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Rettungshund Luca findet 70-jährige vermisste Frau in Kempten

Katharina Hiltensberger mit Luca | Foto: Christian Palige

Hundegebell sorgt für große Erleichterung

Ein gutes Ende hat die Suche nach einer vermissten 70-jährigen Frau aus Kempten am Mittwochabend (7.10.) genommen: BRK-Rettungshund Luca zeigte seiner Hundeführerin und der Einsatzhelferin den Weg zu der Seniorin. Im Rahmen einer Suchaktion mit Kräften des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), der Johanniter, der Bergwacht sowie der Feuerwehren Kempten und Haldenwang fand der schwarze Labrador die Frau im dichten Gebüsch unterkühlt, aber ansprechbar auf. Allein die Hundestaffeln von BRK und Johanniter waren mit 15 Personen beteiligt.

Eigentlich ist die Aufgabe in dieser Nacht bereits erfüllt und das zugeteilte Suchgebiet für Rettungshundeführerin Katharina Hiltensberger und Einsatzhelferin Patricia Gessenharter durch Luca abgesucht. Doch als der Labrador plötzlich die Schnauze hebt, zielstrebig über einen Bach springt und sich durch dichtes Gestrüpp einen Anstieg hinaufkämpft, entscheidet sich die Hundeführerin, ihn nicht zurückzurufen. Als Sekunden darauf Hundegebell die dunkle Nacht durchhallt, ist klar: Luca hat die vermisste Frau gefunden. Denn dieser zeigt einen Fund durch Bellen an. Nachdem das Hundeteam die unterkühlte Patientin medizinisch erstversorgt hat, bringen Einsatzkräfte der Bergwacht sie sicher aus dem abschüssigen Bereich.

„Die Art, wie bei Luca die Nase aufgeregt nach oben ging, war für mich ein klares Zeichen, dass er eine Spur hat“, freut sich die 22-Jährige über den Erfolg ihrer Spürnase und fügt hinzu: „Besonders glücklich macht es mich, dass es der Dame den Umständen entsprechend gut geht und wir sie aus ihrer unguten Lage retten konnten.“ Erst vor knapp zwei Wochen hatte das jüngste Mitglied der BRK-Rettungshundestaffel Oberallgäu mit Luca die Prüfung für die Suche in der Fläche erneut bestanden, die alle zwei Jahre absolviert werden muss. Bereitschaftsleiter Mark Hofmann betont: „Wir sind erleichtert und freuen uns, dass wir die vermisste Person wohlbehalten gefunden haben. Das Hundeteam hat sein Können beeindruckend unter Beweis gestellt. Dieser Erfolg ist jedoch gleichfalls das Ergebnis der hervorragenden Zusammenarbeit aller beteiligten Einsatzkräfte und Organisationen, die einmal mehr reibungslos abgelaufen ist.“

Und Luca? Der fünfjährige Labrador darf am nächsten Tag erst einmal ausschlafen und bekommt zur Belohnung seine Lieblingsdose Hundefutter als besonderes Leckerchen. 

Alle Einsatzkräfte in der Rettungshundestaffel sind Ehrenamtliche, die für die Ausbildung der Hunde, Einsätze und weitere Aufgaben viel Zeit investieren. Um Geld für Fahrzeuge, Einsatzkleidung und weitere Ausrüstung zu verdienen, sind beispielsweise auch Sanitätsdienste bei Veranstaltungen der Gemeinde Waltenhofen eine wichtige Aufgabe der Gruppe. Wer die Arbeit der Ehrenamtlichen unterstützen möchte, kann eine Patenschaft für einen der Rettungshunde übernehmen und die Gruppe mit Spenden unterstützen. Für weitere Informationen können sich Interessierte an leitung(at)brk-waltenhofen(dot)de wenden.

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