittlerweile würden sich auch fast alle Kundinnen und Kunden an die Hygienevorgaben halten, sagen Markus Wille und Amelie Lang einhellig.

Susanne Kultus, die die Kleiderläden des BRK in Kempten und Immenstadt leitet, hält ebenfalls großes Lob für die Kundschaft bereit. „Nach knapp vier Wochen, die der Kleiderladen in Kempten nun wieder geöffnet ist, kann ich mich nur äußerst positiv äußern. Die Kunden freuen sich, dass sie wieder bei uns einkaufen können. Alle halten sich sehr respektvoll an die Vorschriften. Selbst die Zeitbegrenzung auf 20 Minuten zum Einkauf wurde verständnisvoll hingenommen - es gab nicht eine Diskussion.“ Auch das anfängliche logistische Problem durch das extrem hohen Aufkommen der Spenderware, sei mittlerweile gelöst. „Weil es mehr als gut angelaufen ist, haben wir am 1. Juli auch unseren Laden in Immenstadt wieder eröffnet.“

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news-403 Tue, 07 Jul 2020 14:10:00 +0200 Enorme Solidarität und Unterstützung! /aktuell/presse-service/meldung/enorme-solidaritaet-und-unterstuetzung.html BRK bedankt sich bei Spendern „Beim Ausbruch der Corona-Krise und in den Wochen danach wurde dem BRK Oberallgäu von den verschiedensten Seiten und auf ganz unterschiedliche Art und Weise unglaublich viel Unterstützung zuteil“, sagt Alexander Schwägerl, Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu. „Die Solidarität war und ist beeindruckend und wir möchten uns dafür von Herzen bedanken.“

Rettungsdienst: Schutz-Equipment, Online-Schulungen und Mülltonnen
Als zu Beginn der Pandemie die Schutzmasken knapp wurden, zögerten die Schreinerei Hagenauer, der Autolackier- und Karosseriefachbetrieb Kiebler (beide Immenstadt) sowie die Firma Geiger Bau Sonthofen nicht, sondern stellten dem Rettungsdienst in Sonthofen kostenlos Schutzmasken zur Verfügung, während die Adler-Apotheke und die Apotheke Scharpf aus Sonthofen die Retter mit dringend benötigtem Desinfektionsmittel versorgten. 150 kostenlose Visiere für Gesichtsschilde für die Rettungsdienstmitarbeiter erstellten die 48 Tüftler und Macher, die sich im Allgäu an der bundesweiten Aktion „Makersvsvirus“ beteiligten. Das Sanitätshaus Dambeck versorgte den Rettungsdienst in Kempten mit etlichen Desinfektionstüchern zum Selbstkostenpreis sowie kontaktlosen Thermometer zur Ausstattung der Fahrzeuge.
Der Tatsache, dass sehr viel gebrauchte Schutzkleidung und medizinische Einmal-Materialien anfielen, widmete sich die Unterstützung durch den Zweckverband für Abfallwirtschaft: Der ZAK stellte für alle Rettungswachen im Oberallgäu unbürokratisch und kostenlos zusätzliche Mülltonnen zur hygienischen Entsorgung des Materials zur Verfügung.
Hilfe ganz anderer (digitaler) Art bot das Kemptener Unternehmen Wildgeist in Kooperation mit der Digital Event Marke „OnActive“: Sie produzierten professionelle Videoschulungen für Fachpersonal im Rettungsdienst zur Überbrückung der schulungslosen Zeit. Einen Plattfuß am Rettungswagen behob das Team der Firma Reifen Schubert in Sonthofen unkompliziert und in Rekordgeschwindigkeit. Und viel Charme hat auch die Spende der Privat-Brauerei Zötler aus Rettenberg: Sie erfreute die Mitarbeitern des Fahrdienstes mit alkoholfreien Gratisgetränken.

Tafel Kempten: Lebensmittelspenden
Obwohl die Tafelläden in Kempten geschlossen waren, konnten sie sich auf die Unterstützung ihrer Lieferanten verlassen. Aldi, Lidl und Rewe ließen uns auch während des Lockdowns nicht im Stich. Auch die Firma Transgourmet, ein Lieferant für Großverbraucher in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung, lieferte fast 10 Wochen lang täglich Lebensmittel, Süßigkeiten und Getränke zur Bestückung der stattdessen ausgegebenen Lebensmittelpakete für Tafel-Kunden sowie für die Wärmestube. Sehr hilfreich und beeindruckend waren auch die privat organisierten Spendenaktionen: die Kemptner Ortsgruppe der Sant Nirankari Mission, einer in Indien beheimateten spirituellen Gemeinschaft, sammelte 1.450 Euro sowie haltbare Lebensmittel im Wert von weiteren 500 Euro und spendete zudem selbstgenähte Mund-Nase-Behelfsmasken an die Tafel. Michele Terlizzi, Inhaber der „Hairlounge“ in Kempten, brachte durch seine beherzten Aufruf auf Facebook mehr als 1.000 Euro an Spenden zuammen. Von dem Geld kauften er und sein Team mehr als 1.500 lange haltbare Grundnahrungsmittel, frisches Obst und Gemüse für die Lebensmittelpakete der Tafel.

Wärmestube: Schutzwand, Einwegtöpfe, leckeres Mittagessen
Um Mitarbeitende und Gäste der Kemptener Wärmestube zu schützen, stellte die Schreinerei Hartmann aus Dietmannsried eine Plexiglasschutzwand für die Essensausgabe im Freien zur Verfügung und verlangte weder dafür, noch für die Montage  auch nur einen Cent. Die Käserei Edelweiß aus Kempten stellte kostenlos mehr als 600 Kunststofftöpfen mit Deckel à 1,5 l bereit, damit das „Essen to go“ hygienisch und warm verpackt von den Gästen abgeholt werden konnte. Der Cateringservice BlackWhite aus Sulzberg/Eizisried kochte an einem Tag für rund 40 Gäste der Wärmestube, damit sich Mitarbeiter der Wärmestube voll den (mittlerweile abgeschlossenen) Aus- und Umräumarbeiten im Rahmen der Renovierungsarbeiten widmen konnten. Zum Einzugstag folgte dann noch eine Wiederholung dieser tollen Aktion.

Haus der Senioren: Mund-Nasen-Behelfsmasken
Die Bewohner im Haus der Senioren in Oberstdorf durfte sich über die Spende von rund 80 Mund-Nasen-Behelfsmasken von der Firma Leder Eberhard in Oberstdorf freuen. Auch die Mitglieder der BRK Rettungshundestaffel, Familien und Freunde sowie Mitarbeiter des Hauses ließen die Nähmaschinen auf Hochtouren rattern.

Finanzielle Zuschüsse
„Während der Corona-Zeit erwies sich auch die Bereitschaft zur finanziellen Unterstützung unseres Tuns als groß“, so Alexander Schwägerl. „Neben vielen Spenden von Privatpersonen und Fördermitgliedern erhielten wir auch großzügige Zuwendungen seitens der Kartei der Not, Aktion Mensch, WekickCorona, Lions Club Kempten-Cambodunum, Alfons Hörmann Stiftung, Lionsclub Kempten in Kooperation mit Stiftunglife und Kinderbrücke Allgäu. Wir hoffen, dass wir in dieser Aufzählung niemanden vergessen haben – falls doch, bitten wir herzlich um Entschuldigung - und sagen: Danke! Danke! Danke!“

Das BRK Oberallgäu bedankt sich bei allen Spendern:
Schreinerei Hagenauer, Immenstadt
Autolackier- und Karosseriefachbetrieb Kiebler, Immenstadt
Geiger Bau, Sonthofen
Apotheke Scharpf, Sonthofen
Adler-Apotheke, Sonthofen
Makersvsvirus (HUB Allgäu)
Reifen Schubert Sonthofen => hat Plattfuß an RTW repariert
Firma Hermann, Dietmannsried => Schutzwand für Wärmestube
Michele Terlizzi, Hairlounge Kempten => spendet für Tafel
Sant Nirankari Mission Kempten => spendet an Tafel
Kleider- und Geldspenden von Privatleuten
Schreinerei Hartmann, Dietmannsried
Käserei Edelweiß, Kempten
Cateringservice BlackWhite, Sulzberg/Eizisried
Leder Eberhard, Oberstdorf
Privat-Brauerei Zötler, Rettenberg
Kartei der Not
Aktion Mensch
WekickCorona
Lions Club Kempten-Cambodunum
Alfons Hörmann Stiftung
Lionsclub Kempten in Kooperation mit Stiftunglife
Kinderbrücke Allgäu.
sowie Fördermitgliedern und Privatpersonen

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news-404 Tue, 07 Jul 2020 11:10:00 +0200 Ein ganz besonderes Gesamtpaket /aktuell/presse-service/meldung/ein-ganz-besonderes-gesamtpaket.html Die Walser Rettung feiert 25-jähriges Jubiläum Im Kleinwalsertal, der österreichischen Exklave im Oberallgäu, ist manches ein wenig anders. Das gilt auch für den Rettungsdienst. Benedikt Fritz ist Bereitschaftsleiter bei der Walser Rettung, die heuer ihr 25-jähriges Jubiläum feiert. Er schildert, was die politische und geographische Sondersituation des Tales für die haupt- und ehrenamtlichen Mitglieder bedeutet.

Die Walser Rettung hat ihren Standort in Riezlern. Dort befindet sich die Rettungswache mit allen Fahrzeugen und dort tun neun hauptberufliche Mitarbeiter aus dem Walsertal und aus dem benachbarten Allgäu grenzübergreifend im Dualen System mit der Rettungswache Oberstdorf ihren Dienst. Die bestens ausgebildeten Frauen und Männer stehen an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr parat, um bei Notfällen in dem entlegenen Hochtal schnellstmöglich Hilfe zu leisten. Unterstützt werden sie bei ihrer lebensrettenden Aufgabe von vier im Kleinwalsertal angesiedelten Bereitschaftsärzten, die als Notärzte hinzugezogen werden können. Darüber hinaus sind 15 ehrenamtliche Kolleginnen und Kollegen vor allem nachts als Fahrer des Rettungswagens zur Stelle sowie weitere 30 Ehrenamtliche, die sich bei Veranstaltungen als Sanitätsdienst zur medizinischen Absicherung bei kulturellen oder sportlichen Veranstaltungen engagieren.

Kleines Tal, großes Engagement
„Für so ein kleines Tal sind wir wirklich hervorragend aufgestellt und alle sind mit großer Einsatzbereitschaft mit dabei“, lobt Benedikt Fritz. Eine weitere Besonderheit des Teams sind die drei sogenannten „Zivildiener“, die meist aus dem Kleinwalsertal oder dem Bregenzerwald stammen und ihren in Österreich nach wie vor verpflichtenden Zivildienst ableisten. Viele dieser jungen Männer seien der Walser Rettung auch danach als Ehrenamtliche erhalten geblieben“, freut er sich.

Politische und geographische Besonderheit
Die außergewöhnliche politische und geographische Situation - die Walser Rettung ist eine Rettungswache des Bayerischen Roten Kreuzes auf politisch österreichischem Gebiet - führt zu einigen Besonderheiten. Beispielsweise muss das Personal speziell ausgebildet werden. „Unsere Mitglieder werden größtenteils nach deutschen Richtlinien ausgebildet. Zugleich müssen wir aber streng darauf achten, dass auch die Anforderungen des österreichischen Sanitätsgesetzes erfüllt werden“, erklärt Benedikt Fritz. Die Zivildiener werden nach dem österreichischen Sanitätsgesetz ausgebildet. Auch die Einsatzzeiten seien mit durchschnittlich 1,5 Stunden vergleichsweise lang. „Das liegt daran, dass wir die Patienten in die Kliniken des Klinikverbunds Oberallgäu transportieren müssen, also mehr als 30 km nach Immenstadt oder gut 50 km nach Kempten.“

Einsatzzahlen
Die Einsatzzahlen des Teams sind beeindruckend. „2019 hatten wir 1.171 Einsätze und allein von Januar bis Ende Juni 2020 bereits 666 – davon allein knapp 400 im Januar und Februar“, zählt Fritz auf. Zum Vergleich: Im Gründungsmonat, dem Dezember 1995, waren es 46, im Jahr darauf 672 Einsätze. „In den Wintermonaten haben wir es überwiegend mit Skiunfällen zu tun. In den Sommermonaten ist es ein Sammelsurium aller möglicher Notfälle und Erkrankungen.“

Mehr als nur der Rettungsdienst
Der Rettungsdienst ist nur eine der Aufgaben der Walser Rettung. Weitere sind beispielsweise Erste-Hilfe-Kurse für deutsche und österreichische Führerscheinbewerber, Ersthelferausbildungen für Firmen, Hotels und Liftbetreiber, Kindernotfallkurse für Eltern, die Ruf-Hilfe (ein Hausnotrufsystem) mit derzeit 50 hilfebedürftigen Personen im Kleinwalsertal sowie die bereits erwähnten Sanitätsdienste bei Veranstaltungen. Nicht zu vergessen die Monatsabende für die Ausbildung der ehrenamtlichen Kollegeninnen und Kollegen sowie interne Aus- und Weiterbildungen.

Was fasziniert das Urgestein?
Einer, der fast von Anfang an bei der Walser Rettung dabei ist, ist Thomas Fritz. Er ist hauptberuflicher stellvertretender Wachleiter an den Rettungswachen Oberstdorf und Kleinwalsertal und mit seinem oben zitierten Namensvetter und Kollegen Benedikt Fritz weder verwandt noch verschwägert. Der 47-Jährige aus Riezlern ist seit 1996 bei der Walser Rettung aktiv, zunächst im Ehrenamt, seit 1997 hauptamtlich. „Ich gehöre fast zum Gründungskomitee und konnte bei vielen Entwicklungen mitwirken“, sagt Thomas Fritz nicht ohne Stolz. Auch heute noch, nach fast 25 Jahren gehe er gern und mit Freude zur Arbeit. Ihm gefalle das sehr kollegial-freundschaftliche Miteinander und die Möglichkeiten, Menschen in Notsituationen zu helfen. „Auf organisatorischer Seite macht es die politische und geographische Lage des Kleinwalsertales immer wieder spannend, Entscheidungen und Regularien zu treffen“, findet er und fasst die Besonderheit „seiner“ Truppe so zusammen: „Das Besondere an uns ist einfach das Gesamtpaket“.

Foto: Fritz
Von links nach rechts im Bild:
Patrick Engler (2. Stellvertretender Bereitschaftsleiter), Benedikt Fritz (Bereitschaftsleiter), Thomas Fritz (Wachleiter) und Willis Brandt (1. Stellvertretender Bereitschaftsleiter

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news-402 Thu, 02 Jul 2020 14:10:00 +0200 Allgäuer Macher gegen das Virus /aktuell/presse-service/meldung/allgaeuer-macher-gegen-das-virus.html MakerVsVirus fertigen Gesichtsschilde für Rettungsdienst MakerVsVirus, Macher gegen das Virus, so nennt sich ein Zusammenschluss von mehr als 6.500 privaten Tüftlern und professionellen Dienstleistern aus ganz Deutschland. Seit zu Beginn der Corona-Krise der bundesweite Engpass an Schutz-Equipment deutlich wurde, sind sie in Aktion, um diesen mit ihrem Knowhow und ihren technischen Ressourcen zu überbrücken.

Mit ihren 3D-Druckern, Lasercuttern, Schneideplottern und teilweise auch von Hand fertigen sie so genannte Faceshields, also Gesichtsschilde, die sie systemrelevanten Berufsgruppen kostenlos oder zum Selbstkostenpreis zur Verfügung stellen. Die Schilde können provisorischen Schutz gegen direkten Tröpfchenflug beim Husten oder -Niesen bieten und das versehentliche Anfassen des eigenen Gesichts verhindern. Nach der Desinfektion durch den Anwender können sie wiederverwendet werden.

Im Allgäu beteiligen sich aktuell rund 50 „Maker“ an der Aktion. Stefan Endres, der Verantwortlichen des Community HUB Allgäu Kempten übergab dem BRK Oberallgäu jüngst eine Spende von 150 solcher Gesichtsschilde für den Rettungsdienst.

Alexander Schwägerl, Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu, dankte den Machern und betonte: „Das BRK hat in den vergangenen, teils schwierigen Wochen, enorme Unterstützung von sehr vielen Seiten erhalten, sowohl von Privatpersonen als auch von Firmen, über die wir sehr froh sind.“ So habe beispielsweise der Rettungsdienst von verschiedenen Seiten Schutzmasken, oben genannte Schutzschilde, Desinfektionstücher, kontaktlose Fieberthermometer und zusätzliche Mülltonnen für den anfallenden Restmüll kostenlos bzw. zum Selbstkostenpreis erhalten. Die Tafel sei mit privat initiierten Spendenaktionen unterstützt worden und Mitarbeiter des Fahrdienstes hätten sich über alkoholfreie Gratisgetränke freuen dürfen. „Die Wärmestube in Kempten erhielt kostenlos eine professionelle Spuckschutzwand für die Essensausgabe im Freien und 600 Kunststofftöpfen mit Deckel, damit das „Essen to go“ hygienisch und warm verpackt von den Gästen abgeholt werden konnte“, so Schwägerl weiter. „Und auch die Bereitschaft zur finanziellen Unterstützung war groß. Zu den Spendern gehörten Privatpersonen, Fördermitglieder, Firmen, Vereine, Stiftungen und Institutionen wie die Kartei der Not, Aktion Mensch, WekickCorona, Lions Club Kempten-Cambodunum, Alfons Hörmann Stiftung, Lionsclub Kempten in Kooperation mit Stiftunglife und Kinderbrücke Allgäu. Das BRK dankt den Verantwortlichen für dieses tolle gemeinnützige Engagement.“

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news-401 Wed, 01 Jul 2020 14:10:00 +0200 Herzinfarkt beim Augenarzt /aktuell/presse-service/meldung/herzinfarkt-beim-augenarzt.html Notfalltrainings für Arztpraxen geben Sicherheit Die meisten Menschen fühlen sich in einer Arztpraxis sicher. Wenn im Wartezimmer des Allgemeinarztes unvorhergesehene medizinische Probleme auftauchen, wie beispielsweise massive Kreislaufprobleme oder ziehende Schmerzen im Brustkorb, ist man hier sofort versorgt. Was aber passiert, wenn dies im Wartezimmer des HNO, des Augen-, Zahn- oder eines anderen Facharztes geschieht? „Bei fachfremden medizinischen Notfällen ist das Praxispersonal tatsächlich oftmals überfordert“, weiß Rainer Bumann vom BRK Oberallgäu. Der langjährig erfahrene Rettungsassistent appelliert darum: „In allen Arten von Arztpraxen sollten regelmäßig Notfalltrainings durchgeführt werden.“

„Da solche medizinischen Notfälle ja Gott sei Dank nicht an der Tagesordnung sind, ist eine gewisse unkoordinierte Vorgehensweise des Praxispersonals verständlich“, räumt er ein. „Wie so oft im Leben gilt auch hier: Was man nicht regelmäßig macht oder trainiert, kann man halt nicht gut.“ Im Fall der Fälle mangele es dadurch aber an der nötigen effizienten Reaktion. „Für den Betroffenen geht so wertvolle Zeit verloren“, gibt Rainer Bumann zu bedenken. „Das könnte verhindert werden.“ Er selbst führt seit vielen Jahren Notfalltrainings für Arztpraxen in Kempten und dem gesamten Raum Oberallgäu durch. Rund 60 solcher Schulungen seien es pro Jahr, sagt er. „Diese finden in den Praxisräumen statt. Dabei nehmen alle teil, vom Arzt bis zur Sprechstundenhilfe.“ Die Dauer richte sich unter anderem nach den inhaltlichen Wünschen der Teilnehmenden und liege meist bei gut drei Stunden.

Ablauf und Inhalte des Trainings

Zunächst sieht sich Bumann die Räumlichkeiten an und animiert die Teilnehmer, sich Gedanken zu machen, in welche Situation sie gelangen können. Dann die Frage: Weiß jeder, auch die neuen Mitarbeiter, ob und wo Notfallequipment zur Verfügung steht, was es beinhaltet, wie und wann es angewandt wird? Das Notfallequipment – sofern vorhanden – wird dann vor Ort überprüft. „Dabei berate ich die Verantwortlichen über die Sinnhaftigkeit des Materials. Hier gilt: So viel wie nötig, so wenig wie möglich“, so der Experte. „Mit diesem Equipment trainieren wir dann diverse Szenarien in den Behandlungsräumen. Dazu gehören grundlegende zeitkritische Erste-Hilfe-Maßnahmen wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung, die korrekte Anwendung eines Defibrillators, anaphylaktische - also starke allergische - Reaktionen und vieles mehr.“ Die allermeisten Praxen würden die Notfalltrainings regelmäßig wiederholen, so Bumann. Aus den Rückmeldungen wisse er: Sollte tatsächlich einmal etwas passieren, wissen dadurch alle, was zu tun ist. Und das sei Gold wert, „denn unter Umständen kann das Leben retten.“

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news-400 Thu, 25 Jun 2020 14:10:00 +0200 Blutspenden in Kempten und dem Oberallgäu /aktuell/presse-service/meldung/blutspenden-in-kempten-und-dem-oberallgaeu.html Blutspendedienst bittet um kontinuierliche Spendenbereitschaft Kempten – Am Montag, 06. Juli 2020, findet in Kempten ab 15.30 Uhr ein Blutspendetermin statt. Aufgrund der Lockerungen der Corona-Auflagen kann dieser wieder im BRK-Haus (Haubenschloßstraße 12) durchgeführt werden.

Der Blutspendedienst des Roten Kreuzes bittet die Bevölkerung inständig darum, bei der Spendenbereitschaft nicht nachzulassen. Aufgrund der begrenzten Haltbarkeit von Blutpräparaten sei ein kontinuierliches Engagement der Menschen wichtig. Vor allem vor dem Hintergrund steigender Bedarfe aus den Kliniken, welche die kommenden Wochen und Monate nutzen, um Corona-bedingt verschobene Operationen nachzuholen, herrsche in einigen Regionen Deutschlands akute Knappheit an Blutkonserven. In Bayern sei die Lage am unteren Rand stabil.

Alle Blutspendetermine finden Sie unter
www.blutspendedienst.com/termine.

Blutspendetermine in Kempten und dem Allgäu

  • Mo, 29.06.2020, Kimratshofen, 17-20.30 Uhr, Volksschule (Sportstr. 2)
  • Mo, 06.07.2020, Kempten, 15-20 Uhr, BRK-Haus (Haubenschloßstr. 12)
  • Fr, 10.07.2020, Sonthofen, 16-20 Uhr , Pfarrheim St. Christoph (Albert-Schweitzer-Str. 17)
  • Di, 14.07.2020, Immenstadt, 15.30-20 Uhr, Pfarrheim St. Nikolaus (St.Nikolaus-Platz 1)
  • Mi, 22.07.2020, Sulzberg,17-20.30 Uhr, Grundschule (Schulstr. 11)
  • Mi, 29.07.2020, Fischen i.A., 17-20.30 Uhr, Grundschule (Bergerweg 9)
  • Fr, 31.07.2020, Wertach, 17-20 Uhr, Pfarrheim St. Ulric (St.Ulrich-Str. 13)
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news-399 Thu, 25 Jun 2020 12:09:52 +0200 Erste Sitzung des Landesvorstands seit Corona /aktuell/presse-service/meldung/erste-sitzung-des-landesvorstands-seit-corona.html BRK-Landesvorstand würdigt Einsatz aller Helferinnen und Helfer München, den 22.06.2020 – Der Landesvorstand des Bayerischen Roten Kreuzes tagte am 22. Juni 2020 erstmalig seit Beginn der Coronavirus-Pandemie in Form einer Videokonferenz. „Als Zeichen der Solidarität und des Dankes ist es dem Landesvorstand ein Anliegen, die Macher in dieser Krise in den Mittelpunkt zu stellen“, so Präsident Theo Zellner, der gemeinsam mit Vizepräsidentin Brigitte Meyer und Vizepräsident Dr. Paul Wengert einen ausführlichen Bericht über die bisherige Bewältigung der Pandemie vorgetragen hat.

Präsident Zellner betont: „Bisher sind wir in Bayern mit einem blauen Auge davon gekommen. Das ist in allererster Linie dem beherzten, umsichtigen und tief solidarischen Einsatz der vielen Pflegerinnen und Pfleger, Retterinnen und Retter im Freistaat zu verdanken.“ Weiterhin lobte Zellner die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem BRK und der Politik bzw. Staatsregierung.

Gleichzeitig bestätigt der Landesvorstand die Forderung des Präsidenten, mehr in den nationalen Katastrophenschutz und somit in die Errichtung von Vorhaltungen medizinischer Güter zu investieren. „Ziel muss sein, ein Wiederholen der Materialknappheit zu vermeiden, die Selbstständigkeit der Bundesrepublik auch bei globalen Krisen herzustellen und langfristig die Stellung jener Beruf zu steigern, die in dieser Krise ihre Systemrelevanz unter Beweis gestellt haben“, so Zellner in der Sitzung des Landesvorstands.

Wesentlich unterstützt durch eigene Beschaffungsanstrengungen des BRK ist es gelungen, die anfängliche Not an Material abzuwenden. Dabei wurden 570 Tonnen Material  auf 1.454 Paletten an alle bayerischen Hilfsorganisationen ausgeliefert. Das entspricht 43 vollbeladenen Sattelzügen.

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news-398 Thu, 25 Jun 2020 08:01:37 +0200 Wärmestube des BRK in Kempten ist wieder geöffnet /aktuell/presse-service/meldung/waermestube-des-brk-in-kempten-ist-wieder-geoeffnet.html Schließung wurde für Umbau genutzt Während des Corona-Lockdowns konnte auch bei der Wärmestube des BRK in der Kemptener Haubenschloßstraße kein Gastverkehr im Innenraum stattfinden. Als Alternative versorgte das Team um Leiterin Amelie Lang die Besucher täglich vor dem Eingang mit einem warmen Mittagessen. Das BRK nutzte die Schließung, um fällige Renovierungs- und Umbauarbeiten in den Räumlichkeiten durchzuführen. Diese sind jetzt abgeschlossen und seit Mittwoch ist die Wärmestube endlich wieder geöffnet, wenn auch unter strengen Auflagen.

„Mit den Umbaumaßnahmen konnten wir die schwierige Zeit der Schließung wenigstens für etwas Positives nutzen“, sagt Amelie Lang, die Leiterin der Wärmestube. „Zur Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen waren technische Nachbesserungen nötig, auch mussten wir einige der alten Geräte austauschen. Da die Küche im Lauf der Zeit zu klein geworden war – schließlich brauchen wir durch steigende Gästezahlen immer mehr Platz fürs Herrichten – wurde diese jetzt ein wenig Richtung Gastraum vergrößert. Dadurch kann künftig ein Helfer mehr dort eingesetzt werden.“ Eingebaut wurde ein rutschfester Boden, ein Fettabscheider sowie eine Lüftung mit Außenmotor. Die Geräte, Arbeitstische, Kühlschränke und Hängeschränke, die als Bestand bleiben konnten, wurden von einer Kemptener Metallbaufirma optimiert. „Durch diese Maßnahmen ist das Sauberhalten viel einfacher möglich. Wer uns seine Zeit schenkt, soll schließlich gute Bedingungen vorfinden und sich nicht mit leidigen aber zwingenden Reinigungsarbeiten abplagen müssen“, findet Amelie Lang. „Hygiene muss sichergestellt werden - aber auch die Freude am sinnvollen, oft ehrenamtlichen Tun.“

Das BRK betreibt die Wärmestube im Auftrag der Stadt Kempten und bekommt für den Umbau einen großen finanziellen Zuschuss. Bei allen Investitionen sei man sehr kostenbewusst vorgegangen, betont sie. Trotzdem ließe sich der ursprünglich anvisierte Kostenrahmen von 60.000 Euro aufgrund einiger Unwägbarkeiten, die sich erst während des Umbaus gezeigt hätten, nicht ganz halten. „Wir sind immer nach Funktion gegangen und haben uns keinen Luxus im Sinne optisch ansprechenderer Lösungen gegönnt“, stellt Amelie Lang klar.

Zudem habe es viel Unterstützung seitens der beteiligten Firmen und der Ehrenamtlichen gegeben. „Sämtliche Firmen haben für uns am Limit kalkuliert und wir haben Spenden für einzelne Großküchengeräte erhalten. Das Team selbst hat sich teilweise mit ganzen Familien ehrenamtlich beim Arbeiten eingebracht. Hierfür danke ich allen Beteiligten sehr und muss sagen, dass mich das Engagement von jedem Einzelnen wirklich sehr stolz macht.“ Bei den Mitarbeitenden bestehe „eine auffallend extrem hohe Motivation. Jeder bringt sich mit seinen Talenten ein, sei es im Bereich Elektro, Malerarbeiten, Verbesserungen für den Arbeitsablauf oder Vorbereitungs- und Reinigungstätigkeiten.“ Gar nicht genug wertschätzen könne man überdies die Fürsorge, auch in stressigen Zeiten die schwächsten Teammitglieder nicht zu vergessen, mal einen Kaffee für die Arbeiter zu kochen oder ihnen das Mittagessen zu bringen, Entsorgungsarbeiten zu übernehmen und vieles mehr. „Es war eine gute Zeit und die Zusammenarbeit mit den benachbarten Johannitern, die uns ihre Küche als Ausweichort während der Umbauarbeiten zur Verfügung stellten, funktionierte auch einwandfrei“, resümiert sie.
Am Mittwoch (17. Juni 2020) konnte nun die von Gästen und Team heiß ersehnte Wiederaufnahme des Betriebes erfolgen. Aktuell gelten allerdings noch strenge Vorschriften zum Schutz vor Corona. „Die Essensausgabe erfolgt momentan nur mit Anmeldung und in zwei Schichten. Die erste ist von 11.30 Uhr bis 12.15 Uhr, die zweite von 12.45 Uhr bis 13.30 Uhr“, so Amelie Lang. „Dazwischen desinfizieren wir den Gastraum und die Sanitärbereiche. Während dieser 30-minütigen Pause werden auch die Essen in den Einmalbehältnissen ausgegeben.“ Gäste der Wärmestube müssen Name, Telefonnummer oder Adresse hinterlegen, Maske tragen, Hände desinfizieren und warten, bis ein Einweiser sie an den jeweiligen Tisch führt. Die Teller werden direkt an den Tischen ausgegeben. Toilettengang ist nur für je eine Person erlaubt. Zudem muss der Raum einzeln verlassen werden und einiges mehr. Um die Gäste gut betreuen und die Situation erklären zu können, waren am Eröffnungstag viele Mitarbeitende vor Ort.
„Die Gäste sind von Herzen dankbar, dass sie endlich wieder in ihre Wärmestube hineindürfen“, so Amelie Lang. „Und auch wir freuen uns über die Herzlichkeit, die mit den Menschen wieder in die Räume einzieht. Wehmut ist aber auch dabei, weil alles sehr reglementiert ist und wir momentan den gemütlichen Kaffee vormittags noch nicht anbieten. Vielleicht kommt das bald.“ Dann könne vielleicht auch nachträglich ein schöner Festakt mit Musik und gemütlichem Beisammensein anlässlich des Meilensteins "Küchenumbau gut geschafft" stattfinden.

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news-395 Thu, 18 Jun 2020 11:00:00 +0200 BRK-Bereitschaften schult Sanitäter zum Thema Pflege /aktuell/presse-service/meldung/brk-bereitschaften-schult-sanitaeter-zum-thema-pflege.html Erste Webinar-Fortbildung war ein Erfolg – Fortsetzung folgt Im normalen Alltag haben Sanitäter kaum mit Pflege zu tun. „Das kann sich dieser Tage aber schnell ändern“, wie Matthias Straub, der Kreisbereitschaftsleiter des BRK im Oberallgäu betont. „Falls die Lage bezüglich Covid-19 sich wieder zuspitzen sollte und unsere Einsatzkräfte dann eventuell in Hilfskrankenhäusern und ähnlichen Institutionen unterstützend tätig werden, müssen sie für die dort anfallenden Grundtätigkeiten fit sein“. Aus diesem Grund führten die BRK-Bereitschaften im Kreisverband Oberallgäu nun erstmalig ein Webinar zum Thema „Pflege für Sanitäter“ durch.

Mehr als 30 ehrenamtliche Einsatzkräfte aus den Bereitschaften im Kreisverband des BRK Oberallgäu nutzten die Gelegenheit zu dieser speziellen Fortbildung und schalteten sich an ihren heimischen Rechnern zu. Deren Titel lautete „Pflegerische Fragestellungen für Sanitäter/-innen“. Referenten waren Alessandro Genovese (stellvertretender Kreisfachdienstleiter Sanitätsdienst) und Michael Buhmann (stellvertretender Bereitschaftsleiter Oberstaufen). Beide verfügen neben ihrer rettungsdienstlichen Qualifikation auch über berufliche Erfahrungen in der Pflege.
Auf Grundlage eines Skripts, das freundlicherweise von den DRK-Kollegen des Landesverbands Westfalen-Lippe zur Verfügung gestellt worden war, erläuterten sie im Verlauf von rund eineinhalb Stunden pflegerisches Grundlagenwissen. Dazu gehört etwa die Mithilfe bei der fachgerechten Lagerung und die Mobilisation von bettlägerigen Patienten, den Transfer von Patienten zwischen Bett und Rollstuhl, die richtige Unterstützung beim Aufstehen, Gehen und Umkleiden oder auch wie die Hilfe beim Essen und Trinken oder nach einem Sturz aussehen sollte. Die Teilnehmer des Webinars konnten über eine Chatfunktion Fragen stellen.
„Wir haben uns für die digitale Lösung entschieden, da aufgrund der aktuellen COVID-19 Lage noch kein Übungsbetrieb in den Rotkreuzhäusern erlaubt ist“, erläutert Initiator Matthias Straub. Das Feedback der Teilnehmer sei durchweg positiv ausgefallen, sodass bereits weitere Webinare in Vorbereitung seien.

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news-396 Mon, 15 Jun 2020 15:00:00 +0200 40 Jahre Notarztdienst Oberallgäu /aktuell/presse-service/meldung/40-jahre-notarztdienst-oberallgaeu.html Rainer Bumann vom BRK erinnert sich, wie 1980 im Oberallgäu der Notarzt Land in Dienst gestellt wurde „Bis vor 40 Jahren gab es im südlichen Oberallgäu keinen Notarztdienst. Die Krankenwagen waren spartanisch ausgerüstet und nur mit einem Sanitäter als Fahrer besetzt. „Was sich seit damals im Rettungsdienst alles getan hat, ist schon enorm“, findet Rainer Bumann. Er ist seit 50 Jahren im Rettungsdienst des BRK Oberallgäu tätig.

„Ich wurde mit 13 Jahren mehr oder weniger zufällig zu einem Einsatz mitgenommen und bin dabei geblieben“, so der sympathische Sonthofener. Zehn Jahre später war er als Rettungssanitäter an der Einführung der Notarztversorgung im südlichen Oberallgäu beteiligt. „In Kempten gab es den Notarztdienst zu dieser Zeit schon seit drei, vier Jahren. Wir strebten das auch im südlichen Oberallgäu an. 1980 war es dann soweit. Unter der ärztlichen Leitung von Dr. Peter Fuhren, dem damaligen Chefarzt der Anästhesie am Kreiskrankenhaus Immenstadt, stand der Notarztwagen wochentags von 8 bis 19 Uhr zur Verfügung. Nachts und an Wochenenden gab es zunächst keinen offiziellen Notarztdienst“.

Die allererste Notärztin war Frau Dr. med. Paule Harbarth, Oberärztin in der Anästhesieabteilung am Immenstädter Krankenhaus. Sie absolvierte gemeinsam mit Rainer Bumann und Fritz Adler im Mai 1980 die allerersten Einsätze mit Notarztbeteiligung. „Ganz am Anfang fuhr sie noch im Rettungswagen mit. Uns war es aber wichtig, dass der Notarzt immer auch eigenständig im sogenannten Rendezvous-System mit einem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) und mit einem eigenen Fahrer zum Einsatzort kommen konnte. Darum bauten wir in Eigeninitiative einen VW Passat, ein Fahrzeug der BRK-Verwaltung, mit sehr einfachen Mitteln um. Zupass kam uns, dass der Sonthofener Wachleiter, Karl Wörle, nicht nur Rettungssanitäter, sondern auch KFZ-Meister war“, lacht Rainer Bumann in Erinnerung daran, was damals alles problemlos möglich war. „1982 stellten uns die Kollegen vom BRK Kaufbeuren ein Notarzteinsatzfahrzeug, einen BMW 320, zur Verfügung. Dies war möglich, da die Indienststellung eines Notarztdienstes dort noch nicht vollzogen war. Später bekamen wir dann über eine großzügige Geldspende der Firma Bosch, die Frau Dr. Harbarth organisiert hatte, einen Geländejeep als Notarztfahrzeug.“ Nachdem ein NEF zur Verfügung stand, bot Frau Dr. Harbarth an, auch in manchen Nächten und an Wochenenden das Fahrzeug zu besetzen. Dr. Harbarth und Rainer Bumann verbrachten in vielen Nächten und Wochenenden ihre Freizeit im Notarztdienst.

Parallel zu alledem machten es sich Rainer Bumann und Fritz Adler zur Aufgabe, die Rettungs- und Krankenwagen einheitlich mit Notfallkoffern auf- und auszurüsten. Fritz Adler war es, der einen sogenannten Notarzthelfer-Kurs implementierte. An vielen Abenden und Wochenenden waren Adler und Bumann im südlichen Oberallgäu unterwegs, um die ehrenamtlichen Sanitäter für den Notarztdienst fit zu machen. Für die ehrenamtlichen Fahrer des Notarztzubringers (NEF), die nachts und an Wochenenden Dienst taten, galt es, zusätzlich über eine entsprechende Ortskenntnis für den riesigen Einsatzbereich zu verfügen. „Damals fielen Sätze wie: `bevor du im Oberallgäu NEF fahren darfst, machen andere Menschen ein Medizinstudium´“, schmunzelt Rainer Bumann. Tatsächlich erstreckte sich das damalige Einsatzgebiet vom Walsertal über Wertach, Balderschwang und Oberstaufen bis Thanners. Nach und nach nahmen zusätzlich Ärzte der Kliniken Immenstadt und Sonthofen sowie praktische Ärzte am Notarztdienst teil. Somit konnte rund um die Uhr ein Notarztdienst gewährleistet werden. Und noch etwas habe sich im Lauf der Jahrzehnte wesentlich verändert: „Heute sind Notärzte und Sanitäter durch die oft belastenden Einsätze freundschaftlich verbunden und arbeiten als Team auf Augenhöhe zusammen“, so Bumann. Früher wurden Sanis halt nur als Krankenträger bezeichnet.“

Es ist der Initiative und Beharrlichkeit einzelner engagierter BRK-Mitglieder und der Unterstützung von politischer Seite zu verdanken, dass sich schließlich in allen Allgäuer Regionen eigene Notarztdienste etablieren konnten: Heute befinden sich Notarztstandorte in Oberstdorf, Pfronten, Marktoberdorf, Kaufbeuren, Buchloe, Kempten, Lindenberg, Lindau sowie Immenstadt und Sonthofen (letztere beiden gehören zusammen). Sie sind aus unserem Alltag gar nicht mehr wegzudenken

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news-394 Wed, 10 Jun 2020 15:00:00 +0200 St_rkes Zeichen zum Welt_lutspendert_g /aktuell/presse-service/meldung/st-rkes-zeichen-zum-welt-lutspendert-g.html Blutspendedienst des BRK macht auf Bedarf aufmerksam. Jerome Boateng als Botschafter der Aktion. Die Blutspendedienste des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) erlebten in den letzten Wochen und Monaten enorm große Solidarität. „Dies war auch dringend notwendig, da sich das Aufkommen zu Beginn der Corona-Krise am unteren Rand im Grenzbereich bewegt hat“, sagt Alexander Schwägerl, der Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu. „Dank des Engagements der Spenderinnen und Spender sowie der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, das auch hier im Allgäu wirklich herausragend war, konnte die Versorgung jederzeit gewährleistet werden.“ Um auch in der Sommerzeit die Versorgung der Patientinnen und Patienten in Bayern jederzeit sichern zu können, setzen die Blutspendedienste rund um den Weltblutspendertag (dieser ist am 14. Juni) ein starkes Zeichen. Mit dabei sind über 200 Unternehmen, Vereine, Sportler und Bands.

In der Weltblutspenderwoche vom 8. bis zum 14. Juni findet eine bundesweite Aktion statt, an der sich unter anderem adidas, amazon, Check24, ADAC, DFB sowie zahlreiche Prominente beteiligen. Dabei geht es darum, in einem Social Media-Post mit den Hashtags #missingtype und #blutspende die Buchstaben A, B und O wegzulassen. Diese Buchstaben stehen für die häufig benötigten Blutgruppen A, B sowie Null. Nach dem Motto „#missingtype – erst wenn’s fehlt, fällt’s auf“ soll damit das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer Blutspende gestärkt und die Menschen zu einer aktiven Unterstützung animiert werden. Das große Ziel ist die Gewinnung von 100.000 neuen Spenderinnen und Spendern bis Jahresende. Botschafter der Kampagne ist in diesem Jahr Jerome Boateng.

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news-393 Mon, 08 Jun 2020 15:00:00 +0200 Auch Tafelladen St. Mang wieder geöffnet /aktuell/presse-service/meldung/auch-tafelladen-st-mang-wieder-geoeffnet.html Betrieb unter strengen Vorsichtsmaßnahmen aufgenommen Das BRK hat nun auch seinen Tafelladen in der Magnusstraße 16 in Kempten St. Mang wieder geöffnet. Die Öffnungszeiten sind Dienstag und Donnerstag von 12 bis 14.30 Uhr. Auch im Tafelladen des BRK in der Memminger Straße 114 kann wieder eingekauft werden. Die Öffnungszeiten hier sind Montag sowie Mittwoch bis Freitag von 12.00 bis 13.30 Uhr und Samstag von 11.30 bis 13.00 Uhr. Dienstag ist derzeit geschlossen.

Aufgrund der aktuellen Lage gelten in beiden Tafelläden folgende Maßnahmen:
Zutritt nur für 1 Person, bitte keine Begleitpersonen mitbringen. Mundschutz tragen und Mindestabstand von 1,5 m wahren. Die Einkaufszeit beträgt pro Person 5 Minuten. Kunden werden gebeten, ihre Hände an den bereitstehenden Desinfektionsstationen zu desinfizieren. Markus Wille, der Koordinator der Kemptner Tafelläden des BRK, bittet alle Kundinnen und Kunden, diese Hygienemaßnahmen einzuhalten und Verständnis zu zeigen. „So können wir einen geregelten Ablauf sicherstellen und das Infektionsrisiko für alle so gering wie nur möglich halten.“

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news-392 Fri, 05 Jun 2020 18:00:00 +0200 Wichtige Infos für Motorradfahrer /aktuell/presse-service/meldung/wichtige-infos-fuer-motorradfahrer.html Was man vor dem Start in die Motorradsaison wissen muss Angesichts steigender Temperaturen haben viele Motorradfreunde ihre Maschinen aus dem Winterquartier geholt. Leider kam es dabei zu zahlreichen Motorradunfällen im Allgäu, teils mit tödlichem Ausgang. Thomas Keck von der Motorradstreife des BRK Oberallgäu erklärt, was Biker vor und bei der ersten Tour unbedingt beachten sollten und wie man als Autofahrer dazu beitragen kann, Unfälle mit Zweiradfahrern zu vermeiden. Er mahnt: „Rund zwei Drittel der tödlich verunglückten Motorradfahrer kommen auf Land- oder Bundesstraßen ums Leben, meist bei schönem Wetter und auf trockenen Fahrbahnen.“

„Die Art und Weise, wie die Mitglieder unserer Motorradstreife sich auf den Saisonstart vorbereiten, gilt in weiten Teilen auch für den normalen Biker“, sagt Thomas Keck. Wie genau diese aussieht, erklärt der Profi hier:

Gründlicher Check der Maschine
Wichtig ist die Reinigung und der gründliche Check der Maschine. Dabei müssen Batterie, Bremsen, Licht, Reifendruck und -profil (mindestens 1,6 mm!), Spannung der Antriebskette und alle elektronischen Anlagen geprüft werden. Auch die Füllstände von Öl, Kühl- und Bremsflüssigkeit müssen gecheckt werden. Mängel sollten vom Fachbetrieb behoben werden.

Ebenso wichtig: Die körperliche Fitness
„Mindestens ebenso wichtig, aber oft unterschätzt, ist die körperliche Fitness, die man zum Motorradfahren braucht“, mahnt Keck. „Gute Voraussetzungen schafft man beispielsweise durch Joggen, Schwimmen, Radfahren oder Fitnesstraining.“ Passende, am besten kontrastreiche Schutzkleidung - Helm mit kratzerfreiem Visier, Kombi, Nierengurt, Handschuhe, Stiefel, ggf. Rückenprotektor - sollte selbstverständlich sein.“

Spezielle Gefahren im Frühjahr
Wenn es im Frühjahr erstmals auf die Straße geht, müssen spezielle Gefahren einkalkuliert werden. „Vorsicht, vielerorts liegt jetzt noch Rollsplitt. Zudem ist der Asphalt noch kalt und weniger griffig und an vielen Stellen durch den Frost aufgerissen. Erhöhte Rutsch- und Sturzgefahr besteht außerdem auf Brücken und in Waldstücken, da sich dort Feuchtigkeit und eisglatte Abschnitte länger halten können.“ Insgesamt sollte jeder Verkehrsteilnehmer rücksichtsvoll und vorausschauend unterwegs sein. Zweiradfahrer sollten sich ins Bewusstsein rufen, dass sich auch die Autofahrer erst wieder an Motorradfahrer auf den Straßen gewöhnen müssen. „Viele unterschätzen die Geschwindigkeit und Beschleunigungsfähigkeit der Motorräder. Auch sind Biker aufgrund ihrer schmalen Silhouette und vor allem bei noch tiefstehender Sonne leicht zu übersehen. Ein Schulterblick beim Spurwechsel kann viele Unfälle vermeiden.“ Der Experte empfiehlt: „Absolvieren Sie vor Saisonbeginn ein Fahrsicherheitstraining. So bekommen Sie innerhalb weniger Stunden und auf sicherer Strecke wieder ein Gefühl für die Maschine.“

Wie hilft man im Fall eines Unfalls?
„Als Ersthelfer muss man zunächst die Unfallstelle absichern und bei Bedarf den Notruf unter 112 alarmieren“, erklärt Thomas Keck. „Wenn der Motorradfahrer bewusstlos ist, muss der Helm abgenommen werden.“ Nur so sei eine sachgerechte Lagerung – bei vorhandener Atmung: stabile Seitenlage – möglich. Zudem werde auf diese Weise verhindert, dass der Betroffene an seinem Erbrochenem oder Blut erstickt. „Danach muss der Kopf des Betroffenen nackenwärts gebeugt und die Atmung kontrolliert werden. Bei vorhandener Atmung wird der Betroffene vorsichtig in die stabile Seitenlage gebracht. Bei Kreislaufstillstand muss umgehend mit der Herzdruckmassage begonnen werden. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage sollte, unter Beachtung des Eigenschutzes auf Hilfsmittel bei der Atemspende geachtet werden, um direkten Atem-, und Hautkontakt zu minimieren - eine gut durchgeführte Herzdruckmassage steht auf alle Fälle im Vordergrund“, so Keck.- Er empfiehlt eine regelmäßige Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse. „Auf diese Weise kann man Leben retten!“

Eine Übersicht über Erste Hilfe-Kurse des BRK Oberallgäu finden Sie unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/nc/kurse/erste-hilfe/erste-hilfe-kurs.html

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news-391 Tue, 26 May 2020 18:00:00 +0200 BRK-Info-Shop, Kleiderladen und Tafelladen wieder geöffnet /aktuell/presse-service/meldung/brk-info-shop-kleiderladen-und-tafelladen-wieder-geoeffnet.html BRK kehrt bei seinen Diensten zum Normalbetrieb zurück Aufgrund der Corona-Maßnahmen konnte das BRK einige Dienste in Kempten in den letzten Wochen nur eingeschränkt oder in abgewandelter Form anbieten. Nun kehrt nach und nach eine gewisse Normalität zurück.

Der Info-Shop in der Geschäftsstelle des BRK-Kreisverbandes Oberallgäu (Haubenschloßstraße 12) in Kempten ist bereits seit dem 11. Mai wieder für den Publikumsverkehr zugänglich. Am vergangenen Montag (18. Mai) wurde auch der Tafelladen in der Memminger Straße 114 wieder geöffnet. Damit dort alles reibungslos läuft, bittet Markus Wille, der Koordinator der Kemptner Tafelläden des BRK, alle Kundinnen und Kunden, die folgenden Hygienemaßnahmen einzuhalten: „Momentan darf immer nur eine Person eintreten. Wenn möglich sollten keine Begleitpersonen zum Einkauf mitgebracht werden. Die Einkaufszeit beträgt pro Person 5 Minuten. Unsere Kunden sind angehalten, ihre Hände an der bereitstehenden Desinfektionsstation desinfizieren. Darüber hinaus gelten die üblichen Bestimmungen, also: mindestens 1,5 Meter Abstand halten und Mundschutz tragen.“ Bisher sei alles problemlos abgelaufen, sagt Markus Wille. „Nicht nur die Kundinnen und Kunden, sondern auch unser gesamtes Team mit allen Ehrenamtlichen freut sich, dass wir den Laden endlich wieder öffnen konnten.“
Auch der Kleiderladen des BRK in der Haubenschloßstraße hat seine Türen seit Dienstag (19. Mai) wieder geöffnet. „Der erste Tag lief super“, berichtet Susanne Kultus, die Leiterin der Kleiderläden. „Was uns besonders gefreut hat: Alle haben sich an die Hygienevorschriften gehalten und sind verständnisvoll, was die Maßnahmen angeht.“ Der Kleiderladen des BRK in Kempten ist immer Dienstag bis Freitag von 10-15 Uhr geöffnet. Wann der Kleiderladen in Immenstadt wiedereröffnet wird, ist derzeit noch unklar.

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news-390 Tue, 26 May 2020 16:40:00 +0200 Was Sie zur Rettungsgasse in Deutschland und der EU wissen müssen /aktuell/presse-service/meldung/was-sie-zur-rettungsgasse-in-deutschland-und-der-eu-wissen-muessen.html "Daumen-Regel" als Eselsbrücke Aufgrund der aktuellen Reiseeinschränkungen und der allgemeinen Unsicherheit planen viele Deutsche dieses Jahr einen Urlaub im eigenen Land oder in Nachbarländern, die schnell mit dem Auto erreichbar sind. Im Zusammenhang damit erklärt Wilfried Helmes, der Wachleiter der BRK-Rettungswache Kempten, die Regeln, die für die Bildung einer Rettungsgasse auf Autobahnen und mehrspurigen Straßen gelten.

„Wichtig ist, dass eine Rettungsgasse frühzeitig gebildet wird, also schon bei stockendem Verkehr“, betont Wilfried Helmes. „Denn wenn die Fahrzeuge erst einmal dicht auf dicht stehen, ist es meist nicht mehr möglich, nach links und rechts auszuweichen. Dies ist aber unbedingt nötig, damit Rettungskräften bei einem Unfall schnellstmöglich zur Unglücksstelle gelangen können. Wenn hier Zeit verloren geht, kann das Menschenleben kosten“, mahnt er. Im Folgenden finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Rettungsgasse.

Wo gilt die Pflicht zur Bildung einer Rettungsgasse?
Auf Autobahnen oder mehrspurigen Straßen außerhalb von geschlossenen Ortschaften.

Wie funktioniert die Rettungsgasse?
Die Rettungsgasse wird immer zwischen dem ganz linken und den übrigen Fahrstreifen gebildet. Das heißt, die Fahrzeuge auf der linken Spur weichen nach links aus und alle anderen weichen so weit wie möglich nach rechts aus. Bei mehr als zwei Fahrspuren bleibt somit immer die 2. Spur von links für Einsatzfahrzeuge frei.
Als Eselsbrücke empfiehlt Wilfried Helmes die folgende „Daumen-Regel: „Nehmen Sie eine Hand so, dass der Daumen nach links zeigt. Er symbolisiert die linke Fahrspur. Der Abstand zwischen Daumen und den anderen Fingern stellt die Rettungsgasse dar.“

Wer darf durch die Rettungsgasse fahren?

Die Rettungsgasse darf ausschließlich von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei, von Fahrzeugen des Straßendienstes und des Pannendienstes sowie vom Bundespräsidenten befahren werden.

Folgen bei Nichtbeachtung
Wer sich nicht an die gesetzlichen Regelungen hält, dem drohen ein Bußgeld in Höhe von mindestens 200 Euro und zwei Punkte in Flensburg. Zudem ist ein einmonatiges Fahrverbot möglich. Wilfried Helmes: „Die wohl wichtigste Folge ist aber, dass aufgrund des unnötigen Zeitverlusts Menschen sterben können. Denken Sie daran: Es könnte auch Sie selbst treffen.“

Wie sieht es in anderen EU-Ländern aus?

Österreich, Schweiz, Luxemburg, Slowenien, Tschechien, Polen:
Hier gelten im Prinzip dieselben Regeln wie in Deutschland.

Frankreich, Spanien:
Einsatzfahrzeugen muss die Möglichkeit gegeben werden, an den anderen Verkehrsteilnehmern vorbeizufahren. Eine Regelung wie in Deutschland gibt es nicht.

Italien, Niederlande:
Hier gibt es keine speziellen Vorschriften.

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news-383 Mon, 25 May 2020 13:41:25 +0200 BRK in Forderungen bestätigt /aktuell/presse-service/meldung/brk-in-forderungen-bestaetigt.html Bewältigung der Pandemie entscheidet sich besonders in der Pflege Die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gestern in Berlin angekündigte Verordnung zur lückenlosen Durchführung von Reihentests für Bewohner und Mitarbeiter von Altenpflegeeinrichtungen und deren Finanzierung durch die Krankenkassen wird vom BRK als lange überfällige Maßnahme bewertet und ausdrücklich begrüßt. Bereits Ende März hat das BRK in einem Brandbrief an Ministerpräsident Söder und Gesundheitsministerin Huml auf das besonders hohe Risiko der Übertragung des COVID-19 Virus in Altenheimen hingewiesen und diese Testungen gefordert. „Der weitere Verlauf der Pandemie entscheidet sich in den Pflegeeinrichtungen und in den Kliniken“, so der BRK-Präsident. Das BRK hofft auf eine rasche und unbürokratische Umsetzung in Bayern.

Eng damit verbunden ist nach Auffassung des BRK auch die Notwendigkeit, Schutzausrüstung, medizinischen Bedarf und überhaupt existenzielle Güter für jede Form von Katastrophen im eigenen Land herzustellen und  eine Notbevorratung für Katastrophenfälle anzulegen. „Die von Bundesinnenminister Seehofer jetzt geforderte nationale Bevorratung ist ebenfalls eine lange erhobene Forderung des BRK“, so BRK-Präsident Theo Zellner. Bei der Planung und Durchführung dieser Maßnahmen fordert das BRK eine Beteiligung der Hilfsorganisationen.

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news-389 Fri, 22 May 2020 16:40:00 +0200 Der größte Wunsch: daheim in Kroatien sterben /aktuell/presse-service/meldung/der-groesste-wunsch-daheim-in-kroatien-sterben.html Hospiz, BRK und viele Helfer ermöglichen Heimreise eines Schwerstkranken Die folgende Geschichte erzählt von Eric I., einem Arbeiter aus Kroatien, der vor drei Jahren ganz alleine nach Deutschland gekommen war. Als der 59-Jährige nun schwer erkrankte, lautete sein letzter Wunsch, nach Hause zurückzukehren, um dort, in der Heimat sterben zu dürfen. Wie er die weite Reise in Zeiten von Corona und den dadurch geltenden Reisebeschränkungen schaffen sollte, war zunächst unklar. Doch viele Helfer mit Herz suchten und fanden gemeinsam einen Weg.

Eric I. wurde Ende April im Endstadium einer schweren Erkrankung im AllgäuHospiz in Kempten aufgenommen. „Herr I. hatte hier in Deutschland keine Angehörigen, die ihn hätten besuchen und ihm beistehen können. Eine engagierte Betreuerin wurde gerichtlich bestellt. Auch seine Deutschkenntnisse sind sehr begrenzt. Dadurch war eine Verständigung leider nur sehr eingeschränkt möglich“, schildert Susanne Hofmann, die Leiterin des AllgäuHospiz, die schwierige Situation. „Dabei ist es gerade in dieser letzten Lebensphase so wichtig, die eigenen Gedanken, Gefühle und Wünsche mitteilen zu können.“

Glücklicherweise konnten eine kroatische ehrenamtliche Mitarbeiterin des Hospiz sowie der in Kempten wirkende kroatische Pfarrer Matijas Farkas als Dolmetscher hinzugezogen werden. Der Geistliche besuchte Herrn I. mehrmals und auch die Ehrenamtliche hielt nach einem ersten persönlichen Treffen, das unter allen aktuell gegebenen Schutzmaßnahmen stattfand, telefonisch Kontakt zu ihm. „Sich endlich in der Muttersprache mitteilen zu können, war eine merkliche Erleichterung. Herrn I.s sehnlichster Wunsch war es, in seine Heimat zurückzukehren, um seine dort lebenden Angehörigen noch einmal zu sehen und dort zu sterben“, sagt Susanne Hofmann. Doch aufgrund der geltenden Reisebeschränkungen schien dies zunächst utopisch. „Ohnehin wären ein Flug oder eine Zugfahrt viel zu anstrengend für unseren Gast gewesen.“

Die rettende Idee kam schließlich Hospiz-Geschäftsführer Alexander Schwägerl. Er ist zugleich Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu und wusste, dass der Fahrdienst des Roten Kreuzes auch in diesen Tagen Grenzen überqueren darf. Danach ging alles ganz schnell: Das Generalkonsulat der Republik Kroatien in München, mit dem der Fahrdienstleiter des BRK, Dietmar Schenk, Kontakt aufnahm, meldete zurück, dass Eric I. als kroatischer Staatsangehöriger problemlos einreisen dürfe. Die beiden Fahrer des BRK Oberallgäu würden als medizinisches Begleitpersonal eingestuft, womit auch ihrer Ein- und Rückreise nichts im Wege stünde. So konnte Eric I. am 24. April frühmorgens um 4 Uhr die Reise in seine Heimat antreten. Die gerichtlich bestellte, sehr engagierte Betreuerin des Patienten hatte sein persönliches Hab und Gut rechtzeitig in seiner Wohngemeinschaft abgeholt und die kroatische Hospizmitarbeiterin hatte den drei Reisenden liebevoll ein großes Proviantpaket gepackt. „Die fast 1.200 Kilometer lange Fahrt nach Dubrovnik dauerte 18 Stunden und war weitgehend problemlos“, berichten die beiden Fahrer Helmut Klaus und Philipp Hübler. „Über weite Strecken begegnete uns aufgrund der Corona-Situation kein anderes Auto - einmal sogar 80 Kilometer lang.“ Die Stimmung sei trotz des tragischen Hintergrundes gut und oft sogar lustig gewesen, erzählt Helmut Klaus. „Obwohl die Möglichkeit zum Liegen bestanden hätte, wollte Eric die ganze Zeit im Tragestuhl sitzen und die Eindrücke genießen.“

Die Grenzübergänge konnten die Drei durch das offizielle Schreiben des Generalkonsulats ohne größere Probleme passieren. „Lediglich bei der Einreise nach Kroatien mussten wir eineinhalb Stunden auf ein Einreisedokument warten. Das hat sich aber gelohnt, denn wir wurden später prompt von der kroatischen Polizei kontrolliert und durften dank dieses Zertifikats ohne Ärger weiterfahren.“

In Dubrovnik angekommen konnte Eric I. ganz kurz seine Schwester sehen, ehe er sich für zwei Wochen in eine Klinik in Quarantäne begeben musste. „Eric war einfach glücklich, wieder daheim zu sein“, sagt Helmut Klaus. „Ich bin froh, dass wir ihm helfen konnten. Das Ganze ging uns schon unter die Haut“. „Trotz des traurigen Hintergrundes ist es wunderschön zu sehen, was alles möglich ist, wenn mehrere Menschen Hand in Hand zusammenhelfen“, findet Susanne Hofmann. „Wir hoffen nun alle, dass Herr I. die zwei Wochen gut übersteht und seine Familie noch einmal sehen kann.“

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news-388 Wed, 20 May 2020 16:40:00 +0200 Erste Hilfe bei Grillunfällen /aktuell/presse-service/meldung/erste-hilfe-bei-grillunfaellen.html BRK gibt Tipps zum richtigen Umgang mit Verbrennungen Der Sommer naht mit großen Schritten und in vielen Gärten und auf Balkons werden die Grills angeworfen. Dabei sollte jeder Einzelne Vorsicht walten lassen. Denn laut Deutscher Gesellschaft für Verbrennungsmedizin kommt es in Deutschland jedes Jahr zu etwa 4.000 Grillunfällen mit zum Teil schweren Verletzungen. Frank Schönmetzler, Leiter der Breitenausbildung beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) Oberallgäu, hat Tipps, wie man im Notfall richtig reagiert.

Hinweis: In Corona-Zeiten gelten bei der Ersten Hilfe besondere Regelungen zum Eigenschutz

  • <i>Wenn möglich Mindestabstand von 1,50 m einhalten</i>
  • <i>Mund-Nasen-Schutz und Einmal-Handschuhe tragen</i>
  • <i>bei direktem Kontakt mit Verunfalltem: auch dessen Nase und Mund mit Tuch abdecken</i>
  • <i>Hände sauber waschen oder desinfizieren</i>


„Immer wieder kommt es beim Grillen zu gefährlichen Unfällen, weil flüssige Brandbeschleuniger wie Benzin oder Spiritus in die heiße Glut gespritzt werden“ weiß Frank Schönmetzler. „Dabei kann es zu meterhohen Stichflammen kommen. Umstehende Personen werden dann vor allem an Oberkörper, Armen und Oberschenkeln verbrannt, bei Kindern ist häufig der Kopfbereich betroffen. Neben Brandverletzungen der Haut kann es durch das Einatmen der heißen Gase auch zu Verbrennungen der Atemwege kommen. Beides kann, je nach Schweregrad, lebensbedrohlich sein“, warnt er und rät dringend: „Verwenden Sie darum nur feste Grillanzünder oder Pasten.“ Zudem sollte der Grill auf einen festen Untergrund gestellt werden, sodass er nicht wackelt. Kinder und Haustiere sollten nicht in der Nähe des Grills herumtoben und immer im Auge behalten werden. Sicherheitshalber sollte immer ein mit Wasser gefüllter Eimer oder ein Feuerlöscher bereit stehen.“ Der Experte hält eine Reihe von wichtigen Verhaltensregeln bei Brandverletzungen parat.

Was tun im bei Verbrennungen?

  • Menschen, deren Kleidung brennt, aufhalten. Kleidung sofort mit Wasser übergießen, mit einer Decke löschen oder auf dem Boden wälzen. ACHTUNG! Auf keinen Fall Decke mit synthetischen Materialien (z.B. Fleece) zum Löschen verwenden. Diese verschmelzen mit der Haut!
  • Heiße Stoffe, die unmittelbar auf die Haut gelangt sind, mit der Haut verklebte Kleidung oder in die Haut eingebrannte Materialien dürfen nicht entfernt werden. Dabei könnten Haut und Gewebe mitgerissen werden. Mit der Haut verklebte Kleidung darf lediglich umschnitten werden.
  • Verbrennungen im Gesicht mit feuchten Tüchern kühlen, dabei Atemwege freihalten
  • Kleinflächige Verbrennungen (nicht größer als die Handfläche des Betroffenen) sofort zur Schmerzlinderung 10-15 Minuten lang mit fließendem, handwarmem Wasser kühlen. Kein zu kaltes Wasser oder Eis verwenden. => Gefahr von Unterkühlung und Erfrierungen!
  • Ist dem Verletzten kalt, sofort mit dem Kühlen aufhören!
  • Nach dem Kühlen die Wunde mit sterilem Tuch (Verband- bzw. Metallinetuch) leicht abdecken und evtl. den Arzt aufsuchen
  • Größere Brandwunden und Verbrennungen am Rumpf wegen der Gefahr von Unterkühlung und der daraus resultierenden Kreislaufbelastung nicht kühlen! Arzt aufsuchen oder Rettungsdienst 112 rufen.
  • Sind mehr als fünf Prozent der Körperoberfläche verbrannt, Rettungsdienst 112 rufen.
    Faustregel: Handinnenfläche des Betroffenen entspricht einem Prozent der Körperoberfläche.
  • Nach Versorgung der Wunde => Beine des Betroffenen hochlagern, bis Rettungsdienst kommt
  • Brandblasen sollten nicht geöffnet werden, da dies das ungehinderte Eindringen von Keimen ermöglicht
  • Keine Hausmittel (Mehl o.Ä.) verwenden
  • Bei Kreislaufproblemen des Betroffenen => Erste Hilfe-Maßnahmen anwenden, Rettungsdienst 112 rufen
  • Betroffener ist bei Bewusstsein => mit dem Verletzten sprechen, beruhigen, Oberkörper hoch lagern
  • Bei Schocksymptomen (kalter Schweiß, Blässe, Schwindel) => auf den Rücken legen, Beine hochlagern
  • Bei Bewusstlosigkeit
    • stabile Seitenlage
    • eventuelle Fremdkörper aus dem Mund entfernen
    • ständig Atmung und Herzschlag kontrollieren. Während Corona gilt: Atmung am besten mit Abstand, anhand des Hebens und Senkens des Brustkorbs prüfen
  • Bei fehlender Atmung und Herzschlag: Herzdruckmassage durchführen bis Rettungsdienst eintrifft. Während Corona gilt: bei haushaltsfremden Personen derzeit auf Mund-zu-Mund-Beatmung verzichten. Ausnahme: Familienmitglieder und Kleinkinder

Das BRK bietet in Kempten und dem Allgäu regelmäßig entsprechende Kurse an. Nähere Infos zu den Kursen finden Sie auf unserer Website.

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news-387 Tue, 19 May 2020 16:40:00 +0200 Überwältigende Mengen an Kleiderspenden /aktuell/presse-service/meldung/ueberwaeltigende-mengen-an-kleiderspenden.html BRK richtet Dank und Bitten an alle Kleiderspender Viele Menschen in Kempten und dem Oberallgäu nutzen die Zeit der Ausgangsbeschränkungen, um die eigenen vier Wände auf Vordermann zu bringen und zu entrümpeln. Dabei wird offenbar auch so mancher Kleiderschrank durchsortiert. Die noch tragbaren Stücke wandern oftmals in die vielerorts bereitstehenden Altkleider-Sammelcontainer gemeinnütziger Hilfsorganisationen. Beim BRK bereiten die derzeitigen Mengen an Kleidung bei aller Freude sogar schon logistische Probleme.

Das BRK hält in Kempten und dem Oberallgäu Sammelcontainer für gut erhaltene Kleidungsstücke bereit. Die platzen gerade aus allen Nähten. „Zurzeit erhalten wir so viele Kleiderspenden, dass wir die Container teilweise zweimal pro Woche leeren müssen. Kaum sind sie geleert, sind sie auch schon wieder voll“, sagt Susanne Kultus, die Leiterin der Kleiderläden des BRK Oberallgäu mit einem Lächeln, das in ein Stirnrunzeln übergeht. „Wir freuen uns zwar über die große Spendenbereitschaft, kommen durch die Mengen an Kleidung aber mittlerweile an unsere Kapazitätsgrenzen, was die Sortierung und Lagerung der Alttextilien angeht.“ Die Situation wird dadurch erschwert, dass die Kleiderläden des BRK in Immenstadt und Kempten, in denen viele der gut erhaltenen Stücke sonst zum kleinen Preis weiterverkauft werden, im Zuge der Corona-Krise geschlossen wurden (der Kleiderladen in Kempten wurde mittlerweile wieder geöffnet, jener in Immenstadt ist nach wie vor geschlossen). Somit staut sich die Ware.

Deshalb hat das BRK folgende Bitten an alle Kleiderspender:

  • Bitte lagern sie Ihre Kleiderspenden zunächst noch zu Hause an einem geschützten und trockenen Platz und geben Sie sie erst ab, wenn sich die allgemeine Situation wieder normalisiert hat.
  • Bitte stellen Sie keine gefüllten Tüten vor oder neben (überfüllte) Sammelcontainer. So vermeiden wir alle zusammen eine Vermüllung der Abgabestellen.
  • Bitte spenden Sie ausschließlich brauchbare und saubere Textilien - keinen anderweitigen Müll oder Lumpen. Sonst entsteht für uns ein hoher Entsorgungsaufwand, der der guten Sache widerspricht.


Susanne Kultus appelliert: „Wir möchten uns bei allen bisherigen und künftigen Spendern bedanken. Bitte unterstützen Sie uns weiter, indem Sie diese Hinweise beherzigen.“

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news-386 Fri, 15 May 2020 16:40:00 +0200 Allergischer Schock nach Insektenstich /aktuell/presse-service/meldung/allergischer-schock-nach-insektenstich.html BRK erklärt richtiges Verhalten bei Anaphylaxie Viele Menschen sind allergisch gegen Insektengift. Stiche von Wespen und Bienen, aber auch von Hummeln, Hornissen oder Bremsen können für sie lebensbedrohlich werden. Für die Betroffenen selbst, aber auch für Angehörige und Begleitpersonen ist es darum wichtig, genau zu wissen, was im Notfall zu tun ist. Margret Spieß, die stellvertretende Leiterin Rettungsdienst bei BRK Oberallgäu, gibt hilfreiche Tipps zum richtigen Verhalten.

Ein allergischer (auch: anaphylaktischer) Schock ist die schlimmste Notfall-Situation, die bei einem Allergiker, zum Beispiel nach einem Insektenstich, auftreten kann. Dabei werden große Mengen Histamin im Körper freigesetzt, was eine sofortige Erweiterung der Blutgefäße verursacht. Hierdurch sinkt der Blutdruck schlagartig ab. Das Herz muss immer schneller schlagen, um den Blutdruck aufrechtzuerhalten. Häufig führt dies bereits nach wenigen Minuten zu Bewusstlosigkeit oder sogar zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand.


Margret Spieß vom BRK rät: „Schon bei den ersten Anzeichen eines allergischen Schocks, wie beispielsweise Schwindel, innerer Unruhe, Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfen, Durchfall, Schluck- und Sprechbeschwerden, kribbelnden Händen und Füßen, Fließschnupfen, Heiserkeit, Atemnot oder Herzklopfen sollten Betroffene und Begleiter sofort reagieren und den Notruf 112 verständigen sowie umgehend die verschriebenen Medikamente aus dem Notfallset anwenden.“


Erste-Hilfe-Maßnahmen bei allergischen Reaktionen durch Insektenstiche

  • Bei bekannter Allergie gilt: Nach dem Stich sofort handeln
  • Bei Bienenstichen: Stachel, der in der Haut steckt, mit dem Fingernagel wegschnippen (ACHTUNG: Stachelblase nicht quetschen!)
  • Falls vorhanden: Notfall-Set anwenden
  • Notruf 112 verständigen
  • Enge Kleidungsstücke, vor allem am Hals, lockern oder entfernen
  • Bei Atmungsproblemen: sitzende Haltung
  • Bei Schocksymptomen (kalter Schweiß, Blässe, Schwindel): auf den Rücken legen, Beine hochlagern (bei gleichzeitiger Atemnot: stattdessen sitzen)
  • Bei Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage
  • Ständig Atmung und Herzschlag kontrollieren
  • Bei fehlender Atmung und Herzschlag: Wiederbelebungsmaßnahmen durchführen (Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung – dabei auf Eigenschutz achten)

„Grundsätzlich ist es wichtig, über die eigene Allergie und die Allergieauslöser Bescheid zu wissen“, betont Margret Spieß. „Darum sollte bei Verdacht ein Allergietest, z.B. beim Hautarzt durchgeführt werden. Verschreibt der Arzt ein Notfalls-Set, sollten der Betroffene und seine Angehörigen sich unbedingt mit der Handhabung vor allem der Adrenal-Fertigspritze vertraut machen, denn im akuten Notfall zählt jede Sekunde. Jedes Jahr im Frühjahr sollte das Haltbarkeitsdatum des Notfall-Sets überprüft werden. Das Set sollte in der warmen Jahreszeit immer mitgeführt werden – es kann überlebenswichtig sein.“

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news-385 Thu, 14 May 2020 14:00:00 +0200 „Scheinwerfer an, Laptop auf!“ /aktuell/presse-service/meldung/scheinwerfer-an-laptop-auf.html Das BRK geht „LIVE“ Der Kreisverband (KV) Oberallgäu des BRK bietet in Kooperation mit der Digital Event Marke „OnActive“ und deren regionalem Partner wildgeist GmbH & Co KG professionelle Videoschulungen für Fachpersonal im Rettungsdienst an. Der Start der Reihe für medizinische Fachvorträge erfolgte vergangenen Dienstag.

Neue Wege in Zeiten von Corona einschlagen zu müssen, betrifft auch die regelmäßig stattfindenden Fort- und Weiterbildungen für Rettungskräfte des BRK.

Die bestmögliche Versorgung der Patienten und der maximale Schutz für Mitarbeitende im Rettungsdienst müssen dabei gleichbedeutend an erste Stelle gesetzt werden. Daher hat das BRK des Kreisverbandes Oberallgäu nun eine digitale Fachvortragsserie gestartet. In Kooperation mit der Firma „OnActive“ und dem lokalen Partner wildgeist GmbH werden in deren Kemptener Büro Live-Video-Vorträge zu medizinischen Fachthemen produziert.

Vergangenen Dienstag fand bereits die erste Sendung zum Thema „RSI bei COVID-19 Patienten im Rettungsdienst (schnelle Narkoseeinleitung)“ statt. Fachdozenten aus dem Bereich ‚Ausbildung Rettungsdienst‘ des KV Oberallgäu erläuterten in einem Live-Vortrag zunächst die Chancen und Risiken der Notfallnarkose bei COVID-19 Patienten. Darauf folgte eine Live-Demonstration zur Abarbeitung der neuen Checklisten für die Notfallnarkose mit Unterstützung von Dr. Christian Nußbickel, Facharzt für Anästhesie und leitender Notarzt der ARA-Flugrettung.
Während der Schulung konnten die Teilnehmer aktiv Fragen einreichen, die im Anschluss an den Vortrag von den jeweiligen Fachgebietsexperten beantwortet wurden.

Bei den mehr als 100 Teilnehmern fand diese erste Veranstaltung großen Zuspruch. Ein wichtiger Grundstein für die Ausweitung des Konzeptes zur Unterstützung der Einsatzkräfte wurde damit gelegt. Weitere Vorträge sind bereits in Planung.

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news-382 Wed, 13 May 2020 16:40:00 +0200 Gemeinnützige Familie Rauch-Stiftung spendet Einsatz-Quad an die BRK Bereitschaft Kempten /aktuell/presse-service/meldung/gemeinnuetzige-familie-rauch-stiftung-spendet-einsatz-quad-an-die-brk-bereitschaft-kempten.html Fahrzeug dient der schnellen Erstversorgung in unwegsamem Gelände Die gemeinnützige Familie Rauch-Stiftung von Winfried Rauch, dem 2016 verstorbenen Gründer der Firma MAHA in Haldenwang, setzt sich bereits seit vielen Jahren für das Bayerische Rote Kreuz im Oberallgäu ein. Für eine schnelle Erstversorgung im unwegsamen Gelände spendete die Stiftung dem BRK Kempten jetzt ein Einsatz-Quad im Wert von 13.000 €.

Die Bereitschaft Kempten des Bayerischen Rotes Kreuzes ist seit mehr als 130 Jahren für die Bürgerinnen und Bürger im Altlandkreis Kempten im Einsatz – und das ehrenamtlich. Zu den Aufgaben der 120 Sanitäterinnen und Sanitäter gehören der Sanitätsdienst auf Veranstaltungen, der Katastrophenschutz sowie die Unterstützung des Rettungsdienstes. Damit die Retter des Roten Kreuzes schneller und sicherer im unwegsamen Gelände vorankommen, steht nun ein modernes Einsatz-Quad zur Verfügung. Das 34 PS starke All-Terrain-Vehicle verfügt neben einem großen Motor auch über zuschaltbaren Allradantrieb und einen Überrollbügel. „Es ist das ideale Gefährt für Vermisstensuchen oder Einsätze abseits von befestigten Straßen“, freut sich die stellvertretende Bereitschaftsleiterin Alexandra Lingenhöl vom BRK.

Bei der Spendenübergabe sagte Anton Klotz, Beiratsvorsitzender des MAHA-Stiftungsrates: „Ein aufrichtiges `Vergelt's Gott´ an alle Ehrenamtlichen. Durch unsere Spende können wir die Arbeit der Einsatzkräfte etwas erleichtern. Die Arbeit der ehrenamtlichen Sanitäter ist unbezahlbar und wichtig für unsere Gesellschaft.“

„Durch die großzügige Spende ist das Rote Kreuz in Kempten bestens für zukünftige Einsätze ausgestattet“, ergänzte stolz Alfred Reichert, Vorsitzender des BRK Kreisverbandes Oberallgäu. Er sprach der Familie Rauch-Stiftung im Namen des BRK seinen Dank aus.

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news-381 Wed, 13 May 2020 16:35:00 +0200 Erste Hilfe bei Fahrradunfällen /aktuell/presse-service/meldung/erste-hilfe-bei-fahrradunfaellen.html BRK gibt Tipps zum richtigen Verhalten bei Knochenbrüchen & Co. Während der Corona-bedingten Ausgangsbeschränkungen waren vielerorts auffallend viele Fahrradfahrer zu sehen. Sportliche Rennradler, E-Biker, Senioren und Familien nutzten das schöne Wetter und die unerwartete freie Zeit, um die schöne Landschaft, Sonne und frische Luft zu genießen. „Wenn die Fahrradsaison so richtig losgeht, steigen leider auch die Zahlen von Unfällen, an denen Radler beteiligt sind“, weiß Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter des BRK Oberallgäu. Er erklärt die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen, die - unter Berücksichtigung der aktuell geltenden Sonderregelungen während der Corona-Krise - bei Fahrradunfällen in Stadt und Gelände wichtig sind.

„Die häufigsten Verletzungen bei Fahrradfahrern sind Knochenbrüche, Gelenkverletzungen, Platz- und Schürfwunden sowie Schädelverletzungen bis hin zu schweren Schädel-Hirn-Traumata“, sagt Frank Schönmetzler. Er appelliert: „Sinnvoll ist es, bei jeder Fahrradtour ein Erste-Hilfe-Set dabei zu haben. Diese gibt es von verschiedenen Sportartikelherstellern speziell für Radler.“

Im Gegensatz zu offenen Wunden sind innere Verletzungen, Knochenbrüche und Gelenkverletzungen für den Laien oft nicht eindeutig zu erkennen. „Hinweise auf Knochenbrüche und Gelenkverletzungen sind beispielsweise unnatürlich verdrehte Gliedmaßen, gefolgt von starken Schmerzen und Bewegungseinschränkung oder Bewegungsunfähigkeit. Der Betroffene nimmt meist automatisch eine Schonhaltung ein.

Maßnahmen bei Knochenbrüchen und blutenden Wunden
In Corona-Zeiten gelten besondere Maßnahmen zum Eigenschutz. Sofern dies möglich ist, halten sie einen Mindestabstand von 1,50 Meter ein, tragen Sie Mund-Nasen-Schutz und decken Sie bei direktem Kontakt mit dem Verunfallten auch dessen Nase und Mund mit einem Tuch ab.

  • Unfallstelle sichern
  • Bei schwererem Unfallgeschehen, starken Blutungen und (Kopf-) Verletzungen => Notruf 112 verständigen
  • Bruchstelle bzw. Gelenk nicht bewegen. Keine Einrenkungs- oder Bewegungsversuche unternehmen!
  • Verletzten Körperbereich ruhigstellen (evtl. mit Schiene, Armschlinge)
  • Geschlossenen Bruch, wenn möglich, vorsichtig mit nassen Tüchern kühlen
  • Offenen Bruch mit sauberer (wenn möglich: steriler) Wundauflage bedecken
  • verletzt Gliedmaßen vorsichtig umpolstern (z.B. mit fest gerollten Kleidungsstücken o.Ä.)
  • bei stark blutender Wunde => Druckverband anlegen, Notruf 112 verständigen

„Innere Verletzungen, zum Beispiel durch den Fahrradlenker, können sich durch Blutergüsse und blaue Flecken am Rumpf, gekoppelt mit häufig erst später einsetzenden Schmerzen im Bauch, eine harte Bauchdecke und Schocksymptome wie kaltem Schweiß, Blässe und Schwindel bis hin zu Bewusstlosigkeit bemerkbar machen. Schädel-Hirn-Traumata, zu denen auch Gehirnerschütterungen zählen, erkennt man an Symptomen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Desorientiertheit, Verwirrtheit, Erbrechen, Seh-, Bewegungsstörungen oder Sprachstörungen“, so der Experte. „In beiden Fällen muss sofort der Rettungsdienst unter 112 alarmiert werden.“

Maßnahmen bei Inneren und Kopfverletzungen

  • Bei Hinweise auf Schädel-Hirn-Trauma => Notruf 112 verständigen
  • Betroffener ist bei Bewusstsein => mit dem Verletzten sprechen, beruhigen, Oberkörperhoch lagern
  • bei Schocksymptomen => auf den Rücken legen, Beine hochlagern
  • Bei Bewusstlosigkeit
    • Helm des Betroffenen vorsichtig abnehmen
    • stabile Seitenlage
    • eventuelle Fremdkörper aus dem Mund entfernen
    • ständig Atmung und Herzschlag kontrollieren. Während Corona gilt: Atmung am besten mit Abstand, anhand des Hebens und Senkens des Brustkorbs prüfen
    • bei fehlender Atmung und Herzschlag: Herzdruckmassage durchführen. Während Corona gilt: bei haushaltsfremden Personen derzeit auf Mund-zu-Mund-Beatmung verzichten. Ausnahme: Familienmitglieder und Kleinkinder

Wichtige Hinweise für Mountainbiker
Bei einem Fahrradunfall in unwegsamem Gelände herrscht womöglich kein Handyempfang. Frank Schönmetzler weiß Rat: Schalten Sie Ihr Handy aus und dann wieder ein, OHNE den PIN einzugeben. Wählen Sie dann den Euro-Notruf 112. Das Gerät sucht nun ausreichende Signale anderer Netzanbieter. Falls das nichts bringt müssen Sie den Standort wechseln – auf Anhöhen herrscht eher Empfang – und es erneut per Euro-Notruf versuchen.“

„Unser Rettungsdienst berichtet, dass derzeit aufgrund von Corona große Verunsicherung bei potenziellen Ersthelfern herrscht. Darum ist es sinnvoll, sich mit den geltenden Sonderregelungen vertraut zu machen. Denn grundsätzlich besteht auch während der Corona-Pandemie die Pflicht zur Hilfeleistung bei Notfällen.“ Der Experte rät allen Verkehrsteilnehmern, regelmäßig ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen. Das BRK bietet in Kempten und dem Allgäu regelmäßig entsprechende Kurse an. Nähere Infos zu den Kursen finden Sie unter https://www.kvoberallgaeu.brk.de/.

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news-380 Mon, 11 May 2020 11:02:00 +0200 Hilfe für viele Bedürftige Menschen in Kempten /aktuell/presse-service/meldung/hilfe-fuer-viele-beduerftige-menschen-in-kempten.html Sant Nirankari Mission spendet an Tafel Die Tafel Kempten durfte sich in der vergangenen Woche über eine großzügige Spende seitens der Sant Nirankari Mission freuen.

Die Sant Nirankari Mission Kempten, eine ursprünglich in Indien beheimatete spirituellen Gemeinschaft, hatte eigens für die Tafel gesammelt. Dabei kamen 1.450 Euro sowie haltbare Lebensmittel im Wert von weiteren 500 Euro zusammen. Diese wurden zusammen mit selbstgenähten Mund-Nase-Behelfsmasken an den Tafel-Koordinator Markus Wille übergeben. Er dankte dem Vorsitzenden der Ortsgruppe und allen Spendern von Herzen.

Pro Woche verteilt das BRK Oberallgäu derzeit rund 150 Tafel-Pakete kostenlos an Bedürftige. Tafel-Kunden, die zur Risikogruppe gehören, bekommen das Paket vor die Wohnungstüre gestellt. Junge und gesunde Tafel-Kunden können ihre Pakete täglich im Tafel-Lager abholen.

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news-375 Fri, 08 May 2020 14:13:00 +0200 Weltrotkreuztag /aktuell/presse-service/meldung/weltrotkreuztag.html Seuchenbekämpfung ist beim Roten Kreuz seit jeher eine wichtige Mission Am 08. Mai findet der alljährliche Weltrotkreuz- und Rothalbmondtag, oft kurz als Weltrotkreuztag bezeichnet, statt. Dieser inoffizielle internationale Gedenk- und Feiertag erinnert an den Geburtstag von Henry Dunant (1828-1910). Der Schweizer Geschäftsmann, Menschenfreund und Empfänger des ersten Friedens-Nobelpreises gilt als Begründer der Rotkreuzbewegung. Eine wichtige Mission der Bewegung war seit jeher die Bekämpfung von Seuchen.

Seit seiner Gründung Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte das Rote Kreuz die Seuchenbekämpfung zu einer seiner wichtigen Missionen. Bei der Bewältigung von Epidemien wie Typhus, Tuberkulose, Lungenpest, Fleckfieber oder Ebola und Pandemien wie der Cholera oder der Spanischen Grippe, die Anfang des 20. Jahrhunderts um die 50 Millionen Menschen tötete, waren die Helfer häufig an vorderster Front im Einsatz.

Zu den Schreckgespenstern des 19.Jahrhunderts zählte die (bis heute nicht ausgerottete) Tuberkulose (TBC), damals Schwindsucht genannt. Wirksame Medikamente gegen diese schwere bakterielle Erkrankung gab es damals noch nicht. So forderte die TBC um 1900 pro Jahr allein in Deutschland rund 160.000 Todesopfer. Vor allem einfache Arbeiter, die in ärmlichen und schmutzigen Verhältnissen lebten und sich schlecht ernährten, stecken sich schnell an. Da prophylaktische Hygienemaßnahmen nur den wenigsten Menschen bekannt waren, sah das Rote Kreuz es als seine Aufgabe an, die Menschen aufzuklären und ihnen Hygieneregeln bei Ernährung, Kleidung und Wohnen zu vermitteln. Für die Erkrankten wurden spezielle Genesungs- und Erholungsheime, Lungensanatorien und Krankenhäuser sowie die sogenannten „Arbeitergärten vom Roten Kreuz“ eingerichtet. Durch Gartenarbeit, frische Luft, Sonne und Erholung sollten sie der Bevölkerung in Ballungszentren zur Krankheitsvorbeugung dienen. In Berichten über die Spanische Grippe, die Anfang des 20. Jahrhunderts weltweit wütete, ist zu lesen, wie das Rote Kreuz inmitten der Verheerungen beispielsweise in der Schweiz gewaltige Mengen an Wäsche und Krankenbetten an militärische und zivile Notkrankenhäuser lieferte und in den USA Millionen von Baumwoll-Schutzmasken an die Bevölkerung verteilte. Auch bei Epidemien in jüngerer Vergangenheit war das internationale Rote Kreuz stets mit vor Ort. So nahmen die Helfer beim Ausbruch der hochinfektiösen Lungenpest in Madagaskar 2018 eine Pest-Behandlungsstation in Betrieb. Bei den Ausbrüchen der ebenfalls hochansteckenden, lebensbedrohlichen Ebola in Afrika in den vergangenen Jahren meldeten sich ebenfalls zahlreiche freiwillige Helfer, um den Erkrankten Hilfe zu leisten und Wissen über Vorbeugung und das richtige Verhalten im Fall einer Infektion zu verbreiten. Alexander Schwägerl, Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu, betont: „Die Seuchenbekämpfung hat bei uns eine lange Tradition. Auch im Fall der aktuellen Corona-Pandemie tun wir nicht nur regional, sondern in all unseren Verbänden alles, was in unserer Macht steht, um die Bevölkerung bestmöglich zu schützen und gut durch diese schwierige Zeit zu begleiten.“

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news-379 Wed, 06 May 2020 11:02:00 +0200 Angst vor Ansteckung – Erste Hilfe in Corona-Zeiten sieht anders aus /aktuell/presse-service/meldung/angst-vor-ansteckung-erste-hilfe-in-corona-zeiten-sieht-anders-aus.html BRK erklärt, welche Maßnahmen aufgrund von Corona beachtet werden müssen Im Fall eines Notfalls ist jeder Bürger gesetzlich verpflichtet, Hilfe zu leisten. Dabei gilt: die Hilfe muss im Maße der Zumutbarkeit und ohne erhebliche eigene Gefahr vorgenommen werden. Doch wie sieht es damit angesichts der Corona-Pandemie aus, wo viele Menschen große Angst vor einer Ansteckung mit dem Virus haben? „Die gesetzliche Pflicht zur Ersten Hilfe besteht auch trotz des Risikos einer Ansteckung, jedoch gibt es in der aktuellen Situation einige Besonderheiten“, betont Dr. med. Andreas Baumgarten, Chefarzt des BRK Kreisverbandes Kempten-Oberallgäu und gibt hilfreiche Tipps.

Sichere Erste-Hilfe-Maßnahmen in Zeiten von Corona
1. An erster Stelle steht immer die eigene Sicherheit, gerade jetzt, da mit der Ansteckungsgefahr ein zusätzliches Risiko besteht. Wenn möglich sollte ein Mindestabstand von 1,50 Meter gewahrt werden. Dies liegt jedoch im Ermessen der helfenden Person.

2. Wenn näherer Kontakt notwendig ist, zum Beispiel bei Verletzungen, sollten Sie alle umsetzbaren Hygienemaßnahmen anwenden. Mund und Nase der hilfebedürftigen Person sollten mit einem Tuch abgedeckt und auch das eigene Gesicht geschützt werden. Auch das Tragen von Einweg-Handschuhen ist sinnvoll.

3. Unabhängig von der Distanz ist es eine wesentliche Erste Hilfe, den Notruf 112 anzurufen.

4. Wenn die verunglückte Person bei Bewusstsein ist, sollten Sie mit ihr sprechen, sie beruhigen, sie darüber informieren, dass Hilfe unterwegs ist und so lange bleiben, bis der Rettungsdienst vor Ort ist.

5. Wenn der Verunglückte bewusstlos ist, aber normal atmet, bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage.

6. Bei einem Herz-Kreislaufstillstand sollten Sie in der aktuellen Situation auf die Mund-zu-Mund-Beatmung verzichten und nur die Herzdruckmassage durchführen (100- 120 Mal pro Minute) – und zwar solange, bis der Rettungsdienst übernimmt.

7. Nach der Hilfeleistung sollten Ihre Hände gründlich und sorgfältig gewaschen und desinfiziert werden.

8. Geben Sie den Einsatzkräften Ihre eigenen Kontaktdaten, um erreichbar zu sein, für den Fall, dass bei der betroffenen Person nachträglich eine infektiöse Erkrankung festgestellt wird.

9. Wenn Sie zu einer Risikogruppe zählen, sollten Sie grundsätzlich zu Hause bleiben. Werden Sie dennoch draußen Zeuge eines Notfalls, müssen Sie abwägen, ob Hilfeleistungen an Fremden unter Rücksichtnahme auf die eigene Sicherheit möglich sind.

10. Ein Risikopatient mit Symptomen sollte an einem Patienten keine direkte Erste Hilfe leisten, sondern sich auf die Organisation der Hilfe beschränken und den Notruf 112 wählen.

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news-378 Tue, 05 May 2020 09:25:00 +0200 Lockerungen des Besuchsrechts /aktuell/presse-service/meldung/lockerungen-des-besuchsrechts.html BRK fordert Schutzausrüstung und Testungen Das Bayerische Rote Kreuz als Betreiber von 130 stationären Pflegeeinrichtungen im Freistaat begrüßt die von der Staatsregierung geplanten Lockerungen des Besuchsverbotes in Alten- und Pflegeeinrichtungen, um der zunehmenden sozialen Vereinsamung der Bewohnerinnen und Bewohner entgegenwirken zu können, vor allem mit den damit verbundenen enormen Gefahren für Demenzkranke und Bewohner mit kognitiven Einschränkungen.

„Voraussetzung für jede Maßnahme muss aber sein, dass Bewohner und Pflegekräfte regelmäßig getestet werden können und ausreichend Schutzausrüstung für die Pflegekräfte vorhanden ist“, sagt BRK-Präsident Theo Zellner. Er hat dies bereits vor sechs Wochen in einem Schreiben an Ministerpräsident Söder und Gesundheitsministerin Huml angemahnt. Noch immer ist die Versorgung der Pflegeeinrichtungen im Freistaat mit Tests und Schutzausrüstung nicht ausreichend sichergestellt.

Das BRK fordert zudem, dass Besuchskonzepte in jeder Einrichtung individuell entwickelt werden müssten und den örtlichen Gegebenheiten anzupassen sind. „Auch eine Beschränkung auf bestimmte Bezugspersonen der Bewohnerinnen und Bewohner ist notwendig“, so der BRK-Präsident. Das BRK warnt vor einer generellen und unkontrollierbaren Lockerung des Besuchsverbotes und weist auf die enormen Infektionsrisiken in den Einrichtungen der Altenhilfe hin.

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news-373 Mon, 04 May 2020 12:24:00 +0200 Kürzere Hilfsfrist, gutes Miteinander /aktuell/presse-service/meldung/kuerzere-hilfsfrist-gutes-miteinander.html Vor einem Jahr wurde die neue Rettungswache Durach eingeweiht Vor genau einem Jahr, am 29. April 2019 wurde die neu gebaute Rettungswache am Sportplatzweg in Durach offiziell in Betrieb genommen. Sie stellt eine wertvolle Ergänzung des Rettungsdienstes in der Stadt und dem Umland dar. Wachleiter Alexander Dornach wirft einen Blick zurück auf die ersten zwölf Monate.

Die Rettungswache Kempten-Durach war nötig geworden, da die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist von maximal 12 Minuten zwischen Notruf und Ankunft des Rettungsdienstes in manchen Gebieten südlich von Kempten nicht immer eingehalten werden konnte. „Der Standort der neuen Wache im Nordwesten der Gemeinde Durach eignet sich aufgrund der Nähe zur Autobahn und der guten Infrastruktur sehr gut, um die Vorgabe zu erfüllen“, sagt Wachleiter Alexander Dornach.

Der quaderförmige Zweckbau mit der grau-weißen, teils holzvertäfelten Fassade wurde vom Grundstückseigentümer Xaver Weixler gebaut. „Herr Weixler war von Anfang an bemüht, unsere Wünsche umzusetzen und wir konnten zusammen eine moderne Rettungswache bauen“, freut sich Alexander Dornach. Er und seine Kollegen wissen das außergewöhnliche Engagement des Bauherrn sehr zu schätzen. Das Gebäude beherbergt eine Fahrzeughalle, Lager und Hygieneraum, Umkleiden, einen eigenen Wäschepool, einen Aufenthaltsbereich sowie Büro- und Schlafräume. Hier tun Retter des BRK-Oberallgäu mit Unterstützung der Johanniter in zwei 12-Stunden-Schichten Dienst, wobei 60 Prozent der Dienste aufs BRK entfallen. Optisch macht sich diese Kooperation an der Gestaltung des Rettungswagens bemerkbar: das Fahrzeug mit dem BRK-Kennzeichen ist auf der Fahrerseite mit dem BRK-Logo und auf der Beifahrerseite mit dem Johanniter-Logo beklebt.

„An der Rettungswache ist pro Schicht immer ein Mitarbeiter mit der Qualifikation Rettungsassistent oder Notfallsanitäter sowie ein Fahrer mit der Mindestqualifikation Rettungsdiensthelfer anwesend“, erläutert Alexander Dornach. „Wachwechsel ist jeweils um 6 Uhr und um 18 Uhr. Unser Einsatzgebiet erstreckt sich zwischen Durach und Kempten, St. Mang, Sulzberg, Waltenhofen, Rottach, Petersthal, Nesselwang und Wertach und gelegentlich bis hin zu Oy-Mittelberg.“ Wie wichtig die neue Rettungswache ist, zeigt sich auch an den Einsatzzahlen: In den letzten 12 Monaten rückten die Helfer 4.172 aus (Stand 21. April 2020).

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news-377 Mon, 04 May 2020 09:21:00 +0200 Vermisste des Zweiten Weltkriegs /aktuell/presse-service/meldung/vermisste-des-zweiten-weltkriegs.html DRK-Aufruf: Anfragen an Suchdienst bis Ende 2021 stellen Das Deutsche Rote Kreuz ruft 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Bevölkerung dazu auf, Anfragen zu im Krieg vermissten Angehörigen in naher Zukunft und spätestens bis zum 31.12.2021 zu
stellen. Der Verbleib von vermissten Wehrmachtssoldaten, Zivilisten, Kriegsgefangenen, Zivilinternierten oder Kindern, die durch Flucht und Vertreibung von ihren Familien getrennt worden sind, ist bis heute vielfach ungewiss. Auch Informationen zu Gefangenen in sowjetischen Speziallagern in der ehemaligen Sowjetischen Besatzungszone und der DDR kann der DRK-Suchdienst bereitstellen. „Ende 2023 wird der DRKSuchdienst diese vom Bund finanzierte Aufgabe gemäß einer Vereinbarung mit dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) beenden. Deshalb sollten Anfragen beim DRK-Suchdienst am Standort München in den nächsten anderthalb Jahren gestellt werden“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt.

Im Rahmen eines Datentransfers hat der DRK-Suchdienst seit 1992 aus russischen Archiven rund zwei Millionen Kriegsgefangenen- und Interniertenakten sowie rund fünf Millionen Karteikarten der sogenannten Kriegsgefangenenkartei aus dem Russischen Staatlichen Militärarchiv erhalten. Deren Auswertung könne auch heute noch zu neuen Erkenntnissen für suchende Angehörige führen, sagt Hasselfeldt. Im vergangenen Jahr haben 10.091 Personen Anfragen an den DRK-Suchdienst im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg gestellt, im Jahr zuvor waren es rund 9.000. „Wir gehen davon aus, dass im Umfeld des 75. Jahrestages des Kriegsendes das Interesse an diesem Thema steigt und in vielen Familien das Bedürfnis wächst, das Schicksal vermisster Angehöriger abschließend zu klären. Dieses Interesse wird aber aufgrund der demografischen Entwicklung wieder abflachen“, sagt Hasselfeldt. In 23 Prozent aller Fälle könne der DRKSuchdienst Auskunft über den Verbleib eines vermissten Angehörigen geben; bei deutschen Kriegsgefangenen in der früheren Sowjetunion seien dies oft auch Angaben zu Sterbedatum und letztem Aufenthaltsort.

Seit 1953 wird der DRK-Suchdienst vom BMI institutionell gefördert. Seine Arbeit ist sowohl historisch bedeutsam als auch zeitlos aktuell. So sind beim DRK-Suchdienst im vergangenen Jahr 2.083 (Vorjahr: 2.291) Suchanfragen von Flüchtlingen eingegangen, die den Kontakt zu ihren Angehörigen verloren haben. Diese internationale Suche wird auch nach 2023 fortgesetzt. Außerdem hat der DRK-Suchdienst im Jahr 2019 bundesweit insgesamt 20.966 Beratungen zur Familienzusammenführung durchgeführt.

Mehr Informationen zum DRK-Suchdienst und Online-Formulare für Suchanfragen: www.drk-suchdienst.de

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news-372 Thu, 30 Apr 2020 12:09:00 +0200 Hinter die Kulissen geblickt /aktuell/presse-service/meldung/hinter-die-kulissen-geblickt.html Tafeln und Wärmestube mit Übernachtungsstelle in Kempten - Ein Interview Am 02. Mai ist der „Tag der Lebensmittelverschwendung“. An diesem Aktionstag wird darauf hingewiesen, dass allein in Deutschland pro Jahr zwischen elf und 18 Millionen Tonnen genießbarer Nahrungsmittel im Müll landen. Damit gehen nicht nur die Lebensmittel selbst verloren, sondern auch die zur Herstellung verwendeten Ressourcen. Das BRK im Oberallgäu setzt sich mit seinen Tafelläden und der Wärmestube gezielt für die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung und hilft im selben Zuge Bedürftigen. Tafel-Koordinator Markus Wille und die Leiterin der Wärmestube und Übernachtungsstelle, Amelie Lang, erläutern im Dialog viel Wissenswertes rund um ihre Einrichtungen.


In der Öffentlichkeit wird oft davon ausgegangen, dass Tafel und Wärmestube dasselbe sei – was ja nicht stimmt. Was genau bieten beide Dienste an und wo sind sie in Kempten zu finden?
Markus Wille: Die Tafel Kempten verteilt seit 16 Jahren in drei Ausgabestellen Lebensmittel wie Obst und Gemüse, Backwaren, Milchprodukte, Konserven, Tiefkühlprodukte und Getränke sowie Hygieneprodukte an Menschen mit geringem Einkommen. Die Tafelläden befinden sich in der Memminger Straße sowie in der Magnusstraße 16, mit dem Tafelladen der Caritas in der Landwehrstraße 11 besteht eine Kooperation. Über 100 Spender sorgen dafür, dass die Läden mit gesunden und hochwertigen Produkten bestückt sind. Pro Tag versorgen wir mit einem Team von über 100 Ehrenamtlichen rund 450 Menschen. Wir sind wie eine Art Tante Emma-Laden mit minimalen Preisen: Unsere Kunden dürfen sich in den Läden weitgehend selbst bedienen und sich heraussuchen, was sie mitnehmen möchten und bezahlen rund zehn bis 20 Prozent des regulären Ladenpreises. Die Tafel Kempten fungiert zudem als Verteilstelle für kleine Tafeln im Umkreis, da wir die Fahrzeuge und Lagerräume haben, um Palettenware von Speditionen und der Lebensmittelindustrie anzunehmen und zu verteilen. Im Gegenzug bringen uns auch andere Tafeln Ware, die sie zu viel haben. So profitieren letztlich alle von einem guten und reichhaltigen Warenangebot.
Amelie Lang: Die Wärmestube liegt in der Haubenschloßstraße 12, integriert in das Rettungszentrum. Sie ist ein gemütlicher Ort, ähnlich einem kleinen Gasthaus. Hier gibt es an 365 Tagen ein abwechslungsreiches Frühstück für einen Euro inklusive Kaffee sowie ein frisch gekochtes Mittagessen um 12.00 Uhr für 1,50 Euro. Die allermeisten unserer Gäste kennen wir seit Jahren persönlich. Wir machen keine Bedürftigkeitskontrolle, weil wir eine Begegnungsstätte für ganz unterschiedliche Menschen sind. Wollten wir `Bedürftigkeit‘ definieren, müssten wir diesen Begriff nicht nur auf eine finanzielle Situation, sondern auch eine gesundheitliche - vor allem psychische - und soziale Komponente ausweiten. Schließlich ist Bedürftigkeit weit mehr, als `nur´ eine geringe Rente zu bekommen oder gar kein Einkommen zu haben. Sie umfasst auch, einsam zu sein, sich überfordert zu fühlen, nicht (mehr) den Normen zu entsprechen, selbst krank zu sein oder an der Seite eines kranken Ehepartners. Das geht oft damit einher, dass man kaum in der Lage ist, über den Tag zu kommen oder sich das Essen selbst zu kochen, dass man kaum Sozialkontakte hat und einfach nicht mehr funktioniert, wie erforderlich. Kurz gesagt: Bedürftigkeit heißt in vielen Fällen, gestrandet zu sein in unserer Leistungsgesellschaft. Genau darum legen wir nicht wieder Normen an und sagen: Nur wenn du diesen oder jenen Parameter erfüllst, darfst du kommen. In der Wärmestube ist jeder willkommen - willkommen, respektvoll und unvoreingenommen miteinander umzugehen. Sehr oft ist das eine erhebliche Herausforderung und manchmal eine neue Kompetenz, die hier erlebbar wird und behutsam erlernt werden muss, damit wir ein gutes Miteinander überhaupt haben können.
Und dann gibt es noch unsere Übernachtungsstelle mit elf Betten im Untergeschoss unserer Wärmestube. Dort können Nichtsesshafte und finanziell Bedürftige beispielsweise nach einem Aufenthalt im Bezirkskrankenhaus oder der Justizvollzugsanstalt unterkommen bis sie eine andere Wohnmöglichkeit gefunden haben.

Überschneidet sich für gewöhnlich Ihre Arbeit an irgendeiner Stelle?
Amelie Lang: Ohne Markus und die Leistungen seiner Tafel sähe es mit den Lebensmitteln in unserer Küche sehr schlecht aus. Gewöhnlich kaufen wir ein- bis zweimal Mal pro Woche zu, aber momentan mussten wir seit drei Wochen nicht mehr einkaufen gehen, weil wir von der Tafel so gut versorgt sind. Ohne die Tafel könnten wir den Standard wie beispielsweise den Abwechslungsreichtum unseres Speiseplans und die sehr begrenzten Kosten dafür niemals aufrechterhalten. Wir sind abhängig von der guten Arbeit unserer Tafel.
Markus Wille: Für die Tafel Kempten ist die gute Zusammenarbeit mit der Wärmestube ein Glücksfall. Da mehrere Gastronomie- und Großverbrauchermärkte zu unseren Lieferanten gehören, bekommen wir sehr oft Lebensmittel in Großverpackungen und nicht jeder Privathaushalt kann z.B. etwas mit 10 kg Joghurt oder 5 kg Tomatenmark anfangen. Das Um- und Abpacken in kleinere Gebinde ist oft nicht möglich, da Behältnisse fehlen oder die Produkte aus Gründen der Lebensmittelhygiene nicht geteilt werden können. Der kurze Weg über den Hof in die Küche der Wärmestube ist hier die perfekte Lösung und wir haben wieder etliche Kilogramm täglich vor der Entsorgung gerettet.

Mit welchen organisatorischen Veränderungen stehen Sie die Zeit der Corona-Krise durch?

Markus Wille: Unser Dienst läuft weiter, auch wenn die Tafelläden selbst derzeit geschlossen sind. In und vor unseren Tafel-Ausgabestellen ist einfach nicht genügend Platz, um die Abstandsregelungen einzuhalten. Zudem gehört unser Kreis aus ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern meist selbst zu einer der Risikogruppen. Wir sind all unseren Ehrenamtlichen gegenüber verpflichtet, sie vor Infektionen und Krankheiten zu schützen. Daher haben wir kurzerhand eine Hotline mit Bestellservice und kostenloser Lieferung nach Hause eingerichtet. Die Bedürftigen rufen an und bestellen ihr Lebensmittelpaket, bestehend aus haltbaren und frischen Lebensmitteln nach Hause oder holen es im Laufe des Vormittags kontaktlos an unserer Tafel-Rampe ab. Im Einsatz sind derzeit nur jüngere Ehrenamtliche, die körperlich fit sind und keine Vorerkrankungen haben. Alle Pakete sind für die Bedürftigen kostenlos.
Amelie Lang: Wir geben das Essen vor unserer Türe aus, haben die Schlafplätze auf die Zimmeranzahl verringert, die Mitarbeitenden in der Küche auf ein Mindestmaß reduziert sowie alle machbaren Schutzvorkehrungen umgesetzt, beispielsweise haben wir eine Plexiglasscheibe im Einsatz.

Wie und wann sind Sie zu Ihrer beruflichen Tätigkeit gekommen und was mögen Sie ganz besonders daran?
Amelie Lang: Ich bin seit einem guten Jahr dabei. Es hat mich gereizt, echte Sozialarbeit zu leisten und Ethik umzusetzen. Aber vollkommen überzeugt haben mich die Menschen, mit denen ich hier jeden Tag zusammenarbeite und zusammen bin: Eine wirklich kunterbunte Gesellschaft an beeindruckenden Persönlichkeiten. Und dann ist es schön abwechslungsreich, die Aufgaben so vielfältig.
Markus Wille: Seit neun Jahren kümmere ich mich um die Tafel Kempten. Mir macht der Umgang mit meinen ehrenamtlichen Mitarbeitern und den Lebensmitteln Freude. Auch das Einrichten unserer wie Tante Emma-Läden gestalteten Ausgabestellen hat richtig Spaß gemacht. Bei uns wird es nie langweilig - jeden Tag werden wir vor eine neue Herausforderung gestellt, um Warenspenden von A nach B zu bekommen und zu verteilen.

Und weil Arbeit nicht das ganze Leben ist: Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Markus Wille: Freunde, Familie, das Reisen und die Leidenschaft für Antiquitäten, Kunst und die schönen Dinge im Leben füllen meine Freizeit völlig aus.
Amelie Lang: Auftanken kann und darf ich bei meiner Familie, diese unterstützt mich bei meinem beruflichen Tun: Meine erwachsenen Kinder kochten während der Coronakrise in der Wärmestube, mein Mann begleitet mich auf Touren für das Rote Kreuz – dafür bin ich sehr dankbar. Ansonsten bin ich in meiner Freizeit Künstlerin, stelle Lucienhäusl aus Porzellan her, schreibe gerne, bin aber auch liebend gerne draußen unterwegs

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news-371 Tue, 28 Apr 2020 15:00:00 +0200 Wissenswertes über Zecken /aktuell/presse-service/meldung/wissenswertes-ueber-zecken.html So schützen Sie sich vor den wirklich zähen Blutsaugern Neueste Forschungen zeigen: es gibt keine Zeckensaison mehr. Aufgrund der Erderwärmung sind Zecken mittlerweile in vielen Regionen das ganze Jahr über aktiv, vor allem aber von März bis November. Zeckenbisse sind zwar nicht zwangsläufig gefährlich, doch die Tiere sind Überträger der so genannten (Lyme)Borreliose oder der FSME, einer durch Viren ausgelösten Hirnhautentzündung. Das Allgäu zählt zu den Risikogebieten für diese schwerwiegende Erkrankung.

Zecken sind Spinnentiere. Sie sitzen im hohen Gras, im Garten, Unterholz, Gebüsch oder Laub. Streift ein Spaziergänger, Wanderer, Jogger, ein spielendes Kind oder ein Tier ihren Sitzplatz, lassen sie sich auf diesen neuen Wirt fallen. Dort suchen sie nach einer geeigneten Einstichstelle, was oft Stunden dauern kann. Bevorzugt machen sie es sich in Hautfalten bequem, beispielsweise unter den Achseln, in den Leisten, Gesäßspalten und Kniekehlen, hinter dem Ohr, zwischen den Zehen oder im Hals- und Nackenbereich. Zecken können aber auch einfach auf einem Bein, Arm oder dem Körper sitzen. Dort verankern sie sich und saugen sich mit Blut voll. Da der Speichel der Tiere ein Schmerzmittel enthält, ist der Stich schmerzlos, juckt nicht und bleibt somit oft unbemerkt.

Zeckenentfernung
Dr.med. Andreas Baumgarten, Chefarzt beim BRK Oberallgäu, rät: „Je früher Sie eine Zecke entfernen, umso besser. Wichtig ist, die Zecke nicht zu quetschen. Auch Hausmittel wie Öl, Alkohol oder Klebstoff dürfen nicht verwendet werden - sie lassen das Tier erbrechen. Dabei werden Krankheitserreger in die Wunde übertragen. Fassen Sie die Zecke mit einer Zeckenpinzette oder Zeckenkarte, die es in der Apotheke gibt, möglichst weit vorne am Kopf an. Ziehen Sie sie langsam, eventuell mit einer Drehbewegung heraus und desinfizieren Sie die Bissstelle. Konnte die Zecke nicht oder nicht ganz entfernt werden, gehen Sie zum Arzt.“

(Lyme-)Borreliose erkennen
Borreliose ist in ganz Deutschland verbreitet und kann unterschiedliche Auswirkungen haben. „Bis sich die ersten Krankheitszeichen zeigen, vergehen mindestens einige Tage bis mehrere Wochen. „Ein Anzeichen für eine mögliche Borrelien-Infektion ist auch die sogenannte Wanderröte - eine kreisrunde, scharf abgegrenzte Rötung mit hellem Hof rund um den Einstich, die mehrere Tage bis mehrere Wochen nach der Ansteckung auftreten kann. Da sie manchmal unauffällig ausfällt und nicht juckt, kann sie leicht übersehen werden. Daher sollten Sie die Einstichstelle über einen längeren Zeitraum gut beobachten“, rät der Experte. „Bei Auftreten der Wanderröte sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Es gibt aber auch viele Fälle von Borreliose ganz ohne Wanderröte.“
Ein anderes, selteneres Anzeichen der Borreliose ist ein einzelnes, schmerzloses, weiches blaurotes Knötchen in der Haut, das an jeder Körperstelle auftreten kann.
„In seltenen Fällen kommt es zu schweren Krankheitsverläufen der Lyme-Borreliose, die die Gelenke oder das Herz betreffen. Bei jedem zehnten Betroffenen befallen die Viren das Nervensystem. Anzeichen sind brennende und stechende Schmerzen, die vor allem nachts auftreten. Auch können Taubheitsgefühle, Seh- und Hörstörungen oder Lähmungen, vor allem der Gesichtsnerven, der Arme und Beine auftreten.“
Gegen Borreliose gibt es keine Impfung. Sie ist aber bei frühzeitiger Diagnose in aller Regel gut mit Antibiotika behandelbar. Wird die Borreliose nicht mit Antibiotika behandelt, können die Erreger im Körper überdauern und nach Monaten bis Jahren späte Symptome verursachen, deren Ursache dann schwer zuzuordnen ist. Ob ein Mensch Borrelien im Körper trägt, kann der Arzt mit einer Blutuntersuchung feststellen.

FSME erkennen
„Im ungünstigsten Fall kann es durch den Zeckenstich zu einer FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis/Frühsommer-Gehirnhautentzündung) kommen. Die ersten grippeähnlichen Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen treten meist erst fünf bis zehn Tage nach der Infektion auf. Unbehandelt kann eine solche Hirnhautentzündung bis zum Tod führen“, sagt Dr. Baumgarten und betont: „Gegen FSME kann man sich schützen. Hier wird eine vorbeugende 3-fach Impfung empfohlen, die ab dem 1. Lebensjahr möglich ist.“

So beugen Sie Zeckenstichen vor
„Solange man bei Aufenthalten in der Natur auf Wegen bleibt und nicht mit Gräsern, Sträuchern, Bäumen usw. in Berührung kommt, ist die Wahrscheinlichkeit eines Zeckenstiches gering. Ansonsten sollte man beim Spazierengehen, Wandern oder beim Sport gut schließende Kleidung und eine Kopfbedeckung tragen. Wer eine lange Hose trägt und die Hosenbeine in die Socken steckt, sieht zwar vielleicht nicht gerade topmodisch aus, ist aber gut geschützt“, sagt Dr. Baumgarten. „Bei der Gartenarbeit bieten sich Gummihandschuhe und Gummistiefel an. Auf heller Kleidung sieht man die Tierchen, die mitunter kleiner als ein gemahlenes Pfefferkorn sind, besser. Zecken, die auf der Kleidung krabbeln, können Sie leicht mit einem Klebebandstreifen entfernen. Antizeckensprays oder -Lotionen auf Haut und/oder Kleidung bringen einen gewissen abwehrenden Effekt, sind aber keine Garantie gegen Zeckenstiche und ersetzen auch nicht die gründliche Kontrolle, die nach dem Aufenthalt im Freien erfolgen sollte.“

Wohin mit der Zecke?
„Zecken sollten so getötet werden, dass der Mensch nicht mit den Körperflüssigkeiten des Tieres in Kontakt kommt. Andernfalls können Krankheitserreger in den menschlichen Organismus gelangen – zum Beispiel durch eine kleine Wunde. Am wirkungsvollsten ist es, die Zecke mit einem festen Gegenstand zu zerdrücken. Dazu sollten die Zecke in einem zusammengefalteten Papier eingeklappt werden. Auch 40-prozentiger Alkohol, Chlorreiniger und Sagrotan machen den Blutsaugern den Garaus.“

Spannende Fakten über Zecken:

  • Zecken gibt es seit rund 350 Millionen Jahren
  • Zecken können bis zu drei Wochen unter Wasser überleben.
  • Abhängig von der Luftfeuchtigkeit können Zecken im Haus bis zu zehn Tage überleben und später zu einem Stich führen.
  • Zecken auf der Kleidung überleben einen Waschgang bei 40 Grad.
  • Im Wäschetrockner sterben Zecken bei Temperaturen von mindestens 60 Grad. Besser sind 70 Grad.
  • Zecken können 24 Stunden bei bis zu -12 °C in einem Gefrierfach überleben. Wer sich für diese Methode entscheidet, sollte die Tiere mindestens 24 Stunden bei –20 °C einfrieren.
  • Im Labor konnten Zecken, die Blut gesaugt hatten, bis zu zehn Jahre lang ohne weitere Nahrung auskommen. In freier Natur überlebt der Gemeine Holzbock drei bis fünf Jahre ohne Blutmahlzeit.
  • Zecken sind auch im Winter ab ca. 7 °C aktiv.
  • Dass Zecken von Bäumen auf Menschen „springen“ ist ein Ammenmärchen.
  • Eine in Deutschland neu aufgetauchte Zeckenart ist die Hyalomma-Zecke, die eigentlich in Südeuropa, Asien und Afrika heimisch ist. Diese so genannte "Super-Zecke" kann fünfmal so groß werden wie der 2,5 mm bis 4,5 mm große Gemeine Holzbock und kann schwerwiegende Krankheiten übertragen.

 

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news-370 Fri, 24 Apr 2020 15:20:00 +0200 Blut spenden auch in der Corona-Krise /aktuell/presse-service/meldung/blut-spenden-auch-in-der-corona-krise.html Felix Brunner erhielt 800 Bluttransfusionen Felix Brunner ist ein Beispiel dafür, wie enorm wichtig Blutspenden sind – auch jetzt. Auf einer Tour in den Tiroler Bergen verlor der damals 19-jährige Allgäuer den Halt und stürzte dreißig Meter tief in ein Bachbett. Es folgten 13 Monate Intensivstation, 152 Tage künstliches Koma, 60 Operationen und 800 Bluttransfusionen. Trotz vieler Komplikationen kämpfte sich Felix zurück ins Leben. Das BRK Oberallgäu weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass auch während der Corona-Krise dringend Blutspenden für verletzte und chronisch kranke Menschen benötigt werden. Alle geplanten Blutspendetermine in Kempten und dem Oberallgäu finden statt.

Felix Brunner selbst ist mittlerweile Blutspende-Botschafter. Als solcher ergreift er gerne die Gelegenheit, sich bei allen Spenderinnen und Spendern zu bedanken und versucht, so viele Menschen wie möglich zum Blutspenden zu animieren. „Blutspender retten Leben, ohne die Empfänger zu kennen. Ohne sie hätten schwer Verunglückte, wie ich es war und chronisch Erkrankte keine Überlebenschance“, sagt er. „Jeder Blutspender ist Lebensretter.“

Claus-Peter Lang, Gebietsreferent des BRK-Blutspendedienstes ergänzt: „Viele Menschen sind verunsichert, ob sie in der aktuellen Situation zum Blutspenden gehen dürfen oder sollen. Tatsache ist, dass zahlreiche Patienten auch jetzt dringend auf Blutspenden angewiesen sind, zum Beispiel Menschen, die sich einer Krebstherapie unterziehen müssen oder die schwer verletzt sind. Auch wenn momentan alles vom Thema Corona überlagert ist, sind solche Fälle ja nicht plötzlich weg.“ Für Spendewillige bestehe kein erhöhtes Ansteckungsrisiko, denn die Blutspendetermine unterlägen generell äußerst strengen, hygienischen Regularien, welche noch ergänzt wurden betont er und appelliert: „Wenn Sie gesund sind, spenden Sie bitte auch jetzt Blut!“

Alle auf www.blutspendedienst.com/termine veröffentlichten Termine finden statt. Da es kurzfristig zu Terminlokaländerungen oder -verschiebungen kommen kann, ist es sinnvoll, kurz vor dem Blutspendetermin nochmal auf der Internetseite zu prüfen, ob und wann der Termin stattfindet.

Hier die Blutspendetermine des Blutspendedienstes des BRK im Oberallgäu und Kempten bis 20. April 2020


  • Donnerstag, 30. April 2020, 16.30-20 Uhr:
    Waltenhofen, Mehrzweckhalle Hegge (Mehrzweckhalle), Industriest. 49
  • Montag, 04. Mai 2020, 15-20 Uhr:
    Kempten, Pfarrheim St. Anton, Völkstr. 4
  • Freitag, 08. Mai 2020, 16-20 Uhr:
    Sonthofen, Pfarrheim St. Christoph, Albert Schweitzer-Str. 17
  • Dienstag, 19. Mai 2020, 15.30-20 Uhr:
    Immenstadt, Pfarrheim St. Nikolaus. Sankt Nikolaus-Platz 1
  • Mittwoch, 20. Mai 2020, 16-20 Uhr:
    Buchenberg, Kath. Pfarrzentrum, Wirlinger Str, 3
  • Mittwoch, 27. Mai 2020, 17-20.30 Uhr:
    Durach, <i>entfällt</i>
  • Montag, 08. Juni 2020, 15-20 Uhr:
    Kempten, BRK-Haus, Haubenschloßstr. 12
  • Freitag, 12. Juni 2020, 16-20 Uhr:
    Sonthofen, Pfarrheim St. Christoph, Albert Schweitzer-Str. 17



Wer darf jetzt zur Blutspende?
Ein Spendelokal darf nur betreten, wer folgende Aussagen bestätigen kann:

  • Ich fühle mich gesund und fit für die Blutspende
  • Ich hatte in den letzten vier Wochen keinen Kontakt zu einer nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Person
  • Ich war nicht in einem Coronavirus-Risikogebiet.


Wer darf nicht zur Blutspende?
Von der Blutspende ausgeschlossen sind folgende Personengruppen:

  • Reiserückkehrer aus laut Robert-Koch-Institut eingestuften internationalen Risikogebieten. (Infos unter www.blutspendedienst.com/reisecheck)
  • Spendewillige, die Kontakt zu einem an Coronavirus (SARS-CoV-2)-Erkrankten oder zu einem Verdachtsfall (dessen Testergebnis noch aussteht) hatten, werden für vier Wochen nach Exposition von der Blutspende zurückgestellt.

Personen, die am Coronavirus (SARS-CoV-2) erkrankt sind, müssen für zwei Monate nach Ausheilung von der Blutspende zurückgestellt werden.

Spendewillige, die Kontakt zu gesunden Reiserückkehrern hatten, können gerne zur Blutspende kommen.

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news-374 Fri, 24 Apr 2020 12:38:00 +0200 Gefährliches Warten: /aktuell/presse-service/meldung/gefaehrliches-warten.html Trotz Corona: Notruf bei akuten Erkrankungen wählen! Der Rettungsdienst in Bayern stellt einen Rückgang von Krankentransporten und Notfalleinsätzen fest. Nach Angaben der DAK sind 25 % weniger Patienten mit Herzinfarkt bundesweit zur Behandlung in Krankenhäuser eingeliefert worden. Nach Angaben der bayerischen Krankenhausgesellschaft sind 40 – 60 % der Betten  nicht belegt.
 
„Es gibt keinen Grund, bei akuten Erkrankungen den Notruf 112 nicht zu wählen“, so DRK-Bundesarzt und BRK-Landesarzt, Prof. Dr. med. Peter Sefrin. Der Gedanke, das Gesundheitssystem dadurch entlasten zu wollen ist zwar solidarisch, aber nicht verhältnismäßig. „Wenn Behandlungsmöglichkeiten, die ein Überleben auch ohne bleibende Schäden sichern können, zu spät oder nicht genutzt werden, besteht akute Lebensgefahr“, so Sefrin.
 
Hauptgrund für diese Zurückhaltung scheint vor allem die Angst zu sein, sich im Krankenhaus mit Corona anzustecken. Aus Sicht von Prof. Sefrin ist es zwar denkbar, dass durch den verminderten Stress am Arbeitsplatz und einer eventuell vermehrten körperlichen Aktivität während des Lockdowns, eine geringere Wahrscheinlichkeit für einen Herzinfarkt  besteht.
 
Dennoch appelliert Sefrin: „Nehmen Sie entsprechende Krankheits-Symptome ernst. Die Sorge sich im Krankenhaus anzustecken ist nicht berechtigt, da schon in den Notaufnahmen eine strenge Trennung zu den Infizierten vorgenommen wird.“ Sowohl im Rettungsdienst als auch in den Krankenhäusern wird größter Wert auf die Einhaltung von Hygienestandards gelegt.
 
Bei Herzinfarkt und Schlaganfall zählt jede Minute. Wenn die Behandlung verspätet beginnt, ist nicht auszuschließen, dass es zu schwerwiegenden Dauerschäden oder zum Tod kommt.
 

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news-369 Tue, 21 Apr 2020 13:17:12 +0200 „Diese Krise lehrt uns alle“ /aktuell/presse-service/meldung/diese-krise-lehrt-uns-alle.html Katastrophenschutz muss reformiert werden München, den 19.04.2020 – Aus Sicht des BRK wurden vor Jahren die notwendigen Weichen nicht gestellt, um der gegenwärtigen Situation gewachsen zu sein. „Der Katastrophenschutz wurde kaputtgespart“, so Präsident Theo Zellner. „Mit Ende des Kalten Krieges wurden Vorhaltungen für den Katastrophenschutz zurückgefahren. Man meinte, sowas nicht mehr zu brauchen.“

„Heute rächen sich Einsparungen der letzten rund 30 Jahre. Diese Krise lehrt uns alle“, so Zellner. Das BRK ist seit fast 10 Wochen mit dem Thema der Materialbeschaffung befasst. Dabei hat das BRK bisher Rechnungen in zweistelliger Millionenhöhe beglichen. „Die Preise für solche Güter sind horrend. Keiner hat geahnt, dass billigste Einmalartikel wie Handschuhe, Schutzkittel oder OP-Masken in einem entwickelten Land wie Deutschland knapp werden könnten. Das ist der Preis der Globalisierung“, so Zellner. Statt blind auf die Mechanismen der Märkte zu vertrauen, plädiert Zellner für mehr Dezentralisierung zur Sicherstellung der Grundversorgung.

Dringender Handlungsbedarf am „Brennpunkt Pflegeheim“

Als große Infektionsherde müssen die Alten- und Seniorenheime an erster Stelle aller Dringlichkeiten stehen: „Die traurigen Folgen spüren wir in einigen Einrichtungen“, so Zellner. Deshalb ist es zwingend notwendig: „Pflegekräfte, aber auch Bewohnerinnen und Bewohner müssen ab sofort in regelmäßigen Abständen sogenannte Reihentestungen erhalten. Nur so lassen sich Infektionsrisiken auf ein Minimum beschränken und die gefährdetsten Personengruppen schützen.“ Mit Reihentestungen können Coronafälle sehr schnell erkannt und die Verbreitung in den besonders gefährdeten Bereichen weitgehend verhindert werden.

Es sind derzeit vor allem die Mitarbeitenden in den Alten- und Pflegeheimen, den Kliniken und dem Rettungsdienst, die das System am Laufen halten: „Die Politik macht das, was sie muss: Sie schafft Strukturen und die notwendige Basis. Doch jede Pflege- und Rettungskraft trägt wesentlich dazu bei, dass dieses System nicht in sich zusammenfällt und kollabiert. Klar ist: Nach dieser Krise gilt es alles daran zu setzen, diese Berufe grundlegend aufzuwerten und ihnen die Anerkennung zukommen zu lassen, die sie verdienen“, so der BRK-Präsident.

Aktuelle Pressefotos von BRK-Präsident Theo Zellner finden Sie hier:
https://go.brk.de/fotos_zellner / Bildnachweis: BRK

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news-376 Thu, 16 Apr 2020 10:03:00 +0200 1.500 Lebensmittel dank Facebook-Post /aktuell/presse-service/meldung/1500-lebensmittel-dank-facebook-post.html Michele Terlizzis Spendenaufruf bringt dringend benötigte Hilfe für die Tafel Normalerweise betreibt Michele Terlizzi in Kempten den Friseursalon Hairlounge. Dieser ist in Zeiten des Corona-Virus allerdings geschlossen. Nun setzt sich Terlizzi für diejenigen Mitbürger ein, die durch die Schließung der Tafelläden besonders hart betroffen sind. Schon nach wenigen Tagen zeigt sich: Die Hilfsbereitschaft ist groß.

Ende März postete Michele Terlizzi auf seiner Facebook-Seite einen Aufruf. In Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz Kempten bat er darin um Spenden von haltbarem Essen, Getränken und Geld. Die Spenden sollen Bedürftigen in Kempten zu Gute kommen. Hintergrund ist, dass aufgrund der Corona-Pandemie auch die Tafelläden in Kempten geschlossen sind. In der Wärmestube des BRK wird derzeit zwar mittags eine warme Mahlzeit ausgegeben, die Räumlichkeiten dürfen aber nicht betreten werden. „Umso wichtiger ist es für Leute, die wenig oder sogar gar nichts zur Verfügung haben, Hilfe anzubieten“, heißt es in dem Facebook-Post. „Wir wollen in der Region gerne helfen und füreinander da sein! Freunde, Bekannte, Kunden einfach jeder, lasst uns zusammen stark sein! Jeder Euro hilft weiter!“

Innerhalb von nur einer Woche wurden bereits über 1.000 Euro online gespendet, wovon Michele Terlizzi mit seinem Team über 1.500 lange haltbare Grundnahrungsmittel sowie frisches Obst und Gemüse einkaufte und der Tafel Kempten zur Verfügung stellte. Deren Mitarbeitende liefern solange die Tafel-Läden geschlossen sind Lebensmittelpakete mit lange haltbaren Grundnahrungsmitteln, frischem Obst und Gemüse, Molkereiprodukten und Backwaren kostenlos direkt zu den Bedürftigen nach Hause. „Vor allem die Tafel-Kunden, die zu einer der Risikogruppen gehören, chronisch krank sind, sich in Quarantäne befinden oder ein Handicap haben, sollen zu Hause bleiben und gerne unseren Service in Anspruch nehmen“, bittet Tafel-Koordinator Markus Wille, dem es am Herzen liegt, dass alle Tafel-Kunden besonders in diesen schweren Zeiten gut versorgt sind. Dringend benötigte Waren seien auch weiterhin: Frisches Obst und Gemüse, haltbares Brot in Scheiben, Speiseöl, Obst- und Gemüsekonserven, Hygieneartikel, Waschmittel und Süßigkeiten für Kinder.

Bei Michele Terlizzi und allen Spendern bedankt sich Markus Wille im Namen aller Empfänger ganz herzlich. „Ohne Menschen wie Euch wäre die Tafel-Arbeit jeden Tag nicht möglich. Danke, danke, danke!“

Michele Terlizzis Spendenaktion läuft weiter – nach dem ersten Erfolg ist er gespannt, ob das ehrgeizige Ziel einer Gesamtspendensumme von 5.000 Euro erreicht wird.

Die BRK Hotline um Lebensmittelpakete der Tafel zu erhalten ist von Montag bis Freitag 8-12 Uhr erreichbar:  0831 – 522 92 799.

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news-367 Mon, 06 Apr 2020 15:37:43 +0200 Achtung, lebensgefährliche Verwechslungsgefahr! /aktuell/presse-service/meldung/achtung-lebensgefaehrliche-verwechslungsgefahr.html So unterscheiden sie Bärlauch von Maiglöckchen und Herbstzeitlosen Der Frühling naht und mit den wärmeren Temperaturen sprießt auch wieder der Bärlauch. Doch beim Pflücken des köstlichen Wildgemüses, das aufgrund seines Duftes und Geschmacks auch den Beinamen „wilder Knoblauch“ trägt, ist Vorsicht geboten. Denn die Pflanzen ähneln sehr dem hochgiftigen Maiglöckchen und der ebenso gefährlichen Herbstzeitlose. Frank Schönmetzler, Leiter Breitenausbildung beim BRK Oberallgäu, erklärt, wie sie die Drei voneinander unterscheiden können.

Bärlauch wächst, je nach Witterung, ab März bis in den April oder Mai hinein. Er kommt hauptsächlich in lichten Auenwäldern, an halbschattigen Bach- und Flussufern sowie auf schattigen Wiesen vor. „Viele Sammler glauben, den Bärlauch anhand des typischen Knoblauchdufts sicher von den gleichzeitig wachsenden Maiglöckchen und Herbstzeitlosen unterscheiden zu können. Dabei sollten sie nie vergessen, dass der Geruch von zuvor gepflücktem Bärlauch an den Fingern haftet und somit Verwechslungen begünstigen kann. Diese Methode ist also nicht zuverlässig“, warnt Frank Schönmetzler.

Einige optische Merkmale lassen eine Unterscheidung zu: Der Bärlauch hat breit-ovale Blätter, von denen jedes einen eigenen Blattstängel besitzt- Bei ausgewachsenen Pflanzen ist dieser deutlicher zu sehen als bei jungen. Die Blattunterseite ist hellgrün und matt. Der Stängel ist dreikantig und hohl. Bärlauch wächst in Gruppen und bildet zumeist einen dichten Teppich. Ältere Blätter hängen nach unten.

Die Blätter des Maiglöckchens sind ebenfalls breit-oval, allerdings in der Regel härter als die des Bärlauchs. Anders als der Bärlauch bildet das Maiglöckchen zwei große Blätter aus, die am gleichen Stängel sitzen und ihn umfassen. Zudem sind sie in das so genannte „Hüllblatt“ am unteren Ende des Stängels eingerollt, welches sich später bräunlich verfärbt. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist die Blattunterseite: Beim Bärlauch ist diese matt, beim Maiglöckchen hingegen glänzend. Auch im ausgewachsenen Zustand stehen Maiglöckchen eher aufrecht. Eine weitere Überprüfungsmöglichkeit ergibt sich über die Wurzeln: Der Bärlauch bildet eine Zwiebel aus. Die Wurzeln des Maiglöckchens bestehen hingegen aus rhizomartigen, waagerechte Wurzeln.

Ein weiterer Doppelgänger des „wilden Knoblauchs“ ist die Herbstzeitlose. Achtung: Schon der Verzehr einer geringen Menge von etwa 50 g kann tödlich sein! Die Herbstzeitlose bildet ihre Blüten im Herbst aus und entwickelt im Frühling darauf ihre Blätter. Genau wie beim Bärlauch sind diese länglich-oval und parallelnervig. Sie sind hellgrün und glänzend. Wie beim Maiglöckchen sind sie eher fester und wachsen aus einer gemeinsamen Blattrosette. Meist bildet sich schon früh eine Knospe in der Mitte. Wie der Bärlauch mag auch die Herbstzeitlose feuchte, nährstoffreiche Böden, ist aber tendenziell eher auf Wiesen zu finden. Verwechslungsgefahr besteht auch mit dem Echten Salomonsiegel und dem Gefleckten Aronstab.

„Wer sich nicht zu einhundert Prozent sicher ist, dass es sich auch wirklich um Bärlauch handelt, sollte die Pflanzen nicht selbst sammeln“, rät Frank Schönmetzler. „Verzichten muss man trotzdem nicht. Mittlerweile wird Bärlauch in Bioqualität in den meisten Lebensmittelmärkten angeboten.“

Sollte es zum Kontakt mit den giftigen Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen gekommen sein, gilt: unbedingt gründlich die Hände waschen! „Bei Verdacht auf eine Vergiftung, beispielsweise durch versehentlichem Verzehr, rufen Sie bitte sofort den Rettungsdienst über die europaweite Notrufnummer 112“, so Frank Schönmetzler. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sollte der Betroffene betreut werden. „Bringen Sie die betroffene Person nicht zum Erbrechen! Kontrollieren Sie Atmung und Herzschlag. Setzt eines von beiden aus, beginnen Sie sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Vermeiden Sie eine Unterkühlung. Wenn die Person bewusstlos ist, bringen sie diese in die stabile Seitenlage. Ist sie wach und ansprechbar, lagern sie sie mit erhöhtem Oberkörper. Wenn möglich, sichern Sie Reste der verzehrten Pflanze wie Pflanzenteile, Essensproben oder auch Erbrochenes. So kann im Krankenhaus bestimmt werden, um welche Pflanze es sich gehandelt hat.“

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news-366 Mon, 06 Apr 2020 09:49:40 +0200 Wasserwacht warnt: Von Wassersport bitte absehen /aktuell/presse-service/meldung/wasserwacht-warnt-von-wassersport-bitte-absehen.html Ab dem Wochenende werden die steigenden Temperaturen viele Menschen nach draußen locken. Hierbei gelten im Freistaat weiterhin die Ausgangsbeschränkungen anlässlich der Corona-Pandemie.

Die Wasserwacht-Bayern bittet die Bevölkerung, Wassersport und Aktivitäten am Wasser zur Sicherheit aller zu unterlassen.

Thomas Huber MdL, Vorsitzender der Wasserwacht-Bayern erklärt: „Wir als Wasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes sind Teil des aktuellen Hilfeleistungs- und Einsatzgeschehens. Entstehende Einsätze durch Notfälle am und im Wasser binden Kräfte und Material, welches zu einem anderen Zeitpunkt dringender gebraucht wird.“

Denn bei Wassersportaktivitäten kommt es immer wieder zu Einsätzen, bei denen Wasserwacht und andere Rettungskräfte angefordert werden. Die dafür benötigten Kapazitäten stehen zurzeit aber auf Abruf für Einsätze aufgrund der Corona-Pandemie.  

„Begeben Sie sich nicht in Gefahr und meiden Sie die heimischen Gewässer und ihre Uferzonen, denn unsere Einsatzkräfte sind heute mehr denn je gefordert“, bittet Thomas Huber die Freizeitsportler und weist darauf hin: „Aufgrund der aktuellen Situation sind die Wachstationen nicht besetzt. Wer im Rahmen der Ausgangsbeschränkung zum Segeln, Stand Up Paddling oder Kitesurfen geht, hat bei einem Unfall auch mit längeren Zeiten bis zum Eintreffen der Hilfskräfte zu rechnen“ und ergänzt: „Bei Gewässertemperaturen von aktuell rund 8°C kann ein Notfall tödlich enden“.

Deswegen appelliert Bayerns Wasserwacht-Chef Thomas Huber: „Wir in Bayern halten zusammen! Halten wir auch allen Rettungskräften den Rücken frei und vermeiden Risiken, die zu Einsätzen führen könnten!“
 
Pressekontakt:

Sohrab Taheri-Sohi
Leiter Kommunikation
Pressesprecher
 
Bayerisches Rotes Kreuz
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Landesgeschäftsstelle
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news-365 Thu, 02 Apr 2020 12:15:00 +0200 Sehr geehrte Damen und Herren, /aktuell/presse-service/meldung/sehr-geehrte-damen-und-herren.html Blutspende in Bayern Aktuelle Informationen und Termine Aktuell kann der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD) den täglichen Bedarf an benötigten Blutkonserven decken. In den vergangenen Wochen gab es spürbare Rückgänge beim Blutspendeaufkommen, die nur dank einer großen Welle der Solidarität innerhalb des Freistaates kompensiert werden konnten.

Die derzeitige Situation ist eine enorme Herausforderung und noch nicht durchgestanden. Der BSD möchte sich an dieser Stelle bei allen Beteiligten für ihren großartigen Einsatz bedanken. Nur aufgrund der gelebten Solidarität in den vergangen Tagen gelingt es, die Versorgung weiterhin aufrecht zu erhalten. Dafür gebührt den Spendern, Mitarbeitern sowie ehrenamtlichen Unterstützern größter Respekt und höchste Anerkennung.

Viele chronisch kranke und verletze Mitmenschen in den Krankenhäusern sind auch weiterhin darauf angewiesen, dass die Menschen, nicht nur in den nächsten Tagen sondern auch in den kommenden Wochen und Monaten, kontinuierlich die angebotenen Blutspendetermine wahrnehmen. Blutkonserven sind nur 42 Tage lang haltbar. Daher muss der BSD die Lage momentan Tag für Tag neu bewerten.

Blutspendetermine fallen nicht unter die Ausgangsbeschränkungen bzw. das Veranstaltungsverbot. Es besteht hierbei keine erhöhte Ansteckungsgefahr. Die aktuell geltenden Zulassungsbestimmungen gewährleisten weiterhin einen hohen Schutz für Blutspender und Helfer. Wer gesund und fit ist, kann und sollte auf die kommenden Wochen verteilt Blut spenden. Nur durch gemeinschaftlichen Zusammenhalt kann diese schwierige Situation gemeistert werden.

Ein großer Teil der Blutpräparate wird beispielsweise im Rahmen der Krebstherapie benötigt. Hinzu kommen weitere, akute Eingriffe wie beispielsweise Transplantationen und die Versorgung Verunfallter, die auch in der derzeitigen Situation keinen Aufschub dulden.

Da die aktuelle Situation sehr dynamisch ist, reagieren wir äußerst flexibel - mitunter kommt es sehr kurzfristig zu Terminlokaländerungen oder -verschiebungen.

Es wird empfohlen, kurz vor dem Blutspendetermin nochmals auf www.blutspendedienst.com/termine oder kostenfrei unter 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr zu prüfen, ob und wann der Termin stattfindet.

Hintergrundinformationen über die Blutspende in Bayern:

Wer Blut spenden kann:
Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Mehrfachspender ist ein Alter von 72 Jahren (d.h. bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag). Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren und bei Erstspendern über 60 Jahren erfolgt die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen. Zur Blutspende mitzubringen ist unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein (jeweils das Original) und der Blutspendeausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis. Spendewillige mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen, Rückkehrer aus Risikogebieten und Menschen mit direktem Kontakt zu Coronavirus (SARS-CoV-2)-Erkrankten werden nicht zur Spende zulassen.

Darum ist Blutspenden beim BRK so wichtig:
Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt.

Der Blutspendedienst des BRK (BSD):
Der BSD wurde 1953 vom Bayerischen Roten Kreuz mit dem Auftrag gegründet, die Versorgung mit Blutprodukten in Bayern sicherzustellen. Er trägt die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Als modernes pharmazeutisches Unternehmen ist der BSD heute ein aktiver Partner im bayerischen Gesundheitswesen. Mit seinen ca. 670 engagierten Mitarbeitern sowie zusätzlich mehr als 240 freiberuflich tätigen Untersuchungsärzten und rund 12.500 ehrenamtlichen Helfern aus den 73 Kreisverbänden des BRK organisiert der BSD jährlich ungefähr 4.400 mobile und 1.100 stationäre Blutspendetermine.

Spenderservice:
Alle Blutspendetermine und weiterführende Informationen für Spender und an der Blutspende Interessierte, beispielsweise zum kostenlosen Gesundheitscheck, sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet abrufbar.

Medienkontakt:
Für Rückfragen zu allen Pressemitteilungen sowie für weitere Informationen und Materialanfragen kontaktieren Sie unsere Pressestelle: Patric Nohe, p.nohe@blutspendedienst.com; Tel.: 089 / 5399 4014. Oder besuchen Sie die Presseseite auf unserer Website.

Mit freundlichen Grüßen

Patric Nohe
Presse & Unternehmenskommunikation
Blutspendedienst des BRK

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