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MAHA-Stiftung unterstützt Anschaffung einer Unterwasserdrohne für die Wasserwacht Kempten

Foto: Daniella Tarkanyi, BRK Oberallgäu v.l.: Max Schwägerl (WW Kempten), Anton Klotz, Martin Kärger (Technischer Leiter) und Luca Waldhör (Vorsitzender, beide WW Kempten), Stefan Müller (stv. Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu), Sabine Blodau (stv. Vorsitzende WW Kempten)

Neues System macht Such- und Rettungseinsätze deutlich effizienter und risikoärmer

Kempten/Oberallgäu - Die Familie Rauch-Stiftung des Haldenwanger Unternehmens MAHA hat die Wasserwacht Kempten mit einer Spende in Höhe von 5.000 Euro bei der Anschaffung einer professionellen Unterwasserdrohne unterstützt. Das moderne Gerät, auch als Tauchroboter bezeichnet, ist das erste dieser Art im gesamten Einsatzgebiet Kempten und Oberallgäu. Die Gesamtkosten inklusive umfangreicher Zusatzausstattung belaufen sich auf rund 10.000 Euro, die zweite Hälfte der Finanzierung übernimmt der BRK Kreisverband Oberallgäu. 

Bei der Übergabe des symbolischen Schecks gab Max Schwägerl, Vorstandsmitglied und IT-Administrator der Wasserwacht Kempten, einen Einblick in die Leistungsfähigkeit des neuen Geräts. 

Die ferngesteuerte Unterwasserdrohne ermöglicht eine schnelle und sichere Unterwassersuche sowie eine präzise Lageerkundung. Das System arbeitet zuverlässig, selbst unter anspruchsvollen Bedingungen wie eingeschränkter Sicht oder starker Strömung. Bisher waren vergleichbare Einsätze oft sehr zeitaufwändig und erforderten einen hohen technischen sowie personellen Aufwand durch Bojen, Sonargeräte und Taucher. Mit dem neuen System lässt sich die Suche deutlich effizienter und risikoärmer durchführen.

Zum Einsatz kommt der Tauchroboter unter anderem bei der Suche nach vermissten Personen, bei der Ortung und Sicherung von Gegenständen sowie bei der Lageerkundung unter Wasser. Auch die Klärung potenzieller Gefahrenstellen kann künftig erfolgen, ohne dass Einsatzkräfte selbst ins Wasser müssen. Darüber hinaus ermöglicht das System die Bergung kleinerer Gegenstände durch einen Greifarm und eine umfassende Dokumentation durch Video-, Foto- und Sonaraufnahmen. Letztere ermöglicht auch bei völliger Nullsicht die Erkennung von Personen, Objekten und Strukturen. 

Die Unterwasserdrohne ist bis zu 150 Meter tief einsetzbar. Sie erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu drei Knoten (ca. 5,5 km/h), ist dank acht Schubdüsen um 360°-manövrierfähig und verfügt über eine Akkulaufzeit von bis zu drei Stunden. Zwei fest verbaute LED-Leuchten mit jeweils 2.000 Lumen sowie eine lichtempfindliche Kamera mit 4K-Auflösung liefern klare Bilder, die über eine bis zu 200 Meter lange Kabelverbindung live an Land übertragen und zusätzlich auf einer SD-Karte gespeichert werden. 

Stiftungsvorsitzender Anton Klotz betonte bei der Übergabe: „Es freut uns sehr, dass wir die Wasserwacht bei der Anschaffung dieses wertvollen Geräts unterstützen konnten.“ Alexander Schwägerl, Kreisgeschäftsführer des BRK Oberallgäu, sein Stellvertreter Stefan Müller und die bei der Übergabe anwesenden Mitglieder der Wasserwacht Kempten dankten Klotz von Herzen für die großartige Unterstützung durch die Stiftung. Durch das Gerät werde die ehrenamtliche Arbeit der Wasserwacht weiter gestärkt und die Sicherheit für Einsatzkräfte und Bevölkerung nachhaltig verbessert.

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